1876 / 41 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 16 Feb 1876 18:00:01 GMT) scan diff

von Gcfeyen, obgleich deren Geltungsbereich fich nicht über den Bezirk des Berufsgerichts hinaus vision begründe, wurde nach eingehender Debatte abgelehnt. Die §§. 5_7 fanden unveränderte Annahme. ein von dem Abg. Struckmann beantragter Zusaß angenommen, daß in Bezng auf die durch den §. 790.1. der Cibiiprozeß:Ordnung betroffenen Urkunden die Vorschriften der §§. 788 bis 790 nicht abgeändert werden dürfen. . _ F". 10. welcher von den prozcßreckxtlichen Vorschriiten dcr Reichs- aufgehoben werden soULn, einiger Anträge

Bei §. 8 wurde

nicht beanstandet.

Struckmann abgeändert. Abg. Reichenipergcr, den Saß, daß Anschnng gewisser verhältnisse cinzxine Arten bon Bsiveisniitteln ansscbließen oder nur Unter Befrizränkungcn znlaffen,

Gcmäßbei:

wurde der Antrag des Vorschriften ,

außer Kraft iretcn soÜen, durcb weichen namentlich die Veichränkungen des Zeugenbcwcists im rhei11isch=frnnzößichcn Rechte beieiiiqt werden, dagegen ein Antrag de(- 27109. Struck- mznn, Daß dis landcsgeseßiickzcn Vorschriften ÜÖU IZ; bindende IinT dss ftrafgcricbtlichcn Urthciis für den Civilricbter außer nacb lebbafjcr Diskussion angenommen. _ Kommission auf Absaß 2

Einen S »113,

zu sircickxen, abgelehnt,

Kran Treten soüxn, der gestrigen Sißung Llnnag des

strick; die nnd Genoffen _ dcs §. 6 ch Einführnng-deieizes znr Strafprozeß-

landesgxscßlickzcn der strafrechtlichen foignng von Beamten unberührt biciben sollxen, nnd nahm in deffsn Konschcnz T*Ln positiven Grundsax, an, daß ails landes- gese151ichcn Vorschriften, Mick)? dic civilrscbtiick)? oder strafrecht- 1ic172 Verfolgung von Beamten wegkn im Arnie bkgangkncr Handlungen an Beschränknngen (Gkne'hmigunq, Vorentscheidnng von Vrrmaltnngsbebörden :c.) knüpfen, anfgehoben sind. Dann ' Orgaiitsaiionsgeseßes, ratkiung früher nnégcséxir worden war, eine mehrstündige Debatte. Kompetenz der ordenilicben Gerichte, denen dsr Entwurf nile bürgerlirbcn Rechtsstreitig- keiten und Strafsachen znwoist, die Znständigkeit von Verwaltnngsbchbrdcn, VerwaltungSgerichik, begründet ist, oder reich§gssch1ich besondere Gerichte besteUt odcr zugelciffsn find. Hierzn waren Llnträgc von den Abgg. Vachr, Struckmann, von Puttkamcr-Fraustadt nnd Anderen eingsbracbt, und gelangte schließlich der §. 2 mit fol- gendem Znsaize znr Annahme: „Es darfjekock) dZeZnftändi-gkcit dEr ordenilickzkn Gerichte in bürger1ick3en Rccbtssireitigkeiten durch die Lande-ngseygebnng nicht aus dem Grunde ansgcsch1offcn Partei dsr Staat odkr eine öffentliche Verrvniinng odcr eine öffentliche Rechte ansübcnds Peribniiclzieir betßiiiigt ist.“

_ In einem Erkenntnis; des rheiniscbsn Strafssnais des Obcr-Tribunals vom 6. Iannar d. I. gegen den Redacienr Und den Verleger der „Deutickzen Reichs-Zeitung“ zu Bonn, Mic!)? wegen Majestätsbeieidignng angeklagt waren, sprach der bbckzite Gerichtshof folgende SÜHL ans: Veranrwvrtlicbkeit eines Zeitungs-Redacieurs sircckr sicb auf den Inhali der Zeitung in ihrem ganzen Um- fange, obne Riickficbi auf die SteUe, wo fich der inkriminirte Die V2röffent1ichnng eines derartigen Artikels im Inseratentheile einer Zeitung ist demnach nicht als ein be- sonderer Umstand zu betrachten, der nach F". 20, 2 des Reichs- Preßgessßes die Annahme der Thäterschaft Seitens des Neben- 2) Der Verleger einer Zeitnng, die einen strafbarern Artiksl entdäit, ist nicht wegen Fahrlässigkkit zn mr- foigen, wsnn dsr vsrantwortliibe Redacnnr ftrafgerirbtlick] sei es wegen JabrlZssigk-Zit oder ais Thäter, vsrioigt wird nnd im Be- reich der iichrer1icken GOWaii LiUES dentschen Bnndesstnates sich In diesem Jabs ist die Vsrfolgung dss Veiiegers anégcickiidiixn, nacb wenn er den Redacreur (11-5 Bormann nicht n:.iizweist nnd somit zn där Verfoignng dxffelben kcinsn Anlaß

Ordnung,

siimmnngcn Zu1äsfigkeit

enrstand über dessen Be-

Diksei' Paragraph

nicht entweder einsckxliesziicb der

Oder b€ichränkr wcrdsn,

1) Die strafrechtliche

Artikel vorfindet.

teurs ansscblisßt.

_ Gxstern Absnd starb hiLrielbst nacb [ängsrcn Leiden dsr _ T. Rndoif Ono von Budrirzki. Am 17. Tkwbcr 1812 geboren, kam dérseibe (nn 13. Angnit 18-30 3225 dem KadUnn-Corps in Das Kaiser Alkxander Garde- Grénndisr-ngimsnr Nr. 1, maciirs 1848 den Jsidznn gegen Dänemark mir und war 1849 anch in Tresdxn. Lberst:Li9nten-ant bsiznfs Usbernnbms TCS RSJZMMÉS-KOM- mnndrs dss Hsrzogiicb sachi€n:cobnrg-g0chaischen Kontingenis nack) Gbxba kommandirr, mandsnr das 4. GardL-Negiment wäßrend dxs Fridznges Commandeur des Kaiser das er nnch

Genern! d-ér Inianrsrie *.

