Lyon stattgchabten Unruhen. (Siehe den Art. Lyon im gestri- gen Blatte d. St. Z.) Das Journal de Paris drückt sich folgendermaßen aus; „Da der Gerichtshof nicht, umgeben von einer allzugroßen Truppcn-Masse berathschlagen wollte, so hatte er nur einige 50 Mann in der Nähe des S1“ ungs-Saales ge- wünscht. Als nun die Ruhesiörer in großer nzahl erschienen und einen Tumult im Hofe des Gerichts-Gebäudes veranlaßten, auch den herbeigeeilten Königl. Prokurator beschimpften , konn- ten sie von der geringen Mannschaft nicht sogleich zerstreut wer- den; nachdem jedoch Sukkurs angelangt, sahen s1e s1ch bald ge- nöthigt, das Feld zu räumen, und es herrscht seitdem wieder voll- kommene Ruhe in Lyon. Für den nächsten Mittwoch, wo der UrtheilSspruch erfolgen soll, find die ndthégen Vorkehrungen ge- troffen worden, damit der Gerichtshof“ in aUrr Ruhe und Frei- heit berathschlagen könne.“ „
Der Jndicateur de Bordeaux vom 5ten d. meldet: „Auf außerorde11111chcm Wege sind uns Briefe aus Madrid vom 1sken d. zugegangen. Bis dahin war Alles ruhig daselbst. Zwei Couriere, die an jenem Tage Madrid verließen, trafen un- terweges nnr auf ein paar sehr kleine Jnsurgenten-Trupps; zweien derselben gaben sie einige Geldstücke, wofür sie freccn Durcl11ug erhielten, und so gelangten sie ungehindert bis Baydnnc. Ein Schrelbcn aus Bavonne vom 31911 d. berichtet, daß am «311. IMU“ zu Estella ein sehr blutiges Gefrcht zwischen den Trupvcn des 'em-111112; Lorenzo und den Jnsurgentrn von Maya und N11- varra stattgefunden habe, daß man aber die näheren Details noch 1111111 kenne. Es scheint jedoch, daß General Lorenzo dabei den Kürzeren gezoqen hat, denn er sch1ckce in aller Eil nach Pam- pclona, um Verstärkungen heranzuziehen, und der General Que- sada bracl) sogleich nach dcm Kampfplak auf, als er jene Nack)- 1'1c1)t erhiclt. 'Am folgenden Tage soll Öclztercr die Znsurgenten bei Balearlos gänzlich geschlagen haben, und man sagt, er habe alle Gcfangenr, 1“e1b1*t die Verwundeten und Kranken nichc aus- genommen, erschießen lassen.“
Im Monitcur lie1'r man Folgendes: „Als der General Drsmnhels über das am 3. Dezc111ber1813 bci Tamesaar vor- gcfaüene Gefecht Bericht erstattete, sprach er nach Aufzählung der von den Truppen der Oranschen Dwifion an jenem Tage errungcmn Vortheile die Hoffnung aus, daß dieser Ka111pff§1r uns glückliche Folgen haben werde. Diese Hoffnung 111 in Er- fstllung geganzen; drr Emir Abdelkader :| von seiner feindseli- gen Gesmnung zurückgekommen und ?Zat sich zu friedlichem Byrnehmen qenewr bewiesen; diese eränderang war nicht allein den Vork eilen zu verdanken, welche die Französ- schen Truppen fortwährend Über die Araber davongetragen harren, sondrrn noch weit mehr der Einnahme von Ar- zcw und von Moftaganim. F ierdurck) in seiner Residenz *Maskara bedroht, encschloß fi ) AT-dclkader zu Unterhand- lungen mit dem General DeSmichels. Im Januar mel- dete dcr Befehlshaber der Oranschen Division, daß 11111 dcm C'mir Abdelkadcr Verbindungen angeknüpft worden, und daß er sich Frankreich unterwerfen wolle, Welches die Unterwerfung der ganzen Provinz Oran zur Folge haben würde. Es waren'sctwn früher dem General DeSmichels für diesen Fall die ndthigcn Zn- fiructionen ertheikt worden; indeß wurde er doch mit neuen ver- sehen, und er hat nun durch Depeschen vom 4., 1)“. und 7. März über die Abschließung eines vorläufigen Vertrages berichtet und eine von beiden Theilen unterzeichnete Abschrift dessel- benin Französischer Und Arabischer Sprache beigefügt. Bermdge dieses Vertrages unterwirft 11ch der Emir Abdelkader' dcm Könige der Franzosen; alle Feindseligkeiten zwischen den Franzosen und Arabern haben aufgehört; der Emir verpflich- tet fich, nichts zu verabsäumen, was ur Erhaltung der Eintracht und Freundschaft Zwischen beiden Tßeilen beitragen kann; als Garantie für die Erfüllung dieses Traktats werden Geiseln von Abdclkader gestellt, und zu Maskara sollen einige Franzöfiscbe Offiziere als Vermittler zwischen dem Emir und dem zu Oran kommandirenden General ihren Wohnsnz nehmen. Die Gefan- aenen wurden sogleich gegenseitig ausgewechselt; die Handels- Freihcit soll unbedingt und unbeschränkt seyn; dir Deserteure der Franzdfischen Armee werden von den Arabern nacl) Oran zurückgebracht; die Europäer können in's Innere des Landes reisen, und es snd Maßregeln getroffen, daß ste überall in der Provinz Sicherheit, Beistand und Schutz finden. Derge- stalt ist in einer der reichsten Provinzen von Algier der Friede befestigt, und dieser Vortheil ist um so größer, als jene Provinz, des kriegerischen Charakters ihrer Bevölkerung wegen, sehr schwer zu unterwerfen war. Frankreich ist nun ein neuer Kanal für seinen Handel eröffnet; seine Schiffe können nicht nur in den Häfen von Oran und Arzew und an den Ufern von Mostaganim, sondern an der ganzen Küste der Provinz s1cher landen, und ein ergiebi er Tauschhandel wird fich zwischen den Französschen und Arabis en Kaufleuten anknüpfen. Dieser Friede wird für die OJZilitaér-Occupatéon und für den Einfiuß, den Frankreichs Autorität im ganzen Lande dadurch gewinnen muß, nicht minder vortheilhaft seyn. Die Einnahme der beiden Plätze Arzew und Moskaganim hatte den Arabern Schrecken eingeflößt. Der Emir Abdelkader sah die Folgen davon vorher; und der Vortheile beraubt, die ihm beide Orte für den Handel darboten, blieb ihm nichts übrig, als s1ch der Französischen Herr- schaft zu unterwerfen.“
Großbritanien und Irland.
