1834 / 201 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

zwölf Mona- Aber das Grey“

Lord Melbourne ten deutlich genug vor Augen aestellt haben. scixe Kabinet, so schlecht es auch war, würde doch im Vergleich mit einem solchen Gemisch, gegen welches, den umlaufenden Ge- rüchten zufolge, Lord Melbourne anzukämpfcn hatte oder noch hat, wir meinen die Hinzuziehung einiaer anerkannter und ein- ßllßrcicin'r Anti-Liberalen zu der neuen Verwaltung, immer noch eine milde Art von [)eterogener, also schädlicher Mischung gewe- Ein solches Kabinec würde sich kaum eine einzige Woche halten können, ohne durch seine eigene innere Reibung Die Elemente zu einer „Selbstverbren- nung“, wie es der Standard so glücklich bezeichnete, würden in einem soliden Kabinet noch tausendmal thätiger und unwider- 11chlicher srnn, als in dem Greyschen MinisteriUm, das ohne Z'Wscl auf solche Weise vernichtet wurde. drr fiir ausgemacht an, daß, da der Erfolq' eines solchen Expe- riments unverkennbar iii, weder Lord Melbourne, noch irgend ein Staatsmann von der liberalen oder Whig-Partei für 1th Wenn nun aber der Hof anders Melbourne.,

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sen semi.

zerstört zu Werden.

Wir nehmen es da-

diesen Versuch machen wird. d.“'rchte, was würde dann geschehen? wer sonst dem edlen Viscount bei der Bildung eines Ministe- riums behülflich ist, müßten die Karten wegwerfen und es dem Könige überlassen, sich anderwärts Raths zu erholen. *.m“:rde:1 stel) Se. *))?ajestät dann zunächst nicht an einen ONann id:! librraleren Gesinnunqen, als der jetzige Staats-Sccretair 1111“ das Innere, dieserhalb Wenden. Sc. Maiesiät zu den Tories Ihre Zufiucht nähmen. Tories kennen bei all' ihrer Verblendung und Amnaßunq das »Was-che Volk zu gut, um nicht zu wissen, daß ihr Eintritt ins Die schonungsloser, unhöfliche und rrbitrcrtc 'intwort, die der Herzog von Wellington am Mitt- dem Grafen wies mtr zu deutlich, wo der Schuh ihn drückte. Se. Gna- drn war unwillig darüber, daß Lord Grey sein NTinisterium so «*,11: als aufgelöst harte, ehe der Herzog und seine Partei die “kb]kögliclseir vorhanden sah, aus Ruder zu gelangen. Schon vor *)]?onarrn warnten wir die TNinister und die Nation vor dem “Spiel, in dem sie beide das Opfer seyn würden, ibiicn, daß die Tories nur auf das Herannahen des Schlusscs drr Parlaments-Sesfion warteten, um die Whigs auszustechen und in dcr siebcnmonatlichen Vakanz solche Pläne einzuleiten, einen allgemeinen Krieg

Natürlich

Die Alternative wäre, daß

(Zimt ießt u vorzeitig wäre.

Oberhause Grey qab ,

Wir sagten

zu entzünden, die Aufmerksamkeit des Landes zu unterdessen Wir sagten

beschäftigen, dem Whig : Ministerium, mcjzr warten, bis diese Machinationen reif wären; wir ba- 1311 es, noch in derselben Stunde zu resigniren und dem Sou- r-crain zu sagen, daß es ohne umfassendere Vollmacht und mit idlcken Elementen von anti-reformiftischer Gesinnung, wie sie sich in „srincm Schooß befänden, die Regierung nicht länger zu sei- ner Chro und zum Wohl der Nation zu führen vermöchte; es war, wie der Erfolg gezeigt hat, eine vernünftige und freund- schaftlickxe Bitte, wiewohl sie vielleicht nicht als solche angesehen auf uns gehört, ren sie im Stande gewesen, alle Pläne der Konservativen Leßteren hätten eingestanden, nicht vorbereitet seyen, England zu regieren, und die Minister würden freies Spiel von der Krone erhalten haben. Auch jeßc wiederholen wir es den Ueberbleibseln des Greyschen Kabinets und besonders dcm edlen Lord, der in vertraulichem Verkehr mit daß sie nichts Vernünftigeres, Sichreres und als die Karten wegzuwerfen und die To- Erklärung zu nöthiqen, ob sie sich der Regierung In ihrem

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zu vereiteln.

dem Hofe steht, Klügeres th ries zu der dieses Landes" unterziehen wollen oder nicht.“ _ cn Blatte sagt die Times unter Anderem: Lord Melbourne habe die Partei, die sich im Unter- bedeutend gefun-

un können,

versichert, hause für Lord Alchorp gezeigt hat, so dadurch hätte äs; dem C'r-Kanzler der Scha13kammer seine frühere Stelle im Kabinette wieder anzuweisen, und daß Lord Althorp seine tn der vorigen Woche eingereichte P?ic dieser Resignation wäre also als daß Lord

dcn , daß Wunsche gem

Fick) bereit erklärt habe, Entlassung zurückzunehmen. ni-ths mehr und nichts weniger bewirkt worden, Ministerium seines Hauptes, des Grafen Grey, be- und die leiste angebliche Umgestaltung des Kabinets nichts Anderes

Alriwrp das raubt hätte, verschaffen, ORitglieder,

das frühere Wir haben einmal

nicht der unthätigscen, beraubt. Linien-Schiff von 74 Kanonen gehört, welches man irmner kleiner, zuerst zu einer Fregatte und dann zu einer ordette machte, damit es" desto schneller segeln könne. Es ein solches Schiff ist seiner Kanonen-Last entledigt und t schnell segeln; aber welch ein seltsames Verfah- schiff seine besten Kanonen nehmen und ihm ces Metall zum Kampfe übrig zu lassen!“ Niederländische Bevollmächtigte bei der Holländisch; en Konferenz, Herr Dedel, hat eine Veränderung in sei- ch Logis“ getroffen, aus der hiesige Blätter auf einen Jiufcntbalc desselben in London schließen wollen. erläiidische Gesandte am hiesigen Hofe, Baron Fa- Frsuch bei Lord Farnborough und anderen seiner "d war, ist nach Holland zurückgereist.

