1876 / 43 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 18 Feb 1876 18:00:01 GMT) scan diff

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Türkei. Konßantinopel, 17. Februar. (W. _T. B.) Dem Verix-thcn nach ist die Regierung damit beichäftigt, em Projekt auszuarbeiten, nach welchem Jewisse (Finiünfte zur Zah- lung aller Coupons der türkischen Anleiheii verwendet werden sollen. Eine besondere Kommisfion soll daruber m_achen, daß diese Einkünfte an die Banque ottomane, welcbe mit der AuSzahlung der Coupons betraut werden soll, abgefuhrt werden

Rußland und Polen. St. Petersburg, 17. Fx- bruar. (W. T. B.) Der auf mo1'gen_angeseßte Hofball aufgesagt worden, da der Gcsnndheitszustmd der Groß- fürstin Marie die größte Gefai» 1113 nahe bcoqrstebend an- zeigt. _ Die von mehreren Biänem gebracbte Nachrwbt, daß der Papst in der Angelegenheit dor Unirtecn em Scbreiben ati den Kaiser gerichtet habe, ist nach Mitihcilung von authentischer Skike ohne jede Begründung.

Berlin, dcn 18. Februar 1876.

Die Einsegnung der Leiche des Gcheimxn _Regte: riingH:Raibcs, Vrofess0r01.Tellkampf, MltZlieds' des 15 „1121151111175 und des Reichsxagc-Z, fand. gestern "Viaclzmntag 4111» in der Traiierwobmmg statt. Den 791,51 geschmucktengrg Umstand cine .mscbnlicbeTrauerversammiung, m mxlcher dchmntcr dcr gsißlickzen :c. Vlulegenheiien 1)1. Falk, die Sxaais-Mmistcxr a, D. Graf 111311 Ißcriplis und WN Berniiti), die Pxändenten des Herren- lzanics Und dcs Libgsordnetsnhaiiscs, itglicder der parlarnenta- rischen Körperschaften, Offiziere, xine Anzahl Professoren an der bissigen Universität und andere Personen von Yuf sich be- fanden. Die Feier begann '.it dem Choral: „381116, _meine 3111161111111“; die Gedächtnißrede hielt der Prediger Miilleniicfen. Nack) dem Gesangs des Liedes: „Es ist bestimmt 111 Gottes Rath“ trmnte fick) die Vci*samm11111g. Dcr Sarg wurd? nach dcr Leichenhalle des Dorothcenstädiisckycn Hircizhofes ubkrfußri, von MD die Veistyimg Sonnabend Nachm1t§ag 4 Uhr e“.“folgi.

Die Stadibcrbrdncica O.". Stibk Und Gcnxsicn baiécn mcb- iisbkndc ZUTCkPéÜLLiOn kingci-racbt: 1111161 dem _13. 2111.11 119119711 Jabrés 1111611101"; die Veciämmlung den Ban cmer !kädtLLckWU Irrenanstalt auf dem bintsr Rummelsbuxg gelegenen, der Stadt 3113611511561: Tc'rrain und er'ucbtc den Yi.1gi!tr.1t um smc 231111096. Die Juie'xbeUauren cciaubm sicb dabcr d;c Anfrage an d-x-n Magiitcat, tri? we?,1 dic Axigeisgenbeii 9531611611, und ob die' Boy!;ige in kurzer Isi! :11 exwaricn iii? J:“. BSJUTWOLZTULZ 115-721 JUtSL'JISÜÜÜOU er- iiärtéStadibauraibVlank'nixkéx-x in der gxiirigcn “;;-11311119; der Stadt- 11erordnetenverimmnlung: Ter M.:gi'1rat babs vom Sanitäts- 91311) Wolki ein Gniacbten, bctrckwnd dxu BU: Links Jrrciibauixs bei Taildcri, eingeirrkcri, und 11121111 d:“:iieibe' 711661111) nicbixdii'zxitgegkn dqs chjékrausiprnxb, so wurden idcb 1100216"; Bxdsnkcn 116511511111 der 91.11)? d?! LéikUÜTIkkéi 16. 6111be11, ibsikizc dcn 5.111.711istrai bcwog*11, Davon abxxiiicbeki. In Folge dxiscn wiirdc dus Terxain bsi 0111111111613- biirg in?- 3111156 g-Faßt, 211171“.wéiibncri*3111, dér fck)0n längix f:“riig iii; «“:-er im Zrabge dsr Übrigen Gésibäfxs babe die “Zaxb-Zvlängsre Zeit gerulét, V.'-ii!ticrwoile babe 71-11 ikdchy 6111 Zibi'öbxnxaii _einZeitelit, der „111111 kikch Prbixkt ganz in Fxxxs 11611611 konnix", mmii-éb die Vib-"xcht dks Hande s-Minisi-Zrö, 161113: Ruriimciébiikg in Vsrbindung mit den Babiiböien der Nordbahn, dkr Oit'.*.1[1:1 iind ker Nikdersxblcsiicky-Mär- kiiéxn Balm cixim Hafen und Ladcbxbiibbi [x_erzustelien. Der M::- 12171131 b1be gchn diciés P.'ci-zi't TZid-„rxw'ncb b6i111 Handels- Miniitor KWOÖM, und auf iLiNL Ilnixaqe 119111 1. Do:,911*:bc-1' b. I. (LT'TKOT'L'1ZTO dor Miuistor 1111161111 28. Dezsmbxr, “daß 1:16 51216112 bis “7227? 1'1'65 Nick,? icxiiz 5611261 i-x'icn, Uxxtcrm 14. Jaiiuar b&b? 'Okann 161" sziiimr kixsn brilsiänd'sscn Zixuaticiisplan dsc Riimin-iséUrZsr LI,:xdsrsikn cingssaydi, sei 1118 1611: ab:: 11be 111-511 bc-ichisdm, 10 da?";

HOFxUmg d:s Bauxs iii Rumxxeiéburß _Zwar 11110“; nicbt 97:73 ä-sxbwunden, wei)! ab."." das Projekt fraglicH ZSWOTÖLK ii; F112wiscbc-11 isi das Prbjékt 10 WELT vorbereitét, daß, so- bai? di:“ EniWsidUng dss Mixiiiiérs einirifft, sofort mit dsm V1: kQFDTUe-K Mrd-m kann. Tami: wur Tisis Angelsgknbeii eilxdigi.

