Kgben," e_sk'atxet werden. - Dieser Artikel soll übrigens auf keine Weise te Gu tigkeit der m Rußlarid gegen die Auswanderung Rusüscher Un- terthanen besiehenden_ oder kunftig x_u erlassenden GeseÉe beeinträchtigen.
_ Art. 11. _Besiimmung, daß jede künftig von iner der contra- hirenden Parthexen dem Handel oder der Schifffahrt einer dritten Na- tion, unenxgeltiicb oder gegen_ Ersatz, etwa zu verleihende Begünsti- gung, sogleich, _resp. unentgeltxich oder _Fegen denselben Ersa!» auch der andern contrahirenden Parthei zu Ther werden soll.
Art. 12. _ Fcüseizun der Dauer dieses - auch für das Königreich Polen, so weit auf da elbe anwendbar, giiltigen -- Dekrets bis zum 1. Januar 1839, U_11d dann feriier wit jähriger Aufkündigimgs-Befug- neß, aber sxillschweigender Verlängerung, insofern davon nicht Gebrauch gemacht wird. _ _
Art. 13. „Natificaiions-Klausel.
. Hen Nusnsclwatce-Kdn uln und Handels-Agenten/ in _den_frem-
den Landern. wo kcme Russis e Konsuln angestellt smd, isi die den letzteren grbuhrende Flagge zu fiihren verüattet worden. _
Durch Senacs-Ukas vom 26. c'anuar _c'. ward, mithzug auf die beüehende GesekZIEbung, namentlich'cdie _Gilde-Ordnung vom 14. N0- vembxr 1824, _von Neuem das Verbot_emgeschärft, daß Ausländer, die auf eme Zeit m_ den Zünften eingeschriehen sind, keinen Detail-Handel mit andern Artikeln als de_nen ihrer eigenen Fabrikation fiihren sol- len _; wie__auch, dgß ausländische_Fabrikanten, welche Buden und Ma- gazine ero_ffne_n, m_de_nselben keine andere Waaren als die ihrer eige- nen Fabrikation feikbieten sollen.
_ _ n Ergäniiing des besehendeii Zoll-Tarifs ist vom Kaiserl. Finanz- Mmrsierw verfugt wordeii: Mdsaikcn _zu Berloques und F emDSknöpfen sind zu zahlen zum Tarifs-Arttkcl Nicht-Edelsicine, ge chliffene und poiirt, gravirt und nicht gravirt, mit einem Zoll von 2 Rubel 10 Kop. Silber das fimd belastet.
_Durch aiserl. Ukas vom 26. Januar d. I. ist, um die Kauffar- thn-Schtfffahrc im schwarzen Meere durch vervielfachce_Gelegenheit zur Bildung erfahrener S_eeleute zu befördern, versuchsweise vorläufig auf_10 „Jahr?- m den Stadien Aleschki des Taurischen, und Niko; polis des Katherinoslawschen Gouvernements, die Errichtung frricr MatroLen-Gesellschafxen, oder Zunfte, mic Erlassung cines Organisa- tions-Scatiites fur dieselben in 16_Artikcln verordnet worden.
Am 13. d.?)k.wurde de_m Schifffahrt treibenden Publikum bekannt Zemgchr, daß die Untiefen in den Finnischen Schirren durch Flaggen __;öeeiähnec werden und zum Unterschiede folgende IT-*ii11zelchkn erhalten
eine weiße Flagge, wem; das Fahrn=.';;i'c-r an der Nordseite de_r Flagge und der Untiefe isi;
eine roihe, wenn an der Südseite;
Une weiß:: Mit rothen: Quadrat in der Mitte, wenn ai) der Oiise-te;_
eine rothe mit weißem Quadrat in drr Mitte, wenn an der Westseite; _
eine_l)a1h _rot1)e_halb weiße, wenn man von allen Seiten um _die Untiefe Wissen kann;
uiitiefßn, auf welche gar keine Flaggen gestellt sind, werden, wie fruher, durch Besenskangen bezeichnet.
_ _Das Kaiserl. Russische Geyeral-Konsulac zu Stockholm benach- richtigt, empfangexier Instruction zufolge, unterm 12190 v. M. den Handelsstand , da!; die durch Kaiserl. Ukas vom 1. September v. J. erxheilte Bercchtigixng zur zollfreien Getreide-Einfuhr nach Rußland kemeöwegcs auf Fr nnland zu beziehen sei), sondern bloß auf die an der Ostsee belegenen Russischen Häfen sich erstreckc.
Desgleichen publrzrrt. auf Löhere Veranlassung, das Kaiserl._Ge- nerglz-Konsulat zu, Stettin, da_,_nach einer von des Kaisers Maiesiät befiatigtcn Entsxheidung des Minister-Naths, der Transport von Ge- treide, gekauft in den an dem Osisee-Kijstcn bclegencn Ruspischen Gou- vernements, um_ dem Yedurfmß von S t. Petersburg zu Hiilfe zu kommen, sowohl in Rufuschen als auch frem en Schiffen erlaubt ist.
Danxmark. Iii Verfolg der den Handel und die Schifffahrt der Kolonie St. Croix bxtreffenden Königl. Verordnung vom 6. Juni v. J. (S. unsern Art. _1_. m_Nro. 268 der voriährigen Sc. Z.) ist un- term 19. Febr. d. „J fur die Herzo thijmer Schleswig und Hol- Tsi__T_in__seinr fernere erordnung eria en worden, folgenden wesentlichen
)a :
_ §.__1. _Die Einfuhrdyn rohem Zucker aus der Insel St. Croix wird fur die Zukiinfc bei jeder Zollstätte der Herzogthiimer geüattet.