1861 als

1864 als in Sckzieswig. 1865 rvnrde Alexandar Garde = Grenadier - RSZZMMTZ Nr. 1, anfänglin'; 1866 kommnndirn, bis er ipätkr das Kommando dkr 3. Garde-Insanteric-VriZadc erhielt. Xommandirte er die

In dem Feidznge 1870-71 1. Garde - Ininnnrie - Tivisibn , kannilici) bésonders an dem 30. Oktobsr 1870, dem Tage von fick) rübmiicbst bervortizat. _ Kränklirbkeit wurde Gensral-Lieurenant v. Vndrixzfi am 28. Ok- wbsr1875 als General dsr Infanterie znr Tiépofition nnd gikichzéitig €: 13 ZUÜS des Kaiser Alexander Gards = Grenadier- Regimxnrs Nr. 1 gestellt.

_ Ter Großherzogii-xk) [uxembnrgisckze Generni-Tirkkwr der Banién, Posten und Telegrapben von Rbbe ist gestern Abend ans Lnxsmbnrg Hixr Cingetwffen.

_ Tns Tamvffancnenboot ,Basi1,isk“ ist aus der Lifte der Kriegsiabrzenge geirrickJen worden.

Bayern- München, 14. Februar. gegebene GU'EH- Und Verordnungsblatt enthält eine Bskannt- macbnng dés KÖniZ1ichen S:;atH-Minißeriums der Finanzen in Bnreff dsr von Sir. Majéftc'n dem König genehmigten Beschlüsse, welch?, wie früher mitgéihéilt, die Generalversamminng des all- gemsinen Unierstüßnngsvéreins für die Hinterlassenen der Kbnig1ich bansriickzen ?. “.?:sdikner und der damit verbrin- dene_n Tbckgterklaffen bezfiglich der Erdöhung der vom Verein zu gswaxrcnden Untersiüßnngen unrerm 29. November o. I. be- schionen bai._In der heutigen Sißung des Bezirksgerichts erfolgte die Verkündung des Erkenntnisses bszüglich der Klage, erzbisch5f1iche

[e Bonrgrt, Wegen ;Unxbmsnder

Das gestern aus-

bierselbft gegen , wegen Eigenihumébeeinträckxtigung deshalb erhobxn ha:te,_weii der Magistrat am 10. Mai 1875 aniäßiiä; der Enthuilungsfxier dcr Gedenktafel für die im Kriege 1870/71 gefailenen Muncheuer_ an den Thürmen der Metropoliiankirche einige Flaggen aushangen ließ. Das Königliche Bezirk9gnicht hat, dem Untrage des Anwaltes des Magistrats, Hrn. Or. Aub, entspreehend _ die Klage we en Unzuftändigkeii abg'ewiesen und die Kläger in die Kosten verurt eilt. Das Gericht hat demnach ange- nommen, daß in dieser Sache die Verwaltungsbehördm zuständig find. _ Heute Nachmittag fand bei dem Kriegs-Minifter

„_ Ordinariat Maginrat

v. Maillinger ein Diner zu 24 checken ßatt, woran die Prinzen Luitpold und Ludwig, General v. d. Tann und Offiziere des Generalstabs “Theil nahmen. Nach einer Privatdepciche der „Allg. Ztg.“ wurde bei diesem Diner der General-Kapitän der Leibgarde der Hartschiere, General:Lieute- nant Freiherr von Laroche, vom Schiage gerührt und war alsbald eine Lciche. _ Wie dem „Corr. v. u. f. D.“ geschrieben wird, sind die AppellationSgerichte vom Iustiz-Minisierium zur Abgabe von Gutachten betreffs der Einführung von Schöffen- gericbten in Bayern veranlaßt worden.

Nürnberg, 13. Februar. Zur Bescitigung der hier aus- geßellten, für die Weltaussteüung in Philadelphia bestimmten bayerischen Kollektiv:2[usftellu11gen heute hier der Minister des Innern, v. Pfeufer, in Begleitung des im Mi- nisterium verwendeten Regierungs:Raths ])]: Pap.l]ier einge- rroffcn. Zur Begrüßung des Ministers befindet sich der Re- gierungs-Präfident von U;.iitelfrankcn, ])r. v. Feder, ebenfalls hier.

Sachsen. Dresden, 15. Februar. (Dresd. Journ.) Die Ankunft des Kronprinzen und der Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preußen ist heute Mittag gegen 1,41 Uhr erfolgt. Der König und die Königin, sowie der Prinz und die Prinzeifin Georg begrüßten die Hohen Gäste bei der Ankunft auf dem Perron des Leipziger Bahnhofs. Se. Majestät trug die Uniform Seines Ostpreußischen Dragoner- Regiments Nr. 10, Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz die Ihres 2. Schlesischen Dragoner-Regiments Nr. 8 und Se. Königliche Hoheit der 5Winz Gcorg die Ihres Prenßisckzen altmärkischen Ulanen : Regiments Nr. 16. Die Benrüßung der Allerhöchßen und Höchsten Herr- schaften war beiderseitig eine überaus herzliche. Auf dem Perron des Bahnhofes waren gleichzeitig noch anwesend: der hiefigc preußische Gesandte Graf zu Solms-Sonnenwalde, ferner der Stadt:.Kommandant General-Lieutenant Frhr. von Hausen, der Polizei=Direftor, der Ober-Vürgermeiftcr und der Stadtverordneienvorstcher der Residenz, sowie die zum Ehren- diensre bestimmten Herren. Jeden offizieÜen Empfang hatten Ibre Kaiserlichen nnd Königlichen Hohciien abgeiehni. Als die Hohen Gäste mit den Liberdöchsten und Höchsten Herrschaften nach kurzem Verweilen irn Wartesalon vor der AUSgangshaUe erschienen, wurden Höchstdieselben von dem sehr zahkreicl) vor dem Bahnhofs versamme1ten Publiknm wiederholt mit lebhaften Hurrahrufen begrüßt. Der König und die Königin nahmen so- dann mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin in einem zweispännigen Hofgalawagen PlaH und geleiteten Höchstdieselbcn nach dem Königlichen Palais am Taschenberg, woselbst Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten in der 1. Etage Wohnung genommen haben. Nachmiitags findet die“ Tafei bei Ihren Majefiäien statt, und Abends werden die Höchsten Gäste mit dem Hofe das Maskenfeft bei dem Staats-Minifter General v. Fabrice bcsuckysn.