„Viele von den hiesigen Anhängrrn der auben, daß die Ankunft des Don Car- en, wenn sie sich wirklich bestätigt, stine an den General P?ina, s-Armee in jenen Gegenden

Und IEWÉß von einem

i!? wahr, 111.13; aUcZ) reis) ren, eincm "311,11' schleci)

nem bissl"

friihere Niet) gel, der zum Freunde in C'nglci1_

Die Times 1agé:, Königin von Spanien gi los in den BaskischenProvin . eme Einladung der Königin Chr: den Oberbefehl über die Operation zu übernehmen, zur Folge haben werde.“

Niederlande.

Aus dem Haag, 16.31.10. der Königin von Bayern unmittelbar na veninaen einen Besuch abgestattet.

oßcs Diner, bei welchem außer der Königin von Bayern und die Prinzessin Friedrich und der Herzog Sachsen-Weimar nebst seiner Gemahlin anwe-

Se. Majestät der König ha: ck) ihrer Ankurift Gestern war bei

Bernhard Mo"

“nd waren. , , dslsblatt liest man: „„Bei unieren Diplomaten

c'um große Thätigkeit, und zwar finden seit Baron Verstolk zahlreiche Konferenzen statt. uch bei Sr. Mai. Konferenzen gehalten. en sieht man hier der neuen Gestaltung des“

herrscht jetzt wiede der Rückkehr Häufig werden ck besonderem Verlanz' _ Englischen Kabinettes' e

„Der Aufseher der nen van Tiellandt, hat ein 1ande, und zwar zunächst naa

Schweden und ,No-„rwegen. Die amtline- Z:?! tu

Königl. Bibliothek, Baron van Westkre- '“. wissenschaftliche Reise nach dem Aus- ,“ Rom, angetreten.

Stockholm, 15. “Juli. „“..-**,uf verschiedene von dein Obersten und Ri

820

Ordens, Freiherrn C. H.Anckarswärd, bei Sr. Königl. Majestät unterthänigst eingereichte Bittschrifcen, in Betreff einer zrr be- wirkenden Veränderung der Repräsentatidn, haben Se. Majestät den nachfolgenden Allergnädigsten Bescheid ausfertiqen lassen:

„Auf das von dem Obersten und Ritter des Schwerdt-Or- dens, Freiherrn Carl Henrik Anckarswärd, und mehreren ande- ren Personen in verschiedenen von genanntem Freiherrn Sr. OJTajestät eingereichten Bittschriften gestellte unterthänige Gesuch, daß Se. Majestät in der von den Grundgesetze" gebotenen Ord- nung eine sowvhl dcm SchWedischen Vo1ke angemessene als dem gescll1'chaftlichen Zustande der jeßigen Zeit entsprechende Reprä- sentation einführen mögen, wollen Se. Königl. Majestät hier- durch in Gnaden erklärt haben, daß die Grundgesetze sowohl dem Könige, als dem Constitutions-Ausichusse der Reichsstände und jedem Mitqliede drs Reichsrages das Recht verleihen, dre- jenigen Vorschläge zur Aenderung und Anpassung dieser Gesetze zu machen, die dem Staate zu allgemeinem Nutzen gererchen können; daß Se. Königl. Péajestät der Meinung imd, daß in dieser Hinsicht des Schwedischen Volkes langsam reisende Ueber- zrugung vorangehen müsse, welche Ansicht Se. Maiestät auch bereits den Reichsständen durch eine Dgrstellung zu erkennen geqeben haben; daß es solcbcrgcftalt dem Constitutions-AnsWusse und den Mitgliedern des Reichstages zukommt, behufs einer 10 nüizlichen Untersuchung, fiel) des Rechtes zu-bcdienen, das. ihircn dieGrundgeseße in dieser Beziehung verleihen, und daß _Stci) Se. Königl. Majestät deshalb durch das in den'emgereicknen Bictschriften gestellte Gesuch zu keinem neuen Schritte veranlaßt finden können. Stockholmer Schloß, 12. Juli 1834.

Carl Johann. M. G. Danckwardt.“_“

Der Minister des Auswärtigen, Graf von Wetterstedco, ist nun von seinem Unwohlseyn so weit hergestellt, daß er wreder an den Berathungen des Conseils Theil nehmen kann.

Dem hiesigen Großhändler Freiherrn Kautzon, der ebenfczlls eine von den angesehensten Einwohnern S_tockhdlms unterzeich- nete Bittschrifc um Aenderung der Repräieritation dem Könige eingereicht hatte, ist eine mit der oben befindlichen ganz gleich lautende Verfügung zu Theil geworden.

Der Spanische Geschäftsträger am hiesigen Hofe, Herr Ca; via, ist, dem Vernehmen nach, von seiner Regierung zurückberu- fen, und der Legations-Secretair Moreno, der im vorigen Jahre nach JJTadrid gereist war, an seiner Stelle zum Geschäftsn'ägcr ernannt worden.

Dänemark.

Kopenhagen, 15. Juli. Se. Majestät haben „den Kam- merherrn und Kabinets : Secretair bei dem Kronprm en von Schweden und Norwegen, von Beskow (bekannr ais - ichter), zum Dannebrrgs-Rttter ernannt, und dem Dänischen General- Konsul in Griechenland, General-Kriegs-Commissair Falbe, er- laubt, den ihm vom Könige der Franzosen verliehenen Orden der Ehren-Legion annehmen und tragen zu dürfen_. . .

Sonnabend ging das Königl. Dampfickiin „Ktel“ mat dem Prinzen Friedrich Ferdinand und Gemahlin mic!) L_duiseniund ab, bis Dragöe von Gr. DNajesiät und der Prinzesim Wilhel- mine begleitet. _ _

Die beiden Kriegsschiffe, das Linienichiff „Dronnmg Ma- ria“ und die Kadett-Korvetce „Naiaden“, find unlängst wieder in See gegangen. Ersteres gegen Süden in die Ostsee, leßteres, um nördlich durch den Belt der Ostsee zuzufahren.

