Berlin, den 14. Februar 1876. . ["ck E' Grstcrn Vormittag um 10 Uhr ,hat die feiert e in: Xegnuxig und Beisetzung der Leiche des am 10. JI?)- bruar d.I. vcrßorbenenGenerals der Infanterie z. .
. euckrr lier elb att efunden. .
1) PIN Trc1]*.1ersl;aixfsteßwakrL der reich m1t_51_3aluien und Lorbeer- kränzcn geschmückte Sarg aufgebahrt; hochitammiege Blyttpflanzen, zwiickzen denen zahlreiche Kerzen ihr milxes Ucht m'dasd ver- hängte Zimmer sandten, bildeten den Hintergrund, m effedn Mitte ein kleiner Altar mit dem Kreuze des Erlosers ßan . Des Verstorbenen Helm, Epauleiten, Tegen und Orden lagen
* ' 7" “'on: Sar e. _ _ UÜWFTUMWLULU crizckzixnrn im TkäUTkÜQilsL S e. Mrtjrsiat der Kaiser und König, Se. Kßai1'erldtche und Honigbckze Hoheit der Kronprinz, Ihre Koniglicbeti Hoheiten die Prinzen Friedrich Carl, Alexander und “Prinz August vo'n Württembrrg; die Aikrhöchftrn UNd Hockzften Herrschaern wurden cm der Thür des Hauses vom Sohrie cs Verblichcncn, Hrn. von Schenk, a_uf daS Ehrxrhietzgße cm; pfanaen mid iiach dcr Wohnung geii1hrt.' Sc. K9n1g11che Hohrtt der Prinz Carl ließ fick) durch Hockzstsemen Adjiitanten, deZ Major von PriÜlViH, vertreten. Neben dem GenerglFeldmarscha Grafen Moltke baitcn fick) die gesammie Generaltiat Und 3.151- reicbe Lifizirrc, hohe Staatsbeamie, Mitglieder des Herrcnhauirs unö aiidrre angesehene Persönlichkeiten cmgefundßn. _AUZ Breslau war 61116 Tcpnmtion des Sch[?111chen Jxld-tArrffiÉlxrw-chiments
, , dc cn C'? der Vercmig c w.:r, eian ro , _ _ Nr (?Tackéiscm SZ.f.'51aiiirliche und K'omglrrlze MUMWÜZWWLL Se. Kaisrrliche imd Königliche Hohrii dcr Kroiiprmz der Y_Ukhtzk Yee.“-
Verstorbencu, der vcrwittweten Frau Landrini) von 91181121sch11ßs in huldrcick) theilnahmsvoiler Weise Ihr Vc11210 aiic3ge_druckt un die “Übrigen JTZixglieder dcr lcidtragerid'en'Famrlié begrußt hatten, begann die Feier mit dem von Komgltchen Chorsangern vor- getragenen Gesangs des Liedes: „Was Gott thut, das ist wohl gethan.“ _ _ c .
' L' exircde, welche der Prediger am Kadeiien-qups Hr. JFUUTLWHWLT, gab ein kurzes Bild der LebeiiMescbichte s. Peiickers, gedachte drr miwazideibaren Trine gegeii seinen Kaiserlichsn Herrn Und betonte die hohen Verdienste, die er fick) Um das preaßisck)? Heer crxvorbén. Nis GeonrralJyspecieur des Militär : Erziehungs- Und .Vilßunngescq-Z . "fieÜtL er sich dir Aufgabe, fiir die Armee cin_tUchxtch OifiZieicorps heraanbilden und diente daniit dcn hochstenuchcken de? chr- Taxides. Was er geschaffen, dach h(Zbe fick) glanzend bewahrt und Hierin liege sein bleibendes Verdiemt. 91116) de_m queticnzCorps, dem er deri Geist der Vildmxg 11110S11111chk811 TULTzlzrheliko br- ftrebi war, blieb er äUßLk11ck] und iiiiicriirl) nahe. s(“.-;r hase xa selbst erfahren, daß die Wissenschaft 61118 rriiie Quake drs bcsikn Verqniigens sei. Tie Verlirier Umverjitat khrie seine 1118; rarifchcii Lciftiiiigrn durch ETTHLMMJ des_ Diploms eme.) Doktors der Philosophio. .?achdem „er 1858 zum General der Infanterie crnanni Und 1863 mit drm Cch100B611MA01LP Orden dekoriri worden, war rs ihmßvergonnt, srxm éx0]g§r1ges Dienstjubilänm zu feiern. Als er fuhlte, duß'seine Kraxthu weitercm Dienste nicht mehr aiiHreichterZ, wurde 11]m der erbe.ene Abschisd in huldvollfter Weise gewahrt. Vail und gatiz hqi v. Peiickcr fick) stets dem Amte gewidmet unk 11111 großer Energie seine chcmien QUEJefiikth. Srm „warmes Herz Wing _vnoil innicicr Hingebimg fÜr scinxén Kaiserlichen Herrn und war“ erxuiit mir “freimdlichem Wohlwollen gegen seme_Uniergebencm._ Fur a11es echt Me:1sch1iche Hatte cr ein offenes Gemuih, dessen religiosßTiefe in seinen Liedern zu Tage iritt. AÜCUOÜWLU, sq schw» der Redner, werde 1). Peuckers Verlust als 'em sckZTULkzÜÖW empfrm- den. Tem Kaiscrlichen Hrrrn 1,1110 Semem Hohen Hanse moge Gott ncue Diemer in s01ch€r_ Hingebu11J_Und TreuezuwendeF, auf die Tochter und die Familie aber trostend Und lindernd rie
' . " L Liebe c;“.ken _ _ hMUJWYdem dsrs Geistliche noch ein k.“.rzW _Gebct gemrockzrn, beendste der Gejimg dcs Lichs: „Cs 1]: beßtmmt m Gottes
“ ' er ebenDe Feier. ,
RMHSZWMahjcstät der Kaiser und König iraicii Hieranf'dem Sargo einige Schritic näher,. und grrnhirn, cm Fran U“, Niebel- schiir. noch einige tröstcmdr Worie _zu, richten. Ein G1€1chks ge- sckzaß von Sr. Kaiserlichen „UND Komglxrhefxr Hoheit _den] Kron- prinzen, worauf Se, Majestai Und die Zoazstcn Herransteji, 5011 der fick) ehrfnrrhtsvoü vsrbengrndcn Brrsammlang Stck) verab- schiedend, das Trauerhans vsrlrrßcu. " _ .
Der Sarg ivnrde alshann 'von zwolf Unierofnziech des
6. Schi€fischen Feld:AriiUeric-Regimriiis ans der Wohnung nach dem Leichenwagcn getragen, der niit sechc3 schwarz „behringeneii Pferden bespamii war. Tem Sargx voraii gm_grn zWU Ofßziere, wclche die Orden des, Vcrjtorbeiieii cms roihen
Atiaczkiffen migen; dic Deputation des 1chimeZnW " folgte unmiiielbar [)iiiier dem Sarge; Die lange Wirgeiireihe ßroffqßten dic sechHspännigcn Gala-Equipagen Sr. MNcsiai drs 5191|er und Königs und Sr. Kaiserlichen unD Komglcckzen kYoheii des Kronprinzen. Dic VLisLYUNg eriolgie auf dem alten OOWTHLLU- ßädtischcn Kirchhof am Oramezibargcr "THINK. Unisr drn Klängen dcs Choraics „Jesus meineZiiv€r11cht wurde der Sarg in die Gruft gesenkt; nach dem Vgterimser imd denz Segens- spruck) endigte die Feicr mii dem Liede: „Selig smd die Todten,
die in dem Herrn sterben“.
