1834 / 279 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

National-Kampfe genommen, nachdem er dureh die Absendung

sezncs erlauchten Sohnes den Grund unserer National-Unabhän- gigkeit gelegt, und auf seiner dichterischen Lyra so rührend unser UpglÜck besungen, am Ende einen so glänzenden Gebrauch von sxmen Rechtxn als Vater und Souverain macht, unsere tiefste Crkcnntlichkect für eine so segensvolle Wohlthat und diesen neuen Beweis semer Liebe für Hellas auszudrücken.“

Inland.

Berlin, 6. Okt. Nachdem wir früher (in Nr. 258 der StaatS-Zcitung) das authentische Schreiben mitqetheiée, welches Se. Majestät der König, in Bezug auf die bsendung eines Truppen-Detaschements nach St. Petersburg, an des Kaisers V9" Rußland Majestät erlassen haben, freut es uns, unseren Le- sLM 1201 auch die Antwort des Russischen Monarchen mirthei- len zu können. Dieselbe lautet im Französischen Original also:

_ „1170101110 11110 11110 5011511101100 11 111111011001“ 111011011111- 10510 11110 111 501131111110. 1111 30. „00111, 110111115 .*“1 101151101115 1011- 1'01, 001114111111 110 11107: 110118005. 110111 ]10111'011501110111 110 8"11000111- 111. 11110 11 010 5111111110 01, 110110. 001111110 [0111 1:0. (1111 110111. 11 11 1110100110 110 111011 11010 011011, 1011 1111111101001 1110110111110. ].0 1110110111001. 1110 111 11115810 1000111111103111110 0 01016. :*1 811 010110. 051 11111110 (10 8011 110111. [111 910111101100 1)11'1110 11 (11110110 10111110 00 10111" 1'1111 1105 [11118 110111171 110 11111 110. 1105 50111-"1-1111'5. 1111'1111Z111105 1111118 111011 000111. 1110 1'11111101101'0111. 1011101115 00 11110 10 11018 110 100011110155111100 11 170110 11111j0510, 110111. 1111111110 1110111'0111111110 1110111181“: 1'1111 110 11108 1001111 108 111115 011015. ()011510101' 11 111 11100 1111 111011110 111 111110111110 11211- 11105; 11111 111111 1111'1011111101110111 111 11118310 11 111 9111550, 011111011- 1101“ 10 1110111101001 0011811010 11 1111110010111 1110110111110 110 1'01110 1109 11111105, 11111 0111-0111, 10 [1011110111 (10 0011111111110 11100 [1111 00115 10-3 111011108 (1111110111111, 1,01 01011. 801011 11111 001111011011 111- 111110, 10 [1101111 1101111111150. 11110 j0 1101018 10111110 1111 3101111111110 (7111011011. ([111 10001111018801t 110111111011101113 1111118 111 0111110 110 508 11111105 10 1110111011 11'11110 111010011011 1101110 .1)111110. * 8'111111450111. 11 11131 1101111170, 170110 1111110811“: 0 1111111110 111110 1011108011101 [11111111 11011»; 1111111130 9111551011110 [1111 10 [110501100 110. 0051171010115. 110- 01110; 11011 1110111008 (1711011110111. 11111 1111110110111 81 111011011501110111, 11“. 1211111111010» 111011101'1111105 1105 111111005 1813. 1814 01. 1815. 1:1 1011111111. 11117011 (".0 10111“ 5010111101. 11 110 1110 1051511. (11111111 10011 11 10111101, ]?)110 11 0011110 11 11111 110 805 .-“.11;;11121.0§ 1115 10 0011111111111112110111 110 005 11111105“. 111111 11110 011111111080111111 111550 01111: 1011011101", 001111110 M01, 1111 111110 1111118 108 511101110115. ([110 10110 1111110031“- 11 110172110 110110101 110 8011 0110111. * 1)1'01'011111“*-1110111 1711111 110 003 1011101Z1111Z0§ 1171111111117. )"0 10111- Zx11§ 1111 1101011 11111 1110-41 01101' 011 ].111 101117111111 (1111001111110 1.111 101111 110 111011 511110. 1'011111'0551011 110 10115 108 8(k1]11111(§[1§ 110 10001111015501100 01 110 10111110 111100111111, 11110 10 1.111 111 1011155“ 110111 1:1 "110, 01 11100 1051111015 )'0 51118 110 101.10 1111005115 10 11111»: 11010111“! 1101111 _ (5115110) R'i001118. 1511151100 8010. 10 5. 5011101111110 1834. „1. !»;0 „110108117 10 1101 110 9111550. ")

1115

---« Die im heute ausgegebenen Asten Stücke der Gesel;- (ééaleung enthaltene Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 28sten *.*-. 7111. 111011111 Modifczirung des Weinskeuer-Gesehes vom 25. Sx'pk. 1821“) [1111111 also:

„Iluf den Bericht des Staats-Miniskeriums vom 29sjcn v. „M. schr Fc!)- um den Weinbauern die Abgabe der Weinsicuer zu erlerch- 11111, 1111111 Aufhebung der §§. 3 und 11 des Gesetzes vom 25. Sept. 111241 hierdurch Folgendes fest:

11 So lange Wein im Befiße dessen, der ihn gewonnen, und m

Der Gemxinde verbletbt, in deren Hebe-Register cr eingetragen

111, soll dte Versteuerung deffelben künftig nicht gefordertwer-

Den. Nur wenn der Weinbauer als Gati- und Schanw1rth

oder als Wemhändlcr ewerbefteuervflichtég ist, liegtghm oh,

am 1. Mai, nach der ese von dem gewonnenen Wem so viel als bis dabm verkauft oder verbraucht ist, und am solgcndcn

1. November den ganzen Ueberrefi zu versteuern.

“:(,“- Am 1. Mai qnd !. Nov. jeden JabreS'tritt auch für 11111 übrtge Weinbauer dre Verbindlichkeit zur Verüeuerung deSjenigen "2811an ein, welchen se bis zu jedem dieser Termine verzehrt oder aus der Gemeinde, in deren Steuer-Regiüer derselbe ein- getragen sieht, weggehracht haben.

