Der weithin sick)
Bai1er11-Z„ in Württemberg &, in Baden ebenfalls Z, in Sachsen aber ?ooses dauert noch immer fort,
und*-„2;, nach der Grundsteuer für die Jahre 18???» Abq'edrdnete Richter (aus Zwickau") bestieg daraus die 'Tednrrbr'thne, um, wie er sagte, der in allen constitutidnnellen StaatenKiblichen Sitte gemäß, das EinnahmwBWget dazu zu benutzen, um allgemeine Ansichten über das Verfahren oder das“ Sykiem der gegenwärtigen Staats=Regierung auszusprechen. D11 Redner hob sodann besonders hervor, daß noch nichc_ alle Gerne», den des Landes eine geordnete ' meindr-Ordnung nicht constitureonnell durchgeführt sey 1111de, sonders" die Ddrf-Gemeinden der seit Jahrhunderten entbehrt“; Verfassimg noch immer ermangelten. hin, wre es ein bekannter constitutionnelier Grundsatz Oeffentlichkeit lichkeit der Zutiiz zur Folge haben müsse, noch nichts ziir Befriedigung der Wünsche geschehen sey, Er wurde jrdvih von dem Vice-Präsidenten unterbrdct)en,1er nach 9“. 83 der Verfassungs Urkunde darauf antrag, den Redne: ' zUl' Ordnung zu verweisen, Weil er rathungS-Gegenstande abgewichen sey. _ _qen hierüber verzichtete der Abgeordnrte Richter 1le| auf 11; worauf das DepUkakions-GUtUCOteii übe “Unter dem Ekatder
deri hätten; gegen die Motion des Oberst Evans hatte der Red- ner daher auch besonders das eianWenden, daß die Annahme derselben der Geselzlichkeit jener Zahlungen eine zweite parlamen- tqrriche Bestätigung ertheilen würde. dieser Ansicht die Bill gestimmt habe, kraft Politik (Gelächter) bewilligt sich üherzqur, daß Rußlcrnd die Bedingungen, unter denen ihm die Zah'lunae-n garanttrt worden, nicht erfüllt habe, und fragte, ob die Differenzen zwischen Belgien und Hannd nicht iängsc ausgeglicheti seyn würden, wenn Holland nicht durch Ruß- lands geheimen ,Cmfiuß zum Widerstand aufgemuntert worden wäre; es lasse sich dies zwar nicht geradezu beweisen, aber es _ _ Der Oberst Evans nahm hierauf semexMotion zurück, mit dem Bemerken, daß er in der nächsten Sesnon eme Gelegenheit zu finden hoffe, sie wieder vorzubrin- gen, daß er aber damit keinesweges das geringste Mißfaljen über die von Lord Palmerston befolgce Politik habe kundgeben wol- . len, da er dieselbe vielmehr, namentlich in Betreff der Pyrenäi-
schen Halbinsel, höchlichsk billige.
L ondon, 13. Zuni. Vorgestern gaben Z re Majeräten M Windsor EU) MÜSSDMLM zu welchem diehHerzogins von Ként- dl? Prmiesim Vlctdria, der Prinz George von Cam- bridge, der Fürst und die Fürstin von Hohenlohe-Langenburg UW mehrere andere- hohe Personen eingeladen waren, und ge- FiesrcTtLLYKUten See mit Ihren Gästen dem Pferde-Rennen zu
, Man liest im Scotsman unter der Ueberschrift: „Die Times ,und das WkinifteriUm“ Folgendes: „Wir möchten die “_TM-Jrs fragen, was denn Graf Grey oder irgend ein Minister 411.1em211 Umständen Besseres bewirken konnte, als er gethan. Dee Zeit ist nicht mehr, wo ein Ministerium das Haus der Gemeinen und der Nation nach seinem Willen lenken könnte. Jedes“ Ministerium, das jetzt regieren will, muß das Volk zu- friedenstellen und doch auf einen guten Fuß mit-dem Könige uyd dem Oberhause bleiben; und nachdem wir Alles gelesen, was die Times über die Sache geschrieben, können wir doch nicht entdecken, Wo die Männer oder die Maßregeln zu finden seyn möchten, welche diese drei Erfordernisse auch nur halb so gutver- einigen wurden, wie es Graf Greys Kabine: gethan hat und Man stelle eine Tory-Administration auf, und augenblicklich wird die Empörung über das Königreich hin- schreiten; eine Radikal-Regierung, und die Formen von König, Lords und Gemeinen werden in einer Session verschwinden, Es isi thöriche und böSartig, redliche und fähige Minister hen„ weil fie nicht Unmö liihes bewirken, und platte sie in heftigen und ver chtlichen Ausdrücken zu verurtheilen, ohne besserere Maßregeln an ihrer Statt zu b Unwissenheit ist groß, welche das Vereinigte verfrnstert, und die Times und viele andere Blätter benußen die D)?acht, die sie dadurch erhalten, wie es ihnen gerade beliebt; aber es kommt der Tag, wo das Volk gleich vernünftigen We- ser) denken und urtheilen wird, und von dem Augenblicke an, Wird es mit der Herrschaft solcher mächtigen Anmaßlinge zu Ende seyn.“
Als gestern in Cambridge die Parlaments-Wahl beendigt und Herr Spring Rice als das gewähite Mitglied proklamirt war, erschien dessen Gegner, Sit E. SUgden, der nur 29 Stim- men, weniger gehabt hatte, auf dem Wahl-Gerüfi, und zeigte un- qrachtet seiner Niederlage die beste Laune und Zufriedenheit. Er Zyßerte gegen seine Freunde, daß er manche Siege gesehen habe, die nicht so glänzend gewesen, ais diese Niederlage.