Aus Thisked in Jütland wird gemeldet: „Als Merkwür- digkeit ist anzuführen, daß im Kirchspiel Schyum in Thye (dem nördlichen Theil des Landes) fick) in einem ganzen Jahre nicht Ein Todesfall, Weder unter Alten noch Jungen, ereignet hat, nämlich vom 23. Juni 1833 bis zum selbigen Tage 1834, an Welchem gerade ein Mensch starb _ und daß dort in demselben Zeitraume nicht weniger als 21 Kinder geboren worden!“ ,

Ueber die (kürzlich erwähnte) Runenschrifc zu Runamo in Bleckingrn findet sia) ]“th eine interessante Abhandlungwon dem Professor Finn Maqnussen in der Dänischen Wochepjchrift ab: gedruckt. .Der Verfasser bemerkt über die Runensieme im All- gemeinen, daß diejenigen, welche für die Geschichte die rnerkwür- digsten gewesen wären, aller Wahrscheinlicvkcit nach bei Einfüh- rung des Christenthums, auf den Befehl eifriger »Misfionarre oder gekaufter Fürsten und Häuytlinge, ihren Untergang gefunden hät- tcn, indem es die Absicht war, so weit irgend thunlich, alle heidnischen Erinnerungen auszulöschen. Ausgemack)! sri) es, daß Kirchen häufig auf den Stärken des" alten Kultus aufgeführt worden seyen, wie denn auch erfahrungsmäßig manche Ru- nen: und Denksceine aus“ der heidnischen Zeit in die Grund- mauern der Kirchengebäude aufgenommen worden wären. Jm eigentlichen Dänemark zählt man gegenwärtiq 1.12 KlippenrRu- nen, in Island 29 und in den ehemals Däntichen Provinzen Schwedens 71. Auch sind neuerdings 2 alte Runensteme auf Grönland, einer auf den Faröern, und endlich vor ganz kurzem auf Seeland, 2 Stein-Denkmaie mit Runenschrifc gefunden, die den Charakteren der Runemoes Klippe ähnelt. T:)ieie leßtere betreffend, so geschieht ihrer bekanntlich im Saxo Crwähnring; alle Versuche, sie zu dechiffriren, waren bisher gescheitert, und nachdem im verwichenen Jahre durch die Bemühun- gen der von der Gesellschaft der Wiffenscbaften angeordne- ten Kommission eine genaue Abzeichnung der Runenschrift vorgenommen, versuchte auch der Geheime Archivar *))?agnussen lange vergeblich, der Bedeutung der Charaktere auf den Grund zu kommen. Bei der ersten Korrektur des Kupferstiches kam er aber auf einen Einfall, der ihm pldßlicl) Licht verschaffte, indem er von der Rechten zur Linken lesend, sogleich deurlich den Sinn der 3 ersten Worte erhielt. Im Verfolg der Forichung hatte er nach 2 Stunden die ganze Inschrift dechiffrirt. Sie ist einge- hauen worden kurz vor der Schlacht auf der quvalla-Haide ums Jahr 713 nach Christi Geburt; Verfasser isi einer der Hel- den oder Skjalden Harald Hildetand's _aewesrn, welcher selbst an der Schlacht Theil nahm. Möglicherweiie ,hat das ganze Heer Harald's, Welches“, einer Sage zufolge, sieben Tage auf dem Marsche zubrachte, bei Runamo Halt gein'achc, und ddrc feierlich in die Wünsche jener Zuschrift eingestimmt, die iich auf Sieg für den „König Harald beziehen.

. D e u t s (1) l a n d.

Meiningen, 15. Juli. Ihre Majestät dieKönigin von Großbritanien ist vorgestern bei ihrer Durchlauchtigen Mutter auf dem Schlosse Altensiein bei Liebenstein eingetroffen, wo auch bereits der Herzog und die Herzogin von Cambridge angekom- men waren.

München, 15, Juli. Die heutige politische Zeitung mel-

der die Abreise des Kronprinzen, ohne jedoch u bemerken, ob Se. Königl. Hoheit bereits die Reise nach ien angetreten

habe. '

von allen Seiten her ruhig bleiben, wenn sie den Ver- sie ihren Mitständen seit einem halben Jahre ver- noch durch die Theilnahme an einer solchen fre- altthat verzehnfachen würden. Volk schwerlich Allesfür sie wagen möchte, da- Spuren schon sichtbar gew-orden. daß außer den sechs Sarner die Stände Waadt, Genf, Freiburg, Zug, Glarus, , Graubündten, Schaffhausen, Tessin und Wallis sich tschieden gegen die Troxlerisch-Bionsche Helvetik erklären fremder Einmischung wo möglich zuvorzukommen, den ck auf altschweizerische Weise schnell bestrafen würden, ewißheit, daß derselbe auch in den Kantonen, die er tan unterdrücken könnte, nur tvenige Anhänger habe. welche für jede gesunde Auge 11; allein das sind keine Gründe, um sich versichert daß die Faction wenigstens aus Klugheit ein solches Sie besteht aus Menschen, welche ebenso die Frankfurter, das junge Italien und das e Deutschland die strafbare Anmaßung haben, das Jochihrer e ihren Mitmenschen durch alle Robrspierre'schen Mittel aufzu- wclchc gleich jenen fich vonanderen Menschen darin unter- daß sie ihren Willen als hinlänglichen Ersatz für den 1 aller Mittel der Ausführung ansehen, und dem erhabe- danken folgen, daß das Wohl und Weh von Millionen Generationen eine geringfügigeNebensache sey, wenn es sich cltendmachung ihrchdeen handle. Und welche Folgen würde ieier Art haben? Man könnte im gewissen Sinne freuen; allein die aufrichtig Liberalen werden sich daß diese unausweichlichen Folgen eine Reaction immerhin betrübend

