Jrkn. 35,525 Airswandercr KZKQTU nacb ken australischen „Kolonien; nämlicio 20,74: Engländrr, 5750 Sidmtkn, 8251 Ich und nur 767 A::sländrr. Cs srübrigt noch cin Rift von 15,869 Persorisn, die in a::kcrc Läxder und Kolonien, als die oben bezeichneten, einzuwaudern beabsichtigten.
Land: und Forftwirthschast.
Bei der im Srptember v. I vrraustaltetrn, rnit dem önologischen und ampeloßrarvischcn Kongreß ia Colmar vrrbundcnen Ausstellung von c.. . . . . „. . - . xxlajcbenweinen Hat die Jury den emen der von Gr.Majejtat dem Kaiser gestifteten Ehrenpreis? der Weinkultur der baye- rischen Pfalz zuerkannt und denselben dem VOrstande des Kreis- ccmixé; dcs tanrwir'dscbaitliclcn Vcroixxö dsr Pfalz iiberwieien, um kk"; Gemciiidx zu bciiimmcn, in wsxwér cr axidrwahri erden wil. Diciir Ebrc'rrrréis _ sin siidrrnercial yon kiirirlrrifcher _an- fiihrung mit den Fnfixnikn dxs WÜNÖ-Lllés _ wurde 21117: ncbtt [*e- zü-Zlicher Urkunde durch den ersten Vorstand des landwirtdicbaitlichcu Krsiéccmités, dcn Rrgicrungs-Präfidemsn Siaaißratk) v, Braun, der G:;iseinde Deideöheim zur Aufbewahrung Übergeben, urid zwar ge- sQJuH die Uebérreichung in fcieriickier Weise am 18. d. M.
_ Da im Regierungsbexirk Trier bei der im LiÜgcmeincn der 1“ a'ri (* cs kulinr nicbt ungiinitxgxn Wxttcrung dic Wintersaat größter!- 710116 wädrcrO der Minito Oktober und Noyemdcr untcrgedracht u-irdcn war, vsrmocbie ker svärer (ingélkétéklc Frost ksinrn erhe'olikb r;.1cktk*-':ligei: Einfluß mrbr aui dieseibs außxuüben. Nucl) dcr gleick) 1:15 C'intrir: dr.- Frostks gefniiene *Z-Hnee gab eine saÉÜy-nde Dxck: a'.» “.'9 Zac"; dcr (Fraud ker jgngrn Saat befriedigt; nur auf den ver- :arct [*estciltrn F:]dern war die Saat noch zu Wenig erstarkt, der (&:riwiskimg di:: Kälte JSUÜJLUDSU Widerstand zu [eisté1l. Urbcr die Kartoffel, dercn Emir wcxig Osiriedigt hatte, wird außerdem geklagt, das: vielfach in d.sn Kellern Fäulnis; ausbrcchx, Be- zfiglich drs WCÜUCE, deffcn Qnaiiium iiber Erwarten reichlich, steht es jsßr ziemlich QUJsmx-in fist, daß die Qualität durchgängig und auc!) in 11211 bLstM Lagen geringer ist, als jene des Jahre? 1874. Msvr als ein giltkr Mittclwcin wird nur vercinzrlt zu erwarten skin. AUE) Nxäiirogr und Handel find Zur Zrii noch gering, und stshi Nach den visyerigcn S'rfadrungkn ein Auf1chwunz erst im Früdjxlx zu crwarxcn. (Zdenko ist der Handel mit Viel) augenbiicklicl; Wenig irdbafr, nur SÖia-„dtvich wird geiuéu; und nach Wir. vor gut ÖSZÜÖÜ. ermrr-tiiÖ ha?, UÜÖDUU die Einfiihrung von
Berlin, den 25. Februar 1876.
