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mit etwa 400 Mann Kavallerie nach Oaxaca hin geworfen, bleibt noch zu überwinden übrig, was jeßt, da dem Gouvernement _"alle Hände frei smd, ein leichces Spiel“ seyn wird. _ Jetzt erst kann die Revolution von 1812 als beendet. angesehen werden, jetzt
gen, einer besseren Zukunft entgegensehen; denn wer dem Gange der Ereignisse mit eigenen Augen und unbefangenem Sinne gefolgt ist, der kann nicht zweifeln, daß das jeßige Si,)- skem liberaler ist, als das vorige. Davon zeugen denn _auch zur Genüge 'die neuesten Geseße und Bestimmungen in Betreff der Zehnten, die Aufhebung der Kloster-Gelübde, des Grundbesiß- tbums der Fremden und so manches Andere, und die guten Wirkungen einer solchen Toleranz auf Handel und Verkehr kön.- nen und werden nicht ausbleiben. Wie in geistiger Hinsicht die Total-Aenderung des Verhältnisses zu Rom wirken werde, „über- I lasse ick) Andern zu beurtheilen, da ich hier nur die wohlthäti- Zlm Folgen der zunehmenden Duldung in religiösen Dingen im
uge habe. Zunächst wird die Thätigkeit des'Handelsstandes gehoben werden durch eine Kondukca,-Welche in 10 Tagen von der Hauptstadt auf hier abgehen soll,.und eine fernere Und dauernde Erleichterung gewahren wir in der erneuerten Ausfuhr- Erlaubniß von Silbeprarren aus allen Diskrikcen, in welchen sich keine Münzen befinden. Einein anderer Beziehung höchst wichtige Angelegenheit für den jetzigen „Kongreß und die gegen- wärtigen Machthaber bildet die, von den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika begonnene, Unterhaudlung wegen der Pro- vinz Texas. Unser kolossaler Nachbar im Norden scheint immer weniger den Wunsch zu verhüllen, eine Universal-Herr- schafr über ganz Nord-Amerika auszuüben. Haben wir nicht schon gesehen , wie sie nach einander Louisiana und die Spa- nischen Florida's zu acquiriren und durch Verdrängung der In:. dianer im Innern sich den Besiß des reichen, ausgedehnten Miffouri-Gebiers zu fichern wußten, _ haben wir nicht ihre * bescheidenen Wünsche in Betreff Canada's vernommen? _ 1 wird die mächtige Hand auch nach dem Mexikanischen Texas ausgestreckt! Diese schöne Provinz _ die einzige, welche schiff- bare Flüsse besißt, wodurch der Werth der 160 Millionen Aker dcs fruchtbarsten Bodens, der hier ohne weitrreVorbereitung zum Anbau der mannigfaltigsten Produkte bereit liegt, in Zukunft sehr bedeutend erhöht werden muß _ hat unter anderen Segnungen der »))?rxikanisMn Constitution auch die zu verdanken, daß keine Sklaverei dort geduldet wird. Aber ebrn dieses leßtern Umskandes wegen liegt sie dem benachbarten Nord-“Amerikanischen Staht Louisiana schr unbchcm. JNan fürchtet,. daß dies schöne Land von den eigenen Sklavér. als ein Asyl vor dem Zwinghcrrn-Druck „des Freistaats benukzt werde, und möchte es daher gern zur Union ziehen, wclche bekanntlich die Roger von den Ansprüchen auf Freiheit und angemcine Gleichheit vor dem Gesche in den südlichen Staa- ten gänzliä) ausschließt. _ Die, Sache ist bereits im geheimen Comité in Washington vorgenommen worden und der Präsident ist aucorisirt worden, dem Mexikanischen Gouvernement 10 Millionen Pesos fiir Texas zu bieten. Ein Oberst Hackett soll schon un- terwcgrs seyn, um vereint mit dem Nord-Amerikanischen Chargé d'affaires in Mexiko die Regociation zu- betreiben"; Anfangs in der Form eines Darlehns von Seiten der Vereinigten Staaten egen ein billiges Unterpfand versteht sich, und dieses soll nicht;? ' ncercsais Texas seyn ! -« um den gutenLeuien in Mexiko die Sache annehmlichcr und schmackhafter zu machen. _ Es wird ihnen aber nicht gclingen; die Sache ist zu unpopulair, als daß ein Präsident, oder selbst ein Kongreß es wagen dürfte darauf einzugehen; wcnn dahcr die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika Texas haben wollen, so werden sie das Odium eincr Eroberung, die ihnen freilich keine großen Opfer kosten wird, auf sich laden müssen; sie werden sich aber am Ende daran nicht stoßen, und _ "wie immer, so auch hier _ thun, was sie für ihr Inter-
esse haiten! I n l a n d.
Berlin, “20. Jan. Das amtliche Verzeichmiß dcs Perso- nals und der Studirenden an der hiesigen Königl. Friedrich- Wilhelms-Univerfitär ist so eben im Druck erschienen.. Es er- giebt sich aus demselben, daß im laufenden Winter-FJalbjahre von Michaelis 1833 bis Ostern 1834 überhaupt 2561 t)eils im- matrikulirte Studirende, theils nicht immatrikulirte Zuhörer an den Vorlesungen Theil nehmen. Die Zahl der Ersteren beläuft fich auf 2001, wovon 595 (nämlich 444 Inländer und 151 Aus- länder) der theologischen Fakultät, 689 (nämlich 515 Inländer und 174"Au6länder) der juristischen Fakultät, 407 (nämlich 258 Inländer und 149 Ausländer) der medizinischen Fakultät, end- lich 310 (nämlick) 194 Inländer und 116 Ausländer) der philo- sophischen Fakultät angehören. U ter den nicht immatrikulirten 560 Zuhörern befinden sich 122 ,hirurgen und 100 P arma- ceucen, die unter der Direction des Geheimen Ober; Dedizi- nal-Raths ])1'. Rust, als Direktors des chirurgischen und phar- maceutischen Studium:? bei hiesiger Universität, stehen; ferner
113 Eleven der medizini «chirurgischen OITilitair-Akademie und *
bei derselben attachirte hirurgen von der Armee, 47 Eleven der Bau-Akademie; 20 Zöglinge der Forst-Akademie, 15 Berg- Eleven u. s. w.
