1834 / 228 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

wurde ur ?iMimmung gischrHrtcn, und is iiimmwn fiir die Zweite esung der Bil].

Anwesende. . . . 51

durch Vollmacht 71

122 Anwesyzde. . . . 8."- durch Boilmachi 104

. 180 “so daß die Bill mit einer Mojoritäi von 67 Stimmen ver- worfen wurde. _ Unterhaus. Sißung vom 11. Auguü. Herr Giratx “ian richtete eine Frage in Betreff der Cholera in Iriandan Herrn Lirtleton, und aus der Antwort drs L€_!:»ici'cii ging [)er- vor, daß die Krankheit dort wieder sehr im Ziinrwiicii ist. „Damn wurde die Armen-Biii mit den von dM Lord.“. dazu angenom- menen Amendements widder dem Unterhaus? Okkixrsej-ZT. Herr Hughes trug aiif Vcrwerfung derselben an; diese *))Totion wurde aber mit 79 gegen 251 Stimmen beseitigt. Die Ww Klausel der Bixl, wie sie das Unicrhaxis angenommen harie, war vom Ober- bause vrrworfen wwrdcn, iind ersteres beschloß iiun iiach einigrn chaticn einstimmig, di::ses Ameni-ement drs 105:an nicixt zu 3271901203911. Es sbii daher deshalb um eiii“ Kriiferenz mit d-xixi Oberhaus? '.“iaihgrsuwt werden, um drrxiiriF-rxr die _Grüiidr darzriiegrn, wesiwlb das Unterbaus von seincr Finsicbr abweicbt. Eine MOM, “Abstimmung wurde durch Lord Somersec's An- tt'dg, Mx“,- die Klauseln iiber die unehelichen Kinder in der vom Obskbäßxse verändrrten Griial: ganz weggelassrxi werden sdthrn, veraniaßr; die T*)"Loiion ward mit 50 gegeii "10 «Ummon vcr- chsrn. Ein von Herrn Aslionby vorgcécixéaxxriies Ameiidc- :?:-ent, in gewiffrn Fällen *.*-sine andere Beideixr i:“ir die Vatrr» swast, als den Eiddcr Murter, zu fordern, siei cri-rixsalls diirch; cs ergaben sicb „€ Stimmrn dafür und 44 dazzczéen. “Die ubri- gen von den Lords vorgenommenen Ainendemenis dajxirten, imd die Bill hat demnach Gsseßeskraft erhalten. "Lim Schluse der Sitzung tru-g Lord Althorp darauf an, daß 00) das Haris bis zum 13ren vertagen solle; die JrländisrHM *.)Titglieder Z. Gractan und Ruchven fanden dies zwar zu lange, fiir den Fall, daß die Zciändischc Zehnteti-Bill im Oberhairsc verworfen Wärde, wril dann schleumige Maßregeln zum ErsarzFÜr dicielbe nöthig seyn dürfren; die Vertagung wurde jedoch, ».onffen, da das Schicksal diescr Bill crfi zwei Stunden päxcr im Oder- hause critschieden warde.

dagegen

London, 1:2. Angust. Die Herzogin von Kent und die Prinzessin Victoria kamen am Dienstag in dem Bruwwn-Ori Tun; bridge an, wo sie mit "dem iirdßtcn Cnthuiiaémux iiiipxxzngcn wurden.

Im Devvnporc Telegraph Heißt es: „Ein Sohn des Prinzen vor: Oranien, der eine Charge in der Holländischen (MavitW b-Lkieidrc, wird täglich aus Rußland in unxerem Hafen erwartet, und es sind Befehle hier cingegangeri, ihn mit allen ssinem, Range gebührenden Ehrenbezeugungen zu empfangen.“

Heute früh wurde ein Kabinets-Rath gehaltin, _

Man glaubt jelzt, daß die Prordgacion des Parlaments mche vor dem !:“)tcn oder LZten d. M. würde stattfinden können.

Dem (Grafen Grey ist eine Adresse von dcin Gemeinderats) überreich;c worden, die am Iten d. in einer Versammlung dessel- ben votirc wurde, und wr-rin drm Grafen für seine dem Staat gelriiicten Diensti gedankt wird, _

Es wrd jrizc als ganz bestimmt versichert, daß der Herzog 'von Norfolk den durex) den Tod des Grafen Batharsr erlrdigten Hosenband-Orden crhaitrn werde.

Der Fürsc Tall:'i)raiid izi noch nicht abgereist; er hatte heute früh noch eine Untrrredx-na mir Lord Palirxeriroxr.

Bei der Parimncms-Waizl zu (Ö)“:oc-xirsr harte geßern, _am Schlusse des ersten Wabicagcs, der Tory:.§?aiididat Hur Codrmg- ton die Mehrheit der Stiriiin*.'n, näixilici) 2202, während seinem Gegner, Herrn Lrizx-„h, mir 2180 zu Tyra! grirdrdrn waren.

Es seycitic jcizt geiriß, daß Herr FMUTLEUD Beavis zum er- sten YrmcuKommissar ernannt werden werd. _ _ _

Der Brasilianische Griieral-Koiisul fiir Frankreich ist von Rio-Jaiieiro hicr angekommen. _ _ _

Herr O'Connril iz'i 7101) in London, wahrrnd einige Blätter ihn schon seit ein paar Timm MICH Zrloxix- ziir-ÉiiF-zrkthc jryn ließen; cr harre gciierii einr Umierrrizung 121571 Ldrd__éiit;)orp.

TNic Hmspiyc aiif die Virioerxunz dcr Ji'ikir-dzichen Zrhntem “Bill im OdsriNUs-z fart dcr Globe: „Tims “5537700130111 wird den Chardirsr drr '*II'c-„izirchci, dir “.'-du drr_erbiichck€n24.5:isii-3ir verwor- fcn worden ist, kinnen zu lernen wunschrn. Dxe Zchnien von Irland wurdcn nach ihrem Nominal-Werth abge1chißc. Die Zehr- ten:Bi[l bestimmte, da?? die Geistlichkeit fiir _jeoe 100 Pfd. dteixs Rominal-Bctraws“ 00 pCt. von den Gutsbcsißrrti und_20 pCt. aus dem konsolidirren Fonds empfangen und Mi? diesi :?:0 pCt. durch dir Cxénki'infre dcr r-rrwdgr iriner früherti Parlamrxits-Akre aufgehobe- rirni-Ocsibümer gedeckt und in den konwiidirten Foxids ziiri'icégczahlt “wcrden solltrn. Auf diese Weise sicherte die _voni-Obrrhauje verwor- éfrne Zehnten-Biii der Zriändischen Gerstltghkcit 80p_Cc. von dem Nominai-Werik) ihrer Zehnten. Von _diexem Nominal-Betrqge vermochte sie an vielen Orten nicht über 10pCr. einzritrciben, und dies noch mit Gcfnhr ihres Libens, init „Hülfe de_s Bajonxts, unter Greueln und Blutvergießen. Zeßt werden' sie gar mchts _erhab ten; sie müssen betteln gehen oder virhungern. EitiTrosk1edoch verbleibt uns. Durch die gestrige Entscheidung hat _die Tory; Partei ihr End-Urtbril über thr_eigenes Schickjal besiegelt und sich für ewige Zetkin von der Regierung des Landes_ ausgeschiossen. Das aitfgek'iäi'te Cnglandrerachtxt sic; wollrsn sie noch einmal ihr bigottes Scepter schwmgen, jo warde das gek_ränkte _und _ge- folterte Irland Über den Häuptern seiner Unirrdriicker [eiiie Kei- ten brechen. “Man hat nicht zu erwarten, da[; die_ »Minister iii Folge der Verwerfung der Zriändqchk Zehnren-Bill von Sei- ten der Lords einen direkten Schritt t:)un werden, da es für's erste hinreichen wird, mit grddrigcr Aufmerk- samkeit auf die Bewahrung der öffeiiiiickwri Ruhe diese Verwerfung zu ihrer eigenen Verdainmmj; wirken zu laffrn. Das Publikum wird natürlich fragen, ob der _iéycrzog von Wel- lington cinen Tl")eil seinrs" Einkommens zur m_nicrstüßuyg der ZrixxéidisMn Geistlichkeit hergeben will, __und ob Lord Ellenbo- L'OL“.',-*„. der die Verwerfung der Bill vor]chlug, auf cintge_von den'bedrutendcn Einkünften, die er von seinen Sinekuren bezieht, zii verziéyten gesonnen ist, um der Hungersiioik) vorzubeugen, dir das geoirige Votum des Oberbauies herbriféibreu dürfte.“

