„»7424. ,
*--.-« „ «.;-„.- .-»„»- 1.» „, .;U-«W- -x-e„...„-. .
« «M*, -..*-„.» ....
_. _. _,..„..„„-... „».-.- *o-x-.».-W-.xv«_„ «W “___" *
,...-.... -.. ..--».»..«U- . „. .. .. „.. „ -
den St. James-Palast und hatten eine sehr lange Audienz beim Könige. Dies find die bis jetzt bekannt gewordenen unzweifel- Öaften Thatsachen; der Gerüchte giebt es natürlich außerdem sehr *.)iclc. In tvohlunterrichtetcn Zirkeln am West-Ende der Gtadt wird mir Zuversicht behauptet, daß das Parlament am Frej- !age, den 12ten d. M., durch eine Proclamation aufge- lösi werden soUe. Auch sagt man, daß die neuen Minister-Er- m'nnungen heute Abend oder morgen früh offiziell bekannt gx- macht werden sollten.“ Der Courier und der Globe, bei- des Abendblätter, enthalten jedoch heute noch keine_?[nzeigc' von Diesen Ernennungen. Der Globe m-eldet zwai“, daß heute Nack)- miirag um 2 Uhr ein Kabinets-Ratk) gehalten worden ser), um bis nöthigen Vorbereitungen zur Bildung des Ministeriums zu treffen, glaubt jedoch, daß das Resultat derselben nicht eher als :morgen bekannt Werden diirfte. Diesem Blatt zufolge, wäre Sir Robert Peel nicht mit dem Herzoge von WellingtoN ZW sammen, sondern allein beim Könige gewesen , nachdem er is 'am 12 Uhr mitJenem konferirt; und nach der Audienz bei Gr. Maj. sey er nach dem Ministerium des Innern zurü-Fgekehrr. Im Börsen-Bericht des Courier wird das Gerücht von der angeblich auf den Freitag festgeseßten Auflösung des Parlaments noch als sehr zweifelhaft hingestellt. . „
In seinem vorgeftrigen Blaue sagt der Courier, es der) aügemein das Gerücht verbreitet, daß Sir Robert Peel, winn c:: glaube, daß seine Pflicht egen den König und das Land ihn nöthige, das ihm gemachte verbieten anzunehmen, sich gleich cknach seiner Ankunft an Lord Stanley, Sir James Graham,“ den Grafen von Ripon und den Herzog von Richmond wenden werde, um sie. um Eintritt ins Ministerium zu bewegen. „Wir sehen aber ch ein“, fügt der Courier hinzu, „wie es möglich wäre, daß diese Herren sich dem Kabine: anschließen könnten, wenn dieses fich nicht verpfiichteté, aller wirksamen Kiichen-Reform Widerstand zu leisten. Die oben genannten Mitglieder des Greyschen Kabinets zogen sich ja deshalb zurück, weil ihre dama- 1iqen Kollegen Pläne in Bezug auf die Kirchen-Rßform hegten, Die, wenn sie auch etwas bewirkt hätten, doch noch nicht einmal so weit ginaen , als das Publikum es mit Recht forderte, und _die für die Zeitumstände nicht bingereicht hätten. Das Eintreten io!- cher Personen, denen jene Pläne schon bedenklich erschienen, ms Ministerium,“ ja die bloße Anfrage, ob sie zum Eintritt geneigt wäxen, würde also der Erklärung gleichkommen, daß die neue Verwaltung es zu ihrem Prin ip machen wolle, fich Allem zu widerseßen, was einer durchqrei enden Reform der Kirche ähnlich sähe, und in diesem Fall würde fie ßch tiichc sechs Monaie hal- :en_ Wir glauben es aber nicht, daß Sie Robert emeri wichen Schritt thun wird. Er besiizt u viel Scharfblick, x_un nichcht.vo[[- ?ommen einzusehen, was die d enrlichen Bedurfnisie erheiickxin, Und wenn er nicht eine vollständige und redlicheKirchewRefoi-m Hier sowohl wie in Irland billigen oder unterftüßen will, so ist das Beste, was er thun kann, den Eintritt ins Kabiner ganz aus u la en.“
5,252" gGlobe bemerkt, daß Sir Robert Peel noch in der Kraft seines ManneszAltcrs stehe; er sey näm11ch 'am .“). Febr. 1788 geboren und also che in seinem 4711en Lebensjahrs.
Der erzog von Pörtland hat es abgeschlach, die von dem Kirchspiel “- arylebone angenommene Abreise an „Se. Majxskät, die gegen die Verwaltung des Herzogs von Wellington gerichtet ist, dem Könige zu überreichen.
Sir George Shee arbeitete estern im auswärtigen Amte.
„Der Marquis von Conyngßam bekleidet noch immer das 211171 et,:es General-Poskmeisters, doch soll er, wie es heißt, n11r auf die Ankunft Sir Robert Peei's gewartet haben, um es me-
derzuÉßgrednÄugMus Filzciarence ist nach kurzer Abivcsenheic von
* r keck)?!" zurückgekehrt. DarisZOYiebdies1)c?*igc'LJice-FKÖUig von „Irland, “))?arquiö voaneis NULL), ist mit seiner Familie am 4. d. von Dublin abgereist.
'Der Ausbau der Häuser, in We1chen das Parlament vox; Häufig seine Sisungen haltet) so_ll, schreitex riisch vorwärts. Man kann schon "sehen, wie die inneren Einrichtungen der beiden
äuscr seyn werden. Bekanntlich werden _jich in dem früheren Loial Des Oberhausts die Gemeinen versammeln, ivährenb für den (be; brauch der Lords das sogenannte gemalte Zimmer in Stand gc- ??th wird. Was die Einrichtung des neuen Unterbauies anbe- trifft, so wird daran namentlich gerühme, daß _de_n Bertchtxrskat- Lern der Zeitungen ein besserer Platz an_gewixien isr, naml1ch -cine ganz ausschließlick) für sie bestimmte Gallerie übex und hm.- .“,er dem Stuhl des Sprechers, mit einem besondern C'mgange.
