1834 / 307 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ixi diescm Zidcige dcs Handels bezeichnen, und das; ihre Wirkung ' in den Pxovinzcn nur von sehr geringer Bedentung seyn wird. Die Häuscr, welche in London ihre Zahlungen eingestellt haben, smd die der Herren Thomas Carter, dir .Herren Halliiei) und Carter Und dcr Herren Brown, Danson und Compagnis. Die Schulden des „“Herrn Thomas Carter sollcn sick) anf un:- gefähr 60,000 Pfund belaufen; wir haben jedoch ge- hört, daß der V«'t'lUsi der Gläubiger nach vorgenommener ', Reunung nicht sebr groß semi wird. .Die Herren Brown, * Da'nson u. Comp., Amerikanische Kaufleute, haben keine bedeu; ; tende Vrrbindlichkeiten und namentlich in Yorkißirc n-m.“ icli)“ ? -- n*cnig*'. Dk-s Haus H;:lliley und Carter stel): nicth mer * ' dem Hause dir Herren Hallilci) und Bracke zn kaxébixrv m Compagnie, leider hat sici) jedoch das le tere, dnxs *»“it _!9 ian-IC'" Jahren in dsr Grafschaft York in ho cm Axißhstx ".ind, da durcb, daß es auf das Haus Halliieix und 2.4rtii' Weciyiei zr: trasfiren pfiegte und deren zum Belauf von 10 «21,000 Pfund M: [1110an hatte, gexiöihiic gesehen, in Folge der Jni-zidcnz di:“; Londoner Hauscs seine Zahlungen cinsiweilen cinznsiclicn. C5 ist uns abek aus gmer Quelle VEkfichth worden, da[; das Vll“- mögen diescr aäxebaren Firma mehr als hinreichend ixi, m KUW ihren Verpfäickitungxn zu genügen, daß sc, mit Auéna_i)me Obi: ger Wechsci, nur |]hr gci'inge Schulden hat, und daß sie daher, wenn ihr Zeit vergönnt wird, ihre Zahlungen wieder aiiftxchmcp zu kdnnxn hofft, Nack) Aliem, was wir hören, zweifeln wir nicht im mindesten daran, daß sie alle Forderungen wird befl'ik- digen können. Ihre Fabriken sind fortwährend im Gange, ucnd sie werden es auch hoffentlich bleiben, da das Stiüsiehcn diriel- ben in Dewsbury großes Elend herbeiführen würde. Dieje m_i. glüikiiclwn Ereignisse haben weit mehr Aufschrn gemacht, als ne wirklick) zu bedeuten haben. Wir find überzeiigt, daß kein Gxuiw zu Bcsorgiiissin vorhanden ist. P?it dem „Handel in Yorkshcw steht es kein-ssweges' schlecht; es ist in dcr letzrcn Zeit zu wenig spskulirc n'orden, als daß "etwas zu befürchten wäre; die hohen Wollpreise hafwn dic Fabrikanten vorsichtig gemacht und dien SpeculationSgcist, das rohe Material selbxi ausgeixommenUm Zaum aciwltcn; und selbst von leßtercm haben die Händicr nicht via! mehr amgckauft, als der Markt erforderte und das Verhälr- ' nix? zwischen Vorrail) und Nachfrage rechtfertigte.“

Dic Komméssarien der Admiralität haben kürzlich neue Vcr- ordnöngcn in Bezug auf die Bemannung der Königl. Marine . Erlassin, ivodm'ck) die Mannschaft beträchtlich rcduzix't wird, und „', zwai: im Allgemeinen in "dem Verhältniß von 1 auf 15; nur an Winißcn Fällen sind AusnaHmen davon gestattet wordin; auch ist

dsn Capitainen erlaubt worden, wenn sie es wollen, immer (Ute zwci Sckxiffsjungen einen Matrosen xu nehmen. -

“Zim Sonnabend wurde in einer Kircwpiels-Vrt'iammlung zii D)?axi)lcb;*ne darauf bestandin, daß-maii sichxder Zahlung dk!" ."“irchcn-Steuern, als einer drückenden, wrllkeirlichcn und _unvcy- antwortlichcn Abgabe nicht länger untcrwericn w_o[1c; *ebenx io wur'de anempfohlen, fich der "Entrichtung der Gramxhafcs- Abga- ben, wegen ihrer ungleichen Vertheilung, zu WidekPan.

.Die Arbeiter, welche mit dem AuSgraben ded'Jundam-en'is fiir die Eisenbahn zwischen London und Greenivici) bejchßftigi sind, haben bei dcr London-Brücke“ eine große Anzahl RöUU'Chi'k Münzen gefunden.

M

i Niederlande. ;

Aus dem Haag, 30. Okt. Gestern empfingen Se. Ma]. von eine? Dcputarion beider Kammern die Adresse als Antwoi't auf die Thronrede, worin c'S'zunäckisk eißt: „Sire! Ehrerbiettg ; trcxen bei Erneuerung ihrer Wirksam eit die Vertreter der_ge- rrsuen Niederländer vor Ew. Maj, um Allcxhöchstderselbewihre ? uldigungcn auf's neue darzubringen. _Nicht ohne gemischte ' mefindungen haben wir “Eivr. Maj. Mitthkilungen hinsichtlich unserer auswärtigen Angelegenheiten empfangen. Wil" freutcii uns Über den beruhigenden Zustand unserer Bezichungen zu aus- wärtiaen Mächten und über die BeWeise aufrichtiger Freupdschaft, welché Ew. Maj. von denselben erhalten haben_. Von_ vielen die- ser Mächte hätten wir zugleich erwarten dürfen, day, in Folge , diési'r ireundschastlichen Gesinnung, unsere inieresscn und Ansprüche einem endlichen Arrangement näher gebracht würden, aber die unvorhergesehenen, im „Laufe. der Un; terhandlungen fortwährend eingetretenen Hindernisse ' haben unsere Erwartungen getäuscht, _ Bei der Gerechtigkeit un- .; serer Sache sehen wir inzwiicixn, “auf den Schutz. des * Höchsten und die Leitung Ew. Mmestiit bayixnd, dcr voii uiis so fcurtg gewünschten Beseitigung dieser „Hinderniss niit Vertrauen entgegen, während die General-Stdaten deii ehrerbie- ' tigen Wunsch hegen, von Ew. Majestät eimge politiiche Erdff- ? nungen zu erhalten.“ » .?ierauf dankendte Kammern fi'n' dre , Ermäßigung in den Ausga en in dem Kriegs-Depaitemeni, na- ; Mexiriich durch Entlassung der Schutters, drücken ihre Genug: *: rhuung über den-rx elmäßigen Gang der_mim'en Verwaltung ; ais, erkennen die G te der Vorsehung, daß die hksiigxn Sti'ii'me im vorigen Wintec keinen so aniehniichen Schaden _angerichiet * baden, als zu befürchten stand, freuen sick) übst" dle aufmun. terndcn 'A'-.tsfichten der Landes-Jndusirie, des Handels, der: F:,- , scherei und der Schifffahrt, drücken den Wanja) aus, „dax; die Lasten des AckerbaUers, der unter den niedrigen Preisen der Feldprodukte so sehr leide, bald vermindert werden mögen, äu- ßern über den blühenden Zustand der übtrjeeiichen Koionieen und darüber, daß die Staats-Einkünfte den frühexen Veran- schlagungen davon im Ganzen entsprochen_ haben, ll)" Freude und die Hoffnung, daß dies'au_ch bei der Ubgaben-Ermäßtgung in folgenden Jahren der Fall ieyn werde, versprechen denyon dev Regierung vorgelegten'uxid noch vorzulegepdep Geseß-Ent- würfcn die größte Aufmerkiamkeit und Thätigkeit Jzuwinden Und schließen dann mit folgenden Worten: „Mit uhe ihren Weg foi'cscizend werden die Generalstaaten, als Volksvertreter, die durch ihre echte Liebe fiir Fürst und Baierland mid durch ihr ftandhaftes Feühalten an den grundgdseßlichen Juskuytwnm bekannt sind, nach allen ihren Kräften wrrken, um, in Emkiang mit den Bedürfnissen und der Eigenthümlichkeit kder-Natron, .;„x... deren Interessen zu ordnen, deren geiellschasrlicbe Einrichtungen ck77? zu vervollkommnen und deren wahre Freiheit zu bsfesttgen.“ Heute versammelt sich die weite Kammer, um den Bericht ihrer mit Ueb'erreiehung der dresse beauftragt gewesenen De- (***-"*: duration und die Antwort Sr. Königl. Majestät zu vernehmen. "?“. Die Sectionen find bereits mit der Prüfung der ihnen vorgez [:then “Finanz-Geseße beschäftigt. '