Das „,IOUkUal des Tebaxs“ [äßt fick) aUS Berlin vom 18. d. M. nachstehende Norixcn mitiheiien:
„Die in Berlin lebenden Fraiizoscn [affen fick) nach ikrem GeWcrbe Ungefähr folg-xndermaßrn kWffifi-ZZWUT 70 Köche odrr Restaurateurc, 15 Hritmack)er, 12 Jrisenrr, 15 Ver- golder Und Maler, 30 Steinmeizen, Maurerparlierc und Bauhandwerkcr, 8 Bildhauer, Dekorateure, Zeichner, 4 Lirchixektcm 15 Lshrér der französischcn Sprache; 12 MetaUarbeitcr, Guiiidcheure, Mcchanik9r, Masiiinendaurr; 10 Federnardeitcr; 5 oder 6 Chemikrr, Färber, KUnstwäscher; 10 Händier mit französischen Ariikciri, wie Modewaaren, Kon- fitüren :c., 4 oder 5 Zcimnchkorrespondcnten, im Gamzen 212. Zed? dicser Ziffern rcpräscntir: sogar ein Maximum, welches vicilricht niemalH rrreicht wordrii ist.
„Wenn Jiirst Bi-st-rck in seian [eZten RSD? im Reichsrage hervorgehoden hat, dcrß der fraiizöfisckxc Arbcilsr znr Zrit mrhr schafft, wie der dcuxsckze Ardeixcr, so hat er mir die Wahrkirit gesagt; cr iiiitte adrr hinzirfügen k-Zimen, da[“; der frimzöfisckze Arbeiter (mcf) mit unendlich mr'izr Geschmack ardritrt. Gerade U::i seines Gescdmackrs Und seiner Geschicklichkeit willen wird dsr französische Arbeiter in Deutschiand gesucht.
„Die deutsckzen Häiiisr, Weiche Franzosen zu beschäftigen wimickzen, holen disicibkn gewöhnlich aus Paris, imd mit seltenen Airsnahmen sind (111 dis Pirisrr Arbkiiér, welche sich nack) Berlin gewandt Hadexi, dahin nur unker vortdeil- haitcn Vsdingrrngrn gegangcii urid auf Grund einrs in oller Form ädgcsriiioffenrn Verxragrs. Tics bemeist aU-erdings vieÜeicht noris nichr, daß den Franzosen in höherem Grade Unierneimungsgeist und die Neigung zii Wrigniffcn eigen. Ick] gland: ioxwr selbst, daß wir in dicker sziehimg seit cii'ixm inxaltér Vié[ eingebüßi Haden, weniger in Jolgr unseres ÜLLMÜÜUDLH, als durch eine fehlerhafie, verweich1ichende ErziehimgsrUZHis. Dcr Temsckze besitzt, welchcr Gxicilscdaftsklaffc kr (incl) angeßörrn miig, strts einen weiteren Grßchtsfrsis, als der Franzose, was ihm, namentlich aber dem Arbeiter, mangcit, das ist dir Sdrge Um seine Zukrmft, der Sinn für Sparsamkeit Und jcns c-rnstere Lebensanficht, die ihn eir-c bescheidrne Béquemiicizkeix in isiriem Hause der ZULschQU= steUung hddlen Airfwaiides vorzieizkn läßt.
*).k-Heist von der Hand in den Miind lebrnd, be- raxdt fich der dEUrsäze Ardritrr selbst des Spornes, ds: ihn aiixrkidrn müßte, isirie angeborene Schwerfälligkeit zu Überwinden, Um schncU€r Béffcxcs schaffen zu können. Der Gxeiéqmmiz, Einer der aUsgcprägtcftM Charakterzüge dec; Deutschen, ist keine Eigéiiicdaft, welcde geeiZnet wäre, die industrieÜen An- lagen eiiies Volkes ziir Eiitfriitung zu Eringen. Es bedarf des Weiieiiers, selbst ein weriig Neid, um den Menschen dahin zu bringen, daß rr täglich UUH fick; stlbst mit (11161: An- strengung ein Wcrkichaffr, weidrs das des vorhrrgeHendrn Tages Übertrifft.
