Man versichert, daß Herr Laurence noch einmal nach Algier gesandt und mit'der Organisation der Rechtspfiege in der Ko- lonxie beauftragt werden würde.
Straßburg, 19. Mai. Nach einstimmigen Briefen aus verschiedenen Gegenden Frankreichs scheint in diesem Augen- blicke ein starker Wechsel unter den Regimentern der verschiede- "nen Besaßungen stattzufinden, wobei besonders auf den Geist dicser Regimenter und auf die Stimmung der Bürgerschaft?" Rücksicht genommen wird. Das zehnte Zäger-Regimene zu Pferde, das in Weissenburg und Hagenau lag, Mm Theil auch in den Dörfern am Rhein hin kantonnirce, ist hier durchmarschirr, um sich nach Lyon zu begeben. Zivi- schen den Soldaten des hier eingetroffenen sechzehnten leich- xen ananterie-Regiments, das sich rühmt, daß es fiel) in Lyon im Kampfe gegen die ;Jnsurgencen besonders ausgezeichnet habe, und den Kanonieren sollen bereits mehrere Duelle stattge; habt haben. ,Das Pontonnier-Bataillon, das von hier nach Auxonne verlegt wurde, hat diese Stadt wieder verlassen, um fick) nach Loon zu begeben, Wo die Besatzung sehr verstärkt wird. Mit Bedauern bemerkt man, daß die Sitzung unserer Abgeordnecm- Kammer zu Ende geht, ohne daß das" versprochene peinliche “Militair- Geseßbuch zur Sprache gekommen ist. Die be- stehenden OJTilitair-Gesetze smd von größter Strenge; es vergeht selten ein, Donnerstag, an dem nicht ein oder mehrere Soldaten „bei versammelter Parade degradirc würden. Die Degradation der Deserteurs heit etwas wa rhaft Schauer; liches; in ,eincn duukelbraunén Kittel gehüllt, m ssen fie knieend ihr Urtheil ablesen hören, dann werden ihnen die Augen ver,; bunden- gl9ich19m als wären ste unwürdig, ihre Kameraden zu WWW, und 10 “werden sie, zum warnenden Beispiel, an der stnké der Regimenter vorbeigeführt.
Niederlande. _Aus dem Haag, 22. Mai. Se. „Königl. Hoheit der Prinz Fyiedriä) ist gestern von seinem Ausfluge nach dem Helder hierher zurückgekehrt.
Das" Hauptquartier" des General-Lieutenants Herzogs Bern; '
Hard von Sachsen-Weimar, das“ sich bisher in Eindhoven be; fand, wird, dem Vernehmen nach, „binnen Kurzem nach Boxtel berlegt werden.
Die in Delft befindlichen Artillerie-Parks smd am vorigen Montage vom General Tiedal gemustert und im besten Zustande befunden worden..
Neuerdéngs sind hier Nachrichten aus Java, und zwar bis zum 29. Jan. 13, I., eingegangen. Das Erdbeben vom “24. Nov. v. I. hat größeren Schaden angerichtet, als Anfangs ge- glaubt wurde, und es gehen namentlich aus Bencolen, wo bei der Erderschütterung das Meer überströmte, sehr betrübende Nachrichten ein. „
Belgien.
Brüssel, 21. Mai. Am 2Z|en d. wird die Leiche des Königl. Kindes nach Brüssel gebracht und in die kleine Ka- pelle I. M. der Königin im Palast bis zum LeichensBegängniß beigesekzt werden. Für die Trauer-Ceremonie macht man große Vorbxreitungen in der St. Gudula-Kirche. Man glaubt, daß der Erzbischof von Mecheln das Seelenamt halten werde.
Der Jndependant sagt: „Mit Unrecht haben mehrere Blätter die nahe Ankunft der Königin der Franzosen zu Brüssel gemeldet; es ist im Ge entheii die Rede von einer Reise der Königin der Belgier nack? Paris,“ welche die ersten Tage ihrer Betrübniß bei ihre: Familie zubringen wird.“
Die Instruction in der Sache der Plünderungen vom 5. und 6. April ist ganz beendigt. Dic Aktensiüoke derselben find gestern beim General-Proknrator niedergelegt worden. Da meh- rere der Beschuldigten verschiedene Advokaten mit ihrer Verthei- digung beauftragt haben, und diese, im Interesse ihrer Klienten, Denkschriften abfaffen müssen, welche der Rattzs-Kammer vorgez Liegt werden sollen, so müssen sie nothwendig vorläufig Kenntnis; von der Instruction nehmen; mehrere Tage werden noch vcrlqu- fen, ehe die Raths-Kammer über das Schicksal der Beschuldig- ten statuirt haben wird. -
Der Mercure berichtet: „Man meldetuns, daß ein Kauf- mann der Stadt Antwerpen eine Expedition nach Algier vorbe- reitet und Willens isi, eine fortwährende Korrespondenz und eine regelmäßige Schifffahrt mit jenem wichtigen Stapelplatze der Levante einzurichten. Wir billigen um so mehr den Plan dieses verständigen Rheders, da wir aus guter QueUe wissen, daß Englische und Holländische Handelsleuce schon große Ge- winne in jenen Gewässern realifirc haben.“
Polen.
Warschau, 23. Mai. Se. Majestät der Kaiser haben kürzlich eine große Anzahl von Beamten des Königreichs Polen durch Ordens-Verleihun en auSzuzeichnen geruht; es befinden sich darunter der General- ontroUeur der Ober-Rechnungskammey, Herr Ignaz Zielinski, und das Mitglied des Königlich Polni- schen Staats-Raths, Graf Alexander Walewski, welche den St. Wladimir-Orden 2cer Klasse erhalten haben.
