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lirebenrecbtlichen Gebiet zur Aussprazbe kommen, wo fich Staat und Kirche eng berühren. Aber das Gebtet der Religion gehört nicht in eine politische Versammlung. Der Fall Wemqart ist eine An- elegenbeii einer selbständigen, syaodalverfaßtea Landeskirche, die in ?brer Synode die entscheidende Behörde hat. Bringt man Dinge dieser selbständigen Kirche 1ur_Svrache, so liegt der Verdaibt nabe, als wolle man in diese Selbstandigknj eingreifen. Das wollen wir vermeiden. Wir stehen ferner vor einem abgescbloffcnen kirchlichen étozeßverfabrsn. Wsnn wir sonst vor einer „eruÜaaba“ stillsteben, o müffen wir es auch bier thun. Aber der tiefste Grund, weshalb fiel; der Fall nicht zur parlamentariscben Behandlung eignet, ift dex: es handelt sich um eine der zartesten Lebensfragen der großen evangel1schen Kirche, um ihre Lebrfreibeit. Und über die Lebrfreibeit der evan- gelischen Kirche hat kein Landtag. aber auch kein ktrchliches Organ zu bestimmen, sondern nur diess Kirche oder die Gemeinde der evan- eliscben Gläubigen. Deshalb schließen wir den Fall von der Be- ?preckpung aus. Allerdings hat die Salbe 61116 Kehrseite, die uns nicht nur ein Recht, sondern sogar dre Pfltcht giebt, darüber zu sprechen. StaatSregierung ynd Volksvertretung haben dke Pft'xcbt, darüber zu wachen, daß dte'se evangelische Kirche in einer gesunden Entwickelung blüht,. damtt sv? tbren Beruf für das Staatsleben ausüben kann. Hier tft derLYunkt,_ wo wir auf einen solchsn Fall cinzugeben das Rkcht haben. tr muffen aber die Person und das 6106611111) Materkelle, das zu dem Urxbeil'gefübrt hat, aus der Diökusficn aukséokiken. Zur Erörteruyg bletbt m tiefsZe Frage übrig, die die große OeffentUcbkeit und dre „reffe, auch dre katholische, seit Monaten bewegt, die uns Ewangktsche am aller- nächsten bkrübrt: War die Ausrollung disses FaUes vom evangelischen Standpunkt aus _notbwendig? Ich antworte darauf mit einem runden, 11:1an und entschikdenen Nejn. Bei der Begxündunq wende ich mich immer nur 0.1 die cvangxlixcben GlaubenSgenonen. Der Fall giebt zu den schwexsten Lösdenken Veranlaffung. Daß eine Meinung (10 ]SJS F'Sl'SÜÜQ verurtbeilt wird, _ist etwas Neues. Daß kirchliche Béböxden 011: Fragen jurisixsch auffassen und ayf bloßen Verdacht [?in gegen Jemand Vorge'kxcn, das jst nicbt evangelisch, wenn es viellsicbt anch juristtjcb ist. Daß, nachdem der erst?. PUKY! gékläkt war, die Behörde nach neuen suchte, kann nur auf Einflüstzrungen géscbeben sein. die auf keinem GsbiStS Nrwxrflicber find als auf kirchlichexn und gewiß nicht evangelisch find. Wknn ein Predißer, der mit tiefster Wirkung auf die Gemeinde Predégt und nicht als Kritiker auftritt, sondern nur Zweifelnde wix-ker Öeranzuzieben suchk, zur_V:rantworim-.g gezogen wird, dann ist 0:14) 013 nicht evaygelixch Verméßt babe ich den seelsorgerisch k1211101113 dsr Kirchénbebörden auf diesen Mann. Auf das; Tiéfere gebe ich nicht ein, weil wir vor einer 106 511310666 stxhen. Wenn die Dinge so liegen, dann muß man sagem, daß solches Havdeln am wenigstkn “rer gesunden Entwickelung ;:cr kwangelischen Kirche im (Ganzen dient. Weit über die bstrcffene Eemskndc hinaus geht ein Zug durck) die ganze evan- ßeliscbe Christenbkir _Viele dunkle Schatten sehs ich aus dem Fall auftaucbsn, am dunkelxten 06:1, daß das Gewissen dcr evangelischen Bk- völkerunF verwirrt wird. Evangelische Prediger find Zkugen. und evan- gelische Predigerst-Ibsn unter dem SaSe: Wir glauben,daru_m reden wir. Etwas Gu'os wird aus dem Fall bkraxskommen: weite Kreise unserer Kirche Werden fich darauf befinnsy, was unseres Glaubens Wesen und was die (Grundlagen der evangeléchxn Kirche sind. Unsere evangelische Kirckoe beruht auf zwei unvérrückbaren Wahrheiten: dem Hetlsqlaubsn, rem Uakerzsugjsxin, 5:15 nichts mit einem Fürwabrbalten zu thun bat, und dem Schrirtglaub_en. Die 911111156 Entwickelung der evangelischen Kircba kaun nur bikstébén in der Stetigkeit der evangelischen Lebr- entwickc'lun-g. Dabei wil] fie nicht 089 Dienfkes der freien Wissenschaft kntratbxn, Ti: fich in den Dienst der Kirche stellt und nichts AUÖLTLZ kennt. als dym evangelischen Glauben die Wege zu bahnen. Die EVANgélisÖS Kirche ist stark genug, verschiedene lebt- bafte Ansichten der Theologen zu ertragen. Die ewanaeliscbe Kirche mus; ihren Dienern gestmten, zu fragtén und zu forschen; darum muß fie ihnen auch gestatten, zu irren. Solche Lehrprozeffe schaden, dienen 0er auch zur Wsckuna neuen Lebens. Diejenigcn, welche der evangelischsn Kirche übel onen, haben ihren Spytt und 1chreien und drucken. daß dieser Fall wieder die fortschreit€nde Selbstzerfeßung des Protestantißmus zeige. Dzn Spott [affe ich ihnen, die Prophezeiung erkenne ich nicht an. Wir betrachtxn es uach wie vor als unser Vorrecht, im gläubigen Golfwerxraucn zu stsbkn und 50:17 (Mr alle Probleme nachzudenken, immer wieder nach der Wabrbsit zu suchen, dieselbe immer tiefer zu erfaffen und Liz krfaßte Wahrheit 1111er mehr 1106 «1n3uxignen. Und dabei leuchtet uns jenes Wort voran: Ihr werdet die Wahrheit er- kxnnem und die Wabxbeit wird Euch freimachen.
2150. Wamboff (nl,): Ick kann mich nach diesen Ausführungen kurz faff-xn; ich will nur den Eindruck zur Sprache bringxn, den die Angslsgenb-eit 0111" die Bevölkerung meinesHsimaxb gemach! hat. Die religiöskn Kämrsx find ix: Osnawück immer besonkers 1381110 gewesen. Man kann dort das GMÜU nicbt untsrdrücken, daß dsr Minister in seiner Antwort d(n Petenten 1“.th gerécbt geworden ist, wenn dafür vielleicht auch formale Gründe maßgebend gewesxn find. Wér wiffen, daß Wéingaxt ssgsnsreich gewirkt und die Zwezselnden wieder bekan- gesübrt bat. Dke GeMZind-Z OKInabtück_mö;;e mchl auf ihre Heraus- nahme aus dsr 1;ax11:c)versch:n Kirche drangcn.
Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten 1)r. Studt:
Meine Herren! Ich muß die Außfübrunaen ch Herrn Vor- redKers in 1501säch1icher Beziehung rubin berichtigsn, kaß ich die beiden großen Petilionxn, die an 11114) (;(-langt find zum Zwecke der Erwirkung einer landeébörrlkchan Bkgnadigung, nicht durch Vermittelung des Lankcs-KonfisWriums dsr Provinz Hannover, sondern direkt be- schieden babe, _ disse beidkn grcßen Petitionen, die von Tausenden von Unterschriflcn begleitet waren. Ich babe fie absäcbtlich, nicht dem sonstigsn Gange dsr Dienstpragmaiik entsprccbend, durch die zuständige Behörde, sondern direkt beschieden, um den Pstenten zu zeigen, Wslcben persönlichsn Werth ich darauf lege, daß ihnen die Ent- schließung unmitkelbar zugeht. '
Ganz audexs stsbt es mit der Petition, die ich vorhin schon er- wähnt 11056, die darauf hinaußgebt, es möchte die in Frage kommende OLnabrücker evangelische Kirchengemeinde von der evangelisch-lutheri- sehen Kirche der Provinz Hannov-r abgetrennt werden. Das war die Petition, rie 11€bcnbki von Wenigen Unterschriften meincs Erinnerns nur bedeckt war, von ker icb Vorhin schon erwähnt habe, daß die Petenten fich gar nicht klar gemacht haben, daß übkrbaupt nur im Wege der Gesktzßebung ein derartiger Wunsch hätte realifiert werden können. Diese Pétition babe ich auf dem gewöhnlichen Instanzen- wege an das andks-Koxfistmium zur Bescheidung gelangen lassen und mit-vollbewußter Abfuhr, und, wie ich glaube, auch mit vol1em Rechte.
Was mich nun noch veranlaßt, t-as Wort zu ergreifen, das ist die Ausführung des Hkrrn Abg. Bartl), der mir unterstellt hat, als ob ich mit der Aeußetung Von der großen Glocke die Petexten selbst g:meint kälte. Meine Herren, nichts hat mir ferner gelegen als da?. Ick habe in 130er Maße anzuerkennen, daß der Inhalt der Petitisn ein gemäßigjer ist, und daß es mir wohl er- klärlicb ist, daß außerhalb des Kreises der Petenten Tausende dem evangelischen Christen die Sache mit lebhaften! Jntereffe verfolgt haben. Was ich mit ker großen Glocke gemcint babe, liegt auf einem ganz anderen Gebiete; das betrifft die Beasbeitung der öffentlichen Meinung dure!) gtwiffe Preßorganc, die es sich zur Aufgabé gestellt haben, der S2che ein besonketes politisches Mäntelchen umzubängen.
Abg. Dr. Virchow: Der Fall beschäftigt mich als solcher, nicht als ein Fall der Lehre. Ich habe ja garnicht gesagt, wer recht hat.
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Aus dieser kirchlichen AngelFxnbeit können politische Folgey erzeugt werden. Daß dem Kultus- inifter meine Aeußerungen mcht sym- pathisch sein würden, diese Empfinduna batte ich sebou vorher. Die MMU“ ist eine so gefährliche, daß ich warum möchte, ste weiter zu ver 0 gen.
Abg. Schall: Daß eine „abweicbende Meinung über diese An- gelegenheit zwischen rechts und links besteht, war mir von vornherein nicht zweifelhaft. Herr Barth sagt ja, daß allx Liberalen bierm nz- sammcnsteben müßtxn. Wir haben keinen Zwerfel aebabt, daß Ste diesen Fall zu einem politischen machen wollen. Tiefschmerzlich ist mir aber, daß hier ein (1183611803 zwischen mir und meinem Kollege“!
ackenberg besteht. Es wäre wünschenswertb gewesen, wenn wir
ertreter _ der Kirche bier einheitlich vorgegangen und nicht in einer Welke auseinandergegangen wären, die vielfackxSpott hervor- rufen muß. Ich bestreite nicht. daß unsere evangelrscbe Kirche dem Einzelnen das Recht giebt, 01115 “zu irren; aber_auf diesem Grugpa kann man niemals eine Gemeinde bauen und grunden. „111 111111115 115014415, 111 1160056111118 111111268!“ Ich meine, bier [1391 kein „äubjW“, sondern ein „1160686111'111111“ vor. Virchow sollte nicht sagxn, daß er nicht auf die kirchliche Seite eingegangen sei. Ich mö te dxe Lehre von der Auferstehung nicht in die varlamentaxrfche De atte ztxben. Herrn Wamboff' kann ich noch den dritten Tberl 588 WWW bmzu- fügen: 111 011111113113 aarikas. Ein solcher Diener der Ktrche wie Herr Weingart konnte nicht in der Kirche bleiben; Ob überall korrekt und taktvoll gegen ihn verfahren ist, will ich mcht beurtheilen und kann das Haus auch nicht beuxtbeilen.
Abg. Dr. Stockmann: Die Worte der Vorredner veranlassen
mich nicht, von meinem volker gexennzeichneten Standpunkt abzu- weichen. Herr Hackenberg ist in me Besprxckzung des Falles cm- getreten; er hat sicb damit in Widerspruch, max _seinen ersten_Worten geseßt. Ick muß protestieren, daß hier tn dtezem Hause dre Frage gesteüt wérd, was evangelisch ist; das gehört nicht vor ein Haus, das interkonfesfionekl ift. , " . Abg. Dr. Barth: Herr SÖall verwechselt dre „ evangeluche Kirche mit der ortbodoxsn Richtung in der evangelischen Ktrcbe, wslxher er selbst angehört. ES giebt auch noch eine andere Richtung als dtese. Deshalb ist es Pflicht aller kirchlich Liberalen, gegen_ einen sochen Fall zu protestieren. Die evangelische Kirche würde Etnbyße erleiden, wenn die orthodoxe Richtung allein herrschen würde. Wir wünschen nicht, daß das liberale Elemxnt aus der Kirche ausscheidet, sondern daß es mehr Einfluß erhält, damit die Kixche nicht unter der orthodoxen Herrschaft verdorrt. ,
Abg. Hackenberg: Meine evangelische Freiheit gestattet m1r, überall meins Ueberzeugunx auzznsvreckoen. Die evanaelisch-x Kirche ist stark genug, um einen Pfarrer Schall und einen Pfarrsr Hacken- berg 311 ertragen. Die politische Seite habe ich nicht berührt, politische Parteien soÜen fich nicht mit 1irch1ich3n Partsien decken. Ob ich auf einem richtigen kirchlichen Standpunkt stehe, überlaffe ich X(!Hder Beurjbeilung des Herrn Schau, sondern der eines anderen
1 ers.
.Bei dem, Kapitel „Evangelische Geißliche_und Kuchen“ erwidexj auf eme Bemerkung des Abg. Dr. Frtedberg (nl,) über 516 Prediger-Seminare
Ministerial-Direktor 1). Schwarßkopff, das; auch die S6- minare, xvelcbe ein Jn,ternat haben, „Aussezx'ichnexes leisten. ,
Ber dem Kapitel „Katholtsche Getstltche und Ktrchen“ bemängelt _
Abg. Schwarze (321113) die beälter der Kapläne und Hilfs- geistlichen und vxthist aus einen Fall in Arnsberg.
Ministerial-Direktor 1). Sch*„varßkopff erwidert, daß diese Gehaltsfrage Sache der Kirchengemeinde fei, abgesehen von den Fällen, in denen eine rechtliche thpflicbtung des Staats vvrliege, wie im Arnsberger Fall, wo für den dritten Kaplan an der Provßeikirche allerdings nur 1200 „14 ausseworfen scisn. Die Verwaltung werde diesen Fall nochmals prüfen.
Abg. SÖmidt-Warburg (Z:ntr.) bringt aus seinem Wahlkreis ebenfalls Beschwerden über zu germge Gebältcr und über mangslndes Entzeaenkommen des Staats bei einem Kirchenbau in Altenbeken vor.