London, 8. April. Durch den Tod des Marquis von Breadalbane ist dessen Sohn, der bisherige Graf von Ormelte, und Parlaments-Mitglied für die Schottische Grafschaft Perch, ein Anhänger des jetzigen Ministeriums, der bei der vorjährigen Eröffnung des Parlaments im Unterhause die Antworts-Adresse auf die Thron-Rede 1'n Antrag brachte, zur Pair-Würde gelangt. Die beiden Kandidaxen, welche s1ch um die dadurch erledigte Stelle im Unterhau1e bewerben, find Herr Graeme und Sir George Murray, Ersterer ein Vertheidiger und Leßterer einer der eifrigsten Gegner der Reform.
Die Times stellt über die Kriss in den Geld-Angelegenhei- ten der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika folgende Bc- trachruug an: „Es muß Jedem für eine anfaUende Erscheinung gelten, daß trotz der Verwirrung, die in _den Geld-Angelegenhei- ten, in“ Fol e der Rücknahme der Depofixxn aus der öffentlichen Bank, zu age kam, kéin einziges andlungs-Haus von einigem Range fallin hat. Das Unwetter at bloß solche Häuser getrof- fen, welche fiel mit gewagten Speculationen einléeßen, und auch unter diesen ührten die Fgllissementsk nicht den völligen Ruin nach sich. Unter anderem fand fich, um nur ein Beispiel anzu- führen, bei dem größten Banquerroute, der die Herren Allen u. Comp. traf„nach Regulirung aller Interessen und nach Befrie- digung aller Glaubt xr, noch ein Ueberschuß von 700,000 Dollars. Eme “roße Anzahl k emerer Handlungshäktser,„diejelzt fallirt haben, smd a erdings xur dyrch den_'Z1viespalt zwischen der Bank und der Regierung der 'Veremigten Staaten“zu Grunde gegangen. „In Einer Hinsicht kann man den Ausgang, den die ganze Kriss
426 genommen , für die Handels-Znteressen Nord-Amerikas als heil- sam ansehen, indem es deren olidirät an den Tag legt, die auf eine andere Weise schwerlich 111 ein so helles Licht getreten seyn würde. Diese Anerkenntmß ist eine Pflicht, die jede große Han- dels-Kommune der andern schuldig 111, und es kann hinzugefügt werden, daß unsere angesehensten Kapitalisten in der City, dercn Geschäft ihnen einen Einblick in die Lage der Dinge gestatteten, hierüber gleicher Meinung sind.“
Belgien.
Brüssel, 10. April, Gestern hielt der KMU auf dem Boulevard des Regenten über alle zu Brüssel bcféndliche Trup- pen Hecrsctzau; sie bestanden aus 13 Bataillonen Infanterie, 8 Schwadronen Kavallerie und 2 Feld-Batcericen.
Die Minister der Justiz, des“ Kriegswoscns und des Znncrn haben von jeder der zu ihrem Drpartement grhdrcnden Autori- täten eincn u111stä11d11chen Bericht 11.1 die Vorfälle 110111 51111 und 611111 (1. verlangt.
.Der hiesige Courier enthält folgende summarisch? Zusam- menstellung der Brüsseler Ereignisse: „Die Orang1sre11 Haktcn 11111308 111 ihren Journalen die Namen derSubskridcnrc11 publécirt, 1ve1che Behufs cines "Rückkaufs von 11111“ der 111 Tervueren ver- steigerten Pferde, mit denen 1111111 dem Prinzen von Oranien ein Geschenk machen ontr, z111'an1111ct1gctrctcn waren und verschie- dc11tl1ct) dazn bcigcjkcucrt harren. Zwei Tage nach der Publici- rung der Subscriptions-Ltsre wurre in Brüssel ein Pamphlet gegen die Oi'a11gt11c11 verbreitet, welches das Volk a'affordercc, 1111 den hauptsächlichskcn Anhängern dicser Partei für dissen neuen Beweis ihrer vrrbrechcrischrn Hinnrigung zu den Feinden des Vaterlandes cine furchtbare Rache zu nehmen. Am näcl): sten Morgen nach der Bckarmtmachung dtcses Pamphlets 1111- dctcn fiel) vor dem Bureau des Lynx, wo sich eine Orangtstische Gesellschaft versammelt hatte, Mehrere Volkshaufrn, dercn Aus- sch1ve1f11ngen fick) jcdoä) vor der Hand auf das Zerbrcchen cini- gcr Fensterscheiben beschränkten. Am Sonntag früh wurden aber dre Sccnen dcr Unordnung bedenk11ch1r und häufiger, so daß die Garmson, Welche aus vier Ba1111111111e11 Infanterie und eben so vielen Kavallerie.Schwadroncn bestand und außerdem über 01'11 Gebrauch tnchrercr Kanonen zu verfügen hatte, die Waffen er- greifen mußte. Vor den Augen dicser Garnison waren jedock) von 3 bis 400 meistens unbewaffnecen *))?enschen, unter denen fick) noch dazu viele Weiber und Kander bcfandcn, in weniger als wölf Stunden am hellen Tage sechzehn große Häuser förméich verwüstet. Die Truppen kamen mehrcnthcils vor den der Plünderung geweiheten Häusern erst an, als das Werk der Vcrwüscung bereits begonnen oder schon weit vorge- rückc war. An einigen Stkllcn wohnten fie den ersten Scencn der Gräuel sogar mir bei, ohne denselben einen Widerstand ent- gegenzusclzen oder wenigstens wirksam genug einzuscdreiten, um das bedrohece Eigenthum zu schüizen. Bald rangirtcn sie s1ch in Front vor den Plünderer", ohne einen einzigen 111.111 Nussl- bcn zu erqrcisen; bald 11111sch10ssr11 ste in einem großen Umkrcése die Gebäude, die man verwüstete, und beschränkcrn sm“) darauf zu verhindern, daß aus“ den Häusern etwas fortgeschafft wurde; im Uebrigen l1eß man dem wütbenden Pöbel, in Betreff der Wohnungen scibsc, den freicsccn Spielraum. Dort sas) man Kavalleristcn gemächlich von den Pferden abstei- grn und Ruhe halten, während hundert Schritte davon ein Hause von funfzig Menschen, meist aus Fremen und „Kindern bestehend, einen Palast zersdrte; dort schaucen ganze Bataillone mit dem (Gewehr am Fuße denselbcn Scer-en ruhig zu. Daß einige Soldaten und Abtheilungen cinschrittcn, geschah nur selten und ausnahmsweise; überhaupt schienen die Truppen keinen Befehl zum Handeln gehabt zu haben. Um 2 Uhr Nach- miccags, d. 1). 