1834 / 299 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

lxsken Ueberlcgung zu Werke, damit ein Parlaments-Gebäude zu Etanderömmt, wie es einer großen Nation würdig isi.“

* Gesternxfrük) sah man eine Menge von Papieren auf der Thermo schwimmen; da man glaubt Pariamertts-Häuser skvén, so wurden sie aufgefiscbt und befin- PM, fich 1th bei einem der Thorhüter der St. Kacharinen-Docks in Verwahrung.

Die Briefbeutcl, welche gestern Abend mit der Post ver- iaridt wurden, waren all“: außerordentlich schmer, tvcii von den Zeitungen, welche die Détails über die Zerstörung der biida-n viel mehr Exempiare, als sonst- wurden; die Zahl diescr Erkra-

e, daß es Akten der beiden

Parlaments-Häuscr enthalten, iiach den Provinzen verschicke Exemplare ioll iich auf 10,000 belaufen haben.

Dem Albion zufol

. sind die Protestanten in Jriand rrnsilich tn Bewegung. ,

_ L.;ie haben dem Ober-Scberiff der Graf schaft Do1vn einc Dcttscizrift überreicht, worin sie ihn auffordern, rmx Versaiiimlung "zii berufen, „um zu beracbcn, Wclchc consci- rucionticlle ?)Zaß'segcln in dicser gcfahrvollen Krifis „xu nchmen TMM.“ Dxric Bitcschrifc ij? nach der Evening Mail von Per: joiien unterzeichnet, dic jährlich über eine halbe “Million Pfund Eitiki'iiifce haben, 11110 sis wird daher gewiß selbst die Aufmerk- sEMLM derjenigen ct'l'cgi'n, die jcizt dis Angelcgcnheitcn Irlands .Der-' Schérsff, Lord Hinsvorough, [)at dw Vcr- WMMÜMZ- MWE M M' Stadt .Öiiisboroiiqk) izcbaiien ivi'rdcn Wl- auf den 30. Oktobrr festgesrßt." *

ZU dsr Morrxing Chronicle liest man: „Nach Bricfcn aus Bornbap dürfte die Sendung, ger von Seiten der :Osiindisctzen Compagnie an de:: Hof von Smd übernotizmcn, höchst günstige Folgen babcn. singWaiir Et'ök'inlmg dcs aewaltigen Judus-Flusscs fiir den Han- del IUDTJUJ Und Europas; dieser ist erreicht, und die von alli-n M den Fluß ein; oder aus demselben auslaufenden Sibiffen zu erhebex'adcn Wasscrzölie sind dazu bestimmt, theilweise die Kosrcn dcs Schuber“; für den „Handel zu decken, nicht aber als Timmi)- txiequelle fUr die Regierung von Sind zu dienen. kkbkelt_dm'ch eincn Vakil, d. h. außerordentlichen Gesandten, cin Schxetben von den Söhnen des verstorbenen Morad-Ali, Sou- serams von Sind; es ist ein Traktat entworfen und dem Ober- siacrhalter zur Ratification zugesandt Wokdkn. t_:sche Seemacht an der Mündung des Indus soll den Handel ichükzen und die Abgaben erhrben. großer Wichtii'ikcic fiir die Nation, besonders Wenn man die “_Tommunication über das Rothe Meer, vermittelst der Dampf- 1ck)ifffak)rt, die dem Britischen UnternehmungsZeiü ibahrscbkiniick) bald wird dargeboten werden, damit in Verbindung bringt.“

Aus Quebek und Montreal smd Zeitungen bis zum Zu den letzteren heißt es, die Zahl der in dieiem Jahr dort angekommenen Schiffe sei) bei Weitem geringer, als die des vorigcn Jahres; cs soiicn nämlich bis zum 12. September des Jahres 1832 dorc 100 Schiffe, bis zu demselben Datum im vorigen Jahre 109 und bis cbendabin in diesem nur 74 Schiffe angekommen seyn. sich iy Quebek dic Zak)! der angekommenen Schiffe, namentlich der Fahrzeuge zweiter Klasse, die Bauholz an Bord nahmen, bedeutend verwehrt.

Nachrichten aus Halifax zufolge, hat die Cholera dort arg gewüthet; am 12.*und 14; September belief sich dis Zahl der Erkrankungen auf 98 und die der TodesfäUe auf 16.

Die Nachrichten von der Insel Antigua gehen bis zum Sten 1). DJK; die Ncgcr-Lehrlinge benahmen sick) daselbst fshr gur, wenn sie auch, wie sich erwarten ließ, nicht so viel arbeiterin, als vor ihrcr Emancipation.

Aus dcn gestern hicreingegangenen Nord,- Ame rikanisci) cn Zritungen vom 240211 v. M. ergiebt sich, daß in den Verci- nigten Staaten die Aus- und Einfuhr auf einheimischen Sibif- fin in den letzten beiden Jahren um 18 pCt. iind auf fremdsii Schiffen um 80 pCt. zugenommen hat.

Niederlande.

Aus dem Haag, 21. Okt. Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich, welcher vorgestern Abend aus Berlin zurückgekehrt iti, war auch bereits bei der gestrigen Eröffnungs-Si ung der Ge- neral-Scaaten zugegen, die unter dem Präsidium des stattfand, wclche Se. Maj. wieder zum Vorsißer der ersten Kammer ernannt haben.

Die zweite Kammer hat als Kandidaten für die Präfidrn- “tur die .Herren d'Es'curg von Heinenoord, Byleveld, und Luxus

ycrwalten.

wclche Oberst Portm-

D-cr chck

Dcr Obers":

Eine kleine Bri-

Das Erreichte scheint von

11). v. M. hier eingegangen.

Dagegen Har

avons Roell

In den Provinzen Friesland und Overyffel haben mehrere Mehrere Landstraßen und große Ebe- daß sie über 1; Alle noch nicht eingesammeire Früchte, namentlich die Kartoffeln, smd dadurch vollends verdor- ben. Den letzten Berichten aus Zwolie zufolge, ist indessen das Wasser schon wieder etwas gefallen.

B e l g i e 11, Im Mercure liest man: olländische und Belgische Handelsleute

rncuerung von Verbindungen gemacht aber diese Ver-

Deichbrüche stattgefunden. nen wurden überschwemmt und zwar dergestalt, Ellen unter Wasser standen.

