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dirt dabei:, und die sich jeßt für berechtigt halten, die öffentliche ?)Tcinimg zu beherrschen, und diegerechte Verantwortlichkeit, irriche auf ihm:] lastet, von sich abzuwenden. Diese allein find die wirklichen Feinde der Spanischen Gläubiger. Um unsern zu ("Zruxde gerichteten Landsleuten Beistand zu leisten, bedarf es nichr als bloßer Worte und hohler Phrasen; es giebt dazu ein schr einfaches und wirksames Mittel; man gebe nur die ansehn- Lixbeii Provisionen zurück, welche man mit vollen Händen von Ter Soaiiischrn Regierung empfangen hat. Wenn man sich zu l“ltll'k s) rcchtliclirii Handlung verstände, so würde man uns ge; wiß niht zu Feinden haben.“ „
Dxr Ur. Dicffenback) aus Berlin hat während seiner Tln- xrrsrxheit hicrselbst bereits mehrere autoplafiische Operationeirlo- wobl im großeiiKrankenhause als in der„Charit-Z“und dek„*plklt*“ griiiacizr. In dieser lelzteren Anstalt verrichtete er am 8ten d. “M. in Gegenwart mehrerer Aerzte und Chirurgen bei eiiier Frau die Operation der Rhinoplaskik mic anscheinend gutem Erfolgr.
Man schreibt aus Algier vom 6. Sept.: „Die Fremden,- Lrgion hat am 1, d. M. das Laaer bei Douhera geräumt, und an demselben Tage ist das 67|e Linieu-Regiment in dasselbe einqerüékt. Leßteres stand bisher in den Kasernen von Alaier, rides nunmehr durch das 11te Regiment erselzt worden ist. Das Lairrr ron Doubcra, welches ungefähr 7 Stunden von Algier eiitfcrxit liegt, ist ein Verbindungsvunkt zwischen der Hauptstadt . dsr Rrgrntschafr und Belida, nach dessen Besitz wir schon seit so lanqrr Zcit trachcrn. Von mehr als 2000 Mann besetzt, die im Nrtyfall schnell auf Bouffarik, oder auf Krachena marschiren können, wird jenes" Lager immer einen wichtigen Einfluß auf alle Expeditionen in der großen Ebene von Metidschal) ausüben. Unsere Soldaten athmen daselbst eine frischere und reinere Luft als in Algier, und besiizen Alles, was nicht allein zu ihrem Le- bensunterhalt, sondern auch zu ihrer Zerstreuung nothwen- dig isi.“
Großbritanien und Irland.
London, 10. Sept. Der König kam vor ostern Mittag von Windsor nach der Stadt und hielt einen Ka inetri-Rath, in welchem die weitere Prorogirung des Parlaments vom 25sren d. bis- zum 23. Oktober beschlossen wurde. .
Der Prinz Wilhelm Friedrich Heinrich, Sohn Sr.Kömgl. Hoheit des“ Prinzen von Oranien, traf am Dienstag Abend, in Brglcitung des Capitain Arriens, der das Holländische Kriegs- schiff „Zecuw“ befehligt, von Portsmouth hieriein. „
Die Prinzessin von Beira, der Prinz von Ilsturicn und die beiden anderen Kinder des „Don Carlos langten gestern Abend in der fiir sie eingerichteten Wohnung in Hannover-Square an.
Folgendes ist der lelzte Brief, welchen die verstorbene Infantin Donna Francisca an ihren Gemahl, den Infanten Don Carlos, geschriebcn hat: ' '
„Portsmouth Ick) bin heute noch sehrsckxwack), aber trolz*met- ner Lrjdcn werde ich Ihnen dennoch schreiben, denn mein geliebter Grbictrr und Herr hat mir geiagt, das Ausbleiben der Nachrichten vor: uns sei) ihm drückendcr- als alle Beschwerdewund Gefahren, denen er täglich ausgesetzt isi. _ Unsere Kinder bcsrndrn sich wohl, und um Ew. Mai" mitten in Ihren Entbehrungen zu crfrruen, theils icl) thrn mit, daß sie; nrultcb-niclst nach London gehen wollten, Fondern sagten: „„WU' verlassen PortSmouth nur, um zu utzscrm Vater zurückzukehren; wenn wir uns weiter entfernen, io warden wir siinc Briefe später erhalten;, wir wollen wederPortsn1_outhnqch unsere Mutter vcrlaffen.““ Sie haben, auch Recht, daß fie intel) nicht vcrlaffcn wollen; denn seitdem Sie fort sind, babr ict) nur Gott, meine Kinder und unser gutes Recht„ was meine Hoff- nung nocli aufrechr erhält. Es kommt mir nicht zu, mei- nen geliebten. Gebieter „ und Herrn „daran zu „erinnerii, daß wir unser Vertrauen nicht_setzen durfen, alls die Könige der Erde, sondern auf Gbit; Niemaiid weiß dies 1th besser, ,als Ew. Mairsiät srlbst. - Sie sagen, Sie fänden in dem efäl)rll_chen Lc- dcn, welches Sie führten, BeruhigunÉ. eOh! Jch_ g auve dies gern. Es lieqt vielr Beruhigungqm de_r rfu_llung seiner Pfiicht,_ und welchchbnig in Europa _erxullt scine Pfilch)t besser,. als Sie;? Yann giebt es aber auch noch einen andern Trost. Es isi dkaMgL, der uns von treuen nnd ergebencn Unterthanen zu Theil wrrd; SLIM Sie dem heldenmüthigen Zumalacarrxguy rind seinen tapxern «ol: daten, daß Ihre Gattin und Ihre Kinder jeden Morgen und Abrnd vctcn, daß der Hirr der Heersclzaaren sie in Schuiz nehmen und ih- nen noch viele Jahre 1"chrnken_mdgc. - J-ck) wxrß neicht, rb es die Lust niciiicsVaterlandcs tß, die mir fehlt;0aber ici) fuhlc, :D werde „täglich schwächer. Es ware traurig, von Ihnen und vonKL-„vanien ers'tfcrnt zu sterben. Docbyder Wille drs Herrn geesclebe. „;ck werde nichr klagen, wenn nur,;xhr Lebrici fur das Glu unserer leer crhalicn wird. Lebcn'Ste wohl. „ich bete Fla!" dem Kdntg aller Ko- que, daß er Sie scliiiyt vor den Streichrnksberer Feinde. _ Unsere Kinder küssen Mit mir Ihre Hard, die das Konigl Sechwcrdt mit „59 vieler Tavferkcit zur Vertheidiguiig unserer Rechte fuhrc.“ .
