1'501'11'1191' 126150. [)?-1 5. April 1834. 11111]. 17011118- 11111! (;(-.li]-(.*0111'§-*/-01113]. („7'674/8. KMM.)
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(Mad. Schröder-Dcvrient: Julia, als erste Gastrolle.) Zu dieser Oper bleiben die bereits gelösten, mit Donnerstag
388
schmieds Töchterlein. Hierauf: Lebende Bilder. 1) Arabeske (obe- ]“ Königs und der Aufreizung zum Ungehorsam gegen die
rer Theil des Diploms für den Verein der KunstfWUUde des Preu- ßischen Staats), ge eichnet von W. Wacl)- 2) DU“ Seher dss Hochlandes, nach alter Scott. 3) Schtvesterliebe. 4) .Die Braut von Abydos, nach „Byron. 5) Mädchen am Brunnen, nach einer Zeichnung von Schinkel. 6) Arabeske, von W. Wack). (Unterer Theil des gedachten Diploms.) 7) Die Schlvaben auf der Hasenjagd, nach einem Bilde von „Heß. _ Königftädtisches Theater.
Sonntag, 6. April. „ Fridolin, Schauspiel in 5 Akten, von F. von Holbein; nach Schillcr's Gedicht: der Gang nach dem Eisenhammer.
I)iontag, 7. April. Hinko, dcr Scadtschulti)eißcn-Sohn von Nürnberg, Schauspiel in 5 Akten, mit einem Vorspiel: „.Der jüngere Sohn.“ Mit Benutzung des Storchischen Romans, von Charlotte Birch-Pfeiffer.
Dienstag, 8. April. Norma, Oprr in 2 Akten, nach dem Ztaiiänischen von Seyfried. Musik von Bellini.
Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits gekauften, mit „O)Tontag“ bezeichneten Billers gültig, auch werden die dazu noch zu verkaufenden Billci's ebenfalls mic „O)Tonmg“ bezeichnet seyn.
Zi“ 0 is?; 2 i ::?) 1" € 11. Der I)idxiirour publizirt heute das von den beiden Kammern vorirtc Grieß Über die bewilligten Zu-
N e U a.» Zi ?
Paris, 30. März.
schüsse zu dem Bridget von 18.1. Gestern isr dieses Gesetz in dem Bulletin rrjchirticn. _
Lord Durßam und Herr Ellice ("00th gestern cine1chr [ange Konferenz mit Herrn Tbirrs; dic_Unt_rrr-edung soll ychr [)ixzig gewesen seyn, und es hrißi, dir Ciiglixchrn Diplomaten hätten sick) in großer Unzufriedenheit von dem Minister wegbcgcbeii.
a der Deputirte Herr Rimbaud seine Enclassunq einge,-
bezricbnrten Opernhaus-Billccs gültig; auch werden die dazu 47
noch zU verkaufenden Billers ebenfalls mit Donnerstag bezeich- net 191111.
Sämmtliche Plätze zu dem Parquet und den Logen des Pm'qncts sind verkauft.
Im Schauspielhause: Guten Morgen, Vielliebchen! Hier- , anf: Kritik und Antikritik.
Montag, 7. April. Jm Schauspielhause: Der Freischükz.
.Die neue Decoration zur Wolfsschlucht isi von dem Königl. Dccdrations-Maler Gropius.
„Jm Potsdam. Zum Erstenmale: 1711111 in 1 Abth., von ])1'. Römer. Hierauf: Konzert dei" 9- MW Yljährigen Gebrüder Eichhorn. 1) Konzertino für 2 Bio- linen, von Wassermann. 2) Duetto aus Fra Diavolo, von Pa- 53.7.11iiii. 3) Variationen aus Moses, von Paganini.
Dictrstag, 8. April. Jm Schauspielhause: Des Gold-
Liebe und Liebelei, Lust-
reicht hatte, so war das 51c Wahl-Kolieginm des Var-Dcpartc- ments. auf den 210211 d. M. nach Brignollcs einberufen wor- den, um an seine Stelle einen aiidix'n Dchtirtcn zit Wahirn.
; Das Journal de Paris tncldcc das Rcsnitat diescr Wai)! in
folgender Weise: „Man berichtrc rms“, daß nur 27 Wähler an der definitiven Abstimmung Theil genommen haben, Weil nur zwei Kandidaten auftraten und beide sich nicht zu den politischen Grundsätzen der Majoritäc drs Wahl-Kolie-
* giums bekannten, so das; diese lieber die nächsten allgemeinen
Wahlen abwarten wollte. Herr VON Pontevds hat 26 Stim- men erhalten und isi zum Depitkirtcn proklamirt worden.“ Der Messager bemerkt, daß die Üble Laune des ministrricllen Blat- tes sich daraus erkläre, daß Herr Pontevds dei" Oppositions- Kandidat sey.
Gestern wurde vor dem hiesigen Assisenhofc der Prozeß der Gazette de France entschieden, die wegen zweier Artikel Über die Majorennität des Her ogs von Bordeaux und Über die Steuer-Verweigeruug des lngriffs gegen die Rechte des
.' angeklagt war. Obgleich an demselben Tage der Prozeß des
ck Nacional von 1831 vor dem Caffationshofe verhandelt, aber noch nicht entschieden, sondern auf den nächsten Freitag vertagt wurde' und ungeachtet es der Sonnabend vor dem Feste war, hatte sich doch eine sehr große Menge Advokaten und eine glänzende Versamnn lung von Zuhörern eingefunden. Der General-Advokat, HM. Berville, nahm zuerst das Wort und setzte die Anklagepumxxe auseinander. Hierauf vertheidigten fich die beiden Redacteure Herr von Genoude und Herr „Janvier, und Herr Berville er,- wicderce. Die Geschworenen zogen sich nur auf kurze Zeit zu; rück, und das Resultat ihrer Berathungen war, daß disGazette in Bezug auf beide Anklagepunkte freigesprochen wurde.