Die Vorbereitungen u den erwarteten neuen _Wahicn wcrz den überall eifrigst fortge etzt, und Schoetlanb schemc sich dabci zum heftigsten Verfechter der Reform-Prinzipien„aufwerfq'tx zu Wollen; auch in Irland bietet die Partei der Radikalen, O Con- nell an der Spitze, alle ihre Kräfte auf;_ ihr altes Feldge- 1chrei: „Aufhebung der Zehnten!“ dienx detielben ais Loiurigs- «vort. Eine von O'Connell in einer Veriammlung dex Dubliner 'An-ti-Tory-Vereins beantragte Adresse an die Zrländnchen Wäh- 1er fordert dieselben auf , jedem Kandidaten ihre Stimmen zu Derweigern, der sich nicht verpflichten wolle, gegen die Zchntcn JU votiren. __ ' ' “'
Zn Birmingham, wo je:! drei Jahren keine Kirchensteuer
crHc-ben worden iki, weil man six!) derselben in den deshalb ge- haltenen Versammlungen regelmäßig widerseste, und 10111 Kat: Fe,)“sm freiwillige Beiträge zusammengebracht wurdet), aus benen .):éKirclxn erhalten wurde:), machte mai) ani vorigen Frextagi wieder einen Versuch, den Einwohnern eme Kirchenstxuer 0011 4 Shilling auf das Pfund aufzuerligen; es wurde zu diesim Zweck .»ine Versammlung einberufen, m_ Der gegen 10,000 Pcryoncn ;:“schicnen. Der Versuch schlug jedoch fehl, denn es erhobcn Wr etwa 150 darunter ihre Hände zu ngsten der_ Switch. Man beschloß nun, am folgenden Tage zu_ 211121“ fdimlicbeiz Zib- :?émmung zu schreiten, die [edoch, den Birmmghamer Blattern Zusoiqe, nicht anders ausfallen dürste._ , * ,Die Nachricht von der Verweisung des Herrn „Arthur OIConnor aus Irland erweist sick) als falsch; HM“ O Connor (»th „widerspricht derselben in einem aus Cork vom 2ten_d. da- iirtén Bxiefe, worin er versichert, das; er ibcder "N,", Herzog? “'on“ Welljn'Zton, noch von irgend Jemand ein Schreiben ei'hal, Lon habe, wodurch ihm anbefphlen wijrde, Irland su. verlaffe_n; (“;: habe übrigens“, sagt er, als man ihm dix Erlau ncß crthxilc, sich nach Zr1and Yu begeben, um seine Privat-Angejxgenhexxey zu ordnen, sein (,hreanrt gegeben, daß er sich in keine politi- §chen Händel einlassen wolle, und werde 75 auch halten.
Die Times vom 6ten- d. M. sagt (m Bexug aus den von Der Preußischen Staats-Zeitung ( Nr. 327) nutgetheixtcn Aus- zug eines vermeintlich in jenem Blaite gestandenen Artikels über xm Deutschen Zon-Verband, daßsie diesen Artikel !cmeSweges :::;xbjizirt habe. (Unsere Quelle in, dieser Beziehung war “Öxr Allqemeine Zeitung, welche [MM Aufsaß vollständig, .,...5 noch derselben mehrere andeke Deutsche Blätter, als aus
D.: Tiases geschöpft, zuersi mitgetheilt.)
1418 . 7 Die Dartsorder Bank hat ihre Zählungen einstellen müssen.
Die Morning Chronicle meldet: „Wir haben so eben einen Expressen von Fatmouth erhalten. Die Zeit ist zt? kurz, um alle Details unserer, von dem Dampfboot„§onfigme“ , wel- ches Lissabon am 2ten d. Nachmittaas verließ, mitgebrachten Korrespondenz zu geben; der Haupt-Jnhalt derselben läßt sich jedoch in Folqendes usammenfassen: Der 1. Dezcmber, em großer Taq für die ixxortuqiefische Nazion, indem es der Jah- restag der Tbronbeskeigung des Haudes-Braganzaf ,ist, wurde dieSmal noch besonders wichtiq und feierlich durch die Vermäh- luna, der junaen Königin mit dem Herzogx von ,Le1ichtenberg, ivexche durch e"Procure-itjon vollzogen wurde, em Ereigmß, welches man als den Schkußstein zu dem von dem verstorbenen Kalter Dom Pedro begonnenen Werk betrachten kann, besonders da ' fick) die einmüthigsre _Theilnahme daran unier der Bevölkerung kundgab , wie man' sie selten bsi eincr Begebenheitbemerke hat, denn nicht nur die Kgmmern, sondern auch die JJTUtiizipalitäten und das Volk siihlte'n die Noth- wendigkcit, IMT Hoffnung irgend einer Faction cm Ende zy machen und Ole Vei'fassung des Landes fest "zu begrüiiden. _Die chaitcn über das Budget dauerten fort, und bei jeder em ei- nen Abstimmung ergab fich eine Majoriiäc u Gunsten des „1; nisicriumi. Das Land war ruhig, und die erbesscrungen schrit- cen vor.“ Dir Courier hat edenfalis KorresponbenzzNachrich- ten von Lissabon erhalten, behält sich aber die » citiheilunz der- selben vor und sagt nur: „Herr v. Bavaro ist von semer Mission an den Herzog von Leuchtenberg am 2511211 v. M. m:rVollniach- “ten des Lcizeeren für den Herzog von Terceira, .w-odur-“ch dieser befugt wurde, bei der Vcrmählung mit der Königin die-Stelie des Prinzen zu vertreten, nach Lissabon zurückgekehrt. Die Ver- mählung wurde demnach am 1sten v. mit großer Feierlichkeit voll,- zogen.“ Der ' Globe theilt ein Privat.- Schrc_ib€n *aus Lissabon vom 2. 13. mit (s. Portugal) und weil übexdies Wissen, daß am 16. v. M. eine Portugiesische Korvette, Mik de)" HU“- zog von Leuchtenberg an Bord, auf ihrer Fahrt von „Ztalica nach Pormgal bci Gibraltar vor Anker gegangen je:), was jedoch, w:: auch aus den weiter unten mitgetheilten Nachrichten hervorgeht, wohl auf einem errhum beruhen dürfte. Die Cortes waren am L.“). v. M. von dem neuen Entschluß des“ Ministeriums, die Vermählungs-Feier, statt am 20. d., schon am 1. stattfinden zu lassen, in Kenntniß geselzt worden. Der General Sa da Ban- dcira und der Graf Ficalho waren von Lissabon abgereist, Er- sterer in einer Portugiesischen Kriegs-Brigg, Leßixrer, der bei reits in Faimouth angekommen iki, in einen) Englijchen Dampf- boot, und sollen von London aus ihre_Reisx nach München zu dem Herxoge von Leuchtenberg gemein1chafclich fortseßen. Die Miguellskiscve Guerilla unter dem Kommgndo deß Brigadiers Aloa- die sich in Algarbien gezeigt hatte, ist gänzlich vernichtet WOMEN.
