1834 / 26 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sun, 26 Jan 1834 18:00:01 GMT) scan diff

ihrer Einbildun ev,wäbrend wir unter diesen fremden Meyschen, in bergan ungewo ntenLa e, und unterdem Einfiussedieseöeigenthüm- lichen limas zurückblei en, in uns jenes wehmüchig stille Gefühl- das selbst von den überraschendsien Erscheinungen hinweg, den Blick immer wieder zur Heimath zieht, Und vor unseren Tho- ren die Gräber derjenigen, welche die Heimatk) nicht mehr sehen werden. Vor Kurzem haben wir Hrn. v. Hinsberg beerdigt, einen herrlichen jungen Mann von kaum 28 Jahren, in der Blüthe seiner Kraft, seines Enthusiasmus für Griechenland, Z(enäbrt mit dem gründlichsken Wissen, auch des klassischen

ltertbums und allgemein geachtet wegen seines vortrefflichen Charakters. Eine Eigenschaft des hiesigen Klimas ist, daß es die Dispositionen zu „Krankheiten oft ganz aufhebt, oft aber “"ck steigert und entwickelt. Ich wiki, damit die neu Kommenden, die von uns immer mit offenen Armen aufgenommen iverdcn, sich gehörig vorsehen können, in dieser Hinsicht noci) eimge Be- merkungen beifügen: Die Nächte schaden uns besonders, denn während bei Tage die Luft bis 16 Grad Wärme hat, sinke bei Nacht, wo Wir die Atmosphäre der Arkadischcn Schnee ; Gebirge erhal- ten, die in heftiger Strömung sich von jenen eisigen Höher) in den Golf herabstürzt, das" Barometer bis fast auf den Ei§- punkt. Wir begreifen nun, warum die (Griechen sich dann 10 warm halten, wie sic thun, )z. B. bei Nacht die Füße nicht entklciden, bci Tage die H1 ften vier- bis fünfmal mit dem breiten und weichen shawlähnlichen Gürtel umwinden, Ye rothe Kappe nicht abnehmen und dergleichen; und unsere euroma- nen und Europomanen, die lieber gleich Alles auf unsere Weise umkehren, umkleiden und umbilden wollen, und Alles, was" sie hier finden, schon darum mit Mißachtung ansehen, weil es Griechisch ist, fangen denn am Ende doch auch an zu ahnen, daß die Sitten, die Gebräuche, die Wohnung, die Kost, das Leben und die Lebensart des Volkes durch lange Erfahrung be- dingt und dem Lande wesentlich sind. Die Griechen sagen, am Ende werde ihr König, den fie lieben und fasi vergötrcrn, doch mit Gricchcn ihr Land regieren, da er für sein Volk ein Herz habe und in dem Herzen desselben wohne, während viele von den Anderen asses Griechische mit Mißtrauen und Mißachtung ansähen, und darum auch ihrcrseics so angesehen würden; es versteht sich, mit Ausnahmen, die auch hier durchaus nicht fei),- len. Zunge "Männer im Fache der Finanzen und der Justiz, die etwas Tüchtiges gelernt haben und von ehrenhaftcn Gesm- nungen smd, werden hier fortdauernd gesucht und können ein sicheres Fortkommen finden, wenn sie im Stande sind, sich der Landessprache bald zu bemächtigen. Von den Schulen hört man noch inimer nichts; es scheint, daß der Schatz der Kirche, auf den man für sie wartet, fich noch immer nicht fiillen will.

Die Griechischen ministerielien Blätter enthalten unter Mehx rxren Dekreten auch eines, welches verfügt, daß alle Schiffs- Capitaine sich nach Nauplia begeben müssen, um von der Re- gierung neue Patente zu erhalten, welche mit dem Jahre 18-34 in Wirksamkeit treten. Von dieser Verfügung sind selbst die kleinsten Fahrzeuge nicht ausgenommen. Diese ?aßregel zielt auf die Verhinderung der Seeräuberei ab, welche den Archipel so oft beunruhi Ct.

Die Bevöl erung der Insel Kandien beträgt, dem Jour- nal de Smyrne zufolge, jekzc nichr mehr als 90,00 Indivi- duen, von denenmindestens der dritte Theil aus Griechen be- steht. Kandia, Kamm und Retimo sind die einzigen Orte, die den Namen einer Stadt verdienen, aber auch in diesen Orten liegt ein großer Theil der Gebäude in Trümmern, Die Häfen von Kandia und Retimo' sind so schlecht, daß nur Barken ein- laufen können; der von Kanea faßt ungefähr 15 Fahrzeuge von 250-280 Tonnen und etwa 40 von 80-40 Tonnen Gehalt.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 25. Dez. Der Verfasser der „Nemesis“, Herr Barthelemy, ist vor wenigen Tagen mit einem französi- 1chen Schiff hier angekommen.

2108 dem Bericht der Kommiffarien, die mit Untersuchung der Ur1achen zu der Explosion dcs Dampfkesscls aaf dcm Dampf- boote „Ncu-Cngland“ beauftragt worden sind, ergiebt sm), daß in_den letzeen drei Jahren 1500 Personen durch ähnliche Un- g-lüéksfäile das Leben verloren haben.

In der Biene von Neu-Orleans liesi man: „Zn Ieriko ist jetzt Alles ruhig; das im Juli angenommene Ver- bannungL-Gesckz isi ausgeführt worden, und schon haben 54 Per- ionrn, gegen die es gerichtet war, das Land verlassen; 24“ von diejen Vrrbanntxn sind in unserer Stadt angekommen; unter ih11e11_befinden sich die Herren Margieno, ehemaliger Finanz- Mintktcr, Dominguez, avarre, ein ausgezeichneter Advokat, 0110 mehrere Geistliche. Auch heißt es, daß der General Bu- kramenec, Ylonzo Tcran, Tagle und andere angeschene Personen nur_ auf „cmd günstige Gelegenheit warten, um sich nach unserem Hasen einzujchiffen. Man kann je 1 die Empörung 'in Mexiko ais gynz unterdrückt und die Ma t der föderativen und con- stitutwnneUen Partei als befestigt betrachten.“

Mexiko.