Die Mitgliedcr dcr Gesellsckmst“ der Menschenrechte zu Ne- vers haben, den Republikanern vom Jura, von der Saone Und Loire nachahmend, zZOgen das Gesetz, in Betreff der politischen Vereine protesrirt, sie sind aber noch einen Schritt weiter gegan; gen, als Jene, indem sie den Schwur ablegten, das Gesetz zu übertreien.
2)?ehrcre Unteroffiziere der Pariser Garnison haben d„" Befehl erhalten, vor ihren Obersten zu erscheinen; man glaubt, daß diese ihnen Verweise wegen ihrer politischen Verbindimgen ertheilen sollen.
Die Polen, welche an dem Einfall in Savoyen keinen Thétl genommen haben, können aus der Schweiz nach Frankreich zu,- rückkehren; die Französisch Gesandtschaft zu Bern hat den Auf; (rag erhalten, denjenigen unter ihnen, die darum nachsuchem Päffe zu bewilligen.
*))?an hatte schon seit einiger Zeit die Besorgniß gehegt, daß die Französische Garnison zu „Buizia von den Karavanen, dj,: zur Zeit des Ramasan in großer ? nzahl herbeikommen, um da,. Grad eines sehr heilig gehaltenen Marabucs zu besuchen, ange,- griffen werden möchte, und ein im heutigen »Monitcur em,- 1')alccncr Bericht des Obrr-Bcfehlshabers zu Bugia, Herrn Du- vivicr, an den R'i'iegs-INinißrr, datirt vom 11. I)iärz, zeigt, daß diese Furcht nicht ungegründet war". Es win" unweit Bu- gia zn einem heftigen Gefecht zwischen der dortigen Garnison und den Kabailcn gekommen, Wobei die Letzteren großen Verlust «Habt haben sollen; unter den Todten befanden sich der Schejk Hadschi-Hammana und dessen Sohn; von Seiten derFranzosen sollen nur 24 verwundet wordcn 16011,
s))Torgen, als am ersten Osker-Feicrtage, Werden keine Zei,- tungen erscheinen.
*Frankfart a. M., 2, “.)lpril. Oesterr. öproc. Metall. 98:1. 08-77, 4proc. 803. 89-196; 2Zproc. 5.1. 1proc. 23*,-. Br. Bank- Akticn 151.3. 1511. Part.-O_bl. 138€. 1382. Loose zu 100 G. 208. G. Holl 5proc. Obi. von 1832 9.1.3... 94-,-“-.-,. Poln.
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L. 62; 62“, Preuß. Präm. - Sch. 54-2. 542 4vroc. Anl. 924. G. Jproc. Span.Rentc (ZLF. 624. Iproc. do. perp. 40.2. 404.
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Gedruckt bei A. W. Haun. _ ““ „YIM
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Allgemeiner Anzeiger für die PreußischenMS aaten.
Gesehe
"éZésekanntmachungen.
Edictal-Ladung. _
Naxxr-dxM der Lehrer gn der hiesigen Burgerschule err Carl Traugott Cubis, am 20. Oktober 1833 ohne Testmirnc und ohne Unterlassung bekannter Erben v::*1110kvr'111|, und deyen übrigens nichx bedeutender JÄZobÜtxr-Nachlaß daher einstweilen in gcricbtliche Ver- w.:biimg grnommen worden; so sind von dem unfer- zrichiircrn Smdtqericbte m Gemäßheit des allerhöchßen Zkaths vom 13. November 1770, die unbekanntrn E:.x-mi des nurgenanmen „Erblassers, ingieixhen alle dicjméac'n, wrlche als Glgubiger oder aus einem an- dr-xn ?)ceiytsgrunde Ansprache an dem Nachlasse zu havk-n orwneinrn, mittelfi der _an Gerichcsßrlle zu Vadisi", Leipzig, Freibxrg, S_örlnz und Numburg, _so wie am biestaen Orte offentlich ausgehangenen Edic- cal-Ladung auf _
den dritten Seyrember 1834, zur Anmeldung ihrer Anspruchs an Stadtgerichtsßelle disrselbsi und deren Bescheinigupg unter der Verwar- nung, daß sie außerdem damit fiir ausgeschlossen, auch der ihnen etwa _iußehendey Wiedereinsetzung in den vorigen Stand fur verlufiig erachtet werden sollen, inglrichen _
den vierten October 1834, zur Inrotulation der Accxn, und den sechs und iwanztgüen November 1834, zur Publikation eines Urthels odcr Bescheides vorge- laden worden. _ _
Solches wird mit der Bedeutung, daß die Auswär- tigen zur Annahme richterlicher Verfugungen Bevoll- mächtigte m hieagerStadr zu bxsiellen haben, auch hierdurch zur öffenxlixhen Kxnntmß gebracht.
Lobau in der Konigl. Sacbsschen Oberlausitz, am 30. Januar 1834.
Das Stadtgericht.
E r k l ä :* u n 9.