Zn BMU"? dsr Mixiel 511: VlUsi'fierng dxr Eribéiterung der iiädiiicbeaniisxwerkK und10:r.dieE1*rveiicri1ngs- urid Ergäiié-UnZ-beutsn 1:61 siädxiicb-zn Gasiinsialten 1170 “1876 11€x1iiraZte dsr AUsicbi'K'. dis kaZéikaM Prcjkkts, das iii): die W;,Ierrke 111€: 21116111 KbiiéxinÉLK-Z? rm 14602249 „16, 1.13 Für -'“3 G;?akiiixiM mir 61716111 Kbitsmnicbiags von 5084000 .“, zu ,“.52251'7111113511, 1“;sz .';bsr dsr“. M;;iixrxr 711 1111155611, Übkr 1611 “J“.“ri- ,Éxxz dsr W;.ffchrkbauren 12:1“. TMZ, 311 drei Mbnmcn dxr Vsriamm- 11279 Bsricbi 511 6171311211, uud 1231151111161 BJUTM für dié GÜTQUÜUUSK 11; Erwarimxg auszaibrechx, 127,“ die Ausskbrsibungkn 511 d(r Liéfe- U.:; dxr ')]ixieriakécn 11:11: ZU TSL“ AUÉMbruug dEr BUMM U111'Cr Mir- chkiiriz; dés Gaskaraicrmms irxxéXNT-Fn 120311111. _ Na-Fdöm dcr B:!ÉTFXiÉÜi-xr des 9111315111713. Zixdxb. Schmidt 11, die Vs1baiid- 11117-Z6U dcs 2118165111735 rkkxvxrxiiri, '(“SQUTTIKTS Ziadtr. 111“. Sttyk, «1717 is:: di? Waiierrks dié „Bsdixzuxg“ isitzUiéinn, nickc-x blos die ,15117531211115' aiiszbibresben, daß bsi dcn Smeiificnen dassélbe Vör- iabrxn wi? bei dM Königlxcbén Vebörden be-icixt 12221128. Die 232:- 5312111111119 beicblcß 11.711: “176111 21:2:395 1:3 Siaxib. Or. SMF. Tör- 19158 31111135 wwxds mit Bez»; .*- (Ynsaniiaitcn (11126110111111611,

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15211.

Das W611 ZZZinm mix ds: Darstellung der Mobilmachung von *.*-“270 und dsr dum"?- dieiéib? bxrapiaßren Veränderungen in den Orga- niiaiicns- und Véieblsbxxbäikriiiizr: im ngimeni imd dsn SiéÜcn der dirkkxm béberen Vbrßeisyxex. Tie ente kriegerische Aktion, an ckckck?! das Regimesnt Theil 1713117. war dEr Angriff auf die Festung T.“,Ul. Das 1118911112111 kaun 11:1: Zrc1z ab?“ den Tag zUrückblicken, an welcbem es 6 lanxe beiße ““Stand-311 um die alte Stadt warb, Bereits am iblzenden Tage ießie das Armee-Corps "den Mariä) fort, um bald ücgreicben 211121311 an der SMW): bon Bcaumout zu nehmen. Der Daxfteliung die's: Schlcxcht smd béinxbe 100 Seiten gewidmet, weil 6? die Hauriaktécn des Regim-xiits im [exten Kriese enthält. An der Schlacht vcn „Sedan nahm das ngimcnt 11111 mit einzelnen Theilen und mit dieim auch nur in rückwärtigm SteÜUngen Antheil', eben so wenig bot die Cernirunz 2811 Paris Geissenbsit zu hervor- ragender Tbäii keit. Dicie wurde dem Rxgimeni erst wieder durch den k einen Krieg an der Oise und Epic, u welchem es unter der Führung des Prinzen AlbreaZt mit Kabauerie und Artillerie vereinigt aus der- Cemirungs- linie abkommandirt wurde. Monate lang, bis zum 26. November -

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des statiitiscben Burxaus der Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern m der Woche vom 6. Februar cr. bis incl. 12. Februar cr. zur Anmeldung gekommen: 163 Eheschließungen, 865 Lebendgeborene, 31 Todtgeborene, 510 Sterbefälle.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Das Fcbruarbcst der „Preußischer; Jahrbücher“ (Berlin, G. Reimer) hat folgenden Jubalt: Entv'fruudung und Enxstaailtchng der Kirche von England. 11. (R. Pauli.) Guxzkow's Ruckbltcke auf sein Leben. (Julian Schmidt.) Preußen aur dem Wiener Con- greffc? 11, (Heinrich von Treitscbkc.) Crowe und Cnba!c_aselle, Ali- niererländiickpe Ma1erei, deutscb bon Bl. Sprin cr. _ (W. Lubie.) Der Miiexialismus in dr Geslbichfsichreibung. («init Zitc'lmann.) Po- litische Correipondcnz. (W.) Notizen. _ '

_ Die Jun) zur Beurtheilung der von de_n Bildhauern Bergslien und Jacobsen eingelieferten Entwürfe fur_ das dem König Christian 17. von Dänemark in Chxistiania zu errichtende Monument hat mit Majoriiät sich für die Annahme des Jacobsen- fcben Entwurfes erklärt.

bat das Detachemcnt gpgen grofie Usbexzahl eriolgreicb und glücklich Stand gebaltcn und fie vom Vo_r_dringkn gegen die Cernirung von Paris abgabalten, bis giößere Manen (die 1. Armee) disponibel und zur Entscheiduug heran Waren. ,

Ende November rückte das Regimsnf wieder zur Cermrungsaimce nach Paris ab, wo es auch bis zum Schluß dex Campagne verblieb, obne bier noch- an einem gkößéren GSfEÉ-Zt TbUl nehmkn zu können.

Das Buch ist außerordentlich frisch und anregend geschrieben. Jnstsc-ndére gilt dies von der Darstsligvg der Schlacht von Beau- 11111111 und des kleinen Kriegks an der O:]e und Epik.

Beigegcbcn find die Geiecbi-Zplänc bon Tous und Beaumont, eine Ueberfiibtskarie des Geländes zwiscban Paris und Roucn,_ ein (Frbquis bon Deuil, der Stcnung des Rxgimcnts vor Paris, iowie KriegSranglisten, oräro (15 1111181116, M.".richordnungen und Verlust- listen.

Der Verein für die Geickiicbte Berlins versammelte sich am Mittwoch kand, um icivcn I)iiigiiedern ein Bild von den Vergnü- gungen der Berliner Bürgkr _im Lki-LLU Viéttel dieses Jahrhunderts zu geben, im Café Kreideweiß in chr-bclhbf. Eine echte „Weiße“, dio Auffübrung des Volksicbauipiils „Der bayerifcbe Hiesel“ auf dem bekannten Linde'scben Puppcnibcaicr, (ingklkiiet durcb eniiprxcbenden Prolog, imd ibäier ein ricbtißes Erbscssen nkbst Wursipicknick hielt die nur aus erren bkstebkndc“ lxcitxre Gksellschast nach Art und Weise dér Vorfabrcn bis 11 Uhr zusammen.

Die Tvpbussbidcmie in Frankenbeim ist anch dkn Be- xick71911 dsr 11361) (Fise'sgcb zurückzckybrien Diakonisfin, wie die „Eis. Ztg.“ 5511, dem Erlöjében nabe. Da di“: meifien Kranken sicb im Stadium dor Rekonvalsszxnz béfik-ÖSU, gcnügen die nbch befindlichen Pflegekräfte reichlich.

Jm Bsisein des Vorstands?) vcm Ceniral-DombaUVereiu und der Prüfungs-Kbi-Umisffon wurde, wie die „Köln. Zig.“ miiibeilt, am 6. Nachmiiiags inCöln nochmals siriProbcläutcn mit derKaiser- Flock? ber.:Uftaliet, während gleikbzeitig die Übrigen Glocken dcs Obmcs miißezcgcn Wurden. Eins Linzabi Artilleristcn brachte den Erzkoloß wikder in Säywingung. Das Ergsbniß darf, dem gknannien Blaiie zufclge, ini078111_ais ein giikistigas bezeichnet Mrden, als der neue Kiöbbki 1896111111165 anichug und auch die HarmoniZ dcs Geiaimnigciäutes boÜkommen bcsriedigta Nur trat das Klixren beim Anikdlag noch siärksr hervor, als stäbxr; man hofft jzdvcb, das; es dem Glocksrz-Zießer Hamm anch 11016 gslingen wird, diesen Uebci- stand biixnen Kurzcm zu beieitig-In.

