„Schwei . Denn es mch„keine unmittelbin iind direkt legis- lative Thgtache ist deren wir n_ach|ehend mit einigen „Worten_ zu gedenken wunschen, o_iß es doch eme__ fylche, die, _den Ge,"? !inzfttger Handels Gesetzgebung im Kanton Zurtch ankund1g_et_1d, 1a gleichsam em unter halb offiziellen ormen verlautbartes=politisches Glaubens- bxkennrmß tn Handels- un Gewerbskaghen _e_nc_haltend, unserem Plane mcht_frem_d erachtet werdet) mag. Die Zuricher Regierung harre nämlich eme_ Kommission medergeseßt zur Beguxachtung gewisser fur eseizlrche Sicherße11ung der mechamschqn Webereien gegen gxwaltsame Zerßörung zu treffender Maßregeln. Diese Kommission hat ihren Be- richt erßattet, und derselbe is_i der Oeffentlichkeit überZeben worden.
Er enthält als EMWUUS eine_sehr wohlgearbeicete Prü ung _allrr Ver- hältnisse und Bedursmffe des Züricher Gewerbffeißes, wobei sich die Kommissioxz unter anderen zu folgenden Grundsäßen bekennr;
1) es durfe die Zu_rtcher Industrie in ihrer naturgemaßen Ent- wickelung auf keine Weise gehemmt werden, _noch durch Abson- derirng von der iibrigen Europäischen _ ndusirie der Gefahr all- niäliger Ersch1affu_ng und endlichen Sn standes fich aussetzen;
2) e_m im Gewerbfieiß geübtes und ersi'arkces Volk werde durch ne_ue
Erfindungen und Veränderungen m den _besnzenden Industrie-
zweigen, wenn auch vorübergehrnd geängsitgt, doch_ kemeSweges
brodlos; vielmehr habe dergleichen Veränderung m der Regel eme Vermehrung der Ersammt-Jnxusirie zur Folge; _
3) das Anwachsen der Zuricher Bedolkerut) und _der_ gagemeine
Gang des Gewexbfieißes machen _eme _gr'o ere Vielseitigkeit des-
selben nothwendig, wodurch zugleich die_von Zeit x_u Zeit ftgtt-
findenden Krisen gemildert, und 'verdienßlose Zeiten weniger drückend werden -- y. s. w. _ _ _
Man wird der Schweiz, wenn diese und ähnliche Grundsätze m ihren verschiedenen Regierungsfyürmen mehr und mehr die ._Oberhand ewinnen, zii bedeutendxn Fortschritten auf der Bahn siaatöwtrthschafk- icher Entwickelung Gluck wünschen diirfen. _
Niederlande. Von der Königl. General-Marine-Direction ward am Asten v. M. bekan__nc gemacht_, daß auf deni_Leucht_tl)urm u Gondererde _üatt des fruheren Scemkohienfcuers em Lentikular- gmÉenlrcbc emgerrchtet, und vom 26|xn ab, jeden _Abend angezündet,
bts_ ages_anbruc1) brennen werde. Es_t| dasseibe sttustehend, hellweiß, gleichmäßig forrbrennend, steht 45 Niederländische Ellen odcr beinahe 160 Amsterdamer Fuß uber dem Spiegel des gewdhnlichen hohen Maß- sers, wird daher unrer giinstigen Umständen in einer Entfernung von 4; Deutschen Sremrileii (x_u 15 auf den Grad) sichtbar.
_ Nqchbenaqnce Flusiigkeiten, wenn Französischen Ursprungs, sind bei der Einfuhr zu Batavia den nebenbenannten Zollsätzen unter- worfen worden:
die Barrike Wein .............. 45 Fl. 100Bout.ord.Weins........,..20- 12 .- feineu Weins .......... 45 x 12 - Champagner . „_ ........ 6 „ 12 - __m Franzbranntwein eingewach-
ter Fruchte ............... - die Ppe Franzbranntwein ......... 105 ; 100 Bout. Franzbranntwein ........ 45 ;
Beigien._ Am Lsüen d. M. isi drr Gcsrtzrstntwurf, betreffend die Anlegpng einer Eisenbahn zur Verbindung dcr Scheide mr_c dem Rheine, m der Rrpräsentanten-Kammcr mir 56 gegeii 28 Stimmen ange_nommcn_wordrn. Wir werden zu scinrr Zeri ausführlicher auf diesen wichtigen Gegenstand zurückkommen.
