Polizei ; Einrichtung, hielt es aber für unrecht, daß das ganze Land eine Summe von 60,000 Pfund zur Unterhaltung derselben zahlen müsse, während doch die Hauptstadt allein da- von Vortheil ziehe. Dies wollte Herr Hughes nicht gelten lassen, sondern meinte, die Hauptstadt könne nicht allein die Ko- sten tragen, da ja Jedermann, der aus den Provinzen nach Lon- don komme, während seines Aufenthalts hierselbft den Schuß der Polizei genieße. (Hört!) Herr Hawes behauptete, es werde kein Fach im ganzen Lande so wohlfeil und sparsam verwaltet, als die Polizei, und der Ausschuß vom vorigen Jahre sev einstimmig der Meinung gewesen, das; dieselbe, wie hoch fich auch die Kosten belaufen mdchten, dem Publikum den größten Nußen bringe (hört!); doch habe der Ausschuß auch geglaubt, daß es sehr wx'inschenswertT) sey, die Polizei ausschließlich unter die Kontrolle der Friedens; Kommissarien, nicht aber unter die der Regie- rung zu stellen, damit sie nich; zu politischen Zwecken ge- braucht werden könne, Sir H. Hardinge hingegen hielt es für durchaus nöthig, daß das Polizei-Corps und die Kommissa- rien unter Ansicht der Regierung stehen müßten, daß aber die Aus"wahl der Polizei-Soldaten und alle untergeordnete Gegen- stände dcn Kommissarien überlassen würden (hört!); sehr unklug, meinte er, würde es seyn, in Sachen von großer Wichtigkeit den Kommiffarien eine so hohe Verantwortlichkeit zu übertragen. (Hört !) Lord Howick fragte Herrn Hawes, was er damit gemeint habe, daß die Polizei nicht zu politischen Zwecken gex braucht werden solle, und v er vielleicht glaube, daß die Re- gierung, Wenn ein Tumult aus politischen Ursachen entfiände und GeWaltthätigkeiten zu besorgen wären, sich ckur Verhinde- rung odcr Unterdrückung desselben der Polizei ni )t eben so be- dienen dürfe, als wenn die Unruhen irgend einen anderen Grund hätten; worauf Herr awes antwortete, daß er die Einmischung der Polizei in Kir spiels-Versammlungcn und po- litische Klubs gemeine habe. Die Bittschrift wurde sodann auf die Tafel des Hauses niedergele t. In der Abend-SißunÉ rieb“- tete zunächst Herr Wilks die rage an den Kanzler der chalz- kammer, ob man glauben dürfe, daß Herr Brougham die An- eige, daß er auf eine allgemeine Registrirung der Geburten,
rauungen und TodeSfäUe antragen werde, mit Genehmigung des Ministeriums gemacht habe. Lord Alchorp erwiederte, daß „Jerk Brougham zwar dem Ministerium keine vorläufige Mit- t eilung von seiner Absicht gemacht habe, und daß sich daher auch noch nicht sagen lasse, ob die Regierung die Details seiner Maßregel werde unterstüßen können, daß jedoch das Ministerium mit dem Prinzip, welches derselben zu Grunde liegen solle, vollkommen einverstanden sey. (Hört, hört!) Herr C ayley erhielt sodann die Erlaubniß zur Ein- bringung einer Bill, Wonach in Zukunft in jeder Grafschaft von England und Wales allgemeine Sterbe-Lisien geführt werden sollen, wie es jetzt schon in der Grafschaft York der Fall ist. Zwar meinte Herr Brougham, daß Herr Cayley dem Hause füglich die Druckosien für die Bill ersparen könne, da. dieselbe ja von der seinigen nur darin abweiche , daß er ( err Brougham) die allgemeinen Ste_rbe-Listen in London, Herr ayley aber in jeder einzelnen Grafichafc geführt wissen wolle; indeß Letzterer ver- sicherte, die beiden Maßregeln seyen so verschieden, daß er die seinige nicht als ein bloßes Amendement zu der des Hrn. BroUg- ham in Antrag bringen könne. Hierauf erhob sich Hr. Rippon und suchte um die Erlaubniß nach, eine Bill einzubringen, mit welcher die Frage in Anregung gebracht würde, ob es nicht heil- sam sey, die Erzbischöfe und Bischöfe der herrschenden Kirche ihrer geseßgcbcnoen und richterlichen Verpflichtungen imOberhause u überheben. Der Redner protestirte im voraus egen das »)?ißverständniß, das ihn in Folge dieses Antrags treéen könne, als leite ihn hierbei bloß das Streben nach Popularität. „Die reine Ueberzeugung von der Nothwendigkeit dieser Maßregel“, betheuerte Herr Nippon , „isi meinerseits das leitende Motiv, diesen Gegenstand vor dem Hause zur Sprache zu bringen, und wenn die Regierung mit einer Kirchen-Reform ernstlich und aufrichtig umgeht, so wird sie meinen Antrag als den ersten Schritt YT! einer solchen ansehen müssen. Vor allen Dingen sollte die egierung fich selbst die Frage stellen, ob es von Nußensey, daß den Häuptern der christlichen Kirche neben ihren religiösen Pflich- ten noch weltliche Amts-Verrichtungen obliegen. Können Männer, die in Folge ihrer kirchlichen Stellung und ihrer geistlichen Beschäfti- gungen auf alle Eitelkeit und allen Pomp der Welt ver ichtet haben, in politischen Dingen mit Eifer wirksam seyn? | es Zeilbringend, daß dieselben, ohne den weltlichen Geschäften eine inreichende Aufmerksamkeit hier unter uns zu widmen, gleich,- wohl während der Zeit ihrer Anwesenheit im Parlament ihren Didcesen entzogen sind? Statt sich lediglich um die geistige Wohlfahrt der ihrer kirchlichen Obhut Anvertrauten u beküm; mern , sind fie gezwungen, an dem Glan und dem uxus der Residenz Theil zu nehmen und für die Zeit ihrer Anwesenheit in London einem Pompe zu huldigen, der Dienern der Kirche nicht wohlsteht. Ihre Function im Oberhause , sagt man, sey, die Interessen der Geistlichkeit zu vertreten und über die zeit- liche wie geistige Wohlfahrt der Kirche zu wachen. Allein wie können sie Vertreter der Geistlichkeit seyn, wenn dieser bei der Wahl derselben keine Stimme zusteht? Nicht als Gesandte der Kirche, sotxdern als geistliche Pairs filzen fie im Ober- hause. Und gxiekzt, sie wären, was sie seyn sollten, Vertreter der Geistlichkeitx warum erfreut sieh nicht die Geistlichkeit des Rechts, ihre Sprecher zu wählen? Denn es wird Niemand leugnen, daß Priyat-Znteressen und Hofgunst weit mehr als Gelehrsamkeit, Frömmigkeit und überhaupt geistiger Werth die Ernennung eines Bischofs zum Parlaments-Mitgliede möglich machen. Daraus folgt ganz natürlich, daß die hartnäckigsken Widersacher alles dessen, was Neuerung heißt, Niemand anders als die Bischöfe sind. Es scheint mir hohe Zeit zu seyn, ihnen eine Macht zu nehmen, die sie nur zum Nachtheil der allgemeinen Wohl- fahrt handhaben. Das politische Glaubens-Bekenntniß des bischöf- lichen Anhangs in allen Ländern war stets, man müsse den Despotis- mus dulden. Daß die Geistlichkeit sich überall für Ludwig von Frank- reich, Ferdinand von Spanien und Mi uel von Portugal ge; iiimmt eigte, isi Beweis genug dafür. lieben die Bischöfe in ihren idcesen, und inspicirten fie, statt während der ganzen Dauer der Parlaments-Sjkzungen fich “tinter das Gepränge des Hofes bzu wischen, ihre Dorf-Yasioren und dieHunderte der ih; nen su qrdimrten'Hii-ten des olkes, so wären se in dem Wir- kungskreiß, wo ihrLifer allein heilbringend seyn kann.