1834 / 303 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Allgemeine

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Amrliche Nachrichten, Kronik des Tages.

Se. Majestät der Könia haben dem Landgerichts-Ratl) Dauocn zu Achen den Rothen AOker-Orden dritter Klasse zu verleihen gecube. _

Des Königs Majestät hahen den Intendantur-Rath Mes- serschmidt zum Geheimen Kriegöratl)_1m Kriegs-Ministerium zu ernennen und das Patent für denselben AUerhöchstselbst zu vollziehen g_eru_ht. ' '

Des Kömgs Ma1eskät haben den Land; und Stadtrschter Eschmann zu Schöneck in _Weßpreußcn zugleich zum Kreis- Zusti rats) für den Berenter Kreis zu ernennen geruhr.

He. Königliche Majeßät haben geruht, den Friedensrichter- Peter Joseph Wülfing zu Treis, Landgerichtstezicks Koblenz, zum Iustiz-Rath zu ernennen. -

Bekanntmachung.

Der Schluß der diesjährigen Dampfschifffahrt zwischen Greifswald und Ystadt tritt mit den) 13. November d. I. ein, an welchem Tage das letzte, Damyßchiff von Greifswald nach Ystadt abgefertigt werden wxrd. _ .

Hiervon wird das Publikum 'm Kenntmß gesetzt.

Frankfurt a. M., den 21. Oktober 1834.

Der Gencral-Poskmeister, von Nagler.

Zeitungs-Nachrichten. A u s l a n d.

F r a n k r e i ch. Paris, 24. Okt. Das Journal desDébats theiltnach

* der „Madrider Hof-Zcicung“ vom 16. und 17. einige im Allge-

Meinen schon bekannte Details über die letzten militaérischen Be- wegungen Zumalacarreguv's mit, und knüpft daran folgxnde Be- merkungen: „Aus dem Ganzen dieser Bewegungen rst abzu- nehmen, daß Zumalacarreguy eine Vereinigung mit Mermo ver- suchen wollte, um die Jnsurcection auf beiden Ufern des Ebro festen Fuß fassen zu lassen, und so jede Verbindung_ der Armee der Königin mat Castilien abzuschneiden. ,Die Mär1che der Di- véüonen dieser Armee gehen alle darauf aus, jenes Resultat zu verhindern, und es scheint, daß dies gelungen ist, da Zumala- carreguy am 13cm wieder über den Ebro zurückgegangen war. Aber eben so scheint es wahr, oder wenigstens schr Wahrscheinlich, daß er am 16ten einen Theil der Truppen des General Lorenzo bei Abarzuza dicht bei Estella überfallen hat, und zwar in Folge emes ]ener forcarren Märsche, die ihm eigen smd, und in dem- selben Augenblicke, wo man ihn noch am Ebro glauben kthnte. Es „scheint auch, daß er zwischen dem 8ten und WM: emen Hand- streich auf Calahorra in Aragonien, einer sehr reichen Stadt, ausgeführt, und daselbst eine gd'oße Menge vpn Requisuionen ausgeschrieben hatte. Man sieht aus den oben mttgetheilten Auszügen der offiziellen Berichte, daß die Armee der Königin anfängt, fich zu reorganifiren und sich wiederi11BrWegungzu setzen; aber man kann die gänzliche Unzhätigkcit und die Art von Cnc muthégung, in der ste von dem“ ugenbliéée an, wo man die Ab- berufung Rodil's erfuhr, verharrt war, nur bedauern. Diese Zett hat Zumalacaxreguy nicbt unzzenülzt verstreichen lassen. Er ließ m Ober-Navarra so viel Truppen zurück, als ndthig waren, um die Höhen beseßt, und Elasondo blokirt zu halten, und durch- og mit dem übrigen Theile seiner Streitkräfte ungehindert das ?ruchtbare Land an beidcn Ufern des Ebro wischen Calahorra Und Haro, wobei er Contributioncn erhob, * ?anmchaften rekru- tirte, Lebenömtttel, Pferde, Maulesel und alle Arten von Vor- rächen zusammen brachte und die Aufrührer ermunterte. Wäh- rend der Anwesenheit des wachsamen und unermüdlichen Rodil hatte fich Zumalacarrcguy niemals über Estella und den Ames- cuas' hinaus gewagt; niemals hatte er eine Stadt von einiger Bedcutung beseßen oder brandschutzen können. Wir haben uns die pldlejcize Abberufung des“ Generals Rodil niemals erklären können. Wenn man, was wir nicht wissen, dringende Beweg- gründe gehabt hat, seine Stelle so plötzlich anders zu „beseßen, so scheint man auf jenen unseligen Krieg sehr wenig Wrck)tigkeit elegt zu haben, indem man einen General um Ober-Befehls- Jaber ernannte , der durch Krankheit erschöxzsÜt ist, deffen Name nMsenheit aber un- ter den gegenwärtkgen, so krstaschen Umsändcn zu lange auf sich warten läßt.“