Der flüchtige Kaufmann Papstmann aus Würzburg, der schon wegen des Verbrechens der Hülfeleistung zum nächsten Ver- suche des Hochverraths in Untersuchung war, wird je tauch wegen des Verbrechens der Majestäts-Beleidigung in Untersuchung gezogen und vor das Königl. Kreis- und Stadtge- richt München geladen. '

Dem Vernehmen nach, werden für den Griechischen Dienst noch drei Pionier-Compagnicen, jede zu 150Mann, organifirt; jeder Anzuwerbende hat eine Prüfung zu bestehen. Ueberdics werden noch ein Bataillon Infanterie, eine Eskadron Uhlancn, eine- Fuhrwesen- und eine Ouvrier-Compagnie für das See ; Arsenal und 300 Bergknappen geworben. sch demnächst eine Werb-Kommisson nach Sachsen begeben, so,- bald die Genehmigung der Königl. Sächsischen Regierung erfolgt seyn wird. Auch eine Anzahl von Geometern, Fdrstern :c. wird angeworben, die als Junker aufgenommen und in Griechenland Die Werbung für Civilisken aus" der handwerkcreibenden Klasse wird schon im nächsten Monate

Daß unter solchen

m änden ihr onftsind wohl die r angenommm werden,

*;Hochverra Zbci der G wa 111oMen nd Data der Berechnung,

Um letztere zu gewinnen, Wird

? klar daliege

11 O ' ieren be ördert werden. F M f abenverwerfen werde.

.qut wie die Hambacher,

In der gestrigen Silzmig der weiten Kammer ward nacl) geschlossener öffentlicher Sitzung zur [bstimmung geschritten: 1) über den Antrag des Abgeordneten Hardy auf Abänderung der Bestimmung des Art. 46 der Ge- meinde-Ordnung. 3) Die Frage: Will die Kammer der Motion des Abgeordneten Hardy auf Abänderung der Bestimmung des Art. 16 der Gemeinde-Ordnung Folge geben? wird mit 51 IN 0) Will die Kammer, daß nach dem Amendement des Abg. Hardy das anerendum bei aufzu- nehmenden Ortsfremden durch den Besitz von Immobilien in dem Ausnahmsorte hergestellt, oder durch Erwerb von Immobi- lien mittelst eingebrachter Baarsclwft versichert werden müsse? wird mit 32 gegen -1 Stimmen verneint. mer nach dem Antrage des“ Abg. von Gager" die Staats-Re- suchen, die Art. 46 und 50 der Gemeinde-Ordnung sion zu unterwerfen, und namentlich siatt dcn nach Art. 50 der Gcmcinde-Ordnung der Staats-Regierung überlasse; nentairen Bestimmungen über die zu beweisenden Zn- bei der Berathung über die Gemeinde- 0 provisorisch derselben überließ, eine ngen zu lassen?" wird (1) Will die Kammer

Darmstadt, 16. Juli.

ein Ereignis; d ." sch derselben bald überzeugen, herbeiführen würden, die, obgleich verdient, und manches Gute (Verbesserungen des Volks-Unterrichts, Straßenbau u. s. f.) mit dem Unkraut „. Die Behörden werden sich nicht, wie beim ; Neben;RÜckfichten, Delikatesse gegen Wohlgesinnte Theilnehmer , oder durch vage Hoffnungen der ewig zu bejammernden Gefahr xoßen Unheiis ausscßen und bei Verdacht einer Connivenz.

gen 5 Stimmen verneint.

inweqnehmen würde.

(:) Will die Kam- rand zu Uster, durch

gierung er

einer Revi Manchem dem Vorwurfe oder

Die List wird einzuschläfern durch das Vorgeben, man wolle Weiter nichts, als der imponiren“ (was schon an und für sick) Viele sucht man zu gewinnen, indem "„ man sagt, es sey das Einzige Mittel, um die Bundes- Reform * vorwärts zu bringen, da von der Tagsatzung daraus nichts zu “„ erwartrnsey. Allein aufderandernSeiteisivielmehrzu besorgen,daß )' das Vorhaben der Vereinler die völlige Zerrüttung der Eidge- “nossenschaft herbeiführen würde und auf der andern Seite kann * man leicht vernehmen, daß jenes nur eine Seite ist, die man , zeigt, um Bessergesmnte zu gewinnen, indeß der Haß der „Bru- ] tal-Radikalen gegen das Zuste milieu, das Streben nach der Alleinherrschaft einer Faction, die geheime Verbindung mit den Frankfurter und Savoyer Helden und das Wohlgefallen von , Zünglingen oder Junggesellen an ewiger Bewegung an ; tracht die wahren Triebfedern des Komplottes sind. _ Vorste- zhendes war nicdergeschrieben, als wir durch einen gut un _; daß das Kantonal : Co- ?'Kmité', von welchem die Veranstaltung der Volks-Versamm- aus Männern __ die Absicht verfassungs- szer Schritte, geschweige denn MaratiSmus beizumessen, und daß Hder „Zweck wesentlich nur darin bestehe, durch Unterzeichnung ei- :Éner Adresse einen Protest gegen die Mehrheit des großen Ra- “shes in Sachen der politischen Flüchtlinge einzulegen und ande- ahlreichen und achtbaren Volksklasse en für eine eingreifende Bundes-Re- :J form auszudrücken, fern von jeder Neigung zu Ex essen oder ei- , nem Gedanken, gegen Tagsaßung oder Kantonal- :" Cewaitsehritte zu erlauben.

nen regler ferenden, welche man Ordnung im Jahre 18 Gesetzes-Proposition an die Stände gela „qen 17 Stimmen verneint.

