1834 / 332 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

noch stchkvarer. Es fknd dafür nicht wené er als 92 Mill. Realer“- En Anschlcz gebra t worden, um das De eit auf 63 Mil]. Realm békabzudru en. 1 kommen a_ber ßolgende Posten als wahrscvrin- liche Vermehrun dcr Staars-Exnna me vor: 13.000,000 Rsa en an Meh-*-Etnnabme bei der ThoreAccise, 10.000,000 , Beifteuer der Geistlichkeit, 10.000,000 - - -„ Kaufmannschaft, 16,000,000 .- an Mebr-Emnahme der Isar, W 31,000,000 Realyn, und wenn nun der anderen Summen, Welche die 92 Mill bilden. eben so un17chcr snd, so „kann man dreiü behaupten, daß die oben herausgehobenxxt 51 Mintonxn bei der zerrütteten La e des Lunch und semer ulfsquellenz bet den Verheerungen dcs ?Bürgcrkkkeqes Je? dAthtéihA letra,du;1dGbeitßld_ec;-) kax1tderexr1'ein1dimmer, me?)? hervortreten, g e e 1 e e-an 'e n“:- . c écrun , nic realisrt werde?1 können. 9 s r H a g 3 Stellen wir nun oben erwähntePoßcn zusammen,. so kkgécdk sick:- 223 M11]. Realm Ueberschcktzung der Staats Eémmhmc, 10 = . als: Einnahme zn streichen, und Mdlicb 51 .- - eventuel)“ völltg 111117chkrck Cémmhjm',

M

zasammen 284 Mill. Nealen- _ und wenn wir alxo daz Deücct 1er 1835, wie obxn, auf mindeücns B0 Mill. Rcalen angeben, so bletben wir noch unter der Wahrheit.

Da das Budget von T_oreno von gar keinen Weitern amtlichen Belägen beglxtket worden, 1o lassen sci) gegenwärtige Untersnchnn- gen mcht_ wetter verfolgen: man kann aber mit Gewißheit die Fol“- gcrung ztehxn;

1) Jai) dt?_anszahlung von circa 232 Mill. Realm jährlich, mit nchrzff _drr Cortes-Schuld _und der neuerlich a::srkanntcn

Gnc_bhard1che11 Anlxtbe, Spantens regelmäßige Einkünfte nnd Kxäste bei wxetcm ubcrßeé t;

2) daß die 21111:th von 400 _111. Realm, die gegenwärtig aus'- eboten wrrd, mz:- da 11 dtencn kann, d'as Deäcit lför“ dieses ahr zu decken; [o da , dq wir uns bcretts dem Fackresschluß

nähern, gleeck) wreder zu cxner neuen Anleihe geschréttcn wer- den muß, um dem Deßcat von 1835 zu begegnen, » cin System, das so lange foxtgeseßt werden wird, als 17171) Darlci- bte'; finden, wo dann em GeneraL-Bankerott unausvleibliä) emtrctxn muß. _ Es schetnt daher mcht utÉWeckmäßig, das Publiktmt, nach der so eben cmachtcn traurtgen eben, w : sehr es vor den neuen Combinntéomn und den bevorüe- Nndcn Versychen, seine Tbxiluahme für die fest beabschtt te An- cetbe zu gewennen, sich zu buten habe, und es dagegen aufzu ordern, ::;vxxxßen, in beßer Abffcht ausgefüllten Untersuchungen rekflict) zu

Großbritanien und Irland.

London, 22. Nov. Die gestrige Hof; c itungmcldec in einem Suyplement die Ernennung und ereidigung des Lord Lyndhurst als Lord-Groß-Kanzler.

Der von Gr. Maj. gestern gehaltenen Geheimen-Raths-Ver- sammlung wohnten dec Zerzog von Weüéngton, dcr Marquis Camden der Graf von oßlyn, die Lords Lyndhurft, Ellenbo- rong), Öurghersh, Cowley und MaryborouZh- Sir Henry Har- diLge, Herr Terri“ und Herr Goulburn bei. Lord Lyndhurst empfing von r. Maj. das große Siegel. Seine Herrlichkeit wurde dann zum Handkuß bei dem Könige zugelassen.

Die Hof-Zeitung t eile Adressen mit, Welche aus den Or.- ten Brecon und Merthyr ydoil, so wie aus Ashford und des- sen Umgegend, in der Grafschaft Kent, an Se. Pkajestät gerich- tet find, und die Ergebenheit und Loyalität der Unterzeich11e:*, so wie deren Entschluß aussprechen, den König in der Aus- übung seiner Prärogative, diejeni en Männer an die Spitze dcr Regierung zu stellen, welche er s r geeignet hält, zu unterstützen.

Dem heutigen Hof-Cirkular zufolge wurde 171 der am Don; nersiag gehaltenen Geheünen-Raths-Verfammlung 1,15 Parlament nicht (wie gestern gemeldet) auf den j,:Jeen, sonöxzz: auf den 18. Dezember prorogire.

Die Times bezweifelt die Echtheit des (gestern erwähnten) angeblichen Schreibens des Herzogs von Wellington an Sir Robert Peel, ni ! als ob es envas enthielte, welches Se. Gna- den nicht geschrie en haben könnten, sondern weil es im höch- sten Grade unwahrscheinlich ist, daß ein Prévat-Schreiben Fs Herzogs an Sir Robert auf der Börse so bekannt werden

nun.

Gestern Abend gab der neue Lord-Kanzler ein großes" Diner in seiner Wohnung in deepark.

Viscount Melbourne, Graf von Mulgrave, Lord Denham und Herr Sprin Rice wohnten am Donnerstag Abend einem _Diner bei Lord uckland in der Admiralität beé. Später kam auch noch Lord Brougham.

, Die Morning Chronic [e enthält in ihrem gestri_ en Blatts emen langen ge, en die Times gerichteten Artikel in ezug auf die von dieser Yeitun , angeblich auf Autorität des" Loro Mel- bourne, abgegebene rklärung, daß dieser dem Könige nicht ge.- radezu eingestandm hätte, seine Verwalnm könne sich unmöchl) länger halten, und daß er auch nicht den Éßunsct) geäußert hätcc, Se. Majeskät möchten die Verwaltung den Händen des Herzogs von Wellington anvertrauen. Mit dieser Erklärung nämlich, meint die Morning Chronicle, sep noch gar nicht gcsagt, daß die Times nicht die Nöthigung des Königs , das Mel- bourne'sche Mmifteréum zu entlassen, doch den indirekten Vorstellungen des Lord Melbourne zuschreibe; denn daß Leßterer so weitkgegangen seyn fonte, einen offenbaren Verrats) zu bage- hen, welches der Fall gewesen wäre, wenn das Gerücht, Welches die Times durcb Obigei widerlegen wolle, sach bestätigt hätte, das würde gewiß Niemand, der den Lord Melbourne näher kenne, von ihm glauben, und also habe es jener Art von Rechtfertigung desselben von Seiten der Times gar nicht erst bedurft. „Dre Times sowohl, als der Standard“, fährt das genannte Blatt fort, „vermeiden es zwar, dem Lord Melbourne das Geständ- niß vorzuwerfen, daß er hie Zügel der Regierung nicht länger ku führen im Stande jep, aber beide stellen die Sache o dar, als hätte er offenherzig Dinge geäußert, die Se. Majestät zu der Schlußfolgerung geleitet hätten, daß das Mi: nisterium |ck nicht mehr halten könne. Es mag zu den Absich- ten der Organe Sr. Hoheit (des Standard und der Times) passen, dem Lord Melbourne seine eigene Entlassung so wie die seiner Kollegen Schuld zu geben, aber jeder Unparteiische muß einsehen, daß die dem edlen Viscount angedichtecen Aeußerungen niemals ausseinem Munde gekommen seyn können. Se.Herrlichl-eit komm dergleichen nicht äußern, weil das Ministerium über alle die von dem Standard in Bezug auf die Kirchen-Reform voükommen einig war. Es wm" an eine Schw1erigkeit hinsichtlich der Verwaltung der