Da ich nunmehr durch" fortgeseiztr Beobachtungen und genaue Untersuchung uberzeugr bm, daß die von den Herren James Booth & Sohne, Besizerxi der Flocbecker Baumschu_len, mir dem Namen „Konigin von Dänemark“ bezeichnete Rose keine früher bekannte, vielmehr en) ne_ues Erzeugnis von ihqen ifi, so erkläre ich, daß mem bisheriges Ayfcreten wider dieselben al- [rin anf Irrthum meinerseits beruh_t hat,_un_d bezejge hiermic öffentlich mem Bedauern uber die ihnen an.- gethane Kränkung.
Hamburg, den 18. März 1834. _
Lehmann, Professor und Director des bocanischen Gartens.
In Folge obiger Erklärung des Herrn Professors Lehmann, worin er verüchert„daß nicht Absichten, sondern nur Irrthum [einerseits dem Streit? xu Grunde lagen, wollen wir diese Versicherung als voll-
“ kommen zufriedenßellend für uns erachten, und folg-
lich alls ehrenrührige Ausdrüxke die wir gegen ihn
gebraucht, hiermit gerne und offentlich zurücknehmen. Hamburg, den_18. März 1834.
ben Booth, 111 Firma James Booth &:Söhne,
fur mich und Namenß drs Hserrn George Booth in art .
Literarische Anzeigen.
A n z e i g e. _Von de_n von Kampkzschen Annalen der_Preu- ßischen innern Staats-Verwaltung :| jetzt
das M Heft des Iahrgang8_1833 erschienen, welches die Herren Abbonnenten hxesrlbüety de_én Vormit- tagsßunden von 10_1 Uhr bei mtr gefailigji in Empfang nehmen wollen. In den Probmzen wrrd solches bmnrn 8_14 Taqen zu erhalten sein. _
Die in dieses Heft aufgenommenen Haupt-Debxts- Rechnungen der Jahrgänge 1830 und 1831 weisen an Ueberschüssen 803 Thlr. 10 sgr. 7 pf. iiach, welcbe von dem Herrn Herausgeber gedachter Zeitschrift fdr vkr- schiedene, in den Rechnungen selbst näher _bezeichnexe, mildthätige Zwecke bestimmt und dahin successive abgefuhrt worden sind.
Berlin, am 5. April 1834. __
Schmidt, Hofrath, Dehrrnßr. Nr. 68.
Das von mir herausgegebene Werk:
Versuch eines Dienstreglemencs :c. :c. ist von heute an nur für den Laorn-Preis, rin ringe- bundenes Velin-Exemplar 30T1)1r., _ein broschirtes Median-Exemplar 11 Thlr. und em nicbigebundenrs Median-Exemplar 10 Thir. Courant, fur jeizc noa) m in meiner Wohnung, _FklkdlehSßk. Nr. 239, zu haben.
Berlin, den 1. April 1834.
v. Burghagen, Major a. D.
Nachricht an das Publikum, betreffend den Allgemeinen Wohnungs-Anzeiger für Berlin und dessenYmgebungen, her- ausgegebep von J. W. Bblk_é- _ _
Die Verbreitung von Sub crwcions-Liften zu einem
von den Herren Po1.-Insp. mkler und Poh-Comm. Maaß 1. geleiteten Unternehmen, dessen Titel mit gerin_ger A bweichuxig deni unse_rs Wohnung;- Anzetgers nachgebildet isi, konnte_das Publi- kum zu dem Glauben beranlassen, sls ob dieser „Woh; nungs-Nachweiser“ el_nen_amt_ltchen Character träge und der von mir sxit dreizehn Jahren hergus- gegebene Wobnuygs-Anieiger zu erscheinen ayfyoren werde. Eines iti so wenig der Fall, Wie das Andere. _ _
Der Wohnuygs-Anzeiger wird ununtrr-
brochen von m_:rberauögegeben werdrn. _
Eine dreizehkmahrige Erfahrung hat mich die Wun-
sche und Bedurfnis'e des Publikums kennen gelehrt, und dix wohlwollende Unterstutzung desselben hat es mir moglich gemacht, diesem Buche, das unter den Augen des Publikums zu dem_Grade von _Vollkqmmen- heit gedixhen iii, den es erreicht hat, ei_nc_moglichsie zweckmäßige, jährlich zu vrrbessrrnde Einrichtung zu gehen. Durch die eigenhändige Eintragung eines jeden Einwohners in die HauSlifke, wird namenxlick) dem kaufmätznischen und gewerbetreibendey Publikum Ge- legenheit gegeben, daß Jeder sich mtt, “k!?" Zweigen semes_Geschäfts aufführen kann. Bei einem Buche von bisher schon _52 Druckbogen, welches mehr als 40,000 Name:; mat vollsiändigen Adressen enthält, 10 es unvermeidlich, daß Fehler iich einschleichen und das Versprechen eines vollig fehlerfreien Buches der_Art dürfte mindeßens sebr_gewagt sem. Meine Berettw_iUig- keit, Verbesserungen jeder Art„aufz_unehmen und _uber; haupt den Wunschen u_nd Bedurfniffen des PUblikUMé entgegen zu kommen, :| hinlänglich bekannt.