Lins Nürnberg, von 621116 Mittags, meldct W. T. B.: „pas Hochwaiier bar in der bergangkucn Nacht eine Höhe erreicbt, wie fie seit dem Jabre 1849 110170 nicbt wiédcr erreicht kbar. Der Vcrk'ebr zwischen 1611 beiden Uiern dcs Fluff-Zs iii nur 011 einsr STCÜZ möglick), sämxx-tiichs 115119611 Usbxrgänge siiid Zssberrt.

Von der KÖMZÜÖSU Waswrbaudirektion in Dresden ist dem „Dr. J.“ in Vozug aui dsn bevorstcbendM Elbeisgang aU 16. Miiiags folgende Mxiibeilung zugegangen: ,Die Eisdecke der E11? erstreckt fick) 3. Z. _bon Ziaudniß bis an die sächfiscb-böb- mische Landesgrexiie, bonziiönigitsin bis Oberbogylgefang, von Msißsn bis an die sawßicb-PrxufiiWc Landesgrkirze und von da ab, soweit die NUMMER? MMU, [Ws CVZWZZ (Hérzogtbum 9111117111). Ju Böbmcn, 1115 011610113le uiid iwc!) bis vorscstern cin bcdsux-yndxr Schnecfall stairgsiaiiden bat,“.iii i_eit g 71611: stärkres Tbauwsttcx 11111 RCJM ein- J:?Xékén. T_Er LxéaUsbruck) dürfte somit bald zu erivarten icin uad Hochwasser 1111 (Heisig: haben.

Vom 11. 513 13. Febrimk fand in Lsipzig, wie_ das „Börsen- blair fiir den dzuti-Ibcn B11chlckändcl*_“ békichkeß iW LTWM SM]? ,kkk BUcbbändierbörse die Prbbcausijellqu der für die Welt- ausstellung in Pbiladsipbia bestimmten Produkte des Bucbbaiidels und dxr Druckgewerbe statt, soweit dieselben bbn Leibzigér Firniengélikieriwcrden. Dérieibe 5131713111011, der, be- träcbilicb v?xgrößsri, in s].“bii-adxipbia d1e_Gewmmiausstéklung dss deuiicbsn Buchhandels in 77111 auinébmen 1011, _ leicht und graziös aufstrédsnd und siiiistiich wi: dzkbratib dnrxbaas geschm0chbbll __ fand 1)in bereits Verwsixdung. Fri ikincr ]?ßigen verkürzten Aufttellung, die den Saal 3161111111) 0119611115, bildet er ein [511191111169 Octbgon, dcffen Länge Wohl das Topbeite der Vrciie beträgt. Die Mitte der 811191731161: wird duxch zwei sich g-genüberliegsxide, geräumige Ein- gäxige [)'„lbiri; in Pbiladelbbia wcrdM derxn_ VWL" sein. Jede dieser Häliicn wérd aus fünf glyich großén 511176an gebildet, die in stumbfen Wibkeln fich aneinander schließen; aus_darin angxbrachien Taskin (*(69311 die Bücher (bon jsdcm Aussiciler boiiam111cn)ani_brecb€nd anangirt, wiibrknd die Rückwände zym Theil (6) mit Land- ka1rxn, ixbb- uud liibograbbiicbc'n Gkgenitäiiden bedeckt find, zum an- d€r6n Tböii _ und War die". der bis? Eckmicben _- dnrcb je ein ge- 71111123 Bückxergesisil ausgeiüiit Werden, das_ durch eine Büste Sr. Majssiär dss Kaisers 11111) Königs gskröni Wird. erei großß Tische, mit 2311756111 bsdeck: und in 1:81: Mitte durch ein großes Pbiiament, wbrauf (911111611 26., geschmücki, füllten den in11916n Raum, bcqurme (Hänge fiir das *Yubliknm frsi 13176115, ans. _ Die Aysßcllungselbst war 1211111231116 und glänzend; 51 Firmxn batten zu ik): bsisstragen, wovon 9 die DruckJWZrbe im weitesicn Sinn? und 1 die Buchbin- dsrei auIicbliOlich vertraten Der Verlag von Pracbtrverken War zwar aUérdings in bcrzügiicbiicr Weise vertreten; ,aber axicb selbst den wiffsnichaftlichxn Werfcn feblte es nicht an einer gejchmackbolien, soliden und, wo am Plaß, aucb glänzenden Ausstattung.

Nack) Meldung des „Vadiscben Stanis-Anzeigers“ hat der Groß- bexzog_ don Dichter Victor Scheffel anlaßlicb dec vorgestrigen Feier 1ein€s 50. Geburtstags in den erblichen Adelsstand erhoben.

Aus Tb ver vom 17. Februar, Abends, meldet „W. T. B.“: Heute Nachmittag bai zwischen dem Dampfer „Franconiak von der Hamburg-AmerikanisMn Compagnie in Fahrt nach Westindien und dem Dampfer „Strathclyde“ von GlaSgow ein Zu- sammenstoß. stattgefunden, bei welchem der letztere untergegangen ist. 5 Passagiere von dem „“Straibclyde“ wurden gerettet, wahrend _52 um das chen_kamen. _ Der Dampfer „Franconia', welcher eben- falls fiaik bcsxbädigt ist, ist 081 Dover vor Anker gegangen.

Nach Weilercn Ngcbrichten des W. T. B. aus Hambuxg von heute früh fand der Zuiammenstoß zwischen der „Francoma' und dem .Strathclyde' gestern Nachmittag YUhr in Entfernung von etwa Sinkt? euglisäyen Meile vom Admiralitätsmolo von Dovxr statt. .Der .Straibclyde“ War in Dover ein elaufen, um einen Piloten zu lan- den. Als derselbe in westlicher Kichtuug wieder hinaussteuerte, wurde

_ Profeffor Nils Peter Augelin, Intendant der palaeouto- logischen Sammlungen des schwedischen Reichsmuseums, ist am letzten Sonntag in *Stockbolm aeftorben. Unter semeix Arbeiten sind „Yasa- eontologia Svecica“ und ,Palaeoutologia Scandinavxccx“ d_1e berubm- testen, Der Verstorbene mar u. !. Ehrendoktor der Untxersitat Brxslazx.

- Im September dieses Jahres wird in_Pbxladelpbia m Anknüpfung an die Weltausstellung ein medizim -cber Koxzreß tagen und vorzugsweise internationale Fragen berathen.