Staacs-Geschäfte in der nächsten ParlamentS-Sesfion nicht zu ;“

denken, weil fich in Berke aÜer der Angelegenheiten, welche dann zur Sprache kommen önnten, der Reform der „Kirche in England und „Irland, in Betreff der Reform des Munizipalwesens und der Rechtspflege, W wie an Betreff der den Diffenters zu gewährenden Abhülfe, auch nicht “::: ein ig; Zissentirende Stimme in dem Melbourne'schen Kabi- Öm“ vk an d

1-

rfabrung, darauf aufmerksam zu ma- -

und der Times erwähnten großen Fragen '

besonders aber in Beéresf .-

1300 Eben dieses Blatt wendet sich in Fragen und Antwor- ten an die Reformer, um ihnen auseinanderzusehen, welche Er- niedrigung dem Lande durch die Ernennung des Herzogs von

Wellington zum Premier-Minister zugedacht sey. „Brüder Re.

former“, frage die ONorning ChronécZe, „ist es wirklich Wahr,

daß der König sein früheres Minéskeréum entlassen hat, weil Ein einziger Mann aus dem Unterhause auöschc'ed? Und ist es wirk- lich wahr, daß keine genügende Verwaltung zu Stande gebracht

Werden kann, weil ein anderer Mann von England fern ist?

311 es wahr, frage ich daß, wett Lord Alrhorp ins“ Oberhaus

übergetreten 111, der . dnig selnen ersten Minisxer und desssn

Kollegen entlassen hat, oHne dcn leissüen Schatten von Be-

[cl)werde gcgen dieselben zu haben? Und ist es ferner

wahr“, daß diese mächxige kation in diesem Augenblécke

keine verantwortliche Minister hat, bloß weil Sir Robert Peel

1 von „Haus» abwesend ist? Wenn dem so ist, und nach Allem, Was Wil" “uon den traurigen Geheimnissen der Regierung erfah-

TM H:“ebcn, müsscn wir“ es glauben, dann 111 England zu 02111th-

. stands des" 111111111311 Fürsrcmhunxs herabgewürdigt. Brüder Re.

! former, cs verhält Kc!) 10, und der Her og von Wellington ist aus;

LMM", das Voit“ des Vereinigten . önigreichs mit dieser will-

kürlichen und thörichten Handlung zu versöhnen. WEM! aber

der KÖNig 1711) 11111): einmal ein paar Tage ohne einen Kanzler der Schaßkammw: behelfen konnte, wie geht es zu„ daß er 1th mehrere Wochen lang mit eincm einzigen Ménistsr auskommen

.; wiki? Reformers, frage ich noch cinmaé, sollen wir dem Zufal]

? zum Spiel dienen? Sollen der Tod des" Lord Spencer und die Ab-

wesenheit des SirRobyrt Peel uns unter das HerrscYaft eines" einzigen

? “Mannes bringen. Und dieser eine Mann, wer ist es? Der

' Mann, dessen ganze Laufbahn em unablässiger Kampf gegen alle

* Narkonal-Verbesserungsn war; der fich der ZrTändischen Eman- cipatéon so lange, widersetzte, bis er fick) genörhégt sah, entweder some Gxundsäße'oder, seine Stell? auf ugebcn; der den Forde- rungxn der Dissenters Widerstand 11112»; bis" er sogar durch

_ das Votum eines unresormireen Parlaments geschlagen wurde;

« der sich gegen alle Reform des alten Burgßscken-Unterhauses

erklärte; de,": sei) der enOléchenAbschaffung des abscheulichenAfrika-

nischen Sklavenhandels widersetzte; der noch 1le jede Tyratmei im

Auslande und jede Anmaßung daheim unterstützt; der Mann,

welchcr dcr Kämpe dcs Oberhauses und der Gegner des Unter-

hauscs ist; dieser Mann ist es, den der König gewählt hat, um

_, eine Verwaltung zu erse rn, deren Vcrbrechcn in dcr Vollbrim

;“ gung so vieler großer eformen und in der Verheißung noch

' fernerer Verbesserungen bestand.“ In dieser Weise fährt die Morning Chronicle noch eine Zeit lang fort und schließt dann mir der Aufforderung an ane Reformer, fich bei den nächsicn Parlaments-Wahien eng zusammenzureihcn, und ein Unterhaus zu Stande zu bringen, vor dem der Herzog von Wellington weichen müßte.

Die beiden bereits gestern erwähnten Versammlungen der Reformers zu Newcastle und der Konservativen zu Ashford in dcr Grafschaft Kent verdienen um so mehr Aufmerksamkeit, da ste einigen der Wortführer der beiden Parteien di:- erste Gele- genheit gaben, ihre-Anfichten über die neneste und bedeutendste pol-tisthe Begebenheit auszusprechen. Die Zwecke beider Ver- sammlungen standen mit jener Begebenheit in keincr unmittel- baren Verbindung; in Newcastle sollte Lord Durhams Verdienst geehrt, in Ashford das Andenken an die angeblich vom Könige den „Bischöfen gegebene Erklärung, die Verfassung sowvhl in Bezug aus den Staat als" die Kirche aufrecht halten zu wollen, qefeier! werdeU; aber gerade diese Zwecke und die Tendenzen der