_ Aus Samter im Regierungs-Bezirk Posen schreibt man „ .
unterm 4. d. M.: „Gestern fand hier die Wahl der Reprä- sentanten für die Zudenschaft, als Vorbereitung zur Ausführung des Allerhöchsten Geseßes vom 1. Zuni ». I., statt. Zu dem Ende vermmmelten sich die Mitglieder der Zudenschaft im Tem- pel. Die Handlung eröffnexe der da u ernannte Königl. Regie- rungs-Kommissarius Kreis-Landrath a dler mit einer dem Ge- genstande an emessenen Rede. Unter „uziehung des" Orts-Bür- germeisrers eybaci) wurde die Wahl mit eintretender Dunkel- heit beendet. Gleich darauf bemerkte man eine festliche Erleuch1 ; tung des Tempels; der Rabbiner trat in die Redner-Stätte, und ? hielt Sr, Nkajestäc dem „Könige eine kurze, aber herzliche Dank- . rede. Mit dem Worte „Amen“ wurde ein Gesang angestimmt, in dessen Texte wiederum dem allverehrten Landesvater der in- nigste Dank für die der Iudenschafc erwiesene Allerhöchste Wohl- that gebracht wurde. Darauf erscholl von “dem ersten Vorsteher ein dreimaliges LebehockÉSr. Majesrätdem Könige, in welches die Versammlung mit egeisterixng einstimmte.“
- _ Neuerdings in Danzig einge angenen Nachrichten zu- folge, waren von den mit Polnischen uswanderern nach Nord- Amerika abgegangenen Schiffen am 27|en v. M. die „Ma- rianne“ (Cgpitain Claaßen) und bald darauf auch die „Elisa- beti)“ (Capitain Wilson) glücklich von Margate aus bei Deal in England angekommen, rim die-eingetretenen heftigen Stürme dort abzuwarten. Das drttte Schiff: .die „Union“ ( Capitain Wienhold) war bei dem Ab angi des Berichts zwar noch nicht angekommen, wurde Wos? ÜUdltcb ei'Wartet da es nicht weit von den andern entfernt ey!: konnte. Die Mannschaft auf den erwähnten Schiffen war eiund und Wohl, und die Fahrzeuge karten, axtßer einigen Be chädigungen an den Segeln, nicht ge- imn- .
erst dürfen wir einer ruhigen, und'ich stehe nicht an hinzuzufüi'
Zelzr '
. Thaupunkt + 1,4 0 N.
84
_ Jm Regierungs-Bezirk Bromberg wurden im Laufe
des vorigen Jahres 17 neue Schulen (5 evangelische, 11 katho- lische und 1 jüdische) gestiftet. 57 Ortschaften, in denen die Kinder bisher des Schul-Unterrichts entbehrten, sind theils den schon vorhandenen älteren, theils den neu gestifteten Elementar- Schulen zugewiesen worden. Die Schule in “Powidz, die Frei.- schule in Bromberg, und die evangelische Schule in Schneide.- mühl wurden bedeutend erweitert, und in „Bromberg wurde au- ßerdem eine Waisen-Anstakc gegründet, in welcher dermalen 22 Waisen unterhalten und erzogen werden. 11 Schulhäuser wur- den neu gebaut; 9 andere vollständig reparirt und ausgebaut. 14 zu kärglich dotirte SchuUehrer-Stellen erhielten bleibende Ge- halts-Verbesserungen; außerdem erfreuten sich 20 hülfsbedürftige verdiente Lehrer einer außerordentlichen Unterstüßunq. 12 arme Gemeinden wurden bei den Bauten ihrer Schulhäuser vom Staate mit 2000 Rthlr. unterstützt, und außerdem erhielten 34 Schulen zusammen die Summe von 1180 Iichlr. theils als Bei- hülfe zur Errichtung neuer Lrhrer-Stellen, theils als beson- dere Gehalts-Unterstülzungen für die Lehrer. Durch die Regu- lirung der gucsherrlicl)en und bäuerlichen Verhältnisse sind im verflossenen Jahre für 31 verschiedene Ortschaften 226 Morgen 122 Ruthen Land zu Schul-Dotacioncn ausgelegt worden. Von .den 40 im Jahre 1833 neu angestellten Lehrern waren 26. Zög- linge der Seminarien. Das evangelische Schullchrcr-Senunar zu Bromberg entließ 8, das evangeiische HÜlfs-Scminar zu For- don ebenfalls 8, das katholische Hülfs-Srminar zu Trzcmcizno 11 anstellungsfähigr Zöglinge, und aus dem katholischen Schill- lehrer-Seminar zu Posen fanden 4 Zöglinge eine Ansiellrmg im Bromberger Regierungstezirk. An kakhokschcn Schuiamts- Kandidaten war noch immer ein fühlbarer Mangel. Zur Nail)- hülfe schwächerer, schon angesrrllrrr evangelischer "Lehrer wurde im verflossenen Herbst im evangelischen Schdllrhrcr-Seminar zu Bromberg ein besonderer Lehr-Kursus auf 4 Wochen gehalten, 011 dem 20 Lehrer mit dem sichtbar günyiigsrcn Erfolge Theil nah- men. In mehreren städtischen Elcmentar-Schulcn, namentlich zu Bromberg, Gnesen, Schönlanke, Schneidemühl, Czarnikau, Fi- lehne und Lobsens, nehmen die höheren Klassen ailmäiig immer mehr. den Charakter der Bürgcr-Schulcn an. Um den cr'waci)se- nen jungcnzLeuten Gelegenheit zur Nachhiilfe -in ihrer Schul- .Bildung zu yerschaffen, sind an vielen Schui-Ortrn Sonntags.- Schulen eröffnet, die sehr ßcißig besucht werden." Die Zahl der sämmtlichen öffentlichen Schulen im Brombcrgschen Regierungs- Bezirk beläuft sich gegenwärtig auf 53.3. Darunter sind 4341 evangelische, 1.75 katholische, 3 Simultan-Schulen und 14 MM- sche Schulen, zu welchen leiztern jedoch mtr die organisirtcn,1t1it geprüften Lehrern bcseizcen jüdischen Schicken gezählt iind. Die Einrichtung vieler neuen, so wie dir gründliches Vcrbrfferung vieler schon bestehenden Schulen ist noch im Werke.