Württemberg. Stuttgart, 15. Febrnar. Der König bat den Fürsten Adolph Georg zn Schaum= burg-Lippe unter die Großkreuze des Ordens der Württem- bergischen Krone aufgenommen. _ Das Regierungsblatt Nr. 6 enthält eine Verfügung des Instiz-Minifteriiims, betreffend die Aufhebung der Strafanstalt für jugendliche Verbrecher in Hall, und neue Bestimvmngcn über die Poüzichnng von Strafen in dem Zeilengefäikgniß zn Heikxbronn, vom 8. Februar. _ Unterdein 10. Februar ist dsr Vorstand der Centralsteiie fiir die Landwirthscbast, Direktor v. Oppel, seinem Ansuchen gemäß in den Ruhestand verseßt.

Hessen. Darmstadt, 14. Fkbrnar, In dsr Zweiten Siändekammer ift ein 21:11ng anf Erlaß eines Gesexisntwurfs wegen Aufhebung der sog. weinkäuflickxen Kopulation eingebracht worden. Es bestehtnämlicl) in einigen Theilen Hessens noch die veraltete Vorschrift, wonach Verlbbniffe nur dann rechisgültig find, wenn die Brautleute ihren WiUen, fiel) zu ver- binden, vor dem Ort-deistiickjxn erkiärr haben. _an Erziehung dsr künftigen katholischen Geistlichen bssiébt seit1864 in Mainz cin Knabenkonvikt, dessen Zöglinge zwar den Unterricht im Gnmnafinni zu Mainz besnchen, aber in einem für jenen Zweck eingerickzreten Hanse gemeinschaftlick) von Geistlichen beaufsichtigt und erzogen werden. Die neue Kirchengeseßgebnng hat die Auf- bebnng jsnes Konviktss vorgesehen und nur zur Schonung bestxbender Vcrbäliniffe bestimmt, daß keine weiteren Zöglinge nack; Erlaß der Geseße anfgenommen werden dürfen. Durch einenBescbinß des Gesammt-Ministeriums soil die Frist beftimmt werden, binnkn Welcher das Konvikt zn schlisßen ift. _ Nach dsn nenen Kirchengesexzen dürfen in das Mainzer Seminar nur solche Kandidaten der katholischen Theologie aufzenommen werden, die den Vorschriften des Gesetzes über den Univerfitäts- beiuck) geniigt haben. Nach einer Erklärung des Ministeriums dés Innern ist diese Vorschrift bkobackzter wordén und beschäftigt iich die Ansticbtsbebörde nunmehr mit dcr Prüfung der im bisch5f1ichsn Seminare eingefübrien Lehrbücher.

SachsemWeimar-Eifenach. Weimar, 14. Februar. TEM Landtag sind ioiori nacb iciner (Zröffnnng zab1rcich6 Vor- ansn HUZCJJUJLU, riycild größsren, ibéils gsringcrsn Umfangs, darnntsr cin Gsistzentwnri, bsircffsnd die Amortiiirung dsr in DLL“ Hanptstaatékaffe nnfbswahrten 3proz. Stnat-Zobli- garioncn ini Betrage von 80,000 Thlr.; betreffend ein dsm prenßiicknn wsicntlici) cntiprccbsnch: Wildickwngejcß, welches zwiickxcn den ibiiringijcbsn Staatsn r*e'rkinbart wordsn ist; be:- irsffend die Peniionirung widerruflich angsstcilfcr Staats- dicner nnd dcrsn Hintsrlaffenen, die Nenbetvaffnung der (Honsdarmerie; bétreffcnd dis anendnng der bsrfallenen Kantion der Eiicnbnbngcicllicbaft Erfurt-Hof-Eger im Betrage von 459.632 Mark an dis Cisenbahnfonds dcs Grußberzogtbmnö; betreffe'nd isrnor di.? Ablösung der grund- Herrlichen R€chte dcr Kirchsn, geistlichén und Schul- stelien U. A. 111.

Neuß ä. L. Greiz, 13, Februar. Der Fürst und die JÜUÜin find znr Theilnahme an der Vermählungsfeier der Prinzessin Hermine von Schaumburg-Lippe mit dem Herzoge Max von Württemberg heute nach Bücke- burg abgereist.

Waldeck. Arolsen, 13. Februar. (Wald. Anz.) Der Fürst ist von dem Unfalle, ker denjelben betroffen hatte, ganz wiederhergeßellt, und begiebt fich in dieser Woche mit Familie an den Hof von Bückeburg, um der Vermählungsfeierlickzkeit

einer Tochter des Fürften von Schaumburg-Lippe, seiner Nichte , beizuwohnen. _ In der geßrigen öffentlichen Sißung der Landständ e kam das vorgelegte Gru nd-

buchgeseß und das dazu gehörende EinführungSgeseß zur Verhandlung, nachdem daffelbe vorher in Aussckzußfißungen, an denen jedoch sämmtliche Mitglieder fich betheiligten, durch- berathen worden war. Es wurde dasselbe angenommen, jedoch

mit Ausschluß der damit verbundenen Stempelstcuer. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung dem Geseße in dießer Fassung die verfaffungSmäßige Genehmigung crtheilen wird.

Bremen, 10. Februar. Die Bürgerschaft fuhr_gefiern in der Budgetherathung fort und gelangte schließlich zu. der Frage der Dcckung des Defizits von rund Drei Miliionen Mark. Die Budgetkommiifion schlägt bekannilick] vor, die Grundsteuer sammt ihrem Zuschlag der sogenannten Erleuch- tungsßeuer um 1/2_3/4 pro Mille zu erhöhen, drei Prozent Einkommensteuer (statt zwei) zu erheben, und einen Vermögens; schoß von einem Achtel Prozent. Dazu wurde eine Reihe von Ver- besserungscmträgen gestcllt. Zivei derselbxn zielten auf Herab- seßung der Vermögenssteuer, nämlich auf 12 „xz von 100 .“: oder auf ein Zehntel Prozent = 10 ,.); einer auf Nick)tcrböhu1;g der Erleuchtungssteuer im Landgebiet; einer endlich auf stärkere Progresswität der Einkommensteuer, nämlich bis 3000 „is Ein- kommen 3 Prozent, darüber 4 Prozent. Die Disknssion mußte schließlich vertagt werden.

