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V- I '.“o1rd hLerdurch zur Kenntnis; gebrßchk, daß das Eichuugs-Amt Ia Spremherg seine Thätigkeit wiekyx aufgenommetx hat, nachdem bei dekNselbeu der Mgscbinenbauer Hermann AuZustim nach «theater Qnßüifikation zum E1chmrister kesteüt wordm ift.
Bkkauutmaehüns. Unt,“ éxezu-Jnahme auf die Bekanntm-xéhung vom T. Dezember
Berlin, den 16; Februar 1876. . _ Dcr Königliche ELCLUUJZ-Jnspckrcr für k1e Provrnz Brandenburg. ])r. KoSmann.
Die eutige Nummer des „Deutschen Reichs; mzd Königli Preußischen Staats-Anzeigers“ enthalt 111 'der Central-Handels-Register-Beilage: ' _
1) Uebersicht über die in der Vakanzen11ft_e fur Militär-Anwärter Nr. 7 enthaltenen erledrgten Stellen; .
2) Zusammenstellung Nr. 7 der 1111 Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen SZaa'ts-Anzetger zur VeseHung angezeigten gegenwarttg vakanten STellen; .
3) Uebersicht Nr. 7 der im Deutschetr Nerchs- und Königlich Preußischen Staajs-anz-etger be- kannt gemachten anstehenden Submrsswns-Ter- mtne.
Yiéztamklithes. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 18. Fehrnar. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen heute den zum Kommandanten von Mainz ernannten General-Major von Lehmann, nahmen den Vortrag des Polizei-Präfidenten von Madai entgegen, und ar- beiteten für Sich allein.
_ Beide Kaiserliche Majestäten erschienen gestern auf dem Balle Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzesfin Carl.
_ Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheéten der Kronprinz und die Kronprinzessin wohnten yorgeftern Abend mit Ihren Majeßäten dem Könige :und _der Königin von Sachsen, sowie den übrigen Mitgliedern des sach- fischen Königshauses der VorstcUung im Hoftheater zu Dresden bei, Gestern Vormittag befichtigten Höckzstdieselben die dortigen Kunstsammlrmgen, und nahmen Nachmittags 1111 der Familien- tafel bei den Königléchcn Majestäten Theil und wohnten Abends mit Ihren !.]1ajesté1'ten Dem KöUige 111111 der Königin dem Hofbakl i111 KöniglirheU Schlosse bis 311111 Schlnffe bei.. Heute Vermitfag 11111 1011111“ sind die Höchsten Herrschaften hierher zuriichgereist. Ihre Majestäten der König und die Königin, sowie die Prinzlichcn Herréckmstcn geleiteten Ihre Kaijerlichen 111111 Königlichen Herrschaften 311111 Bahnhofs, wejclhst aUch der Herzog Jeha1111Alhrecht 13011 OJKecklenburg, jorrie der Königlich preußiickxc Gejandtc 11111vesc11d Waren und Der Ehrendieust sick) r*erabjchierete.
_ Im Palais Ihrer Königkichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Cark fand gestern Abend ein Ballfeft statt, zu welchem gegen 600 Einladrmgen ergangen waren. Die Gäste, unter denen fish die Bo1schafter mit ihren Ge- mahlinnen, die Fürstlichkeiten, die Hofrhargen, die Generalität, die Staats-Minister, hohe Reichs: 111113 Staatsbeamte, zahlreiche Offiziere, Vertreter der Kunst und Wissenschaft und andere distinguirte Persönlichkeiten befanden, wurden von der die Ober- Hofmeisterin Gräfin v. Schwanenfeld vertretenden Gräfin v. d. Schukenburg und drn Hofdame", sowie dem Hofmarschakl Grafen v, Dönhoff, dem persönlichen Adetanten Major v. Pritt- wiß u. Gaffron und dem Adjutanten Major v. Balluserk empfangen und naeh den Gemächern Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzeffm Carl geleitet, Der Stucksaal war für die Aller- höchste11 und Höchsten Herrschaften zum Empfange reservirk.
Nachdem Beide Kaiserliche Majestäten eingetroffen waren und, von Ihren KöniglicheU Hoheiten dem Prinzen und der Prinzesstn Carl empfangen, kurze Zeit daselbst verweilt hatten, führten Se. Majestät der Kaiser und König Ihre König- liche Hoheit die Prinzessm Carl nach dem Tanzsaale, während Ihrer Majeßät der Kaiserin-Königin Se.König1icheH0heit der Prinz Carl die Hand bot. Beéhen Hohen Paaren felgten Ihre König- lichen Hoheiten die Prinzessmnen Friedrich Carl 11111) Elisaheth und die Prinzen Friedrich Carl, Alexander und der Prinz Augnst von WÜrtTemherg, sowée die Botschafter mit ihren Ge- mahlinnen,
Im Saale war ein Hautpa-Z errichtet, von dem die AÜer- höchsten Damen, sowie die Bojskhafterinnen dem Tanze zu- schauten. Beide Kaiserliche Majestäten, sowie Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessm Carl gernhten, während des Tanzes in den anstoßendcn Salons Cercle zu machen und zahxreiche Herren und Damen mit Anreden zu beehren.
Um 12 Uhr wurde das Sonper an VuffetZ ei11ge110mmen. Für die Allerhöchften und Höchsten Herrschaften, für die Bot- schafter mit Ihren Gemahlinnen, die obersten Hofchargen und die Fürstlichkeiten war das Souper im Ahnensaale servirt, während Tie ExceUenzen-Herren und :Damen in der Gallerie speisten. Tie Buffets für die tanzenden Herren und Damen waren in Hen Salons des Erdgeschosses aufgestellt.
Tas Baneft erreichre um 11/2 Uhr seén Ende,
_ „Der Bundesrath trat heuje zu eéner Sißrmg zu- sammen.
beßen abhelfe-a würde, und 21ng v. Vénba erxatrnte m ox:- Herabminderung dieses Auggabetttels nur eine R11ckncht auf ple heutgen Jinanzverhältniffe,_ welche die vorübergehere Verarm- derung allerdings rcchtfertth. Der Titel 15 wurde be1v1llrg1.