Das Königliche Dampfboot „Medea“, WilÄ-Ws ain Donner- staq von Coruäa iti Poriömduth anlangte, hatte auf reiner Hin- reise cinen Spanischr31 Courier an Bord, de_n cs NICH Bilbao und dann nach Coruna braiixie, und der (m _mlen zwqchcn die1en beiden Pläßen [LWLUÖLU Hafenortrn nut m_xixpracl , u:_n, wn? es scheint, den Bri)drden irgend eme gebeiiiie N.“.chriM nutzu- theilrn.

Die “hier wohnhaftcn Verwandien des Herrn Bertrand de

Lys, der als “Liner der Rädelöführer bei den vor dem 26. 1). M. ,

-in einem Landi UMWUVMMW rxkorden.

92-8 in Valencia vor;;rfallenen Unruhen auf Befehi drsGenerals Valdez erschossen worden seyn sollte, haben Briefe aus Balen- cia vom ?Zjicn v. und aus Madrid vom 2ten d. 932. von_ihren dortiqen Bekannten “erhalten, worin davon keineRedeiü, 19 daß man "die Wahrheit jener Nachricht in Zweifel zieht. _

Der Courier widerrufc heute die gestern von ihin_ gege- bene Nachricht, chß der berühmte Tcnorisi Braham plötzlich an der C olcra qcsrorsrn sri). _ _

321 Diidlin «reift dir Cholcrawiedrr sehr um sich; es nnd schon mehrere angrschenc Prridiirn ein Opsrr derselben geworden.

Briefe aus .*ii'akiucta vom 26|en Märzmclden den Tod drs bekannten Radsxhah Ram: Madhu Serigh- Sohnes 098 anim Sing, der 060 durch [*.-im- Verwaltung voiiKota berühmt gemacht hat. Zihm folqt mit Zustimmung aller _Klassen der Be,- bölkerung sein Sohn “Madden Sing tt_1_der Regierung. _

Jm Börsrnbcricht dcr Times Heißt es: „Die Berichce aus

'New-York bestätigrn voiikommrn die gehexate Vermuthung, daß

der in drm verbäktnißmäßigrn *))?i'inzwerrhe des Gisldcs mid Silbers der Union voi'qethmmnrn Veränderung cine groz-Ic Nachfrage nach Gold fod-arn dÜL'!iC.__ Es ist klar4 dar; die I)ie- aierunq "dcs" ÉZ-riicra! Jackson mir _ichr raicben Schritten rene der größten Reformen im Münzwescn zu _Sti_1_nde bringt, dic: je * ' Cs ind urid unqrxnürizrrn cdirn *).)eralirxi [(i)-on für Er Miéiioncn Pfund Sterling von Europa _ _ _ __ und es wird 11017) réxxc weirrre bricuwtlwbe Cmsuhr chr-arcrt. Uebrigens ist wohl ,',U bcmrikcn, dai; daxmt, dax; die Siaa-s-

dann in den Vrrcinidtcn Staa- D:»: Schiildrn der

c_//

wrgcs zu verstehen iii“, as?- db i_s __ _

ton gar keine Schuld mrbr credit: wurdc. &

einzelnen Staaiexi brrrazicn zui-xmmrn eme Ungehrure Omma éiiiedsriande.

Amicrdaw, _ _ __ „101 Neil, D*LZÜ'Ü. ;“111;(§1110ch?11", WMF)? sich durch _ihre _]a[)__1_'[ichi*n Preis-Virthrildngen, so wie Überhaupt diirch geweinnükzigerccke auszeichnet, feierte beme- ihr 5:0ährigcs Jubilauxn durci) Y_i_cdi_'_xi in glänzenden." VCL'sKUUUli-"UZ, so w:o_durci) ver]chiedene *).-«ikst.- Aufführungrn. » Die G;.q«ilsch_§ft zahlt 1le mx g-mzcn Lande 11,500 Mixizlicder, die: in 10.3 Cectwnen vcrtheilc snd.

Der BUcM-ändlrr dempsdn l)a_c eckiiärt, vor) dem ihm zu- _ uber 10:1 vcrhangten Urchetls

stehenden chiytr, aiif Caffation des einzutragen, keinen (Zscbraixch machen zu tvouen.

B 5 i .; i e n. Brüssel, 12. August, Herr August Duvivier ist zum

Staats-Minisi-Zr ernannt wordrn, wird jedoch, wie der O)?oni- .:.

teur ausdrücklich bemerkt, kciiien Sitz im * iinister-Rache aben. _ _

h JNan ficht bereits Übermorgen der Rückkehr des Königlichen aares aus Flandern entgegen. _ _

P Lord Seymour ist von hier nach Paris abgereist.

Deutschland.