1111111131111 Brüssel sieben Stunden lang der Plün- derung prengegeben war, faßte der Ministcr-Ratk) einige Be- schlüsse, autoristrte die Truppen, auch ohne Mitwirkung der städtischen Behörden einzuschreicen und ernannte den GcneralHurel zum „Befehlshaber derselben. Gegen Ende des Nachmittags und zwar zu einer Zeit, als noch keineswegcs die Verstärkungen 11er- beégekommen Waren, vermag erst die Garnison energisch Maßregeln zu ergreifen, säubert den Park vom Gesindel, treibt die Plün- derer von dem Boulevard und nimmt eine große Anzahl dersel; ben fest. Am Abend kommen einige Schwadronen Lanciers und zahlreiche Bataillone Infanterie aus den benachbarten Städken an; am andern “Morgen ist die Ruhe in Brüssel wiederherge- steUc. Daß die Scenen vomSonncag Alles, was wir im Laufe dieses Krieges erlebt hab::z, übersccégen, wird Niemand leugnen. Im August des Zahrrs 18.10 belief sich die Zahl der geplün; derten Häuser in Brüssel nur auf vier: dies waren damals die Gebäude der Herren Libry, van Mannen, de Knyf und des Plak; ; Kommandanten; im April 1831 zählte man in Brüssel und in Molenbeck ebenfalls nicht mehr als vier verwüstete Häuser, und am vorigen Sonntag hatten wir im Verlauf von zwölf Stunden, deren sechzehn. Auch in Betreff der Mittel, die den Ministern zu Gebote standen, dulden die [eiz-
'ten Ereignisse kaum einen Vergleich mit den früheren, da die
Stadt 1111 August 1830, auf fich selbst verwiesen, ohne den Schutz einer Bürger-Garde und fast ohne Waffen war, um einen be- waffneten und erhitzten Pöbel im Kampfe entgegenzutrctrn. Und 1e1chwohl gelang es der Bürgerschaft in einigen Stunden d'em
auh und der Verwüstung ein Ziel zu stecken. Nach dem Rückzug der Holländer im September 1830 konnte fich die Regierung zur Aufrechthaltung der Ordnung nur auf einige Freiwillige verlassen, welche durch die in Brüssel verbreitrten Gerüchte bis aufs Arußerfte erbittert wa- ren; trxlz dem blieb nur ein einziger Tag der Wuth der Leiden- schaft preisgegeben, und nicht mehr als zwei Häuser, dies waren die des Herrn Meeus , wurden geplündert. Im Monat April 1831 sa sich die Bürgergarde allein den Plünderern gegenüber, da die rappen in ihrer Kaserne lagen und das Geschütz in den fürstlichen Marställen damals stand. Von aller Unterskmzung entblößt, hatte die Bürgergarde dennoch einen längeren Wader- stand geleistet, als die wohlgerüsteten Truppen am vorégcn Sonn- tag. - Der Courrier widerlegt sodann in heftigen Aus'drük- ken die (vorgestern von uns mitgethctlce) „Be auptung des Mo- niteur, daß die Regierung 111chta11ci111hre chuldigkcit gcthan, sondern noch über ihre Pfi1cht und Machtvollkommcnheit hinaus für die Unterdrückung der Unordnungen gewirkt habe. „Wir klagen fie nichr an“, - heißt es schließlich - „die Verirrun- gen der Leidenschaft des Pöbels selbst hervorgerufen oder be- gßn Rt zu haben; allein unsere Behauptung ist erwiesen, daß eme _egierung, welche um Schuß? des Eigenthums nicht die schleumgsken und kräftig en Mittel 11 ergre1fen weiß, des Ver- erauenßder Nation unwürdég ist. nsere Anklage wegen ver- ngchlä|stgter Pflicht reicht nicht so weit, als der Argwohn ar beeler 1n1 Publikum, weil eine Anklage auf Thatsachen und 011an bare A11ze1chenxgestüht seyn muß, die bei der Ungewißheit über dic geheime Macht, welche die Unthaten des Pöbels zweifelsohne geleitet hat, vor der Hand noch fehlen.“
, nennt man auch die Verpflichtung egelmäßigekkn Besuck) „ck für dieses gen Königlichen
Um fich, im Falle neuer Unordnungen, der Mitwirkung der
ist die Stadt in 3 Militair-Vtertel ge-
Bürger zu verfichekn- Manz-Direktor Herrn Cl).
theilt worden, deren Kommando dem von Brouckdre, dem Plaß-Kommandanten Obersten Rodenbach und dem General Nypels übertragen ist,
Zwölf bis" funfzehn zu Brüssel wohnende Mitglieder des Senats begaben sich, die beiden Vice-Präsideneen an ihrer Spjßc am 7ten Nachmittags nach dem Königl. Palaste. “ gleich vom König empfangen.
tadt-Polizei ange alen Zeugnisse über den Aufent q ben und die Legitimations-Karten Excessen die Studenten vor po ' 1 einem zweiten Siegel zu versehen smd. Die bmnen n dort nicht Erscheinenden sollen nicht mehr angenommen erden. -- Nach Ausweis dcs Kata- albjahr an der hiesigen Universität 1450 Studenten) 162 Gegenstände den Leßtercn gehö- 10 der 1111111511101!)-
Sie wurden Man versichert, in dieser Au- dienz, die beinahe eine Stunde dauerte, sey die Nützlichkeit der Wiedrrerrickytung der BÜrger-Garde, nach den in Frankre1ch beste- henden Grundlagen, zur Sprache gekommen.
Vom 7ten bis 8te11 waren 55 Individuen in den Perus, Carmes einqes'xerrk. Gestern haben sick) die von dem Appellhoß ernannten Instruckions-Ricbter nach diesem Gefängnisse begeben, um zum Verhör der verhaftrten Individuen u schreiten. Mel)- rere derselben wurdcn Nachmittags in Frei eic geseßr. den Verhafcetcn befinden sich Arbeiter von fast allen HandwN-z ken: Maurer, Tischler, Zimmerleute, Goldsch111iede_, Sattler und ein Handels-Kasfirer.
Die Redaction des Lynx hat Folgendes bekannt. gemacht: „Da die Druckerei und dee Bureaus dcs worden smd, so war es uns unmöglich, die Zeitung während “dieser drei lelzrcn Tage erscheinen zu lassen; wér hoffcn jedoch, ihre Herausgabe von morgen (Iren) an fortscxzen zu können.“ - Der Lynx ist scirdcm wirklich wieder erschienen.
In dem Hause in der Straße de [“Eveque, wo sich der Orangäüische Klub versammelte, ist das Waaren-IJDagaYn jungen dort wohnenden Schwxézchauflcutr ebenfaUs gcpl und vernichtet worden.