Der Fürst Statthalter besuchte in diesen Tagen das hiesige Arbeits- und Zufiuchts-Haus und ließ fiel) von der ganzen Ein- richtung desselben genau unterrichten. _
Hier ist folgende Kaiserliche Verordnung bekannt gemacbt worden: „Um dem Handel und Gewerbfleiß in Unserem König- reich Polen , die nach den Unglücksfällen, von denen das Land betroffen worden, “"Er schnellen Unterstüßung bedürfen, zu Hülse zu kommen, und um die Polnische Bank, in Betracht, daß es ihr vermöge ihrer Zandels-Verhälmiffe und Befugnisse am leichtesten möglich ist, 1 neu den nöthigm Beistand zu leisten, in den Stand zu seßen, daß sie diese Unterstützung auf die acker- baurreibende Klasse ausd'ehnen kann, um dadureh die Verluste u mildern, welche dieser Theil der Einwohner erfahren hat, und die Lage der Bauern allmälig zu verbessern, so wie in der Ab; sicht, die Vollziehung Unserer Verordnung vom 21. Janum: (2. Februar) 1830 zu beschleunigen, damit die Ackerbau; und Handels-Industrie durch Errichtung von Magazinen und Nie- derlagen für die Landes-Erzeugniffe hülfxeichen Beistand erhalte, endlich mit Rücksicht auf den 5ten Artikel Unserer Verordnung vom 17. (29.) Januar 1828 und nach Anhörung der Meinung des Departements für die Angelegenheiten des Königreichs Polen im Staats-Rath des Kaiserreichs, haben Wir verordnet und verordnen, wie folgt: Art. 1. Die Dotation der Polnischen Bankswird 11111 12 Millionen Polnische Gulden vermehrt, und der Kapitalien- Fonds derselben, der nach dem Heer: Artikel Unserer Verordnung vom 17. (29.) Januar 1828 die„ Summe von_ "30 Millionen Yolaifthen Gulden betrug, wird_ fortan 42 Millionen betragen.
rt. 2. Die Re ierungs-Kommiifion der Finanßen wird sich mit der Polnischen ank hinsichtlich der Ueberga e der ihr durch den vorigen Artikel auSgeseßcen Zusatz-Dotation verständigen.
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Der in dieser „Be iehung abzuschließende Vertrag sol! dem Ad.- miniskrations-Rat zur Bestätigung vorgelegt Werden. Art. 3. Die gegenwärtige Verordnung ist in die Gexeß-Sammlung auf- zunehmen. Gegeben zu St. Petersburg, 26, März (7. Ay:“il) 1834. (gez.) Nikolaus.“
Am |7ren d. fanden hier die Wahlen der Mitglieder für das Handels-Tribunal der Wojewodschaft Masovien statt; um Präsidenten wurde Herr Telesphor Dziedzizki und zum ice- Präsidenten Herr Johann Klodnizki gewählt.
Für den jährlich in Warschau abzuhaltenden Wollmarkt ist von jetzt an ein fester Termin bestimmt worden; es" soll derselbe alle Jahre am 15. Juni beginnen und 1 Tage dauern, das Wie: gen der Wolle aber 3 Tage vor Eröffnung des Marlies be- amnen,
* T*E1111"chiand.
Dresden, '..4'. Mai. Die erste Kammer fuhr in ihrer Siizung am 11mm 13. mtr dc!" Berathung Über den (Hesclz-Cm- wurf wegen der Gewerk“). 111111 Pcrsm1ai-Stem'1' fort. Eine in- teressante D;»batte erhob sicb über einen Antrag der Deputation, welche bei §. W., an dre Steile dél' nach dem Beschluß dci" weiten „Kammer ausfallenden Beüeuctung dcr 0711111131611?"an ?remdcn Tovfyii'icker uud 1811191710118“ (die 01611 geduidkt 1111-1010 sollen], den Vorschlag genmüxt hatte. daß daqcxxen reisende Künstler“, welch? öffentliche Vorstellungen ibrcr Kunst _qeacn EWMD ZW?"- füt“ jede Vorüellung 1 Rri)lr. bié' 10310311“. GewerbesSteuer “*Nicht?" sollen. ].)1“. Groß man 11 erklärte sich gegen die Ansicht der Deputation, daß sie es für zweckmäßig unö 3111111170 halte, die Künste xu besteuern, da die Kunst als“ .Kunst, Nieht in ein Ge1verbe:Stener-Geselz gehöre, sondern, als von unvergleichbarem Wertbs, unbesteuerbar sei). Se. König- liche ?oheit Prin Johann erklärte sich dagegen ft'zr den '.)ntrag der ?Oepumtion, indem er bemerkte, daß, da nacb. den Gi'undsäkxen des vorliegenden Gesetz : Ent- wurfes inländische Künstler besteuert werden sollten, sich Uichk “"When lasse, warum man die ausiändischen „davon befreien soll?. Er hege keineswegs" böotische Gesinnungen in Be.- zug auf di? KUnst, aber man müffe wohl erwägen, das; sie neben ihrem göttlichen Ursprunge auch eine Wurzel in der _Erde habe. Der AmtShaupcmann.v. Welck äußerte, wenn der Künstler df- fentliche Vorstellungen gebe, so stelle er sich dadurch oficybar ben Gewerbtreibenden gleich; Homer und Orpheus hätcxn sich nicht bezahlen lassen, Paganini aber sey hierin nicht gar 10 spröde. ge- wesen. ].)r. Weber bemerkte, da die erwähnte Klasse von Kuxxst- lern in andern Staaten nicht besteuert werde, so dürfe Sachjen darin nicht den Anfang machen. Uebrigens hätten bisher viele Künstler dieser Art freiwillige Beiträge zur Armenkasse Oder Vorstellungen für die Armen gegeben, die weit mehr eingebracht, als die Besteuerung, die man ihnen auferlegen könne. [)]-. Großmann fügte hinzu, es sey docs) merkwürdig, wenn man die Künstler mit den Keffelflichern, Topfstrickcrn u. s. w., von welchen der folgende §. handle, in eine Kategorie stellen wolle. Niemand sey empfindlicher, rei barer, als die Künstler. Wenn bisher Leipzig und Dresden in der egel zu den Kunst-Stationen gehörten, so fürchte er sehr, diese Sommer-Schwalbcn, besteuere man sie, würben auf
künftigen Wanderungen diese Städte umschiffen, und sich hüten, -
da einzusprechen. Dies“ würde ein Verlust seyn,. welcher die Steuerweic Überwiege, da Künstler auch Andcin veel zu verdie-
nen zu Ich?" pfiegten. Der Antrag der Deputation wurde end;“