__ §. 2. An Einfuhrzoll von rohem Zucker, Melasse und Rum soll kunftig entrichret werden:
a) wenn die Waare von St. Croix ausklarirt, oder ihr Ursprung aus den Iiiseln St. Thomas und St. Jan durch Zollze_ttelerwiesen,1_indsie aus diesen Däni- schen Koloxiieen durch Schiffe, welche in Dänemark o_der dei) Herzogthumern zu Hause gehören, einge- f uhxc wird:
fur rohen, braunen uud gedeckten Zucker 1 Rbthlr- 74 Schill. pro 100 Pfd.
fiir Melasse 85 Schill. pro 100 Pfd.
fur Rum 2 Rbihlr. pro Oxhoft.
und gilt dgssclbe, wenn_solchrrgeüalt in Dänemark zur Kredit; *
odor Trgnitt-Aiiflage eingegangene Waarcn von daher in die
Herwgthumer eingeführt werden.
b) In alle_n a_nderen Fiillen:
an) bez ?erekcer Einfuhr von Orten außerhalb Eu-
ro a ; fiir rohen Zucker und war braunen 2Rbthlr. 33 Schill. pro_ 100 Pfd. weißen oder gedeckten 3 Abthlr. 62 Schill. pro 100 Pfd. f_l_U* Melasse ...... ] ,“ [ZZ ,“ ck 100 ; fiir Rum „_ ..... 20 .- pro Orhoft.
bd) B": der Einfuhr von Orten in Europa;
ix_zr brguncn Zucker. . 3 Rbthlr 32 Schill. pro 100 Pfd. fiirweißen od. gedeckten 5 - - 100 - fiir Melasse ...... 1 ,- 64 ; ,- 100 ; fur Riim ._ ..... 20_ - pro Oxhoft.
§. 3._ Alle aus_ Dänischen Kolomeen eingehende Zucker und Me- laffeii, bei denen die sud bit. u des nächßporsichendcn § angegebenen Bedingungen vdrlwnden sind,_ können auf die Kredit-Auflage genom- men werden; furRunx, so wie für die unter bit. 6 desselben § fallenden Zucker und I)ielaffen nndec diefe Begiinüigung nicht statt. Zur Tran- ßxx-Auflage hingegen mogen alle vorgenannte Artikel ohne Unterschied er den „Zollstation angenomxncwwerdcn.
. 4. An Transit-Zou ist kunftig, ohne Unterschied des Ursprungs der » aarr, zu entrichten:
für Folien Zucker, und zwar
m_imcn ................. 10 S1 ill. r 100 ,
_wrißenddrr gedeckten ......... 16 ) p_o ,- Pf-d
fiir rassixiirtcn Zucer ......... 22 .- ; x
fiir Melassc und Sirop ........ 5 ,- x .
_ fiir RUM . . „_ ..... _ ........ 48 , - - Oxhoft, A __§.d5._§Dtc Ausfiihrung dieser Verordnung beginnt mit dem 1. pri . 5.
Sodann ward, gleichfalls untrrm 19 __ cbr._d. J. und mit Bezug auf die Vcrordnung vom. 6. mit d, I. u rr künftige Verzollung von rohen Zucern, Melassen und um, und Zulaffung dieser Waaren zur Auflage, f).lk_ Dänemark olqcndes verordnetz
ck. 1. O_ie, nach Veror nung vom 7.„April 1777. §. 2. auf den Stadien _außcr Kopenhagen noch ryhende Beschränkung im Zucker,- handci wrrd aufgehoben und fiir die Zukunft verstattec, ohne Ein.- fclirankung, rohe Zucker an allen ZoUsieUcn des Königreichs einzufüh- ren und 30 vcrzoiien,
__ §. 2. Der *.*:mfuhrzoll von rohen Zuckern, Mclaffen und Rum m folgrndermaaßen zu berechnen:
71. wenn diese Waarcn von _St._Crolx ausklarirt, oder
tdacl)_»dcn1Zollzettc_l erweislich auf St. Thomas oder
Zi. „zan erzeugt sind, und durch Schiffe, welche in
D0178nla_kk oder den Herzogihümern zu Hause ge-
doch, eingefuhrt werden;
2104 Silber-Miinze.
Melassen .................. 8 . Rum (anstatt des durch die Verordnung “
vom 3. Mai 1797. auferlegten
Zolls , und der durch die Verord-
„nung vom 16 Jnni1814. ange,-
ordneten Consumrion, welche hier-
durch aufgehoben wr-drii) pro Pot
von_8 _Gradeii und drunter . . . . 7 Shill. pro Oxhoft. und verhaltnrßinäßig nach den Graden steigend.
Dasselbe gilt auch, wenn den Waaren, unter obengenanntixn Voraussetzungen, irgendwo_in dcn Herzogthiimern-die Kredit- Auflage x_iesiactec worden ist, und sie von da mir ZoUzrrtcln, weiche crlautern, unter welchcanmmcr und welchem Datum sie darin aufgenommen wurden, nach Däncniarlgefiihrc werden;
. in allen andcrn Fällen. Silber-Miinze. rohe brqune Zucker . . . . 2 Nvidr. 33 Shin. pro 100 Pfd. rohe weiße oder gedeckte . . 3 - 62 ; : ,- ; Melasq _von Außer-Eu-
ropäischen _Ortcn (da
vdn Europaischen die
Einfuhr vxrboten ist) 1 : 16; .- ; Rum 8 grädigimd drunter 24 .- - ; x
und verhältntßmäßig nach
der Gradstärke steigend. „
__ Alle obengenannte Waarcn können zur Kredic-Auflage uncer dcn dafur allgemein geltenden Regeln aufgenommen werden; jedoch mit Audaahme _von rohexi braunen und gedeckten Zuckern, dir in dem Falle slyd daß sie den Cmsuhrzol] nach 1.0.11. zu erleden haben, Disse durfe_n selbst zur Transic-Aiislagc mir genommen werden, wcnn der .Klarirendc dcn Packhaus-Raiim anwei*“et, wo sie unter Zollvrrschluß lagern konnen, wogcggn sir dann von Anflags:2lbqabrn befreit sind.