Geiverbe und Handel. - Für die Gelsenkirchener Bergwerks - Aktien - Gesell- schaft hat die Direktion in der gestrigen„Verwaltungsratbssißuug eine zu vertbeilende Dividende pro _1875 m Hohe von_100/g nach Absetzung von über 500,060 „46 Abychreibungen und Reicrvcvortrag

vorgeschlagen. _ _ _ _ Die Grimselstraße in dcr Sckzweiz erhält nacb emexii tm .Oberland' mitgetheilten Plan eine ganze Länge von etwa neben Stunden von Hof bis Gletscl), eine Fahrbahnbreite von 15 Fuß nebst Seifenschale uud .Scbußmauer oder Abweiser von 15 Fuß Breite und ein Maximalgefäu von acht Prozent. Die Kosten Wurden 1861 auf zwei MiÜionen berechnet, eine Summe, die bei den gegenwartig be- deutend böhercn Löhnen wobl um die Hälfte zu erhöhen icin durfte.

er durcb die itaxke Flutb sücöstxich gedreht. Die „Franconia“ rannte sehr heftig an, dcr Fessel des „Strathclyde' cxplcdirie innerhalb 2 Minuten 111211 das (Schiff sank sofort.

Am 7. d. M. fand eine erste Versammlung iämmtlicbcr Comiiés, die fich mit derOrganisation des EidgenössischenFreischießens bsfasicn, im GeWcindsrathIsaal von Lausanne siatt. Wie die „Gaz.de Lausanne“ mcldet, tbeiste Hr.?!iationalraib L. Ruchonnet, Präsident des Organisationöcomiiés, mit,'daß von den nothwendigen 3000 Aktien 5 100 Fr, 2969 gezeichnst wurdcn. Da die fehlenden 31 bis zum Bcginxx des Festes jedenfalls untergebracht Wkkdcn ko'nmn, so ist damit die fiwanzicllc Vafis vonommen gelegt, Die Festbütte erhebt sick) bereits über der Ebenx von Beaulieu. Die Scbicßsiände werden in der Pontbaisc, in geringer Entfernung oberkwlb dss Fist" plaßes errichtet. Der Aufruf zur Dotirung dcs Gabentemvkls ist er- gangen und einige Gaben find fcbon eingelaufen. Was die Weine anbelangt, so find die Kciler des bkireffenden Comiiés schon reichlich ver1eben. Es wurdsn mii starker Mkbklxik die Tage vom 16. bis 27. Juli feftgxseßt, Worauf die Versammlung auseinander ging, _ Das Organisationécomiié bai bereits unte_r_dem 20. Dezember einen Auf- ruf zur Theilnabmc an dcm eidgsnö1fi1ch5n Freiichicßen in Lausanne im Jahre 1876 an die SÖWLiJLr in der Fremde und an die Schüßen aÜkr Länder ergeben lasicu.

_Ueber Rom, 10. Jobruar meldet man der „R. Z. Z “: Dér Ve1uv liegt voÜ Scbn-ke, ein: täglich majestätischere Dampfwolke ichwsbt übkr seinem glänszen Haupte, das Feuer steigt im Krat-“r langsam aber sicber und ist von der Oberfläche nur noch 250 Meter entfernt. Es gilt bicr als Erfgbrungsiaß, daf; Eiubtionen, die 1??? langsam vorberciicn, die größten und vkrhecrcndsten zu sein p egen.

Theater.

Um viclfacberi Wüniche11 des Publikums nackxznkommcn, wird die Dirxktion dcs Nationaltheaters jxßt wisder regklmäßig wöchentlich 2 bis 3 AbonnemenivarstellungLn geben, und findet das heutige Gastspiel des Hrn. Herrmann Müllkr bcrxiis im Abonnement statt.

_ Scit bsxgaxtgcncm Dienstag wird im Belle-Alliancc- Tbcaier Y_jörnstjerne _Björnsoxis füiifaktiges Schauspiel „Ein Fa11i1semen1“ aufgeführt. Dieses Neuesie Werk des be- gabten norwegischkn Dicbiers ist bereits auf einer Rcihe bon ßi'ößcren deutschen Tbkatcrn zur D;1r*-icl1ung gekommen und überail mit Bsi- fal] aufgenbmmcn 111011611. Die Handlung spielt im Vaterlande des Dichtersund wurzcii inder Erichüti-erung, die seit einigM Jahren auf wiriHsÖaftlicbcm Gsbikie sick) vollzieht. Ein Großhändler, boch angesshen in scinkr Vaterstadt und in Weiterxn Kreisen der Handels- WLLi, ist 11.166 dem Wahren Stande seines Gcicbäftes seit drei Jabwn fani. Durch geschich16 Manöbör Miß er diese iciue mißlicbe 819,2 zn bxrdc'ckeii, so daß sie selbst sxinen nächsten Geschäfts- freundcn Und scincr Famiiie vcrborgsn bleibt. Das glänzc-nde chen in seinem Hause wiid ummierbrbchen fortgesetzt, bis ein lebka, 6016 Haubjbsrson dcs Stückc's, die von dem Dichter besonders ge- lungen gezeicbnei ist,- im Interesse der Gläubiger sowohl, wie zu dem wahren Besten dks Kaufmanns letzterem mit klaren Z,1l)l€1*-rcil)en den Nachweis füßrt, daß er seit langer Zkitinsolv-Int ist. Umsonst erbebt sicb der Stolz des verwöhnten Handelsberrn dagchn, vxrgeblicb smd seine Drshungsn, bcrgc-blich aucb icin Bitten und Flebcn gegenüber den xriichicmen Zahlen des unxrbittiich Advokatcn. Die Katastrophe bricht herein. Dcr noch immer für reich geltende Großbändlsr muß dem Gerichte ssine Zahlimgsunfäbigkeit exklärcn. Der fünfte Lift spielt zivei und ein halbes Jahr später. Aus dem stolzen Großhändler ist ein bescheidener Kikinbändler gervorden; das staitliche, reichgeichmüxktx Haus in der Stadt ist gegen ein cin- faches Häuschen in einer einiam liegendkn Handelsanfixdelung an der Küste vexiauscht; das üppige, glänzende Leben hat einem mühevolien, arbeitsamen Wirken Platz machen müssen. Die früb-Zr in Sammt und Skide geflsidsisn Töcbier ersxbxinetx jeßt im fcbmucklbien Haus- klside und walten und schaffen Mit Fleiß und G3schick in Küche und Comtoir. Das Haar des Hausherrn ist erbieicht, aber statt der Unwabrbsii, auf Welcher die ganze fxüherc Existenz beruhte", ist Wahr- béit, statt der fortwäbrendkn, nagenden Sorge um ÖLN Ausbruch der Krisis, Rub? und Zufriedenbeii in das kleine Hau; eingekehrt.

Die Charaktere sind lebeiiswahr gezeichnet, die ergreifende, span- nende Handlung entwickelt sick) konssqumt und erhält die Aufmerk- samkeit bis zum Scblnffe rege. Auch als Humorist zeigt sich der Dichter in voribeilbaftem Lichte, der Ergumeister Jacobson und der Lieuienani Hamar find bbslgültige Beibeiic dafür.

Die Darstsllung im BeÜe-AÜiance-Thkater, dessen Direktion un- auSgeießdNstrebi bleibt, Weiteren Kreisen JSJLU sehr mäßige Cin- trittspreiie wirklich werthvolle Werke der dxamatiscben Kunst VOLZU' führen, ist recht anerkennenswerth, auch die Jiifcenirung geschickt und geschmackbbil ausgeführt.

