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Die herabs'tärzenden Wasserfiuthen überschwemmten in wenigen Au- Ienblicken die tiefer liegenden Striche s o, daß Fuhrleute, die von densel-
en überraschtwurden, nur mit genauerRoth mit ihren Pferden und WagenHöhen erreichen und sich vom Untergangs retten konnten. In Melchendorf stand das Wasser in den Häusern 4 bis 6 Fuß hoch und richtete große Verwüstungen an. Der Wasserstrom, welcher von dort herab bei dem hiesigen Schmidtstedter Thore ankam, führte ertrunkene Schafe, Baumstämme und andere Geqenstände [ mit sich, überfluthete und verschlämmte, da der Abfiuß-Kanal die . 81 8 11 111 8 11 Wassertnasse nicht zu fassen vermochte, einen Theil der skädtisxhcn ' 1,1;"153 13111618" Flur, und vernichtete auch hier die Hoffnung manches thättgen y,: 1131111121111le 1'1". [Zug]. 0111. 30.
742 8 1111. 1101110 764. ZZ 171. sig. _.
Trauerspiel in 5 Abth., von E. Rauyacf). (“Hr. Görner, W111
Großherzoglichen Hoftheater u Strelikz: Osfip, als Gastrolle.) Donnerstag, 3. Juli. 111 Schauspielhause: Zum ersten,
male wiederholt: Pietro Metastasio, historisches Drama in 4 Aus:
zügen, frei nach dem Ztaliäniscben des Federici, von C. Blum .;, „__.
95. -. 5"
(701018 37. „41183. 8111111. 801111111. WZ.
1301111101“ 130180. ])011 1. .)11111834.
Amt]. 170111111- 111111 (7-0111-(30u1'8-20tt0]. “"W“/„1. Faux.) . ckck 0“. SF,] „HANSA.
99§ (:*-10111112. 1,011. 110. 1021 081111“. kfauäbr. 100F 90111111. 110.
[(ur- 11. Raum. 110.
Allgétneine
11110100 e t a 015 = Z ei 1 11 n g.
Hierauf: Die Damen unter fich, Lustspiel in 1 Akt, von M _- .;"!
Königstädtisches Theater. Mittwoch, 2. Juli. Der böse Geist Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt, Zauberposse mit Gesang in „- Akten, von Z. Nestroy; “..?usik von A. Müller.
Donnerstag den Ike" Juli
„1 1834.
Berlin, 1067. .
1061
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7.1 4,34 “1
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und fleißigen „Bürgers auf eine gesegnete Aerndte.“
l'räm. 8011118001].
Meteorologische Beobachtung. Abends Nach einmaliger Beobachtung.
1834.
Morgens |Nachmitt. | 30. Juni.
6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr.
Luftdruck. . 338,9 1'"Par. 338,2 ?*"Par. 338,1 4'"Par. Luftwärme 10,0 “N. 16,4 “R. 12,0 “ Tbauvunkt 8,7 "N. 7, 1 " R. 8,1- “ Dunftsättg. 90 M 48 _pCt. 77 1101. Wetter. . . , trübe. hetter. trube. Wind ..... W. W. 28.
Wolkenzuzz _ W. _
11el1wärn1e 7,5 " M. Y" Flußwéirme 10,5 "N. Bodenwärme 13,0 “N. Ausdünst. 0,1 d 2 *“ 30.1 Niederschlag 0, 0 1 1 "Nh.
[Turm. 0111. 111. 1. () Kaum.1nt.§011. 110. 1101“). Jtaät - 0111. königsb. 110.
111111111175. 110.
[1811-".', (10. 111 "111.“ 1170110111". 1301111111111.
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11113110111200 3013011. 3111810100111. 26. 311111.
Xieäökk. 1711-11]. 801111111 5177 5Z «10. 96T. 8115150801210 801111111 --
111111212111. “221,1- ZZF 738. KUFI.
71011811. 171111111011 - 801101110 -. J 11.11. 70“. 30 47“.
]1 7 v 7-1711111111111"! 11. dh. 28, .111111.
()EßtSl'l'. IZ 11101111]. 1007Y. 100,3.
1Z 2371. 111" 811111ch - .41'11011 1549.
[40086 211 100 ["]. 209;. 81'.
[10080 66. 65Z. 1'101188. ['1'11'111.-§01101111* 57,7 57:1.
94T. JJ 8111111. 1101110 “.“]Z. 7111. 1'3118, 25. .]11111,
IF 1101110 111". 00111111. 100. 30, 1111 00111“. 100, 215.
HF 4111011. MJ.
1547.
78. -. 1111 00111“. 78. 31. 51?- R03]). 111“. 00111111. -. «. 1111 00111. 1
Bekanntmachungen.
A u s z u g.
Alle diejenigen, welche gn die zur von der Lancken- Lanckc-nschen Debitmaffe b1sher gehöreyden, guf Jas- mund resp. im Sagarder und Bobbmxr Ft'trchsptele belegenen, gegenwärtig verkauften Allodtqlguter Dub- m'ß, Blieschow und Bernow auß 1rge11d emxm Rechts- grunde, insbesondere aus der Zett der aber dteselben be- uandenen Curatel Verwaltung Forderungen 11111an- sprüche haben, findzu deren Anmeldung und Beglaubtgung in einem der dazu auf den 1. und 18. Iu11_und den 5. Auguß d. I., M. 10 Uhr,_vor dem Komgl. Hof.- geréxbt anßehenden Termine be1 Strafe der_durch den am 25. Augufk d. I. zu erlassende_n Abschtxd zu er- kennenden Präclufion, geladetx, Re 31- 06115 des von der Lancken-Lancken che_n Debttwesens bekannten von der Lancken chen Gl ubtger, in deren Namen der Ver- kauf der Guter abgesch1offen worden, von der Anmel- dung ihrer Forderungen 1edoch entbunden, _ welches mit Bezug auf die den Stralümdtscheq Zettungen 111 extensa) inserirten 1119111111111» auch hterdurch zur Öffentlichen Kunde ebrachc w1rd. _
Datum Greifswal , den 4._ um 1834.