Antrage des Abgeordneten von Gagern den Wunsch Staats-Regierung stellen, eine GesetzesWroposition Über die Bedingungen der Ausübung der Gewerbe an die Stände lassen? wird mit 2.3 gegen 11 Stimmen verneint. des Abgeordneten Goldmann, wegen durch Besteuerung

Tagsaßung ein wenig ein Verbrechen wäre).

mit 19 ge

gelangen zu 2) Ueber den Antrag Vrrvollständigung des Gewerbfteuer-Tarifs der Monopolien; die Frage: Will die Kammer, dem Antrag des eren Goldmann Folge gebend, die Staats-chierung den Ständen einen Gesetzes-Entwurf vorzulegen, durch als solche in angemessener Weise dem Gewerbsteuer-Tarif eingeschaltet werden? wird mit 39 gegen 1 3) Ueber die Vorstellung des Landrichtcrs Entschädigung wegen der im Jahre ien Verlusie; die

Abgeordn Welchen die Monopolien

Stimme bejaht. Langsdorf in Gießen, um 1830 durch die tumultuarischen Auftritte erlittct Frage: Will die Kammer dem Gesuche Folge geben? wird mit 37 gegen 3 Stimmen verneint.

Hamburg, 19. Juli. gestern Abend eine Ruist nius, bei Kurhaven vor

Mann versichert

herrührt,

»chit entfernt sind, oder gesetzwidri-

Lootsen-Bericbten zufolge, ist vor- sche Brigg „Karoline“, Capitain Are,- Anker gekommen, und sollen fick) am

Bord derselben ungefähr 180 Spanische Flüchtlinge

0 e | e r r e i,ch.

Ihre Majestäten der Kaiser und die *ittags von der Familien-Herrschaft Wein: sten Wohlseyn in dem K. K. Lustschlosse

“**-rerseits den unter einer ,'herrschenden lebhaften Wi

ehörden sich In Folge der von dem Comité ' des Freischießens geschehenen Verweigerung seiner Lokalitäten, : wird die Versammlung nicht in Wiedikon, sondern eine Viertel- F stunde von dort, auf der WollWhofcr-Allmende stattfinden und die Liebhaber ersucht werden, ohne Waffen zu erscheinen. *. (haben keinen Grund, Zweifel in die Aufrichtigkeit dieser An a- her: zu setzen; allein dabei bleibt es immer ein Saß der r- daß es leicht ist, eine Bewequng zu veranlassen, Schranken

Wien, 15. Juli. Kaiserin sind gestern zierl im erwünschte Schönbrunn eingetroffen * Majestät die Erzherzogin Marie Luise, Herzogin von | gestern gleichfalls von Weinzierl hier angelangt und in der K. K. Hofburg abgesti

Einer im Schwäb. Merkur theilung zufolge, hat Kar men, welche über 40,000 E sten, Kohlen-Bergwerke u. 1. w. enthält, den Conventions-Münze gekauft.

S ck w e i z.

Die Neue Züricher Zeitung vom 9. Juli enthält fol- „Es kann auch dem nur wenig aufmerksamen daß die Bewegungs-Männer Alles anwenden, um auf den 20. Juli einen letzten und eben deswe- gen entscheidenden Versuch zu mach Es“ muß indeß jedem Verständigen selbst wenn es für den Augenblick sprengen, die Kantonal- eine provi Freischaar zu bilden und Excesse auszuüben *- e unter der Vorausseßung, daß weder die die Kancons-Behdrden Maßnahmen ck; _ daß der Versuch schr

Parma ec, i

enthaltenen unverbürgcen Mit- 1 )(. die Herrschaft Nachod in Böh- inwohner zählt, sehr bedeutende For- für 2; P?illionen Gul-

'. fahrung, [ aber nicht, dieselbe zu leiten oder ihr :“:und daß je die hcfrigere Klasse die vor ihr herge ende ge- mäßigtcre und gebildetere niedertritt. . wird es nicht wagen, dafür Gewährleistung zu Übernehmen, daß *_ nicht bösartige Menschen oder exalcirte Männer sich der Ver- ,sammlung oder eines Theils derselben bemächtigten und sie zu einem Zwecke mißbrauchcn können, dem das Comité: fremd ist. „ck Das Proclama des Wächters, die Cruditäten des Freiheits- Freundes, der doch immer seine Leser findet, beweisen, daß ..?. Besorgnisse solcher Art nicht aus der Luft gegriffen sind. Es ist somit immer Pflicht der Behörden, sich in Verfassung zu setzen, 5 Um alle Excessr und illegalen “R 1- Unsere Gesetzgebung politische Volks ; Versammlungen selbst in der Nähe eines Schießplaßes gestattet, so ist 'nicht un- daß dieselben zu verhindern oder auseinander u treiben seven, sondern nur, daß die Behörden sich in Verfas- eder Art von strafbarem Beginnen Einhalt agsaßung fremde Gesandte oder Kantonal- ehörden gegen Angriffe, Drohungen und Beschimpfungen zu _ Jm Uebrigen, da man scheint, von einer Schwei eri- 1chen National-Versammlung abstrahirt und sich auf eine . _.; 19n_al-Versa1mn[ung beschränkt zu haben, so hoffen wir, das; alle diejenigen Schützen und übrigen Kantons,- [kklichen Angelegenheiten mit Zutrauen den verfaffungsmäßigen ZZ Behörden überlassen und die industriellen Interessen des Kan- tons fiir höher als die Interessen der Propaganda achten, er- kennen werden, daß sie der guten Sache einen Wesentlichen FLZ Dienst erweisen, wenn sie auch _nicht aus Neugierde oder Leicht- „Zi'finn- durch ihre Anwesenheit den Anschein erwecken, als ob sie on „'enen Tendenzen der Bewegung Wohlgefallen hätten. sreur. uns zu vernehmen, daß die Leiter der Großraths-Minder- . heit (in der Notensache) abgelehnt haben, an dieser Volks-Ver- xx sammlu.ng, welche ihr Ansehen rehabilitiren soll, Antheil zu neh- [' mrn, da _1ie diese Rehabilitation mit Grund von ihren Talenten und fortgeseßcem Wirken für den bessern (nicht brutalen) Radicalis- Auch Troxler, dem wir vielleicht ten ungerecht zugeschrieben elvetik nicht einverstanden,