_ Dic bierakiige Ober voiiHerxmar-n Götz: „Die bezäbmie Widerspänstige“, ging,_w1e die ,Al1g. Ztg.“ meldet, (111113, Abknds, zum ersten Maie init schönem Erfolg Über die Hofbühne in München und 1161111111116 1711) dabei als ein Werk von entschiedener musikalischer Vcdcuisamkeii. Der Haubtborzug liege ganz entschieden in dem orchestralen Thkil; der in seiner volistimmigen Durcharbeiiung nicht selten den vokcxlcn uberrvucbere _ die schwache Seite bestehe in den Chören und Emembles, welcbe nirgends Über den Anlauf so recht binauskommen sollen.

_ .Die erste Aufführung des mit großsr Spannung erwarteten neuesten Dramas von Alexander Dumas: „Q'Zttavxér6“(die Fremde) bat vor einem äußkrst glänzenden Zuschauerkreise am 14. Je- bruar im Théäter fran9ais zu Paris stattgefunden. Der Ein- druck des Schauspiels scheint jedoch ein keinesrveßs günstiger gewesen zu sein, was 6156 aus den sehr vorsichtig abgefaßten Rezensionen der Pariser Blätter entnehmen läßt.

Hr. Musikdirektor Bilse wiederholt] ini" Symphonie- konzert am Sonnabend, den 19. Februar, die? symphoni che D„ichtu„ng ,Pbaeton“ von Saint-Saens und bringt als Novitat eme Suite für Violin? und Orchester von A. Reißmanxi, deren Aus- führung in Händen des „Konzertmeisters Felix Meyer liegt.

Retheur : F. P : eh 111. Verlag der Expedition (Kes s el). Druck W. ElSUer. Drei Beilagen (einschließlich Börsm-Beilage).

Berlin:

zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Köni

„WM.

Ministerium für Hajndel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Uebersicht des Absaßes an Siedesalz auf den fiskalischen Salz- werkcn in Preußen *; pro 1875. k

Absaß in 1875: Summe Ja 1875

. _ Vieh- u. in Spklse Gewerbe- Summe 1874 mehr * sa 5" salz. Cir. Ctr. Cir. "Ctr. Ctr. , Ctr.

Schönebeck. . . 1.284,066 63,746 1,3478]? 1,293,635 54,177 _ Dürrenberg .. 430,001 54,009 484,010 481,159 2,851 _ Artern ..... 153,591 18,95] 172.545 192240 _ 19,695 Erfurt ..... 25,164 12,117 37,281 21,773 15,508 _- Stetten ( Hohen- zollem)“. . . , 14,428, 8,855 23,283 19,692 3,591, _- Jnowrazlaw. . 166,253' 49,951 216,204 188,854 27,350?

Summe: .2,073,506; 2077329 2,281,135 2197353 83,78'2x _-

Uebersicht des Absatzes? an Steinsalz auf dyn fiskalischen Salz- werketi-Preußeus in 1875.

Salzwerk.

f

Absaß 117187

5- s

Q

Summe in 1874 Str.

«2 Gewerbe-

Salz- Weck.

salz

("37 Fabriksalz, Lecksteine

...-

Cir.

.“ gemahlen

;? Summe

ir.

JKrystallsal

FY; 46046183172167525 2445F1101026 956778 +144248 ZIT 21501911744913413 - 17361- 416521 440077- 23556 ten. _ 16800 _ 4587; 21387 16477+ 4910 YM: 261065 965970580938x206568 243930538934 1413332 +125602

Gesammtabsatz an Vichialz_auf den fiskalischen Salzwerken Preußens.

*- ___l.... _

*"MÜ" * M"" In 1875 Bereitet : 1875 1874 Mehr Weniger Cir. Cir. Ctr. Gtr.

_ 206,568 ' 240,663 - j 34,095 aus Siedesalz . 207,629 | 183,898 23,731 1 _

Summe:. 414,1971 424,561 _ ] 10,364

Gesammiabsaß an Staßfurter Kalisalzen. _ 1875. 1874. Kalisaize an Fabriken . . . , . 2,843,780 Ctr. 2,358,901 Civ. Kal_1saize an sonstige Abnehmer . 59,461 43,026 Kalthaltige lefallsalze . . . 126,835 96,312 Borazit . . . . . _ . . . 208 225

Summe: . . 3030284 Ctr. 2,498,464 Ctr. Also in 1875 mehr: 531,820 Ctr.

Von den fiskalischen Salerken sind nach Rußland (Polen) ausgeführt: 1875. 1874.

Staßfurter gemablcnes Fabrikfalz 71,690 Cir. 16,115 Ctr. Stückcnsalz . . . . . . 16,125 41,004 Schönebccker Siedesalz . . . . . . 103,731 98,456 Juotvrazlarvcr Siedesalz . . . . . 92,865 , 66,472

Summe 284,41] Ctr. 222,047 Ctr. In 1875 mehr: 62,364 Cir.

Der überseeische Absatz hat betragen: . 1875. 1874. Staßfurter Steinsalz in Stücken . . . 13,000 Civ. 31,000 Cir. Fab'riksaiz . , , . . . 105,800 31,600 Schönebecker Siedesalz . . . . . . 48,153 18,763 Summe: 166.953 Ctr. 81,363 Ctr. In 1875 mehr: 85,590 Cir.

_ *) Die unbedeutende Produktion der Saline Sbodcn in Hessen ist außer Ansatz geblieben.

Y

aus Steinsalz .

Landtags = Angelegenheiten.

Berlin, 18. Februar. In der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordneten erklärte der Abg.K1ech in der Berathung über den Etat der Domänenverwaltung, es wäre sehr wünsehxanwerth, wenn die Regierung, ähnlich wre im vorigen Jahre, eine nähere Aiiskunst darüber geben molke, welche Resultate und praktischen Erfolge die Maßregel der Parzellirung und des Verkaufs von Domänengrundftücken 1m _verfioffenen Jahre gehabt hat. Hierauf entgegnete der Vize- lJZrafisdent des Staats-Ministeriums Finanz=Minister Camp-

au en:

Meine Herren! Useber die Frage, die der Herr Vorredner berührt bat, ist das Haus im Jahre 1874 in eine ausführlithe Beraibun eingetreten und es ist in einer Sißung im Januar 1874 dur den Referenten uxid ' den Hrn. Abg. von KMU ein Lehr eingehender mundltcber Bericht über die Verhandlungen er Komm1ssion _dem Hause erstattet ivorden. In diesem Berixht hatte sick) die Agrarkommi sion damals dahin ausgesprochen, daß m Bezyg auf den grö eren ' cundbefiß in unserem Lande das Angebot die Nachfrage _ uberWrege; sie ll,)atte sich ferner dahin aUSJesprochen , daß hmfichtlick) der äuerlicbe" Wirtbscbaf- ten nn Ganzen und Großen in unserm Lande ebenfalls das Angebot die Nachfrage überwiege daß es durchaus nicht an (Gelegenheit fehle, bäuerliche Wirth chaften zu kaufen, und daß davoiz nur eine Ausnahme Neuvorpommern machen würde, auf welches die Staatsregierung, noch bevor dieser Gegenstand im Hause zur Sprache gebracht War, ihre Aufmerksamkeit gerichtet hatte.