München, 10. Aug, st Regierungß-Blatr e_nthält folgende Bekanntmachung: „Stauss : Ministerium _des Innern und der Finanzen. Se, Mai. _der Köneg haben im Vollzuge des unterm 1. Juli d. J. iancciomrten GesekzeY, die Erbayung eines Kanals zwischen der Donau und dem Rheine betreffend, eine eigene Kommission zu erninncn gernht, bestehend untcr o_cm Vorsiize dcs Königl. Geh. Raths v. Klenze, yon Ceitcir dcs Frö- niql. Staais-*))?inistcriiims dcr inmnzrn: aus drm Königl. Gel), Rache v. Wirsiixinger und »))?mistrrmlrciche v. Knorr; darm von Seiten des Könl-Jl. Staatß-I)i'inijirriums des Zrinern; aus dem König!. O)?ini1ier*1a:rati7c .Klemicbrod und de1_n__Kö_i_iigl, O_berbau; rarhe Frhrn. v. Peckmann. Die Aufgabe diexcr Komquwn ist: Ach auf den Voilzug des Gcicßez Brzuzlch zur _geiiieinxamen Besciziußfaffung 0-8:ka Staais-*I)Tini|ier:cn vorzubereiten, nur _den zur Bcgründun»; dcs" Kaimlxnntrrnehmcns _geneigreii Kapitalicn; Brfißern sicl) Unmiitelbar zu _bciirhinen, die an sie gelangenden Anfragen zu brantwortcn,_d:e_ Llciien zu iammelnx vorcr|i und so lange die ziir Wahl eme; Dirrkcoriiims wöchige Zahl von Actionairen nicbt subskribiriieyn werd, _die Stelle des Direkto- riums zii verirrten, und Allis aiifzubicien,_u1n den _schncUcn und Voüßändigrn Vollziig dcs erwayntin Gczcyes zu bcwl_i'ke_11. Diese Aiiei'hdilß-sre Anordnung wird [)ii'l'mlt_ durch_-das Iicgir- runas'biaic mit der AUfÜOkOMUUJ zur öffentlicl)_e_n .Kenntmiz ge- braéhr, alis auf die Erbauung cincs Kanals zwiixizen dcr O_oiiqu und dem Rheine brzüglichen Aufreißen und Vorich'äge ausschlie- ßend an die obenerwähntc Konnninion, _als die z?! Unterhemd- lungen allein kompetente Behörde, zu richten. München, den

. u Ui 1834.“ . , .

7 ATM Vernehmen nach hat chis Königl. Staats-Miniskchium des Innern bereits eine Komminwn ziir Leitung der diesxähri- gen anusirie-Ausstellung niedrrgeieizt, welche alle Vorbereinin- gen zu treffen hat, damit ('.-:c_se Ausstellung auf eme würdige Wciie stattfinden könne. Es wll eme bedeutende Anzahl golde- ner und slbcrncr ?)iedaillendzur Belohnung der ausgezeichnetsten

“kanten aus et eit wer en. _ FabrkSeuttgarY,h1_2. Aug. S_e. Maj. der König und Ihre Königl. Hoi). die Prinzessinneii !clzen, nach den gestern aus Cg- stellainare eingegangenen Nachrichten, JhreBadekur daselbst nur dem besten Erfolge fort und werden unmittelbar nach Beendi- gung derselbrn die Rückreise track) Stiiitgqrr antreien.

Gestern Abends si11d__„éz'_l)re Ma]. die Königin mit Ihrer Königl. Hoi). der Prinzesim Auguste iind Gefoige aus den Bä- dern von Karlsbad, nach mehrwöcißentlichem doi_'__ttgen Aufenthalte, ' rwün tem Wohleyn wieder ier eingetro en. _ _ _

m e Daiséiiiadt, 7.s'2luqusi. Ihre Majesräi die „Königin K_a- roline von Bayern, Schwester unserer Großherzogiy, verWeilt seit mehreren Wochen am hiesigen Hofe. Vor einigen_ Tagen traf auch die Großherzogizi Stephanie voii Baden met ihren Prinzesfinneancbtern,Zoiephme und Marie von Baden, dann der Prinz von Wasa mii Gemahlin (gleichfalls einer Tochter der Großher ogin Stephanie) ziim Besuche am Großherzoglichen

“Hofe ein. yäufig macht dir Großherzogliche Familie kleine Aus-

e mit i ren 0 en Gäscen in die freundliche Umgegend 13011 fiÖjcérmstaditho Lieb Bergstraße urid der_Odenwald reizende Aus- sichten darbieten. Vorgestern sprist-etrne auf dem naye_n Jagd- schlosse Kranichxirin, das von den herrlichsten Wald-qutiecn um; geben ist, deren prachtvojler Baumsthlag und anmuthiger Schat- ten einst Goethe und Herder so cntzückce. Gestern Abend cr- schienen sie im Gros;herzochhc_n _Hof-Opern-Theater, _wo der Wiener Hof Sänger Wild verycizicdene große Scenen aus Opern darstellte und dabei von nettem icincn Ruf als eiiier dcr erstrn dramatischen Sänger D*iirscizlands bewahrte. _Ut noch größe; rcr Theiinahme aver erblickte das sebr zahlreich vcrigmmeite Publikum diesin Kreis Fürstlichcr Perioncn, an_ weiche iici) auä) so manche interessante [)isiorijcbe Erinnerung reiht, und _m 1er- chem sieben Fürstliche „Damen strahlten; unter ihnen un1ere lie-

an gcmünztrn ; [)andiimgcn führen. ---

it'- Irm Voxrciniqtcxi ?;taatcn cingeqangrxr, ;

13. 710300. „Die hier bestehende Gcsciisä aft ;

'? in dem nahen Offenbach, wo auch Proli, der Gesalbre, »er ; Wrsrn einc Zcit lang trieb, den Gegenstand des allgemeinen», “' sprächis aus. _ _ - cin Barter, und führte sonst einen exemplcrrischen Lebenswandel. F*-

benswürdiqe Erb-Großherzogin, die Bayerische Königötoehtexx Ei war ein schöner Verein der durch die Bande der Freund- Und Verwandtschaft so innig verbundenewhohen Häuser, Bayern, Baden und Hessen, den man hier erblickte. _ ; Darmstadt, 10. August. Bald werden die in der zwei, [_

ten Kammer der Stände vorkommenden Gegenstände _wichiigexm= werden, als in den 1913th Wochen. Außer dem_ Berichte Über das vorgelegte Forst-Strafgcseiz, welcher im zweiten Aitöschusse ;_ vorbereitet wird, ist man dort mit den Rergirrungs-Commiffcm-en m Unierhandlung wegen des Art. 10; der_Verfaffurigs_:Urkunde, , wonach für das ganze Großherzogthum ein bürgxrsiches GMI- '; brick), ein Straf-Grsrkzbuch und ein Geseßbuä) über das VM ; fahren in Rechtssachen eingeführt werden soll. _Dieser Artikel war schon Gegenstand der Berathung auf dem vorigen Landtage, Cine Vcreiniaung zwischen der zweiten Kammer:, welche die RHein-Hessisthe Geseßgcbung mit den von der Erfahrung aw w:“xtiscvenswerih bezeichnrcrn Abänderungen onte, und d_er Staats: chicrunq, welche besonders an der Einführung des Geiehwornen- 7 (“*öericlits diesseits dcs Rdrins Anstoß nahm, kam aber damals nichtzx Smudo. Neulich abcr erklärten die Regierungs-Commissajr„ ]? da[: das Gescßgcbungswerk siic dem vorig_en Jahre ruhe. MM wird nun sehen, ob, und zu welchem Reiultate die neuen Unter,“ Ein anderer Gegenstand, welcher den _J_