Wein, der von dem ersten Besitzer an einen andern übergeht, muß von Diesem soforx versteuert wer'dcn. Wer daher Weip von einem Wcmbaner erwrrbt, der sich 1111171 durch ein Zcugmß der

3)

„...--.M» ...*:

*“), Kn Deutscher Uebersexzung würde diese:; Schreiben folgender- maßen lauten:

„Es gereicht“ Mtr 511 lebhafter GenuZthuung, E11). Majeüät anzuzeigen, daß diz Feierlichkéit vom 30. _ ug. (11. Sept.), die so lange schon „der benändigc Gegenstand Meiner Gedanken war, nun- mchr glückltch von Statten gegangen ist. _ Sie war groß und schön, gleich Allem, was „sich „an das chächtntß Meines geliebten Bra:- drrs, des verrwrgten Kaisers Alexander, knüpft.

Das Denkmal, „wclcheö das dankbare Rußland Seinem Ruhme errichtet hat, isi Seines Namens würdig. Dic göttliche Vorsehung hat diesen Tag 1," cmxm der_sthdnücn Meines Lebens gemacht. Die Eritmerungxn, die 11 111 _Mem'ßerz grÉzraben, werdcn M11 stets die Erkenntléchfcit zgruck'ruvsen, 11104111) -w. Majestät, Deren wohl.,- wollende Fr111nd1chaft etnxn Mcmcr theucrstcn Wünsche crfüüt hat- schuldig bin. Fm Angenchte „der Welt die Waffxn-Brüdrrschaft darzulcgen, welche Rußland, met Preußen unguflösltch vereinigt; das dem Kaiser Alexander gcweche Denkmal mit der El1tc der Tavfern zu umgehen, welche das Gluck hatten,.m1t Ihxn untcr denselben Fahnen „zu kämpfen ----_ das war, Meiner intxtgxn Uebcrzeugung nach, die fromme Huldtgung, dee Ick dem chrtültchen Monarchen darvréngen mußte, der demuthsvou in dem Ruhms Seiner Waffen die Wohltbat eines nur von Gott gewährten Schußesserkatmte. Meinem Gedanken Sic!) anschließend, haben Ew. Maxeßczt geruht, das Preußische Heer unter uns Vertreten zu lasen durch dre Gegen- wart xcner mitkEbrcnzeichen geschmückten Veteranen, wclche in so rühmléchcr We:se„an dic denkwürdigen Feldzüge der Jahre 1813, 111121 und 1815 ermyern. Und indem Sie wollten, dgß 1111 dtescm feierlichm „Tage Mir durchaus kein Wunsch mehr Übreg bletbe, ha- ben S:.- crnemKIhrer erhabenen Söhne den Befehl dtxser Tnpfern anvertraut, am das; jeder Russische Soldat, gleich Mir, m den Krie- gern, “911 Ew. Majestät durch Ihre Wahl zu ehren gcruhten, LMM Bruder wrederzufirxden Jiaube.

Tief gerührt 11b_er rese Beweise der Freundschaft, erfülle Ich cine Mir tbcure Pärcht, indem Ich Ihnen heute aus dem “:?nnern Meiner Seele den Ausdruck aller Gefinnungen der Dankbarket und mmgen Liebe wiederhole, welche Jet) Ihnen lebenslänglich gewid- met habe und mit denen Ick) bm

Ts sk Sl Eurer Majestät b st aoc-11o, ereenerSwieeron den 5. (17.1 Sept. 1831. g (L„ 9 s b

e . _ An Se. Majeßäi den König Von Preußen.“ (S .'1) Ni [aus

1130

Steuer-Behdrde darüber ausweiset, daß ernu'r verfteuerten WM! besße, iii verpßichtet, bevor ihm der Wem ubergcben und verabfolgt wird, die Steuer davon bei der betreffenden Steuer: Behörde zu entrichten, und derselben den Anmelde- oder Steuxr- Zettel des Verkäufers zur Abschreibung des yerkauften Wexns vokZUlegen. Wird der Wein vcrabfolgt, e_hcjxteses Leschebentst,

so verfallen Käufer und Verkäufer m dte J. 90 er Steuer- oxdnung vom 8. Febr. 1819 angedxobte Ordnungssirafe_ von 1 bis 10 Rthrn. und bleiben für dee nachträgliche Entrechtung

_ der Steuer solidarisch verhaftet.

4)- Dte Berechnung der Steuer erfolgt, wre bisher; unter Gc- zZvZTclbxung eines Abzugs von funfzehn Prozent des gewonnenen ones. . .

3) Dic unversteucrt gcbliebcncn Weianorräthc werden 111 _dte

Stcuer=Register des fol enden Jahres übertra_ en. Dte Wem-

bauer haben diese Vorthbe zugleich bet Anme dung dcs Wem- (Bewinnes aus" der Lese des laufenden Jahrxs, oder, wenn keene Weixr-Acrndte stattfindet. t'n tedem Jahre bis „:.um 1 Nov 1111- zuzetgcn. ' Außer der im §.1'1 dcs Geseßks vom 25 „Sept. 11.120 angegrd- neten Aufnahme des neu gewonnenen Wems, welche sich, kunf- tig auch auf die anzumeldendcn ältqrn, _unverüeucrt grdln'be- nen Bestände erstreckt, und für verse 1ede11fal1s auch dann, wenn keine Wein:?lcrudte erfolgt, stattfinden muß.. sou zur Sicherung der Steuer auch im Ma1.1eden Jahres ctne Revi- 1ion der Weinbesiände in allen (Hemcmdcn, in welchen 1111111“- sieuerter Wein vorhanden ist, gehalten werden.