Titel 18 des Kap. 2 (Jorßkulturfonds 3,670,200 „W und Titel 4 des Kap. 2 (Forßankaufsfonds 1,050,000 416.) wurden gemeinsam diskutirt. Seitens der Kommissanen des Hauses (Abgg. Bernhardt und Genossen) ist 1) zu dem ersten Tttel d_1e Bemerkung beantragt: „Bestände können zur Verwend1111g fur die folgeuden Jahre reservirt werden. Vergl. außerdem d1e „B=:- merkung zu Kapitel 4 Titel 4 (Allgememe Auggczben) _d1eses Etats“; 2) zu Titel 4 des Kapitel 2 aber: „Bestande konnep zur Verwxndung für die folgenden Jahre reservtrt Zverden. Dre zur Verstärkung drs Forftkulturfonds (Japxtel 2 T1tel18) etwa erforderlichen Beträge können aus die1em Fonds entnomrnen werden.“ Nachdem der Abg. Bernhardt den Antra'g motrmrt halte, erklärte Finanz - Minister Carnphausen, d1e Staats- regierung habe gegen den Antrag 11111319 emzuwenden. Auf eine Anfrage des Abg. Oßerrath errmderte der Landforft- meister Ulrici, daß 8111 Kapitalbestand des Ankaufsfonds zur Zeit nicht vorhanden sei; Über die noch nicht auögegebenen Gel- der sei nämkick) bereits verfügt, Der Abg. GraF Bcthush-Hue spricht die Erwartung aucs, daß dre durch Veraußerung von Forstparzeüen gewonnenen Einnahmen wieder Her Forjtkultrrr zu Gute kommen möchten. Man würde durch em solches Ver- spiel besser wirken, als durch das Waldsthuhgeseß selbst, welches in der vorigen Sesfion gemacht worden rst. Der Abg. v. Venda onTe den Antrag der Kommtffarten mcht so verstanden wissen, daß nunmehr die Aufforstung der ange- kauften ParzeUen aus den Mitteln des Ankaufsfonds unter- bleiben jolle. Wenn die Regierung diese Bestimmung des Fonds nicht ausdrücklich 11116spreche, so geschehe dies wohl nur, um der Mühe überhoben zu sein, der Over=Rechnungskammer "311111 Kultnrrechnungen vorzulegen. Der Abg. Bernhardt bestangte dies. Die beiden Titel wurden bewilligt und dre Antrage der
Kommiffarien angenommen. Die übrigen Titel des Forstetats veranlaßten keine Diskussmn.
Es folgte der Etat der Verwaltnng der direkten Steuern. (S. Nr. 42 d. Bl.) Eine längere Debatte vera'nlaßte die Einnahme aus der klasfifizirten Einkommensteuer (TM! 3: 29,347 ,000 (je) und ans der Klaffensteuer (Titel 4: 41,505,000 116). Der Abg. Duncker e_rsrrchte den Finanz-Minifter um Aquurzft, welche A11ficht Über die Zahl der steuerfreien Personen d1e rtch- tige sei, die in der dem Hause zugegangenen Ueberßchr oder dre von dem Direktor des ftatiftischen Bureaus angegebene, woraux der Finanz-Minister Camphausen erklärte, zu dem Irrthum des statistischen Bureaus habe er durchaus keine Veranlassnng gegeben und belegte sodann mitZahlen die Richtigkeit der offiztellen Angabe. (Wir werden die betreffenden Reden morgen mitrheile11.)o Der Abg. Paur machte auf eine Jnkorrektheit aufmerksam, dre s1ch in das Klaffenßeuergeseß von 1873 eingeschlichen habe. Der §. 11 führe unter den von der Klaffensteuer eoentueU 311 Ve- freienden als erste Kategorie diejenigen Personen auf, dre das sechzigste Lebensjahr überschritten haben. Diese Exemtwn habe in dem Gesetz von 1851 zwar bestanden, sei jedoch durck),die späteren Besckzlüffe des Hauses beseitigt worden. Der Gehe1111e Ober-Finanz-Rath Rhodebeftätigte dies e letztereThatsache, bestrrttje- doch, daß ein amtlicher Abdruckdes Klaffensteuergeseßes die gerügte Unrichtigkeit enthalte. Ohne Zweifel stüße snh der Vorredner auf einen. inkorrekterr ' Privätabkyruck. Der Abg. v. Kardorff hob hervor, das; in diesem Jahr in Fokge genereUer Verfügung des Ministerimns die Steuer besonders erhöht sei, und eine Menge Personen von der höchsten Stufe der Klaffenftener in die klajßfizirte Einkommensteuer verseht worden seien. Im Uebri- gen möge man für den Staat mehr die indirekten Steuern re- serviren. Der Regierungs-Kommiffar Geheimer Ober- J'inanz- Rath Rhode stellte wiederholt das Vorha11de11sein einer solchrn Ministerial-Verfügung 111 Ahrede. Der Abg. Wiffelinck regte den Gedanken an, ob es sich nicht empfehle, die Kontégenjirung der Klassensteuer auf die Gemeinden 11119311- dehnen; man werde dadurch einen großen Theil der jeht zu Beschwerden Veranlassung gebenden Uehelftände beseitigen. Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer sei es beso11ders zu rügen, daß von Seiten der Landräthe gewisser Kreise, die hierin dem Befehle der Regierungen fo1gte11, die Regel durchgeführt werde, daß die Einschärzung das 153„,1“4?ack)e des Grundsteuer-Rein- erfragecz erreichen müsse, widrigenfaüs ohne weitere Rückfichten Vernfrmg eingelegt werde. Die Einführung eines solchen stabilen Rechnnngöfakwrs an Stelle der lebendigen Mikwirkang der Einschäßungcskommisfion, die die individuellen Verhältnisse des Grundbesthers berüchfichtigen könne, widerspreche dem Geiste des Geseßes. Sollte jene Maßregel nicht auf einem Erlaß des Ministeriums selbst beruhen. so hoffe er, daß die Regierung baldigst Remedur eintreten [affen werde. Der Geheime Ober:Fina11z-Rath Rhode erklärte, das; 111111 der Regiernng ein solcher Erlaß nicht ausgegangen sei. Bei den Schwierigkeiten, die der wirklichen Ermittelung des Einkommen:“- aus selbst bewir1h1'chaftetem Grnndbefih e11tgege11stehen, “791 1111111 natürlicher Weise bemüht, aÜgemeine SckgähungSmethodeU auf- zusteUen, und in diesem Sinne sei der Grunösteuerreinertrag wohl als ein Anhalt bei der Einschähung zu betrachten, eine Berückfichtigung der konkreten Verhältnisse des Befixzer-Z dürfe dabei aber nicht ans den Augen gelaffen werden. Wo dies ge- schehen sei, werde die Regierung gern Remedur eintreTen lassen. Der Abg. Richter (Hagen) trat den Anfichten des Abg. v. „Kar- dorff in Bezug auf die indirekten Steuern entgegen und empfahl Kontingentirung der Klaffensteuer. Nach einigen Bemerfnngen des Abg. Roeckerath wrrrde die Debatte um 31 Uhr vertagt.
_ In der heutigen (9.) Sihung des Hauses der Ab- geordneten, we1cher am Minißertische der Vize:Präfident des Staats-Minißeriums Jinanz-Minister Camphausen, der Minister des Innern Graf zu Eulenbnrg, der Iustiz-Minifter 131. Leon-
._ Im weiteren Verlaufe der geßrigen- Sihung des Hauses der Z(hgeordneten wurde die Debatte über den Etat der Fgrßx'verwaltung (S. Nr. 42 d. Bl.) fortgesest. Tit, ]5 des AusgaYe-Eth Wirft “zur Unterhaltung und zam Neubau der Forstdienkqebarzde sowre_ zur Beschaffung noch feh- lender Jorftdienßgehäude' fur Oherforfter und Forstschutzbeamte 2,024,000 „15 aus, Der „Abg. Graf Matuschka hielt diesen Be- Frag 111 Hinblick darauf, daß noch 100 Pbersörster- und 665 Försteretabliffements neu zu baUM sMd- furrtwas karg bemessen.