_ Spanien. Durch den Präsidenten des hohen Raths von Katie- lien wurdcn am !5ten d. M. nachstehende, das Quaranrainewcsrn be- treffe: de_B-üimmungen zur öffentlichen Kenntniß gebracht: _
]) D12_eriheik_d2k Communicatidn, zu Wasser wie zu Lande,_wird vrn 112131 an im gamen Ko'ni reiche auf demselben Fuße, wie sie srrihcr bestand, _wicderhergc eilt. _Vorbehalten bleiben die e- wdixnlichen__ SanicarstMaßregeln m den Seehäfen; sonst oll N:em_a.'d_ nch herausnehmen, unter irgend einem Vorqude, ohne ausdrücklichen Regierungöbcfehl ferner eine Communication zu stören oder 511 nnterbrecirn. c';rdoch wird
2, Der noch mcht ganz klare Gesundheirszustqnd von Granada und Umgegend der dauernden Aufmerksamkeit der Lokal-Beyor- den empfohlen. _
.;“) Schiffe aus Cuba, wenn mit GesundheicH-Patenten U_x1d gestra- der Mannsrhafc an Bord, _sind, nach Reinigung und Lufcung ih- rer Effekten, sofort zur freien Praktik zuzulassen. _
4) Desgleichen Schiffe von den Küsten des Mexttams-xhen Meerbu- san und aus Nord-Amerika, nur vorbehältlich der gewöhnlichen Sax-icäxs Maßregeln gegen das gelbe Fisher. _ _
5) S.:,ki-x'xr aus irgend einem Europäischen _Hafcn m_lt Gesundheits- Parexjcen werden augenblicklich zu freier Praktik und Handel vrrsraccec. _
6) Hingegen sollen Fahrzeuge aus Madeira und den _Azoren cmsiwrilcn noch als anßeckungöverdächcig nach dem bis:)erigen Reglement behandelt werden. , _ __ _
Dur-xi) Königl. Verordnung vym 29. Januar d_ I. ist uber ein:
und audiandifehe Gewinde, welche in_Syanisch-en Häfen, um x_ur Auf- nabms von Oelen und arideren liisitgkriten zu dienen, dkk1akikt wer- den, so wie über die zu ihrer An ertigung besrimmcen Materialien, Fol- gendes festgeseizr worden: _ _
]) Irdss Tarisrnd auSländifcher Faßdxiuben von jeder Art Hol; und Größe, gytrockncc,_bei)au_en, oder nicht, soll künftig unter fremder Flagge 30, ::.-ter inländischer Flagge 20 Realer: als _rsotaa xe- 1112121188, und 3 pCt. uä fu]. nach Schätzun-x der Vintawren als Okrroi-Gebühr rnmchten, _mdgm der Ar:-.k_el_mchc als _Ursrosf an-_ zusehen ist, und also auf die fur diese bewilligte Pränne von drei Vierchcilen keinen Anspruch hat.
2) Die le_eren Gebinde oder Tonnen, neu oder alt, bezahlen, wenn auü) mehr aus dcn Fahrzeugen grlandec, jedes 20 Realen unter fremder Flagße, und unrer Spanischer 15 als erste, 4 R. 29 M. als zweite 21 gabe. Frei sind die m den Fahrzeugen befestigten Grbinde nach der Königl. Verordnung vom 8. Auguß 18.30.
3) Die eisernen Bänder zahlen 34 R. pro Ccr. unter fremder, 26 R. unter Spanischer Flagge; der hölzerner: 6 R. unter erste- rer, 4 R. 26 M. unter letzterer, a_u_ßer 10 pCt. aä ra]. fiir die eiserner, und 2 R. 29 M. für die hölzernen, nach Maßgabe drs_ Einfuhr-Tartfs, u_nd Schäizung der Visitatoren.
4) Die Synmschen_G_cbmdc, leer oder voll, sind bei ihrer Ausfuhr abgabrnxrei. Hmnchclich der Ba'nder oder Reisen wird nach der Königl. Verordmmg vom 10. Februar 183“; verfahren.
Aus Königl. Finanz-Mimßerto ward _unccrm 27sien v M. bekannt grmachc, daß nach Yhiaui des am 7. Mai 18.35 cndigenden Kontraktes wir dem Hause Ynigo Ezreleca & Comp. uber Verkauf des Kron,- Quecksilbers (ausdem Gruben zu Almaden, dieser Verkauf künftig öffknclikk) meistblékénh geschehen soll. Bekanntmachung der Termine und Bedingungen wird vorhehalten. _
Desgleichexi publiztxt die Hof-Zeityng vo_m_27sken o. M. eine Er,- mäßigung der m _den Häfen der P|)tltpp_inisch_en Inseln bisher ßaétgefundenen Emsuhrz'olle vom Branntwein. Dieselben sind herab-
eeßt „ „ 9auf 10 pCt. ac] ml. von Span. Branntwein m Span. Schiffen
* 25 ,- x .- ; ; - _- fremden ; x 30 ; ; .- ; Cognac u. Gennever m Span. ; .- 60 x ; ,- .e .- .c ck -* ; fremden .-
Zu Havanna sollten mit dem__1. Januard. I. folgende Zoll- und Steuer-Veranderungen zur Ausfuhrung kommen:
1) Aufhebung der durch das Reglement vom 25. Januar 1827 auf den rohen Taback bei seiner _Aberntun vom Felde elegten Avxaben vyn 6 pC-r. und Freiheit seines ransports ins „mnerc; FUT? v_on Hafen zu Hafen, zwar nur gegen Pässe, aber abga-
en rei.
2) waftßung des Ausfuhr-Zolles vom Zucker auf 3 R. pro Last Y_ncfcr Fpat1dsZ29É'ui1dh4ZNÜ unter f_ren_:der Flagge.
3) u .)r mig e m_u r-- o es von a:: wirt ' a cli em Geräcbe
fiir Zucker; und Reis-Bau. hsch f ck '
„Zum Schluß:
408
4) IWWiche Freigebung. aller Mehl-Transporte im Innern der n e _
erörterte, auf die Amerikanischen
Kongresses unterliegende Konflikt der Regierung mit Vereinigten Staaten ist noch keinesweges beendtgt.