Bordeauxer Briefe schildern den Zustand Svanécns in sehr düsteren Farben. In einem Priwat-Schreiben vom 15th heißt es, daß die loßtenPosrc'n aus- Alava und Blöcmm in Ma- dkld auSgeblieben scyen; man glauöre, Merino habe sie aufge- fangen. Ein Madrider Blatt berichtet, daß dteser Parteigänger srl) täglich verstärke. Briefe aus Boa und Aranda am Duero sagen, daß die Dinge dort eine immer schlechtere Wendung näh- men, und daß, Wenn Merino stch einst in diesen Gegenden zei- gen fonte, es thm cin Lcichtes sevn wärdc, die jungen Landlcutc für sich zu gewinnen; schon zähle sem Corps“ 1500 Mann, die er tägliä) in den Waffen üben lasse. Die erwähnte Zeitung fügt hinzu, daß fie alle ihre Kolumnen füllen würde, wenn se die vexschiedenen Nachrichten aufnehmen wollts, die ihr von hun- dert Seiten zagingcn und im Wesentlichen mit jenen Klagen Übrtmskimmten; ein solcher Zustand der Dinge sey das sichere Zeichen einer bevorstehenden Auflösung und neuer Stürme für das Land xc. Als ein Gerücht gilt, daß der General Morillo gefährlich krank darnicderliege, daß Merino von einigen aufrüh- kekischen Gemeinden der Provinz Alt-Caßilien zum Genercxl-Ca- pitain auSgerufen worden sey, und daß Don Carlos die Qortcs auf den 1. Januar l'. I. in Burgos zusammenberufen habe. In Vittoria smd kürzlich einige Verstärkungen unter den Be-

schl-xn des (Generals O'Do'ile angekommen, ijrdessen sind ße nur unbedeutknd.

Während die hiesigen n1in€stcrieljcnZeitungen erst gestern eine NiIOerlage des Generals Lorenzo durch Zumalacarreguy er- wähnen, publizirte der in Lyon erscheinende Reparateur schon am 20kien d. eine ihm von seinem Korrespondenten aus Paris unterm 17cm (3. zugesandte telegraphische Depesche, die folgen- dermaßen lautete: „Perpignan, 12. Okwber. Zumalacarregup hat dch General Lorenzo in der Umgegend von udela vollstän- dig geschmqen, und sich dieses Maßes, wo sich eine GeWehr- Fabmk befindet, bemächtigr, Die Hälfte der Soldaten des Ge- nerals Lorenzo ist u Don Carlos übergegangen. Der Sieger ist im vollen Markckx auf Saragossa.“

Der Mejsager ent telt vor einigen Tagen ein Schreiben aus Madrid, worin, als uszug aus dem Berichte des Spani- schen Botschafters am Londoner Hofe, gemeldet wurde, daß der Eifer, den das Englische Kabinet beim Abschluß der Quadrupeb Allian an den Tag gelegt," sehr nachgelassen habe, und daß es fich sle wenig darum kütmnere, ob djeKarlifkischen Ausschiffun- gen verhindert würden oder nicht, Jenem Berichte gemäß, sollte der Spanische Botschafter sogar die Furcht ausgedrückt haben, daß, wenn an die Stelle des jeßigen Kabinettes ein gemäßigtes Tory-Miniskerium träce, man es den Karlisten gestatten würde, Mannschaften in England anzuwerben. -* Der Spanische Bot- schafter am Londoner Hofe, der sich in diesem Augenblicke in Paris befindet, hat in Bezug auf diese Mittheilung das nach- stehende Schreiben in den „Constitutionnel“ einrücken lassen: „Der Messager vom 22. Okt. erwähnt in einem Schreiben aus Madrid meiner amtlichen Korrespondenz mit der Spanischen Regierung. DéeWahrheit und die Ehre zwingen mich, auf das Bestimmteste zu erklären, daß Alles, was in diesem Schreiben in Bezug auf meine Korrexpondenz erwähnt wird, durchaus falsch und ungegründet ist,