_ beiden Versammlungen Überhaupt mußten natü.11ch ein so wick)-

, tégcs Ekagnéß, wie die gänzliche Vcrätrdérung des Systems der Regierung, cinen unmittelbaren Eivfiuß auf die Aeußcrungen dcr Theilnchmer gewinnen lassen. In Newcastle ging man so- gar noc!) weiter und benußte die Versammlung,. um einen Beschluß zu fassen , 1velcher Unwillen und Erstaunen über die Ernennung des Herzogs von Wellington und zugleich die gegensmtige Verpflichtung aUcr Anwesenden aussprechen soljte, ihm durch alle legalen Mittel an8 Aeaßerfte Widerstand zu lei- sten,“ Zugleich wurde cine Adresse an den König in Vorschlag gebracht, 11: welcher dcrskibe gebeten wird, statt des Herzogs von Wellington den Grafen Durham, der [?ck des Vertrauens der großen «?chrzals fewer Mitbür er erfreue, da er immer kräftig die Reckyxe versc(ßen gcgen aUe Feinde constitutwnneüer Freiheit verfochten habe, an 111.2 Spiße der Geschäfte zu stellen. Dieses Vorspiel, welchcs dx.“ Ankunft Lord Durhatn"s vorherging und, dem von dcr Times 1111tgekheilten Berichte zufolge, keinesweges von der respektadlercn Masse der Bevölkerung ausging, endete in einer Prozession der Theilmhmer durch die Straßen dex: Stadt, wobei “Zahnkn mit mancherlei Jnschriften, unter andern auch mit der: *ecne Deutsche Politik“, umhergetragen wurden. Nach-

mitta s langt? Lord Durham unter dem Zusammenströmen ei-

ner Fehr großen Menschenmenge an und wurde durch zwei Depmationen, eine der arbeitenden Klassen, die andere der Ze'mfte der Stadt, empfangen, 1velche ihm beide Adressen über- reichten. Zn denselben fandcn sich die Erwartungen ausgedrüakt, Welche man von dem ferneren Wirken der Reform-Bil] und ih- rer Beförderer hegt. Obsnan standen die drei auvtfragen, in deren Erledigung man die Konsolidirung der Reform erblickt, nämlich d:“c dreixährigen Parlamente, die geheime Abstimmung und das Wahlrecht aller Besteuerten. Ferner wünscht man eine für Alle gültige Kriminal; und Civil-Geseßgeßung, die Ver. nichtung aller und jeder ausschließlichen Privilegien, Ab- schaffung der" Korn- Gesetze und Einführung einer Luxus- Steuer, Vert1ichtung der Sinekuren, Schuß für die produk- tive Industrie, Aufhebung der Geseße über das Matrosen- pressen und das Spacßruthenlaufen t'm Heerc, freie Municipa- létäts-Waßlen und endlich eine melde unü väm'lichc Regierung für Irland. Lord Durham hob in seiner Antwort hervor, daß in früheren Zeiten das Volk nicht geeignet gewesen sey, u den Rech1en zugelassen zu Werden, wclche es jetzt begehre, daß aber neuerdings die vermehrte Zntelligen und bessere Er iehung der arbeitenden Klassen die Freunde der elben berechtigt aben, ihre Zulassung zu politischcr Macht als eine schers und vortheilhafte Maßregel darzuftellen. Zugleich machte er darauf aufmerksam, daß jeder neue Beweis von Ruhe, Festigkeit und Vernunft, den die arbeatenden Klassen geben, den Verfechtern ihrer Rechte neue

. Waffen an die Hand biete und den Widerstand ihrer Feinde

verminderc. Mehr als xemals aber sey ein kräftiges, ruhiges und

, besonnenes Auftreten bei der jetzigen „Kriss ndthig, da es stär.

_ ker als je beweisen werde, daß die politische Freiheit der arbeé.

tenden Klassen mit der öffentlichen Sicherheit wohl vereinbar,

,s und daß durch dieselbe die politische Existenz der Gegner kei.

nesweges, wie diese fürchten, gefährdet sey. Diese Antwort

: Lord Durbam's Wurde auf seinen Wunsch der versammelten

; Menge vorgelesen, da sez'ne noch immer schwankende Gesundheit

* ihm nicht erlaubte, selbst zum Volke zu reden, «_ Das Diner,

! wel es später folgte, konnte stch zWar in Ansehung der Zahl

1 der * beitnehmer weder mit dem von Edinburg, noch mit dem

von Glasgow messen, indeß war die Ursache nur die Beschränkt- heit des Raumes, nicht der Mangel an Theilnahme. Nur 400 Personen konnten mit Bequemlichkeit aufgenommen wer, den. Nach Beendigung des Mahns wurden die gewöhniichen Trmlsprüche außgebracht, auf das Wohl des Kömgs und z"

Königin, und dann auf das der Prinzessin Victoria und der inc

übrigen Mitglieder der Kdniglixhen Familie. Die Nennung des Königs soWohl als der Kdnigm verursachte Zcschen und Man- nigfaltige Zeichen des Mißfallens; der dritte Toast dagegen WUrde mcc lautem Beifall aufgenommen, der 171.1) des zum Enthußaz1 mus steigerte, als darauf der Toast erfolgxe: „das Volk, 1319 kin- zch-Quelle auer legitimen GEWélll!“ VomPräfidcnten wurde z,

bächst das „Wohl des Grafen Durham“ auSgebracht, und der lang, anhaltende BeifaUSruf verhinderte eine geraume Weile den (Grafen, die Aeußerungen seines Dankes vorzubringen. Als .; ihm endlich gelang, “u Worte 11 kommen, wies er darauf hin, wie sshr es ihm woerhun 11111 e, in seiner Heimat!) auf eine sochc Wsése empfangen zu “werden, nachdem er. in verschiedenen andern Thc:1en des Landes eine so schme1chelhafteAufnahn1e g,. funden habe.“ Lord Durham ging alsdann auf das ThLMa über, welchcs in den ihm überreichten Adressen aufgestellt War, auf die Erwartungen, welche das Volk fich von der Wirkun der Rcformbill in der nächsten Zukunft macht, und wiederholte, was er 111 dieser Beziehung in GlaSgow gesagt hatte. In Be- treff des Wahlrechts aller Besteuerten bezog er fick) auf die yon ihm bereits im Jahre 1821. darüber gemachte Motion im Unter. hause, in welcher er jenes Recht folgendermaßen begränzte: „es sollen alle: Familien-Väter das Stimm-Recht bei den Parlaments, Wahlen haben, die 11011:- 11118 zu Kirchen- oder Armen-Stemm gezogen werden oder seit sechs Monaten vor dem ersten W111, tage direkte Steuern bezahlt haben, dabei aber von derM, meinde keine Unterstüßung erhalten.“ Ferner führte Lord Du:- ham an, daß dieses“ so qualificirte Wahlrecht nicht von ihmzunn in Vorschlag gebracht sey, daß vielmehr schon im Jahre 1797 in einer Versammlung der Freunde des" Volkes, der sein Vater präsidirt habe, dasselöe anerkannt sey, daß Lord Grey es in dem. selben Jahre zum Gegenstand einer Motion im Parlamentege. macht habe, und daß er bei derselben von Sheridan, Erskine und Fox unterüützc worden sey, ja daß der Letztere schonda. mals dieses Wahlrecht aller Besteuerten als mit den Grund. Principicn der Verfassung im C'inklange dargesteut habe. End. [ich fügte Lord Durham hinzu, daß das Unterhaus selbst bereju wei Mal das jedem Besteuerten zustehende Wahlrecht anerkanm Jabs. Die Zweckmäßigkeit einer küYren Dauer der Parla- mente, den zweiten Hauptwunsch des olks, stellte er über allen Zweifel erhoöen dar, und benutzte darauf den dritten die geheimen Abstimmungen, um auf seine Anßchten in der jeßigen Krikis überzuxzehen.