In den leßten Tagen, ist eine neue Bittschrifr von den Be- Wohnern von Sidney in Neu-H Einführung eines Kolonial-Parlaments zu verlangen. Sie stützen sick) darauf, daß die Zahl der freien Bewohner der Kolonie 40,000 übersteige, und daß ste die Kosten ihrer Administration ansichließend aus eigenen "Mitteln bestreiten, indem im Jahre 1833 ihre Einnahmen 146,000 Pfund und alle Ausgaben für Civil: und Justiz-Adminiftratioti nur 110,000 Pfund Sterling betragen haben; daß diese “ihre Einkünfte von einem Rache von 15 Personen verwaltet werden, welche ausschließlich von der Krone ernannt werden, und die daher die Wünsche der Be- wohner der Kolonie nicht zu berücksicht Regierung ist noch nicht Die Kolonie bezah
Westindkschen Kolonieen weniger vortheilhast Werden und ihr Han- del mit dem *))?Uttersiaate abnimmt, in demielben JNaße wird NSU'HOUUUÖ diese Lücke ausfüllen. "“ck Neu-SÜd-Wales und Vati-Diemensland betrug im Jahre 1853 über 8170/1100 Pfd. Sterl. imd nimmt ]ährlici) um mehr Die *))?aßregel, daß künftig kein Land in der Kolonie mehr unentgeltlich gegeben werden solle, verbreitete Anfangs große Unzufriedenheit bei einem Theile der BevöikerunJ, der bisher auf die Leichtigkeit, hier neue Landstriche umsonst zu 'kkhachn- spekuiirt haiko; aber der bessere Theil derselben sah bald ein, daß diese *))?aßregel ihren Ländereien einen um so größere: Werth gab, und 01 rdilkdmmeri damit einvrrstandrn. unumgänglich nothwendixi, den *))?1ßbränchen, die friiher stattge- funden hatten, ein Maß und Ziel zu seix-en, denn die Habgier der Kolonisten hatte weder *.*-Naß noch Zirl, Und die Folge der ungemessenen Freigebigkrit der chierrmg ivar, daß unendlich viel_ mehr Land weggegeben wurde, als dehanc Mrdrn konnte, so Uhl“, Mk; im Jahre 1831, vor der neuen Orddr-nanz, 111117231111.- zen 2,7116,983 Acres vercheiir und nur 221,812 bebaut waren,
Das Dampfschiff „Dundec“, vom Capitain Wisharc befeh- liZ-t, hat dieser Tage die Reise von London nach Dundee und Wieder zurück, die RÜck'fahrt “noch dazu argen 1111g§121|1grs Wei- ter, in drei Tagen und 11 Stunden zurückgeleiit; die ganze Länge dicser Fahrt beträgt über 9,30 Englische ').)?rilcn
Zriändische Wärter berichten, daß in einigen Theilen von Irland die Kartoffeln selten und [heuer werden, und daß einige Karren, mit Mehl beladen, von armen Bauern angegriffen wor- den seyrn.
.Die Airdfuhr von Ermland
Herr Hume-pfiichtete früher für deren diese Zahlungen aus worden seyen;
er, wre er sagte, und selbs," unter de
als 100,000 Pfd. zu.
erfajsung erhalten, daß die 151- [Jer Flammen.
Ferner wies er darau
auch die hierin aber
sey deck) ailgemein bekannt. Verwaltunq
von dem vorliegexiden B,. Nach einigen Wörtern»
"R , ' , - „' ()- * fernere Wortführung, KarlStuhe, 1.1. «ziim. die Smars-C'inkünfte vorgelesen wurde, Staacs-Forsien belief sich die Summe der Ein'kiaßme «Uf 829913 Rihli'„ die sich, nach Abzug drr für diese Posikjon bestehenden Ausgaben, auf den Rein-C'rtrag von /*.)8,099 Rihlr'. derrmgerr, Dcr C'cat der Jagd-Nußungen gewährt als Rein-Crtrag 11, Summe von 8787 Rchlr., die Einkünfte der cht-Aemtcr; Die Kammer erklärte sich mit diesen Posikion11
ist hence N -_ selbe morgen nach Eberstein und _ ur Brunnrn-Kur sieh 111,1iebc, Zhre „Hoheiten der T*."b-Grosz- erzdg und der Prinz Friedrich, so wie ami) «e. Hoheit der Mari'arafx Maximilian begleiten den Großherzog. , Das Großherzogliche Staats; und Regierungs-Blatt vom 14. Zum enthälc den Anfang der neuen Organisation des Schul,- und Uriterrkchirchsens: nämlich 1) die [andesherrliche Verordnung über die V01k5schnlcn,“und 2) die Vdiizugs-Ver- drdnrmg des Qiroßherzogiichch1 »))?inisteriums des Innern Über die Schul-Ordnuxxg und den Lehr-Pian des Volksschulwesens.
Darmstadt,12.Z1111i.(Aslgemeine Zeitung.) Eine * intereffante Diskiission isc in unserer ersten Kammer dieser Tage Das Gemeinder'acéxs-Mithlied, Herr C'. C". Hoff- ]eizr Abgeordneter zur zweiten Kammer der Stände, bekanntlich in eine Untersuchung verw leichr samen Ausschluß zur bei dem Miniiierium die Denunriarion, Freiherr von Breidrn
178,95!) Rthlr. sämmclmh einverstanden.
München, 14. Juni. Die Kammer der Abgeordneten 11,- sckräkcigte sieh heixte mit dem Gescßes-Entwurfe in Betreff 11: Crbauring eines Kanals zur Verbinduug des Rheins mit 111 Bei der Diskussion über diesen Gegenstand wurde der Großartigkeit drr zu Grunde liegenden Idee, die von 111; serm an »))?onumencen, die er der Nachwelt hinterläßt, sch11 so reichen Monarchen ausgegangen war, kennung unqetheilc und einstimmig im vollsten “Maße 1" Theil; und wenn !)1*. Schwindel einige Bedenken geäußcn hat, hauptsächlich darüber, ob wir bei unsern Gewerbe-, _Jndw scr1e- und Handels-Verhältnissen diejenigen Vortheile durch der: Kauai wirklich erlangen werden, welche man erwarten 1111211, wenn man das Werk beginnen und durchführen wolle, so geschah es wohl nicht so sehr in der Absicht, sich gegen das Unterneh- men zu erklären, als vielmehr“ in der Ueberzeugung, daß die Qedenkcn dem projektircen Werke sclbi Auf die des Gegenstandes voii kommen würdige Diskussion folgte unter einigen, von dem zwei ten, dritten und vierten Ausschusse gemeinschaftlich begutachteten OJTddiflcationen die Zustimmung zu dem ganzen Gcseßcs-C'ntwurß und mit allgemeiner Freude. .Die beschloisenen Modificationen sind: 1) die Worte, duri * welche der Entwurf das Ministerium der Finanzen ermächtigt, der Actien-Gesellschaft mit dem vierten Theile der für die Aur führung ermittelten Actien-Summe als Actionnair beizutreten, so- bald die Gesellschaft durch eine angemessene Zahl von Subscri'» benten fiel) gebildet haben wird, sollen dahin abgeändert werden _ daß der Beitritt des Staats in der gedachten Weise siatrsindei sobald die Gesellschaft durch die Abnahme von Drittheilen des ganzen Actien-Fonds (welcherdeihusi/ acht Millionen Gulden betragen wird) sich gebildet habn wird; 2) in dem Artikel, welcher der Actien-Gesellschast für 11 Erhebung von Kanal-Gebührcn nach einem von der GeseUscha f cin Privilegium auf 99 Jahre unter 11 daß diese Tarifsälze ein Drittheil der Landfrad Preise ihrei
Nirderlaride. Aus dem Haag, 15. Zum“. trafen gestern Rachnuccags hier ein, der Prinz von Oranien *wird noch erwarrer. Der Herzog Bernhard von Sachsen Weimar ist nach Lon- don abgereist. *
Se. Majestät der König
vorgekomxncn.