In der Zrsirigen Siizdug dsr *Ztadrvcrrrdrieisn-V-ér- samrn [un g ';“iar.d_€ine er1399 265 J.Vagistraté, brtrrffsnd die Ein- ießrrng eirirr gemiychicn Trxuéaxixn "dcr L*rmeivkebehörden zur Be- ratixung wegsn Freilegung dc?- Tcrrains der Grundstücke an der ZÖlvßfreiheit, Txtiri'nd vom 22. Februar, auf dEr Tagssrrdriunq; dirsrlbe [qutcix _Tsr gegenwärtig fiskalii-Öer Seits auxgriührre Adbrch) d€r_Wcrder1c1;€n Mühlen bringt zur Vcranicßan- licbimg, wslch [*Okyr'n WMH fiir die Verickoénrrurxg drr dortigen Sraxxgezcnr, um,;edcn von dsn mdriumentalsn Bauwerkrn äiirrsr und nerrerer Zsir, die Bciritigung Tor an die Müßirnzrunditüch sich an- scixlirizrrdrn PTZVÜTJZkÜUDS an der Srdicßircißeit haben würde. _ Ts: Ma,:iiirar 5511! kaiür, da? die städtiickés Vorwaiiiing denjeßigerx Z(iikimk! ri-Éx rwrükérßrixzn [xiscn soil, (Hire aui dieirn Zweck Hinzu- wirkrn, und da?"; rz zwrémZFiZ ist, bkstkmmts Voricrläße dazu aus dé: Beratbung rirsr kaii-ÄTTU Trrutaticn beider Gsmeindebehörden i:?rrchIkxén ZU !affen. Die Startverordnetcn-Vrriammiung ersuchen rrZr deshalb nach- § 59 der Sxädieorduurg: fick) mit Einießurg einer ic1ckcn Tsvutaticn einrérstaudrn erkiärsn urid die Wahl der Mit- ziird-xr der Vsriammiung ikwirksn zu wvllen, axel) diss? Angelegew 13551 als Link“ dringlich? tu bsbaridciir.
Ta die Vorlage '*'.kb nrw nick)“: zwei TaZe lang in den Händen T-“r Mitglirdkr krfrxndrn baxrs, sd muéts dirisldc auf den Widerspruch eins?; MifgiiekéÉ von der ngéscrdnung adgxisßr rrerdén.
Tie deurichk Geisilicß-aft für öffentlikbe Gesund- heitöpilégk zu Beriiri hat ihre nächste crxentlickoe Sißung am Montag, 28, Abends 7? Uhr, im Höriala der Köriiglichen Univer- ütätÉ-BikliOTÖék. Dcrcikxéét'cstraße 9, Auf der TaßesO-rknung stehen, außer der Rechnungslegung uud Vorstandswadl, Mitideilungen des Dr, Börner 1) über die angebiick) in Folge der BerieiLlUng der Ebene Grunevikiiers beobachxrtrn ÉUmrifisLer; 2) über die TyprS-Cpide- wie in Crcrdon; 3) uber die TörhuL-(Fpidemie in Frankenreim; eine
amerikanischem Speck eine bedeutendeBeschränkunq erfahren, die Preise nicht nur für fette Schmeine, sondern auch für Ferkel und junge zur Mast beftimmte_ Schweine bedeutend gestiegen, Ja der Eifel hat der Viehhandel seil Anlage und Betrieb der Eifel- baöu in den leßteu Jahren eiiien stetigen Aufschwung er- fahren. Während derselbe früher gänzlich in den Händen einiger ein- heimischen Viehbändler und einer Anzahl auSwäriiger meist jüdischer Händler lag, besuchen jest Händler und Metzger aus Cölu, Aa_chen, Düren und noch weiter entfernten Orten die Märkte in deu_größereu Dörfern der Eifel und kaufen ihrea Bxdarf bei gutm Preiien direkt von den Landwirtben. Die Folge ist beung und Verbesserung der Virbzuckot. So hat allein die Lokal “Zli'ihrilunq des landwirtbschaft- lichen Vereins zu Merzig in leßtcr Zcit 10 inckititiere und 12 Rinder vox; der Berncr Scheckenracr ang-*k.i:1it 11110 dcmnächst an die Ein- woixner dcs Krriicö mir der Verpfliwrmr; vcrfxeigex-t, sie zur Züchtung zu ixa'rren und vor Aviaui eincr q w'ficn "117113131 Fahr:- nicht nici) außerhalb zu vzrkaufen. Nicht minder wérd, namentlich in der Eifel, der Futterbau gefördert und träst die Smaxsrcgierung durch Gcwährung von Beihülfe namlmfr da:.u bei. Dagegen 1nacht sich der Mangel an Tagelöhnrrn und Häusxriinds immer noch fühlbar. Das Meliorationswescn bat fick) im Bszirk auch im Ver- gangenen Jahre in erfreulicher Werse entwickslt. Zmi-„iirt wurden 2,5 Hektar im Kostenbetraae von 720 „ckck, 122 .HLkTZlk Wirfeubauten erforderten 5024 „M und 4872 Meter Entwässerungs.ir_ädsn 5272 „M; eine noch größzre Anzahl von Msliorationknist für die folgenden Jahre prdjckiirt. _ Unter den Hausthicrrn war Maul: und Klancxiseuche fast in alien Theilen des Brzirks zeitweilig auögebrockwn, .Und in mehreren Ortschaften unter din Schaafen _die Rand:: der Weiteren Verbreitung dieser Krankheiten, w-slkve giößicniheilö einm gutartigen Vsrlauf nahmen, wurde vorgebeugt.