Der Niederländische Landwirthschaftlichc Kongreß
' Ende Irmi d. I. in Amsterdam i_ein dreißigxahrig'es leitteZ-en. AUS diesem Anlaffe soll MZK dem Kongresse. eme Ausstellung von Hülfsinittexn fur deon [andwrr'th- schaftlichen Unterricht und fur laUdryxrtHschqftlirhe Untersuchungen verbunden werden. »Dwselhe 15er am 26. Juni und an den darauf folgendewwagen '." Amsterdam stattfinden. Nack) Inhalt der auch an die laiidmirihsckgaftlichen Lehr- und VersuckzSanstalTen in anderen _Staaten versandtßn Einladungen zur Beiheiligung an der NUSUeUmig, werden “ni derjelben die Gegenstände in folgende Gruppen emgetherlt sem.
1. Unterrichts- und Versuchswesen tm AÜgememen,
11. physikalische und ckmesche ?chpparate zu landwrrihsohaft-
li en Unterri th- und V6 U szwe en, ' „ ck 111. ArbeYen über Thierphyfiologie, Arbeiten uber Pflanzen-
Phystologie und Arbeiten über Bodenkunde, _ _ ld Anmeldungen zur Ausftellung sind, und zwar mozzlrrhst ba ,
an „Dr. M. Salverda, 20 van den Boschftraat 23, s Sraven-
a e. olland“ u ri ten. h g D?" Kongreéz 1räYi sämmtliche Affekuranzkoften und aiißcr- dem für aussteilende Unterrichis- und Versuchsaziftalten'die er- wachsenden Unkosten überhaupt, während “er fur Jahrikanien, welche sich an der Ausstellung betheiligen, eme Ermaßigung der
Jm Wissenschaftlichen Verein . .
ie in 32 cnwart Ihrer Majestät der Kamerrn-Kontgiu am
Zerxztangeueé Sonnabend der Profeßor ])r. Schraßer elriensVortrag
über „die Bibliothek Sarkanapals“. Obschon fruher pie »ng den
Namen Sardauavals verherrlicht hat, „so hat doch die nmeräßöx-
schichtsforschung erwiesen, daß der angeblich 888 v.K§br.1ebende . onig
dieses Namens eine rein mythische Person ist. «)exgleicht man die
griechischen Berichte des Kiefias, Dioxyr und Anderer unt denen des Berto-
sUS, Alexander Polyhiftcr, des violezxiaischen Kanons und der Mouukmeur,
so ergiebt fich mit vöiliger Gewißheit, d_a _Sardaztapal ""NRW, ist mit König Asurbauipal, der als „einer der ma tigsten „Herrscher Y„yrilen? von 667 bis 625 v. Chr. rcgiertx _und den Nord- und Sudch as
von In)" jmä schick (das alte Ninive) erbauie,_cder doch restauririß.
Die Bibliotbck res Könißs Sardatxapal aufgefunden 311 21169113, 111 das Verdisust dcs enzliirizen Jo-x1chers Layard, Die _Jiv..x11ek befand sich zu 1111)“ jam] 5611161, 110-111 ng-xnuber, und zwar in dem einst von Sanherih erhautetz Paiaitc. Sie _bestand a1_1[s lauter Thontäfrlchen, die mit eiiier Uhr 1orgfaltig Fußgejiikzrten Kei - schrift bercckt waren. Die Schr_:ft war meist sehr 1chars emgegrgbcn odcr 611192121131, dabei aber nicht 1811211 so „klein. Yaxz es, zumal bei dxr Verwandtbeit der Schriftzüge, Loyard mchi moglich ichien, churrm Vergrößerungsglas die Zeichen von emaner zu Weiden und zu léjcn, Die" Täfclclxsn waren aii? genau _bezcrchnci Uizd nur_nerirt_ und erwiesen sich den gilcbrien Forjcb-xrsi gegenuber YÖSZYYYSEUÖ als Kopien ältercr babylonischcr_ Werke, “dl? theils? von _Ayur- baniwal 'angrfettigt, oder aus alteren Bibliotheken _ Totalath Pileiars und Anderer _ berübergruomtyen sind. _Was _den “556.111 dieser Bibliothek betxifft, so zersix1 sie 111 d.;s R81ch€é17chlv UKH die Büchersammmng. Jm Reiciwarcbio warsn niedxrgrlßg. 1:16 amtltckßn Dcpcschcn und Urkimdén, a:xxi1_iche Listen „(.TUhqustM-KYrZiTUtYU' vcr32ichnisic u. s. w.) und sonstig2 amtlickze Schrrftxiucke. O1LBUch5;k- sammlung umiaßte zunächst' g€fch1ckxliche Darstellunzgen , meist eine swnchronisiisckk-e é'3e1cbichie “Yjsyriens- iiizd Bakyirnirnß, ferner Länderq Flüsse- und Stadtevxrzeichn1sje und 1031161?- 1ich Abschriften älterer, insbesondere akkadischer_Werke, zum «:.-bkll mit J:».tirlinearübsrsrßupg, Lqßisre umfaßen wixkzrr Hymnen, astro- logisch»astron0mische, mathematich und and_erkveitige _Tcxfelchcn. Zu einem Falle chlzen wir ncbrri derEspateren «s]ixiichen K_rpir auch die alibabylonifcbe UrsÖiUk. “SOM?" rina Wirklich, fragt dcr dener, bis auf dieses eine, ganz ziisallig gsfztndenexUThon- täfelchen der einstige Inhalt dsr, alten baleouiychen «,iicher- sammlung xu Grunde gigangktx fem? Auf «ckckck, uud _Triit trifft der Wanderer in dsn sumpngxn Gegendsn" Yabylxmxnö aiif die Trümmsr eincr eiustigsn hohen Kultur. Unzavgge (3161118 mit In- schriften und mytbokogiscden Darst_e*[lu:tgen brxmdcn fich mA-den Museen Eurovas uud geben Zrugmß dayon, 1)le11 wclchsn1ß04ac§c das Land am Unterlaufc des Euphrat x1_nd Tigris dcr 318611181: den.:rnrY- gen Kultur war. Dir Siäitm der chlaxtc Nebukßdnszarxs rind «“.-Der_ex Ko- nige smd wieD-crgefunden imd dieMuxexn bcrgsndir Backstemr' undxaiilcii diesrr a1L-kakylonisckzen Herrscherpalaste; VSULCOÜ dock) DAZ"K0111911chL Museum [)isrfeibst nichts Géringeres, „als da? Sr.;gel deZersiorers Irru- ialems, Nebukadnrzars! Und _ioÜien die arten L_)iblioißekrz; „von Ur-Akkad u. 1“. w., dercn Werks «ardanapal durch stine Tqselia-Yreiber kopircn ließ, spurlos Mrscbwrtpdc-n 1ein? „Soiltexi nicht vxelxps.» _ so sch1cß der Rcdßer nach ein.1nHmwci1e aus die nerinrlings 1111 Gerieie des (1115: Elam gomacixien F1111d€“_ cm den 7611511CT1,'M1 Welchen xie Backsteininfihriften dsr Zeiigencffxn Abrahanix, die xsßt im Briiischen Museum zu London gnfbewahrtUMrdeti, 3.1 Tage gc- fördcit wurden, nicHt auch noch Reit: fich bißsmden ,xener Iixbabylo- nischen BüÖersammlungsn? Wer woklte da:: UWZUUEZ, Lvrrgbex wird der Glückliche sein, drm die Hebung auch diejer Schaßr Jelmgt.