Königl- Preuß. Hofgext e von Pommern
und Rugen._ V- MPU“, 131110103.
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EdictalÖVortladwung. “a ol end enannte ocumen e_, a : _ _ _ N1Pfei§e Astertigung dxs Gertchtsmann Chrtfimn Lanaeschen Erbvergletchs vom 27. September 01 00111". den 9. November 1819 nebst Hypotheken- schein vom 10. Jul: 1820 „vox! dxm Ftschexgute Nr. 10 zu Alc-Tornow, guxctg fur dte thtwe Lange zu Alc-Tornow, MIM“ gaorne _Mewes, nachmals vereyelichte Schuler, ubex em acht_- zehnjähriges Nutzungsrecht, demnächfitges Altchetl und 111 Thlr. 11 gr. _2pf. Ernglder; _ die- von dem Hechtretßer Martm Gaedtcke-und dessen Ehefrau Anne_Dorothex, geborne Kruger, am 31. Mär; 1795 fu_r das h1efige General-Pu- pillar-Deposéeorium uber 200 Thlr. auSgefiellte Obligation, n1elche Lurch dee Sessionen vom 4. November 1799 und 13- Novxmber 1802 E1gen- thum der hieügen Kammerct-Kasse geworden, nebst Hyoothekenschem v_om chase Nr. 5.3; eine Ausfertigung des W1ttwe Kaersienschcn_Erb- vergleichs vom 10. December 1812 91 00111. den 1 Februar 1813021111 Hypothekenscbem von dem Kaerftensahen Ftschergute zu Axt-HWRr. 57 (1. (1. den 1. Februar 1813, gülctg sur dre Hanne Louise Kaerfien, nachmqals veredelnyte Stresow und jetzt Wittwe Nocc, uber 121 Thlr. 791.13“, sind verloren gegangen, ugd es werden all? dtexemqen, welche daran als Eigenthumer Fesffonarten, Pfand- oder sonstige Briefinhaber, An vrucbe haben, aufgefor- dert, so!che unter Vorlegung der roumsnte den 1. September 1). I, Vormtctags um 9001, im hiesrgen Land- und Stadtgenchttenxweder m Per-z 0:1 oder durch legitimirte Bevo11111achttgte, woxu be; mangelnder Bekanntschaft der Iqütz-Amtman Schaef- fer Hier in Vorschlag gehraxhc wtrd, _anzumeldsn nnd gehöriq nachzuweisen, w_1d11_genfalls d1e gedachten Dy- (“1101211113 für null und mchttg werden'erklärt, und du? Darin gedachten Summen werden geloscht oder andere
vorüber geltendeDocumente werden ausgefertigt wkrdenk
? enwalde a. d. O. den 13. Mai 1834. _ Yöynigl. Preuß. Lan- und Stadtgemcht.
,_-
BEkanntmachqu. «11 “Verfolg der unzerm 9. d. M; 111 Berns de:- 11€Zhsté12vorßehenden hceßge11_Laurent1us-Més_se_ erlass- nen V?Lanntmaßhung. werd hterdurcy zur Besxmgung er- wajgrr Z.veif11 anuoch „nachxrägltch zur offentlchkn Kenntniß gebracht, daß_fur dte „besagte Messe auch a_Ue übriaen Einrichtungen 11! der b1shertgen Art unveran- dert bxßehen bleiben. _ Braunschweig, den 24._Iun_i “ZZZ“ _ Herzogl. Braunschwexg-Luneb. Stéuer- Directron. Wedemeyes.
(10, 41," 4111. 98. 0001011; 97.21.
47? 91191 911711- ]“1111. -- 011]. 11011. 5Z 011]. 1". 1832 95T». 951. 911111, 1111. HZ 3111. 95. 37? 110. 110111, OU. 217.1.
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11110 Uzmburx . äito 1201111011 _ 1311113
(1. 1831) 9ins __ _ .__. - Kum 111 20 x(". ......... ]
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Edictal “. Ladung.
Das Obergericht der freeen Hanse-Stadt Bremen macht hierdurch bekannt: „
daß Johann Conrad Bode und Dan:el_€onrad Bode angezeigt, wie ihr Bruder Georg erhexm Bode, ein ehelicher Sohn der Verstorbenen Daxnkl Conrad Bode und Anna, geborncn Lankenau, hterselbü ge- boren am 11. December 1790, am 5. chober 1811 als Conscribirter in franzosscbenKriegsd1en| getre- lkn und im Iten Regiment ()1101'nux 105015 101101013 von Varden aus nach Rußland marschirt und am 25. Juli 1812 in Russische Gefangenschaft qexathxn sei; daß er zuletzt aus Straßburg 1111 Köntgreuh Preußen End_e 1811 oder_A_nfangs'1812 geschrieben; daß andere hceüge Conscmbtrxe spater gemeldet, er habe an schwerer) Wundey m Smolensk danuxder gelegen, und daß, da wetter keme Kunde von thm eingegangen, fre auf eine Edcctal-Ladung desselben unter d_exVerwar11u11g angxcragen habxn, daß im N1ch1;Erschein11ngsfall er fur todt xrklart und ein Vermogcn den Inwloranten als nachsten Inte at- Erben ausgeantwortet werden möchte.
Da nun diesem Gesuche [der (1001011111; 110 4. No- oember1833 Statt gegeben, so wird obgedaOcer G eorg Wilhelm Bode auf _ Montagden1.De1_e1n_k_r_?r1834, Vorm1ttags
0 r, hierdurch «11.111091 geladen, pexsöulich oder durch cinen Bevollmächngten vor dem h_tesgen Obergerichte oben au_f dem Rathhause zu erschemen, oder, bis dahin Kunde aber seinen Aufenthalt zu geben, wtdrigenfalls er in Gemäßhcic der Verordnuna vom 20. März 1820 für todt Erklärt und sem Vermögen semen Intefiac- Erben auSgelicfert werden wtrd. _ Zugleich werden alle, welche von semem Leben oder Aufenthglt Kuyde hqben, aufgefordert, solche dem Obergertchte m:rzutheelen. Bremen, den 15. November 1833. _
Aus der Kanzlet des O_berger1chts.