GeWerbe und Handel.
Die „NewYork. Hd.-Ztg.“ schreibt in ihrem vom 11. d. M. daiirten Wochenbericht: Die Abunxanz im Geldstande hat während dieser Berichtöwocbe zugenommen, da der Rückftaß voa Eirkulatidnßmiitiln aus dem Jnlande qrößere Dimensionen _erreicbt 1311, während der Bedarf keinen Zuwachs erfahren. Dnrcbichnitts- Raten für (2311 103115 geaen kaot gemischter Sckaritäien steÜteu fick)
anf 3Z__4.5*'//0, geq-n Hinterirguug von Bund_c_S-Odiigationen waren Fonds 10 reichlich offrrirt, daß die Rairn dafur nicht aber 2-3'1/0
schwindels und Fassung einer Resolutirn iwer _diesrn Gegenstand; end- lick) wird ].)1", Wii; Mittheilungen ü'ser cine Krankdeitsqueile in den Hämrrn machn.
Im Verein für Hamduraisch (Heichicbie xu Ham- burg ward am 24. Januar vom Freiherrn Or. v, Weissenbach, ein Vortrag gehalten, der 116) wesentlich auf die Bedeutung des lyolsteiiriiwen Landeswappous beioa. Dcr Rcdner erläuterte !11 seinem Vortrage ÖM Ursprung der Wappen und sprach über die Versuche einer Deuiung dericlbcn, Es machte fich im Laufe der Jabrdundcrte ein Sirrben geltend, *"ür bereits vorhandene Wapdcn- bilder althistoriscbe Deutungen der phantastische Erzählungen zu erfinden, wr]che sick) weit VON drr Wirklichkeit entfern'en, und irlbst _einfacbe Ornamente in akcntcurrlicher Wriie r*mgestültetén. Eiiic1clche Deutung ist denn «uch fiir das Holsteinische Wavvrn vorgknommen worden, man hat in demselben ein „Nrsseiblait“ sehen und die?"; Wappxn so deuten Wollen, daß Kader Konrad U., als Graf Adolph 1. von Scbauenburg anf drm Nesselberg an der Weser eine Burg erbaut und ihm eine Nrsiel als Wappen gegeben habe, während die drei „Nägel“ von dessen Enkel Adolph 111. zum Andenken an ein? Rriie in das gelobte Land als dir drei Nägrl ch Krruzes Cliristi bcigeiügt icien. Untkr Vorlcgung Hiner Reihe von Abbildungmier ältesten Siegel der Hoisteimsthsn Grafen sowohl, wie !*oistririiichcr Städte fiihrte der Redner sodann in interessanter Und üi'erzcugender Wsise aus. das; jenes angebliche Nesselklatt nichts Andrres ssi, als ein aezackrrr Schildrand. Dieser 'Schildsckymuck kommtaberrichtvor1242 vor, die bsiden Söhne Adolpbs 111., Kvxrad und Adolph W., führen urkundlich cinen Löwxn auf ihrem Srbilde, der zuirßt 1238 vorkommt. Dir nächste(Hencration, Johann ]. und Gerhard 1., läßt den Löwen fort, dock) fi'Hit j:dLr Nachwois, weshali' das Wapprn grändert und jener einfachere Schmuck grwädlt wvrden. Alle von cht an vorkommendrn älteren Wapprn haben den gezackten Rand und znmr so wenig in Blattform, daß 3. B. die Start Heiligrnbafsn auf ihrem Wupvsn eine Fahne mit Nezacktsm Rande, Kier und Oldeswe eiiien ähnliiizen Rund um die Wupprn- sigur, Neustadt dic Zackkn als damachirien Schildesbeschlag, Plön einen mchr wcklknkörmigen Rand führt, und Ward noc!) bemerkt, daß 763011 der als Kenner der Wappenkunde Ursckyäßie Fürst HVHMWÖL fick) dadin angkwrocky-xn, das Holstrinischr Wippen könne Uk.mözlich die Bedeutung eine:“? „Neffeiilatfes“ Haben.
