daß es im mindesten beschädigt wurde, wieder flott (( machcn. -« Die Engl. Flotte soli unverweilt nach Malta zur cksegeln.- d. ist auch die unter dem Befehl des Admirals Has- von Samos zurückkommend, Der Kaiserlich Oesterreichische Gubernial-Rath und General-Konsul in Aegyp- hier angekommen.
Am 18ten san Bey stehende Türkische Escadre, in den Hafen dieser Hauptstadt eingelaufen. -
cen, Herr Laurin, ist von Palermo zur See »- Der Gesundheits-Zußand bessert sich.
Inland.
Berlin, 27. Nov. Ueber die Resultate der Regulirung _utsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse und Gemeinheits- ebungen in der Provinz Posen im Laufe des vorigen Zah-
der Auf (“es gehen uns folgende Mittheilungen zu:
Es find im Gange gewesen und resp. angemeldet worden:
1) Regulirungen von ganzen Gemeinden zum Eigenthum ih- 2188
rer öfe ....................... 2) Ablö ungen der Dienste und sonstigen Leistungen, auch Grundgerechtigkeiten von solchen Gemeinden, denen das Eigenthum ihrer Höfe oder erbpachtliche und erbzinsliche Rechte vertragSmäßig bereits zu- gestanden haben ................... ,. 3) Gemeinheits-Theilungen ..............
überhaupt . .
vorbereitet und als eendigt zu betrachten: 1) Regulirungen zum Eigenthum bei ganzen Gemeinden 2) Ablösun en ...................... 3) Gemein eits-Thcilungen ...............
überhaupt . .
Im Laufe des Jahres rung völlig vorbereitet: 1) Regulirungen ..................... 2) _Ablösun en ...................... 3) Gemein eits-Theilungen . _, ............. 281
überhaupt . . 664
Was die Zahl und die Lage der im Jahre 183.3 im Gange gewesenen Prozesse betrifft, so wurden beseitigt:
1) durch rechtskräftige Entscheidung ....... 129
2) durch Entsagung der Klage ......... 44
3) durch Vergleich ................ 126
2911 _
. 57.3 . 185
60
33 -- 85!)
„Die Folgen dieser Regulirungen“, so schreibt man aus
Posen, „treten in unserer Provinz im Allgemeinen augenfällig hervdr, besonders da, wo die ersken Jahre der neuen Verhält- "nisse Überwunden smd, .und eine gewerbthätige Population gefun- den wird; und Wenn sich an manchen Orten die Resultate min- der fruchtbar zeigen, so ist doch dir Keim zu raschen Fortschrit- ten gelegt, und es läßt fick) mit Sicherheit erwarten, daß die Kultur des Bodens der übrigen Industrie in dieser Provinz voraneilen, und daß die Nationai-Erziehung und öffentliche Ord- nung den Landmann bald in dem Sinne für Gcmeingeisk und Vaterlandslicbe wesentlich vorgeschritten finden wird. Eine höchst erfreuliche Erscheinung ist es, daß auch die Gutsbesitzer eine rasche und gütliche Auögleichung dem prozessualiscben Verfahren vorziehen und sich gern bereit zeigen, zu gemeinnüßigen Zwecken, z. B. zu Landdoeationen der Schulen :c. mitzuwirken. Die Regierung hat im Oktober 1832 cinen Fonds von 10,000 Rthlr. zur Niederschlagung, und einen Kredit von 120.000 Rthlr. zur Stundung der Kosten bewilligt, und dadurch die Mittel ge- währt, Vergleiche zu befördern und billigen Wünschen der In,- teressenten mit Liberalität entgegen zu kommen. Numerisck) las- sen sich die wohlthätigen Folgen dieser Maßregel nicht darstellen. Sie haben sich aber vorzüglich darin geäußert, daß das Ver- trauen dcr Parteien zu dem Verfahren der Staats-Behörde ge- stiegen ist, wie das verhältnißmäßige Abnehmen aller bedeuten- den Pro eise ergiebt.“ ie dkonomisch- tcch1wlogische naturforschende Gesellschaft 211 Görlitz hielt am 13ten d. M. ihre erße Versammlung. Es amen dabei mehrere sehr interessante Abhandlungen und Bemer- kungen zum Vortrage, von denen einige zum Druck befördert und veröffentlicht werden sollen.
Sch1vesend sind geblieben: in erster Instanz . . in zweiter - in dritter ; in der Rekurs-Jnstanz . . . . .
_-
«-.----_„-t_»» -- «-
Königliches Schauspiel.