“ - Herr Gillon eiitwickeite darauf in einer weitläufigen Aus; einanderseizung die wenigen Gründe, die ihn zur Unterstützung des Antrages _ von Seiten des Herrn Nippon bewogen. Ohne den GefichtSpunkt, den der genannte Redner auf- gestellt hatte, zu verlassen, waren_ auch die einzelnen Aeußerungen des Herrn Gillon von denen seines Vorgängers nicht wesentlich verschieden. Seine Argumentation bewegte fich besonders um die Behauptung, daß die Bischöfe im Oberhause nichts weniger als die rein kirchlichen Interessen des Volkes in's Auge faßten und gleichwohl zur Leitung allgemeiner Staaes-Angelegenheiten sich
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7 keineswegs berufen und befäZi t zeigten. «-
allgemeinen Rufes: „ ur [ stimmung!“ erhob sich Lord Althorp mit der urzen Bemerkung, er glaube der Pflicht entledigt zu seyn , mit den geehrten Herrn stch in eine Diskussion einzulassen, da das Haus eine solche Motion schwerlich unterstützen werde. (Wiederholter Lärm und Ruf: „zur Abstimmung!“) Herr W. Jngilby konnte nicht unterlassen, sein Bedauern daiübcr auSzudrücken, daß der Mini- ster eine Frage von solcher Wichtigkeit von der Hand weise. Es werde, meinte er, eine Zeit kommen, wo man ge wungen seyn würde, das Pro und Contra des Gegenstandes reiJiicl) zu erwä- gen. Herr Tennyson war auch der Meinung, daß die zur Sprache gebrachte Frage zu wichtig sey, um ohne alle Diskussion beseitiqt u werden, da die Theilnahme des Publikums an dersel- benlebhaZtgenug sev.(Nein,nein,undhörtk) EineDiskussion scheine il)mschon deshalbndthig, damit das Volkdic Gründeersahrc,warum man den Antrag des Herrn Rivpon vcrwsrflick) fände. Cr für seinen Theil würde vorläufig ebenfalls“ für die Verwerfung des- selben stimmen, weil er die ganze Sache als" zur Kirchcn-Reform gehörig betrachte, die hoffentlich bald Werde ins Leben treten. Hr. Buckingham sagte, daß er, trotz des (Geschreis: „zur Ab- stimmung!“ nicbt Umhin könne, zu bemerken, daß der Zustand der kirchlichen Verhältnisse, seiner Ansicht nach, weit vortheilhaf- ter fich gestalten würde, wenn die Bischöfe nicht im Parlamente säßen. Heri“ D*Reilly meinte, das; er, obschon er als Katholik ein ganz anderes“ religiöses Interesse Ha- be, als der Protestantismus erlaube und vorschreibc, dcn- noch fich durch seinen bei der Zulassung zumParlament abgeleg- -ten Eid verpflichtet fühle, ur Schmälcrung der protestantischen Kirche nicht beizutragen. Mithin könne er nicht anders als sich dem Antrage des Herrn Nippon widersetzen. Herr O'Connell äußerte dagegen, daß es sich bei der in Rede stehende Frage le- diglich um politische Interessen handle; es frage sich aber, ob eine gewisse Anzahl Individuen aus" dem geistlichen Stande po; [irische Functionen haben sollten oder nicht. Jeder fortschreiten- den Bewegun_ seyen übrigens die Bischöfe von je zuwider ge- wesen; sie ätten sick) der Cmancipation der Katholiken, der Juden, wie der Dissentcrs widersetzt; das sey Grund genug, warum er die Motion unterstützen zu müssen glaube. Herr D. W. Harvey sprach fich kurz und scharf gegen den Einfluß aus, den der äußere Glanz der Bischöfe auf das Volk ausübe, und nachdem Herr Hume sich ebenfalls zu Gunsten des Antrags geäußert hatte, bemerkte Herr Sheil, es sey noch gar nicht lange her, daß der edle Lord s-slbsi der Geistlichkeit zugerufen ätte: „Ihr aber, bestellet Euer Haus!“ (Hört! und Gelächter.)
icht wenig zu verwundern sey es, wie schnell die ONeinung des edlen Lords sich ändern könne. Herr Ewart uncerskükzte schließlich noch die Motion aus dem Grunde, weil die Annahme derselben den Interessen der Kirche selbst zum Vortheil gereiche. Der Ruf: „Zur Abstimmung!“ war jedoch inzwischen so allge- mein geworden, daß die Gallerie geräumt werden mußte. Für den Antrag stimmten 58, dagegen 125, so daß derselbe mit einer Majoricät von 67 Stimmen verworfen wurde. »- Nach Beendigung dieser Debatte nahm Sir S. Whallen sei; nen Antrag in Bezug auf die Haus.- und Fcnster-Stcuer zurück und erklärte , daß er, wenn es sich als" ndthig erweisen sollte, späterhin damit hervortreten würde. Hierauf brachte Hr. Hume die Verhältnisse wischen den Meistern undAi-beitern zur Sprache, indem er daran antrug, daß dem Hause die Abschrift von einer zwischen den Lords der Admirakität und den Börticher-Meisiei'n siaitgehabten Korrespondenz vorgelegt werden solle; die Bötticher- Gesellen hatten nämlich ihren Meistern Bedingungen hinsicht- lich des Lohns und der Arbeit stellen wollen, und die Admira- lität hatte sich in diese Sache gemischt, was Herr Hume sehr unrecht fand. Es kam bei dieser Gelegenheit zu Erörterun- gen über die Handwerker-Vereine überhaupt, wobei sich ein Theil der Mitglieder zu Gunsten der Meister, ein anderer u Gunsten ihrer Arbeiter aussprach; Einige meinten, bloß die Er, eren seyen berechtigt, Associationen zu schließen, und Arbeiter-Vereine dürf- ten nicht eduldet werden; Andere dagegen behaUpteten, das Äs- sociations-Ziecht sey ein Grundsatz des gesellschaftlichen Zustan- des und komme allen Klassen zu, und es“ würde sehr schwierig seyn, eine Gränze festzusetzen, wo dergleichen Verbindungen auf; hörten, der Gesellschaft Vortheil zu bringen, und anfingen, ein Uebel zu werden. Der Antrag des Herrn Hume wurde schließ- lich genehmigt.