1 «1834.
OJTcteorolvgische Beobachtung.
Morgens“ Nachmitr.| Abends J Nucl) einmaliger 19 Januar. 6 Uhr. 2 Uhr. 11.1Uhr. Beobachtung.
LUfkökuck. . 332-5 l„'Ü***11'-1-3-3'?--7 bWPür- 332,2 9*"Pa::IanlUvät-mc 6,7 0 N, Luftwärm: x+ 5,0 0 N, + 5,7 0 R, + 3,1. 0 N _, _ _) .. 0 + 1,9 o R. + 1,1. (, .K- „3lnmvaime „,„ R,
Dunüsättg. 74 _UCY- 73 PCK 55 pCt. dermvärmc 3,1 0 R, ZZZ?!"- - .. NÖM halYiZttcr- heLtÖek- ?juödiinsi. 0,03 2 “ 311. Wolkeiüüz-l "_. 1 * W. | -_ *Tir'dcrsäil.1_qs),0 5 2 *“Nh,
öxol'1111131' 1501'88. "81.1. 20. 311111191" 1834.
111111]. 170335- 111111 (1010-011111'5-28110]. (Nxsrs/Z. (,'0141'.) ' .|1217596m1 “MUM" 2.111-1'sxxzsch.
" 4 _ Zi. -§c]1u]11-§0]1. 4 971"; 97 11'1'111'5111'4. 13118. 1111; 4 11015É "-
1'1'. ]anl- 2111]. 18. 5 WIE 103 081111: 9131111111“. : 4 100 *-
[)]-_ 151121. Kn]. 22. 5 „1034- 103 90111111. * (10. | 4 105? 105,1; 131". ]ZnZ]. 0111. 30. 4 1 92 „ 911; Um".- 11. J1311111.1111.] 4 -- “103,7; 915111313111]. 80811. _, 54 „53; 5312116513009. (10.1 4 _ 105Q
[(ak-11. ()b1.111. ]. 1). 4 | 96:7 IHF 111181445112- 11.1“1'.1_ (ZZ.; --
Kaum. [nr.Zcb. (10. 4 96 SZ.; F.-§0!1.11.1(.-11.K.1'_ 67 60; [Jer]. Ztaät-Üb]. 4 ' 98F MF- *- !
[(önixxsb. (10. 4 ! ="- - 11011. 90011“. NUR". _ 177; __ [311311113 (10. 4“; 97 IZZ- Rene , (10. _- _ 18T-
1)3117.. 110. 111 “kb. _] 364 _ 1711841401150 111" . . *- 13§ 1337 77681111". 9131111111. 4 - 981; 98 [)156011111 . . .1_- ' ZH 4.2,
QusWärtiZe 801%; 311. .41118t131'1111111, 15. „1111111111. * _ Fisäor], 111-1111]. 801111111 419€, HF (10. 94'1- Ü.!!ZZIMUTTTE 801111111 _. [(am-8111. 22. 4111]? 4111011. 88-1,» ZZZ- 71H. 01381611". 933. 1'1011113. Prämisn-Jcbsins 94,7. links. (0. 1828) 1014. (11. 1831) 93. 53 8111111
5711. 33 38. „ 4111170111811, 14. 53111101". 801111. 53 ZZZ. 21 ;. 4Z 45;. ZZZS. 861x944. iiumbukg, 18. .]:11111111'.
01380311". 5Z Met. 95';. 49,110. 854 (17. 3111110300811 1218. 1111811. [431115]. ZZZ. Uu3§.1101|. 911“. 0161, 111 111111111. (31:11. 93." 1'181153. l'ri-mien-Jobsius 105.2. 1'0111. 125.1. ])11'11. 70Z. “
Wiso, 15. 3111111111.
53 11181. 954. 49, 110. 86. 1111111129118" 1132.
l-ooas AU 100 [**1. 209€.
Königliche Schauspiele.
Dienstag, 21. Januar. Jm Schauspielhause: Der Bett- ler, Drama in 1Akc, von C' Raupach. Hierauf: Die Schwei- zer-Familie, Singspiel in 2 ?(btheilungen; Musik von Weigl. (Dlle. Fr. Ackermann, vom Kaiserl. Hoftheater zu St. Pe,- tersburg: Emeline, als Gastrolle.)
Zu dieser Vorstellung werden Schauspielhaus-Biliecs, mit '))Tittwoch bezeichnet, verkauft.
Königsrädtisches Theater.
Dienstag, 21. Januar. Zum crskemnalc wiederholt: Ewig, Lustspiel in 2 Akten, nach Scribe, frei bearbeitet von Kurlän- der. Hierauf: Zum erstenmale wiederholt: Nach Sonncn-Un- tergang, Lustspiel in 2 Akten, frei nach dem Französischen, von G.- Lotz. ___-WW
Neueste Nachrichten. _
Paris, 14. Jan. Der Belgische Gesandte, Herr Lehon, hatte gestern die Ehre, von Ihren Majcstäcen empfangen zu werden. Der König arbeitete dann mit dem *)]?arschall Sonic, mit den Ministern des „Innern, des Handels" und der Marine.
(Gestern Mittag versammelten sich der Herzog von Orleans und die Minister der Justiz, des öffentlichen Unterrichts, des Innern und der öffentlichen Bauten bei dem J)?arschall Soult im Kriegs-OJTinisterium. Die Konferenz dauerte anderthalb Stunden. Dann begaben sich die Herren Thicrs und Barche aufs Schloß, Wo sich auch Herr Sebastiani befand.
In der heutigen Sikzung der Deputirten-Kanimer wurden die Bergchungen aber die Municipal-Verfaffung des
0101. 974.
91.11.0111.“ 137.