Der Courier berichtet unter seinen Börseii-NaMichtep Folgendes: „Aus Madrid sind heute früh Biiefe uiid Zei- tungen bis zum 30. November eingegangen. “Bis dahin war noch keine offizielle Anzeige Über die „Kontrahirxmg der yeuen Spanischen Anleihe erschienen; in den bestanterxtchtetm Zirkqin glaubte man aber zuversichtlich und verki'mdigee eb fast als gewaß, daß die Vorschläge der Herren Ardouin und Ricardo angenom- men werdcn würden. Die nächsten Berichte werden also wahr- scheinlich das definitive Resultat bringen, und man steht ihm!: mit großer Erwartun entgegen.“ (Vergl. den Art. Madrid.)
Im heutigen B rsenbericht der Times heißt _es: „Auf dem Geldmarkt stockten heute die Geschäfte ganz, weil man der „Dinge warten, die da kommen soüten. Die Häupter de')" Fond?- und der Waaren-Börse wünschten eine Vereinigung der gema- ßigkeken Whigs und Tories in dem neu zu bildenden Ministe- rium, indem sie meinten, daß gerade dadurch jetzt die Ge1chäfks zum höchsken Flor gebracht werden könnten. Nach Geld war weniger Frage, als in den vorhergehenden Tagen.“
Niederlande.
Lins dcin Haag 9. Dez. Ihre Köni [. Hoheiten dsr Prinz um?: die Prinzessin Friedrich, so wie dchftdircn Toch- ksl', sind geßexn Abend um 8 Uhr wohlbehalten hier ivieder angekommen,
B e i g i e n.
Brüssel, 9. Dez, Se. Königl. Hoheit der Herzog von Orleans, der bereits" seit mehreren Tagen hier erwartet wurde, ist "gestern Abends um 7 Uhr im Schlosse von Laeken einge; tro'nen. _
Der Baron Diskan, der von bei“ Bilgisäyeti Regierung nach England geschickt wurde, ist von dieser Missimi zurück- gekehrt,
Deutschland.
Dresden, 6. Dez. Se. Königl. Maj. und Les Prinzen MÜWZMUU Königl. Hoheit haben die durch das..:iblebcn ves HM'UUB Ebert Skledégte Stelle eines Ober-Bibiiothefqrs bei der hiesigen Königl. öffentlichen Bibliothek dem Bibliothéxar KMWUUU KW Falkcnikein übertragen und den Bibliothek;»?- cretair !)1'. Guüav Klemm zum Bibliothekar ernannt.
MÜxich)en, 0. Dez. Hiesige Blätter berichten; „We: gen eingctretcncn Unwohlseyns Sr. Majestät des Köpigs wax- den gestern in der Fxüiw das hohe Giorxié-Réitskfést 19 wee dk? Akademi: bei Hofe abgesagt, und auf IKiit-vocl) den 10. De- zember verschobsn. “» Nachréchxsn aus“ WiUL zufolge,. dürfte" Sc. Königl. Hoheit unser Durchlauchtigsier Kronprinz noch längere“: ZB:! dnicibst vcrweiien.“
München, 11. Dcz. Se. Majestät“ der König haben am 0. Dezember Sr. Du:*chlaucht Dem Herzog von Leuchtenberg zu keinem 241'tm Gcburtstage den St. Hubercuö-Orden Übersandt. Der Königl. Gesandte am Kaiserl. Russiscben Hofe, Graf von Lerchenfeld, rückte bei dem St. Georgi;Orvins-Riirerfeste zum Commandeur dieses Ordens voi“. ' _
Den" Königl. Griechische Hauptmann Schmölxl ist beauf- tragt worden, ein eigenes Corps“ für dt? Congreveschen Raketen zu organisi'en; ein Theil desselben ist bei'sits in München an- geworben.
Stuttgart, 10. Dez Gestern Nachmittaq ift Se. Ho.- heit der Herzog Alexander von Württemberg, Bruder Ihrer Majestät der Königin, wiedcr von hier abgereist.
Italien.
Neapel, 20. Nov. (Allg. Ztg.) Der so lang trivartete Gesandte des Französischen Hofes, General S_ebastiani, „ist nun [chon seit einem Manate hier, und bis jetzt 1cheinen seine Be; mühungen, eine Aenderung in den von dem Könige erst kürziick) noch ausgesprochenen Gesinnungen zu bewirken, von keinem sonder-
lichen Erfolg gewesen zu seyn. Indessen spricht man neuerdings
wieder von der so oft angekündigten Verbindung der Prinze Marie von Frankreich mit dem Bruder des Königs. Man WW sich sehr irren, wenn man glauben onte, es seyen persznnkd' Rückfichten, welche den jquen Fürsten bis jetzt abgehalten hätt seine Zustimmung zu dieser Heirath zu geben; ey ist i_m G, '" theil allen seinen Verwandten in wahrhafter Liebe zugethTM und spricht bei jeder Gelegenheit, namentlich von seiner Tam", der Königin der Franzosen, mit der größten Verehrich ' was er einmal für guc und recht, und dem Wohl seines V kes für zuträglich anerkannt hat, davon will er nicht Weiche und sollte cr diesem Prinzip auch die theuersten Bandedn“ Biuts ausopfern. Man meint, durch eine engere Verbum,“ mit Frankreich könnte der Damm, welchen hier die Liebe Ong Nation zu ihrem Souveriiin gegin die rcvolutionnairen sinnungen bildete, wo nicht zerstört, doch gefährdet w,? dcn, und man hat die kaum vernarbten Wunden von 1820 „o' nicht vergessen. *- Daß man das Gute ernstlich will, MK zeugt wieder ein Gesekz: die AUStrockm-mg der Sümpfe jm Mk zen Königreiche und die Voreheile betreffend, welche nm" 1 zu diesem Zwecke mitwirkenden Grundeigenthümern zuqest, will, welches" der König an seinem Namenstage, den 12, Janna 1835, u erlassen gedenkt. - Das Klima von Neapel bew “ dieses „ahr seinen alten Ruhm. Seit Anfang dieses MMW ist das Thermometer von Réaumur nicht unter 170 übers, fallen, und laue Südwinde erhalten die Temperatur W112: während zwischen 20 und 22 Grad Wärme. Dieseschzna Frühlingsmge locken jedoch nicht wie sonst die Fremden zuTau: senden nach dem reizenden Parthenope, die Gasihdfe WW halb voll --- und man ncnnt bis jetzt kaum zwei oder dreiquz, gezeichnete Russische und Englische Familien. anessenerwW man im näch|en Monat eine größere Menge dieser reisenden Zugvögel. -- Eine neue hier gebildete Geseüschafc unterom, Namen (3011111311111) 1211111211), deren Zweck ist, ur VersW“ rung der Hauptstadt mitzuwirken, und an deren piße dies» gezeichnetüen Architekten und Ingenieurs des Landes Ükhm erfreut sich großer Theilnahme. -- Im Theater S. Carlo,v«x“ unter der Leitung der neuen Entreprise mit einem ungewdhy, lichen Luxus und Glanz von Decorationen und Kostümesprangr, bezaubert aufs neue Madame Maiibran ein eixthufiastisM Publikum. - Die leßten AuSgrabunqen von Pompeji hab:: den Zweck, die Straße, welche vom Tempel der Fortuna 11! Zsis-Thore führt, ganz zu befreien. In dem sogenannten HW des Dädalus hat man herrliche Fresken entdeckt. - Seiteinj ger Zeit werden auch die früher so vernachlässtgtcn herrijchg Gegenden des alten Samniums » dic Thäler der Melfauo der Orfenta, welche die Reize des südlichen Himmels mit dit ernsten Größe der Schweiz vereinigen, und deren Anblickdi interessantesten historischen Erinnerungen ins Gedächtnis; rukx von wißbegierigen Fremden und Einheimischen häufig besuchy und bald werden irefflichc Kunßstraßen in die entlegensten Theil! des Königreichs führen.