Mexikd, 3. Nov. Santana hat einen Einzug hier ge- h_altxt_1_, der m der_That_ein Triumphzug genannt werden kann. Es tik bekannt, wie verichwendrisci) man bei uns mit Festlichkei- ten ailer Lirc ist, wie man namentlich bei jeder Gelegenheit mit kirchlichem und miiitairischem Pomp und Gepränge bei der Hand 01; ein Festzug wie dieser war aber selbü für uns etwas

?eues. _: Der erste Akt des Generals War, daß er dem Vicc-Präjidenten Gomez Faria die Regierung wieder abnahm; ._ db er es aber besser machen wird, ais dieser, möchte zu be- zweifeln seyn. Unter Faria's Leitung haben die Kammern in der legcrn Zeit merkavxirdige Dekrete erlassen, 3. B. die gänzli- che Aufhebung jeder Civü-Verbindlichkeic zur Zahlung der Zeyn- te_n; -- die Abschaffung der, erst neuerlich unter Bustamxnte, Alaman und Konsorten wieder eingeführten Canonici; "- die (in den Südamerikanischen Republiken schon früher erfolgte) Verfügung, daß alle durch Kloster-Gelübde Gcbundcnen, nach eigenem Belieben, ins bürgerliche Leben zurückkehren dürfen u. a. m. " Ko_mn11 nun ein kräftiger Minister ans Ruder, der diese neuen Geielzc weise zu handhaben versteht, so läßt sich ai- lerdings vici f11r das _cheihcn und die Kultur des Landes er; warten. Zu diesem Wichtigen Posten ist der gegenwärtig an der Spiize dcr Frnanz-Verw-iltung stehende Gouverneur des Staa- tes Mexiko, Zavaila, bestimmt, - ein ausgezeichneter Mann, der die frühere Zcit jcincr Verbannung mit Nutzen in den Ver; einigten Staaten von Nord-Amerika und in Europa verlebt, und dort Über die Mexikant'säw Rcvolution, seit dem Abfall von Spanien, ein Werk geschrieben hat, dessén histo- r..cyer Werth allgemein anerkannt, und das namentlich tn Me- x.ko mic Tnthufiaömus aufgenommen worden ist. (Es er- schien in zwei Bänden, der erste in Paris, der zweite m New-

unter lauem Regen noch 1.3-

. 100 _ York godruckt.) Ueberhaupt isk Zavaüa wohl der unterrichtetske Mann in Mexiko; er denkt und spricht logisch, weiß, was er will, und wird gewiß viel leisten. Auch daß er und Gomez Faria beide dem Civilsrande angehören, ist hier eine erfreuliche Erscheinung; wir sehen doch endlich das hier allzusehr prädomi- nirende Militair einmal in_den Hintergrund treten. »- Sehr wichtig ist auch der neulich entworfene Plan zu einer in drei Klassen zerfallenden Amortisations-Kasse zur Tilgung der Natio- nal-Schuld, wozu die Fonds aus den großen Kirchen-Gürern, deren Sequesirirung bereits dek'retirt ift, genommrn werden sollen. _ Endlich müssen wir noch eines andern Umstandes erwähnen, der gleichfalls zu großen Hoffnungen für di»- Zukunft be- rechtigt. Unser früherer Minister am Englischen Hofe, Gord- stiza, einer der gebildetscen Mexikaner, ist gegenwärtig hier und widmet seine ganze Thätigkeit dcr 'Liufsicht über die Erziehung im Allgemeinen und der Einrichtung der Schulen insbesondere. Außerdem hat er die Direction des Theaters übernommen, wozu er ganz vorzüglich geeignet ist, indem er die Bühne schon durch mehrere eigene Erzengnisse bcreichcrc hat, die zu den besten Spanischen Dichtungen gezählt werden und selbst in Madrid mit Beifall aufgenommen wurden. - Die neulich erwähnte Silber-Kondukta nach Vera-Cruz wird Wohl nicht vor Anfang des nächsten DJTonats - dann aber auch aewiß - zu Stande kommen, und die Prämie auf Vrra-Cruz isi“ bereits von „16 auf 8 pCt. gefallen.

„“..."; 11 l :.1 11 0.

Berlin, 24. Jan. Die heutige Nummer des Amrs- Blattes der Königl. Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin enihält die nachziehende vom [.Ztcn d. M. dacirie Bc- kanntmachung des Wirklichen Geheimen Raths und Ober-Präsi- denten der Provinz Brandenbiirg, Herrn v. Baiscwiiz C“„rcc[1c11z. „Auf den am 15. November v. „J. eröffneten Konmiunal-Land- tagen der Kur: und "Neumark ist, in Gemäßheic dcs §. 0 der Allerhöchsten Verordnung vom 17. August 1825, zur Wahl ei- nes Vorsitzenden und Stellvertreters für die Wahl-Pcriode vom 3. Oktober 1833 bis dahin 18.16 gefthrirten worden. Die Kom,- munal-Landtags-Versanimlung dcr Kurmark hat den Dom,- hcrrn Herrn Rittmeister von (Irxleben auf Selbelang zum Vor- sitzenden und den Hofmarschall Major Herrn von Rochow auf Stülpe zum Stellvertreter, und die Konnnunal-Landtags-Vcr- sammlung der Neumark den Landrat!) Herrn von Waldow auf Fürstenau zum Vorsißenden, und den Kreis-Deputirtcn Herrn von Knebel-Döbriiz auf Friedersdorf zu dessen Stellvertreter gewählt, und zufolge eincr Benachrichtigung des“ Königl. Mini; skeriums des Innern vom 31. Dezember 0. „I. sind diese .Was)- [en von des Königs Majestät mittelst Allerhöchsrer Kabinrts- Ordre vom 29. Dezember v. J. Allergnädixiyi bestätigt ivordcn.“

