1834 / 261 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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1 Z' i Z Z 1 ;

Könkéil. Preis von 12,000 Fr. abgehalten. Pferde dazu angemeldet worden,

Gcikekn fand hier ein Duell statt, das einen besonders Nachdem einer der Kämpfenden

traurigen Ausgang nahm-

Es sind bis ieizc 5

1er Pistol abgefeuert und anscheinend gefehlt hatte, stellte er sick) hm, Um auf sich schießen zu lassen„ und erhielt, nachdem [an»)? auf ihn gezielt worden War, einen Schuß in den Kopf, der

il),n sogleich rodt zu Boden streckte. skurzce aiici) 1ein Gegner zur Erde, und gab sogleich seinen Geiß auf. Die zuerst abgesckwffene Kugel war ihm dnrch den Arm iii die Brust gedrungen; aber er hatte deffe1tu11qeachrrt Kraft ""O Kaitblütigkeit genug gehabt, seineii (Henner riciztiq ins “Liege ,in saßen. Man sagt, daß beide Graner durch eins" doppelter. imd gegenseitigem Ehebrmi) zu diesensDuell veranlaßt word-xn sede". Zn Poitiers wurden am 7ten d. die Sixznncirn der dort FsanUnNMkkl'Echén Versammlung von Gelehrten, 'Li:i',;ten "und axurforschern oder des sogenannten „wissensckyaftlichen KOMWCffTS“ N'össkkkk- Es hatten fich dazu aus axlen Gegenden Frankreich 176 _Perioiicn eingefunden. Herr von. Caumont iviirde ziim Präoideneen und die „Syrien Boncenncwdn Poitiers und Julien von Paris zu Vire-Präfidcntcn erwählt. In Badem": wird nächstens ein nettes miniiierielles Blatt unter dem Titel „l'Echo de la Péninsiile“ erscheinen.

Großbritanien und Irland.

London, 13. Sept. Man schreibt aus Dublin vom 10. "Sept.: „Die Aufregung in Irland gewinnt ein eigeiirhüinliches Ansehen, Während das Gesetz gegen politische Versammlungen in Kraft war, hörte man nichts als Klagen über den Verlust der consiitutionncUen Rechte, jetzt, da dieser Theil der Zivanizs- Bill verworfen ist, bedienen sich Unsere Politiker nirgends des Reck)- tes, das sic so ungcstüm verlangt haben. O'Connell begnügt sich für jetzt mit der Aufregung durch die Presse, und die Konserva- tiven folgen ieinem Beispiele. Heut erschien sein zweiter Brief an Lord Duncannon, den Minister des Innern, in dem Pilo- ten. Bkkchs laeret folgendermaßen: „„Meine Klage, so wie die des ganzen ,Jriändischen Volkes, isi, daß Sie noch den ersten Schritt zu ti)1'.11 haben, um letzterem die Gerechtigkeit und die Vortheile Ilz Derleihcn, wonach es allein strebt. Es beklagt sich, daß die 9466616 vier Jahre im Amte gewesen sind, ohne diesen ersten Schritt gethan zu haben, und daß fir, statt eine radikale Ver- änderuxm, die zur Erreichung dieses Zweckes nothwendig iii, vorzunehmen, nur einen Namen geändert haben, ohne irgend einen Theil des Systems zu verändern. kennen, mein Herr. mag durch das höfliche Betragen, welches ich beständig von Zi)- nen erfahren habe, selbst während ich von mehr als einem Zh- rer Kollegen angegriffen wurde, mir bestimmt werden. In Ge- genkrart des Irländii'chen Volkes danke ich Ihnen; es kann da- her mich: meine Abschr seyn, Sie zu beleidigen, wenn ich, am SMM; dieses Scbreibcns, mich an Sie persönlick) wende und bitte, daß die vakante Stelle in der Kings „Bench nicht mit ei-

möge, besetzt werde, sondern mit einem in seinem Fache geschick- ten Iiechts'gelehrten ,mit einem tüchtigen Advokaten, der von Allen wegen seiner Rechtlichkeit und Unparteilichkeit geachtet wird, mit einem Wkann, der nie seine Knies vor der Gerben beugte oder sich selbst der orangistischen Partei durch die Gerdalt oder Energie seiner Aufregung verdächtig machte, 1ondern der zugleich niemals die ruhige, aber feste Erklärung li- beraler und gerechter Grundsätze gescheut har. Solche Männer

Einige Augenblicke darauf

Er füllt zwei Spalten desselben und der Schluß dieses ;

sind unter den Katholiken und Protestanten Irlands zu finden. ,

Glauben Sie mir, Sie Und Ihre Kollegen stehen jetzt vor dem Richterstuhle des Zrländischen Volks; fast alle wirklichen Feinde Irlands haben sich von ihrem Posten zurückgezogen; Sie bilden jetzt substantiell ein neues, zeigen Sie, daß es auch ein besseres Ministerium ist. Ich habe die Ehre, u. s. w. Daniel O'Connell.“

Am 3. September wurde vor den Lancaster-Assisen ein Pre1 zes; entschieden, der in ganz England Aufsehen gemacht hat. Die Verhandlung vor der Jury dauerte zehn Tage (vom 23. Au- gust bis 3. September). Die Advokaten waren Sir J. Scar- lett, um 600 Guineen Honorar und 50 Pfund Diäten für den Tag zur Führung der Sache gedunqen, und Herr Pollock. Ze- der dieser Herren hatte noch drei Advokaten als Gehiilfen zur Seite. Der Handel betraf die Gültigkeit eines Testaments.

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John Marsden kaufte im Jahr 1785 das Landgut Hornby in :