D ä n e m a r k. , “mann zu Darmstadt,
Kopenhagen, 14. Juni. (Hamburger Korrespon- dent.) Die dcidrn Holländischen Krirqssch1ffe liegen noch auf der Rhede vor Kopenhagen, wo der ]Unge Prinz *Friedricthinrich von Oranien gestern feinen vierzehnxährigen G;"cdurts'tag feierte, der von der Festung m1t Salutscdinsrn begrüßt wurde; heute speist der Prinz bei dem Prinzen Chriscian auf dessen Landsitz» Sor- genfrei. An dem langen Verweilrn der Holländer iki der U11:- scand schuld, da[; der Eingang in die Ostsee durch eine Sard- bank, Drogdcn, insoweit versperrt isi, daß große Linienschiffe nur darüber gehen können, nachdem fie sich durch “Zlusladen eines Thesis ihrer Kanonen erleichtert haben, weshalb der „Zeeuw“ 40 Geschüizsiücke und 1100 Kugeln hac ausladen müssen. Dies ist natür1icherweise eine zeitraubende Operation; doch ist diese Sandbank, die den Handelöschiffen keine Schwierigkeiten in den Weg legt, für die Verthridigung Kopenhagens von großer Wich- tigkeit, indem sie einem etwanigen Angriffe von Außen her ein Thermopylä cntgegenseßt, welches, gehörig vertheidigt, nur mit sehr großen Aufopferungen forcirc werden kann.
Zu diesen Tagen ist im höchsten Gerichte ein Urcheil von Der bekannte Magister Lind-
die freudigiie 711111.-
ferner thun wird. früher zu ei
folglich in Folge des '.).i'rr. „Kaminer treten müsse.
Acußcrung dieser nur nützlich seyn Werde. ausxzezeichneter ')] etwas stark Über die Regierung, die “betreffend, arisqedrüch. ;Freiherr von Breidensiein, der so wenig eine Strafe daß er an gar keine Vercheidigung gedacht, ward von dem Ge- wenn wir nicht irren, zu vier Wochen Arrest verur- rsäumre aber auch hier,. wohl aus glei- gung, so das; Die Strafe
reich ndch
Stimmen : Einheliigkeit,
Er appellirte, vc chem Gefühl, die geseßlichen Fristen und Vertheidi der oberste Gerichtshof das Urtheil bestätigte. wurde jedoch niemals vollzogen, da sie der damalige Großherzog aus Höchiicigener Veranlassung aufhob. Die Sack)e hatte so wenig Berücksichtigung und Aufmerksamkeit gefunden, daß sie bis :eizc nie erwähnt, nie im entferntesten Frhr. von Breidenstein erschien ]“ on auf dem ersten Landtage von 1820 in der zweiten Kammer. tigsten Mitarbeiter an der Verfaffung und folglich auch an dem Art. 60, vermöge desen man ihn jetzt, nach 14 Jahren, auf dem sechsten Landtage ausschließen will, nachdem er allen Land- tagen beigewohnt, stets eine Zierde der Kammer, selbst einmal zweiter Präsident der zweiten Kammer war, und nun schon seit Jahren eines der ausgezeichnecstcn Mitglieder der crsren Man soll sich deshalb iiber die Art jener Ange- berei - Über die Überhaupt nur Eine Stimme im Publikum herrscht, wenn man auch über die Sache. srlbsr verschiedener Meinung seyn könnte - in der hohen Kammer allgemein mit Jndignacion ausgesprochen haben. wie man hört, der von Sr. Durchl. dem “Fürsten von Solms- LZch erstattete Ausschuß-BeriM abgefaßc, der, die Sache gründ- lich erdrtcrnd, sich fiir den Frhrn. v. Breidensrein aussprach, und namentlick) von der Ansicht ausging, daß, da der Frhr. von Breidenstein einmal von, der Kammer als vom Großherzoge cr- nat1ntes lebenslängliihes Mitglied aufgenommen worden sey, diese Z1Ut1_gar nichr mrhr k0111pi'kc11T wäre, nach dem “Art. 60 seinen AUSWlUß zu verfügen. So dürfte also diese, ohnedies" seit 18 Jahren verjährce Sache keine andere Folge haben, als den schon so vieifack) be1'p1och111en Art. 150 der Verfaffungs-Urkunde wieder Von einer neuen Seite zur Sprache gebracht zu haben.
Wiesbaden,1-1.Zuni.
großer Wichtigkeit gefällt worden. berg hatte nämlich schon vor einigen Jahren einen jungen Pre- diger, Namens Wisby, der in einer von ihm hcrauSgegebenen Rede einige Säße der Augsburgischen Konfession angefochten hatte, als ehrlosen Meineidigen und falschen Lehrer vcrkekzert, so daß es dem Lehrern von der Dänischen Kanzlei auferlegt wurde, sich durch eine gerichtliche Belangung des Injurianten zu recht- fertigen. Das Ober-Gericht erklärte sich für inkompetent, die Rea- der Sache zu beurtheilen, destoweniger die beiderseitigen kränkendcn Acußerungen, und verurtheilte im höchsten Grade das-höchste Gericht appellirt, und nun hat dieses sich erstens für kompetent erklärt, über die AUSdehmmg der Lehrfreiheic und das Verständniß des Prediger-C'ides zu entscheiden, und zugleich durch Verurtheilung des Herrn Lindberg, und die einseitige Mortification der von ihm gebrauchten ehrenrührigen Beschuldi- gungen an den Tag gelegt, daß nicht jede ins Augsburgiscl)e Symbolum aufgenommene Satzung für die Dänische Geistlich- keit bindend isi.
An einem der leßten Abende brach in einem Pulvermaga- zin des“ Friederichswerker Raketen-Corps ein Feuer axis; durch die höchst rühmenswerthe Geistesgegenwarc und Kühnheic der Arbeiter wardxaber alles Pulver aus dem brennenden Hause gerettet, und so die Verheerung verhindert, womit dieser Un- glücksfall so augenscheinlich drohte.