Corona von Saliizzo, Schauspiel in :) Aufzügen, nach einer alten Noche von Raupach. Jndcm wir dtcses neucßen Pro: dukt; de; untcr uns wohnenden Dichters nicht mir wegen seines poc- tischen Werthcs, sondern mich wegen des Beifaus, den es ge: funden, gedenken, wouen wer nur zuvdrdcrsi uns über das Wort „neuesie“ erklären. was keineswcgcs so zu verstehen ist, als hätte der Dichter eZ ebcn jetzt ern vollxndct; nein, schon seit länger als einem halben Jahre hat er xs dicser Bx'ihne übergeben, und iiur gewisser inderniffc halber ist die Darnellutig mit seiner Zustim- mung ver (hoben worden. Zwei oder gar drei neuere Schauspiele bat er seitdem versertigt, die aua), wre verlautet, bald zux' Auf- führung kommen werdcn, Dez Raupach, erst 50 Jahr alt 117/ „so darf man von siiner Produktivität/„bei dcm fortgesetzten Fleiß, den er seit den zehn Kahrcn seines. breit 01 Aufenthalts angewendet hat, in den nächücn 2.3 Fahren emen *.- ctcixtbum _vyn Schauspielen erwarten, die zusammen einen sehr beträchtlichen Bübnenschnh aus- machen und an Zahl vielleicht dm dramatischen Produktcn von Lope de Vega gleichkommen möchten. Lope de Vega wurde 752711111“ alt, und eben darum bat Nef. dem Herrn Rauvaw n11r_ noch 25
ahre zugemessen, was indessen dcn Wunsck) nicht ausschlicßt, daß ,ein Leben in dem Fntereffe der De111schen Bühne noch 11190 das von Lovx erreichte Alter hinansxcicizen möge, Schon das vorliegende Schauspiel giebt uns einen triftigen Grund dies zu hoffen, denn der Dichter vat sick) darin gewissermaßen verjüngt, wenn. man an- ders befugt isi, den Rücktr1tt aus, dem Reiche der Geschichte der Hohensiaufen, Cromwells n. s. w. m die Welt der Phantasie cine Verjüngung zu neimen. Zwar hat er, wie der Titel „besagt, seine „Corona“ nach„e1ner alten Noche gedichtet, aber die Noche an (?ck war es gewrk nicht, zu der er, gleichsam seinc„Zuflucht genom: men, sondern wel se der Depoütair e_ines vhantaficreichen dramati- schen Stoffes war, der gelegentlich _scmer Phantasie begegnete, und ihn; dasjenige darbot, was ex freilich eben so leicht und gut hätte erfinden können. Ob wir die Gabe, aus erüer oda“ zweiter Hand empfangen, kann uns gapz gleichgültig seyn; wir haben nur zu m- Ken, ob der Empfänger ihrer wcrxb war? Das Theater-Publi um
at _darayf zweimal ein sehr volii'innmiges, fasi möchte man sagen einstimMges'Ja zur Antwort gegeben; indeß mögen wir uns bei
1257 2514 50511 Davon sind seit der Organisation der Gcneral-Kommisfion fiir die Provinz Posen lZur Ausführung gebracht, oder dazu völlig
1384 474 1562 3420 mithin sind noch im Gange ............. 2539 1833 sind auégefuhrt oder zur Ausfiih-
237 146
1344
0an Achtung für die Stimme des Publikums doch damit nicht be- nugen und wollen uns vielmehr nach ciniéxen Gründen des Bei- alls umsehen. Das Aufsuchen wird uns 11 cht schwer; die Gründe kommen aus entgegen. Denn crülicl) hat der Stoff selbst Ge- halt, und ein innerxr Gehalt isi das erste und gemeinhin auch das befke an einem Kunstwerk. Ein Mann, den „man wohl als Autorität anführen darf, da er selbst dramatischer Dichter ersten RanJes, zu leich auch der tiefsinnigsie Kanü- richter war, wre enn bci es in einem wahren Genie immer betsanimen ist; kurz, Göthe sagt: Man kann zwar nicht leugnen, daß das Genie, das ausgebildete Kunst-Talent durch Behandlung_ aus Alien: Asics machen und dcn widerspenstigücn Stoff bezwmgen kann.„(0c1m11 besehen, entsteht aber alsdann immer mehr ein Kunürtuck als ein Kunstwerk, wclcbcs [013100an Gcgcnüand bxruhen soll, damit uns zuletzt die Behandlung durch (Heschick, Muhe und Fleiß die Würde dxs Stoffs mtr desio glück- l1chex und békk11chcretktgegcn brim c. » Emm solchen Gehalt besitzt das *.", Rede stcbcndx Stück; Völ crhafi, die Zwietracht der Fürsten, Familienhaß und fcmdseligcr Brudersireit, wie verderblick) sie für die Mitlcbendcn smd, haben, wie die Gcschichte der Poesie aller Nationcxi bezeugt, immer der Kunü, namentlich der dramatischen, einen reichen und wohlthätigcn Stoff geliefert; Atxcus und Thicfi, Etcoklcs und Polyniccs, Romeo Montccchr und Julia Capulet, Ju- lius von Tarent imd Guido, DowManucl und Don Cäsar imd bekannter ynd berühmter in dem R00) der_dramatischen Poesie, als der Gcschtchtc und Sage. Ez“ ist wohl iiberfiüsfig- den Grund anzuführen, warum die Dichter nach solchen Stoffen haschen; Liebe und .Das; und Gcschwisicr; je enger das Band, x'e zar- ter das Verhältniß, aber auch dcsio empfindlicher der Riß die: ses Bandes, und desto gefährlicher und furchtbarcr, wenn die aus Licht M Haß vcrwandeiten (Hrmüthcr durch Macht oder Charakter- kraft auchzcichncx smd. Liebt dcn Nächsien und guten Nachbarn und desg nchen, 111 das Gebot aller Sitteylchren, aber überall in allen Landen und an allen Orten zanken stil) Nachbarn desto mehr,
; je näher sie an einander gerückt snd; Bruder und Sch)Wks1er wer-
den um das“ Mein und Dein, um eine Stecknadel und ein Schnupf- tuch in Zorn cntbranntcr, wic Achja und Hektor, und liefern die schönsien Stoffe zu Tragödien odcr T'ragikomddien; es kommt nur auf das Talent dcs Dichters an, wie er sie zu ebrauchcn versteht. - Und der Gebrauch, dcn Herr Raupach von die cm für das Drama so crgicbigcn und günstigen Stoff gemacht hat, das (ben ist der zweite Grund für den Beifall, den scinc „Corona“ erlangte; mithin-„um an unsere oben citirke Autorität 111, erinnern, konnte der Betfal] nicht fehlcn, da die Behandlung 11111 des Stoffs so bcmächtigt hat, das: fie denselben , dcm Zwickc dcs Drama's gemäß , faßlich und würdig allcn anfinerksamcn und empfänglicben Zuschauern und Hörern cntgcgcnbringt. „Hier wäre denn freilich der Beweis dicser Bchauvtung zu führen, der nur durch genaue Betrachtung der Theile und ihres“ Zusannncnhamzs mit dem Ganzen geführt wer- dcn kann. Aber dazu rcicht leider der diesem Artikel in diesen Blät- tern bcsiimmtc 1111111111 nicht hin; wir wollcn uns dcmnact) nur auf Eins beschränken, nämlich daraus, daß, da icdks Drama eincr Expo- sition bedarf, die Exp_otttions Scmcit abcr ihrer Natur nach nicht die Handluna jclbsi nud, Alli- dic das Schauspiel mit bewu ter Kenntnis: dessen, was cs lciücn kann und soll, und mit redli em Sinn bcsuchen, auc!) Luü und Ruhe haben müssen, zuvdrderst zu vernchmcn, wovon gehandelt sevn soll. Damit soll übrigens kei- iicswcges das Wort gcredet werdcn, Allem, wie es dem Dichter in Wort und That vclicbt hat; abir :o(-111 Manches, unbeschadct dcr Deut: lichkcit dcr Handlung, hätte abgekürzt werden können, so werden wir doch durck) dic gciji:, gedankcn- und bildcrrciche Sprache des Dichters so voukommen befriedigt, daß wir cbcn kein Verlangen nach cincr rascheren Bewegung tragen. Uebrigens müffen wir dem Fleiß und der crusilichcn Anwcndnng dcr mimischcn Talente unbedingt, dann insbesondere dem Herrn Rott, der mit großen Mitteln seiner DariicUungskrnft ganz an scincr Stelle war, pfiichtmäßig der 1111: mischen Darstellung unsern Tribut zolicn; gleich ihm Herrn Grun, der immer hcrvvrragt, wo dic Rolle ihn zur Bcgciskcrung erhebt; auch Frl. v._,€ckagn in allen Sccncn, wo sie nicht bis" zum Tragischen gesteigert wird. Eben so darf Herr Mauer nicht mit Stillschweigen Übergangcn werdcn. _- - »-
Meteorologische Bcobachtung.