Verein für di? chciyrcHic Bsrlins.
Jm Verein für dicGeschichteBerlins hiel.t_an1Sonna1«€Ud Abend Der Magistrats-Sekréiär F?ry. Mcyer rior eincm JIch1kelch6n Publikum eincn Voxtrlag BÜVJT'ÉFF JaUZUZUeWZKeycrbcer in * ““ nwir oene 11einngenne ,: BLrÉlanc-Zbdéßjerz Beegr, gib. am 1085111111769 111F_ranifiirta.O., bcgründete zu Anfang dieseH Jahrhundeis _hier 111 Berlin 6111?“ Zuckcr- fiedsrsi. Er war ein betrirbwmsr und zuglxich 6111 wohkchenUr Wim, cin Kunst-Mäcen und ein Fremzd ch Koriigstqdier Theaters. Sexiie Gattin Amalie, geb. Wolff, war mildthatig iind „ÖcichnZie iich namrntlich durciy ihre Fürsorga in den Jabxen _1813 619 _181.) aus. Der König schenkte ihr als L_[nérkenmmg dafur cinen Argux; won d'em Marmorbiide der Königin Linse m (Ci)g_r1.oticxchurg. Vecer starb 1825, seine Gattin fnhr fort, (Mr iHr-Z Kraft? hinaus Arxnr und 31:11)- leidende zu unterstüßcn; kein Brdraggtsr „durfte abgcwiesew w;r7:cn. Ihr Haus war außrrdem stets kffM fUr Leutz wie Holter, Jenny ' u. A. „ “ Lind Aus der Vcerschén (F1)? Waren 4sSobr-r “Hsrvrrgvgayßey. „,x/cr zweire, Wilhelm, geb. 1797, machte die Bxxreiungx-kricgc mit, 11er- nahm ipäier die Geschäfte dss Vaters und 11t der bekaimte Astronom, der Freund Mädlers, Ritters und Hiimboldts. EY-staxb. 1850. Der drittc, Michasl, 1800 gsÉorcn, isi _dcr bekqnnie 9,165in 166 Straknsee, der erst nach ieincizi Ude 1846 m_Verlm qu“gefnk)rt wxxrdr. Ein NCivcnfiebrr raffiE 11711 1833 in Munchrn l;mweg. _ Der jüngsté, Heiurick), war Maier, aber nicht von hervvrragendem
t. _ TWIN älteste “der vier Brüder, am 5. Sépiembsr 1791 in dem Hauie Spandaucrstraße 72 ge_k;ore„n, wo einst (Hraxm gclebt und gewirkt hatte, trat 1775011 (116 5xahrrgcr Kiiabß in GeseÜxÖakaanzerien auf UND dek-üiirie zusrst öffcmlich 1800 in sm_em Pal,;„xgscbeiidronzerte. VM Weber und Zeller in dsr Theorie weiter 92511821, m DJM: stadt ci11Schiil€r Vogiers, fiil)1te cr'fich'nicht befriedigtron 1eiiien geistlich€n mewrsitiynen; ein unukerivchhsr Hang zog ihn zur rra- matischen Musik. (» , _ . S' lk“
Aber seine ersten Opern „32175826 (88111de und „A imer fanden gßringen Bcifasl. Er n1u1;ie_3uc_r'.t_Jialien ikben, LZHLWLU zur Meisterschaft gelangte. Zn Venedig 1chrte1ck er _nack) fast emxah- rigen Studien zivei „Opern, die 11119316111th Bélfall fandcn, Cr Ver- w-andelte seinen Namen damals in G10601110 Meyerbxer,
Sein „Robert der Trufcl“, zuerst in Paris am 22. Novenibar 1831 aiifgcführr, errang 1832 m' Verity nur emen ZWZLfÜ; haficn Erfolg. Es ir1gten 1836 111 Paris seine „Hugenotten. 1846 ging der Komponist wixdrr nqck) Italien und vr)..cndcte 1848 seinen „Propketsn“, der am 28. OktoHec 1850 zwerst Hisr Mfgefuhrz wurde. Giacomo schuf mm 19inen „Nordsicrn, semi? „),-11113611) und Hatte kaum seine „Afrikanerm“ bectxdet, gls errTod Yi"! im Jahre 1864 an die Seite der Muttcr rirf, Er Hinterließ' 3,_2,ochter, von denen die älreste an den Baron ron Korff uud d1€1UngstL an den Maler Prof. Richter wsrhcirathet ist.
* ' San rancisco am 24.1). M. eingetroffetze 'Dauivfxr Citi??? 1Eoin)“ kFingt nach der ,New-Yorker Handelszeitung die Nachricht, daß in einem bedeutenden Vankßame von Foycbow ein Feuer ausgebrochen sei, wclcbxs so schnell„um fich gegriffen habe, daß Tausende von Häusern zerstort worden seien.
TbeaZer.P ' C [ beehrt" am Se. Königliche Hoheit er rinz ar !- Sonnabend die Vorstellung im Wallner-Thearer mii Höchst- ftineLBLeSßexé'Kaiferlich und Königliche Hoheit 'der KronÉZrinz bLeHrte die zum Benefiz des Verfgffers Hrn. S al _111 grÉIO cim Roxxy- abend veranstaltete 25ste Aufsuhrung der Pose: „ ie_ eli1e durch Berlin in 80 Stunden“ im Friedrich-Wilhe in- städtischen Theater mit seinem Besuch und Wohnte der Vor- ' l e bei. _ _ stelluI; .le SMK?) YZomas beabsichtigi, , tm Woxiersixoxff- Theater am Freitag, 18. Februar, zur Feicr des funfzigjahngezx Schriftsteüerjubiläums C. A. Görner, der als Schayspteler wie als Dichter in der Geschichte des deutschen Theaters emen hervor-
" lun :) ne Namen“, in der Rolle des Keppel mtwnkex, J??? Agixgxst Görner wurde mp 29.,Jauuar' 1806 zu Berlin geboren. Sein Vater. ein Beamter itzt FinanEMintFtrrtum, ,sthd im Verkehr mit den damaligen Koryvbaen der S:!)auiptelkynft. QU- land, Mattausch, Kaseliß, Warm und Unzelmaun, mr_t L_udwxg Devrient und Lemm. Sein Sohn.!)ssuchte _scbon als _virFahan Knabe das Theater. Mehr noch wirktx_ auf 1er der personli e 8er- kehr mit Devrient, dem er ais Souxsieur beim Memorxrea senza Roilen bebülflich war. Devneni stuktrie ?em Knahen anrb seine erxten Rollen ein: den Florian, m Koßebuxs _„LHroßmama -l__d_en Schneider Fips in „Die gefährl:_che Nachbarschaxt u, 51.) U.SOeine theatralische Laufbahn beaann quner Ende Fcbruar18-„ _m tettm, wo er bei dem Direktor Curicl em Cngaßerxieut mit zwei Tbalim Wochc::gag-: fand. Später *.txt er [Y_DJZ'HIWOJUÖJ Hofibcater zu Cötkru als Mitgiied ein, 3113 [“i-7125 jékkch bereits zm'ch kurz?: Zsit aufgehoben wurde, üi*arn.rhur er _ ME.]..trr W! 18 Jahren _ die Direktion emer_wanderu_dcn „rruppe, MIL welcher er in kleineren sächsischen Stadien, ayttrat._ Nackxdem- er die Direktion niedergelegt, blieb er noch bis 1827. bei dieser Gesellschaft, in welchem Jahre er als erster Cbarakterspieler an das Hofih-“ater zu Strelilz berufenwurde. Dort blisb er, hgldozum Ober-Regiffeur, später zum Direktor erhobezi, einundzwanzig Qayxe lang bis zu". Auflösung des Theaters, §Lck_on _da FMM“ er mch Breslau engagirt; nach einigen Jahren berief ihn „:,!réfwr Zeich. maxm an das Friedrich-Wilhelmstadii!ch_e Theater zu Berlin. Spater führt? er zwxi Jahre hindurch die Lextung des Kr0111chcn„ Theaters, 7 bis cr im Jahre 1857 nach Hamburg 91119, ww er sxtidem aj:- Wechselnd beim Stadt- nd Tdalratheater als Charakterwieler uad *** - r*i rnr m:. irie. _ _ _ _ &[erAYSJYkihneLschgriftstellér war Görizer von einer xaxt b'LlL-WLÜWM Fruchtbarkeit. Sein erstes Werk „Garzner_und Gartncrin wurde am /15.F31*-ruar 1826 zu Freiberg ausgxfuhrt. Zn 23111,[)albka “'?ahxhundert, weches srit dieser. ersten YuNuhrungwrrfeLoMnk ist, (M Görner die dsutickp: Bühne wir 148 Stucken [*sjchenrr, v.n denen
wordsn md. _ _ 117 TWIST Wien sist am 10. Fsbruar der beliebte und aUck) in Berlin bekamirs Komiker des Theaters an dcr Wim, Karl Rott, g“storben.