Lancaster und bewohnte es bis an seinen Tod 1826. Er starb un- verbeirathet. Admiral Tatham, jeßt der Kläger, war sein näch- ster Verwandter und gesetzlicher Erbe. Das Gut trägt 5000 Pfd. St. jährlich ein. Es“ fand sich aber ein Testament, worin “Marsden seinen Vetter Tacham » der mit ihm nicht_gut gestanden und ihn, wie es scheint, nie a_uf Hornby be1uchc hatte - und deffen- ganze Familie von der Erbschaft ausichloß, und einen entfernteren Verwandten, John Lister, nach dessen Ableben aber den John Wright, Sohn des Mars- denschen Gutsverwalters und Geschäftsführers, zum Univer- sal-Erben einseßte. Der Vater Wright selbst ivar zum Testa- mencs-Vollzieher mit 1000 Pfund jährlichen Gehalts er- nennt. Admira! Tatham griff das Testament an, auf den Grund, daß Marsoen blödsinnig und unfähig gewesen, seine Angelegen- heiten selbst zu ordnen, und darum auch nichr im_ Stande, rechts- gültig zii tesciren. Das Für oder Wider dieter Behauptung konnte nur durch Zeugen ausgemittelc werden, die den Verstor- benen oft gesehen und gesprochen hatten. Es wurden deren sehr viele vernommen; die Ausfagen weren ungemein verschieden; zwar wurde allgemein zugegeben, daß MarSden ein scheuer Son- derling gewesen, dabei aber wolltewmanehe Zeugen in ihm einen aubgemachten Narren und blödsmmgen Menschen erkannt haben, während andere, eben so ehrenwerthe, ihre Ueberzeugung dahin aus- sprachen, daß Marsden Verstand genug gehabt habe, um ein Testa- ment zu machen. Der Prozeß dauerte in versehiedenen Instanzen von 1,827 bis 18.34 und iii nun, nach zehntägiger Verhandlung von der Jury zu Gunsten des Beklagten entschieden worden. Das Testament ist für gültig erklärt. Admiral Tatham hat das Zu- sehen, Herr Scarlett aber seine 1100 Pfd. Deserviten und Diä- ten in Sicherheit. Unter den Zeugen, deren 110 abgehbrt wur- den, war auch Dr. Lingard, der berühmte Geschicht|chreiber. Seine Aussage war: „Ich habe immer in Hrn. ONarsden nur das Werkzeug des Hrn. Wright gefunden; der Geschäftsführer konnte mit seinem Herrn alles machen, was er wolle.“ Hier- nach ist wohl anzunehmen, daß Wright fÜr fich und seinen Sohn gesorgt haben wird. Allein die Nachweisung einer partiellen Verstandesschwäcl)e, die gerade ureicht, ein Testament ungültig zu machen, ist eine so schwere ache, daß man der Jury nicht verdenken kann, wenn se gegen den Kläger entschied. Die Times enthält Nach|ehendes: „Die von den Spa- nischen Ministern vorgeschlagenen Maßregeln, um das Land aus

3 genommen.

ner unfähigen Person, welche politische Anschten sie auch haben 1 den Dörfern Sevenum und „Deurne weiden ließ, war mit sei-

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seiner gegenwärtigen Finanznotk) zu befreien, haben unter den Französischen Inhabern Spanischer Papiere große Unruhe ver- ursacht, wie unsere Leser aus der dem Könige zu St. Cloud Überreichten Petition ersehen haben Werden. Die Anqelegenheit droht dem garen Einverständniß zwischen dem Französsckien Volke und ihren Nachbaren jenseits der Pyrenäen ernstliche Störung, und es muß jedem einleuchten, das: die Forderungen der Fonds- Inhaber sich auf keine Weise mit dein unredlichen und deshalb unhaltbaren Entwurf des Spanischen »))?inisiers vereinbaren las- sen. Den in der Franzbstschcn Prtiiion enthaltenen Beschwerden "Uli; UÜILÖOMU Werden. Als Ferdinand die von den Corresin seinem Namen iopcrndirte Schuld nicht aUU'kEUU-In wolite, da war nur cm*" Scinixiie dcs Tadeliis iiberall, imd !!"-118 er that, iki nichter1 laubt, 1?ka 511 Wli'di'k'holi'i!. Dia constitutionnclir Regierunq war eine Regiei'xtng (11.1 1111-10. UNO daher mußte Ferdinands Regie- rung nacb Recht iind Billigkeit die Handlungen jener in An- z.»;el.,*:':enk)e:re:1 dieser Art anerkennen und namentlich, Wenn, wie «“» 11111“ der Fal! war, )[iiswätrtige dabei betheiliqt sind. Das“ Siié'kem, Welches der RegikUlM Ferdinands gr??attete, so zu ban- dein, ist von ganz Europa verworfen worden. Es möchte aller- dings cinem sogenannten Liberalen angenehm klingen, wenn man ibm sagte; „Bezahle die Costeö-BonS' und Weigere Dick), dic Anleihen “Ferdinands anzuerkennen“, aber [eder redliche NTann,

- WU? Wel) seine politische Meinunq semi mag„ wird saqen: „.Be- ' zahle Beidez.“ Derselbe Schluß, der sick) auf die (Geieize grün- ; det, Welche die Regierungen 110 1:11:10 betreffen, iii auf beide an;

zuwenden und nich den durch ganz Europa anerkannten Griind- 1äichcn der Billigkeit muß diese Frage festgestellt werden, wenn selbst der vorliegendc, Frankreich betreffende Fall nicht so mächtig durch jeden Mann von biiliqen Grundsäizen unterstützt würde. Aber es sei) uns noch erlaubt, zu bemerken, daß ein Bankerotc, wie der von dem Grafen Torino vorgeschlagene, eine Beraubung, wie die ven dem Finanz1Comicér empfohlene, uns keine Alterna- tive fiir die beste Beförderunii des Interesses" von Spanien zu gestatten scheint. Ueberdies iind die Hülquuellen des Landes keinesweges so schlecht, um selbst nur einen Vorwand für irgend etwas dieser Art darziibieten.“

Vor einigen Ta-Zen wurde auf Veranlassung dcr Kontra- henten der Spanischen Anleihen von 1821 und 1823 bekannt gemacht, daß Spanische Bons, im Belauf von 701,420 Pfd., die in der Bank von England deponirc Waren und der Spani- schen Regierung gehören, am Dienstag den Herren Ricardo und Comp. überliefert worden seyen. Dies gab Veranlassung zu einer großen Anzahl von Muthmaßungen. Die Times sagt nun:

, Z „Diese Bons sind den Herren Ricardo zur Sich)erk)15c der von Ick glaube, Sie zu : Die M“"UUI/ WEU)? ick) von Ihnen habe, 1

den Herren Akdouin und Comp. zu Paris der Spanischen Regierung gemachten Vorschüffe Übergeben.“

Belgien.