-- Aus Königsberg in Preußen schreibt man unterm 20sken d. DJK: „'le gestrigen Tage um 9 Uhr Morgens feierte die hiesige Königliche Deutsche Gesellschaft das Jost der Preußischen Krone in ihrem Silzungs-Saale auf dem Schlosse. Die glänzende und sehr zahlreiche Versammlung wurde von den höchsten JJTilitair- und Civil-Bchörden mit ihrer (2517- geUWart beehrt. Der Direktor der Gisellsclmst, Professor 1)1', Schubert, gab zuerst eine gedräiigic Uebersicht von den Leistungen derselben im vorigen Jahre. Er bemerk- te, wie im Ganzen 12 Silzungcn gehalten und in den- selben 14 Abhandlungen vorgetragen worden scyen, und wie überdies die Grfcllschaftnosi) von eincm ihrer aixswärtigen Mit- glieder, dem Profcffor Giescbrccht in eralsimd, „3 Abhandlun- gen zugesandt erhalten habe, die für den nächstens erscheinenden dritten Band ihrer Schriften dankbar benuxzt wsrden wiirden. Nachdem der Redner hierauf dcr Vcrsmnmiung angekündigt, das; die Gesellschaft im Jahre 1583 zwei sehr chärige Mitglie- der, den Direktor des Taubsiummen-Jnsricuts, “111: Ncmnann, und den Professor der Philosophie, 1)--. Herbart, jenen durch den Tod, diesen durch seine Versetzung 11achGöccingrty verloren, proklamirte er die Namen der neu gewählten Mitglieder, worunter auch der Herr General-Lieutenant v. Natzmer a!s Ci)rcn-*))Kitglied. Darauf sprach der genannte Direktor nch) „iiber die chhscl- wirkung der StaaW-Schulden aiif Scaars-Bcrwaltunq, beson- ders im Mittelalter und in neuerer Zeit, mit näherer Beziehung auf Preußen.“ Daran schloß sick) ein Vortrag drs Professors ])1'. von Baer „Über das Verhältniß dcs “Preiißisckyrn Staates zur Entwickelungs-Gc[chichte dcr Menscbhyit.“ Die Uni- versität beging die Feier des Tages um 11 Ubr im akade- mischen Hör-*Saale. Dcr Redner, Gehcime Mari) Professor Ur.. Lobeck, sprach, nach einer kurzen 011101111119 iiber die Stufenjahre des literarischen Lebens, dee Wünschd der Akademie für König Und Vaterland aus, und inacixcc-am “Schluss die Namen der Studirendcn bekannc, welche die akademischen Preis- fragen im vorigen Jahre gelöst haben. Bei des iommandircn- den Herrn Gcmxrais von Naßmer erelicnz waren dic höhern P?ilitair- und Civil-Beamtcn zu einem Fcstmahle versmxnneit, und Abends war bci dcm Ober-Landcsgerichts-Chef-Präsidenten [):-. Zander ein glänzender Bail.“

- Das Kloster der Elisabethinerinnen zu Bros lau, das be- kanntlich unbemittelte Kranke Weiblichen Geschlechts ohne Unter- schied der Religion unentgelrlici) aufnimmt, hat im Kirchenjahre 1833 überhaupt 840 Person-xn verpflegt, von denen 708 als ge- heilt, 23 als erleichtert entlassen wurden, 55 starbcn imd 54 noch in der Pfiege verblieben. Außerdem wurden noch 308 ab; und zugehende Kranke aufgenommen, so daß im Ganzsn 12.58 weib- liche Kranke in der Anstalt verpflegt wurden. Die Ausgaben werden theils durch die Zinsen des Vermögens dcs Kruvcnts, theils durch Zuschüsse aus der Staats-Kaffe, theils durch Ver- mächtnisse (dicse betrugen 1111 U. I. 2565 Rihlr.), theils endlich durch wohlthätige Spenden bestritten, welche von Sammlern in Schlesien eingebracht werden.

Meteorologische Beobachtung.

1834. ! Morgens * Nachmitt. 23 Januar. 6 Uhr. [ 2110r._

Luftdruck. . 335,6 (“Par.é-ZZQY 1 “"";.“1171'. 5-52“) 2*"PainYQnriiwarinc 6,3 0 N„ Luriwäkme + 4-9"N + 6,0"R + 7,2901, . . Thmwunkt + 3“; 0 ÜN“ „1111110111111? „2,9 N

Abends" - Naa) einumliger 1111101“. Z ckGW011chMUg.

'*'" «***-u.: -.__..

+ 4,0"01. + ii,5 N.

Onnsjsättg 87 pCt. &; pCt. 94 ka. é"*1*dritiv.11'111e 4,5 " R.

Wxtjer. . .. halbhkikU“. R::gcn. chcn _ .. .

Wind ___ _ _ W “.W- YÉS'LV- 1001011111. 1],1'- 1 8 Rl).

Wolkenzug ; .. W [ *- ,)Iid'iwrsQlag l), () 25 Mi). -- «**-«521111;st- «“

Zörse.

8 8 r ] i u 6 1“ [)en 24. «kannst 1834.

Amt]. 1701168- unc] (Zolä-Cours-Zeite]. (Nxeu/s'. Cam,) M

1 „1591714 „ck

81. -§-:]1u]11-d'(:11. 4 ; 97Y 97 |(1'k01'8b2. 908. (10.1 4 101§ ... 91". LnZl. 2111]. 18. 5 10 * 103 ()sipr. 9131111111". 4 i 9934 * 1,1", [Ing]. Rn]. 22. 5 103; 103 90mm. 110. 4 11054 4051 ['r. [5112]. 0111. 30. 4 ] 92 91; [(ur.- 11 Kentn.än., 4 106 !105; 9121111801] 11.300,11. “: 54 532 5011188180118 110.1 4 *“- 1105: [(ur111.(.)|1|.1|1.|. (ck. 4 ; 961 952 111;t.(,_3.-1.1(.-n.0.:- 6114| __ [*I811111.|nt..§c|1. (1-1. 4 f .“.6 95; *J.-§n]1.ä.lch.»u.R. »! 67 |W; 15911 513111-0111. 4 ? IHF 97,7 _ ----

Könixxsb. (10. 4 | _- - 1101]. 7011177. ])uk. -- 17Ö | » ÜlldiiiZ. (141. 4'; 97 *- R0110 (10. ---x *- 112; “.IN. (10. in “[*11. “", ZGZ *- k'1'it'äkic11811'0r . .: *- ' 13? ; 17“: 17851111". [)1'unc1111". 4 T 98; 98 Uisoonin . . .i-“i 33- ] a;,

Kusvräriisa [Zörs' 311. 3111518161111], 19. „1111111111: .*iiAlßrk, 111111]. 8011101] 411Z. 1101|. HZ 94-'_„ [(zum-[ZU]. Ali:, 8111111. 510! 59. :! 1111013ka1], 18. .]u-xum. 311110. 03 ZZZ. 4-4“; 45 ZZ 39. 21115]. [[Z Z- ?. 191711111111 ['t n. ("„ 21. .';11111411“.