§. 3. Der Trauntzoll fiir Zucker, Mclaffcn und Rum, ohne Riick-
sicht auf ihren Ursprung oder den Ort, woher sie kommen, ist folgen- dermaaßcn zu berechnen:
“ ; Orhofc.
Silbcr-Miinzr. rohe brqunc Zucker ............ 10 ""S-diu. pro 100 Pfd. rol)_e weiße oder gedeckte ......... 16 .- ,- ,- .- rafsinirte Zucker aller Arc ........ 22 ,- .- Melasse und Sirop ......... Z . 5 .- : - ,- Rum. ................... 48 ; - Orbofi.
§. 4. Die durch Verordnung vom 13. Juni 1818. §. 1. auferlr te Zollabgabe von 40 Shill. Silv, M. pro 100 Pfd. draunrr und wei er oder gedeckter votx_Dätic11iark's Westindischen Inseln eingehender zur Wiederaiissulw _beitiinmtcr Zucker wird auchhobrn, und fiir solche Falle *nur die tm vdrigcn §. bestimmte Abgabe entrichtet".
__§. 5. Dtc_ Ausfiihrung diescr Verordnung beginnt mit dem 1.
Abril d. I:. die zu der Zric auf der Krcdir-Auiiagr bciindlichrn Br- siaiide von Ziiikrr und Rum aus den Däiiiscli-Wrüindiscyrn Koloiiiccn mussen zur Ctnfuhr nach J". 2. „»1. und zur ?( usiu [zr nach H' 3. die- ser Verordnung verzollt werdeii: wogegen die fiir dcrqleichrn Rum bri der Einfuhr erlegte Abgabe von 2 Rbrdr. Silvi. M. pro Oxhr-ft zuriick“.- gezahg wird. , __ _Schon vor Erlaß der vorstehenden beiden Verordnungen waren ubrigens unterm 5. Febr. d. I. die durch Verfugung vom 7. Mai 1828 von__drr Ausfuhr roher Zuckrr aus Kopenhagen bewilligt gewe- senen Pramwn dergrxialc aufgehoben worden, daß sir vom 1. April d. I. an gerechnet, mehrfernrr qezahlc werden sollen
Aus Konigl. Kanzlei zu Kopenhagen ist mitcclsi Rundschreibens vom Februar d. I. den Beamten strenge Wachsamkeit gegen die auf dem platxen Lande Überhand nchmrndc - „sowohl gegen gute Ord- nimg streiiendc als fiir die Jtidusrrir iiberhaupt und insdiiderl)ric fur das Wohl der Kaiifitadic schädlich Folgrn herbei fiihrende“ -zHokerei und Krameret empfohlen, mit Einschärfting des Inhalts alter gegen solche Ungebijl)r in den Jahren 1741 uud 1775. ergange- ner Verordnungen._
__ Wegen der, einexi friiheren Anfang dirsjahrigrr Schifffahrt vir- kundenden milden Witterung war schon am 13'cri1 d. M. zu Kopen- hagen der Befehl ergangen, die Soniinrr-Scczrichcn im Siindc, Ton- nen u_nd Baakqn, sogleich auszulegen. Auel) sollen sie kiinscig niclit zii ddr bisher bciitminc gewesenen Zcit eingenommen werdcn, sondern jahrlich so lange liegen bleiben, als irgend noch Schiris im Fahrwascr erwartet werdcn können,
(Schluß folgt.)
MeteoroloZischc Bcobaci)iiiiig.
1834. Morgens 'Nackymiti. Abend:? [= Nach einmaliger Z-Avrii suvr. :xuvr. jexahr. 1" Bcdoacljtiiiixz.
Zuxxdkztck. . 337, 0 o"'“1dar,j33[5.t: 0 ““PankZ-“F-Z 3 4 War _Qiicixwaxnir 6, h o R. u m im.: + 2,2 0 R+ & 7 " N-i+ 3,3 " xyi_;-7__ „ „__
Tbaupunkt _ 4/1 ;, Nx_ 3_6 „ RÄ __ 4__5 .) N_zch..1-ii*,.imr 5_ 0 0 N. Duxßsättg. 531 pCt. 40 dCi. _ 49 diZt. Bodenwdrmr 4,5 “ N KTUFJLI; hÜYHTYéer' baLFÜZfer' hUIYLYU' Ausdänst. 13,122" Rl). Wolkenzng | - NW. - Niederwlag 0.
!
Kusrräriigrx Zörssu.
äniuteräam, 4 „April. Kistler]. Milk]. 801111111 50,57. :“;F 119. 9197. ziinZe-„tht-„w 50111110 UFZ. KaUL-ZZU. "2 'Z- YZ 511-011. Zi,). ZZZ 73. [)BätL-"k. .ST- 1'1'91188. [*rämisu-Zcbomo 97. “1188. (7 11531186“, „JJ 3901). (ZZZ. ZZ 41. ÜlLÜWGl'ljslj, „3 äpj'ik. Jpan. 53 61§. ZZ WF. 2.108]. 1477. [4001101]. 4. .Iprii. (3011|. 90T. Zßlg. 99.3. Jimi]. 3-7; 40. :'1 41. HL 1101]. 95. “ZZZ 50. ..)
1.1
['oktug. 66'9. ]ÖUII- WJT. 0163“. x'. 1.323. ZZZ. Culumb. x'. 1824 ,.
Wiso, 4. „0011|. 57! Ust. 97,79 4Z 116. JUZ. 800k-„101100 1247)» l'arth], 138. l-oooo 111 100 B']. 204.
Königliche Schauspiele.
