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oder nicht. Viele thaten dieses auch, und erhielten Alle eine vrrneinende Antwort. Herr Sheil, der bekannte Advokat, that dieses nicht, somrrn suchte in einem langen Briefe, den er in dic Zcitungcn einri'nken ließ, zu beweisen, daß er der Mann 111117: semi könne. Aber eben darum hatten ihn Viele in Bcr- dacht, und nach dem bckannrcn Charakter O"Conn€lls schließend, VN'NUUÖM Vicic, diescr Demagoge habe nur desWeqen so vielen Eifer _aczciqt, „dic Vrrrätbcr“, wie er sich auSdri'ickt, ans Licht zu 1911911, um seinen kräftigsien *Mitbrwerber urn die Volks“- ;«xiiny fiir immer zu stürzen. Dem sen aber, war ibm wolle; O'Connell brachte dir Sache gieict) 3111' Sprache, und nach Die- lcm „Him uxid Herreden erklärte Lord Althorp, das; er es von 3112191" Quelle habe, daß mehrere ONirglieder sich so ausgedrückt, irie Hr. Hill es angegeben, daß er bereit sei), es einem jeden zu sagen, ob sr mit (181111111115 wordsn oder nicht, dcmisniqen aber, 11011 drm er die *))Iitti)ci111n_.7 *.*rimircn, niclit nennen wiirde. OConn-sii und mehrere andere erhielten Verneincnde "Lintwortrn, aber drm 33111. Skier: erklärte der Lord, das; Er cmrr dcr grimnmcn sei). Da 111111 „Dr. S. bci 0501111111» aiicin, was ionic drm DITrnickwn heilig iii“- seins UtU-ÖUW 11c7Z)-.*1.'.-.-1'ic, i.;i'ld von: Lord “Ii. É5i'121iqu)iiunq dcr- iqiizxrc, so sriz-[itce sici» 1»,xe Haus ins *))Titccl, und dci-ar Hirrcn Wi-WM drr „Saft Frs“ Han'i-s iiiicrxxcbrti, bis iir vrrspracbcxx, idrc S*arizx dem Hanse ziir Enrichchchckxnzz zii iik-criasi'en. Auch :):11 O"“Tontieil bereits angekündigt, das; cr näciyiirn Monkag auf eine strenae Untersuchung antragcn werde. Der ?iufri'ic: war 9511301; und manche Kammern dürstcn fiel) an dcr Art und Weise ein Beispiel nehmen, wie, fiir den Augenblick“ ivemgstens, ein so Scdrohlicher Streit gcschiichtct worden. Das Parlament (:.,kÜUÖL'k sein Verfahren bei solchen Gelegenheiten besonders dar- auf, daß, wenn brleidiqte Mitglieder sich durex) Zweikämpfe EZciiuqthuunq zu verschaffen pfiegten, die Freiheit der Debatten aiif eine gefährliche Weise beeinträchtigt wsrdcn würde.
Niedrxldnda.
Lins dcm Haag, 9. Febr. AusVlicssingen wird ge- meldet, daß die im dortigen Dock liegenden Kriegsschiffe zU “Ende dieses Monats- dcniciben verlassen wcrden, wonäcizsc au dcm Dock irébst einige Ausbcffcrungen vorgenommen; werden sollen. Das Kauffadrtri:ScickiF „SA)imm-sipennins“ wird in Viwi'singen Trup-„ prn eimnchmcai, um dirsclbrn naci) Java [“ihr-rzufübren.
2011 :Die]? d. I)?„ aii? an drm Iahrrstaae der That van Spcvks, iii einem der f:“mf auf iviindrrbarc Weise von dem Ka- rtierboote Nr. 2 _qcrcttcicn ?Icairoicn, dcr [iii) ;1131 in Viiessingcn befindet, im Namen des.iToiic;.3iUiUs „Seenmnns-Hoffmmg“ ein Eeschcni vcmdrcichr worden.
B c i 551“ € 31.
Briiiiri, 10. Febr. .?le „ZKLTIML, Bürgermciyicr voii ?xxittiri), iii i).*1'.*.' h;“.aér amztxk..7-,;1iien. Man zilaiiiir, daß er ein? Audienz [*.*-1 dem KWL,» imchschchcn “.Verdr, um einen qriindiixizcn Bericdi iibcr dic Streitigkeikcn im Betreff der Liirriciicr Muni- cipal-Wablcn abzuscaxtsn. _
Diirci) einc Verordnumq des I)iiniiicrs drs ;“;nnrrn 10 der Dokrdr Lombard zum Präsicrnrcn der Mrdizinai-Kvinmission Ms „i!.dnigrciciws ernannt worden.
D & n e m ck 1“ 1“.
Koprnbag en, 8. “Febr. „Dic Jahres.:Rcchnmig der Na- Uondi Bank vom August 18.32 bis 12535 ist mitder O.Uittung der Rrpräirntamen durch den DrUck bekannt Zeinacixt. Aus dersel- 33-31: 111» Orin angehängten Status der Bani“ vom 31. Juli 1833 e*rsirht 11mm, dai“; von dcn 181.3 circuiircnden Ripräsentativcn zurn Bciaufe von .18,83-1,350 Röthlr. 87 131. bcrcirs die Summe von 311524417 Rbrhlr. 94 17:1. eingezogen ist, und dai“; also nur 17,21 1,0113“ :)Tbthlr. 89 [Zi. an Bankzrtiein und Zinsen in Circu- lation sind. Das Kapital der Bank besteht aus 4,430,519 Rbrhir. 46 ßl, und die ficherndeBankhafc beträyit 26,809,001 Rbthlr. 14 151".
Herr Franz Anton EverlOf, erster Expeditions-Secretair der Schwedischen Kanzlei, ist als Königl. Schwedisch:Norwcgi- i'cl)er Gcnerai-Konsul in Kopenhagen anerkannt. --* Dcr Däni- sche General-Konsnl in Schweden, welcher bisher in Gothen- burg wohnte, wird künftig seinen "Aufenthalt in Stockholm da- bc'n, und fiir Gothenbiirg wird ein eigenes Königl. Dänisches Ko'nsiilat errichtet werden.
In den leßten Stürmen ist die Landzunge am weiilichen Liimfxord noch mehr durchbrochen und der Hügel, auf dem die Kirche von Agger steht, von den Wellen so untergraben, daß die Kirche abgebrochen werden muß, wozU auch schon vom Amte der Befehl gegeben ist.
Polen.“
Warschau, 11. Februar. Vorgestern, als am „5611911 Ge- burtstage Sr. Kaiserl. Hoheit des Großfürsten Michael, fand in der hiesigen Kathedrale und in der Schloß-Kapelle fcicriicher Gottesdienst iiatt. Darauf nahm der Fürst Statthalter in den Zimmern des Schlosses" die Glückwünsckw d-er Behörden und des Miiitairs entgegen. ?ibends war die Stadt erleuchtet.