Ter Regierungs-Kommiffar LUUdfoxstmetster Ulrici erwiderte darauf, daß die Verwendung ein.*r„[großere11 Summe für den genannten Zweck unthunlich sei, we; es her emer erheblicheren
Zahl von Bauten unmöglich sei, die letzteren in der wünschens- werthen Weise zu kontrolliren, Der RYF, v. “d, Reck memte, daß die Bewilligung höherer Mißthsentsckzädigungkn, Ö.?“LM Maxt- mum bisher nur in Ausnahmefallezt gezahlt wird, dem _kenfta- titten Mangel gn geeigneten Etabhffemems vor der Hand 9111,
hardt, der Handels-Minifter Dr. Achenbach, der Minifter für die landwirthsckgastlichen Angelegenheiten Dr. Friedenthal, sowie de“. Geheime Ober-RegierUngs-Rmh Zitelmann, der Ge- heime Ober-Jinanz-Rath Rhode und mehrere andere Kom- missarje'n betwohnten, theilte der Präfident das Rcsultat der Wyhken resp. Konßituirung der zu wählenden SpezialFommissionen und zu verstärkenden Fachkom- missionen mik. Gewßhlt sind in den Vorstand der Wege- ordnungsfomajjsßoxs ,dte Abgg. 1)r. Braun (Waldenburg), Vor- fißender, Mühlenbeck, g;,“Ferertreter, BeleiteH und Frhr. v. Wendt, Schriftführer; in den Vo“: Ftand der Kommtsfiqn fur dyn Geseh- entwurf über den höhermk Verwaltungsdtenft dre Abgg. v. Bonin, Wulfshein, 23:11» und Hansen. In dxe
e en die geßxägen Angriäe des Abg. Richter (Hager) ver: FlZdYZe. Der Abg. Dr. Lasker suchte dre Nachthetle und Jr11h1'1mer des Systems der indirekten Steuern, set es als
Schußzoll oder als übermäßiger Jiyanzxoll, darzuthun. Auch in den Klagen über übermäßrge An'ftrengung - 5er Steuerkraft des Volkes konnte er mcht dre vollstand1ge Begründung und Substantiirung finden. Der Abg. Frenßel brachte Beschwerden über den Moßus der Einkommeneinschäyung in dem Regierungsbeznk Guuzhmnetx vor, die er als Mitglred der Bezirkskommisfion substanturen konne. Der Finanz-Ministev Camphausen hob hervor, daß, seitdeur rue Regierung in die Kontingemirung der Klaffepsteuer gew1111gt habe, fie an der Bewilligung resp. _Nrchtbewültgrzng der Rekla- mationen vollständig uninteresfirt sc1, von fiska11sch8111 Stqu- punkte aus also dieselben gründlich rmd m_1par1e1[1ch pruxen könne. Seine Finanzpolitik sei die,_ 111 Wachter und aus- führendes Organ des Gesetzes zu sein. Der Abg. Frhr. v.*d. Golß unterzog dée Stellung der Landräthe 111 den E111schaßu11gs= Kommissionen, wo fie 11111: Uäroeuti 65131 seien und_e1nfiußre1che Berufung bei den Bezirkskommisfionen einlegen mußten, cmer Kritik und preteßirte gegen die gestrige Behauptung Hes „Abg. Richter (Hagen), daß die größeren Grundbefißer zu medrrg m der Einkommensteuer eaneschäZt seien. Eine Besrhwerde des Abg. v. LySkowski über die Einschäßung „zur n1edr111fte11 Stufe der Klaffensteuer in der Provinz Posen fuhrte der_ Reg1erungs- Kommissar, Gch. Ober-Jinanzrath Rho_de, 11111" eme Ver- wechseluuq mit den Bestimmungen emer fruheren 1111131 zum Geseße gewordenen Vorlage zuruck. . Der Abg. Duncker bestrijt, daß bei der Einschätzung zur Emkommensteuer das flache Land überlastet sei, da nur 38,000 Grunpbefißer zur Einkommensteuer herangezogen würden, eine Zahl, dre durchaus in keinem Mißverhältniß znm Nationalmohhtande ßehe. Der Redner polemifirte sodann gegen die Anßchten det.!z Abg. v. Kar- dorff über indirekte Steuern, deren Erhöhung er 1111 queMemen Interesse bekämpfte. _ Die Einnahmen aus den 51rekten Und indirekten SLeuern wurden hierauf genehmigt. Benn Schluß des Blattes dauerte die Etatéberathung fort.
_ Nach einem an die Regierung zu Wiesbadey gerichteten und den übrigen Regierungen absehriftlich midethetlte11 Erlaß des Ministers des Innern vom 5. d. Mak- d1e Frage, ob und eventuell in welcher Form die gemäß §. 52 der Vormundschafts- ordnung zu befiellenden Waisenräthe in drcser Ergenschafx be- sonders zu verpflichten smd, nach Maßgabe der _bezuglzchen Gemeindeverfaffung-deseße zu beantworten. D*;xß dte Waasen- räthe, deren Amt durch den §. 52 eib. als em Eemenrdeamt bezeichnet wird, vom Vor111u11dschaft§gerichte 111 Pfitcht zu nehmen seien, ist weder im Gesche angedeutet, noch bet den be- züglichen legislativen Verhandlungen zur Sprache ngommen. Ebensowenig, wie der §. 3 des Geseßes vom 8. Marz 1871 hinfichtkich der Mitglieder der im Interesse der Armenpflexze zu- folge besonderen Gsmeindebesckzluffes zu bildexrden „_Depuxatwn'en, schreibt der §. 52 eit. in Ansehung der Wmsenralhe eme erdf- liche Verpflichtung ausdrücklich vor. Deshalb und 1ndem'd1e nassauische Gemeindeordnung vom 26. Juli _1854 111111 emer eidlichen Inxflichtnahme nur bezüglich des Yurgermetfters und der Gemeindevorfteher (§. 7) spricht, die 88- _21 und 62 aber bezüglich der Feldgerichtsschöffen und des Gememderechners nur eine Verpflichtung überhaupt vorschreiben, erachtet drr M1- nister es für den Grundsäßen der bestehenden Gememdever- fassung im Gebiete des vormaligen Herzogthumx Nassau en't- sprechend, daß die Inpflichrnahme der Waisenrathe durch dre Königlichen Aem1er, jedoch nur 111 der Art geschieht, Haß der. zu Verpflichtende die gewissenhafte ErfüÜung seiner Obl1egenhe1ten vermittelst Handschlags an Eidesstatt angelobt.