lich mit 21 gegen 12 Stimmen verworfen. - Die zweite Kammer ging in ihren fox'tgeselzten Verhandlungen über das ?qugabe-Budget zu dem Penfions-C'tat über". In dem Budget für 18.33 bis 1836 ist derselbe an Hof-Pensionen auf 97,681 Rthlr. 6Gr. 2 Pf., an Civil-Pensionen auf200,174 Rthlr. 7 Gr. festgese t, und vertheilt sich folgendermaßen: Justiz-Departemenc 27,529 thlr., kaartement des Innern 28,566 Rtl)lr. 8 Gr., Finanz- Departement 95,031 Rihlr. 13 Gr., Departement des“ Kultus 9,243 Rthlc. 6 Gr., Departement des Auswärtigen 14,500 Rthlx., Gesammt-Miniüerium“25,244 Rthlr. 4 Gr., was, mit Hinzmü; gung des Militair-Etats von 211,676 Rthlr. “21, Gr., die Summe von 511,217 Rthlr. 7 Gr. 10 Pf. ausmacht. Die Deputareyn schlug, mit geringen Modificationen, die Bewilligungen 9101er Summen vor. Der Staats-Minisrer von Zeschau äußerte: Es sey sehr zu wünschen, daß diese nicht unbedeutende Staatslast nach und nach vermindert werde und das neue StaatSdiener-Ge- seß und dessen festgestelltes Prinzip in dieser Hinsicht günstigen Erfolg gewähre; denn es sey nicht zu verkennen, da!; im Verhiilt- nisse zu den gesammten Sraacs-Einkommen die Pensionen ziemlich hoch ständen. Ein Vergleich mit den übrigen Staaten gebe den AUSweis, daß eigentlich nur in „Bayern im Verhältnisse ein hd- herer Pensions-Ecat skattfinde; dort betrügen die Pensionen 15;- pCt. der gesammten Staats-Abgaben, in Württemberg 8-2, in Baden 81, in Hessen 8; Und in Preußen 6-2. In Frankreich betrügen sie ebenfalls 6-;,-, in England 7-1-pCt. Zn Sackxsen stelle es slch ungefähr auf 10 pCt. Allerdings sey auch Rückncht darauf zu nehmen, daß dergleichen Leistungen in _kleinen Staaxeii fich immer höher darstellten, weil das Vexhälcniß der Verpflich- tung da stärker hervortrete, als in größern_S1aaten, wo Reve- nuen und andere Einkünfte dies weniger fühlbar machten. Dex Etat fand darauf, dem Antrage der Deputation gemäß, die Bewilligung der Kammer. _Hierauf kam der Bau-Etat an die Reihe, für den zum Behuf des Chaussée-Straßen- und Brücken-Baus, zu den Regierungsx, Land- und Forst-Gebäm den, und zu den Wasser-Bauten folgende Summen angesejzt sind: für 1833: 436,098 Rthlr., für 1834: 440,098 Rtl)lr., für 1835: 441,698 Rthlr. , für 1836: 442,098 Rthir. Der Abge- ordnete aus dem Winkel machte bei dieser Gelegenheit auf die mancherlei Mängel“ und Gebrechen des Bauwesens in Sachsen aufmerksam, und suchtc den Hauythrund darin, daß es bei der obersten Staars-Behörde an einem Manne von Fa- che als“ wirklich koUegialischeni Mitglieds fehle, der sämmtliche Bauten im Lande zu revidiren und zu beurtheilen habe.
Müncven, 20. Mai. Ihre '))?axestät dic regierende Kd- mgin wird wischen dem 3. und 4. Juni von München 11115 Bad nach issngen reisen, unc) sie!) später von da direkt in das Seebad nac!) Dobberan begeben.
In der am 17ten d. M. “gehaltenen Sißung der zwei.- ten „Kammer steljte einer der Abgeordneten an das Präsidium die Frage, warum die Beschwerde des Abgeordneten Frhru. v. Closen noch nicht an die Kammer gebracht woryen 1_ey,_ worauf vom Präsidenten entgegnet wurde, daß der 5te Auskehuß in die- ser Sache einen eigenen Referenten ernannt habe, der xedoct), durch Familren-Verhältnisse gehindekt, noch nicht Vortrag dai: über hätte erstatten können; die Sache werde aber in der näch- sten Woche in [Wr Kammer zur Sprache kommen. Der Vor- stand des 5ten Ausschusses bemerkte Hierbei: Auf die gcsiellre. Frage müss er antworten, daß das Rsfcrac bereits ix-i einem kurzen Aus uge gegeben sey; es seyen noch mehrere Referate, die mit dieker Sache xusammenhmgen, zu exlebigen gewesen; Übri-
gens habe die Auzeinanderselzung dieses Gegenstandes eine Arx- beit von 23 Bogen veranlaßt. [
München, 21. Mai. In der heutigen Siizung der Karn- mer der Abgeordneten war an der Tagesordnung der Antrag *Anns, die Beförderung der Seidenzucht betref- daß die Seidenbau-Depu, ; Skiken des Staats
des Abg. v. ' _ Das genannte Mitglied wxll, rthschaftlichen Vereins von in thren Bemühungen_werkthätig unterstü t Lechner las eine Vorstellung ste ibre bisherigen, bis 1.8.1.3 mitrheilr.
tation des landwi
eputation vor, Woki1 : olg gekrönten Leistungen von 1825 Hiernach sind in dieser Zeit 135,920 Maud beerbämnc in sämmtlichen.Kreisen des Reichs durch die Bemühung dcs landwirthsämstlichen Vereins gepfianzi worden, und es betrag, sr vorhandenen Maulbeerbäume etwa .; TNill. Dab“ daß seit [8.3.3 die früher vom Staat ung aufgehört habe, indem dieselbe an d:: und sie stellt an die Kam ag des Hrn. v. A * .Der Abgeordnete Schickew ' Antrag, Weil sick) die Bemühungen d,. . für denselben Gegenstand nutzlos“ „, , Bayern die- darauf verwende-ien Km 0. Anus und Schwinde] cmvied", ausseßen könne, und daß jedenfaUz Kosten nicht so beträchtlich wären, _ Da der Ausschußb, Z,. t Umgehung der Kammer 17; nigl. Staats-Minifterium des Innern üb» , aßte dies die Abgeordneten von " zu bemerken, , m" zur Berathung vorgxlegt wordxn sey„x
getheilt werdcn ?
der genannten
die Zahl all bcdauert dic Deputation, erhaltene Unterjiüß Krets-Konds überwiesen worden sey,
mec die Bitte, daß dieselbe dcm Anti" 3011111101010]. 1111131 VU'W dam, sprach asgen den
Stadt Frankfurt a. M. wiesen hätten, und auch in
sten unnütz seyn möchtcn.
ien, daß man dies nicht vor die in Anspruch genommenen Um den Versuch nicht wagen zu daß dci" Antrag mc
eigesn mdgc.