G. M et 2 r, Secretar.
_Apothekenz-Verkauf.
Meme im_ belebteften Thetle von Elberfeld gelegene Apotheke, d1e schon seit emex langen Rethe von Jah- rkn besianden hat, erst _vor emem Jahre ganz neu _und aufs eleganteste eingertchtec worden_t|_und [1 emes recht lebhaften Verkehrs erfreut, bm 1_ch W1 e_ns zu verkaufen. Die_Kaufiu|égen erfahretx bet dem htesigen Herrn Notar Wulfing oder bei mir selbst auf franktrte Anfragen das_Näi)ere_.
Elberfeld, tm “Zum 1834.
F. Hasenkleoer, Apotheker,
Da1npf-Packetfahrc zwischen Lübeck“ und St. Petersburg.
Die Abfahrt d_er beidenoprivilegirten schönen und qroßxn DampfschtffZ, von Lubeck nach St. Petersburg, ist fur das Jahr 1834 auf folgende Tage festgesetzt: A [„ e x a n d r a,. Cap1ta1n I. C. O_éets- Doünersiag den 3. Taxi:, Dienftag den 22. Iult, Dynnerftag den 7. Auguß, Dtenfiag den 26. August, Donnerßag den 11. September, Dienüag den 30. September. Donnerstag den 16. Oktober-
_N_ 1 c o l a y ]. Capctam N. W- Stahl- Donnerstag den 10. Juli- Diénßag dm 29. Juli, Donnerstag den 14. Auguß, Dienßas den 2. September, Donnerßag den 18. September, Dienstag den 7. Oktober, Oonnerüag dext 23 Oktober. _ Aleahrt von Travemunde um_2 Uhr „Mittags. - Dux Preise der Passage snd dre näml1ch_en wie im vorn)?" Jahre. - Anmeldungen geschehen 1m
Königliche Scl'1_auspiele. Tittwocb, 2:11:11. Im Schampielhause; Jsldov und Olga, .
. _. . „.*-“_... .--,-„z.. „.."-„-_.- - ___-._..
3__ 190011. 301.17
Literarische Anzeigen.
_ In de_r Creuß“schen Buchhandlung erschienen und 111 Berlm zu haben in der Stuhrschen Buchand- lang, am Schloßplatz Nr. 2:
111“. .]. U. U. 1101011“; 111110111111: 7.111“ 1911711111“; 1101 312110111011101“ 1101 01101110110111'1'511011011011, sii!“ 91131- 511101', 1001210 111111 Kyotbeker. 1710110 101113 11111- gearbézitete, 701111011710 11111] 1'01110550110 Kuüaßs, herausgesgeban 10111 1'101'01501“ ])1“. 141111101. 410.
1710111 F “11111".
Bei T. Habicht in Bonn ist erschienen_u11d in a_llen Buchhandlungen, bet E. S. Mtttler 01 Ver; im (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Gnesen, Culnx und be_1 thcenx m Prenzlau zu haben: Dre Errtchtyng eruer allgemeinen deut- sche_n Natxonalphaqucopoe, nach ihrem Bedurfmß, threr Wtchttgketc und ehren Vorthei- len von ])1'. Chr; Frtedr. Harleß, K. Pr. Geh. H.:Narhe, o. offexnl. Lehrer der Arzneikunde ZU _Bonn. gr. 81-0. 11171. 11. 156 Seiten. geh. Prets:_ 1Tblr. _ _ _ In _vorl1ege_nder Schrtfc tft emer der wichtigßen 11,111) emflußretchfien Gegenfiénde des gesammten Me- dtjmalwesetzs 111113 der _medizmischen Gesetzgebung ins- besondere,_ m emer_we1e umfgssendexen und auSgeführ- teren Wetse als dteses in emer fruheren Schrifc des 11111 Verfassers gesche'hewwar, und mit erschöpfender * ntwcckelung des Bedurfmsses behandelt.
_Bei Eduard Brandxnburg in Berlin, Fran- zosxsche-Scraße Nr. 19, 111 erscheenen und durch alle Buchhandlungen 111 beuehen:
“13110110 “01101- 1110 [(w-1311107111011 1101 6131111150!“ 1111 (3011011130 11:11:11 9101113. 1100110 11111) 470]. 10 131“.
Verzeechmß sämmtl; Patrimonia1-Gerichte 1m Departement des Komgl- Kammergerichts. 4:0. geh,- 121191 _ ,
Gebuhren-Taxe tm Mandats-, summareschen und Bagareu-Prozeß, mcc Berechnung des Pausch- quantums. 870, gel). 5,191.
Schottney, Handbuch fur die Schiedsmänner, bey Mandaten-, summar. un_d BagateU-Prozeß, mtc Sporteltaxe und den nothigen Formulareu. 870. geh._ 20 sgr. _ _
Fruhex erschten und efi jkßt durch einen Anhang,
enth.: d.1e Geb.:Taxe im Mandats.- 11“. _Prozeß vermehrt-
Gebuhxen-Taxe Nr. 1. fur d1e Landes-Iußéz- Colxegca. 81-0. geh. 15 sgr.
Gebuhren-eTaxe Nr. 11. 1111- die Stadtger- in grosßen Stadten. 8170. geh,_ 15 sgr.
Gebuhreu-Taxe Nr. 111. fur die Untergericbte. 8170“. geb. 151,97“. .
Gebuhren-„Taxe 5121.17. fur die Iusk-Comm. und“ Notarten. 8". geh. 10191.
Gebubren-Taxe Nr. l.-17. in 1 Band gebun- den. 1 Thlr. 15 sgt.