Em Transport von 100,000 fertigen FlintcmPatroncn 111 rn zu 231111191 angekcmmcn. ' WU" haben gestern die Nachricht des Bclqéschen Monéteur über den Vorfall zu Löwen mitgetßcilt. aus" Löwen vom 8. April [test man dagegen: merken, daß die Plünderer, 1v21111e bei Herrn Sckworcn cmdran- gen, das durch den Richtcr dcs Tribunals ersrxr Znüanz, Herrn Ftcrlan, rer gewiß kein Orang"? ist, beWohnte Zimmer auch mehr rcspcknrxcn. Gogcn halb 11 Uhr Abends zertrümmcrteman Herrn Tandrl, Professors an d=“1'Univcr- nzltci) fremd ist. Zum Glück
on hier fortgeschafft w loss werden in diesem H bei einer Frequenx von 77 Lehrern vorgetragen. theologischen “Fakultät 1111, dem Range 11 der 1ur11111“cl)e11, 16 der me- 11nter der gesammten Lek)- "crordentliche Professoren und 18 von welchen etzteren auf die philosophische Fa- Urbcr die Orientalischen Sprachen wer- ssorcn (111orun1erNeu111a11, Frank, Allgemeine Geschxchte tragen vor die Professo- Benks, Philipps, Neumann und Görres. Schri- Philosophie der 9311101010109; unter der Zahl 1ei- 0) befinden fick) viele junge Franzosen. Roth drei Kollegien über Auch für Vorträge über schöne Literatur, so wie aber altdeutsche Poesie, ist gut ge1o1'gc.“
München, .RevifionI-Gcrirht 111 der . rotestation gegen den :, 11132 Siszrmg "Kompetenz, W 111111" bemhend. 1 fahren werden.
, -- - Frat1k1'urt_a. M., 12.211110. Woche etwas lcbbaster t c nicht ganz unvcde Fil)ckg1;1gcn 1:1 ; ' Icrt 1ez11, lYseien McZaMaues und 31111“ ? 21111 8.2111r1l erfuhren . Effekten c111en F _ .“ cms dcr cinüußretch Lje1cr11ng los11tsc11111 1er Spcfulanten au 15 Weicbcn, we rücbte anösyrcngten, nici)! glaubte, , ' Mittwoch Vormittag zxtgte
HoäßSchule bekieidet 111), s en und 3.3 der philosophischen. Z hl befinden sich nur 13 au rivatrDoccncen, kultät allein “10 011 11111 12 Kollegten 21110") «1111111 ren Buchner,
Z hörer (stets Über 50 Anrcgunq veranstaltet 1)1'.
von 5 Profe Lynx gänzlich zersrdxx
omdopathic.
0. April.
chaiccn, aber vorerst 1111 sch“ (* . , . (ye bcansrandcc worden war, e_11t rede-n, und „511 emen. Srdlchn Morgen wird in der Hauptwche wetter ver-
„Cs li? zu []S-
111111de Variationen. d1e Fcn1ie1*1'ch:1ben dcs ns zwar von sität, emes »))Tanncs, dera 111a1'dse1'nHaus vor dcr'Plünderung bewahrt. Hr. Tandcl wohntin e111cr klemenabgelegenen Straße, und es scheint, daßseme Nachbarn, die ihn oft111itseine111Kollegen Hrn. Becker in Deut- scher Sprache sich unterhalten hörten, einander gesagtha; den, diese beidanerreu seyen gewiß Orangisten und wollten nicht, daß man sie verstehe. Demnach sollte das ebenfalls geplündert werden, und nur die pen auf dem St. Jakobs-Platze sdhüßte dasselbe. Diesen Abend um 9 Uhr ist Alles ruhig. Die Truppen sind in den Straßen Dic Garnison besteht aus 3 Bataillonen dcs “Iren Lénwn-chimrnts, ciner Eskadron Lanc1ers und einigen “Gendar- Man spricht mit Lob von der durch den General de Die Patrouillen circuliren fort-
lcn Parteien gä
sen Banquicrhäusxr sowol) cn sich bereit zeigte.
aus des Hrn. Becker"
c11en1varc der Trap- * mehrt? Flaulx-ett;
und Nécmand wagte z decl-Exccsse in drr ;deren möglichen „E111f111, ' Dic Emcn h1c 7 die Andern meinten, cr wer ztbcilig 11111" die : Mctalliaues 1a 9 : Gegen Ende der „ x'“ Kauflnsiige cengesie m 111 mehr an den fd . att dcr crwartetcn medrtgercn, “?Das 1111111c Geld 111 fortwädrrnd * * véUeg zu 33 ;- Cr. gesucht. dem von P Der 111111111) in Preu ieren war gam, unbedeutend; „ _ Fm We111scl:(_§5€sci1äft war es 17111; London, 1711) begehrt. Wie wir hören, ist nunmehr der für «JZ. KK. HH. die Prän- I)2aj. des Königs, ächsr zur Ausführyng dessel- Dirscs Palais wird zwi1chcn dem der Charlottenstraße zu stehen kommen. - écses Sommers eine weitere Das sogenannte Hofküferei-Gebäude agen und dafür ein mit der Verhältniß stchendes Gebäude
Belgischen Hagptfiadt. 11 auf Den Stand der Effekten 111111111 vcr- ltcn den Vorgang für nur vorubcrgchend, 11 A11111171'dam und Parts n11ch= Man lteß daher sc11on_5vxoc. Integrale 31149 verkauxxn. rse wieder, xyeil 11c1) enz erhielt 11c11 auch 5 man von Amüerdgm, dhcre Notirung erheelt. im Uebcrfiuß am Platze; Depot 4 pCt. zu machen, _und Die Spanischen Pavtrrc, aris gemcldetctz regultrt, ßischcn, Baycrtschen und
aufgestellt.
de „qrwif; z Notirungen werken. * 3; :*- 951, 4p1*oc. zu _L'z'dé-_ Bdrsc abcr hoch 11ch dec Con Diff? Tend
Brias entwicöeinn Energie. während.“ ' Dcr Profesor der Augenheilkunde, [)r. Züngken aus Der- 1111, dessen glänzende 'Linfnahme in Belgien bcreits erwähnt wor- den, ist im Begriff, seine Rückreise nach Berlin anzutreten. Die Brüsseler Unruhen habsn ihn um einige Tage aufgehalten. Am Audienz beim Könige, der tunde lang auf das huldvollste mit ihm unter- Auf seiner Reise nach Gent, Antwerpen, Mecheln und Löwen zur Inspection der Kasernen und Lazarethe wurde er 111 dem lefztgenanntcn Orte eingeladen, das Civil-Hospital und die 111edizin11'che Klinik zu besuchen. Professor Kraninx, in den Versammlungs-Saal eingeführt, wurde Zuhörern mit lebhaftem Applaus empfangen. In ihrem Namen hat ihn Professor Kraninx, an den zahlreich ver- sammelten Augen-Kranken aus dem Civil-Stande „eine Klinik, wie 111 Berlin“, zu halten, nach deren Beendigung die Zu- hörer mit abermaligem allgemeinen Beifallklatschen und nachher durch eine besondere Deputation ihren Dank ausdrückten.