_ Bei einer von mehreren Personen gemeinschaftlich und vorsäHlick) verübten Körperverleßung, wesche den Tod des Gemißhandelten zur Folge gehabt, ist Jeder zu bestrafen, auch wenn der Tod der Mißhaudlung eines einzelnen der Betheiligten zuzuschreiben ist. Erke11ntniß des Ober - Tribunals vom
28. Januar 11. I.
_ Der Genera1 der Infanterie z. D. oon Tresrkow, ck 111 5111113 des 7. Thüringischen Infanterie-Regimeuts Nr., 96, ist auf einige Tage 11011 Altenburg hier eingetroffen, deSglerrhen der General-Major von Lehmann, lxisher Eommandeur der 60. Jnfankerie-Brigade, welcher kürzlich zum Kommandanten 11011 Mainz ernannt wgrden ist, aus diesem Anlaß zur Ab- stattnng persönlicher Meldnngeu 11011 Mainz.
_ Auf der Eisenbahnstrecke Cöln-Verviers ist in Folge eingetretener Uehersch1vemm11ng des Eisenbahn-Fahrdammes und dadurch herbeigeführter Erdrrrtschung der regelmäßige Eisen- bahnbetrieb seit dem 17. Feerar gehemmt.
Von diesem Tage ab muß bis auf Weiteres zur Beförde- rung der Post, statt des unmittelbaren Weges 13011 Cöln nach Aachen rie Eisenbahnverbindung über Euskirchen und Düren bezw. Neuß 1111d Düren, zum Theil unter EinstellUng besonderer Züge, benuht wsrden.
Dieser Umweg wird unter Umständen eine Verzögeruxrg bei der Ueberführung der betreffenden Korrespondenz, namentltch im Verkehr mit Belgien, Frankreich, England 2e., gegenüber 13211 sonst bestehendcn BeförderungSeiantungen, nicht ganz verme1- den kassen.
_ Sr. Maj. Schiff „Gazelle“ ist tekegraphischer Nach- rickzt des „W T. B.“ zufolge am 17, d. M. in Montemdeo eingetroffen und heabfichtigte, am 19. cr. die Reise nach der
Heimath fortzUsc-ßen.
Bayern. München, 16. Februar. Der [Zierher 11er- seizte Regierungs-Präfident Freiherr v. Herman ha , 111113 der „Corr. v. 11. s. D.“ meldet, heute seine amtliche Thätigkeit .be- gonnen, nachdem heute Vormittag die Vorstcklnng der Kollegral- mitglieder der Kammer des Innern stattgefunden 111111?- Worauf 111111) der 111311 beförderte Regierrmgs - Dirckter J. C. Bre11nfleck 111 das Kollegium eingeführt Wurde. _ „as Leichenbegängniß des Generals der Kawallerie 11_nd Generalkapitäns der Leibgarde der Hartschiere, Freiherrn Friedrzck) du Jarrhs von Laroche hat heute Nachmittag 4 Uhr Ml Campo Santo des siidlichen.Friedhofes unter zahlreicher Be- theiligung der hiefigen Bevölkerung stattgefunden. Nachdem um 4 Uhr die Einsegnung der Leiche von der GeistlichkeYt der Ludwigspfarrei vorgenommen Worden War, jehte fich der LAMA!- zug in Bewegung. Der mit Lorbeerkränzen und Blumen 1111er- deckte, mit den Rangabzeichen und Orden des Verstorbenen IL“ schmückte Sarg wurde von sechs Hartschieren getragen.
Chrenbegleitung befanden sich neben demselben sechs Haqpk-
Vudgetkommisfion ift an Stelle des ausgeschiedenen Abg. Tiedemann der Abg. v. Kardorn' gewahlt Warden. _
leute. Zwei Söhne des Verstorbenen, sowie die na_ch' „sten Verwandten folgten demselben. Hierauf schleskn sich Ihre Königlickgen Hoheiten die Prinzen Luitpold, Ludwrg Md
Das Haus schie die Berathung des Etats der direkten SWM! (s. Nr. 42 d. Bl.) fort, wobei Abg. 11. „Kardorff
Arnulf, sämmtlich in Uniform, an, ferner die obersten Hofchargen-
Frhr. v. Malsen, v. Pocci, Graf v. Mey, Graf v. Castel], Fr r. v. PerfaY, die hiefige Generalität, hierunter der Kriegs-MinifLer v. Matilmger, General der Infanterie Frhr. von der Tann, Frhr. v. Pranckh, der Staats-Minißer des Königlichen Hauses und dee.“- Aerrgertz, v. Pfrehschner, der Finanz-Minister v. Berr, mehrere Re1ch6rathe, dte Sptßen der obersten Behörden, eine große An- zahl, Yes htefigen „Offiziercorps, hierunter auch der preußische Mtltrarbeqollmachttgte Major v. Stülpnagel an. Se. Königliche Hohett Prmz L_uttpqld hatte Namens Sr. Majeßät des Königs dem Le1chenbegangn1ß anzuwohnen. Als Leichenkondukt waren unter qumando des General-Majors v. Hekel 2 Bataillone Jnfanterte, 3 EScadronen KavaUerje und 9 Geschühe aufgesteUt.
Sachsen. Dresden, 17. Februar. I reKaierli en un? Köyiglichen Hoheitxn der Kronprinz 1.113) die sKrrczhn- zxrtnze1jt_n haben _mxt Ihren Majestäten gestern Abend xm (Ultstadter) _Hostheater der Aufführung der komischen Oper „Der Konutg hat's gesagt“ beigewoh11t. Heute Vor- u11ttag_h_al?en Hochftdtesekben in Begleitung des Königs und der Komgm d1e Befirhtigung der hiefigcn Kunfts1x11112121111jrx1 fortgeseh't. Nachm111ag54k Uhr findet 311 Ehren der Hohen (Haste bet Ihren Maxestaten Familientafcl sraTt, zu Welcher der Herzog Iohamz Albrecht von Mecklenb11rg-Srhwerin, die Prénzen Erpst und Frtedwch 111111 Sachsen-Meinimgcn und der Erbprinz Gyn1her von SchleSrytg-Holßein geladen find. NÖMÖS ist im Kon1g11che11 Rcßdenzxchlosse Hofball (Kammerhall). Morgen (Frettag) Vqrmutags 10 Uhr 5 MinuteN grdenken der Kron- ?rttnz und die Kronprinzessm die Rückreise nach Berlin 01131:- rern.