* Die Königliche Brigg „Espoir“, die am zien d. von Las,- labon absegclte, ist vorgeiiern in Falmoutl) angekommeii und r““)at neuere Nacickrichten aus Lissabon mngebracht. Den „offiziellen Bulletins zufolge, hätte fich Dom Pedros GesundhettSzystar-d schr gcbcffert, die Privat-Berrchtc aber sagen; daß es immer sckliimncr mit ihm wird, und daß er sich Wirklich in- großer Gc- -z“-af);,- bcfindct. Zu der Nachx vom 7ten d. wgr eine ichaudcr- Haste That verübt worden. Ein Kloster, wenige Meilenron Lissabon, in dem die kürzlich in Portugal angekommene ")thst U|jsche Gaslilson von Mardeira einquartirt war, wurde von ei- „Mn Elendett ,in Brand gesteckt, und eine große Anzahl von L.))Jäxmern, Weibern und „Kindern kamen dabri u_ms Leben. Die Zahl dicser Opfer wird auf 300 angegeben, index; hofft man nock), das; dabei einige Uebertreibung _obwaltec. In dersrlben Nacbt erhob sich das Französische Bataillonfgcgen seine O_ffiziere undrddrcte zwei derselben. Als Grund dieser Meureree giebt mcm ail, daß die Offiziere eineSumme Geldes, die sie erhalten, M; de:; Truppen den riü)cksiäiidigen „Sold auSzuzahlen, vergeudet 'i rn. S. ortu_a- blu Die (Timés girzbt einen sehr allsfi'ihrlichen Bericht „über Wx Empfang, der dem Grafen Grey m Edmburg zu Theil ge- irrrden, und über das ihm zu Ehren. daselbst veranstaltete Diner. ';“,“l-„n Montag hatte sich schon sehr zritig eine große Volksmenge iir Dalkeitl) und der Umgegend versammelt, lim den hohen Gast nacb Edinburg zu eleiten. Um 11 Uhr hielt_ der Graf seinrn Einzug in ersterer tadt, Er und der CgpitatL Grey „saßeii in eiiienr'Wagen und die Gräfin Grey nebst ihrer 4ochter 111 einem anderen. Nachdem Se. Herrlichkeit ein kaltes Frühstücbm Dal- reitk) eingenommen hatte, bewegte sich der Zug weiter und laiiqce um 12 Uhr am Hotel des „Lord Prdsoß bei C'diiiburg an , wo die Reisenden einige Erfrischungen zx“: fick) nahmen. Von da ging es nach dem Waterwo- Idotel in der Stadt Edinburg. Die Prozessionen der verschie- denen Gewerke, die dem Greifen Grin; entgegengezogen waren und ihn nach der Stadt beg riteten, gingen in ,der größten Ord- nung von Statten. Uebera , wo. der Zug durchkam, uiid über- haubt im größeren Theil der Stadt“ ;Edinburg,„warrn die Läden geschlossen, als ob die Einwohner. dieseii T-ag tyre einen Feiertag "heiligen geWoUt. Die Häuser .wareiibis ,an dre Giebel mit Zu- schauern gefüllt, Als Graf Grey m den großen Ballsaal des
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Hotels eintrat, war er von dem Herzoge von Hamilton, dem Lord Profoß, dem Gmeral-Anwalc von Schottland, Sir T. Lau- der, Sir J. Craig, Herrn Ellice und vielen angesehenen Herren und Damen, worunter auch die Herzogin von Hamilton, umge- ben. Der Lord-Profoß Überreichte dem Grafen in einer Kapsel dcn Bürgerbrief der Stadt Edinburg und hielt dabei eine Anrede an ihn, worin er seine Verdienste als Staatsmann pries und die wichtigsten Maßregeln aufzählte, die durch die Bemühungen des Grafen Grey durchgeseßt worden. Nachdem Letzterer seinen Dank ausgelprochen hatte, wurden ihm von verschiedenen J)?»- giskraW-Personen Adressen der bedeutendsten Städte Schottlands übrrrricht. Das Diner fand in dem Gebäude der Edinburger Hochschule statt. Es War dazu ein eigener Pavillon errichtet worden, in welchetn Über 1550 Personen speisten; die übrigen, noch an 000, mußten in einem anderen Saale Plaß nehmen. Die ganze Tischgeselilcbaft bestand also alis ungefähr 2000 Per- sonen, und außerdem hatte sich noch aufden Galleriecn eine Anzahlvon Damen eingefunden. An der Haupttafcl saßen außer dem Grafen GM) und sriner Familie auch Lord Brougham, Lord Rosebery, der in Abivesenhrit des Herzogs von Hamilton, welchen Unpäß- lichkeit entfernt hielt, den Vorsitz führte, der Graf von Errol, Lord Lynrdoch, Lord Beilhaven, Graf Durßam, Sir I. C. Hobhouse, Professor Arago, der Gencral-Anwalt, Sir J. Aber- cromby, der Marquis von Bardalbane, Lord Stair und Andere. Graf Grey und der Lord-Kanzler wurden mit dem größten En- thusiasmus empfangen. Fast alle obengenannte Personen hiel- ren längere oder kürzere Reden, wie sie zu den ausgebrachten Toasts sich eigneten.
Der Master of the Rolls, Sir John Laach, ist am Sonn- tag zu Edinburg, wohin er sich vor kurzem begeben hatte, mit Tode abgegangen. Der Verstorbene hatte vor einiger Zeit die Rose gehabt und war noch ernstlich krank gewesen, als er von London abreiste; man hatte jedoch seinen so plötzlichen Tod nicht erwartet. ,
Der bekannte Edinburger Buchhändler, Herr Blackwood, Herausgeber des“ „Blackwood's Magazine“, isi am Dienstag in Edinburg mit Tode abgegangen.
Herr von Rothschild ist vorgestern von hier nach Paris ab; gegangen, und zwar, wie man an der hiesigen Börse wissen wollte, in Folge der Ankunft eines Couriers von Paris, durch welchen seine Gegenwart daselbst dringend gefordert worden wäre. Er“- nige seiner nächsten Freunde behaupten dagegen, er habe die Reise nur zu seinem Vergnügen angetreten, und sie stehemit Geschäfx ten durchaus in keiner Verbindung. Diese Versicherung (so fü- gen hiesige Blätter hinzu) findet indeß wenig Glauben, weilman nicht begreift, warum er sich in diesem Fall so plölzlich zur Ab- reise entschlossen haben sollte. Uebrigens wird er in 8 bis 10 Ta- gen wieder hier,zurückcrwartrt.
Aus Calais wird, dem Globe zufolge, gemeldet, daß am vorigen Donnerstag der dortige Hafendamm von Zuschauern ge- füllt War, die das" Absegeln eines Schiffes nach St. Petersburg m-"t ansehen wollten, welches 15 Maschinen zum Weben von Petinct, und eben so viel Englische Weber mit ihren Familien an Bord hatte. Ein Franzö7ischcr Kaufmann will, dem Ver- nehmen nach, die Anfertigung jenes Artikels in Rußland einfüh- ren, und es ist deshalb dort vor kurzem eine Verfügung erlas- sen worden, wodurch die Einfuhr der zur Fabrication von Pe- tinct geeigneten Englischen Baumwolie zollfrei gestattet wird.