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* und bei Rhein :c.

SLIK

Schweden und Norwegen.

StoÉholm, 28. Okt. Die amtliche Zeitung enthält bereits einen Bericht übkr die von der Regierung veranlaßtcn Anstalrcn zum Wisdyranfbau dcr abgebrannten Stadt We- ncrsborg.

Der Fürst *))?entscksckoff hat vorgestern seine Rückreise an- getreten. ----- Einige Leute von der Besaßung des Russischen Dampfbootes haben sick) in Händel verwickelt, um derentwillen sb: gefänth'ci) singezogcn Werden mußten.

Das Kommcrz-Kollegium Hat unterm "Listen d. TN. die Städte Bt'cmen und Emden als von der Cholkra angesteckt und nile :ivx-iqcn Häfen OstsUeUands, [0 wie die des Großherzog- tdums OldeUl'q, ais“ vsidächttg erklärt, weshalb die von den Wessi“- nnd C1115.-*-))2i'mditm*,mi MK) Schweden kommendon SciNffe mic ciner thi'antaitic zu (*clc-gexi find.

(Z:? e- l c n.

Warschau, .it. Okt. Dil." Fürst Statthalter besuchte am *))?onmge dx'e bikiigc' Bani; der Präsident, dcr VicexPräßdent imd dic Dirckidrcxi iäi)rtcu dcn Fi'icsten in alien Bürcaui um- hcr, iind zeigten 10:11 di? xmxaze Einrichtung dieses Instituts., Se. Dsr'cinaucht besuchte aint) die Druckerei der Bank„ und be- sichtigte alle Dctails.

Ds!" Getwral Rdzniezki N von Moskau hier angekommen.

Dkk Briefwchscl zwcsclxcn Napolcon und „Josephine ist hier ik1 kimi" Polnisch?" Ueberi'ctzng erschienen,

„In dsr Stadt Isbxza cm Krasnosiawcr Bezirk brach in der Nacht vom l;)tet: aiif dcn [.it-en an zwci verschiedenen Punkten Feuer aus; nnr dcr schnellen Hülfe, die durch die eifi'izzen Be- mühungcn dcs Bkamtin Herrn Kowarsci) hsrlixigeschaffc wurde, iii cs zu vcrdankcn, das; michi die 93an Stadt in einen Aschen- i)aufcn vcrwandclc wurde, was dci dim raschen Umfichgreisen des Feuers und N'!“ Banarc ÖU' Stad: sebr zu befürchten stand; 10 Häuser wux'den indcß cin Raub der Flammen.

Deistscizlaud.

Dresden, !. Nov. (Lcipz. Zig) Der Sihluß unserer StänddVerkainmliim:, weiche 21 Monate gedauert und alle ge- heime i-nd einzelnd S:!zungen an dmscibcn Tagen mix einge- recixnet, wohl Übkik 700 Sißunzxcn Ikh-Kbt haben mag, ist in den 3 letzten Tagen dis ». M. der Gegensiand gewesen, Um welchen sich aixe Unterhdlcvmzxcn dos qedtldeten Publikums chegten. Ungemeiu exxgi'cifend sind, dem Vertichmcn nach, die Schluß- Sißungen in bcidcn Kammern «1:11 20stsn in schon späten Abend- smnden UND die “Libscvieds-Reden der Präsidenten v. Gers- dorf und v. L-swser gewi'scn, sowie die Yk Erwiederung avs- gespi'ociyencn Danksaguxigen, die m den? cilagen zur Leipziger Zeitung zu iessn seyn und wohl den sprechendsten Be- weis von dcm ha:*n101xischctt Einverständnis]? aller Abge- ordneten und Mitxilicdei' bis zur leßten Stunde ablegen wcrden. Cin Zeugniß von dci" ungck)eucickclten Zufriedenheit bci; der Kammern geqen ihre Präsidenten gicbt wohl der Umsiand, daß beiden von ihren Mitsiänden ein schön gearbeiteter, durch die darauf ausgesprochene Zueignung ausgezeichneter Pocal feier- lich Überreicht worden iyi. Viele hatten für eine Denkmünze ge-

. stimmt. Allein es wurde mit Recht bemerkt, daß dergleichen An-

erkennung besser vom Staate selbst auSgehe; wie dies die schöne ConstitutionchMünze mit den Köpfen des Königs und des Prin- cn Mitregcmen auf der Vorderseite und mit der Rolle. der Ver- ?“assungs-Urkunde von 1831, auf der andern Seite gezeigt hat.

Gotha, 1. Nov. 3er Königliche Hoheit die Prinzessin Friedrich von Preußen, Höchstwechc seie dem 20. U. “M., von Bsrnburg kommend, sich zu einem Besuche bei Ihrer Tante, unserer vcrwittwcccn 'Frau Herzogin Hoheit, in Gotha befand, ist heute Vormittag von hier nach Düsseldorf abgereist.

Kaisscl, 31. Okt. Se Hoheit dec Kurprinz und Mitre-

'qeiithabcx1 den Vorstand des Ministeriums des Innern, Ge- " hcimeratk) Hassenpfiag, nunmehr zum Minister des Innern cr-

nanni München, 20. Okt. Se. Durchl. dcr Hekxog von Lilith- tenberg ist heute pack) Tegernsee, und der Königl. Portugiesinhe Kabine:*s;Courict', Cbevaiier Bayard, nach Wien abgereist. Karlsruhe, „51. Okt. Dcr Erbprinz und die Erb-Prin- zessin von Hohenzollsrn-Sigmaringen haben gestern ,egeu Mii- tag Karlsruhe verlassen, und, von der virwittWeten rau Groß-

- herzogin bis nach der Favorite begleitet, die Reise nach Sigma-

ringen angctreten.