_ 13. Februar. (H. R.) Das Richter-Ko1[eg hat dem Senat vorgesteUt, daß in Folge der Zunahme der richter- lichen Geschäfte in allen Zweigen der Rechtspfiege die gegenwär- tige Zahl der Richter zu rascher und sachgemäßer Wahrnehmung ihrer Obliegenheiten in keiner Weise mehr aitSreiche, vielmehr mindestens zwei neue Richter angestht werden müßten, wenn empfindliche Stockungen vermieden werden sollten. Der Senat nahm jedoch nach einer Mittheilung an die Bürgerschaft An- stand, Hierauf einzugehen. Er verkannte das Bedürfnis; nicht, aber er hielt es für unzMckmäßig, Angesichts der binnen zwei bis drei Jahren zu erwartenden Reform der deutschen Gerichts- verfaffnng das hiefige Richtcrpersonal noch erst der Zahl nach zu verstärken. Zunächst ist daher durch den Gesetzentwurf wegen Abkiirzung und Vereinfachung dks gerichtlichen Ver- fahrens der Versuch gemacht worden, die Richter zu entlasten. In zweiter Linie wird empfohlen, rechtsgelchrte Sekretäre ÜLlÖhÜlfSiVE'ise zn richterlichen Geschäften heranzuziehen, wofür Präzedenzféille bereits vorliegen. Nöthigenfalls soll dann zur Ergänznng auf diescr Seite ein zweiter, nicht recht§gelehrtcr Aktuar angestelit wcrden. _ Uebrigens wird eine Rickserwahl in nächster Zeit auf jeden Fall vorgenommen werden müssen, da der Senator 131“. Georg Schumacher, der bei dcr Trennunn von Justiz und Verwaltung ins Richterkobeg Überging, in den Ruhestand gc- treien ist.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 12. Februar. Die rn- mänische Handelskonvention, gegen deren Genehmigung durch den Reichsrat!) fick] in der lebten Zeit sowohl in den in- dnstrisllen Kreisen, als auch hauptsächlich unter den ISraeliicn Oesterreichs eine lebhafte Agitation kund gegeben hat, befindet fick) gegenwärtig zur Vorberathnng im volkswirthschaftlichen Ausschuffe des Abgeordneienhauses. Die von dem Handels- Minister abgegebene Erklärung, daß das Ministerium aus der unverändertem Annahme der Konvention cine Kabinetsfrage mache und fich hierin „mit den anderen für den Abschluß ver- aniwortlichen Faktorsn in W[lständiger Uebereinstimmung be- finde“, lies; gleich Anfangs dem Ausschuß]! keinen Zweifel über den entscheidenden Ernst seiner Verhandlungen. Dcrselbe hat denn auch „aus politischen Gründen“ dem auf Annahme der" Konvention gerichteten Nntrage seines Referenten mit 16 gegen 8 Votcn zugestimmt.

In der Generaldebatts waren zunächst die gegen die Kon- vention cingelansenen industriellen Peiltionen einer Prüfung unterzogen und hierbei diejenigen der Glasfabrikanten und der landwirthscbafilichen Industricüen als berechtigt anerkannt worden. Bezüglich der gegen die ungünstige Siebung der IHraeliten in Rumänien gerichteten Beschwerden erklärte der Handelsminister, die Regierung interpretire die Bestimmungen des Ariikels ], da- hin, daß, wenn von Seiten Rumäniens den jüdischen Angehöri- gen anderer Staaten größere Rechte eingeräumt werden sollten, als» die Konvention den österreichischen ISraeliten gewähre, deren AUsdehnung auch auf dxcse durch Alinea 2 des Artikels 1. sicher- gestc-[lt sei, daß ferner die Konvention und deren die IHraeliten beschränkende Bestimmungen fick) nnr auf die Befißverhälfniffe auf dem Lande beziehen, während es zweifellos sei, daß die österreichischen IGraeliten' das Recht haben, Realitäten in den Städten Rumäniens zu erwerben.

In der Detailberathung begegnete großen Bedenken die Um- wandlung der Werth: in Gewichtszöile, die Erhöhung einer gro- ßen Anzahl von Einfuhrzöllen von 5 auf 7 Prozent und end- lich die Bestimmungen bezüglich der Schiffahrt, welche nahezu einstimmig als die österreichische Schiffahrt schädigend bezeichnet" wurden.

_ 14. Februar. Gestern hat die bereits angekündigte Sißnng der Dslegirten der drei verfaffungstrenen Klnbs stattgefunden, in welcher Über die Organisirung der Verfassungs-Partei Überbanpt und zunächst in Hinblick auf die österreichiickxungarisckgen Aquleich9verhand1ungen Beschluß gefaßt wurde. DSU Vorsiß in der Versammlung, welcher nebß sämmtlichen 21 Delegirten der Klubs auch die ruthenischenAbgg.Kowa1ski und qunczynski beiwohnten, führte Vr. Herbst. Nach zweistündiger Debatte wurde einstimmig beschlossen, eine Reihe bestimmt formulirter Grund- säye aufzustellen, nach welchen die V-reinigung der Verfaffungs- parteizumZmecke geweinsamer Behandlung ailer Verfassungsfragen erfolgen soil. Diese Grundsäße werden den Klubs behufs- Annahme vorgelegt werden. Der erste Grundiaß spricht aus, daß es im Begriffe der Bezeichnung ,Verfaffungspartei“ lisgt, daß alle diejenigkn Fragen, die fick; auf die Verfassung be- ziehen, ans der Berathung der Klubs fortan ausgeschieden und der gemeinsamen Berathung der ganzen Verfaffnngspariei unterzogen werden soUen. Zunäckgst und momentan schlie- ßen die Klubs dieses Uebereinkommen für jene Fra en, die mit dem ungarischen Ausgleickze im Zusammenhange fte en. Die weiteren Grundsäße find folgende: Die Einbe- rufung der gemeinsamen Versammlungen erfolgt auf ein- stimmigen Beschluß der Klubvorfißenden oder auf Ver- langen von zwei Klubs. Zu bindenden Beschlüssen in den ge- meinsamen Versammlungen, gegen welche dann kein Mitglied der VerfassungSpartei stimmen darf, ist die Anwesenheit der Hälfte der Mitglieder und die Zweidrittel-Majorität der Stimmen der Anwesenden erforderlich, den Vorsiß in den gemeinsamen Versammlungen führen abwechselnd die Vorfißenden der ver- faffungstreuen Klubs. _ Nachdem diese Prinzipien angenommen Waren, wurde für die definitive Formulirung derselben Vorsorge getroffen, wobei ein von dr. Menger aus earbeiteies Statut, welches diese Grundsäße schon vielfach ent alten hat, benußt werden soll. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Vereinigung der Ruthenen als einen Klub zu betrachten und zu den gemein- samen Versammlungen auch die Fraktion der Demokraten und auch jene Abgeordneten, welche keinem Klub angehören, cm- zuladen,

_ 15. Februar. Der Handels-Minißer at euie die Gesc - eniwürfe, betreffend die Erhöhung der StaatZzinhsengarantie ffir die Kaschan=53derbergec Bahn und den Bau der Bahn Leobers- dorf-Sk- Bolten, nn „Abgeordnetenhause vorgelegt. _ Der Konimiffarms der 1tal:enischen Regierung für die Verhand- lungen uber den Ankauf des italienischen Theiss der Südbahn, Sella, ist heute vom Kaiser empfangen worden.