Aus Nauplia sind wichtige Nachrichten bis zum 26. Au- gust hier eingegangen. Der Globe giebt davon Folgendes: „Zn Arkadien und Messenien war in Folge der ONaßregeln, welche die vor kurzem von dem König von Bayern abgeseßten chcntschafrs-Mitglieder früherhin ergriffen hatten, ein Auf- stand ausZebrochcn, der sich über einen Theil des Griechischen Festlandes Und der Inseln verzweigt haben sol]; das energische Benehmen des Grafen Armansperg und das Vertrauen, wel- ches die Wiederherstellung seines Ansehens in der Regentschaft erregte, hauen jedoch beim Abgange der letzren Nachrich- ten die Unruhen in allen Theilen des Landes fast ganz unterdrückt. Die Regierung hatte unterm 16, August eine Proclamation erlassen, worin sie die Leute auffor; dert, an ihren Heerd zurückzukehren, indem sie, mit Ausnahme der Anstifter des Aufstandes, Allen Verzeihung verspricht. An diese Anstifter, Micro, Kolias Plaputas, Nikkta Zerbini, Griz- zali, Mitropetrovas und die Zergopulis, ließ man die Aufforde- rung ergehen, sicl) binnen 4 Tagen zu ergeben, um vor Gericht gestellt zu werden. Da sie dies in der anberaumten Zeit nicht thaten, wurden sie für vogelfrei erklärt und 3000 Drachmen Be- lohnung für die Auslieferung cines Jeden, er sey lebendig oder todt, anSgeselzt. Man war in (Griechenland mit der neuen Ge- staltung der Regentschaft sehr zufrieden, und König Otto harte [ich wieder in die Mitte seiner Unterthanen begeben, statt fich in Argos einzuschließen.“
Am [Zcen d. wurde hier mit dem für den Pascha von Ae- gypten gebauten Dampfschiff „Nil“, dem größten, welches bis je!;zc in London gebaut worden, eine Probefahrt gemacht; es hält 908 Tonnen und hat zwei Maschinen, jede zu 130 Pferde Kraft.
Die hiesigen Zeitungen enthalten, gegen ihre sonstige Ge; wohnheit, günstige Nachrichten aus Batavia vom 9. April. Die Bank zu Java hatte für das Jahr 1833 auf ein Kapital von 2 Millionen einen reinen Gewinn von 474,540 Gulden gemacht.
Dänemark.
Kopenhagen, 19. Sept. Prinz Frederik Karl Christian kam lelzten Sonntag Vormittags mit der Königlichen Korvette „Nayaden“ von Island in Fridericia an. Nachmitrags segelte sodann die Korvette unter Befehl des Capitain Cederfeld de Simonsen ab und langce Montag Nachmittag hier auf der Rhede an.
Am 17ten kam Prinz Christian Frederik von seiner Reise nach Fünen zurück und startete sogleich einen Besuch bei IJ. MM. auf dem Schlosse Frederikaorg ab. Er war in Fride- ricia bei der Ankunft seines Sohnes gegenwärtig gewesen.
Unsere wackeren Aerzte, welche den leidenden Gothenburgern in ihrer Noth so Überaus hülfreick) gewesen, haben sämmtlict) die Bitte der Behörden , weiter nach Stockholm zu gehen, erfüllt, wo sie gegen Diäten angestellt find.
Ein Erdbeben mit wellenförmiger Bewegung, das man in Christiania am *iten d. um 8 Uhr Abends verspürt hatte, ist an mehreren Orten Norwegens dies; und jenseits des» Gebirges mehr oder weniger wahrzmiehmen gewesen.
Spanien.
Cortes : Verhandlungen. Sitzung der Proku- radoren -Kammer vom 10. Sept. Die Sitzung wurde mit dem 9ten Artikel der Petition eröffnet, nämlich; „Das Eigen- thum ist unverleßlich, aber es muß 1) wenn der allgemeine Vortheil es erfordert, dem Staate abgetreten werden, nachdem
zuvor eine passende, durch einen geeigneten Richter 6917ij; Entschädigung gezahlt worden, und 2) ist es _qese ' e Strafen, so wie den durch gerichtliche Entscheidung ausgespw chenen Geldstrafen, unterworfen.“ ' unrerstülzte diesen Artikel, und zeigte, indem er fich auf M im hre 1393 gegebenen Gesetze bczoq, die 14-48 durch : und später im Jahre 1473 durch Enrico [U. in den C Nieva beiiätigt wurden, daß derselbe die Grundlage d schen Gesch sei).
blick) auferlegten Der Secretair Caballero;
„_, ., 4 . . “Spam:?“ Oantaf-e stimmte ihm bei, wünlchte a in Riicksicht auf dcn ZUs'lMö“ des Landrs, das von allen durch die Jtisurgcnten beraubi lrrrde, den Artikel für alle Luce Spanirr einzuschränken, und daß das Recht der ConfiScaiio in Wirksamkeit treté Auf den Antrag des Marquis ron Falcos wurden die Worte „dasselbe soll in Civilsachcn der Fall seyn“ hinzugefügt, Wa auch bei dem zweiten Paragraphen drs 4ten Artikel, der bis nag“, der Diskussion des 9th Artikel zurückgelegt wurde, angenomme,“1 _ „Jeder öffentliche Beamte welcher die perlönlicbe Freiheit, die Sicherheit der Person ode drs Eigenthums angreift, ist nach dem Gesetze zur Veranth tung zu ziehen“ wurde angenommrn. Staars- Secretairc sind verantwortlich für die Verletzung de; Grund-Geseße und für die Verbrechen des Hochverraths m;; des" Mißbrauchs der Gewalt“ wurde, nach Hinzufügung de; Worte „und für einen Angriff gegen die Ehre“ angenommri
„Es soll eine National-Garde errja; * tet werden zur Erhaltung der öffentlichen Ordmmq und zur Vertheidigung der (Gei'cize; ihre Organisation soll der Gegen- “* * Herr Abargues unterstützte die, Cr suchte den 87111in der Miliz aus dem Alter, thum zu beweisen, berief sick) auf Athen, Sparta und Rom nnd ging dann auf Nord-Amerika Übrr. '- sagte er, hgbe in unseren Tagen die Armee Großbritaniens vcr- Cr erwähnte auch der Französischen National-GW, und schloß damit, das; die beste Stüße des Thrones in den Bürgern selbst liege. Herr Ortiz de Velasco stimmte ihm bei. Herr OJTarcinez de la Rosa vertheidigte die Minister gegen den letzten Redner, welcher den Wunsch der Regieruna, sich der Dienste der Miliz zu bedienen, zu bezweifeln qeschienén habe. Die Minister, sagte er, sryrn durchaus nicht gegen die C'U'lck); tung dieserTrgppcn-Gaitung, und in dem lelzren Vertrage mitihren Verbündeten lei) es fesigescßt, das;" dieselben Gewehre zur Bi waffnung drr *))?iliz liefern sollten. ' sich und seine Kollegen auch gegen die Vorwürfe, die ihnen gr- machc worden leren, und erklärte znlrkzt, daß er sick) dem Artike * Nach einigen Worten des" Grafen de las Na vas und des Marquis von Cspinarda ging die Kammerzu Abstimmung über, welche 103 Stimmen dafür und 1 dagegen (Herr Montenegro) ergab. Dcr Prä [ident kündigte an, daß di "“ Petitioii in der nächsten Silzung vrrlrlrn werden solle, daß die ?? Kominiislon über den Vorschlag des Finanz-OJTinisiers berichten werde und daß am Sonnabend die Petition wegen Entschädi. gung derjenigen, welche von “1820 bis 1823 angestellt gewesen diskutirt werden solle.
die Feinde der Königin
worden War. Der 10te Artikel:
Der 1ltr Artikel: „D;
Der l2te Artikel lauter:
stand eines Gesetzes seyn.“ sen Artikel.