Ministerial-Direktor 1). Schwarßkovff erwidert, daß es fich in leßterer Beziehung 1111111 um eine Vervflichtung 166 SMD handle, der Fall aber infolge einer nsuen Eingabe nochmals zur Prüfung komme.
rkl Bei dem Kapitel „Allkatholische (Geistliche und Kirchen“ 6 ärt
B-richtexstatter Abg. Winckler (kons;), daß in der Kommission das Bedauern ausgesprochen worden sei, daß die im Vorigen Jahre abgelehnte Forderunß zur Errjcbtung eines altkatboliscben Semmars nicht wieder in den Etat eingestellt !ei.
Bei dem Kapitel „Provinzial:Schulkollegium“ bittet
Abg. 131. Beumer (nl) um eine Erhebung über die Ergebniffe des soaenxnntkn A7schlußexamens, der Vcrteyungéprüfunq von Unter- nach Obecsekunda. Dieses Examen sei eine der unglücklicbsten Ein- richtungen; es falle in ein zu frühe; beenSalter, wo die Gesundheit der Schüler diescr Aqstrengung nicht gewachsen sei. Der Unterricht in der Untersekunda lauxe auf den Dr1ll für das Examen hinaus. Er gehöre nicht zu den Ueberbürdangspdilistern;_ es müsse in der Schule ae- arbeitkt werden. aber in richtiger W606, und das Examen müsse in ein paffxndeö LebenSalter faüen. Die Leörer könnten auch ohne (Examen ent1chxiden, ob die SchIlcr fü: d;s (Finjäbriaenzeagniß reif seien. Mängel unserer höheren LebranstaLten seien einerseits die zu groß: Rxglementiererei und anderexssils das Spkzialistentbum der Fachlebrkr. Wenn das Abschlußxxaman nicbt abassäoafft wzrde, so solle man 0211 Schülexn jecenfalls !ofoct nach der Prüfung und nicht erst nach Wochen das Resultat mittbeilen.
Ministerial-Dikektor Ur. Althoff: Wir find für diese An- regung dankbar. Die Sache ist schon ganz im Sinne des Vorredners in Angriff genommen. 88 fänd Erhebungen angestellt, ob fich die Prü- fung bewährt. Es finden auch Erhebungen ftakt, ob vas Schreibwerk der Direktoren yxrmindert werden kann. Es liegen schon so viele Aeußerungen vor, dxß die Sache fast abgkscbloffen ist. AÜes, was der Vorredner sagte, war mir jxhr sympathisch.
Bei dem Kapitel der Univerntäten tritt
Abg.'1)r. Böltinger 1111.) für eine größere Berückficbligung der Cbemte auf den Unioerfitmen ein und giebt sexner Freude darüber Aysdruck, daß dsn Technischen Hochschulen das Recht gegeben ist, den T1tsl Doktoz-Ingemeur zu verleihen. Er bittet, um Errichtung von Lehrstühlen tür anorganische Chemie an den Umvxrfitäten und Ein- führung (iner, besondexen Prüfung fü! Cöxmiker.
Mimstertal - Dir:“kwr 1)1'. Althoff erwidert, daß fär die Förderung der Chemie schon manches ge|cheben sei, und daß man durch Fortschreiten auf dieéem Wkge hoffentlich aucb zur Er üllung aller Wünsche des Vorcedyers kommen werde. Die Lösung der Frage einer besonderer) Prüfung tür Cbemiker s-i vom Kaiserlichxn Gesundbeitöami in Angriff genommen. Zum Studium der Chemie solle: das M;tu1itäts§xamen Verlangt werden.
Abg. Krawinkel„(nl.) beklagt die Vernachläsfigung der mxueren Sprachen auf'den Un:v:rfitätea. Für das Französtsebe bestehe an jeder Unwerfitat ein Ordinariat, für das Englische nur an fünf Uni- vexfitäten; an Extraordinariaten fehle ts_ganz.
Abg. Dr. Loy (b. k. P.) kommt aus die Vorbilkung der höheren Verwaliungsbeamten zurück, wünsch? daten Ausbildung durch vraktiscbe Kurse und bedauxxt ferner, daß die Universitäten ihren alten „Charakter der Univkrsalbildung_verloren bä1ten und fich in Fakultäten zersplitterten.
Abg. ;Yobl (fr. Vgg.) bemängelt, daß die landwirtbschaft- lichen Lebttühle nicbt gemäßen!) mit praktischen Hilmeitteln aus- gestattet seien.
Abg.1)r.Kropa_tscheck (kons.): Bei dem großen Anwacbssn der Literatur können dre U61vkrfikätSvibliotbeken nicht alles anschaffen, was auf dem Markt erscheint. C5 ist ja schwer zu sagen. was die Univexsitätsbibxiotbeken anschxffcn müffkn und wée hoch 1er finanzuüe Ausxtattung dafür 1ein muß, aber aewiffe Normen lassen sxcb wobl ausstellen. Em Göttinger Profeffor schlägt vor. daß eme ganz bestimmte Aquabl von Büchern fich in jeder Univerßläts-
“bisher. Der Behauptung, daß die Universitäten
bibliothek befinden wü e und jäbtjicb 50 bis 60000 .“ für jede erforderlich seien. Ue er die Summe läßt fich streiten, aber jedenfalls sind die Univerfitätsbibliotbeken nicht genügend mit Mitteln auSJeftattet. Aus den Fonds müssen auch sämmtliche Einbände be- zahlt werden, ja soaar, wie geklagt wird. die HilfSarbeiter. Bei den geringer dotierten Universitäten bleiben kaum mehr als 4-8050 „“ übria. Eine Abhilfe liegt allerdings in der Königlichen Bibliothek in Berlin. Man müßte u. a. versuchen, die Musikalien als Pflicht- exemvlare zu erhalten. Dann möchte ich noch anregen, daß den Bibliotheks-Direktoren in auSgedebnterem Maße als bisher der Rang der Rätbe 17. Klasse verlieben werde.
Abg. Metger (ul.) schließt fich dem Vorredner bezüglich der Bibliotheken an und wünscht, daß den Lehrer:) an höheren Lehranstalten mehr Gelegenheit gegebm werde, durch Retsen ins Ausland sich ja der Praxis der neueren Svrachen zu üben als bisher.
Ministerial-Direktor Dr. Althoff: ü_r die Reifen der Lehrer der neueren Sprachen wird ikßt erbe ltcb mebrfiYetbanFals
zu acb- scbulen zersplijterten, muß ich entschieden widerspretben. Für Vértretung des Maschinenbau-Mfens an den Univerfitäten wird gesorgt Werden. Die Univerfitäts-Bibliotbeken könnten auch mit erheblich höheren Mitteln -nicht alles anschaffen, was lesenswertb [|, lebst wenn von dem jsßigen Durchscbnilt 11011 2100024 ein Drittel oder ein Véertel an Kosten abgezogen werden, bleibt immerhin noch eine stattliche Summe.
Nack) 41/4 Uhr wird die wcitere Berathung bis Sonnabend 11 Uhr vertagt.
Literatur.