London, 14. März. Der König kam vorgestern nach der Stadt und hielt ein Lever,wobei der Sicilianische und der Mexi- kanische Gesandte Sr. Maj. Schreiben von ihren beiderseitigen Re ierungs-Häuptern überreichten. Dann ei'theilte der König me reren Ministern Audienz und fuhr Abends wieder nach Windsor zurück. Für den 20sten sind Einladungskarten zu ei- nem großen Diner im St.Iames-Palast ausgegeben worden.
Gestern war eine glänzende und sehr Thlreich besuchte Soirée bei dem Grafen Grey, der an diesem “ age sein 71sccs Jahr erreicht hat.
Vorgestern wurde in der Wohnung des Lord Alchorp ein Kabinets-Rath gehalten, dem sämmtliche Minister beiwohntxn.
In der heutigen Sißung des" Untei'hauses Überreichte Herr O'Con nell eine von den Kaufleuten, Banquiers und Bür- gern der Stadt Dublin unterzeichnete Petition, worin diese um die Erneuerung eines früher schon niedei'geselzten besonderen Aus- schusses ersuchen, der darüber beratbschlagen sollte, wie es sich am zweckmäßigsten bewerkstelligen lasse, daß der Hafen von King- skon bis zu dem Hafen von Dublin ausgedehnt werde. Herr O'Connell sagte, die Sache sey als vollkommen ausführbar be- funden worden, und es stehe dem Unternehmen weiter kein Hin- derniß entgegen, als Mangel an Geld; cr schlage daher vor, daß die nöthigen Fonds durch eine Lotterie aufgebracht werden möch- ten; in verschiedenen Theilen von Europa und Amerika, meinte er, werde auf diese Weise Geld zu großen Unternehmun- gen erhoben, und er könne nicht einsetzen, warum man in dem vorliegenden Falle nicht diesem „Beispiel folgen wolle. Herr Shaw unterstülzte die Petition. „Sir E. Codrington bemerkte, da jährlich so viel Geld aus England seinen Weg in die Hamburger und andere fremde Lvtterieen nehme, so halte er es für ganz angemessen, daß man sich einer solchen Spcculation auch zu nützlichen Zwecken in diesem Lande bediene. Herr Litt- leton gab die Ausführbarkeit des Planes vollkommen zu, meinte jedoch, es sey die Sache des Schakxamtes, in Erwägung zu zie- hen, ob das" Geld, welches dazu erforderlich seyn würde, nicht auf eine vortheilhafcere Weise zu anderen Unternehmungen ver- wendet werden könnte. Die Bittschrift wurde auf die Tafel des Hauses niedergelegt.
Man glaubt jetzt ganz gewiß, daß der neue General-Proku- rator Sir Z. Campbell für Thirsk gewählt werden wird, nach- dem Sir Thomas Frankland den Parlaments-Siß für diesen Ort aufgegeben hat. Wegen der Abwesenheit des General-Prokura-
Während eines
tors aus dem Unterhause müssen die Bill zur Verhinderung der
Verhaftun wegen Schulden und mehrere andere wichtige G„
sekz-Vorscl) äge einstweilen liegen bleiben es sey denn da ' ,[hsk der Vortheil? zu genießen, we1che synß dex Kapitalist V?" der General-Fiskal Herr Pepys derselbén annähme. , ßfich !hrer Arbeit zlehk/ dagegen läßt sich nichts emwendcn "- UU “
Der Lord-Lieutenanc von Irland hat unter'm 11ten d. kin Rundschreiben erlassen, worin er die zuverfichtliche Hoffnung ausspricht, daß der bevorsiehende St. Patricks-Tag ohne Ruhe, störungen vorübergehen werde, indem er zugleich andeutet, daß wenn irgendwo die Parteien eine Demonstration machen Und, die Geseße übertreten sollten, die nöthigen PTaßregeln zu ihr„ Bestrafung ergriffen werden würden.
Die Bank hat anzeigen lassen, daß fie Geldsummen, jcdoch einzeln nicht unter 2000 Pfd., auf Indische Bons und Schah, kammer Scheine zu .; pCt. Zinsen ausleihen wolle. Diese An-
zeige soll der neu eröffneten Westminster .- Bank schaden. Das Publikum gewinnt dabei. Der Bombay-Couricr vom 28. Sept. meldet: „Der
Radsclxah von C'edur (einem kleinen Staat jenseits der Briti- schcn Gränzc in Guzcrat) starb am 12. August, und als sein Tod, einige Zeit geheim gehalten, dcm Haus-Personal bekannt wurde, stürzten sieben der Ranies (seine Weiber) in das Ge- mack), in welchem der Leichnam lag. Die JJKUtter des gegen, wärtigen jungen Radschah blieb allein mit der Thatsache des Todes unbekannt, mdcm sie von den Kabarics (eingeborenen Priestern) in ihrem Zimmer zurückgehaétcn wurde. Am Morgen des Iten wurden diese 7 Ranics, nsbti ;! „(,-Fonknbincn, 4 Skla- vinnen und einem männlichen Diener, 11111 dem Leichnam inchen; wart der ganzen Bevölkerung von C'edur den Flammen geopfert, Jedermann von Einfluß soli, wie man sagt, zur Beförderung dicser schrecklichen Tragödie beigetragen und sich Niemand von den Verwandten des Radschal) entweder durch Worte oder durch That bemüht haben, diese 14 Unglücklichcn von dem Schritte abzuhalten, ße zeigten im Gegentheil große Bereitwilligkeit und Thätigkeit, um die Greuelthat zm' Vollendung zu bringen, Een, der Ratiics war seit mehreren Monaten schwangcr, eine andere, welche wenig Neigung zur Aufopferung gezeigt hatte, war mir 19 Monate mit dem Tadschah verheirathet gewesen und noch nicht 20 Jahr alt. Kurz zuvor, che der Scheiterhaufen in Brand gesteckt wurde, hielt die älteste Ranie (60Jahi' alt) eine Rede andie Kabaries. Sie sagte, daß sieikets entschlossen gewesen sey, sick) mikdem Radschak) den Flammen zu übergeben, und daß keine Vorstellungenfie davon abgehalten haben wü'rden, daß es ihr aber seltsam erscheine, daß sie nicht ein Wort des Abrathens und des Mitleids gehört habe. Schließlich rief sie ihnen zu, von dannen 11 gehen und von dem Raube zu leben, den sie sich durch das Kernichten der “Familie des Häuptlings zugesichert hätten. Die Kabarics ließen die überlebende Ranis nur darum am Leben, weil sie die Muc- ter des einzigen Sohnes des verstorbenen Radschahs ist und ihr Tod fürdie nachthxilig gewesen seyn würde. Das Eigenthum dcs Radsthahs soll 1chließlich zum Besten der Kabaries geplün- dert und dabei höchst reiche Juwelen und Kleinodien gefunden ivorden seyn.“
Aus Demerara smd Zeitungen bis zum 31. Januar ein- gegangen; sie enthalten eine Adresse des Gouverneurs Sir J.