Konzerte.
Km Saale dcr Singakadrmie' hatte_ Lér Sicrn-chc .G" sanaÜerein, U:;ixr Lriiung seines jcßtgsn Direktors, ch chfxxioxs “?. Stockhaussxx, ein Konzert vcranstaitst, rvelchcö „zu dsn_1ntsr. Zssantestcn Diess?) Winters gkhörk und dczrum aucb. dsn SFM 'btskauf dm lcßien “131.113 geiüilt hakte. Zar Airssahrung kam zgxrjt die BU. [are VM": Grafen Moritz v. StrachtViß: Pi)ara_o, Tm 35lith Chor und Orch2strr komponirr VN] B. Hopferxsein tnckßttges Welk, bci Mm 11.1) Der vokale und dsr mstrumxniqle Toeil harmonisch und qlcicbbersäetigt zur Durchführmig eines 111 sich durchans 11311)cm1 und sinugkmäßcn Ton'sildcs verbandsn. Melodiycs), obne _Grubi-lei und darum klar, «Us dem Herzetx, nicht dem Verytande hrrspor- gegangen, zeichnete es die Angst der JUTA], 1,6121 Hiilferuf zu Goki, den Uebermuik) drr Argyptcr; das KLICK.“ brechende Sirafgericht m_id JSraels Dank m tren'snder ““Z“-M' Die Komvosition schließt sich eng und _ fkapp dätir «xte an und wirkt wvylilmcnd und erhrbcnd, so da); ihm dxr 798171111 d_e übsrwiegend aus Kunstverständigen bxstebenden Zukxqrcr reti?!)- zu THeil wurdc, zumal es east 1th 71111" Orchestcrbégleitung URL. in drr voÜendeien Ausfüixrung durch den Chor 3a voÜcr (556111111? kam. _ Dann folgte eine nicht sehr bedxutcnde Cantgtc vori _J €). B'sch: „Schlage dock) gewünschte Stand?“, Von Frl.,Klingg m_it ihrer 103011611, Wohlgéfchultén Altstimms und ihrer deutlichen „insipracbe trist“ Vorgeiraéien. Der Cantate, in der dnrch da? fqrtwahrendZ Klmßen eines Glöckchen?» wvbl dsr Siundenickolag illunrirt YLNLL ', icli, fehlr deoch der iiefrre Inhalt. „_ Das Hauptwerk Yes .[rjcnxks war das „deutsche chur_e_m“ von Brahms. „nc.c_1„es zum ersten Male hier ausgefuhrt Wurdk, eme m_elodtenr-xrrhe Tondichkung, die zugleich des Mexisters Vollkomn/che BHerrscr-"ung des Orckyesiers zeigt. Mild und schon war der 1. «.Mi „944691197116 dieda Lcid tragen“, 2521 im Styi, uxxd marbt eine Hivkrcis .lnwen.ung der H.“.rfc hierin cinen tiefer) (Er_ndruxk. K!agsnd (tn 114110111111 de- zweite Saß, denn alles Fleiick) 1st „ww Gras, akrr 1!0]111ch die Foxi seßnng (in ng-äur), wo die Sordinen' m zarter WSU? angewenre- werden, srohlockrnd, mit LUal1ck)artlgL11/§CrCSCCUDOJ unter B; nußung dsr Trompeien, der Sch1uß res SWB, wrléxr niHlt,'-tivt- dir Erlöstxn mit Jauchzen gcn Zion 1231111151, Ein WUUTJCÖ „1111611 Soio “(von Hrn. Senfft schön uiid 1101111111119va Vorgciragén)U-1' (Hho: folgt, dMn cin 1ieblicherwLchcnsaß (Nr. 4, 12-35-6110 von de- Wohnungen des Herrn ; Nr. 5 ist Lm Sopray-Sow, 130117371. 3 ori) Mc trefflicl) anégefübrt: „Ihr Habt Traurigkeit __ b€i_ zvslchm drr Hot immer cinfäklt: Ich will Euch trosten, 1V1SC!11_€_'§! mne- I)iZttethroytde In Nr. 6 malt das Umhcriapyenßrr Bamc .““9 O11ch111EO Zukünftiger: Stätte und da;; Geheimniß, das vsrkundIeTix wuZ)". kid- mächkige Fuge fck)lie'":t dieien Saß. ' Jn gslungenze'r «„Life 11111; Schluß: Selig siiid die Todtexi, Wieder in dc:1*„1zifang ZUrUuNUU rundet Zo ein Werk ab, das zu dM bsdrgiéndstexxZzchopfuxgkn WIN: zeit gsrecbnet werden darf, mid dure!) demknAnfsuhrung Uri) Hr. 1:1. Stockhausen ein Verdienst erivorben hat.