fahrens nach wie vor entschlo en. Republik Venezuela.ff
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Der in öffentlichen Blätern, auch in der Staats-ZZeitung, vixlfaY Handels-Perl)ältnijse augrnblickli
sehr gewaltsam und nachtheilig einwirkende, 1th der Entscheidun des
Der Senat hat sich gegen die Regierungs-Ansicyt erklärt; in der Deputirtey-Kammrr, wo der_Ausfchuß-Berichr bisher noch nicht erstattet, wenigstens blsk no_ch mcht _bekannt eworden iii, scheint rm _enrgegerigesetztes Resultai, wiewohl mrc schwa er Majoritäx, wahrscheinlich;_ jedenfalls aber die Regierung zur äußersten Verthrtdtgung ihrer Ansicht und ihres Vcr-
Dir Zeitungen von Car raca_s__ m_el- den die am 3. Jan. d. J. geschehene Airswechsclunq dcr Rarmcano- um eines zwischen Vrnezuela und Frankreich abgeschloffen§€1 „Handels-
der Van der
Traktates. Meteorologische Beobachtung, 1834. Morgens lNachmitt. ' Abends Nach einmaliger 9. April. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Thaupunkt - 3,0"R.+ 0,9 “ N»- 0-6 “R
Dunßsättg. 64 pCt. 76 pCt. 85 pCt. Wetter. . . . trübe. schnecig. schneeig. Wind . .... WNW. WNW. W. Wolkenzug ] -- *-
Luftdruck. . 336-0 2"'Par.|335-7 6“*Par. 335-4 0"'Par. Quellwärme 6,6 “' N. LUftWärme + 2,2 0 R' + 4,2 o R' + 1,3 o R' Flußwärme 4,5 “ R. . Bodenwärme 3,9 " R. Auödünst. 0,0 8 2 " Rt). -- Niederschlag 0, 0 2 8 "Nh.
13 6 1' ] i 11 (s 1" [)en 10. „411111 1834.
801513.
Ymt]. [7011118- 111111 (;0111-60111'5-29118]. (,“-'874/21. CWM.) - ' . .|Ksäc/Z"|“__*'__]2FW„"|“"/-éch «1.1.
8t.-§e|1ulcl- 81:11. 4 WF ZGZ (711018112 908. (10 4 1 ck1? ['k. Luxx]. 1111]. l'“. 5 103; -- 051111". 1'1'11111101'. 4 - 99: [*r lüngk 1111122. 5 _ 103 !*mmn. (10. 4 106 __ [*k. [Ing]. 00], 30 4 94,1 93)“; [(ur- 11. Xsum. (]0. 4 “WSF 106? ['kiim.§c|1.ä.§se]|. _ 15; 55 81:0]9515011? (10. 4 - 10.37 “111"!!! 011]. 111, |. () 4 LSF 97:7 “[IT]-'. 1].lx;- 11. R. **- 67; b7_ W811!" 111t.§1:|1. 110. 4 88 97; 2. - 8011. (1. 11. u. R. _ h7Z- 67x 881]. Ztnät-0b]. 4 99 --
!(öuigxb. (10. 4 98 - 1101]. 70011. 91111. -- 17F ! -_ b:!biux. (10. 4; -- 97 Rezi"? _ (19 - ** 18, 911112. 110. in “[*]1, "] 374 30? k'rie-lrioiixä 01 . . - 1343- 134 U'sntpr. 9111111101". 4 ;1001', 941; ])151'11011] ..... - ck 4
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Kdnigliche Schauspiele.
getragen von den G1brüdern Eichhorn.
„Jm Schauspielhause: 511013141011: (101111111116:
l-az 7191171 pécbég. 7111111271111“, (*.11 1 3610, [17117 0 Sonnabend, 12. April. radin, historische Tragödie in 5 Abcheilungen und spiele, von E. Raupach. Sonntag, 13. April.
als Gastrolle.)
L. Angeli).
Königstädttsches Theater. Freitag, 11. April. _ Oper in 2 Akten. Musik von Rosfim.
Graf Almaviva, als erstes Debüt.)
in 1 Akt.
ten. Musik von Auber.
i
Freitag, 11. April. Jm Opernhause: Die ErholungSrcise, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: !) Concertino von Kallwoda, vor- ?) Rondo, mit obliga- tem Glöckchen, von Paganini, vorgetragen von Ernst Eichhorn. Dann: Pas de deux, ausgeführt von Dlle. Hermine Elster, vom K. K. Kärnthnerchor-Theater zu Wien, und Hrn. Scullmülier. Und: 1) Variationen von Beriot, vorzctragen von Ernst Eick)- horn. 2) Duett für zwei Violinen, aus dem Karnevalwon Ve,- nedig, von Paganini, vorgetragen von den Gebrüdern Eichhorn. Der "Geburtstag, Dévertissement m 1 Akt.
1) '1'011j0111'8.
011: ]z'uWnir (l'un fi[§, 1311110711113 011 2 110108, [my 1'.
Im Schauspielhause: König Kon-
Jm Opernhauie: Auf vieles Begeh- ren: Die Vestalin, große Oper in 3 Abtheilungen, _mit Ballers. ?usik von Spontini. (Madame Schröder-Dcvrient: Julia,
Jm Schauspielhause: Zum erstenmale wiederholt: Liebe und Liebelei, Lustspiel in 4 Abts), von 111“. Römer. Hierauf: Woh- nungen zu vermiechen, komisches" Gemälde in 5 Rahmen, von
Der Barbier von Sevilla, komische (Herr Kugler, vom
ständischen Theater zu Linz, neu engagirtes Mitglied dieser Bühne:
Sonnabend, 12. April. Der Pachter und der Tod, Zauber- posse mit Gesang in 2 Akten. Vorher: Das Räkhscl- Lustspiei
Sonntag, 13. April. Der Maurer, komische Oper in 3 Ak; Hierauf: Der Zweikampf im dritten
Stock, Posse in 1 Akt, von L. Angew.
881100. 2)
016108911113.
einem Vor.-
Neuesie Nachrichten.