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gleichen kein großes erfordert nicht nur
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Verbesserungen aufzunehmen. ""'? politisch)e
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an einigen Orten Gesellen zum Selbstfabriciren vereinigt, um
Gegentheil wäre es wünschcwswertk), wenn dadurch der zu sehr angehäuft? Befilz M mehr „Hände verthciltwürde. Aber der- Vereine lassen sich nur bei solchen Gewerken bilden, wo Maschinen-Werk gebraucht wird; denn dergleichen ein großes Kapital im Anfange, sondern auch in der Folge, um die Verhcsserungen aufzunehmen, welche die große Konkurrenz den Fahrtkanten beständig aufdringt, io diejenigen, deren Maschinen nur 11) Jahre lang unverän- eblieben, in den meisicn Fälle:: mcht mehr denen gcgen- aber bestehen können, Welche die Mittel haben, die neuesten NW) s011en die Vereine keine
Zwecke haben; es“ würde, varßchern im Gcgenthcil (hre Vertheidiger, bei ihren Ziiiammenkünftcn geflissentlich niciiks olicik gesprochen. - '.)“ldci' wie groß maß die Versuchung diesen großen weitverzweigten Klubs eine poLitisclw Rick)- 11 geben, da der größte Theil dcr *))?itgliedei' sch011 zu politischen Vereinen gibört oder gehört hat, Und Alle u einer Klasse zu zählen'sind, bei welcher Yoliklschks Trcidcn ewjffcrmaßen zum Bodiirsiiiji gcworder) isi? Wahrlich, die Sache erfordert die größte .)iumicrkxamkcic dis Staates, odg'cicl)
ftyn, tung „ wirkt;
in dem Augenblick noch nicht abzusehen ist, wie den di'okchdcn Uebeln vorgebeugt werden könne. - Die *))?inisicr haben eincn
parlamentarischen Ausschuß m*n_cnncn lassen, um noch einmal die Sinecure/Stellen in Unteriuciwng zu nehmen; aber damit sind die Radikalen noch nicht szricdcn - sie wollen durchaus
*? die Krone des Rechts, Iahrgcldcr zu errhoilcn, bcrauben, und
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“-'-x*x““-"= .
Erseßung des daraus
noch weniger geneigt seyn werdcn, 5" zu unterwerfen, als jenem xchet'zlicbendcn Baronet, besonders
“ die Sache wird baldigst wieder vor's“ Unterhaus gebracht Werden.
Auch hat Cobbert angekündigt, das; er noch einmal anf die gänzliche Abschaffung der *))éalz-Stcucr antragen Werde. Es steht zwar zu erwarten, dax; cr vcllel'mfktgere Vorschläge zur
entstehenden Desicits machen werde, als dock) glaube ich, daß die Grundisrren
ir W. Ingilby; S sick) ihm als Chor-Führcr
? nach dem Schuße, den fie nculicl) gegen den Angriff auf die „';. Gecraide-Geseße gefunden, und desscn sie immer noch bedürfen, da diese Gesetze noch oft werden Anfälle auSzuhalten haben.
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von dem Poli ci-Hofo ei'lassenes Gesetz, wonach die Peitschcn- .
strafe nur no wird.
-- "- London, 14. März. Gestern Abend wurde von unsern Radikal-Rcformern ein Versuch gemacht, die Bischöfe aus dem Oberhause zu entfernen. Die Gründe, welche gegen die Anwesenheit der Prälatcn in dieser Kammer vorgebracht wurden, waren so mannigfaltig, als die Ansichten, welche jedem Redner die Entfernung derselben in seinem besonderen Intereffc wünschenswert!) erscheinen ließen. Der eigentliche Radikale muß, seinen Grundsäßcn gemäß, diese alte Einrichtung umzusiüren suchen, gerade weil ste alt ist; für ihn ist es genug, daß die i- schdfe schon in der Wittagemote der Sachsen Silz und Stimme gehabt, daß ihnen dieses Recht, an dem großen Rache der Na- tion Theil zu nehmen, durch das Normännische Feudalwescn weiter begründet worden, um sie desselben jetzt berauben zu ivoUen. Gclänge es den Radikalen, in dem Institut des Oberhauses einmal eine solche Bresche zu machen, so wäre es ihnen um so leichter, ihrer *.*eformirenden Wurf) weitern Spielraum zu verschaffen, bii sie das Ganze niedergerissen hätten. Katholiken und Dissentircrmüs- scn ionen dabei gern behülflicl) seyn, wäre es auch bloß aus Neid, wenn sie gleich keine durchgreifende politische Reformer seyn sollten. Aber dies sind die meisten Dissenters eben so, wie viele Katho-
könncen. Dies war auch die Sprache, die man zur ZeitKarls]. führte, womit man damals die Bischöfe aus dem Oberhame
mit Erlaubniß der *))Tagißrats-Beamten erthcili . . - - -- . werden darf, und wodurch eine Friedens-Komnnsfion eingescizi Pietußhenb die Anlegung einer Etienbahn bis zur Graiize geneh- meg a e. jener Eisenbahn an ihn Zcrichtcte Fragen, erklärte der Minister
sich außer Stande, eine
Niederlande. Aus dem Haag, 14. “))-Mrz. Se. Majestät der König haben ungefähr 70 Offiziere, Unteroffiziere und Gemeine, die zu den Bcsaizungen von Masiricht und der Antwerpener Citadellc
, gehört haben, zu Rittern dcs *))?ilicairisclwn Wilhelnis-Oi'dcns
des Ordens vom Niederländischen Löwen ernannt.
B e l g i ? n.