Spanien.
*" Madrid, 30.Nov. .DieKönigin hat den Pardonoch nicht verlassen und man glaubt allgemein, daß [ie vor dem neuen Jahre nicht in die Stadt zurückkommen werde, Das Ministe: rium scheint jeßt einiger als jemals und man spricht nichtmehr von der Entlassung des Herren MoScoso. General Lkauder hat, wie man versichert, Herrn Martinez de la Rosa angexeigt, daß er am 5. oder 6 Dezember in Madrid eintreffen WOM,- Die Nachricht von dem Eintritt des Herzogs von Wellinxm
ins Ministerium machte anfänglich einen sehr unangenehm» NNW Rthir,) geschätzt MW- DU“ (Graf Ficalho bat den Be,-
Éindruck, der indes; nicht von Dauer war. Die Depeséyii. “;
welche Herr von Rayneval von seiner Regierung erhielt,habn
die unsrige etwas beruhigt. »- Heute geht ein Couriernaq Paris ab, der , wie man vernimmt, den Kontrakt der zwischn unserer Regierung und dem Herrn Ardouiu abgeschlosso nen Anleihe Überbringt. Dieser Banquier wird monatlii 31;- Millionen Realm und nicht, wie man glaubte, 31 Millionen zahlen.
einem Engliichen Kapitalisten zu 67 p t. abgeschlossen sev. Wer indcß auch der Kontrahent sein mag , so viel ist gewiß, daßsk ersten Zahlungen nicht die denn es müssen 1) gemäß dem von Herrn Gonzale Allendeak- geschlossenen Kontrakt, 60 Mill. Realer) an Roth child, 2) 41 .?illionen, Welche Ardouin vorgeschossen hat, und 3) 12 andere MiUionen, welche nach den Versicherungen der Minister bclii Diskussion über das Finanz; Gesetz auch Herr Nothschiu noch um Theil zu fordern hat, zurückgezahlt werden.- Die Fkarlisten hatten, in Bezug auf die Anleihe, das Gericht verbreitet, das; das Banquierhaus, welches dieselbe negoziirti seine Vorschläge modificirc habe und daß die Regierung deshalb sehr unvortheilhafte Bedingungen einzugehen gezwungen wordt! sey. Wir können diese Gerüchte widerlegen und thun mesmu um so größerem Vergnügen, da wir die Queue kennen, acus'orr fie Zefiossen find. Es“ hat weder vor noch nach den (T*Zceigmssen in
ondon eine Modification in den Bedingungen der Anle, *
stattgefunden, und wir versichern mit Bestimmtheit, daß, M““ ja eine Modification vorhanden ist, diese dem Lande nur zum Vortheil gereichen wird. „
«- Aus Sa ntander wird vom 28. November gemeldet, daß die Regierung auf Verlangen 1316 General Mina mehxercO ziere, Welche durch ihre Txpferkeit und ihre Ergebenheitsükdkä Thron „Jsabella's 11. sich bis Vertrauens würdig gemachx- 111 dem Grade, welchen sie zur Zeit der Constitution bekleidilsn- unter den Befehl Mina's gestellt hat. Es sind der RM" Sancho, die Obersten Savano und Orvilla. ji für seine tapfere Vcrtheidigung des Trocadero den Rang gls Ober,-
-- Der Englische Globe enthält folgende Nachrichten“" Madrid vom 30. November: „Von den Anleihe-Vorschlägl?" scheint bis jeß! noch keiner die definitive Bestätigung der RegkeM erhalten zu haben, wiewohl der Kommisfioris-BeiiM dem fob“ gierungSrath die Annahme des Ardoumschen ?lnerbietens eMPM len hat. Die von Herrn Bertrand de Lys gemachten Vorsch er würden wahrscheinlich den Vorug erhalten haben, MWM im Stande gewesen wäre, geJdrige Bürgschaften daW"mn ten, und Einige glauben, der Regierungsraih zögere ck14“ deshalb noch mit der Annahme irgend eines Vökswob ges“, weil er Herrn Bertrand de Lys in Stand seßk" Bek“ len, fich bei den Londoner und Pariser Kapitalisten nach we stand umzusehen. Seit dem 20|en snd der Regierung Lund neue Vorschläge eingereicht worden, einer von Heim Lees der der andere von Herrn Michelles. Der Le tere erbietet MMM Regierung2Monate hinter einander 35 Mi . Realm vor uebi! re!