qumchtcre, Reiäw-Räthe “dcm Kö gyben Werden solle, so veranl Schwindel,
derselbe der Kann". auch vcrfaffu müsse. Vom Pexold, daß die Staats nicht aus dem Auge verloren habe. abe von Bäumen, sondern auch _ _ e in den drei lekzten Jahren an 4000 Fi. betragen, daz . Seitdem der Gegenstand auf die Kreis-Fonds habe die Regierung die von den Landr1 gesetzten Summen genehmigt. Mn hierauf. beschlossen, den Antrag des und zwar in der Art, daß er an die
mäßig der ersten Kammer mit * inisier-Tische bemerkte der Ministerial-Rath von - Regierung diesen Zweig der Jndußn:
Sie habs nicht allein dm'1 . durch Geld; Untersiükzimq,
Jhrige gethan. verwiesen worden sei), then für den Seidenbau aus 68 gegen 6 Stimmen wurde Hrn. v. Arms anzunehmen, erste Kammer gleichfalls
Die Kammer der
gebracht werden soll. Reichs-Räthe hat bezüglich des Gesc über die Kosten des Festungsbaues zu anolstthf ; 1) „Dem Arc. [. giebt fie, im Einver- der Abgeordneten, ihre Zustimmung; nimmt sie in der von der Königl. Staats; en Fassung an; 3) dem Art. lll. will sie gleickx "“ sprünglichen Fassung des" Entwurfs ihre usii-
mitAusnahme der bcidenSteUen, welche einen ' indem die Kammer vorschlägt, diese Stell ßen: „insofern hiernach (nach Ver» bestimmten Stempelgefälle, Lotto-C" an Taxen) die Dotation in einem Jahre den B Fl. nicht erreichen würde, soll der Ersaß b' entral-Staatskaffe ergänzt werden.“ Dann soll der Art. 111. am Schlusse noch folgenden Zusalze . „Die hier zur Deckung der Kosten getroffenen Be,?i ck» den künftigen Stände-Versammlnngcn d;“ im finanzgeseßlichcn Wege ander uszumittcln.“ 1' von der KZ,
Entwurfs gende Beschlüsse gefaßt: ständnisse mit der Kammer 2) den Art.» 11, gierung vorgelegt falls nach der ur mung geben, Beischlag beabsichtigten, * durch folgende Bestimmung zu erje wendung der vorher undresp.Ucbersch1'i trag von 809,000 zu dieser Summe von der C
mungen sollen jedo Befugnjß nicht beschränken, Deckungs-Mirtel im entsprechenden Betrage a Die Art. 17. und 17. will sie unverändert in der . gierung vorgelegten Fassung angenommen wi hat fie dem, von der Kammer der Abgeordn ntwurfe beiqefügten Antrag auf Vorlage ein als hierher nichtgehörig, so wie dembe n Wunsche in Betreff der Umwandlung von grundher lichen Abgaben in einen jährlichen nicht gegeben. »- ten bezüglich des Antrags auf setzes ist die Kammer der
nigl. Staath-Re Uebrigens
ten dem Gesetzes-E Erwerbs-Stcuer-Geseßes,
Boden-Zins ihre Zustimmu Dem Beschwffe der Kammer der Abgeordn Wiedervorlage eines Kultur-G Reichs-Rätk)e nur nach folgender sung beigetreten: „Es möge an Se. Ma]. den König auf ve Z. die allerehrerbietigste Bitte gestellt wc
assun smäßigem Wege f g mit Rücksicht auf die früher
den, den Ständen des Reichs, ,' Entwürfe und Beschlüsse, cinen - die bisherigen Ansiänbeb-x scitigenden - Entwurf eines Kultur-Gesetzes zu ihrer „Ber- thung Übergeben zu lassen.“ ; Der Rhein-Bayer me1det aus Germersheim vom*1.“ Mai: „Der Wachsamkeit der hiesigen Polizei ist es gelungen, gesie Abend einen, wie man sagt, zur Bewaffnung der Polen in da bestimmten TranSport Gewehre, mit Bajonetten ua eil schon mit Steinen versehen, 600 an der Zahl, ; eschlag zu nehmen. Sie kamen zu Schiffe vom Nieder-Rhi und sollten nach Genf gebracht werden.“
Wiesbaden, ("Schwäbischer Merkur. Unter den Anträgen, die von der nunmehr verabschiedeten V- sammlung der Landstände an die Regierung beschlossen word sind, befindet fich auch der wegen Anschlusses unseres Herzo] thums an den großen Deutschen Zoll-Verein.
Kurzem durch den Dru schen Protokolle verdffentlichiWerden, so wie man denn das; die diesfäUige höchste. Entschließung sick) nicht [1111- Seit dem Ableben des Staats-Mm Regierungs „- Aktt die unter der VerWalcung dieses Ministers“ von ihm an Seiner Durchlaucht dem Herzogs unmitt - Ueber den etwaigen Nachfolger des Herrn vo Marschall weiß man noch immer nichts einigermaßen Zuvorlä1 siges anzugeben; im Publikum jedoch bezeichnet man wiederho , den „Regierungs-Direktor Magdeburg als denjenigen Beamten 11 dessen Gunsten die meisten Gründe sprechen. at bis je t Herr Rauter, als ältester Ministerialrath, den Vor r. Durcbl. für ane diejenigen Zweige des Geschäft Her og sick) nicht von den Chefs der Kolleg!t Der äußern Einrichtung unsei Militairwesens, wie namentlich der Uniformirung und Mon rung der Soldaten, _steht, wie man erfährt, in Kurzem el Veränderung bevor, bei welcher die Russische Armee zum Vo bilde dienen soll, --«- Die Verträ e mit. dem neuen Unternehm der Spielbanken in sämmtlichen aus Baden -Baden, sind vor einigen Tagen ratificirt worde Nach dem Inhalt dieser Kontrakte bezahlt Hr. Chabert eint [ädrlichen Pachtzins von 31,000 “Fl., hat aber noch außerdk jährlich mit 5 Procent ein Kapit'al von 150,000 Fl. zu verzk son, das von der Herzoglichen Domainen-Kasse zur Erwe terung und Verschönerung dcr nehmlich zu Wiesbaden und Bad Ems, aufgewendet wir. :Die Verträge snd auf 12 Jahre abgeschw-
Das Nähere 11.1;
ses Antrags wird in ck der landständé
dürfte vermissen lassen. Marschall
bar expedirc.
Jm Uebrige
„Betriebes, wo der unmittelbar rcfet'ircn ! ße,
aunus-Bädern, Herrn Chah?