In diesen Tagen kehrte der Großmeister „des Hofes Sr. “?Najesräc des Kaisers, Senator und JJTitglied des König!. Pol- nischen Staats-Raths, Fürst Maximilian Jablonowski, nach Tanger Abwesenheit aus" Rußland hierher zurück".
Die “Stadt Kalisch hat durch Ueberschwemmuna sebr gelit- ten; der kleine“ Fluß Profinet trat zu zwei verschiedenen Malen so weit Über seine Ufer, daß mehrere Straßen ganz unter Was,- ser gefalzt wurden. Die Einwohner, besonders die der Voi'iiadt, babén dadurch großen Schaden gehabt. Der schöne „Park bei der Stadt wurde durch einen Sturmwind fast ganz zerstört; iiber die Hälfte der Bäume smd entwurzelt. '
Schweiz.
Lausanne, 5. Febr. Die Waadtländische Regierung hat Unterm Lern d. M. folgendes Umiaufichreiben an die Schulthcißen Und städtischen Behörden des „Kantons erlassen: „Der Auftrag der zu den Waffen berufenen Biirger-Soldacen hat nur die Ruhe und öffentliche Ordnung zum Irel. Die 1111 Ka111011 Bern be- findlich gewesenen Poxniiciicn Flucl)tiit1ge,_so, MZ andere von dcrsclmdcnen Nationen, Haben sch) gleiehzeitig im_.5“iantonthadc versamnicic, in der Absicht, eine Invasion tn dre Sardmißhen Staaten zu unternehmen. Die Behörde, beauftragt, uber die i»«ich9ri)*:i“t des Kantons zu wochen, und durchdriingen'pon den Pflichten, die ihr durch das Völkcr-Ricis, durch die zwaehen be- kmchbarten Scaatcn bestehender: Verhaltnisse und durch das der Schweiz garantirte Netitralitäzcs-„Svsism, an dessen Aufruhr- erhalmna nach allen Seiten hin ihr '19_srhr gelegen seyn muß, Mfexlgqc' smd, konnte, „als _sie von _dcei-en Plänen, unterrichtet “wurdy', nichc qeskatwn, da!; das GLP“ ,etnes eidgenössischen Staates zum ?lus'ga-nqs-Punkt für feindliche Unternehmungen «9.er cine» benachbarten Staat gemacht wurde, -- Dcr Staats- R'ati) mitszte also Maßregeln ergreifen, um sich den Plänen der Polnischen und anliänischen Flüchtlinge zu wedersekzen. Er
* Beweggründe ,
'noci) in Schweizer Blättern: ; “))ketropolitan-Verband, welche unter den auf der Badener Kon- ; ferenz zu behandelnden Gegenständen bei weitem der wichtigste
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wollte fich Anfangs auf gütliche Mittel beschränken , und die Herren Schultheißen am Ufer des Genfer Sees wurden beauftragt, die in ihren Be irken befindlichen Polen aufzufordern, sich nach der Nord-Gränze in zurückzuziehen. Aber das Beneh- men der Flüchtlinge zeigte sehr bald, daß das Mittel der Ueber- redung“nicl)t hinreichen werde, um sie zur'Ver ichtlciskung auf ihr Unternehmen zu bewegen. Mehrere von iJnen hielten ihr Versprechen nicht, obgleich sie auf ihr Ehrenworc versichert hat- ten, daß sie die Straße nack) dem Kanton Bern wieder einschla- gen wollten, und suchten sick) auf alle mögliche Weise der Wachsamkeit der Behörde zu entziehen. -« Nur war die Nothwendigkeie unverkennbar, daß man die bewaff- nere ONachc zu Hülfe nehmen und die Fiüchtlinge, die man zur Umkehr nöthigen wolle, eskortiren lassen müsse; aber diese Fremdlinge hatten so viel Zeit gehabx, sich längs des Sees zu zerskreuen und Zu verbsrgen; die Bemühungen der Be- hörden nmßxen also vorziglich darauf gerichtet seyn, sie an der Einschiffung nach dem Savoyischen Ufer hin zu verhindern. Dies war der HauchrUnd, weshalb in den an den See gräu- zenden Bezirken Truppen in Beweaung gesckzt wurden, wozu die Herren Schultheißen am 27.3411» für den Nothfall Autorisation crHieitcn, urn den (Hendarmcrie-Dienst zu unterstützen, während sie ipärer, nämlich am 507101, den aus*drücklichen Befehl dazu erhielten. Um diesen militairisckwn Maßregeln mehr Zusammenhang und Wirksamkeit zii verleihen, wurde. die obere Leitung derselben fiir dic Bezirke von Morges, Rolle und Nyon einem einzigen Chef anvertraut. Dieser Chef iii Herr Gély, Kommandant des Be- zirks von Lausanne. «- Aber ungeachtet der getroffenen Vorkeh- rungcn aelang es einer großen Anzahl von Flüchtlingen, in die Stadt Nyon und deren Umgegend zu kommen, wo sie sci) ver- borgen hielten. Und am 1. Februar gegen 4 Uhr Morgens ver- sammelten sie sich, ohne daß man ihre Pläne hatte vorhersehen können , ungefähr 150 an der Zahl, vollständig bewaff- net und mit Munition versehen, im Hafen und bemächtigten sich eines mit Brettern bcladcnenFahrzeuges, dessen Ladung sie ohne weiteres ins Wasser warfen. *- Auf die erste Nachricht von diesem Ereignis; wurden die Wacht-Truppen von Nyon zu- sammengezogen; da die Polen aber sehr rasch zu Werke gingen, so war es nicht möglich, eine hinreichende Zahl von Mannschaf- ten zusammenzubritmen, um sich ihrer Einschiffung und Abfahrt zu wtdcrseßen; der Herr Kommandant mußte sich darauf beschrän- ken, eine Aufforderung an die Polen zu richten, dcr fie aber nicht gehorchrcn, und das Fahrzeug gewann augenblicklich das Weite.