T_rr unter dem Sedußc des Königs Victor Emanuel 11. siehénde Ligririiwe iniiingHvercin in Grnua Hat eiiien Aufruf erlasssn zu einem in den ersten Tagen des Juli d. J. daselbst zu vxranitaltendcn „Internationalen Kongreß für das Fortschreiten der thtungs-Gründungsn und -Mittel“. Derislbs bezweckt die vikien auf diéicm Grviete arbeitrndén zarstreuien Kräfte zu sammeln, um so all? Errungenschaften drr Wisscnfchaften, wrlche im Stande find dsn Ur-glückéfäklen zur Scr vorzubcqun und solche LU bekämpien, in kürzist-r Frist zum GLMTMZUT zu machen. Zu diesem .Konqrrs; smd vorzüqlick) einzcladen: ail»- Rcitungsverrine und ähnliche Stif- TUUJLU; ails Gelehrtsn, Welche über irgend Einen der Gegeristände drr Tagrsordnung Auiklärung geben könnrn; aÜe Menichenfreundé, die solchen Verrinen beionderrs Interesse widmrn. Die bsiiimmte Tageédrdnung wird erst EndeMärz erscheinrn, 112 wird in mehrfachen Untrrabtbriiungen die Frach behandiln: wie schafft man Hülfe für bsreikÖ Ertrunkene, wie fur vom Schiffbruch bedrohte Schiffe und Menicbcn? Dirjenigxn, w€lche irgrnd eincn Vorschlag zu machen oder Rath zu grbeu baden, find gebctrn, es in frankirtrn Brief n dem Präsidrnien des Liguriscben Rettungs-Vkreines in Genua miizuiheilen. Zur Aufnahme in den Kongrsß gkriügt eine einfache Mittheilung an den Präsidenten, die spätestens im Laufr dcs Monats Mai stattfinden Müß. Die Adress? ist: „41 erZjäeZUIS (TEU,; 8007615. [szUkS (11 Zak-awsvic- 3. (Zsuora (113113). Gelrgentlich des Kougrrffes wird eine große Naiicnal-Rrgata, sowie eine NaiionalauSsteÜung von Rsiiungs- mixteln und Wrrkzrugen stattfinden.