Das Kantonal ; Comité

genden Artikel: Beobachter nicht entgehen,

en, ihre Pläne durchzusrßen. einleuchten, daß der Versucb- gelänge, die Tagsatzung zu im Hauptorte außer Thätigkeit sorische Central-Regierung einzusetzen, sere Ansicht,

andlun en u ver indcrn. Regierung H 9 3 h

Tine Helvetische (was nur möglich wär Bundes:Bei)ör'de noch griffen hätten, schnell zum eine solche erdrückt und zersprengt würde, stens“ zweimal 2 Gegenden des und Militair-Behörden Gewalt und ihre Anhänger zu versagen, baldiges Ende zu machen. Faction, mit mehr Mitteln a junge Deutschland (mit schaft hat), sich durch sanskulottische im Kanton Z schließung mehrerer Kant Folge, daß auf der Stelle, sich eine Tagsahung, d Schwyz versa für slch hab völkerung des thes, die sr solchen Unfug mit Recht der den Kantonen Luzern 11 _ m der anerkannten Regierung im vermuthlich die Gränze menfiuß der Reuß ner von einer Fa die Bernerischen

am "e en "ollen diesem zuvorzukommen), Zbikmß, 11er die, erderben der Urheber ausfallen würde. Bande nicht im Augenblicke selbst an Ort und Stelle so würden binnen 24 und läng- beiden See-Ufern und aus 911611 ilizen unter Anführung der Civil- herbeieilen, um die selbüaufgeworfcbe und der Helvetik ein selbst den Fall, daß dt? ls das junge Italien oder das sie übrigens ziemliche Verwandt- Schreckens-Maßregeln, wie sie der ständlich genug anräth, nicht bloß , ndern auch die At)- hätte dies nicht die

_»1 Stunden vo

Kantons die 9)? Bürger, welche die po-

Setzen wir

Wächter ver * ürich einstweilen behaupten, io one erhalten würde, und zwar diesmal mit Recht-

chtmäßige Tagsatzung, in der d die Anerkennung von 5:- der & ürde? Allein wie läßt sich denken, daß Kantons Zürich, die Mehrheit sei 11 aussprach, nur eine

Sie würde dann beWeisen, ob s Und jene Katholiken in ,; äßigteKirchM-

ie einzige re mmeln un & mus am stehersten erwarten. Eigensinn umd Schroffhcit der Ans haben, scheint mit der Wächterschen _; 1o wie wir Üßx'k eugc sind, daß Männer wie Kasimir Pfyffer, Bornhauser, Kai hofer zu Gewaltschritten nie Wir hoffen Mdlich- daß selbst hißigere ger Ueberlegung, wozu noch Zeit ist, finden werden, daß auch bldßeNeckereien, z, 2), das Nachäffen der Französischen Kasen- Musiken „_ dgl. eben so kleinlich und unwürdig als nachtheilig scycn, da sick) das „heute mir, morgen dir“ gewiß sogleich be- Währen würde, und die gegenwärr-ZKM Zeic-Umstände überhaupt

ch erst so entschiede Woche slch ;;- gefallen ließe? Furcht beschuldigt ward. nd Aargau, die jetzt eine gem tAbneigung ansehen, weiz sehr bald bis zum Z,usam„- Limath vorrücken, wenn es gelten [“.-Ute, tl“ ction errichteten Helvetik zu widersréyen, ' GewaltSmänner dürften kaum lange vor einem ..

Hand bieten wür- Männer bei ruhi-

n der aitenSch

821 für die Bewegungs-Partei es nicht räthlich machen, aufs neue gegen slch aufzureizen.“

Spanien.

Der Constitutionnelenthältnachstehende rivar-Na ri : reti aus Madrid vom 4. Juli: „Ym 30. Juni tLind ein Géfeth bei Rioxa statt. Der Anführer Cuevillas, an der Spiße von 600 Mann mit 3 Kanonen, wurde von den Generalen Manso und Bedoya geschlagen. Er verlor 116 Mann und die 3 Ge- schü§z die Uebrigen, außer 53 Verwundeten, ergriffen die Flucht. _ ie Weigerung des Don Carlos, seine Resignation zu unter- zeichnen, hat hier große Sensation erre t, _ Man spricht heute viel von der Entlassung, welche der erzog von Bor, Civil- Goyverneur dieser Provinz, und der Marquis von Faires, Cor- regtdor yon Madrid, eingegeben haben. Man glaubt nicht, daß die Königin sie angenommen habe. Der Grund zu diesem hef- tigen Benehmen jener beiden Männer war ein VorWUrf, den der Minister des Innern gestern in einem Cirkular an die Ci- vil-Gouverneure ihnen indirekt gemacht hatte.“

_Zn Frapzösischen Blättern liestman noch Folgendes: „Je nachdem die Umstände es der Spanischen Regierun gestat- ten, zu einer allgemeinen Reorganisation der Armee zu chreiten, wendet sie alle mögliche Mittel an, um das Material derselben zu verbessern und den kriegerischen Geist unter ihren Truppen

u befördern. „Während man einerseits alten Offizieren zu einer

_enge' bon Civil-Aemtern Zutritt verschaffte, berief man andrer- seits diexenigen in die Cadres zurück, we1che der Parteigeist dar- aus entfernt hatte, und deren Hingebung und Erfahrung dem Lande noch von so großem Nußen seyn können. 3th beschäf- tigt man sich aufs angelegentlichste mit dem Ingenieur- und Ar- ttUerre-Cdrps, mit der berühmten Schule zu Segovia, mit ande- ren Militair-Schulen, die geschlossen worden waren, mit den Stückgießereien, kurz mit allen höheren Militair-Anstaiten. Ver- dienstvolle Männer arbeiten ein Reglement für die Militair-Ver- waltuyg aus, dessen Kontrolle die Erneuerung von Veruntreuun- gen hindern und den Truppen ihren Sold und ihre Bekleidung auf eine regelmäßige Weise sichern wird; auch ist die Rede da- von„ das grmze Militair-Sysrem der Spanischen Nation mit demjenigen ihrer reichen Kolonie, der ZnselKuba, das angeblich wenig zu wünschen übrig läßt, in Uebereinstimmun zu bringen. Cydltch steht artet) der Bewaffnung der Spanischen Jirmee, wenn ww ue rinterrtchret sind, eine Umgestaltung bevor. Ungeachtet der härtgkcit, die in einigen Waffen-Fabriken, namentlich in der zu. Sevilla herrscht, ist doch noch eine bedeutende Quantität Hieb; und Stich-Waffen in Frankreich bestellt worden, Herr Talabot hat von der Madrider Regierung den Auftrag erhalten, Säbel nach dern Muster der unsrigen, nur ein wenig leichter, für die Spanische Infanterie anzufertigen. Es ist dies das erste mal, daß Spanien in Frankreich Waffen besiellt, und es zeugt sowohl von den Fortschritten unserer Industrie, als von dem guten Vernehmen, welches zwischen beiden Ländern herrscht.“