Paris, 4. April. Der Her og von Broglie un Nord-Amerikanische Gesandte hattet? gestern Privak-AUdLene beim Könige. 3
Das Journal des Débats sagt in seinem heurigen Blatte: „Die ministerielle Kriss schien estern früh zu Ende u seyn. Nkan versicherte, der Herzog von ZZroglie werde den Ersa fen von Rigny zum Nachfolger erhalten, und Leßterer durch de,; Admiral Duperré oder den Admiral Jacob ersetzt werden, , stern Abend aber hatte man noch keinen definitiven Entschluß gefaßt. Diese Verzögerung kann aile Freunde der Re fern" nur tief betrüben, und wir glauben ihren aufrichtigsten __n___g_ auszudrüdkcn, wenn wir, im Namen der ersten verfassungsmäßis gen Grundsäße, auf die Abschließung eines Arrangements drin; gen, das der Regierung wieder eine geregelte Stellung giebt.“
Die Pairs-Kammer hielt gestern eine öffentliche Sitzung in welcher der Herzog von Bassano über den G.SseH-Éntwwk wegen der Liquidirung der ehemaligen Civil-Liste berichtete Und für die Annahme desselben stimmte. Nachdem die Berathm, über diesen Gegenstand auf den nächsten" Sonnabend angeseßt worden, legte der ONarschaU Soult die beiden kürzlich von d,. Deputirten-Kammer angenommenen Gesekz-Entwürfe iiber den Zuschuß der 2 Millionen zu den Militair-Penfionen und über denjenigen der 2.3 Millionen zu den diesjährigen Ausgaben des Kriegs-Ministeriums vor. '
In der Deputirten-Kammer erfolgte gestern die An- nahme des Geseß-Entwurfes wegen eines Zuschusses von 1,180,000 Fr. z_ur Unterstützung der fremden Flüchtlinge mir 191 gegen 58 Stimmen, nachdem auf den Antrag des Herrn Fr. Délesierc noch eine Bestimmung in das Gesetz ein- ge1chaltet worden, wodurch dem Minister des Innern nach, träglich eine Summe von 220,00!) Franken für die unter der vorigen Regierung wegen politischer Vergehen verar, theilten Individuen bewilligt wird. - Die Versammlung beschäftigte sich darauf mit dem Geseß-Entwurf wegen Einberu- fung der 80,000 Mann von der Klasse von 1833. Derselbe fand fast gar keinen Widerspruch und ging mit 248 gegen7 Stimmen durch. - An der Tagesordnung war endlich“ noch die Berathung über die definitive Regulirung des Budgets von 18.31, das in der Ausgabe mit 1,220,886,400 Fr., in der gewöhnlj; chen und außerordenrlichen Einnahme aber mit 1,310,378,678 Fk. abschließt. Der betreffende Geseß-Encwurf wurde nach einer unerheblichen Debatte mit 218 gegen 38 Stimmen angenom- men. -» Bevor die Versammlung sich trennte, kam man noch iiberein, sick) am folgenden Tage ausnahmsweise mit den bei der Kammer eingegangenen Bittschrifeen zu beschäftigen.
Herr Ganncron ist zum Obersten und Herr Talabot zum Oberst-Lieutcnant der zweiten Infanterie-Legion der Pariser National-Garde ernannt worden.
Die „Tribune“ ist gestern zum 94sten Male in Beschlag genommen worden.
Das Journal des Débats theilt das nachüehende Prix vat-Schreiben aus Nkadrid vom 27sten mit: „Unsere Regie- rung hat endlich die Donna Maria da Gloria als Königin von Portugal anerkannt. Der Gesandte Dom Pedro's, Herr Sar- miento, hat am 2-sten (nach anderen ')Jkeldungen erst am 23sien) der verwitcweten Königin sein Kreditiv überreichr. Es ist im Minister-Rathe beschlossen worden, 10,000 Mann untr den Generalcn Morilio und Rodil nach Portugal zu schicken. Die eine Division unter Ierillo soll über Verin (Galizien), die zweite unter Rodil über Ciudad-Rodriqo auf Porto vorrücken, um diese Stadt zu entseßen, undsodann aithantarcmzumarscbiren, und hier gcmeinschaftlich mit den Truypen Dom Pedro's die Erstür- mung dieses Punktes zu bewirkcn. Der Einmarsch soll am 1. April kraft einer zwischen beiden Regierungen abgeschlossenen Convention stattfinden. - Der Regierungs-Rach hat, wie man vernimmt, in dem Verfaffungs-C'ntwurfe wesentliche Vrrändcrungen vorge- nommcn, zu denen err I)iartinez de la Rosa die Hand nicht bieten will. Dieser imstand dürfte eine neue Verzögerung hin- |ichtiich der Einberufung der Cortes herbeiführen.“-In Folge ei- nes auf den Genrral-Kommandanten von Madrid und der Pro- vinz O)?ur*cia, Don Pedro Ramires,-gemachten, aber vcreitelien *))?ord-Anschlages hathlztcrcr sich unterm 19ten d. M. zu folgen- der srlrsamer Proclamation veranlaßt gefunden: „Der strafbare Plan, mich in der Nacht vom 17cen in meiner Wohnung zu er- mordrn, erfordert, obgleich er nicht zur Ausführung gekommen, Vorsichts-Maßregeln von meiner Seite. Demnach werde ich, wenn ein ähnlicher Versuch gegen eine der von Ihrer Maj. der Königin eingeseßten Behörde, oder auch nur gegen eine ihrer Sache ergebene Person sich erneuern sollte, sofort 30 Personen, die durch ihre Feindschaft gegen die Regierung vorzüglich bekannt sind, verhaften, und nach einem summarischen Prozesse vier von ihnen erschießen, die übrigen aber nach den Inseln deportiren lassen, welches Standes sie auch seyn mdchten.
(gez.) Pedro Ramires.“
P. S. Heute Nachmittag kurz vor Abgang der Pösk wollte man mit Bestimmtheit wissen, daß der Graf von Rig"? definitiv zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt worden sey, und daß der Admiral Jacob das Portefeuille des See-Minteieriums erhasten habe.
- Heute schloß 5proc. Rente [)1'. 6011190104. 35. 111100111"- 104. 60. Zpioc. 111". 00111111 78. 25. 1111 00111". 78. 45. 513M- Neap. 111". 60111111. 94. 45. 1111 (:0111'. 94. 65. Hproc. Span. 642. “.Zproc. do. 401. 5proc. Belg. (00119011 (16136116) 98. 5proc- Röm. 95-2.