Brüssel, 21. Okt; lcizten Zeit sind durch „H vielfältige Versuche zur E worden, die ihnen gegenseitig vorcheilhaft waren; suche im Kleinen waren stets unglücklich. Der Handelsstand, dcs Schutzes der Regi-rrung beraubt, fand sich genöthigt, List an- wenden, sich fremder Flaggen zu bedienen, um Mannschaft und Waaren voi" Plackereien zu schürxen, verübt Werden könnrn.

die aus Parteigeisk hätten Dieser Zustand der Dinge brachte bei- den Ländern großen Nachtheil. Es ist in Holland die Rede da- Mittei zur Hebung der Hinderniss zu bera- lmäßigern und besser gesicherten Verbindungen Quelle haben wir in dieser Holländi1cher Schiffs-

von, sich Über die then, die sich rege entgegensiellen. Hinsicht F

Aus glaubwürdiger olgendes erfahren: Herr O_eieuw, . - hatte von den Behörden seines Landes die Erlaubniß

Civil - Goumrneur eser Capitain mehrere Unterredungen zu hat ihm versichert, daß, vom Laufe des näch- die Holländische Regierung ohne Schwic- [le Belgische Schiffe unter Weißer Flaagc „zulasjen und daß man von der Belgischen Regierung unter ähnliche Behandlung für die daß diese Fahrt über daß die Belgi-

Belgien, zu fahren. Seeland, mit dem dt diesem Ende hatte, sten Nove rigkeiten a schüßcn würdr; dcn nämlichen Bedingungen eine .Hoüändischen Schiffe verlangen würde; wie vor 1830, statthaben solle; endlich, s in Holland und die Holländischen in Belgien ein Der Capitain Deseuw, der die Wahrheit Handel wichtigen Thatsache verbürgt, fügte hinzu, ämlichen Gouverneur erfahren, das; man [ getroffenen und durch die beiden Re- nen Vergleich würden die Dinge während

mbcrs an,

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schen Capitain Patent zahlen dieser für den er habe durch den 11 nach diesem einma gierungen angenomme 10 Jahren in 811111] (1110 bleiben können.“ , Das Journal d'Anvers bemerkt in obiger Hinsicht:

7212 „Wir haben einen Beibeis Wi der friedlichen Stimmung der beiden Länder durch einen rrgrimäßigen Diligence ;Diensk von Antwerpen nach Breda, über Weft-Wezrl, der, wie wir glauben, nächsken Sonntag beginnen und endlich eine so lange unter- brochen? Verbindung wieder cröffnen wird.“

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 21. Okt. Si. Maj. der König haben den Frhrn, v. Ohssdn zum außerordentlich Gesandcrn und bevoll- 111ächiigten ")]?11111761' am 11“. Pr-rrxßiscbcn Hofe, an die Stelle des“ vcrsiorbich Hrn. v. Biandxi, ernannt. Dem Grafen v. Wrangrl, Lozmrioris-Srcrcrair im Hany, smd, bis zur Ernennung eiiirs 22611911 (??rsaiidrcn (M] dasiqen „Hofe, die Functionsn eines (Firsthäfisrrägcrs iibertragen, Und drr Kammerherr J. *))?aj. dcr K*diiigin imd Secirtair im Kabinrtic derausiväi'tigen Angeleqen- heiten, Bardi: v. TMT, iki ziim chatsdns-Secretair am K. Dä- niicbrn Hofe crnaniit.

Gesicrn haben Si. Majestät deni Kaiserl. Russischen Gene- rai-Admmiiicii, Fürsten “?!.“ii'i'iirssiz-„ioff, OÖN? besondere Audienz cr: :beiic imd «Us dessen „“'-Här-drn cin Srdi'siben Sr. P?ixjcsrär des Kaisers vori RußLa-rsd 1'1111)f1111_a*711. Nach der Audienz wurde der Fr'irii Ibrcr Majestäc 0er Kbiiigin, so wie JJ. KK. HH. dem ***-“Kronprinzen iind dcr Kroxiprixizrssin vorgestellt, wonächst der- selbr dic CTM hatte, an der .Mnixxi, Familicn-Tafel Theil zu nrhmcn.

» » Stockboltn, „21.1311. „Gestern wurde, zur Erin- n-xrung (m dcn Tag, an welchem dcr König um rrstcimiale den Scbw-sdisiiien Boden bcir-„it, von Sr. Majetiäc für die M- gen politischer Vergeben odrr ichen I)iajestätWVerbrcchen VEW urchcilrcn eme aÜiWXLWÖkW '21'1imciiic erlassen. Es ist bemerkens- wertb, daß, naci) cincr xd besciqcti Ei'1*i1)i'irici'unq, wie die, welche "im Jahre 15100 Schir-eii-n traf, nur sechs Personen bestraft wurde?» von denen zwei [(yon begnadigt sind. Von den Übrigen vier ist der Lieiirenaiix Nari-ocb-Dag in Amerika, die Barone von Vegesack und von 'LOi'iber: in Deucschland und dem vierten, Capirain LÖUÖTÖUJ, weicixcr hicr ist, wurden gestern die Pforten dcs Kerkers geöffnet. - Die Cholera hat sorrobl in dcr Haupt- stadt, als iii dcm Übrigen Kbiiigrricbe cntwrder schon aufgehört, odcr es kommen nur 1190) citizcinc Fäiie vor, von denen nur sebr sel- ten eincr tddrlicl) wird. Di? geringere Verwüiiung dirscr Epidemie in der Hauptstadt, iiii Vergleich mit anderen Gegenden, (?) ver- dankt mim baubixäki)11ch der Sorgfalt der Regierung, den Be; niühungen dcr Bi'irgcr-Vrreinc zur schni-llen Hälfclcistu- g, end- [iii) der exemplarisch?" Ruhe [UW Ordnung, welche unter dcm Volke herrschte und dir demseiben Ehre macht. Die Nation ha; tmc aufrichtigen Gesinmmgcn von Ergebcnhcit und Dankbarkeit die väterliche Sorgfalt bemerkt, welche der König unausgesekzt der Hauxocstadt und allen von der Epidemie befallenen Ortschaf- ten gewidmet hat. Die Unici'fiüizimgen an Geld und Lebens- mittrln, Welche der König und die Königin vertheiien ließen, haben den Bewohnern große Erleichterung verschaffe. Die Hin- gebung des Kronprinzen ist allgemein bekannt, und das“ Volk erkennt fie dankbar an. Se. Königl. Hoheit leitete nicht nur die zur Hemmung_ der Krankheit getroffenen Anstalten, sondern besuchte auch die Kranken und sprach ii)nen Trost ein, dessen fie so sehr bedurften.“

Deutschland.

Dresden, 23. Okt. Gestern Abend fand in einer öffent- lichen Sikxzung der zweiten Kammrr der in dem §. 71 der Ver- fassungs-Urrundr vorgrschricbcne Akt der Losung [kalt, nach wel- Mr sia) das Ausri'etrn «inis Ttiexis Dkk Abgeordneten aus der zweiten Kammer beyiimmt.“ Es ci'cren ails: (; Abg. der Ritter- guts-Besiizcr, 8 Abg. der Städte, 2 Abg. des Bauernsiandes Und 1 Vertreter dcs Fabrik- und Handcisstandes.