Darmstadt, „40. Okt. Das Groß erzogl. Hessische Re-

; gierungs-Blatr enthält folgende Veri ndigung:

„Ludwig U., von Gottes (Tinadcn Großherzog von Hessen Durch Unser Edikt vom Ustcn d. M. haben Wir die Stände:Vcrsammlung des sechsten Landtags“ aufgeldsi und Wir änden nns bewogen, Unserem treuen Volke die Gründe zu verkünden, wclche Uns veranlaßt haben, eine Maßregel zu ergret:

'; fen, zu der Wir nur ans einxr nnabwendbaren Notbwcndigkeit und

mit dem lebhaftcüen Bedauern schreiten konnten. Es ist bekannt,

; welclie Rictitnng die zweite Kammer des fünften Landtags in ihrer ' Mehrheit genommen haxte, und Unsere Verkündigung vom 2. Nov.

v. F. enthält die Thatsachen, welche Uns damals die Uebcrzeugung eben mußten, daß cin ferneres Verhandeln mit jener Kammer zii ?einer Vereinigung führen konnte. Wir sprachen wohlmeinend die Erwartungen aus, welche Wir von _den bcvorsiebenden Wahlen beg: ten. Aber kaum hatte das“ Wahlgeiclwft begonnen, so wurden ver- brecherische Druckschriften im Vcrbor enen unter den Wählern vcr- vrcitct, darauf berichtict, durcl) Ent cllung wahrer und Porspiege- lunß falscher Thatsachen den verderblichücn Einfluß quf die Wahlen zu uben. Wenn sonacl) aus diesen Wahlrn, mit geringen Ausnah- men, die Majorität der früheren Kammcr wieder hervorging, so abcn Wir Uns doch gern der Hoffnung bin, es werde die gemachte Erfahrung den Weg der Klugheit und Mäßigung kennen gclehyt haben, welchen Stände-Versmnmlungcn einhalten müssen, wenn sie nicht sclvsi die Verwirklichung der von der Verfaffun dargebotenen Wohlthatcn hemmen wollen. Unsere Erwartung isi get uscht worden! Bei der am 2 Mai d. F. gcschehenen Eröffnung des nun auf cibsien sech§ten Landtags ließen Wir den Ständen verkünden, da ihnen hauptsächlich nur Gegeniiändc der Finanz-Verwaltung vo? elegtwer- den sol1ten und daß Wir daher erwarteten, es werde ihnen m glich seyn- ihreArveitcn binnen dreiMonaten zu bcendigen. In der Thyt hatte der Voranschlag der Staats-Einnadmen und Ausgaben füx dre Jahre 1833 -- 1835 der vorhergegangenen “Iten Kammer nächü_ etlf Monate lang vorgelegen und Wenn schon deren Ausschuß in diesem langen Zcitraunxe darüber nici)t_berichtete, so bestand doch der Ausf der

Beigien.

Brüssel, 30. Okt. Hiesige Blätter melden aus Pa- ris, daß unsere daselbst befindlichen Handels-Kommissarien "bin- neu- weni en Tagen die vorbereitenden Unterhandlungen zu einem Handeis;- rakcate becndigt zu sehen hoffen.“-- Bei unserm Mi- nisterium des Innern wird eifrig an der Herstellung eines ge- nauen statistischen Tableaus von Belgien , namentlich in Betreü

zweiten Kammer des sechsten Landtags, seinem größeren Thei e nach, aus den nämlichen, mit der Masern bereits vollkommen vertrauten Mitgliidxrn, welche den ersien Ausschtxß der vorhergegangenen Kam- mer gebildet hatten; und dennoch ließ jener Ausstyuß die vorbe- stimmte Dauer von drei Monaten und nyc!) längere Zeit verstrei- chen, ehe er über das Staats-Budgct Bericht'ersiattete. Während sonach dcr Laydtag in dcr “Iten Kammer auf eme schwer zu verant- wortende Weise verzögert wurde, sah mgn Anträge wiederkehrext, deren Realisirung, in der eüellten Wetse,- Wir schon früher fur

von Handel, Fabriken und Landbau,'gearbeitet.

unmöglich erklärt hatten. s war jene enggeschloffene Majorität

wieder ausgelebt, wclche sick) dcm bkklngcnswertben Wahne bingegc, ,; ben, das Wohl des Landes und der Beruf der Stände bestehe darm, auf,!"kde Weise die landesherrlichen Rechte zu beschränken und die ““ Befugnisse der Kammern zu erwcitcrn. Trotz- allrn dcm wollten Wir ; die Hoffnung nicizt aufgeben, es Lvekdc Unsere Lgngmutt) durch ein bcfricdigcndes Ende des Landtags segensreiche Fx11cht_e_tragen; Wir cfiattctcn cine dopppcit größere Dauer, ,als Wir .nnxanglici) i'lxrge- ?Micbsn hattcn, und schon glaubten WU“ dem Ziele entgegenxehen

zu dürfen, welches mit Zins „auch Unsexc getrennt [inter.xÜ thanen ersehnten, -- ,als "ck m der Mitte der Lien Kam- mer cin Vorfal] crctgmte, dcr klar zu Tage legte, wie

selir Mir Uns getäuscht hatt-n, wenn wir der in der Dank- (* Adreffc dieser Kammer vvrkommcnden Belobung [[)er Vqrgängerin wohlmcinwxd cine mildere Auslegung gestatteten. Ern Mitglied NMH; zweiten Kammer erlaubte sich in öffentlicher Sitzung gegen diejeni- gen, welchc Wir an die Spitze der Gcschäfte berufen, und welche - .'»? dieselben ganz in Unserem Sinne und zu Unscxcx vollkommenüen ;... „Zufriedxnhcit bisher geführt haben , cinen so_bel-ridtgendep und her:

abwürdigcndcn Ausfali, das: dadurch das Aniehen und die Aciiqtung, - die jede Regierung anziisPN“(1)kN hat, im hdchüxn _(ijrade gcfabrdcr„„ war. 'Wenn aber der Präsident der Kammer bct dicieyGeicgcnheitzzz von den anwesenden chirrungs-Ko1m11iffarien vergeblich aufgexor..zj-*x dert wurde, jenes Mitglied zm“ Ordnung zu Verweisen, uiid wein) end. 00) die Majoriicit dicser Kammer dura) emen tn dffentqlrchcr kaung Zcfaßtcn Bcscbluß aussprach, daß keine Nügejzu yexhangcn sci) un sich somit jener s([iiVél'kn Beleidigung selbst thetihqsteg machte, 10 Tim ein System aufgestellt, das" in seincn notvwcydtgen FoxlgxnaUnxcr Regierungs:Sommiffairc, ja sogay die nicht mit der Majoritgt slim menden Abgeordnetcm, jeder Bcletdigung prethegeben und. die Kam mer sclbii zum T'nmmcl [atze ürafloskr Ausbrüche der'Leidenscbaf lichkeit und Achtungslost'gkcit heravgcwürdth haben wurde. Es Wi dic „“Discivlin der Kammer inxdic' Hände er Maxorttäi geie t; * konnten Uns'crc Regierung8'= .i'ommiffarim' und-Kdte Mtnorti t der;); Abgeordnctcn an dm „*I-icrathnngexi der zweiten Kammer nixiyt mehr :* Anthcil nehmcu; d;? Würde der StaatI-Re ierung eund tbr Vs hältniß zu den Ständen erschien auf das Tie sie crschuttert und d ; KKMM?!“ hatte sich selbst in die Lage «bracht, ihren verfnffi_i:lgsmä:j§* ßigen Beruf nicht rnehr erfüllen zu können. Die [*LdestkßlkMÉ Entschließung, 1*.=-e*lci)c Wir zu faffen hatten, konnte keinen Augen:;i [*lici'“ zweifelhaft seyn. Wir Waren abermals zur Auflösung der Stände:Versammlung genöthigt. Es erfÜUt Unser Herz mu leb-.. haftem Kammer, daß Wir den Gang der Staats-Vcrwaltyng in seine.“ Entwickelnng noch länger gestört,“ und die VerWtrk-z lichung mancdcr Wohlthat c::trüikt schen müncn, die Unseren g '“ liebten Unterthanen zngcdachi war: Wir, beklagen den _großen ver- gcbliclien Kosten » Aufwand und Wir bedauern insbesondere,. daß die aufriiitigc und met namhaftsn Opfxrn verbundene B

ürebtmg für das ailgcmeinc Wohl, Welcher nch _die ersten Kam- mer und nicbt weniger eine achtungswerthe _Minderzahl der 2ten; Kammer hingegxben hat, und wodurch gegrinrdeichnsprucsie auf;

Unseren und dcs Landes Dank crworbcn worden smd, zu keinem; . andern Resultate führcn konnten. Aber ach diesc Rücknchten muß;

im vcrsäzwindcn vor Unserer Ncgcntcnpfiicßt, darüber zu wachen,

daß das Ansehen, welches“ Unserer Regierung gebührt, wre außer so

in dcr Kammer bewahrt werds, cin Ansehen, ohne welches der Staat * ' _wmsier des Innern gegengezeichneren Königlichen Befehl in Be-

dcr Anarchie anheim fallen würde. Auf der Maiorit_ät der Lien;- Kanmicr “oer Stsndc-Bcrsammluug, wrchc dereit Aufldnmg heide. geführt hat, rni2t hiernach die Verantwortlicbkcit _für alle aus einer solchcn Maßregei folgsndc „Nawthcilc; an diejenigen aber, welchs verfaffungsmäßtg bcrnfen und, an den nun bevorstehenden neuen Wahlen Theil zii nehmen, [affen Wir Unsere landcsvätcrltche, nxohl- gemeinte, «wer auch ernstlichc Mahnuitg ergchcn, wohl zu erWagcn/ ob die Jutercffcn des Volkes“ durcli eme Kammer „cfbrdert werden können, deren Mitglieder dcr Regierung mit entsc txdenxr Feindse- ligkeit entgegentreten. Welche aber auch die Ergcbmffe tbrcr Wai;- lcn seyn mdgcn, so thun Wir hier den nnwandelbaren Entschluß kund, gleicbwie Wir die bcüchcndc Vcrfaffnng ehren, so agch _durci keinerlei Versuche, so oft sie sich auch ernxnern mögen, die .*)ieciiie schmälern zn laffsn, wcliiic vcrfaffungsnmßig U_ns msiebcn und in deren Besitz Wir Uns besindcn. Urkuxidliä) Unicrcr cegenbändigcn Unterschrift und des beigcdmckten Staats-Siegcls,

Darmstadt, dcn :.::x. Oktober 18.54.

5 Ludwig. du Thil.“

«* Der Schtväöisrhe JJTerkur schreibt aus dem Groß- herzogthum Hessen vom 27. Oktober: „Die vorgestern stattge- ' habts Auflösung der Landstände hat im Großherzogthume,_ wo fich die Kunde davon mit Blikzcsschnelle verbreitete, einen iehr un- angenehmen Eindruck Ll'l'esik. Also abermals ein nukzloser Land; ta 6(F000 Fi. gekostet hat! Allein die Schuld daran ist, wie aus dem ganzen Hergang dir Sache erhellt, keinesweges der Regie-

(_ „.

,_ q'tehendes, besonderes (Ves?!) piibiizskk worden.

x

.*ng auf die Mobilmachunq der Stadt-Miliz: Begeisterung der Stadt-Miliz für die gerechte Sache unserer Königin nicht unbenußr zu (affen, und damit diese Miliz stets _. in Bereitschaft seyn möge, die Linien-Truppen zu erseßen und

gen der Durchlauchtigsrcn ananten, des regierenden Herzogs “von Lucca und der Prinzessin von Beira, die legitime Regie- runq Allerhöchscihrer c-riiabc'nen Tochter, der Königin Donna Isabella, anzxterkeniien, d:“;- denselben auf den Königlichen Schah angewiesenen Penstc-nm nich)i mehr auSgezahlt werden sollen. Die BLÜÖMULUUJCU dss Finanz-Geieß-C'ntwurfs in Bezug auf die Anleihe von 400 Millionen sind von dim Übrigen „xn- halt dieses Geieß-Cittwuris abgesondert [Md als ein cinzein da- Die vorgestriqe Hof-Zeitunq enthält nämlich ein vom .IN-n d. datii'tes „De;

. krék dchönigin, wciciies dcn Zeitpimkt feststellt, bis zu welchem

man Anerbieiimae'n e::rgexxcwncdmen wird. Der erste Artikel bestimmt, ,da-i;, aiie in 'BcMff der Kontrahirung der von den Cortes bewilligtyn Anleihe zu mcwhende Vorichiäge bis ZUM 20.

“K

November bei dem Finanz-Ministkr einderciciu werden müssen.

“' Der zweite Ai'kikél ßei'aat, da;) dec Finanz-Minister an demsel-

ben Tage sämmtliche„Vorschläge ciner dissen: Zweck ernannten Kommisfion einhändiqen werde; diese . dtnmisjion besteht aus der:; Procer DM 201th Martinez, dem Prokuradok Don „Jose Ventm'a d'Ziquwre Soiarcy, dem Direktor des Tiigun s-Fonds, Don “2s11i*-3**:io Barum, dem Direkt:»r der Provinzidl-Éinkünfte,

' Don Dominzo de To!k'.“*?§, dcm General;Militair:Zntendanren

Don Joachim Liagiw, dim Direktor der Bank von San Fer"- nando- Don Andrkas CaZuxiii'ro, und dem Direktor des Schakzi'E, Don Julian Aquilino Pcrxx. .Die Anerbietungen sollen dann, mit Beifügung der ÖZZXMWP'T der Kotmmsiion, an den Regenc- schaftszRakh Überwicicii Werden, dcr seine Meinung dariiber äußern soll„ und die Körngliwe Autorität wird demnächst die [este Entscheidung Über die Annahme der Vokschläge tr'effen. Ein dritter Artikel verfügt, das; der Fxxmnz-Miniskcr, sobald die Kd- niqliche Genehmigung ortheilt si'iM wird, mit der Person oder

„Gesellschaft, deren Vorschläge angenommcn werden, einen Kon-

.irakc abschließi'n und daß dieser Kontrait auf amtlichem Wege

?bekannt gemacht werden soli.