Frankfurt a. M., 7. April. Oesterr.5proc. Metall. 985“;- 98:-.?.. 4proc. 89,7... 891. Yproc. 53. 1proc. 2317. Br. Bank- Akrien 1513. 1511. Part.-Obl. 1.30. 1384. Loose zu 100 (55. 208. Br. Holl 5proc. Obl. von 1832 911€. 941. Poln- L- 62-1- 62;- PreUß- Präm. - Sch. 541. 54.5. 4oroc. Anl- 024. G. 5proc. Span. Rente 6177. 614. Zproc. do. perp. 404. 401-
Redacteur (To tt“.
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Gedruckt bei 21. W. Hayn.
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Allgemeine
Prrußisrhe Staats=Zeitung.
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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. Seine Majestät der König haben Allergnädigft zu ernennen
ger„[;Jtscjtherigen Vicc-Präsidenten der Regierung zu Stralsund, Kammerherrn Grafen von Arnim, zum Präsidenten der Regierung zu Achcn, _ den seitherigen Landrack) dcs Landshuter Kreises, Obersten Grafen Anton zu Stolberg-Wernigerode, zum Präsidenten der Regierung zu__Düssrldorf, und __ _ den seitherigcn Landrark) dcs Krciics Paderborn, _Jretherrn von Spiegel-Boriinghausen, zum Vicc-Präsi- denken der Regierung zu Koblenz. Seine Königliche *))kziiestär haben de_m bei dem Landx und Smdtgekiéhkc zu Seehauirn angescciitcn Assessor L_[ndreae den Charakter eines Zust-zrarhs Allcrgnädixxst zu verleihen gcruht.
cute wird das Ste Stück der Gesrß-Sammlung auSgegc- en welches enthält: Unter _ _ bI11. 151.3. dxc Bcrdrdimng wegen Einrichtung des Hypothexen- ' Wesens in dem Herzogthum Westphalen, dem Jür- srcmhum Siegen mat dcn “Llemrrrn Burbach und Ncucnkirchrn (Fi'ricn und Hiickcmclwn Grund) u_nd dcn Grafschaften Wittgenjiein-Watcgcnsrcin und Witt- gcnjicin:Brrlchrg Vom .31. *))Tärz d. J.
Berlin den 12. April 1834._ __ _ Debité-Comtoir für die eiligemcine Gesetz- Sammlung.
Angrkommcn: Se. Excclirnzxdcr Gcnrral der Infanterie, Wirkliche Geheime Sraats- und Ucl)aß_-_J)Tinister, Graf von Wyliii) 11 nd Lotcum, don Ncuicadt-Cverswalde.
Zeitungs-Nachrichten. MuSland.
R [! ß [ a n d.
St. *dctersburg, 2. April. Se. Pkajesrär habcn_un- term 26. Fxbrimr folgcndes Allerhöchstes Rcsiript an den Sexie- ral,-Fcimnarsiixall Fücxicn von Warxhau, Grafen Paßkrwrtich- Eriwansii, erlassen: „Fürsr Iwan “Fedor'ownsch!_Der O_Nirwdn Zonen vorgelegte Bericht fiir das Jahr 18.33, rider _dte Qimi- Verwaicung dcs Königrcichs Polen, isi cm Beweis «zhrcr un- ausgeictztcn urid uncrim'idctcn Bernabudgrn, I)irine das Wohl .es Mir unrerworfonen Volkes bezweckcnden Abncl)te11__zu errei- chen, Die von cmichn “Wenigen grmarhrcn verbrecherricher1 An- [(di-We sind durrl) Handhabung cincr srrcngcn Gerechtigkeit un- tirdriici'c, imd denen, ivclclw durch unvorhergesehene Umstände aelitcen, isi jcde iiur irqrnd mögliche Unterstutzung gereicht wor- den. 'Liiis in den verschiedenen Tl)eilcn der Verwaltung vorge- 'ndmmciie Vcrbcssrrmigcn cndliä) sicl)crn_ die Darier drr ge.- wünschten Ordnung und Ruhe. » Dirie Ihre ivcijrn ILndrd- nungen wachrn cs “Mir zur angenehmer] *]Jsiicln, Ste Meiner “Zaiifricdiigcn Dankbarkeit für Ihre rastloic Sorge um _das Wohl des Zhrer Verwaltung anvertrauten Landes zu drrsicbcrn. “ ?Ich verbleibe Ihnen stets wdhlgcwogcn. (gch) Nikdlaud.“ ; Zn Ö'-.'lllä[;k)cit cines Katierl. Befehls jollen dir bei _den ; isirnclicden Lcl)r-'2(niialtcn als Reliqions-Lchrcr angestellteg Griffit- ehen alichonfcssioncn, imd nach ihrem Tode_ auch ihre *Janrilien, Prnsidnrn wie andere Lehrer crhalrcn, undcicliadet der Bcncnzien, ! die sie etwa von dcr" geistlichen Obrigkeit grnrrßeti. _ . Dir archäoqraphische Expodition der Katierltxchen Akademre 'der Wiffrnschafirn beschäftigt sich seit beinahe (; „Jahreii mit der ÖDurchforschung der Archive und „Bibiidrhcken des Reichs, 11111 AÜW zu sammeln, was wir in Russiicher und_ S10V011l1ch0k Li- tcratur bci'ii;,1*11. " “"'s iyi ihr jcizt gelungen, funf g_ro]3e_ Pdrce- feuilles mit Matcriaiicn zu sammeln, die sich auf die _Gc]_chtc_hke dchussischen Litcrmur bis zur Regierung _Peter_dc_s G,)rdjzen beziehen. Sie sollen späccrl)in in Gestalt eines__biblioldgiiMn Dictionnaire; öffentlich bckamit gemacht werden._ Ein qiidcres für kieErfvrscdunq des Russischen Alterthums eben io tnilzlicl)cs311nter- "Ehmen verspricht das zu wcrden, welches Herr K_eppcn, einer_der ausgezeichnctstcii Russiswi'n “Iirchädlogen, azigckimdrgc hac. Derjelbe durchrrizie im Jahre 1853 nach einem iystemaciickwn Plan de_n WWW Thril dcr Krimm mit RÜWÜCR auf drrchopographir und Aicrrrhümrr. chzr gedenkt er