111 meine Meinung, daß nc von unbedinFem Nutzen seyn werde während andere mant Weniger aufrichtige . eformers im Gegenthcll darin ein Mittel sehen, jeden Betrug zu verschleiern. Dies giebt mir Gclcgenhcét, zu weedcrholen/ was ech schon in Glasgow sagte, daß ich mich nie gcscbämt habe, den Mcimmgcn metnerFreundc nachzugeben, sybald ich von deren Richtigkeit überzeugt worden bin, daß ich Naclygtkbé keit nicht vrröamme, wenn se dazu dient, eine heklsame Maßrcge al]_en Freuztdckt derselben nnnchmltck) zu machen, Dre Art der Nachgicbtgkcét, Dxe Ech verdamme, ist die Nachgiebigkeit gegen Leutz, die mit einer vorgescblagenen Maßre el überhauvtnicyt zufrécdcn Und, mit eincm Worte, die Nachgiebigket gcgen die Feinde derselben. Wenn 111) nun aber aus diesem Grunde schon in (51-11- gow dcn Reforjxxcrs Einigkxit ans Herx legen mußte, um 113111111 mchl' muß ich 11'c nicbt ve: dcr gcgcnwärtégen gewichtvoüen 85111111 ancmpfchlen. , Es 1?th 11:15 cin großer Kampf bevor, cin Kamvf, derdéc Entwéefekixng aller 1111531! (Ht-ßotc stehenden Kräfte erheischcnwird- gegen emen hdch§1mchctné en- .*,Mxeinsan1e11 Feind. Man hatHof-Jntrß um 1.1st Liisacéx-x dtcses kcignifféö angcgcbrn, und so Wenig ich vondcm „usbrucb dmxek Y.»!trégnen überrascézt worden bin, so kann ich doch mcht den 'S»;;-xc.."cn beschreében, mir dem ich eine solche Bethdrung bxtracbtc, Lange bin ich von de_n geheimen Macbinationen unter- rxcbtxt gewesen, die nur rwe qünnigc Zeit, wie es scheinbar die je- XF 117, crwaytcten, _tm: dxc Mme „wringen zu lascn. Ich gcfteét nen, dq? xcb mcmcs Thctls kem Bedauern hcge über das, was geschehen 11. F.".xcnx'alxs wxsscn wn“ jetzt, gegen wen wir zu käm4 ofen bnb-én wcxdyn, War werden sehen, Wcm der Sieg bleibt. Wenn

in dcr T(mt das Volk dieses Landcs den Tories ange drt, wmn es

wirklich (1115 einem Haufen von Anté-Rcformers bet cbt, dann,j eher 'on-:(, bckannt wird, dcsto beser. Wcr ft? beskamt, die Stellex der Minrßer einzunehmen, die auf eine so schmachvolle, so beleédt gende Meese entlassen wurden? Wer anders als diese Tories, die

Ygen jede bés zu diesem Augenblicke vorqcschlaqenc Maßregel dcr »

csorm votirt, gekämpft und mtriguért haben? Das sind die Men- schen, w-lche zur Verwaltung der An eleZenheiten dieses Reichs be- rufen smd, und es" müffen nun ihre rkl gen der: gegemvärtégensArt, und die Auflö ung des Parlaments- welche :ck für unvemnertck) halte, beweisen, ob diese artci Jbl Zutrauen und das „„Ztmauen des Volks dicses Lande in eben

dem Maße besitzt, als daz des Souveraéns, Sakon its? haben unxscre Gczner das" Feldgeschreé erhoben: D e Kirch! ist in (Hcfahr. Was“ aber verüehen sie unter der Kirche?

Went) ne griüxtck)e Sénckuren, Pfründcnbäufung, Nicht- Residenz und xenc unwurdigen, Un leicbhetten- welche in der Besoldung dek wrrkltck) tvätjgen Gctßli )en siatthnden, darunter meinen, dann al- lerdtngs isi dtx Gefahr groß, ernsthaftzmd sehr drohend. Wenn man aberzmter Ktrcbe wahre Religion, die reinen Dogmen des prote- üannscjxen Glaubxns versieht, wenn. wie ich der Anstcht bin, es nichts Anderes hexßtQals dix Gemeinde der Gläubigen, dann be- haupte ach,.daß dre Kerche „me wemgcr in Gefahr war und nie bc- ser untexßutzt wurde. Em anderer Ruf ifi der: Die Monarche schwebt'tn Gefahr. Durch wen, frage ich? Ich blickte nach Nok- dcn, Suden, Wcüen und Osten, und ich bin nie im Stande gewe- sen, eeneWort Zu vcrnehmxn, das nur dcn Schatten eines Schauens von Wtdersign gc-gen dre monarchischen Jnüétutionen entbieltc, Jeb glatzbc tm (Hegcntbeil, paß die Hinneigung, zu diesen Jnüétu- tronen, me größer wqr, als 111 diesem Augenblick", und daß se 1711? nur mcht so b'emerklac!) znacht, erstlich, weil man einer solchen D!- yzonfiration ntcbt bedarf, und zweitens, weil diejenigen, Welck)t ne erregext könxttxn_, so wemg Mitgefühl für die Wün" sche mxd dtc Bedurtmffe des Volkes“ zeigen. Nein, keiner der bei- hen Fans isi eMJetretYn, weder die Kirche noch die Monarchie und m _Gc-fahßaber, cl) w„el1 Ihnen sagen, was sich in Gefahr beßndet. es est ,- dxe Olcgarchtc, Thatsache 117 es, daß rend einer lan- gext Zyt, m den ngen Geqrg? 11. und Georg's ] *., der Souve- ram preses Landes 11a) ganz 111 der Gewalt einer Partei befand. Er war m dcr That mchts als eme Puppe, beweglich nach deren Wün- schen; ane Mach)“ und axle Ehren wurden nur zum Vortheil jener Paxtec geübt. «te sah cm. daß die Reform-Bil] ihr den Todes- ytretch versetzte, gnd_nun sicht Kc M1 Begriff, einen letzten Kampf zu wagen, um dte_ ihr entwundenc Gewalt wieder an fick) zn kek“ ßen. „Nachdem wer ehre Kerker vernichtet, nachdem ihre VMM allmältg_ gefallen snd, hat ffe ihre Augen auf einen gro- ßen Krtegsmann geworxen, der bestimmt ist, das Fortschrei- txn dex“ Reform „aufzu alten, durch deren vernichtende Hand pte Mtßbräuche tn de_n Municipalitäten, in der Kirche und 111 allen anderen Jnüttuttonen des Landes zertrümmert wek- dxn so_llten “?ck gxßehe Ihnen, das; dieser große Krje sheld t“ vtel lecchter t?nJen wcrd, Badgjoz und Ciudad Rodrigo mt Sturm zu nehmen, _als dem cPolke setne Freiheit und Unabhängigkeit wie- er abzugewmnen. „;ck spreche meine Ueberzeugung aus, wenn ich

ocercchncn sie Wahrschciuljci) cbrnfalZ-Z auf Die Maforékär. ck will ihnen alle nur möglechc Untermxxzung in cmem ncuen U11:

Yunk etr

„Was die geheimen ?xbüimmungen betrifft,“ fuhr er fort. **

„. herrschte.