08319112 5,2 010111". 964'» 96,37. 4Z ÖW» 86Z. 'LH-F- 5'4 FLY. [Zr, 1?:111!ch*.-1(k1:ie=11 1.303. 1.503, |“ä1'[.-0[)]. 1374. 137. [40030 211 10010, 210. (i. 1101|. HF (_)01. x' 1.332. JUZ. IIZ 1'0111. [40088 63T. ". 10111155. [4711113801]. 5341. “. 111". 110 48» .411|, 011.12. .')Z 5:11:11] [(El-18 („J, 5.5. ZZ (]0.[181'|1. 37-3. „“Z"-“F.

[] ;- 111!) urg, 22. .li-uuns".

0031911". HF 0101. &II-, 4Z00. FHF. Ü [Zuuk-thisu 12.41. 111153, 1511151, 984. 111155. 11011. Iiz'. ["St. in 11111111). (,k-srl. IIZ. [“to-uss. |'1'5111111*11-th]|91119 10.1F. |'0||1. 125. [)x'x'u. 70. 1101|. HF- 924. “ZZZ «PF. 8111111. ZZ 31-1. 4.2 43-2. Rarii'rx. ("iF 103;

j'arix. 16. -'éil]|1-“]l'.

53 [1011115 pr. 13-11-1111. 104. 80. 1111 00111", 105. ---. 33 pt". compi, 75. 2). 1711 (*nur. 75. 3.3. HZ Reap. 91“. 00111111. »: -. 1111 00111. «. 52 8111111. 11911). 5911. 37: (10. ZZZ. I,“:- 88114 ZZZ. HZ Röm, 91;

«...»... .-...»»....--. „._.-.. .....-.-....,...-_....„_..„ .., ....-“ . . „„...-.....- .“ „._--__..,.__. ___...» .. -...- -.« „.___..- _..„ «.

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 25. Januar. Jm Schauspielhause: Crom- wel'i's Ende, Trauerspiel in 5 Abtheilungcn, von E. Raupach.

Jm Konzertsaale des Schauspielhauses: Subscriptions-Ball.

Sonntag, 26. Januar. Jm Opernhause: .Die Lokalpose, Lokalposse mit Gesang in 1 Aufzug, von „J. E. Maud. Hierauf: Das Schweizer Milchmädchen, pantomimisches Ballet in 2 Ab- theilungen. (Dilax. Fanny Eisler wird die Partie der Liesli ausführrn und Dlle. Therese ElSler wird hierin tanzen.)

Jm Schauspielbause= Zum erstenmale wiederholt: Das graue Männlein, Schauspiel in 5 Abtheilungen, von C'. De.- vricnt. Ouvertüre, Zwischen; und Theater-Musik von W. Tau- bert.

Montag, 27. Januar. Jm Schauspielhause: Des Gold- schieds Töchterlei11, altdeutsches Sitcrnchmälde in 2 Abthei- lungen, von C. Blum. Hierauf: Zum crstenmale wiederholt: Bube und „Dame, Lustspiel in 3 Abtheilungen vom ])--. C. Töpfer.

Königstädtisches Theater.

“Sonnabend , 25. Januar. Zum erstenmale: d'int'onio ((?-moll), in 4 Säßen, von L. v. Beethoven. [) .41195111 0011 [)!-10. ?) ;1110111110 0011 111010. 3) 5131113120. 4) 01:11'01a 1110081056 und 171-1111". Hierauf: Nach Sonnen-Untergang, Lustspiel in 2 Akten, frei nach dem Französischen, von G. Lotz, Zum Be- schlußK: Staberl als Freischütz, Parodie mit Gesang in 3 Akicn, von Karl.

Sonntag, 26. Januar. Zum fünfundzwanzigsten Male: Des Adlers Horst, romantifclzzkdmischc Oper in .; Akten, von K v. Holtci; Musik vom Kapellmeister Franz (Gläser. Hähnel: Rose.)

Montag , 27. Januar. Zum crstenmale: '.)lktcn, nebst einem Vorspiel: „Der jüngere Sohn“, mit freier Benutzung des Storchischen Romans, von Charlotte „Birch- Pfeiffer.) (Dic „Decoration des zweiten Akts und die Kostüme sind neu.

Dirnskaq, 28 Januar. Zum erstenmale wiederholt: Hinko- der Stadtschulthcißen-Sohn von Nürnberg.

Markt-Preise vom Getraide. Beriin , den 23. Januar 1534. Zu Lande: Weizen [RtlYu 27 Sgr. 6 Pf., auch 1 Nthlr. 10 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 6 «Zr„ auch 1 Rthlr. 4 Sgr. 5 Pf.; große Gerste 1 Rthlr, auch 22- C-zgr. 6 Pf.; kleine Gerste 26 Sgr. .“; Pf, aiich 21 Sgr. 3 Pf.; Haier 26 Sgr. 3 Pf., auch 20 Sgr. 5 Ps.; Linsen 3 Rthir. 2 Sgr. 6 Pf-/ auch 3 Rthlr. Eingegangen sind 678 Wisvel 22 ““C.-_ckeffel. - Zu Wasser: Weizen (weißer) ?. Rthlr, auch 1 Rihlr. 2.) Sgr.

im?- ] 37211911: 13 S r; 9 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch,

1 Rihlr. 6 Sgr. 3 „1; große Gerstx 1 Ridlr. ! Sgr. 3 Pf., auch 1 Zethlr.; „Hafer 22 Ogi“. 6 Pf.; Erinen.) 010111“. 17 Sgr. 6 Pf. Mittwoch. den 22. Ianurzr 1534.