(gez.) Der Marquis von Miraflores.“

Der Messager bemerkthierzu: „Herr von Miraflores hätte uns seineReclamation direkt zusenden können; wir würden uns beoilc haben, dieselbe aufzunehmen; aber noch lieber hätten wir die Versicherung aufgenommen, daß die Englische Regierung aufrichtig und freundschaftlich dazu mitavirke, die von Frankreich in Folge der Quadrupel-Alléanz ergriffenen Maßregeln in Aus- führung zu bringen.“

Der Spanische General-Léeutcnant Don Gonzalez Moreno, 55 Jahr alt, erschien gestern vor dem hiesigen Znchtpolizei-Ge- richte unter der Anklage, daß c; m:“t einem falschen Passe ge- reist sey. Da er kein Französisch versieht, so erfolgte das Ver- hör durch die Vermittelung eines Dollmetschers. Er erklärte, daß, als er sich in Meß um Präfekten begeben habe, um sich an die Stelle seines alten asses einen neuen aussertigen zu lassen, man ihm in diesem den Namen Antonio Perez gegeben habe, welchen Jrrchum er nicht erkannt, da er der Frau öfischen Spra- che nicht mächtig sey. Auf die Frage des Prätdenten, ob er (Moreno) nicht von dem Bischof von Leon ein Schreiben er- halten, worin dieser ihn im Namen des Don Carlos auf efor- dert habe, seinen Namen zu verändern, antwortete der Zuge- klagte verneinend, Worauf ihm das nachfolgende Schreiben vor- gehalten wurde, von dem er einräumte, daß es an ihn gerichtet gewesen sey:

„Exxellenz. Um thcn die Unanncbmljckykcitcn zu ersparen, welchc dac von Englischen Blättcrn auf Anlaß Ihres Verfahrens bei der Verhaftung des Rebellen Torriios und seiner Mitschuldigen- gegen Ew. Excellcnz vorgebrachten Beschuldigun en für Sie haben könnten, haben Se. Mai., Hdch|welche mit Ew. xeellenz Loyalität, Ihren Leistungen und ausgezeichneten Verdiensten sehr zufrieden und von der Ungerechti keit jem'r Beschuldigungen überzeugt find, be- sä)l0ffcn, daß Sie ick) unverzüglich nach der freien StadtHamburg begeben sollen- um daselbst das Kommando über die dem Kdnigé treu gebliebenen Spanier, die sich dort einfinden werden, zu übernehmen und ihncn diejenige Direction zu geben, die Sie mit dem in dieser Stadt befindlichen Königl. Commiffair verabreden werdcn. Gott behüte Ew. Excellenz.