_- ,16. Februar. (W. T B.) Die Kaiserin von Oester- reich wxrd sick) anfangs Marz zum Besuche ihrer Schwester, der Alencon, nach England begeben. . _ „Neue freie eme „Erklarung des österreichischen Episkopats den im RS_tckxSraihe berathenen Klostergeseßentmurf. In dcrsclbcn-ymrrd die Hoffnung auSqesprochen, daß dieses Geseß nicht zu Stande komznen werde. Sollte jedoch diese vertrauens- volle Erwartung getauscht werden, so würde der Episkopatseiner PfLicht gemaß gegen das Geseß Vcrmnhrung einlegen. “_ Der Kriegsdampfer „Andreas Hofer“ nt [)ente Morgens 41 Uhr mit dem Stattbxlkcr von Dalmatien, Baron R0dich, aus Zara hier eingelaufen. _ In'einem Wiener Telegramme wird der „Pester Correypondenz“ mrtgcthsilt, daß die Verhandlun- gen über das Zollbündniß am 24. oder 25. Februar ' ' Die ungarischen Minisicr konfe- rirtcn Wiederholt nnt den'leitenden Persönlichkeiten der österrei- chischen Nationalbank“, ohne daß jedoch ein konkreter Vorschlag _. Das Telegramm sagt weiter: Laufe melyrsemger Besprechungen der ungarischsn Minister fich aUenfaÜs auck) _]eyt schon als greifbares Resultat gestaltete, ent- zicht skck), abgksbxn von der selbstverständlicbcn strengen Dis- kretion der botheiltgten StaaiSmänner, dermalen noch der Ver- , ' positiv behauptet dnß die Stimmnng aUseitig die beste ist und daß alle crußeren Anzeichen anf einen crsprießlichen Fort- gang der Wieder aufzunehmenden Verhandlungen gestatten.

. _ Irn Abgeordnetenhause theilte das Präsidium cin Wicner Telegramm niit, nach welchem die dort weilcndkn Mi- nister dnrck] Schneefälle zurückgehalten werden. Minister ersuchte daher, die Debatte über di? Steuermanipnlation bis morgen zu 'vert'agcn. Sodann folgte die Verhandlung über den Vertrag mit Liechtxnstein. Ii'anni bemängslte die zu späte Vorlage" und unicrbreiieie eincn Beschlußantrag, daß biernns kein Prazxdens _erfolgx. Dsr Handels-Minister wies nach, daß nur phnsncbß Hindernisse die Verspätung verursachten, worauf das Haus die Vorlage unverändert annahm.

_ 15. Februar.

msterrurn4_ zufolge werden die diesjährigen SomMermanöver der britischen Armee in der Umgegend von Woolmcr, Frensham, Chobbam nnd Cove Commons, Hartford Bridge Flats Aldershot wird als Basis der . Die Truppen werden in zwei Armee- Corps geihetlt werden, von denen jedes von einem General kommandirt Werden und aus allen Waffen

_ 14. Februar. Sonnabend eine Sißung des

Kox:;“:'.1n:inopc!„ Folgende offizielle Mittbcilnng ist []iur die Rcbcliibn [)cW-orgcrnirnrn

1'». berunr.

(W. T. V.) VC!“ÖffCUtiichk

und Frimlet) Hills ßatifindcn.

_ .*3c1“*c.on*inr Operationen dienen. )'] *

, fr-xnndjckinitlirlxn schJnnngcn, dis (Hi'osnnäckétc, vchhnii-chcn und friedlichen Gcfinnnngcn iibxr dicse I- zum Ausdruck brachten, hat der Sni allgexncinen Bestimmungen des lebten Jermans dis: nachxolgendcr besonderer Reformen in der H„erzegow ina a; geordnet: Vollständige Freiheit des Knltns fnr Nichtmitielmänner; Erscßnng des das Vorwalt

gattungen bestoßen tan in Vckräitinung dcr Dnrchfnhrnng Bosnien

Die Königin hielt am vergangenen geheimen Staatsrathes ab, wobei ZrGesckjqndte vo'nUVolivdia, ])r. Quijar, vonLord Derbi) dec onar in vor ene t wur e und eine * e [ ' '“ überreichte. _g s B J anbigungsfcbremen land wird die von hnr Andcrm hat

Herzogin von

_ Vkrpacinnngssnstems dnrck] . nngssnstem; Verkans dsr brnch1iegenden dcm [)ONJM Grnndsincke an bedürftige Einrvbb Zahlnngen,

Bis zur Zeit "Ack TTMM-

auf Schioß Windsor

Monarchin _ . . einen neuen zYospitqls (111 Whitechapel) zu eröffnen. _ Am Sonnabend Viarbmntag wurde das zu Windsor garniionirende 1. VntaiUon des 1chotiischen Garde-Fiifilicr-chiments von der Königin inspi- zcrt. __Am 23. d. wird zn Oxford die feierliche Instnbntion des Prinzen Leopold aks Provinzial-Grbßmeifter dsr Frsi: niaiirerlogen von Oxiordshire stattfinden. In Abivesenbeit dcs 510:1nzen von Werkes wird der Earl of Cirnarvon als stechr- ire'tendcr Großmeister von England fungiren. _ Admiral Zidr Baldtwin Wake Walker r ens,_'i1 im 73. stensjnhre mit Tod ab an en. _ Die britische Regierung hat mit dsn RCpUblikLXIJ-ÖÜJÜ und Zonduras Aiislicfernngsverträge nnch den üblirixcn Sck)einen' abgesckzioffen, _ Eine Beilage znr SonnabendSnnmmer der amtlichen ,Gazette“ enthält eine Königliche Verordnung, niodurci) der vor etwas mehr als einem Jahre von cineernig- 11ch2n „Jontmisfion- ausgearbeitete Plan znr Reorganisation destivtldrenstes zur iheilweisen anfiihrung gekannt. Die Bestimmungen betreffen vorerst die: niedere Abthriiung dZs Cinis- dtenstes, dic Sckzrsiber im Gegensaxze zu den Bsamten. Wäh- rrnd die einmal angestellten Beamten in bisxerigcr Woise zn hoheren Rangs- und Gehaliklaffen vorriicken Werden, wird da: geg_en bci Neubsseßnng erledigter Stkllen mit me verfahren und eine besondere Beamtenarbeit, jomeic durch Schreiberarbeit erseizt werden. bedingnngen, „Besoldnng und Beförderung diescr nikdern Civii- bedienyteien giebt die Königliche Verordnung, wc Ersparnisse bezweckt, weitere Einzelh iten.