Brüssel, 14. Sept. Der bentige PToniteur enthält Foigeiides: „Am 16. November 1833 hatten Holländische Sol- daten eine Heerde Schafe von 111) Stück, welche einem Land- manne zu Srvenum (Belgien), Johann Thyssen, gehörten, weg- Der Hirt derselben, welcher seine Schafe zwischen

ner Heerde aus Unachtsamkeit Über die Gränze gegangen, und zwei in der Nähe befindliche Holländische Soldaten hatten den Hirten und seine Heerde Hinweggeführr. Der Hirt ist freige- lassen, aber die Heerde öffentlich zu Aiier verkauft worden. Als die hiesige Regierung hiervon Kenntnis; erhielt, verlangte sie, auf diplomattscdem Wege, die Ersetzung dieses Verlustes, und das Kabiner im Haag 13a: Befehl ertheilt, dem Eigenthümer eine angemessene Entschädigung zu geben.“

.Bei der am 21. Jim: auf „Befehl des "Ministers des In- nern festgesetzten Preisbemerbung filr Flatnändische Poesie er- hielt von 32 Konkurrenten die Schrift Nr. 16 den ersten und Nr. 131 den zweiten Preis Die Eröffnung der Zettel, welche die Namen und Devisen der Konkurrenicn enthielten, geschah in Gegenwart des Ministers des Innern Und ergab als Verfasser der ersteren Abhandlung Herrn Ci). Ledcganck zu Éecloo, Stell- vertreter des Fi'iedcnsgericl)ts im Kanton Capryck; die zweite war von Franz Joseph Blieck aus Wcrvicq, Notariats-Kandidat zu Brüssel. Bei der Preis-Bewerbung für Französische Poesie er- hielt Herr Peter van Esschen, Arzt zu Brüssel, den ersten, Herr Raimund Mahaudon zu Enghien den zweiten Preis.

Dänemark.

Kopenbagen, 12. Sept. Se. WZajeskät der König haben den Geheimen Konferenzratk) und Kanzler Cay Lorenz Freiherrn v. Brockdorff von seinen Functionen als Kurator der Universt- cät Kiel, Chef des Schleswig-Holsceinischen Sanitäts-Kollegiums und Oberaufseher des Kieler Schullehrer-Seminars und der da- mit verbundenen Anstalten, entlassen, und dem stellvertretenden Kurator und außerordentlichen Regierungs-BevoUmächtigten bei der Kieler Universität, J. F. Jensen, diese Functionen wiederum übertragen.

Kiel, 10. Sept. Der Ausfall der gestern beendigten Ab- geordneten-Wahl fand bei der gesammten Einwohnerschaft un- serer Stadt einen so großen und ungetheisten Beifall, daß sich eine sehr große Anzahl Bürger und Einwohner vereinigte, den gewählten Abgeordneten und Stellvertretern persönlich ihre Ge- fühle zu erkennen zu geben. Es bildete sich it dem Ende ge.- stern Abend nach 8 Uhr von einem öffentlichen okale am Markte aus ein feierlicher Zug, dem sick) über tausend Menschen an- schlossen. Unter Begleitung eines Mufik-Corps begab der Zug sich zuerst zu dem nahe gelegenen Hause des Justizraths und Professor Hegewisck), welchem, nachdem er tiefbewegt die Be- glückwünschung einer Deputation von Wählern, Nicht-Wählern und Studierenden empfangen, als „dem Mann der Wahl des Volks“ ein dreimaliges Lebehoch gebracht wurde.

Kiel, 11. Sept. So eben verbreitet fich in der Stadt die unerwartete Kunde, daß der Justi rati) Hegewisch die Wahl zum Abgeordneten nicht angenommen Fat.

Deutschland.

Hannover, 13, Sept. (Hamb. Korr.) Aller Wahr- scheinlichkeic nach sieht die Vertagung unserer Stände-Versamm- lung nahe bevor. In der Lage, in welcher unsere Regierung sich gegenwärtig dadurch befindet, daß der projekcirte Zoll-Verband zwischen Braunschweig und Hannover in der Braunschweigischen Stände-Versammlung vor deren Vertagung nicht zur Erledigung gekommen ist, tritt auch bei il')r die Nordwendigkeit ein, diese höchst wichrige Angelegenheit, unserer Ständc-Versammlung ge- genüber, vorläufig ausgeseßc seyn u lassen, und da die „Bera- thungen über die propomrten eränderungen des direkten

Steuer-Sysrcms in beiden Kammern beendigt sind, so lie- gen vor der, Hand keine wichtige und eilige Sachen mehr Es werd sich jetzt nur lediglich noch darum handeln,

vor.

Oldenburg, 12. September. Die schon länger beabsich-

“bweichenden Beschluss

daß eine Vereinigung über 'die . _ , . er dur ver id . . . un «111 1111112111ch111Hi 1119111311; nen in den stattfindenden „Konferenzen bewwkt Wird; daß Morgen FU r erfolgt. Die Reise geht über Hannover, Braun-

das durch die vorläufig in 811511111150 bleibende veränderte Ez",é i-icbrung des indirekten Steuer-Snsiems sich ergebende „Defizjkxé- ' . durch Anleihen gedeckt werden muß, kann wohl kaym zweifelhaftrxi' „FkaFkaUkt a. M_, 1,5. Sept. Gestern sind hier Se.;Kd1 seyn: ein nothwendiges Uebel, dem jedoch nicht auszuweiciyen jsx“ njglee 59957“, der Erbgroßherzog von Hessen und der Kaiser- - Die beabfichtigre Einrichcuug cincr Wittwen-Kasie für d:: _ (ich estekrUchkschs Geiandte m Griechenland, Ritter Prokeici) Civil-Dienerschaft wird Unter den vorhandenen Umständen eben; von Osten, eingetroffen,

fails vor der Hand ausgesrßc Werden müssen. Die deshalb nie», O 1: | e r r e i ck

der c ekt seivesene .Konnniiion er war ihren Bericht erstattenZ ; undg isnccr'jxrer „Kammer ist,drrselxe 11311) schon einmal zur Bera1i Brünn, 11. Sept. Se. Majestät der Kaiser, Ihre Kitts. t[)U1macskeUt, d1ezwciteKamriicr hatsichabcrbi51ekztnoch nechtdamxc' „Hoheiten die Erzherzoge Franz Karl und Ludivig, Se. Königl. beschästiqen 1161111111. Es1|schwchfich darüber ein Urthetlzxx ?rlauben, 1 ohen? der ,Kt'ixnprznz von Bayern begyben sich „gestern Morgens obdieKdinmissions-VorschläqevordenRegierungs-PWPWUVULUden nebst;dem Kati. IiUifischen General, Fürsten Gortschawff, 111111 Vor-„xua verdienen: der Schein ist gegen fie, weil die Bélträge „1 Türkes-Üxn Gesandten, Nanni Pascha und der übrigen Beglei- sick) "darnach sebr bbc!) stellen werdcn. Es" liegt in M' TM für xut',g in daskLager bei Turae, wo der Monarch dle [Uchte In- die jetz“ Lingestellten eine große Härte darin, wenn sle lbken- 2": fanterie-Brtgadßx dle KÜMislek-"s UW DMIMLW pcbst den dazu Wittwer: durch einen Gage 17111ng voi-i 6 bis 10 pCt. * denn ' ehörigen „Batterieen ausrüiken und maridvrtren ließ. Na;ch der deren Fälle wird es viele 11111111 » eine Pension zusichern sollen,. Stadt zurückgekehrt, erthezlten Se. Maieixät mehrere Andtenzen» Mjccags War Wieder große Tafel bei JJ. MM., zu webdev

die sich nicht höher belaufen wird, als diejenige, welche sie gleich- _ * ihren Vorgängern nach den bisherigen Einrichtungen im Wege:; der Bhotsckßafter der hohen Pforte ebenialis geladen zu werden die E re atce.