Morgens Nachmitt.' 91110th 'Nach einmaliger "1 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung,
Luftdräkck - [335,1 2P11k1335/ i') ÜNPUÜKZZÜ, () ;, «Pak. O11'l'l1w111'111k 8, 8 0 N Luftw rmc + 01 0 R. + „. sR, + (),-;oR-
Tbauvimkt 1:1 0 N_ „ ()/ 5 “R. _ 1,2 "N. Flußwärme 0, 9 " R, Diknfisättg. 8“ „VCÖ M YCÖ 7451 “PCK Bodcnwärmc 2,4 "N, FFH“, EY? YZZSLYL WEIL Xukdünft. 0,0 1 3 " Rb- WolkmkW 1 "" W- 1 _- iederschlag 0, 0 2 o"3n§„
1834. ! 211. Novbr.
]]01'111101'1101'80. 11011 27. 010001111101“ 1834.
Üm1*1.n___1_7011(18- 111111 __(10111-00111'8401101.
xMxék-Ä “1712. 1 4 100 . - 96;- 60; 99; 99.3. 99; 98,[ 98.); 371 10]; 102:
170011801-00111'8.
. Canis.)
100; 106
""
81. - 801111111- 8011. 1'1'. 1431131. 0111. 30. 1'räm.dc11.(1.80011. 1(111"111.0111. 111.1. €. Xo11m.111t.8011. (10. 11011. 81001 - 0111. [(öoixzb. (10. 1211111115. (10, [)unt. (10. 111 ']"11. 170111 r. 1'1'111111111'. (Im!"- 1. 1,011. (10.
0atyr. ['s-11111111". 1'01111]. (10. [(nr- 11. 111011111. (10. 8011101180110 (10. 11111110. (1.1(.--11. K. 3. - 8011. (1.1(.- u.J'. 11011. 701117. [)1111. 111000 (10. (7110011011304)! . . !)18001110 . .
10 ; 73 73
171
18; 131 13; 3 1
kx'sxz/sGat-x F'M'eZ/És KEM.
111; 110; 132: 152; 6 25;
101:
“.
441-4454!-
__ _ _" 1111111101110!" ............ 250 141.
(1110 ............. 250 !*"1, llnmbnrg .............. 300 5111. (1110 .............. 300 011€. [10110011 ............... ] 1181. 1'111'111 ............... 300 ["r- Wixxn in 20 )(1'. ......... 150 171. 1411148111117; ............. 150 |"]. 1110311111 .............. 100 7111. 1401071“ ................ 1 00 “[*111. 1511111111211" 11. 11]. WL, ...... 100 [**]. 1'0101'111111114 ............. 100 11111. 1170111011011 ............. 000 1**1.
"((n-:. 2 1111. [(um 2 1111. 3 1111. 2 011. 2 1111. 2 1141. 2 1111. 8 “[ugs 2 1111. 3 111170011. “1111
991': 10.1 103:
1111811111'11110 lkök80u. 111118101'1111111, 22 1800011111012
Rioäok]. Wirk]. 801111111 ZLF. T),"; (10. 991“, Qnap; 801111111 -». 1chn117.-11111. 22:17, 444“; „4111011. 9]-,“„. ZZZ 741“. 1111118. 981. 00111011". M;. ['k011815. 1'1*11111.-801101"10 10771, (10. 48 11111. «. 80:11]. 53 U:. FZ 27;. 1111107111110", 21.1R'01'01111101'. JL 281, (111011111110 115- Linul. 15T. 11 111111111114“, 25. F01'01n1101'.
1511111. “119.9. 1024'. 110111“. 111 (.*-('1'1. 974'. 1'1'1'1185. 1'1'31m.-§01101|10 *- . 1'0111. 1433. 8011111,'/„-()111i:_ch. --. 1'11111154. 79T. '
1'1'1011, 22. W(U't-nibakk.
8111111. IZ YZF ()(-rte“- 41.
53 11101. 091"... 180110 1111101110 1“.
48 0],*,. 1101110110110" 1277. 1834 550€.
eincm würdigen ,
KöniglicHe Schauspiele.