;wcicen Ausschu0 brsäzäftigr, ist der Art. 72. und 7.1. der Ver; “fckisUnx-W-Urkimde. Die Regterungs-Commissäre behaupten näm- lici), gcsrzlickw Bcstrrmnungen nach Art. 7.5. der Verfaffung„ -

ii-omaci) dcr Grdßbcrzdg, ohne _fiändisck)eSPZ_2_iti_r_»irkmd19, iSnsrim

*. ***,“.Ö-: "1“ “'r-:rs «m: abreiragrn sryn wird krincs- J gexidxxii Fälirn jalvxi das Nöthig? zur : er eic es kaum" „_:_ SMW M' U O' 'N“)? I ck :. , , workshi'en darf -- von dem Eroßherzogqerlasiéßi, bcdürflcen oer S ' k) “* 1kr*'*7' , ' * ;“ * OUJTLTUUUMJ aller Öcaais-(Bewaiten, a o auc nameniich der _ , _ . . „_ _ _ „, __ ? Swais-Regicrung, ZM wiederartfziehobeu zu ivrrden; Mit die- _ tief beleidigtin Bikers aus.;cdimkc habin, 1111.11,» aiie U Jimi,- ; Ui" ÄNPCÖT konnte kia) aber bis 1th der zweite Au51chUß nicht _ Zdhm und verfolgt und das Gut der WM)? *.*CksckÜLUder. C'r

befi'eundcn. _ Frankfurt a. M., 12. August. In diesem Augenbiick muri): die Ci'sii)9inu11_q und Verhaftung eines Volks-Predigers *

Dirser junge Bursche von etwa 26 Jahren Z| _“:

Ssin 'Name ist H::rmann. An Ostern will er eine göttlicheEr- öffentlich „zu lrhrcn. Cr airbc niimlich vor, er [cy in [einem „Hofe auf eincm aus dem Felde, ]riner ungewöhnlichen Bildang

Beruf kund gegeben. _ als vorher zur Hand. .Der Stein, auf welchem er saß, seyia Augenblicke der Erscheinung geborsren, und m_ dem Risse seym nim biblische Charaktere zu schaucn. Zuerst hielt er seine Vu- träge in seiner Stube vor wenigen Zuhörern; nach und _nai vergrößerte sich sem Ruf, er mußte auf der Straß; predigen, da die Masse der Zuhörer auf Hunderte stieg, und in den [ep __ ten Taarn über Tausend gewesen seyn soll. Er blieb sei nen Bérass-Geschäfcen treu, und hielt seine Vorträge ]edeu Moraen nach der Vollbringung derselben. Er ermahnte

das Volk, den Weg der Tugend zu betreten, da wir eine große, _ Allos erswürternde Begebenheit zu erwarten hätten. Er schont: __ dic Geistlichkeit keinesweges und behauptete, daß fieczuin Theil ihrem hohen Berufe untreu geworden sey. Den S ritten dei Behörden, um diese öffentlichen Reden zu unterdrücken, seßkeei

dcn Auswruck) entgegen: Er müsse das Voik lehren, wenn aueh seiner Fcuer und Schwerde warte. - Um nun dem Unwesen _ diiscs immer mehr Einsiuß gewinnenden_Fanankers, deffin ti- gr11tlichcn Zwecke noch gar nicht zu durchjcyauen waren, Einhalt Z 'zii thun, sah sich die Behörde veranlaßt, ihn zit_vcrhafcen. Er ist qcsrern unter großem Zuiaufe von Menschen, ]edoch ohne das ,. disse einc Widersrrziichkeit zeigtcn, nach Darmstadt gebracht _ worden. In Würzburg ist ein Veteran der dasigen Universität, Pri- ? fessor Geier oeu„ am 7tcn 0. mit Tode abgegangen.

O e | e r r e i ch. Wien, 12. August.

:*“;XÄRÉYÉUFHWXÄT * , :“ „*:-i «*r

G-wcimen Nati), Stau» und Conferenz-Ra , Freiherrn voi Sxiffi, er!.xé'scn: * _

„?ieber Freiherr v, Siim! Aus Ihrer" an Mich gerichte- tOR Vorstellung habe Ich die Hindernisse, welche der Zußand Ihrer Augen nach einer vierzigjährigen Laufbahn der Fortseßuns __ Zhrer Verwendung bei dem Scaawraihe in den Weg lcgt,vnd ?? den Wunsch ersehen, von diesem Geschäfte dieserwegen enthob zu werden. -- Indem Ich demselben entspreche, belgsse Ick Ih“ nen die Bezüge einer Stelle, deren Erfordernisse Sie mitTrtUe und dem regsten Eifer während einer langen Reihe von Ja zu Meiner Zufriedenheit unauSgeseht erfüllten. - Ich füge d'i- scr Entschließung den Wunsii) bei, daß durch die größere Rub“- wclche sie Ihnen sieben, Ihre Kräfte zur sonstigen Verwenduki um so länger aufrecht erhalten werden. - Baden, den 10_._ AW gust 1834. _ Franz. __ * Der jüngere König von Ungarn ist am hren d. M. mits ner Gemahlin in Linz angekommen, von wo dieselbe ihre Reise nach Gmunden im Salzkammergute fortseßten.

Im Laufe der vorigen Woche ist dei“ an unseren Hof““ nannte Königl. Sicilianische Gcschdftötr§zech Marquis GagUW hier eingetroffen, um den bisherigen eschäftsträger, Graf“ von Caraffa, zu ersetzen.

S ch w e i 3.

Zürich, 9. August. Bei der Berathung der Tagsahun _ in Betreff der Bunch ; Revision stimmten für Revision ouri einen VerfassungSratl) Bern und Luzern, mithin 2 Stände, mr; Basel ; Landschaft.

ck ;.

qau). Endlich stimmten dafür, daß zur Fortseßung der von?et s, Tagsaßung früher beschlossenen Bundes - Revision eine Tagiai zungs-Kommisfion gebiidei werde, 13 Stände. Der Antrag WZ St. Gallen, daß dieser Kommission der spezielle Auftrag erib“_

werde, sich wo möglich über die Grundiagen eines neuen B"" des zu verständigen und darüber Anträge zu machen, erhielt

Stimmen; Bern, Uri, Swyz, Unterivalden, Tessin, Wallis jd

Basel-Landsckmst erklärten, an den Kommissional-Arbeiten nich_x Thril nehmen zu wollen. Stadt Basel und Neuenburg behie ten sich das Protokoll offen. __

In der zwölften Sitzung der Tagsa ung verlas der Ag" ordncte von Ncucuburg eine förmliche ?Yva?rung gegend_t__ BaschlUs3 der Tagsatzung vom 29. Juli rücknchrich des vond

renden Titels. [___ Basel, 9. Angusi. Der Obmann des Schiedsgerichts __ das Endurtheil uber das Univerfitätsgut erlassen. Demzuf" __

imac!) ganz crnfacbcn Grunde, wcil ein FWU“ dkksis' Gkbkimnéß "“ck set-

Sodann erhielt der Modus einer Rcvislpk f „durch eine Konferenz 3 Stimmen (Sc, Gallen, Genf und Thu“

wird das;gesammte Gut der Stadt Basel zugetheilc, mit der Mrpflichtung, es_ zu, Zwecken wissrnschafclicher Bildung zu ver- wenden. Das" indie Theilung Fallende beträgt 621,060 Fr.; da'von sollen 25 pCt. abgezogen werden, wegen der Aniprüci)e der Stadt aus Dotations-Urkimden, Untheilbarkeit u. s. w.; der Rest wird gethcile, und zwar so, daß der Landschafc 64 pCt. auszubezahlen find, dercn Betrag sie zu 1viffenschafclichen Zwecken u verwenden hat. Mit andern Worten, der Stadttheil hat die andschafc mit 298,108 Fr. 80 Cr. abzufinden, um Welche Summe ihm das uralte Recht und Cigrnthum „Basels an der Universi- tät wieder zugesprochen wird.