' - Unter solchen Umständen kann_es 'der Kanton Waadt, welches - Mitleid man auch dem Unalücke 1chuldig ]cyn mag, Fremdlingen
nicht gestatten, sich mit Waffen-Gcwalt auf seinem Grund und Boden fciizuscfzcn. Dic erste Bedingung, wclche diejenigen cr- fiiilcn nuiffen, die auf GiiFTfrcundsclmfc Anspruch machen, ist die iiiccrwers'img unser die in dem Lande herrschenden Gesckze und untcr dic Befei)ir der Behörde. Diese den Bürgern auferlegte Vcrpüicdruug liegt eben so auch Ausländern ob. - Dcr Staats- Racl) Hat daher anbefohlen, so scimcii als möglich ein Bataillon Jusanierie und eine Compagnie Carabinieri: mobil zu machen. Diese Trupprn, so wie dirjenigcn, welche bereits auf den Beinen sind, sollen unter dem Kommando des Herrn Gé-ly stehen und die Beriimmung erhalten, die bewaffnete Rückkehr der Fremdlinge, für den Fall, daß sie“ aus einem Nachbarlande zurüikgedrängc werden, in Unseren Kanton zu verhindern, nöthigenfalls ihre augenblickliche Entwaffnung 511 bewxrkstelligen und sie nach den
„Ü zu bezeichnenden Punkten zu geleiten. «- Dies, meine Herren,
iii das" ganze Sachverhältniß der'C'reignisse, deren Schauplatz unser Kanton gewesen ist, und die AuSeinanderseßung der die zu den für die Erhaltung der Ruhe und Vollziehung der Gesetze getroffenen Maßregeln geführt haben. Der Scaacs-Ratk) bringt dies" zur Kenntniß der Orts“ „. Behörden, um sie zur Mitwirkung an den von ihm anbefohlenen Maßregeln aufzufordern. Es muß strenge Wachsamkeit geübt werden, um den ungesetziichen Aufenthalt je- des Fremden, der mit keinem Paß versehen ist, zu verhindern; und die Munizipalitäten diirfen die den Gemeinden durch die Artikel 67, 68, 69 und 70 _des Gesetzes vom 28. Mai 1828 über das Domicil und den Aufenthalt der Fremden auferlegte Verantwortlicheit nicht aus den Augen verlieren. Diese Ver- antwortlichkeir wird ilmen hiermit förmlich wieder in Erinnerung gebracht, damit sie alle Vorsichts-Maßregeln treffen, die sie in ihrem eigenen „Interesse für nöchig erachten.“
'In Bezug auf die geistliche Konferenz in Baden liest man „Der Berathung über den
Zwar, wurden die beiden Sitzungen vom 20. und 21. Januar ““ gewidmet. ? einen Metropoliten u fordern, und den Antrag zur “Aufstellung
Alle Glieder waren über das Recht einig, von Rom eines solchen ihren “ tänden zu empfehlen. Sie sahen es“ als Verleßung dcr Kirchen-Gesetze selbst an, daß die Schweizerischen Bisrhümer dem Römischen Stuhls unmittelbar unterworfen sind. Reifiici) ward auch die Frage erörtert, ob ein Schweize- rischer Metropolit aufgestellt oder aber der erzbisthümliche Ver- band in einem auswärtigen Staate gesucht werden solle. Die
:Versammlung entschied sich für ersteres, um dem Grundsaße der Nationalität nichts zu vergeben, ,- Bastl
und da das Bisthum aus verschiedenen Gründen am besten zum Erzbis- thum sic!) eignet, so fiel die Auswahl auf dieses, dem sonaci) die iibrigen Schweizerischen Bisthümer einzuverleibcn seyn würden. Die Anschließung an ein auswärtiges Erzbis-
J thum soil bloß auf den Fall vorbehalten seyn, wenn tm Innern ?der Schweiz das Gesuchte nicht gefunden werden würde. ----
An den folgenden vier Tagen, vom 22. bis 25. Januar, wur-
Ü den folgende Punkte zur Erörterung vorgelegt: die Verhältniss
der Nuntiatur; die Abhaltung der Synoden, Aufrechthaltung
der bischöflichen Juris'di'ction; Verfügungen Über das landesherr- . liche Placet; Vollziehung von Urtheilen kirchlicher Obern; die
Matrimonial-Fragen mir Einschluß der gemischten Eben; das Aufsichts-Recht über die Seminar-Anstalcen und die Prüfung der angehenden Geistlichen; die Eides-Leistung der Geist; lichkeit; Maßnahmen gegen Uebertragung von Patronat- Rechten an kirchliche Behörden; ebenfalls gegen Schmä- lerung der Rechte des Staats in Besetzung der Lehrstellen; Verhältnisse der chular-Orden, namentlich Unterstellung der,- selben unter die bischöfliche Gewalt; Reduction der Feiertage und Beschränkung des Fasien-Gebotes. Mit Umsicht erörterte die Konferenz alle diese Gegenstände, über Welche sofort dann angemessene Anträge an die participirenden Stände vorberei- tet wurden, so oft die Konferenz Grund und Bedürfniß vor- handen sah. Unter die erheblichem Verfügungen, die durch das Konferenz-Protokoll angetragen iverden, gehören: die Ein- führung der Synoden unter Aufsicht der Staats-Behdrden, die Beschükzung der Bischöfe in ihren oberhirtlichen Befugsanxn, die Ausübung des Piacets nach gleichen Regeln, namentlich die Anwendung deffeiben nicht nur auf allgemeine Verord-
nungen u. dgl., sondern auch auf besck)werende Verfüqu
jeder Art gegen Individuen und Corporationcn, und die BY pfiichtung der Geistlichen, was immer im Widersprmh M*“ diesen Vorschriften ihnen zukämc, dcr StaakS-Bchörde'anlxk eigen; die Ermäßigung der DlSPMS-(ledrl': dic LJrivähx-?.j: klang der gemischten Ehen; Prüfimq sowobi dcr in "di:: Seni; narien Aufzunehmcnden, als der Gcißlichcn vor ihrer “Finde:? lung; Erklärung der Unzulässiakeic von Librrecunq der Coi- lacur-Rechte an kirchliche Behörden; die Ausdehnimq drr bi,- schöfiichen Errichrsbnrkeit iiber die Kldstxr, io dax"; ihr 111111111? telbares Vorhälrniß zu Rom aufhört; JLijiékiUscbäflsli-IL)? Ver- wendung fiir bedeutende und glikici1föx'ikich Mrductioxx déi" Fcich tage oder Verlegung derselben aiif Sonntage. -- "Lim *!*-*“. Jan, hielt die „Konferenz n'vci) einc Schlußsilzunq ziir Verciniaung ik): rer Entwürfe, und löste sich am gletchen Tage aiif.“ * *
Italien.
DeUtschc Blätter melden von der Italxänischen Gränze vom 3. Februar: „Dcr 5111113101)? BUND umu: Dim Namen (Zle/illß 314411» giebt neuerdings wxrdcr 10107110 „21111119 von seiner furchtbarenEri11cnz. Neben der iwnlicixcn &Ji'Ok-iäini-z des Polizci-Direktors in Parma, hac sich dcrielde in ivcniqcij Tagen eines ztvriren QJTeuäyelinordes, an einem ais Odersrcn'm K. K*. Oefirrreichischen *))?ilirair-Dicnstrn siedenden gidormn Italiäner, Namens Casiigliom, schuldig gcmacivr.“
S p a n i e 11.