(Unterz.) Der Bischof von Leon, Staats-Secretair.“

Herr Moreno erklärt:, daß er nur England verlassen habe, weil der König ihm befohlen, sich nach Spanien zu begeben. .Der Königsntel, den der Angeklagte wiederholentlich dem Don Carlos gab, klang dem Gericht8-Prästdenten so unangenehm, daß er Herrn Moreno durch den Dollmetscher ersuchen ließ, sich desselben zu enthalten. Der Königl. Advokat Herr von Lascours behauptete darauf die Anklage. Hiernächst ergriff dcr Antwalt des Generals das Wort und sagte: „Mein Klient war im Zaht'e1831 Gücneral-Capirain und Kommandant der Stadt Malaga. Damals fand das Unternehmen des Toi'réjos statt, der nach einem hartnäxkigen Gefechte mit seinen Mitver- schworncn gefangcn gcmommeu wurde. Das Geselz erkannte" ihmn den Tod zu; der General Moreno aber halt fich fÜr verpflichtet, zunächst über die Sache nach Madrid zu berichten. Nach 8 Tagen ging von dort der Befehl ein, die Gefangenen, worunter fick) auch ein Engländer befand, erschießen zu lassen, und sie wurden erschossen, Als nun vor einiger Zeit der General dcm Don Carlos nach England folgte Helen die dortigen Bxättcr wcgcn dieser Angelegenheit dcs ' orcijos sehr heftig über ihn her; er beschloß daher“ das Land wieder zu ver- lassen; _um éndc-ffcn jede Unannehmlichkeit auf dem Fa r euge, auf dem er fich einschsfftc, zu vermeiden, nahm er den amen Antonio Perez an und begab sich nach Hamburg. Das nörd- liche Klima sagte ihm aber nicht zu, und er beschloß nach Jta- !ien zu gehen. Sein Paß unter dcm Namen Perez wurde in Altona vifirt; in Metz, wo er fich nicht verständlich machen konnte, erhielt er unter demselben Namen einen provisori- schen Geleitschein, wogegen der in Altona vifirte Paß zu- rückbehalccn wurde, um ihm in Paris wieder zugestellt zu wer- den.“ Nach dieser kurzen 'Iluseinanderselzung fügte der Defen- sor noch hinzu, daß sein Klient sich gleich nach seiner Ankunft in Pa'rts auf der Polizei-Präfcktur gemeldet habe, um seinen wah- ren Namen anzugeben, daß er sich indeß nicht habe ver- ständlich machen können. Er schloß mit der Bemerkung

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daß der General Wege!“. dieser Sache 60 Tage im Gefängnis? habe zubringen mÜffen, bevox e'." vor Gericht geskeuk worden sey. *- Ungeachtet dieser Vertheédigung wurdc HW" Moreno nach einer haxbstümöégen Berachuns zu annaxlécher Haft vcr- urtheilt.

Der Pa», Vicomte Dubouchage Hat eine Reise nach dex' Schweiz und Jcaiéen aragetr'eten,

Die gestrige Nummer dcr Quotidiexmc iz? wegen eines Ar tikels unter der Ueberschrift: „Die VM den Orleaniskßn det Hauchelei beschuldigte legitimiskische Partei,“ an „Beschlag ge- nommen worden, nachdem indessen diese “Nummer zum Thei; bereits mit der Post versandt wax.

Man schreibt aus Toulon vom 18. d.; „Die Korvettx la Perle“ hat Befehl evhalten, fich bereit zu halten, um aus das erüe Zeichen des Telegraphen unter Segel ehen zu können Auf den Schiffkn, welche zum Dienste an de? A rikanischen Kästc- bestimmt find, herrscht große Thätigkeit, indem man die Vem- breitung der Cholera in jenen Gegenden fürchtet. Vicx Fahr,- zeuge werden morgen nachAlgier abgehen, und der „Astrolaby,“ auf dem fich vier Militair-Aerzte und Medikamente aller Art: befinden, segelt direkt nach Oran.“

Paris, 25. Okt. Gestern arbeitete der König mit dem

JustiÉZMinésker, und fuhr darauf mit der Königin nach Neuilly.

estern hatten Lord Granviue und die Botschafter Oester-

YM und Spaniens eine lange Konferenz mit dem Grafen von gny.

Lord Minto hat schon gestern wieder mit seiner Familie Paris verlassen, um fich nach London zu begeben.

Der Moniteur theilt Folgendes aus dem nördlichen Spa- nien mit: „Am 14ten, während die Divistonen der Königin auf Haro marschirt waren, wo se auf Zumalacarreguy u treffen hofften, hatte steh dieser Leßtere, ihre Ankunft nicht a wartmd, nach Ste. Croix de Campezo geworfen, nachdem er der Stad!- Miliz von Haro und Brionne einige GeWehre weggenommen. Gegen Conicero hin traf er auf den Obersten Amor, welcher eine schwache Kolonne Kavallerie bei fick) hatte, und nahm ihm 30 Pferde weg. Zavala ist in dem Kommando über die Bis- Za?“ dyrch Torres er'sekzr worden. Die Junta befindet fich in

e aca.“

Durch diese Depcsche wird die gestrige Vermuthung des Journal des Débaes, daß Zumalacarreguv aufs neue über den Ebro gegan en sey, bestätigt.