Das Schock Stroh 10 Rthlr. 15 Sgr., auch 0 Nthlr.; der

(Zentner Hrn 1 Ribir- 5 Sgr., auch 20 Sgr. Branntwein ; Preise vom 1.5. bis 21. Januar 1834.

Das Faß von 200 O_uart nach Traües 54 pCt. oder 40 pCt- chxqcr: Korn-Branntwem 18 Mthlr, auch 17 Rthlr.; Kartoffel-' Braimtwein 16 NWUL/ auch 1.5 Rthlr. '

Kartoffel-Preise vom *16 bis 22. Januar 1334. Der Scheffel 12 «gr. 6 Pf., auch 7 Sgr. 6 Pf. „.

eracteur 69 er sk.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

W.

Klasse 6911er Königl. Klassen-Lotterie fiel der Haupc-Gewinn

', auf Nr. 6254. 20,955 und 77,356; 4 Gewinne zu 300 Iichlr. '100 Rthlr. auf Nr. 6426. 6717. 7248. 56,181 und 78,622.

den 20. Februar d. J. festgeseizc,

Lohann Wilhelm Melcher zum zweiten Prediger an der

C'tienne nun schon in zwei Siizxzngen dcr Dcpncirrrn«Kammer 'den Zcrrn Dupin auf dem Präsdenten-Smhl erxcixt [)at.

höchsten Wichtigkeit für die Zukunft Frankreich“ bezeichnet. Herr Berard sagt nämlich, ais er in 1e_inem_ Werke zu dem, - von ihm in der Kammer gemachten Vorsthlage, dem Herzogs von Orleans die Krone zu verleihen, gelangt: „„In der Ge- müthsstimmung, in der sich die Kammer 111115. 210g1111_bcfa11d, und nach der wirklichen Mehrzahl der 6911111111811, 111110013135 ') sicherlich viel leichter gewesen 10111, sie zur 2111111101112 des König- thums Heinrichs U., als desjenigen des Herzogs von Or.- .Jleans zu bewegen. sedlag würde, ich _ _ für sich gehabt haben, als der nieipigc.“ _ _ tcrredung, welche Herr Berard mcc den) damaligen .Hrrzog von Orleans gehabt hat, hebt die Gaxettc fdixzrnde Antwort des " Letztern heraus: „Wenn ick) aiif dcn „l)ron 990111539 - 1ind ich kann mir nicht verhehlen, daß ich damit bcdrohr bin_-- 10_kött- nen Sie nicht glauben, wie groß m_ein chaucrii 191111 ipurdc. Mein Fainilien-chen ist so süß, Unicre CH_ittcn- sind 10 rmfgcl), daß ich in der That glauben muß, meine 7'501111116 und tcb imd .' nicht für das Königthiim gemacht. (Dlle. x Pflicht, aber nicht mit Vergnügen annehmen. ( €1 es ncn e'rc cn? Hinko, dcr ' ck Jh gi [)

Stadtschllkkhkißkn -“ Sohn W" Nürnberg , Schauspiel in 5“ ich mich wohl niemals Werde trenncn können.“

und jeßt können wir als bestimmt hinzufügen, daß, als die Ant- . wort der Königin zu Barcelona 1111kal1_1, General Liandor da_s ' Ayuntamiento versammeln und ihm dieie Antwort vorlegen 11213.

nal-Garde bewaffnen zu [affen und eine zweite Botschaft an die

' Uicht mehr der Regierung zu gehorchen, 11301111 dad )eizige Mi,- nisterium nicht abgeändert werde, und die .Rdiiigtn 111.171 cine L_" Cdnsritution gebe. _ _ _ _ _ _ s1che Regierung das Weientltche dicicr Nachrichten am 151611

- s?yen ungenau, ohne sie jedoch für ganz gritndlos zU erklären.

: schtver anzugreifcndes Gebiet besiizt, und die vorzüglich die Ta; pferkeit, die militairiscben Eigenschaften und den zu_1cdcr _Zi'it ; unabhängigen Charakter seiner Bewohner zu, beurtheiien (Vele- genheit hatten, werden die ganze Wichtigkeit der durä) dcn

' sken Städte jener Provinz gcmachten Schritte zu würdigen wissen.“

„Die ofsi ielle Anerkennung Dom Migui'ss als König von

Uns nicht irren, in England großen Eindruck machen, gal ist für England, was Spanien fürKUUÉZ. daher, daß wir hoffen dürfen, jeden»chr1tr,

; Von England unterstützt zu sehen. _ _ _ öU- ebenfalls in Uebereinstimmung nut Frankreich, dee Portu-

Pxxußiscie StaatI-Zeitung.

__ “*...-“___“..._ _.. „...“-.... ,

Alige'nieine

Berlin,'Sonncag den 2617?" Januar

„“*“ __ _ /__.»..„„--- __. .___ _.. . „_.-__... ,...,...„___„__ _ ___ __"- ___ _ _______ __ _ _ _ ___ ___ __ __ _ /__ _________

AthcheIUUWAchtem Kronik des Tages. Bei der am 24scen d. M. gcschehenen Ziehung der ersten

'von 5000 Rthlr. auf Nr. 50,055; 2 Gewiimc zu 1200 Rchlr. ßelen auf Nr. 32,327 und 71,153; 3 Gewmnc zu 60:1 5311011".

auf Nr. “13,557. 69,183. 72,290 und 68,621; 5 Gewinne zu Der Anfang der Ziehung 2ter Klasse dieser Lotterie ist auf

Berlin, den 25. Januar 1834. _ _ _ Königl. Preußijcbe General-Locicree-Dircction.

Jm Bezirk des Königl. Konsiyiorimns _ _ der Provinz Brand enburg ist der Predigtamis-Kandtdar

haritéhaus-Kircl)e in Berlin bestellt worden.