Deutschland. Dresden, 17. Juni. Die zweite Kammer ging in ih- rer Silzung vom Lijßen v. M. zur Berathung über das Ein- nahme-Budgerüber. Dcr Staats-VJTinisier v. Zeschau nahm zuerst das Wort, um sich im Allgemeinen darüber aUSzusprechen, wie es in der Absicht und dem Wunsche der Regierung liege, die Staats-Bedürfnisse auf solche Weise aufzubringen, daß mög- lichst gleiche Prinzipien und (Grundsätze dabei angewendet wür- den. Insbesondere, bemerkte er, werde die Regierung ihre Auf- merksamkeit darauf richten, daß die Verwaltung der Regalien und Domainen auf eine möglichst zweckmäßige, sichere und ein- Auch“glaube er aus1*preci)en zu können, Zeit seit
festzusekzenden Tari Bedingung ertheilt, ten für die gleiche Wegstrecke nach dem Durchschnitts- des nicht übersteigen, sollen die Worte: „nachdea ihres gegenwärtigen Standes“ weggelaffn ingang des Entwurfs soll da, wo vond- Richtung des Kanals die Rede ist, mehr allgemein in derA werden, daß der Kanal seine Richtung „von der Dona , llheim im Thale der Altmühl und der Sulz nach N11 markt, von da nach Nürnberg und durch das Regnikzthal 1111 Bamberg“ nehmen wird. Der ZWedk dieser lehren Modificano dem Bau-Unternehmer in der Anlage und Richlun den Verhältnissen entsprechendto.
olland angekommen, um die mortificirte aber nichts-
Gcldbuße- gegenwärtigenStan Durchschnitts-Pre' 3) der L
befremdende Kammer ist.
Allein die erlangen zu genehmi- allerdings ihre Civil-Administration, allein die Garnison und die Kosten der Straf-Kolonie fallen England zur Last und betragen 162,000 Pfd. jährlich. Die Ko- lonisten erklären zwar, daß sie damit nichts zu thun haben, daß die Sträflinge nicht im Interesse der Kolonie, sondern-in dem von England, auSgeschickt werden,. und daß fie daher die Kosten derselben nicht zu tragen haben. Allein auf der andern Seite sind die Sträflinge den Kolonisten von unberechenbarem Vor- theil; sie liefern ihnen über 20,000 Arbeiter, denen fie nichts als ihre Nahrung zu bezahlen haben, was bei dem Ueberflusse von Land und Lebensmitteln in gar keinen Betracht“ kommt, während in einem so dünn bewohnten Lande als Neu-Süd- -Wales Arbeiter nur zu sehr hohen Preisen gefunden werden- Der Lohn eines freien Handwerkers in Sidney be- trägt 100 Pfd. Sc. jährlich,“ und der eines Hirten oder Acker- knechts 20-30 im Innern, so daß man den Vortheil, den die Kolonisten von der Straf-Kolonie ziehen , zu nicht weniger als 675800000 Pfd. Stekl. jährlich anschlagen kann. nimmt in Folge der Maßregeln, welche das Gouvernement ge- at, die Zahl der freien Einwanderer so schnell zu, daß f-Kolonie bald eine völlige Nebensache werden und Neu- Süd-Wales eine Administration erhalten muß, wie die der übri- pt-Maßregel, welche zu dieser Vermeh- führt, ist eine Ordonnanz, nach der wei Jahren kein and mehr unentgeltlich von dem Lokal- t hergegeben Werden darf , sondern alles zu verge- bende Land in öffentlicher Auction und nie, unter 5 Shill. per Acre verkauft iverden muß. Der Ertrag dieses Verkaufs wird 11 verwendet, freie Auswanderer iiach der Kolo- die Regierung schießt ihnendazu 20 Pfd. St. ihrer Ankunft in' der Kolonie in monatli- Die Zahl der im leßten Jahre ersonen betrug 1530, und wird im [an- und da ein Theil derselben
so muß sich der
n aben. . h geht dahin, des Kanals einen freieren,
Spielraum zu lassen.
München, 14. Juni. estern Abends vom Schlosse Am Dorinersag Abends, nach Ankunft Sr. I)? Minister-Konferenz bei Sr. Durchl. dem Herrn Feldmarcb
Königl. Bayerische Gesandte am BW desmge, Herr von Mieg, wird künftige Woche von dem beer '. inisier-Kongresse aus Wien zu München erwartet. duard von Altenburg Und der Graf Sapok“
ourier nach Griechew München angekW
eneigt, dieses
Se. OJKajestäc der „König kam Berg in die Residenz zurück. „
Fürsten von Wrede. Se. Excellenz der
digren 9)? Der Prinz E (welcher Letzterer vor zwei Monaten als C [cmd abqegangen war) sind gestern Nacht in Die Briefe, welche zugleich mit ihnen eintraf Griechenland genoß fortdauernde ge Angelegenheiten, Wkk „ selbst ausgebildet ha-tteü influß auf den Gang der öffentllch Dinge. Der Prozeß gegen die wegen Hochverraths Angeklägl ussagen der Zeugen ließen über ck so daß man ihrer Verurtheilung entg Wirkung ziir Bese Dcr Expedition_1 Art von Regierungs-
bis zum 20. “Mai. die abweichenden Ansichten über wichti „ im Schoße der Regentschaft ULÖUIMÄ äußerten keinen merkbaren E
fache Weise stattfinde.
Verfassungs - Urkunde verschiedene Zweige der Verwaltung verbessert worden sehen. Was die direkten Steuern anbetreffe, so sey vielfach die Aeuße- rung ausgewrochen worden, daß sie unverhältnißmäßig hoch sehen und die Erhebungen, Welche in andern Staaten siatrfänden, über- Er glaube deshalb, es werde nicht uninteressant seyn, wenn er in Berg auf mehrere Deutsche Staaten das Ver- häitniß angebe, in welchem dort die direkten-Stcuern zu dem gejammten Staats-C'inkdmmen ständen, Diese Mittheilung Werde- ergeben, daß allerdings“ die Steuern in Sachsen sich etwas höher herausstellten; es liege dies aber in einem Umstande, der früheren Zeiten ange- im Verhältniß zu der: mei- Staaten das Vorhandenseyn an Domainen Was'«11un das Verhältniß
war im Gange, Und die A Schuld wenig Zweifel übrig, gen sehen kann, von welcher eine heilsame grmg der öffentlichen Ruhe erwartet wird. gen die Mainoten war eine vorausgegangen, bestehend aus dem'Herrn O. L. von einem mckitairischen Detaschement, mit dem Auftrage, die “" fen-Häuptlinge jener Gebirge zur Unterwerfung , z ihrer Waffen und Demolirung ihrer Burgen odcr zufordern und, im Falle ihrer Weigerung daß man Gewalt gegen sie brauchen würde. _ Sr. Majestät des Königs Otto war fortdauernd gend, und Liebe und Zutrauen der Nation zu ihrem M fich fortdauernd gleich.