Brüssel, 14. März. In der gestrigen Sitzung der Re- präsentanten-Kammcr beantwortete der Minister des In- nern die in einer der früheren Sikzungen an ihn gerichteten Fragen in Betreff der in Preußen anzulegenden Eisenbahn da-
und
C. Smyth an die Sklaven-Bcvdlkchng mit Hinsicht auf em ' hin, daß, wie er glaube, Preußen eben so sehr (118 Belgien daran
elcgen sey, den Transit zu erleichtern, und das; diirch einen eschluß vom 5. Dezember 18.35 Sc. »))?ajestäc der König von
Auf mehrere andere in Betreff der Einrichtung
(ntwort zu ertheilen.
Unterm 11ten d. schreibt man vom Doel: „Dcr Lärm
in der Nacht vom 8ten zum !)ten d. hatte keine Folgen. Seit jenem Tage findet bei dcr Holländishen Flotte Tag und Nacht “* eine stete Bewegung statt; 12 Kanonier-Böte sind dem Fort
' Liüo egenüber stationirt, und 17 liegen bei Balz. , der - hock gebracht.
.;;sx- :
7, .'.5.'*:-'- *ÉMTIU-“V L* :...5?“il-Z -_ . - “a';
Während acht wurden Truvpen aus Liljo nach dem Fort Lieskens- Wkan erwartet hier mit jedem Tage eine Ver-
É ßärkung an Truppen.“
Heute beginnt der Dienst der „Dampfschiffe zwischen Ant- werpen und London.
In voriger Woche hat sich wieder ein beklagenswcrthcr Un- fall in einer Kohlengrubc bci Mons zugetragen. Zu dem Au- genblick, wo man in derselben mit *))?incn- Arbeiten beschäftigt war, ent ündete fich das Kohlcn-Waffcrstoffgas, und es erfolgte eine star e Explosion, Welche alle Arbeiter im Innern tödtktc oder Verwundete. Sieben diescr Ungli'ick'lichcn wurden ohne Le- ben hervorgezogcn, und mehrere andere sind seitdem gestorben.
Gent, 12. März. Das Journal des Flandrcs ent-
" hält Folgendes: „Die Vorstellung des „Tartuffc“ hat gestern
likcn, weswegen man denn auch so viel von dem Nu en hörte, im hiesigen THM“ 3" lärmenden*Unierbrcckmngen YU'*"1,[F"ffU"I welcher dem wahren Christenthum daraus érwachsen so?]te, wenn gegeben. D“ ersten und SMM" R**"9*“L09M waien fa" [M;
die Prälatcn aller Weltlichcn Sorgen Überhoben [(ck ein ig und . , - , * * - allein dem Seelenhcil der ihnen anvertrauten Héerden übzcrlassen ÜF," Fe? Éewöhnlick), durch MWM" aus Nm Döbel bejeßt.
! das Parterre war mit jungen Leuten angefüllt; die Gallerie war,
Gleich röffnunq des Schauspiels ertönte eine starke Stimme (joue
des durch frühere Vorfälle bekannten Tydgat) von der Gallerie,
trieb, und worauf dann bald die Auflösung des Oberhauses *
selöst und endlich quei) des Unterhauses, welches sich zu allen diesen gewaltiamen Eingriffen hergegcben hatte, erfolgte. darf sich demnach nicht wundern, heut zu Tage ähnliche Vor1
Man _
schläge zu hören, und weiiiger darüber, daß 58 Mitglieder dafür :)"; stimmen konnten, _als daß die Minorirät nicht bedeutender war. _ Dagegen aber muß man fich wundern, daß die Freunde der be- *
stehenden Kirche und Institute sick) nicht zahlrcicher eingefundem
und wenn man gar)?" nixhr der Mühe werks) hielt, die vielerlei _ politiichen und religiöicn Gründe, die man mit manchen Grader]
von Beredtsamkeit voi'bt'achte, einer Antwort zu würdigen, da[; man nicht den Vorschlag imBerhältniß von 7Stimmen gegen eine
zurüciwies. Dic Kleinheit der OJTajorität muß die Gegner zu er- '
neuerten Angriffen xxizcn; und da das Stillschweigen der Freunde der anglikanischen Kirche dem Volke als Unfähigkeit, etwas zur Vcrthcidigung des jetzigen Systems vorzubringcn, dargestellt wel“- den wird, so scheint mir die Klugheit dieses Verfahrens noch
um die Freunde des nächtlichen Lärmms zu warnen, das; sie nicht wagen sollten, die Scencn der früheren Nächte zu wie- derholen, wenn sie jedes Unglück verhüten wollten. Das Stück ward hierauf unter boscändigcn Unterbrechungen ge- geben; im Parterre klatschte und rief man: Bravo! anf dex Gallerie schrie man: Stille, Canaille! vor die Thüre mat dcr Canaillel es [eben die drei Farben! Gegen das Ende des dritten Akts dauerten die Unterbrechungen länger als eine halbe Stunde, und Beschimpfungen und Drohungen folgten von beiden Seiten aufeinander. Das Parterre schien vorzüglich einen der Zuschauer in di't' Höhe zu fürchten, dcn nämlichen, wie man versichert, der die frühere Warnung harte ertönen lassen. Da sich diese Person freiwillig zurückgezogen
“ hatte, so war die Ruhe einige Zeit wicderhergestent worden, um
bald neuen Ausi'ufungen Platz zu machen. Endlich ward das
( Stück unter dem Rufe: „Weg mit der kniholisMnUniversität!“ „Nieder mit der Calotte! medei' mit den Calotins!“ :c. becndiqt.
seh'." zweifelhaft. -- Ein anderer kaum minder wichtiger Gegen“ )
stand kam gleichfalls gestern Abend zur Sprache, nämlich dl“? Vereine unter den Handwerks-Gescllen. Die Tyrannei, welche dieselben nicht nur über die Meister, sondern auch über diejenige" ihrer Mitgesellen, die sich ihnen anzuschließen weigern, ausüben/ ist so wahrhaft empörend, daß, wenn der Fall umgekehrt wär?-
dcs Gcschrei's über die Unbarmherzigkeit der Reichen und di? “'
Bedruckung der Armen gar kein Ende seyn würde. Wenn man sm) dabei nur noch Hoffnung machen dürfte, daß es bei den I““
Die Nacht ging sehr ruhig vorüber. Die Behörde hatte keine Üchtbare Vorsichtstaßi-egel getroffen: allein das Volk wachte Über der Aufrechthaltung der Ordnung. Die Rachbarn des Herrn
' Bischofs hatten sich mit Stöcken bewaffnet und bezogen die Wache
genwärtigen Uxbeln bliebe, und man im Gegenthcil nicht fükä)“ ten müßte, daß, wie die Organisation jedes einzelnen Gewerkes
vollkommener wird, wie sie den Verband unter den verschied“ ."
nen Gewerken enger zieht, wie die geschicktesten, die thätigsten- die kühnsten Geister" zu einem allgemeinen Direktorium zusam- men treten, eine Diktatur entstehe, welche allen Besiß im Lande der Leitung dieses Direktoriums unterwerfe, und dabei auch durch eine unnatürliche Erhöhung des Arbeitslohnes unserer Fabri- cation far das Ausland ein Ende gemacht werde! Daß s1
vor dem Palast; ähnliche Wachen sah man auch an andern Or- ten *- das Gerücht hat fich verbrciccc, das; gestern eine sehr
?roße An ahl Studenten von Löwen und Lüttich zu Gent ange-
ommen ey.“
Deutschland.