Bei Th. Chr. Fr.Ensljn fn Bkrlin sind so eben folgende neue Wexke erschienen und durch alle Buch- handlungen 111 benehen:
1301101“ 11011, ([*]. [% ÜLZ-"ÜUÜ, 1110 pr111115: [1111110- 10315011411331103113011 umi 11101'31101111-011 äargeztellt. gr, 870. 2 “11111“. “7; sgl“. _
Buchhol» (Fr., Prof.),_ Geschichte dex Europäischen Staaten se]: dem Fneden von Wten. _191. Bd. Begebenhetteu des Jahres 1830. (Htßor. Ta- YchTetzkuch 181- Jahrg- 1ße Abth) 12-110. brosch
r.
111ug0o, 110101111013 11110-* 1110 «10110111015101111115 1013161101 1110110 (10: 111011301111011011 [(€)-“11013 1111011 11011011 1710111011011; 310 11. 410 1111111. mit 4 11111031. fl'11s011'1. gr. 870. 1 “11111". 26; 351“.
Uecker, (.F. 17. (), prof“), 1101“ 121131150110 5011070113; eiu 512111171101“ Zcitms 2111" (1103011101012 (105 15. u. 16. ];1111-11. gr. 8110. 111051011. 111111“. 151131.
13101101“, (911. K„ [)r ), (1:15 “001130111110 [**-1110111101“- bältoisz 1101“ «015011100011011 1.01101159011'011011 110- Zlattes, 113011 50111011 [Tracbeiouugeu u. Uroackwu;
m. 4 111110Zr. “kak. gr. 810 1 “11111“.
Comtoir dec Danxpfscbiffahrts-Gesellschaft 111 Lübeck.
Üu-t, (=] R'. kräaiäent). sußäexe 111111 1111111011100-
Donnerstag, 3. Juli. tccché, Oper in 4 Abth. Freitag , 4. Posse in 5 Akten, von L. Angely. (Herr Plock“ wird vor seiner
Zlu Lande“ _ _ = 8 Pf-x große Gerste 22 Sgr. 13211; kleme Gerste 22 * 12110122 Sgr. 0 Pf.,_-111ch 17 Sgr. 11 Ps.
Zu Wassék Wétzsn (“11101111“) 1 Rthlr, 23 Sgr., nach 15111th
, - 9 Pf; 9111171? Gers? Sgr 75“ Pf, auch 11.- 07.31. 5 Pf.
. _Düö SYM" Stroh 9 7110111,- 00111 "7 Nthlr „ ck 1 Nthlr. 5 GFL“-
Üieskenbzcb, (.]. ]“, 9101), (1011013130110 [*]ti'ab- s _ _ _ se1ne Wahl treffcn, nue er se_1ns thtin lieben soll, w1e er gesunde und hoffnungsreeche Kander haben wird.. “]
s))?ustk von Bellini. Zuxi. Die Reise auf gemeinschaftliche Kosten,
erin zum leßtenmale auftreten.) Hierauf: Das
Fest der Handwerker, Vaudeville in 1 Akt, von L. Angelxx.
***-* »
M'arkt-Preise vom Gctraide.
Berlin, den 311. Juni 18:11. Roggen ] Nthlr. .“; Sgr., aucb ! Rtblr. ] («111 Sg? 6 P?
21111111“. 15 Sgr.; Roggexx 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 25 0-91. auch 20 Sgr; H.“.- Sonnabcnd, den 28. Juni 18:11
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Tacitus säznmtliche Werke, übersetzt vom Prof. 1)r-_ W. Botttcher, 31. u. 41". (letzter) Band. 810 2 Thlr. 221111. alle 4 Bände 6 Thlr. 15 ssr-
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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Berlin, den 2. Juli. _ _ Jhre Dakchlaucht die Fürstin von Liegntxz rst heute nach Teplikz abgereist.
Jm Bezirke der Königl. Regierung zu Liegnitz ist der Predigtamts-Kandidat Kretzschmar als evangelischer Pfarrer in Rothwasser, und der Preoigtamts- Kandidat J)?ende als Prediger in Priebus angestellt worden.
Angekommen: Der Gcneral-Major und Jnspecteur der
«=* 111111 Artillerie-Znspection, von Diesr, von Stettin.
Abgcreist: Se. Excellenz der Königl. Sächsische General- Licutenant, GenerabAdjutant, außerordentliche Gesandte und be-
- vollmächtigte Minister am hiesigen Hofe, von Wakzdorff, nach . „“It-ckden.
Zeitungs-Nachrichten. Auöland.
R u ß [ a n 0.
St. Petersöurg, 25. Juni. Se. O)?ajestäc der Kaiser Haben nachstehendes Reskript an den General-Adjutanten Fürsten Trubckzkoi erlassen:
„Fürst Wassili Sergejewitsch! Aus dem Mir vorgelegt?" Berichte über die Wirksamkeit der Gefängniß ; Gessllsclmfc für das verfiossenc Jahr 183.3, dem achten, seitdem Sie die Verwal-
]; tung dieser Partie übernommen, habe Ich Mit Vergnügen erse-
** hen, das; auch in diesem Jahre das Bestreben der Gssellschafc,
«_ F 11 1" So eben crschien=
Bornemann, br. W.K, (53. Rath- syßematé sche Darßcllung des Preußischen Civil; recht§, met_Bcnui_sung der Materialien des angmctncn Landrechts, 21 Band ent- bnlxend dre Lehre vom Eigcmhum, und den allge metnen _Thctl dcs Obligattonsrechts. Subscriß tronsprces 2 Thlr. 25 sgr. Berlin, rm Juni 1831.
Jnrésxkn.
„ Schloßfreéheit Wir ersuchen d1e_verehrlichen Herren SubscribeM- ten diesen Band bet uns in Empfang zu nehmen.
_ Bei 2. W. Krause in Berlin, Jägerstraße Nr..“sZ, cf! erschtcnen: ; S a l z 6 r u n n'
mit seinen Quellen Localitäten Sehenswürdigkeitxw , „„ und Umgebungen. “Em abrjßtichér Leitfaden für 111. W“-
1cnigen Personen, welche genöthégt snd diesen Heilort . zu besuchen.