Die Miliz Washington“s-
Der *))?inister verrheidigie
nicht widersrkzr,
Madrid, 11. Sept. (Englische Blätter.) Heute wurde die Petition in Bezug auf die „Erklärung der Rechte“ [51 in der Prokuradoren-Kammrr gelesen und ohne Abstimmung am genommen. Die Berichte des Finanz-Comitéx's wurden eben; falls gelesen.
Folgendes ist eine Uebrrscßung des in der heutigen Six zun_g abgestatteten Berichtes“ drr TNajorität der Finanz-Kom- million: *) _ „
„Die Koqmmisiion hat sich mit der Prüfung der auswärti Schilli) bcsctzanigtz eincr Fragr, ivrlchc, vrrmögc ihrer großen W tigkeit, nothweiidig zii ernsten Erörterungen Anlaß geben mußte, §23er der Vericlxrdenhrit drr Meinungen über eine Frage, Wllcklc mcht_ ohne den Konßikt Wichtiger Jntercffen gelöst werdcn kann,i * es nicht 'zu vrrwundei'n, daf"; dicicnigen, welcbe bcauftragt sind, c ncanertäi-„t Über diesen Gegenstand abzusiattrn, ebenfalls gctveilte Meipung nnd, und daß ihr Bericht niclit das Resultat einer über ' ' rinüimmenden Ayliclyt,.iondcrn nur die der Majorität ist, welche s'.ch. grzwiingcti ncht, r_tn_e andcrr Ueberzeugung auszudrücken, als diejenige ili, die von einigen Mitgliedern der Kommission besonders ausgesprochen werden wird. “ “der erste Artikel des Grseiz-Em- wurxcs **) isi" folgendermaßen abgeflißt: „„Alle von der Regierung in fremdenLandern- vor und nach dem Jahre 1823 kontrahirien Schulden siiid Staatö-„Schuldeii/M - Da die auswärtigen “Sebul- den mclrt alle den nämlichet) Ursprung, oder die nämliche Gesetzlichkcit habxn, 10 hat die Kommissionics für angemrsen gehalten, diesclbcnin zwei Klasen zu theilen, _nämlicl) in die durch die Cortes kontrahirten und anrrkanmcn, und in dir nicht durch die Sorte:? kontrahirtin - uiid anerkannten Schulden. Die Kommission isi der Meinung, daß die zur ersten Klaffr grhörigen Schulden anerkannt werden sol- .- leit, narbdrm dicielvcn gehörig liquidirt worden sind ***) mussen dieirlven anerkannt werden, weil sie durch die Rrvräsentan» tin der Naxioxi kontrahirt worden sind, weil ' dmgungenm iicl),vcreinigcn; und endlich nocl) müssen sie anerkan werden, wenn ivir die Ehre der Nation unbcfleck't zu erhalten wü sclxen, und aus Achtung für _das Andenken an ein System der Frei“ heit, dessen edlrr Ursprung, inmitten der Baionncttr des Europäi- schen Usurpators, alien Spaniern, die die Unabhängigkeit ihre; Wenn es aber eine
sie alle gcscßlicly: Bc-
Vaterlandrs lieben, Schuld giebt, die wenig Gründe für, aber viele Anerkennring hat, io isi cs dir in der zweiteii Klasi bezeich- Dieje Schuld bcgann am 113. Juli 1823 mit der Anleivi/ welche das Handliingsbaus Gurbhrird mit jener Junta von Rebe * len iibsrhloß, welclzc_s1ch aufrühreris-j) gegen ihr Land und ihren König erhov, „und rins von den Werkzeugcn war, deren man KM ' bedirnte, um die legitime Regierung in Spanirn zu siürzén, um den König dim Srdoße derkRational-Ucrpräsentation zu entreißen, und uin iyn zu zwcngen, sic!) „dem Joche ciner Faction zu unterwerfen- dte,_indcm sie den erhabenen Namen Sr. Mai. usurpi.“te, mit di"!!! Bxiurinde fremder. Truppen in den Stand gescyt wurde, derTyraw tt_et ctncn„_Tbron in unserm geliebten Vnicrlande zu errichten. ' diese Weise,; diirch den Willen des Königs und durch hundert Tau-- send Fraiizdnläier Bajonncttc iintcriiüizt, trieb die Faction | „ Sic crctrtc die Königl. Anleihe, iii.) welchc die 33/- Mtll._ Gucbhards verschmolzen wurdcn, und welclie! zu andern vrrdcrblxcheti Anleihen, führte, um, wie wir Alle wissen, den ungeseizlicbrn und “verbrecherischen Ursprung des ersten Kontrukti );“- Bri drr Ausiührung so überaus wichtiger Qpc- , noch der der Brbdrdcn“ IelUUg der Na“ * ' klrgenbeciytcn . _ attona -„ n- „ zill'cäikfektlgen-ivelck)e,iviemanwxbl (1) vom Volke Verlangt werden konnten. ' Dit.
theucr seyn g cg cn ihkc j'
Mißbräuche aufs Aeusicrsir.