Das Journal de Gendve meldet die Ankunft des Ex- Minijiers, Herrn d'Argoui, in dieser Stadt. „Wir wissen nicht“, sagt es, „ob es wahr isi, wie man uns v-srsichcrt, daß er mehr; mals mit einigen der Legititnificn, die sich hier aufhalten und unter anderen mit dem Marsrhail Boarmont znsaiiimcngeirof- fen fck,“

Italien.

Florenz, _7. Aiigusi, Die heutige Florentiner Zei- tung enthält eine Großherzogliche Verordnunq, wodurch die

Stadt Livorno vom 1. Angus: ab für einen Volltiäiidigcn Frei-

hafen mit allen für einen solchen Hafen sratrfindcndcn Vcr- günstigungen erklärt wird. _ Rom, 2. Aug. (Allg. Ztg.) Nach der Ankunft eiixes Cou- riers' bericf dcr Pabxi gestern eine außrrordrntitäw Versaimiilung dcr Kardinälc, worin den C'minenze'n dir bririibtr Nachricdi mic- gcchcilt wurde, daß dcr Kardinal Patriarii) von Lissabon, Patri- io da Silva, die BiiWÖf-s iiewceht hade, weird? Dom Psdro rr- nannt hatte. In der Rede des Pabstcs Ji-li siii) das" Gciüéx-l cines

tiakriccn eines ungehorsamcn Sohnes birzäixx, der die Prirstrr

agte ferner,_ein solches Schisma sci) selbst in dcr Scixrecken-erit der Französichen Rivoluiion nicbt vorgrkoimnrn, Welche in die-

- ser Hinfickic doch immer die Rechte des Oberhauptcs dcr Kirche " und des kanonischen Gesrkzrs anerkannt hab?.

Es wurde dar;

: auf beschlossen, eine zweite Warnung an Dom Pedro zu erlas- * sen, damit er von diesem vcrdammungsivürdizzcn Wege zurfick-

kehre. Sollte Dom Pedro diese zwcice und Wie Ermahnung

„- . . , ' , * nicht hören wollen so diirfte kein *Miiirl mehr übrig bieibcn, sti)“'m*n*“7 gehabt wN", welche th" bestimt hahe, das Volk als den Bann übeéihn zu sprechen. Zn dem:“clbenKonsistorium

hat der Papst die übliche Hairdlunz; vollzogen, den drei

- - . - neuen Kardinälen Polidori, Botriglia und Canaii den Mund zu wagen, i::ttqcbraclUM Steine gesessen; da sev eine Weiße Wolke ;. . . . - . - . __

zu ihm niedergestdwebt, und eine Stimme habe [l,hm seinen neuen 3 öffnen, wodurch sie Stimme in dreier VimammlunZ c.!)alten. "*“"an nahm er die B' el noch fieiß'g“ . gcsicrn verlassen und ward erst nach einem mrhrmonatlichcnAus-

-- Der Oesterreichische Botschafter, Hr. r. Lüizow, hat uns vor-

enthalre in Deutschland hier zurück erwartet. Baron Marsclmi], wclch2k bereits hier angckommen ist, wird während drr Abwi- se'nheic des Grafen die Gcschäfie Übernehmen. Zur Zeit drr RevoliiQion in Bologna war Baron »))?arWall bei dem Kardi- nal Albani, dessen Abtriccn von seinem Posten in Bologna da- mals sein Werk gewesen, so wie er auch viel dazu beigetragen haben soll, die Gemüther zUk Vcrsöhnang und zum Geborsam

gegen die Regierung zu bewegen. - Der SicilianiiMMarquis

Spaccaforno, welcher seit längerer Zeit hier lebt, ward von dem Könige von Neapel zum ersten Secretair bei dcr Gesandtschaft in Paris ernannt. *- Jn den leßten drei “Monaten Mai, Juni und Julisind hier. und in dcr Umqegend von den verschirdcnen Tribunaien nicht weniger als 1.52 Individuen zu den Galeeren verurtheiic worden.

L?) ;ck a 1: i e n.

_ Cortes; Verhandlungen. Proccres -_ Kammer. Stßiing v_om 2. Angus“. Um 101101" war die KUMMW vcr- sammrii. An der Tagcscrdniing stand die Criiirrung drs in der Sißung vom 31. Juli vorgrlcgten A:“rrß-Tiiiwurfs. Vor-

? erst verlas noch der Srcretair der Kammer, Herr Angil Saa-

vedra, Herzog von Rivas, mehrere Schreibrn, worunter cines

__ von dem General Paiafox, wclchrr anzcigic, daß er den Eid :; nicht habe leisten könncn, weil er in seiner Wohnung vcrhafcet

und ins Gefängniß gebracht worden ski); rr rechnete ]cdoci) dar;

Se. K. K. Majestät haben nacbßi F auf, _daß er bald auf sein CHranort in Freiheit gesetzt werden [).“ndes Allerböchst eigenhändig gcschriebenes ?undbillec an den Z und in der Kammer würde erscheinen können. 1

Nach einer kur- zen Debatte über dis Prärogaéwcn cines Prdccrs, die drr Wmf von Parsent verai-iaßtc, kiindiqcc dr!“ Präsidrrc an, daß der Adreß-Éntwurf zur Berathung gebracht w-xrd-én solle. E06 noch er erste Paragrar-T) erörtert wwde, verlangte Herr Ange-

* Saavedra das Wort. Der Redner erging sich erst in Lobes- erhebungen der Königin-Regeniin, deren Tugenden und guten Willen er pries; dann warf er der Kommission vor, daß sie sich nicht weit genug über die Grundlagen Verbreitit habe, tvclchc die Nation gebieterisch fordere. Heir Xarrcbia Burqos cr- wiederte hierauf, daß die Kommission keine andere Pflichr gehabt habe, als sich streng au die Worte der Thron-Rcde zu Halten, wir es ja auch in den Parlamenten von Frankreich und Eng-

, und stets Gebrauch sey. D*?r Präsident des Minister-Rathcs, Herr Martinez de la Rosa, meinte, die Regierung habe chon mehr gethan, als man von ihr zu erwarten berechtigt ge-

wesen.