Freitag, 28. Nov. 3111 Opernbause: Zeffonda, 3 Abth., mit Tanz. Musik von L. Spohr. (Herr Eich vom Stadttheater zu Leipzig; Radori, als Gastrolle.)
Im Schauspielhause: [111 111010101, (11'111110-11111100171110 110111105111 011 1 3010. x“- 931'1'01'11. 001110010 011 1 11010, pur 8001110. n1.'11*101', (“111100171110 011 1 11010. 11111“ 8011110.
Sonnabend, 29. Nov. fesche, Schwank in 1 Akt, vom 01". C. Töpfer. Hierauf: B Bmcfleorstellung, Posse in 1 Akt und in 5 Abts). Und: Spiegel des Tausendschön, „Burlcs'ke in 1 Akt,
Jm Schauspielhausc: 1101101100 (10 1111". 171111101311110. 1) 11110 1101110 (10 111110111». ("011101110 011 1 11010 01, 011 [119.0 ]1111' 1111“. 1511011110. 001,08, [1111 1111". 11111017)". 108 [11'0111101'5 511j011; (]11 11111101. 1111". 110141101, 1011101110, [10111' 00110 1018 8011101110111. (1*.-11'111111'. )
Königstädtisches Theater,
Freitag, 28. Nov. Norma, Oper in 2 Akten. Mufik von Bellini,
Sonnabend, 20. Nov. Der böse Geist Lumpacivagabundus
3) 1,711 1111-“01'118901110111 .
verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Akten, von Frisör, Genes. Vorher:
Der Hagelschiag, Lustspiel in 1 Akt, von L. Auges;
Neueste Nachrichten. Paris, 21. Now“ Gestern arbeitete der König mit dem
nach Neuilly. , Der Gesandte des Großherzogs von I)iecklcnburg-Schwerinhax
seines Souverains überreicht, worin dieser den Tod des Hkkiogi Altherr anzeigt. Der König wird deshalb auf acht Tage Traun an egen.
erWartet.
auswärtigen Angelegenheiten Besuche von dem Englischen, ßischen, Sardinischen, Amerikanischen, Türkischen, Russschen und Oesterreichischen Gesandten.
Gestern früh sind zwei Depeschen
rium der auswärtigen Angelegenheiten eingetroffsn. Er hat eine Konferenz mit Lord Wellington gehabt,
jedoch nur_ unter gewissen Bedingungen. erfahren, Worin diese Bcdingungen bestehen, glaubt jedoch,!zaß sie Beziehung auf Spanien und Portugal haben.
Herr Hamann ist noch nicht angekommen, Alle Übrige Minister haben ihre respektiven Hotels wieder in Bisif;7 genom- men. Seit dem Wiedereintricte des Herrn Thiers hat man eine außerordentliche Thätigkeit in den Bureaiis seines Ministeriums wahrgenommen. Telegi'aphische Depkschen find nach alichmi- ten hin abgeschickc worden, wie man glaubt, um seine Rückkehr in das Kabinec zu melden.
Gleich Stellen vonKBureau-Chefs in den Ministerien neu beseßt worden.
Dem Courrier frangais zufolge, haben mehrere M11 glieder des dreitägigen Ministeriums eine Denkschrift ausgesest, die sie ihren Kollegen in den Kammern miteheilrn wollen, und worin sie die Zntrigucn darlegen, die ihren Eintritt ins Mini sterium und die verschiedenen Umtriebe, welche die Doctrinairs schon seitlän- gercr Zeit vorbereitet hätten, um Herrn Dupin zu mystißciren.
Seit 5 oder 6 Tagen bietet die Börse fortwährend dai nämliche Schauspiel dar. „Im Anfange steigen sogar;_ allein gegen den Schluß wieder zurück. In den Spanischen Effekten werden selbst 111 001111111110 immer weniger Geschäfte gemacht. _
In Algier soll das Geld so knapp seyn, daß man 18, ja mit- unter 25 pCt. dafür zahlen muß, 3 pCt. für den Monat discontirt dessen mehrere Arbeiten, die man sonst vorgenommen hätte, uw terblicbcn seyn. ck '
In einem Schreiben aus Bayonne vom 16ten d. heißl es: „Das von den Einwohnern Riojas und Riberas gegebene Beispiel ist von der Bevölkerung der umliegenden Orte nach geahmt worden, und Alles bietet dem General Mina seine Dionne an. In den Gebirgen haben fich viele kleine Banden, die den Truppen der Königin mehr Schaden zufi'igten, als alle Screw kräfte Zumalacarreguys in der Ebene, zu Gunsten Mi- na's erklärt, und nachdem fie den Karlisten die Communication abgeschnitten. ziere abgeschickt worden, um ihre Manöver zu leiten. Die Kar- lisken ziehen sich in die entlegensten Theile des Landes zurück- der Hunger wird men. pelona vorbeikamen, wurden zrrsprengt.“
Kabinets-Courier habe dem General-Capitain von Catalonia!- General Llauder, die Ernennung zum Kriegs-Ministcr iich bracht, und dieser habe sie unter der Bedingung angenommen, daß die Spanische Regierung ein System befolgen solle, welches mit den Wünjchen der Cortes und dss Volkes mehr überein- stimme. Es war zu Barcelona ein neues Freiwilligen-Bataillon gebildet worden, ivelches, als es seine Waffen erhielt, sie nicht eher nieder ulegen schwar, Fünf Bataillone waren schon früher organisirt.
-- Heute schloß 5proc. Renee 111'. 00111|1|. 105. 75, 1111001112 105. 911. Jproc. 111". 00111|11. 77. 45, 1111 1:01"; 77, (;(), Hproi. Reap. [)1'. 00111111. 95. 55, 1111 00111'. 95. 70, Zpt'OC. Span- Rente 431. Zproc. do. 27;. Cortes 381. Ausg. Span. SM“1 15',. Guebhard 45Z.