Canada. Das Parlament wurd? am 10. Febrnnr vrim Generalt-Gouverneur eröffnet, wclchcr in seiner bci dieser Gclegenheri gehaltenen Rede auf die ernstliche Handels- stockung _zu'sprccknn kam, indessen darauf binwies, daß die Ernte sehr ergiebig auSgefaUen, und daß mit BLUEnabme eines ::UNT- ' . gen Ortschaften die Bevölkerung gut sitntri sei. Der Gouverneur kündigte an, daß die Eisenbahn zur Verbindung Eanadas mit den Seeprouinzcn zum Bsginn des Sommers fertig gesteÜt sein MFH zur Wohfahrt des Landes in . . _ s wxrde jede Antren nn oe- macht, urn die Fischereifrage zu lösen, aber diss VZreingigÉn S'taactxn haitxn noch kerne Kommission ernannt und es sei da[]er kein Yorischritt geniarht worden, Die finanzielic Krifis hätte die Einkunfießdes Dbmmion ernsilich affizirt, so das; eine Einschrän- kung der offentlichen Ausgaben nothwendig sein würde. Dem Parlament wurden dre auf die Pacific-Eisenbahn bezüglichcn rden. _ Am nämlichen Tage ivnrde auch Scotia eröffnet.

Spanien. Madrid, 15. Fsbrnnr. (W. T. B.) Die Cortes find hcnte vom Könige eröffnet wiirden. In der Thronrede 1ve1st„de'r König auf die AusßckßsWfigkÜt nnd Ohnmacht dex carlisttschen Bewegung hin und kündigt an, daß er demnachst selbst aufbrechen werds, um zur Wiederher- Zellung des F;:iedens mitzuwirken. *

en auSrnär igen Mächten bezeichnet die T ronrede als frrundschaftlrckz und hebt hervor, daß auch die Vetzrbandlnngen rnit der Regierung der Vereinigten Sinaten in befriedigender , ' Was das Verhältniß zum Vatikan an- gehe, so sei baldige und znfriedensteklende Lösung der schwebcn= _ . augenblicklich beidßr Regierungen verhandeln, zn erhoffen, Und zwar [MWB Bedingungen, die sonwohl den Interessen des Siaatcs, wie denen der Kirche “gerxcht Wurden. _ Die chiernng werde sick] beeilen, eine voUstandtgc Dnrstclxnng der schwierigen finanzieilen Nur der innere Friede, deffen Wieder- nbthigen Hülfs- zu bessern. . . zu bsiiragen, das Budget " _tns Gleichgewicht zu bringen und dahin alle Glaubrger soviel als möglich Es werds das geschxhen, prodnkiiven Kräfte

Staate gc- . ' nor mit Erleichternng der “;(-„doch ohneVestnträchiignng dcs niienKLnffen der Brodi- kérnng verbilligten Eigenihnmsrecbn's; Rrspsktirnng dcr ,;ivisckgendnr eben nnd n1chtmns21männischkn Unicrthnncnfestgeseizt-sn zuglxck) _der USbertragnng dcs nnbcmkgiickgen Eigen- " _. Errichtung xe einer (ins mnis[männi mnnnnckzen Notablen gswälntcn gemiscbi «Haaptorten des boden

gelegentlich Hauptstadt

14. ebruar. des London mnielmcinnis F Gisicknnn be _ srinn nnd nichtmnscl- L11K0111m1s11011i11 den beiden Herzcgbivincx,

bcnnitrant

P e st, 14. Februar.

. Exekntivrakbss

die rasche Durchführung diessr bk? dem Fkrman enthaltenen _ werden bis für bojrimmien nach Maßgabe

Wieder aufgenommen werden. allgemsincn Rcfornn'n zn wachen.

N11151ici]i“citsbnnien Kommissionen

bffentlichrn

Antrag der der Lokalbcdiirfniss-e nerhäitnißmäizig erixb ' . ' ans “***i': Forge fur Dikjéijlgkx'; bewilligt, wclche, dnia“) ireniossRnibsckZiixc v'srn'rt, znnt_Gei)orsnm znriirkznkcbren nxünscknn. Fiir diesc wird ein; ÜUZLUU'ML Amnestie erlaffcn wcrden. mncknctiKbinmisfionen wrrden WhersBeamte den Vorst welcbe unverzüglich von ckan Posten Befii;

vorgebracht wurde. , Commandsnr dcs Bail)-

In dcn bsidon gc:

öffentlichnng. auch heute

ergreifen werdcn,

“W. T. B.) In 1011 angemeldet,

Rumänien. Vnkar-xst, 16. Jebrnnr. ( der Dcyntirtenkammer ist eine Interpellat Mick)? die"V§rleH11x1g der Eisenbnbnkonveniion diirch Erploitalion der rnmanischcn Eisenbahn SCiTCUZ * schaft behauptet.

Tsr Finanz: ' - »

hr Au-Zivnhl einer anderen Gesell- als ihrrnléci), Ueber die Anstellungs- Rußland und Polen. (WT. B.) General-Gouvernemsni anf, läßt abcr dic bisherig baltischen Provinzen nnneränderi bsstebcn.