Dir neuesten Nachrichirn über Hochivasser lauten:
Posen, 25. Februar, Vdrmittags (W. T. B;) Die Warikxe ist derciis in geiabrdrobendrr Weise gestiegrn, ohne daß der Eisgang, der jrdxn Angnblick loSzubrecben droHt, begcnuezi Hai. Der untere Stadt- tdeil firht bereits unter Wasser; viele Hänier haben geräumt werden müssen; das Marierr-vanafium ist gc1chlois§m _ _
BreSlau, 24. Februar. Der „Schlc1.Zig.“ Wird aus fast sämmtlickyen an der Oder belegenen Städten: Ratibor, Oppeln, Brieg, Ihlau, Breslau, Beuthen u. s. w. über Hochwasier, Eis- gaug und Vsrhrerungen dsrielben berichtet. Ebenso find in Ober- Glogau die Hosenplaß, in Glatz die Neisse _und Steine, m Schurgast die Reise, in Cantk) die Weistriß, m Trachenbcrg die Bartsch und die Schäßka, in Sagan dcr Bober und in Görliß die Neisse ausgetreten. Das Schlimmste ist iudrß, den Berichten zu- folge, bereits überwunden. _
Breslau, 24. Februar, Nachmittags. (W. T. B.) Wie der „Schlefischsn Zeitung“ aus Pleß gsmeldet wird, hat die Weichsel m dm Niederungen das Land meilenweit unter Wasser ge1eßt. Die__Be- wohner flüchten in großén Massen. Der Eijenbabudamm zwmcben Gotfchalforxiß und Dziedziß steht izuter Wasser. Gestern Ngchmittag ist der erionenzug der Oberschlefi1chen Eisenbahn bei GlelleZ ent-
incluticn res BauraY; Hoi:r2cht_ in Berni“? Ter KéUerwohnungen; ein Antrag TLZ Hrn. (:ck-;ck: arri Briprecixung des Geheimmitiel-
gleést. * ehrere Personen find hierbei verunglückt. _ Magdeburg, 24. Februar, Nachmittags. (W. T. V.) Die Dricbe bei Moriplaisir, Pömmelte und Glinde, (Kreis Calbe, Provinz
zu notireu find. Der Goldmarkt var leblos. Fluktuationen beschränkten sich auf IM), zwischen 13__12ck “70, mit_ 13 als heutiger Schlußnotixung Die Tendenz war fest in Urbereinetimmuna mit der Position des Wechselmarktes. Fizr gekündigte Bonds zahlte das Scha ami 1,762.000 Doki. aus, für fällige Zinsen 667,000 Doll. - Am „ aaren- uud Produktenmqut war in denjenigen Stapelprodukten, deren Preise nicht übermäßig in die Höhe getrievn wurden, das Geichäit bei den anhaltend niedrigen Frachtraten etwas lebhafter, während von einer B-fsrrimg in dcr Jnrport-Brancbe nnr wenig zu spüren ist. Brodstoffe babßn im Preije angezogen, da Exportfra e fich merklich belebte. Prei]: für Baumwolle stellen sich bei fc tem Markt "“;-; (Truis niedriger, als vor 8 Tagen. Rohes, sowie rxffinirtes Petroleum vkriolgie bis Heute Nachmittag uu- u*tcrbrochen Wexchende T::idsnz; ;.lédann trat eine piömLchs Besserung ('in, in Folge wch[ch“r szxlichss Angdot aufhörte, _ Dkk Waarcn- 1111? P rodnktenim r) ort währknd d'r am 5 d. bckndeten Woche r-vkä- sentirt einen Gefimmiwerth oon 6,756,290Dol1. gegen 5,406,869 Dol]. in der Vorwoche, eire Zunahme von 1,349,421 Doll._ergsbvnd. Von dieser Zunahme entfailrn 502,845 Dosi. auf fremde Webston'e und 846.576 Doll, auf diverse Produkte und Waarea. _ Nm Waaren- und Pro- ducktenexport während drr am 8. Frbruar beendeten Woche, dessen Gesammtwsrth eineßidnahme von 541,021 Don. gegen die Vor- wocheaufwcist, pactizivirtBaumwoilr mit 11,243 Ballen, im klarirten Wsrth von 810,88“) Doki. gegen 12,334 23. im Wsrtb von 778,062 Doll. in der Vorwoch- und 8814 Ballen resp. 11,597 Ballen iin Werth von 608.119 Doll. resp. 857,150 Dou. in der Parallrlwochc beider Vorjahre.
Verkehrö-Anstalteu.
Der um 11 Uhr 10 Min. von Magdeburg nach (Hen. thin gebende Person enzug dcr Berlin-Potödam-Magdeburger Eisen- bahn ist Ziffern dend auf dem Damme zwischrn ch E11" und der Chiebriicke mit dem Damms eingeiunken. Verlustc_ an Menschsn- leben und Korperietzunxen sind nach den bisherigcn Fe!tfteÜu:g-3n nicht vorgekommen.
London, 23. Februar. (E. C.) Ju drr NäHc yon Fslk'stone fand gestern wieder ein Zusammrxrstoß zrveier Schiffs strtt, u.:d zwa: Wurde die Brigantipe „Herr)“ von dem Dampfer „„Say-„Zir- land“ überiadrcn und in dc'n Grund gebohrt, wobei vir; P:;soncn vor: der Mannschaft ums Lebrn kamen.