Die Nachrichten von dem Erfolge der Leipziger Michaelis,- Mcffe sind für die Sächfischc GeWerbs-Jndusrric sehr erfreulich. Auch die Preußischen Turb-Fabriken am Rhein, so wie die Gör- lixzer und Züllichaucr Tuchmacber, die Elberfelder und Crefelder Sciden-Fabriien, die Bielefelder und Schlesischen Leinwande, und vor Allem die Rhein-Preuixischen Lcder-Handlungen haben dieSmai in Leipzig den besccn Absaxz gehabt, wohingegen die Englischen Fabrikace in dcn woblfeilen Artikeln, des hohen Zol- lis wegen, kaum mehr konkurriren konnten. Leipzig, als Sta- pelplalz des Deutschen Buchhandels, zählt nun bereits hundert Buchhändler-Firmen. An dem Aufbau der neuen Buchhändler- Börse war bereits tbätigsc die Hand angelegt. Die große Brock- hausiscize Buchbmidlung fügte nun zu ibrcn dreißig gewöhnlichen und Schnell-Preffen auch eine Dambf-Prcssc. Sie hat von Bossange den Verlag des Pfennig-Magazms gekauft und end- lici) auch den Druck des Conversations-Lexikons für die nenesie Zcit becndigt.

Bei dem am 1.1. und 15. Oktober d. J. srattgehabten Herbst- Woilmarkte zu Bautzen wurden überhaupt daselbst eingebracht: 46.1 Stein 4 Pfund Preußische, 71 St. JPfd. einschüri (: und 992 St. 21 Pfd. zweischürige von Rittergürem, 600 t. 10 Pfd. zweischi'irige von Bauerqücern, durchaus Sächsische, und 661 St. ii Pfd. Böhmische Wolle; zusammen 2789 St., wo- von 27255 St. 12 Pfd. aiif hiesiger Rathswaage verwogen wur- den, Hiervon wurden 1400 St. 1) Pfd. Sächsische, 337 St. 20 Pfd. Preußische und (500 St. 10 Pfd. Bdhmische Wolle, zusammen 2379 St. 1 Pfd. an iniändische Fabrikanten verkauft. Den ersten Wollmarktstag ging der Verkauf ziemlich rasch von starten, und die Wollen wurden mit 1, 11-2 Reblr. der Stein bbber bezahlt, als in dem diesjährigen Frühjahrs-Wollmarkt. Den zweiten Markttag warcn die Verkaufsgeschäfte weniger lebhaft, auch hatten fiel) die Prcise wieder etwas vermindert, so daß an diesem Tage für einige Wollen bis 1 Rthlr. der “Stein weniger gezahlt wurde, als den Tag vorher darauf gcboten worden war. Gute Mittelwollen wurden am meisten gesucht, und auf diese erstreckt sich auch bloß der obenangcführte Aufschlag dcs Woll- preises; geringe Wollen, vorzüglich die aus Böhmen eingeführte, behielt den früheren Preis.

Der diesjährige Wein-Ertrag im Elbthale von Pillniß bis Meißen ist in Güte und überschwenglici)er Fülle über alle Er- wartung ausgefallen, und mag der Werth der schon ]"th von Aufkäufern schr gesuchten Produkte wohl ohne alle Uebertrei- bung gegen eine Million Thaler geschätzt werdrn. Sachsens Futterbau und Aerndte hat durch die enorme Trockenheit im Verhältniß wenig gelitten. Beide sind im Erzgebirge und Voigt- lande gut ausgefallen, da der Waldboden weniger auStrocknct, und häufige Gewitter-Re'gen die Erde anfrischten". Die für die Bewohner jener Gcgcnd so wichtige Kartoffel-Aerndce isi ergie- big gewesen, und sichert der Sächsischen Genügsamkeit genügen- den Unterbau. Aber für die Besitzer der veredelten Schäfereicn und die Woll-Preise sind Sie Aussichten keinesweges erfreulich.

Es fehlte vor einiger Zeit auch im Sächsischen Er gebirge und Vocgtiande nicht an mancherlei Aufregungen und orschiaz gen zu Auswanderungen nacb Rord-Amerikm Besonders be-

sandten und bevollmächtigtxn Ministers Freiherrn von Otter- :, sodann der iibrigen Mitglieder des diplomatischen Corps, „Hofes und der obersten Civil: und Militair . Chargen, die lung Seiner Hochfürstlichen Durchlaucht des Erbpri llern-Sigmaringen mit Ihrer Hoheit der Prinze sm riederike Louise von Baden feierlich begangen'wor- e Trauung vollzog zuerst nach katholischem Ritus der isch9f und General-Vikar 1)--. von Vicari, und hierauf nach exsschem Ritus der Oberhofprediger Martini„

eine Hoheit der Markgraf Marimilian von Baden ist estern Abend von einer Reise, Welche dcrseibz nach TNailäiid Verona gemacht, um den M&növers der dort vereinigten K. Oesterreichischen Armee beizuwohnen, glücklich zurückge-

trieb ein Voigtländischer Gutsbefifzer, von Naundorf, diesen Seit aber in jene GLZLUÖM durch äd das Wiederaufleben der Fabriken neues Leben gekommen ist, hört man wenig mehr davon sprechen. Wochen ein Verein von 64 Auswanderern, zum TheilFamiliM- vätern, und nicht unbemittelten Männern, aus der Sächsischen Ober ; Lausikz nach Bremen, cinzu1chiffen , noch zeitig genug

Plan mit Begeisterung.

Dock) zog vor wenigen

um fich dort für New-Ox, den Wkisfisstppi im Staate Illinois anzukommen [)Offe Sie hatten zwei tüchtige Landsleute vorausgesehjckx/ und rrsr als diese den Land-Ankmif und Alles“ besorgt hat- ten, machten sie sich, zu einrr Kolonie vereinigt, auf, Die Ueberfahrt wurde in Bremen für 450 Friedrichsd'or bedungenx Urbrigcns ist zu bemerken, daß die Fabrikantijn und Weber in dcr Lairsikz dadurch, das: *Mit Wkiligel' Fabrikhcrren und Verle- aer ihnen ihre “Zirbcir sicher bezahlen, und daß ein jeder sein; : Weberei für sich zu Markte trägt, weit Öfter in Verlegenheit kommen, und von der Luzi auszuwandrrn abgewandelt werden, als die Fabrikarbeiter im übriqcn Sachsen, die an bcsrimmxe .Kaiiflerire «Niefern; die .!0ii-i-Zizi-1p111-5 aber, Wo die Fabrikqx, beiter sick) zu Sclbstvcriegern einen, sind selbst in England bald wieder eingegangen.