Diese Bestimmungen find durch die Gesxß-Sammlung bekannt zu machen und von dem Finanz-Minisier,„m1t Atusdehnung “."f Re noch in der ersten Hand beßnvlicben Wemvorrathe aus fruheren Jahren, von welchen_ die Steuer einsiwetlen bloß gestundet worden, in Ausführung zu brtngen.

Berlin, den 28. September 1831. .

„„ , Friedrich Wilhelm. An das Staats-Mmistermm.“

-- Am heutigen Tage ist der neu erwählte und Allerhöchsc bestätigte Ober-Bürgermeister von Berlin, Geheime Zustiz-Rath Krausnick durch die zu diesem Geschäft ernannten Kommissaricn der Königlichen Regierung zu Potsdam, dcn Geheimen-Ober- Regierungs-Rath und Véce-Präfidenten Böttger und den R1- gierungs-Rath Häckel, in Gegenwart der Mitglieder des Ma- gistrats und einer Deputation der StadtverordnetenzVersamm- lung, in sein Amt eingeführt worden.

-* Von den nach Nr. 99 13. St. Z. in Umlauf gewesenen 17,242,347 R1hlr.Kassen-Anweisungen sind seit dem 3. April 0. neuerdings 70 Stück 11 50 Rthlr., 892 Stück 11 5 Rthlr. und 1310390 Stück 3 1 Rthlr. wegen Beschädigung vernichtet und dagegen 142,350 Stück .1 1 Rthlr. neu auschertigt word_cn, so daß nunmehr die in Umlauf befindlichen Kaffcn-AmveUungen aus folgenden Stüoken bestehen:

7,310,597 Stück :ck. 1 Rthlr. 7,L310,597 Rthlr. 994,610 » 11 5 » -4,973,115[) »“ 99,174 » :1 51] » 4,938,700

überhaupt 8,404,381 Stück . . . . . Über 17,242,.547 Rthir.

Man schreibt aus Elberfeld: .Der Pfarrer Ioh. Wilh. Schöler zu Drabenderhöhe, im Reg. Bez. Köln, feierte am 80. September sein 501ähriges Atnts-Iubiläum. Des Königs Majestät haben demselben den Rothen Adler-Ordey 4tcr Klasse und eine lebenslängliche Gehakts-Zulage von jährlich 60 Rthlrn. Allergnädigsc zu verleihen geruht, welche Geschenke dem Zubelgreise durch den Landrath von Arnshausen, und den Su- perintendenten der Kreis-Synode, Pfarrer Nohl, auf eine-an- gemessene Weise übergeben wurden. Die dankbare Gememdr ließ ihm durch den Kirchenvorskand einen filbcrncn Becher met passenden Inschriften überreichen.,“

5)

M1teorofogische Beobachtung.

1831. Morgens Nachmitt.| Abends Nack) einmaliger 5. Oktober. 6 Uhr. 2 Uhr. , 10 Uhr. Beobach111ng.

Luftdruck. . 1340,1 0'"Par. 340,1 7"'P.11". 340,2 .5'"Par. Quelkvärme 9,4 9 N.

Luftwärme 0,2 " R. U,: “R. 8,4 OR. * 0 Thaupunkt 5,7. “N. 6,0 0 N. 6, 1 OR. l11ß1värme 9,9 N. Dunfisättg. 95 pCt. 51T); PCt- 8-1 VCt. Bodenwärme 10,4 c“N. Wetter. . . . neblig. eiter. heiter. . -- „.„ Wind ..... TKO. ONO- O- UUEdünst. 0/1 () l R.,- Wolienzug 1 -- O. 1 - 1911001111119 0, lk0111n01 116180.

[)en 6. 0111111101" 1834.

92111-0.0Zr§:_?€1ts1- (kxsx-Esx._§'«-€0)

011111-„1721195- „1.1.1111 - __ „_

„„ " '. _ xex'xx-R WM.

81.-8011u|11-§011. 4 99; 99 081111. 9101111111". 4 [01,1-

i'r. qul. 0111. 30.1 4 951 951 1'0111111. 110. 4 1061 Z 1'111'm.§011.11.§0011.j - 58; 587 [(111- 11. R011111. 110. 4 -- 1061, 11111111. 0111. n1.1.l). 4 991"; - 8011105180110 110. 4 » 105; R011111.|11t.§011.110. 4 W,“- , - 111181. T'. (1.lx'.*-u. R. -- 72 -- 111311. 8111111-0111. 1 99; j -- 2.-§«1..11.1ch.-u.«.x'. «! 72 - [(1111111511. (10. , -'1 981 * -- -- 1

1311111155. 110. 4; 98; .- 11011. 1011». 111111. «; 17.“ | - 1111113. 110. 111 “[*11. -- 37,1 -- R01") 110. -' 181; 8 1170111111. 911111111111 4 7191 100; 171101111011811'01 . . „| 13? 131; (110111113. ['08. 110.1 4 11112; -- l)1;50011t0 ..... *- :: 11

Üusvc-ärtixxex 8618011.

„4111510111001. ]. 011101101". R101101'1. 11111111. 80111111] 52,27, Z.“; 110. 99757. [(:1112- 8111. 22T. YZ 11111011. 91. ZZZ 73; 99, ['1011118. |'111111.-§01101118 104. (10. O.,“; 11111. 98,5, 3F 29.

MEZ. 801111111 1,11. “1188. 98,1. 0081011". 8000. HZ- 43.

1111111919011, 30. 8011101111101. 33 261. ("011011 41 21118]. 115. W100, ]. 011101101".

Y,? 901. 1101110901100 1257.

8111111. ZF 421. Z,? bist. 99;“,. 71000 1111101110 1. 1834 550.

Königliche Schauspiele.

Décnstag, 7. Okt. Jm Schauspielhause: Zum _erffenmale: Der Hirsch, Schauspiel in 2 Abtk)., nach dem "1100 111 8111110110111), von C. Blum. Hierauf: Die Erholungsreise, Posse in 1 Akt, von L. Angeli). Und: Der Polterabend, komisches Ballet in 1 Akt, von Hoguet. (Die Herren Carelle und Eckner, von der Ballet- Gesellschaft des Herrn Direktor Cassel, werden hierin tanzen.