„De_r erlauchte Herzog“, fuhr der Redner fort, „findet da“ das Ministerium sich in dcr Thron-Rcde Ujäjt offen genug a,:isgckZ sprochen habe,_ weil es die chieriings-Gchrimniffe niclit cnthüüt bat; er synte jedoch wtffenx daß, wenn auch die Einweihung in das Geheimniß einer Sache bei gehöriger DiIcrction nühcn kann, man

im Gegenibeil- wenn man das Publikum zum Vertrauten t„ der Gesabr aussetzt, Alies zu verlieren, und zwar aus* dem

Ulk Weise und nach seiner Einsicht beiirtheilt. Das Ministerium muß in ancn Punkteii den Brfehlen der Königin folgen, und die glänzende Zukunft, die skch vor unsern Bliiren cnisWleiert, läßt cuyns dns Schbn0e honen. Es bandcit sick) 1th nur darum, die 4bron-Nede zu beantworten, noc!) m(bt darum, alle mögliche Re. vrxnen zu verlangen; denn noch ist der Augenblick nicht da, sic zu ek'fullen. (Yin edier Procer hat es bedauert, daß man nicht einc ErilärunYubcr die_ Rechte der Nation erlascn habe, nach Art der- jenigen, te v_on einer benachbarten Nation bekannt gemacht wurde 7 einc_ unbejiimmie Erklärung oyne allen praktischen N::ßcn, dic kgcntlich weiter nichts war., als ein Widerhall dcs vbilofopdiswen edantesmiis dcs achtzehnten Jahrhunderts; dcr Erfolg würde ihre dublofigieit unter uns zei en. _DerRedxicr, dcm iii) antworte, verlangt "Freiheit der P_:cffe; w r_wunscl)cn ne auch. Wir werden qcrn auf t e Erörterung eingehen, die voti der Presse aufgeworfen wc-dén wird; Tiber es muß doch ein Jeder cmgedcnk seyn, das; die (Zivilisation n_ diesem Lande erst beginnt, und das; «2: ck den Erdrtrrungrn ver- mxnfttge Gränzen gesteckt werden müssen. Wir duldctt Au'es, und FM werden noch mehr dulden. Man hat ami» von der Amcrikani- chen Frage gesprochen. Ich muß sagen, daß sie der Gegenstand von Betrachtungen im Mitiisitt-Consxil war; aber die Z::rückdal:

sem Stande in seinrichziehungm zur Eidgenoffenschaft zu sah“ ÖW“ d“ eine so "MWS“ Angelegenhk" gtbkckkk/ gcüattrt noch kcine

entliche Erörterung einer schon an sich so scixwirri en "* __ _ _ SUle bi der die Handels-;,*ntcreffcii der„Nation quis ttkfßegbctbciikg)t/sfn§. as die Aushdhnung der Parteien und die Wiedervercinigung aller

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Spanier in eine einzige Familie anbetrifft, so wünscht Niemand fie so sehr, als das Ministerium. Wir wollen die Frhler der voriqen chicrung nicht entschuldigen. Wir sind nicht ihre Helfershelfer; tm Gegentheil, wir befinden uns unter der Zahl ihrer Opfer. Las.- sen wir jedoch das Vergangene vergangen scyn, und wenden wir u_nserc Blicke nur auf die Gegenwart, um die „Hoffnungen der Na- twÜnzZ verwirklichen und ihr cine ihrer würdigere Zukunft zu be: Oil

Dieser improvisirte Vortrag des Ministers wurde sehr gut aufgenommen. Die Kammer [79001111 sodann die Erörterung des Geieß-Entwurfcs. Die drei crsxen Paragraphen wurden ein- stimmig angenommen; zu dem «Hirn, Hirn, (Zion und 7x?" schlug man einige Amendsments vor, die jedoch durcbsielcn. Als die Kämmer zu dem Paragraphrm in Brtreff drs Don Carlos ge- langt war, nahmen mehrere Redncr das Wort. Hcrr Cuadra fragte, ob der General Rodil gemessen? Bcscble gehabt habe, drr: Prätendcnten gefangen zu mhmcn. Hierarf erwiederte Hr. »Markinez de la Rota, nachdem er die ganze Reihefolqe der diplomatischen Unterhatidiiinzieii mit den Kabinrtten von Frank,- rrick) und England, die der AbscHlii-ßung drs QuadrupelTraktats vorhergingen, ausciiiandrrgrsrßc hart:“, daß der Präcendent, als die Spanische Armee zU ZNUWM angrlanqt sci), sick) schon am Bord eiiies Englischen Fadrergrs befundrn habe, und daß ihn

fokleicl) die Spanischrn Trupdcn nichr Härirn gefangen Ui'hMSU ?

können.

Der Redner wiedcrdoitr dann das [891-905 Bekannte in ?

Brrrrff des Zahrgrhalts, ÖEÉ 111.1;7 dem Don Carlos habe be- .

wiiiigrn wollen, und in Brtrcff drr „Fioiijiszirung seiner Güter, als

c:.“ sich geweigert, die iÖMgesrsiltcn Bcdimiungrn, untcrrwkckxn cr dcr'“

Spanischen Krone cncsageti soliie, nnzumhmcn.

Die Worte -

dcs Minisicrs schienen großen L'Z'indrnir' auf die Versammliing halten, der sein BUÜMU über d:“? glänzende Affaire des 3177?"

zu machcn. Hieraufthat Herr von San Felius eine Frage in '

Bezug auf den öffentlichen Unterricht, und drr Präsidvnt des

“P?inisterzRaths erklärte aus,; bciiimmtekir, da]“; dcn Kaminern ; binnen eimgrn Tagen ein Grieß kibri den Clcmentar-Unterricht ' _ . , ' Courier aus Paris ist aufgehalten worden durch die Ueber-

vochiegt werden solid, und das; verrixs rim" Kommtsßon zu die- sem Zweike ernannt ird. Auf die 'Linfrage eich anderen Pro- ccrs versicherte der Redner aucb, da;; die Stadc-Miliz nächdiens

zum Gegenstand eines besonderen Gcsrich gemacht werden folie. ?

In Frankreich, fügte er hiitzu, scyew ganzr „Bände voll Regle- ments angrhäuft worden, ehe man dazit gekommen, die Natio- nal-Garde so zu konstituircn, wie fie ]ckzr eingrrichccc sey. Einige Bikeböfe und Erzbischöfc, namrntlici) dir von Mijoco, Indien und *)]Tajorka, eiferccn gegen die Attrixiate bis 17. Juli. Dann faßte man die Berathungcn Über den ganzen “Ildreß-Entwurf zu- sammen, und dieser ging fast ohne Orpostrion durch.

Madrid, 2. Angusr. ,Die Hof-Zeitung meldet, daß die „Königin dem Portugiisischen Gésandcrn am hiesigen Hofe, Don Thomas de Moracs Sarmenro, das Großkreuz dcs „Königl. 21:1ierikaniscl)en Ordens Jsabella's dcr Karboliscbcn, und dem Se- cretair der Portugiesischen Legation, „Dan Manuel Gaudcncio de Accvrdo, das Commandciirkreuz rirscs Ordens verliehen habe.