Es ist meinen und, der unterzeichnetetz Vleagshand- lung vereinten Bemuhungey gelungen, in einer eignen Abtheilung die hiesigen Einwohner „nach S tänden und Beschäftigungen aufzufuhren. Indem
großen Thriles unserer geehrten Herr!! Subscribenten entsprechen, geben wir dennoch zugleich das bisherige Werk in uuvrrkürzxer Grßalx. „Nicht minder wird schon sei: dem Erscheinen des diesjahrtgencWohnungs- Anzeigers an einem Anhangs zu dem in_nfcigen ge.- arbeitet, der verschiedene, doc!) wesentlich zweck- mäßige iotizrn für das Geschéfcsleben nebst ge- mrinnüizigen Tabellen enthalten soU. _
Ich glaube es vom Publikum erwarten zu durfen, daß es mir die Frucht dreizehniähriger stets erneuter Berni-bungen nicht entziehen und in „der Herausgabe des Wohyungs-Anzeigers seine Unterstutzung auch frr- nrrhin mchc versagen werde. _
J. W. Boike.
Indem wir uns auf obige Anzeige drs Hrn, I. W. Boike beziehen, bemerken wir noch hinrichtlici) der äußern Ausstattung des in Rede siedenden Buches, das; wir nicht zum Nachtheil des Publikums Drucker- sdarniffe eincrrxen lasen, sondem den Wohnungs-An- zriarr mit den bisherigen großen und deut- lichen Typen drucken werden. Auf dez: oben ange- kündigten Nachtrag wird von uns die qroßte Sorgfalt vrrweydet werden, und obgleich die Stärke des Buches“ hierdurch wächst, so werden wir doch, um der ein-
„Dad Wrrkchen ist bereits in vielen Lehr-Amialien eingefuhrt worden. Bielefeld, im März 1834. Aug. Velhagen-
Bei mir ist erschienen und durch jede solide Buch- handlung (in Berlin, Posen, Bromberg und Gnesen dußch die Buchandlung von E. S. Mittler) zu be- it? en:
Unsere Nacionalbrldung. Eine Rede an die deutschen Erziehungs- freunde zu Anfang_drs Jahres 1834. Von Prof. !),-, Fr. 1). Ch_r._Schwarz,
Geh- Kirchenrath, Ritter des Komgl. Preuß. rothen
Adler-Ordend xc. _ 51“ Bogen, gr. 414). Vriin-Papier, broscbirt 18; W
Was der gefeirrte Nestor u_nserer Pädagogik mic Freimuth *and Unbrfangenheic hier aussvricht, wird in der Brust eines jeden Paterlandsfreundes “Anklang finden;_ und nur mir erhohtem Interesse wird 100 Leser diese Schrift aus der Hand legen. _ _ _
Georg Joachim Goscben m LEWW
nzal eingetretenenConcurrenz zu begegnen, fur den künftigen vierzehnten Jahrgang (1835) einen Subscriptions-Preis von 1Tl)lr. 5 fü r. eintreten lassen, dér bis zum 1. Januar 1835 offrn blribt. Unsre Subscriptions-Listen werden, wie grwöbnlicb, in der ersten Hälfte des_Octybers mut den Hauélisien ausgetragen, die zugleich emen voll- ständigen Prospeccusrnrbalten werden. _ _ _ Der Neft de_s diesxeähriqrn Jahrgangs wird, wie wir bereits angezeigt, fur 1Thlr. 5sgr. pm Exemplar verkauft. _ Veit & Comp., Oberwallfir. Nr. 6. (nahe der Jägerstr.)
(Zruncii-isz yon Zerlin uncl nächster [)m- _ gegen 11.
So eben tft erschienen und in alien Buchhandlun-
gen zu habe!): _ _
Grundriß von Berlin und nachsier Umge- gend 1834, gezeichnet und gefiochen von C. F. Wolff in Berlin, 12 Zollboch und 16 Zoll _breix.
_ Dieser Grundriß isi so speciell, wie kaum die bis
jetzt alle, bis auf die nrueste_Zeit vorkommenden
Benennungen von Scraßrn, Platzexi sc., so wie die
nrueste Einrheilung nach Pox-zei-Revieren. Er zeichnet
sich durch Korrektheit, vorzuglichen Stirb und saubere
Illumination aus, so, daß er auch als Zimmer-Verzie-
rung empfohlen werden kann. _ _
Stuhrsche Buchhandlung in Berlin,
Schloßplaiz Nr. 2.
Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: Kurzer Abriß der Pflanzenkunde zum Unter- richte an hohern Lehr-Anstalten von L. V. Iüngü; 12; sgr. _ _ _ _ Das bocbloblichx Provinzial-_Schulkollegium in Muti- sier empfiehlt diese Schrift _m den Amtsblättern mcc den Worten: dieselbe _verd-xnt wegen der Uebersicht- lichkeic und Deuciicykeit, Kurze und Wohlfeilheic sehr die Aufmerksamkeit der Schulvortiande, _ _
In dem Menzelschen Literaxurblatte wird sie jungen Freunden der Botanik als em sehr guter und zweck-
Jn Ferd. Dümmlers Buchhandlung, Linden Nr. 19, hat eben die Presse verlassen: Clausewitz, Carl v., hinterlasseye Werke 611251?- hat gucb den Titel: Die Feldzuge vpn 1799 m Frauen u. d. Schweiz 2r Bd. Mit einer gryßku z"harte zurn 41811 Bande dieser Werke gehorls- Laden-Preis 2 Thlr. 20 sgr.