Mittwoch, 8. Okt. lee in 2 Abth, von Ph. Taglioni.

Jm SchauspielhaUsE: 1) 1.11 111011111310 100108001011011 (113; ;

9111110 01 101111110110, 1111111011110 011 .1 11010, [1:11 8011110. 121 1111111111111. 011: 1111 111111111110 11'111011111111011. «1101110 7011110171111;

. . k 811 :? 00108, 11:11 3011110.

Kdnigstädtisches Theater.

Dienstag, .". Okt. .OerBarbierYon Sevilla, komisches... _ in “2 Akten. Musik von Rossini. (Herr Maxschall, vom Thra- *

ter zu Lcmbsrg: (Graf “Zslmaviva, als zweite Gastrolle.)

Mittwoch, 8. Okt. Der böse Geéü waépacivagabundus, * oder: Das liedcrliche Kleeblatt, Zauberpoffc métGesang 1113211; ,

ten, von J.

' Nestroy.

Ncuesic Nachrichten.

Paris, 30. Sept. .

Minister des Innern un) reiste gegen Mittag mit der KW.; lichen Familie von St. Aloud nach Fontainebleau ah. -

erwählt worden.

Die Korvette „l'Oise“ erwartet in Brest dcn Marquis von ?

S1. Simon, um ihn nach Pondichery überzufähren, wo er seine Functioucn als Gouverneur der Französ11'chen Bestßungen in Indien übernehmen wird.

In mehreren Dxpartcments smd Amverbungs-Versuche sar Rechnung des Don Qarlos unternommen, die Anwerber aber so- gleich verhaftet worden.

Der Monitcur mexdet:

pelona verlässen. C'r bcgiebx sich nach Estremadura. Sonst 111

11111 Tolosa 1010111011, um einen Convoi zu eskortiren. Der Kow-

ausgebrochen fsk, und daß die Korvette „(e Castor“ und eine Englische Brigg fich auf der dortigen Station bcfinden.“

Der 9121211111101“ behauptet, 011 Nachricht «us Madrid vom * 25, Sept. sev schon früher, als“ fie an der Börse angeschlagen “' Der Moniteur wider; sprichk 0111er Bemerkung Und zählt die Minuten auf, wie die ; einzeln-kn Zyichrn drs Télcgraphcn eingrkommrn seven. Die De.- '

Wordcn, in Paris bekannt gctvesrn.

pesche kam 111 Minuten 111111) 2 Uhr ins Ministerium und war schon um halb .; Uhr an dcr Börse.

Mehreke Briefe, Welche der Courricr franqajs W ; Spanien erhalten hat, zeigen eine fast voljßändjge UMWÜlzung ,- in dm Z511s1trrcctions-Zunten als gewiß 1111. „Die wenigen Hoff, ; nungen,“ so hctßt es darin, „zu 0111111 31111131 alis Versuche bex

rechttgen, haben 1111111011“- “.)-Unister des Don Carlos Mißtrauen gebracht. Ungeachtet 1111111 2111101sct1hric nimmt man keine scho- nendc Rücksicht auf einander. Dic Geistlichen billigen nichts mehr, weil Alles“ gegen ihren Rath geschehe; Herr von Ville- mur will seine Fanctcomcn nicht mehr beibehalten, und Zumaja- carreguy beschwert sich daruhcr, das; er nicht unterstülzr werde, und daß die Generale in der Umgebung des Do Carlos die Operationen leiten zu können glauben. Kein Tagve1 geht, wo nicht Befehle und Gcgexxbefkhlc don Insurgcnten, drs darunter zu leiden hahcxr, dtescn Zuskand der Dinge enthüllen, und wo nicht die DiSkumonrn 111_1*11'_qe1'lichc ZänkerUcn auSarten. Die Cotn111m1ic11t1011111 1315 Don _Carlos mit dem Auslande smd nicht geeignet, ihn für den „“Z“-VM, Wclchcl' seine Dtcner trennt, zu trößcn. Er erhält nur Bcrßxrechuxxgen. der Ernennung Minas hat sich 1chon in Navarra verbreitet; 11 wird als ein böses Vorzeichen für dic Jusnrmction betrachtet.“

Jm Z11dica11111 de Bordeaux-licsc man Aehnlichcs, „In dem .*“;Tai'11111111)cn. L11grri0 s11111 dictrs Blatt, „herrscht durchaus keine 111110 „1911111101110. Guebelalde, hat sich gcradczu grwrigcrt, Carlos 11ntc1*zrrchnctcn Befehle zu gchorchen.

vor eine Miltiuir-Kommisswn skcllcn.“

Dir hier eingegangene PTadridcr Hof-Zeitunq vom =. * Russen über sich genommen hatten, bei unsern ausländischen lichen bereits bekannt 111: „Ihre Majcscät die Königin-chemm ; *-

7 Unterhalt?" "Nd Misch?" lhnen und dem Wirthe und der Ww.-

LZsten d. 011131511 folgcnch Dskrct, dessen „Inhalt im Wesent-

hat beschlossrn, da); 011“ das Heer im Norden Spamens bilden-

den Truppen unter dem KOMMUUVO des Genrral-Lieutcnants 'H . , „_ 7 Ward untcr Begleitung kriegercjckxr. Musik, ganzen Tafrl jpielce, mit lautem „Hurrah auf das Wohl S1.