Das Bürgerliche (Geseßbuckd mit Erläuterungen für das Studium und die Praxis Von Dr. H. Rebbein._Reichz. gzrichtßratb. 3. Lieferung. Berlin, Vsrlaq Von H. W. Muller. * Die jsßt vorliegsnde dritte Likf-xrung schließt den ersten, die Lehren dxs allgemxinen Tbxkls des _B. GKZ. darlegenden_Vand ab; Der R€chtsstoff wird auch in 0ie|er dmc!) völlig jelbftandkge, der aller Knappheit gründliche und erschöpfcnde Behandhmg und durch die dxm Verfaffer in allen samen Arbeitcn ngene klare„_und scharfe Fassung des Vortrags, ker mit der kommentatornckoen die systematische Darstkllung vereinist, dem Verständnis; des Lesers nabe gebracht. Es ist eine solche Fülle neuar, ekgener Gedgnken zu Tage c:?fördert, daß man fich dUübxr wandern_ muß, Me “es möglich ist, 11611611 5611 bisöer fast durchweg als erschövkend betrachteten Ausführungen Planck's noch so zahlreiche neue Gksizotoyunkte vor. zudringen. Auch auf die Bsdeutung des Bürgerlichxn Geke 511614 für das öffentliche RIM und kie Vzrwaltung bat der Verfa er üderaU hingewiesen, wo ihm Normén dksseLHen dazu Anlaß geben konnten, sodaß sein Werk nammtlt'cb Verwaltungsbeamten beim Studium des Gesetzbuchs WertbvoUe Dienste zu [kisten vecmxg. Es kommt_ hinzu, daß Rebbein's Koyjmentac dor a11€n üdrizen, auf genoffenschaxtltchem Wege bergk-ftellken Kommentaren dkn großxn Vorzug einer einbx'xt- lichen von Anéang bis zu Ende von demselben wiffsnschaftlicben Gente exfüllten Arbeit babsn wird, und er darf schon um deSwillen fiHer sem, einm dauernd€n Play auf dem Arbeitötijcb des studierenden Praktiker:“; zu finden. Der dritten Liefkrung ift em sebr ausführliches, 57 Seiten umfassendes '“Sachc:gistsr zum erstrn Vxnde beigegeben, das den re'icben Inhalt desselben erstchtlich macht und die Brauchbarkeit des Kommentars noch erhöht.
_ Das R6cht des Bürgerlichen Geseßbuchs 1a kurzer systématischer Zerglicderung. Ein Grundriß zur Erleich1eruna der Einarbeüung in das neus R20)! von Zeinrich Eucken, Affkffor beim Ratbe xu Dresden. Roßberg'sche ofbuchbandlunq in Lewzig. Preis geb. 8 „14 _ Der Legalordnung folgend, giébt der „V::- faffer auf 412 Skiken dkn Rechtsstoff in knappen, pxa;isen WIndungen und Schlagwörtsrn mit Geschkck wieder. Den In- halt dcr einzelnkn Rechtsmaterien bat er durch weitgehende systematische Gliederuna in Abthxilungen und Unterabjbeilungen unter Anwenduna Von Buchstabkn, römiscbxn und arabischen Zkffern geotdnet, durcb Nrscbiedera-jigen Druck und Satz diéleiteuden (Geranken beryor- gehoben und di? Régeln und Außnabmen auch dem Auge auffallig gemacht. Gegen eine solche Zxraliederung würde man njcbts einzuwenden haben, wénn der Verfasser kei den zahlreéchen Vcr- weisungen auf Paraüslstsüen glücklicher vsrfabren wäre. Anstatt den Inhalt dexsélben kurz anzudeuten und die Seitenzahlen anzugeven, "zitiert er die Buchstaben und Ziffern der Abtheilungen und Untex-
abtbßilangsn; infolge dessen smc) rie Zitate bäufiJ, wenn überbaup1,. „nur sehr schwer und mit erebLichcm Zeitverlust auffindbar. An
einjelnen Stellen find Tabellen aufgestellt, die sehr über- fichtlickz in Prägnantcr Form die verschiedene Ausgestaltung Verwandter Vorsckniften wiedergeben; hierin bätie dxr Vex- saffsr noch weiter geben können. Nicht immer, ist" dsr anaLT wicbkiger Vorschriften Erschövfend anaedeutet; als besondexs lückenhaft erscheint die Darstsllung des Familienrechts. Fur“ RepetitionSzwccke ist das Buch dxhsr nur nach virlfacben Ergänzung?» brauchbar, für die indessen auf jeder Seite Raum genug vorhanden ist. Die erste Durcharbeitung dcs Gefcßbuchs aber vermag es noch weniger zu fördern; denn der GSM 088 großen neuen Wsrfes kann nur durch das Studium einer erschöpfende" Darstellung erfaßt Werden.
_ Grundfäße reformierter Kirchenverfasfung. Von 1)r._j11r. st 1110. 11100]. Karl Rieker, a. o. Professor der Rechte an der Universität Leipzig. Verlaa von C. L. Hirschfeld-Leipng. Preis 925. 6 „14 _ Den xabxreichen Monographien, die der Geschichte und Dogmatik der lutherischen Kircbexwerfassung gewidmet find, stand bisher keine einzige geJeaüber, wclche die Verfassung der l'eformierxen Kirchengemeinden zu ihrem Gegenstande hat und auf wiffenscbafllube Bedeutung Anspruch erheben könnte. Es ist daher ein großes Verdienst des Verfassers der voraenannten Schrift, daß er als ejster dieses uner- schlossepe Rech191ebiet betreten und auf die Fülle der bier vorhandenen Rechtswrmen bkngewixsen hat. Das Buch, welches nicht eine Dak- ste_llung des anan vatean der resormierten Kir-bkuoerfaffang, sondern zmammenfaßgende Erörterungen der in den ver5chiedenen reformierjex' Verfaffungssystkmen hervortretenden Grundsäße. allgemeinen GUM- anschauunqen und lektenden Ideen enthält, beginnt mit einer Geschichte der Quellen und Literatur der reformierten Verfxffungslebce, die des“ halb besonders wertbvou ist, weil hier alles wichtiaere, zum tbeil_febr enjlegene und in Deutschland unbekannte Material sorLYaltia zusammengetragen ist. Der erfaffer geht von dzn erke“ Calvin's und dxr Genfer Kitchenverfassung aus, betrach1et dat)" hie wcitxren reformierten Kircbznbildungen in der Scwali- tn Frankcetcb (Hugenojtenkircbe, „organische Artikel“ von 1802, 11 1150- 1ibroseit 1849, Kirche von Béarn). in den Niederlanden, S M“ land, England, Irland, Polen, Ungarn und Siebenbürgen, kommt hierauf xu Deutschlanx den reformterten Gemeinden am Nieder- und Oberrhein. m den nassauiscben Landcn, der Pfalz, in Livpr, Brems"- Ostfrießland, Brandenburg-Preußen und Bayern, zu den fogenannke" reformmten Fremdengemetnden, Hugenottengemeinden, der Konföde- ration_ der :xformiertxn Gemeinden in Niedersachsen, den reformiert?" Gemeinden in Dr-Sden, Leipzig, Frankfurt a. M., sowie in Wüxttein' berg, und wendet six!) endlich nach Norr-Amerika, wo der Calvimsmu] das größte HerrscbastSJebiet befiyt, aber auch die größe Zersplitiekuyg aufweist. Jm zweijen, dem ei eutlichen Thema gewidmeten 57.1)?!? des Buchs entwtckel_t der Verfa er z::näcbft den reformierten Kirche"“ begriff, erörtert dann die Bedeutung der Verfassung für die reforeüiekte Kixcbe, die sic!;„auf d_ie heilige Schrift gründende und mit der Ordnung der cbuftltcberx Urktrche ubereinstimmende reformiexte Kirchenverfaffuug sxlbft“ ibr materielles Grundprinzip, welches den Ausschluß jeder :nensthllkheu Herrscha'ft und dir Asleinbercscbaft Christi in der Kisch? bedeutet, un? die Garantten, welehe die Kirchenverfaffun gegen die Verlesung 3“
kinzivs bißtet. In einem weiteren Abs nitt diefes Tbcilö versleicbk d
erfaffer dtejeniqen Einrichtungen, wel-he der reformierten Kirche"“ v::„faüung ihr untcrsckpeidendes Gepräge gegeben haben, die Pxesbv- tenen und Synoden, mit ähnlichen der modernen evangelisch“
a besonderein Deut (bland).Levtere wird mit Vorliebe FMF], WRRbMT-bmnnd nßftorialen Verfasungßelemente mit den reformierten, pres vterialen und svnodalen charakterisiert, wie man denn auch in der That seiner Zeit bei Ein brung von presbyterken nid Synoden in der evangxlisckpen Kirche eutschlands des Glaubens genoesen ist, lediglich reformterte Einrichtungen herüber-
nnebmeu. ee erfaffec zeigt indessen, wie diesen verschiedenen Ju- “, tionen nicht viel mehr als der Ram: gemeinsam ist. Den
„ß bildet eine Darstellung dex chndsäßc dxs Calviniömus über das V;:bälmi von Staat und Kacke. ker wre im Vorangebmden hat der Verfa er den reformierten die 1111 erischen Anschauungen und aknrjchtungen gegenüberäeftellt und so neben der Darstellung der reformjnjen Kirtkenverfa an eine Vergleichung dieser mit den leiten- den Ideen der lutherischen faffung geliefert.