DreSden, 14. März. Zn derzweitenKammerwurde am 7ten d. der Antra des. Abgeordneten C'isensiuck, die C'i-
desleistung der katholi chen Geistlichen in der Oberlausitz anf die
"*) VerfassungS-Urkunde betreffend, in „Berathung gezogen. Dieser
Antrag ging dahin, daß beide Kammern die Staats-chicrung
ersuchen möchten, entweder darüber, daß von den katholischen
;Geüklichen der Oberlausih der nach §. 130 der Vcrfassuugs-Ur- unde vorgeschriebene Eid auf die Constitution bereits geleistet
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wdrden, beruhigende Mittheilung zu machen, oder, dafern dieser Eid von jenen Geistlichen 11011) nicht geleistet worden, geeig- nete Maßregeln zu treffen, daß dieser Forderung der Ver- fassungs-Urkunde Genüge geleistet, der Erfolg aber noch der gegenwärtigen Stände ; Versammlung bekannt gcmacht werde. Der Antragsteller hatte, um die Wichtigkeit des Gegenstandes hervorzuheben, noch an die vielxährigen traurigen Zerwi'irfnisse und Zerrüttungen erinnert, welche in Frankréick) eme Scheidung der Priester in beeidigtc und unbeeidigte im Staats- Wie im Familienleben hervorgebi'acl)t und zur Folge ge; habt,!)abe, und zugleich bemerkt, wie in dem von der Staats.- Regterung mit den Oberlausikzer Ständen geschlossenen Partiku- lar-Vertragyichr bestimmt sei,» und nicht habe bestimmt werden können, daj; die katholischen Geistlichen dx?!" Oberlausiß von dem auf Beobachtung der Verfassung abzitlcgsndcn Eidc b'cfreic blei- bsn iollten. Die Kammer erklärte sich 11:1(1) einer kurzen Erör- 1crxmg mit diesem Antrags Umbaus cinvxryianden, nachdem noch der Ilßgeordnite Eisenscuck geäußert [)acte, wie er nach den Erkundi- gungen,die er inzwischen einzuziedcn bemüht _chesmydie GewißHeit U?U'mgk habe, daß die erbl-Fmdischen katholischen Geistlichen aller- dings den Eid geleistet höticn; und daß auch der Primas" der katholischen Geistlichkeit in dcr Oberlausixz den Cid geleistet, unterliege keinem Zweifel, da er seinen Selz in der cisten Kam- mer habe.. --- Die dritte Depucaridn bkl'liMc'Ti' hierauf Übcr moh- i'dre an die Kammer eingegangene Petitioncn, worin theils un] die Aufhebung des Zagdgcldes, theils [1111 eine gänzliche Bertil- gUng_dcs Wildes zum Besten der Grundbesitzer, tl)cils um die 21blömng der Zagd-Bcfugniffe nacixgcsrwht war. Die Deputa- tion_ hatte sich in ihren Ansichten gethcilc und die »Majorität dericlben für Anordnung geschärchr Maßregeln gegen die Wild,- 1ci)*äden auöge'prochen, während dich die Minorität für die Ab- löiiing der Zagd-Befugniffe erklärt hatte. ,
München, 12. Februar. Die von der zweiten Kammer erlaffeiie Adresse an Se. Majeiiät den König, als Antwort auf dieThi'on-Rede, lautet folgendermaßen:
_ _„Alxerdleauchtigsicr :c. Wii“ nahen aus dem Throne Ew. Königl. Majeüät, erfüllt von dem lcbhafteficn Danke für Ihr erfri- ges Yemuhen, dem es gelungcn ist, 11111 dcn Königreichen Preußen imd wachsen, dem Kuxfücümxhume und dem Großherzogthume Hefe 1e11,s0 wic metden ThfxrjnqisMcn Ländern, eine:: Zoll-Vcrcin zu schlie- ßen. _Oiesxs grpßartige Werk mit childc sngcn wir es - wird 11131 1cho11 iti 1eincn wohltvätigén Wirkungen in einem großen Theile dcs K*dnegxecchs empfunden und als .so1ches ancrxanxit. (chiß wird es eine Quelle des Eigens für ganz Bayern seyn und xeücr das Band knüpfen, welches die Oeutscbsn vercinigt. Wir ver- tragen, das; es der Weisheit und Beharrliiixkcit Ew. Königl. Mai, gelingen werde, den großen Zoil- Verein zu erweitern und einen die Interessen der Bayerischcn “Industrie schützenden, wie den Handel velcbqndcn, Vcrtxag mit der Ocüerrcicliisclxcn Monarchie zu Stande zu brmgen, _damtt such die Do:;au geöffnet und allen Untertbanen Ew. &". Majestät die'sILohlthat cincz naci) jcdcr Richtung erweiter: ten Verkehrs zuTheil werde. Durch die Ekthtlg Ihres Erlauck): ten Sohnes Atio aus" den (Hiricciiiycbcn Thron sini; dic Wohlihaten, durcb welxlie Ew. & Maicüät, vor allen anderen Monarcixrn Eu- rov-i's, die Leiden _des (Yöi'iccpiz'chn Volkes zu lmchn gcsiiclit ])a- den, von der Vorsehung wicdcr v:“i'zzoiicxi worden. Möge sie den hoffnungsvollen m endlichen König mm) ferner sazüßcn und leiten, dannt ihm das unYerblcche Werk gelch, einen