In einem von der Times mitg-xthciitcn Privat-Brirfc ay; JNadrid vom 'Z'Lsten (“dem zivciccn 'der im arxiriqcn Biaiie der Staats-Zeitung unter Spanien erwähnten Sclircibrn) lim? man unter Anderem: „Sollte man Burgos aus dem Kadiiiit vir- drängen, so würde wahrscheinlicd Las “Liniariijds, weiin «ck nicht ein förmliches€021tglied, doch das Wil'kii-HZW .Haiiyk drffcihxn werden. Ohne Zweifel haben Marrinrz ds la, Tiiyi'a Und die an- deren neuen OJTiniyier ihre Ernennung scincm Einfiuz'i 1111.77; danken, und so lange sic es sich gefallen [assim WOL'OCR, 217.1": Z.;, struccionen von dem eigentlichen Ciyrf des T;'Tr&c111*i;i)as'is«Raxiis zu empfangen, ist [“eine Gefahr einer Koiliswn zwischen dicscin unabsckzbaren Körper und der vorancworciicbcn Vrrwairixiiq vdr; handen. Die Königin. Regentin, ais wollte ji? 'r-ir i'-x-1ci*rr1ciraii bewirkte Aussöhnung bekräftigen, sraxccte aii“; *))?orgrxi N:) 12, den Tag, naci) dem die neuen Ernennungen m der 33-31" Zririixm erschienen waren, dem Rcacnrschafxs-Raki) im dem S.1«i[ch Palaiics, wo er gewöhnl-ci) seine Sitzungen zii [3110912 Maxx, ziim crstcnmale cinen Besucl) ab. ZHW Majestät sdii xici) 1111: den OITicgliedcrn des Raths bci dicser ÖZQ'WIKUUCÜT soir." ixxsinii: tbig über die leizi'en Veränderungen brsprvci-cn Und “o.“:durm das beste Vernehmen im Sclwxic drffcidcn ixrrddmrvraiix [)abcn. ---- Es ist icizr so zéßaiiliä) klar, daß 0-1) die Kd, nigcn- Regentin dUl'U) das Ungeziäme Sciirriik-cn des Ge,- neral-Capitains von Zilc-Qasrilicn, Vicente Qiicsada, rar cin- schüchcrrn und zu etwas weit gebrndrn Ziiiiciiandmffcii i:»cwcqcn lassen. Er forderte im anmaßendjicii Ton icim' ciqxiic- Wieder,- eim'cizung in das Obcr-Komrmmro dcr .Könmiiclzrxi (3511100, :n- dem er so geiviffcrmaßen die Besciyiikxunq drr Prison Orr xim- gen Königin in seine Hände bckommen :rolirr, Rim 1113111111111, das; ihm dicses Begehren gewährt wordrn ici), und Sie iviffcn ja, wie gut es ihm gelang, in Verbindung mir sciiiem 110111 croizigcrcn Genossen, dem General-Capimin von Cataimmn, die Entlassung des Herrn Zea dUl'clUUsech", obgiciä') iir wahrschein- lich die Herren Las Amarillas mw *))Tarrincz de la Rom, wei:
“cl)er von beiden nun eigentlich Minister [mm 11100, WM io
wenig, wie Herrn Zea Bermudcz, geneigt smdcn möch- ten, sich von einem oder von allen ();-:ncrdi - C-Wktainen der Provinzen leiten zu lassen. „Der Ccntraiiiarions:(531111, wie er in der neuen von Burgos vorgenommcncn Görincw-C'in theilung des Kdnigreickis entwickelt isr, dat fick“, ald rm i:; 111-5111.- tiges Werkzeug in den Händcn dcs Madrider Kabinets irwie- sen, daß es, wenn auch dcr *))?inisccr des Innern morzmi ent- lassen würde, darin gewiß Kraft qrnua fände, um dem wider- ielzlichen (Geist der Provinzen dic Sranqr- zu i_ialrrn. Die neuen Minister werden aber wahrsäwtnliä» dic Einsxciii imbcn, reiflicher, als vielleicht manche ihrer Fchndr cs tima wiirden, in Erwägung zu ziehen, wir viel es iimcn mrizenkaim,1rcnnic cinen 93241111: von so energischem Cizarakter, ww Herrn Burixos, ilii Kabinec behalten. 'Mein nennt schon mehr ais cinen Kandidatin, der ihm nachfolgen dürfte; aber der Wiiiisci) des" Herrn Bingo» dem Werke, das er so aei"ci)eckc begonnen hac, am:;- das Siegel auszudrücken, hat seinen Stolz ivahricdemlirj) 111?» 11-531 vrriyinderi, sick) urückschrecken zu lassen und seine Abdaiikimx; einzureichen, »- eerr Zea zeigt sich jrßt viel öfter im Publikum, «is da ci" noc!) ONinister war. Man sieht ihn oft dcs 'IJTorchs im Prad und auf den anderen Spaziergängen, wo er durch iri'nc voizc 154-1- stalt sogleich auffällt, und sein offenes und sorgloses Benshiiirn scheint anzudeuten, daß er sich der "))-Kühen der Bkl'il'üill'iiL-J isb- gcrne überboben sieht.“ T Ü r k .; i.
Konstantinopel, 7. Januar, (Englische B(ätter.“ In Folge eines Beschlusses des Diwans, der den Borscimfrcri Frankreichs, Englands und Rußlands vorziclcqr worden, und Oki rcn Beifall erhalten hat, ri'isrrc der KapitdatpPascha cini- kleinc Abtheilung der Flotte aus, die nach dem End? des Ramasans (gegen Ende Februars) nacli Samos aßsegcln wird. Vor weni- gen Tagen wurde eine Proclamation des Sultans dorthin 96 sandt, welche die Einwohner auffordert, den von dcr Pforte ernannten Statthalter anzunehmen, und sie ermahnt, niclithrÖ längeren Ungehorsam das Unglück Über ihre Häupter herbeizu-
ziehen , das unvermeidliii) mic Anwenditng dar Görwaic eintreten müsse; Es wird Amnesiir für frühere Lichi tretungen zugemgt , und jedem , der das Land vci'iani'"
will, die Freiheit zugestanden, Über sein Ciqcnthum zU verfügen und sich, wo er will, hinzubegeden. » Osman NU- reddin erhält täglich neue Beweise von der Zitst'icdcnhcit dis Sultans darüber, daß er I)ichmed-Alis Dienst vcridsscn bik- Es ist ihm ein glänzender Palast elegant möiiiirt gcqcbrn, U"?