einen ausfuhrlichcn Yerwht darüber i)craus),i1„ebcn. Seine Exkursionen waren hauptmchlrck) "Usdic Gebirge gerichtet, wo er die Ueberreire drr ire umgeben- den alten Festungswcrke und Mauern aitfiuck)te._„ An den nörd- lichen und südlichen Abhängen entdeckte cr_cine lange Reihe Janz systematisch angelegterBefestigungen. ZwiiMnTheoYßa und ÜUiChkn fand er nach zahlreichen Srreifcrcien auf der S_udwcst- Küiie und nach vollständiger Untersuchung der Südost-Küsre 20 GCbil'gs-Pässe auf; *- zu beiden Seiten waren übrr 40 Festun- gen bk'findltcl) gewesen. Von 60 Quellen in dicken Gebirgen, deren Temprramr mic Hiilfe dcs Thermometer bestimmt wurde, Haben mehrere kaum + 0 Grad Récmmur. _ „ Durch einen Allerhöchsc bestätigten Beschluß des Minister- Comité's sind die Quarancainen am 'Lisowsclwn Meere aufgeho- ÜM; im Flecken Aluscdta soll eine Quarantainen-Barridre errich- tet werden. „ Einige Personen brabsichtigen, in Odessa eine Gesellschaft zu ["[de die fick) im Großen mit der Fischerei im Schwarzen Meere beschäftigen soll; .sie wollen zu diesem Zweck aus denjeni- .gen Gegenden Europa's Fischer herbeirufen, wo dieses Gewerbe
Berlin,
Sonnabend den 1211"
Frankreich.
Paris, 5. April. Der heutige Moniteur enthält wei von gestern datirte Königl. Verordnungen, wodurch das ini- sierium neu zusammengestellt wird. Außer dem Herzog von Broglie sind auch noch die Herren Barths und von Argout aus- geschieden. An die Stelle des Ersteren isi der bisherige Gene- ral-Prokurator beim Königl. Gerichtshofe zu Paris,.syerr Persil- zum Großfiegelbewahrer, und an die Stelle des Letzteren der bis- herige Handels-Minisker Herr Thiers zum Minister des Innern ernannt worden, während der Deputirre Hr. Duchiitel den Hrn. Thiers als Handels-Miniscer erseßt. Das Ministerium der aus- wärtigen Angelegenheiten hat (wie bereits gestern erwähnt worden) der See-Minister Graf von Rigm) erhalten, an dessen Stelle derVice- Admiral Rousstn (also nicht der Vice-Armiral Jacob), gegenwärtig Botschaftcr bei der Ottomani chen Pforte, zum See-Minister er- nannt worden ist. Bis zu nkunft desselben soll der Graf von Rigny das Marine-Departement interiiniskisch leiten, Die Her- ren Soult, Hamann und Guizot smd hiernach die einzigen Mi; nister, die ihre Portefeuilles behalten haben, und das Ministe- rium ist gegenwärtig in folgender Weise usammengeselzt: Präsident des Minister-Raths und 'riegs-Minister, der Marschall Soult; Minister der auswärtigen Angelegenheiten, der Vice-Admiral Graf von Rigny; Großsegelbewahrer, Minister der Justiz und der geistlichen Angelegenheiten *), Herr Persil; See-Minister, der Véce-Admirai, Baron Roussin, und in- tcrimistis der Graf von Rigmy; Minister des ffentlichen Unterrichts, Herr Guizot; Minister des Innern, Herr Thiers; Handels-Minisier, Herr Duchätel; Fmanz-Minister, H e rr H u m a n n.
Fünf andere Königliche Verordnungen von demselben Tage enthalten folgende Bestimmungen: Der bisherige Großfiegelbe- wahrer Herr Barthe wird um Pair erhoben und zugleich zum Ersten Präsidenten des Re nungshofrs statt des Marquis von Barbé-Marbois ernannt, der seinerseits den Titel eines Ehren- Präfidenten des Rechnungshofes" erhält. Der bisherige Minister des Jnnern,Graf von Argout, ersetzt den Herzog von Gaöta als Gouverneur der Bank. Endlich wird der Deputirte und bisherige General-Advokat beim Cassationshofe, Herr Martin (vom Departement des Norden), zum General-Prokurator beim Königl. Gerichtshofe zu Paris an dis“: Stelle des Herrn Persil ernannt.
In der Pairs-Kammer waren heute von den Ministern
der Marschall Soult, der Graf von Rigm) und Herr Persil zu- gegrn. Der Herzog von Broglie hatte seinen Plalz unmittelbar hinter der DJTinisier-Bank genommen. Nachdem Herr v. Rigny in seiner Eigenschaft als interimistischer Chef des See:?)iiniste- riums den von der Deputirten-Kammer bereits angenommenen Gcseß-Entwurf wegei-i eines Zuschusses von 2 Mill. Fr. zu den diesjährigen Ausgaben jenes Ministeriums vorgelegt, und der Präsident eine- Kommission zur Prüfung des Geseß-Entwurfes wegen einer Erhöhung des IJTilitair-Pensions-Fonds ernannt hatte, berichtete Hr. Giro d über den Gesetz-Entwurf gegen die Vereine, und trug nach einer sehr ausführlichen Erörterung aufdie An 11 a h m e dcffelben an. Die Berathung über diesenGegenstand wurde auf den nächsten Dienstag angesekzt. Am Schlusse der Sißung beschäfx tigte die Kammer sich noch mit dem Geselz-Entwurfe wegen der Liquidirung der ehemaligen Civil-Listc.