_ Pon Eduqrd Lange. M11 8 lcthographtrten Abbtldunaen. 8vo. Preis [an . _ ber bros trt _22 (gr. 6pf. . Zugletcb exnpsehle ck meme neu eingerichteteBucb- *“ und MusikalwnhaqdlunL ganz ergebenst. Ein wohl: afforttrtes Lager dceser Zweige, welches poßtägllch mit dem queßen sogletkI nach Erscheinen vermehrt wird, 1“th mrcb m dezt Stand, jeden mir werdenden Auf:
nyo 1 ich nur noch zu bemerken exlaube, daß sämmc- . liche yvi).0,11oercn_Handlungen in offentlichen Blättem: angekunoigten Bucher_und Musikalien aucb_ [iets wei wir 111 denselbquedmgungen zu haben jmd. Pro- faekte, Subscrip„t1ons-_und PränameraxioW-Ankändix ? gungen werden jederzetc gratis verabretcht. _ Krause
Wichtige Schrift für Naturforscher.
zu haben:
Naturgescbtchce der Insekten, ,;- besonders in insicht ihrer ertien Zusiänd? als arven und Puppen,
_ _ Von P. F. Douche“, Maglxede d.Gkse11sch. nacurf. Freunde in Berlin 201€. . 1ße Lteferung, mxt 10 Kupfert. Preis 1 Thlr. 20 sgr ' N1cola1sche Buchhandlung in Berlin, Brüderüraße Nr. 13.
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Ein ähnlichesWerk 01 wohl noch nicht dargeboterx woryen! Der Tnel exnpftehlx es, aber noch mehr sem , ged1egener Inhalt, dre treffnchen Rathschläge; welche
Leben, in ihrer Nachkom
cbenkt. Es wird dem xungén Manne sagen, wie St“
O_ies its: _gewiß die bestecEmpsehlung für unser un- e1gennußtges, und doch fur jeden Menschen heilbrm- gendes Unternxymen! _ _Das_1fkeBandchen dreser Geheimen Kabinktöx B1bl1oxhek_entbält: _ Gehetmntß übex d1e Frauen zu Kunß, dre Manner zu fesseln, 111 also ein kluger Brautwerber. Beide Bändchen zusammen ko|e_n_1 Thlr. I- Schumann's Verlags-Expedstton in 230011-
siegen und-
tra an das , ' ' “ ' .. . . .- .. . . Je f Punktl1ch|k und BMW? auszufuhren, 111111 dcrOOcr-Panordcx*SchWed11chc11St.Katharmen-Gememöe
., Banken, abgesungen wurde.
So eben ist erschienen und in allen Buchhandlungen sckzten Orchcß'er gewählte Stücke aus Danzi's herrlichem Orato-
So eben 10 erschienen, und in allen Buchhandlun- “ gen Deutschlands, zu Berlm, Schloßplakz Nr. 2, m
es_1_1ns enthüllt, _beide Ge1chlechter über ihre gegen-- ;_;L: semgen erhälcmsse belehrt, und „ihnen ein schönes menschafc em dauerndes Glück. ;;;x
«7 im 3.1.511617 durch den Frieden von Stolbowa nebst Kare.-
1
dem Zwecke, U welchem sie sich vereinigt hat, zu entsprechen_, nicbt o[)11c Eréolg gewesen ist. Die der Jahres-Rechnung bet- gcfüatc 111bersicht der allmähligen Vermehrung der Hülfsmittel des Veréi11sscit dcm Iahce1826, ist ein neuer Bewcithrcs Eifers für das Gedeihen dicser gcmeinnükzigen und Gott gefällig_cn Sache. - Uebrigens bin Ick) überzeugt, daß die Gefängniß-Ge1cllschafc, un- tc1' Ihrer scrncrn Oberleitung und Ihrem Beispiele folgend, vichc 1111fl)ö1'cn werde, ihre so nützliche Wirksamkeit immek mehr
11110 mehr auszudehnen und auch fernerhin denselben Eifer zu Jonas Verlagß-BuKhandlung, beweisen, durch welchen ste s1ch bisher Meines steten Wohlwol-
k- 9- lens würdig gezeigt hat. »- Jndem Zei) diese Hoffnung aus- spkcchc, ist es Mir angenehm, auch dieses NTal der ganzen Gc- se111chaf1 für ihre anühungcn und insbesondere Ihnen, als" dem "';-1111101111911 dcrscldcn, Meine vollkommeneZufricdcnhcic und C1“;
“1111111111070“ zu erneuern. (Fk, “110111561119, 19. “Mai 18.34. Nikolaus.“
DN Handels-Zcitung vom heutigen Tage enthält fol- 11111 größerer Schrift gedruckte Berichtigung: „“Man 1011101 in cém'gsn ausländischen Blättern von einer Russischen 2111111110 0011 300 Millionen (Rubel) Bank-Asfignationen. Die Regierung hat 109001 die Absicht, noch das Bedürfnis; gehabt, 11111 111111: Anleihe zn machen.“
Am Sonntage den 7. Juni beging dic hiefige Schwedische St. .“)..171arincn-Gsrneindc ihr zweihundertjähriges Zubelfest. Die :1111 B.ch1:1c11 fcyélt'ct) gcsch111ückce Kirche war mit Zuhörern fast 1161101111, 1110100 an dcmsclben Tage auch die vor hundert “Jah; 1111 1711100511610 EintvcihUng der ersten Kirche auf dem gegen- wärtigen Scl)wcdi1'ch-:n Kirchenplaße feéerton. Die Zubel-Predigt
und Mitglied des St". Petersburgischen Konstforiums, Propst und Ritter" ])1-. Ehrström, zur allgemeinen Erbauung und Nr*:!)- rnng de'; versammelten »))?enge. Nach der Predigt verlas" cr “ine Uebersicht der Geschichte seiner Gemeinde, worauf das Lied: „Nun danket alle Gott“ mit herzlicher Thetlnahme der zahlreéx cven Gemeinde, unter Bcglettung von BlaS-Znftrumenten und Zulelzt wurden von einem gut bc-
rium „die Ehre Gottes“ und Graun's »))?cistcrwerk „ der Tod Jesu“ aufgeführt, woran unter andern Madame Holland und die Herren Maurer und Böhme Theil nahmen.