? eine beträchtliche Summe auf Befehl Sr. Hoheit _qcsckzcnic wor-
den. Die verschiedener) Türkischen Minister bab'cn Friis zur Feier der Rückkehr dicies verlorenen Sohnes gegeben, Citi? Zeitlang hatte nicht ausgemittelt werden können, was iini zu ié'k“
, nrm so unerwarteten Schritte bewogem habe; jetzt ist es aber chi];-
daß die Depeschen, wclche "))?rhmed-Ali an ihn gesandt, und worin derselbe ihm befahl, mit dir Flotte track) Alexandrien zurückzukrbkm/ so schwereVorwürfe wegen seines Benehmens in Kandien enthalli" haben , daß er sich scheute, nac!) Aegypten zuriukzukchren, Und beschloß, seirie Zuflucht zum Hofe des Sultans zu nehmcy Mehrere vornehme Offiziere von dem Aegyptjsckxn Heerc'M Syrien haben denselben Schritt gethan. Ihren Angaben 3,“
folge ist die Unzufriedenheit unter den Offizieren so allgcmcmi
daß sie es alle thun würden, könnte es nur mit Sicherheit 1 i
- korrcjdoxidircndcn O)?irgliede in dcr
; jrd0ch dmxdaus ' Art zum Gegenstande des Verkehrs und
fi, geschehen. Verschiedene- die slch_ anschickien, zu entweichen, nd „on Ibrahim ergriffen und kriegsrechtltch zum Erschießen „,-Urcheilt worden. - Briefe aus „Bagdad melden, daß der via1“cha durch die Belagerung der Araber auf's äußerste gebracht F"- und, wenn er nicht in Monatsfrist Hülfe erhalte, capimlj-
ren MÜsse-
Inland.,
„Berlin, 15. Febr. Aus Nangjardt schreibt_ man un,- ter!" 10th d. M.: „Nachdem dchK'aiicrs vdn Rußland _Ma- „“ck den Vorstehern der hiesigen Schützen-Gclde emen silher- ] n Pokal, mit dem Allerhöchsrcn Namenszuge und dem Kai-
Zx-[jcizen Adler verziert, zustellen zu lassen gcruht, weil bei dem
Königssglscßcn [.;-0 18.32 der beste Schuß von dem Bürgermei-
ster Hartmann fiir Se. Kaiserliche Majestät geschah, wurde - «estern
dieses Allerhöchste Geschenk durch die Vorsteher der 'u dicicn1_Z-.;.3rcke versammelten Gilde feierlichsc Übergeben. Die
' Sch§chcn©511de zoq dai'aiif mir fliegenden Fahnen und init kiin- ; «„de-xn “'S-"PULS, Unter Vortragimq des Pokals, nach einem zur
. “,.-„*N- des “Tages irstilcl) geschmückten “Saale; dort wurde aus ' dcmscibcn von alli!) T))?itgliedcrn der Gilde auf das Wohi un- ' sri's ailvrrrhrcsn Königs und des Allerhöchsten Geschenkgebcrs
- «ctYUUkCL'n
Musik und Tanz besckÜoffen das Fest, dessen Erin-
j;erunZ iiiii'cr-xr Sxadk unvergeßlicl) bleiben wird.“ _
„. Dic Pareier Akademie der Wissenschaften hat in ihrer
ijzxmg vom Z.")srchv. M. den !)]: R. _.H. Zuliiis in Berlin,
Veßfaffcr mchrrrer Ochriften Über das Eesäiigmßwesen, zu ihrem Section der moraliicben
Wjffenschsten KRVÜHU. , ., _
_.. Dic Rheinischen Amtsvlärter enthaiten die nach- |chcnde Bciamrttyaclwng dcs“ Genirai-Prokkurators qm Appel- [acions-ÖOfe zu „Min: „ Es hat viel) seit einiger Zett der Fall bWfiq crei-Jnck, da[; Beamten, namentlich Notarien , erklärt ha- ['von-Kk)“ "Iimc unter der „Bedingung ntcdrrlcge'n zu wollen, das; dasselbe einem von thjiLn *hczeickmeien *qudrdaten Übertragen werde. „DOH Herrn Jiixriz-OJTcmsiers Creellenz erklart es unzuläiiig, cin dncnriickycs "Amt auf diese der Privac-Verfü- gung zii machen, auch ist dicser Grundsaß “bisher als Regel festgehalten worden, weshalb denn auch m der Zu-
“* kunft soiché bedingte Rcsianationen unbeachtet bleiben werden.
I
, Um allen weiteren fritchtiosen Versuchen bedingter Iiesignationeu ' Zu begegnen, urid die hieriiber vielleicht nock) bestehenden irrigen
[nschccn zu beieicigcn, bin_ ich ermächtigt, dieses zur allgemei- nen Kenntnis"; zu bringen. Köln, den 20. Januar 1834. „Der Generalerokuracor, (gez.) Ruppenthal.“
--- Ueber die Ucberscdtvcmmungen des Rheins wird 11a?!)- trägiiéi) 110ch)Folgendes aus D Ü sse [ d or f gemeldet: „Zn demKreise Krefeld wurden zwei Drittel der Gemeinde Linn unter Wasser «csczzc. In dem Krcisc Düffeidorf ist das Schiéksal der Bür- [icrnisisierer Kaiser'S1vci'tk) am meisten zU beklagen. “Das dem "Dorfe Trivium daicibsi benachbarte Ufer wurde in einer Längen- “Ausdchiiunq von etwa cinrr Stunde durch den Wcllenschlag ab- acspüit und zerrissen. Vier Häuser unbemittelter Einwoiénrr iind umtcrwühit und „habuen zur Veiéseßung bestimmt werden müffen. .Die Stadt Kaiierswcrrl) selbst, welche, in Folge der polnischen Veränderungen, gegen ihre früheren reichen Naß,- rungs-QUeUen den Zustand der Nothdürstigkeit eingérauscht hat, ist abermals von den “Finthen verderblicl) heimgesucht wor-
“ den, In kurzer Zeit hatte das Wasser eine *))?enge von Arbei- tern aus ihren Werkstätten vertrieben und bald zeigte sich ein J großer Nothsrand; nicht weniger ais 10.0 Xanxiiien oder 44-1 Per- ; sonen fedite es“ an Brod und Hrizunq. ,? dieser 1319011011010 die Beweise eines schönen Wovitjxäiiex-„krit-H: )* Sinnes. Zuvördcrsc suchte der Orts, und Armen-Voririmd dcm
Crirrurici) waren bei
augenblickiiölxen Bedürfnisse abzuhelfeii. Dann kamen cägiick)
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* ganze "zuhren mir Lebensinittein herbei, theils von dr" “Guts.