Marquis von Rodil sick) the1len_ und zwei u::ahhängjge Armee; Corps bilden sollen, welche aogejondcrt, das eine für das Königs

reich Navarra, und das" andere für Die drei Baskischen Pro,- ?. _ der Preußischen Nation ausgebracht. Mit brüderlicher Eintracht

vinzcn bestimmt sind, ohne damit dem etwaigen Beistande „;,:-

z11.;re1fen, den sie sick) gegknsyékiZF au]“ Wirksame Weise werden lehsien 9 können, ZU Folge NesrsKömgl. _B27111111ssrs hachre Maj das Kom- - 111111109 über 0115111112 diescr Corps 0911“. É'ikUU'al-LtcutsnantDQanan; ;

zicho Espoz y Mina Und 0115 “Mr das 1101111: interimésrisch dem G1 „“as-Major Don J. v. Osnm anvertraUT.

Vice ; 11611195 611.

ermüdlichen Eise: VMI] zufrieden ist““

„-F.-111911111110 Hproc. Rente 1.05. 20. Z roc“. . p

.* .") 1

Jproc. Cortes-Obligat. 1-..

C'mprunc Guebhard 39.

Frankfurt a. M., .5. :thohcr. Oesterr. öproc. 931111111. 10911;- 100;2.. 411100 9:2 91? L.;proc. 581- 231. 111111023?- LZZ Bank-Accéer: 1532. 1530 Parc.-Oblég. 1.591. 13ij Loosezu

1111) Gulden 2117§.Br. Preuß. Präm.-Sch. 581. 574. do. 411101- ' hause des Herrn Schukoff in Katharinenhoff (am ?lusüuß der

Anl. 947,7. Br. HM. öproc. Obl. von 1832 971. 97. Loose 67-§._ 66-3. Hproc. Span. Rente perp. 39-2. 39-5. do. “251. 23":-

Pola, Zproc-

Rcdacteur (,'-1 1101.

*"'“_*'"“"WM 1171

Gedruckt bei A. W. Hayn,-

Zm Opern'hause: Mirandokina, Lust, '“ spiel in 3 Abth., von C. Blum. Hierauf: Dee Sylphide, Bal- “.

Gestern arbeitete der König mit 1111 *,

' geruht.

;; Friedrich der Niederlande und

hier eingetroffen.

- * * zum Prediger 1" Wüstertviß ernannt worden. krine wéchtige Nachricht vom Kricgs-Schauylakze eingetroffen, '; Die Junta ist immer noch 111 Lecaroz. Iaureguy hac 11chgex "“""“

sui von Santander schreibt unterm 2311111, daß die Cholera dort ' Radziwill, VM Posen.

" Preußischen Armee, mit ihrer Gegenwart beehrten.

Das Gerücht von 7 * vortreffliche Fabrik zu besuchkn.

_ Rusfisches Salz und Brod UNA“ M' Chefs, Namens einem von Don ** ZunmiacarregW hat ihm den Dogen abnehmen lassen und werd ihn, wie es heiß!,

. . DN" Gcneral-M * jor (Graf Armildcz de Toledo bshait dee Functionen einer; Ge- -' neral-K111:1111andantex1 von Navarra 11:11 den BSsUgnisscn eines Die Gknckal-Capjmjnfthast von Efirem1 , dura wird 1110-erdings dcmkMarqnis von Rodil anvertraut, va ; Ihre Maj. mit der Lr-yalttat seiner D;“cnste und mit seinem 1111- I.

77. 20. .. 5proc. Reap. 9-1. 51). 511101. Span. prrp. 413. Zproc. do. 271- "* Auszg. Span, Schuld 111. 5proc- -

P ÉÉUZ 1 fkk?

Allgemeine

Berlin, Mittwoch den Ike" Oktober

CS k U I Z ? ÖW ,

,..-. «..... ._-__ ."-“

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages. Se Majestät der König haben dem Oberst-Lieutenant von

' _ . Salisch, Abtheilungs:Commandeur in der 6ten Gendarmerie- Hr. 'Madier de Monnau 111 in Joyeuse zum Deputérten ?

Brigade, den Rothen Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen Ihre Königl. Hoheiten dsr Prin und die Prinzessin _ yöchüihre Tochter, Zhre önigl. Hoheit die Prinzesstn Louise, sind aus dem Haag

._.-«...„ «...n-«M

Im Bezirke der Königl. Regierung * zu Köslin ist der Kandidat des Predigtamts, Knack,

Angekommen; Sc Durchlaucht dsr Fürst Wilhelm

Abgereisr: Se. Excellenz der Königl. Schtvydisch-Norwe-

„“ gische Staats"; Tinistcr vOn Löwenskiöld, nach Stockholm.

Dcr Gen_eral-Ma[or und Commandeur der 411311 Kavallzric- Brigade, Frethrrr von Krafft 11, nach Königsberg in Pr.

Zeitungs-NachriäxteN. A u s l a n d.

Rußland.

St. Petersburg, “27". Sept. Dkk Nordische Biene enthält nachstehenden Lius'zug aus einem Privac-Schreibcn aus

, St. Petersburg: „Sie wünschen, daß ich Ihnen Alles aus St.

Petersburg melden soll, Was eincm vaterländischcn Herzen “Freude machen kann. In diesem Augenblick weiß ich Ihnen nichts An-

genehmeres mitzutheilen, als die Schilderung eines Mittags: ' mahles, von dem ich so eben zurückkehre, eines Mahles, das

unsere theuren Gäste, die Herren Scabs- und Ober-Offiziere der Vielleicht Werden Sie glauban, daß dieses Mahl von der gesammten hie- figen Kaufmannschaft gegeben ward? Nein, der Gastgeber war nur ein einzelnes Mitglied derselben, der bekannte hiesige Ta- backs-Fabrikant Herr Wassily Schukoff. Die Preußkschen Her- ren Offiziere, die sah von allem Bemcrkenswcrthen in St. Pc- tersburg unterrichteten, hatten 11th umhin gekonnt, Schukoff's Sie hatten dazu den 31. Au- gust (12. Sept.) gewählt, und am 8. (21). Sept.,") fanden fie fich, auf eine an fie ergangene Einladung, ab-crmals ein, „um einzunehmen.“ **))?an mußte Zeuge seyn des allgemeinen Frobfinns, der an diesem eben so heiteren als glänzenden Feßmahle herrschte. Die Hei- tcrkeit war keine erzwungene; dw Zahl der Anwesenden be- lief sich auf ungefähr 71) Personen, unter welchen sich viele Rusfischc Ofsézicre und Civil-Bcamte, so wie mehrere hiesige Deutfthe Kaufleute befanden, die es als (7511111. eines National-