Die (jüngst erwähnten) Streitigkeiten zwischen der National-Garde und dem Militair durch ein neuestes, auf die Vorstellung des hiesigen ier-Corps' erlassenes Reskript dahin geschlichtet, eiten der Militair-Wachen und Posten dem Offizier die militairische Ehre nach seiner Charge erwiese dcn muß, derselbe mag nun an der Spitze von Bürger-S ten oder einzeln vorüber passiren.
Sicherem Vernehmen nach, unternimmt Herr Profe res eine Erwiederung auf die neueste Schrift von la ') „Worte eines Gläubigen.“
gen Kolonieen. Die Hau rung der Auswanderun
Gouvernemen ur Ableguni
Thürme an , ihnen an
ausschließlich daz nie zu sch7cken;
vor, welche sie nach _ chen Raten zurückbe ahlen müssen. so ausgeschickten fenden mehr nothwendig
Fonds, der zum
im Ver1eich u . g 3 sehr befriedi-
nämlich darin, » ' * sien Deutschen “sum 1834 im Königreiche Sachsen gering sey, der Domainen in anderen Staaten anbetreffe, so ergebe sich, daß im Oesterreichischen Staate „'; der gesammten Staats-Einkünfce die Domainen abwerfen, in Preußen 4, in Bayern Z, in Würt- temberg &, in Baden &, in Kurhessen bedeutende Domainen sehen, noch in einem höheren Verhältnisse als in Baden, in Sachsen aber schwanke dasVerhältniß zwi-' schen »"..- und ck. In Hinsicht dcr (»Vrund-Sceuer sey das Vcrhäirniß in Oesterreich zu „“„ in Preußen zu Z, excl. der KlassewSteuer, welche zum Theil wohl den Grund-Steuern beizuzählen seyn'möchte, in
als 2000 betragen, wegen der Ho
Land in der Kolonie ankaufc, Ausschidken neuer Ansiedler bestimmt ist, in ei- ner rasch steigenden Progresion vermehren, und die Kolonie, evölkerung erhält, gewinnt dabei nicht weniger als England, das fich auf diese Art ohne Kosten eines Theils seiner überflüssigen Bevölkerung entledigt, während sich das Bedürfnis; Englischer Waaren in der Kolonie in _einer noch weit größern Proportion erhebt, indem jeder Bewohner der- selben wenigstens für 10 Pfd. St. Englische Waaren jährlich „In demsxlben Maße daher, als für England die U
n Präsident. , , daß von "" welche dadurch eme fleißige an von S zu Homburg. in Hannover, wo sehr
verbraucht.
!
erstreckende Brand des Dachauer Torf- obschon aus den nächüen Land- 800 Arbeiter aufgeboten sind, die vor Rauch fast cr- Ait Manchen Stellen brennt das Feuer 8 Schuh tief n Wasssraräben fort, die man über das Moos Bederttetide Feuersbrünste folgen sich seit ei- “ner Woche fax? täzilich in den nahen Dörfern. cer, sondern auch ganze Ortschaften wurden ein Raub Dieses beunruhigt das Pudlikum, welches auf “das Dascwn eincr »))?drdbrcnner;,Bande schließen will.
Wie berichtet wird, so sind in Folge der schnellen Erhöhung der Brod-Prciie in einigen Alt:Banerischen Markcfiecken unru- hige Austritte vorgefallen, wobei Gewaltthäiigkeiten gegen Bäk- ker :c. verübt wurdcn. _
Sthkaat't“, 16. Juni. Der Miniüer drr ailswärtigen “Anaelegenbeiken, Graf v. Beroldingen, wird bis nächsten Don- *aa von Wien hier zurück erwartet. '
Von Großherzogléck) Hessischer Seite ist ais Statioiis-Cdn- trolleur zu dem Hairpr-Zoii-Limte in Heilbronn errmnmc der Zoll- anpekror Rdizcl, bwher in ähnlicher Eigenschaft in Hanau.
Des (d)"roßherzdgs Königl. Hoheit ach111itcag naeh Baden abgereist, von wo aus .Der-- Übermorgen nini) Rippoltsau
Folge hätte haben können, machte daß der Geheime Rath, stein, vom Greßherzoge schon seit längerer Zeit zum [cbendlänqlichen Mitglieds der erscen Kammer ernannt, 11er Ger."in_qniß:Sirafe verarrheilc worden ich und ()'0 der Verfassungs-Urkunde 11115 der Die Sache verhält sich, wie man aus guter O.Uelle vernimmt, wie folgt: Im Jahre 1811 schon hatte fick) Freiherr von Breidensrein, ein wegen seiner Kenntnisse so- wohl, als wegen seincsCharakters allgemein gerichteter und ann, in einem Schreiben an einen Schulzen Beisteueruug des Adels :c. Dies gab Veranlassung zur Klage und vermuthrtc;
ur Sprache gebracht wurde,
Er war selbst einer der ihr";-
In diesem Simir war aueh,
Der hrutige Geburtstag unseres LMdesfÜrstcn wurde durch Gottesdienst, festliche Parade der hiesigen Garnison, und ein Mittagsmahl von “200 Gedecken, ausschließlich für die Beamte, Offiziere und einige Honoratio- . ren der anwesenden Badegäste in dem zu dieser Feier festlich Ixschmückcen Kursale, gehalten, wobei unter dem Donner, der Kanonen Sr. Durchl. dem Herzogs ein passender Toast ausge.- bkacht wurdc. -- Die Zahl der anwesenden „Badegäste beträgt _bereits an Zweitausend. Unsere Stadt gewinnt durch 1chöne neue Bauten und durch Erweiterung von neuen A11lagrn und sorgfäitige Unterhaltung der bestehenden täglich mehr em An- nehmlichkeit und Bequemlichkeir, was die zahlreichen Kurgäste dankbar anerkennen.