Donnerstag, 10. April. Jm Schauspielhause: Zum ersten,- male: Liebe und Liebelei, Lustspiel in 4 Abth., von ])1'. Römer. Vorher: Die Wittwe und ihr Mann, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Französischen, von L. Angeli).
Freitag, 11. April. Jm Opernhause: Die Erholungsreise, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: !) Concertino von Kallwoda, vor- getragen von den Gobrüdern Eichhorn. 2) Rondo, mit obliga- tem Glöckchen, von Paganini, vorgetragen von Ernst Eichhorn. Daim- Pas de deux, ausgefiihrt von Dlle. Hermine Eisler, vom K. K. Kärnthnerthor-Thearcr zu Wien, und Hrn. Stullmüllcr. Und: 1) Variationen von Beriot, vorgetragen von Ernst Eich,- horn. 2) Duett für zwei Violinen, aus dem Karneval von Be- nedig, von Paganini, vorgetragen von den Gebrüdern Eichhorn. Zum Schluß: Dcr Geburtstag, Divertisscmcnt in 1 Akt.
Rohe braune oder gedeckte Zucker. . . . 7:1 Shill. pro 100 Pfd. ß „- ; * ;
*“ „Jm Schauspielhause: Zyaoincle äsmanäé: 1)'1'011' 011: ]z'ayanir (l'un sijß, UUUÜLUZUL en 2 06188, or 50er 0" 1105 vieux péoliéx. Miiäei/illiz en 1 3016, 1131“ 012.06qu “
d' Sonnabend, 12. April. Jm Schauspielhause: König KLo' ra m.
KönigskädtischesTheater.
Donnerstag, 10. April. Der Leichenräuber, Melodrama- 3 Akten, von Charlotte Birch-Pfeiffer. Musik vom Kapeu *. ster Franz Gläser. (Herr Engelbrecht, vom ständischen Th_tne zu Lemberg: Ferdinand Avelli, als Gastrolle.) ““ Freitag/ 11. April. Der Barbier von Sevilla, koMis ?_per__tckn 2____2§_kcrn. ?)?Ufik vo'i Rossini. N(Herr Kugler, „K mt )en .. rater u in , neu cnqa irtcs Citkléed die' ' Graf Almaviva, alzs erstZs Debüt.)g 3 1er Buh"? Sdnnabend, 12. April. .Der Pachter und der Tod, 3an _poss_e Y_ikix Gesang in 2 Akten. Vorher: Das Räthsel, Lustspix in .
“ Neueste Nachricbten.
_ Paris, 3. April. Gestern um 1.1 Uhr versammelteßz, rin Minrster-Rath in den Tuilerieen, der bis um 4 Uhr berath, _1ch[agte; alle Mitglieder des Kabinets waren dabei anwesenz' Alles, was bis jetzt Über die durch die Abdankung des HLkzogi von Broglie nothwendig gewordene I)?odificirung des Mimik„ riums verlaucet, ist nur noch Sache der Vermuthung, Mari nannte gestern noch den Grafen von Ste. Aulaire, den Mai; sc_t)all Gérard und den Grafen von J)?ontalivet als Kandidaten fur das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. Diejenigen welche glauben, daß der Admiral Rigny interimiskiicl) mirdcrLex: tung dieses Departements würde beauftragt werden, bezeichnen in seine Stelle als" interimiüischen O)?arme-*))?ini|cr den Admrrai Duperré. Der König soil erklärt haben, daß er das Persona1 drs [eizigen 'Ministei'iums beizubehalten wünsche, dessenungeach; tet aber scheint dasselbe seiner weiteren Auflösung entgegenzuge; hen, denn auch Herr Guizot hat gestern früh seine Entlaffungemge- r_eicht, die jedoch vom Könige nicht angenommen wurde. Der Ernennung des Herrn von Rigny an die Stelle des Herzogs von „Broglie soll vorzüglich seine antidoccrinaire Gesinnung em- gegenstchen, denn obgleich er häufig zum Vermittler zwischen den beiden Fractionen des Conseils gebraucht wurde, so hat man doc!) allgemein bemerken wollen, daß er sick) mehr zu den Ansichten des *))?arscdalls Soulc hinneige. Dagegen wird zu
enrschirdenstcn Doctrinairs gehöre.
In der heutigen Silzung dcr Deputirten-Kammer„wur,- dcn die beiden GrsrH-Entwürfc in Bezug auf die Bewilitgung eines Zuicdusscs auf das Budget des Ministers dcr auswärtigin Angelegenheiten zur Unterstützung der politischen Flüchiiinge und in Bezug auf die Einberufung von 80,000 Mann aus derKlasse von 18.53 nach kurzen Debatten angenommen.
Die Equipagen des Herzogs von Orleans sind nach Meu- don abgegangen, wo Se. Königl. Hoheit ungefähr vierzehn Tage zubringen wrll.
Bei dem großen diplomatischen Diner, welches der Gra!“ Pozzo di Borgo gestern dem Lord Durham gab, waren der Graf vo_n Appony- Lord Granville, Baron Werther, der Nie- dcrländiiäw und der Amerikanische Gesandte, die Herren von ?li'gout, Thiers, von Rigny, Sebastiani imp Dupin ugcaen- am Abend kam auch der Herzog von Orleans in die GechicHafi Der Herzog von Broglie, der ebenfalls eingeladen war, bicd aus. Nast) aufgrhobcnrr Tafel UlliU'hlclt sich der General Sebastiani sehr lebhaft mit dem Gesandten der Vereinigten Staaten. .
Einige prositioiis-Blättcr wollen erfahren haben, daß Herr Thiers in der Kammer gegen den GescH-C'ncwurf in 251 treff des “Ilmerifamsiiwn Traktats gestimmt habe.
"2106 Toulon vom 27iicn 0. M. wird gemeldet, daß die Anwrikancnhr Fregatte „Constellation“ noch immer auf der dor- tigrn Rhede vor Anker lag, wahrscheinlich, um die Entscheidung der Kammern" in Betreff des ihnen vorgelegten Traktatsavzir warten.