Zu äußerft wohlfeilen Preisen. (ML ' bedeutet: elxgancesier Halbfranxband) * Goethe, 55 Bande. Stuttgart, 1833. 12mo. 22 Thlr. 15 [gr- * _ _ 20 Bände das. 1819. gr. 81-0, Schreib- papier. . _15 Thlr. “30191- Stolbe rg (Bruder,) 20 Bde. Hamburg- Schreib- papixr mtc Kupfern, Vignetten und Karten, (brochtrt-) _ _ “* Ernst Schulze, 4 Bde. Leipzig, 1822. _ 4 Thlr. 23 sgr. Iffland, 11 Bde. Leipzig, 1828. (Pappbd.) 3 Thlr. 15191- * Ernst Wagner, 12 Bde. Leipzig, 1826. 5 Thlr. 25191- *" Zschokke, 10 Bde. Aarau, 1830. 6 Thlr. 25191- *" _- _ in einem Bande. das. 1830. 5 Thlr. 20101- _ _ 40 Bände. das. 1818. (Pappband,) 18 Thlr. 151.“- * Stunden der Andacht, 12 Bände. das. 1830. _ 4 Thlr. 20 sg?- “ _ _ inin em Bande. das. 1833. 3 Thlr. 5 187- * Matthisson, 6 Bände. Zürich, 1825. ' „ 3 Thlr. 25191- Schilling, 40 Bde. Dresden, 1833. (Pappband)- , 8 Tylr. 25191- * Walter Scott, 55 Bande. Leipzig, 1826. - .- 16 Thlr. 10 sgr- * Cooper, 81 Bände. Frankfurt, 1834. 11 Thlr. 25 sar- Becker's Taschenbuch 3. gesell. Vergnügen, 1791 1833. ganz complet. 43 Bde. 18 Thlr. 20191- Urania, (Taschenbuch 1819 bis 1829. 10 Bande. 6 Thlr. 20 sgr.
wir hierdurch dem Wunsch und dem Interesse eines
mäßig eingerichteter Leitfaden empfohlen.
Bérlin, I. A. Lisi, Burgßraße Nr- 9-
Allgemeine
)ÉT96.
___“ ----' __.“
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Königl. Hoheit der Prinz Albrecht ist von Bran- denburg hier eingetroffen.
Im Beßirke der „Königl. Regierung zu Köln ist der isherige Pfarrerzxeter Mertens zum Pfarrer in Gymnich ernannt und der andidat Karl Georg Gottlieb Trommershausen zum Pfarr-Adjunktus der evan- _' gelischen Gemeinde zu Wiedeneft erwählt worden.
Ab g ereist: Der General; Major und Commandeur der ' gm: ananterie-Brigade, Freiherr v on Lü ßow []„ nach Glogau.
Zeitungs:Ikacim'ickzirn. Auöiand.
Frankrelch.
Paris, 30. März. Gestern ertbeilte der König dem Ba- ron Pasquier, Präsidenten der Pairs-Kammrr, und dem Ger „ neral Flahault Privat-Audienzen. ( Jm Journal des Dévats liest man: „Seit einiger ' Zeit hat man sich vorgenommen, das öffentliche Vertrauen in die Aufrechthaltung des Bündnisses zwischen England und Frank- reich zu erschüttern; und doch bemühen wir uns vergebens, den „ Anschein, ja, nur den Schattenrines Vorwandcs zu den Über- '? triebenen Muthmaßungen zu finden, die sich in dieser Beziehung ,sogar bis in das Englische Parlament Bahn gebrochen haben, wenn auch nur durch das Organ des Herrn O'Connell, d. 1). eines Red- ners, dem manim Uncerhause kaum zuhört, wenn nicht von Irländi- _ 1"chen'2[ngelegenheiten die Rede ist. Von Seiten der Organe der Tories [ ist die Auflösung der Englisch-Franzöfischen Allianz ein altes 'Lieblings-Thema, das keine Wirkung mehr hervorbringt; es ist _ ein beständiger Aufruf an alle alten Vorurtheile über die Neben- "buhlerscyaft der beiden Länder, es ist ein abgenußtes Gewäsch, - das keine ernstliche Widerlegung mehr verdient. Daß aber Jour- nale, die sich eines besondsrn PatriotiSmus rühmen, die ohn- „mächtigen Anstrengungen der Lords Aberdeen und Londonderry nach besten Kräften unterstützen, das ist in der That ein seltsa- mes und schmerzliches Schguspiel. Nein, die Bande, welche 'das Frankreich von 1830 urid das reformirte England aneinan- _,der knüpfen, find nicht lockerer geworden. Die auswärtige ;_Po- :lit;k der beiden Regierungen kann sich bei untergeordneten xra- gen nach dem mehr oder weniger direkten, mehr oder Weniger ,unmittelbarcn Interesse der beiden Länder modificiren; aber es *erhebt fich keine_wichtige Frage, wo jene Politik nicht wieder den Charakter der Solidarität annähme, der aus unsern gemein; .schafrlichen Institutionen entspringt.“ * Die Kommission zur Prüfung des Einnahme; Budgets hat Herrn Gouin zu ihrem Berichterstatter ernannt. ;. Die heutige Nummer der Gazette de France ist fast :aussch1ießlich dem Prozesse gewidmet, den fie-geskern vor dem hiesigen Asfisenhofe gewonnen hat. Der eine Artikel, wegen Jdessen der Herausgeber dieser? Blattes angeklagt War, enthielt ei- nen Bericht Über die Aufnahme, die eine Deputation von Legi- .