besitzern drr Umgcgrnd gesandt, thcils von den Pfarrern zusam- mengebracht. Es wurden von Einzelnen und von Vereinen Grid-Beitl'ägé zur Disposition der Behörden gestellt, 5, B. von den Israeliten in Düffeidorf 11 Rchir. 10 Sgr., von einer Knaben;Scl)iile in Ratingen 2 Ribi, von der (;pfündigen Fus;- bartrric Nr. „15 17 Rihlr. 17 Sgr. 1; Pf., welchen „Betrag sie freiwillig und in Anerkennung der in ihrer früheren (Garnison Kaiserswrrcl) gcnosscnen Gastfreundschaft zusammengelegt batten; größerer Summen nicht zu gedenken, wclchc von den Rcicheren dargebracht wurden. Eben so wurden in Düsseldorf zur Unter- iiükzung der nahe gelegenen Dörfer Hamm, Volmcrswerth und Flche, untcr eifriger Mitwirkung des Ober-Bürgermeisters, in Kurzem 800 Rihlr. bereit gestellt. «'-
-- Ueber die Temperatur in den Rhein-Gegenden schreibt man aus Trier unterm Iten “. M.: „Die regnerisckic und siürmische Witterung, mit welcher das versioffenc Jahr zu Ende Jing, blieb auch im Laufe des vorigen Monats vorherrschend; ]clbi'r auf den Bergen der Eifel und des Hochwaldes ließ sich nur selten und nur auf kurze Zeit Schnee erblicken und die Temperatur erhielt sich, dem Charakter der Jahreszeit zuwider, fortwährend bei srarkcn Schwankungen des Barometer:“; so ge- tinde und mild, das: die jetzt lebende Generation eines ähnlichen Wetters um diese Zeit sich nicht erinnert, und das; bei einer mehr- fach (1an ---- !) Grade gcsrcigertcn Wärme in der Vegetation sick) häufig Erscheinungen zeigtem, welche in den Annalen dieser Gegend zu den größten Seltenheiten gehören. Während sonst diiNatur in diesen Monaten im Winterschlaf]! sick) erholt, er- schienen jetzt aiicrwärts die Vorboten des Frühlings“, wie sie ge- 1116hnlicheryider *))?ärz zu bringen pfiegr; die früheren Obsi- baume, Aprikosen und Kirschen, yiehcn auf dem Punkte , ihre Kntosycn anfzusci)ließcn oder prangen theilweise schon in Blüchen, Friihlmgsblumcn schmücken die Gärten und Wiesen, blühender Wmtrrkohi die Felder und Ginstcrblütlw die Waldungen, in de- nen iich ebenfglls thätiges Leben regt, so daß sich hier und da kräftige Buchen schon durch junges Laub auszeichnen. Selbst die „Vögel nisten und brüten, und im Moselthal stehen einzelne Weinreben schon in vollem Treiben und zeigen sogar hin und wieder lange frische Ausschüffe mit grünen Blättern von ansehn- UMO Größe. Auch das Eifel-Gebtrge isk hierin nicht zurück geblieben, und schon am 15ten Januar d. J. ward auf einem Bcrg-"Libhange im Kreise Daun, „12 » "1.100 Fuß über der Nordsee, Gras gemäht. Wiesen und Saatfelder prangen überall im Üdpigsten Grün und die Wintersaaten fangen an zu schießen Und wgar „Halme und Achren 11 treiöen; dabei sah man das VM), wie im Oktober, in den ", [uren weiden, und dadurch, daß es sic!) großenrheils im Freien oder mit grünem Futter nährte, die früher gehegte Furcht vor Futtermangei beseitigt, Die ge- thnde Witterung wirkte wie gewöhnlich auf die Gesundheit der hxßijcy/en wohlthätig, und nirgends zeigten sich gefährliche Krank- " ***- Im Monate Januar d. I. wurden im Regierungs-
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Bezirk Düsseldorf geboren 2295 Personen , es starben 1657 Personen, also Zuwachs 638 Personen.
-« Am 23. Dezember v. J. fand zu Weßlar, Wo vor Kurzem erst die Vereinigung der beiden evangelischen Konfessio- nen vor sich gegangen war, auch die Vereinigung der beiden Elementar-Schulen statt, und zwar in einem neuen , dazu ange- kauften und eingerichteten Schulhause. Der Landrath, die Lei)- rer des Gymnasiums, die katholischen und evangelischen Geistli- chen, der Magistrat mit dem Kirchen- Und Schul-Vorsrande holten die Kinder aus dem bisherigen Lokale ab und begleiteten sie in feierlichen: Zuge in das neue Schulhaus, wo zunächstdas Lied: „Allein Gott in dcr Höf)" sen Ehr“ gesungen wurde. Dann hielt der Superintrndent und erste Pfarrer Schmidborn eine dem doppelten Zwecke der Feier angemessene Rede. Den Schluß machte das Lied: „Nun danket Asie (Gott.“ Durch dieie Vereinigung erhält die Union erst ihre wahre Vollendung, indem sie den Lebenskeim zu unirt-evangelisckyen Gesinnungen bei der nächsten Generation bildet.
-- Der verstorbene Kaufmann Moecke zu Bresiau hat der daselbst zu errichtenden Bürgerschule, Bebufs einer “Freiscbule für arme Kindrr beider Konfessionen, 500 Rthlr. ausgeselzt; und von dem in Reichenbach verstorbenen Partikulier Gerber und dessen Ehefrau sind dsr dortigen evangelischen Kirche 400 Rthlr., der evangelischen Schule 50 Rthlr., imgleichen zur Bekleidung armer Kinder beim erstmaliqen Genuß des heiligen Abendmahls 101.0 Rrhlr. vermacht worden,
«» Im Monat Januar sind indie Häfen des Regierungs- Bezirks“ Köslin gar keine Schiffe eingelaufen und nur 3 Schiffe in See gegangen. Das eine dieser Schiffe exportirte 38 Klaf- tei' Brennholz und 14") CU“. graue Leinwand nach Kopenhagen, die andern beiden waren Nothhafner und gingen nach Stettin. «» Ueßerhaupc sind im Laufe des verüossenen Jahres in die 3 Häfen des genannten Reg.-Bezirks 262 Schiffe, einschließlich 2015 Preußen, cingrlaufcn und 2.37, einschließlich 23" Preußen, von da ausgegangen. Jene enthielten im Ganzen 8628 Last Tragbarkeit und waren mir 3455 Last Waaren und mit 5173 Last Ballast beschwert; diese, von Überhaupt 83231 Last Tragbar; keit, waren mit 5722 Last befracbtet und mit 2509 Lask gebal- iafixet. „„ Am Schluss des Jahres 1833 belief sich die Zahl der dem Kösliner ch.-2'3ezirk angehörigen Schiffe auf 43 Stück und es sind in dem genannten Jahre, außer einer in Kolberg gebauten Schaluppe von 19 Lasten Größe, keine neuen “Schiffs- bautcn vorgekommen. Det" „ andel mit Schwarzviek) ist nicht unbedeutend gewesen; es wurden im Laufe des verflossenen Jahres durch die Städte “Falkenburg und Zanow in mehreren Triften 21,068 “Schweine nacli Berlin getrieben.
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Rrkroioq.