Seine-Devartements fortgesetzt und mehrere in Antrag Ikhkächn Amendements nach einer unerheblichen Debatte verworfen. D See-Minisker legte sodann einen neuen Geseß-Entwurf Über den Generalstab der Marine vor; es wurde beschlossen, densei-
ben der nämlichen Kommission zur Prüfung zu überweisen, die _
sich bereits mit dem Tages zuvor von dem Marschall SBM eingebrachten Geseß-Entwurf über den Generalstab der Ar- mee zu beschäftigen hat. Eine Diskussion, die im Lausé der Silzung Über die in der vorigen Session von Herrn Lafsme gemachte Proposition wegen des Austrocknens der Sümpfe er!» den wurde, endigte damit, daß die Versammlung den Beschluß faßte, diese Proposition, über welche damals noch kein Berjchx abgestattet worden war, noch einmal den Bureaus zur Prüfung zu überweisen. Die Sißung wurde um 6 Uhr aufgehoben.
Durch eine Königliche Verordnung vom 12ten dieses wird 7
Allgemeine
Preußische Staats=Zcitung.
Herr Garrisson an die Stelle des mit Tode abgegangenen Herrn
von Aldéquier zum Kammer-Präsidenten des Königlichen », ;;-
richtshofes' zu Toulouse ernannt.
Der National bemerkt, daß der König diesmal dieM.
putation dcr Deputirtcn-Kammer, welchc Sr. Maj. die Adres:
überbrachte, und die ficl) mit den Depucirten, Welche sich dersei ben angeschlossen, auf einm 60 Personen belaufen habe, 1113an ; und mit bcdccktern Handi empfangen, während Seine Majesti
sonsc bei dieser Gelegenheit vor den) Throne gestanden härten, Aus Bayonne vom 9cen d. 1chreibc man:
wieder unter ihren Fahnen erichcinen sollen.
als dieser
es war
Vorfall an: Eines Abends, aus dem Palasc entfernte, eernachc, Ward er von acht
fallen, die ihn für den Minister Zea hielten; sobald sie aber :* ihren erthUm erkannten, entschuldigten sie sich mit der größten ' «5 Hdfiichkcit und versicherten ihm, sie hätten sich getäuscht, und Unter solchen Umständen soll er es nun nicht rächlici) befunden haben, länger Mitglied des Ministeriuxns zu bleiben. _ Ungefähr anderthalb Meilen von hier haben sich an 600 TNann von den Znsurgenten der Provinz Navarra aufgescellr, um den TranSport von 500 Paar Schuhen und 800 Stück Hemden, die durch einen Kommisßo: nair von St. Esteban in unserer Stadt angekauft wurden, zu
er könne ruhig seinen Weg fortsetzen.
sichern.“
Auf dem hiesigen Lloydschen Kaffeehause wurden gestern neue Nachrichten aus Madrid vom 6. Januar (vergl. oben den Artikel Spanien) angeschlagen. Danach sollte Dom Mi guel sicl) über den verlängerten Aufenthalt des Don Carlos auf Portugiesischem Gebiete beschwert und Lrlzcercn aufgefordert ha- den, ihn so viel als möglich abzukürzen. ?_[ndererscits heißt es, daßMe rind, dcrzu Villarcal mit Don Carlos zuja111mengetroffen sey, diesenin Gcmeinschaftmic dem Bischofs von Leon eingeladen habe, mit ihmin Spanien einzudringen, indem er sich anheischig gemacht, ihn 111 Man verhehlte sich in M1 drid nicht, daß in allen Provinzen in Folge der vielen Verhafc tungen und Executionen eine große Aufregung herrsche, die voi -
Triumph nach Madrid zu geleiten.
der Geistlichkeit sehr begünstigt werde.
noch nicht öffentlich angekündigt ivorderi, nicht daran zweifeln dürfe. Der Messager
Authenticicät er bauenxzu können glaube, nicht überein. Der Messager jagt:
schM FMds anbetrifft, so ist "Phi, außer dem Fallen der Spa- 2": nischen Papiere, auch die Aus“ticht 0qu eine neue Anleihe daran Schuld; indeß scheint man an der Börje zu glauben, "daß du Anleihe noch nicht io nahe bevorsteht, da es dazu erst noch dcr Einwilligung der Kammer bedarf; dies ist aber ein Irrchum; der Minister kann eine Anleihe eröffnen, wann er will; crisl durch frühere Bewilligungen bis zum Belauf eines Kapitals'voy
ungefähr 300 Millionen dazu ermächtigt.“
Der General-Lieutenanc Carra St, Cyr ist am 5ten d. M
zu Vailly im Departement des Aisne mic Tode abge augen.
Aus Laval wird unterm 9ten d. gemeldet: „ ie Land- leute Soucis und Thibaulc erschienen gestern vor dem Assisen: des Departements der Mayenne unter der Anklage, dic Francoeur befehligten Chouans in die Wohnung des Herrn von Saudrau geführt zu hasen, wo Letzterer von jenem Anführer gemißhandelc und zur Zahlung einer Summe Die beiden Angeklagten wurdey zu fins- polizeilich.“
hofe
Bande der von
Geldes gezwungen wurde; von den Geschworncn für schuldig erkannt und jähriger Zwangs- Arbeit und lebenslänglicher Beaufschtigung verurtheilt. Die groß? „Strenge der (z,
schworenen gegen die Verbrechen der Chouannerie hat eine heiß; Man bemerkte übrigens, daß bei diesem Prozeß der größte Theil der Zeugen, von Furcht beherrscht- nur mit Zittern und erst nach vielen dringenden Fragen and“
same Wirkung hervorgebracht.
wortcte.“
Zu der Nacht vom 8ten zum 9ten d. M. sind in Lyon eim zahlreiche Menge von Anschlag-Zetteln reprzblikanischen Inhalts- der Freiheitsbaum mit der Phrygijchen Mütze, an .de" Straßenecken angeheftet worden; sie wurden größtentheils sch0" am Morgen des 9ten in aller Frühe von dchoiizei fortgesYaW- 10. - 1111 001113 104. 80. Zproc. ])1'. 00111111 75. 10. 51 75. 20. “" 5proc. Reap. 111". 00111111. 91. 5. 1111 00111". 9]- 15. 5proc. Span. perp. 601. Zproc. do. 38. 5proc. Berg. 97-'
obenan
.- Heute schloß 5proc. Rente 111. 00111110 104. 65. :*1
(:0111'. 75. 30-
5proc. Röm. 92. 961564. - 1 ,. Bank-Actien 1506. 1504.