-Fr.anzösi “fck cBläiter einbauen folgendes Privat-Schrei- bin aus Madrid vom 2. Auiiuii: „Die Adresse der Pairs- K'ammer ist nur das Echo der Rede der Königin. Sie ist von den Anhängern des Ministeriums volikowmcn gebilligt und von der Opposition als nichtssagend betracbtrt worden. Dies ist nicht der Fall mit der Adresse der Prokuradorcn. Sie hat in der That die C'rwarciingen der Patrioten übertroffen und behan- delt folgende wichtige Gegenfrändc: 1) dir Vrrantwortlichkeit der "*.*!J'Ziniscer; 2) die Jury; 3) die VEL'TÖCÜUNU und Verleihnix) drr Acmtrr; 4) die Prrßfreiheit. - ;)ei dcr Wirdcrvcrcinigung dcr .Kommtsxion kam die Frage Über die Finanzen sehr stark zur Sprache. Man iii allgemein der *))?rinuiig/ daß die Reqicrung in die- schrage einestarke DJLajorix-ätxzabcnwird. Aiies“läßcglaubcn,daß die lUOl'zFLUQZ Silzunq dcr Prokuradoxc-i schr eiiiriiiiscl) ;).-iin wird. Martinez de la Rosa mid [einc Kollegen werdcn zu allen ii)rin Talenten ihre Zuflucht mhmcn mi'ir'scn, um den jrtthen EntWUrf dcr “Lidrcsse durch cincr: andcrcn zii crscizrii. Wiwi die Oppo- sition _niäyt die ONazoritéii erhäit, so w:rd sie wciiiZsicns schr riicrgich und schr lidächt1g i?! drr KMMUTO dcr Prdiiiradoren seyn. Die Frasc fiber din Norden beschäftigt uns t'ortdaiicrnd; aber das *Mmikicrium setzt ein großes Vertrauen in seine Macht, i_md besonders in die *))?!tjvirkiwg Fratikrcirrs, im “Fakir cs nöthig isdn sollte. Es ist nichczwcif-.ldafr, das:, wenn man eine strenge

“.us-ict): zu Bayoimc bribcdäic, und wenn imscr *))?iniiicrium cnrrgisch verfährt, die Partei der Znsiirgcnten bald vcr- tiiwtcc seyn wird. - Dr Naci-riiixccn aas Lissabon mrlden, daß, sobald man dasri'c-sc dic Einschiffung des Don Cars los nach Spanien erfuhr, siw das *))Temxicrium in Queluz ver- sammelte, wo es eine lange .Zi'onsercnz rnit Dom Pedro hatte; in Folze derselben wurde ein Courier mit Drpeschen nach Lon- don gr1chicht. - Es scheint, da]? der General Aiava zum Kom; mandanten der Festung St. Sebastian ernannt wordcn ist. Ein Trupp Kavalicrie, dcr plölziici) M der Nähe von Pcralc erschien, ist durch die Truppen der Königin schnell zerstreut wordrn. Man schreibt aus Barcrlona, dax? drr Infant Don Sebastian, welcher 1th sch in Marseille aufhält, naci) Jcalicn gchrn wird. Gestern Abend kam hier ein Courier aus Paris an. Hr. Har. douin hat häufige Zusammenkünfte mit dem Grafcn Torrcno. Auch ein Agent dcs Hauses Rothschild, der vor einigen Tagen hier angekommen ist, hat häufige Konferenzen mit unseren Fi- nanciers. Man versichcrk, daß der Minister alle Emigrirte in ll)“ Acmter wieder einsekzcn wird. Wir scheißen uns“ glücklich, die Abnahme der Cholera meldet: zu können. Gescarn starben nur 107 Personen. Morgen wird die Discussion in der Kam- mer der Prokuradorcn berndiat jvskdötl. Es scheint gewiß, daß am Montag das allgemeine Budget vorgelegt wird.“

- .Die Quoridienne mcldrc aus Bayonn: vom 5. Au- gust: „I)?an wird nicht unterlassen haben, Ihnen gestern eine Depesche Rodil's im Augenblicke ihrer Ankunft durch den Tclc-;« graphen zu Übersenden, worin er sich darauf beschränkt, anzuzei- gen, daß er am 1. August das H.]Upt-Cot'ps der Jnsiirgenten angegriffen und gänzlich gcs-2)lagrn habs. Das Lakoniscbe dicser Nachricht läßt an der Wirklichki'it des „Berichtes und noch“ mrhr seines Gehaltes zweifeln; man fiigt sogar hinzu, es sro möglich, daß in jedem Angenblicke gerade eiiigcgengcscßte Nachrichten cin- liefen. Man versichert, daß in der Stadt ein l)andschrifrlicher Bericht von Zumalacarrcguw cxistirc, worin «; unter anderm beißt, daß er, der Ui'icHärigkrit Rodii's müde, beschlossen hatte, ihn anzugreifen, und das;, in Folge dieses Heftiger! Kampfes, 400 bis 500 Mann zu Grfangcncn gemacht und 300 gctödtec odcr verwundet worden smd. Man fügt noch hinzu, Rodil habe 2 bis 3000 Mann nach Air - Casiilicn absenden müssen, wo Merino wieder mit einer beunruhigcndcn Macht erschienen sey. Wie Sie schrn, gebe ich Ihnen alle Nachrichten bis auf die öffentlichen Gerüchte, die ich indeß nicht verbürgen kann. Eine, wie ici) giaubc, nicht zu bezwei- fi'lnde Thatsache iii, daß die TMPPM der Königin unvermdgend sind, die nördlichen Provinzen zur Unterwerfung zu bringen. Es ist lächerlich, Don Carlos zii Vera ankommen zu lassen, von

wo er den Befehl an Zamalacarreguy erlassen haben soll, sick) mit ihm u vereinigen; es scheint wahrscheinlichxr, daß er sich u St. Lstevan aufhält, ohne Furcht- beunruhigt zu werden. 2Von allen Seiien verstärkt die Jugend der Provinzen_d_ie Kö- nigliche Armee, so daß da, wo die Regierung der Königin ihre Macht ausübt, es bei :Todessi'rafe verboten ist, sem Haus zu verlassen. Den Karlisken fehlt es noch immer an Waffenxman sagt jedoch, daß in den leßten Tagen ein in dem kleinen O_afcn Lequetio von England angekommenes chiff ihnen dergleichen überbracht habe. Pampelona ist fast auSgehungerc; es fehlt an Allem, selbst an Brod, da die Civil-Brhdrden immer nur auf ein Jahr Geiraide vorräthig haben. Zumalacarreguy hat die Zufuhr bei Todesstrafe verboten, ein Verbot, das sirzonge beob- achtet wird. Wir sehen jest nicht mehr die Arrieros (Fuhrleute), die sonst regelmäßig in jeder Woche kamen. Gegen die Borunda hin errichten die Karlisten ein Fort, woran Ailes arbeiter.“