der Gnade erwarten durften, wenn die Wittwen auck) kein Rech: Wien, 8. September. Seit einigen Tagen ist der viel.-

darauf hatten. Dresden, 1.3. September, (Leipziger-Zeitung.) Wik besprochene DUMPÜUSIW- lechcn der Mectxanikiis Voigtländer in London bauen lteß, lm Olk'lJUZ Fxnnmsiious im Prater zu

erfrcxiecen uns während der lrßten Wochen derAnwesenheitS1,« . . . , Königliiben .Hol)1ic des Großherzogs von Weimar, der «1111, sehen. _Er ist der erste m Deuticvland und soll emen sogenann- dieSiiial das Polmiscbe Hotel zu seinemAbsteige-Quartier gewählt, ten Ge1ells_chaftswagen VW WTM "ckck; BSZS?" M BLWWUW aber die Bedienung aus“ dem Königlichen IJTarsiall anqenomrmn seßen- DW Schwere des Wagens betragt ()() Cenrner, ec_fai;t harre. Er kam von den Bädern aus Tepliß, machte soglejch 6 Personen und kann noch einen Wagen von 15-30 Perionen nach seiner Ankunft eine Seitenreise in die Lausitz, wo er die ins SMWYKU nehmen. Ek WU ÖM WOZ VM WWU "Ack Ba- bon dcm BosiZer se1b| neiierlics) mit Dichtung und Wahrhejx den in 7"; «'runden zurücklegen,_er Wbt auf FWS?" UUd'läUfk ganz ohne Eeräuick), und das Triebwerk, welches eme Kraft von

beschrirbencn Gartenanlagen von Nuekau und von da daz , , _ Kloster *))?ariafiern und Budissin besuchte, und am 7ten Sey: . 122 Pferden “USÜbk, MUMM" keinen Rauch, daoeskkmk Ubgsä ' «511 urzem io

tember gerade noch zeitig genug ankam, um den Prox. Reicher; schwefelten Kohlen M Thätigkeit erhalten WW- _ in die Luft steigen zu schen, und unserer Schröder 1Devrien: damit eine PWberÖkk 7111331“?!ka eintei'nommen MWM- D*?- als Romeo seinen ungerheiiccn Beifall zu geben. Am 8. Sep- ser Wagen- der durch die Cxpanstonskraft M' Wasserdéimpfe FW? tember weir große Familientafel in Pillniß. Abends wohnteer : ein _belebteé Geschöpf auf der _Straßensiäche Sah") eilen WW, der Vorstellung von der Einilia Galotti im Königlichen Thea»- verewigt tmt HM) sinnreichen Mechanismus SONIM" MW zwr- ter bei und besak) dann das J)Tenasische Museum mit vielem lick)? Einfachheit m der CVUÜWCUM- Wohlgefaiien beim Fackelscbeinc. So Wechselcen auch an den , folgenden Tagen Besuche in den reizenden Umgebungen unsi, S ck W ? :11--

Basel- 13- Skpt- Man liest im Courrier de Lyon:

rer Stadt mit sorgfältiger Beschauung der Museen und' „Der Minister der aUsWäkTigen Angelegenheiten hat von

Kunst-Samleungen, BeYechungen mic iFlteressanten !?)?äw“ nern und ;raUen, mic esichiigung der tteliers me;rercr Seiten des errn v. Rumi n ' ' Künstler und wiederhokter Theaterschau in schneller Aufeinandei- der SchWeiz;HDepei"chen erbthYti.QLZZHaYeznöislsYT? ?anddanJY so_[Mn mir einaxndrr ab, wobei er überall eine selcene Gebäck,» khan dieser Depeschen verlaéitec, schien es, daß die Flüchtlinge aller mi,;krach und Sach-Kxnntmi; bewies,. auch Vrl'alctchungen mri Nationen, welche in jenem Lande wimmeln, durch die unter Lei- anderwarts geschknsn K_Unskwükkeix- beionxders-in St. PLTLOSÖUM Tung Romarinos unternommene lächerliche Balgerei nicht belehrt apitelltL. “Von K*. L12171ck2löffei'n ink) er Sedliß, wo ihn der Ki-x___; Und gebessert worden sind, und das; sie in feindseliqen Plänen ge- ntZ-tnlk einem Gastmahl bcwrrtbcte, und die ganze Königl. Fa-xx » gen die Regierung Karl Alberts verharren. Sie haben es offenbar milie anmeiend war, und das Zagdschloi; Moritzburg mit seinenij, daraufangeiegt,diefremdchächrezuihrervölligenVertreibungvon Fasaneriecn und reizenden Umgebungen. An einem schönen Morgeni; EuropäischemBoden zu nbthiqen.“ » Der Federal beqleitet diese Zeilen mit der Bemerkung, daß wirklich die Revolution, "sichern An-

fuhr er naeh Weißtropp, uin dorrdie i_dsibaren Marmorbilder voni»; ThorwaldicnundCanova,iowiediegroizartigen AMAZON undAuSfici-Z; zeigen zufolge, in Genf ihr Leben noch friste; allein es" genüge zur Entdeckung von dergleichen Klubs die Polizei. - „Auf die

ten vom gastfreundlichenHause des Herrn von Krauszusehen. Ami) Gewähr “des Genfer1Blattes hin glauben wir (bemerkt hier-