Württemberg. Stuttgart, 15. Februar. 2111 . ? 11, Seit gcstetn P der größere ständische N 11s1ch 11ß(z11fZ1111?1e]11Z getreten behuxö der Prüfung der Staatsrechnnngen 1111d Yer“Ste_11erverwend11ng. Er wird damir einége Tage 111"- 1ch11111g1 16111. Das Ergebnis; dieser Prüfung wird jeder=111111 111 dem st_1_111'01]che1_1 Rechenjchaftsherickx niedergelegt, der 111111 dem Schlnne der emen Landtagssesfion [115 311111 Tage des Beginns der folgerdcn erstattet Und 1111 die Mitglieder beider Ka111111er11 gedruckt Verthetlt Und dann, soweit Ll11stände erheben Und Ve- merkungen erheblicher Art gemacht Werden, d111'ck)h1*r11the11 wird. __“qu „hen Wiederzusamrnentritt des Landtaqs [1e- tr1nt, 1_o "111 der 15. März 111 Ausfieht JCUOUUUCU. Ei1105ese11: e111_11_1111'1 uber die Neuregnlirnng der Bea111te11verhälrk- 111]1e'1111d Staatödic11errechte, Lst schen vor grranmer Zett emgebrarht und dem rittersrhaftlirhen Abgeordneten r*. Schad 3111" Ber1chterjtattung ÜderxxebUr worden. Der Gescherréwnrf uber d1e_ _Ministerverantwortlickykeit, 11111 der [11511111 La11dtag§1e1fie11 auf den Antrag der; Abgerrdneten OesterLen “111111 der Zwerten Kannner 111 A11reg1111g 110111111111, ist, wie schon ge- meldet, vor K111'ze111 zur Vorlage gelangt. ZU 1'1'111111'1111 stehen 1191!) Vorlagen uber die Z1tsa111111e111121§1111g rer Kammern 1111d Ubtrsr 510 UUZ'ULMWTZWJEDLTL) (Hehei111e11 Nach 111 einen MiNister- ra ), 1111.11e111er re 111 111111 eines Verwalt11111sre1'ic 1? "» und das Budget für 1876/77.3 3 3 h THAI
_ Unter zahlreichem 1111d ansehulwhem Trauergelcite von 11ah Und fern wurde heute nach fast voUendetem 72. LebenH- ]ahr dcr" General-„Snperintrndeht und Ober-Konfiftorial-Rath a. D., Pralat Chrtftian v. Oettinger, Doktor der Theologie, Kommenthur 11. Klasse des Friedrichs-OrdeU-Z, Ritter 1. Kl. des Kron-Ordetzs, zu Grabe getragen. Am Grabe entwarf Prälat 11. Kaps em Lebens: und Charakterbild des Verblichenen, und der Prafident des Konsistoriums, Staats-Minifter v. Go!Mer, r1e1 1111 Namen der Ober=Kirchenhehörde ihm Worte dankbaren Andenkens nach,
Baden. KarlSruhe, 12. Febrnar. (Fr. I. Der axtkath9'1ische' Kirchenvorstand zu Pforzheim [)ZU durch Z1rk111ar'_]a111mtltck)e altkatholische Vorstände Badens eingeladen, der d1eS1ahrxgen „altkatholischen Synode einen gemeinsamen An- Z'rag zu, unterbrerten, der die Bestimmung der zweiten Snnode 1111er dre vorerfttge Belassung des Cölibatzwangs insofern anheben sol1, als die Reform des Cölibatgesehes in jenen Ge- metunden heg1nnen könnte, in welchen dieselre möglich sei. Als 0311111913 hrefur “find „angegeben: Austrité mehrerer altkatholischer Ge11111cher und germge Zahl an beitretenden Geistlichen, wenn der Shnodalbeschluß weiter gültig bleibe.
-9cffcn. Duarmstadt, 14. Feerar. Das Ministerinm drs Innern hat fur die Volksschulen 111 Mainz dicE-rmärh- trgung 'zur Abhaltung res altkaTholischen Religions- un'terrxchts ertheilt. _ Durch das Edikt vom 6. Januar 1874 xch1e11d1e' evatxgelische Kirche Hessens eine nene Ver- faffung mri Selbxtandigkeit in der Verwaltung ihrer eigenen Ange- legenheüen. Diese Verfassung seht die Kirche in de11 Stand, von den BesUmmungen über das Besteuernngsrecht der Kirchen Ge- brrmch zu machen, weshalb es angezeigt erschien, zu einer defi- n1t111en Regelung des finanziellen VerhältUisses zru1s'che11 Staat und Kirche zu schreiten. Diese finanzieUe AUSema11derseh11ng soll 111 der Art erfolgen, daß 111111 Sriten des__Stcrats eme feste Summe (175,000 916) bestimmt wird, dre ]ahrltch als Pauschsumme aus StaakSmittrln dem evange- li11'he11 Central-Ktrchenfonds Überwicsen wird, wogegen die eva11- gehsrhe Krrche die Verbindlichkeit hat, Die biHher aus Staatsmitteln beytrtrtenen Ausgaben aus den allgemeinen kirchlichen Mitteln zu bßzahlen. H1erher gehören die Kosten für das Obsr-Kon- stßormm, das'evangelische Predigerseminar, die Gehalte, Bureau- losten und Dtaten der evangelischen Geiftljchen.
„Sachsen-Weimar-Éisenach. Weimar, 17. Februar. (Wenn. Ztg.) Nach,gef1ern Abend dem Großherzoglichen Hofe sugegangenen Nachrtchten' find Se. Durchlaucht der Prin z Neuß und Ihre Hohett dre Prinzessin Reuß gestern Abend 6 Uhr wohlhehalten 111 Ram eingetroffen. Die Hohen Reisenden haben sich eulen, Tag 111 München anfgehalten, woselbst Höchst- 1hnen der Kontgltch preußische Gesandte Freiherr v. Werthern dle Honneurs mgchte. Der Prinz und die Prinzesfin Reuß Wohnren emer So1rée im Gesandtschaftshotel bei, auf welcher zahlre1che hervorragextde Vertreter der Münchener Künstserwelt anwesxnd waren. Dre Reise ward über den Brenner fortgeseht Utxd 111 Florenz abermals ein eintägiger Aufenthalt gen1acht.
abxufehen?“ Da ein Vertreter der Regierung in der Si::11ng, auf deren 'TageSordnuung nur Wahlen standen, nicht aansend war, so mr_rd der Prafident des Landtags diese InterpeUation zur Kenntmß der Regierung bringen.
Sachsen-Vkeiningeu. Meiningen, 14. Februar. Die gestern ausgegebene Nummer der Geseßfammlungenthielt die neue Kirchengemetnde- und Synodalverfassung, wie die- selbe" aus den Landtagsberathungeu hervorgegangen. Dieselbe enthalt folgende Bestimmung: „Das Bekenntniß bildet keinen Gegenstand-der fachlichen Geseßgebung. Durch diese Bestim- mung.s011 jedoch die freie Forschung in der Schrift und die F9r1511du11g der Lehre nach deren Ergebnissen 1111111 beschränkt sem. Dre, Synode besteht aus 22 Mitgliedern, 13 we1111chc11 und 9 ge1s111_che11, der Herzog ernennt 2, 20 gehen aus Wahlen der _131er Kreise hervor. So lange die Synode nicht versammelt 111,“ vertritt ein ständiger SynodalaUSsehuß dieselbe. Dre Synohe mr_rd auf je sechs Jahre gewählt,“ die neue Ver- fassung 11111 m1t dem 1. März d. I. in Wérksamkeit.