Frankfurt a. M., 24 Nov. Oesterr. 5proc. Metal!-
“ ;proc. 53T. «. 1proc. 231“;-
993“. 0977» 4proc. 912. 91 ."...
Bank-Actien1526. 1524 Parc.-Obitg. 1391.13!) Loosc1U 100 Gulden 209. G. Preuß. Präw.-Sch. 50“: 50; do. 4001 Anl. 941. Br. Holl. 5proc. Obi. von 1832 96;-. 06:31. Porn. Loose 67-7. 674. 5proc. Span. Rente 43-7... 437. 254. 254.
7 Réßaé'téiik“'Z'Y-9/.
Gedruckt bei A. W. „Hayn-
1) 1111 500011110 1'0111'050111111101] «_ » Z) 1111 (1011101091031?? 7“ Im Opernhause: Die Weiße Pi- “.
„ Der Ö 110111'0801111111011 0x11*(101*11i11;111-g 111 * 10 „(1100111010 50 001111105017, (12,
17) 11119 ;
oder: Das liederliche Kleeblatt, Zauberposse mit (Gesang in 3 Akten, .; Sonntag, 80. Nov. Das Königreich der Weiber oder: Ds;
Die Musik ist vom MusikDircktor Kugler arrangm _;
Minister des Innern und begab sich darauf mit der Königin ** dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten ein Schreiben "
Der Fürst Talleyrand wird heute oder morgen in Pari Der Admiral Rigny empfing gestern im Ministeriumdn
des Herrn von Bacourlܓ unseres ersten Gesandtschasts-Sccretairs in London, im Ministe-
nach dem Wiedereintritte der Doctrinairs sind einige _
ihr Auéschciden aus demselben begleiteten, so wie
sind die Course sei? und der Börse hin Isk)?" 1“ des
und daß keine Wcchsei untcr.
wcrden; es sollen 1" Fo[g'jindirekt in der gerinßsten Verbindung gestanden hat, beauftragte
sich zu Guerillas formirj- Es sind Oft“
sie aber bald ndthigen, wieder [)ervorzukonv Einige Haufen, die vor wenigen Tagen ßichend bei PW “
Ein Schreiben aus Barcelona vom jlten d. meldet, cin
bis es den Feind gezüchcigt häkkß „_; O)“
Zproc. do. 11-0 "
Oper in berg", LZ
......“
“"“;-ZM ?...“.q... *.*-
' „,.-„„.; -
AnmtheNackrichtmx
Kronik des Tages.
_. Se. Majestät der König haben dem Prinzen Alexander „ der Niederlande Königl. Hoheit den Schwarzen Adler-OWM Y zu verleihen geruht,
?) 1.0 181111170111", 1011110171110 110111111111 M. “_
- ,* 11 T 011001119 „4; ; (1);1118 13 [11000 (111 ("51111119") :
„ Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oranien, so wie Hzchstdessen Sohn, Se. Königs. Hoheit der Prinz Alexan- der, sind nach dem Haag, und
1“; Se. Durchlaucht der regierende Herzog von Anhalt- “.? Dessau, so wie kai'e Königl. Hoheit die Herzogin, sind “_ nach Dessau zurückgekehrr.
. Angekommen: Der Gencral-Major und Commandeur dcr1srcn Garde-ananterie-Brigade, von Röder, von Posen. "_ Abgereiß: Dex Kaisecl. O0|errcichische Kämmerer, Ge- 1 heime Rath und Botichafrer am Königl. Großbritanischen Hofe, “. Fürst Esterhazy von Galantha, nach W101.
Der diesseitige außorordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister an_dcm Königl. Hannoverschen und Kurfürstl. Hessi- .;;-_ schon Hofe, 11) wie an mehreren andern Höfen, Oberst Freiherr . von Caniß und Dallwilz, nach Hannover.
ZeUungs-Nachrichtcn A u s l a n d. Frankreich.
Paris, 22. Nov. Gestern führte der König den Vorsitz
. ' . welcher, wie es heiß:, LJeOYWLF-Rathe, und erthcilce darauf dem ONarschali G0rard dem docrrmatren Kabinetts seine Unterstützung versprochen hat, 3"
Man hat noch niir "
An der gestrigen Börse hieß es, der Fürst von Talleyrand '. habe sich bewegen lassen, die Botschafter-Scel-le in London noch fernerhin beizubehalten.
Jm Journal des Débats liest man: „Man hat heute die Antwort des Herrn „Bresson auf das Schreiben erhalten, worin ihm der Herzog von Bassano anzeigte, daß er zum Mi- nister der auswärt“ en Angelegenheiten ernannt worden sey. Hr. Bresson hatte den osten nicht angenommen.“
Die von mehreren Blättern gemeldete Ankunft des ONar- schalls Sonst war voreilig; derselbe wird erst in 5 bis 6 Tagen in Paris erwartet.
Herr Dodo de la Brunerie hat die Steno eines Unter- Staats-Sccrctairs im Kriegs-Ministerium nicht angenommen. Es heißt jeßt, man wolle jenes Unter-Staats-Secretariat in zwei Abtheilungen theilen, nämlich in die des I)iaterials und in die des Personals. Erstere werde den Herrn Martineau des Che; 11113, und letztere den General Schneider zum Direktor erhalten. *.*-"* Die Sekundanten des Herrn Thiers haben auf das (gestern 'J'mitgcthcilre) Schreiben der Sekundanten des .I“ errn Paira fol- kx'gende Antwort in die öffentlichen Blätter einrü en lassen: „Am vergangenen Montag fanden sch die Herren de la Rifaudiére und von Jumilhac bei Herrn Thiers ein, um ihm von Seiten Herrn Paira eine Herausforderung zu überbringen, welche
sick) auf mehrere Verhaftungen gründete, die Herr Paira erlit- ten hatte, und die er dem
_ persönlichen Hasse des Herrn Thiers zuschreiben zu müssen glaubte. Herr Thiers, der den Herrn : Parra niemals gekannt, und niemals mit ihm Weder direkt noch
».