run en bei Versammlun- ; . tge nur

„. daß ihm ein solches Begtnnen gänzlich fehlschlaqctx wird;_tch ZN: mich in mekncn Landslexxten'sehr trrktx, wenn _es cmders mm .nnte- Der „Erfolg der_Torees tft unwercxnbar 1111t dL!“ Maxht, clck)“ Ihnen dre Reform-Btu gegeben hat, Unt dem [tber'axxn „Gems, U.- im anzen Lande he.;rscht, und 111-1t dcn; 111.1.11tige1] EthTukyxc, Zen )tige Press «USW; Möglxä) waz? es euch. da;“. oecxo- it“) ihr Etrsben ÜUchknt-xßtutxg der Reform als cm 1*-..*1*g_i„'hltchl1e's m'xkennend, ffck) in 11116111 n_cuen S_valraktexr zeegrxn 11110 .“.lsenyccai-Y nd Reformers aufträten. (2511qu KYtherleäxerkß um! !! [wurdngW [s dieses Ayfgebcn aUek Grunywßc lccßc s1ch tndcß 1111 einem JU“ wzduum mcht denken, das tw fl)l'k_11)chké11d_ al:“- (Zchgnck 1.) chorm _imOberbause habe austreten “.ch-1 Wenn 1-11- 1 Tory-Mmeftertum haben 113111311, dann sx)" cs xn (IZOtt'esqumen in ehrliche51 bqckérchltchcsz qntt; rcf9r1111171172215 Üxorn-Mmenchzn; „aten dle Torres als Wölsc m »?)gxsklm'11111 ansrt'ctkn, _D-ann ware dechyttmg des Volks vor dfkrntlechkn G:;.*:_“:.1kte;xchn wsrxcywuqdrxc „tas uns abcr betrtfft, t_11ct_ne'Hcrren, so_ 1_«1m*n &:“11'11211cr Zeich “„„z samt. „.Rcforrn,_Frctl)eet und Vcrxa11xmcz'“ Laffyn E11: uns ucklkknk Zwtüe vIgesxcn “und uns zum Wokkic-lwmdelz xxcxagysc pc: .jxen- In jeder Stadt,- .111 jz'dcm Doxss deszITceclw 3111111611 1111) socjatéonen bilden. Es m 11:11.- klar, 11111." Dcr 411.34 Day eme Yuk- Wg des Parlaments fiatÉnßan muy, daß- dktc Yorics dlc__1cytc arte in dem verzwetfcltcn («5171111 nnssvaclcp 1111111111,- wcnn 11.- ga": „nen findz xs zu Ende__zn Yrtttgen. Wahrndzxmich) 1111311911 nc 11111 1cMajoritattn den Grartci)qxten 13111113 111 11119111-1'111171 K_"lgnsel Wllcßc asSUmmrecbt denen ck_thetZt. der, 11: cmscetcg wrdcrx'uxlxévxxx Pa.?)t- ontraktcn stehend, kdUPsö-„xx-t. Pachx bez.".hlcn. 9111111 weix; rä), daß inigé Wahlorte dcr zwetxcu Abthevtlungxyxxcgcn Nichtzahlgng von truern und gtxdcrer Unzügpdc 1111111111 „»-u1t.1nd q-crathcxt 11:10, der dem der sruhercn lautlthkU “Uéakzlmckcn wcmg verzcjxeedchlzfi. * *. cr

erhausé zugestehen, und doch werden wir im Stande 12117212, 111- 1.911 "11 überwindcn. Gegen uns haben wir 12.1111: nur den 3:51 und M [1er, für uns pas Volk 111191111;- 11111cr1231115. Wenn der Kampf ch zwischen zwe: so ZytgcgengUeytckx1419116111“. crheYt, TV"" bc'ogxf c).; [ur gerrnFZ/Yorausncks, um zn cntxcxyksdkn, wcm .*cr Cicg „xn „*.hetl . en w -

„erdJn der oben erwähnten Versammlung zu ?(]Bford wurden amentlick) die Erfahren aufgezählt, von denen dée Tories, die jrche bedroht sehen wollen. Hier. fanden die Toasrs auf “(1115 .!ohl des Königs und der Kdnigm pen enthusaßischste!) YZ:- [[;dagegenerhielcderTrinkspruck) aufdteGcsgndhcitderPrmchm .' ictoria und deren näherchrwandtcn den ZUka-Z, daß diexclven ;.» aks vergessen möchten, welchen GrunNälxcn das Haus Braun- “.weig seine Erhebung auf den Thron Gevzßbkimnierxs 111 Mr- -nken habe; auch wurde dieser Toast zimnlick) 11111 aysszen-yt-U- ;“ en. Desto größeren Beifall fand der Tony? auf das 28.1)! des

erzogs von Wellington, dem untcr Anderem das Lob gespyn-

1 wurde, daß er Weit über alle Parrcé-Rück'x'xclxtcn erhaben 111) nd keinen anderen Zweck verfolge, als den, O:“.- Ehre des Reéckys * erhalten und dessen Wohlfahrt zu wahren. Der Graf von nahelsea machte auf die verderblichen Grundsäße aus- erlsam, Welche fich im Lande verbreiteten; es smxmr dies

?; _ ., „„ -- Iieselben Prenztpten, sagte er, welche der ersten JMUZÖWCHEU

.- evolution zur Grundlaqe dienten; wéc wenig sie aber „1an Haile ereichten, beweist das Beispiel Frankreichs, Welches, ungeachtet ieser Grundsätze und mit einem vom Volkc gewählten Könige 1: seiner Spitze, doch in den äUßersten Zustand der Sklaverei ersunken sry, aber dock) immer noch lieber in diesem verharren, ls dem Zustande der Anarchie fich preis _q-sbcn wolle, der aus iner Rückkehr zu xenon republikanischen Grundsätzx-n mxvcrmaéö- 1ch hervorgehen müsse. Aehnlichc Acußcrungcn ließ Lord trangford vernehmen, der bei dcm Toast auf das Wo?)!

es Oberhauses zum Ruhm (1817916211 namentlich hccvoxhob, 0.11“; 'sch während der lcfztkn Scjjwn so ('UTs-ÖÄWFU dcr Eman- vation der Jaden und dcr Zulaffung dsr Dissenters zu Don ademischen Würden widccseßc 17.1111, Cr 1“chloß seinen O,?orxraq it den Worten: „Wenn wir hema hier vcrsammelc sink, unscxe ank-bat'keit für bloße Worte zu bezeugen (1111111116) für die Wort.“, elche der König vor einiger Zcit an dée B11ch6fc g:“kicHt-Zi dm n sou), wie viel medvDank smd wir dann dem Könige fÜr" eglänzende That schuldig, die seinen Worten gefolgt ist. Wie östend ist* diese That! Séc hat den ersten Schimmer von offnung dahin qetvorfen, tvo bisher U11durchdringliche Finster. Möge denn der König, und zwar vielleicht zum sien Male, seitdem er den Thron bestiegen hat, die wahre, rkliche Stamme des Volks vernehmen, die Stamme denksnöet', rnünftigcr und freier Männer, verscTJ-icdcn von dem Geschrei rteisüchtiger Demagogen und Sklaven des“ Ehrgeizes, mit dym Ohr dcs Königs nur allzulangc_,bek.1ge:*c word?" isi.“ “2111- meiner Beifall folgte diescr dee.