Preuß. Präm. - Sch. 534. 524.
oln. L. 63.2. 631. P 591.
Anl. 902. 5proc. Span. Rente 59:3. 382. ZZZ. .___„,_
“ “"“"RZKZFZW. ?“? Gedruckt bei A. W. Hayn-
„Der Courier aus den BaSkischen Provinzen ist nicht angekommen, Woraus hervorgeht, daß dieselben sich in einem sehr schlimmen Zustand, befinden müffen. _ Vor drei Tagen rückten die Jnsurgentenjn ** Artiganaga ein, trieben dort doppelte Rationen auf und nähmen _, dann ihre Richtrtng gegen Villabona. _ Lorenzo befand sich ami. Z=. zu Puente la Rryna, u11d Zunmlg Carregmz mit dem Grosser ZZ» Jnsnrgcnccn zu Santa-Cruz und Qampeza. Er hat eine Proclamr ?:?- tion erlassen, worin es heißt, da:“; diejenigen, welche sick) nach demTrcf; Ü fen bci Rasur in ihre Heimath zurückgezogen haben, bei Todesstrafe ;_ " Die Ayuntamiew Z.] to's werden dafür verantwortlich gemacht. _ Zwei Franzoien, 15.- die mit den Znsurgrntcn gemeinschaftliche Sache gemacht hatten, _? in Gefangenschaft gerathcn und nach Burgos“ gebracht worden waren, sind in unserer Stadt angelangt; einer von ihnenqj verwundet; dem Vernehmen nach, ist einer ihrer Kameradenec- ?? schdffcn Wdrdcn. _ Als Veranlassung zu der Abdankung dez ;) Finanz-Ministers Don FranciSco Martinez giebt man folgenden 2321111101“ sich "* schon nahe an M11- verkapptcn Männern angi :-
_ Auch wird gemeldet, ." daß die mit Herrn Aguado angeknüpfte Unterhandlung zwar daß man aber meint, dies stimme mit den von ihm eingezogenen Nachrichten, auf deren“?-
„Was das Sinken der Franzdßx?
Frankfurt a. M., 17. Januar. Oesterr. 5proc. Metall. 961 4proc. 861"... 861. 2-Zproc. 52-2. _. 1proc. 224. _. B . PKPWOU. 1377";- 137-“x. Loose zu 100 Fl. 212. G. Holl. 5proc. Obi. von 1832 98. 9??- 4ka- Zproc. do. perp-
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Auf dcn von Sr. Majestät genehmigten Vorschlag ist 'die im unterzeichneten “Kapitel erledigte Stelle eines TNitgliedes dcr Loui1cn-Ordens-Dame Louise Hotho verliehen worden. , , Kapitel des Lomsen-Ordens. M a r i a n n e, Prinzessin Wilhelm von Preußen.
Im Bezirke der Königl. Regierung zu Arnsberg ist der Pfarramts-Kandidat Friedrich Niem?!) 1'1' Mis .Der-dicke zum Pfarrer in Eichlinghofen gewählt 11001; * „ , „ M 1,11 .LTdslin ist der Kandidat Hill aus Belgard als Predi- ger in Sagerilz angestellt worden.
Zeitungs- Nachrichten. Auöland.
Frankreich.
Paris, 14. Jan. In der gestrigen Sitzung der Depu- tirtrn,.ch1*ammer legte der Kriegs-Minister auch noch vier Ge- " 1113161111901'0 vdr, wodurch der Wittwe des Marschalls Grafen ("önrd-„m, ais National-Belohnung, eine Pension von 12,000 Fr., den Wiccivrn drr Gencral-Licutenants Grrard, Daumcsnil und Decacn chr Pensionen von 3000 Fr. mit dem Vorbehalte be- willigt werdcn sollen, daß, falls diese Damen anderweitige Ehen einqi'ngrn, das ihnen ausgesetzte Jahrgeld auf die Hälfte redu- cirfn'crdcn soll. _ Das in derselben Sitzung von dem Han- dels-Minisrrr vorgclegte neue Gesetz über die Befugnisse der WUtniririai-Bcbdrdcn besteht aus 5 Titeln und 47 Artikeln, de- ren Inhalt bei den Brrathungen über dasselbe näher zur Spra- che kommen wird.
Das Zonrnal des Débats und das Journal de
Paris erklären sich sehr zufrieden damit, daß die „Kammer der Ansicht dcr Minister, die Zahl der Mitglieder der Pariser I)eumcipalität und der Wähler nicht zu vermehren, beigetreten sry. Cs sry immer 1100) Zeit, meint das erstere Blatt, die Freiheit weiter auszudehnen, aber nicht, sie wieder zu be- Uränkcn. s) Der Temps beschäftigt fich heute neuerdings mit der mi- nistrriellcn Frage. Er behauptet, daß das Ministerium weder unabhängig 11011) unter sich einig sey. „Und in einer solchen Lage“, hcixit es 111 drm betreffenden Artikel, „eingeengt zwischen dem Königchunir, das Zhi“ auffordert, an EUrer Stelle zu re- “ gieren, drr» 'Lins'iande, das sich Über Eure Doppelzüngigkeit lustig 11111011, 11110 (“rr Kmnmcr, deren Vertrauen Ihr nicht besikzt; in einer solrhrn Lage fordert Ihr noch die JNajoritäc heraus, sich auf encrqiscswre Weise audzusprrchen, und leugnet die Freima- thigkcic der Männer, die die Adresse abgefaßt und sie Euch nach- haben. Warum habt Ihr denn nicht mehr 11.13.1111? Warum, wcnn Euch die Adresse dunkel ' sci)ien, [)ac Keiner von Euch die Rednerbühne bestiegen, und eine Lösung der Zweifel verlangt? Die Session, und besonders die D*.sknsx'iM des Budgets, wird eine fortwährende Verdam- » mung des Ministeriums srvn. Es will sich derselben bis an's Ende unterwerfen. Uns ist das ganz gelegen. Die Kammer wird auf diese Weise neue Kräfte ]ammeln, und sich immer ' mehr und mehr der öffentlichen Meinung nähern. Die Wahlen ' Werden 11111 so besser vorbereitet werden.“
Herr deal, Adjutant des Prinzen von Oranien, ist vor einigen TUM in Paris eingetroffen.