„Z,; uns, uns mit den Herren de la Risaudidre und von Iumiltzac
x(.
4 zu verständigen, um zu erfahren, über welche persönliche Belei- ' digmig sich Herr Paira beklagen zu müssen glaube. Wir bega- ben uns am andern Morgen zu jenen Herren. Aber in der Un; .Z-terredung, welche wir mit ihnen hatten, erlangten wir bald die Ueberzeugung, daß es sich lediglich um eine politische Heraus- forderung handelte, deren Würdigung wir dem Publikum über- ;lassen, und dsr zu entsprcchen von Seiten des Herrn Thiers unverzeihlich seyn würde.
„ (gez.) General LaScours. Z, Chatry-Delafosse.“ «, Das Journal de Paris erklärt die Nachricht, daß Herr Paira ein Fensrer am Wagen des Herrn Thicrs durch einen Peitschenhicb zerschmettert habe, für grundlos.
“ Herr Jakob Koechlin, ehemaliger Deputirtcr des“ Oberrheins, xksk am 1611111 0. zu Mühlhausen gestorben.
. Das" Journal de Paris enthält Folgendes: „Eine De- '_ pxschc aus Bayonne vom 191en d. meldet, daß Oraa am 15ten eme Recognoscirung nach Goyzueta unternommen hat. Die Zunten haben sich nach Yanzi geflüchtet 21111 1811211 Morgens " L| O_raa rasch auf Etchalar marschirt "Mehrere der wichtigsten Perionen dcr Karliftischen Partei wären beinahe in seine Hände Zefallcn. Sie konnten ihm nur durch die schnellste Flucht ent- gcbßn, wobei fie alle ihre Papiere und Effekten zurückließen. Die größte Verwirrung herrscht unter ihnen. Alle Nachrichten aus daß sich, seit dem Votum über öffentliche Stimmung wesent- Ministecium sich täglich mehr
1.“
;;;-
, _iadrid stimmen darin überein, „? d;? Guebhardsche Anleihe, die [:ck gebessert habe, und daß das efesiige.“ Die Quotidienne macht zu dieser Mittheilung, die slch ;. in denselben Worten auch im T-Dom'teur befindet, folgende Be- :" nierkung: „Das ministerielle Blatt enthält heute eine Nachricht, - dre eben so nichtssagend ist, als alle friiheren. Man hat schon - so'ofe durch den Telegraphen melden lassen, daß die größte Ver- Mrrung unter den Karlisten herrsche, daß man fich nach gerade , "Sch einer andern Phrase umsehen sollte, wäre es auch nur, um die Einförmigkeit zu vermeiden.“
In einem Schreiben aus Bavonne vom 13ten d. heißt es; „Ein bier angekommener außerordentlicher Courier bringt F; uns sehr interessante Nachrichten. Bisher hatten nur die Städte “_ U den vier Provinzen die Rechte der Königin unterstüßt; das -- Landvoik hatte, sey es nun aus ZWang oder aus aufrichtiger Nei-
Preußisäx'e Staat
Allgemeine-
J = Z e i, c " ugs _
«»...-„...*.
„».-_.»...- -_. ***-«*- . «..-«._-.„-_k «„.-«.... “K*" .. , ...-„„......
gung, wenigstens an vielen Orten, dkl' Sache des Don Carlos geholfen. Dieser Zustand der Dinge ändert sich nun skhs.“ glück- lich durch M*ina's Ankunft, dessen Rams noch immer in Spa- nien eine Art von Zanek ausübt. Schon smd la Rioja und die Dörfer von Ribera in Masse aufgestanden, um die Sache der Chriüinos zu unterstützen. General Mixia will nun selbst diese Bewegung, die für die Karlikien sehr nachrheilig werden kann, anordnen. Zn vision andern Gkgendcn dcr insurgirten Provin- zen dauert die Descrtion unter den Karlisccn fort, und man be- merki untcr denen, die zu den Truppen der Königin übergegan- gen sind, don Capitain Lanz, denselben, der im Unabhängizkeits- Kriege gekämpft hat. Endlich haben auch diejenigen unter den Znsurgcnten, die in dim Kampfe beharren, kleine Niederlagen erlitten. Eine der wichtigstcn fand bei Lesama statt; ein wohl organisirtes Bataiiion wurde hier fax? ganz durch die Truppen der „Königin aiifgeriebin. Die Letztem bestan- den nur aus 500 Fußgängern 11110 400 Reitern; die Fußgänger waren aber von dem General Cot'dova, die Reiter von dem General Lopes bcfchligt, die ihren Leuten mit dem Beispiele der grdßt-xn Tapferkeit vorangingen. Ein audcrcr Vortheil der Trup- pen der Königin war, daß sie vier Arcillericstücke hatten, welche große Verheerung in 001 Reich des Feindes anrichteten. Die Reitkrei des“ Gcncrals' Lopos führte ein sehr geschicktes Manö- ver aus, um die Karlitien zu hindern, sich durch die benachbar- ten Schluchten zu retten, und so ct'i'ang man einen Sieg, der große Bestürzung in das Lager dcr Insurgcnten brachte. Wir erhalten zugleich merkwüi'dige nähere Angaben über die geschick- ten von dem Ober-General Dkk Truppen der Königin getroffe- nen Anstalten. General Mina hat seine Armee in drei Corps abgetheilt, wovon das erste, von Lorenzo befehligt, haUptsäch- lich beiiimmt isi, die Jnsurgenten unter dem unmittelbaren Be; schie des Zumalacarreguy zu bekämpfen. Das Corps des Lo- renzo ist sehr zahlreich. Zaureguy mit einer minder beträchtli- chen Truppenzahl hat den Befehl erhalten, die Karliskische Junta und die sie umgebenden Truppen zu verfolgen. Die Junta war den [eßten Nachrichten zufolge zu Lcrma. Iriarte endlich soll in Verbindung mit Oraa dcn Don Carlos selbst angreifen, der den letzten Nachrichten zufolge zu Zunica war. Ein anderer General wird mit detaschirten Truppen die Ufer des Ebro be- wachen, während Mina selbst mit einer Truypen-Macht, die man auf 10,000 Mann schäßt, und die zu Pampelona organi- sirt ward, iich nach denjenigen Punkten begeben will, wv seine Gegenwart von Rußen seyn kann. Das erste Resultat dieser Verfügungen wird seyn, die Communicationen zwischen den ver- schicdenen Corps der Jnsurgcnten aözuschneiden. Nach einem von den Legitimisien von Bayonne verbreiteten Gerüchte hatte bei Estella ein Gefecht zwischen den Corps dcs Lorenzo und des Zumalacarreguy stattgefunden; sie behaupten, dcr Leßtere habe einen Vortheil errungen; aber die ganze Nachricht ist falsch, und man Weiß nur mit Gewißheit, daß Lorenzo gegen Zumalacarre- guy rückt.“