ZUcungs-NaÖrichr€0 Ausland.

F r a n k r e i ck.

Paris, 18. Januar. Die heute hier an;;ek'ornmetianei; tungen aus Lyon enthalten nichts 1reitrr_vor_1 Unruhen 111 111121" Stadt, woraus man schließcii dars, da[; die Ordnnng daselbst vollkommen wieder hergestellt ist _ _ _ _ _

Die hiesige Regierung hat, wie man 101111711 will, kürzlich Depeschen aus Brüffcl erhalten, worin man 116 dritigrnd imf- fordert, das neue Zoll-Gesclz bald 1115-9000? der Dcpncirtcn-Kam- mer vor ulegen. _ _ _ _

Dicz hiesigen Blätter 111113911 cs aufmiictid, d111;Hcrr

* ie Gazette de France giebt mehrere ?[Usziige aus der (gestern erwähnten) Schrift des Herrn Berard, und hebt be.- sonders die nachfolgende Stelle heraus, welche sie als von der

Ein in diesem Sinne gcmacbtxy Vor- bin es fest Überzeugt, mehr Scmnncn Ans cincr Un,-

ch) werde dasselbe als eine Und dann, soll Ich habe immer tm Grunde meines" Herzens ein altes republikanischcs Gefördl aufbewahrt, ron dem

Der Messager des Chambres sach „Wir haben die ersten Nachrichten von den C'rcigniffen in Qatakomcn gegeben,

Das Ayuntatkiento bcicdloß, gleich das 7re Bataillon dcr Nacio-

Kdnigin zu senden, um ihr zu erklären, daß man cntsclyldffrn sei),

Wir fügen ebenfalls hinzu, daß die Franzö-

durcl) den Tclegraphen erhalten hat. Diss erklärt, 1011111111 die ministeriellen Blätter gestern blos; behauytctct1,__d19 durcb die Zei- tungen von Bordeaux gemeldeten Cretgmoic von Qaraldmen

Personen, welche den Umfang Cataloniens, seine zahirxicize Be- völkerung kennen, die wissen, daß es sieben feste Plätze Und cm

General Llander und die Municipai-Bebördcn dcr vorzüglich-

Der Constitutionnel enthält einen Artikel über “die Spanischen Angelegenheiten, worin es unter Lindereni heißt:

Pormgal in dem Spanischen Hof-Kalendcr wird, 11.361in wir & orcu- Es scbcint uns den wir thun, Um die Königin zur Entlassung des Herrn Zea zU veranlassen, England kommt es dagegen

IiefisMn Angelegenheiten zu beendigxn, wrlche sicl)_ so_nsi zu “ver- eWigen drohen. Die eine Frage löicn, ist das einzige Miiicl,

die andere zu entwirren. - Noch eine Frage bleibt übrig,___die Wir aber nicht 11 erörtern gedenken; nämlich, dre Franzdmche

Intervention.

ir können nicht einmal glauben, daß man sich

in unserem „Kabinetts je ernstlich mit_ der Frage beschäftigt habe, ob man eine Armee nach Spanien jetidm solle, um ein unpo-

puiaires Ministerium zu untersiüßen undzeine richtige Mitte .

einzuführen, die bald rechts auf die Kakiisten, bald links auf die Constitutionnellcn schlagxn müsse. „?Sojlce einst die Kd- nigin, auf die constitutionnelte Partei *stüßt, den Beistand Frankreichs in Anspruch nehmen) um dcY Karliftischcn Umtrie- b'en ein Ende zu machen, dann, aber auch nur dann, könnte Frankreich einer befreundeten Nation sein Geld und den Muti) seiner Soldaten leihen. Aber dann würde sie dessen auch nicht bedürfen.“

Der General Vigo Wird sich in einigen Tagen von hier nach London und von dort nach Madrid begeben. I)ian ver- s1chert, daß er mit einer besondern Missicrn der Königin in „Be- treff einer neuen Anleihe beauftragt sei).

Aus Ankona schreibt man vom 5,3101 : „Die ;ieferung der Lebensinittel für die Französischen Truppen ist von Neuem aiif ein Jahr zugeschlagen worden. Mit jedem Augenblick wird die Gabarre „le Finisierre“ mit C'rsaiz-Man11schast erwartet.“

Nicht bloß in dcr Vendée, sondern'aucl) im Departement dcr Gironde find Presser bei den Einwohnern eingelegt worden, um durch diese ZwangszJJTaßregel die ?.Rck'kehr der flüchtig ge- wordenen Konskribirten zu bewirken. Das legitimiftische Jour- nal de la Guienne fragt, wie weit man diese geseßwidrigeu und gewaltsamen Schritte nocs) treiben Wolle, und meinr, Herr Vienncc habe sehr Unrecht gehabt, wenn er behauptet, daß die Gesehlichkeit das Land tddte.

Die durch den Tclegraphen dem *))karine-Minisrer ziigegan- gene Nachricht von dem Untergangs des Schiffes „le Superbe“ scheint die Regierung in dem Entschlusse bestärkt zu haben, das Geschwader aus den Gewässern des Archipelagns nach Toulon zurückzurufen.

"Lins Toulon schreibt man vom 12cm d.: „In der Nachc vom 8ren d, isi ein Schiff mit Mann und Maus an dem Vdr- gebirge la Garoupe bei Antibes zu Grunde gegangen. Dieics Schiff schluq in der Nähe der Küste um, man erblickt jelzynur noch einen heil dcr Trümmer des Rumpfes. “2111 der_Küsre hat man 6 Leichen gefunden. Es steht zu vcrmuthcn, da[; diese Unglücklichen durch Schwimmen das Ufer erreichen wollten, und durch die Gewalt der Wellen gegen die Félsen geschleuderx wur- den. Allem Vermuthen nach ist das Schiff em Spaniiches.“

Bei Cherbourg hat in der Nacht vom 14ten zum 15ten d. der Dreimasker „Gustav“ Schiffbruch aelitten.