Hrrr von Rothschild ist von hier nach London abgereist; man glaubt, daß er diese Reise vorzüglich deshalb unternommen habe, um Arrangements in Bezug auf die Spanische Anleihe zu treffen, die demnach nicht zu Paris, sondern zu Londonab- geschldsscn werden dürfte.“.
An der gestrigen Börse gingen die Spanischen Obligationen etwas heiWchl', weil 110) das Gerücht verbreitet hatte, daß Bib bao von den Znsurqrntcn eingrnoinmen worden sey.
Dei" Moniteur enthält den Aus 09. eines Berichts des Generals" Uzer, der die Division von ona befehligt, an den Kriegs-Mimster. Derselbe ist vom 4. März datirt und meldet die Unterwerfung dcs Scheib von Calla, der in Begleitung von 1:3 “Reitern zu Bona angekommen war. Diese Unterwerfung- heißc es in dem Bericht, sei) um so Wichtiger, als der Bey von Konstantins jenen Häuptling erst vor einigen Tagen aufgefordert hatte, fich mit ihm zu verbinden.
Heute schloß 5proc. Rente px". cnmpt.104. 25. 111113001. 10.1. 50. sproc. 511". (30111va 78. 5. [ii] 170111: 78. 25. 5pl'ok- Reap, [10. 0011101. 94. 25. 1111 00117. 9/1. 51). Hproc. Span- 64-1. sproc. do. 394. Hproc. Röm. 951. Cortes-Obl. 26.
Frankfurta. M., 6. April Ocsierr. .in'oc. Metall. 981“?- 4proc. ZLF. Bank-Actien1512. 'part.-Ob[„ 1382. G, Looseßu 100Fl. 208. Br. Preuß, Prän1.-Sch, 54.3. G. Holl. 5proc.O [- 911. Pom. Loose 622. G. Span. 5proc. Rente 61-2. IPM“ do. perp. 402. Br.
Nedacteur 09 „ex.
*
Gedruckt bei A. W. Hayn-
Gunsten des Grafen von Ste. Aulaire angeführt, daß er zu dcn
1“ s ck? S t U U t.;
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Allgemeine"
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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Majestät der König haben dem Gutsbefißer Hein- rich Wilhelm von Arnim auf Lassehne die Kammerherrn- Würde zu ercheilen geruhc. ,-
Des Königs Majestät haben die Regierungs-Räthe: von Werder zu Magdeburg, Wollenschläger zu Marienwerder und Meinecke zu Stettin, zu Geheimen Regicrunzs-Räthen, jmgleichen die ReqierungS-Sekretarien: Schräge und Hermes in Magdeburg, Scholz zu Oppeln und Schöne zu Frankfurt a.d- O., zu Hofräthcn, und den Regierungs-Secrctair Haw zu Trier zum Rechnungs-Rath zu ernennen geruht.
Se. Majestät der König haben dem Kaufmann Eduard Schnißler zu Köln den Titel eines Kommer ien-Raths_ zu ver; leihe" und das dariibcr ausgefertigce Patent ' llcrhdchstjclbst zu vollziehen aerubt- . , ,
Se,Ma]ei1äc der König haben dem Reqterungs-Referendarius Geist zu Arnsberg die Rettungs-MedaiUe mit dem „Bande zu
verleihen gcruhi.
Der bisheriqe Obcr-Landesgerichts;Referendarius Köppel- mann ist zum IustiB-Kommissarius bei dem Königlich Preußi- schen und Fürstlich .ippeschen Geiammt-Gericlne zu Lippstadt bestellt worden.
Angekommen: Se. Excellenz der General-Lieutenant und Direktor des Militair- Oekonomie-Departemcnts im „Königlichen Kriegs-Ministerium, Köhn von Jaski, von Annaburg.
ZeitungS-Nachrichten. Ausland.
Frankreich.
Paris, 3. April. Das Journal des Débats hält ih- ren beiden aus dem »Ministerium ausgeschiedenen Beschüxzern heute noch folgende Lobrcde: „Der Herzog von Broglie und der General Sebastiani, der eine Unterhändler und Unterzeichner, der andere Vertheidiger eines Traktates, der unsere Verhältnisse mit den Vereinigten Siaaten auf einen eben so ehrenvollen als -ortheiihaften Fuß feststellte, und der cndlich den Saamen der wietracht mit einem großen Lande zerstörte, dessen AllianYscswn lings unter die ersten Bedürfnisse unserer auswärtigen ' o_litik ezählt wurde, haben dem Könige ihre Entlaffung_ überreicht. “ie beiden Minister haben bei dieser ernsten Diskusion Talent iid Aufrichtigkeit im vollsten Maße an den Tag ge- legt, und das Votum der Kammer hat ihnen sicherlich in der Achtung Derer, deren Meinung nicht durch den Erfolg bedingt wird, nicht geschadcc. Mit einem [cb- hafren Gefühle des Bedauerns und des Schmerzes sehen wir durch einen Zufall, der der allgemeinen Bewegung der Politik beinahe fremd ist, das Kabinet der Fähigkeiten und der Erfah- rung zweier Männer beraubt, die abwechselnd und 0608 Unter- _brechung das System des Europäischen Friedens mit Ehre und ohne Opfer aufrecht erhalten haben. Mit Wahrhaftrr Sorge sehen wir zwei Minister sich aus dem Kabinetts entfernen, von denen der eine mit so großer Geschicklichkeit die gefährlichsten
Taqe unserer Diplomatie durchschifft und der andere die. Ein-