In einem anderen Schreiben aus Bayonne vom 17ten heißt es dagegen: „Es ist hier die Nachricht eingegangen, daß ein ganes" Batailion dcs Zteu leichten Regiments mit Offizieren, Waffen und Gepäck zu den Karliften übergegangen ist. Die Deserrion zeigt sich in alien Reihen der Armee der Königin. Auch in Catalonien steht die Sache der Royalisten gut, woran die Gegenwart des Obersten Plandolit keinen gerin- gen Antheil hat. Ein Privat ; Schreiben aus Barcelona vom 111en sagt: Ein gestern von hier nach dem Gebirge abgegange- ner Waffen-TranSport isi den Znsurgentcn in die Hände gefal- len; wir sind leider geschlagen worden.“
Im Bon Sens liest man: „Gesern Abend verbreitete sic!) in ganz Paris das Gerücht, daß die Regierung am Mor; gen einen Courier erhalten habe, welcher die Nachricht überbringe, daß alien Britischen Land: und See-Ofßzieren von Seiten des Herzogs von Wellington der Befehl zugegangen sey, sich unver- züglich auf ihre Posten zu begeben. Man fügte hinzu, daß in Folge dieser Nachricht ein Ministcr-Conseil stattgefunden habe, in welchem beschlossen Wordcn sey, sogleich einc Reserve von 200 Bataillonen zu bilden. - Dies Alles wurde von dem General Roguct erzählt, welcher oft aufs Schloß kommt und bei dieser leegenheit in Lobeserhcbungen über die Festigkeit der Regierung ausgebrochen ist. Wir erwähnen dieser Gerüchte, ohne denselben eine besondere Wichtigkeit beizulegen.“ - Das Journal du Commerce sagt ebenfalis: „Man sprach gestern Abend viel von der schleunigen Bildung von 200 Re- serve-Bataillonen. Dcr Effekcinestand eines jeden dieser Ba- taillone solle aus 2000 Mann bestehen, ohne daß die Anzahl der Offiziere größer wäre, als bei den Linien-ananterie-Batail- ionen.“
Der Figaro, der bekanntlich seine früher so pikante Op- position met dem Dienste des Ministeriums vertauscht hatte, scheint bei diesem Wechsel seins Rechnunq nicht gefunden zu ha- ben; denn das Eigenthuerecht diescs Blanks soll am 1. De- zember öffentlich versteigert Werden, wobei 4000 F1“. als Mini- mum des Kaufgeldes feügcskizt sind.
Die zweite Vorsteliung dcs „Pinto“ von Herrn Lemercier, welche gestern an dem Theater der Porte St. Martin stattfin- den solite, wurde, weil bei der ersten Vorstellung einige politische Anspielungen von dem Publikum sehr lärmend aufgefaßt worden waren, auf Befehl des Ministers untersagt.
Großbritanien und Irland.
London, 21. Nov. Gestern hielt der König eine Geheime- Raths-Sihung im St. Zames-Palaste, welcher der Herzog von Wellington, die Grafen von Jersey und Roßlyn, die Lords Lyndhurst, Burghersh, Ellenborough- Cowley und Maryborougk), Sir C. M, Sutton, Sir H. Hardinge, Sir J. Beckec und Herr Goulbourn bciwohnten. Unter den Personen, welcheAu- dienzen beim Könige hatten, befand sich der Herzog von Graf- ton, welcher das durch den Grafen Spencer erledigte blaue Band erhalten hat.
Als dieser Tage die Herzogin von Kent und die Prinzessn
Berlin, Sonnabend den 29üen November
Victoria cine Spaziexfaßii machten, warf sci) eines ihrer Pferde mit Ungestüm zur Erde und würde den Wagen umgestürzc ha- ben, wenn nicht HUT *))?acklethwaite und ein (Geistlicher, Herr Gould, hinzugesprungenwären und das wüchende Thierzur Ruhege- bracht härten. Zixre Königlichen Hoheiten konnten nun sicher aussteixzen und bezeigten beiden Herren ihren herzlich-“n Dank. Der Ersiere ist bei diesem Vorfall so verießt worden, daß er einen Wundarzt brauchen muß. „
In der gestrigen Sikzung des Gcheimen-Raths, vdn der man eine provisorische Einennung zu den verschiedenen Mini- ster-Stellen erWartcte, wurde nur der Beschluß gefaßt, daß das" Parlament vom 2517en d. M. an weiter bis zum 15. Dezember 1). J. prorogirt werdan solle.“
Die Times theilt in ihrem heutigen Bdrsen-Bericht Foi- gendes als einen AuSzug aus dem von dem Herzogs von Wel- lington an Sir Robert Peel abgefertigten Schkeiven mit: „Ich habe von unserem Souverain den Becht erhalten, eine neue Verwaltung zu bilden, und bin diesem Auftrage aufs schnc11ste nachgekommen. Es“ war schon längst meine Ansicht, und sie ist es noch, daß der Premier-Minister des Landes ein OJTitglicd des Unterhauses,nicht desOberhauses seyn müsse. Ich gestehe aufrichtig, daß ich Niemanden für geeigneter halte, als Sie, diese Stelle zu bekisiden, und ia“) bitte Sie daher, unvcrzüglich zurückkehren und jenes Amt annehmen zu wollen. Was mich betrifft, so wünsche ich überhaupt gar keine Anstel- lung; wenn ich jedoch meinem Souverain und meinem Lande nüßlich seyn kann und es" Ihr Wunsch ist, so bin ich bereit, unter Ihrer Verwaltung jedes beliebige Amt, welches Sie mir übergeben wollen, anzunehmen.“
Noch immer ist über die Zusammenseßung des Ministeriums nichts entschieden, und es gewinnt daher das Ansehen, als ob die allgemein verbreitete Meinung die richeige sey, daß nämlich überhaupt keine definitive Regulirung der Administration vor Ankunft des Sir Robert Peel, den man jeßt inOHehn bis vier- zehn Tagen erwartet, stattfinden werde, welche einung auch dadurch bestätigt wird, daß Lord Melbourne noch immer die Geschäfte als erster Lord dcs Schahamtes verfieht.