*- » Frankfurt a. “M., 17.Ju11i. _ _Bekanntinachunq, welche der Verein zur Unterstiiizung der m 'der Schlacht bei Belle-“leliance invalid gewordenen Deucschen Krieger fiir den morgenden Tag vorbereitet hat:
„Der unterzeichnete Verein bringt zur öffentlichen Kenntniß, daß er, dem Sinne seiner Stiftung gemäß, beschlossen hat, heute, ".'n Jahrestage VU“ Sch1ücht dei Bcllr-Alliance (18. Juni 1815), eine Vertheilung von Srchs Hundert Dreißig Guldrn oder 300 Rthlr. Preuß. "Cour. eintreten zu lasen. deren Namen unten verzeichnet sind, erhalten jeder 211Rtylr Preuß. Cour. als Unterüüßung für 18321.
Frankfurt a. M., den 18. DW znr Unreküülzung in der Sä,)lacht bei BeUe--Al1iance invalid
gewordéner Deutscher Krieger hiersclvsi bestehende Verein.
„ . St. George, Pfarrer Bohn, Dom-Kayitular. Oder:.fyofpredigcr Breidenftcin Georg Brentano-Laroche. Konsiüoriar-Raih.
ck Vrrtheilungfirr1831. » «Whann Schulz, Christoph Schulz, Friedr. Lehmann, Peter & Jünfcbi'id/ August Sattlkr, Fol). Fischer, Georg Schtl-cich'- HU" mann Backhaus, Idi) Hriske, Georg Schulz, Karl Methscffel- Aug. Schönfeld, Aug. Schulz, Fr. Siemon, Daniel Sieper, 'Martm Steinecke, Fr. Schmidt/ Fr. Strahl.“
Alexander
Nicht nur ein-
den Verhandlungen zu folgen.
hohe PforteSergangen.
Berlin, 20. Juni.
von dort zu:
ein IITahl anzunehmen.
Folgeridcs ist die
voll angenommrn.
Achtzehn Invaliden,
schaften bis nach Danzig
Bernus. viele Tansende von FU)?»
1)1*.Kirchner,
mahlin, die . und zu begrr yzen.
695
Oefte'rreich.
Wien, 9. Juni. (Allgemeine Zeitung.) Der Gros;- herzdgl. Badische Minisier bei der Cidqenoffenschaft, Herr von Dusch, welcher dem Herrn von Reitzenstein hier beigegeben war, isi nach Zürich zurückgekehrt, um dem Vororte im Namen der (m die Schweiz gränzcnden Denischen Staaten Eröffnungen zu machen und, wie verlautet, eine Note zu Übergeben, Welche wohl als ihr Ultimatum zu betrachten ist. von Dusch unwirksam bliebe, sollen Coörciriv-Maszregcln eintreten. Die Schweizer-Regierungen müßten aber ihre Zutercffen schlecht beherziqcn, 11.111111 sie es so weir kommen ließen. ohne sich der andnseqnenz i;iox;z1i!“ielle11, leicht alle Klagen besei- tigen, wenn sie m:r' offen, ohne Ri'tcki)alc handeln Wollten. - Herr von GUaita, welcher in eigenen Aufträgen der Stadt Frankfurt hierher geschick: wm", ist nun wwder dahin zurückgereisk. Er wird seine Kommitremren Wohl am besten Über den Gang der hiesigen Konferenzen belehren können, da er Gelegenheit hatte, Er muß sich von den wohlmei- nenden Gesinnungen der hier versammelten Minister, so wie davon Überzeugt haben, das; man individuellen Interessen, inso- fern fie nicht ans .M'ofien der Gesammtheic exploitirt werden, keinesweqs zu nahe zu treten dachw, das; aber sich im Schdße der Konferenz unvorhohlen das aufrichtigiie Bestreben kund char, dcm „Bunde sd vxel möglich Kraft zu verleihen, Was denn doc!) 11111" durch die genaueste Beachtung der QundesBcrhäétxiffe ge- schehen kann und geschehen wird. ' Ü r k e i.
» - Konsiantindpel, 27. Mai. Das vor Kur em ein- getretene neue Jahr der Hedschra (1250) haben die Turkisckwn Schöngeisrer nach alter Siice mic Glückwünschenin Prosa und Versen begriißt, die natiirlich den Sillian zum Hauptgegensand haben. Die Türkische Zeitung Tckwimi Weké-ji (Tageblatt der Ereignisse) citirt in ihrer so eben erschienenen Z.;sten Num- mer mehrere mit einer Art von kabhalisrischer Kunst aus dem neuen Damm herauskalkulirte Sprüche, weiche sämmtlich fromme Wünsche enthalten, z. B. von drm Dichter "Liini Efendi: „Nach Wort und Deutung sprech ich aus des „Jahres Zahl; Zwölfhrm- dertfunfzig ist ein frohes Festrsmahl.“ ' „Punktirt und pUnkclos (d. h. mit und ohne die diakritischen Punkte der Bitchkiaden) gebe ich zweiZahreSzahlen an; in jedem „Jahr sev froh und glücklich unser Chan!“ Lebii'» Efendi [aiich „Dem Schah O)?ahmrtd bring Freud' und (Bliick dies neue Jahr:,“ der des »))?Uderris RifetEfendi: „Glück“ bringe PTahmud Chan ein jedes Jahr!“ Abdurrahman Efendi aus Bagdad braihce Folgendes heraus: eine Gliicks-C'pdche;“ Talib Efendi, einer der Srcretaire des Di- wans': „Dem Schah Mahmud gesegne Gott dies Jahr;“ ein Anderer wieder: „Gott mache dieses" Jahr zum glücklichsten dem Schah u. s. w. »))?ahmud könnte beinahe von sich sagen: „Ich esse Luft, mitWünschen vollgestopft.“- Die obengedachte Zei- tung enthält ferner folgenden Artikel in Bezug auf die gegen dieZn- selSamos genommenen (bereits erwähnten) kriegerischen932aßregeln : „Wie allbereits in der 49jien Nummer dieser Zeitung gemeldet worden, hatte es der Hohen Pforte gefallen, den Rajas drr Zn- sel Sisam (Samos) eine geziemende und wohlchätige Verfas- sung zu geben, und Istiftaki BU) war zum Bey der erwähn- ten Insel ernannt und bestätigt worden, sagten Rams jeder Zeit der erhabenen Pforte in unterchänigem Gehorsam ngcwendet sich zeigten, so haben doch der Logufti (Logothct) dieser Insel und einige Andere7 aus der Klasse der Volkshäupter, vor einigen “Jahren zum. Verderben der' Unter- würfigen und Armen, und zur Beraubung des Besitzthums der schwächeren Naias sich verbündet. bereirn dieser Leute, kein erhebiicher Schaden geschehe, deszzlei- chen, damit auch die schwächeren Bewohner vom Gehorsam nicht abständen und abgeschreckt Werden möchten, ist Vorstellung, Hiil- febegehr und Aufforderung zu Dämpfung des Aufruhrs an die Auch die Gesandtschaften der drei Mächte England, Frankreich und Rrißland haben dem Großherrlichen Willen ihre Zunimmunq gegeben. in die Schranken des Gehorsams zurückzubringen, isr Hassan Bey mit den zur Groi'zherrlichen Flotte gehörigen Kapudan- Schiffen, deren Zahl bekannt 1:2“, als“ Bess lshader dorthin abge- schickt Werden.“
INLAND.