ZÉnabme von Antwerpen zur Bedingung seines Eintritts in das ;Kabinet gemacht hatte. Wir glauben, daß, wenn die Kammer die ganze Wichtigkeit ihres Votums erwogen hätte, der Ge- „danke an das Ausscheiden jener beiden Minister auch éeiniges Gewicht in der Wagschale der *))?einungen gehabt Ha- xben würde. Wir glauben, daß die Kammer, bevor sie durch Wir Stimmen die Vergütung des dem Amerikanischen Han- Nl früher Ugrfügten Schadens verweigert, bevor sie die Ver- antwortlich eit der Unordnung und der Störung Übernommen hä"?- Mclche ihr Votum in den See-Verbindungen unserer Hä- fen und in dein Absalz unserer Fabriken hervorbringen kann, quch einen “Augenblick“ durch eine andere rein politische, rein um iere innere ?[iigclegcndeiccn betreffende Verantwortlichkeit hätte Wsgehalten werden können. Offrnbar hat sie die Auflösung des Kabinets nicht im Sinne gehabt, und doch hätte ihr Votum dierelbe möglicherweise herbeiführen können. Die Erziehung der MUMM Versammlungen wird nicht in einem Tage voll- Wk; unsere Kammern genießen vielleicht das" Recht der E*!WisclUing in die Verträge noch nicht lange genug, als daß, sie den Gebrauch und die Ausübung desselben ge- „Öklg erwogen haben sollten; das Englische Parlament, so ckskkiüclwig auf seine Vorrechte, hat noch niemals die finan- ilkÜen Klauseln cines Ti'akcates verworfen. Es ist auch in der
hat etwas sehr Ernstes um ein Votum diescr Art. Man muß [)"ndei'tmal Überzeuqt seyn, Recht zu haben, um den fremden
esierungen u erklären, daß die eigene Regierung Unrecht ge- habt habe. Éine Kammer, welche, man verzeihe uns den Aus- deck- das gefährliche Spiel der Traktatcn-Verwcrfung spielt, ve[,'öamwc das" Kabinct zur Ohnmacht bei jeder Verhandlung. Sie lähmt in den Händen der ausübenden Gewalt das erste und is am wenigsten bestrittcne ihrer Vorrechte. Was die Kammer "_'chk zu wissen geschicnen hat, das haben zwei Minister begrif- Y'n Und begreifen müssen. Glücklicherweise find die Fähigkeiten “eser _beiden Staatsmänner nicht ganz für die Angelegenheiten des “nch vrrlorcn, und Niemand wünscht sick) dazu aufrichtiger Glück, als "W. Die Rednrrbühne der Pairs-Kammer wird in Herrn UN? Broglie den Mann wiederfinden, der seit 15 Jahren den kdnitsren Glanz über ihre Erörterungen verbreitet hat, und die “ Deputircen-Kammer behält in dem _General Sebastiani ei- nen_ Redner, dessen Name mit unaiislö1chlichen Zügen auf alle neuen uysrrer_parlaMcntarischen Geschichte eingetragen ist. Die enen mrmscerrellen Combinationen sind noch nicht beendigc.
Berlin, Freitag den lite" April
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Man hat heute viele Namen genannt; wir wiederholen diesel- ben nicht, weil wir bei Umständen von dieser Beschaffenheit und von dieser Wichtigkeit unsere Leser nur von Thatsachen zu unterhali ten pflegen, die einen'solchen Grad von Gewißheit erlangt habxy, daß wir sie mit Zuversicht mittheilen können. Das Minister-Conieil war gestern ONorgen und gestern Abend beim Könige versammelt. Bis zu diesem Augenblick isi noch kein definitives Arrangement zu Stande gekommen. Die Zeit drängt. Die Regierung schwebt ohne Gefahr nicht lange in einem solchen Jnterregnum, welches immer von den Parteien zum Nachtheil der Regierung benutzt wird. Welches indeß auch die ONänner seyn mögen, die in das Kabinet eintreten, so ist doch so viel gewiß, daß das politische System weder im Innern noch nach Außen hin eine Verände- rung erleiden wird.“" Der Courrier frani_;ais sagt: „Nack) Aeußerungen, welche wir sogar von Mitgliedern der Majorität vernommen haben, wäre die Kammer der Meinung, daß, nach- dem sie dem Ministerium Alles, was es verlangt: Geld, Aus- nahme-Gesehe, polizeiliche Mittel, bewilligt und sich dasselbe doch nicht aus den Verlegenheiten, worüber es sch beklage, abc her- aus ziehen können, dies ein Zeichen von unheilbarer chwäche sei), und es ferner nicht der Mühe [ohne, daffelbe zu unterstüz- zen. Die am gestrigen Tage gemachten Versuche zur Reorga- nisation des Conseils sind sämmtlich gescheitert. Wenn das Mi- nisterium 24 Stundcn in diesem mangelhaften Zustande bleibt, so ist es verloren; wenn es sich vervollständigt, was nicht sehr schwer hält, so wird dies immer nur ein provisorisches Arrange- menc seyn. Die Jntriguen in seinem eigenen Schoße werden foi'tdauern; und wir glauben nicht, daß es sein Leben noch drei Monate lang fristen wird.“ - Der Constitutionnel lobt das Benehmen der ausgeschiedenen Minister, als mit den parla- mentarischen Sitten übereinstimmend, und wünscht nur, daß die übrigen Ministerchich in ähnlichen Fällen auf gleiche Weise benehmen möchten. „ ebrigensi“, fügt das“ genannte Blatt hinzu, „isi es wohl augenscheinlich, daß kein O)?ann von einigem poli- tischen Werth so am Schlusse einer Session seinen Namen ei- nem abgenußcen Ministerium hinzufügen wird, von dem nur noch ein Stein sich abzulösen braucht, um einen gänzlichen Zusammenftur herbeizuführen. Wir glauben daher, daß jene beiden Demiskionen in keinem Falle eine vollständige Umgestal- tung des Kabinettes herbeiführen können. Das Ministerium, welches von der Kammer das Gesetz gegen die Vereine erlangt hat, muß logischerweise auch mit der Anwendung desselben be- auftragt bleiben.“ - Das Journal de Paris schweigt noch immer, sowohl über das Ausscheiden des Herrn von Broglie, als über seinen muthmaßlichen Nachfolger. In seiner Abend-Edition enthält es nur fol ende Zeilen: „Die Iergen-Iotirnalebeschäf- tigen sich fast aus" chlicßlich mit Gerüchten, welche über die Ab- dankung und die Ersetzung des Herrn von Broglie verbreitet wor- den find. Wir können verschern, daß in dieser Hinsicht noch nichts beschlossen worden ist.“