Friedrich Erni? Daniel S.-chleiermacher, [)r. der Theo- logie. und ordentli-cticr Professor an der hiesigen Universität, Se- cretair der Philosox'MsW-JU Klasi"? drr Königl. Akademie der Wis- senschaften und Pa'ior an der Dreifaltigkeirs«Kirche, war gebo- ren zu Breslau ;m 21. November 1768. Seine wiffenschafc- liche Bildung begann er auf dem Pädagogium dcr Brüder-Ge- meinde in Niesky, wo er die tiefen und unauslöschlichen Ein- drücke jener christlichen Frömmiqkrit empfing, dir den innersten Kern seines Lebens ausmachte und die so bedeutend geworden ist fiir die ganze Gestalt und fiir den Einsiuß ieines späteren theologischen Wirkens. Dem “Studium der Gottesqelahrtbeit widmete er ficli zuerst auf dem Seminarium der Brüdci':Gc- meinde zu Barby und bezog hierauf 1787 die Universität „Halle, Maxhdem er dieselbe verwffen, wurdr ei“ Hausbshrcr iiei dem ("Zinsen zu Dohna ani“ Säiwiiincn m Premier] und hieraus Mir: glied des Scmmarx; fiir griéiU'se 3111111171: in Bee'iin Unter Ge dike's Leitung. „Im Jahre 170.1. ging er ais Hintssprcdiger nac!) Landsbrrg an der Warth» kedrre aber 1796 nach Berlin zurück, wo er bis 17502 Prediayr am Chai'ir-4-Krankenßause war, Jm diesrm Jahre nahm *.*1' die Hofprediqei'-Stelic zi: Stolpe an, wurde indessen bald als Universitäts-“Prediqer imd außerordent- liciicr Profcffor drr Throiozxi: und Philosophie nach „Halle beru- fen, wo er für brldk Wisiensctiafcen neue Bahnen brach und die edelsten Jünglinge, dic sir!) um ihn sammeltcn, begeisterte (1804«1805). Die Auflösung der Universität Halle nach dem Unglück des Jahres 1800 vcivoa iim, sick) nach Berlin zu bege, ben, wo er zuerst Vorlssunacn vor cinem gemischten Publikum hielt und dann 18011 als Prediger an der Dreifaltigkeics-Kirche, 1810 aber als ordentlicher Proseffor der Theologie bei der neu errichteten Universität angestellt wurde. Von dieser Zeit an hat er in den genannten Aemtern (bis 181!- auch als Theiinehmer an den Arbeiten für den öffentlichen Unterricht im OJ'Tinisterium des „Innern und seit 1811 als Mitglied der Akademie der Wii"- scn1'chaften_'ck_ unter uns und weit in die Ferne mir bewunderungs- würdiger Kraft und mir dem rcick)scen Einfiuß gewirkt. Es ist hier nick): der Ort, weder seine zahlreichen Schriften anzuführen (das Verzeickmiß derselben findet fick) im gelehrten Berlin vom Jahre 1825), 1106) eine Charakteristik von ihm zu geben, die. ungleich mehr Zeit Und Raum erfordern würde, als uns u Gebote steht; nur das Bedeutsamsre aus dem Mirken und Le:- 'ben des ausgezeichnvtrn Mannes wollen wir mit wenigen Wor- ten hervorheben.
Was ihm unter den Heroen der Wissenschaft für alle Zei: tct1.cinen hoden Platz iiibcrn wird, das ist nici): sowohl die außerordentliche Vielseitigkeit seines Wissens, welcbe auch in sol;- chen Gebieten der Erkenntnis; sicli einhcimisck) fühlte, die seinen Haupr-Besirebungen fern lagen, ais vielmehr einerseits die spe.- kulative Tiefe seines Geistes und die organisircnde Kraft, mit welcher er die zerstreuten Elemente zu einem Ganzen der Wis- senschaft zu gestalten wußte, andererseits die scharfe Durch- dringung und innige Verschmelzung dreier Wiffcn1"chaften, deren jede fiir fich, wenn etwas in ihr geieisrct werden soll, die ganzes Kraft und das ganze Leben eines »))rcnscben in Anspruch nimmt, der Philologie, der Philosophie und der Theologie. Dem Bunde der ersten und zweiten in ihm verdanken wir dir. Uebersetzung und die Einleitungen, welcbe zurrii das wahre Verständniß dcs Plato und der Hellenischcn Weltweisheic Überhaupt uns eröffnet haben. Große Gestaltungen der Philosophie, wie er sie- seinen Zuhörern in Vorlesungen gegeben hat, ans Licht treten zu lassen, verhinderte ihn leider die Menge und Vielseitigkeit seiner „Bc- rufs-Geschäfce; doch ist Hoffnung vorhanden, daß das „Wichtigste davon, was er in seinen Papieren hinterlaffen hat, durch Freun.- des Hand, wenn auch vielleicht nur fragmentarisch, zu Tage ge; fördert werden wird. Freuen wir Uns nur, daß wir seine „Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre“ besitzen, welche, verbunden mit seinen akademischen Abhandlungen über Gegenstände der Ethik, für diese Wisenschafr eine neue Epoche
begründen werden und welclie Jean Paul nennt: „ein Werk voll lichter und heißer Brennpunkte, voll antiken Geistes, Ge- lehrsamkeit und großer Ansicht, worin kein Glücksrad zufälliger
Kenntnisse von einem Blinden gedreht wird, sondern worin sich ein Feuer: und Schwungrad eines Systems bewegt, io- gar in einem Style, ungleich mehr noch als Schleiermacher der Philosoph, hat Schleiermacher der Theologe gewirkt auf dem Lehrstuhl- auf der Kanzel, als Schriftsteller. den über die Religion“ fielen in eine kalte und finstere Zeit wie ein zündendes Feuer, wodurch viele schlafende (Heister er- weckt und erleuchtet, viele todte Herzen belebt und erwärmt wurden. liche Darstelluna des evangelischen Glaubens gegeben, in weichxr sich der spekulative Gedanke mit dem religiösen Gefühl lebendig
der des" Geistes würdig ist.“ Aber
Seine begeisternden „Re-
Später hat er in seiner Dogmatik eine wiffcnschast,
durchdringt, cin geistreiches tiefsinniges Werk, das theils durch die Anerkennung , theils durch den Widerspruch , den es gefun; den, eine heilsame und durchgreifende Bewegung in der theolo- gischen Welt hervorgebracht hat. Die Wirkungen seiner leben- digen Rede aber, wer will sie berechnen". Die Tausende von Schülern, die in den Hörsälen zu des Meisters Füßen gesessen haben, sie find hinausgeqangen in die Welt , befruchtet aus der Fülle seines reichen Geistes und wirkend in seinem Sinne; die Tausende, die sonntäglicv um seine Verkündigung des Wortes“ sich sammelten, wie hat er sie hineingeführt in ein tiefes Ver- ständnis: der heiligen Schrift, wie hat er sie bewegt durch die *))?acht semerRede, wie hat er den Glauben an Chrisrum in ihnen befei'kiqc'. Wie segenSreicl) hat er gesianden unter der zahl- reichen Jugend, die alljährlich seinem Religions-Unterricht an- vertrauc war! So ist er es vornehmlich gewesen, auf weichen der seit etwa zwei Decennien erfolgte Umschwung der religiösen Gesinnung unter den evangelischen Christen und das Wieder- erwachen des fast ersrorbenen christlichen Glaubens zurückgeführt werden muß, und dies werden auch diejenigen anerkennen, die, zuerst voréihm erregt, sich später anderen religiösen Richtungen zugewendet haben, weil sie in der seinigen nicht mehr Befriedi- gung finden zu können meinten.