öffentlichen Anstalten ,
sm- .- Feuce "wird hier" die Saison mit dem ersten öffent- lichen Da im Kursaale eröffnet. Von den bereits hier ange- kommenen Kurgästen macht die erste Liste, die vor ein paar Ta- geßaUZJLZEHLU _ward, nur sehen namhaft, indessen smd am Sonn- tage ihrer so vtel eingetroffen, daß der Kursaal und die großen Gasthäuser heute ein sehr belebtes Schauspiel darbieten. Auch wird heute die Mainzer Truppe dcn Cyklus ihrer Vorstellungen während der Bade-Saison auf dem Theater zu Wiesbaden eröffnen.
SchWeiz.
Zürich, 18. Mai. (Allgemeine Zeitung.) Frankreich sol], wie man verntmmt, der Schweiz vcrsprechen wollen, fie ge- gen die I)iaßrchéln dcr Übrigen JJTächte u schülzen. Wii" kön- Nen auch in diesem Y_ersprecvcn nichts «luderes sehen, als ein Zeichen derselbep Politik, die, was sie bei sich unterdrückt, an- derswo aufzureizen sucht. Das; Frankreich die Macht habe, die übrigen Staatey zu andern Maßregeln im Verkehre zu zwingen, glaubt doch Niemand im Ernste. Wir zweifeln sogar an dem Willen dazu, nxqg „e_s auch noch so viele wörtliche Zusicherungen dafür geben. Es klingt dergleichen auch im 932unde einer Nation, welche 11111 Bezug auf Verkehr die Schweiz noch nie auch nur so günstig behandelt hat, wie die übrigen Mächte, etwas seltsam. Die Erleichterung, daß von fünf Colli, die zugleich nacb Frank,- reich gehen iind cinem Kaufmanne angehören, nur eins auf der Gränze geöffnet werden soll, wird doch neben den übrigen Be- drückuygen 'des Verkehrs, von denen Frankreiä) auch nichr Eine nachläßt, mcht- im Ernste als ein großes Opfer, das die Fran,- zoien ihren lieben Freunden, den Schweizern, bringen, betrachtet werden wollen. Leider trauen immer noch manche unserer Staats-INännxr den freundlichen Worten dieser Macht zu viel zu, „und der „Cinxfiuß dcYFranzdßschen Gesandten ist eher im Steige!"- als 1111 Fallen. Hat ihm doch die freie Republik „Bern sogar ein Staars-Gebäudc zur Wohnung eingeräumt! Die übri- xn Gisandten wohnen nur in Privat-Häusern. Unabhängige
,chweizer müssen nun wünschen, daß auch die Gesandten adde- rer Mächte auf leitende “Personen und Regierungen wirken möchten; nicht weil ihnen fremder Einfluß wünschbar erscheint, sondern weil es beffcr ist, verschiedenen als nur Einen fremden Einfiuß zu haben. Die verschiedenen Jntereffen und Bestre- bungen_ der Mächte würden sich gegenseitig paralysiren, und die Schweiz gerade dadurch ungbhängig und selbstständig seyn. _Jelzt überwiegx der Frai1zösidche Einßuß, der, auf diese Wéise geübt, nicht einmal in Frankreichs Intersffe liegt, auf Kosten unserer Freiheit und unjerer Wohlfahrt. Vorgestern war an der Kreuzstraße eine geheime Konferenz von Abgeordneten der drei Vororte, um sich über gewisse Anträge und Maßregeln zu verständigen. Sie hatte freilich keinen offiziellen Charakter. Desto Eher, hat die“ Yermuthunq der Allgemeinen Schweizer-Zei- 1ung Gewaht, “daß Herr von Rumigny, welcher um die gleiche Zeit auf derselben Straße von Bern weg, angeblich nach Schinz- nach, fzthr, nicht nur durch vorherige Räthe, sondern sogar durch persönliche Gegenwart oder Nähe, Antbeil an den Beratbunaen gehabt habe. “ “
Zürich, 21. Mai. Die Züricher Zeitung berichtet; „,Die Antworten des Vororcs auf die verschiedenen leßteingegangenen Noten find ausgefertigt. Wie allgemein gewünicht wurde und zu „erwartetz stand, find sie nicht, gleich den frt-“ihern, in eine ge- meinsame Circu1ar-Note zusammengefaßt, sondern je nach dem härtern und dringlichern Tone, der in den verschiedenen Schrei- ben der betreffenden Staaten herrschte, mehr oder weniger ab- lehnend auSgefallen.“
Italien.
Chambcry, 12. Mai. Ein Lager von 1 bis 5000 Mann wird in einigen Tagen auf den Ebenen von Semine zwischen DM Städten von Rumilw, d'Air-les-Bains und Annecy gebib "det werden. Der König selbst, sagt man, werde diese Truppen :yustcrn. Man behauptet, und nicht ohne Grund, daß diese Entwickelung von Streitkräften, verbunden mir den Verstärkun- gen, ivelclxc von den Bemlzungcn aus Chambery, Annecy und ['priral-wus:Coufians kommen, zum Zweck hat, durch einige militairische Demonstrationen jener drohenden Note mehr Ge- w:chc zu geben, welche der Turinsr Hof an die Schweiz er- lassen hat.
Rom, _10. Mai. (Allgemeine Zeitung.) Das neue peinliche cholzbuch wurde im Entwurf den verschiedenen Tri- bunalen un_d dcn xxorzüglicMcn Rechtsgclehrtcn zur Einsicht übergeben, 1011 aber 10 großen Widerspruch gefunden haben, daß man zxvetfejt, ob es angenommen und publicirt werden wird. Wahxjcheimich überaiebc es die Regierung, welche durch diese Arbeit FHTW"? das Beste für das Gemeinwohl bezweckce, einer andern ommission, um es nach Maßgabe der Zcitumstände und gemachten Erinnerungen umzuarbeiten. »» Unter den Hier angekommenen Fremden bemerkt man den bekannten Für- sten Canosa, dessen Erscheinung in Rom zu manchen Muthma- ßungen Anlaß giebt. Er leitet bekanntlich in Modena die Zei- tung |.u_70m- (19113 «911131. welche Anfangs vor einigen Jak)- rep großes Aufdehen machte, jetzt aber wenig mehr gelesen wird. - Der schöne Palast des“ Quirinals drohte schon vor ei- niger Zeit zusammen 11 stürzen, der linke Flügel, vom Ein- gange im Hose, ist aléo durch Baikenwerk gestützc worden, bis man zu der wirklichen Reparatur schreiten kann, deren „Kosten von den “Architekten auf 50,000 Scudi angeschlagen werden, aber leicht die Hälfte mehr betragen können. Diese Summe wäre unter den ge:;emväriigen Utixsiänden eine sehr lästige AUSgabe. - Als die Cholera Italien bedi'ohce, wurden wegen Reinigung der Straßen. in den Städten sehr zweckmäßige Verordnungen erlas- sen, und auch wirklich seitdém mehr Sorgfalt verwandt, als man früher gewohnt war. Wenn indeffen auc!) Roms Hauytstraßcn so ziemlich rein gehalten werden, so lassen die Reben-Gassen doch viel zu wünschen übrig, welchem nun durch einen öffentli-
'chen Pacht abgeholfen werden soll. -- Der Monsignore Curvli,
21uditeur der Nunciatur in Liffabon, ist von dort über Neapel hier eingetroffen. Er begab sich, obgleich unwohl, sogleich zu dem Kardinal Stxats-Secretair, um über den Stand der dorti- gen Angelegenheiten zu berichten.