-timiy_1cn am 29sten September v. I. in Buschtirrad gefunden, ., als 10 den Herzog von Bordeaux zu seiner Majorennität zu be- gläckwünscbrn kam. Die bei dieser Gelegenheit an den Prinzen S?daltcne Anrede und die von demselben ertheilte Antwort Waren Jesrorzüglick), auf die der General-Advokat seineAnklage wogen An- Mffs a-tfdie Rechte des Königs LudwigPhilipps gründete, während -er in dem zweiten Artikel, der das Steuer-Verweigerungs-Recht “;]"?l'kheidégte, eine Aufrrizunq zum Ungehorsam gegen die brstex jhendxn Gesc e erblickte. Dir Gazette sagt heute in Bezug =*“Ufkbl'c Frei prechung: „Weshalb waren wir angeklagt? Weil _“Wll' uns zu zwei Grundsätzen bekennen, ivc|che die Grundlage _des von uns vertheidigten National-Sysrems bilden: wir mei; ;_nen die_ Legitimität und das Recht aller Franzosen, die Stearrn ___zu bewilligen, mithin auch fie zu verweigern. Die Gazette ist _von der Jury für nicht schuldig befunden worden. Diese Frei- ;srrechuyg giebt den von Herrn v. Genoude in seiner Verthei- degungs-Rede entwickelten Ansichten noch einen erhöhten Grad _Von Wichtigkeit.“ _ Der Herausgeber der Tribune ist zu morgen vor den Assi- .sknhosgeladcn, um sich wegen eines in einer seiner letzteren .NUMMern erschienenen Artikels über das Gesetz gegen die Ver- e'"? zu rechtfertigen. '“B Da der Cassaeionslwf gestern nach einer fask dreistündigen - “'*'“khlxnxi noch kein Urtheil in der Angelegenheit des Na'cional 11111111, iondcrn den Spruch auf den nächsten Freitag verlegt hat, “' schmetcjxrlt der Herausgeber dicses Blattes sich, daß die Ent- ,scheldxlng günstig für ihn ausfallen werde. __ Ts smd Briefe und Zeitungen aus Madrid vom 21. März “gekommen., Am 1151en hatte der Kai'dinal-Erzbisch)os VM Medorine Privat-“Lludienz bei der Königin zu Aranjuez. Dcr » WMW“ von Madrid, Bonnafont, der das öffentliche Miß- 111311170111 durch sein wenig liberales Verfahren bei der Bildung küMiliz erregr hatie, isc entlassen und durch Don Pedro _? ate erseßt; ungleichrn ist der zum Subdelegaten von Gra- _ “0 L_rnannt gewesene Herzog von Gor nun zum Subdelegaten _9" Y-adrid ernannt worden. d____ckl_l_d_St. Jean _de _Luz schreibt man: „DaSHaupt-Arnice- W , “ Kalxltsten ist in der Umgegend von_ Bilbao vereinigt, MW zu bedrohen scl)ktt1_k. dexada steht in einiger Entfer- ung“ [81113 _ct'warcet, um die Karlisten anzugrersen, ein_e Verstär- (Nen, *? ihm Iaureguy zuführen "soll. _ Man berichtet Über verwegenen Zug der Insurgentrn. In dem Augenbliok'e
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Preußische Staats=Zeitung. '
Berlin, Montag den 7ten April
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nämlich, wv eine Brigg“der «Königl. Franzöfischen ONarine in den Hafen von Bilbao einlaufen wollte, ward sie durch Kano- nen; und Flintenschüsse angegriffen, die ihr 4 bis 5 Mann töd- teten oder verwundeten; eine Ladung des Französischen Schiffes säuberte indessen bald das Ufer und schmetterte mehrere der ver- wegenen Angreifer nieder.“
Aus Bedous (Gränze von Aragonien) wird unterm 22. März gemeldet: „Drei hier angekommene Spanier berich- ten, daß man am 13. d. 60,000 Pakete Patronen im Kloster St. Domqtgo u Sarragossa, dessen Oberer verhaftet worden, und 2500 im Kloster des 1). Joseph gefunden und weggenom- men, daß man am nämlichen Tage dort 1000 Milizen bewaff- net habe, und daß ein Bataillon der Znsurgenten von Navarra mit einem Obersten, seinen beiden Söhnen, einem Obersk-Lieute- ngnt und einem Capitain zu Ekkella durch die TrUppen der Kö- nigin überfallen und gefanZen Worden sey. In dem im Thale Verdun gelegenen Kloster eyre hat man viele Bekleidungs-Ge- genstände für die Trappen, 1000 Flinten, viel Geld, und zu Gousseval-Sarassa 300 Flinten gefunden.“
Der zu Anfang dieses Jahres in Caraccas racificirte Han- dels-Trakcat zwischen Frankreich und der Republik Venezuela bestimmt,_ daß die diplomatischen Agenten, so wie die Einwoh- ner, _Schiffe und Waaren beider Länder gegenseitig der den be.- günsttgstrn Nationen zugestandenen Privilegien und Gerecht- same theilhaftig seyn und daß alle Schiffe, die von einem Fran- zosen oder einem Eiywohner von Venezuela befrachtet worden, sohkzettrachvet werden ]ollen, als ob sie einer der beiden Nationen ge ren.
Vor Kurzem hat die Bank zu New-York einen Wechsel im Betrage von 350,000 Pfd. Sterl. auf die Herren Baring und Comp. an die Ordre der .Herren von Rothschild, 100 Tage nach Sicht zahlbar, ge ogen. ie hat man eine solche Summe in einem einzigen We“ „sel ziehen sehen.
Großbritanien und Irland.
London, 1. April. Die Prinzessin Victoria befindet sick) seit vorgestern bedeutend beser und ist ihrer vollkommenen Wie- dergenesung nahe.
Gestern hatten der Französische Botschafter, der Preußische x_md der Belgische Gesandte und heute der Portugiefische Ge- Fndte 'Unterredungen mit Lord Palmerston im auswärtigen
mte.
Der Graf Sefton gab am vorigen Sonnabend dem Her- zog von Argyll, dem Fürsten Esterhxzy und dem Baron Bülow ein glänzendes Diner.