gesitteicn und blü- hepden Staat zu gründen, welcher, in frcundscimftlicher Verbindung mtt Bayern, unserem varcrländischcn Gewervficiße und Handel nene Bahnen öffnen kann! Dieses E“»"cigniß sowohi, als die Verniäblung Fh- rcr Erlauchten Tochtermit dem Herrn Erb: Großhcrzogc voanffcn, wo- durch die Bande zwischen zwei Ocutsclicn bcfi'ctmdcten Fürficn-Häusern nocl) fetier gcschlungcn wcrden, hat die wärmste Theilnaizmc Fhrcs treuen Boikes gefunden. Gcruhen Eure Königl. Majestät auci) unsere inntgsien Glückwünsche anzunehmen. Wir beklagen die Unordnungen, welche seit dem letzten Landtage an einigen Orten des Königreichs stattgefunden haben. Möge die 51. Großmuth jene Vcrirrungcn mit dem Schxeier dcr Yergcffcnhcit bedeckcnk - Wahrlich, daz Bayer. Volk ist wohlgcunnt, ieder Pnrteiung fern und unverfähr- var, Ncucrun cn abgeneigt,_wclcl)c das Bcslehendc rückstcbtslos vcrniäitcn, qlucklici) im Bcittzc der Yerfaxffung und hoch erfreut Über Eurer K Maj. wiederholte Ic:*it'-:1)c1'ung, an dieselbe qewis: i'enhaft zu halten. Das Bavcr. Volk", überzsugi von Eurcr Königl Mai. Bxsircven für sein__W-.*1)l,- ltcvt aufrichtig seinen König, hängt seinem erwachten Kdtiigs-Hausc mit tkéuci'trr Echdcnheit an und hält jede Gelegenheit für el'WÜUsébk, dicse Gesinnun durch die That zu bewähren. «- Den Ncciwnscbafis:Bcriciitcn un dcn Rechnungen wcrden wir eine gründliche Prüfung und den von Eum- Kdnigl. Maj. angcknndigtcn («eictch-Entwürfcn dic sqrgfäirigsie Bcrathung widmcn. Eifi'i'k K. Maj. Erwartung, daß, deeserLandtag sic!) rühmlicl) unter alxcn gusxsicbncn werde, ist cine mächtige Aufforderung für 11115, ne tn Erfüllung zu bringcn. Dem Königl. Vertrauen entspricht das unerschütterlich Vcrtraucn des Bayerischen Volkes, und Eure Königl. Maj. *.*crdcn in uns die seiner Gesinnung würdigcn Vertreter, cine cbcn so treu erge- bcz-ie als freinn'iihi e Kammer der“ Abgeordneten finden Wir vc- harren in allerticf cr Ehrfurcht Eurer Königl. Maj. aücruntnr- thänigü treugeborsamsie Kammer drr Abgeordneten zur Stände- Vcrsammlung.“
- - Frankfurt a. M., 1,3. März. Ueber den (Bang dcs Effckten-F andels wäbrcnd der abgclanfcnen Woche isi nur Wenigcs zu bemcr cn. Dic Sazwanknngen in den Coursen dcr Hauvi-Pa- pierc waren von keinem Belang. Oje Nottrungcn der Ocsterreici)i= sckn und Hoaändiscben Fonds variirtcn die ganze Wowi über nur ck pCt. Mangel an Aufträgen von auswärts" s(bi'Mk dic erüc Bcr- anlaffimg dixses Stiüßandes gcwcscn zu seyn. Etwas bclevie'; war der Handel in den Spanischen Pnpicrcn; die .=) und .“;proc. kalike' war begehrt, in dcr UUkazinFliMkTL Schuld aber wurde nur Wen;- ges gemacht. Preußische und Darmstädtsklic Obligationen waren zu den hohen Coursen doc!) gesucht. In Polniz'clzen Loosen wenig Um- satz; für Polnische _Scricn-Loosc wmdc ck12 Rihlr. bczahlt. 5proc. Ncavolitaniscve Falkonets wach zu »)", bcgchrt: „“O-15 [mare (Held iü nach wie vor im Ucbchus: am Platze; man kann iiarkc Posten Contanicn auf Depot und Prolongaiion zu 3.3, dCi. haben. Dis:- konto-Pavier ifi zii *I;- th. anlxaltcnd gefragt. Bei dem Stillstand der Course sind die » rämicn scdk vilxig' Man gab auf MMO. Me: talliaues, um solche nde Ayrii *in 513) imb-xn zu können, ? pCt. imd anf 4vroc. Metanques zu 9x.- .', pCt Prämix. nm Jmtcgrale Ende Juni zu 50 haben zu können, Wurde ;th. gcgcvcn, und auf .")vi'oc. F:)oliändisclze Obligationcn zu demselben Termin und MZ war die Prämie ; pCt. - Im Wrcbscl-Fpandcl war nicht viel Leben; nur Paris, Hamburg, Wien und Iimsicrdam waren willig zn placircn.
Oesterreich.
Wien,1i. März. Die bcittige Wiener Zeitung ent- hält den an Se. Ma]. den Kaiser" gerichrcren Bericht der zur Prüfung der Operationen dcs Tilgungs-Fonds bestellten Hof- Kommission. Hieraus ergicbk fick) unter Anderem, daß vom 1. Mai bis zum .31. Okt'obcr 10.12. getilgt wurden: von der in Conventions-Mi'inze vcrzinßlichcn Staats-Sclmld ein Kapital von 5,201;,497 Fl. 2-1;- Kr. mit [maren 4,874,1185 Fl. „10 Kr., und von der älteren in Einldsungs-Scheinen verzinslichen Staats; Schuld ein Kapital von 68.3,740 Fl. 20 Ki“. oder 040,82] Fl. 30 „Kr. in ZZpCtigcn Effekten mit einem "Llufwandc von 340,628Fl. 2.3 Kr, Conventions-Mi'mze.
S p a n i e 11.