;" Der FinanzGeseix-Enrwurf ist in der Gestalt, wie ihn die *Proceres angenommen habin, so unvoilsiändig und schlecht ab- gefaßt befunden worden, daß man es für nöthig erachtete, ibn "“ noch" einmal durchzusehen und theils die widersprechenden Be- stimmungen desselben zu modifiziren, theils die bemerkten Lücken .auözufüllen, ehe er wieder an die Pcokuradorcn-Kamrner zurück- gesandt wurde. ?Kommisfion ernannt, ans :; Proceres und 5 Prokuradoren be-

C's wm'd daher zu diesem Zweck eine gemischte

ehend, nämlich denöHci'r-m von Ofalia, Alava, Gonzales Val- jo, Albeida Und Casreion von Seiten der Proceres-Kammer,

"und den Herren Flores_Esti'ada, Montevirgen, Arguelles, Al-

«caia, Galiano und Carrillo de Albernoz von Seiten der Proku- radoren-Kammer. Die Zurücksendung des Entwurfs an die letz- _tere Kammer erfolgte am 20. Oktober.

.Die Hof-Zeitung enthält auch folgenden, von dem Mi-

Um die edle

sowohl Garnison; gls andere Kriengienste zu verrichten, so wie *in der Absicht, dicse Mili zu dem wichtigm Zweck der Erstik; kung emporkeimender Aufi ände unter die verschiedenen Provin-

1 zen zu vertheilen, hat Ihre Majestät "be_ iojsen, daß ein Théil derselben unter der Aufsicht der General-' «apitaine, um erxd;

gerungen und Konfiikte mit den '

_ Zu 19 , v- 'gleici) mobil gemacht werden soll. Die mobil emachte Stadt-Mi-

iz soll nach Verhältniß der Bevölkerung der emeinden in Com-

pagnieen, halben Compagnieen und Drittel-Compagnieen organi-

sirt werden; auch in Bataillonen und halben Bataillonen, je

der Anzahl der Freiwilligen und dem Erfordernis: der ört- lichen Verhältnisse.

Die einzelnen Vorschriften, so wie alle die en Sold und die C'idleistung betreffenden Bestimmungen, sonen uf das Französische Gesel; hinsichtlich der beweglichen National- *arde bafirt wcrden.“-

Dasselbe Blatt cnthältnachstehende, beim Kriegs-Mini-

von sechs Monaten, der den Steuerpfiicbtigen mindestensHZÉ-stekium eingegangene Depesche: Der General-Capitain von Alt-

“Castiiien zei t an, daß die von dem Rebellen Aionzo cl Toresano “angeführte “Zartei der Ausrührer beiMatacomba von den TkUp-

rung zur Last zu legen; dcnn indem die Kammer mit 20 gegen, JPM- WUchS die 71105“? KWK"? von MUMM bilden, geschlagen

14 beichloß, der Abgeordnete von Gagcrn sev nicht zur Ordnung . u verweisen, eignete so sich dessen Ausdruok selbst an. Die .

worden ist. Die Flüchtlinge haben ihre Waffen zurück classen; „zwei von ihnen fielen in die Hände der Königlichen éZi-Uppen

ufldsungs-Akte vcrk'ündigt zwar die unverzügliche Vornahme „7,1013 ihr Anführer isi gezwungen getbesen, sich nach BiEcaya zu-

neuer Wahlen; indessen erfordern die Vorarbeiten zu denselben; [7 immer einen Zeitaufwand von inchrer-cn Monaten, weshalb denn

&

abzusehen, daß vor Ende Zammr i'. J“. macht werden dürfte.“

Gießen, 28. Okt.

kaum der Anfang ge-

(O. P. A. Z.) Die Entrüstung über

Herr v. Gagern an der Spiße, die Auflösung des Landtags her- : beiführien, ist hier allgcmsin und spricht fich av: öffentlichen Or- ten laut aus. Die Mehrzahl der hiesigen BeWobncr erklärt un-

Periode, in welcher die Stände das Land beinahe 200,000 Gul-

den kosteten (jede Wahl allein kostet 10,000 Fl.), ohne daß ste die Interessen des Volkes in irgend einer Beziehung gefördert

hätten, nicht drängen. Die plumpen und unbegründeten Ausfälle gegen die hiesige Univerfixät, welche in der Kammer gehörtwur- den, ohne daß eine Stimme ihnen entgegen getreten wäre, und welche die Frequenz der hohen Schule und sonach die Interessen unserer Stadt bedeutend gefährden, sehr ungünstigen Eindruck gemacht. .Die schon am Tage nach der Aitfiösnng der Kammer bier zirkulirdnden Briefe, welche die

Auflösung ganz andern Ursachen, als den wahren und bekannten-Z'Zz.

zuschreiben wollen, sind, wie man sich nach Obigem denken kann;? mit Verachtung aufgenommen worden. *

Frankfurt a. M., 31. Okt. thrc Hoheit die verwiidié Wete Frau Fürstin von Thurn und Taxis ist gestern Abend hier,

[*

Frankfurt a. M., 1. Nov. Constitutioxis-Ergänzungs-Akte nunmehr ebenfalls seine 20 Mi!“ „___! glieder zur dieSjährigen geseßgebenden Versammlung gewählt. hat sich ihrer Kontrakt-Verbindlichkeit vor der bestimmten Zeit entzogen, befindet sich gegenwärtig hier, und soll, wie man sagt- bereits in Braunschweig engagirt seyn. Als. Ursache giebt nian an, daß dieser Sängerin ihr Gesuch um „eine lebenslänglich».-

u m' um ei e un mt den erren obi? . . AnsteUung, nd so it Gl ck|“ g i H D 'qung pitbitzu'en «J)aiten, die xigentliche Lage der Finanz-Angelegcnheiten anzugeben. «xte Kommmwn, welche die Prokuradoren ernannt haben, um

ler, Roßner u. s, w. abgeschlagen worden sey.

S p a n i e n.

Madrid, 23. Okt. amtlichen Artikel: „Ihre Majestät die Köni in-Regentin atfür angemessen befunden, zu befehlen, daß, in _olge der Weigerun-

xé-uiderfahxen war, ruhiz seinen Weg ziehen.

„25! .