! * [ ie lexic Sonnabendvorsteilung des ClLCl-Ys Renz Ic_sia fei: Zi) zu xiner der interessantestsn Yer ganzxn SLUTU- Hatt? ;ck?! die Arksmdigung dsr neuen Pantomime genngr,_ das Haus bis a“ den lrßten Platz zu füllen, so wurde „den Bsiurysrn obcneixzinn ssltene Genuß zu Tßeil, nach langer Ze1t Hrn. Direkryr E. N ed cinmal ',"cißst nach zwei Ricbt-ungen, m dsr PisrdcrrZ11ur uni91a Höheren Reitkunst als Maister bewixndern zu konnen, “6 drr Vorfü'orung des in Freikxeit dre_ssiricn Tigsrhengstes „Mol)amér ngo das Publikum ihm scine'n Beifal] 1aut zu erkennen, dé)?" a immer uniiberiroffenen Reiter aßer,_a*.s Welcher sick) . r, szei dein Schulvferd „Elbedavy“ zu „erweisen Geleginhett fapd, wur_e “e: frürmisckye Ovation und viermaliger Hervyrrux zu Theil. MMC Enkel, der kleine 5jährige Oskar. Renz, 211111 k:e„m Namen deH 1ch vaters Ehre machen dürfte, bewws Urne Bormhriing_ des zu:. [D silberfarbenen Ponnys „Diamanc“, den der_klenre Kunßlxr von ' Sultan von Zanzibar als Ankrkennung fur seine Lcntungsn z, ' alten bat. „ , GUYFJFYMEUWH Fest“, gn dem 1lch„ Has gesammte PersoT in phantastischen chines17chrn Kostumcn Hetherligte, " 11.1, von Hryéa “ rektor Renz auf das geschickteste grrapgirt und prachtig ZULgeL Im ersten Theil enifa1tet das mannlrcße Personal des (M UN
:- se anze Fertigkeit in der Jongierie jeder Art, Worin auch Fr. „(ea
ie ol Ende Abt 61111115 wird Von dem gesammten Baßetpcrwnai au") Zbrtfuréd gipfelthin einern brillantxn yon 24Damen_ in neuen &;le Kostümen getanzten (113116 935 (211111015 und eiiier uberraschendl ch Pause (16 k'a'r38015. Das prächtige, von elektrischeizi Licbxe be e?etb SchlUßtableau, an dem fick) aÜe Künstler imd Kunstlerznnen bo ligen, gehört zu dem schönsten, was der Cirkus Renz bisher RH bat. Laute Anerkennung und _mehrfache Hervorrufx lohntexxd Direktor Renz für seine Bemuhungxn, dem Publikum wixen : etwas Neues, Außerordentliche? zu'bteien, das_ ,denn_ auch , wöhntesten Geschmack zu befriedigen im Stande 1em durften.
5 enz mit ihren graziöscn Produktionen auf dem Dratkveile glar“
Redacteur: F. Prehm. Verlag der Expedition (Kessel). Druck W. El"
Vier Beilagen (einschließlich Börseu-Beilage),
cmßerdem eiu Preis-Couraut der Bremer Cigarren-F
Berlin:
TranSporttarife zn erlangen hofft. .
' mt, eiueVorstelluug zum Benefiz desselben_zu LIZZ?euHYlaÖöerWrwslelbft wird darin in dem Lustspiel „Eine kleine
(161 '
von Julius Schmidt in Hannover.
zum Deutschen Reichs-Anzeiger unö Köui
«);-T 39.
Rußland und Polen. (Monats-Uebersicht für Iaquar.) Das neue Jahr begann mit einer Reihe von Gnaden- erwnseii, xowie auch mit der üblichen Vertheilung der Geschäfte im RetchSrathe, wie letztere alle halbe Jahre stattzufinden pflegt. In der Beseßung des Präfidiums des Reichsraths, das seit einer ge: geraizmeti Reihe von Jahren in den Händen des Großfürsten Kon- stantin Nikolajewitsch fich befindet, ist keine, und unter den übrigen Inhabern. von Funktionen im ReichSrath find wenige Verände- rungen eingetreten. Der Großfürst Alexis Alexandrowitsch ward zuin Chef des 1. sibirisckzen Liieien-Bataiaons ernannt. Der Ad- mirql Graf Lütke erhielt den Andreas-Orden, der Fürst Va- gratton, General-(Houverneur der baltischen Provinzen, den „Axexander-Newski-Orden in Brillanten, andere hohe Würden- trager, darunter der Vorfißende im Ockonomie-Departement des ththraths Ahasa und Vizs-Admiral Leffowski _ Adlatus des Dirigirenden im Marine-Ministerium _ verschiedene hohe De- korationen, worüber der Telegraph und die Tageblätter das Nahere schon gebracht haben.
„Unter den Jubiläen, welche zum Beginn des neusn Jahres gefriert wurden, waren die bemerkenSiverthesten das des Esmeral- Adjutgriteii Jürsien Suworom _ welcher am 1. (13) Januar 1876 sunszig Jahre im OffizierSrange gestanden, von 1848 bis 1861 Genral-Gouverneur der baltischen Provinzen .;n." 1861 bis 1866 Gencrak-Gonverncur von St. Petersburg gewejs. “.ind seiiYeui Gensral-Inspektor der Infanterie ist; _ ferner das 101ahrige Jubiläum des General-Adjutanten Grafen Heyden als Ctyefs des Gciieralftaves; endlich das 50jährige Jubiläum des Akademikers Brandt als Doktors der Philosophie.
Unter den bemerkenswerthen Todesfällen im Januar waren besondxrs zu vsrzeickznen am 14. neuen Styls der des Staats- Sxkretars, ehemaligen Direktors der Kaiserlichen öffent- lichen Bibliothek und späteren Präsidenten der Abthei- lung“ für Gesese im Reickzsratk), Grafen Modest Korff, zugleich hervorragenden Zchriftstcllers; ferner am 15. Januar dEr Tod des Admirals Krabbe, Dirigenten des Marine-Mini- steriums, endlicki am 29. Januar der Tod des Fürsten Bagra- tion, General-Gouoerneurs der baltischen Provinzen. Graf Korff hatte schon seit längerer Zeit fich von der SteUung eines Prä- sidentin dcr Abtheilung fiir Gesetze zurückgezogen und war der Staatssekretär Fürst Uruffow an sLiUL Stelle getreten; an Stelle des verstorbenen Admirals Krabbe ward der Vize=Admiral Les- sowski zum Dirigirenden des Marine-Ministeriums ernannt.
' Im Befinden der Großfürstin Maria Nikolajewna scheint eme Wendung zum Besseren eingetreten zu sein; BuÜetins über ihr Ergehen werden nicht mehr herauSgegeben.
' In Bezug anf Mittelasien ist zu konstatiren, daß zunächst nn iranskaspisclzen Gebiet rnhigere Zustände eingekehrt find und sich sogar konsokidirt haben. Dagegen haben die Tekke-Turkmenen am Atrek aufs Neue russische Karawanen geplündert, und damit große Rekognoözirungen im Thale des genannten Flusses nöthig gemacht. Auck) in der chiwefischen Oase ver- langen die Turkmenen die sorgsamste Ueberwachung. Gefähr- lich ist aber der kokandische Aufftand, welcher jedesmal an einem andern Punkte auflebt, sobald er an einem niedergeschlagen wird. Der General Skobelew, mußte bei einem erneuerten Angriffe der Kip- tschaken und Aftodedsckß'é) einen enischeidenderen Schlag versuchen. Er trieb die Horden auseinander, welcheficl) zmischen dem Kara- Darja und dem Nariqn angriffsfertig gemacht, nahm dann am 16. Januar neuen Styls eine Position bei Ak-Tsckmkmak unweit Lindidschan, wo fick) Abdcrrahman Aftobedschi verschanzt hatte. Skobelew beschoß Andidschan am 19.; sein Unterbefehlshaber Baron MöUer-Sakomelkki erstürmie einige Theile der Stadt am 20., worauf sie am 21. besexzt ward. Der General-Adjutant von Kaufmann befindet fich seit dem 18. Dszember in St. Pe- tersburg.