zu verheimlichen. rationen wurde weder der Wille des Volks oder Corporationrn zu Narbe gezogen, welche in Erman tional-Cortcs alschrä entantcn derselben bei Finanz: befragt zu werdcripüegt 11, um durch diesenAnscheinvon; terventiotxdicAUsla wußte, nicht geseb
en und Laßcn
,*) Den mit demselben vökiiii iin M' ** i- i K ' - “' i-itat werden wir morgen "“";-Wen?idlisiincl) lcbrmeii Briiclit der Me no **:) Es ist [)lcruntc wurf verstanden. “*) Die Jnlxaberdci' Cortes; zu thun; es bezieht lich dieselb-
r der von dem (Brafrn vou Torrno vorgelegte Gesetz-“Em-
Obliqatfirznenqxlmbeii nisclits mit dieser Liauidatioxt ;)"i - . "YUM *? * MUMM , wrlclie “ene Anteilen a - gesclilonen liaben, „und tu deren .!)andrn ]lck) noir; ein Tlieil nixlic ins Publikum gebrachte]; Obligationen befindet. (?liiiiicrkung drs" Londoner Courier) “=“;-
Folgen solcher Mißbräurhe waren verderblicb; die herrschendr Par- tei führte die _Nation dicht an den Rand eines Abgrundes, m_dcn fie unvermeidlich gestürzt seyn wurde, ?wenn nicht in der niiseltgen Finsterniß, in die unser Vaterland gehullte war, das helle Ltch1 der „reiheit durch die Hand unserer großnruthtgen und. unsirrbltcliin Christine angezündet worden. wäre. ---_Dtk in dcr zweiten Klasse be- rjffene Schuld hai weder die Grrecbteq'keit noch die (Yieseizr, weder die Theorie noch die Praxis für sich. „Die Recovtlacton dcr Con- stitution von 1812 und das FFJUtgl. Statut von 183/- crkenncn nur den Repräsentanten der Nation das Rccbt zu, Steuern aufzrilrgcn. Höcks? zweckmäßig uiid unsern alten (“Besitzen gemäeß war es, daß die Cortes in Cadix tt_n Jahre 1822; fricrlccbsi erflartcn: daß die Nation niemals eine Anleihe anrrkennrn'werdr, welche nicht durch ihre Repräsentanten genehmigtworden sei). Die vor dieser Erklärung abgrsckiloffriien Anleihxn, wclche ron _den Cortes niebk anerkannt wurden, smd notoriicl) null _und nicb- jjg, und die Darleiher wußten _dics. Der König befaiid aa) bei den Cortes, ,und der König und _d:e Cortes allein rgyräsenkjrlcn die Regierung 1]l* i'ill'tl),und 04; ]]!!"l*_ Fachdem der König Cadix Verlassen hatte, brl'tand die ,Erklariz-ng der Corics fort- die spätern Anleihen konnxrn driver,- iniofcrn iir „voneden Cortes nicht anerkannt worden, „niclit gültiger seyn, als die fruheren, und da diese letztern annullirt worden waren, so mußte die; erstere früher oder später daffelbe Scliixijsal tl'iffch Konrraktr, die mgn mit qcseizlich lllzekn'täclstgtcn' erionen abscbßlicßt, „sind an und fur sich “null und nichtig. Zu die er Klass gchorcii dic Guebhard 1:61)th und alle während des Intrrrcgiiums des .comiitutionnrllcn Syltemv kontrahirten Anleibrn. Sie stehen im Widirivruci) m1t_a[lcll Prin- zipien und namentlich init unsern (H'csrizrn. Sttvulationcn dtilsrr Art anerkennen, hieße freiheitzmdrdcrtsclzaxUnternehmungen begun:
stigen, uiigcgründcte Hoffnungen nährcii, und drr Partri drs Prä: -
tendenten beistehen. ,Das freie Spanien kann iicl) niclix durch die Anerkennung einer Schuld bcßcrkrmjwelcl)? adgesclylolien wiirde, um es in Ketten zu schmiidsn Mit riticinxiZorir, „dic iéoiiitiiiliion mrs; erklären, daß hinsichtlich _DkreGülttgkett jede Erorterung vx-xschwendet seyn würde. ,- Wie konnen uns nun andererseitsdte Bertheidiger jener Anleibrn niir dem Verluüc unsers ** Krc- dits drohen? Unser Kredit kann ni_c1)t„daruntcr letdrn, daß wir taub gegen ungerechtcs Geschrei imd; , Die Grundlage iedcs Kredits besteht in der Kraft der Riclrtlicbrcir. Die Ntcl)ta,ner- kennung ciner Schuld, dercn Ungerechtigkeit klar am Tagc_ltegt, kann dem Kredite nicmals Schach: thun; Jin Gegrnthcilé die An- erkennung einer auf Uiigcsetzltcbkcirgegrundctrn Schuld Wurde eher ein solches Resultat haben, und dies um 10 Mlhk/ ie ungeheurer und je brtrügeriicbcr die anrrkanntr Schuld wäre. , „(Kurz,der Fire: dit Spaniens hängt niclit von derAiierkcnmiiig srtnrei' auswärtigen Schuld av: sein Krcditjberubt einzig auf ietzrii/ZBurgscvaxtrn der Ordnung und der Stabilität, wclidc durch ein EZVÜi'm fortrcbrei- tender Freiheit grleisirt werden. Ohne diese Frecheit, und'wenn nicht die Rechte Aller geachtet werdcn, „kann- wrdcr der National- Reichtbum zunehmen, nocb fremdes Kavxtabms Landgrzogcn wer- den. Wenn aber, wie man es crwarxcn dars, dic brrrits vrgonneiien Reformen von den Kammern iortgrlrlzt wcrden, so wird Sramrn seine ungehrlirrn „s)üifsqucllen ciitrrvick'rln iindmrhr nls btnlangltcbe Mittel darbieten, um alle gesrizlicki kontrahirtrn Scliuldrn ,in dr- zahlen, wenn diesrlbcn null) llol'l) brdeurender wärxn, als siecs ivirc- 1ick sind. _ Aus diesen Gründen ist dir Froniiiiisiidn der Meinung, daß die Schuld der zweiten Klaffe ans keiizc Wrist axirrkannt wer- den kann, und sich auf die bereits aiigcfiil)-'tcii Grundexbrrufend, hat sie die Ebrr, der Kammer di:“ folgendrn Arttlz'l ziir J-BcratlmnN vorzulegen: Art. 1. Alle sogenannten Cortrs-Iliilcihen, der im Any: lande im Namen der Nation von 182,0 bis 1822; kontrahirt worden sind, werden für gesetzlich erklärt, und nach _qrhdriqcr Liqiiidatio'n derselben ais Staatssamlden' anerkannt Art. „2. Der FiüüUF-„Ml- nister wird den Cortes eine_n Gcseiz-Entwrirf m Bactrcff der Liqui- dation und Zahlung der im vorigen Artikel rrwahnten Schulden vorlegen. Art. 3. Die „Natio'n erkennt die sdgcixanntc Kdniglickze “Anleihe von Guebhard, dic dreivrozentige ininicrivavrcnde c«panische Rente und die angestheSchiild, welcbe srit1823 bis auf din heu- tigen Tag kontrahirt _wordxn sind,- nicbt an. Art. ,1. 23971 drm rorstehendcn Artikel stnd die 00M1l1,Realrn“, WelcheGroßbritanien, und die 12 Mill., welcbe Nord-Amerika zu fordern hat, ausarnom- men. Art. 5 Die, kraft des Vrrtragrs vom 30 FO-ezvr |§2§ zu Gunüen dcs Französischer Schatzes creirtr Sämld wird arisgcirßt, bis lie von den Cortes untersucht worden ist; aber mittlerweile werd die Zahlung der Zinsrn und der Amortisation wie bislyer fortgeseizt. Madrid, 10. September 1834.
(gez) Alvaro Florez Eiirada (Praiidenr) Pab'lo Torrens [) Miralda. Maraiiis v. Monitr Vir- gen. Graf von Huli. Rufino Garcia Car- rasco,“
Man hat in Bezug auf ein neues Ministerium vonsAr- aueUes, Calatrava Und Galiano gesprochrii. Auel) Minas Name ist genannt worden, aber ob; er ein Kommando oder ein Portefeuille erhalten soll, ist nicht bekannt. Heute wrrden die bei Ermordung der Mönche bethciligteti Urbanos verhört. Der Genrral-Capitain hac strenge Befehle erlassen urid die (Garnison ist unter den Waffen; überhaupt sind alle Vorlichts-Maßregeln ergriffen; um Unruhen zu verhüten.