Der Herzog von Broglie hatte vorgestern von der Redner- bühne herab gesagt: „Die Regierung der Restauration ist gefal- len, - gefallen für immer, Gott sei) Dank!“ * Diese Worte (bemerkt die Gazette de France), die aus dem Munde des Enkeis des Wkarschalls von „Broglie und des Schwiegersohns der Frau von Staöl, welche von Ludwig )(?111. 2 Millionen erhal- ten har, seltsam genug klingen, haben dem doctrinairen Mini- scrrium kein Glück gebracht. Herr von Broglie hat reinen Ab- schied genommen. Nicht minder interessant möcl)_te es“ seyn, sich seine [cizte Rede zu merken, da sie als ein_ politiiches Testament betrachtet werden kann. „Es herrscht“, yagte er, ,_,in gewrssen Gemüthern eine Gährung, die sich durch eine C'xixioiion Luft zu machen droht.“ Das einzige Schußmicrel, das „Herr von Bro- glie unter diesen Umständen kannte, war die Annahme des Trak- tates mit den Vereinigten Staaten; der Traktat wird verworfen, und er zieht 170) zurück. _
Ein hiefiges Blatt will wiffen, daß der Traktat zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten, welcher dem „Herrn Berrycr als ein schlagendes Argument in der Diskussiowüber den Aiiierikanischen Traktat diente, diesem Depucirten von „Herrn Hyde-de-Neuville, der zu jener Zeit Französischer„ Gesandter in den Vereinigten Staaten war, mitgetheilt worden sev.
Dcr Corsaire sagt, Frankreich habe ein sehr gutes Gez scl)äfcgen1acht; es habe 2-5 Millionen Fr, gewonnen und zum Minister verloren!
In der gestrigen Sitzung der Depucircen-Kaminer hatte der General Horaz Sebastiam wieder den Plaiz einge- nommen, den er vor" seiner Ernennung zum Minister inne harte. An der Tagesordnung waren die Berachungcn über den Gereiz- C'ntwurf in Bezug auf die in Frankreich anwesender: Flüchtlingc_; da indessen bei Eröffnung der Sißung kein einziger der Mim- ster zugegen war, so lies; die Versammlung sich, nach dem Isn- trage des Herrn Salverte, zuvdrdcrsr über einen Geseß-Cntivurf wegen einer Gebiets-Vei'theilung auf der Insel Corsica, worü- ber die Debatte auf den nächsten Sonnabend angeseizt wurdc, Bericht abstatten. „Bald darauf traten die *))?inister destn- nern, des öffentlichen Unterrichts und der Marine in den Saal. Der Marschall Souli erschicn erst gegen Ende der Srixzung. “Es begann sofort die obenerwähnce Bcrachung. Aus dir _zragc des Hrn. v on Tracy, ob das Ministerium nich_t, wie er solches hoffe, geneigt sev, sich gegen die von der Komwiisiowbeantragceiz Amendemenrs zu erheben, erwiederte der Graf von Llrgour, daß dies keineswegs der Fall sei), daß vielmehr die Regierung den Anträgen der Kommission beitrete. Herr von Tracy ließ sich darauf in eine sehr ausführlicheCrörcerung des betreffenden Geseiz-C'ntwurfes ein und stimmte für die Verwerfung desselben. Rachdem sodann noch der Berichterstatter den Entwurf ver; thcidigt, Herr Salverte ihn aber bekämpft hgttc, vrrlas der Präsident den ersten Artikel desselben, welcher alio lautet:
„Das Gesetz vom 21. April 1832 in Betreff der fremdxn Flücht-
linge wird hiermit bis zum Schlusse der Seison von 1836 verlängert.“
Dieser Termin war von der Kommniion in Vorschlag ge-
bracht worden, während die Regierung selbst die Verlängerung
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des Gesetzes nur bis zum Schlusse der Session von 18.35 ver- langt hatte. Herr Mauguin meinte, daß jener Antrag der Kommission gewissermaßen einen bitteren Tadel des Ministeriums“ enthalte, indem derselbe dock) offenbar so viel heiße, daß die Minister die Bedürfnisse des Landes nicht gehörig gewür- digt, wenn sie nur auf ein? einjährige Verlängerung des“ gedachten Geseizes angetragen hätten. „Was mich betrifft“,_ fügte der Redner hinzu, „so glaube ich, daß das Ministerium die Lage des Landes besser kennen muß“, als die Kommission, und ich erkläre mich daher in dem vorliegenden Falle für ministeriell.“ Diese Aeußerung versetzte die ganze Versammlung in eine heitere Stimmung und err Manguin selbst konnte sick) des Lachens nicht erwehren. cr Graf von Argout, den diese Scene ver: droß, sagte zur Rechtfertigung des" Ministeriums: „Ick habe dem Herrn Mauguin nur eine Bdmerkung zu machen. Als wir bloß eine einjährige Verlängerung des erwähnten Geseßes verlangten, waren wir überzeugt, daß wir im künftigen Jahre eine zweite würden verlangen müssen. Nachdem diese Ueberzeu- gung sick) auch der Kommission aufgedrungen, hat diese gleich 1th eine zweijährige Verlängerung in Antrag gebracht, und sich dem dadurch in England üblichen Gebrauche ange: schlossen; denn die Alien-Bills werden auch immer auf 2 Jahre votirt.