Das Budget für 1876 ist nunmehr in seinem vollen Um- fange veröffentlicht worden. Mit dem Bridget des Vorjahres verglichen, stellt fick) das RLÜUSÖUÖILÜ pro 1876 wie folgt: Im Jahre 1875 wurden die regulären Einnahmen des Reiches auf 5323067209 Rnbcl, die außerordentlichen und Um- saßsinnahmkn auf 27,054,984 Rubsl, die sämmtlichen Staats- einnahmen somit auf 559 361,193 Rubel veranschlagt: im Jahre 1876 schaßt man die regulären StaUTSLiiinahmen auf 534,791,290 Rubel, die außerordentlichen und Umsaßeinnahmen auf 35.347.018 Rubel, die sämmtlichen Staatseiimahmen anf 570,138,308 Rubel. Die regulären StaateZauSgaven wurden (mit Einrechnung der Steuerausfäüe) auf 529050426 Rubel, die außerordentlichen und UmsaHaiicZ-gaben auf 27,054,984 Rubel veranschlagt; im Jahre 1876 belaufen fick) die rcgulären StaatSauSgaben auf 534,705120 Rubel, die außerordentlichen
und Umsaßausgaben auf 35,347,018 Rubel, die sämmtlichen StaatSausgaOcn somit auf 570,052,138 Rubel. Während man im Jahre 1875 einen Ueberschnß von 3,255,783 Rabel erwartete, hofft man jeßt auf einen Ueberschuß der Einnahmen um 86,170 Rubel. Davei ergibt sich gegen das Vorjahr eine Erhöhung der Einnahme bei 22, und eine Verringerung bei 14 Positionen; eine Erhöhung der AUHgaben in 13, und eine Verringe- rung in 4 Positionen. Unter den Positionen, in welchen eine Erhöhung der Einnahmen erwartet wird, dürften folgende hervorzuheben sein: Getränksteuer von 186,185,300 Rubel auf 191,787,700 Rubel; Zölle von 54538000 Rubel auf 60,470,000 Rubel; unter den Punkten, wo eine Verringerung der Einnahmen erwartet wird, folgende: Rückzahlung von Vor- schüffen für Eisenbahnen von 20,151,379 Rubel auf 16,200,000 Rabel; Münzregal (wegen einer AUSWCchsSlUUgSOperation) von 4,729,255 auf 3,198,634 Rubel; verschiedene kleine Einnahme- posten von 11,027,453 auf 6.641,226 Rubel. Eine Erhöhung der Au6gaben wird unter Anderem erwartet im Militärbudget von 178,049,492 Rubel auf 180267019 Rubel, im Justiz- Ministerium (wegen Ueberweisung der Justizverwaltung Polens an_unser allgemeines Iustiz-Ministerium) von 12,844,547 Ruhe! auf 14,340,226 Rubel , eine Verringerung der AUSgaben dagegen in folgenden Kapiteln: Zahlungen auf die Staatsschuld von 1.08,417,987 Rubel auf 106,910 946 Rubel ; Marine=Ministe- rium von 25,106,017 Rubel auf 25,038,381 Rubel; Domänen- Ministerium von 19,726,966 Rubel auf 19,042,177 Rubel; Ministerium der Verkehrswege von 17,598,871 Rubel auf 17-018,350 Rubel. Dabei hat Rußland im Jahre 1874 nach dem Kontrolcsch[uß einen Einnahmeüberschuß von 14876000 Rubeln gehabt und seit 1870 die Staatsschulden um 87,870,000
Erste Beilage
Berlin, Montag, den 14. Februar
konsolidirter Eisenbahn-Obligationen amortifirt. Die gesammte Staat_sschuld Rußlands beziffert fich nun auf 1,494,070,791 Rubel. Das WachSthum der jährlichen StaatSeinnahmen seit 20 Jahren beläuft sich auf 295 Millionen Rubel, und zwar ohne Erhöhung der Steuern, jedoch unter steigender Entwicke- lung der Ressourcen und Reform der Verwaltung.
Es liegen Daten über die Resultate der lesten Aushebung vor, wenn auch vor der Hand nur in Bezug auf das europäische Ruß- land. Von 150,000 jungen Leuten, die 1874 beanspracht wur- den, kamm 143,919 auf das europäische Rußland, bei Der lthen xiiiishebung (von 1875) unter den 180,000 AuSgehobenen 172,605 auf Europa. Im Jahre 1874 waren die Auggehobenen aus einer Zahl von 693.000 SteUungspÜkckjkigM UUSZUWOsM, jeßt aus einer Zahl von 678,000. Verheirathet waren unter den .Ausgehobenen 1874 53.639, unter den von 1875 aber 64,544. Die Zahl der Privilegirten, die vor der Einführung der (111- gemcinen Wehrpflicht nicht steklangöpflichtig waren, betrug in beiden Jahren 21 Prozent der AUSgehobencn. Un- tauglick) befunden wnrden 1874 49,000 SteUrr11gSpflich= tige, jth nur 40,000. Nicht gesteüt hatten fich 1874 etwa 24,000, jeßt aber nur 16,000; die Überwiegende Zahl die- ser Säumigen gehört dem jüdischen Glauben an, ein kleinerer Theil aber auch den Tataren, dock] werden die [cyteren nicht durch die Uachfolgenden Loosnummern crsexzt, Daher blieb das Resultat der Aushevung in dem Gouvernement TaUrien mit 229 Mann im Rückstande, * während der Rückstand im ganzen übrigen Reiche nur 59 Mann beträgt. Von 32,311 Juden, die fich gesteÜt hatten, WUrden 4418 auSgeboben.
Die Darlehnskassen nach dem Prinzips der Selbst-
bülfe haben in Rußland, wiewohl die erste vor noch nicht zehn Jahren gcgründet ward, unter der ländlichen „Bevölkerung ungeheuren Anklang und Erfolg gehabt. Die erste dieser Kas- sen erstand im Gouvernement Nowgorod und die Regierung, verordnete für alle ähnlichen Stiftungen einen schnellen und ein- fachen Modus der Bestätigunq (durch den Finanz-Minifter). _ImJahre 1865 wurde einesolche Kaffe bestätigt,1869_2; 1870-13; 1871 _ 45; 1872 _ 101; 1873 _ 180; 1874 _ 149; und in den ersten Monaten des Jahres 1875 weist der betreffende Be- richx schon 69 Neubestätigungen nach. Am 1. Juli 1875 waren somit 557 solcher Kassen bestätigt, von welchen blos eine ein- ging und 10 nicht zu Stande kamen. In drei Gouvernements (St. Petsrsburg, Livland, Cherson) giebt es in allen Kreisen solche Kassen, in 30 Gouvernements, nämlich Witebsk, Wladimir, Minsk, 9 Weichselgouvernements (nämlich im Königreich Polen außer Suwalki), 6 kaukasischen, 6 sibirischen und 6 central- asiatischsn Provinzen. Dagegen giebt es in Polen viele Gemeinde = Leihbanken fiir Bauern, z. B. im Gouver- nement Lublin ailein 88 und im Gouvernement Siedler 39, Solcher Gemeinde-Leihbanken giebt es auch im übrigen Rnßland, z. B. in Podolien aUein 1143. Außerdem giebt es in Rußland 50 ökonomische (,HeseÜschaften, und haben im Jahre 1875 82 [andwirthschaftliche Kongresse stattgekzabt. W Der „Regierungs-aneiger“ bringi eine Uebersicht der B r änd 8, welche während des Jahres 1875 in Rußland stattgehabt. Es gab denmark) in 66 Gonvernements, in 7 Provinzen (Oblafti) und 2 Stadthanptmannschaften (Dcrbend und Sebastopol) zu- sammen 25,976 Brände. Unter dieskn FeUersbrünsten liegt bei 3609 der Verdacht oder die Gewißheit der Brandstiftung vor; 6836 Brände entstanden aus Unvorfichtigkeit, 900 durch Blix), 14,631 aus unbekamnten Ursachen. In 2543 FäUen war der durch den Brand hervorgerufene Schaden nicht angegeben; die übrigen 23,433 Brände verursachten einen Gesammtschaden von 64,096896 Rubeln.