Neapel, 8. Mai. Eine kleine EScadre untcr Kommando des Gegen-Admirals Staiti wird Übermorgen nach Marokko ab- segel_n, um entweder die neuerdings erhobenen Schwierigkeiten gütlich zu beseitigen, oder im äußersten Falle Gewalt mit Ge- walt zu vertreiben, und Tanger und die andern Küsten-Städte zu blokiren. '
Die großen Manoeuvres in Capua sind noch immer nicht beenbigt, und der Zußuß und Andrang von Fremden hat die Preise der Wohnungen in der kleinen Stadt auf eine unqlaub. liche Weise gesteigert. Die Söhne der O)?a1*1“chälle Oüdinoc und Lauriston, gegenwärtig in Neapel, sind auf eine sehr schmei- «.“belhafce Weise vom Könige ins Lagev eingeladen worden.
Eine neue Gesenschaft, deren Statueen seit Kurzem bekannt gemacht Werden sind, verdient ihrer Originalität wegen wenig- stens erwähnt zu Werden. 60 Advokaten und 80 Patrozinatoren haben sich vereinigt, um arme Wittwen, Mündel und Waisen m den Stand zu setzen, ihre Rechte gegen die Angriffe ihrer rei-
behaupten, und erbieten fich, jeden Prozeß, bei _ echt auf der Seite der Armen finden, bis zur Beendigung unentgeltlich fortzuführen und sogar alle nöthigen * Dieser: philanthropische Plan hat aber schon [exit ehr mächtige und einflußreiche Gegner gefunden.
Die Auswanderung nach Castellamare hat schon ihren An- Unter andern aUSgezeiclmeten Gästen erwar; tet man auch den König von Württemberg mit den jungen Prin- zessinnen und einem zahlreichen (Vesolge; er hat schon jeth eines der schÖUsk-n Hotels in Castellamare für drei Monate in „Be; schlag genommen.
Nach den neuesten Zählungen beläuft sich die Bevölkerung ne Sicilien auf 5,809,8Z37 Einwohner, „ . .- 720 ----- Total 7,490,.').')7. - Eenkunfte des „Königreichs betragen .10,804,953 Ducati -- un- gefähr 125,000,000 'Fr.
„Der ._Handel und die Schifffahrt haben seit dem Jahre 1825 auf_eme kehr erfreuliche Weise zugenommen. Am 31.Dezember 1824) War die Zahl der im Königreiche Neapel (Sicilien ausge- nommen,) eingeschriebenen Schiffs. von [eder Größe 01113 Gattung 3808, die 106,138 Tonnen trugen, die der Bakken *unter 26 Palmen Länge bloß 1.700, mit “1500 Tonnen. 1833 war die Anzahl der Schiffe auf 1668 mit 131,700 Ton- nen, die per Backen auf 2590 mit 3119 Tonnen gestiegen. Im Yerbäxtmß zu der Bevölkerung ist die Anzahl der Armen nicbt xo groß, als in England und Frankreich. Sie betrug im ver- 1700911211 Jahrs, die beiden Hauptstädte Nexpel und Palermo mit cmbcgriffen, 233.3,225 Indiv'iIUen, nämlich [33,200 Männer, [98,025 Weiber.
Die Verbindungen mit Griechenland werden mittelst zweier Packxtböce, von welchen eines regelmäßig von Nauplia nach M?snna und Livorno, das andere von Patras nach Brindisi Und Tytesi gbgehen soll, neues Leben erhalten. ibtrd die Frage, ob es angemessen sey, ein La areth für Pest- Kranke am Kap Misene anzulegen, und aus _ hafen zii machen, gründlich erörtert, und bis jelzt sind die met- ßen Stimmen zu Gunsten dieses Projekts, dessen Ausführung ohne ZWeifel einen beträchtlichen Theii “des Levantischen Handels aufs Neue nach Neapel ziehen würde.
Svan'ien
Ma'drid, 11. Mai. Die Hof-Zeicung enthält folgen- den Königl. Bech! an den General-Capitainvon Neu-Casiilien: „Ihre Königl. Majestät haben, auf Vorschlag des Minister-Ra- ches, den Pesthluß gefaßt, daß die feierliche Eröffnung der all; z gemeinen Cortes des Königreiches (111124. Juli 0. „J. stattfin- din soll. Ew. ExceUenz werden sich deshalb mit dem Subdele- gtrten_ der Provinz Madrid und dem Korregidor dieser helden- müthigen Stadt verständigen, damit sie die entsprechenden Maß- regeln treffen und für den genannten Zeitpunkt die Gebäude her- stellen lassen, worin die Sißungen beider Estamentos stattha- ONadi'id, 12. Mai 1864.
chen Gegner dem ste das
Kosten vor ustrecken.
fang genommen.