Tharand blieb nicht unbesuck)t. Täglich widmete er der GcÉx-ZZ mälde-Galieriez was er an Zeit gewinnen konnte; Das, mm M* bei die“ Baseler Zeitung) an das Faktum, daß Revolutions- allen 18131971 WWW?" vollendete btßorisckw Mvieum mtt seinexiwßé Männer noch daselbst vegetiren und intriguiren; was die Po- Denkwurdigkeiten und Armaturen _aus der Sächsischen Vorzeit _ lizei betrifft, so giebt es für die Wachsamkeit derselben keine ließ er sich voni Inspektor ausfiihrlich erklären, begleitet MIND andere Gewähr -- aks Eingefangene und Weggewiesene.“ von den'. aus Erlangen anwesenden Professor Bbttiger, erfreute _ Genf, 4. Sept. (Allg. Ztg.) Ueber die furchtbare Ueber- ']chwemmung des ganzen Rhoncbcékens in Wallis in der Nacht

sich der zweckmäßigen Einrichtung des grünen Gewölbes unter dem Major v. Landsberg, warf einen Blick auf die MU1, ,. mien und Aegyptischen Alterthümer im Lliitikcn - »Museum, „vom W|?" auf den “37- AUIUÜ ÜUÖ uns folgende Berichte von und betrachtete, nebst noch andern Sammlungen auch die'“ AUIMJSUSM FUJLZMKW- Der erste Brief ist aus Turtmann neuereichtete Canaletto ; Gallerie auf der Brühl'schen Ter- vom 2,9- AUIUÜ: “WU“ sind heute fl'Ük) um SW)? von Sk- rasse, Wo er auch wiederholt die Gemälde- und Gewerbe-"Lz Maurice weggefahren, und bald darauf kamen wir zu den ersten Ausstellung in Augenschein nahm. Wenn er aus *))?angel an“ Spuren der UeberschWemmung. Schon 10 MÖUUWU V0? dk? Zeit nicht alle bedeutende Künstler in ihren Kunstwerkstätten be- Pissevache stand das_Thal e_anz UUM Wasser, UUIesäk)? drittehaib suchen konnte, so sal) er dock) bei Vogel von Vogelstein seine Fuß über der Straße. Unjere vier guten Pferde zogen uns eine reicherten Porrrait- Zeichnungen, und fand ihn eben mit der » ser oft über Ö)? VN'ÖM'ÜÖU' wcgging. Glücklicherweise war da Portraitirung des Ober-Hofpredigers von Ammon beschäftigt; die Straße nicht weggerissen, es war uns aber immer bang, un,- Fer Wagen möchte von der Straße abweichen, und dann in den Unermeßlichen See falien. So kamen wir denn glücklich nach

er brachte lange bei Professor Friedrich zu, dessen geniale An- sichten aus Pommern und Böhmen eine kleine (Gallerie bilde- _ _ ten, gewann einen Ueberblick“ von Professor Reßsch's geistreichen Marttgny. Von hier (in mußten wrr die große Straße verlassen, neuen Umrissen zum Frau!? und von dessen genialem Album, » :denn ße stand dr“ “MM?" M“ tief unter Wasser. Wik muß- sak) Rößler und besuchte Professor Rietschel in seinem ten auf dem ehemaligen Wege fahren, dessen man skb jetzt "Wk Attelier auf der Terrasse, umringt von talentvollen Schür mehr bedient„ der aber an acht Fuß höher liegt. E"]? bei Sion lern , wo er a„ck) die fiir das Denkmal Friedrich Aw» kamen wrr wreder auf das“ Trockene, aber überall zeigten sich die gusts in Dresden bereits in Erz gegossenen Standbilder deiJ'.“_ Spuren vo_n dem Wasser, Ws noch VN“ wenigen Stunden hM" Gerechtigkeit und TNilde mit großer Theilnahme, sowie dask Alles ÜbekichkyekUMk Und Vieles zerstört UW weggerissen hatte. JNodell der sitzenden Königs ; Statue sah- Den 81jährjgen _So keimen ivir glücklich bis Turemaun, da aber Wollte der Kur- Sänger der Urania, Tiedge, besuchend, rief er viele alte 'icher tn der Nacht nicht weiter, weil Jedermann von den gro- Erinnerungen zurück. Von dem Kaiserl. Russischen (15511 Je" Yerheeruygen sprach, welche dieilebei'1chwemmung auf der sandten, dem Herrn v. Schrödsr, und von dem Kaiserlich Straße Engerechtet_habe. Eben so soll es auf der Simplon- Oesterreichischen Gesandten , dem Grafen Cosioredo, geruhte ek Straße W,)"- Diese furchtbare, schnell [)ereinbrcchende U95“- schwemmung kömmt von dem warmen Westwinde, der lange in der Höhe der Gletscher wehte, wo dann nicht bloß viel Eis

diplomatische Diners anzunehmen, und wohnte, nachdem er

das Mittagsinahl beim Prinzen-Mitregenten eingenommen ;

hatte, noch am Abend vor seiner Abreise einem glänzenden schmolz- sondern auch Eesdämme fielen, die bisher große Berg- wasser und Seen zurückgehalten hatten, welche nun auf einmal medergingen. Das ganze Wallisland ist gar traurig anzusehen.

Balle beim Königl. Preußischen Gesandten, Hrn. von Iordan- bis nach Mitternacht bei, wohin auch Se. Majestät der König, , Von St. Maurice bis Brieg haben alle Fruchtfeldei' der Ebene mehrere Tage unter Wasser gestanden, und viele Häuser sind

der Prinz Friedrich und mehrere Mitglieder der Kön. Familie ge“ mit aller abe weggerissen worden. Kaum, daß sich die Ein-

kommen waren, und dort Abschied nahmen. Den 14. Mittags],

trat der Großherzog mit seinem Gefolge die Rückreise über Leipis

zig an, nachdem er am frühen Morgen die immer noch zahlreich Wohner ,fi chken,k9k_1"ke"- Auf M' „MMM Bergseite, IWM

besuchte große Trink-Anstalc des“ 1). Struve mit besonderer Aufi Domo dOssoj“ bmx "? es eben so gewesen, wiewohl dort das Thal

merksamkeit besucht hatte. Gestern haben auch Ihre K. Ho1 _)“: BM keinem so großen Flux; durchströmt wird. Man wird lange

heit die Prinzessin Augusta ihre Herbstreise über Prag unvzß mehr auf der Simplon-Straße fahren können.“ *“ Der zweite

Linz und das Salzburgische Gebirge nach Bayern angetreten,“ Bmf wuryszvom 30- August Abends" “ck“ Uhr im Dorfe Sim-

wo sie einige Zeit bei Ihrer Majestät der verwittweten Königin M" sesWbr-m ,“W'r brachen hem“ früh um fünf Uhr von

in Tegernsee zu verweilen gedenkt. Jxätixiaknn m zrdvefik Charsm-banc auf. öJe weiter wir ins Ober- _ _ _ amen eo tr uri r "