„Anarchismus und Strafrecht. Von Dr. Hermann Seuffeet, Professor des Strafreck-ts in Bonn. 219 S. Verla von Otto Liebmann, Berlin. Pres geb. 4,50 „14 _ Den Ansto m,; Abfassung dieser Schrift hat dem bekannten Strafrechtslevrer dai Ereignis; vom 10. September 1898 zu Genf gegeben. Es find Fragen des Strafrechts und de; Strafpolitik,'zu denen er in größerer oder geringerer Ausführlichkeit Stellung mmmt. In den ersten 13 Kapiteln behandelt er: das Verlangen nach Verschärfung der Sßafgesetzgebung, Wesen und Walken ves Anarchiömus, die Frage, welche Erxolge eine außerordenjlrcheHandhabung der Strafrechtspflege egenüber dem Anarchiömus erzielen kann, . die gegen denselben über- Sanpt anwendbare Strafgsseßgebung, dte französische, italienische und spanische Gcseßgebung gegen „den,?!narcbinnus, die bestehende Sxxaxgxseygebuna in Deutschland, dre btsber gemachten Abänderungs- voxscbläsk- die Frage, ob das Strafgeseßbuch xu ändern oder ein Spezialgesks zu erlassen wäre, die anarch1ftcschen Vereine, Verfamm- langen und DruckfFriften, das Merkmal der anarchistischen Bxgsbung. die Zuständigkeit fur die _Aburtbeilung sowi: die Auslieferung. In „ej weiteten Kapiteln laßt der Verfasser dann den Wntkaut des seine Vorschläge zusammenfaffendzn „Entwurfs eines Geseß:5 xur B:- kämpfung der Gewalttbatsn _des Anarchismus“ mit erläuxecndén Be- merkungen und un Anhang emen „Abdruck des Erxtwurfs eines (Ges! es nun Schuß des gewervlichxn ArbsxtSverbältniffes yowie des italienif :n Notbdekrets vom 22. Izmx 1899 1919611. Die anregende Schrift ver- dient die Beachtung wertester Kreije.
_ Die Gewexkschaftsbe_wegung. Daksteüung der gewerk- schaftlichen Organisatwn der Athener und der Arbeitgeber aller Länder von W. Kulemann, LandgeriÖtSratk) in Braunschweig. FTU und 731 S. Verlag von Gustav Fischer, Jena. Preis geb. 10 „14 _ Seitdem dte'Wn der Sozialdemokratie ins Leben gerufenen Arbeiter- BerufSorgantsationen den Namen „Eewerkschaften“ angenommen haben, pflegt man darunter ausschltcßlicb dteFacbvereine sozialistücber Arbeiter in verßehen. _Der Verfasser des bm angezeigtsn Buchss. das fast gleicknemq/unt dem ersten Bands 611166 „1.05 4550010110115 ])!“0- 1'055101101166 011177101'68'“ betitsltkn Wsrkes des franxöfiscben staat- lichen ArbettSamt's ersch1enen'ift. welchex fich mit der Entwicklung der franzöfix'chen Arbeiteryrganisattonen beschaftigt, zählt im wsiteren Sinne zu den geryerkschaftbchen Bildungen außer den sozialdemokratischen Berufsverbanden, die ja nur eine? einzelne Gruppe dsr Arbxitec find, auch a1le anderen Nirtbscbaftlickoeu Jntereffenorganisationen, und nicht nur dte der Arbetknebmer, soydern ebenso die VerciniJUngen der Arbeitgeber, welche die Regklung drs erbältniües zu 11:11 Axbxitern fich zur Aufgabe gemacht babxn. Zu dixfen Organifationen, welche Kulemann zum erste_n Mal nxben dcn sozka152mokratisch€n G:werk- schaften ohn: Bescbrankun-z aux Einzelne Länder oder Formxn, syFte- mat1sch gruppiert,_erschövfend behandelt, um einen Ueksrblick über die gesammte Ggwexk|chaftgbewezung _im Im und Ausland zu geben, gx- bören zunächst dre Hixscb-Duncker'xcben Gewerkoerede. Aber wenn in der Oeffentxuhkekt metjtens ste und 518 sozialistischen Arbsiteerbände als die einztgen gewerkschaftléchen Bildnngen angesehxn wxrden, so ist das durchaus unrichtlg. Ntcht 00611 sind in nauestex Zeit beachtenswertbe christliche G:werk22rei::e gegründet worden, Yondern es giebt noch eine ganze An|ab[_ von VIrexnigungen aller Art, ie max) fretlich nich: zu dxn Gewerkschaxten im engeren Sinne rechnen kann,'d1e aber doch unter pen Bkgriff der wirtbscbaftüchan Interxfsen- orgamsation f51_11en. Zu tvnen gebö_ren namentlich die ewangélischn und di,“. k2t5011Jchen „Arbeitetvercine, ferner eäne Rsihe kauémänuiscber Organtxationen, die 111 bunter Mannigfaltigkeit 55:1 gsw27kschaftlich5n Cbaraktsr in den verschiedensten Stufen ke; Auxbilkung 1619611, Endlich_ _baben aucb „vtelfacb staatliche und prZVJte Beams! das Bedursmß einer gememsamen Vertretung ihker Jnterxffen empfunden und ibm durcb V::einigung Rechnung getragen. A0“: disse zahlreichen Organisation“; haben in dem _porlieg-endzn Werke Pla's g-zfunden. Bei der Zusammenstellung _des 1111) aus dkesc bszkehenden Thatsachen- mgjerials, die in Bezug aus_VoUständigkeit kaum etwas zu wünschen läßt, bau: der Verfasser große SÖwiecigkeitén zu übkrwinden. Denn das Gebiet, Welches vtsbexr eixte znverläsfize litzrarifche Bearbeitung erfabrxn 110th, war nu_r cm 116012: Theil des Gesammtgekketö," zunächst räuml1ch begrenzt, _1nfofern es sib auf di: fünf Länder Frankreich _ wo sen dem Erlaß des Gsseßss von 1884 die Koalitionsfrejbeit für landwirtbscbaft1ich2 sowohl wre für anustciells Arbeixsr besteht und nach dem erwäv*:teq Werke des siaatltcben Arbätßxntö in dem Zeit- taum von 1890 510 Cape 1897 die Zahl dsr Gewerksckprten von 1006 mit 139 692 Mitgltedern auf 2324 mik 437 793 Mitgliedern gxstxegen ist _,_Großbrüannien, Nord-Amerika, Dsutichland und die Schweiz beschrankte, sokann auch inhaltlich be.;rcnzt, wenigstens 51ns1ch111ch Deutschlands, da das einzige tn Betracht kommende, uberdtes noch ynvollendkte Werk von 56:11 PrivatdozentIn Schmöle in Greifswald über „di: sozialdemokcatikckpen G::ka- schaften ia Dezufcbland seit dem Crxaffx dcs Sozialisten- aescßeS' nicht“ 5112 ganze deutsche Gawerk|ch21150ewegung umfaßt, sondern x_mr eme eimelne „Gruppe bergaßgreift. Der Verfasst war deßbalb fur die Materialhesckpaffung auf private Bemühungen ange- wiessn. Er hat 'auf di_e!em Wege auch die_ bisher no:b garnicht der öffentli_chen Kenntnzß zuganglich gemachten Anyäßc einer internationalen Orgxntsation ermrttelt