- Die Times enthält ein Privatschreiben aus Madrid vom 11. September, worin es heißt; „Es isi eine schlechxre Zsrc von Kluizheit, die nach dem Ereignisse urtheilt. Die Dimmer Werden jeßt durch ihre Freunde _qetadelr, wegen des Widrriian- des, den*fie der Petition der Beivegungs-PartEi für dete Bc- willigung dcr politischenRecbte entgezzengclckzi haben. Ware der Widerstand erfolgreich gemesen, so wurden_wir keine Klage über diesen Gegenstand hören. Es kann index: niclit g'eleiignct Wer- den, daß, wenn jemals zwei Männer fick) absichtlcck) in eine falsche “Stellung zu der Partei, welcher sie früher angek)_drtcn, und in der That zu der ganzen Spanischen Nation Vél'jl'ßk haben, so haben dies Martinez de la Rosa und Torcno gethan. Die merk- würdige Petition isi heute Morgen einen andrren Frad pciislrt'und durch “Don Telesforo de Trueba y Cosio, einen der Hrcrctaere, einen der Verfasser der Petition und einen der angrzctcynecstrnRednrr der Kammer vorgelesen worden. Sie muß 19151 noi!) einer an- dern Kommission vorgelegt Werden, die alle dnrnxlubeii Doku- mente revidirc und diesem Lande eiqenthümlick) ist; lie heißt Kom,- mission für die Verbesserung des Scyls. _Man_ nim; nun erwar- ten, ob die Annahme dieser Spanischen 12111 01 li-zxxii; diirch die Cortes eine Epoche in der constitutionnellrn Geschichte dielis Lim- der? bilden wird. Die Aufmerksamkeit wird icht diirch die Berichte .der Finanz-Kommission und die erwartete Bekgnntnmchung der- selben in Anspruch genommen. Der eine'BericiUI, welcher den Minister zu einer Anleihe von 200 Millionen Ilealcn'ermäch- ti r', wurde von dem Comité einstimmig anqeiiommen, tndrm 2
ixglééder, Welche eine größere Anleihe bewilligen“wollten,_übcr- stimmt wurden und es daher für besser hielten, ihre Meinung .in der „Kammer auszusprechen,“
Portag-al.
Cortes-Verhandlungen. Pairs-Kammer. Siz- zung vom 4. Septembrr. Der Präsident verlas ein Schrei- ben des Grafen von Sampaio Antonio, des Inhalts,-daß, da er durch ein aus Rio Janeiro vom 30. April 1826 darirces Pri- tent zum Pair des Königreichs ernannt worden und demgemäß in dieser Kammer bei ihrer ersten Zusammenkunft'den Eid geleistet und seinen Silz genommen, auch bis zu ihrer im Jahr? 1828 von Dom Miguel vorgenommenen Auflösung darin gesellen habe, er
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vollkommen berechtigt sei), so _quc wie“ jeder anderer Pair, jeßt wieder darin Plaxz zu nehmen. Daß er dias bis ert nicht desdalb unter- lasen habe, weil ihm kein Einberufungsschreiben zugrganaen sci), denn er bedürfe eines solchen“ nichr, sondcrn weil er es nicht hätte thun können, ohne feierlich gegen die Hintanseßung seMU' RU)“ 311 protestirrn, wrlches er gern hätte rrrmriden wollen, weil es nicht seine Absicht sey, in irgend einer Weise zur Störung der Ruhe und Eintracht beizutraqen; dali er jedoch, da ihm am 2trn V. ein Königl. Patrnt-Briefunter Convert des ?)?inistrrs dcsZn- nern zugefertigtwordrn [iiyworin ihm vonanrmdie Pairwi'irdeder- lichen iverdr, es fiir eineseinrn persönlichen Richten, seinem Charakxer und der unbesirckcrn Ehre seinrs Stammes ?“"rixiuldiqe Püicht halte, zu erklären, das; er nie anders, als kraft sxmel' friiheren Ernen- nung, in dieser Kammer scixien Silz nihmrn würde, worüber er derKammer zii rniici)riden anheichbr, indem er zugleich anzei- I?" Müssk, da;“; er, irrnn six? jene Crninnung nicht für Ji'iiiia anerkrnnrn solltr, augenblicklich eine gerichtliche Unterslxibung der Sache fordern werde. Das Sclzrribrn wurd: einer Kommission Überwielrn.
Deputirtcn-Kammer. Sißung vom (5. Sept. Dcr Marquis von Salddnha erhob fill', iim der Kammer anzuzei- gen, daß cr, als" ihm stine Ertlriimiiig zum Pair des König- rcici)s in der Reqierungs-Zeitunq zu Gesicht gekommen, sogleici) ein Sck)rrib-?ii an drn *))?inistrr des Ziinirn qrrichtrc und darin zwar für die ihm erwiesene «Ebro: auf das rrkenntlichste gedankt, aber zugleich dir Erlaubniß «Sr. .Kaisrrl. JNajrstäc nachgesuchc habe, bis ZUM Schluß der Session in der zweiten Kammer ver- bleibrn zu diirch, weil er es für einen Verrats) an drm von seinrn Konstitucnten in ihn gesekzr-en Vertrauen an- sehen würde , wenn er dir ihm angeborene Würde an- nähme, so lange er noch die Pflichten zu erfüllen hätte, die er als Volks ; Vri'treter freiwillig Übernommen habe. Er las sodann eine Abschrift des erwähnten Briefes vor und versicherte, daß er, wenn ihm sein Gesuch vrrweigerc werden sollte, lieber die Pairs-Würde ausschlagen, als gegen sein Ge- wissen handeln würde. Der Minister des“ Innern erklärte darauf, daß er noch keine Gelegenheic gefunden habe, Sr. Kai- serlichen »Majestäc jenes“ Scdreibrn vorzulegen. Srüor J. F. de Castro kündigte an, da)"; er einen Gricß-Entwurf einzubringen beabsichtigr, wodurch die Offiziere vor der Gefahr, der sie 1th ausgeselzt wären, nach bloßem Belicbcn der cxrkutiven Gewalt Und ohne Zuzirhung eines Kriegsgerichts ihres Patents beraubt zu werden, bewahrt wcrden sollten. Dann wurden die Gesetz- Entwürfe, wodurch die Civil-Liste der Kdniqin bestimmt, dem Regenter-r für seine der Nation geleisteten Dienste gedankt und die Aufhebung der mit den Acmtcrn der Staatkz-Secretaire ver- knüpften Cmolumrnte vrrfügt wird, zum zweitenmale verlesen.