. Wir haben nun im verflossenen Jahre die Versuche, bäuerliche Wirihschgften zu begründen, im Regierungsbezirk Stralsund erneuert. Es ist em solcher Versuch gemacht worden mit dem Domänenvorwerk Redebgss. Be,) dem großen Juterxffe, was dieser Gegenstand findet, halte ich es fur rathsam, die Verhaltnisse, die fich bei diesem Versuche herausgestellt bgben etwas näher darzulegen.

Das Domauenvorwerk Redebafs beste 1 aus 592 Hektaren und War verpachtet „für den Pachtzins von 2 ,519 „M Die Re ieruug hatte uns aber im Voraus berichtet, bei einer Neuverpachtung sgei nicht darauf zu xechnen, daß ein so hoher Pachtzins wiederum aufkommen werde. Sie werden auch a-Us der Nachweisung, die wir Ihnen vor- gelegt haben uber die im Jahre 1875 pachtlos werdenden Domänen- Vorwerke, ersehen haben, daß bei mehreren im Regierungsbezirke Stralsund gelegenen Voriverken das Pacbtquantum hat ermäßii werden müssen auf Grund der Resultate der NeuverpaH-

tung, während wir in anderen Gesenden unseres Landes se :

Erste Beilage

Berlin, Freitag, den 18. Februar

1

h_obe' Mehreinnahmen cm Pachtgeldern_ erzielt haben, nament- [[ck im RegierunsSbezirk Magdeburg. Die Regierung nahm an, daß statt der 24,519 „zs. an Pachtgeidern, die bis dahin aufgekommen Waren, nur etwa ein Betrag bon 20,000 «M zu erreicben sein würde. Es sind dann Pläne aufgesteÜt worden, in welcher Weise die Do- mane parzellirt werden könne. Es stellte sich gleick) heraus, daß mit Rücksicht auf die bedeutenden Wirthschaftsgebände, dix auf dem Domänenvorwerke bestanden, es nötbig sein wurde, ein größeres Gut aUSzusondetn und dann den Ueberrest zu 11 Bauerstellen, zu 9 Kosiäthensteklen, zu 14 Büdnerstellen einzu- richten. Das Lizitationsverfahren wegxn _des Verkaufs hat stattge- funden und anfangs ein überaus ungunsiiges Resultat ergeben, und erst nach mehrfachen Veräußerungsberiucbea ist es und schließlich gelungen, einen Gesammtkaufpreis von 395,840Mkznxrzielen ;dabei wurden noch zwei Koffätbcnsteüen zurückbehalten, die schließlich zu 375 .“ jährlich haben verpachtet Werden müsiejx. ' _

WWU man nun d161€s Kapital zu 49/0 sicb anrechnet und den alten Pacbtzins gegeniibersteÜt, wenn man dann ferner berücksichtigt, das; die Erwerber die Grundsteuer zu sableii haben, die vom Fiskus früher nicht entrichtet wurde und ebensowwig vom Pächter, und 1502 .“ dazurecbnet: dann steak sich heraus, daß dem Pachtquanium von etwa 20,000 516. ein Bsirgg von 17,710 «. gegenüberstelxn würde. Dann tritt noch hinzu, daß_nach den Verkaufsbkdingungen, die im vorigen Jahre hier dem Hauie näher mitgetheilt wvrden sind, und Wonach eine Zeitlang dec Kaufvreisunverzinslick) sieben bleibt, auch noch nach dicser Richtimg hin einlezng von dem ermittelten Pacht- und Renten- preis zu machen fein wiirde.

Dieses Resuliai, mcipe Herren, hat nun akserdings für uns ein? große Aufmuntsrung, mit der Bildung bäuerlicher Stellen vorzugehen, uicht gegxben. Dessenungeachiet Werden wir uns dadmcb nicht ein- schüchtern lasen. Wir müssen bedenken, da[; das Jahr 1875 in Be- zug auf die]: Verhältnisse ein sehr ungünstiges war, und wir müssen aÜerdings besorgen, daß das Jahr 1876 auch nicht besonders günstige Chancen in dieser Hinsicht bieten wird. _Jn anderen Landestheilen sind wir zivar nichi zur Bildung bäuerlicher Stellen vorgegangen, Wohl aber zur ParzeUirung von Domänenvorwerken, und da fehlt es uns nicbi an manchen ischt günstigen Resulta- ten. Es ist . V. im Regierungsbezirk Cassel ein Domänen- _borwerk, das a erdings nicht sehr groß war, von 85 Hektaren ver- äußert winden. Dieses DomänenvorWerk brachte einen Pacbtertrag von 1853 „16. auf. Wir haben davon 36 Hektare für Zwecke der Forstverwaltung bestimmt, haben zur Veräußerung gebracht 48 Hek- tate, und haben für diese 48 Hektare, die in 28 Parzellen veräußert Worden sind, einen Kaufpreis von 65,062 «. erlangt, also_ ein äußerst vortbeilbaftes, auch_ finanziell äußerst vortbxilbaftes Géicbäit, Bei msbreren anderen 101€er Komplexe hat schließlich der Veräußerung im GÜUZM, während doch Ländereien abgetrennt Wurden für Zwecke der Forstverwaltung, der Vorzug gegeben wer- den müffex. Nun hat aber, meine _Herren, in dem Berichte, den ich „vorher erwähnte, die Agrarkommisfion nnd nachher die Majorität dieses Hauses den Hauptaccent darauf ge- lkgl, das; mit der Veräußerung kleinerer Grundstücke in Fäaen, Wo kleine Grundstücke in der Nähe von Städten belegen sind, oder wo sich sonst das Bedürfnis; nach Erwerb v?“ kleinen Besitzungen beraus- gebildct hat, die den Besitzer nicht vollstandig ernähxen, die ihn zwin- gen, eine Nebenbeschäitigung zu s11ch2n,_hat, wie 1ch sage, das hohe Haus mit der Agrarkommisiion den Hauptacceni gelegt, und die Re- gibrung macht Tag für Tag- die Erfahrung, daß nach dieser Richtung hin die größten Wobl-bai-rn zu verbreiten . md, mxd daß naeh dieser Richtung bin auch fortwährend günstige finanzreüe Vortheile erzielt werden. Gestatten Sie mir, anen ein Bild zu geben von dem, was nach dieser Richtung bin nicht Lima seitdem, seit 2 Jabrsn, sondsrn, umirgend einen Abschnitt zu Wahlen, wil] ich sagen seit der Dauer meiner leiöberwaliung, geschehén ist. Ick) wiil noch borauEscbicken, daß die Fläcbkngrößen, die ich erwäbnan werde, auch die wenigen Domäncnvorwerke mit umfaffen, die in der Zeit zur Veräußxxung und ParizellirUng gelaiigt sind. Da haben wir nun, meine Herren, im WM 1870 an Domänengrundsiuck'en 2437 Hek- tare, an Forstgrundstücken141Hsktare veräußert und dafür einen Kaufpreis von 985,420 Thaler erlangt. Im Jahre 1871 bat die Veräußeiung ettvas nachgelassen; Sie wissen, das ist das Jahr, in dem 11081) der Krieg fortdauerte. Da hat fie fick) ersireckt auf 1704 Hektare an Domänengrundstücken, 310 Hek- tare (_m Forsigrundsiücken. Im Jahre 1872 ist sie dagegen gestiegen auf 3661 Hektare an Domänen und auf 610 Hektare an Forst- grundstücken. Im Jahre 1873 ist fie gestiegen auf 4133 Hektaren an Domänengiundstücken und auf 1923 Hekiare an Forstgrmrdstückev. Im Jahre 1874 ist sie um eine Kleinigkeit zurückgegangen und hat sick) erstreckt auf 3923 ektare an Doxnänengrundstückcn und auf 900 Hektaren an Foxit rund türken. Fiir dieie 5 Jahre stelLt sich nunmehr herans, das; 15, 58 Hekiare an Domänengrundstücken. 3884 an Forstgruxidsjücken verkauft irorden sind, zusammen 19,742 Hekiare und dar; diese einen Kaufpreis b1:_1130,767,000.76, gebracht haben. Meine Herren, neben diesen Veraußerungen von Domänen und Forstgrxmdstücken fäat noch ganz „außerordentlich stark ins Gewicht, was bre Forstverwaltung Jahr fur Jahr abtriit zur Ablösung von Forstserviiuien. Ja den Jahren 1870, 71, 72, 73 und 74 _ ich Weiß nicht, ob es die Herren ermüden würde, die einzelnen Zahlen zu hören (Ruf: Nein! Nein!) _ im Jahre 1870 smd also zu diesem ZWecke verivendet Wordcn 2249 Hektare, im Jahre 1871 2294 Hekiare, im Jahre 1872 2410 Hektare, im Jahre 1873 1934 Hektare, im Jahre 1874 1077 Hektare, in diesen 5 Jahren zusammengenommen 9964 Hektare. Wenn Sie dieses Land, was auch in Privatbefiiz übergegangen ist, zusammensteÜen mit der Ziffer, die ich vorhin nannte, so kommen Sie dazu, daß theils dnrch Vex- äußcrung, theils durcb Abfindung in den 5 Jahren bis Ende 1874 in Privatbefiß ubergegangen sind 29.706 Hekiare. Meine Herren, das ist eine Flache von mehr als 5 Quadratmeilen, und ich glaube, daß man wird versichern dürfen, _ ob einzelne Aus- nahmen eintreten, mag ganz dahingestellt bleiben, aber iii) glaube, daß man wird bersicheru dürfen, das; alles dieses Land in Zukunft besser bebaut werden wird von den Acqnirentcn desselbsn, und daß das dazu beitragen wird, die Erwerber dieses Landes an das Land zu fesseln, und daß damit der eigenixicbe Weg beschrittcn ist, den wir zu beschreiten haben, um die Arbeiterbevoikerung bei uns seßhafter zu machen, sie _mebran das Vaterland zu kettezt- Ick) konnte nun noch hinzufügen, meme Herren, dieses Bild, was 1ch Ihnen gegeben habe, schließt mit dem Jahre 1874 ab, aber nur aus dem einzigen Grunde weil uns in diesem_Auge1iblick die Resultate des Jahres 1875 noch nicßt vorliegen, oder wexiigstens nur theilweise vorliegen; Ich will aber bemerken, daß die Regierungen im Jahre 1875 an kleineren Parzellen zum Verkauf gestellt habe 5420 Hektare an Forst- und Domänengrundstücken.