_ .St. Peicrsbnrg, 15. Je- ]eritcH-IZ Dekret bebk dns bisherigE der baltischen Provinzen Organiintioncn der

[che bcsonders LU legislniincn

. . (W."T. B.) Der Biscbof Horwath hielt gestern vor seinen Wablern der inm-rcn Stadt eine Rede, m_wxlcher er n. A. mich die fcbwebcnde Zollfrage nnd dis (T_rvilche beruhrto, und sich hierbei im Prinzips für ein selbstän- diges ungartsYes Zollgcbiet aussprach. Zur Einführung deffei- ben, musse ]edock) _ein praktischer Moment abgewartet werden. Weiter treit der Bischof für die Einführung dsr obxigatorischen Cnnlehe' ein„ welche „der Kircbe keinerlei Eintrag rhne, wie Frankreich, die Schweiz und das streng kathoiische Belgien bc-

! Dänemark. Kopenhagsn, 14. Sriznng dcs Folkctbinch ("1111 Sonnabcnd nnxrdc die ?,wsiic Lenma de_ö bon Dcr Linksn cing-sbrncbtkn Ministcrbcrniiinibri- lixbkcitsgen'izcs borgcnbtmncn nnd mit 5] der Ucbcrgnng'ziir dritten Lcjnng nngcnomnnn. _ Dic Führer daer Soziniiiten beginnen jcixi ibre Llaiiniion nnrcr dcn [anblicknn Arbciicrn ),ilnniniißig Zn beircibcn. NWWÉZ' dcs „Sozial-Dcinbkraicn““ „Lin Dancinarks Hänölrr, Parzcliistcn, Insten nnd Landnrbcitor“ bon dcm bcknnntxn Pio, in ivclcbcr dic G)."UUÖZÜM ciner voii,- Organisnrion * geben werden. niiaiion gsicbcbcn ioll, ist bis Folkcilnngskrcisc

heblichen Nothstandes in eini IWM 17 SUMME"

hohem Grade beitragen werde. entbälr «inc Proklanmrivn:

. Agram, 14. Februar; An der Universität smd, wie die „N. Fr. Pr.“ nntiheilt, die Vorlesungen wegen Tumultnirens

der Studenten bis zum 20. d. M. suspendirt worden. SchWeiz.

sozialistiicknn Dcr Grnndplnn, nnch ivrlcb-xni dic Einibcilnng dcs Lunch in _ nnd dis Theilnng dieser in Es sql! anxangltxk) in jeder mecinde ein bollx'iändiges Ver- zelch11lß der Anhangcr der sozialistiscHen Partei 'anfqenomincn und „znglenh Auskunft darüber gegeben ivxrdcn, Wei“ von den Anhangern Rednir ist, welché Lokaiiiäien zn don Versamm- lungen znr Versngnng stehcn, wie viclc von den Anhängern Anf Gi'nnd dieser Linfkliirnngcn

' 12. Februar. In außerordentlicher Sitzung hqi heute der Bundesrath, wie bereits telegraphisck; gemeldet, in Sachen des Referendumsbegeßrens, betreffond das nene_BanknotennescH, endgültigen Beschluß gefaßt. Von den eingxgangcnen 35,758 Unterschriften find schließlich 33,729 nir gnltig befnnden morden, somit 3729 über die [aux Art. 89 der Bnnchverfaffung nothwendigen 30,000. In Folge desen die' VolkSabsiimmung vom Bundesrath 23. April anberaumi worden. Gleichzkitig mit disiem Befckzlnffe soli den Kaiitonsrxgiernngen eine Anweisung zugestellt werden, ans wclche Weise m anunft, wenn neue Referendumsbeaehren stattfinden, bei Sarnmlnng der Unterschriften die betreffendenBogen ZUSzuxuÜen und diesUnterschriften selbst amtlich zu beglaubigen nnd. _ Der „_(xhromquenM von Freiburg meldet, daß der Staats- rath'von Freiburg die Regierungen aller romanischen Kantone zu einer Konferenz eingeladen habe, um fick) über ein gemein- sarnes Vorgthn" gegen die bundeSräthliche Verordnung in Be- tren des Militardienstes der Lehrer zu verständigen.

Belgien. Brüssel, 15. Februar. lebten Sonntag in Mecheln stattgchabten Rubesiörnngcn gaben m der heutigen Sitzung der Repräsentantenkammer Anlaß zu xiner Interpellation dcs Deputirten Waffeige (von der Rechten), “in deren Erwiderung der Minister des Innern eins strenge Be1trafung der Schuldigen verhieß, jedork) nock) nähere Berichte abwarten zn miiffen erklärte. Da der Depriiirte Kerwnn (Rerbte) die Liberalen indirekt als Urheber jener Ruhestörunsen bezerchneqie, kam cs zn einer sehr erregten Debatte, bei welchsr namxntltch der liberale Deputirte van Humbeek die Rccht€ lebhaft angriff. Im weiteren Vsrlaufe der Siyiing Wurde der Gessi;- cntmnrf, betreffend den internationalen Vertrag über die Be- steuerung des Zuckers, mit ß64 gegen 23 Stimmen ange- nommen. 3 Mitglieder hatten fich der Abstimmung enthalten.

Großbrirannien und Irland. Wix! die Londoner "Blätter übereinstimmend melden, hat tgin den 25. Marz für ihre Abreis e von England nach dem Kontinent anberaumt. _ General Sir HG. A. Tat]- ltJr, der Senior-General der britischen Armee, ist am 9. d. in seinem 93. Lebensjahre mit Tode abgegangen. paient datirt von 17 drtck) in das 10.

_ " Gcmcindcn. Aktennuckx» vorgelegt we Legislatur von Nova

wahlberechtigt find U. 1". W.

an " . . . . f nachsten soll dann die Agitation in Gang grseyt wcrden.

Amerika. New-York, 15. Febrnar. W. T. B. ' dem Berichte des Scbaxzsckretärs Brisiom an das( RspräscniJanix hans mird hervorgehoben, daß die» vorjéibrigc Zollcrhöhnng urn 10 Proz. auf einzelne Eii-ifiihrm'tikcl eine Abnahme der Einfnbr Und fiskalische Verlnste [)erbeigcfiihri beit.

Ein „Telegramm ans NOW : York meldet dyn plöleiiizcn, ;n AntnapzzlisÉrfoigieitt TFt des Hrn. Rcbsrdn Johnson, Sc- na or cr » cremig en (7 nat.)! nnd 'riibcrcn "ni e*ik : **“- sandten in London. 1 , n U M schen (H;.

Peru. Lima, 23. Dczcmber 1875. Das Projekt cines Kongresses amerikanisciier Juristen ist seiner Ausfiihrung nin ein Erhebliche?) näher gerückt. Unter dem 11. d.M. Haider perua- nische. Minister des L'lanc'irtégkn bcziiglickze Einladnngssckncibcn an die Regierungen von Bolivia, Brasilien, Chile, Costa Rica, Colnmbia, dex Vsreinigten Staaten von Nordamerika, Ecuador, Gnat_ema1n,tYondurns, Haiti, Mexiko, Nicaragna, Paragimi), dcr Argenttnnchen Republik, San Domingo, Salvador, Urn- gkhen [affen Gegenstand dsr Bcrathnng

Die Beziehungen zu

»

Weise fortfchreiien.