Lissabon, 8. Septembch Ein Supplrmrnt zur gestrigen Regierungs-Zcirung enthält folgendes von dem ersten Arzt drs Königlican Haushalts, Hrrrn Tavares, unterzeichnete Bül- letin über Dom Pedros Befinden: „Die bedenklichen und ernst- haften Siiinptdme, von den::n Se. Kaiserliche Majestät der Her- zog von Braaanza bedrobc war, haben sich in drn lelzten acht und vierzig Stunden so sehr gemildert, daß man mir Wahr- scheinlicdkeic auf ihr baldiges Aufhören und auf die Wiederge- nesung drs erhabenen Pacirnten hoffen darf.“
_ Die Lissaboner Privatbriefe vom 6. bis 8. September, welche die Englischen Blätter mirrbeilen, einhalten nichts von besonderem Zurrrcffe; der Korrespondent des Morning Herald meldet unter Anderem: „Admiral Sartorius kam am Sonnabend in dem „Royal Tar“ hier an, um 'slck) sein Prisenaeld einzu- fordern. Die Offiziere der leizten Englisch:Portugiefischrn »Ma- rine versichern, der Admiral Napier habe auf Rechnung seines Antheils fÜr dcn 4“). Juli 1833 die Summe vcn “1000 Pfund empfangen, während man ihre “Iltispri'icdr nicht befrie- dige. Ich habe jedoch von Herrn Grant erfahren, daß die
Pfund in Englischen Sovereigns von ihm empfingen, und daß die Offiziere und die Mannschaft drs „Dom Joao“, der neulich bier abbezahlc wurde, zusammen Übrr 26,011) Pfund in baarein (Heide und Wechseln erhieltrn. *))?ehreie *))Taritie-Offiziere, die in dcr Britisiiwn Marine als Fähnricixc .; Pfand 18 Shill. monatlich empfiiiqrn, haben Portugal als Poli-Capitaine mit vielen Tausend Pfund in der Tasche verlassen. Ich erfahre so ebrn, das; die Krankheit des Regenten dir Wasscrlucbt sel,)“- soll. Die Besorgniß ist sehr groß. Es“ wird Ein Schiff ausxzerüstet, um den für dirKdnigin auserirhciicn Gemahl einzuholen.“ Tx Ü r i' r i.
Kdnüantinopcl, 20. August. (Times.) Jeder, der Tlieil nimmt an der Wiedergeburt der Türkei, wird nicht ohne lebbaf- tes Bedauern die Nachricht von dem Todr drs“ Aegyptischin Ad- mirals Osman Nurcddiii Pascha, der im bdriacn Winter den Dienst TNehmed ?lli's vorlirß und sich an drn Hof drs Sliltatis biqab, vernehmen. C'r i'iarb 1:1 voriqrr Wochr an der Prsk. Sein VrrlUii lVil'd mit Recht von den Türkischen Mxmiiri'n als uriri'l'eßlich betrachtet, deim wrarti i'riiirr Kenntnisse, die rr sich während scinrs aiixkjilN'iqen Fiufxtithalis in EUropa erworben, so wie qurn seiner in ?[rzßiiprxn ariammrlren Erfabrimgcn, War seine O)2eii1un_q im Divan bre" allsn Geli-iiciihr=rcii WWW“; und unter den qrgrnwärcxiiri: Uiiiiiäiidrn umschäizbai'. Dcr Sultan, welcher ihm haufig öffriitlicl): Beibrilr [cincr Hoämilitung gige- bi'n hatte, kirf bei dcr Nii-„izricdc ron siiiicm Tode (12124; „Licbxr wollte i(t) zrim Slixaiié-tcn verirren hab?", als soch) Mien *))?»im!“ Er Harte iii ii)"; den so lam; „iriui'mscyren ivirklamcii Hebel grfundrn, der in seiner Hand [Öllcli das so rlirrgllcl) begonnene ??IJcrk der National; Reform ausführen würde, das bis jrßt 17421 din VOi'lil'lMilcti Und dem Stolz der Beamten gescheitert iii“. » Dxe Pri? iii iich) im Zniirl)mrii. In der vorigen Words Wiirdcn 77 :riic “datierten in das GrieMschr HoSpitnl anfiiriiommcn. Vor: do?: Erkrankten genesen wenige. Die Krankhric scheint "OÖ iiiriix ihre Hz:"): crrriäir zu hoch. Mirren unrrr dirscm ösf.*:1.ilicl)iii Unglück iii rs erfreulich, zu soßen, daß diese Krankheit bis 1:13: im Allgemeinen mcdt drn antkrckenden Charaktrr ÜNJUWQUUL" Hat, der sie zuweilen sd furchtbar macht. Ihre Etitiicbung und Verbreitung ["cv-rim eine Wirkung der endemischcii Ursaäxcn zu seyn, die i'd oft hier und in der Lrvante ihre Wirdrrrrzriiqunq begiinstiizcn. Die Krankheit bricht oft aus, ohne daß einc Brri hrung mat Anstrckungssidffen siattgefundcn hat, während Familien, die immer mri dem, Kran- ken in Berührung sind, von der Krankheit befreit bleiben. Die Erkranklingsfälle haben sickrvorzüglict) in den Chains oder Gasthöfen, in den kleinen Hädirrn, wo eine "Menge Arbeiter dasselbe schmußige, nicht geli'ifcetc Zimmer bewohnen und Worin der Patient ofc während des ganzrn Verlaufs der Krankheit liegen bleibt, gezeigt. .Die Pest brichränkc sich auf Konstantino- pel; mehrere Stadctbeile unddie Dörfer am Bosporus, obgleich in besiändigem Verkehr mit Konstantinopel, sind bis jetzt davon
bcfrciß So hat sici) in Skiitari nicht ein einziger Fall gezeigt,
im chien Juni nach Portsmouth grsandten Seeleute 9000“
aber die Straßen find breiter, luftiger und reiner, als die von
StambU[- Seit dem Ausbruch der Epidemie sind in Prra nichr
zehn Fälle und zu Bujukdere und Therapia gar keiner voraekdmmrn.
Diss? Thatsachen haben mehrere bier befindliche Europäer zu dir
Urberzeugung gebracht, daß die allgemein umlaufenden Ansichtcn
über die ansteckende Natur der Pesr auf die gegcnirärtxq HCN";
schrnde Epidemie durchaus" nicht anwendbar serien. Wädreiid iii; iibrigen Europa der Glaube an die Ansteckung immcr sciiiriMr wird, ist es seltsam genug, zu bemerken, daß die Tiirkeii sirl) i-ixr an die bei uns herrschenden Anfickiten über dieser Priiikr „“ersöki
nen, und daß ihre RegierungGesundheits-Maßregelniiiclit; mcdr fiir eine vrrbrecherische und eitle Widerselzlichkeir gegen die unabdnkrrki- chen Rarhschlüssc der Vorsehung hält, sondernzvirklicl) Desinixcrions- Anstalten in allen Häusern, wo ein Krankheitsfall vorgckdmmrki, vorgeschrieben hat. Niemand wird bei Hofe ngelassen Oder von den Pforteaneamten empfangen, wenn er slch nicht vorher (2111 Thore einer ordentlichen Räucherung unterzogen hat. Freiliib sind die bis jeizr von den Türken angewandten DrSinfcctionI- Mittel Höchst unvollkommen und werden überdies so nucblällig und oft so läcbrrlich angewandt, daß in der That wenig Vor; tbeil von ihnen zu erwarten steht. Dock) dakaUs, ' daß sie überhaUpt angewandt werden, ersieht man, daß eim: Revolution in dem Jdeenkreise dieses prädestinationögläubx; gen Volkes nahe ist, und wenn auch schwerlich dadurii) ienes endemische Uebel ganz ausgerottet werden dürfte,- so darf man doch hoffen, daß dem Ueberhandnehmen desselben, jobald es einen ansteckenden Charakter zeigt, mehr als früher VOMEÖSUJY werden wird. Durch die Annahme einer gehörigen „O„uarantai- ne-Ordnung von Seiten der Türkei werden die Besorgnisse der anderen Nationen vermindert und diese bewogen werden, einige Modificationen in ihre eigenen Sanitäts-Geseize einzuführen und auf diese Weise den Handel mit dem Osten von dem drückenden Zoch zu befreien, unter dem er jetzt seufzt.“
Mexiko.