Freunden die .Honneurs zu machen, 1111) mit ihnen Deutsch zu

thin des Hauses als Dollmctscher zu dienen. Der erste Toast die während der

Majestät des Königs von Preußen, der Preußischen Armee und

Nießen Russen und Preußen ihre gefiiilten Pokale an. .Der zweite Toast galt unserm Kaiser, dem Kaiserlich1n Hause und der Rusfischen Nation; ahn brachte der Senior der anwesenden Preußischen Herren Offiziere, der Obrrst-Licutenant von Voß, aus. Er hielt eine kurze Rede in Deutscher Sprache, die von den anwesenden (35111101 dcm Hausherrn sogleich 1'1b1'1s1'151 ward. Der Repräsentant seiner Nation schilderte in wenigen herzlichen Worten die Freundschaft, die unser Vaterland mit Preuße11 var,- bindet. Lange dauerte das einstimmige Hurrah, als nach Bc- endigung diescr Rade auf das Wohl der theuren Gäste getrun; ken Ward. Sie beantworteten ihn mit einem Toast auf das Wohl des würdigen Hausherrn. Jetzt ward die rauschende Instrumental-Muük durch das aUSgezeiclmete, aus Herrn Schu- koffs Fabrikleutcn gcdildete Sängcr-Chor ersetzt. Nach mehre- ren andern Toasten brachte Herr Schukoff zum Schluß einen anf das Wohl aller TabackSraucher aus, Ein lauxcs, lustiges, von Gelächcer und Scherzen unterbrochencs Bravo erschallte,

*. und nack, einem reichen Dessert Und aromatischen Kajfes wur-

den Pfetfm und Zigarren angezündet; die Herren Gäste, als gute Kenner, fanden das Schukoffsche Fabrikat, was es" auch in der That rst, ganz vortrefflich. - Das“ Fest fand auf dem Land-

Newa) statt. Um frische Luft zu schöpfen, ward e:“n Spazier-

gung in die. zum Landhaus: gehörigen Gärten gemacht, wo das

Mafik-Corps des MoskowiWcU _chiments unter Anderem auch mehrere Russische National-Gedänge vortrag, die den Preu-

* ßischen Herren Offizieren sehr zu gefallen schienen, so wie sie " überhaupt gütig genug waren, ihre dankbare Zufriedenheit mit

der ganzen Aufnahme unter den schmeichelhafcesten Aeußerungen

' zu erkennen zu geben.“

Polen,

Warschau, 3. Okt. Der General-Adjutant Sr. Maj. des

*; Kaiserß, Graf Vincenz Krasinski, ist von hier nach Opinogora ' WINE, und der Staatörath Morawfki, Präsident des land,-

schaft5ichen Kredit-Vereins, ist aus den Bädern nach Warschau

*; IUrückgckehrt.

Frankreich.

Paris, 30. Sept. Der MoniteUr hat sich (wie bereits gcftern auch den „Neuesten Nachrichten“ erwähnt worden)- ve?“- anlaßc gcfundxn, die Beschuldigung dcs Meffager, daß der Im halt der tel-eizraphischen Depesche 11115" Bayomxe vom 29sten be- reits früher an der Börse bekannt gewesen sev, als die Regie- rung die Depesche habe anschlagen lassen, zurückzuweisen. Das amtliche Blatt sagt in dieser Beziehung: Auf den Telegra- phen-Stationen wird die Stunde der Ankunft der Depeschen je- desmal genau 1111111031111, und wenn man sie an die verschiedenen Ministerien weiter befördert, so läßt man fich die Absendung dnrch eine genaue Angabe der Stunden 0111) Minucen quittiren. Nachstehendss find die Notizen in Bezug auf di? gestrige De- pex'che: Das letzte Signal wurde um 1 Uhr “23 Minuten gege- ben; die Depesche kam im Ministerium des Innern um 2 Uhr 10 Minnr-m an. Diese Thatsache kann durch eine dem Bureau des Telegraphen zugeganqene Quétcung bewiesen werden. Der Miniüer, ohne einen Augenblnk zu verlieren, befahl, daß die Depesche an die Börse angeheftet würde. Sie wurde sogleich dahin befördert, 11110 war um 3,- auf '.3 Uhr angeschlagen. Es is? daher kein Augenklick verloren worden; und wenn die Nachricht "- was nicht 1111111111111) ist - schon früher bekannt war, so war se es fichcrlici) nici): durch eine Mittheilung der Regierung.“ »- Der Messager antwortet hierauf Folgendes: „Ob die Thatsache