Die Times, welcbe dcn Herzog von Wellington zu vcr- 1digen fortfährt, behauptet unter Andél'cm, es sey d-xm Kd- wéschen einem Wsliingtonschen und etnsm Hume. 'Connells en Ministerium die Wahl gebiéxbcn. W.".s die aus- ärtége Politik des neuen V)?i:1i1i“ec'ju111s anbetriffc, so glmtbt 'esesBlcüt, darüber Folgendes sagen zu können: „Ohne näher avon unterrichtet zu seyn, sind wir dock.) 0er fsj'i-cn Meinung, ß alle Diplomaten autorißrt jvordkn, ihre Höfe zu bcnachréck); gen, daß unsere Verhältnisse zu den fremdsn Staaten unver- ndert bleiben würden. Die Polmk des Hekzogs ist stets fried.- ch gewesen und würde es unstkeitég auck) bleiben, wäre e auch nicht durch Verträzze qebunden; dmn mur ein olödsnniger könnte ihm die Aösichc zu,“.hrsilmn, daß er ölkerrechtlich bestehende Verpflichtungen, dés von seith ouverain und seinem Parlamente ratifizikt wordnw vertexzen olle. Wohl hat es Dévlomatsn gegeben, Von denen Verträge ur als Bogen voUgeschmiertcn Papiers angesehen w.'1'dcn: dcr erzog abcr hac stets" gezözigt, da[; er dieselben als hcrxtzze Bürg- „afre'n ansteht, die sick; nm" mit volxkommencr und gc-xens-axti.1cr tntvilljgung der kontrahirenden Parteien auflösen lasen.“ Et- M ähnlichen Ton, wie dic.- Timcs, ßimmcn auch der Courier nd der Morning Herald an. Dagegen beharren die Mor- ing Chronicle und dcr Globe, der radikalen Blätre'r nicht 1*gefoenken, bei ihrer Opposition.

Niederlande.

- Aus dem Haag, 23, Nov. Se. Maj. der König haben em Armenischen Mechitariften-Kloster San Lazzaro in Venedig, el(k)es Allerhöchstdemselben ein Exemplar des von den Ndechi- Fristen in 24 Sprachen herauSgegebenen Werkes: „!)1'00128 8. 131013 0135611518" hatte überreichen lassen; «5111 goldene Pkw aille mit einer hierauf Bezug habenden Zuschrift verliehen.

Se. Königl. Hoheit der Erbprinz von Oranien und dessen Üngster Bruder erschienen gestern im hiesgen Französischen heater, Wo die Oper „Aladin“ gegeben wurde.

. * “* Amücxdam, 22. Nov Der Preiswechsel am hicsfgcn .ondsmarkt war tn abgelaufener Woche so groß nicht, wie man 'on den Nachrichten aus London und Paris über den Miniftcr- "kchsel an beiden Höfen hätte vwmurhcn 161111511 Die .syolländi-

M Staaxs-Papierc nahmen zwar anfangs bc: Meldung yon der "abkskbeknltchen AnäeUung des erzogs von WeÜington emen ct; as bdhern Stand ein,- erhielten nch jedoch wegen mehrerer erheb-

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1

1

Haltknd ' mrislc Abwechselqng an; die .'.proc. Perverueüen niegsn bes 46,7, pCt., d4e S“0rtes:?lnlethe bis 421. _ _, .

SMW bis 16; und Coupons der Cortes-Anlerhe, worin nch cm

11011“ gingm) xvicdxr auf die Course von voriger Woche zurück, (61113511 zcxgten 11.71) mehr Verkäufer als Nehmcr, der tm allgemei-

1

1351

ckckck Verkäufe darén néchtvpukommen. Russsche Obligationen, vor üg- 1ch die der ältesien Anlethe bei Hove u. Comp., wurden häu ger ausqevoten, was ein Weichen von ungefähr ;th. perursachxé: Ocstcrrcichisckxe und incourante Staats-xaviere blieben betnahc prets-

Wie gewöhnlich boten die „panischen Fonds wieder die

Zykoc. Perpetucüe bis LT„ zinscnlose cbvaster Handel crhielt, bis 27; pCt. Letztere behielten n,och gestern récsrzx Pkeis, dic zinst'nlosc Schuld stand auf 15; pCt., dte Uevrthn

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--:1 aber U1Wk“.'kilk1'k1d€ Umsatz verhüten einctj größeren Conrswecl)-

sci. NUL) (Ich bleibt 8er etwas lebhaftsre Frage fortda11c1“nd.c--- 21111 1311117113111 ljöctraédemarkr fanden 1111) füx“ *pol*:ischen 9,5321er Kan, fer, Welche WRT) nichr vszt'g I)ie vorigen Preise 1111691611... 17011131 Weizsn wnrdc béUigcr «1bgsl.11“',-'en, wodurcr- mehrerc Parktecn ;.ur Svcc-«xlatxon und zum 2372111111111 aufgeräumt Wurden. 131161111! 521919511 wal“ 85“ 17111, nur in mländésckzcm Korn tf? ekwcsH gc- 111achtund dabréungefährdsrchte'(Fours vedtmgkn.33.1fekfandwxcdcrum

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„(neigté Ilvnehmcr und wurde 1161311 byzalj-lt. “OZ.- g:*11mchtcan1-ise md: für 1311. 131vf1'xnö, wexßbuntcn *LZ-txzen 22!) "Fl.,- 131137111111.

säxönkn bmatcn dito “215 F1 ,. 127. ].;Wfünd. gcréngcrcn „dito 176.288 Ft.; skxx“ 1:1213Wfünd Rostocker und Wésnmrschn Wetzen 175.181) Fl.: 1311vf1'1nd Ms.?lcnbnrqcr 1:38 Fl., 1234yfünd. alten Uckermärk- fcbcn [mx- Fl.; für 121vfü11d. Mccklcttvurgcr Roagen140 Fl.; für

11-1vfkmd, Holsteinscbe (Zje'rür 11-5 Fl.. für 140, 82JMpfünd. fexnen Frieüsckxen „Hafer 7-49 211 . 1041711: für !*?vxünd. dicken 98 Fl., 76pfund. niken Futtcrhafcr 78 Fl-

BekgieU.

B1" üssel, 24. Nov. Hsrr Coghen ist zum Bertcht-Ersiat- ect“ 11811“ das Eintmhnw-Budget ernannt worden. Abermals hat hier vorgysrern ein mißlungener Versuch mit

cinem Dampfwach auf gewöhnlichev Straßen skat_tgefu11dcn. Auf dem Wege von der Laekcner Straße über den_botantschen Boulevard “und die Königsstraße nach dem Park mußte der Wa-

gen wenigstens fünf Mal anhalten, weil an der Maschine Man- ches in Unordnung gekommen mar.

Dänemark.