- Die Gazette de France berichtei unter demsilben Da- tum aus Bayonne: „Der Telegraph ivird Zl)_n_en ein Balli- tin Rodil's überbracht haben, worin er, nach xxiner gewöhnli- chen Manier, über das Gefecht am Zisten Nachricht giebt. Er sagt, der Kampf habe in der Umgegend von EstßUa Kaltgefuni den, alicin um dies zu glauben, müßte man kame Kart; von Spanien vor Augen haben." Die telegraphischkn NWU'*chZ“" sind so wenig wahr, so lächerlich, wegen der Märsche urid Conz tre-Märsche, die man die Einen oder die Andern thun last, ÖW man glauben möchte, der Telegraph siehe einigen Banqmcrs zu Diensten, um die Verluste an der Börse wieder gut zu 11126)?!» Man hat heute den nachstehenden Bericht Zumalacarreguys er-

Zuli bestätigt. Bald werden die Couriere aus Madrid ganz ausbleiben. Catalonixn und Aragonien sind in Bewegung. Die Reisenden, welche Jaca passiven, werden durch Karlistisck)? EU?- rilia-Banden angehaiten, die sich bis dorthin erstrecken. D“"

scbwemmungen, Welche die Brücke von Tartas zerstört haben. Glauben Sie den telegraphischen Depeschen nicht. Si? können sich auf die Richtigkeit des Bulletins von Zumalacarrcguy ver- lassen; es ist ga'nz von ihm geschrieben und er isi ein gewiskcn- hafter Mann, der nichts als die Wahrheit sagt.“ _

-- Ueber Zumalacarreguy, den unternehmcnden Karxisim- Häuptling, giebt das Monthly Magazine folgende Noiiz. Zuan Zumalacarreguy ist einer von den I)?cnschcn, die durch Umwälzung der Dinge aus der Unbedeutenheit zu eincr nam- haften Rolle im LebenSdrama hervorgezogen werden. Er war 1820 Capitain bei der Infanterie und galt für einen warmen Anhänger der Cortes-Constitution. Bei dem Kricge vom „Jahr 1823 eskoreirte er einen Trupp Gefangener nach Pampeiona, und wurde auf dem Weg von einen Guerilla-Corps dcr Glam bens-Armee überfallen. Er mußte sich ergeben Und warde nach Zrati gebracht. Von da aus wußte er zu entkommen; als er aber Pampelona erreichte, wurde er verhaftet und wegen vor- geblichen Verratbs vor ein Kriegigericht gestellt. Am Tage vor dem zur Abfassung der Sentenz bestimmten, die ohn? Zweifel ein Paß in jene Welt gewesen wäre, gelang es ihm, u entfliehen. Er begab ich in's Hauptquartier der Gaubens-

rmee und wurde als O ersk angestellt. Von da an bis 1831 war er in Ferdinand? Dienst und sehr gut angeschrieben. 2116 aber später die Königlichen Freiwilligen aufgelöst wurdcn, ging er in seine Geburts-Provinz Navarra zurück. Bei Fcrdinand's Tod War er Secretair des Vice-Kdnigs von Navarra für die Mi- litairsachen. Vielleicht würde er sich für die Königin Isabella erklärt haben, wäre ihm nicht eine Zurückseßung widerfahren, die auf ein Gemüth, wie das seine, eincn tiefen Eindruck" mas chin mußte. Sein Name War ausgclasscn in der Liste von Bes Förderungen, Welche die Königin-Regcntin, als s:“e die Zügel der Regierung nahm, so verschtvenderiscl) bewiliigte. Daher s:in Entschluß, für Don Carlos die Waffen zu ergreifen.

Türkei.

Konstantinopel, 22. Juli. Den offenkundigen Beschwer- den des Griechischen Gesandten isi abgeholfen worden; aua) soll wegen der an einigen Griechen verübten Execution?" ein:? gina. gende Entschuldigung erfolge seyn. Zogrophos wird dcsx-alb hiri- ben, obgleich ohne Hoffnung baldiger Anrrkcnnung von Setth der Pforte. Offenbar hat man diese vorläufige Auxglriiyung dcr Vermittelung des Ruszischen Gesandten zu danken. *

Die Frage wegen der den Hosvodaren beizugebcndcn Di- van-C'fendi's [| zu (Gunsten jener entschieden Worden; die Pfarre mußte von ihrem Wunsche abstehcn, nachdem der Riisßséhr Gc- sandte denselben dem Sinn des lehren Petersburger Traktats zu- Wider erklärt hatte.

Aus Erzerum ist die Nachricht hier eingeaangen, daß eine der reichsten Karavanen, welche sci) auf dem Wege nach Person befand und allein über 700 Pferde zählte, von einer zahlreichen und wohlbewaffneten Räuberbande überfallen und des dlitkcn Theilcs ihrer kostbaren Waaren, den man auf 2 Millionen Pia- ster schäkzt, beraubt wvrden ist. Den Sultan soll diese Nack).- richt in die heftigste Aufwallung versehc haben, und es sollen die strengsten Befehle ergangen seyn, Alles aufzubieten, um die Räu- ber auszumitteln und zu bestrafen.

Die Pest macht hier Fortschritte; in Smyrna isi fie dage- gen ihrem Erlöschen nahe; seit geraumer Zeit hat sich kein neuer Fall mehr ereignet.

Griechenland.

Nauplia, 4. Juli. (Allgemeine Zeitung.) Dcr Aufruhr in der Provinz Maina ist gänzlich gestellt. ,Die Weid- heit und Unwissenheit jener rohen Berg.-Bewoi)ner Waren von Intriganten benußt worden, um der Regierung Verlegenheitcn zu bereiten, allein die Kraft des Gesehes hat auch dort den Sieg davon getragen. Als die Mainoren über'dcn wahren Stand der Dinge aufgeklärt wurden, und einsahen, daß die Kötiiqliwe Regierung Macht und Mittel genug besitze, um ihren LIQUÖU auf dem Wege der Gewalcdurchzuiehen, so zeigten sie ihre Un.- terwcrfung an, und fiihren um die Königl. Gnade. D:e Haupifc- stung ist bereits von den Königl. Truppen beseßt, und Mit dcm Einreißen der festen Thürme und der Wegnahme der Kanonen hat es den besten Fortgang. Die Ruhe und Sicherheit in dieser Provinz dürfte daher in kurzem völlig hergesteUt seyn, und zwar dancr- hafter als je. Die Regentschaft erwirbt sich dadurch das größte Verdienst, indem ße Ordnung und Civilisation in einem Land- striche einführt, an dem seit undenklichen Zeiten alle Regicrun- gen verxxyeifelt waren. Raub, OJTord und Blutrache erdrückce in der aina jeden Anfang zu einem sozialcn Zuftande, und es ist daher recht gut, daß endlich sich die Gelegenheit dargeboten hat, dieses Uebel radikal au uroteen. Auch ist es ein Glück, daß durch die Maßregeln der egentschafi auch diese Seite des Landes noch zur Ruhe gebracht wird, bevor der xunge Kd- nig selbst die Zügel der Regierung ergreift. Die emzslncn Räuberhorden, Wem): in den andern Theilen des Landes, beson-

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