HesseLne 191)T zo :énbquZ' f????“ (FFH YUMYUM derd Laieingzaf 3:11:11 erUUeberschtbemmung.a FZZttemiidci) gbakZerWYlsreZetiiiYe gSrYßurteT - , oen ur an er u a oO,» tes““n ' -

mend, hier durch nach Ratibor in Schlesier? gereist. i der Nacht verlaufen, so wäre uns heute das Weiter,

!, ImmendvonäYurcmsath aus unmöglich gewesen. An den Bäu-

_ . , . , en un u ern a en wir deutlich wie hoch das Wasser e- Münctzen, 14. Sept. Die Abreise Ihrer Majestät der verwnt11, - - - g

weteannigin Karoline u_nd Ihrer Königl. Hoheit der Frau Erz-FLZ gangen. or BMZ“ bet Ganden, hatte fich ein mehr denn

herzogin Sophie von Oesterreich nach Tegernsee wurde auf den

Lunderthuß breiter Strom gebildet, nachdem er die Straße 26. Sept. verschoben. Se. Kaiserl. Hoheit der Er herzog Franz urchgerissen und fich ein Bett von großen Stein?" gemacht. Karl von Oesterreich wird sonacl) am 2017en d. 9332. in Bieder-

Darm_ konnten _unsere Wegen fahren , weil sie auf “jeder Seite

sein eintreffen _ LYRA? 1FÜkndmrgt'-nT;))s?sc'innern gaegen das Andringen des Stroms

' 1 * - - r en. e enun ea tet in da - " *

Slchelm Yernehmen "ach, ask-d-er vormalige Abgeordnete)- den Chars, daß wir unseregFüße a?"? gden sSFasi-ZZeYo L:?teßn

und Professor Oeufferc, der seit einiger Zeit den Staatsdienskg. um nicht durch und durch naß zu werden Juz B" ll ,

verlassen haue, durci) „Königl. Handschreiben zum Rache am Ap- - - iieg wo te peUacion81Gcricht des Unter-IJZain-Kreises ernannt Worden. *

man uns Angst machen über den Zustand der Straße im G1:- Der Verfasser eines Brand- und Drohbriefes soll vorgcxz

schweig, Leipzig nach Weimar, vielleicht auch nach Berlin.

daran gethan, denn wir haben nun wohl das Schlimmste über-

birg; wir bestanden aber auf dem Weitergeben und haben wohl stern hier festgenommen worden seyn.

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standen. Auf unserem Wägelchen gelangten wir bis in die Nähe der gemauerten Gallerie. Da aber hatte der Kaltwasser-Gletscher die Straße überschwemmt, und mehrere Toisen mit sich in den Ab- grund gerissen. Es war also unmöglich, mit Pferden und Wa- gen weiter zu kommen, Auf einem starken Balken gelangten wir über den Strom. Starke Weg-Arbeiter aber trugen unsere Koffer bis an die Barriöre. Von hier ließen wir sie auf einem kleinen Wagen hierherbringen, wir aber gingen die zwei Stun- den zu Fuß. Zn Simpeln fanden wir an ein Dutzend Rei- sende aus allen Ländern. Morgen früh wollen wir alle in Karavanen nach Domo d'Ossola aufbrechen. Auf jener Seite ist die große Straße an mehreren Stellen ganz zerstört, und es werden wohl einige Wochen hingehen, bis sie wieder hergestellt i] .“ - Aus" Sion schreibt man vom 1. Sept. sehr Trauriges über die Verwüstungen der Fluth. Aerger ist es aber noch in den Piemontesschen Thälern, zumal von Gondo bis IseUa, wo der Bergstrom, der neben der großen Straße fiieszt, diese ganz weggerissen [)ar. Auel) der Bortiwlhorn-ÉöleiWer zwiscben dem Borihelhorn und dem *))?onte-Leone ist geganiien und Hat, da er sei) in ztvei Thäler mündet «- in das Piemontesisäye am Fuß des Monte-Leone und in das Walliser Gunterthal ** beide zu glei- cher Zeit Überschwemmt, und große Verwüstungen anZerickUet. -* Zn Genf wurden folgende Beobachtunqen über den Wasser,- stand des Sees an der hydraulischen Maschine gemacht. Am 3. August hatte der See seinen höcbiien Wasserstand im Jahre mit 93 Zoll erreicht, und War schon wieder auf 865“ gesunken als er auf einmal in der Nacht des 27. August auf 88“, den 28. August auf 85742“, den 29. August auf 93“, den 31, August auf941“ und am 1. Sept. sogar auf 91-2“ stieg, und auch den ganzen 2. Sept. auf diesem Stande beharrte. Die Rhone al- [ein hat also den Wasserstand des ganzen Sees um 8;“ erho-* ben, Welche ungeheure Wassermasse gehöre dazu.! I t a i i e n.

TUM?- 6. Sept. Se. Majestät der König hat zur Un- terscüizung der durch die letzten 11eberschwemmungen Verunglück- ten die Summe von 200,000 Lire aus'gesekzr.

Türin, 6. Sepk. (Allg. Ztg.) Die Nachricht von der Hevdriiehcnden Räumung Ankona's bestätigt sich. Nach einiger Uiiterhandlimg sind die “Französische Und die Oesterreichische Re- gierung übereingekonimen, es dem Papsre anheimzustellen, wann er den Augenblick für zweeémäßig erachten wird, wo die Fran- zösische Garnison Ankona zu verlassen und es den Römischen Autoritäten zu übergeben hat, Von dieser Räumung hängt dann auch jene der Legationen durch die Oesterreicher ab, und es ist daher natürlich, daß man dem heiligen Vater freie Hand ließ, die Zurückziehung der fremden Truppen nach Wohlgefallen zu verlangen, da bisher durch ihre Gegenwart die Ruhe des Kirchenskaates bedingt ward. Sobald man sich also in Rom stark genug glaubt, um des fremden Beistandes überhoben zu seyn, wird eine Aufforderung wegen der Räumung Ankona's erfolgen, die nach der stattgehabten Verabredunq ohne Verzug vollzogen werden und dann den Abmarsä) der Oesterreichischen Truppen nach sich ziehen wird. - C's lautet sonderbar, und doch ist es wahr, daß unser Hof vor längerer Zeit aufgefordert worden ist, zu Gunsten der Pforte einzuschreiten, um die Resti- tution Algiers von Frankreich zu erwirken. Ich hatte es damals erwähnt, es ward aber heftig von den Französischen Journalen bestritten, die mit vieler Bestimmtheit behaupteten, daß die Pforte gar keine Ansprüche mehr auf Algier mache, und nach erhaltener Erfahrung froh sei), diese Befißung los zu seyn, die fiir sie nur Verlegenheiten ohne den mindesten Vortheil hervor- gebracht habe. Tun zeigt es sich, daß die Pforte doch daran denkt, und selbst einen Abgeordneten nach Paris sendet, um die Restitution Algiers zu betreiben. - Dom Miguel wird fich un- verzüglich nach Rom begeben und einstweilen daselbst seinen Aufenthalt fixiren. Sein zahlreiches Gefolge, bis“ auf zwei In- dividiien, welche die Verbindungen mit Spanien und Portugal von Genua aus unterhalten folien, wird ihm nach Rom folgen. (S. Rom.)