Demoisellc Haus, Königl. Würtembcrgische Hof-Sängerin/

:“- mendements

Die Hof-Zeitung enthältfoléendew. Yen; es heißt

;rückzuziehen.“

- _- Madrid, L.;. Okt. Der Vorfall in der Proceres- ammer mit Herrn „Burgos, welcher genöthigt wurde, den Saal verlassen, ohne daß er fich vcrtheidigcn konnte, nimmt fort-

die unwürdige Weise, in welcher ein Theil unserer Landstände, während d" aUgcmeme Aufmerkxamkeit *" Ampruä). D“ Kam-

er hatte„nicht das Recht, einem von der Regierung ernannten rocer semey Siß in der gezengebenden Versammlung zu neh- en; man tjf dcr *))Teimmg- dax"; sie sich in die!»,m Fall? ein Recht

ngemaßt habe, das zu den Königlichen Prärogatéven gehört.

verholen, sie würde sick) zu einer dritten Wahl für diese Finanz-M HM" Burqos MUMM, so Mike man ihn vkrhafcen und

_ Wäre er dann ver- rtheilt oder freigewi'dihcn worden, so hätte er entweder das echt gehabt, in der Kammer zu sißcn, odcr sick) der Strafe ei-

em richterlichen Aussprache unterwerfen.

* es schimpflichen Rückzuzxs zu unterwerfen; clic es aber zu die-

n Extrem quommcn “wäre, händ: es jedenfalls eines Prozesses durft. Die Kammex vet'qaxe, daß Hr. Burgos in seinerEigenschafc

haben ohnehin hier einen „xxx,.ls Proccr, unvcrlciziick) H;? und zog es vor, fich eiiies schnellem

* itcels zu bedienen. Uibrigcns hat dies& Angelegenheit für den

* lch entfernenden Procer nicizt das Aussehen und die Gefahren

ervorgerufeu, welch: aas einim Urcheilssvruch, der sein gan es nt'echt in em thes Lavi gxiiclit haben würde, erfolgt seyn w r-

Vier Stunden !*.aci) diesem Voxfall fuhr Herr Burgos in mem Pl'äciit'égkn Waxxrn im Prado ipazieren, indem er seiner

itelkeit Wahrscheinlich mit dem tröstcndcn und natürlichen Ge-

Jansen schmeichelte, daß man sein schlimmes Abenteuer der grox“

angekommen. Der Senat hat in seinek«;* Sitzung vom 300-311 d. M. in Gemäßheit Art. 9 und 10. der

en Zahl von Feinden uschreibcn würde, die er in der Kam- 'er hat. Das Pi: iiku-“n theilte bei dieser Gele cnheic icht die Leidenschaftliciékxit der „Kaminer und ließ den Mann, em eben ein so blutiger Schimpf von Seiten der Paii's _ Man versichert, err B.!i'gos habe es sich (111x7xeléi'5611 seyn lassen, sich mit Pässen ns Ausland zu versehen; Herr Ballesteros, sagt man, habe ein leiches gethan; imm glaiibt jsdock), daß Herr Burgos sich nicht her zur Entfernurxg aus dem Lande anschicken werde, bis er auf

täglich crwartete Broschüre des Herrn Galiano würde ha-

en antworten können. Der Cx-Miniüei' wird eine Entgeg-

und dann abreisen. Es möchte schwer

ie von der ersten Kainmcr zu dem Entwurf hin ugefügten zu prüfen, läßt, sich noch nicht genau aiakterifi- zWar , die Minister hätten mehrere Deputirte auf

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ihre Seite bekommen; die Opposition aber le t i xerseiti auch die Hände nicht in den Schooß. g h

Saragossa, 18. Okt. (Allg. Ztg.) Rach Ueberwindung unbeschreibltchcr Schwierigkeiten und Gefahren bei Ucberskeigung der Pyrenäen und dem Zusammentreffen mit Banden bin ich gestern hier angekomixien. „- Oöer-Aragonicn von der Franzö- sischen Gxänze an bis gegen die Ebene zu genießt einer leidlichen Ruhs. Jaca, LMS mit Kai'liskisci) gefinnten IYönchen und Prie- stern gngefüllte Stadt, wird du1*ch ein Kastell und eine zahlreiche Garnison, die KIZ zwei LéKien-Baiai-“ionen und dem Miliz-Regi- ments von Burgos bcskehi, im ZKM??? x.,ex)aite:1. Näher nach Saragoss-i zu wird die Gegind eiivas U**?i“ichercr; ais wir :.xor-xeséern Abend das T or der kleinen Siadt “YC?“MÜ et'rxichcex1,waren di:. dox't gussestellten &,oidatén, tx2zicheuns, d.; ***.»irz1.iP-,*“e**dcw.:i'en, färx'in- iitxgetrien hixlten, schon im Biga'xff auf uns quer zu geden, ais wu.“ fie noch zur rechts!? Zott von Unseren friedlichen Gkfiniilitis gen ,uutcrricbtcten. Wii" erfuhren in dem Orte, daz"; Carnicer am Tage zuvor mehrck“: benwlizbarte Oi'ticézax'cc-n ÜL-ci'faiien und

die Witfernmig einer Stunde vr“- der Stadt eine Eskoxke mic. In NiederxAi'agonixn wird eine BMI: von i(i00 Mann durcli dxn Oberst Reboix'o vexfolgt, Und auch von Valencia am; sind Truppxn gegen 02 gesclxickc. ..?-idr i:: Saragojsa iief gcßei'n die. Naciyi'eiixt ein, daß es; dem ZiiiiméacarieJuy ;,Jelungcn ist, mit 0000 Mann in der (*)igdiid won Soria in' CasiiTicn sinzudiin- gon; dies erregte hier Zx-„é-ße Bisürzung, da man vorauéseßek, daß er Hcdeutetiden Jiiihang fmden würde, :.2xd er, zumai Dom CN"- los sich b?! ihm bcßnden so!!, gegen »))?adrid *.*-vkzudringet'. beab- s_chtege. (Gestern Abend jcdoch verschii'tc Jer General-Kapitain Cszleta, die Nachrichi erhalten zu haben, daß Zumalacarreguy b-kkelks, wieder uber den Ebro zurückgegangen“ sey, nachdem er sich mit Lebensmitiein versehen. In einer hier angeschlagenen amilichen Bekanntmachung heißt es", Zumalacarreguv sey am 12. drei Leguas oberhalb Logroüo mit „sechs Bataillonen und der Ka- vallerie über den Ebro gegangen, und habe vier andere Batail- lone auf dem linken Ufer zurückgelassen, um seinen Rükzug „u dekxn; die Generale Cordova, Oraa und Lopez seyen ihm ike- gleich nachgcrückt, und würden ihn zwingen, die Flucht zu er- Zretfen. Uebrigens ist die Ansicht derjenigen falsch, welche in