Die oben erwähnte sehr interessante Uebersicht der Geschichte der hiesigen Schwedischen Gemeinde lautet im Wesentlichen fol,- gcndermaßcn: „So weit die Urkunden der Geschichte zurückgehen, hat anermannland, ursprünglich von Finnen bewohnt, der Re,- gierung ihrer Russtschen Nachbarn und Brüder gehuldigt, stand aber oft in naher Verbindung mit denjenigen Volksstämmen des Nordens, welche, in den Ländern gegen chken ansäsfig, die Schwedische Sprache redeten und theils im eigentlichen Schwe- dcn, theils in dem Großfürstenthume Finnland, an den Ufern
G e k) eime Ka bine cs-Bibl _. othek ? des Fi11nisclcken,'viclleicht auch des Bottnischen J]kee1'buscns,1vok)n- “ ck 25 Bdchen., enthaltend: Gynäcologie. Broch- 15 M. *
ton. Im" Jahr 1300, also vor 5; Zahrhundcrt, faßten die Schwe,- den, unter Anführung des Reichs-912arschalls Torkel Knutson,
zum ersten “Male festen Fuß an der Newa, woselbsk fie dort, wo
0131 das Alexander-NetvSki-Kloster steht, die Festung oder Schanze Landskrona anlegtcn. Allein schon nach Verlauf eines Jahres wurde diess Festnng von den frühem Beherrschern des Landes 010611011101.- ausanermannland fortwährendmit Rußland vereinigt blieb, bis es
lien dem Schwedischen Reiche einverleibt wurde. Sobald der Friede geschlosssn war, ließ _die Schwedische Regierung an der südlichen Mündung des in dre Newa fallenden Flüßchens Ochta,
' die Festung Nyen oder Nyenschanz anlegen. Die für den Han-
del äußerst vortheilhafte Lagx dieses Ortes, vergnlaßte eine _so große Menge Schweden, wce auck_f1'emder Emwanderer, s1ch daselbst niederzulassen, daß der Kömg Gustav Adolph, eben auf
. Deutschlands Boden im Kampfe für die Sache des Protestan-
'*'- tismus begriffen, sick) bewogen fühlte, den Ort Nyenschanz zur
Stadt zu erheben und ihr eigene Privilegien zu schenken. Dies
geschah im Jahr 1632 den 17. Juni, also kurz vor dem Hel-
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Die FÜMÜT'LU CapUleti und Mon; " _, .*"*"-““.-.* *,.5 Arx,“; '*'-“x.; „_ ;_.__-;“„,-_“_-;„.,“ ..,-,x. ..._*.„-k'?.*._'.* *":7 «“z“ 25 27" ',.- “;P-27814"-“5-4“L“-1**"*“_"“T,* 7*,'.'7-'-**'.- _*-'1„'. . _----... „._., _ . «, -_„-*___, _ . *-.1'--,'--' . „W., .. ._ _ __ _, , 1.4. „., _.- . , .. ., ,
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dentode dieses großen Königs bei Lüßen. Diese Privilegien, welche nachher von der Königin Christina bestätigt und erwei- tert wurden, werden noch jelzt in dem uralten Schloss zu Wi- burg aufbewahrt. So entstand die Stadt Nyenschanz am Ufer der Newa, nördlich von dem Orte, wo dieser majestätische Fluß das Wasser der Ochta aufnimmt, das heißt auf demsel- ben P(aße, wo jetzt dsrjenige Theil von Petersburg liegt, der noch gegenwärtig Ochta genannt wird. Man hat daher nicht ohne Grund Nyenschanz den Namen der Mutter Petersburgs beigelegt. Ohne Zweifel fehlte es den Schweden, welche fich, seitdem Jngermannland mit ihrem Vaterlande vereint worden, hicr aufhielten, nicht an der nöthégen Seclenpfiege, die ste wahr- scheinlich von Feld.- oder Garnisons-Predigern erhielten. Eine eigentliche stehende Schwedische Gemeinde aber wurde erst dann hier gegründet, als Nyenschanz zu einer Stadt erhoben wurde, nämlich im Jahr 16.32, und so erhielt diese christliche Gemeinde, welche seit der jeßrvor 100 Jahren erfolgten Einweihung ihrer gegenwärtigen Kirche den Namen der St. Katharinen-Gemeinde führt, ihrDascyn. Der erste Prediger derselben, Heinrich Fac- tabur odcr Fattenborg, wurde, nachdem er vorher Rektor in Wi- burg gewesen, 1. J. 16.32 oder 16.53 zu diesem neuen Amte ernannt, so daß die Gemeinde sich also bereits 1634 ihrer vollständigen kirchlichen Verfassung erfreuen konnte, und somit vereinigt sich denn an dem heutigen Tage mit der hundertjährigen chächtniß- Feier der Einweihung unserer ersten Kirche auf dem gegenwär- tigen Kirchen-Plakze, das Andenken an die vor 200 Jahren voll- endete Stiftung unserer“ Gemeinde. Sieben Jahre nach der Gründung von Nyenschanz, d. b. im Jahre 1639, wurde obrt'g; kcitlich verordtwt, daß dex Prediger jener Stadt immer zugleich auch Pkopsr des nördlichen Theils von anermannland seyn sollte, während die südlichen Gemeinden ihren Propst in Iwan- gorod bci Narwa hatten. Wie bald die Seelsorge der in dieser Gegend wohnhaften Finnen dcm Pastor in Nyenschanz anom; pfohlen worden, ist nicht zu ermitteln; doch möchte dies nicht lange ausgeblieben seyn, eben so wie es ohne allen Z1V1'ifcl isi, daß die in Nycnschanz wohnenden, anfangs weniqcn Deutschen in dem Pre- diger derSchwedischcn Gemeinde ami) ihren Seelsorger hatten, bis fie bereits zahlreicher geworden, ihren eigenen Prediger, in der Per- son des Heinrich Frisius, erhielten, welches also der erste Deutsche