In den ReichsrathsDcpc-rtements fiir Geseße und Staats- Oekonomie, die fich zu dicsem 2301)qu zn gemeinsamer Berathung zusammengethan, wird _ Unter Mitwirkung von Delegirten der kom- petenten Ministerien, 1" owie auch des Adels, der Landstände, und gro- ßer Städte _ der Geseßentwurf einer neuen Arbeiter: und Dienstboten-Ordnung diskuiirt. Leßterer ward im vorigen Jahre in einer Kommission, wo Delegirte der kompetenten Mi- nisterien, sowie mich 24 LlöelSmarschäUe und LandschaftH-Präfi- denten, sowie auch Delsgirte dsr größeren Städte saßen, unter dem VorfiH des Domänen-Minifters Walujew durchberathen. In dissem Projekt, das die bciroffcndcn Fragen in ihrem ganzen Umfange behandelt, werden dem Arbeitnehmer in Bezug auf dem Rücktritt vom Arbeits- oder Dienstvertrage einige Erleich- tcrungsn gesichert, dagegen dem Prinzip, daß der Arbeiter und Dienstbote Von seinem Vertrage nicht ivillkürlick) abspringen darf, durch Einführnng von ArbeitHbÜchern eine wirksame Ga- rantie an die Seite geseßt. Das wiUki'rliche Weggehsxi von der Arbeit, und die faktische Unversokgbarkeit solcher Kontraktbrüche gehört zu den schlimmsten Kalamitäten unserer Landmirthschaft. Seit der Eiiifiihrnng der Gcrichtéjreform und der modernen Justiz - Instimtioncn gal) es mancherlei Kompetenzstrcitigkeiten zwischen der Justiz, der Staatsanwaltschaft und den Polizei- behörden. Die Zweifel, welche zur Sprache kamen, wurden von dem Senat stets im Sinne der modernen Jurisprudenz ent- schieden. Die wied.rholten Anfragen von verschiedenen Sriten ließen es aber wünsckzenswertl) ersch9inen, den Behörden „_ im Sinne des AÜerhöckcksten Ukases _ eine aUgemeine Instruktion Über die zweifelhaften Punkie zu ertheilen. Eine Kommission von den betheiligten Ministern hat eine solche Instruktion aus- gearbeitet, welche in Form von Cirkulären an die Behörden ergehen wird; einige Punkte, deren Interpretation aus dem Allerhöchsten Ukase Über Einfiihrung der Gerichthreform nicht zu entnehmen ist, bedürfen noch der persönlichen Entschciduug oder doch der speziellen Bestätigung des Kaisers. „
Ncichötags = Angelegenheiten. 11,
„ Die StrafgcseßnoVeÜe lautet nach dcn Beschlüssen des Reichstags in dritter Berathung:
§, 360. 3) wer als bcurlanixtcr Reservist oder Wehrmann der Lanr- odcr Zrewrbr ohn? Erlaubniß auswandert, ebemo [vor als Er- saßreservist erster Klassr auswandcrt, ohne von seiner bevorßebsnden Auswandorung dsr Militärbelwrre Anzeige erstattet zu haben;
glich Preußischin Staats-Anzeiger.
_ 4576
_ Z papier, Stempclmarken, Stempelklankctten, Ztsmpmddrücksn, éFent- ' licbrn Bescheinigungen oder, Beglauäigungsn dlkné'll können, anfertigt 1 oder an einen Andaren als die Behörde vsrabfolgk;
?) wer nnbcfugt die Abbildung 566 Kaißrlicbsn Wkans oder von Wappen eines Bundesiürften oder von Landeßw;pp:n gedrauwt;
_“ 12) wer als Pfandleihe]: oder RückkaufShäudlrr kei 'An-311111119 ykmrs Gswerbcs drn darüber erlassaiien Anordnung?" Z.1wiT€.-1)aiirelt;
F. 361. 6) ("111€ Wsibsvxrfon, W([ÖL wrgen gsw.*rksmäf;igkr1111-
zucht einer Polizeilicben Äufücht untkkstéÜl ist, Wenn ii: den in dieser HinfickZt zur Si-Dkrunq DZ. GEsl-lUT-xéis, ker öffsntliÉ-xn Ordnung Und des ösenxlrrben Anstandes rrjäff.ncn r*clizc-lirhen VOxiÖriit-xn zUwidsr- handelt, Zher welcbe, obno Liner solchén Aufsicht usixsrstclli zn sein, gewerbSmaßig Unzucht treirt; _ §„ 363, wer, um Bsbördsn odrr Privatpsrionen ziim Zwecke 1eines bessersn Fortkorximsns oder dss befferanNtkommsns sines“ An- Deren zu täuichsn, Päffe, I)iibtärabicbiere, ÜchUDSrbslkß-kr ODU“ sonstige Légitimatiqn-vapiers, Dirnst- vérr Ar-siisbiicvsr orir sonstigk auf Grund bsyondorer Vorschriftsn .]Uszuiteüenre chgnkssx, sgW-z FZZ)- rungs- oder FälsgkeitSzeugnisss falsch anioriigt over vsriäl*ch.*, oder wisscnilich von eincr solchen iaichsn orsr vrcfä1ich*»:xn Urkunds “558- brauch macht, wird mit Haft oder mit Geldstrafe bis zu(éinhunrkrt- fünfzig Maik bssths.
Gleiche Strafe trifft denjenig-n, Welcher zu dcmixi'bén Zwecks von solchen für emen Anderen ausgestknten Echten Urkmirn, als 05 !12 für ihn ausgefteüt fcirn, (Hebraucb macht, rds: wrlcher iolciis fiir ibn außgéstciits Urkunden einem Anderen zu D;]U ».??«HTM Zwsoke Üvkrläßr.