und dann die Obligationen zu ); pCt. Kommissons- „ und zu einem Minimum, der Regierung zum Vortheil, 1212"??? kaufen. Die Nachrichten über den innern Zustand des M'
lauten im Ganzen günstig für die Sache der Königin-
ärger
abe; [lg
anfangs „» Obgleich diese Angaben fastkß _- fiziell sind, so hat doch die Zögerung der Regierung, sie bekanie Ü? zu machen, zu dem Gerüchte Anlaß ge eben, daß die Anleihema ;
assen des Staates füllen Werde!) "
Leßterer erhi'" *
krieg wird jedoch 1eider_noch immex mit unerhörter Grau- mket't fortgeführt. Namentlich sollen die Znsurgentxn Gräuel- aten begehen, über welzche dt? meysch11che Natur-sia) entseßi. je Entlassung des Englischen OJZinisteriiims und die von Scl; des Königs an deri Herzog_von Wellington exgangens Ein- dunq, ein neue_s Kabmet zu bilden, geben den hiisigcn Zcitmi- n Stoff zu vielen Erörterungen undxMuthmammgen. Jm emeinen scheint man zu giqubcn, daßber Herzog keine schw- ie Maßregel irgend einer Art gegen die bestehende Svani1che Vierung ergreifen werde.“ P o r t u g c; l. * Der Globe enthälx ein Prévqr-Scbreiben aus Lissabon m 2„ DSL., worin es im Wciintlichcn heißt: „Die Vermäh- „g der K* nigin durch Procuyaiion wurde gestern mit den) größ- ) Pomp gefeiert. ,Die Königin wurde von allen Klasen mit em Enthusiasmus empfangen, Wie er sclbsr ihrem Vater nie- als zu Th_eil gewoi'den )|. .Kanoticn-Salven vgn dei: Batte- en und KrieZSschiffen, das Läucerx der Glocken und die krieg?- cheMus1kmehrerer Truppcn-Corps, wclche slch vom Paklask Ne- ssidades bis zur Kathedrale in Parade aufstellten, verkundigcen Feier des. Tages.“ Um 11 Uhr. bewegte sich eiiie absehbare Lime theils Johr elegaiiter, theils sehr anttkei" C'qm- en nach dem östlicher) Stadttheilc. Die vornchme Welt bei- rlei Geschlkchks WFU' m_ höchster GaLa. Dek Wagen der Kö- jn, dem Kavaklerisken in StaatsUanorm ohne Kopfbcdeckung ranrinen, wurde von acht schönen Englischen Pferden gezogen, ,aufs reichste auégeschmüch waren unk) Federbüsche von blaxuyn 0 weißen Straußfedern trugen. Die Vorreiter und Kut1cher -ren in Scharlach und Gold gekieidit. Der," Wagen war vbn xmojsmrother Farbe und oben Mit ?inxy_goldenen Krone berie- Jhre Mmeskät war in weißer Weide gekleidet und trug Diadem von Diamanten, und Kränze von Smaraqdcn im „ar. Sie war sehr heiter. Von alien Balkons und Fenstern, .sie vorüber fuhr, wurden BlUFUKTL (::-„f ihren Wagen herab.- orfen. Die Seiten dsr Häuicr waren mit seidenen ppichen von allen Farben des Regenbogens [)cbängr, Darmt- wehren mit den Tüchern, alle Hsitc ;"iogon in die Luft ddas Viva-Rufen War in der That becäUbend. Zwei Hof- men saßen bei der Königin im Wagin. Dei" Maquis von anta Zria fuhr als ihr KaMMcrl)err in einem von acht Pfer- gkzcanen Staatswagen voraus. Das Lancier-ngémsnt dcr nigin und das Wie Dragoneeragimcni ritten vor und hinter Königl. Staatswagen. „Da mw: Fon Herzog Von Terceira 11 vor der Ceremonie in chéchzixxch111 Kleidern Hatte reits!“- en, so verbreitete sich das Gki'x'tcm, 0.757? nicht er, sondern der arquis von Santa Jria die Stelle dss Bräutigams vertreten rde. Allein dies war eianrthUm; d.,“):Herzoq wohnkxmiie bci Kathedrale und kleidete sich mit fast theaii.11.schrr Scixnxljizkcitum. cr Patriarch vollzog dio Ccremonie mit wahrhaft „Königlichir d imposanter Feierlichkeit und er!? Um vier Uhr Nachmittags rte der Zug in derselben Ordnung zurück und die Königin rde wieder mit allen Beweisen der *EUR von den Beka): n Lissabons empfangen. Am Abend waren di? Stadt u'.» Schiffe glänzend erleuchccr. Das Theater von San Ciqi'ibs r zum Erdrück-“en voll, obgleich Zhrc I)2«11cstät cs nicbt mic ibmr genwartbeehrte,wicwohlVieleqsgiaubclybenmögen. WäH-i'ind ganzen Nacht spielten YNUsLZ-COWS OCZ“ Militaii's aufdcnSii'a- undPläßen. Die Königin hat dem Hsrrn Bayard, ivciihe'c den e-Kontrakc aus München und die Vollmacht zur “procuration den »?eizog von Terceira überbrachte, eine Dose mit Bisi- _„ im ge chenkt, deren Werth auf 30 Contos de Reis (ungefähr
[ erhalten, sich von London nach München zu begeben, um ' Herzog von Leuchtenberg hierbei" zu begleiten. Man glaubt,
Mai'schal] Solignac werde im Gefolge des Prin en nach Lis- on kommen. Morgen ist gcoxie Cour bei Ihrer »Ziaj. im Pa- " Ajuda, um die Glückwünsche des Hofes und dcr öffentlichen hörden entgegen zu nehmen.“
Türkei.