Kopenhagen, 18. “Now. Die heutige Nummer der Col-

legial-Zet'rung theilt die aügcmeinen Resultate der im eigent- lichen Dänemark stattgefundenen VolkSzählung mit, unter Hin- Ufügung der Bemerkung, daß darüber seiner Zeit genauere ???achrtchrcn, verbunden mit Vcrgleichungen über die im Jahre 111111 vorgefallene Volkszählunq, folgen sollten. Im Ganzen be- trägt die Volkszahl 1,223,807, während nach der Zählung von 18111, nur 924,97; Seelen im Reiche vorhanden waren, so daß also der vaacks 298,83-1 Menschen, oder zwés n 32 und 33 pCt. beträgt. Kopenhagen zählt gegenwärtig 11 ,292 Einwoh- ner. Fünen hat am meisten von 1111111Provinzet1,sowok)lin den Städten, als auf dem Lande, an Population gewvnnen. In den ,Jnselffiftern beträgt die Population 697,855, in Jütland 52.3,952 “Menschkn, und im ungefähren Verhältniß hiermit 11? es daher auch bestimmt, daß Jütland 48, die Inseln 60 Repräsen- tanten zu den Ständc-Versammlungen zu stellen haben. Bc- kanmlicl) find übrigens die Städte, wenn man die Volkszahl zum Maßstab nimmt, gegen das Land unverhältnißmäßég stark reprä- scnrxrc. Dieses folgtschon aus dem Umstande,weildas Intensiveesést, welches hier eine gleiche Vertretung nöehig macht. Wenn man hinzu rechnet, daß die Städte eines Wahl-Difirikcs kein konti- nentes Ganze auömachen, ja das in Dänemark, lokaler Verhält: nisse wegen, nicht einmal eine Vereinigung der wählenden Städ- tct" 111 Liner Und derselben Stadt, gleich wie in den Herzogthü- mern, für zweckmäßig erachtet worden ist, indem vielmehr in jeder Stadt ein separater Wahl-Aér vol] ogen wird, so ist es be; greefnci), daß das Verhältnéß dec chrxsentation hinßchtlc'ch der Städte und des Landes nicht g191chartig nach Volkszahl bestimmt werden konnte; und hieraus folgt auch eine ungleiche Repräsen- mtéon selbst der Städte im Verbältntß'zu einander, wie denn in _JÜcland bei dem weiten Abstande der Städte, diesen bei sei; ner Population von 57,575 Menschen 14 Repräsentanten be- willigt worden sind, während die Jnselsiädte (Kopenhagen aus- genommen), Welche eine Bevölkerung von 76,645 Seelen zählen, RFT 11 Repräsentanten zu der Stände-Versammlung zu *ccllcn a .'n, ! Jr? öffentlichen Blättern ist der Wunsch ausgesprochen wor- den, daß der Dänisch rcdcude Theil des Herzogthums Schles- w1g einem eigenen Superinecnöenten oder Bischofuncerworfen Wer. den möge, wobei auch wohl daran gedacht ist, diesem B1srhum die Znsein ?[lsen und Arve, sammt dem Törninglehu ein uver. leich. EM im Dagen tmc dex“ Ueberschrift: „Ein paar * orte 11681" das (Z».1'zogth11n1 SchleSwiq“ aufgenommener Artikel, macht darauf aufmerksam, daß Weder hit1s1chtlich der Sprache, noch der sonstigen verwéckelrcn Verhältnisse für jene*Schleswégschen Landescheéle aus einer solchen Maßkegel cine etgentléche innere ständKrunq und vorthxilhaftc Umgestaltung hervorgehen würde. Der Verfasst? erwähnt abrr sodann der Nachtheile, die das ver- mischte Zusammemvohnen nicht nur von Schleswigern und Dä- nen, sondcrn anch von Schleswigern verschiedener Aemter unter- eänander zur Folge hat, und hält es unter allen Umständen für wünsche115werth, daß diese bunte VerfassunZ durch eme einfa- chere cks-ekzt werde, vermögc welcher das Königreich und das Herzochum durch Gebiecs-Austausck) schärfer begräne und zu- gleéch dic Schleswégschen Aemcer eine vollständigere brundung erhielten. Als Hauptregel ftcllt der Verfasser dcn Grundsaß auf, das; beim Auscauscy keiner durch höhere Gebühren und Abgaben gedrückt werden dürfe, als mit 1ve1chen er in seiner frühem Stel- lang sey _bcschwerc worden. Bcisptelsweise wird sodann eines Um- tausches eincs Theilcs der Grafschaft Schackcnburg gegen Theile der FWW, Caislund- und Hvidding-Harden erwähnt. ,Die In- sel Romoe scheint dem Verfaffcr sowohl in geistlicher als mjwelt- licher Hinsicht am passendsten zu Ripen, der nördliche Tberl 1321" Insel Sylt aber zu Tondern gclkgt werden u können. Schney- 11ct) wird bemerkt, daß Maßregeln dieser rc nicht oh11e sorg- saltige Voröcwitungen, geftüßt auf genaue Lokal-Kenntmß, und tnühcvoUe Arbeit zu Stande zu hringen wä_ren; falls es aber an Neégung und Kraft hierzu gcbreche, scheme es beffer, beym Alten zu blEiben, indem unwirksame odcr verkehrt wirkende Mittel nur das Uebel schlimmer machen und dyn alten Verwichelungen neue hinzufügen würden. S1cher11ch dürfe man sch aber mit der Hoffnung schmeicheln, daß es das Ziel unserer aufgeklärten Regierung seyn werde, mehr und mehr Uebereinstimmung in die Administration der Hexzogthütner und des Königreiches, sowohl in weltltcher als geistltcher Beziehung zu bringen und es solchergeftalt den Unterthemen weniger fühl- bar zu machen, zu welcher Seite fie gerechnet würden,

Die Witterung ist hier abwechselnd mit Regen und gelin- dem Frost, doch haben die Stürme, Welche vorhergegangeq, manches Unheil angerichtet, Unter andern ist das Fährboot zwa. schen Feld und Laland während des Sturmes pom 5ten d. M, untergegangen, wobei der Fährmann nebst zwe; Ueberfahrenden

ihren Tod in den Wellen fanden. daß die „Kopenhagener Post, denselben Tag von Wordtngborg nach Falsker bestimmt, nur einiger Gefahr zu kämpfen hatte und wiederum nach Wordingborg is die Kälte im Anfange der

Nachméttags von (Zier nach Lowitsch ab?;ereisk. .!

Der Sturm dvar so heftig,

uräckkehren mußte. Zn Wand

oche bis auf 7 Grad gesnegen P o ! e n, ,

Warschau, 25. Nov. Der Fürst Statthalter ist gestem

Der Kdnigli Preußtsche Genera Lieutenant von Grol-

mann ifi mit mehreren Offizieren von Posen Hier angekonimen

Von St, Petersburg langte in diesen Tagen der (General'

Roznisxki in hieüxqer Hauptstadt an.

Dsutschland.