uno giebt eine Uebersicht der vorhandenen internationalxn Beziehungen in den einzelnen Industriezweigen. Aber ,damtt [|, der Inhalt des umfangreichen Werkes noxb bet weitem mcht erschöpft. Ebezxfalls auf Grund privater Er- unttel_unaen 166111 der Verfaffer 0114: die Wessntlicben. alle typischen x_md 1o11st intereffanten Züge zum Auödruck bringenden Thatsachen uber „516 noch mr ends in der Literatur bkbankelten Unternehmer- orgquationen des “ nz und Auslandss mit, sowsit fie si-:h mit den Beziehungen x_ur Arbetterstbaft befassen, sowohl übst die zahlreichen, bald fich in emzelnen kaerben zu antralosrbänden für den ganzen Stagt zusammensäoließenden, bald alle Arbeitgßber eines bestimmten Bezxrks obne Unterschied Yes Gewerbes umyaffenden .Antistreik- vere1n_e' . und Sebußverbande, welch: die Regelung des Veroquntffzs zu den „Arbeitern als einziges Ziel Verfolgen, als_ auch dtejenigen Veremignngen von Arbeitgebern, bei denen diese Auxgabx nur dZe mehr oder minder in den Vordergrund tretende Suse tbrer Tbgtiskeit biidit. Hat man das Ziel der beiderseitigen Perciyißungen m levter Instanz nicht im Kampfe, sondern in der
betfubrung eines die Interessen beider Theile berückfichtigenden riekerustandes zu sehen, so verdienen eine ganz besondere Auk- merkxamkeit _die Versuche cinx'r gemsinsamen Organisation von Arhettem und Unternehmern, wie sie in v3rsch1e56nen Ländern xum tbetl mit großem, Erfolge gemacht wordxu find. Eine Zusammeystellang dteser Versuabe enthält der leßte Theil des vorn; enden Wxtkes. Hier wie im Vorbergebsnden bietet der Verfa er in knapper Form das W1ffen§wertbe aus der Gejchubte, den Stat-ten und über _den gegenwärtigen Stand der Ver- kknlzungen, dabei fich im allgememen auf die Zusammenstellung der Thatsachen beschränkend und nur hier und da kurze kritische Be- mxxkungerx an dieselben knüpfeny. Die Arbeit, deren unpaxtetiscber, Wkffsnschmlicher Charakter gegenuber allen behandelten Organisationen aewabxt tft, x_nacht somitcenjmigen, zvelche fich mitder schwerubetsebbaren HWUkkäzaftluHen Bewegung beschaftigen wollen oder dazu genötbigt
"d, das gesammte Material zugänglich und erspart ihnen die Mühe, dä) durcb die Spezialliteratur, soweit “eine solche vorhanden ist, bin- urch1uarbeitem Doch hat 11: noch einen höheren Werth, denn wie
in allen enen Einzelerscbeinungen nur ein allgemeiner Gedanke der sozialen lturentwicklung zum Außdruck kommt, der aber in den ver- schiedenen Ländern_ eine durch die Eigenart der Verhältniss bedingte verschiedene Außptagung erbaxten „hat, so gelangt dieses einheitliche Moment auch nur durch dre embeitliche Behandlung zum vollen Verständniffe.
Handel und Getverbe.
(Aus den im Reichßamt des Innern zusammengestellt en „Nachrichten für Handel ynd Industrie“.)
Deutsches Reich.
Neue Zollsätze für Spirituosen in den Schuß- gebieten Togo und Kamerun. Vom 1. April1900 ab nnter- liegen Spirituosen bei ihrer Einfuhr nach den Schuhgebietcn von Togo und Kamerun folgenden Zoüsätzen:
' 14. Togo. [. :Sprrituosegund, alkoholbaltige Flüssigkeiten aller Art, welche weder fuß um!) mit eme: Substanz gemischt find. durch welch: die jefxdftexquétg des Alkoholgehalts mittels 1123 Alkoholometers ver- n er 1 : s.. bei ejnem Alkoholgehalt von 506/11 TraUes, für 1 1 . 48 „5, b. h_ei e_smem Alkoholgehalt von mehr als 50 % Tralles, fux jedes Prozent mehr .............. 1 „ 0. h_et xinem Alkoholgehalt von weniger als 50 % Trailes, fur_]xdes _Pxozent weniger ....... 1 „ 11. Fur Sptrituosen und alkoholbaltig: lässigkeiten aller Art, w31chx entweder süß oder mit einer ubstanz verfaßt find, durch welche die Feststellung des Alkoholgehalts durch den Alkoholometer verhindert ist, für 1 1 . . . . . . . . 48
15. Kamer_un einschl. derjenigen Gebietstbeile, welche zur wef111chen Zone des kboönVentionc-llen Congobeckens
„ _ ge ren.
_Svtrixuosen_: Num, Gxnsver, S,)iritus und sonstige alkohol- 5411119? Flusstgkecken, welcbe weder süß noch mit einer Substanz ge- m1scht find, durch welche Hie FeststellunJ des Alkoholgehalrs durch d.?n 211111501qu01) v6_rbindert rst, ber einer ' [kobolstärke
3. 5:5 e1mchlteßlich 500/41 TraÜes, für 1 1 . . . . . . . 56 „5,
L). Von 510/11 T*:alleS, für 1 1 ............ 60 „
0. 11011 mehr als 51% Tcalles, für jedes Prozent mehr
em Zufcblagßzoll von ...............
(1. Rezm. Gznékoer, Spiritzzs und sonstige alkoholbaltige
Flusfigketten, xvelcbe gesagt sind oder Zusäße enthalten, dre dw Feststellung des Al_koholgebalts durch den ?Jxlkoßczloxieter verhindern, 0110 z. 28. alle quueure, ur ........... 60,
Bemerkung. Eine Nachverzollung der bereits vo: dem 1.April d.J. tt_akh oen_g3'nanntxn SÜusaebiZtkn eingefäbrtm und daselbst nach dxn bxsber gültig gewesenen Zoklsatzxn verzollten Spirituosen findet n1cht statt. (Deutsches Kolonialblatt vom 1. März 1900.)
Verkehr deutscher Schiffe in auslä11dischen Häfen im Iabre1899. Eing-ang
R A u s g a n g Zahl 06er quon Zaßkdxr Schiffe
afen er - m 111 Schiffe R““lstsk' Ladung Baaaft Ladung Ballast
Amßerdam . . . 194 186 80 114 La Rochel12 . . . 2 1 1 1 Zettl) . . . . . 10 10 _ 10 00112 . . . . . 15 12 10 Almeria . . . . 7 7 7 Odessa . . . . 52 50 47 Smyrna . . . . 64 64 64 Bombay . . . . 42 42 40 Tiéntfin . . . . 50 54 46 Amoy. . . . . 112 105 93 Kobe . . . . . 70 166311 68 57') Port Louis (Mau- „ ritius) . . . . 18 1397 9 15") Chatham ('Neu- Braunfchwxig)_ . 2 1165 _ 2 Victoria (Britqcb- 2442 - _ 2 26 338 1 74138 41 40
Columbia) . . 2 Hamilton(Bermuda) 2 Por21an5 (Oregon) Z.;) . . 131 272 278 130 129 (Nach den Schiffslisien der Kaiécxléchen Konsulate.) ') 1 Damvfcr ging in fremden Besitz über. ") 1 dng[.
1 2 15 Guay1quil Valparaiso .