Anhalt: Dessau, 15. Februar. Tie 11111este Gesch- ermmlung f11r„das Herzogthum Anhalt publizirt den Haupt- F1_11a11_,zetat fur 1876; derselbe stellt sich 111 eige11er Einnahme 11.111 7 ,124,000 „76, in eigener Ausgabe a11f 7,712,000 „16. Die etgene Ernnahme setzt fich znscxmmen ant.": folgenden Po?.cn. Jm Etat der Domanialverwalfung kommen ein 111111 Grundstücken 2,614,941 141: (darunter 1566900411? von (Hüten und 604,740 „16. 11011 Forsten), 111111 Gebänden und gewerbliäzen Anlagen 83,568 „FC:, zusammen 2698510 1,46 Die Steuerverwaltung 1111111 cm Zwesten Steuern 454,943 «M, 17111 indirekten 52,303 4-16, forme an Entschädigung für Erhebung der Reichssteuern 387,392 «15, 1m Ganzen also 894,638 916. auf. Hierzu treten 11011) an Sporteln'umd Neheneinnahmen der einzelnen Behörden 828,308 „11, sow1e J_n§geme111 4032 „16. Neben der erwähUten gesamnzten etgenen Einnahme 15011 7,724,000 „sé: beträgt d1e Emnahme" für das Reich 6,470,000 116, 111111111111 5,200,000 (16 Rubenzuckersteuer und 930,000 „17: Branntweinsteuer. Dre 211161111111: vertheilt fich, wie folgt: Aklgemeine Staats- verxyaltung 492,409 „16; StaatsschuldenverwalTUUg 1054000116,“ Iumzverwaltung 574,632 „15; Verwaltung des Innern 1,791,990 116 (Regrerung 95,989 (16, die 5 Kreisdirektionen 1092121111, Jägerbrigade 93,592 416, Lehr: 1111d ErziehunacZ- anstalt 111 Zeit,; 1800 414, Strafanstalt Coswig 101,530 611€, Arrnenwesen 27,326 1116, Medizinakwejen 27,326 11/1, Kunst 11115 .W1ff1nschaft 10,620 „16, Landeskultur 10,990 «16. Prämien für Kre1schauffee11 175,000 «16, Lcmdgestüt 38,500 116, Kommunal- zmecke 11,253 «1%, Unterricht 1,071,914 (17.); Finanzverwaltung 2446352 1112 (Finanzdirektion 171,195 (16, Tomanialaufwand 405,450 511€, Stenervermalirmg 314,596 „11, Bergwesen [Leo- poldshaU] 1555110111»; AUSeinande:sehungsbehörden 11,745„/13; Kuhns 145,876 (16 (evangelischer 107,067 (16, katholischer 2613316, ]udqcher 1951116); Renten 32,440 .15; Pensrenen 424,152 416; Bauwesen 1,656711 116 (B1111ver1v11111111ge11 78,324 41-4, Bauanfwand der Finanzdirektion 1,117,018 (112, der Regterung 359,765 91-5, des Konsistoriums 98,603 1/6, zu Bau- geschenken 3000 4-16); Janemein 2704116; GeneraL-Dispofitions- forrds zu Gehaltszulagen 27,986 „16. Die Ausgabe für das Rewh emsprnhr der Einnahme mit 647,000116 DerElat schließt demnach ab mtt einer Mehreinnahme von 12,000 „15
„ Wakldeck. Arolsen, 15. Februar. Der Landtag der Furstenthnmer Waldeck Und Pyrmont ist am 12. d. M. dnrch den Landeß-Direktor von Sommerfeld gescl1los1en Warden. M11" emem dreifachen Hock] an Se. Majestät den Karser' und Komg und anf den Fürßen 11011 Waldeck trennte srch dre Versammkung; Aus den Verhandlungen der [eizten berden Tage entnehmen wird Noch folgende Efnzekheixen:
21111_ 11. Februar [*eantwertete drr andes-Dirrktor 111111 Somxnerseld e111e_ " fränkische InterpeUatien: „111313111116 in Beraußerungssallen von Domanialgru11dstüchen in den lehren Jahrerz die VerfassUUg-Zmäßigen Rechte des Landes 111chr JeW-ahxt Men,?“ dahin, „daß n11ch “rem Domanial- Rezeß vom 16. Jult 1853 die Verwaltung des Denmnéal- ver1nogeys_ der Re'gierung ledihlich durch ein mit 11:11 Stän- den verelhbarteß Spezial-Mandat Sr. Durchlaucht dem Fürsten über- tragen set. S1e bilde kansn Theil der inneren L1ndesverwxltunz, 1vslch1e der Reg1erung versassungMUÜßig obliege. Nur diese innere La1111esver1raltt111g fei 111111) Artikel 1 des AccesfiOUSvertrags vem 18, Jah 1867 auf „Preußen Übergegaxgen, und der Artikel 10 des Acces- fiMÖpUtkä-JLS fuge ausdrücklich 19111311, daß die „Verwaltung des Dr- manxßl-Vermögens dem Fürstrn verbleibe. Hierna.1) stehe rem für Preußen Die Landeövernxaktung führendkn Landes-Direkter keixc Keg- 11111011 odrr Kontrole [)LZÜJlich der Verwaltung des Don1a11ixlvcr- 1111391111; 31111111) sehe er, der Lande-Z-Direßer, daher firh außer Stande, 13-12 m der Interpellation gesteUte Frage zu beantworten, wie er a;.ch 11592331311111101111119 für die W.1h:ung der in Ansyrnck) JOUOMMMLU "1111111157111 Rechte ahlehncn müsst, ganz unabhängig von der Frage, 011 d1exe Rechte Wahrend der Dxxer Des LlccejfieUsecrträgs ruhen oder fortbestehsn.“
_ _ er der (1111 12. d. M. fortgesetzten Verathung 11112: ken Ge- sehentwnrs, Tas Grundbuchwesen bLftLffMd, wurdestä11discherseits begxrtragt, dem gestern bcsckUessenen §. 2911. als weiteres 5111111211 311- 3111119111: .Veräufzernngen 11112) Vkrpfändungen yon unbeweglichem D01111111a1ver111öge11 bedürfm der Genehmigung der Stände.“ Der- selbe r11f (me [kbhafte Disknsfion 118111111.