Am Sonnabend haben mehrere angesehene Personen, wor- unter einige Mitglieder des diplomatischen Corps, London ver- lassen, um die Feiertage bei dem Herzogc von Wellington in Strathsieldsaye zuzubringen.
Lord Denman hat heute früh seinen Eid, als Pair des Königreichs, geleistet und seinen SiY im Oberhause eingenommen.
Es geht das Gerücht, daß in ,olge der von dem Lord-Kanz- ler im Oberhause eingebrachten „Bill zur Verbesserung der Gr- rechtigkeitSpflege in der Hauptstadt mehrere der einfiußreichsten und wohlhabendsten Friedensrichter der Grafschaft Middlesex ihre Entlassung einreichen wollen, Sie glauben nämlich, daß ihr An- sehen darunter“ leiden würde, wenn die Regierung ihre Geschäfte verminderte, und namentlich, wenn die Ernennung des Präsiden- ten ihrer Sißungen der Krone anheimfiele.
Man glaubt, daß Sir ' enry Ellis, einer der Schatzkammer; '
Secretaire und ein naher erwandter der Grafen von Ripon und von Buckinghamsyire, an die Stelle des Lord Auckland zum General-Controleur der Schaßkammer ernannt werden wird.
Durch den Tod des General Knowlys ist der Posten eines Gouverneurs drs Kastens von Limerick erledigt.
Vorgestern begab sich eine Deputation von Mitgliedern der Handwerker-Vereize, von 1)» Wade geführt, zu Lord Melbourne, um ihm eine Petition von den arbeitenden Klassen 11 überrcichen, worin Sr. Majestät ersucht werden, die über 6 5ZJTitglieder dcs
Arbeiter-Vereins zu Dorchester wegen Abforderung gesetzwidrig“
_»Eide verhängte Deportations-Strafe den Verurtheilten zu erlas- 1cn. Lord Melbourne empfing die Deputation sehr freundlich und versxcherte, daß er die Bittschrift dem Könige sogleich vorlegen wer e.
_ Zn Birmingham haben in voriger Woche 400 Arbeiter ihre Brodhrrrn verlassen, weil diese ihnen ihren Lohn nicht er- höhen wollten; einige von den Meistern aben den Tag darauf nach, und die Leute kehrten sogleich zu iZnen zurück; 100 der- selben sind aber noch ohne Arbeit.
Die beiden berühmten Correggioschen Gemälde der SWM; [ung des Lords Londonderry smd angeblich für 11_12,000 Pfund für die National-Gallerie angekauft worden. Diese Gemälde befanden lch ursprünglich in der Sammlung Karl's [. und wurden zur eit der Republik an einen Agenten des Kö- nigs von Spanien verkauft. Während des lckzten Krieges brachte sie Murat an sich, und sie wurden nach Neapel ge- bracht. Nach seinem Tode nahm die Wittwe desselben sie, als Privat-Eigenthum, in Anspruch, und der Wiener Kongreß Überließ sie ihr. Lord Londonderry, der damals Botschafter war, kaufte sie von der Ex-Königin, und sie kamen auf diese Weise wieder nach England Zurück.
_ Am Sonnabend am ein C'xprcffer aus Falmouth mit Nach- richten aus Lissabon hier an, die durch die Königliche Brigg „Savage“, welche den Tajo am 16ten d. verlassen hatte, dort- hin gelangt waren. Sie lauten ungünstig für die Sache „Donna Maria's, indem die Miguelisten in Santarem einc drohendere Steliung angenommen hatten; sie hatten außerhalb der Stadt Verjchan ungen au geworfen und bereiteten fich zu einem An- griff au Donna aria's Truppen vor. Dom Miguel hatte 3000 _Mann aus der Nähe von Porto vorrücken lassen, um da- Mit 1em Jer bei Santarem zu verstärken. Die Belgische Le ion war von om Pedro nach dem Süden gesandt worden, um om Miguel die Zufuhr abzuschneiden. Die größte Schwierigkeit br-
1834.
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ßand darin, die Truppen Donna Maria? beiSancarem zusammen- Zuziehen, und Dom Pedro schien noch ansehnlicher Verstärkungen zu edürsen, ehe er daran denken konnte, s einem Gegner einen entscheiden,- denSchlag beizubringen. Daher hatte er auch mit dem „Carvon“ einen foi im nach En land abgesandt, um frische Truppen zu Loleri. Es am den An (hein, daß der Kampf noch lange währen k nnte, In der Nacht vom 131en war, angeblich durch Polnische Rekru- te_n, die sich gegen die Polizei vergangen hatten, die Ruhe in Lissabon gestört worden. Die Ordnung wurde wieder hergestellt- doch_ gab es dabei auf beiden Seiten einige Todte, Man schieu übrigens volles Vertrauen zu hegen, daß Lissabon einen Angriff von Seiten der Miguelisten würde aushalten können. Die Nachrichten aus Algarbien lauteten günstiger für Donna INaria. Dom Miguel hatte slch gendthigt gesehen, ein Corps von Saytarem zu detaschiren, um seinen Anhängern im Süden Verstand zu leisten. Auch heißt es, daß die Masse der Bevöl- kerung in Alemtejo für „Donna Maria zu den Waffen greife. General M'Donald soll sich wieder zu Dom Miguel's Armee in Santarem begeben haben, und Dom Miguel hebt noch im: mer Rekruten in den Provinzen aus. Nachdem das 11tr u_nd 12te ananterie-Regiment als Verstärkung in Santarem eingetroffen waren, belief sich Dom Miguel's Macht auf 11,000 