Unser Theater-Direktor, sagt das nal de Liége, wird uns dieses Mal erlauben, seine Theatcr-Anzeige nicht einzurücken; es schicken, für diesen Abend „die Stumme von Portici“ anzu- Auch kann wohl die Aufführung dieses Stückes eben eines andern stattfinden. ist fortwährend sesk
[11 batten. [genden Tagen/ al
“ und Prolongationen find 1 Déskonro-Pavicr 111 „ "cs sicb tägltcd nacb ingen etwas besser. ar'müädtscbcn Pap blieben solche gefragt. „ __ Wien und Augsburg K. S. breiten
Stuttgart, 10. April. ' kbauung eines Palms und Sophie, soll demn
301'rcn v. 9.17. 1111) über eine
atte er eine Privat-
“ deren (Fou
Von dem D1rcktor derselben,
er von den _ . Plan zur E zessmnen Marie genehmigt worden und es _“ben geschritten Staats; Archive und '. Auch soll unsere «:»?Verschdncrung erbauen. *“ in der Königsstraße wird abgetr FZSchdnl1cit der Straße mehr tm "? aufgeführt werden.
Töchter Sr.
Stadt im Laufe d Lüttich, 10. April.
kann sich für uns 1111111
kündigen. so wenig, wie jene irgend nicipal-Behörde giebt dies nicht zu und entschlossen, jeden Versuch von Unordnung durch Gewalt zu um terdrücken.
Oesterreich.
Jm Königreich
10. April. 49 Kinder geboren,
; vorigen Jahre 157, 153,384 Und in der katholischen (Glaubens!) um evangc11sc11en 2862 (1 atholischcn 1, und zum mo Z Es skarden während dieser Zei ' 111 der HaUptskadt; unter den . Katholiken, 2045 Evangelische, 45715 Individucn erreichten ein ? 121 wurden mehr als hundert Jfahr ermordet (sämmtlick) in der Promnz) en durch Selbstmord. und 4026 K1
nncniß 15.
P o l e n. n der Hauptstadt
Der General-Feldmarschall der Kaiserlich Russtschen Armeen, Graf von Wittgenjkein, traf am 7cen d. von Berlin hier ein; am folgenden Tage machten ihm der General der Kavallerie, Baron Kren , und alle übrige 111 der Hauptstadt anwesende Generale und tung; vorgestern setzte der Feldmarschall seine Reise nach seinen Gütern in Rußland weiter fort.
Nächstcns wird hier ein neues gemeinnüßiges Journal 11111 ter dem Titel ,Mlgemcincr Kalender“ erscheinen, da alender-Nachrichten allerlei nützuche andwirche, Fabrikanten, Kaufleute und Beamten enthalten 111.
Deucschland.
München, 8. April. Heute hatten Deputationen von bei- Sr. Majestät dem Könige den Gesammlz Beschluß, welcher die ständische Zustimmung zu dem Entwurfe Über die Fcstset ung ei hält, zu überreichen. Deputationen auf das Allergnädigste, vollsten AuSdrücken unter Anderem, wie nicht sowohl die Sache- als v1el1nehr die Art der Zustimmung beider Kammern, das Er- freulichsre bei diesem Gegenstande sey. Während der Krankheit des Fürsten von ierungs-Präfident Graf von Seinsheim Ténisteriums des Innern übernommen. -- Fieber hae
Warschau, 11. April.
ffiziere ihre Aufwac-
*““' Hauptstadt) starb „. Personen weniger gestorben ; 1m Jahre 1832. * Triest, 3.2[pril.(?111ge ; "Ick Gibraltar einge1'ch1ffte11 P . d1e aber durch die Festigkeit des“ blkcklich unterdrückt ward. Die S dendanesclzen bestraft we Flüchtlinge überall heraus Pel'pfiiäuungen nach Gesa ; "Jchtgegl11ckc. -- Aus Aegypten h '- UMM, Die öffentlichen Kaum ßen Anstrengungen der letzten MLHMcd “2111 nimmt zu de Handelsskand seine Zuflucht, : mcht unmöglich, aber es frägt sick), Verlegenheiten, welche dem Sultan das Un- bei ihm auch eintreten , ' irgend Garantiecn zu geben. so!] auch aufs Hdch1ie semem Vater Verstärkungen Z Ekejgniß gefichert zu 1eyn. Vekkegcnheiten der Aegypt Armee reorgarnisu't, würde e ine verlornen Provinzen wieder 1, med 2111 zu rächen; die meisten P
s außer den
ewdhnlichen Aufsatzejür
rden. Es scheint,
den Kammern die Ehre, nehmen wollen,
ner permanenten Civil Lise ("k“ e. Königl. Majestät empfingen dies? und äußerten in den hUW
daß er eine Anle ob er Darleihrr findet, _ _ Anleihe-Gefthäxx er1c111pe- ämüch außer Stande 117,“ écdenheit 111 Syrtew und Ibrahim Pascha, bei begehrt haben, um gegen 1edes Wollte der Sultan 1th von den 1er Nutzen ziehen, und hätte er 1e111e s ihm vielleicht nicht schwer fallen, 11 erobern, und fiel) „an Mel)- ascha's, Welche d1e Fahnen des
Oettingen-Wallert stein hat der R Portefeuille des“ dem Befinden Or. „Durchlaucht geht es besser , das nachgelassen. Jm Schwäbischen Merkur liest man Folgende r an der hiesigen Ludwig-Maximilians- ? onnen, und es wurde deswegen in der S armelitrrn cin Hoch-Amt und eine Predéqt 9“ ologischen Unter den umfas- wZe man glaubt, s Wiener K erthejlt werden
daß er 11 Die Unzuf1 gesttegen seyn,
zweite Halbja rät hat heute Kirche zu den halten, wobei aber außer den Alumnen des the nars nur etliche Studencen zugegen waren, senden Disciplinar;Vorschriften, dte demnächst, aus Veranlaffnng diesfallsgex Beschlüsse de greffesx den Bayerischen Hoch ; Schulen
der Studenten
des akademischen GocteSdienske-s. albjahr ist eine Inscription bei der hee- ordnet worden, wo auch halt während der Ferien (deren Abgabe bei ge- lizeilicher Verhaftung
einer polytechni-
Dcr Cassaticnshof hat heute als Sache der ersten .58 ll1119rze1ch11er dcr Bu11desmgs-Bc11111uß vom 28. Juni r dée Frage über seine
Es war im Laufe dieser 111 EffektrnHandcl; auch erfahren die CoUrsc Am ersten Bdrsemage dcn fremden Papier:?)iär-keen ün- l1e1n 1111.“ ßicgcn die Fonds n1c11t, wctl mercre crale zum Verkauf aus 1111111111 wurden. crrcicl1iscl1en und Holl nd1sc11_cn Haupt- pC1., vcranlaßt durch den U111111;nd, daß [ gcgen baar, als auf a man den Yugaden ort dic bede11klic1111111_Gc: so blieb die Wirkung vorerst vc- ffck) jedoch neue und 11:1“- man bcmcskte eme große Zahl von Verkäuxcrn- Bald crfnyr man die 11111n31;11c111*n Die Ansichten über
in keinen Posten
e Böhmen wurden 1111 davon in der Provinz 4365; es gehörten davon zum 1,450 (in derHa11p111adt4130), 38), zum Griechi1chx saischen 1436 (in der Hauptstadt 174). 1 119,19!) Personen, wovon 3010 Gestorbencn befanden sich 115,027 10 Gricche11 und 1217 Juden. Alter von 80- 100 Jahren und 31") Personen wurden und 188 (wovon 7 111 der
Im Ganzen smd 10,802 nder mehr geboren, als
meine Zeitung.) Unter dcn hier olen ist eine Erneute ausgebrochen, Frcgatten-Kommandanten augen; cyuldigcn sollen nach den beste- das; ficl) die Polnischen frciwillig eingegangene rechen. Bei uns ist es ihnen en mit wenig erfreuliche Nach- des Landes smd durch die gro- *riequak)re völlig erschöpft, und drückendüen Mitteln gegen den um Geld aufzubrinqen. Es wäre ihr 'zu kon
trahiren vc1'1"1_1cl)te; ob nicht dic1clben
Sultans verlassen und 'stch Mehmed angeschlossen haben,“ be- reuen jeh: ihre Untreue, ""
d würden gern zu ihrem rechtmäßi-
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gen Gebieter zurückkehren, wenn ihnen nur dazu Gelegenheit gegeben und Verzeihung zugesichert würde. Es wäre nicht un- möglich, daß der Ankauf von Waffen, welche seit einiger Zeit für Rechnung des Sultans so tyätig geschieht, zur Bewaffnung eines bedeutenden Heeres bestimmt wäre, und man in Konstan- tinopel wirklich daran däch1e, die vcrlorne Stellung in Asten wieder zu gewinnen.