Im Fndieateur de Bordeaux vom Wsken d. liese man: „Der General Mina wird nicht so bald sein Kommando antreten können; es hat sich wieder ein hescégcs Erbrechen bei ihm eingestellt. Dies weckt bei seinen zahlreichen Freunden die „Besorgniß daß er niemals wieder aktive Dienste werde thun können. ie Karlisken haben gestern im Angesicht unserer Trap- pm die Spanischen Posten bei der Bidassoa-Brücke an egriffen.“

Die heutige Gazette de France enthält Folgendes: „Nachrichten aus Madrid 5Lufolge, war Herr Arguelles am 15ten in der Prokuradoren- ammer erschienen, um den erfor- derlichen Eid zu leisten; seine Aufnahme fand lebhaften Wider- spruch. Da Herr Arguelles bisher gar keine Grund-Steuer zahlte, so Ytten die Wähler ihn hierzu befähigt. Herr Martix nex de la osa stimmte gegen seine Aufnahme, der Graf von Toreno aber für dieselbe; das Resultat war, daß Herr Arguel- les zugelassen wurde, und am folgenden Tage den Eid leisten sollte. Ein Theil des Ministeriums scheint dessen Einfluß an der Spilze der Opposition sehr zu fürchten.“

An der Börse wurde heute erzählt, cin Courier, der" Max drid am 19. Okt. verlassen, habe die Nachricht mitgebracht, daß die Prokuradores in ihrer Sißung vom [Zten einen Ex-Mini- ster Ferdinand's sll. aus ihrer Mitte aus esioßen hätten weil derselbe bei den unter seiner Verwaltunzx a geschlossenen Änlehen fick) in das Börsenspiel eingelassen geha t habe. Der Antrag zu dieser Ausschließung, von Herrn Alava gestellt, soll einstimmig angenommen worden seyn.

Obgleich [?ck der Augenbléuk nähert, wo der große Prozeß vor dem Pairshofe eröffnet werden soll, so sind doch bis zu die- sem Augenblioke in dem Palaste Luxemburg noch ar keine Vor,- bereétungen getroffen worden. Die Freunde der mnestie wollen dies als eine günstige Vorbedeurung betrachten.

Die Journale von Nantes geben ausführliche Details über die zu Ehren der Herren Lasfitte und Odilon-Barrot veranstalte“.- ten Festlichkeiten. Bride Deputirte snd am ?.Zsken d. von Nan- tes nach Napoleon-Vcndöc abgereist.

Der JNarquis von St, Simon, Gouverneur der Fran ös- schen Niederlassungen in Indien, ist, nachdem er lange Zeit erwartet worden, am vergangenen Sonntag in Brest ange.- kommen.

Die Getvehr-Fabrék zu Charlevillc im Departement der Ar,; dennen ist durch einsn neuerlichen Beschluß des Kriegs-Ménisters von dort nach Tulle, im Departement der Corréze, verlegt worden.

Ein [) i esiges J o urn al meldet, daß Herr Laska", ein Agcnt des Handlungshauses Fränkel in Warschau, in wichtigen Geld- Angelegenheiten in Paris eingetroffen sev.

Großbritanien und Irland.

London, 24. Okc. Der König hielt vorgestern Cour im St. James-Palast, ertheilce dann mehreren Ministern Audienz und kehrte Abends wieder nach Windsor zurück.;-

Gestern fand die erwartete Prorogaté;:; dcs Parlamentes statt, und zwar in der Bibliothek des Oberhauscs, welche zu diesem Zwecke eingerichtct worden war, und in welche die Mac- gléeder des Unterhauses von der einen Seite, der Lord-Kanzler und die Pairs von der andern cintraten. Die vom König zur Prorogation bevollmächtigten Commissaire waren der Lord-Kanzx ler, der Graf von Mulgrave und Lord Auckland. Nach Vertex fung der Vollmacht prorogirte der Erstere das Parlament Na-

mens des Königs bis zum 25. Nov. d.“Z., machte aber dabei keine Bemerkung über einen etwa auszuwählenden anderen Ort