Mann Infanterie und 575 Mann Kavallerie; der größte TheU der Infanterie soll aber aus Rekruten beste en. Zn Santarem herrschten noch immer Krankheiten. Dom ?iguel [)atte unterm 9te_n zu Santarem eine Proclamation erlassen worin er erklärte, daß er Willens sei,), noch einen Angriff auf Öissabon zu machcn und, wenn ihm dieser nicht gelänge, dann Santarrm zu räumen und sich nach Elvas zurückzuziehen. Das Napiersche Regiment, 870 Mann stark, wurde am 12ten zu Lissabon von Dom Pedro gemustert und sehr belobt. Der Kaiser hat an alle um akti- ven Diensx fähige Truppen den Befehl erlassen, jzicf) zum 181en marichfertig zu halten. Das Zrländische Bataillon schien jetzt Dom Pedro's Elite zu seyn; es besteht aus lauter kräftigen Leuten, und die Offi iere smd meisk junge Männer aus guter Familie. Capitain S ute kommandirc die „Elisa“, eine Kor- vette, die längs der Küste nach Norden zu kreuzt. Zu Lissabon war an einem Abend ein Streit zwischen Englischen und Por.- tugiesischen Offizieren entstanden, wobei der Englische Capitain Crorcy erschossen wurde. Der Courier meintxes sey sehr mög- lich, daß die Englische Regierung fich genöchigt sähe, in dieser Sache auf irgend eine Weise einzuschreiten. (Vergl. den Ar- tikel ortugal.) er Globe meldet: „Zn Porto fanden am 41er: d. die Wahlen der Mitglieder der constitutionnellen Municipalität statt. Uygeachtet aller Bemühungen der Behörden konnte keiner der mmisteriellen Kandidaten zur Wahl gelangen. Herr Zoze da Silva Passos, ein ausgezeichneter Jurist und Patriot, wurde Jm Präsidenten gewählt; die Herren Leonel Tavares, Villar, ampeao, Iozx Maria Brandao (ein Edelmann, der die größte Achtung genießt und sehr begütert ist) und Andere zu Mitglie: dern. Der Triumph der Patrioten war vollständig. Das Re- sultat der Wahlen in Lissabon ist noch nicht bekannt.“
Ztaliänische Blätter melden von den Ionischen In- seln, daß der Lord.. Obrr-Commissair, Lord Nugent, einen Ox: den zur Auszxichnung verdienter Männer und zur Belohnung patriotischer Handlungen gestiftet hat. '
Aus Malta sind 2?eskern eine Reihe von Zeitungen hier eingegangen; der Vice- dmiral Sir Jonas Rowley, der zum Ober-Befehlshaber des Englischen Geschwaders im Mittelländischen Meere ernannt ist, War am 7ten auf dem Linienschiff „Endy- mion“ dort angekommen.
Hier eingegangenen Briefen aus Napoli di Romania vom 11. FebruarÉufolge, wäre Kolokotroni, der sich wegen Theil; nahme an dem omplott gegen die Griechische Regierung seit einigen Monaten in Haft befand, in seinem Gefängniß mit Tode abgegangen.
Nach Berichten aus Portorico ist daselbst am 21. v. M. Donna Isabella als Königin von Spanien auSgerufen und ihre Thronbesteigung mit großem Glanz gefeiert worden.
Aus Bermuda vom 9, Februar wird gemeldet, daß das Versammlungshaus die Abschaffung der Sklaverei, .obne vora herige Lehrzeit, auf den 1. August festgesetzt hatte.
In den Demerara-Zeitungen vom 4ten 0. OR. fmdcc man eine Proclamation des_Königlichen Statthalters, Welchrr anzeigt, daß im Bezirk von Berbice ein eben so kühner als be.- trächtlicher Diebstahl verübt worden war. Dem Einnehmer der Kolonie waren nämlich aus einer eisernen Kiste 120_125,000 Fl. in Papiergeld gestohlen worden. Es wurde deshalb auf alle in dem Revier befindliche Schiffe Embargo elegt und über- all die |ren ste Nachsuchun angestellt, doch arte man noch nichts entde t. Vor den ureaus des Einnehmers hatte des Nachts ein Militair-Posren gestanden, und es schien um so un; begreiflicher, wie der Diebstahl möglich gewesen war. Auf die Entdeckung des Thäters war ein Preis ausgesetzt.
Die neuesten Nachrichten aus New-York reichen bis zum 10ten o. M. und melden, daß in den Handels-Geschäften noch immer Stockung herrschte. In Neanork, Boston und Phila- delphia hatten wieder mehrere Bankcrottc stattgefunden; indeß war nach Actien der Bank dcr Vereinigten Staaten wieder mehr Nachfrage. [iam Penn“ zu Philadelp in ein Raub der Flammen. Der Capitain lenkte indeß das * ahrzcug noch zur rechten Zeit ans User, so daß die Passagiere, 120 an der Zahl, über Bord sprin- gen konnten; nur 3 derselben kamen ums Leben,
Nachrichten aus Rio Janeiro zufolge, hat die Regent schaft von Brasilien unterm 10. Januar den Fr. Gomes da Silva Und den A. M. von Azevedo dcr Brasilianischen Bürger Rechte für verlustig erklärt, weil sie ohne Erlaubniß in Porcu- giesische Dienste getreten waren.
Aus Buenos-Avres erfährt man, daß der General Ar- tigas, vom l.)r. Francia seiner Haft entlaffen, sich in den Mis- sionen befand und mit Einübung der Indianer bkschäfttgt war,.
um einen Angriff auf die Republik von La Plata zu machen.
Am 4. März wurde das Dampfboot „Wil,- -
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