S ck xv e i z.
Zürich, 9. April. Bürgermeiücr Heß und Regierungs- rach Hegetychweiler smd von Bern zurückgekehrt, haben indeß ihren Zweck hinstchtltck) der Behandlung der Polen-Angelegen- heit nur thcil'veiw erreicht. Bern 111111 zuvördersr im Einver- ständnéjse 11111 Waadt und Genf handeln, um die Sache zu ei- nem befriedigenden ?[11sga11g zu führen, wobei Zürich als Vor- ort auf's kräfttgsre 1111111101211 wird. Gelingt der Schritt nicht, den die genannten Stände unternehmen wollen, so ist auch Bern einverstanden, alsdann die Sache als eine eidgenössische zu be: handeln und als solche zu Ende zu bringen.
J e a 1 i e 11.
Florenz, „31. März. Zu Pontremoli ft11den seit demErd; Heben vpm 14. Februar noch immer zahlreiéhe einzelne Erdstöße 1ratt. Am 2711911 d. M. wurden (1116111111111? Gebete und eine feierliche Prozession durch die Stadt gehalten, auf daß der Him- mel fernere Unfälle abwenden möge.
Rom, 2. “2111111. Der hei1ige Oster-Morgen wurde wie gewöhnlich durch 1v1ed11'holre ?lrtillerre-Satven der Engelstrg begrüßt. Dxr Paw? bcgab fich mit dem Kardinals-Kollegémn in feierlicher Prozession nacl) der Basilika des Vatikans, wo Se. Heiligkeit die Meffe Las, nach deren Becndixxunq der Papst dem zahlreich ver1'c1n11111'lte11 Volke: vom Balkon herab den Segen er- thcclte. ZZ. »))?M. der Kömg und dke Königin, so Die die Königén-Murter von Neapc1, der Prinz und die Prinzessin von Salerno, der Prinz 11011 Kapua, dic Fürstin von Leuchtenberg und ihr Sohn, 10 wie die hécr anwescnde Prinzessm von Dä, nemark waren dki dieser feierlichen Handlung zugegen. Abends fand die glänzende Crlcuchtung der * afilika und des Foro Va- ticano, so wie am 111111e11dcn Tage die der Girandola statt.
Neapel, 31. März. Am westlichen Saume des Vesuvs bei der Torre dell' Annunziata wurde kürzlich ein Zaun ange- legt, der den Wanderern als Warnung dienen soll, dem gefähr- lichen Krater zu nahe zu kommen. Bei dieser Gelegenheit stieß man unter einer Lage sehr alter Lava suf Spuren einer frühe.- rrn Vegetation, und zwar unter Anderem auf einige Bäume, dercn Wurzeln rief 1111 Erdreich verschlungen waren. Naturfor- scher behauyten, daß diese Vegetation noch um einige hundert Jahre älter 1111, 1115 das Erdbeben, wodurch Pompeji verschüttet wurde. Bei 1vc1'tc1'c111Nacl)graben entdeckte man alte Bauwerke, in welchen 1111) viele Thicrknochen, Eisenwerkzcuge, „Bruchstücke von Vasen, Glassclzciben :c. befanden. In dem Bruchstücke ei- ner Vase gewahrt 1111111 Figuren mit ci111gen Worten, die dem berühmten Archäologen, Marchese Ardiri, zm Prüfung vorgelegt wurden. Inzwisäwn haben diese A11sgrabungen bereits bei un- seren Alterthums-Freunden zu Speculationen Anlaß gegeben, und zwar hofft man, bei weiteren Nachgrabungen auf eine ganze Stadt zu stoßen, die hier begraben wurde.