Ueber die- Lfnwrsenheic „HH. des Kronprinzen und der Kronprinzessin in Danzig, geht uns nunmehr auf direktem Wege folgende *))?ittheilung „Unsere Stadt und deren Umgeqcnd ist seit dem 11ten d. M. durch die beglückeride Anwesenheit Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen und Ihrer Königl. Hoheit der Frau Kronprinzessin in die lebhaftesre Freude versetze wvrden. KK. HH. wurden an dem gedachten Tage Nachmitta-„xs auf Höchstihrer Reise umi) Sr. Petersbarg, an der Gränze von Westpreußen, von den Deputirien des Neustädtischcn Kreises an einer geschmückten Ehrenpforte empfangen, und geruhcen, in dem dazu erbauten und zweckmäßig eingcrichteten Laubgezelte Cin Depittirter der Königlichen Regie-* rung zu Danzig hatte die Ehre, den hohen Reisenden eine. Reise- karre zu Überreichcn, an welcher der 11121151." Weg durck) den Danziqcr Rrgierungs-Bezirk mit den Umgebungen auf 2 bis .; *))?eiien hin verzeichnet, aiich die ndchigcn Andeucimgen Über die Verhältniffe Und OMrkwürdigkciten der cinzrinen Orte genau angegeben wa- ren. In allen Orcsckmfren, diirch welche die höchsten Herrschaf- ten fuhren, Waren Ehrenpfdrckn errichtet, an welchen die Schni- „Jugend unter Anführuiiq ihrer Lehrer Blumen srreuten. Neustadt nahm „Ihre Kdniiil, Hoheit die Kronprinzessin einiqe der Ihr dargebrachten Kränze freumdlich an. wurde der Prinzessin" ein Kranz 11011 „Bernstein Und Muscheln, beides, wie die See es“ dort ans Land spült"; Überreicht und hnld- Zn Oliva, beim Eintritt in den Danziger Land-Kreis, empfingen zwölf festhii) zxeklridcre *))?ädchen, Töchter arrwohnender Gutsvesikzer, das hohe Paar mit einer geeigneten Anrede, und Übrrrrichcen ein Gedicht. Garde von Olivaer Bürgern und Landleuten erhielt die Erlaub- niß, unmittelbar dem Reiscwagrn zu folgen und die hohen Herr; u geleiten. Hunderte von Wagen und "gern füllten den Mex; von Oliva bis zur Stadt und Überall ertönte ein frohes Hurrah von den Zu- schauern, die eim? 11111111tcrdrdche11e Griffe bis 1: den Thoren dil- Zum Theil aus weicrrKerne Waren eilt, um den geliebten Königsiohn, so wie seine erlauchte Ge- um ersten *))?axe dirsc Gegenden besucht, zu sehen Zu der Stadr und Vorstadt waren auf dem Wege der hohen Reisenden alle Häuser vom obersten Giebel bis zu den Beischlägen (aus Sandkicin gefertigte Vorbauten der
mit frischen Blumenkränzen geschmückt. mit den Preußischen und Auf der Vorstadt neben dem geschichtlich Üßen-Corps in Parade Zu beiden Seiten der Schiffe des Kaufmanns n verziert und bis in die besetzt. Gegen
Häuser mit Bänken) Von vielen Giebeln wehren Flaggen Bayerischcn Farben. denkwürdigen Hagelsberge war das Sch mir seinen schönen Fahnen aufgestellt. grünen „Brücke [agen ZWei dreimaskigc Panizer, jedes mit mehr als 100Flagge Spitzen der Masten von festlich gekl 7 Uhr Abends verkündete der laute sammelten Menge die Ankunft des gefe nun langsam die Straßen durchfuhr und übera chen der Freuoe und Huldigung mit herablassc ments-Hause, welches hohen Reisenden und des Gefolsrs hatte einrichten laffen, empfingen 24 weißgekieidete und "Er Schleifen geschmückte Jungfrauen Zz)- KK. HF). und Üderrcichten ein Gedichc, das von «';. K 5 der Frau Kronprinzessin wohlwollend aufgcn Ober-Präsdenc der Provinz Preußen, Herr von S kommandirende General, Herr von Naßmer, der Regie Präsident Rothe, die Deputirce angesehene Personen, worunter der Herr land und der Bischof von Kulm, begrüßten die hohen Reisenden, Welche mehrere Abend zu sich einladen. Admiral der Kaiser[. Russischen Fidtien, Tags zuvor auf dem Dampfboote n Fahrwasser eingetroffen war en Monarchen den Auftrag hat, von H. und Hdchsidero Gefolge nach P?- - Am 121en Morgens hatten die Waisenhauses das Glück“, die Lehrer s dem erlauchten Fürsten- Die Kronprinzessin erkundiqte d unterhielt sich mit Von 9 bis 10 Uhr der Frau KWP.- Gegenwart beehrt wurde. und Civil-Behörden, so wie Depri- die Konsuln von Rußland, Oesterreich, GWF;- britanien, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Belgien 11. s. w. von ZZ. KK. HH. erhabene Personen unterhielten sich sehr Anwesenden und nahmen die Einladungen für den 12cen zu einem 1116 1131153111 im Arrushdfe Seitens der Stadt und zum 1311er: zu einem Feste auf zwei dazu eingericht Kaufmannschaft an.
cideten Matrosen “ubelruf der vor den Thoren ver- irrten Fürsten-Paares,welches [1 die lauten Zei; nder Freundlich,- die Stadt-
Falls die Mission des-Herrn
Sie könnten, keit aufnahm. Jm Gouverne Kommune zur Aufnahme der
schwarzen und blauen
ommen wurde. chdn, der
n der Stadt und viele andere Fürstbischof von Erm- darauf ehrerbietixzsc Arrivesenden für den befand sick) auch der FÜR?