Der 911'111'111111513-Ko111111111711 11111, den Streik zwischen Land Und Demnmnm 111cht bei Gekegenhcit ddsss Geßßes zu verfolgen, Wo- durck) n1ch,ts errcicht und 1111151115 gxnzeGeseß gefährdet Werde. 0311111110 glaubte der_LandeSdirekfer, das; das aus den erhandlungen horror- gehend? Mrßtrauen gegen die DomanialrerWaltung Und der fich hier- auf grundende Antrag d:.s Zustandekommen des Gesetzes gefährden 1121-1116; Nas.) semen Informationen habe das Domaniuru gkgen die veraugerten Venuögenetheixe Wohl das Zwanzigfache wieder ax1g1kauft Md 11111 dem 1111311111611 Zusaße werdr nichts erreicht Werden, weil der Hurst ro_:a11sfich111ch dann dem Geseße die Zustimmung versagen werde. Gletchwohl Wurde der Antrag an enommen. Bei der 111111 erfolgenden Abstimmuna über den Koétentarif für Grundbuch- sarhen _wurde1 nach lebhafter _Debatte mit 8 gegen 7 Stim- 11:1_en d1e §§. 1, 17,15 6 einscblteßlicb vernwrfen und 115111511111, .,1tatt derselben dre 111 den §§.1 bis 6 drs preußischen Kostentarifsfür Grundb11chsachen normirten Sätze, jekoF) ohne die Stempelgebührcn“ an unehmen, nachdem der Regierungs-KNnmissxr hervorgehoben hatte, da eme 2111er1111119 der Vorlage und Annahme geringerer Sätze vor- ausfichtllch das ganze Gesetz zu FaÜe bringen, da die preußische
Dre thterung war _im, obere1_1 Italien winterlich kalt, in Rom dSagegen durchaus fruhngSmaßig. _ Beim Beginn der gestrigen „lßung des Landtags stellte der Abg. Thümmler folgende In- terpellatton: „In der Sitzung des außerordentlichen Land- Lags am 22. Januar 1852 wurde von Seiten des Ver- treters 11er Großherzoglichen StaatSregierung erklärt, „daß der Thrwurdrge Brauer) der Eröffnung der Landtage an einem Sonn- UZ „nach vorhertgem Gotxesdienße, somrit? die Verhältnisse es Woglxch erschemen lassen, sorgfältig festgehalten werden solle,“ IMT) ist dteser Zusage bis auf die neueste Zeit entsprochen wor- en. „Da dem entgegen dieSmal davon eine AUSnahme gemacht
Regierung geringere-Häße nichr annehmen Werde, während andererseits das Berurfn'ß und dre NotthdigkeZt einer Reform des Hypotheken- Wesens, schon "vor langen, Jahren allgemein anerkannt sei. Ueherdws schlossen *sich dre _ Satze dem frühcren Kosten- tanfe an upd scten erhebltch germger als die preußischen. Wenn man _gletche Rechie mit Prexrßen haben 111911", so müsse man sich_ 111111) sketch»: »"erpfltchtungen gßsallen lassen. Die ständischen Ver. thetdtger der Vorlage fchles1rn sich dieser Unsrcht an- Dte Gegner der “Vorlage glaubten, daß (11111) bei dem germgeren Tartfe das Bedürfnis; gedcckt Werde. Der Stempel se1 schon vor'20 Jahren hier aufgehoben, und wenn an dem Taufe das Gesesz scheuern werde, so habe es den Anschein, als ob Preußen dem Lande nicht eine Wobltbat habe erzeigen. sondern
morden, so exlauhe ich mir"dieAnfrage, ob überwiegendeGründe WrWegen, fur dre gegentvartrge Berufung von jenem Brauche ]
sick) eine bessere Einnahmequelle habe schaffen Wollen. Der Landes-
ei'ue Fiqanzquxlle in dem _Gakxße “'n-Fer: körrne, xurück. Auch theilte er n_1cht dle Befurchtung,_5chß dae Geier; ZU" ener Ü;berlastunp des Landes fuhreq Werde, _Gumttgerß Krästkllax'srnen für seine Einführnng alzz dre g_egr.11w;nttgen, Wurdsn néch1 leicht eintreten, Preußen/ babe kem persouhcbes Interesse „111 der Einführung 'der Grundbuch- ordnux1g, es here Hezn Lande damit nur eine 211111811 er1rci1'en woslen,„w€rre thm 1e1n Wehlchen aher 111511 aafzwingen und o_uf ctyexr gertngrrcn Tarif schwerlich eingehen.- 1111111116 konne 136111113: Lvélo1ung vru Preußsn die allgemein? Finxwlage 166 811111115 emen bxÜtgeren Tarif keinannUZ gestattcn. 911151121311 11:11- trenende Abgeordnete persö11lich bemerkt, daß cr Preußen, dessen Wehl- 113911811 er danxmd anerkenne, 111ckt habe zu nahe trsten 113011611 111111 FTM neuen 1,1159: von Prmrßext v rlange, wurden die 111119en Yaxagraphm _anstankxxlos genehmigt, weran das 911.3sG211811nT der ._KoWéaUs cméchlicßlirh drr k&LhWssenen Ilendcrnngen 11111 11;- 967111 ;) «1111111151 angenommen 11111111: “*
OeNerreich-Ungarn. er11, 16. Jehrnar. Daö 27111- gerrrhetenhaus 11.11 d.“.ö 1111111“ VerxehrUnqSstcurr-©1111: 11111 1111111127111111531'11 Amx11öe11121115 111 "1111151“ 811111171, 111111111131111117311.
_ 11. Jehruar, Ter Eisenbahnauéschrrß des A!)- gxord11ete11ha11128 hät dcn Geschehtxrurf betreffend “(*-ie Verhrili: gung der S11111L€113er11111111111g 1111 der DU1=Bedex1hacher Eisenbahn, wwre d1e Vorlage, hs1reffe11d dée Fußohirnnq 91111191: 9111136111111 Brahmxnk 111111 welch [eHLeren jedoéh di: VahN “Taradxy : Leln-„how ansge1ch1ede11 wurde, 1111119119111111211. ,
„_ -1arh_ der vom Fi111111;-Mi11ifter 111 521115111111 ae11om12:e11e11 Kotrrungsfteucr sollen, eincr Mir1he11u11g der „Neuen freien Presse“, z11folge, 11119111: 11111) a11sländische11 J11d11strie-, Bank- unnd E1[enbah1_1-U111er11eh1111111g511fÜr dieKotirunZ 1111 der hieÜgen Borse 131111211 ]ahrlichen Prozenrsah vom 9101111111111111111-32 der 111 [1111111111 bxfi1-1dliche11 Titres zahlen. Für Kredit: 1111d"I11-J11'";1*ie: Unternthungen wäre ',)», fiir Eisenbahn:11111err1ehm111111€11 ? » pro „MW ach Steuerhöhe festgeseht, die „11111313 S1111ers11111111e 50115 Werk) den Maxi11111111etr11g 11011 10,000 J1.nich1115erschr111e11
ur 111.