S p a n t e 11,
Madrid, 1. April. Die hiesige Hof-Zeétung enthält leute in ihrem nichr offiziellen Theil einen Artikel, der darauf sercckmec scheint,.dic Ungeduld dcs Publikums in Bezug auf die Einberufung der Cortes zu stillen, „Angelegenheiten 111111 solcher Wichtigkeit“, heißt: es" darin, „können nicht die von ihnen ge- hoffte heilsame Wirkung haben, wenn MSN sie mit zu großer Hast betreib1. Ueberei11111g zieht im Gegenthcil furchkbares U11- heil nact) sick), das den jcßiqen und künftigen Geschlechtern Ver- derben bringe. Was die Verzögerung betrifft, von der es sich hier handelt, so ist darüber noch nichts encschiede11. Bekanntlich wurde erst 13911111 Ende Zanuar's die Zusammenberufung der Cortes ais Grundsatz angenonnnen. In den beiden lrßcen "Mo.- 11aten hat die Regierung beständig auf dieses große Ziel hinqc; arbeitet und die darauf bczügltchen Statucen entworfen. Alle Artikel aber müssen mic der größten Aufmerksamkeit in den ver- schiedenen Consrils erörtert werden. Dann muß man fie so mit einander verschmelzen, daß fir ein Ganzes bilden, welches dazu geeignet ist, ein 1'1n111cr1väh1'e11dcs und nicht von dem ersten Windhauck) wieder 11111311111111e11drs Denkmal abzugeben.“
Im heurigen „Blaue des Boletin de Commercio liest man: „.Der “7 efehls'habcr der Karlistéschen Freiwilligen vor Biscaya richtete unterm 201“an v. 932. folgendes Schreiben an den Franzdfischen Konsul zu Bilbao: „„Es thut mir leid, zu vernehmen, daß ein Franzößscycs Schiff, wrlches den Fluß hinab nach Porrugalece kaxn, heute früh auf die Truppen feuerte, die ich, als ich die Annäherung eines Kriegsschiffes gewahrte, am Ufer aufgesteljt hatte. Ich hade die Fran- zösische Flagge stets rc1pekcirc; da jedoch dieses Fahrzeug, vielleicht ein “Freibeuter, ungeachtet der von den Franzö- fischen Kammern proklamirtcn Ntcht-Jntcrvcncion, auf meine Truppen zu feuern angefangen hat, so ersuche ich Sie, mir so bald als möglick) kundzuthun, ob ich die Französische Flagge zur See und zu Lande als Freund oder Feind oder als ncUTral und indifferent anzusehen habe, da1111't ich mich für die Folge danach richten kann. (ge .) Castor de Ande- c1)aga.““ Der Französische Kon1'ular-' cnc erwiederte hierauf folgender_111aße11_: „„Ich bm geneigt, zu glauben, daß das Fran- zösische Krie11s1ch1ff nur seine Schuldiqkeic gethan hat, und was die Ehre seiner Flagge erheiscytr. Ich vm damit beschäftigt, den Thatbcsrand zu Ermitteln, um meiner Regierung einen ge,- nauen Bericht darüber zu erstatten, die sodann 111111711 wird, wo und von wem 116 eine Crk1är1111g zu fordern hac. (gez.) Regna11din.““
Außer der Ernennung des Herzogs von Buyten zum Prä- sidenten dcs neucnStaats-Raths 11110 des Don Eusebio Bardaxi zum Dechanrcn-deffelben, hat dtc Königin noch folgende Perso- nen zu „Dechancen der einzelnen Abtheilungen dieses Körpers verordnet: für die Justiz und Gnaden Don Ramon Lope Pe- legrin; für den Krceg den Marquis de 111 Reunion de ITucva ESpagna; für die Marine „Don »))?artin Fernandez Navarma; für die Finan cn Don Felipe de Cordcba; für das Innere „Don Iose-Maria »)?oskcdsa de Altamira; für „Indien 11110 die Kolo- nieen Don Manuel de la Bodega.
Inland.
Berlin, 15. April. Dcr chrsr von _Benthcim, Direktor des Königl. M1111.111'-Knaben-th-tuts zu “21 11 11ab11rg, erfrrme
sich am“ 25. März d. J. seiner 501ährigen Dirnst-Feier im Kreise,
seiner zahlreichen Familie, der Lchrer und Beamten des Insti-
tuts und vieler Freunde, welche slch Zu einem frohen Mittags- mahle versammelt hatten. Besonders beglückten Se. Maj. dcr KIWI den Iubel-Greés durch Ertheilung der Sch1eife zum Ro- then Adler-Orden dritter Klasse und anderer Beweise der Aller- höchsten Zufriedenheit mit seinen treuen, guten und langen Mt- ltcatr-Dtenxkrn und der vieljährigen pflichtmäßigen und ein- s1chtSvollen ettung des ihm anvertrauten Erziehungs-Znskitrtts. _ *- Jn der gestrigen Versammlung des hiesigen 11111“- 1enschaftlichen Kunst - Vereins hielt Herr ])r. Ambroscl) einen sehr interessanten Vortrag über die Gräber der Srädce Tarquinium und Volsci, welche er selbst an Ort und Stelle untersucht hatte; zur Erklärung legte er eine Landkarte je- ner Gegenden, Grundrisse der Gräber und Zeichnungen der darin gefundenen Vasen vor. Herr Ahlborn zeigte sehr WW- bare Arbeiten des Herrn Rambouse, Durchzeickmungen einzel- ner Köpfe alter Malereien zu Ravenna, Urbino und einiger anderer Orte. BesondereAuftncrksamkeir erregxe ein Familien- Bild von Giovanni Sanzio, dem Vater Raphaels, auf wcl- chem man Letzteren 1116 Kind, im Profil gezeichnet, erblickt. Auf rinem zweiten Gemälde befindet sich Raphael, das“ Kink, als Engel dargestellt. Auffallend war die Aehnlichkeit der Züge der Muttrr mit drnen dks Sohnrs in späterer Zeit. Das; auf dem hiesigen „Königl. Muscmn fich 1'1'11 Gemälde des Giovanni Sanzéo mir dem kleinen Raphael befindet, kam ebenfalls 1111,“ Sprache. Dieses Gemälde (Dritte Klasse. M1ttel-Zral1ä11cr Nr. 215.) ist be eichnet: [11. 5211111211115 11111 (11115) l'. (1117-31).
- Bei- der “611191, Akademie zu Münster werden im be- vorstehenden Sommer-Senwscer J.“) Vor1c1'unx1e11 gehalten und zwar 14 bei der theologischen und .11 bei der philosophischen Fa- kultät. .Der Anfang der Vorlesungen ist auf den 15. APR festgesch-
-- Die neueste Nummer des Amtsblatces der Königl. Rei gierung zu Pesen vom 81c11d.M. enthä1t cine Oder-Präsidial- Verfügung, betreffend die Ablieferung cines Cxcmplars von al- len „Druckschriften an die biefize Königl. Bibliothek und an die dornge Raczynskische Bibliothek, in Folge welcher alle Verleger und Buchdrucker gehalten find, bis zum 20. Januar jedes Jak)- 1*es cin Verze1ch11iß der verlegten oder gedruckten Schriften mir dem Empfanqscheine über die Ablieferung der gedachten Frci- Exemplare einzureichen.
-- Zn Jauer hat sch ein Verein zur Erziehnng fittltcl) verwahrloster Kinder gebildet. Schon in den ersten Wochea wa- ren gegen 300 R11111'. Beiträge zu diesem Zwecke untcr1cl11'1ebe311 und binnen Kurzem soll der Anfang mit Unterbringung mehre- rer verwaHrlosrer Kinder 111 wackeren Familien auf Kosten des Verems gemacht werden, “
* Aus Königsberg schreibt 1111111: „Die héefigcn Schiss;
*Mäkler sind durch den Frau öfischcn Vicc-Konsul von der Verfü-
gung seiner Regierung in cnntniß gesch worden, wonach kein Schiff, das einen Polnischen Flüchtlmd an Bord hat, 1111111111111 111 einem Franzdsscyen Hafen zuge1affcn werden soll.“
“- Am Iten d. ON. entstand in Nieder-Schdnau, Ok!;- 1'chen Kreises (Reg. Bez. Breslau), anf drm D0111inial-Gchd1ce Feuer, wodurch in kurzer Zeit nicht nur alle Gebäude, 101101111 auch der Schafstall mét 800 Schafen und sämmtliche G_etraide- Bestände ein Raub der Flammen wurden. Menschen 11111) da.- bei nicht verunglückt.