.Der Prändent des hohen Rgths von Castilicn, Herzog von Bailen (General-Capitain Castanos'), hat nachstehende Bestim- mungen zux öffetitlichen Kenntniß gebracht:
„12 Ort FLJStbett dex Communication sowohl zu Lande als zu Wasser isi, von 1th an, in dem ganzen .K“önigreicheag,aiiz so wieder bxrgeüellt, i_ils solche fruher stattgefunden hatte; icdo sollen in den Seehäfen die gewöhnlichen Regeln des Sanitäts:Fnüituts beobach- tet werden, ohne daß es jedoch unter irgend einem Vorwande verüartet wäre, die Verbindungen zu stören oder zu un- tyrbrccben, und zwar weder squf [cn Grund von Mac»- rtchten, die auf einem nicht offizieUen Wege als eingetroffen bc- kannt'geinacht würden, noch weniger aber darf solches ohne C“.“- laubmß der Regierung geschehen. ,2), Ungrachtet des im ganzen gutartigen Charakters gewiffer Krankheiten, welchc iich in der Stadt Granada 11111) an einigen anderen Orten dcrcn Bezirks gezeigt ha- ben, sou, dtc dasige Over-Sanitäts-Bchörde doch, auf den Grund der Königl. Verordnung vom 251. Sept'or v. F.,und des veilchen- den Reglements, auf die gefunden Ortschaften ihres Distrikts cin wachsames Auge haben und hierzu die Mittcl in 'Anwendung brin- gen, welche derselben ihre Vorsicht eingeben wird uiid die Lokal- Vcrhäliniffe verstauen wollen. »» 3) Was die Verhältniss außerhaib Spaniens anbelangt, und da die vouüändige Wicderherstellung dcr öffentlichen Gesundheit in der Havana und dercn Provinz durch das Erlöscixen dcr Cholera erlaubt, die von daher kommenden Schiffe mit Sicherheit zuzulaffen, so sollen alle sowohl aus der Havana, als auch aus dcn übrigen Häfen der Jussi Cuba und aus aUcn Hä- fen jenes The_ils des Mexikanischer! Meerbusens“ an langende Fahr- zeuge, wenn ne niit Gcsundheitö-Paicnten ViksCbLU sind und sei) die Mannschaft selhsj in gesundem Zuüandebcßndct, sogleich ohne Weiteres zurfi'cienPrakttkundzumHandelzugclasen werdcn,ol)nedaßeineandcxe Verzögerung eintreten darf, als die, wchlche unumgänglich nöthig in, um die an Bord habenden Effekten, 7,1; lüften und zu reini en. -- 4) Ein (Hleicizes ist zu beobachien hennchtlich der Schiffe, wekcve aus dcm übrigen Theile des Mexikanischcxi Meerbusens und _aus _den Vcrcinigten Staaten von Nord-„Aiiicreka kommen, und die keinen anderen Beseizränkungen als denjenigen zu unicxwerfcn smd, welche als allgemeine Regel und als Verwadrungs-Mittcl gegxn das gelbe Fieber beobachtct werdcn. - :)) Alie aus irgend einem Hafen von Eurova anlangende und mit (Licsundhiits-Patentcn versehe- ne Schiffe sollen ohne Unterschied zm“ freien Praktik und zum Handel zugelasen werdcn. - 6, Von de_r im 5ten Artikel bestimm- ten Maßregcl sollen jedoch, und zwar, bis „der noch bcirehende Vcr- Dachr, daß die Cholera auf Madeira und m den Azorischcn Inseln ausgebrochen, beseitigt iii, die von jenen Punkxcn kommendeii Fahr- zeuge ausgenommen seyn und solcbc vorläufig noch den Besitm- munch, die für Fälle, wo, den Patenten zufolge, der Zust_and der Gesundheit verdächtig ist, feiigcscyt find, unterworfcn bleiben. -- Madrid, 13. Februar 1534.
„ („untcrz.) Der Herzog von Bailen “
Inland.
Berlin, 19. Mär. Aus Halberstadt wird geschrieben: „Seine Königliche Hozeir der Prinz Wilhelm, Sohn Seiner Majestät, haben auf die Bitte des hiesigen Kunst-Vereins, in einem gnädigen Antworc-Scw'eiben vom 10. März, das Pro- tektorat des Vereins anzunehmen geruht.“
- Ihre Königl. Hoheiten der Prinz und der Erbprinz von Oranien sind am biken d. M. Nachmittags, auf der Reise nach dem Haag, durch Düsseldorf gekommen.
Der Magistrat der Stadt Achern hat, ungefähr in der- selben Art wie zu Brüssel, ein )ähilicheé Pferderennen chl'ÜM det, zu welchem sowohl National-Cngliich ats_auf dcm Kontix nente geborne Pferde, ohne irgend einen Unterichied, zugelassen Werden. Mehrere Eigenthümer von Stutereien haben sich dem Magisti'ate bereitwillig angeschlossen, um den "Fremden, welche Achen besuchen, außer den vielen “Umiohmlichkeitin, welcbe diescr
berühmte Badeort schon in sich vereinigt, auch noch die Vergnügungen der Rennbahn darzubicten. Dcr zum Rennen gewählte Raum ist gam, in dcr Nähe der Stadt und läßt den Liebhabern nichts zu wünschen Übrig. Die
Regeln und Vorschriften für die verschicdcnen Rennen sind ua» den besten jetzt in England fiblichen gebildet und wi'rdcn genau beobachtet werden, In diesem Jahre Werden die Rennen am 4. und (;. August stattfinden und die nähei'n Bciiimmungm späterhin durch die öffentlichcn Blätter zm" K_ennrniß des Pu- blikum gebracht werden. Folgende drei Preiie sind ausgesetzt: Einer von funfzig Fiiedi'ichSd'ok für ein einmaliges Rennen mis einer eine und eine halbe Englische Meile langen Bahn, Einst“ von hundert Friedrichsd'or für ein verbundenes Reimen; Länge der Bahn zwei Englische Meilen. Cincr von zwcihundcrtFric- drichSd'or ebenfalls für ein verbunch Rennen Und gleichc Länge der Bahn.
-- Einer in derKdlnischcn Zcitung enthaltenen Angabe zufolge sind im Jahre 18.33 zu Emiiicricl) von Holland kom- mend 1,421,673 Centner Wanken paiiirc, und zwar nach folgen- den Bestimmungen:
6,058 Ccntncr für Ross,
53,840 ck : Wesel, 135x265 - ; Duisburg, 275x268 - * Di"! ffeldorf , 503,012- - 1 K 6111 ,
41,011 - 1 Koblenz, *.*-27,760 - 7 Mainz,
8,513 ; Fi'ankfurr, 170,946 - Mannheim.
Abwärts“ pamirrcti zu Emmerich imm“ andern Gcgcnsiäii; den hauptiächsicl)z_ * 2,486,8.36 Lentner Steinkohlcn imd Gries von der Ruhr,
633,590 - Taniicnholz, 719,647 - Eichenholz, 313,06? - Getraidc, 322,057 ; Basaltsteinc, 124,95? ; Tufeicinc, 19,008 ; Mühlstcinc, 109,64?" : Kalk und 428,30? - Stückgüter.
Vermischte Nachrichten.
Einige Aktenstückc in Bezug auf Kaspar Hauser. Der gefäUigeti Mittheilung DW" Herrn Poiizci-Rat'h Mrrck'er verdanken wn“ vqi'etts heut? dre _nm ".'-“ßen d; M. erscheinende Num“- mcr scinsr „Beiträge _zur ELJCtClUck'Ung de:"; Gclingcns dcr prakti- schen Polizei“. _ Es wenndex iici) darin eine Fortscizung der kürzlich erwähnten Nottzcn zur 15181chtcv1c 1111513111“ ,syaiiicr's und m“ Erwei- derun auf den bckanittcn Anfsaiz dcs „1391911 “profesor xanmer m Nürn erg. Der Verf; theilt darin zwci 11:1171 nnmtercffante Scbxri: ven Fc:1crbach*s Mit, die wir iner wiedergeben, indem wir em uxvrigcn auf das Blatt dcs Herrn “.Nkkcki'? selbst Verweisen. Nl; Einleitung zn den beiden "Säit.“cibcn hcißt «**:; zunächst; “„Da 15!) die Erklärung abgcgcbcn habe, daß die Grrücbtc. «ils befanden irc!) tn den Untrrsiicwungs-Akten schon Nach;veise z'ivcr HSZ Herkunft, ungegründet wären, so [affe ich hier zwei Schreiben
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