dé's Königreichs Neapel o dre von Sicilien auf 1
Am 30. Juni
„Jm. Staats ,- Rathe
isita einen Frei:
ben sollen. la Rosa.“ _ Dasselbe Blatt enthält einen vom Justiz-Minister an die Bischöfexvon Pampclona und Calaborra (Diözesen, die gcx genwäyttg Schauplaß der Empörung smd) gerichteten Königli- cYen Befehl,-wonach denselben ]edc Ernennung zu geistlichen «Stellen unrerjagt wird, wenn nicht der Kandidat vom Königl. Commissair einen Ausweis beibringt, daß seine Anhänglichkeic an die Sache Zsabclla's ll. notorisch sey. dadurch (wie es in der Gaceta heißt) der strafbaren Opposition einiger Geistlichen ein Ende machen,
Das genannte Blatt berichtet ferner:
Kriegs-Ministerium zugekommencn Berichten, hatte man die Spur Merinos gänzlich verloren. sey und sieh verborgen halte.“ „ Der Tiempo meldet: „Gestern hat ein außerordentlicher Courier die Nachricht von dem am 7ten d. erfolgten Einrücken der Truppen Donna Maria's zu Coimbra nach Madrid über- . _Alle hier eingegangene Mittheilungen lassen eine bal- bige Entstheidung zu Gunsten der Sache, die wir vcrtheidigen, 111 Portugal voraussehen.“
Die Revista Espaüola berichtet: „Von Ciudad Rodrigo aus Werden regelmäßig Zufuhrcn von LebenSmitteln und Kriegs- bedürfnissen für unsere Truppen nach Portugal abgefertigt. Armee ist vollauf mic Mundvorratk) versehen, und nichts steht Das Hauptquartier Rodil's muß
(Sex.) Martinez de
Die Königin will
„Nach den dem
Man glaubt, daß er krank
ihren Operationen im Wege. in diesem Augenblick in Viseu seyn.“
. Eine Abtheilung der neuen Sicherheits-Compagnieen hat die dem Don Carlos neulich in Portugal abgenommenen Equi- pagen hierher gebracht.
- Dcr Mess a
_ r“enthält folgendes Privat-Schreiben aus Madrid vom 14. »
: „Gedränge von der öffentlichen ONei- nung, hat das Ministerium erklärt, daß die Cortes auf den 24. Juli, als den Geburtstag der Königin, einberufen werden sollen; da jedoch diese Erklärung nicht positiv ist, denn sie ist nur in einem vertraulichen Schreiben enthalten, welches Herr Martinez de la Rusa an den Gcneral-Capicain von Madrid gerichtet hat, um die Hotels zu den Sitzungen einrichten zu lassen, so glaubt man sehr stark, daß es nicht an Vorwänden fehlen wird, die Einberufung, wenn es ohne Gefahr möglich ist, nochmals _ Die finanzicUen Vcrlegcnhciten der Regierung erheijchen die Abschlicßung ciner Anleihe; es ist da[)ér ein be; vollmächcigter Agent dcs Schakzcs nach Paris untcrweges, um bei auswärtigen Banquicrs Routen für Spanien zu neqociiren, jedoch mit der Bedingung, daß dabei in Bezug auf die consti- tutionnelle Schuld noch nichts entschieden werde.“
Griechenland.
Die Münchener politische Zeitung birtchtct nach einem Schreiben aus Triest: „Bei uns traf so ebcn die Nachricht ein, daß die gerichtlichen Verhandlungen über die Anklage Ko- lokotronis und Koliopulos, welche als die Häuptlinge der be- kannten Faction angeschuldigc waren, bereits geschlossen sind, in Folge deren den beiden Vorerwähnten die Todesürase zuerkannt Seit der Zeit soll Kolokotroni Gelegenheit gefun- den l)ab?n, einen Bcfreiungs-Vevsuch zu unternehmen, wobei zwei_Wächter durch denselben ihr Leben verloren, deß peinxr bereits wieder“ habhaft seyn, und das Volk wünsck)! sehr, da[; die Angelegenheiten dieser Ruhestörer nach Fug und Recht endlich für immer abgethan seyn möchten. friedliebende Gesnnung der Bewohner Griechenlands läßt im Uebrigen nichts zu wünschen übrig.“
zu vertagen.
worden sey.
DJTan soll in-
Die loyale,
Inland.
Berlin, 27.'Mai. Se. Majestät der Kaiser _vo'n Oester- rc1ch _haben dem hiesigen Hof; und Uiiiverfttäts-ZahnarztLinderer für die Uebersepdun eines Exemplars seines jüngst erschienenen"; Werkes über dee ge ammten Zahn-Operatéonen als Merkmal der
„Allerhöchsten Zufriedenheit eine goldene Medaille zustellen zu
lassen geruhet; - _ - .Die 1ehr interesante, von Herrn Professor Karl Ritter mitgetheilte Uebersicht der Thätigkeit der Geseüschafe für Erd- kunde in Berlin, in dem Zeitraume vom ONai 1833 bis Mai 1834, ist nunmehr im Druck erschienen, und wird zunä | fü? die Mitglieder des Vereins in der Buchhandlung von imon Schropp u. Comp. zu haben seyn, Es geht daraus hervor, daß m_ dem abgelaufenen Jahre etwa 30 vortragende Mitglieder, al]? fast ein Drittheil der Versammlung, größere öffentliche Mit- theilungen getnacht haben, die etwa in 72 schriftliche Vorlesun- gen ober mündléche freie Vorträge erfallen. Außer diesen sind jehx vtxle, zum Theil für sich beste ende, zum Theil durch jens Mittheilungen angeregte kleinere Notizen, Berichtigungen und Anzeigen verbreitet wordeU.
“- Die [ährliche Versammlung der Gymnafial-Direktoren ber Provin Sachsen, die im vorigen Jahre zum ersten Male in Halle Hartfand, führte auch an dewTagen des 22. - 21. Mai d. Z. die Vorsteher der gedachten gelehrten Anstalten, 22 an der Zahl, in jener Stadt zu einer ähnlichen Besprechung zu- sammen, d:e für das Unterrichtswesen der Provinz nur von er- freulichen Folgen seyn kann.
4- Man schreibt aus Naumburg unterm 2.3ten d. M.: „Der Osterländische Männer-Chor, unter Direction des Rektor Brßutgam aus Luckau, feierte am Asien 1). M. das erste große Gesang-Fesk in Zei , bei welchem nahe an 400 Sänger aus den Vereinen: Alten urg, Borna, Eisenberg, Luckau, Naumburg, Schmölln, eilz u. s. w. thätigen Antheil nahmen. Es wurden neun Stü e aufgeführt, von denen vier eigens zu diesem Fest: komponirt Waren. Die Soli wurden eben so schulgerecht als ge- fühlvoll vorgetragen, und die Chöre mit einerso außerordentli- chen Kraft und Prä'cision gesungen, daß sie auf die in überaus großer Anzahl versammelten Zuhörer einen schwer zu beschrei- benden Eindruck hervorbrachten. Ein gemeinschaftlicyes Mahl- welches durch eine seltene Heiterkeit gewürzt wurde, beschloß das schöne Fest, über welches wir nicht berichten können, ohne schließ- lich noch der edlen Gastfreundschaft der Zeilzer Bürger, wie sie sich in der Aufnahme sämmtlicher Sänger so herrlich offenbart hat, zu erwähnen.“
--- Die VergnügunZen, zu denen das an den beiden P§ngski Feiertagen zu Achen egangene diesjährige Musik-Fesk nlaß gegeben hat, wurden am 21|en d. M. durch ein zu Ehren des Dirigenten diescr musikalischen Feier, Herrn Ries, Veranstalte- tes glänzendes Mahl im Elisen-Brunnen geschlossen.