Alle Nachrichten von unsern Seekis'ien stimmen darin über- ciii, daß ein so anhaltendes schiechces “nd stürmisches Weiter, wie nun seit beinahe zwei OJDonaten ununterbrochen herricht, ganz ohne Beispiel sei), _

Vorgestern Abend wäre beinahe das Theatre frangais ein Raub der Flammen geworden. In einem Korridor, wo alte Coulissen aufgehäuft liegen, war, man weiß noch nicht auf w_elche Art, Feuer auSgekommen, und ein Theil derselben stand !chon in [)eUen Flammen, als glücklicherweise ein Arbeiter hinzu kam, der sogleich Lärm machte. Schnelle Hülfe verhinderte das wei- tere Umsichgreifen der Flamme, und wendete eine drohende Gefahr ab. Es isi ein gerichtliches Verfahren eingeleitet wor- den, um die Veranlassung des Feuers, welches man für ange- lcgc hält, zu ermitteln.

Großbritanien und Irland.

London,18.Zanuar. Nachdem Graf Görcy vorgestern Nachmittags bei Sr. Majestät in Brighton Audienz gehabt hatte, wurde er nebst dem Kriegs-Secretair Herrn Cliice Abends zur Königlichen Tafel gezogen. Gestern kehrten Beide Wieder nach London zurück.

Der Herzog von Wellington hat das Anerbieten der Oxfor- der Universität, ihn als Kandidaten für das Amt eines Kanz- lers derselben aufzustellen, angenommen, und diejenigen Mitglie- der dieser Universität, welche für die Erwählung Sr. Herrlich- keit stimmen, werden sick) heute im Britischen Kaffeehauie ver- sammcln. _

Der Spanische Gesandte, Ritter von Vial, der Marqms von Sligo und Lord Howard de Walden hatten gestern Unter- redunqen mit Lord Palmerstdn im auswärtigen Amte.

Die Lords des Schakz-Amtcs haben in Bezug auf die An- wendung der Parlaments-Akte, wodurch _der Regierung 20,000 Pfund zur Untersiüßung der Privat-Subicripttonen für die Er- richtung von Armen-Schulen bewilligt wurden, folgende Vor- schriften erlassen: 1) Diese Summe soll nur zum Bau neuer Schul Gebäude, wovon jedoch die Wohnungen für die Schullehrer ausgefchlossen find, verwandcwerden. 2) Es sollnie eher ein Theil dieserSumme zu einem solchenZweck angewendet werden, bis nicht ir-enigyiens' die Hälfte der für den Bau veranschlagten Kosten durch Privat-Beiträge eingegangen ist. 3) Erst sollcn_diese letzteren cinkassirt und verauSgabc werden, che eine Anwciiung von _Gel- dern aus den öffentlichen Fonds erfolgen darf. 4) 211111) iollen nicht eher dergleichen Gelder bewilligt werden, bis die Na- tional ; Gesellschaft oder der Britische und ausländische SchUl-Verein einen Bericht abgescattet, aus _dem_ sich er- giebt, daß der Fall wirklich der Aufmerkiamkett werrh ist, und daß man Grund hat, auf die Erhaltung der Schuld zu rechnen. 5) Diejenigen, denen ein solches Geirß be- willigt wird, sollen sich vcrpfiichten, zu jeder Zeit, wenn die Re- gierung es fordert, über den Zustand ihrer Schuie und iiber die Zahl der darin unterrichteten Schüler Rechemehafc abzulegen. 6) Bei Berücksichtigung der Gesuche soll immer den größeren Städten der Vorzug gegeben werden, in denen die Errichtung von Schulen am nöthigsten isi. _

Ein Zriändisches Blatt, das Connaught Journal, will ans guter Quelle erfahren haben, daß die Englische Regierung entschlossen sey, in der nächsten Parlaments-Sesfion eine Bill einzubringen, wodurch die Jrländiichen Kirchsdieie ermächtigt werden würden , zur Unterhaltung_ der _Armen_ eme Steuer auf das Eigenthum zu legen, und da[; dieie Maßregel in_ den De- tails mit der von dem Zrländer, 1)--. Doyle, vorgejchlagenen

,

übereinstimmen werde. Das Dublin Register aber hält dies“ Gerücht für unwahrscheinlich, weil die von der Regierung in jener Hinsicht eingeleitete Untersuchung noch nicht beendigt sey.

Die Englische National-Armee zählt mit Einschluß der Gar- den: 10 schwere Kavallerie-Negimenter, 1.6 leichte Kavallerie-ch gimeuter, 102 Jnfanterir-Neqimentcr, zusannnrn 106 Bataillone, 1Riffle-Brigade zu 2 Liöataillonc. -«- Davon yiehcn außer E11; ropa 4 Dragoner-chimcntcr Und ."16 Bataillonr, an )';e r Eng,- 1and 16 Baraillone, leihen also zu Besatzung der vrrriuigrcn Königreiche 36 Bataillone und 22 Kavallerie-Regimentcr.

Unter den an der gestrigen Börse verbreiteten Gerüchten befand sich _aueh das (bereits erwähnte) 11011 111191“ nahe bevor; stehenden ?ibdankung drs “))?miüeriums odrr ciiligck Mitglieder dcffelben, worunter besonders Lord Ojrcw genannt wurdr. Doci)

qewann dies Gerücht nur wenig Glauben, und daß der vcrmeint-

liche Wechsel darauf abzieirn sollte, den'. Kabinet cinen 1112111" kom*ervativrn Charakter zu geben, wurde noch weniger .icglaiibr. Die Gcschäfte in Consols Waren 'Zlnfangd schr sau, Und die Fonds fielen rtwas im *Prcijr, hoben 1101 111100) gegen den Schluß der Börse wieder. „In dem Ciando der aitNrärtigcn Fonds“ ging keine Veränderung vor.