Konstantinopel, 18. Nov. Man hatte gehofft, daß yrien beruhigt und die Aufregung gedämpft sci); alli'in nach neuesten Berichten ist es viclmchi' größtentheils in einem urrectionnellen Zustande. In Der Lksti'n Hälfte des vxrflojse- „ Monats brach ein Aufstand in Haleb aus, wo die täglichen mrichtungen die Erbittermig des Volkes aufs Höchste gestei- thatten; er ward nach einigen blutigen Auftritte:: unter- ückt, worauf dann die Zahl der Hinrichtungen sich verdoppelte. ftzur nämlichen Zeit brach ein Auxruhr zu Beirut aus, der cmie Mühe gedämpft werden konnte, und den Aegyptiern [: Leute kostete. Einige Tage später erhob sich die ganze Be: [kerung des Kesroan (eines Seitenzweigs dis Antiiiba:w:1,*, d drbhte, den Arabischen Truppen ikzrc Communicationen av- schneiden, was auch geschehen wäre, wenn nick): der Emir Oer ?Usen, den Lsßtern zu Hülfe eilend, die auf mehreren Punkten onnenen Gefechte zu Gunsten der Aegyptéer enischied€n häitc, ist dafür von Ibrahim Pascha belohnt, uxjd mit Bewachung ser Gegend beauftragt worden, die noch kcines'wegks beruhigt „sondern den Kampf, wenn gieiib mit geschwächten Kräsrcn, Wk. Die Aegvprier, mit dem CNPS der Drusen unter dyn efehtxn des Emirs', waren Ungefähr 14,000 Mann scarf“, sind “ keitdem um 5000 Mann vcrtmhrt wordcn. Auf die erste Wicht von diesen Vorfällen har Rixi'clsd Pa:'c1,*a fÜr zwch- nlichferach1et, seine Armee an den Gcänzcn vom 'Wo-11.15); nzentriren und Anstalten zu treffen, die auf cincn baldigen WWU) dei“ Feindseligkeiten süzliißen ließe". Dies War es "") m'as hier zu dem Gerüchte Anlaß gab, daß er die (Gränzen '_kkschritten, umd Ibrahim, der seinerseits ach) gerüstet war, anae- 'ffen habe. Dies war nicht dci" Fal], aber beide Heere kichin sick) genüber, uyd können jede Stmwe Haiidaemcin werden, besonders inn es den Aegypciern nécht gelingen sollte, den immer mehr um ' greifenden Geist des deeriiandes in Syrien zu unterdrücken. “"_kannbas Unbehagen ermessen, welches hier herrscht, und die Be,- rImssc, Yee man neuerdings wegen Ekbairung des “Friedens hegt. Die e kkschtniingen von Truppyn nach Asien werdeaauch wieder ct)ä- '“ bekkkebkn- Un? es soll schleimig cin fdrmlicher Courier- 'ÜZsel _vonfSkutai'i aus nach dem Himptqitarcier Reschid Pa- steukngektcbtetiverden, damit der: Sultan genau und schnell ihre em N“ch„Uch„t erhalte. Aue!) ipricht man v_on Auxii'i'istung “UT“? Kkkessschtffe, um nach Smykna zii iegeln und die nomMzu bewachen-_vor welchen man Axgyptiich9 Schiffe wahr- “iermen haben will. * Von Französiicher Seite ist Mehmed ern WWW worden, sem _Betragim gegen den Sulxan zu än- die Vie Bedrückungen Yi Syrien einzustellen; _es icheint aber, hne Wirkorstellungkcn des zrunzöfisehen Konsuls m Alexandrien Mverfol [tms geblieben Lud,“ O_a die Syrter vor wie nach grau- in Taurugs Werden, und «kaLahlm Pascha eine drohe'nde Steliung unabhä genommen hat. Mehmed Ali soll sem Vorhaben, Ugig zu erklären, keineswegs aufgegeben haben. Wir
1419
stehen also auf demselben Punkte, wie vor einigen Monaten, und es wird von den Ereignissen in Syrien und dem Willen der großen Europäischen Mächte abhängen, ob der Orient noch lanze in diesem Zustande der unerträglichsten Spannung blei- ben, oder ob das KriegSglück über den Sultan und Mehmed entscheiden soll. Leßteres ist nicht wahrscheinlich, da dem ge- sammten Europa zu viel daran gelegen seyn muß, jede Kataffro- phe im Oriente zu vermeiden, die leicht den allgemeinen Frie- den stören könnte. Inzwischen stehen wir auf einem Vulkane, und wissen heute nicht, was" morgen geschieht. Die Pest hat hier_ nachgelassen, herrscht aber in vielen Gegenden Asiens mit großer Heftigkeit. Auch bei Ibrahims Truppen haben Pestfäkle stattgefanden, was in diesem Augenblicke ihr gefährlichster Feind werden kann. Ibrahim hat Alles angewendet, um den Gesund- heitSzustand seiner Armee zu sichern, allein dies möchte cht schwer Wirdrn, da er sie konzentrirt halten muß. » Das von Stniz-rxm angekommene Türkische Dampfschiff wird heute dahin «111111857111, und den Oesterreichischen Konsul, Herrn Laurin, Überführcn.
'Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
New-York, 19. Nov. Das Resultat der Wahlen zu dem bevorstehenden Kongreß hat eine Majorität für den Prä- sidenten Jackson ergeben. Der Secretair des Schatzes hat an die Zoll-Einnehmer und an Alle, die öffentliche Gelder einzukas- fiken haben, ein Cirkular erlassen, worin er sie anweisk, nicht länger die Obligationen der vaeigbanken der Bank der Verei- nigren Staaten anzunehmen,
Mexiko.
Amerikanische Blätter melden aus Vera Cruz vom 5. Oktober, daß Santana das Ministerium provisorisch ernannt und dsm Herrn Lombardo das Departement der inneren und äußeren Angelegenheiten, dem Herrn Lebriji das Finanz-Mini- stcrium, Herrn Mors das Ministerium des Krieges und der Marine und Herrn PortUgal das des Kultus übertragen. Herr ?ilaman, welcher unter Bustamcnte's' Verwaltung Premier-Mi: nister war, und, obgleich von Santana verbannt, sick) heimlich im Lande aufhielt, steht jetzt an der Spitze der Camarilla und man erwartet, ihn bald wieder als Premier-Minister zu sehen. In den politischen Cirkeln der Hauptstadt Wollte man wissen, daß Santana eine diplomatische Note an den Präsidenten der Vereinigten Staaten erlassen habe, worin er ihn von den neue,- 061: Ereignissen und Veränderungen in der Republik in Kennt- 11iß setzt, sich über einige seiner Maßregeln rechtfertigt und den Wunsch ausspricht, die freundschaftlichen Verhältnisse wischen beiden Republiken noch mehr zu befestigen. In einer beFonderen Note soll ev ernslich auf die endliche Erledigung der schon so lange schwebenden Streitigkeiten über die Gränze beider Repu- bliken in dem Gebiete von Texas gedrungen haben.
Brasilien.
Aus Rio Janeiro vom 14. Oktober wird gemeldet, daß die Session der General-Versammlung am 1. Oktober ge- schlossen worden ist, ohne daß dieselbe einen Beschluß über die so nöthige Verbesserung des Münzfußes gefaßt habe. Die Nachrichten aus den Provinzen find zufriedensiellend. Die Zei- tungen enthalten eine Menge Dekrete, Beschlüsse u. s. w. für
die verschiedenen Departements, die jedoch nur von lokalem Zn- t-srcsse sind.