An die Stelle des Herrn „Boyer ist Herr Guerbois zum Wundarzt: dcs hiesigen Krankenhauses ernannt worden.
Der Minister des öffentlichen Unterrichts hat eine aus den Herren Andras, Baron Dubois, Orfila, von Fréville, Pariser, Viziccns, Lafond-Ladébats und Donne“: zusammengesetzte Kom; 111011011 damit beanfcragt, einen Gcsrkz-Cntwurf über die mrdizi- 1111.00 Praxis anzufertigen.
Der heutige Montreux“ publicirt eine Königl. Verordnung rom 81111 d., wodurch die Statuten einer zu Clcrmont-Ferrand, 1111_D1partrn1cnt dcs Puy-de-Dome, von einer anonymen Ge; selljclmst rrrichtrten Sparkasse genehmigt werden.
Aus €))?arsei11c meldet man unterm 8ten, daß das von Algier nacl) Marscillr bestimmt gewesene Schiff „la Paix“ in der Nähe der Balearischen Inseln mit Mann und *))?aus un- crgegangrn isc.
her erklärt Muti)
. Paris, 15. Jan. Gestern arbeitete der König mit den 202111001" des Krieges, des Innern, der Marine und der Justiz. „ Dic Pairs-Katn*11 er hielt gestern eine öffentliche Sikzung, m welch zunächst der Präsident, mit Bewilligung der Versamm- [UM], eine Kommission zur Prüfung des Geselz-C'ntwurfes we- 9611 der Reorganisation des Staats-Raths ernannte. Dieselbe besteht aws den Grafen Bércnger, Portalis, Röderrr und Si- 11120111. drm Baron Sylvrsrre de Sacy, dem Baron Zangiacomi und _.!xrrrn Allem. _ Herr Boyer verlas darauf eine neue Pro- 101111011 folgenden Inhalts: „che Scheidung von Tisch und Bert zwischen Eheleuten wegen Ehebruchs der Frau, soll hinfähro 'on Rechts wegen die aus der Ehe zu folgernde Vermuthung der Vaterschaft anfhcben. Das Kind also, von welchem eine „sOWcrqcsalt von Tisch und Bett geschiedene Frau länger als «00 Tage nach der erfolgten Trennung entbunden wird, soll als dem Gatten fremd brtrachtet werden, es sey denn, daß dieser es m den gesetzlichen Formen als das seinige anerkennen will.“ - acOdcm der Antragsteller diesen Vorschlag ausführlich motivirt batte, beschloß die Kammer fast einstimmig ihn in Erwägung zu
Berlin, Mittwoch den LMM Januar
1834.
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ziehen. Der Herzog von Casiries allein stimmte dawider. .Die ganze Stßung dauerte nur etma 1" Stunde.
In der Deputirten-Kammer wurde gestern die Bera- thung über die Municipal-Organisation des Seine-Departements und der Stadt Paris fortgeseßt und beendi t. Die Debatte selbst war von keinem erheblichen Interesse. as Geselz, dessen Annahxne zillekzt mit 228 gegen „58 Stimmen erfolgte, besteht aus 16 Artikeln, und enthält im Wesentlichen folgende Bestim- mungrtr: „Das General-Conseil des Seine-Departemencs soll hmfr'ihro aus 44 Mitgliedern bestehen, wovon 36 auf die Hauptstadt undl8 auf die beiden Vorstädte Sceaux und St. Denis kommen. Bezirks-Conseils giebt es für Paris nicht. Die bereits bestehenden_ gesetzlichen Bestimmungen über die Wahlfähigkeit und Wählbarkeit für die General-Conseiis der übrigen Provinzen finden auch auf das „Seine-Dcpartemenc Anwendung. Der Stadt- Ratk) von Paris besteht aus dem Präfekten des Seine-Depar- tements, dem Poli ei-Präfekren, den Maires, ihren Adjunkcen, undiden von der tadt zu wählenden Räthcn. Zeder Stadt- Bezirk hat einen Maire und 2 Adjunktrn. Der Stadt-Rath besteht aus 36 Mitgliedern, die von den 12 Bezirken der Haupt- [Yadt „ernannt werden, und zugleich Mitglieder dos General- Consetls dcs Seine-Departements sind. Außer den 3 Mitglie- dern. des Stadt-Raths, welche die Pariser Kommunal-Wähler für ]eden der zwölf Bezirke u ernennen haben, fertigen sie noch nnttelsk Kugel-Wahl eine Li e von 12 wählbaren Bürgern an, und uiiter diesen 15 Personen wählt der König den Maire und die Adjunkten des betreffenden Bezirks. Jm Stadt- Rache führt ein Mitglied desselben, das jedes Jahr vom Könige dazu gewählt wird, den Vorsitz. Den Secretair wählen die Raths-Mitglieder selbst, und zwar jedesmal auf ein Jahr. Der Präfekt des Seine-Departements, der Polizei-Präfekc und die Maires, wenn fie nicht sonst schon Mitglieder des Stadt- Raths sind, können an den Sißungen dieses [ekzteren mit einer berathenden Stimme Theil nehmen. Mit Ausnahme der obigen Bestimmungen finden alle übrigen bereits bestehenden gesetzlichen Anordnungen Über die Departemental-Organisation auch auf das Seine-Departement und dee Pariser Municipalität ihre Anwendung. Das gegenwärtige Gesekz soll 6 Monate nach sei- ner Bekanntmachung in Kraft treten.“ _ In derselben Sitzung legte (wie bereits gestern erwähnt worden) der See;?)kiniscer einen neuen Geseß-Entwurs Über den Generalstab der Marine vor. Nach dem Inhalte desselben bleibt die Zahl der Ad- mirale nach wie vor auf 3 festgesetzt. Außerdem soll es 10 Vice ; Admirale, 20 Centre ; Admirale, 70 Schiffs - Ca- pitains, 70 Fregatten ; Capitains, 90 Korvetten .- Capitains, 450 Schiffs-Lieutenants und 5511Xregatten-Lieutenants geben: in Summa 1263 Offi irre. Die Zahl der Schiffs-E[even erster und zweiter Klasse oll alljährlich durch eine Königl. Verordnung bestimmt werden. Da es gegenwärtig noch 1326 Marine-Offt; ziere giebt (worunter 1,2 Vice-Admirale, 24 Contre-Admirale, 110 Schiffs-Capitains, 130 F:“egatccn-Capitains u. s. w.), so soll beim Aussterben nur immer die Hälfte der erledigten Stellen wieder besclzr werden, bis daß die obigen Säxzc erreicht worden. _ Am Schlusse der Silztmg bcschäftigte die Kammer sich noch mit der Proposition des Herrn Parant wegen der Abschaffung der Majorate, worüber, nachdem der Graf Zaubert seine O]?cinung abgegeben, die Berathung auf den folgenden Tag ver- legt wurde.