„'Hanrxxver, “,“-513. Nov. Der Königlich Württembergisché Ges...“... «11 Kdnégléci) Preußischen und am hiesigen Könéglichen Hofs, Geüel'M-ÜKUTMNWJvor? Bismarck, ist von Berlin hier ein- gktroffen

Hamburg„ 2721709. Laut Bekanntmachung des Senan is? un Lamfe ves gegenwärttaen Monats mitteés'k Uebxreiykumt zwtschen demscxben und d-x-r Sckxwetzer Eidgenossenschatc dex Ab- schoß- MW ?laswanderungs-Abgabe hinüchrléch de:“ beiderscttigen “Gebiete nnd Angeßörigen aufgehoben worden,

S ck w e i ;.

Bern, "22. Nov. Drei Deutsche, Namens Lessing, Schlott- hauer und ein Dritter “(wahrscheinlich Soldan) haben den ge- messxncn Befehl erhalten, am “:.)1sten Bern zu yzrlassen,

Am ].“)ten (3. M. wurde die neue Univerficäc in Bern eröff- net. Dcr Baumwollenwaaren-Fabrikant Herr Neuhaus aus Viel, Chef des Erzichungswesens im Kanton, hielt die erst?, Herb Wilhelm Snell als Rektor die zweite, ])1', Troxler d:: dritte Rede. '

Am 17. September d. I. erstieg ein gegmwärtig in Het- delberg fich aufhaltender Engländer, ])r. Nkartin Barry, VM sechs Führern begleitet, den MontzBlanc. Man konnre aus der Tiefe des Chamounythales, wie vom Mont Brevent, durck.) Fern läser die Ankunft der Wanderer auf dem Gipfel sehen. ]“)1. arry ist der zwölfte seiner Landsleute, welcher den Mond- Blanc erstiegen hat. Er machte auf der Höhe mehrere „Barome- ter. und andere Beobachtungen. Unter anderem gelang es thm auch, auf dem Gipfel mit Holz und Holzkohlen Wasser zum Kochen zu bringen, was man bis jest, wegen der Lusc-Verdün- nung, in so großer Höhe nicht für möglich gehalten hatte. Der große Alpen-Forscher H. B. v, Saussure bediente sich, um das Wasser zum Kochen zu bringen, einer Spiritus-Lampe,

Spanien,

In dem zu Barcelona erscheinenden Vapor vom 9. No- vember heißt es: „Es ist ein trauriges Schauspiel, daß blinde und unheilbréngende Leidenschaften uns in Partei- und Rangstreitigx keiten verwickeln, während ein eben so schlauer als grausamer

. Feind diesen Zwiespalt der ?)Seinungen zu seinem Vortheil bc.

nutzt, urn-die Anhänger unserer politischen Reform abwendig zu machen. Dieses Uebel verbergen, einen Schleier über diese ver- derblichen Leidenschaften werfen wollen, ihnen sogar schmetchcln, indem man ste zur Unterstützung der Unabhängigkeit herbeirufe- hieße die Interessen des Vaterlandes verrathen. Dcr Angep- blick ist gekommen, wo alle Unsere Meinungen sich endlich klaysi- fizéren und dcmaskiren müssen. Es handelt fick) darum, ob man eine Reform oder eine Revolurion will. Anfangs fehlen es, als ob die allgemeinen Wünsche durch die Bekanntmachung des Königl.Statuts und dieZusammenkunft der Cortes befriedigt seycn; aber eine unzeétige Uebereelung, eine zu große Begierde nach schnellen Neurungen, ein Unglückliches Streben nach dem Bei- fall der Gallerie, führten die Cortes bald von dem Wege der KlUgheit ab. Sie hätten fick) vorzugsweise mit der Sicherstcl- lung der Bedürfnisse des Schaizes, der Vermehrung der Na,- ttonaléräfee und der Verführun der Partei, durch Einfiößung von Hoffnung und Vertrauen, eschästigen müssen. Statt des- sen hat man angefangen, durch eine unzeitige Diskusfion der Menschenrechte die Theoréeen von 18-23 und sogar von 1792 zu erneuern, und vergißt die Angelegenheiten des Landes und :'c dringenden Bedürfnisse des Krieges. Seitdem man dw Oppofition den WW einer demokratischen Constitution enz- schlagen MY, erinnerten fich die Gutgeßnnten an dee Exceffe des olks, an das Jock) der geheimen Gesellschaften von 1821), deren ungezügelte Tyrannei und deren Servilismus unte“.- cinander, deren Intoleranz und Hinterlist nyc in den Klöster.“: ihres Gleichen haben. Die Hauptstärke Karts U. bestxht mcs): allein in den Banden Zumalacarreguy*s, sondern vorzugliä) in den Agenten, welche unter uns zerstreut find, um die Uebertrei- bungen zu unterstüßen und die libera_le Partei zu trxnnen und verhaßt u machen. Wenn die Menjchen, welche dte Reform unseres ' aterlandos durch ihre unbedachtsamen Declamationen kompromitciren, durch ihren übermäßigen Ehrgeiz eine Re- volution zu ihrem Vortheil hervorbringen, so ist es um unsxre Freiheit und unsere Wiedergeburt geschehen. Dann „werde'n 11.1) Tugend, Kenntniß und Vermögen in die Dunkelhett zuruckzrc- hen und die Fahne der liberalen Partei dem Sturm der Anm:- chée übeklassen.“

Portugal.

Lissabon, 4. Nov. Das Amnestie - Dekret, welches die Königin unterm 20. Oktober erlassen hat, wird jetzt von der Re- gierungs-Zoitung mitgetheilt. Es [guter folgendermaßen; „Da Ich den Zeitpunkt auézuzeicynen wün1che, mo Ick (Zurch-dte f?rcrltckw Erklärung der allgemeinen Cortes berufen worden, dte Mn? durch die constitutionnelle Charte der Portugiesischen quarchie ver- liehene politische Gewalt auszuüben, da „Ich die M11“ yon Mei- nem erhabenen Vater vererbten Grundsätze der_ Mcy1chlichkeit, welche Mir derselbe noch in den letzten Augenblicken 1eines' kost;

baren Lebens ausdrücklich anempfahl, dyrch eine HWI" lung der Gnade an den Tag legen wall, so habe Ich für gut befunden, von der in dem 7ten Paragraphen

des 74jken Artikels der gedachten Charte Mir ertheilcen Be- fugnis; Gebrauch zu machen und nach Vernehmung des Staats- Raths allen den wegen Civil- und politischer Vevbrechen ange- klagten Individuen, welche fich zur Zeit der Bekanntmachung des Dekrets vom 27. Mai 1). Z. in den Gefängnissen befanden, Verzeihung angedeihen zu lassen. Ausgeschlossen von dieser Ver- zeihung smd diejenigen, welche wegen Gotteslästerung, Wegen erst nach der Bekanntmachung des gedachten Dekretz begangener: po- litischer Vergehen, wegen Falschmän erei, fal1chen Zeugnisses, Todschlages, vorsäßlich und verrätheré ch zugefügter Va;r1vundu„n- gen, wegen Vergiftung, Ausbruch aus dem Gefängmß, Noth- zucht, Beschimpfung der Behörden, Widerstand gegen drs Zustrz, gewaltsamen Diebstahls und Straßenraubs gefangen geselzc smd,

1

Die Königin.“