. Vicqeicht hat es nun noch eit] Interesse, wenn ich“ darauf bin- wetie, Wie sicb das Verhältniß ziviscben den alteren und neuen Lan-

destheilen gestaltet hat. Da fallen denn von der Summe, die ich

vorbiti gab an veräußerten Domänengrundstücken auf die älteren Lan- desthetle 6048 Hektare, es treten hinzu 2877 Hektare an Forstgmnd- stucken, Wahrend in den neuerworbeuen Landesthcilen relativ die Do- mänenarundstücke _ es handelt sich da wesentlich um die Streu- parzeUeu im e?emaligen Königreich Hannover _ während in den neuen LandestYe [en 9810 Hektare aii Domänengrundstücken und 1007 Hektare zur A findung von Forstservituien in Privatbesitz gelangt sind.

_ JJ) glaube, meine erren, diese Za len werden Ihnen den Nach- weis Fuhren, daß die omäuen- mid orstverwaltung unaus?esext daran Bedacht nimmt, denjenigen Zielen nachzustrebcn, die Se 11

glich Preußisxhkn Staats-Anzeiger.

1876,

den Verhandlungen des Jahres 1874 empfoFlan haben, und daß die Erfolge bei Bildung von bäuerlichen Wirt schaften, wie dies uns damals dsr Referent Jbrer Kommiision vvrausg-xsagt hat, daß die ohne Schuld der Regierung nicbt in ?c 11 gWünikbicn Maß:- eil:- Zeixeicn 71111“. ,

Die Übrigen Reden aus der geßrig-rn Sixzxmg werdcn wir morgen mittheilen.

Zum preußischen Staatshaushalts-Etat 1876. 11. (S. Nr. 42 1“, Bl.)