Daß man sich noch immer viel mit Gerüchten in Betreff der neuen Minister beschäftigt, isi natürlich“. Die Meinung, als ob Sir James Graham, der Herzog von Richmond und Lord Stanley eintreten werden, scheint an Konsistenz zu gewinnen; auch wird behauptet, daß der Marquis von Chandos, M' be- kannte Verfechter des Agrikultural-Jnteresse, zum ersten Lord der Admiralität, oder wenn seine eigene Meinung Berücksichtigung finden sollte, zum Gouverneur von Jamaika bestimmt sey.
Mehrere während des Whig-Miniskeriums zu den höheren Hof-Chargen ernannte Personen, unter denen sick) die Lords Er- rol und Falkland und dei" Herzog von Devonsi)ire befinden, ha- ben, wie es heißt, gegen de11 Wunsch des Königs, ihre Stelien niedergelegt. Von den abtretenden Ministern haben dagegen ]"th auch Lord John Russel, Sir John Cam Hobhouse und Lord Brougham ihre Amtsfiegel abgegeben.
Vorgestern wurde Befehl erlassen, den Marquis von Wel- lesley von seinem Posten als Vice-König von Irland abzube- rufen. Berichten aus Dublin vom 19ten d. M. zufolge, soll derselbe, so wie der Lord-Kanzler von Irland, Lord Plunkett, und der General-Anwalt, Herr O'Loghlin, bereits seine Ent; lassung eingesandt haben. Ihre Nachfolger sind noch nicht bekannt.
Man nennt Sir John Becker, Herrn Planta und Lord Granville Somerset als künftige Lords des Schatzes.
Zu Ashford in Kent wurde am 20. d.. ein großes konserva- tives Diner gegeben und eine Danksagung an den König be- schlossen, mit der Versicherung, daß man mit Leib und Leben an Monarchie und Kirche halten Wolle. Voran unter den Unter- schriften dieser Adresse liesi man die Namen des Grafen von Winchilsea und des Lord Strangford.
Lord Durham hatte Gelegenheit, seine Ansichten über die neue Ministerial-Veränderung bei einem großen Festmahle aus- zusprechen, welches ihm am 19ce_n d. M. in Newcastle veranstal- tet wurde. Er hielt eine Auflöiung des Parlaments“ für unver- meidiich und forderte alle Reformer auf, ihre Zwistigkeiten unter einander zu vergessen, Affociationen zu bilden und ane Vorberei- tungen zu dem großen Kampfe zwischen den Freunden und Fein- den der Reform zu treffen. Zugleich wiederholte er seine in Glasgow abgegebene Erklärung, daß er fortdauernd nach dem Wahlrechts aUer Besteuerten, nach der geheimen Abstimmung und nach dreijährigen Parlamenten strebe. Es wurde von der Ver- sammlung der Beschluß angenommen, daß die Bewohner dieses nördlichen Distrikts die Berufung des Herzogs" von Wellington an die Spihe des Rathes Sr. OJTajeyiät 11111 großem Unwillen und Er- staunen vernommen, nachdem der „Herzog ichon zweimal wegen seines feindseligen Widerstandes gegen alle liberale *))?aßregeln von seiner Höhe gestürzt worden,_wcshalb fid sich verpflichteten, fich ihm auf jede gesetzliche Weide zu oppomren. Auch Ward eine Adresse an den König von äh1111chcm Inhalt nebst dem Ge- such, den Grafen Durham in's Mimsterium zu berufen, von der Versammlung genehmigt. . .
Der Lord-Kanzler 1chei11e von allen Ministern derjenige zu seyn, der, wenn ihn auch die vorgegangene Veränderung mate- riel] am gelindesten berührt (er 5801111 bekanntlich eine Pension von 5000 Pfd. St.), in Bezuq auf jeanen Charakter als Staats.- mann am schlimmsten davon _kommt. Während nur die radika- len Journale noch einigermaßen dte Hoffnung bewahren, daß es ihm möglich seyn werde, den Glanz xemes Ruhmcs als Ver- fechter der liberalen Znierei'sen zu erneuen, !iürmen dic Wort- führer der Whig-Partei sowohl als der Tories mit vcremtec Wurf) auf ihn ein, indem die Einen ihm vorwerfen, daß er sei- nen fortwährenden Machinacioncn gegen seine Kol1egcn durch den von ihm herbeigeführten Sturz des Melbourne'jcven Mini, steriums die Krone aufgesetzt have, ugd die Andern behaupten, daß seine Zntriguen auch nach 091“ „Katastrophe noch nicht ihr Ende gefuuden hätten. sondern daß er _es ndch1mmer für möglich gehalten, fich durch jetne Gewandtheit sem Amt zu bewahren,