Vereinigte Staaten vom La Plata.
Zn Englischen Blättern wird aus Buenos-Ayres vom 14. September noch Folgendes berichtet: „Zeitungen aus TNontevideo zufolge, hat die Regentschaft von Brasilien dem Präsidenten von Rio Grande die bestimmten Befehle Übersandt, daß er den General Lavalleja und seine Anhänger nöthigen solle, in einer beüimmten Zeit das Land zu verlassen, und ihn, wenn er sich widerséße, zu verhaften. Wer von ihnen in Brasilien zu bleiben wünscht, darf sich nur in Rio Janeiro, Bahia und Pernambuco oder in der unmittelbaren Nähe dieser Städte aufhalten. Die hiesige Regierung hat eine Antwort auf die Note erhalten, worin sie die Republik Peru von der Absicht des Madrider Hofes, die neuen Republiken in Süd-Amcrika in Mo- narchieen umzuwandeln, in Kenntniß setzt. Die Regierung von Peru spricht in der Antwort ihren feüen Entschluß aus, nur solchen Vorschlägen des“ Kabinets von Madrid, die sich auf An- erkenrxung der neuen Staaten als Republiken beziehen, Gehör zu ge en.“
Inland.
Berlin, 15. Dez. Es find nunmehr drei Jahre verflos- sen, daß S?. Mai. der „König durch das Statur vom 26. Nov. 1831 die Hüifskasse für die Provinz Westphalen ins Leben ticken ließen, Aus einer unlängst erschienenen Bekanntmachung dcr Direction über die scicherige Wirksamkeit dieses Instituts, das dm'ck) die Allerhöchste Kabinkrs-Ordre vom &. August d. I. an Antrag des vierten Westphäli1“chen Provinzial-Landtages eine erweiterte Bestimmung erhalten hat, entnehmen wir Folgendes: Am 5 Januar 1832 wurde die Direcrion mit einem Stamm- K'apitaic von 325,828 Rthli'. 9 Sgr. Z Pf. installirt. Von dieser Summe, mianbcgriff dcr seitdem aufgekommenen Zinsen, sind bis 111111 1. Nov. d, I. verwendet worden: 1) Zu Darle- 13-211 1211 G;:neinden [71,770 Rthlr. 2) Zu Darlehen an Priva- ii';1 3,11 Ucbornmcbunaen und Ablösung von Real-Lasten 28,723 Ribli'. 3) Zur Beförderung von Gewerbe,- und Fabrik-Anlagen 28,250 Nihil. 4) An Unterßéißungen für genwinnühliche Institute imd Anlagen durch den dritten und vierten Provinzial „- Landtag 18,950 MM“. 5) An Verwaltungs- Koßcn uni.) extraordinaircn Zahlungkn 2605 Rthlr. Es bleiben bclläUfiJ noch auszuleihcn 99,979 Nzhlr, Veriuste an Kapital ober Zinsen sind bisher glücklich Virmieden Wo:“den, Aus den völ'j'chcnden ?Ltizxabkn ergiebt ficl), daß vorzüglich die Gemeinden das Institut der Provinzial-Hiiifskaise benutzt haben, um sich entweder die nöthigen Mittel zu neuen Anlagen zu verschaffen, od-7r um ihren Schxldenstand zu vermindern und mit der Zeit gänzlick) zu tilgen. Die Darichcn zur Ablösung von Real-Lasten fanden in der noch nicht zur völligen Ausführung gediehenen Geseßgebung über diesen wichtigen Gegenstand ein Hinderniß; dagegen haben“ sie mehreren Getvcrbe- und Fabrik-Anlagen einen erfi'eulichen Schwung gegebon. Durch die dem Institute durch die obgcdachte Allerhöchste Kabinetsx-Ordre beigelegte Befugniß zur Uebernahme von 50,000 Rthlr. aus den Sparkassen der Provinz wird es demselben möglich, seine Wirksamkeit künftig noch bedeutend zu erweitern. All emein anerkannt ist der Rufzen, den die Sparkassen sowol in moralischer als ökonomischer Hinsicht gewähren; sie geben der geringeren Klasse eine Gelegenheit, auch kleine Ersparnisse nuhbar anzu-
legen und fie so der Gefahr leichtfinniger Verwendung zumi-
rücken. Ein bedeutendes Hindernis tvohlthätigen Wirkens fan- den indessen bisher die Sparkassen selbst in der Schwierigkeit, . ihre Baarschaften zu angemessenen Zinsen unterzubringen, indem die hypothekarische Anlegung den Uebelskand bietet, daß bei einer solchen die Rückzahlung, wenn sie nöthig wird, nicht rasch genug bewirkt werden kann. Um nun diese Verlegenheit abzuwenden- wird die Provinzial: ülfskaffe vom 1, Januar !. I. ab einer jeden von dem Ober: räsidium enehmigten Sparkasse, die sch deshalb an dieselbe wendet, eine Summe bezeichnen, bis zu wel- cher fie Gelder ohne vorherige Anfrage einsenden und rentbar machen kann. Der einzusendende Betrag muß indessen min- deftens aus 50 Rthlr, bestehen. Die Verzinsung beträgt ZZ- pCt. und die Rückzahlung erfolgt immer spätestens 14 Tage, nachdem solche von der betreffenden Sparkasse verlangt worden.
- Die Verwaltung des Kurmärkischen Land-Armenwescns hat im Jahre 1833 folgende Haupt-Resultate geliefert: In dem Land-Armenhause zu. Strausberg befanden sich am Schluss;- des Jahres 1832 Überhaupt 475 Individuen; im verfioffenen Jahre wurden eingeliefert 1176, in Summa 1651. Die Zahl der Ge- storbenen, Entwichencn, nach ihren Angehörigkeits-Ortcn Entlas- senen, als Ausländer Über die Grän e Gewiesenen, in Dienst Untergebrachten oder nach anderen nskalten Translocirren be- trug 1221, so daß am Schlusse des Jahres 1833 noch 430 im Hause verblieben, nämlich 258 Männer, 48 Weiber Und 124 Kinder. In dem Land-Armenhause zu Wittstock befanden fich am Schlusse des v, Z. 153, und in dem dortigen Provinzial- analidenhause 192, endlich in der Land-Jrren-Anstalt zu Neu- Ji u p p in 130 Individuen. -- Die Unterhaltungskoften für Verpfie; gung und Bekleidung, einschließlich der allgemeinenAdministrations- Kosken, betrugen im Jahre 1833 für die Anstalt in Straußbcrg 27,205, in Wittstock 8540, und in Neu-Ruppin 9782, in Summa also 45,527 Rthlr., d. 1. im Allgemeinen etwa 3600 Rthlr. we- niger als im Jahre 1832. Der Abschluß des Vermögens-Zu- standes des Kurmärkischen Land-Armen-Fonds ergab am 1. Januar d. J. einen Bestand von 13,482 Rthlr. 19 Sgr. 3 Pf.