In der gestrigen Sitzung der DeputirtenxKammer berichtete Herr Etienne über den Geselz-Entwurf, wodurch die Regierung _einen Zuschuß von 1,500,000 Fr. ZU den diesjährigen geheimen Ausgaben verlangt. Er stimmte f r die Bewilligung dieser Forderung, jedoch nur bis zur Höhe von 1,200,000 Fr. » An der Tagesordnung waren darauf verschiedene Bittschrif- tcn-Bcrichte, nach deren Beseitigung der Graf v. Mosbourg seinrn Vorschlag entwickelte, daß man hinführo die Functionen eines Deputirten für unverträglich mit der Theilnahme an einem Lieferungs-Gescl)äch für Rechnung des Staats erkläre. Der Graf Iaubert widersetzte sich diesem Antrags, indem er be- merkte, daß, wenn der Graf Mosbourg nicht so allgemein als am rechtlicher Mann bekannt wäre, man seinem Vorschlage die versteckte Absicht beimessrn könnte, bei dem Herannahen der De- putirtcn-Wahlen die jetzige Kammer _qewcffermaßen in *))?ißkrcdit xu bringen, indem man zu verstehen gäbe, daß sich in ihrem Schoße indgliclwrweise Männer befinden könnten, die sich in ihrer po- litischen Meinung durch Neben-Absichten leiten ließen. Die Herren Roger und Gauguéer traten dagegen der Proposition des Herrn von Mosbourg bei, die indessen bei der Abstimmung mit einer starken OJZawricät verworfen wurde. - Bevor die Versammlung sies) trennte, erfolgcc noch die Annahme verschiede- Url' Göescß-Entwürfe von örtlichem Interesse mit 231 gegen 5 Stimmen. - Die heurige Silzung begann wieder mit einigen Bittscbriften-BeriMcn, die jedoch keine erhebliche Debatte herbei- fiihrcen. Die Kammer beschäftigte sick) darauf mit dem Gesetz; Entwurfe in Bezug auf einen Austausch des nicht apanagirten Theils des Palais royal gegen zwei zu den Kron-Gütern gehö; rende Waldungen. Im Laufe der Bcrarhungen, die über diesen Gegenstand stattfanden, erschienen einige der neuernannten Mi- nister, worauf sich die Deputircen der Contra sofort in großer Menge erhoben, um ihnen ihren Glüdkwunsch darzubringen.
Herr Boutarel ist zum Obersten und Herr Rosfigneux zum Obersi-Lieutenant der 9ten Legion der Pariser National-Garde ernannt worden.
Man glaubt, daß Herr Veron, wenn er die Direction der Oper niederlegt, zum Gcneral-Einnehmer der niedern Seine er- nannt Werden wird. Auch spricht man davon, daß er bei den nächsten Wahlen den Eintritt in die Deputircen-Kammer zu er- langen suchen werde.
*) Die geißli en Angelegenheiten gehörten bisher zum Ressort
“m L?sci)ichte|en betrieben wird.
des Ministers des nnern.
April
1834.
"__-J: *I
_Die Herauögeber des National haben ihren bekannten Pro- zeß in letzter Instanz gewonnen. Nachdem der Caisaxionshof am verflossenen Sonnabend seinen UrtheilSspruch in dieser Rechts- sache auf_ den nächsten Freitag verlegt hatte, wurde letzterer ge- stern Mitra von dem Präsidenten Grafen von Bastard in fol- gender WeiFe verkündigt:
„Nach Einffcht der Artikel 1, 6 und 15 des Gesetzes vom 18. Iuli1828 üb_er die Zeitungen und periodischen Schriften, so wie de_s Erkenntntffes des AsssenhofexZ des Departements der Seine und Oise pom 10. Augusi 1833; - in Betracht, daß dieses Erkenntniß um einer gerichtlichen BelatYung des Paulin, alleinigen verant- wortlichen ergusgebers dex! attonal, wegen ungetreuer, unredli- cher und be eidt ender Berichterstattung über eine Sihun des As- üsenhofes des eine-Departements beruhte, und daß da elbe dem Herausgeber des National «mf 2 Jahre untersagte, über gericht- liche Debatten zu referiren; - in Erwägung, daß der „National vqn 1834“, zu deffen verantwortlichen Herausgebern Carrel, Con- seil un-d Scheffer ernannt worden, erst 11 a ck jenem Erkenntnisse vom 10. Aug. gestiftet worden und erst am _1. Jan. 1834 erschienen ift, nachdem alle in dem Gesetze vom 18. Juli 1828 vorgeschriebenen Fdrmlich- keiten_beobachtet worden; tn Betracht, daß die im Jahre 1831 unter der Firma Paulin et Co. zur erausgabe des „National“ gestiftete Gesellschaft im Jahre 1833 an elöft, da um dieselbe Zeit eine an- dere Gesellschaft unter der Frma: „ rmand Carrel, Scheffer, Conseil et Co. für die Herausgabe des politischen und literarischen Tagesblattes unter dem Titel: „Der National von 1834“ errichtet- und daß die Verhandlungen we en Auflösun der alten und Stiftung der mixen Gescllschaftgm Schlu e des v. 3. b entlich bekannt gemacht, auch mcht als betrügltch oder fimulirt an efochten worden sind; in Er- wägung,daß sch hierqus die gesetzliche ExiJenz des „National von 1834“ ergiebt, was im Uebrigen auch die Gründe gewesen seyn mögen, welche die Bildung der neuen Gesellschaft veranlaßt haben, indem aus dem Geseßepom 1_8. Juli 1828 m der That hervorgeht, daß in dem Falle, wo eiiie Zeitung wegen eines Vergehens von Gerichts wegen suspendirt