Wir überlassen es künftigen Beschreibern seines Lebens, dar- zustellen, mit welcher Kühnheit und Kraft er von seinem Stand- punkte aus, in bedeutenden historischen Momenten, für das Va- terland und die Kirche gewirkt hat. Nur noch Einiges über ihn als Menschen. Manchen, die ihn nur einmal oder zweimal ge- sehen, ist er schroff und unzugänglich erschienen; die das Glück gehabt haben, ihm näher zu stehen, kennen nur die bezaubernde I)?acht seiner Liebe. “Jm Anfange seiner hiesigen Wirksamkeit als Geistlicher blieb er in seinen großartigen Ansichten und .Be- skrebungen Vielen unbegriffen, die mit ihm dcnselbigen Beruf hatten; seitdem er aber Präses der 1817 hier versammelten Synode geworden und auf diese Weise mit seinen Amtsbrüdern in nähere Berührung gekommen war, wurde er von ihnen m seiner großen Bedeutung erkannt und genoß ihrer immer x'rei.» genden Vrrehrung und Zuneigung. Ganz würdigen aber kön- nen den ausgezeichneten Mann nur Die, welche dem Kreise seiner näheren Freunde angehört und ihn oft an seinen häusji- chen und geseUigen Verhältnissen beobachtet, welche seine rast- lose Thätigkeit, die Energie seines Geistes, die Kraft scines 040119115 1111 Twin und im Leiden geschaur,_ wsläye sicb. irinsr immer gleichen Lebendigkeit, seines heiteren Wirzes, seiner inni- gen Theilnahme an alien Wichtigen Ereigniffen ihres Lebens er- freut haben. Wie er in seinen wiiienschafclichen Bestrebungen besonders auf dem (Gebiete der Ethik dic große Bedeutung des, Individuellen Hervorgehoben hat, so ließ er auch im Leben und in der Geselligkeit jede Eigenthümltciikeit frei, und crkannre sie um so iicbrr iin, ie kräftiger sic sich entwickelte, An seinen pole, mischen Schriften bai man nicht selten schneidende Schärfe » radelt; aber wenn man weiß, mit welcher Milde er im geselli- gen Bcrkcbr theils" über nicht,. brdrutende Wissensckyafciicde Cr, zcuqmffx, xdeiis fibsi“ den Cl)arakcer dcriemgen Urtdeiire, die 03111 sciiidliai cixrgciiencra'ccen; init" weicher Säxrnung sr wnnkende Vcrdäirniffc ziriiäzcn siti) Und Anderen aufrecht zu halten ver- stand, so wird man ]enc Schärfe sicb erklären aus seinen: «111- hendrn Eifer für die heiligstcn "Interessen der *))22n1'c1113cir. “Die zunehmenden Jahre klärten ami) m dieser Beziehung Vieiks 11“: ihm ab und machten ihn immer milder und reiner; nur aii d:“:- jugendlicdcn Geisteskraft, dic ibn beseelte, haben sie nichts „111517; vroii'en, und ibm ist geworden, was er von sich selber aeweissazi hat, das; der Puls des inneren Lebens ibm frisch viride" iolite bis an den Tod.
Diesrr traf ihn am 12. Februar Vormittags gegen 11 Uhr durch eine Lungen-Cntzündung. Die Rachrickyt von drci'em trau- rigen Ereigniffc verbreitete sich sclmell durch die Hauytiiadt, imd erregte eine allgemeine Bestürzung; es war der großen V)?en)"chen Einer dahingegangcn, wie die Jahrhunderts sie selten hervor: bringen. Bald wurde bekannt, mit welcbem-"Iiusgang der Bold endete das würdig geführte Leben gekrönt hatte. .Die Nähe des Todes fühlend, hatte er sclvsr mit gehobener Stimme und mit verklärtrm Antlitz sich und den Seinigcn das '))?ahl des Herrn auSgctln-ilr, ihnen und sick) zum Untervfand unvergängiicher Gemeinschast in Christo, Allen aber, die ihn verehrt und geliebt haben , zu einem Zeichen, wie tief in ihm selber gewurzelt und welch" eine siegende Mach in ihm der Glaube gewesen ist, den er so oft mit begeisternden „Worten verki'indigec hat.
z. 111- d-
Heute Nachmittag "( i:“)tené wurde die sierbliche Hülle des Ver- ewigten zur Ruhe bestattet. Nachdem im Leichenhause der Hof- und Dom-Prediger und zeitige Rektor der Universität, Professor ])x Strauß, dem Vcrstorbencn eine Gedächtniß-Red? gehalten, ,“:er der Zug sich langsam nach drm Kirchhofe Vor dem Halleschen "Thore in Bcwegung: voraus cin “))?Usik-Corps, dann der um vier Pfrrdrn hespannte Leichenwagen, hierauf ein zweites Miisik Corps, das abwechselnd mit jenem geistliche Lieder spielte, dar. auf der von Studircndcn getragene Sarg, oben auf die. heilige Schrift und frische Biumenkränz ; ihm schlossen stel) 111 einer langen Reihe die zahlreichen Freunde und Verehrer des Verstor; benen, sämmriich zu Fuß, so war die Smdirenden, nach den Faim- täten, denen sie angehören, unter Vortritt der von ihnen gewählten INarscbällc mit den säyvarz umsiorten Stäben, dann die Prinzliäzen und eine unabschbare Menge anderer Equipagen an. Am Grave spraä) drr Prediger an der St. Nikolai-KircHe, Professor Pi- schon, einige erhebende Worte, _in denen er der mannigfachen Verdienste des Verstorbexnen erwahnte imd auf den großén VW lusc hinwies, den der Staat und die Wiisenschafc darch |ng Tod erlitten, worauf der Sarg in die stille Gruft aeienkc wurdc. Unmittelbar nach der Bestattung hielt noch der Prefeisor „s,- Steffens dem Andenken Schleiermachers einc feierliche Rede m der großen Aula der Universität, zu welcher der zeitige Rektor sämmtliche Studirende besonders eingeladen hatte.
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