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Königliches Schauspiel.
Mit dcm Konradin hat Herr 511: 7111111111111) nunmehr di:: dramatische Bearbeitung der H o ben 11 aufen in der Art, wie er sie 1711) bisher vorgeseßt, vollvraum, wenn man auch nicht sagen kann, vollendet; denn wer könnte rehaupten wollen, daß der Dichter 01011 nicht Manches (111 den einzelnen Dramen vcrändcrn oder noch die Zahl dcrsclben vermehren, 111 11ic11€ic111, was 1115 cht stine Fntcn- non nicht war, in die älteste Geschichte Der S111111'cn zurückgehen möchte, wenn auch nicdt Ms zur crstcn Erdchng ihres“ Hauses dur»- Kaifer Hcinriä) dcn Vierten, als er dem NUTW Fricdrjck) 111111 Bauern die Hand seiner Tochter gab, doch bis“ 111 dem Zeétvunktc, als Fréedria“) Barbarossa dic Kaiserkronr 17111 11qu Haupt seyrc und 1111 [anch tl1atc1111.ol1cs Leben, rcéck) 1111 dras11111€sc11e111 3111112111, auf dem Kreuzzug im Orient c11dégtc. 2111111 läßt sick) a11111-15111e11, daß er aus" dem Zeitraums, 111111“ den 11“ bisher sick) 111111111111, noxi) manchs bedeutende Einzelne, namentlich aus dem Leben “Frie- drich5 des Zweiten, und so 1111111 die frühere (11cs1111cbte Manfred:; noch zu besonderen Dramen gesmltcn könne. Aber wir wollen uns an dem halten, was cr bis cht gclristct hat, und eine 1111191111111 kurze Uebersicht der seit dem Januar 11:31) auf 11111'crer Kdnigljxrxcn Bühne aufgcführtcn acht Schauspiele 11115 der Geschichte dcr 139: hcnüaufen zu ngcn versuchen. Ohne Zweifel hat Herr R111111111'i1 daxum 11111 Heinrich dem Sechsten den Anfang gemacht, 1vc11 111 ferner Regierung der wadre Grund zur 1111111111 großen gesc111c111- lichenTragddje dcr Hohenstaufen dadurch gelegt wurdc, daß er d1111111 trachtctc, die Kaiserkrone in seinem „13111111 c1'1111c11 111 111101111, und daß er sich mit der Erbin Neapels" und Séctlécns, dcr Co111'1a111111, vermählte. Ersteres ctxtzwcitc 11111 11111Dc1111'11land, [chtercs 11111 der PäpstlickUU, damals in dcm Glauben der Tr-Tenschen so über- mächtig wirkendcn Gewalt. Nun erst 111117111 dic NcHe gcftht odcr ausgcworf-cn, 111 denen die Fäden der 1111151101 des Untergangcs dc.“ Staufen gewebt und 1:1 ctnaxadkr gcwirrt wnrden. Dcr 1111111111" dx:- Majestät, wie Raupach die Sache 1“) cinricds und seiner NaW- folger nennt, mit der Kirche 111 es, der won Hrinricd §e111Scc11§1111 an durch alle mdr Dramen 112111, und Den der Öi111ter 1111111“ 11111 - nicht zu vcrkenncndcc Licve für die Maicsiät, aver doc!) kctiik51v1111's mii (Hermgscdätzum dcr 531111111 dcs (531911115, sondern 11111111111- 11111 gerechter, 11o111ä11d1ger Würdigung 111115" 051111111193 und 1111.11“ Avücbten Dargestellt hat; das Gegc111hc11 wäre auch an 1111: verzeihttcher Mißgriff gewcscn, dc1111 hätte Die Geschichsc _1'11111 nicvt einc energiscde, fuxcdtdarc Kirche, kluge und 91111130151111118 Päpüc, schlank, gewandte 9":o:*1f1'11_1:'cr 111111“ Saäw gclicxcrt- er__ 1111116 11: fich schaffen 1111'1111'n, 11111 die Größe und 131111111" dcr grgcn 11-: 1111- kämpfenden Fürsten 1115" rcctztc, 11e verherr11c11cndc Licht zu 11111111. Aber ohne das; riese Hauvt-Idce 1111 („13111111 Ter 111111Sach1111spielc 11111 irgendwovcrlécrtodcrirgcnd unmerkltck)1v11'd,1111111c1do1*11endcm 1 151111111 Hcmrici) 11. daöFntcreffe an dsc dnrch 11111„vo111_S1c1lisc11rn Tyrone gcßürzte Nararrcfischc KönigseFamilic und“ 11111- 1011111110111: SU-lck- 111l€ vor. 2111111 11": dkrscm, von dcm DMW: 11111 den 1111111911111 Farben g1'1'c11ilde1'tcn und durch dic1111111111111,Oarncljung edcn so kkäxttg verlcvcndégtcn Fntercffe vorn11111111111 dcrnnßcrordcn1lic11c Bcifnl], dcn dies Schauspiel Vor vier Jahren 961111111", zuzusxbretdcn. Ueberwauyt ist ck hier an der rechten Stella dee “2511111111011; cknzuscbnltcn, Daß Herr Raupach bei dcr dra111atisc11c11 Bchc111d1ung dcr Hohenstaufcn: schen GeschicO-tc fick) die Ausfülzrvarkcit 11111" dcr BMW und dir 11,111- tralische Wirksamkeit der cénzclncn SMM, so 111111 11111 solche 1111 VW, aus bercchncn läßt, „111111101111; gemacht 11111. 21113" dtcsrm Gesetz 111111“: man sich die Uedergetxnng so 11111nc11e1' 9111100111101 wichtigen x- rei»- niffe, so mancher tbatenrcéchcn Perioden crkläan; aber fre111111 1v11'd dann zuqlcich der Dichter 11ck) aucb 111'11111'11 11111en 1111111111, daf: 11.111- cher Gcschécbtzket111cwmitdcr Wahl 15 (Hcgcvcncn 1111111 einverstan- den, dies und jenes 1ocg1affcn und anderxs dafür 1111 die Spar 1115111 möchte. Dcr Ncicbtdum dcr „(Jode_1111111fensci1c11 Ecsrdic! 11" 111 zu g:.“oß,„111, zu groß an ccbt dr1111111111c11rn El1'111chC11/ 111511113 die Auswahl für acht d1'111nc1111111ßcgc Sch.:usdiclc 1131111 111111111“ 111111211 schwierig seyn müßte. “15311" gehen 111111 111 dem 111 761“ 1111101111111: Zeitfolgc und auch im Gang des Dichters gleich 11.1111 Hctnrcch 11
behandelten König Philipp über, Dieser sanfte liebenswür-
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