§. 366. 3) wer aui öffentlichen “1839-11, SkrasT'I, *)lätz-n odor Wasserirraßsn das Vorvéiiavrcn An:)ersr “(quibwikliq eryinrert;
8) wer Kück) einkr öffentlichsn Straß: oder Wisstrsiraßc, odkr nach Orten hinaus, wo Menschen zu VéL'kSHt'Ln hWg-“n, Saäzen, durex) deren Umstürzen odcr Herabiaklcn Jsmand béschärigi werdki: kann, ohne Uelyörige Bsfriiégung aufstellt, oxer aufßängt. [*dér Sarizxn auf eine Wrise ausgiejzr cd.r auswirkt, rar; darurci) Zcmamd bsichäkigr oder verunreinigt wsrden kann;
_ _9) ch anf öffsmlickxn Wrgen, Straßen, Pläßen oder Wasser- 1tr9mn (Hi'gréüständk, dnrch wachs dsc frei? Vérkklx ZSOZUÖSÜ wir“, ausitcilk, hinlegt oder liegen läßi;
10) Wer die zur Erhaliung der Sicherbät, quer-mlirbksit, Résu- lichkeit und Ruhe auf den öffentlich?" WMW, Sims:.» Pläßxn okcr Wasssritraixen crlaffeni'n Polizeivérordnu-igsn Übélkkilk;
J. 367. 5) wer bei DSL“ Aufbewahrung oder M ?;r Bsiörderung vrn Giitwaarsw Schießpulver odsr Fyusrwerken od-xr bsi dsr Auf- bewahrung, Bcfördcrung, Berausgabung oder Berwewdung von Sprongstomn oder anderen LxPWÜWUDLU Sioffsn, or“: beiAUsübmig der Befugnis; zur anéceiiung odc-r FRÜHÜUUUJ diescr Gsaéiistände, Lowiktrer Arzcnkirn, die DrSéalS ergangénen Vérordnungen nicht
SW 8 ;
8) war obne volizeilichk (Frian-“émß an kewrßnien odkr von Menschen besuchten Orten Sélbstgrschossr, Schlags'sen oder Fußanaeln legt, odcr_ an solchem Orten mit FeuergeiUeHr odsr anderem Schicß- Werkzeuge 1chieizk, odcr Feuerwerkskörprr abbrenni;
10) wer bki einer Schlägerei, in welche er nicht ohn: sein Vcr- schu1den hineingezogen worden ist, oder bei einem Angriff fich sincr Waffe, insbesondere eines M?ssrrs oder eines andereii gcfährlichrn Werkzeugas bedient;
§. 369, Mit Geldstraic bis „zu Einhandert Mark oder mik Haft bis zu vier Wochen werden bestraft:
1) Schlosser, Welche ohne Obrigkeitlich Anweisung odcr ohne Geneh- migung des Jnhabsrs ciner Wohnung, Sch1üssel zn Zimmern oder Behältniffcn in der [eßteren anfertigrn oder Sckolösscr an drnsrlben öffnen, ohne Genehmigung ÖGS Hausbssißers odsr srines SteÜv-er- trctkrs 6111911 ÖÜUÖsckIlÜsscl anfertigen, :xér ohne Erlaubnis; der Po- [izeibehörds ')iackixckdlüffel vdyr Dfékk1ck16 vcrabiolgen;
2) Gcwwbtrcibcndc, OC! rsncu rum GrOraUM in iHrcém Ge- Werbe geeignte, mit dem gefrßlicben EickmngéstempU nicht vcrsrche oder unrichtig? Maßr, Gewichte odrr Waagen vorgéfunden werden, oder welche sich Linsr anderen Verléßung der Borsckiriften über die Maß- Und (!icwixbisprlizki schuldig machen;
3) Gewsrbtreivsnda wslcbs in FSULr arbeiién, ivrnn fie dic.» Vor- sck)riften nicbt befolgen, welche von der Polizribebörde wegen Anßgung und Veerrung ihrer Fkuerstäitsn, sowie wegsn Oer Art 11:15 der Zeit, fick) des Jauch zu bedienen, erlassen sind.
Im FaÜe dcr Nr. 2 ist noben dcr Geldstrafe oder der Haft auf 'die Einziebnng dsr vvrschriiisw-d-igrn Maße, Gewichte, Waazan oder sonstigen MiiZWErkerge zu CrkxnrM.
§. 370. Mit Gsidstrafe bis zu Einhandertfünfzig Murk oder mit Hafi wird bsstraft:
1) wor unbchgt sin frsmdcs Grundstück, einen öffentlichen odér Privatweg oder einen Grenzraiu durch Abgraben odsr Abpßiigen ver- ringert;
2) Mr unbefugt von öff-xnklickxx oder Privatrchen Erde, Stein? oder RUM Oder aus Grundstück-n, ivrlche einem Andérrn grlyören, Erde, 825111, Sand, Grakd odor Mergcl gräßt, Piaggcn oDcr BMM haut, Rassn, Steins, Mineralien, zu deren Gewinnung es einsr Vcr- lei[)nng, einer Konzeision oder einer Erlaubnis; der BSHSWE nicht bs- darf, odcr ähnliche Gegkn'jänre w-gnimmt;
3) Wer von einem zum Dienststunde gsixörendsn Unirrvffizicr oder Gemeinen des Heere's oder der Marine ohne dis schrif11icks Erlaub- nis; des vorgejißrxn Commandeurs Montirungs- odcr Llrnmturstücke kauft oder zum Pranke nimmt;
4) wer unberkchtigt fischt oder kkébst;
5) Mr Nahrungs- orer Genußmittel von unksdsurcndrm Wcrthr oder in geringer Menge zum alsbaldigen Verbrauchs mtwsndcr.
Cine Entwenkunß, tvrlcbe von Verw.]ndtrn auisrsigxndcr Linie gegen Verwandte absteigender Linie oder von eincm CinaltS-“i gegen den anksrcn bégangen Wordcn ist, 516th straflos; _
6) we: Getreids oder andere ur Fütterung der: Visizcs iriiimmte oder geeignetc Gkgcnstänch wider- 111611 dcs Eigsntbüiiicrs wsgnimmt, um dessen BWH damit zu füttern.
Ja den Fäüen der Nr. 5 und 6 tritt die Vérioignng mtr anf Antrag (in. Dir Zurücknahmo drs Antrages ist Xaläsüg.
Artikel 11. Hinter die §§, 49, 103, 223, 296, 353 und 366 drs Straigkscizbuckys Wurden die solgénden nenen §§. 49 J., 1133, 223 a., 296 8... 35:53. und 36671, hinter die Nr, 8 des §. 361 wird Die 11211? Nr. 9 eing strÜi.
„S. 493. Wer einen Anderen zur Begehung eincs Vcrbrochens oder zur Theilnahme an einem Verhrechen auffordert, odsr wer Line folche Aufforderung annimmt, wird, Wiveit nicht das Gesch, einc an- dere Strafe androht, wenn das Verbrcshen mit Dem Tode od“r mit [EbenSlänglichr Zuchthausfirafe bédroht ist, m.t Gefängnis; nichr Un- ter drei Moxmtcn; wenn ms Verbrechen mit einkr grringcren Strafe bedroht ist, mi! Géfängniß bis zu zwei Jahren od-xr mit Festungs- haft von gleickycr Dauer bestraft.
Dic glsiche Strafe trifft Denjenigen, wslckwr !"tcii zur Begehung eines Verbrechsns oder Mr Ths_iln«11)nis an einem Verkrechkn erbietet, sowie Denj nigen, welchcr cin Wishes Erbietcn annimmt.
Es wird jedoch Das lediglich mündlich aukgedriickta Lluffordcru
„_ 4) wer ohnefchriftlichcn521ufirag cini'r Behörde Ste_mvcl, Siegel, * SUM, Platten odcr andere Formen, wrlcbe zur AnsCkliJlmg von *
Rubel vermindert, endlich jährlich gegen 28 Millionen Rubel
Mctall- «dsr Papikrgch, oder von solchen Papieren, welchc nach §.149 dem Papiergrlde gleichgeachict werden, oder von Stempel-
oder Erbietén, sowie die Annahme eines solchen nur dann bestraft, Mun die Aufforderung oder das Erbteten an die Gewährung von Bortbcilen irgsnd welcher Art gsknüp't worden ist.
Nc'ren Mr Gefängnißstraie kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und auf Zulässigkeit von Polizeiaufficht erkannt werden,
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