Pest, 17.Fehr11ar. W. T. V.) Das Oberhaus hat
den _1111 dasselbe gelangten Gesehentwnrf ührr 9111erken111111g 'Der Verdrenste Deaks, nachdem derselhe hLUtS 111 dritter LOsung 1111111 [1111515111112 gerrehmigt worden 11.111r, unter Beiseiteschnng der be- zug11ck1e11'Be1t1mmunge11 der Geschéif1§01'd111111.1, sofort berarhen und er11fttmmig1111d endgiltig angenemmen. * ' " _ 18. Fehruar. (W. T. B.) Die hiefiaen B1511er11191den ubercmsttmrnehd öezügkich 'der gestrigen 2111111111111] drr Wéener _„Nc11811 freren Preffe“ Über 1151: Lösrmg der B111111rage das; 1111 Vcrlarrfe der Vorverha11d11111gen wohl ACHUÜÖLS Oespxrorhen worden se1. Von einer eingehenden Verhandhmg 1111er gar 11:11'r bestxmmten Feststellu11g sei i11deß keine Rede.
Gro'szbmßtaynjen und Irland. Lo11d011, 16. Fehrnar. (E. C.) T_Jte Kontgtn wird am 8. März 1111 V11ck121gha111 Pakast 9111211 Zroßen Dame11empf1111g ahh1111€11._De11Tehtx111elrgraphi1'1he11 N_achr1chte11 aus Indien zufolge seht der Prinz 111111 Wälcs seznen. Iagdzug gech 911214111111 hin fort, Die Jagdqestllsrhafr rackt 111 krrrzen Tagemärsrheu vor, die Nächte werden*im Laqer verbracht. N11 allem Wiw ist Ueberflrrß, 11111 Tiger sind 1311131111 selten zu sehen.
_ 17, Febrnar. (W. T. V.) UnterhaU-Z, Auf cine Anfrage Gordons erwiderte der Kanzler der Schuhkammer, Nerthcote, man könne mit voUem Rechte annehmen, daß die turkrsche"Regierung ihren Spezéakwerpfiickßungen hinfich111ch der regelmaßigen 811111111111 11cm für die Anleihe 11011 1855 1111- ra11tirte11Zi11seS nachkommen werde. _ Jm meireren VerT-xrrfe whrde der Gesehentmurf, durch welchen die Kd11igin ermärhxiqt w1rd, ihre11 bisherigen Titeln 6111811 neuen Ti'tel als 5135- herrscherrn von Indien hi11z113111üge11, 111 erster LesUng 1111- genommen. _ Die BTU, betreffend die Abänderuug der.“; Ge- scher: Über die Karrffahrteischiffe, wurde in 51r111er Lesang get1ehmig1. _ Jakr111 Bright ist 111 Manchester 11111 8111er Mehrheit von 1561 S1imme11 311111 Parlaments- m11golied gewähkt 1110rde11. _ Nach ei11er hier 1-i11geg111111r11911 Nachmcht 11115 Singapore *.*-st 111.111 dreier 513111011111 1111511111 ge- worden, welche an der Ermordnug des britisrhen T2111111111311 Birch in Perak theilJenommen haben sollen. Der eme der Verhafteten hat ein vollstäUdiqes Gr:“téjnd'aiß ahgrlegr 11111) 9 Personen namhast gc111acht, welche den Mord a11sge7Y1hrr haben soUen. ' Frankreich. Paris, 16. Fekrnar. (K. Z.) Der ohere Rath für Ackerbau, Handel 11215 Indnftrie wird 1111 März zr1sa111111e11trete11, 11111 den Berirht des Minx'sters Mcaux 1162121117 Handeléverträge zu p11'1fe11. Der Handelsvrrkrag11111I11111111 seÜ schon im Mai den K11111mer11 unterbreitet werden. _ Der 11111 Sen11abe11d 111 26111125 grstorbene (Hraf de (33111111; wurde 72 Jahre 1111 Und war 1111 1864 Mitg1ied des I11sti1111's; 11-111? Wahl galk damals 1115 Protest gegen die antirelégiöscn
Idee11,dere11Ber11eter, 17.111113, MiLZexrerber war. Der Vcr- storbene gehorte e11xer 1111e11 Famihe dsr Bretagne 1111. In frü-
heren Jahren war er Mit„lied der Rcdahion der „Remre der? 116111; Mondes.“ Sri11e Laufbahn begann er 111 der Diplomuäe, 1839 ward rr 111 die Deputxrtrnkarxmer ge1väh11.
_ 18. Fehrnar. (W. T. B.) Wie das „Jmtrmakofficécl“ 111eldet,_h1111e11 die Earlisten 111 Panplata 111 Navarra e111en sranzhstschen Kapirän a11f fra11zi'1fisrh1mTerritoti11111 Ie- tödtet. General Pourcet hat 111 Josge dessen 2111: Batter'se 111 der Richtung auf Panplata vorgesch'kckt.
. ?panien. Madrid, 17. Fcerar. (W. T. B.) “)J-„1111 hzer e111_gcg1111ge11e11NachrirhWn ist Dcr König 111 Vitt-gria e111getroffe11 1111d gerenk't sich mergen Lider D111'1111x111 nach 24:1": Jara zn begeben, 11111 dort 1111 dée Spitze der 91111111 111 1111111. General Quesada ist zum Chef res Generalstähes 11"- 111111111 Werden. Eine Kirche in dcr Vorstadt re11 Estella ist durch Geschosse der Regicru115Mr11ppe11 311111111 111151111. Die carlistische J1111tc1 triffrVorbereitnngcn, sick) 1111111211211'11111'111 111 die Gebirge bei Amezenas 511 flüchten. (8511111111 Tasiara hat das Fort Arandigohen ge11r1111111111 nnd 1111111111111 111 der 91111)11111g auf Villat11erta._ Nach einer der Regierrmg zugegangcncn Depesche des spanischen Konsuls 111 Bahonne be- abfichtigt die carlistische 31111111 cine Versammsnng nach Villafranca einzuberufen, Um Vorschkäge über Friedens- bcdingrmgen z11 machen,
Italien. Rom, 17.Febr:1-.1r. (W. T. B.) Wie die „Opinione“ meldet, kehrt Hofrath Schweßel morgen nach Wien zurück; Außer dem österreichisch:Ungarischen Gesandxen bleiden noch ernige österreichisckxungarische Spezialkommiffarien hier zurück, um emzelne technische Studicn bezüglich des Handelévrr- trages zu volTenden und sodann mit den italieniséhen Delegir- ten den Text des _Vertrags und den Tarif festzusrellen. Mit Yuanahme noch emiger Wichtiger Fragen, fügt die „Opinione“ h111zu, ser fast_über alle Punkte eine Vereinbarung erzielt. _ Dre Koyoentron über den Ankauf der südixalicni- schen Etsenvahnen Seitens der Regierung i:"t am 15. d. M.
direktor von Sommerfeld wies die Jnfinuation, a16e§ Preußen
unterzeichnet worden.
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