,- . “[**1» » O “.)-411112010911400
AUZwanderung aus (Großbritannien im Jahre1899.
Nach der amtlichen Statistik find im Jahre 1899 241105 Per- sonen gegen 203171 im Jahre 1898 aus Großbritannien 0118- aewandert. Die Außwankerung ricbt-ete fich hauptsächlich nach folgenden Ländern:
AußwandereZ, b st
- 0 ne 6 immte Engländer Fremde N ati M alikä? Vereinigte Staaten von Amerika 92 530 65 824 847 Enaliscbrs Nord-Amerika . . . 16451 17158 118 Auftral-Asien . . . . . . . 11478 805 6 Kap der guten Hoffnung und
Natal . . . . . . . . . 14560 4392 _ Andere Ländsr. . . . . . . 11758 1840 3338 Zusammen1899 . . 146777 90019 4309
, 1898 . . 140 644 60019 3976
Die Zahl der auSgewanderten Jrlänk-er stieg von 34 395 Pkt- sonen im Jahre 1898 auf 42 922 Personen im Jahre 1899.
Bestimmungsländer
Tägliche Wagengestellung fü: K_oblen und Koks an der Ruhr und in Oberkckolesien.
An_de: Nuhr sind am 9. d. M. gestellt 16183, nicht rech!- zeitig geneüt 168 Wagen.
In Oberstblesien find am 9. d. M. gestellt 6240, nicht recht- zeitig gesteüt keine Wagen.
Berlin, 9._Mä_r1.,Marktv_reife nach Ermittelungen des Königli en Polizetlergfidtums. (Hochste und niedorTiZste Preise.) Per Do pel- tr. für: ' erzen 15,40 „14; 14,00 „14 _ oggen 14,40 „14; 13, 0 „14 _ 'Futtergcrste 14,10. „14; 13,00 „14 _ Hafer, gute Sorte 15,00 „14; 14,30 „14 _ thel-Sorte 14,20 „44; 13,50 „14 _ geringe Sorte 13,40 „14; 12,70 „14 _ Richtstrob 4,32 „14; 3,82„14; _ Heu 6,70 „14; 4,00 „14' _ "Erbsen, gelbe, zum Kochen 4000 „14; 25,00 „14 _ “Spetseboßnen, w e, 45,00 „14; 25,00..14 -
in en 70,00 „14; 30,00 „14 _ Kartoffen 7,00 „14; 5,00 „14 -- Rind eisch von der Keule 1 1: 1,60 „14; 1,20 „14 _ dito Bauchfleiscb 1 xx 120,14; 1,00 „14 _ chwemeftetcb 1 RF 1,60 „14; 110 „14 _ Kaléfiexsch 1 kJ 1,60 „14; 1,00 „11- mmel eiscb 11xg 1,60 „11- 1,00 „1- - Butter 1 1: 2,60 .11; „00 ,«1 _ Eier 60 Stück „14 2,60 „14 _ Ka en1k3 2,20 .14;1,20 „14 _ Aale 1 kg „14 „FC 2
*
;1,40„14_ an er11xg2,50„14;1,00.-14_Hechte1 1x
; 1,00„M_ arsYZ11cg 1,80 „14; 0,80-14 - Schleä 80 „14; 1,20 „14 _ [eie 1 [(g 1,40 „14; 0,80 „14 _ Krebse tück 12,00 „14; 3,00 „14 _ ' * Ermittelt pro Tonne vqn der entralstelle der preußischen Land- chaftskammern _ Notterungstelle _ und umgerechnet vom ei-Ykäßdium “r den Doppelzentner.
_
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*
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*.??- 57.3.
* embande spreise.
Berlin, 9. März. Bericht über Speisefette von Gebr. Gause). Butter: Das Geschäft ift sebr still, die Zufu ren find wesentlich größer als der Bedarf. Die Preise werden künstlich gehalten. und die Marktlage wird dadurch eine recht an esunde Land- butter ift! obne Nachfrage. Die_beutigen Notierungen 6115: Hof- und Genoffenscbaftsbutter 111 Qualitat 94 „14, do. Ua Qualität 92 „14, Landbutter nominell.“ Schmalx: Der Markt erholte sich in den ersten Tagen der Benchtswoche und schließt fesi. Die heutigen No- tierungen find: Choice Western Steam 38 .14, amerik. Tafelscbmalj 40--sch 411 142, ZeYuerFStZdtskchnéalzstM-K „14, Berliner ceraZZn-
max _ , atran- un eieeft 38.14 Se : er Absatz ist schwierig und klein. :) s p
Wje aus dem Bexickpt der Königsberger Vereins-Vank zu Köntgsbeta 1. Pr; fur das abgelaufene Geschäftsjahr hervorgeht, bexrggt der Reingewtnn 463141 „14 und die in Vorschlag gebrachte Dividende 619/11 (gsgen 60/0 1898).
_ Vom oberschlesiscbZn EisLn- und Zinkmarkt be- rigbtet die „Schles. Ztg.“: Dxe fests Stimmung des oberfchlefiscben Etsenmarfts 5011 weiter 011. Du: von den Verkaufsstellen gegenwärtig notierten Pretse wurde:; wrllia angelegt. _ Die Robeisenpxoduktion per Berrzhkßwoche _gmg_ flott weg. Die G ießereien waren tn regelmaßtger Tbatigkett; besonders umfangreih waren die Ab- foxderungen von Rohzußwaaren für Berg- und Hüttenwérke. Die Preise blwben durchweg fest. Die Alteisenhändler steklten für das Von ihnen angebotene S-bmexzmaterial Höhere Forderungkn; der Umfaß darin war je_doch beschrankt. __DIF Walzeisenaesckpäft nahm seinen regelmaßigen Fyrtgang; fur, dt." Ausfuhr nach Dänemark konnte wiederum eine nicht ynerbebltche Pcsisbefferung erzéelt werden. Auf dem Blechmgrxxe blé'lt die lebhaft: Nachfrage für aÜe Sorten an, und das Gevcban wxckelte sicb tro "0:1: leßten Preißerböbungen 91011 ab. _ Béi den _Drabtwer -n war dcr Spyzifikations- emgana . m 'der v_Zrs[6ssenen Woche ein bkssnders starker. Die Prxtse bl1eben fur n:ch_t syndizierte Drabtwaaren uxwerändert fest, wabxend dsr Drabtsti'tsvxrband für VZrkäufe pro zweites QuartJl emen angemeffensn Auf1ch1aq eintret-xn ließ. _ Auf Dem Ruobztnkmarkt dec stfloffenen Woch: fand bei den schlesischen .fÖutten ein r8ch1_1865071chs Gzscbäft. zu Preis.?n von 43,50 „14 an- angend 11115 ZÜmabüch 015 44,50 „14 steégend, sowohl für Prompte als auch fur Lteferungxm zweiten Vinteljabr statt. _ Di: Nachfrage nach Z1nkblechen blteb_bei nuvkrändsrten Preisxn gut.