Kassri, 22. „Okt. Se. Hoheit dcr Kurprinz und Mitre,- gcnr, Hbchsxwch1chcr vdilig wicht“ i)crgeiicllt ist, hat gcskcrn Wii: . [)exliiishöbr verlassen und das Palais am Friedrichsplch bezogen, "; Abends“ wurds .Höch11drri'rlbe durch eine herrliche Miliminufi beim Zapfensxreicl) von sänmnlickxn »))?iisik-Chörcn der Garniio

J e a l i e u.

Die hiesige Zeitung Voce della ierita enthält das reuige Bekenntniß des wegen politischer ierbrechen verurtheilten Advokaten, Mattioli Bcrracchini, wel- )" er darin alle seine bisherigen Jrrthümer abschwört und den «(nsch ausgesprochen hat, daß dieses Aktensci'ick bekannt gemacht erden mög?-

Modena,

Spanien.

Das Diario von Saragossa vom 11. Oktober enthält “* [gende Nachricht aus Tolosa: „Die Gräfin von Villafmr- s hat so eben folgende ?[nzcige von der insurrrctionnelien Junta „„Sollte der Nevoi-utiotmair Rodil n einziges Haus abbrennm lassen oder entweder selbt? oder nich eine andere Militair- odcr Civil-Behörde von der Familie eines royalistischen Freiwilligen Coritributionen erheben derfiegcfangen soßen, so werden wir das ganze Befißthum dicses hefs inBrand steckenlaffen,und es soll von all seinen Besißungen in uipuzcoa nichtein Stein Über dem anderen bleiben. Gori beschi'iize ieGuten, Alegria, im September 1834. (gez.) Jiznacio de Lardi- bal, Manuel de Castanaga.“ Das Diario fiigt dieser Mit- eilung folgendesbinzu: „Die Insurziemcn haben schon ange; .ngen, ihr Veriprechen zu halten; zwci vo nd bereits durch sie niedergebrannt worden. ieser Chef dadurch erlitten hat, beläuft fick) auf 10,000 Duros, enn es brannte dabei auch eins herrlichr Fcibrik ab, die derselbe rst kürzlich in der Umgegend von Toiosa hatte bauen lassen. ier Pfarrer von Alzo ist von den Znsurgenten forcqe1chleppc „orden, ohne daß man einen anderen Beweggrund dafiir wüßte; [5 daß dieser Geistliche mit dem Hause Viliafuertes in freund- -aftlichen Verhältnissen srand.

Guipuzcoa erhalten :

Unsere Berichte aus Hofland vom 21. d. MCWW dic brtrübcni-Jcn Verluste an Schinen und Min: sriicn, weiche in dem iisxieii [cbweren Stiirmcn auf-der dortigen Küsce stattgefunden haberi.

WZÜUUMN

Hamburg,

Sc. Maj. der König haben die z. Erinnerung an dir. BefreiußxjxsscancHt von Leipzig alljährlich a 18. Okt. iiarcbabrndc öffenciicb-z Aiisspeisimg der Armen an ir gend eincm Orte des Könißreiä)» in diesem mcrshrim, in Verbindung mit dcr Feierlichkeit der Griindiie-r lc:.1.ung zu dem doriigcn Festungsbaue, an jenem Tage halt

Jahre zu Ger n Rodils Häusern Der Verlust, den

„Herr I)iiniiierialsRati) v. Greiner chr nächster_Tage vo «molia ab; ach) geht die Sage, der Hauptman

hier “nach R _ _ “Marschall Sr. Ma]

Graf v. Sapporia Werde späterhm als Hof- dcs Königs Okto nas.) Griechenland abgehen.

Dir Grundsteinlegung zur Festung Germersheim ging «1 18. Okt. xianz nach den Bestimmungen des Programms vor sich 117315 der unfi'eundlichrn Witterung hatte sich eine große Mew Dir Reden des Ztigenieur-Majori und des katholischen Stadr-Pfarrcrs waren ergreifend, und aui die vom 2'3i'ir'gcrmcikier vrrieseve Daiik-Lidrsssc an Se. Ma] machte eincn erfreulichen Eindruik. Gläserne Kapseln mit de Bildniffrn ZZ. KK. MM., so wie der Königl. Prinzen un Prinzessinnen, vrrschiedene, unter der Regierung Sr. Maj. des Königs Ludwig geprägte 9)?Ünzen 2c. Wurden eingcscnkc. Der Gcneral-Liemcnanc v. Braun bestrici) den Stein mit Cement, unter dem Rufe: „Im Namen Sr. Maj. unsers Königs Lud- wig!“ und gab zuleizt mit dem Hammer einen dreifachen Schlag darauf, mit den Worten: „Im Namen der allerheiliqstcn Dre' faltigkeit!“ Nach der von dem Bischof von Speyer abgehaltene Feldmesse mir Tedeum sangen "Militair Und Volk unter Begle tung drr Feldmusik ein der Gelegenheit entsprechendes Lied. Nm“ beendigtcr Feierlicbkric vereinigten sich die Offiziere und Beam ten zurinem feftlichcn Pkahie.

Zn Bayerischen Blättern liesi man: nehmen nach ist aus Rom von der Päpstiichen Kurie beim Ar“ chiepiskopat dahier eine Entscheidung cinzctroffrn, welche zu des kirchlichen Friedens in Bayern wesentlich bcitra Es ist bekannt, das; den geiiilichcn Stellen auf da Bcskimmccsce verboten war, gemischte Ehen anders zu vollziehen zu assistiren oder zu verkündigrn, als wenn die aus ihnenzr hoffenden Kinder sämmtlick) in der katholischen Lehre sollten ei Von den Bischöfen unsers Königrcichs ware den dadurch ver den Unfrieden

Griechenland

Unter den Sachen, welche jetzt als * efinitiv beschlossen zu betrachten sind, steht dir Veriegung der Se. ONaj. der König Otto war is dahin zwischen Korinri) und Athen zweifelhaft gewesen; doch [1 die leßte Reise nach Athen entschicden haben, und bei dcr ntscheidung von großem Gewicht grwesen scim, daß die Wahl on Athen von einem großen moralischen Gewi-„iyt fiir das neue 'cic!) seyn, und die Zusimmung von Europa eben so wie die vereitivilligkeic vieler begüterten Individuen, fick) in der neuen .aupcstadr anzusiedeln, zur Folge haben würde.