Unter ihnen welcher, nach
JJTenzikoff, einer dricrehalbcägigen Fahrt, „Zschora“ von St. P und von seinem erhaben ONemel aus“ JZ. KK. H tersburg hinüber zu führen. Vorsteher des Kinder- und und 150 der Zöglinge ihres Institut paare vorstellen zu dürfen. sich nach den Verhältnissen der Anstalt un mehreren Kindern anf das“ Herablassendste. war große Parade, welche auch von I. K. H. prinzessin mit Höchstihrcr Uhr wurden die tirre der Ritterschaft,
etersburg i
“Militair- Ferner von demselben
zur Cour vorgelassen.
Der Spruch des huldreich fast mit allen
eren Schiffen im Ha-_ Als der Vorsteher der
fen Seitens der _ mmerzien ; Rath Heidfeld,
Aeltesien der Kaufmannschaft, Ko bei dieser Einladung bedauerte, daß die Anwesenheit der Kaiserl. Russischen Schiffe die Kaufmannsch_a Glückes berauben würde, die höchsten Herrich Schaluppe in die See zu führen, sagte Se. Königl. H „Nein, nein, wir fahren mit Ihnen, seyn, in einem Hafen der Staaten mei- Schiffe der Unterthemen Sr. Max'. Um 2 Uhr fuh- wo Höchsrdieselbrn Ermland empfan-
„Dirs neue Jahr ist
fc wahrscheinlich des afcen auf der Hafen-
Kronprinz: Es würde für mich nur verletzend nes Vaters nicht auf einem des Königs eine Lustreise machen zu können,“ ren Ihre Königliche Hoheiten nach Oliva,
Sr. Durchlaucht dem Fürstbischof von Zu bedauern war es, daß an diesem Tage
Wetter nicht so günstig war,
Fürst von Neuem festlich hatte sci) Zeit lang genossen werden konnte.
fest, das die Stadt im 'Lirtushdfe vera chern außer dem hohen Fr'irsten-Paare auch * Ihre Königliche Hoheit die Frau Kronprmz.1sm der Stadt vdrsthen, unterhielt sah mit ihnen huldvoll, und eröffnete hiernächsc den Ball mit dem Ober-Bürgcrmeister, Geh. Regierungs-Rhth von Weickhmaim, dessen Gemahlin die Ehre harre, mir des Kronprinzen Köni-Y. Ihre König!. Hoheit die Frau Kronprinzessin Hoheit der Kronprinz _(32'11011
Obgleich nun die be- als Tages zuvor,
dem Karlöberge, tm'tek'en lassen, nur eine kurze Um so schöner war das Abend- nsialtet hatte, Und zu wei- Damic nun durch die Räu- der Prinz Adalbert sich einfand. ließ sich mehrere" Frauen
Hoheit zu tanzen. „ verließ um 1111171“, Se. „Königl. “1:2 Uhr die Versammlung. - Am [Iten Mordens hatten die Vor- steher drs Spend,- und Waisenhauses das Giüek, die Lehrer und 140 der Zöglinge ihrer Anstalt der Kronprinzessin vorzustellcn. AW) hier erwwsen sich J. K. „H. auf die gewohnte huldvolie Weise. Um halb 10 Uhr grruhte Se. K. H. der Kronprinz, der Grund: legung drs Gymnasial-Gebäudes, zit dessen Neudau Sc. ONcijesrät der König 10,000 Rthlr. aus Weisen geruht
Um nun die besagte Insel
Ihrer Chatdulle anzu- dazu bcsrimmre war durch die angestrengten Arbeiten der BaU-Be- Tage vorher zu diesem Behufe vorhe- reitct und angemessene Einrichtungen Waren getroffen worden, um die Feier auf eine würdige Weise begehen zu kdnnrn. Nack) „Loher den Herrn, den mächtigen :c.“ hielt der Konsistorial-Rath, Pastor Brcsier, eine der Feier entsprechende Rede, worauf Se. Königl. Hoheit der Kronprinz den mit einer goldenen und silbernen Kapsei gefüilten Grundstein ci Hdchsrdicsciben schlugen mit 3 Schlägen d sprachen: „Diesen Bau segne Gott!“ Worauf der Ober-Bürgermcisicr Seiner »))?ajesräc dem Könige ein Lebehocl) brachte, dem ein tausendfachex; Hurrah folgte. Ein zweites Lebehoch, gleichfalls von , ausgebrachr, galt dem Kronprinzen, woran S. K“. „19. 111111) addr- maligen 3 Schlägen mit dem Ferimer der Stadt Danzig ein Nach dem Liede: „917.111 „danket alle dec“ drückte der Direktor des (anmasiums noch im Namen der An- stalt den Dank derselben (11:5, und der Prinz ließ sich 11: Lehrer der Ansxalc vorstellen. ** KK. HH. besichtigten darauf die Pfarrkirche, di Kirche und die neuen Kasernen auf dem Bischofsderge. tags War bei Sr. K. H. dem Kronprinzen große Tafel, zu wel- cher, außer mehreren angesehener: Militair- und Civil-Beamrcn, auck) die beiden Bischöfe und mehrere Kaufleute mit ihren Frauon Gegen 5 Uhr trafen die Ihrem Empfange verbundenen Schiffen Neufahrwasser Das ganze *))?eeresrilfer war _von Wagen und Men; schen bedeckc. Ein lauter Jubelruf bezeichnete die Ankunft. Auch hier umrrhielten sich beide hohen Herrjckwfcen mit Vielen der 'Lsnwcsrnden und sahen der Versenkung eines vom Stapel lau- fenden großen Faschinen-Stiicks an der nördlickwn Mole des Ha- frns, welche aus großen Feldsteinen crimuc wird,“ u. Dcr Re- gierungs-Baurath Petersen hatte die Ehre, 1" afetis zn Überreichen und zu erläutern.
e. Königl. Hoheit der Kronprinz mit dem Schiffs-Capjmm Claaßen, welcher auf dem Schiffe „J)?ariatma“ vor 8 ').)?onatcn mir 150 Polen nach Amerika abgegangen war, aber in Ports- mouth seine unruhigen Passagiere hatte entlassen müssen. Nach
ZJ- KK- beizuwohnen.
(1111th schon einige
dem Liede:
aenhändig schloß"; und vermauerte. auf den Grundstein un
dcm Ober-Bürgrrmeixicr
Lebehoch brachten.
Hiernnr 1.111de diese “Feier.
Zn Koliebken
höchsren HTW“ fcliklich qc- sihmückten und *
C'ine berittene Ehrcn- „ Union“
au-Pian des
andleuce herbeige- Lange unterhielt sich