_ „Dex HandelSJaaner' „(erlag von Bernhard Tbalackkr,
Leipziq-Goblts) bericht6t uber dre Lage des Gartenbaubandels 1m _Mcynat Februar 1900 Fokaendes: Die Gesammtlage ist Mist xmgunsxtg; von 0611 metst:n Pläßen wixd jedoch ein lebbaktxr Absas tn, bluhenden_ Pflanzsn gemeldet. AusschLaggebend war das Btndegeschaft; wenn, auch dkk Bkdarf in den erstan Wochen gegsn das Vorjahr zurückblieb, so trat später dafür eme Vefferang ein,_1znd zur FastnachTs-Sxison wurden ansehnliche Mengen von „Straußen nnd losen" Blumm vzrerUHt. Auck em großer Bxdars an Trauzr-Arrangkrpeats und Kränzen war vor- handen, und dre geforkxertanoßen Prkixe hielten an. Für 516 Baum- ]cbulenbrancbe wg: dt? Witterung dks Fxbruar r€cht ungünstig; der Versand begann m'der Mrtte des Monats, mußte aber in den [:sten Tagen _1vkgen_5es emgetretenkn Frostes wieder emgxstxnt Werden. Auch der Fruhgemzxyekukur kam die wechselwlle Wittirung nicht zu statten, namentlwh mcht 56.1 angklegtsn Trsibkästkn. In den Samengsfcbäfken ist flott zu Zhan. ' _ Dte__BukJerus_;sch6n Eisxnwsrke zu Weßlar babxn, tbrem Géschastsber1cht fur 1899 zufolge, einen Rsingewinn von 417 865 „14 “(gegen 349 294 „14 1893) erzi-xlt und beabückotigen, eine vatdcnde m der vorjabxigen Hökxe von 60/0 zur Vsrtbxxlung zu trugen.
_ Di? WürUembergisché Bankanstalt (vorm.Pf1.1um u. Co.) 111 Stutt-zcxri 1101, wie aus 52111 Jabrssbxricht für 1899 erficbtlich 1st, einen Netto,;ewin_n 13011 640 949 „14 (= 10,68 0/1)), gegen 617 733 „14 (= 10,29 0/0) im Vorjahre, zu verz21chnen.
_ Das Ge!amrntcrträg:1iß_ (11111 Au§7chluß dss Gswinn- vortrqgsx der Würjtembersidchsn Verkinsbank zu Stuttgart beläuft Pcb, nach 08111 VorstandesriaJt für 1899, auf 1922 848 .14, gegen 1853193 „141111 Voxjabrs.
Breßlau, 9. März. (W.T.B.) SÖlUF-KMZ. Schief. 310,19 L.-Pfo-br. bin.. 11. 94 4“), BrÉUu-xr Dixkonwbatxk 118,20, BreZlauer Wech§lechbankW107,50, Krédktakkien _,_, Schlkfischer Bankvsrkin 145,25, “Breslauc: Swrttfabrikx 171.50, Donnersmxrk 259,50, K:Ttvrvixzer 247,50, Obärfchles. Elf. 142,50, Caro 8361176in51 Akt. 181,60, Oberschles. Koks 165,50, Oderscblxs. P.- . 170,25, ÖDP. emen! 171,00, (Sie:?! 3251. 171,50, L.-J71d. Kramita 166,50, Sch1es. ' emeni 219,50, Schl. Zinkb.-A. 389.00, Laura'düxxe 273.25, Brssl. Oelfabr. 87,00, Koks-Ovlizat. 97,50, Ni:d;rfchl_ef._ elektr. und Kleinbahn- ?cseuijaft 85,00, CeUUlwe F:“lWÜHLe Koxxl 167,00, Oberscblefische 8011101116". 114,0*',_ Emailliecwerks ,SiLSsäa' 168,50, Schles. Elßktr- uud GaQexkllsÖast (.in. 11. 125,00 Br., do. do. l-itr. 13. _ 114,50 Br. _
Magdeburg, 9. Marz. (W. T. B.) Zuckerbericbt. Kornzucksr exkl. 88 % Rendxment 10,80-11,00. Nachvrodukte exkl. 75 0/0 Rendement 8,40_8,65. Stktiq. Brotkaffinade [. 24,00. Wrotraffinade 11. 23,75. GIM. Raffinade mit Faß 23,75-2425. (Hsm. Melis 1. mit Faß 23,25. Stetiß. Rovzucker [. Pro- dukt Tranfito ?. a. B. Hamburg rr. Mäxz 9,921 Gy., 9,95 Br., vr. Avril 9,92é GV., 9,973 Br.. pr. Mai 10,00 Gy., 10,021 Br., pr. AuZzust 10,20 (Hd., 10,226 Br., vr. Oktoöer-Dezember 9,40 Gb., 9,474 ' r. Still. *- Wocloenumsaß 306 000 Ztr.
Frankfurt a. M., 9 März,. (W. T. B.) Schluß-Kurse. Lond. Wschsel 20,50, Parisc'r 50. 81,25, Wiener do. 84,366, 3% Reicbs-A. 85,90, 3% Heffkn v. 96 84,60, Italiener 94,70, 3% port. Anl. 24,80, 50/0 amorr. Rum, 94,30, 40/0 ruff. Kons. 99,80, 40/0 Ruff. 1894 99,60, 40/9 Spanier 70,60, Konv. Türk. 23,20, Unif. EMMA? _,_, 59/0 Mexikaner 11.1899 98,90, NciÖSUank 156,70, Darmstädter 141,50, Diskoxto-Komm. 196,50, Dresdner Bank 164,80. **)-"1111515. Kredit 115,90, Nationalbank f. D. 146,20, Oest- ung. Bank 127,00, Oest. Kreditakt. 234,60, Adler Fahrrad 199.50, Allg. Elcktrizität 251,80, Schuckett 232,00, Höchst. Farbwerke 387,10, Bochum Gußst. 277,00 Westeregeln 215,80, Laurabütte 273,80, Lom- burden 29,40, Gottharßbahn 143,10, Mittelmeerb. 101,00, Breslauer Diskontobank 118,50, Privatdiskont 5,1.
Effekten - Sozie tät. (Schluß.) Oesterr. Kredit-Aktien 235,50, Franzosen 139,30, Lomb. 29,40, Ungar. Goldrente _,_, Gonbardbabn 143,00, Deuts e Bank 211,80, Disl-Komm. _,_, Dre-duer Bank 164,50, Berl. andelsxxef. _,_, Bochumer Gußfk- 276,90, Dort- munder Univ.“. _,_, (Gelsenkirchen 211,10, Harpener,228,10, Hibernka _,_, Laurabütte 273,80, Portugiesen 24,70. Jtalten. Mittelmeerb. _,_, Schweizer Zentralbabn 144,90, do. Nordoftbabn 92,70, do. Union 80,10, Italien. Méridionaux _,_, Scwaizer Skmplonbabn 79,40, Mexikaner _,_, Italiener 94,50, 3% Reichs-Anleibe "",-'-
*ck rt "","-' Seb.: ? (W. T. B.) Rüböl loko 57,00,
Köln, 9. März. vr. Mai 55,50, _
DreSden, 9. März. (W. T. V;) 31% Sachs. Renz: 84,45, 36 [)/o do. Staatsxnl. 96,00, Dresd. Stadtanl. v. 93 94,25, Allg. deutsche Kred. 197,0), Berliner Bank _,_, DreSd. Kreditanstalt 125,25, Dreßdner ank 164,00, 50. Bankoeretn 120,50, Leipziger do. “","-. Sächsischer do. 136,25. Deutsche Straßenb.156,00,-_Oresd. Straßenbahn 176,75, Dampmchtffabrts-Ges. ver. Elbe- und Saaleseb. 147,00, Sächs.-Böbm. Dampfschiffabrts-Gef. 260,00, Dresd. Bau- zesellsch. 211,00. _ _
Leipzig. 9- Marz. (W. T. B.) SÖluß-Kurye. ' 39/0 Sächsische Rente 84,60, 3110/13 do. Anleibx 96,25, Oesterreichische Banknoten 84,50, Zeitzer Parafßn- und _Solxröl- abrik 140,50, Mansfelder Kuxc 1314,00, Lkipziger Kreditanstalt-' ktien 196,50, Kredit- und Sparbank zu Leipzig 121,00, Leipziqxr _Bank-Aktken 173 70, Leipziger vvotbekeooank 136,00, Sachfijche Bank- Artien 136,20, Säcb sche Boden-Kredn-Anftalt 126,75, Leipziger
Vaumwollspinnerei-Aktien 173,50, Leipziger Kammgarn-Spinnerei-