(Allg. Ztg.) Wir sind dieser Tage Vorgängen gewesen, welche für die Ueberreste [thebeniicher Kunst auf dem heiligen Boden von Athen den nfang einer neuen Epoche bezeichnen. „Sicherm Ver“

fibrnmcnge eingefunden. Nauylia, 18. Sept.

efidenz nach Athen oben an.

Ati) en, 10. Sept.

Hr. Geheimc-Rath von ".cnze hatte fich vorgenoimnen, ncben den Geschäften scincr Srn- *ung, wo möglich etwas Wescntliches für die Alterthümer zu thun, eiche bis dahin *- unter einem Gencral-Konservator, der ohne enntniß irgend einer“Kunsc und Wissenschaft, oder eines Wor- sGriechisch und Lateinisch, sich um ganz andere Dinge, als bckümmerte, ja die meisten nicht ein- al gesehen hatte - im Zustande dcr vollkommensten Verlas- Auf seinen Antrag werden nun bei allenHaupt; enkmälern von ganz Griechenland Jnvaliden- Posten gebildet, die Spezial-Aufficht Über onservatoren übertragen ist. Als solche sind Pitakis und Rost, ei tüchtige *))?änner für die Alterthümcr, schon früher anae- ellt, und haben jciZi ONittel und freie Hände. " gleich, das Verborgene aufzudecken, und das in Trümmern Lie- ende so weit wieder herzusrellen, als es die noch vorhandenen Auf den Antrag unsers berühmten und unsterfahrenrn Gastes wurde mit der Akropolis bei uns der An,- -ng gemacht, und ihm von der sehr bereirivilligen I uqsmittcl angewiesen. nkunfc waren gegen hundert Arbeiter an der ördlichen Seite des Parthenon in Thätigkeit, um zu gra,- en, aufzudrckcn nnd die gestürzten Säulcn-Trommcln aus dem Da zugleich die definitive Erkläriing rfolgt war, daß die Akropolis nie wieder als Festung dienen Ute, kam Herr von Klenze eincm langgehegcen Wunsche aUer -lterthums-Freunde entgegen, und ließ den mittleren Säulen- urchgang dcr Propyläen, welche, wie bekannt, von den Venc- anern zum Behuf der Fcstung vermauert worden, durchbrechen, odaß die Burg auf dem alten Wege des Pcriklcs wenigstens n dieser Stelle wieder bestiegen werden kann. chwierigkeiten erhoben fick) bei diesen Arbeiten durch den *))?an- Sl an Werkzeugen, welche nöthig smd, große Massen zu bewe- M- Auch die Ungesundheit der Jahreszeit war hinderlich; doch “ck 3.'_. Wochen der rühmlichsten Anstrengung war das „Haupt- chlichske vorbereitet und gestern ging der König mit seinem efolge zurn erstanmale wieder seit so langen Zeiträumen durch '? Propyläen auf die Akropolis, und seizte dann den ersten äulen-Tambour wieder auf seine Basis am Parthenon. ck! rache dieses an großen Erinnerungen und an Zukunft reichen s sskes zu beschreiben, ist unmöglich. Ueber 6000 Griechen be; eckten die Trümmer der Burg, und namentlich den Parthenon, n allen gangbaren Stellen bis auf die höchsten Giebel-Gesimse vmalerischen Gruppen, der König, umgeben von einem großen efol e in allen möglichen Europäischen Kostümen, der Jubel er ' enge, das Schmettern der Trompeten, dazu Geiänge, ' yrthen, Rosen-Oleander, Lorbeecn und Palmen in Reisern nd Kränzen im Ueberfluise, und umher die Herrlichkeit des ')eeres, des Kanales von Saiamis, der Piräus, Munychia 'Ud Phalerus, beleuchtet von dem Glanze dieser Sonne, welche x nkend noch die Akrokorinth, den Parnaß,und näher die Höhen on Trözen, Methone, Aegina vergoldete. Ich lege Ihnen die egeisterte Anrede an Se. Maj. den König bei, welche bei die- Gelegenheit Hr. Geheime-Rath von Klenze sprach, und Welche Ugleich in einer Griechischen Uebersetzung gedruckt vertheilt urde. - Es smd ungefähr 80 Fuß in der Länge von dem Fuß- oden des Parthenon aufgedeckt, und auf diesem Raume schon ier Platten dcs großeu Frieses vom Aeußern der Cellamauer

Herstellung

gen wird. , m die Monumente,

nheic waren.

zogen werden. an das Erzbistbum von Verhandlungen Gehässigkeit gen, welche durch jene Strenge herbeigeführt worden, und mannigsaiiigcn Es ward deshalb von der Erzbischöflich Stelle da[)ier in diesem Sinne an die Kurie berichtet, und ein dem Frieden und dim chrresse dir „Kirche zusagcndc Entscheidun Man sagt, daß Se. Cxceiienz unser ei) würdiger Herr Erzbischof v. Gebsattel persönlich sehr viel zudi sim Schrute beigetragen habe, Welcher so sehr von Einsichti die Bedürfnisse der Kirche zrugt, und dem VersöhnungSgei dieses würdigen Prälacrn zur größten Ehre gereicht. ' sen Berichc ist nun, wie Wir hören, die Päpsiliche Entschcidu dahin erfolgt, daß zur Vermeidung größerer Nachtheile, und z Wahrung dor Eintracht und des Fi'i-rdens der Gewissen, d Schließung und Verkündigung dcr gemischten Ehen vond Priestern der katholischen Kiribe auch dann könne vollzogen we den, wenn nicht bedungen wäre, daß die aus ihnen zu hoßt den Kinder in der katholischen Lehre sollten erzogen werden. Die hiesigen Blätter sprechen davon, daß die Grü, dung eines Vereins zur C'rmuntcrung des Gcwerbfieißes Bayern nach Art derjenigen Vereine, welche bereits seit läng rer Zeit in Preußen, Sachsen, Böhmen besichen, im Wer sey, und daß demnächst die vorbereitenden Schritte gescheh

*Nii'inchcn fie unter Leitung von Erklärungen

schlimmen

aneß galt es

bringen mußten, , , !ateriaiien erlauben.

iegcntschafc

Sr. „Heiligkeit erbeten. Schon den zweiten

ie nöthigen Vo ag nach seiner

chatte hervorzuzieben.