_ Dertai dchustiz=Verwalt11ng für das Jabr1876schlixßi m Einnahmen ab mit 428150003“, (gegen 1875 + 139,0()0.16); u_. A. stehen Gerichtskosten-Einnabmcn einschließlich der von den (.Be- richten zu verrechnenden Stempel und baaren Auslagen in Rechnung Mit 39.000.000 «16. (gegsn den Durchschnitt von 1872_1874 _ 1,318049 „M., ,da für 1876 cia Ausfall an den Kosten in VL!- mundfchaftssacben zu7erwarien ist und der Einnahme-Ertrag des Jahres 1872 schon in beiden folgenden Jahren nicht mehr exreicbi 111“); Einnahmen, welche als Emblumsnie der Beamter: zur B:;- wenduug kommen 1,915,251 „Fk. (diexc auf_Fraktionsberechnungen be- ruhende Summe wird wiederum unter vciicbiedeneii Titeln dkr AUE: gaben nacl)_g€wiessn); Strafen 1,241„390 „46. (gegen 1875 + 87.650.77, der Durch1chnitt der Jahre 1872 bis incl. 1874 des an Strafen cin- gekbminknenBetrages beläuft sich auf 143205936); Anibeil an dem Arbsitsverdienst der gerichtlichenGefangeneu 44570136. (+ 55,100 „46. gegen dsn vorigen Etat); der Gesammibctrag dcs Arbeitsberdiensxes dsr Gefangenen stellte sich im Durchschnitt der Jahre 1872 bis incl. 1874 auf 685,814 .35, davon betragen die Antheils der Gefangenen 21142336, von dem Rest von 474,391.“ wurden 228,068 “14 an die Staats- kasse abgefuhrt, 246.323 «. zu Rémuneraiionen der Gefängniß- beamixn und zur Verstärkung der Unixrstüßungsfonds für hülbeedürf- tige Kinder verstorbener Justizbeamien verwendet. _ Von den Aus - gaben find .dauernde' mit 65,615,000 .“. (gegen den 1875er Eiat + 1.604.870 «M.), darunter tvsrden als künftig wsgfallend be- zeichnet 295,725 «1:2, „einmalige und aUsxerordcniliche mit 2,600,000 „46 An dauerden Aithaben veranlasskn das Ministerium 537,70096, das Ober-Tribunal 965,910 «16, die Justiz-Pküfungskbnimisüon 19,800 «FC., die Gerichte zweiter Instanz in den Lmidesthkilen, in denen die Verordnungen vom 2. Januar 1849 und vom 26, Juni 1867 Geseßeskraftbabcn, 4,444,940 .Fr“, bas Abboilaiibnsgericbt in Celle und Obergerichie des dortigen Departements 1.224,040 M, das Appellationsgericbt in Frankfurt (1. M. 101,560 «14, der Lippeilaticns- gerichtshbf in Cöln und Rheini|che Landgerichte 1,305690 „M, die Gerichte erster Instanz in den Landestbeilen, in denen die Verord- nungen vom 2. Januar 1849 und vom 26. Juni 1867 Geießeskrast haben, 4169841136, (d. 1). gegen den vorigkn Etat + 1,192,242.76.; vo_n diesem Postsn Werden 221,585 .“. als „künftig wegfaliend' be- zeichnet), die Amtsgerichte im Departement des Appellationsgericbts zu Celle 2.579,308 „71, das Stadtgericht und sonstige Gerichtsbebördcn erster Instanz in Frankfurt a. M. 308840 146, die Friedens- und Handels- gericht: des Departements Cöln1,019,890 «46, Kriminalkostcn 5320330576. (gegen den vorige11Etnt+476455 .46), baare Auslagen und und andcrc AUSJQÖM in Parieisacheu 2,586,440 .“ (gegen den 1875er Eidt _263,637 „M.) Porto und Anölagen für Postsendungen uud Poit- bestellungen 2,281,840 „Fü, sonstige Aquaben 381,400 516 (869611 den vorigen Etat +70,000 58), Unterhaltung der Justizgebäude mit Aus- iedluß dsr größeren Neubauten und HauPi-Reparaiurcn 754,900 .; ., Justiz-Offizianten-Wiiiwenkasse 84,000 «76. _ Unicr den einmaligen und außerordentlichenAnsgabensind herooxznheben500,000.éü ais fernkre Rate zum Neubau eines Gefängnisses für die von dem Stadi- gerick)t und dem Kreisgericht in Berlin zu vollstreckendcn Gefängnis;- strafen, 470,000 „;ck zum Neubau eines Geschäftshanfes des Stadt- gerichts in Berxin fiir Untersuchungssacben und zum Neubau von Untersuchungsgefängnissen für dasselbe, 420,000 «ck zur Criveiiernng der Geschäftslokalien des Stadigerichis zu Breslau 1a. JmEiuxelncn sind zu erwähnen unter den „Besoldungen“ beim Stadtgerichi zu Bkrlin Mehrausgabe bon 39,000 „76 fiir 10 neue Richtexsteuen; die Beilage 4. des Etats bemerkt erläuternd Hierzu: „Ungeachtet dem Stadi- geriibt erst durch den Etat für 1875 zu den bis dahin vorhandoncn 144 Ricbterstcllen 18 neue Richiersiellen bewilligt smd, ist dock) das- Vediirfniß einer weiteren Verstarkung des richterlichen Personals 111- zwiscben in so überzeugender Weise beworgetreten, daß schonfür1876 eme abermalige Steüsnbermehrung geboten erchéint. Schon bei Forderung der 18 Stellen für 1875 wurde bemerkt, daß von dem Präsidentén des Stadtgerichts anstatt diesE _18 Stellen 36 Stellcn als erforderlich bezeichnet seien, und es ist „Seitens der Staatsregic- rung damals auch anerkannt Worden, daß _eme solche Vermehrung an sei) begründet sein würde. Es wurde aber _dteForderung auf 18 Stellen beschränkt, und ist der weitere Bedcirf inzwischen für Rechnung dés aÜgemeinen Diätenfonds gedeckt worden. Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß, wenngleich dnxck) die neue Vormundschafts- ordnung und vielleicht auch m „den Grundbuchangslegenbsiicn eine mäßige Verminderung des Richtcrpxrsonals möglich _Werdm wird, doch Angsfichts der Zuzmbme der übrigen Geschäfte des Siadtgericbis und bei der fortwahrcnd erheblich Wachsenden Bevölkc- rung der Stadt mindestens 10 neue'Rickztersteilcn, mithin im_ Ganzen 172 ciatsmäßigc Richter, UUOUWLÖL'ÜFÖ' find. Jiisbefondereiii in den Abtheilungen für die wichtigeren Cibilprozeffe der Mangel an Rieb- iern bereits ein so fühlbarer geworden, daß die Termine nicbt selten auf viele Monate hinaus angesetzt Werden mußten, und es würde ernstliche Nachtheile zur Folge haben können, Wxnn ungeachtet der außergewöhnlichen, meist durch _die großartigen Bewegungen in dcn Gr1111dstücks- und Kreditvwbältmssen' entstandenen Geichäfiözunahme dem Gewichte das unbedingt erforderliche eiatsmäßige Pcrsbnal noch vorcnibalien Werden sollte. Uebrigens steht mit der Geichäsisbermel)- rung auch die Einnahme an Gerichtskosten im Verhältniß, weiche für 1876 auf 4,500,000 „44 hat veranschlagt Werden können.“ W61tcr- Hin wird in derselben Beilage zu der oben erwähnten „McbrausJabe an Kriminalkostkn bemerkt: „Die Unzulänglithkeit der liiSberigxii Kri- minalkostcnfbnds ist besonders dadurch hervorgetreten, daß_ seit Fest- stellung der le ien Etats fur 1873 bis 1875 der Geschaftöverkebr, namentlich au ) in Untersuchungssachen, erheblich _zngenoxnmen hai,- und da die Verpftegung der Gefangénen jest emen_ weit höheren ostenaufwand erfordert, als früher. Es kommt außerdem in Betracht, daß das Geseß vom 1. Juli, 1875, beireffend die Ge- bühren der Zeugen und Sachverständigen m gerichtlichen Angelegen- bsiicn, noch eine Weitere, nicht unbedeutxnde Vermehrung der Aus- gabcn veranlassen wird. Im Ganzen_1st fur die Gerichte, deren Etats jsßt regulirt Werden, xine Verstaxkun von 510,655 .“. erfor- dcrlicb. Dieser Betrag verminderx sick) iedo dadurck), daß yon dem Kriminalkostenfonds: 1) auf die fachlichen Fonds der Obergericbtedes Departements Celle 6000 «Fü, 2) auf die Fonds zu anderen per1ön- lichen Ausgaben der Rheinischen Landgerichte 19,260 „16, 3) auf die [ächlicben Fonds derselben erichte 9000 «46, zusammen 34,200 „75 ubertrazen find, so daß verbleiben 476455 ckck.“

_ Der Etat der Ge_stut-Vexwaltung für dasJahr1876 schließt ab mit Einnahmen im Betrage bon 1,695,240 5-6 (gxgen den vori en Etat + 313,460 5-6), und zwar bei den Haupt eftuxen (_zu welcYen seit der Auflösuiig der Generalvcrwaltizug dcs _rfurstlich Leist chcn Hausfideikommtsfes auch das Kurfürstlicbe „Leibgestut Bebek-

eck gehört) mit 553.420 „54, bei den Landgestüten (inkl. des'mit dem Jahre 1876 in Betrieb geseßten Landgestüts für die Provinz Pom- mern) mit 1,138,320 .“ (gegen 1875 + 297,5404), bei der Central-