_ Aus Saragdssa vom 2. Juli schreibt man: „Durch Dekret vom 28. Juni hat die Königin Regentin befohlen, daß alle vom Ministerium des Innern abhängige Beamte an Ort und Stelle bleiben sollen, wenn auch die Cholera an dem Ort ihrer Amtsführung ausbräche, weil ihre Dienste zur Erhaltung des Lebens und Eigenthums ihrer Mitbürger beitragen können; Wer dreiem Befe [ nicht gehorcht, soll außer Erleidung einer an- gemessener) Stra e auch noch seines Amtes verlustig gehen. In der Proving Madrid ist zu Vallecas ein Lazareth errichtet wor- den; die K nigm Regentin hat 100,000 Realen dazu geschenkt. Arn 26. Zum befanden fich darin 6 weibliche Kranke und ein Kind. Am 27sten starben 3 davon. Von Ansteckung hatte man noch nichts bemerkt.“

Portugal.

_ Der Courier enthält folgendes Privae-Schreiben aus Lis'saboin vom 1. Juli: „Der Gesundheits-Zuskand Dom Pe- dros wird beunruhigend. Der Kaiser leidet an einer Lungen- Krankheit, die größtentheils Folge eines Falles vom Pferde wäh- rend seines Aufenthalts in Brasilien ist. Die Anstrengungen der letzten Zeit haben indessen wohl ebenfalls dazu beigetragen, seiri Uebel zu vermehren. Der „Jer og von Paimella hat mit Silva Carvalho mehrere Privat- ujhammenkünfte gehabt, wie man glaubt, in Bezug auf die Regentschaft, im Fall die zuneh- mende Krankheit des Kaisers ihn unfähig machen sollte, an den Staats-Geschäften Theil zu nehmen. Es isi dies ein sehr wich- tiger Punkt, der festgestellt werden müßte, denn der plötzliche Tod Dom Pedro's würde Alles in Verwirrung hinterlassen. _ Die gegenseitigen Besuche der Britischen Admirale Parker und Gage, des Französischen Commodore, des Lord Howard de Wal- den, des Konsuls, des Portugiesischen Hafen-Admirals u. s. w. verursachten in den leßten drei Tagen einen fast unaufhörlichen Kanonendonner auf dem Wasser, und es ist gewiß nicht weni- ger als das Gewicht einer Tonne Pulver verschossen worden. Unser neuer Konsul, Herr Struth, kam gestern mit dem Dampf- boote „African“ hier an. _ Die heutige Gaceta enthält eine lange Depesche des Gouverneurs von Goa, Don Manoel de Portugal, an den See-Minister, worin er anzeigt, daß er, nach- dem er aus den Englischen Zeitungen die Besetzung Lissabons durch die constitutionnellen Truppen erfahren, sich sogleich beeilt habe, die Autorität der Königin mit allen gebührenden Feier- lichkeiten zu proklamiren. Dabei erfolgt eine eben so lange Ausein- anderießyng der Umstände, die ihn gezwungen, sich im Z.1829 für Ddrn Miguel zu erklären, und die darauf hinausläuft,daß die Kolonie, bei ihrer Schwäche, sich jeder Regierung unterwerfen müsse, die im Mutterland die Oberhand habe. Wenn diese Entschuldigung für sem Betragen bei dieser Gelegenheit angenommen wird, wes- ehe Biirgschafc hat man dafür, daß seine 1chnelle Unterwerfung ]ekzt nicht eine Wirkung derselben Nothwendigkeit ist? _ Der Herzog von Portland hielt sich einige Tage mit seiner Jacht hier auf. Die Gegenwart desselben trug ebenfalls viel zu dem Verbrarich des Pulvers bei, von dem oben die Rede war. Die Stadt_ ist ziemlich ruhig, was zum Theil der Verwendung der regulatren Truppen zu Polizeidiensten beizumessen ift. _ Die ?erzoge yon Cadaval und Lafoéns wohnen auf dem Gute des _rsteren m ONugem, 50 Englische Meilen oberhalb Lissabon, und sind vollkommen sicher, da die Berrohner der umliegenden Di,- skrikte sämmtlich Migueliscen sind.“

Vereinigte Staaten von Rord-Amerika.