Bedeutende

Ueber den bekannten Brandbricfieqer enthältdas ncheni Tag s b latt folgende Bemerkung: „Die Verhaftung dieses fcimöse JJKenschen muß zur größten Beruhigung der Bewohner MÜ“ chens beitragen und widerlegt so manches verbreitete Gerü über heimliche Umtriebe, Brandstiftungen :c. Drohbriefe zwar auf jene, welche Münchens Einwohner und den stets bewährten rechtlichen Sinn derselben kennen, keine“ Eindruck gemacht, und konnte man nur lächeln Über solche Ek fältigkeiten, so gab es doch eine große Zahl Eingeschüchtert€k welche die Stadt schon an allen Ecken brennen sahen. K sehr erfreulich, daß die Behörde nun Gewißheit erhält, chen Schleichern ihre böswillige Absicht nunmehr für immer ver

Gestern Abend um 8 Uhr iski

treiben wird.“ Karlsruhe, 22. Okt. dem Großherzoglichen Residenzschlosse in Gegenwart Seiner ** niglichen Hoheit des Großherzogs und der sämmtlichen hier a ivesendcn Glieder der Großher

oglichen e?amilie, rer Kön Hoheit der Prinzessin Ama 2 Jh

ie von Schchen, Ihrer

laucht des Fürsten und der Fürstin von Hohenzollern-Si' maringen und des von Seiner Majestät dem Könige von Pre ßen, als Familien-Chef des Hohenzollernschen Hauses, zu 211]?: höchführem Vertreter ernannten Königlichen außerordentliche

12.1773

gefunden; welche reiche Ausbeute verspricht das für das Ganze! Die Königl. Regentschaft hat auch schon die von dem ti"cfflichen Architekten berechnete Summe für die völlige Ausgrabung und Wiederherstellung des Parthenon, so Weir es die antikcn Mar- morblöck'e gestatcen, bewilligt, und diese wird ießt ihren regel- mäßigen Gang fortgehen, um in drei bis vier Jahren beendigc zu sébm Dann wird man rnit den Propyiäen und dem Erick)- therm; brgitmcn. » Dic Festiiimsnmuern werden, wo sie iiicht antik sind, abgebrochen, init ?[iisimhine sinigcr Theile aus dem Mittelalter, z. „B. drs Thurmrs an der südlichen Ecke der Pro- pylärn; das obere Platcair, nachdem “(5 VON dem Schritt gerei- nigt ski)" wird, wird mir Paimrn und Cyprcsien brpfianzr, und am östlichen End:, wo der Folien etwas iiiidrig Und Fichi wird, soll ein National-Muicrim, [:cxirhend aus rin waar Sälsm fi'ir klsinerr Antiken Und aus offsnen Hallen iii“ dir Q.Lcrks Di:“ PW“ siik, gebaut werden, i'o daß hier «*in Hciiigtfwm aller ciiitikcn Klinsi geöffnet wird. Leidrr wrrdcn wir unsern 05120", drr iich wäbrend cines so kurzen Aufenthalts um uns so wobl verricni gemacht hat, bald von uns zieben scben. Er geht in dri-i Ta- gen von hier mir dem IJTadagciScr-r“ i'ibxr die Cycliidrii nach Nauplia zurüch, um dann über Arkadien imd Elis am 25.1. Sept. in Zante einzutri'ffen, und mit dem Dampfschiffe an jenem Tage nach Ankona ziiiückzufahren,

-- Aus Marsrillc schreibt man: „Die neiicsten Nack);- richten aus Griechenland, die bis ziim 113. Srpt. reichen, mil- dcn, daß außer Grizzalis, drin Hairpr-Anstifcer dcr lebten In- surrection, der von icinrn cigcticn Lciiten aubgrlicfcrt Wurde, nun aiich die übrigen Chefs, Kolios Plaputa und KolokoironCs Ncffo, gefangen eingrbrachr wordcn sind. (Vrizzalis wurde durch den Spruch des Kriegsgerickues, Unter Vdi'jilz von Oberst Gordon, zum Todr verurtheilt. Das nämlicheiir1heil erwarten die beiden anderen. Der alte Prtrovas, ebenfalls einer der Rebellen, der fich freiwillig vor dxn Gerirhieii skriiie, wird wohl begnadigt Werden. Er hatte sich früher im BefreiungsKampfe ausgezeichnet, All? in der Eile geworbenen Palikaren sind bis auf die Corps“ von Grivas und Kaßako wirder entlassen worden, Und ruhiq nach ihrer Heimat!) zurückgekehrt. .Die Corps von Grivas urid Kaßako bleiben entweder bcsiänoig in dim Dienste der Regentschaft, oder wenigstens so lange die (Gäbrung in der östlichen Maina dauert. Man sieht ein, daß die 4000 Bayerischen Freiwilligen fiir das Land nicht hinreicheiid sind. Man erwartet dal)er:1äckck:iens eine Verordnung, welche jene 2000 irx'egrilairen Truppen, die sick) in diesem kritischen Momente so sehr durch Tapferkeit, Eifer und Ordnung auszeichnen", als Landes,- Militair erklären wird. Auch andere Führer der coniiitutiomieilen Partei, z. B. der ta- pfere Kißos Tsavelias, einer der heldennnithigen Vcrtheidigcr von Missolunghi, der noch uniängsr zu Nauplm ais verdächtig gefangen saß, haben der Regemsckch ihre Dienste und ihre Pa- [ikaren angeboten. Graf von Arnmnsprrg, fiir den man forc- während allgemein die größre Hochachtung hat, War nacl) Nau- plia zurückgekehrt. Sein leidendcr Zustand schien sich etwas gr- bessert zu haben. König Otto war in Athen mit unbeschreib- lichem Enthusiasmus rnepfangcn Wdrdeii. Zivölf der schönsten Athenienscrinnen überreichtcii ihm einen „Kranz von Lorberr- und Oelziveigen, und der Feier der LinkUiisr folgten narionale Fostex. .Der junge König sprach seins VLNL'UUDU'UUJ über die Veränderung aus, ldelchc Lichen sei: seiner früheren Anwesen- heit erfahren. Neue Häuser, neue Siraßcn waren entstanden, und die alte Stadt hatts ein ganz modernes Ansehen gewonnen. Am 14ten reiße der König nach Rumrlisn ab. Er will alle Theile seines Landes kennen lernen und alle scine Unterthanen besuchen. - Der neue Türkische Gesandte am Griechischen Hofe lag. vor “WM in der Quarantaiiic. Er wurde einstwei- len von Georg .Konduriorti im Ramin der Regentschaft begrüßt.“