„In Bezug auf das oben i'l'il'älUll-Z Grriicdc von rinrm Mi; nisterwechsel bemerkt die Times: „Jar allen Theilen der Stadt wurde gestern früh das Gerücht verbreitet, das; das *))?inisterium ÜTZ) aufgelöst und das; Ldrd Grey irdenfallö «mf sein “Zimt verzichtet habe, und es fand, wie aus dcrAngabc unseres Börsrn-Brrichrcs hervorgeht, an einem Ort Glauben, Wo man besser hätte unkor- richtet seyn sollen, in dem geheimnißvoilcn Divan nämlich, dcn man das Bank-Zimmer nennt, Dieses Gerücht wurdr, wie es mit solchen Gerüchten gewöhnlich der Fall ist, von den Kvnsrr- vativen mit einer wunderbarer: Leicl)tqiäubigkcit aufgenommxn. Die Tories glauben an alics Unglaubliche. .Wir wollen 11ichc behauyteu, daß es“ nicht Gegenstände zu erörtern gegeben, Wor- über verschiedene Minister verschiedener Meinung seyn können; wir Wollen nicht behaupten, das; dem Kabinct nicht noch mehrere Punkte zur Entscheidung vorliegen, über die man schwer einig werden dürfte; aber wir können sagen, daß es keinem Verein von Männern möglich isi, die ihnen vorgelegten Angelegenhciccn mic soicher „Bereitwilligkeic, solchem gegenseitigen Vertrauen, solcher Mäßigung zu erörtern, und daß sich nicht ein Einziger darunter befindet, der den Wunsch hegte, sich von den übrigen 11 trennen, weil etwa seine Ansichten mit der allgemeinen “Politik der Verwaltung unverträglich wä-

ren. Diese Einheit in Zweck“ und Gesinnung wird ihnen im-

Parlament große Stärke verleihen, und wir diirfen hoffen, daß sie aus eben dieser „Quelle der Macht den Muti) schöpfen wer- den, alle jene Vortheile für das Volk zu erlangen, die man mir Recht von einem reformirten Parlament zu erwarten hat, an dessen Spiße ein Reform-Ministerium und ein Refortn-Sduve; rain steht. Die Augen der Nation sind auf das Kabinet gr- richtet; England erwartet, daß es seine Pflicht thun wird. “Sein “Motto sey: Thue recht und scheue Niemand.“

Eben dieses Blatt äußert sich folgendermaßen Über die Re; sultate, die eine Auflösung der Union zwischen England und Jr,- [and herbeiführen würde: „Niemand wiirde bei der Auflösung der Union gewinnen, außer O'Connell und einige seiner hungriqcn Spießgesellen. Würde aber wohl dadUrcl) das Geschrei iiach mehr Kartoffeln oder nach niedrigen Zinsen binnen 6 Monaten, ja binnen einem Jahre gestillt werden? Wo nicht, was wird dann geschehen? Da Trägheit und Noth die qro- ßen Uebel des Landes sind und man“ die Aufhebung -*der Union als ein speciftsches Mittel gegen beide ansieht, dicse tiefen Wunden aber nicht durch eine einzige Manipulation der Legislatur geheilt werden können, so ist es klar, daß zu den Qualen des Elendes noch das bittere Gefühl der Täuschung hin- zukommen würde, und es läßt sich denken, wozu dies unter einer Menge hilzigcr und rachsüchtiger Barbaren führen müßte, Wenn sie die Macht der Großbritanischen Regierung, von der sie bis jeßt in Furcht gehalten wurden, nicht mehr bändigte. O'Connell, der dann jene Souverainetät besiizen würde, um derentwillen die Auf- lösung der Union so großen Reiz für ihn hat,ivürde sick) sogleich in einen Freund der Ordnung, einen Legitimen, eincn Vertheidiqer des monarchischen Prinzips, einen Feind des Pöbels, cinen Konscr: vativen verwandeln. Das könnten aber die Legionen seiner ?in- hänger nicht, die sich durch seine Betrügerei und Falschheit ver; leiten ließen, zu der Fahne der geträumten Los'rcißung von Großbritanien zu schwören. Sie würden um Sold, 1111: Ar- beit, um Kartoffeln, Schweine und all' das andere Zeug, das zum Glück eines Irländers- unter einem College-Gren-Paria- ment gehört, rebelliren. Und wer würde sie im Zaumc halten“? O'Connell kann _überzeugt seyn, daß die Geistlichkeit nici)r auf seiner Seite 19011 würde; sie kennt ihr „Interesse viel zu gut, um sich mit ihm zu verbinden. Ein unruhiger und armsekiqcr Zustand würde der Geistlichkeit, die von dem lebt, was die Be- vdlkerung ihr zu geben vermag, nimmer fronmicn. Was das Landvolk betrifft, so würde das" natürlick) zu den Aufrährcrn ge- hören. „Wohin wollte sich dann aber der zictcrnde Rcvolntion- nair um Hülfe wenden, wo eine erhaltende Macht finden? Bei den Jrländischen Protestanten, die allein die Mittel und Kenn- zeichen einer solchen Macht besitzezi'z Seit Jahrhunderten wa- ren fie gewohnt, sich als die _Be!ch§10cl' von Gésrrz und Eiqen- thum in Irland anzuse'hen._ Sie haben das Gesc'iz «cl)ntidbabc und sich des Eigenrhums erfreue; ihr Cimiuß [zar abcr abgenom- men, weil England in neuerer Zeit im Stande war, sich ohne sie zu behelfen. In dem ?_[ugenblick' jedoch, wo die Trennung der beiden Lärider_giisge1_1)rocl)en, dic Maxin Großbrjranjcns zurück'gezogen und 11.111 Amehen nicht mehr gefürchtct und aner- kannt würde, würdeiz die ungit'ickiicbcn, halbvcrbmmertcn und ungeduldigen_ Zrländixchen Volksmaffen eincn verzweifelten Krim gegen jede Art von_Tigenthum beginnen; die äraxirn ".'l'uftrittr von 17981vürdrn 'ich auf der ganzen Insel wiédrrlwlcn, und ihr Zweckwürde ein zehnmal furchtbarercr seyn, Gegen einen solchen wahnsinnigen Sklaven-Krieg gäbe es dann keinen andern Schurz, als

von Seiten der Eigenthums-Besikzer, deren Zahl zu der ihres

«*...-.___.» .-.*..« ..,-„.* .. ,