Pastor im Bezirk der heutigen Stadt St. Petersburg war. Die erste Schwedische Kirche in Ryenschanz stand ein wenig nordwärts von dem Flüßchen Ochta, 111 der Gegend, wd sich die O)2a11ern der jcßigen Russischen Kärche von Ochta erheben. Die Deutsche Kirche befand sich nicht weit von da am nördlichen Ende der StaOt Nycnschanz, oder, was dasselöe ist, des jcßigcn Stadtthcils Ochta. Acht Prediger hatten bereits nach einander das Amt eines Paskors und Propsres zu Nycnschanz bekleidet, als derjenige Zeitpunkt eintrat, welchcr allen damaligen Verhält- nissen Diese? Gegend eine neue uncxwartcte Gestalt gab. dem Anfange dcs achtzehnten Jahrhunderts wurdcn gsrmannlands Ebenen mit Krieg überzog-en. und Pastor Erick) “2000111119; hatte seine Laufbahn im Jahr 1701 oder 1702 vollendet. Sein Nachsolgex, Zacharias Lithovius, 011 111111111 Prediger in Nyenscbanz, der wahrschein- lich scén Amt noch nichr fömnxt'cl) angetreten hatte, entfernte sich bei der Atmähcrung 011“ feindlichen Hecre mit 11110111 großen Thcil der“ angsschcnscn B::onner der Skadk nach c::tlegcneron Gegenden, welche die Vcrhsst'ungcn dcs Kkiegcs nicht zu fürch- ten 51111611. Zu den [115th Tagen dcs Monats Apkél 1703 rückte Kaiser Peter der Große 001" die Mauern der Stadt Ntxenschm1z, die er nach einer Bologcrung von 7 Tagen am 1. 912111 stci) 1111111101111. Sein Plan, 010 große Kaiserstadt, welchc cht die Ufer der 311101“: ziert, anzulcgen, war schon cncworfen, und Ach wnrde angewandt, um dis Ausfüyx'ung dessclbcn zu (Wfökdern. Nixenschanz wm“ verschwunden und dessen Bewohner wurden jenseits der Newa nach der Gegend versetzt, wclche ;ck! den Mittelpunkt dex damals aus dem Nichts hervortretenden neuen Hauptstadt Rußwnds ausmacht.“
Odessa, 1.1. Juni. Der Gcncral-Gpuvcrneur von Neu- Rußlqnd und Bessarabien, Graf Woronzoff, hat sich am 8ten d. am Bord der Jacht „Rezwaja“ mit dem Marschali Marmont und dem GeneralGrafon W;“tc nachdc1'Kr1'mm cingeschiffc. Der Marschall Marmont bcsuchre vor seiner Abreise noch das hiefige Institut der Chrenfräulcin.
Zu Rachitschewan an der Mündung des Don ist eine An- zahl von Böten mic Getraide angekommen; man hofft daher, daß die Kornpreise in Taganrog wieder fallen werdcn.
Rach Briefen aus verschiedenen Bezirken von Chcrson bis zum 7ccn -d. 912. scheint es, daß sich der Getraidestand durch an- haltenden Regen sehr gebessert hat; auch aus Ekatherinoslaff, be- sonders aus den Bezirken von Slawenoserbsk, Bachmut und Kostoff, gehen günstige Nachrichten ein; im Lande der Asowschen Kosaken und in der Umgegend von Laganrog steht das Gctraide ebenfalls sehr gut.
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Frankreich.
Paris, “...'). Juni, Die Wahlen fallen fortwährend zu Gunsten des *))?inisteriums aus, so daß in der nächstenKammer die beiden Oppofitionen karkm den fünften Theil der Gesammt- Zahl der Deputirten ausmachen dfirften, Es wurden gewählt:
In Romans, dcr min. K. und C'x-Dep. Giraud;
in Evreux, der min. K. und Ex-Dep. Salvandy;
in Louviers, der min. K. und Ex-Dcp. Passt);
in Ch:*1reaudun, dcr min. K. und Ex-Dep. Raimbert-Sésvin;
in Chartres, der K. der Opp. und Er-Dep. Chasles;
in Lectoure, der K. der Opp. u. Ex-Dep. General Subcrvic;
in Auch, der min. K. und Ex-Dep. Barada;
in Bordeaux, der 111111. K. und Ex-Dep. Roul und der min. K. Wüstenberg;
1'11 Libourne, der min. K. und Ex-Dep. Martel;
in La Réole, der min. K. und Ex-Dep. Zan;
in Bazas, dcr min. K. Bouthier; “
in Murer, der min. K, und Ex-Dcp. von Rémusat;
___-.,., „_ "K*", . W. 4:- » _- . W.„-«-,:.._._.._._ „_ „_ _ . » _ «_.. ._ .. „;.-..
in Saint-Gaudens, der min. K. und Ex-Dep. Amilhau;
in Toulouse, die K. der Opp. und Ex-Dep. General Pelet und Bastide-d'Zzar;
in Colmar, der K. der Opp. Pflieger; -
in Belfort, der min. K. und Ex-Dep. General Strolß;
in Jussey, der min K. und Ex-Dep. von Marmier;
in Lure, der K. der Opp. und Ex-Dep. Marquis von Gram: , mont;
in Gray, der K. derOpp. und Ex-Dep. Genoux;
in Fougäres, der min. K. und Ex-Dcp. von Lariboissjdre;
in Redon, der min. K. und Ex-Dep. von Fermont;
in ChÜteauroux, der min. K. ONuret de Boke;
in Zffoudun, der min. K. und Ex-Dep. Thabaud-Lineték*re;
in La Chkxtre, dér min. K. von Entraigues;
in Loches, der min K. und Ex-Deo. von La Pinsonniére;
in Chinon, der min. K. und Ex-Dep. PiScatory;
in Tours, der K. der Opp. und C'x-Dep. Cäsar Bacot;
in Saint-Marcelin, der min. K. und Ex-Dep. Penet;
in Vienne, der min. K. Lombard Sohn;
in Voiron, der min. K. und Ex-Dep. Sapey;
in Latour-Dupin, der min. K. und Ex-Dep. Prunelle;
in Mont-de-Marsan, der K. der Opp. und Ex-Dep. Laurence;
in Saint-Sever, dcr min. K. und Ex-Dep. General Durieux;
in Rouen, der K. der Opp. und Ex-Dep. Bande.