In der heutigen Sißnng begann die Berathung Über die verschiedenen Artikel der eben erwähnten Proposition. Nach- dem der Urheber derselben eine gescl)ichtliche Darstellung des" Ur- sprungs der Majorace gegeben und als einen Haupt-Uebeiskand dieser Institution den Umstand hervorgehoben hatte, daß da- durch mehr als 30 Millionen an liegenden Gründen der Circu- lation entzogen würden, ließ sich noch Herr Gaillard-Ker-
Zweifel gezogen. Wahr ist dagegen Privac-Agent der Spanischen Regiérung,
Anschlag an der örse bekannt gemacht werden wird.
lig auf die Spanischen Fonds gewirkt.“
bevor man einen definitiven Beschlu a e. Remisa nach Catalonien schicken, ß f s
haben schien,
nister ernannt worden; bis
cht versah er diesen
worden.“
Besonders macht
und zu neuen Angriffen schreiten.
scheint.
Französische
lich auch das Unrecht berührte, das seiner Meinung nach in dcr Begünstigung des ältesten Sohnes einer Familie zum Nachtheil seiner jüngeren Geschwister liege. Hierauf wurden die 3 ersten Artikel des Geseh-Vorschlages angenommen; sie lauten, ihrem wesentlichen Inhalte nach, also: „Jede Errichtung eines *))?ajorats ist fiir die Folge verboten. Alle vor der Bekannt; machung des gegenwärtigen Gesetzes bereits errichteten, aber noch nicht förmlich Überliefcrten Majorate sind als nicht bestehend zu betrachten. Wer ein soichcs Majorat bereits angetreten hat, verbleibt Befilzer desselben, doch sieht es ihm frei, Über sein Be- sixzthum nach den Regeln des gemeinen Rechts zu schalten.“ Der vierte Artikel wurde Behufs einer nenen Abfassung noch einmal an die betreffende Kommission verwiesen. Ueber den fünften erhob sich eine sehr verwickelte Debatte, die bei dem Schlusse dieses Berichts noch fortdauerte.
Der Messager enthält Folgendes: „Der Kabinets-Courier, welcher Madrid am 6ten d. verlassen hat, bringt ein Schreiben von einer Person mit, die in der Regel gut unterrichtet ist, und worin gesagt wird, daß Herr Zea und das Spanische Kabinet sich in Folge der Ercigniffe in Catalonien in der äußer- sten Bestürzung befänden. Man scheine einen Mittelweg einschlagen und dem General Llander antworten zu wol- len, daß die Königin-Regrnrin den Inhalt seiner Depesche mit Bedauern gelesen habe, und daß sie hoffe, er werde alle nöchigen Maßregeln ergreifen, um die Ordnung und die der Regierung schuldige Achtung aufrecht 11 erhalten; da indrß Ihrer Majestät vor allen Dingen das ohl ihrer Unterthemen am Herzen liege, so würde sie die verschiedenen, in der erwähn- ten Depesche besprochenen Punkte in Ueberlegung nehmen 11. s. w. _ Man hat der Königin vorgeschlagen, den General Llander abzuberufen; aber Herr Zarcc» del Valle hat sich dieser Maßre- gel widersetzt. _ An der gestrigen Börse waren übrigens unsere Spekulanten etwas beruhigcer, was dem Gerüchte mit uzuschrei- ben seyn möchte, daß Herr von Rothschild an die telle der Herren Ferrdre - Laffitte und Compagnie zum Banquier des Spanischen Hofes ernannt werden würde. Am Ende der Börse aber wurde diese Nachricht mit Recht in
tetrr Sache wieder zurückgekehrt.“
s einen Truppen.
Verantwortlichkeit für den am 8. Fan. in dem
“»
vor allen Dingen einer
lin verantwortlicher Herausgeber des National sry.
Betreff des National von 1834 erfüllt worden wären.
daß ?errfLuis de Piedra, ' „ , eau tragt worden ist am 20sten d. M. die Zinsen der immerwährenden Rente in sei? nen Bureaus zu ahlen, und daß dies in wenigen Tagen durch
„ Diese Nachr1cht, welche dcn Juhaßern der Spanischen Papiere noch die Bürgschaft raubt, 0114011 bisbrr in der Vermittelung eines Französichen Hauses zu jehrn Z“».mbten, hat besonders nachthei-
Dasselbe Blatt theilt in einer Nack clri t ol endenAus 11 eines Schreibens aus JNadri d vom 7te1100111itf: f„ßZas *MinitFerg- Conseil tsk mehrere Male versammelt gewesen, und man sagt, daß der Regentschafts-Rath um seine Meinung befragt Werden würde, „ Man will Herrn . ) _ um die Angelegenheit mit dem General Llander, se_1nem Verwandten, freundschaftlich beizulegen. Es heißt heute, dqx; der General Quesada auch eine Adresse rin.- gesanch hgbe, worin er den von Llander aus.;Mprochenen Ansich- ten_beipflichte. _ Der Graf von Florida-Blanca hat gestern ein großes Diner gegeben, welches eine politische Bedeutung zu und deshalb die Regierung beunruhigte. _ Herr Zarco del Valle ist nun zum wirklichen Kriegs- Mi-
, . ck „- * 1) an nur interimistnck). _ Ein von Herrn Burgos kontrafigxirsckes, aus 56 Artikeln bestehrndes Dekret, welches eine größere Bc- schränkung der Preßfrceheic zum Zweck hat, ist gestern publicirt
_ Die zu Bayonne erscheinende Sentinelle des Pove- nees dom 10cen d. 932. enthält folgenden Bericht über die Lage der Dinge ,in den, Baskischen Provinzen: „Dic Spanischen Angelegenheiten, die man sobald auSgeglichcn zu sehen hofftr, werden von Tag 'zu Teige vxrwickelter, ernücr und drohendcr.