New-York, 16. Juni. In diesen Ta en i ier eine kleine Broschüre von I. Fenimore Cooper? derstfick? je t in Albqny aufhält, erschienen, welche eine Vertheidigung des Prä iden- terrm der Bank-Angelegenheit enthält, und worin es unter Anderem heiße: „Was at dies Alles mit den Prinzipien oder den Vor- schriften der mertkaniichen Constitution gemein? Die Aus; sprüche des Kongresses können nicht einen Präsidenten von seinem Sessel oder „auch nur einen Secretair aus seinem Kabinet ver- treiben. Beide behalten ihre Plätze nach demselben Recht, wie

der Kon reß selbst. Sie sind gleichfalls Diener des Volkes welches sglch das Recht vorbehalten hat, über ihr Betragen zi; urtheilen. Aber während das Votum des Senats“ nichts Gutes wrrken kann„ vermag es doch sehr viel Unheil anzurichten. Es hat die zwette große Verlegenheit, in welche unsere Regierungs- form, vermöge ihrer Organisation, gerathen kann, nämlich Spal- tuiigen in den verschiedenen Zweigen derselben hervorzubringen, Wirklich herbeigeführt und dadurch die Interessen des Volkes in GefaxhÖr' gebracht.“

. te Bank-Partei scheiße aus diesem Werke Coopers Gelegen: Leit genommen zu haben, ihn zu beschuldigen, daß er ein Amt uche und deshglb als Vertheidiger des Präsidenten auftrete. Cooper vertherdtgt fich geÉgen diesen Vorwurf in einem Briefe aii den Heraus eber der vening-Post, worin er sagt, daß er nicht darauf w rde geantwortet haben, wenn sich diese Beschul- digung auf das eine Journal beschränkt hätte, da aber ähnliche Ger11chte 911ch an anderen Orten zirkulirten, so halte er es für nöthig, Einiges Y; ent egnen. Sein Schreiben an seine Mit- bürger über die ank- ngelegenheit spreche für sich selbst, und es wäre besser gewesen, wenn die Journale die Erschei- t_1rmg desselben abgewartet, ehe sie ihre Kommentare über 1emen Inhalt beFonnen hätten. Die Beschuldigung, daß er in oder außer dem ande ein Amt suche, sey falsch. Er habe nie, weder im Lande noch außerhalb, ein Amt gesucht oder gewünscht rind sey riur eine kurze Zeit Konsul gewesen. Herr van Buren sey ibm yöllig frenzd, er habe niemals weder direkte noch indirekte Verbindung mit ihm gehabt, habe ihn nie gesprochen, und sey, mit Ausnahme der d entlichen Orte, nie in demselben Zimmer mit ihrn gewesen. as genannte Werk sey ohne Absichten ir- gend einer Art geschrieben, und enthalte die unparteiischen Ge- smnurrgen eines Mannes, der durchaus mit keiner Partei in Verbindung stehe.

Die Zahl der Einwanderer in New-York betrug vom 1sten Jankuar bis zum 5. Juni d. 3. 16,753, und zwar bis Ende Mai 6880 mehr, als in demselben Zeitraume des vorigen Jah- res. Jn„Quebek waren bis Zum 28. Mai d. I. 8040 einge- wandert, tm Jahre 1833 bis e en dahin nur 1363.

In den Zeitungen von Philadelphia wird folgende Aeuße- rung desVorftehers des Polen : Comité's, Albert Gallatin, über die m NordzAmerika angekommenen Polnischen Flüchtlinge mitgetheilt: „Wir hatten nie eine Einwanderung in unser Land, die mehr zii beklagen, oder mit der weniger anzufangen gewesen wäre, als die der verbannten Yolen. Nicht Einer derselben sprach Englisch, u,nd nur Wenige ranzösisch oder Deutsch. Sie fan- den hier keinen L_andsmann, an den sie sich hätten wenden können. Ihre Gewohnheiten unterscheiden sich wesentlich von den unsri- gen und von denen des ganzen westlichen Europas. Sie find aus allen Stäpden gewischt; etwa 80 von ihnen smd EdeUeute oder zum-Theil unterrichtet, ohne einen Beruf, und die niemals Handarbeiten verrichtet haben.“

Inland.

B erlin, 21.Zuli. Durch das vor etwa 7 Jahren errichtete Co- mite zur Beförderurig der Halleschen Schifffahrt ist bereits ein günr sttger Erfolg für dieselbe ms Leben gerufen. Die direkte Schiff fahrt zwuchen Halle und Hamburg, Stettin und Schlesien, die Güter-Sendungen von daher, welche grdßtentheils Speditions- Waaren enthielten, haben sich mit jedem Jahre vermehrt. In den leßten 4 Wochen sind bei Halle auf der Saale stromauf- wärts 26 _groge Elbkähne theils leer, theils mit Gütern belastet, und 49 kleinere Kähne mit Steinen und Steinkohlen; strom- abwärts aber 28 größere Elbkähne mit Sal und Gütern oder leer, und 192 kleinere Kähne, wovon 7 mit rde, Braunkohlen, Salz und _Knochen, die übrigen leer gegan en. Vorbeigeflößt wurden 789 Baumstämme, 20 Schock 47 türk Bretter und 51 Schock Latten.

_ Zu Eisleben hat im Laufe des Monats Mai der Bau eines neuen Krankenhauses begonnen , welcher rasch vorschreitet. _ Der am 16. Juni daselbst verstorbene [):-star emerilns Wacker hat dem dorti en Gymnasium ein Legat von einigen Tausend Rthlrn. ausge est, wovon die Zinsen unter die Lehrer vertheiltÉverdÉn lsollen. R

. _ ei e gern, im egierungs-Be irk Mer ebur un; mittelbar am Elb-Ufer, hat man ein reichhckltiges B'raunkgéhlen; Lager entdeckt, das durch die bequeme Einschiffung guten Absaß und Gewinn verspricht; auch im Querfurter Kreise find neue Braunkohlen-Gruben angelegt worden.

Meteorologische Beobachtung.

1834. Morens Nachmitt. Abends Na ein 20, Juli. 6 U r. | 2 Uhr. | 10 Uhr. B?0bachn:1a!§1i3.er

Luftdruck. . 336,0 1 “Par. 336,0 CPU. 336 :- 2'"Par. uell " " Luftwärme 14,4 “N. 22.3 “R. 1639 "R. wum" 8/3 R' Thaupunkt ][],7 9R_ 7,7 o R 9,0 o R Flußwärme 18,6 o R Dunßsattg, 75 pCt. 33 pCt. 55 pCt. Bodenwärme 14,5 "N Wetter. . . . heiter. heiter. heiter. ., ' Wind ..... W. W. W. Ausdünsk- 0,2 s 1 *“ Rd. Wolkcang ! '" W- ! _ icderscblag 0,

]Zerljner Zörße. ])en “21.111111834.

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