Der Constitutionnel sagt in Bezug auf den Ausfall der Wahlen: „Da es, trokz unserex aufrichtigen Hingebung f1'11'**die Zulé-Monarchie, noch nicht dahin mit uns gekommen ist, daß wir die Sache des Königthums mit der Sache des Ministe- riums vermengen sollten, so wird man es ganz natürlich finden, wenn wir den Sieg dieses [cßtern in dem gegenwärtigen Wahl- kampfe doch für etwas zu vollständig halten. Jetzt, wo unsch Institutionen gefichercÉu seyn scheinen, wenden unsere Blicks 'ich wieder auf die olksfreihciten, die bei Störungen der öffentlichen Ruhe immer leiden. Nicht, daß wir die Entmuthi- _gung und Besorgnisse gewisser Oppofitions-Blätter theilcn; denn einmal halten wir das Ministerium für zu escheidt, als daß es seinen Sieg sobald mißbrauchen sollte. A er aueh noch eine andere Betrachtung beruhigt uns in dieser Be iehunJ: eine parlamentarische Opposition ist nämlich in unseren ugcn eine so unerläßliche Bedingung jeder Repräsentativ-Regierung, daß wir selbst dann noch nicht verzweifeln würden, wenn auch der Kern der früheren Oppoficion ganz und gar aus der" Kammer ausge- schlossen worden wäre. Gcwéß würde" fich, sobald das Ministe- rium irgend etwas Ungcbührliches verlangte, im Schoße dcr Majorirät selbst eine neue Opvofition bilden, um die Zntcrcscxx des Landes und die Gesch zu vertheidigen.“ Am Schlusse 0117- ses Artikels ermahnt dcr Constitutionnel noch die liberale Par-
! tei, s1ch von derlegét:'=,nésrische11loszusagcn. -- Das Journal da Mit * JU- :
Der Probst *
Commerce kommt noch einmal auf die Pariser Wahlen 311- rück. Bei den Anstrengungen (bemerkt dieses Blatt), die das Ministerium gemacht haße, um die Wähler em;- zuschüchtern und ihnen mit der Rückkehr von Exceffcu wie diejenigen zu drohen, deren Augenzeugen Paris und Lyon im April 0. Z. gewesen, müsse man sich eigentlich darüber wun. dern, daß die Regierung in der Hauptstadt nicht noch eine 9101 ßere *))?ax'orétät f1“:'c fich gehabt Have, als etwa 3. gegen LZ. Mic “Llustmhme des Herrn Salvcrtc hade Paris kein Oppofitions- Mitglied verloren, da die Herren Laffttte, Dapont von der Eure, Odilon-Barrot und Arago in dcr [exzten Kammer die Hauptstadt eben so wenig rcpräscntlrt häktcn. Nichts desto weniger könn? man fick) die von den Ministern errungenen Vorkheile nicht ver;- Hchlcn; einen großen 'Trosk gewähre indessen der Gedanke, daß,“; unter der vorigen chicrung die Ovpoficions;Pa1'tei in der Kammek oft noch viel 1111111901“ «(s 1081 gewesen sey, und das; sis zuleßt doch einen 1101111ä11digc11 Sieg davon getragen habe. - Der National hält dcr Stadt Rouen dafür eine Lobredo, daß sie unter 4 Dcputirccn 3 Opposttons-IJDitgliedet', und unter die»- sen Herrn Lasfitte, gewählt habe.
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sjßung vom 25. Juni. Der Lord-Kanzler beantragtz: eine Adresse an Se. IJKajesrät, worin Höchykdieselben ersucht werden sollten, dem Hause den ersten Bericht de_r zur Untersuchung der Mittel, eine geordnete Sammlung der Englischen Kriminal; Geseße zu veranstalten, niedergeveßtcn Kommission vorlegen zu lassen. Em treffsicherer Bericht, bemerkte er, sey niemals aus den Händen ei- ner Kommisfion hervorgegangen; fie habe einen wohlgeordnccen Geseßes-Codex zu Stande gebracht, aus dem sowohl Laien ais Rechtsgelehrte mit einem Blick die verschiedenen Clasfificacionen der Verbrechen würden übersehen können; Wm nicht nur die allgemeine Frage sey erörtert, sondern auch das Ein- zelne der Kriminal - Gesetze des Landes, namentléch derjex nigen in Betreff des Diebstahls, der sich in den leßten Jahren so sehr vermehrt habe, aufs ausführlichste auöein- andergesekzr; er wolle vorschlagen, daß der Bericht, sobald er dem Hause vorliege, zum Druck verordnet werde, damit er in der Zwischenzeit von dieser bis zur nächsten Parlaments-Sesswn von allen Rechtsgelehrten gehörig durchgesehen werden könne; zu An.- fange der nächsten Session werde er dann darauf antragen, daß dieser und der weite Bericht, der bis ö“äl)in gewiß auch längkk fertig seyn dür te, einem besondernAusschuß zur Prüfung über- wiesen würde. Lord Wynford meinte, die Anfertigung eines Kriminal-Geseßbuches würde eine sehr schwierige Sache seyn, indeß wolle er aufs sorgsältigste erwägen, ob fick) der Versuch ohne Gefahr möchte aZsführen lassen, und es werde ihn schv freuen, wenn dies der Fall wäre, nur würde er es sehr bedauern, wenn es dahin käme, wie jetzt in Frankreich, wo das Geseß so sehr abgekürzt worden sey, daß der Richter fast unum- schränkte Gewalt habe. Der Antrag des Lordeanzlers wurde genehmigt. Hierauf fragte der Herzog von Cumberland, ob Lord Brougdam mit seinen eiden Bills in Betreff der Abwesenheit der Geistlichen von ihren Pfarren und in Betreff der Cumulation der Pfründen noch in dieser Session vorzu-