von der früheren Mittheilunq der telsgraphcschen Nachricht an

einige Spekulanten _alauölick) sey oder nicht, daran ist uns nichts gelcgsn; aber six: rxiskirt, und man könnte eine voüßändige Ueber- zeugung davon erlangsn, Wenn man eine Untersuchung an der Börse anstellen wollte. Die unabhängigen Journale stimmen sämmtsich hicrin 11611111 Die Quocidienne sagt: „„Bei Eröffnung der Börse h:“ .*11 die C'ingeWeihtcn, welche den In- halt der telegraphisch1n Depesche kannten, hinlänglich Zeit, davon 5171113911 zu ziehen. Die Guebhardsche Anleihe war schon gestie- gen, bevor noch durch die Depesche die offizielle Anzeige von der Anrrkznnung diescr Anleihe bekannt geworden war.““ Der National: „,-Wir wollen nicht wiederholen, was man ein- stimmig an der Börse sagto, als die Depesche angeschlagen wurde. Jeder hat seine politische Meinung bei Seite gesetzt, und s1ch in dem ersten Augenblicke der Entrüstung, wo Niemand Herr über fich ist, mit der größten Freimüthigkeit ausgesprochen.““ Der Temps: „„Wenn man an dem Mißbrauch zwei- feln sollte, der mit der telegraphischen Depesche getrieben worden ist , so bemerken wir, daß eine Stunde vor Bekanntmachung derselben mehrere Personen, die gewöhn- lich ihre Erkundigungen höheren Ortes einziehen, zu Anfang der Börse genau die Stimmen ; Zahl angaben, mit; telst welcher der erste Artikel des Entwurfs der Spanischen Rec gierung angenommen worden War. Die Bekanntmachung um .; Uhr ist also für das Publikum eine ganz vergebliche Formaii- tät gewesen, die wir bei ihrem richtigen Namen zu nennen An- stand nehmen. Die durch dieses Verfahren der Verwaltung verursachte Aufregung überstieg Alles, was man bisher bei ähn- lichen Gelegenheiten gesehen hat.““

Ein anderes hiesiges Blatt äußert sich über denselben Gegenstand folgendermaßen: „Das Ministerium wäre zu loben, das; es fich bei einer so wichtigen Angelegenheit zu rechtfertigen ge- s111111, wenn es, wie es behauptet, schlagende Beweise gegeben hätte. Alle Thatsachen aber, die man anführt, um darzuthun, daß die Depesche ohne Zeitverlust an die Börse gesandt, und daß vorher Niemand in das Gcheimniß derscchn eingeweiht worden scp, haben sich unter den Mitgliedern der Verwaltung selbst zu- getragen, und man ist nicht im Stande sich von der Wahrheit zu überergen. Unbegreiflich bleibt es deshalb immer, daß die Guebhard'sche Anleihe schon vor der offiziellenBekanntmachung drr Depesche um Sieben Prozent gestiegen war. Uebrigens brauchte man auch nur gestern von 2 » .; Uhr an der Börse gewesen zu seyn, um von allen Seiten dieselbe Nachricht für gennß erzählen zu hören, Welche erst eine halbe Stunde darauf ofÜZécll bekannt 9111 macht wurde. Der Moniteur hatte indcpsen dem Publikum noch cinen anderen Aufschluß zu geben. Der [ste Paragraph des Toreno'schen Planes ist am “2311011 angcnonnnen wordrn. Ein außerordentlickwr Courier von Madrid nach Bauonnc braucht nur 2 bis 2; Tage; cr mußte also am 2711en Abends oder in der Nacht in Bayonne angekommen seyn, und man konnte die telegraphische Depesche scare am 2911111, schon am 2811111 in Pa- ris haben. Der Monitcur hac srch wohl gehütet, über diesen Punkt einige Aufklärung zu geben.“

.Die Gazette de France sagt in Bezug auf die Ernen- nung des Generals Mina zum Obr1-Bcf1hlshaber in Navarra: „Diese C'rm'nnung ist eine wichcige Thaisache, indem fie beweist, daß die Spanésthe Regierung 1711) nur durch die Berufung ei- nes entschiedenen Revoluctommirs gegen die Rechte des Don Carlos zu vertheidigen Luermag. Durch ein solches Marcel aber wird ste sick) gewiß nicht befestigen; was ste dabei auf der einen Seite gewinnt,verlirrts1e aufder andern, denn ihren Anhängern kann es nicht gleichgültigsehn, dieMachr 111 dicHÜMe von Mäancrn Über- gehen zu sehen, von denen sich voraussehen läßt, daß ste das ihnen geschenkte Vertrauen bald dazu 130111115111 werden, um der Regie- rung Gesche vorzuschreiben. Hat die Revolution erst festen Fuß gefaßt, so wird se der Usurpation bald den Garaus machen. Zunächst fragt es sich 1101, ob Mina glücklicher als Rodi! seyn wird? Ohne Zweifel kennt er das Land und die Art, wie die Navarresen und Biscaher den Krieg zu führen pflegen; aber er weiß auch, daß ein Erfolg unmöglich ist, wenn man nicht die Einwohner auf seiner Seite hat, Mina kennt den Zumalacar- reguy und weiß, daß er es nichr bloß mit einem Guerilla-Füh- rer zu thun hat; schon vor den letzten Ereignissen galt Z. für einen ausgezeichneten Offizier; das Regiment, das er unter Ferdinand K*"ll. anführtk, bekannt als das schönste und geüb- teste von allen, war zur Zeit der Vermählung des ver- storbenen Königs aus der entferntesten Provinz absichtlich nach Madrid beordert werden, um der Königin vorgeführt zu werden- Wir Werden also 1111 im nördlichen Svanien :mei

Männer gegenüberstehen sehen, die fich gegenseitig kennen und achtsn: Mina, Oer GuerillmChef, wird nach langer Ruhe und mit schwankender Gesundheit regulaire Truppen kommandiren, und Zumalacarreguy, früher der Oberst des schönsten Spanischen Regitm-rxts, ein unerschrockencr, unermüdlicher Mann, der fich bisher geqen 4 Gencrale zu bshaupten gewußt, wird ihm als Guerilla-Chef gegenüber stehen. Der Vortheil scheint uns auf der Seite dieses Leßtern zu seyn, und Mina selbst, dem die Täuschungen und die Thatkraft der Jugend fremd geworden smd, fühlt dies so gut wie wir; er hat aber bei dieser Gelegen- heit seiner Partei, die ihn als den letzten Wall gegen eine Restau- ration betrachtet und zugleich auf den moralischen Einfiuß seines Rufes rechnet, ein Opfer bringen müssen.“