Genua, 6. Sept. Am vorigen Montage sind hier aus Marseille mit dem Dampfbooce „; rancesco 1.“ ZZ. KK. HH. Don Sebastian Maria, Infant von Spanien, und seine Ge- mahlin, eine geborne Prinzessin von Neapel, eingetroffen. Nach drcitägi er Quarantaine und nach kurzem Verweilen in der Stadt Haben sie ihre Reise nach Neapel fortgeseßt.

Rom, 6. Sept. Das Diario di Roma meldet die An- kunft Dom Migueks in Rom in nachstehender Weise: „Am Morgen des .iten d. traf, von Mailand kommend, Se. Majestät Dom Miguel [. in Rom ein. Am folgenden Morgen begab er sich nach dem Quirinal-Palaste, um Sr. Heiligkeit einen Besuch abzustatten, von der er mit der ihm gebührenden Achcung em- pfangen wurde.“

Nach Ztaliänischen Blättern hat sich eine Gesellschaft mit einem Gcsucbe an die Regierung gewendet, ihr ein 99jähriges Privilegium zu Errichtung einer Eisenbahn von Arona (an dem südlichen Ende des Lago Maggiore) nach Genua und nach Tu- rin, neben etwanigen weiteren Ausdehnungen dieser Bahn zu ertheilen, Die Gesellschaft verpfiicbtet sich, diese Bahn binnen sechs Jahren zu vollenden. Die Kosten der Bahn find auf 82 Millionen Lire, die AUSdehnung derselben auf 270,000 Metres berechnet. Das Kapital soli durch 6400 Actien von ]“e 5000 Fr. aufgebracht werden.

Rom, 2. Sept. (Yllg. Ztg.) Am 31. August hatten wir die lang erwartete Feier der Seligsprechung des Sebastiano Vaifri, geboren den 1). 9121113162!) zu Verduno in Piemont, wo ihn seine wenig bemittelten Aeltern für den Priesterstand wegen seines sanften Charakters bestimmten. Er trat 1651 in den Pre- diger-Orden des bei!. Filippo Neri, Wo er durch seinen frommen Wandel aller Herzen sich gewann; der leidenden Menschheit war er ein treuer Freund, und predigte, wo es nur immer Gelegen- heitgab. Den Soldaten hielt er häufig Reden und schrieb ein Buch, wie sie den Krieg menschlich führen könnten und sollten. Der Herzog Victor Amadeus []„ nachmaliger König von Sardinien, wählte ihn zu seinem „Beichtvater, that viel Gutes durch ihn, und schäizte ihn als seinen Freund. Durch sein Rednercalent hat er Viele überzeugt und in den Schoß der katholischen Kirche geführt. Er starb 1710 in Turin, und es werden viele Wunder aufgezählt, welche er vor und nach seinem Tode ge- wirkt haben soll, und welche ihn würdig machten, in der 6011- 1111111101111 (10' 8:11:1'1 kiki den 6, April 1831 als (Seliger erklärt zu werden. Dieses wurde bald darauf vom Papste bestätigt. .Der Advokat des Teufels„so genannt, weil er Alles bezweifelt, hat keinen Salz umstoßcn können, welchen der Advokat des Seligen angeführt hatte, und er mußte bei diesem Prozesse das Feld räumen. Die Kirche des heil. Peters War reich und ge- schmackvoll verziert, und Tausende von Wachslichtern brannten. Ueber dein Haupc-Eingange war ein Bild angebracht, welches

den Seligen vorstellt, wie er drei Männer bekehrt, wovon

der eine Schriften zerreißt, und die Unterschrift sagt: 13. de_- 11351'13110 tres 1911111211 ei ():-171111 arrarum maFerog [12171- (33628 2311101107113 Wrimüs Ui ZZZressus, _Uietas manns claro 00511 kariiter 81 5113171101“ in (Zbristo triumpbans. In der Kirche selbst zwei Bilder, wo Frauen durch den bloßeii Anblick des Bildniffes des Seligen von einer schweren Krankheit geheilt: werden. Ganz im Hintergrunde des großen Gebäudes War der Selige abgebildet, wie er gen Himmel fährt. In dem Augen- blicke, wo dieses Bild enthüllt wurde, erscha11cen die Kanonen der EUIUSÜUK'I- worauf eine große feierliche Messe gehalten wurde. Auch in der Kirche des heiligen Filippo Neri warjgroße Feier, am Abende wurde die Faeade erleuchtet, und Musik und Feuerwerk beschlossen den Tag. Daß wir bald eine neue Hei- ligsprechung haben sollten, ist kaum zu erwarten, da die Kosen davon Über 100,00!) Scudi betragen.

Spanien.