(W. T. B) Die am

Situation zu geben. hersieilung nahe bevorstehc, , ' um diese Verhältnisse Patrmttdmus der Cortes werde da des Landes wieder zu befriedigen. bhne dabei die Enttvickelnng der

des Landes anßer cht Juni] und Bcnczncla er

werden folgende Punkte 1) cine_ UZbcreinstimmnng dcr Cibilgrschgcbnnq bkrbeiznfsih- ren, insoweit uberhnnpi die besonderen Verhältnisse cincs jeden Staates cs'gest'aitcn, und namentlich in den respektiven Geseß- gehangen'die einzelnen Punkte zu bestimmen, in welchen eine 11cberciiijtimmniig nicht zu erihcilen ist, ferner die Art und Werse zu bestimmen, nach welcher ciwaige Konflikw, weiche uns der Anwendnng solchcr Gescize herosrgehen, enischicden wer- den soUcn; . 2) in_jxdcm Staate den Bürgern der andern Staaten die gleichen Civilrechtc wie _den eigenen Bürgern znzngestehen; . 3) insoweit möglich eine Uebereinstimmnng herbeiznfübren tn der 'Gcseßgebung nber Ehescksießnngcn nnter Einhciniisckzcn nnd Einheimischen und Fremden; " 4) eine Uebereinstimmung herbeiznfükiren hinsichtlich der außcrcn Beschaffenheit aller Urkunden und Dokumente, aus wel- chen Verpflichtungen hergeleitet werden; 5) aUgemein gültige Regeln herbeiznführcn hinsichtlich der, Exekution von Erkenntnissen in Civilsachcn, sowie der Ausfiih- rung von chnifiiionSschreiben; ' 6) in den einzelnen Geseßbüchern dic FäUe einer Aus- lteferung_zu bestimmen und deren Ausfiihrung zn regeln; 7) xine Uebereinstimmung des Hnndelörechis herbeizuführen, nainkntlich in Bezug auf Falliffemcnts nnd Ertbeilung bon PkWtZLgieF; N )a cmeine e eln znmS u e des ei 1 'n -i herbeizufühJen; g ck I g sigi E 9) die Gcseßc über Maaße, Gcwichtc und Münzen in Ueber1e(i)nstimmu1li1ch; zu bringen;

) cine a gemeine o konvention ür alle am r'kani: Staaten abzuschließen. P ß 7 cl shcn

Australien. (A.. 91. C.)" Ans Melbourne wird unterm 9. d. gemeldet: Nach einer 56smndigen nnnnterbrochcnen SiYnng

zu laffsn. Thronbesteigung

nach Cnbn " ' . . dcs verwüstcnden Krieges hatten ]edcick] nicht gehindert, daß 76.000 Sklaven freigelassen [ worden setxn. Der Aufstand auf Cuba werde von Tag zu Tag Frbwacher nnd ohnmächtiger, die Regierung werde die Integrttat Cubas aufrechterhalten, indem fie gleicHzeitig dafür sorge, daß dre Forderungen der Civilisaiion und Gerechtigkeit sicher- gestel1_t nznrden. _ Die Provinzen ViScana und Alarm seien volistajndigadte Provinz Navarra „zum größten Theil unter die Botmaßtgkeit der Regierung zurückgeführt. Carliften

32,000 Mann Verstärkungen Die Ereignisse

geschickt worden.

London,

_ Sein Kadetten- 98. und nn August 1799 trat er als Fähn- _ Regiment der eingeborenen Infanterie von Madras. ' Nack) xtner auSgezeichnetcn, faft 40jährigen militärischen Carriére m Indien, kehrte er im Februar 1838 als General und Inhaber _des Bath-Ordens ]. Klasse nach England zurück und ßand seitdem auf der Liste der PYfionirten. _ Die bri- mit einem S lage drei verdien volle durch den Tod verloren, st Admiral Trndal, der am 4. ds. in Brighton starb, ferner den Contre-Admiral Willia Admiral H.E.Edgell. _ Der Herzog von Sutherland, Welcher den Prinzen von Wales nach Indien begleitete, verließ M. Bombay, um nach England zurückzukehren. kurze Zeit in Cairo aufhalten.

Die Herrschaft der " . , der Pyrenäen schrankt. Die Regierung des Königs, so kurz dieselbe auch sei und so große Suchtvterigkeiten dieselbe auch zu überwinden hatte, habe fich als nußlicb fiir das öffentliche Wohl erwiesen. Die Llnstreitgnngen der Regierung, Spanien seinen Play unter den Machten wreder zu perschaffen, zeigten, was erreicht werden könne, wenn man die Krafte des Landes nicht länger in unfruchtbaren _Dcr Himmel möge geben, daß Spanien bald der Lohn zu Theil Werde für die sch)merzlichen Opfer, die ihm auferlegt seien.

Dry König wurde beim Eintritt in den Sitzungssaal sehr freundlich und lebhaft begrüßt, bei mehreren Stcllcn dchkn'on- rcd'c, mWesondcre bei dcr Mittheilung, daß 76,000 Sklaven freigelassM'worden seien, Winds lebhafter Beifall geäußert.

_ Weitere Nachrichten bestätigen, daß General Qnesada am 13. cr. [ehr bedeutende Erfolge errungen nnd die Positionen der Carlisten bei Elgueta weggenommen hat. seßte General Loma Elgoibar, oberhalb Deva, neral Motiones fich in anaya festseßte. sind in Fezlge desen jetzt aus Biscaya und von Kaste zuruckgedrangt und konzentriren sich ai Bergen von Navarra.

Marine hat Agitationen Vergeude.

m Morris und den Vize-

chreise wird er sich „Serapis“, Wales nach Indien gereift ist, und die Königliche find bereits Bombay zu

genthnms

D s b o r n e“ Gleichzeitig be-

wäbrend Ge- Die Carlisten der cantabrischen

lf den höchsten

Ms der Thronfolger die K!? „Gazetie“ enthält die Königliche Bestätigung Hrn. obert Scholls als deutschen Vize-Konsuls fiir den

_ Einer Mittheilung des Kriegs-Mi-

asen von London.