“ Nach dieser Erklärung erfolgte die Annahme des 1|en Artikels in der von der Kommission beantragten Weise. Ein Zusaß-Paragrapf) des Grafen von Sade, wonach diejenii gen Flüchtlingc, die von dem Staate keine Unterstützung erhal. ten, den Bestimmungen des 1sken Artikels nicht unterworfen seyn sollten, fiel durch, Der 2te Artikel, der gleichfalls von der Kommission herrührt, handelt von den Scraf-Bestimmungen. Herr von Tracy wollte von solchen Bestimmungen Überhaupt nichts wissen und Herr Coulmann gab sein Bedauern dar- über zu erkennen, daß eine Kommission sch nicht scheue, ein der Kammer vorgelegces Polizei-Geseß noch zu schärfen. Nichts- destoweniger ging jener.Artikel mit einer unwesentlichen Ermä- ßigung der festgesetzten Gefängniß-Scrafe in folgender Abfas- sung durch:
„ Jeder fremde Flüchtling, der dem Befehle, das Land zu verlassen, nicht gehorcht, oder der, nachdem er aus dem Lande verwiesen worden, ohne Erlaubnis; zurückkehrt, wird mit 1- bis 6monatlicher Gefängnißstrafe belegt, und diese Strafe wird im er- sten Falle von dem Zuchtpolizei-Gerichte des Orts, den der Flücht- ling bewohnte, als" er den Befehl zur Abreise erhielt, im zwei.- ten Falle aber von dem Zuchtpolizei-Gerichtc des Ortes, wo der Flüchtling verhaftet worden, zuerkannt. Doch kann das Gericht im geeigneten Falle die Bestimmungen des 463sten Art. des Straf-Geseßbuches in Anwendung bringen.“
Nachdem hierauf noch folgender Zusaß-Artikel des“ Herrn von Traci): „ Um einen Flüchtling aus Frankreich verweisen zu können, bedarf es eines im Schoße_des DNinister-Rathes gefaß- ten Beschlusses“, verworfen worden, ging das ganze Gesetz mit 194 gegen 103 Stimmen durch.
Die Kommission der Pairs-Kammer, die mit der Prüfung des Geseß-Entwarfes gegen die Vereine beauftragt isi, hat Herrn Girod zu ihrem Berichterstatter ernannt.
Im Messager liest man: „Die „Budgets-Kommission hat sich gestern versammelt, um den Bericht des Herrn Passy über das Budget des Kriegs-Ministeriums zu vernehmen. Es scheint, daß in dem Berichte die Frage wegen Algier erörtert und in dem Sinne gelöst wird, daß es am weckmäßigsten seyn dürfte, diese Kolonie aufzugeben. Man betra tet darin unsere Bescßung als" zu lästig für Frankreich, und hält dafür, daß wir an Men: schen, Material und Geld mehr ausgeben würden, als die künf- tige, immer noch zweifelhafte Entivick'elmig dcs Wohlstandes“ der Kolonie uns erseßen könnte. Die Diskussion über diese wichtige Frage ist so lange verschoben, bis der Minister den Bericht der Afrikanischen Kommission und die Protokolle der nach Algier gesandten Kommissarien mitgetheilt haben wird.“
Durch eine Verordnung vom 2ten d. M. hat der König unter den ihm vorgeschlagenen Kandidaten den General von Laferriére zum Obersten, und den General Sencier zum Obersc- Lieutenant der KavalleriexLegron der Nationai-Garde, ferner den »))?arquis von Marmier zum Obersten, und Herrn Rourel zum Oberst-Lieurenani der jsccn Infanterie-Legion drr Natio- nal-Gardc ernannt.
Das Memorial dcs Pnrenécs meldet als beinahe ge- wiß, dax"; Herr Martinez de la Rosa aus dem Spanischen Mi- nisterium ausscheidrn und von Herrn Torreno ersetzt wer,- den würde.
Das Journal des Débats sagt: „Die durch den gc- wdhnlichen Courier eingegangenen Briefe aus Madrid reichen bis zum 2211en d. Die Fonds waren dort heruntergegangen. Man war über die allgemeine Wendung der Dinge sehr in Un: ruhe. Aus Barcelona haben wir Briefe vom 251'ken erhalten Die Provinz war ruhig; die Unzufriedenheit sing jedoch an, abcrmals schnelle Fortschritte zu machen.“ Ein anderes hiesiges Blatt äußert: „Die Nachrichten aus Madrid, die heute auf ge'wöhnlichein-Wegc hier eingetroffen sind, reichen bis zum 25stcn und haben einen nur wenig befriedigenden Charakter. Die Rc- gierung scheint aus der Spanischen Hauptstadt Briefe von ei- nem weit" neueren Datum erhalten zu haben, die sie jedoch ganz geheim hält. Die Spaltung zwischen dem Ministerium und dem Regentschaftö-Rathe wegen ihrer Meinungs-Verjchiedenhcir hinsichtlich der Erblichkeit oder nur lebenslänglichen Dauer der Pairs-Würdc wird übrigens durch die Briefe vom 2511en bc: "täti t.“
! gDurch das Pakctboot „la nouvelle France“ smd in Bor,- deaux Nachrichten aus Veracruz vom 17. Januar eingetroffen, welche kein glänzendes Bild von dem Zustande dieses Landes darbieten. Die gegen den General Bravo abge1"chickten Regie- rungs-Truppen waren vollständig cschlagen worden, und in Folge dieser Niederlage hatte sich eneral ')kejia, der _sic be- fehligte, nach INexico zurückgezogen. Kein eingeborncr General wollte fich jest an die Spißeder Trümmer des Heeres steüen; allein General Arago, unser Landsmann, übernahm das Komx
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