. „_ „„U-x=."- .
Aus Alc-Pommern. _ ,
„ Dic geräuschlosen Preußischen Staats;Fnstitutconen seit dem Jahre 1807 haben auch die Aufmerksamkeit des Auslandes e_rre t. Gaps besonders ist aber die Aufhebung der Unterthänigkcit, die _e- gultryn der gutSherrlichen und bäuerlichen Berbältmffe, das Edikt ux Berrd'erung dcr Land-Kultux, die Ablösungs- _und Gemein- eetstheilungs-Ordnung, und mithmder freie, oder jetzt noch be- schränkte Gebrgucb des Grund und Bodens, noch Fest das Ta es- esvräch sehr Beeler, seldßim aneyn des Staats. Haß Jurek) jene n- Zitytioncn sehr wesentliche, für die Einzelnen wee fur das Allge- meine nützlich» Veränderungen sinkt efunden haben„ kann Nie; mand leugnen, es sei) „denn, daß cr 21 es, was als ThatsacHe klar vor Aixgen_ liegt, bestreiten woÜtc, . ,
„ Vteüetckxt giebt es aber keme Provinz im Preußischen Staate, tn welcher diese Veräydcrungey, gegen den vormaligen Zustand sc- halten, so auffaüend und,- als xn Alt-Pommern. Es mag indeß noch wohl Vteie geben_- wel,che„die1e Veränderun en nicht kennen, oder ffe „aus einem _mclzt rcchtt en Gcfichts'pun tc betrachten, und es schetnt daher nicht übcrfiüsig, das Vormals und Jetzt in Zahlen anzudeuten, Henn Zahlxn regieren die Welt. Die hier folgenden find aus amtltchen Berichten xntnoxnmen. „
A_lt-Pommern nämlich die jetzigen beiden Regierungs-Bezirke Stettin imd Köslin enthält 1th nut den beiden Kreisen Dramburg und Schccvelbem (welche beide 30-65 [IMetlcn groß iind, und vor dem Jahre 1816 zur Neumark ehörten),überhaupt 47-3,“ IMei- len, das Waser abgerechnet, al?o ohne die genannten beiden Kreise 442,7. [;]Metlen. Fm Jahrc 1763 befanden_ sich auf der lestge- dachten Flache314-511Menschen, auf der [IMctlc also nur 710. Noch im Jahre 1793 war die Seelenzahl 424,649, auf der (IMeile also nur 9,59. Im Jahre 1793 waren 460,608 Mxnschen und auf der QMetle 1041, so daß die Zunahme seit 1783 m 10 Jahren für je; des Jahr (),-. th._ beträgt. Selbsi im, Jahre 1798 (nachdem seit dem Jahre 1763 bis 1789 an Mxliorattons-Geldernu. 5,423,775 Rihlr gegeben waren), wax dte Seelenzabl 493,160; die Zu- nahme von 1783 bis 1798 m 15 Jahren beträ 1 also jährlich nur 1,0. th. Im Jahre 1816 waren nac?) * dem Krug- Mützelscvcn Wdrterbuche auch nur “545_,273 Menschen, _. den Dramburg- und Schievelbeinscben Kreis met 27,725 mit erechnet, vorhanden, im Iabrx 1831 aber nqch dcm Pommerschen „xabrbuche 742,550. Die jährliche Zunahme in diesem Zeitraum iji also 2,“ th, utzd gegen dte Jahr? 17,71 gehalten, jährlich 1," pCt. mehr. Der Zeitraum von 18161116 1831 1|_des_bqlb bcsonders zu verückffcb- tigen, weil nur erst in dieser Zeit die Wirkungen der oben bemerk- ten Geseheßch mehr haben bemerkl1ch machen können. Auffaüend isi es, daß. M ycm lcßtgennnyten Zeitraume in Ncu-Vor:Pommern, obgleich dies eine noch güyßtgere Lage, und, im Ganzen, auch des.- sern Boden hat, die jährliche Zunahme der Bevölkerung nur 1,0. pCt., als:)„um !-.:_ pCt. geringer als in Alt-Pommern gewesen :|, und daß, in moralischer Beziehung, namentlich im Fabre 1829- un- ter 101) geborenen Kindern auf dem platten Lande in Nequor-Pom- mern 8,“ uneheliche waren, während es m dcm Stettinschen Re- tierung3=Bczirke nur 6," und in dem KdIlinschen 5," gab. Aevnx tci)e Verhcilmiffe „finden auch in den Städten statt. _
Daß sich übrigens“ auch der physische Zuüand der Menschen in Alt:Pommern seat dem Jahre 1807 sehr verveffert hat, ist sichtlich. Man darf nur 3, B. die KlßtdunF), die Geräthe, Wagenzeug :e. und das, nach Auswcis der Patrimon al-Gertchts:Aktcn vcrmebrtx Ver- mögxn der Minderjährigcn gegen vormals vergleichen. Eine na- türliche Folge isi, daß man auch mehr Sorgfajlt auf den Unterricht der Kinder verwendet, so daß es mehrere Bcisotelc grcbt- wo Bauern
* ihre Kinder bis in die dritte Klaffe der Gymnaßcn schicken.
Welche Wirkung") und Erfolge überhaupt fich aus dem freien Ge- brauche dcs Grund-EtJentbums, am; den vermrhrten kleinen Eigen- tvümern, aus den „in i ren körperlichen und Geisteskräften und Be- triebsinittcln und m der Gelegenheit zur Anwmdung derselben nicht beschränkten Menschen- Mk Standes sie auch seyn mögen, auch schon jetzt ergeben haben; mie daraus folgt, daß nur dadurch dem Grund und Boden ein Werth gegeben und_ nicht nur erbalten,sondcrn auch vermehrt werden .kann- - dies w1rd fich auch aus der Ge: schäftsführung dxr General: ommission bis zum Schlusse des Jah- res 1833 beurtbetlen lasen.
Was nämlich zunächst die ReZulirunqen nach dem Edikt: vom 14. September 1811 betrifft, so Md fie überhaupt in 13191710,
fern anhängig eworden; se waren am Schluffe des Jahres 1833 schon so weit w rklich ausgeführt (wenn gleich nicht nne Rezeffe be-