umalacaxreguy nur einen fanatischen und grausamen Banden- Chef, erblicken. Spanische Offiziere von Rang und Ansehn, die nur :hm gedient, haben mich versichert, daß er immer für einen der tüchtigstcn Offiziere. der Armee gegolten, und der größten Achtung ginossen habe; er wav ikees der constitutionnellen Sach? aufrichtig zuziethan, und folgendes ist das wahre Ver. hältmß, welches ihn bewog, die Rolle zu übernehmen, die er gegenwärtig spielt. Als im vorigen Jahre unter den Galeeren- Sklaven in Ferrol, wo Zuwalacarreguy als Obrist stand, eine Revolte ausbrach, kam eine Meldung nach Madrid, daß Zu- malacarreguy bei dieser Angelegenheit seine Pfiicht nicht gehörig erfüllt habe. Ohne ihn sich vertheidigen zu lassen, schickte ihm der General O.Uesada, welcher damals General-Znspektor der Ar- mee wgr, seiye Entlassung zu. Zumalacarreguy, im höchsten Zorn „uber diese Ungerechtigkeit und Beschimpfung, eilte nach Madrid, und stellte dem Kriegs-Minisker das ihm widerfahrene Unrecht vor. Dieser verwies ihn an O.Uesada, der die Sache zu vexantmorten hab?. Als nun Zumalacarreguy leßteren bat, ihn nicht ohne Urtheil und Recht u verdammen, erklärte Que- sada, er würde ihn unter keiner » “edingung wieder im Kriegs- dienste anstellen; „Nun gut, rief Zumalacarreguy in Wutk) aus, so werde '.ch mich selbst anstellen und euch den Krieg erklären.“ Darauf ging er nach Navarra. Die chierun hat vor Kur- zem seinen Bruder zum Beifißer des Gerichtsho s von Victoria ernannt, und man vermuthet, daß fie auf diese Weise mit ihm zu unterhandelu suchen werde. Allein Zumalacarreguy ist nicht der Many, der voti dem einmal gefaßten Entschlusse so leicht ?urück-triti. -- Die ganze gegen ihn operirende Macht be- äuft sich, den Versicherungen unterrichteter Offiziere zufolge, auf höchstens 8000 Mann. Auf Mina setzt man kein großes Ver- trauen, da viele seiner frühe-ren Anhänger jetzt dem Zumalacar- requyjolgen. Nur der eintretende Winter wird vielleicht beide Pgrteten zwmgen, fich ruhig zu vsrhalten, da seit dem 14. die Gipfel der Pyrenäen mit hohem Schnee bedeckt, und dadurch die Pässe ganz uangänglici) gemacht worden find. - In Barcelona ist des Cholera ausgebrochen; Alles flüchtet von dort nach Frank.- reich, oder über hier nach Madrid; die Plätze auf den dorthin aehenden Diligencen sind *auf vierzehn Tage im Voraus belegt. Auch hier raff." die Krankheit noci) tägiich beträchtliche Opfer hin.

Syrien.

Die Allg. Zeitg. meldet in einem Schreiben aus Triest vom 20. Okt. „Schon vor- 8 Tagen war aus Alexandrien ein Schiff hier eingelaufen, durch trelches dem Vernehmen nach Hirerussuff, dcr hiesige Agent dcs Aegyptisctzen Vice-Königs, w:chtige Depeschen empfangen haben sollte, die nichts Geringeres als dessen Unabhängigkciis-Erklärung ben'äfen. Da indessen viele Handels ; Briefe, die mit dieser Gelegenheit gekommen waren, nichts oder nur mit Zweifeln davon erwähnten,- so schenkte man dieser Angabe nur wenig Glauben, da man zu gleicher Zeit aus Konstantinopel erfuhr, daß der Sultan einen Kom- miffair nach Alexandrien geschickt habe, Um die wegen der Syri- schen Angelegenheiten entstandener: Differenzen auszugleichen. Aiicin bald wurde bekannt, daß Hr. Jussuff in Folge der empfan- genen Mittheilungen eilig nach Wien gereist sev, was dann dem Gerüchte wieder mehr Gewiidk gab, obgleich man nichts Besiimmtet'cs oder Genausres erfahren konnte. Heute ist nun wieder nach 21 tägiger Fahrt ein Schisf aus Alexandrien hier eexxgelaufen, Wdichcs Bri€fe an verschiedkne Handelshäuser über- bringt, die Beinahe einstimmig melde", daß “'Mehemcd Ali's Un- abhängigkeits-Crklärung dcfinitiv bcschloffen und daher täglich zu erwarten sey. Wie dem nun auch ski)" mag, so viel ifi“. gewiß, dai; Mehemcd Ali den Gedanken, sick) unabhän ig zu machen, ernstlich erfaßt hat, und daß nur bcsondere Zuf«l1e oder fremde Vermittlung diesen Schritt noch verzögern können. Ohne Zwei; fel würde derselbe eintretenden Falls von der Pforte als eine Kriegserklärung betrachtet Werden, und de:: Ausbruch der Feind- seligkeiten, da beide Theile dazu gerüstet sind, zur tsximitteibaren Folge haben. Nachschcift W?!) 21. Okt. Em Schreiben aus Aleppo von glaubwürdiger Hand meldet den neuen Ausbruch von Unruhen in Syrien mit aller Bestimmtheit, und fügt bei,

, daß die Lage Ibrahims dadurch abermals krinici„* geworden sei),

indem ihm auch der Drusenfürsc Emir Beschir seinen Beistand entzogenhabe. Aus welchen Gründon diese kurze Allianz wie; der ein Ende genomtm-n hat, wird nicht angegeben, doch ist zu vermuthen, daß die Stimmung seiner Untergebenen den Emir gezwungen hat, die Aegyptische Smiw zu verlassen. Dieser Um- stand könnte Mdhemed Alc's Utmöhängigécits';Plane plötzlich durchkreuzen; 1a“ iclbsi die Frage wegen des Befißes von Syrien

wieder zweifelhaft macigen.

ausgxplxindert Harti; 227.271 qui) [Ms, am folgendsn T:“"xzze' bis auf

„In JMkéäniscben Blättern liesi man: „Ein Engli- sches Schiff, welchas kürzlich aui Tripoli in Syrien zu Palermo eingetioffen iii, brachte nach Handelsbriefen folgende Nachrich- ten met: „Die Unruhen in Syrien find noch keinesweges been-

dj_qt, Die Autorität Mehmed Ali's wird nicht länger aner- kannt, wenige feste Städte ausgepommen, welche sich noch gegen die Insurgenten halten. Die Drusen des Libcmon stehen untrv den Waffen. ZHW unvergleichliche Reiterei hat fich wie ein Sirom über alle Theile Syriens er offen, und Ibrahim Pa- scha wird vielleicht kapituliren 'm ssen. Dieser allgemeine Aufstand, der schwer zu unterdrücken seyn wird, hat mehrere Veranlassungen. Ibrahim hat durch seine Ausschwcifungrn und (Grausamkeiten die Langmuth des Volkes ersch5pfk- SCM? Schwelgoz-xe-an und unmäßigen Forderungen an Lsuten und (Held smd die eine Ursache des Aufstandes; die zweite !ngt in dem Bündnixse d-ör Pforte mit RUßland, und in dem Glau- bski; dor Syru-r, kcdfciqen Beißand von beiden Seemächten zu er eiiien.“

Mexiko.