ich die Injurrccrion von Navarra, welche An;
fangs langsam und sehr allmälig vorrückte, jetzt durch erbittercc Kämpfe deincrkbar, in denen zwar der Sieg auf Seiten der Truppen der _Kömgui bleiht, aber stets mit vielem Blute erkauft werden muß undxeigentltch wenig Rußen bringt, weil die Jnsurqentrn- Trupps slch nach jeder erlittenen Niederlage wieder orgänisiren „ „ Einige Provinzen nehmen an dem Bürgerkriege Theil; andere bleiben ruhige, abcr unent- schlossrne Zuschauer und geben ihreBeistimtnung zu dcheqierung dcr Khntgm 11ka durch das Organ ihrer öffentlichen Beasntcn kund. Dieser peinliche Und rmgewisse Zustand ist wohl zum Theil der Verlängerung des Krieges zuzuschreiben, der aus der Lässigkeit der meisten Spanischen Generale neue Kräfte geschöpft zu häben Uebrigens 111 es sehr schwer, die Folgen der Karliski- schen Znsurrectton zu berechnen; eroi der nächste Frühling 11111“;- xine Entwickelung herbeiführen. _ Die Communication ist noch immer unterbrochen; von Zeit zu Zeit kommt eine Post hier durch, von den starken Eskortcn, die hin und wicder auchstcllc sind, oder vom Zufall unterweges beschülzt. Es fehlt uns dahér anch fast ganz an Neuigkeiten. _ Die Post, Welche vorgesrrrn 01111 Madrid anlangce, war am 6tcn von Tolosa abgegangen und hatte von dort 400 Mann und 80 Pferde zu ihrer Bedchmq mitgenom- men; dessrnungeaclxet mußte sie zweimal umkehren, “weil sie ihre Escorte nicht für stark genug gegen die Insurgentcn hielt. _ Em aus Pampelona angekommcner Reisender, “der seinen Weg durch das Thal von Basran nahm, fand dort das größte Elend vor; 300 Mann von dem zu Los Arcos gcschlaaenen er- sten Jnsurgenten-Bataillon trieben sick) daselbst oßne chi- dung und Schuhwerk umher und hatten nichts zu leben. _ Am 7tten d. sahen sich 106 Mann von den Truppen der Königin, hefehligt von dem Oberst-Lieutenant Zugarratnurdi, an der äu- ßersten GränÉ don Navarra genöthigt, ihre Zufiucht auf das ebtet zu nehmen. _ Die Jnsurgentrn-Truyps
biercin über den _der Berathung vorliegenden Gegenstand in haben sich gegen San Sebastian gewandt und einen Angriff einem sehr ausführlichen Vortrage vernehmen, worin er nament- gegen diese Stadt versucht, der ihnen aber mißglückte. _ Zu
Zrun-erwartec man ebenfalls einen Angriff; die Karlisten dci)- nen s1ch-über a_lle Dörfer zwischen San Sebastian und Tolosa aus. „Ein Theil der zu Irmi garnisonircnden Truppen hat sick) auf eme Recognosctrung begeben und ist gestern früh unverrich-
Der Indicateur vom 12ten 0. enthält FVlLÉUÖÉST Sars- field befindet sich in diesem Augenblicke in Puana-[a-Rcixm mit Am 5ten d. smd 50 mit Munition beladene Maulesel für ihn nach Pampelona abgesandt worden. Die Stadt Estella muy auf Befehl des Vice-Königs von Navarra eine Strafe von 45,000 Realen bezahlen, weil sie von der Anwesenheit eines Karlisien-Hausens nicht sogleich Anzeige gemacht hatte.“
_ „Gestern kam die Sache des National von 1834 vor den hiesiger) Assisenhof, und hatte ein zahlreiches Auditorium, beson- ders eine große Menge von Advokaten hcrbcigelork'c, da eine solche Rechts-Frage zum erstenmale zur Encschcidung vorlag. Herr Armand Carrel, von dem Präsidenten befragt, ob er die . National crschic: nen Artikel über Gerichts-Debattcn übernähmc, erwiederte, das; Unregelmäßigkcic in der Vorladunq Erwähnung geschehen müsse, indem nicht er, sondern .!" err Pari: „Yer “Krä- sidenc bemerkte, daß dies bei der Vertheidigung in ?[11r011111111 gebracht werden könne. Herr Frank-Carré', als Gcncral-Pi-okxi; racor, behauptete die Anklage. Er begann damit, einzuräumen, daß alle von dem Geseße vorgeschriebenen Förmlichkeiten, um die gesekzlichc Existenz eines neuen Journals zu konstatircn, in
Er
räumte auch ein, da!; die alte Gesellschaft Paulin und Com- pagnie vor Notar und Zeugen aufgelöst, und daß eine neue un; ter der Firma Carrel und Compagnie gebildet worden sey. Dennoch müsse er aber das neiie Blatt als denselben National brtrach- ten„dem von dem Gerichtshofs die Bericht-Erftattuna Über die GerichtsxDebatcen auf zwei Jahre untersagt worden sey. Herr Carre [Uchte nun ausführlich darzuthun, daß der Natidnal bloß eine kleine Veränderung in seinem Titel und in seinem Redac- twnö-Personal vorgenommen habe, um sich der ihm aufer;