- Die Ausgrabungen, welche vor kur cm im Weilerbusch bei Fließem, im Kreise Bitcburg des egierungs-Bezirks Trier, vorgenommen worden sind, haben eine interessante Aus- beute geliefert. Beide Flügel des dort ausgegrabenen Gebäudes smd jeizt nach deren Außenmauern vom Sckutt befreit. Sie laufen nach der vorderen Seite in halbrunde Thürme aus, von denen jeder mit drei 6 Fuß breiten und 8_Fuß dicken Wider- lagern gestüßt ist. Das Innere derselben ist noch nicht aufge- räumt. Außer einigen Säulenschaften, einem wohlgearbeiteten Kapital Korinthisctzer Ordnung, einem weiblichen Kopfe (sämmt- lich von weißem Sandstein) und einem kleinen gucei'ha11cncn künstlich gearbeiteten Schlüssel-Ringe von Bronce, erregt Scion- ders eine Bilder-Gruppe aus Muschelkalk Aufmerksamkeit. Das Ganze stellt eine Säule dar, um welche mehrere Darstellungen in erhabener Arbeit angebracht sind. Auf der einen Seite be- findet sich ein von „Blättern und Blumen bedeckter Baum; die andere Seite ist verstümmelt. An der einen Wendung ist eine Venus bemerklich, tvelcher der rechte Arm fehlt, an der anbern Wendung steht dem Anscheine _nach ein Apollo, jedoch ebenfalls verstümmelt. Mehrere daneben gefundene Bruchstücke scheinin diesem Torso anzugehören. Uebrigens sind bisher keine Inschrif- ten bemerkt worden. Die Nachgrabungen werden im erweiter- ten Umfange und unter Leitung sachkundiger Personen fort-
e e r. g sß- Von der (nach Nr. 3/43 der SUI. am 9ten d. M. bei ei- nem Brande in der Gartenstraße hiersel sk verunglückten Fami- lie sind nach einander bereits die 3jährige Tochter und die Mur- ter an den Folgen der erlittenen Verleßungen mit Tode abge- gangen.
Meteorologische Beobachtung.
1834. , Moägens [ Nachmitt, * Abends Nach einmaliger 14. Dezbr- 6 hr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Luftdruck . 343,2 1“"Par.!343,2 ("Par. 343,7 4"*Par Quellwärme 8/4 " R. Luftwärme + 0,2 "'N-+ 1,0991 + 1,1 “R. Flußwärm, ] . “R Tbauvunkt "' 0/9oN-"“ Ü-ÖoR-"" 0/30R- ,' **
Dunßsättg. 91 “pCt. 87 .th" 89 ka. Bodenwärme 3,7 “R. . YFZ? IZKF; “2;sz UHF, 211191311110. 0,0 1 7 ““ Rt). Wolkenzug -- W 1 - [Niederschlag 0,0 o 9' Rd,
Zerliusr Jörgs.
bau 15. 0622111521“ 1834. .Rmt]. ?"011-18- 111111 92111n60urs-281t81. (Nxsxz/"a. C'umn)
"" FZZZFFK'G,“ ÜUZJF i „k „m'sx/Öjkr'séxi. „_m W 813817111116 -- d'cb. | 4 [1004 913€ ()styr. 1'1'31141111'. 4 | - 100; 91. 15-1 1. 0111.30. 4 96 95; 90111111. (19. ck| 11:5; 1'1-äm.deb.ä.§eo11, -- 60; 60; [(at-u.J'eülX-„Zo. 4 100?, 1074 [(urm.()k)1.m.|.€. 4 99; 99; 5611103136116 (10. 51106; _- Xeum.111t.§6b.ck0. 4 99; 11.131.8- ä.§€."u.§€. -, 7 Z 7 Z 11311. 815-11-001. 4 991, _ 2..-§c311.€1.l(.- ".F. -*---5 ?*x 731 !(öujxgb. (10. 4 -- *- ---- ! VJZiÜle. (19. 4; _ ---- 11011. 7011147. Luk. *“1 17,1 -- ])11112. (10. in “sb. », 37; ID IZE)!!! 1410. »] 18 _- wose .. 14.111551! 4 10); - D*riecxkisbzä'or. . --5 13: 13; (;701'11 's. i'm. (10.! 4 102; 102 918201110 ..... »! 3 „: Kusy'ärti-xe Uörsou.
(.
111115127631", 10 Vexsmbgr.
Fieäekk Wirk]. Zcbulä 54,',. 53 110. 99; Intg. 86111111] 1,27“,- [(um-13111. 23T» 42.10; 3111011. 921. ZZZ 75;. 111183. 98. 9281111“. W:. l'kouu. l'köm.-§cbeine 107Z. 110. 43 Jul «. 8931]. 53 UZ. 3 " 27 ",.
v 1 Qntnxsr on, 9 ])SLSWbSk.
Zyan- 5Z 444. 33 27. 1112311118111 44, 211111. 15:. (karte- MF.
111). (30111). 25,3. Assy. -. Zslx. NZ ()SIthk 1013. Ums. 14011110", 9. [182011104312
(Honk. ZF pr. compt. 92Z. Cortes 541. 11011. TFF 511, ZF 991. ['ott, RZ. [“Ingl. Russ. 106.1,- (Jolumb. 31. Nox. 41. [Zeig, 98. (Krisch. -. ZkQQ. 781. 0681811", -.
Zt. l'otsrzburz, 5. ])swember.
l-onäou 3 Ut. 10k. [lamburxx 8 Ut. Ik Imst. 3 511, 53;
katja 111,7. Zübsr-Uubsl 359. Zilbor-lnsck. 8er. 111. u. ls. -. Wien, 10. Uexamber.
Z,“; 11181. W;. 41": WFZ. Zank-zotiso 1271. Asus 810131112 7.
Q 1834 54944.