Aus Bayonne meldet man vom 26sien d.: „Untrr den Papieren des Obersten Romagosa hat man ein von Don Car: los unterzeichnetes Patent gefunden, wodurch er zum General- Capitain von Catalonien ernannt wurde. *- Die Karlisten, welche Elisondo blokiren, find während der Nacht in die Stadt einge.- drungen, und haben den Apotheker mit sammt seiner Apotheke fortgeschleppt. -- Zumalacarreguy war in den leßten Tagen in dem Ulzama-Thale mit dem grdßern Theile seiner Truppen, uwd eine Kolonne der Truvpen der Königin stand bei Engui.“

Die Gleichgültigkeit der Wähler gegen ihre Wahlrechts hat fich für (ich wieder in Nantes recht deutlich erwiesen. Die Kom; munal- ähler des öten Bezirks“ dieser Stadt waren zusammen- berufen, um ein neues Mitglied des General-Conseils zu wäh- len. Von 375 eingeschriebenen Wählern fanden fich jedoch nur 110 ein, so daß die erste Abstimmung für null und nichtig er,- klärt werden mußte. An der zweiten Abstimmung, bei welcher “Yk; _téelacive Majorität hinreicht, nahmen gar nur 66 Wähler

e1.

Vorgestern Abend veranlaßten die in Saince-Pelagie be- findlichen politischen Gefangenen bei Gelegenheit der Wiederein- sperrung mehrerer Personen, die auf einige Zeit aus dem (Ge- fängnisse entfernt worden waren, einen ziemlich heftigen Tumult. Die Nacht ging zwar ruhig vorüber; gestern früh aber nahm die Meurerei einen ernsthafteren Charakter an. Die Gefange- nen versuchten mehrmals, die Thüren zu erbrechen, vernichteten einen Theil des Mobiliars, steckten ihre Matratzen itsBrand und droheten, die Gefangenwärter zu ermorden. Es mußte zuleßt die bewaffnete Macht requirirt werden, der es auch bald gelang, die Ruhe wieder herzustellen. Gegen die Rädelsführer is eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden.

Paris, 1. Okt. Heute Nachmittag um Z'; Uhr hat 011 Regierung nachstehende telegraphische Depesche an die Börse anschlagen lassen:

„,Telegraphische Depesche aus Bayonne vom 1. Okt. Madrid, den 27. Sept. um 5 Uhr. Der Französische Botschafter am Spanischen Hofe an den Minister der auswärtigen Angelegenheiten:

Ungeachtet der Annahme des 1. Artikels des Ent. wurfs des Finanz-Miniskers, hat die Kammer in ih- rer gestrigen Sitzung dasGuebhardsche Anlehen mix starker Stimmen-Mehrheic verworfen.

Der Schluß dieser Depesche ist noch zu erwarten.“

In Folge dieser Mittheilung ist auch die 5proc. Spanisckve Rente, die auf dem heutigen Cours-Zettcl bereits mit 424 notirc war (s. auswärtige Börsen), nach dem Schlusse der Börse wie- der auf 40; pCt. zurückgegangen. Das Guebhardsche Anlehen war bereits" um LZ Uhr um 7 pCt. gefallen, und am Schlusse der Börse ging es bis auf 24 pCt. zurück; es ist also 1111: 15 pCt. niedriger als Tags zuvor, Wo es noch 39 stand, notirt worden.

Die ministeriellen Blätter enthalten außerdem folgende telegraphische Depesche aus Bayonne vom 29|en um 8; Uhr Abends: ('.?) „Gestern smd die Truppen der Königin in Alx mandaz eingeruckc. C'lisondo muß gegenwärtig entseßt seyn. Die Junta kehrt nach Etchalar zurü1k. Don Carlos befand sich am 2711en in Engui, Espartero ist mit den Biscavern am 1510: und 115cen bei Munguéa zusammengetroffen; er hat ihnen Leute _qetödtet und den Pfarrer Garay, welcher die Belagerung von Bilbao kommandirte, gefangen genommen, Am 191en hat Castor ohne Erfolg Villarcavo angegriffen, und dasselbe in Brand ge: steckt. Zriarte hat ihn am 2111101 angegriffen, ihm 20 Mann getddtet, und ihm alle Beute von Villarcapo wieder abgenom- men, wobei sich die sämmtlichen Papiere der Junta von Caffé; lien befanden.“

„Der Direktor der Telegraphen-Linisn, Herr Alphons Foy, hat heute ein Schreiben in die hiefigen Bkätter einrücken lassen, worin er, wie geßern der Moniteur, verschert, daß von dem

nhalte der telegraphischen Depesche über die Anerkennun der- panischen Schuld Niemand vor der Bckanntmachung der elbem an der Börse benachrichtigt worden sev.

Mehrere hiesi e Blätter enthalten heute eine Privat,- Korrespondenz aus L)12adrikz vom "2411111 v. M., worin gemeldet wird, daß, Nachrichten aus Lissabon zufolge, Dom Pedro da- selbst am 21. September mit Tode abgegangen seo, (.Der in Engxand angekorxmrene „Nautilus“ hatte Lissabon am Listen Morgens“ verlassen, zu welcher Zeit Dom Pedro noch lebte; ist die obige Nachr1cht gegründet, so müßte der Tod gegen Abend erfolgt seyn.) .

,Das Ministerium hat in fast anen Provinzial-Blättern der in Paris verbreitet gewesenen Nachricht von einer frühem Zu- sammenberufung der Kammer!) widersprechen lassen.

Das Gerücht verhreitet 1111), daß die Herren von Broglie und Portalis dem Beispiele dcs Herrn Molé folqen und den P;)sten als Vice-Präfident dcr Pairs-Kammer 1111191 annehmen tm rden.

Eine Menge Legttim1sten babcx'. sich vscgenommen, morqcn "Ack Versailles zu fahren, UM. der er:":cn Vorstellung der Cha. teaubréandschen Tragödie „Moses“ beizuwohnen.

Das Journal dss Débats enthält ein ausführliches

S reiben des ersten Secr*ta“r . .* «- . - . _ incßsyykikm N.!vnnä (U....- ! „1.7de JFKUZNUOCU S_eiandtdchan