Athen, 11. Sept. In dem Griechischen Blatts, der Er: löser, liest man: „Seit der Ankunft des Königs sind wir hier sehr fröhlich. Geskcrn fcicrre inan aiif dcr Akropolis ein schönes “Fest. Der König begab sich, WU einem zahlreichen Gefolge um- geben, in Pomp dahin, Dic Vcranlnffung des Festes War dis Wiederherstellung des Partbrnon. Eine Anzahl junger OYi-“ädcben bildeten eine niedliche Zierde der Versammlung. Sie warrn weiß gekleidet, und hatten Myrtbrnkréinze mit blau und iveißi'n Bändern auf dem Haupte. C'ine WU ihnen trug eine biauscidene Fahne, in deren Mitte sicb auf einem w-xißen Felde cin vxrgoidercr Minerva- Kopf- auf der Rüiksritr eine Eule brfcmd. ,Die Musik des Ma- dagaScar spicite Natiotml-Lieder, Nail) dcm Goiccsdiensxe iiber- reicbten jene Mädchen dcin Könige eine Krone von ».)Niirtven, Oelzivrig und Lorbeer, mit der Jnsci)rift: „Athens Jungfrauen dem Könige, drm ruhmreichcii Wirderbrriicllcr des Parthenon.“ An demselben Tage besuchten Sc *))?awstät die Schau', wo “'Sie lange vciiveilteti. Der Königs-Palasi wird auf dem Grund und Boden des Herrn Gropius, bei der kleinen Kirche, aufgebaUc werden. .Der Platz könnre nicht besser gewählt seyn; aucl) soll der König bereits" im kommenden Novcmbrr nach Athen zii zic- hen beschlossen haben. Herr Johann Chlados hat dir Vorberei- tung und Anordnung drs beschriebenen Festes getroffen; man muß seinem Geschmacke Gerecixxigkeic widerfahren lasen. .Die Regentschaft nahm einen Plan an, welchen Herr Fcraidi, cin wohlbekannter Geschäftsmann aus Paris, ihr voricgte; Herr Fcraidi wird hiernach sogleich den Bau von 32 Hänsern be- ginnen.“

Vereinigte Staaten von Nord-“Iiineril'a.

New-York, 24. Sept. Die Regierungs-Zeimng von Neu- Granada vom 13. Augiijj: mcid-ct, dax“; der Bcvolimächtigte die- ses Staates vorgeschlagen hat, Anordnungen zur Abzahlung des Neu-Granada zugefal'lrnen Theiics der Columbiscbcn Schuld nach Verlauf von drei Monatcn zu treffen, selbx'i Wenn die Repu- blik Ecuador sich weigern soiite, ihren Agenten zr: senden. Der Bevollmächtigte von Venezuela stimmte diesem Vorschlage bei.

Folgendes ist der Auszug eines Briefes aus Fort Gibson vom 4. August: „Nach einem langen, beschrverlichen iind gefiibr- vollen Marsche mit mcincr Compagnie an der Gränze zwiscbcn den Vereinigtrn Staaten und der Republik Mexiko, bin ich vor Kurzem hierher zurückgekehrt. Als :ck das letzte Mal an Sie schrieb, dachte ich auch nicht an diese Reise, zu der ick) mit mci- ner Compagnie sehr unerwartet kommandirc wurde. Ich mußte nämlich eine Handelskaravane, auf ihrem Wege nach Santa Fe in Mexiko, von den Gränzen des Staates Missouri bis an das äu- ßerfie Ende unseres Landes eskorciren. Es gcbrichtmir an Zcitumalic unsere Entbehrungen, Mühseligkeiten u. s. w. im Detail zu er- zählen; ich will daher nur anführen, daß wir mit den bciden ge- fürchteten Feinden der Kaufleute, den Camantsches und Pawni Mahaws, zusammentrafen. Mit ersteren wären wir fast hand- gemein geworden; beide Parteien standen in Schlachtordnung, und ich war eben im Begriff, „Feuer“ zu kommandiren, als die Indianer ihre Gewehre in die Luft abfeuerten, während einige von den Pferden sprangen, andere ihre Bogen und Pfeile auf die Erde warfen und Um Frieden baten und uns ihrer. Freimi-

schaft versicherten, Dies grscbas), als wir die Kaufieute be- gleiteten, die etwa 100 Wagen mit Kaufmanns - Waarew bei sich barten. Bei der Rückkehr trafen wir mr: der: Pawm's zusammen. Wir hatten uns zum Geferhi bereitet,- aber die Indianer kamen heran, reichten uns die ände, und wir rauchien die Friedenspfeife mit ihnen. " päter begegneten wir den Kansas und den kleinen Osagen, VM NUM wir wußten, daß fie unsere Freunde Waren, denn_ wir hatten U; nen der Leßteren als Führer bei uns. Wir mariehirten mehrere Tage mit ihnen zusammen und unsere Lager waren in der Rachk nichr mehr als 4110 Yards von einander entfernt. Wir waren 08 Tage abwesend. Am Tage vor unserer Ankunft ging unser Mebl-Vorrath zu Ende, Zucher fehlte uns schon länger. Uns?re Pferde waren sehr angegriffen. Der Resi unseres Regiments ist nach einer anderen Richtung hin abgesandt und hat einen, sabwcrin Dienii. Sie “sehen also, daß wir „tapfere Dragoner“ eben kcinr “IZZußc haben.“