Cortes1Verhandlungen. Sitzung der Prokura- doren-Kammer Vom 5. Sept. An der Tagesordnung war die Berathung des Artxkels der Petition, der ven der Preßfrei- heit handelt. Die Herren Toreno und Martinez de la Rosa saßen allein auf der Ministerbank. Herr Ochoa bekämpfte den Artikel. Er sei;) früher, sagte er, ein großer Anhänger der Prei;- freiheit gewesen, in Folge der Excesse aber, zy denen sie im Jahre 18.22 und 28 Anlaß gegeben habe, sey seine Ansicht eiiie andere geworden. Gegen ihn trat Herr Dowec auf, und, sci)“F derte die Vortheile der Preßfreiheii, ohne ihre Nachtheile zu verhehlen, Nach dieser Rede erklärte der" Präsident, daß kein Redner mehr eingeschrieben sey, und fragte, ob die Diskusslon Ikschlossen werden sollte. Herr Martinez de la „Rosa, ver- längte noch das Wort, und sagte, daß das Minißcriiini eigent- lich' nicht die Absicht gehabt habe, an der Debarie Thee.l zu 7197)- men; er halte es indeß doch jetzt, da sich so viele Stimyksn“ für die Preßfreiheit hätten vernehmen lassen, für nothwendigzdie Fi agr- ob der gegenwärtige Augenblick geeignet sey, die Preßireiheit ME Spanien einzuführen, u erörtern. „Herr Martinez Wies. darc'iui hin, daß eine so alte » onarchie, wre die Französische, eigentlich erst seit vier Jahren im Besitz der Preßfreiheic sey. „uiid ich nehme keinen Anstand, es auSzusprechen“, fuhr der Minisier fort, „daß die Presse in Frankretch eine skandalöse Presse :|, Es ist unmöglich, daß in unserm Spametx, welches noch so weit. zurück isi, eine Monarchie mit M Preisfrethect befkekxx1 k?nn- Nur für wissenschaftliche Werke ka'xm ohne Gefahr Pxeßfreeheir gestattet werden. Vor allen Dingen Muß man fick1„1ebt damit beschäftigen, die Tribunale und die Geschw3rnen1Geiichte zu W, ganifiren. Hat man denn nicht schon Freihekx Zenug ki; SF“- nien? Sind denn die Sitzungen nicht öffentlich ?“ (BU dds?" Worten erhob sich ein so lautes Murren auf den Öffentlichen Tribunen, daß der Präsident mehreremale zur-Ruhe _auffordern mußte) Der Minister schloß damit, daß er die Streichmig des Artikels verlangte. Herr Florez Estrada, Präfiden_t_der Fi- nanz-Kommission, bemühte sich, zu zeigen, daß der Conieils1Piä1- sidenc die Uebel, welche die Preßfreiheic nach sich ziehen köiinte, übertrieben habe, und stimmte für die AnnUahme dcs Artikels. Herr Riva Herrera sprach gegen den Artikel und schlug eine Veränderung desselben vor, wodurch er_ganz den Wünschen der Regierung gemäß gelautet hätte. (Hier verdoppelte sich, das mißbilligende Geschrei auf den dffenilichen Tribunen, so daß der- Präsident sich genbthigt sah, den Artikel des Reglements zu verle- sen, welcher ihn ermächtigt, die Gallerieen räumen z_u lassen.) Herr Lopez prüfte die Frage im Allgemeiner), und 1prach stel) kategorisch dafür aus, daß die Preßfreiheit bei jeder Regierungs- form, wenn man gut regieren wolle, ein unerläßltches. Clement sei). Graf Toreno suchte den vorigen Redner zu Widerlegen, uiid erklärte, er greife hauptsächlich die Einführung der Preß- freiheic unter den gegenwärtigen Umständen an. Er führte das alte Rom und Griechenland an, und behauptete, daß m.]eneie Ländern keine ähnliche Freiheitbestanden habe. Nachdem der Minister“ freimüthig von der Zahl der Anhänger,welche Don Carlos besitze, und von dem Vortheil gesprochen hatte, welche die Gegner der bestehenden Regierung aus der Preßfreiheit ziehen könnten, _schloß er mer der Bemerkung, daß unter Ferdinand 711. die Einnahmen für die Druck1Erlaubniß 6 Millionen Realen jährlich betragen bbc.»- ten, und daß fie sich jetzt schon auf 13 Millionen Realen_belie- fen. Herr Caballero, einer der Secretaire, bestritt, die Ar- gumente Toreno's. Er fragte, was die jeßc in Spanien besie- hende Freiheit zu bedeuten habe, da die Regierung 4“ Censoren angestellt hätte, welche jeder ein jährliches Gehalt von 20,000 Realen erhielten, und nach Gefallen des Ministers abgeseßc wer- den könnten. Die Kammer schritt hierauf zur Abstimmung, welche folgendes Resultat lieferte: _

Für den Artikel . . . . 57 Stimmei“.t

Gegen denselben . . . . 55 1

Majorität gegen die Minister 2Stimmen., Als der Secretair Trueba dieses Resultat verkündete, ver; langte Herr Toreno, der kein Vertrauen in das Burequ zu setzen schien, die Liste zu sehen, um sich „zu überzeugen, daß kein Votum aUSgelassen sey. Dies machte einen sehr üblen EindrUck; die Secretaire und der Präsident ielbst schienen durch diesen Mangel an Vertrauen von Seiten der Regierung beleidigt, und- Zedtmann tadelte das Benehmen des *))?iniskers. Die Sitzung wurde sogleich aufgehoben, und die Oppostion, auf ihren Tri- umph stolz, empfing die Glückwünsche ihrer Anhänger.

Madrid, 3. Sept. Die Hof-Zeitung enthält Fol- gendes: „Da der Friede von Europa stets der rechtmäßigske Zweck der Fürsorge, Bestrebungen und selbst Aufopferungen von Seiten der Regierungen war und ist, so Will, und zwar mit Recht, die Spanische sich nicht von einem so wohlehäcigen Bestreben trennen, noch auf sich die Verantwortung laden, mit- telbar oder unmittelbar die Ursache oder _der Voqund der sci)reck- lichen Katastrophe zu seyn, in welche em ailgememer Krieg die civilifirte Welt verwickeln würde. Ihr freimüthiges und nicht Weniger loyales als dem Ehrgefühl entsprechendes Betragen ge; gen die Mächte, welche die geseßmbßige und von Alters der „be- stehende Ordnung, die wir neuerdingscan enonimen, noch nicht anerkannt haben, wird wahrscheinlich die chwxerigkeiten heben, und das gute Vernehmen und _den gegenseitigen Verkehr herstel- len, welche für die Völker, wre für die Monarchen so nüßlich ind.“ s Folgendes ist der Text der bereits erwähnten Petition der zweiten Spanischen Kammer wegen Aenderung des Regleznents:

„Die Kammer der Prokuradorcn des Reichs hält es fur ihre Pflicht, Ew. Man die Notbwmdigkeit ariseinander zu sehen, daß das innere Reglement der Kammer ihrer eigenen Beratbschlagung aus folgenden Gründen unterworfen werde: 1 Es ist bei allen reprä- sentativen Versammlungen gebräuchlich, da sie selbü das Reglement, welches fie beobachten wollen, festsetzen; und so hakt man auch in Spanien bei den Cortes verfahren, welche man den 1eßigen als Bei.

spiel auffielien kaum 2) Die gesunde Vernunft sagt, daß, nachdem