*))keriko, 25. Aug. Der Kongreß von Tamanipas hat den Hafen von Tanwico in Santana de Tamaulipas iemqetai-Cr zu Euren des jetzigen Präfidenten, der dort im „Jahre 3320 “dis Spa.*-.ii“-F*e Expedéiion unter General Barradas vsrtriiöex hat. Von der Kaufmannschaft wird zwar “'der Name Tampicv moch gebraucht. Dagegen müsscn au: gc*.'ichxiiche Doinmsxite ZM??? dem neuen Namen auSgefertigt M),“den, '

Inland.

Berlin, 4. Nov. Ihre Majestät die Kaiserin von Ruß- land attx skikk)“ am 31|en v. M. zu einer Zusxmimenkunst mic“ Sr. ömgl. «ok). dem Großherzog von Sachsen-Weima? und dessen Gemahlin Kaiserl. Hol). nach Wittenber ÖTZSIM, von wo aus uns nunmehr über die dortige Anwesen eit diei-r Alker- höchsiin und Hdchsten Herrschaften unterm 1. Nov. nachsehende gefälltge_ Mittheilung zu ehr: „Kanonendonner MW Fesigeiäute verkündrgten den Bcwanern hiesiger Stade gestern Nachmit- tags bgld nach :? Uhr die erfreuliche Ankunft „Ihrer Majxüäx der Kaiserin von Rußland und der Großfürstin Maria .*„Z*7*..7**“c'.€.

ohetc. Vom Schloßthore an bis jenseits einer von Stick:: OU“

m_dt errichteten Ehrenpforre, auf welcher 2 Fahnen mit den Nationalfarben Rußlands und Preußens angebracht waren, harre die-Bürgerschaft mit ihren Fahnen fich aufgestellt, durch deren Reihen, umnwgt von einer freudig bewegten Volksmenge aus allen Seänden, die erlauchte Tochter und Enkelin unseres Ail- veyehrten Königs, begleitet .von_ den Prin en und Prinzessinnen Wilhelm und Karl „Königl. Hoheiten, Ihren Einzug hielten, unter Führung des „Kommandanten, General-Majors von_Brock- husen, welcher Ihre Kaisers. Majeßät am Fuße des Glacis der Festung empfangen hatte. In dem Kommandantur-Gebäude, wv das Quartier bereitet und freundlich dekorirt worden war, wurden Allerhöchstdieselben von Sr. Königl. Hoheit dem Groß- herzog und von „Ihrer Kaiseri. Hoheit der Frau Großherzogin von Sachsen-Weimar, Höchstwelche schon am 30. Oktober ange- kommen waren, erwartet, und von dem kommandirenden Gene- ral der Provinz, General der Infanterie von Jagow, in BeJlditung mehrerer anderer Generated“ Magdeburg, dem Ge ermen Staats-Minifter vo i dein Yixschof 1)1*. Trä- * skchC Ünö “d'errngiéans' * „_ „„ n voiiBonin, so wie von dem Osfizter-Corps der Garnison," von der Geistlichkeit des Orts und den Stadt-Behörden freudigsk und ehrfurchtsvoli empfangen. Aßends war die Stadt aus freiem Willen und Antriebe der Hausbewohnex erieuchtet, wodurch besonders der Marktplatz mit seinen Umgebungen ein lebhaftes Ansehen erhielt. Uebei'all herrschte die srohesie Bewegung, bis, heute Nachmittags halb 3 Uhr, Ihre Majestät die Kaiserin und die mit anwesenden übri- gen Mitglieder des Königl. Hauses die Zurückreise nach Pots- dam antraten. Das freudige Wiedersehen, wie die schmerzliche „Trennung machte auf Alle, denen das Glück zu Theil wurdc, nginzeugen dieses vertraulichen Zusammenkommms eriauchter FaMtlienglieder zu seyn , den tiefsken Eindruck. Uns, den Be- wohnern Wittenbergs, werden diese beiden Tage uxwergeßiici) bleiben, ein erfreuliches Denkmal in den Jahrbüchern d§**.“Stadt, deren treue Anhänglichkeit an das Königl. aus keine Mänzen kennt in den Weiten Räumen, Welche die er abene Königsxochtcr äußerlich trennen von dem theuren Vaterlande.“

- Der Hallesche Courier meldet aus Halle vom 2. November: „Freitag den 31. Okt. beging die Universität Halle- Wittenberg ein höchst denkwürdiges Fest. An eben diesem dem Andenken der Reformation heiligen Tage wurde das neue Uni- verfitäts-Gebäude, zu welchem am 3. Aug. 1832 der Griindsrcin gelegt worden war, feierlich von der Universität in Beiis genom- men und eingeweiht. Nachdem sich der akademische Senat, das gesammte Lehrer-Personal und die Beamten dei“ UniverfitäcVor- mittags um 9 Uhr zum lehren Male im Waage-Gebäude versam- melt hatten, begaben sich dieselben unter dem Geläute aller Eisk- ken zu Wagen nach dem neuen Universtätögebäude. Am großen Ausgange desselben, wo ein Spalier des Militairs aufgestelic war, bildete_ sich sodaim der feierliche Zuzi, welcher lang; sam durch dee schöne Eintrittö-Hakle die pxiicixrigen Treppen hinanstieg. Voran schritten die edelle in ihrer Amtstrachr mit den Zeptern der Hallischen und . ittenberger Universität, Stu- dirende mit den Insignien beider Universitäten, und, den Pro- rektor und die Dekane im Amts-Ornate an der Spijze, folgt? nach seiner Ordnung das gesammte Universitäis-Persvnal, von Studirenden als Marschäuen begleitet. Nachdem der ug unter festlicher Musk in die Aula eingetreten war und lle die be- stimmten Pläße eingenommen hatten, ordnete der err Prorek- tor eine Deputation ab , um den Spszial-BevoUm chrigten und Kommissarius Sr. Excellenz des Herrn Geheimen Staats-Mi- nistcrs :e. von Altenstein, Herrn Geheimen Regierungs- Rath Delbrück, zur Vollziehung seines hohen Auftrags einzuladen und feierlich einzuführen. Als dies geschehen war, bestieg der Herr Kommissariat; die Rednerbühne, richtete gedankenreicbe ergreifende Worte an die Versammlung und vollzog den feierlichen Akt der Uebergabe der Schlüssel an die Universität, welche der HerrProrei- tor in Empfang nahm und den Insignien der Universität bei- fügen ließ. Hierauf drückte der Prorektor, Herr Professor Ger- mar, in einer eben so würdigen als gemüthvoslen, auch an die Schichsalc und kgioßrii Erinnerungen der Unimrstät mahnenden, ere den Dan _derseiben gegen Se. Majestät den König aus, desen väterliche Huld und Gnade fich von jeher und xexxc aufs neue und glänzendsie an unserer Hochschule verheri'iici)“. hat. Nach einem von dem Herrn Un-iverfiräis-Musik-Direktor Nane eigends für diese Feieriichkeit komponirten Gesangs, wurde cin inzwiichen übe!" den Akt der Uebergabe aufgenoammes Px-oc toz_oll von dcm Herrn Universitäts ; Richter Schuize ver- lesen. Jetzt machte die Universität zum crsrcnmale m i!)!"cm

neuen Eigenthum einen feierlichen Gebrauch von, ihrcn Reck)-