Mexiko, 26. Juli. (Börsenhalle,) Es trifft so eben die (bereits erwähnte) Nachricht ein, daß die Milizen in Puebla, nachdem sie sich zwei Monate aufs hartnäckigsie den Re- gierungs-Truppen widersekzt hatten, in eine Convention gewilligc haben, welcher zufolge heute jene Stadt von dem GcneralGuada- lupe Victoria besetzt werden sollte. Es wird versichert, daß we- der Plünderung noch sonstige Excesse dort stattgebabt haben. Außer Puebla haben sich nur noch in der Stadt Guadalarara Unruhen gezeigt, doch zweifeln wir nicht, daß die Trupprn un- ter General Corta ar, welche dahin beordert wurdcn, hinreichend seyn werden, die Kmpörunq sogleich zu dämyfen. Der so oft aufgeschobene Abgang der Conducta ist nun auf den 5. Auriusk angeseizt; der „Betrag der damit zu sendenden Gelder wird ohne Zweifel sehr beträchtlich seyn.
Seitdem Santana die ProscriptionsxDrkrete annullirc hat, sind Alaman, Fagoaga und andere Anhänger der sogenannten Escoseses-Partei aus ihren Verstecken wieder Hervorgekommcn.
Die Ausfuhr von Silber und Gold ist fortwährrnd im Zunehmen, und betrug, zufolge offizieller Angaben drr Bri- tischen Konsuln in den verschiedenen Häfen, vom 1. Ziili 18.13 bis 30. Juni 1834 von Vera-Cruz 3,000,000 Piaster, von Max tamoros 18000110, von S. Blas und Mazarlan 1,500,01'0, von Tampico (davon 4,900,000 in sieben Monaten naci) Neu- OrlecmS) 8,700,000, zusammen15,000,000 Piasrer incl. der aus? geschmuggelten Silberbarren.
Der Staat Zacatecashat das Glück gehabt, die Minen von Fresnillo z_ur Bonanza (Ausbeute) zu bringen, nachdem derselbe wohl 2 Millionen Thaler darauf ausgelegt hatte. Seit ungefähr einem Jahre trat die Bonanza ein und liefert: an- fangs 8 bis 10, dann 20, 30, 40 Barren wöchentlich und :I jeizt bis auf 35 „Barren die Woche gestiegen. Wenn dies riniiie Zeit anhält, dürfte Zacateeas der reichste Staat in Amerika werden.
.Die Cholera ist hier leider wieder zum Vorschein gekomx men, und hat vorzüglich stark gehauset unter den Ziidianrrn, die im Thale von Huejutla in Oajaca die Cocbcnille bauen, so wie unter denen, welche um Zalapa die Jalapa-Wurz-kln samrne'n; leizrere sind daher auch so selten geworden, daß man in Vera,. Cruz selbst zu 28 Piasier pr. Quintal nichts auftreiben kann..
Inland.
Berlin, 24. Sept. Die Sr. Königl. Hoheit drin Groß- herzoge von Hessen gehörigen Salinen im Regiei*unqs:Brzii“k Koblenz, unweit Kreuznach, die seit den leßren 10 Jahren die "Aufmerksamkeit des Publikums und der Aerzte auf iich ge- zogen, sind in diesem Sommer von 200 Badegälien brsucdc wor- den. Die Bäder haben sich für Kranke, welche an Drüsen; Krankheiten, Scropbeln, Hautausschlägrm Stockungen im Pfort- ader-System 2T. leiden, sehr wirksam gezeigt. Bisher haben die Gäste, da in Kreuznach noch keine Einrichtungen zu Bädrrn gemacht iind, in einigen Häusern auf den Salinen selbsi ihr Un- teriommen suchen müssen, was bei der Beschränktheit des Darmes nicht einladend war. Jetzc regt sick) aber das Interesse der Einwohner von Kreuznach, willhe nicht allein Bäder in xl); ren Häusern einrichten wollen, sondern aur!) damit uriquirw, durch Action ein Kurhaus zu Stande zu bringen. - (Fir: aii- drrcs im Reg. Bez. Koblenz bcftndlichrs, aber warinrs *)Jiimyrixl: Bad, ist das Bad zu Bertrich im Kreise Corbrm, diisrii Sandr- 2 ci'iaiidibrile .Kalk-Erde, Kiesel-Erdc und iiiiiicraiiscrcs T'alix.ch:-:ii,: Salz sind, Und das eine Wärme von „24 (Tirad ZU Talio ZFUNHK, Es ili, sowohl ziim Baden ais ziim Trinken, :*rrzi'igliii) wobl; thätig bei gichtischeti lind rheumarischrn Brsibwrrdrn, r*:xd [*)-„'i Frhlcrn iin Unicrlc-be, drrcn Krsiicdc i:: Storkuxmrn und ungleicher Cirrulatioti des Blutes liegt. Diclrs Bad rxiiiiric Won vor «60 „Jahren unter dem KUrsürskxcn Volk„ Trier. Seine Frequenz hat seit der Bcfilznahmc ]ähi'licl) zii,»- nommen, war aber nie größer, als in diesem Jahre, wo im Juli die Zahl der Badegäste auf 600 stieg. Unter diesen Verl) ;1ll11éss sen, und da in dem kleinen Orte kein Unterkommen ist, warde drr Wunsck) allgemein geäußert, daß die Bade-Anskalt crwritcrc und ein großes Gasthaus für Personen mittleren Standrs er- baut werden möchte, ein Wunsch, dem jedoch bis jetzt noc!) incl),- rere Hindernisse entgegen stehen. In dem mir dieser Bade-“Zl'n- stalt verbundenen gut eingerichteten Armenhause worden wäbrriid der Kurzeit 46 Arme verpflegt, Welche 2 eigene Bäder haben.
-- In der Stadt Filehno, Kreises Czarnikau, und in dcr Kreisstadt Chodzielen (Reg. Bez. Bromberg)- wurden qm 27stm, 2817en und 29sien v. M. zwei Remonte-Märkre, die er- skrn in der Provinz, abgehalten, jedoch auf denselben mir 11 Pferde für den Militairdiensr verkauft. Für die Zukunft ist in- deß alle Hoffnung zu einem besseren Erfolge vorhanden, Weil alsdann nicht, wie diesmal, die Unbekanntschaft mit den Erfow dernissen nachtheilig einwirken wird.