wird, die_Eigenthümer eine neue an deren Stelle unter der aUeinigen Verpfiichtung, daß sie sch in die Besiimmungen des gedachten Gesetzes fügen, herauszugeben befugt sind, und daß die- srlben Gründe auch für das_bloße _Verbot sprechen, über gericht- liche Verhandlungen zu referiren, mdem_ ein solcb'es Verbot einer Suspension des betreffenden Blaues für emen Theil der Nedactiotis- (He enfiände gleichkommt; -- in Betracht, daß das Hinzufügen der Fa reszabl 1834 dem National einen neuen Titel giebt, und daß sowohl dieserhalb, als auch wegen des Unterschiedes in den Be- fiandtheilen der alten und _der neuen GeseUschaft, so wie wegen der Aenderung der verantwortlichen Herausgeber, und der Stellung ei- ner neuen Caution, der „National von 1831“ eine neue Zeitung ift, auf die das Verbot, über die gerichtlichen Debatten zu berichten, keine Anwendun findet; daß demnach der Asfisenbof des Seine- Departements, a s er die Herausgeber dafür verurtbeiltc, daß sie am 15. , 22. und 25. "anuar d. 3. über gerichtliche Verhandlungen referirt, eme falsche nwendung von dem 7ten Artikel des Geseves vom 25. März 1822 gemacht und die Eingangs erwähnten Artikel des Gesetzes vom*18. Juli 1828 verletzt hat; - aus alien diesen Gründen kassért _der Gerichtshof das gegen Carrcl und Conseil crgangxne Erkenntntß, und verweist (tx, zur gesetzlichen Entschei- du_n§ uber die Anklage, vor den Asmrnbof des Departements der Nee eren Seine.“ - Diese letztere Bestimmung isi eine bloße Form- sache, da der Cafsationsbof dem General-Prokurator eine gericht- liche Belangung mcht verbieten kann.“
Die Herren Cruchet, Aubert und Bucquet, Redacteur, Verleger und Drucker des kleinen Blatts, „la Carricature“, die wegen einer Beleidigung der Person des Königs vor den hie- figen Assisenhof geladen waren, sind gestern von demselben frei- gesprochen wvrden.
Die Tribune soll wegen eines Artikels in Beschlag ge- nornmen worden seyn, worin fie so weit geht, zu behaupten, daß der König im Jahre 1831 durch Vermittelung des Gene- rals Bernard mit dem Präsidenten Jackson dahin übereinge- kommen sey, daß von der mehrerwähnten Encschädigung von 25 Millionen Eilf Millionen für Rechnung Ludwig Philipps in die Bank der Vereinigten Staaten deponirt werden sollten.
“.Das itz Lyon ericheinende republikanische Journal la Gia- neu1e ist reit mehreren Tagen eingegangen.
Auf dem Französischen Lloyds war gestern nachsiehendes Schreiz ben aus Madrid vom 281ien v. “M. angeschla en: „Der Portu- giesische Gesandte, Herr Sarmiento, ist dem ofe von Aranjuez in seinem offiziellen Charakter vorgestellt worden, was einer An- erkennung Donna Maria's durch die Spanische Regierung gleich kommt. Dieses ist während meines Aufenthalts in Aranjuez geschehen; aber Herr Martinez de la Rosa setzte damals fest, daß es erst in einiger Zeit bekannt werden sollte. Seitdem bin ick) ermächtigt worden, jene Thatsache der Oeffentlichkeit zu übergeben, und ich melde 'hnen also nun die Anerkennung der Königin von PortuZal. ie wahr; scheinlichc Folge dieses Schrittes wird eine KriegS-Erklärung ge- gen Dom Miguel jerrn, oder vielleicht gar der Beginn der Feind- seligkeiten ohne vorherige Kriegs-Erklärung. Die Sicherheits; Compagnieen, welche die GeneraGCapitaine in allen Provinzen organrfiren, werden sich auf 40 bis 50,000 Mann belaufen, und es wird dadurch die ganze aktive Armee zur Verfügung des Kriegs:9)2itii|ers gestellt.“
.Der Messager meldet aus Madrid untcr demselben Da.- mm: „.Der Regentschafts-Rati) hat mit dem Verfassungs-Entwurfe bedeutende Veränderungen vorgenommen, denen Herr Martinez de la Rosa sich, wie es scheint, nicht unterWerfen will. Diese Uneinigkeit wird zuvörderst den Uebelstand haben, daß die mit so großer Ungeduld erwartete Zusamtnenberufung der Cortes noch verschoben wird. Man ist eben sowohl über die Organisation der Proceres (Pairs) als_ über die der Procuradores (Deputir- ten) uneins. Der Regentjchafts-Rath will, daß die ganze Gran- deza unter die Proceres aufgenommen werde, und daß die W rde erblich sey; die Procuradores sollen durch die Ayuncja- mencos (Municipalitäten) gewählt werden. Herr Martine de la Rosa hat seinem Entwiirfe den Titel Königliches ra- tur gegeben; der Regentichafts-Rath will i n pragmatische Sanccion genannt wissen. Uebrigens wi der Nach für die; seSmal allen großen Städten des Königreiches das Recht verlei- hen, Deputirte zu den Cortes zu senden. Die Sitzungen sollen öffentlich, und die Deputirten für ihre auf der Rednerbühne ausgesprochenen Meinungen unverleßlich seyn; auch sollen fie in.- direkt mit dim Rechte der Initiative bekleidet werden. Man 10
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