"Br*.iß'ilt'en,

Rio-Janeiro, [I. August. (Börse:1hal[e.) Es be-“ darf ivobl noch kaum der Andeutung, daß durch die von der Kammi-r der Abgeordneten dekretirce consiitutconnelie Re- form die bisbcrigr Verfassung des Kaiserreiches ]cner der Ver- einigten Staaten von Nord-Amcrika sebr genähert Wird. Voll- cnds fällt die populaire “Form, in welcher dix Wahl des Regen; trn stattfinden soll (wenn man g!eich„xvoraus1eßen dürfte, daß bei ci'folgter Großjährigkeit des jungen Kaisers die weiters Gelege»- l)r,ir dazu einstweilen wegfallen wird)», so sehr in die Augcnz daß man versucht wird, in Gedanken „Präfident“ statt „Regent“ ZU scézen. -- Der durchgefailene GegemEntwurf in zehn kurzen Artikcln, uxtcrzeichnec am 22 Zim“ von den Abgeordneten Cor- nilio Ferreira Franixa, Antonio Ferreira Franga und Paulo Zosékde Mello Azrvcdo e „Brito, enthält zivar eve-iisalls M, M* sentlicheren Grundzüge des“ angenommenen, „allem so sktzien- artig, daß wirkliche Hauptbestimmungen durch regxementariick)? Geseße würden haben nachgetragen werden müssen (was 311 Ver- fassungs-Geseizen doch gar nicht paßt), und der Verdqchx KUR"- dings Raum gewinnt, die Opposition habe durch ein solches xxis-KYW nur geikrebt, das ganze föderalistische Vorhaben zu stürzen., So fand die Aurora denn freilich leichtes Spiel, um deri (begin- C'ntwurf sel,;arf durch unehmen. Dir?);r will, die jelzigen Pro- vinzial-Räthe sollen ich nur ohne Weiteres in geseßgebende Pro- vinziai-Versammlungen verwandeln ( u welchem Zweck eiii solcher Rath von 21 Mitgliedern in der rovinz Rio Janeiro, ird bisher keiner war, erst von der Regierung arnannt werden sollte;, und ihren bisherigen Befugnissen bloß noch diejenige, Auf- lagen zu beschließen, mit Aufhebung des Art. 83 , drr Verfassung, hinzufügen. Ihre Gesetze sollten aber erst von der rrmäßigenden Gewalt (dem Kaiser oder R?- zienten) sanctionirt und gleich den allgemeinen Geseßkux im Namen des Kaisers promulgirt werden. Die Provinzial-Frnqn- zin sollten diirch allgemeine und Provinzial-Geseßc conjunctcve verwaltet (was man gar nicht versteht), die Auflagen“ jährlich bestimmt werden. Der Regent, während der Minder- jährigkeit des Kaisers und in Ermanglung eines qualifizirten Verwandter: desselben, sollte nur für die Dauer jeder Legislatur, durch die absolute Mehrheit der Stimmen der Provinzen, jede Provinz nur mit Einer Stimme zählend, gewähit werden, so auch der VicwRegent, In Ermangelung beider iollte die allge- meine Versammlung eiiien interimisiischen wählen, und bis zu dessen Ernennung sollte der Präsident des Senats, oder der der Abgeordneten-Kammer, oder der des Stadtrathes der Hauptstadi; regieren. Der Stadtrath sollte aufgehoben werden, -“ Folgen,- des isi die Anrede:, welche der Präsident der AbgeordnetenxKam-x mer bsi der Ucberreickyung der (gestern mitgetheilten) constitu- tionnellen erorm an den Kaiser hielt:

„Senhor! Da die „Kammer der Abgeordneten die Reformen der Vcrfaffiing des Reichs bcendigt bat, sendet sie uns in feierlicher De- putation, um die Ehre zu haben, Ew. Kaisers. Majcsiät die Frucht ihrs; Nachdenkens und ihrer Arbeiten zu überreichen. Diese Wohi- that, seit langer Zeit durch die fortschreitende Verbreitung der (Be- sitrunq und der Aufklärung und durch die wachsenden_chürßnffe der Provinzen erfordert; dicse Woblthat, welcbe Braiiiien, ange- spornt durch eine glühcndc Vaterlandsliebe, ehrcrbictig von der ordentlichen Wirkung des Gesetzes erwartete, ist das neue Denkmal in dcn Jahrbüchern seiner politischen Gisck1ichte,„ das es bcutc vcr- traucnsvoll in die bolzen Hände Ew. Kaiserl. Ma]. medcrlegt. Bc- riifcn durch die freie Stimme der Wähler, eigens ermächtigt, das Werk der Reform zu bcschließrn, konnte die Kammer der Abgeord- ncicn, sich bewußt des ganzen Umfangs ihrer Pflichten, der gamen Verantwortlichkcit, welche ste_gcgen die Nation übernommenx weder größere Treue gegen das (Heir!) vom 12. Oktober 1832, das tbr den Krcis ihrer kouüitiiircndcn Gewalt bezeichnet, noch größere Sorg- falt beweisen, den Provinzen ane erforderliche Hülfsnnttel zu ihrem neuen Dascyn zu verleihen. „Dcr National-Geist, welcher mehr als Ach den Patriotismus zu seinem rechten Werth erhcvcn muß, über- wisgt hier nun die kleinlicben örtlichen Jnteresen; die von den Pro- vinzial:Ticrsammlungen zu erwägcndcn Gegenüände sind 9qu *ge- nauesic angegeben und begränzt, um auf diese Weissdte Konftikte und cndloscn Zwiste zii Verhören, welcbe so schädlich n'ir das Wohl des Volkes Werden können, indem fie seine Ruhe und Sicherheit gefährden; die Einbcit und Kraft des Handelns, obne welche der gesellschaftlicbe Kbrper ermattet und hinschwindct, nnd der ange- meincn Regierung erhalten, damit sc mit Nutzen färben Staat die mannigfaltigen und schwerc_n Verpfiichtungen, die ihr ob- licgcn, erfüllen könne: der reich entfaltete FöderalZGrundsaß vckommi in seiner Anwendimg nur diejenigen Modificatroncn-wel- (bc das Nachdenken und dtsErfabrung der gebildetsien Nationen an die Hand gegeben hat; es ist rndlick) gewissenhaft die chierungS: Form geachtet worden, wrlchr die Nation_angcnommcn und welche in den größten Krisen beigetragen bat, sie tm Kampfe der Leiden- stbaftcn u rettcn, und die Prärogatiben dcr Kaiserkrone erhalten neuen Gianz und Ruhm. Seyhor! Dieses wahrhaftc Werk der Na- tion, gkbildkt durch die Repräientantxn, welchen fie diesen wichti en .'iiftrag crtheilte- bietet, den Bau“ _cmer Regierung dar, der bis er in Europa der Traum ctntgxr Politiker gewesen zu seyn scheint, der aber in Amerika zur Wirklichkeit wird - cim; Monarchie, gestüßt auf volksmäßige Institutionen. Es sind dies auch die dauer- basieren Elemente zur Erhaltimg der Moriarchicen. Senhor! .Es gefal1e demnach Ew. Kaiseritchen Majestät , zu bcfebleti, daß dieses Reform- Gesetz vromulgtrt werde, das Pfand der Eint- gung der Provinzen, der (Hegensiand der Wünsche und Hoffnungen der Nation, an deren Spitze Sie sieben, damit deffen Vollziehung im Voraus aue Verbesserungen und neben ihnen die allgemeine Wohlfahrt, welcbe se verspricht und schert, embändcn'iasse. D!“? Akte, Senhor, in welcher die Vorüe11ungen einer heiligext Pßtcht sicb mit dem Verlangen und den Net un en des conüétuttonnelien Fürsten berpfiechten, der unter den glü li sienVorbcdcutuxxgcn den Thron dieses weiten Reiches an dem denkwürdigen 77. Avril bcüieg, wird den erlauchten Namen Ew. Kaiserlichen Maiesiät u einem Muster: Bilde ewf en Ruhms erheben, hcilbringcnd den 5 rafiliern und der Freiheit n er Natiynen.

Antonio Paulino Limbo v. Abreo.“

Der Präsident der Regentschaft antwyrtete:

„Die chcntschaft im Namen des Kaisers und Herrn Dom

Pcdro's ll, überzeugt, „daß dicReformcn der Verfassung, we1che von

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