Sachsen) find durchbrO-Öcn. Die Hälfte der Grafswait Barby ist bereits unter Wasser. Es“ sieht grcßc Noth in Aussicbi.
Burg, 24 F-bruar, Nachmittaris. (W. T, B.) DW Eisen- bahnverbinkung zwis-Forn MagdcburF-Berlin, die durch din Uafall bei Biederiß big heut? Mitra) urterbrorben war, ist cht wieder Hergrftclit, indcm das alte Geleise, wrichés von hier übrr dsn Friedrich-Wil- helms (Harten nacb Magdsdurg iüdrt, wieder in 2361111311ng genom- men ist. Der Ut:fa11 r*i'i Biedrriß war dadurch herbkiZi-iüdrt, daß der gestern Abend 11 Utxr von Magdeburg abgrgangene Zug, in den durch das Hochwasser .iuigewriäoicn Damm einiank und licxien blieb. Die P.:ssagicre vadou durch die Coupéfensicr den 5311ng4019 gefunden, ein Swaffncr liegt rerlßi.
_ 25. Frbruar, Morgcrxs. (W. T. V.) Die Vaiwvsrbindnng wii Magdrburg ist durch cine ivcirxre, gestcrn Nachnutiag erfolgte Daninierwciwung wide: gestört.
Post, 24 Februar, Mittags. (W. T. B.) Die Donau ist 21 Fuß über Null gesticgen, der untere Quai stebr Unie: Waffrr, in Ofen wird in mrHre-renStraszen die; Verbindung durcli) Körne nntsrdalten. Soiikc de_r Fluß noch 2 Fux; steigen, so strdt auch Pest dia GÜaHr eincr UrchOwcmmung bobor. Als. ein für Peii günstigrr Umstand wird angesedon, dax; fich Pe'st abwärts das Eis 138x112 Mittag zerthrilt hat. Aus (111211 odrren und unteren Landeöthkiii'n wrrdcn große Verbeerungcn g-'ni(ldct, die das Hochwasser angericbiei hat.
_ 24. Februar, Nachts. (W. T. B.) Drr Wasscrnand der Donau ist sowohl hier wie ach) vier: und unterhalb von Post noch ununterbrochen im Steigen begriffrn. Abends “6 Udr war dir Wasserstand hier 22 Schub iider Nail. Die Gefahr ist felzr grog. Mrdrsre Mühlen obcrbalb und mehrere Siraßcn unterhalb Prst strd bereits üxii'rschmmt; die Holzdäuier dsr Schiffahrtkgesciiscbait auf drm Donau = Quai stSHkl". fist bis ziim Dach unter Wasser Um 92- Uhr Abends 111,1an die Ofcurr Skike vor: dcr Haupfitraß: dsr Wasserstadt und das Kaiicrdad über- schwemmt. Die Friedrmhalsche Spritfabrik bsi NUi-PIU ist ein- gistürxt. Ju derseldkn hcfandrn iich 11 Personen. [im 10. wurdsu Noiyfignaic gezebxn. Die Stadt Korncrn ist vöUig iidrrsidivrmmt.
_ 25. Frbruar, Morgrns. (W. T. B.) Sew griiern Abend 11115ristdmch den Adriang des Eisswßes 1:11i9r1)-,-,11* Pxst eiue stetige Aduahme des Wasscrstandes eingetreten; die Grfahr kann da- her als beseitigt beiracbtrt tverdLri.
_ 25. Frbruar, Mittags. (W. T. B.) Der Wassrrstarid der Donau ist seit heute früh 5 Uhr wiéder in l_angsamsm Steigen 17e- griffen; Vormittags um 1171 Uhr hatte derisibe dersiis 23_Sch1ch 5 Zoll über Nui] erreicht. Die (Hsfahr ist noch immsr groß, weil die Berichts aus drr Gegrud dsr unteren Donau ungünstig lauten.
Die „WGs. Ztg.“ mrldet aus Bremen vom 23. Fedruar, daß die von drr Staatöanwrlischxit brantragtc Voruntxrsuckxung dec Strandung' des Dampfers „Deutschland“ am Mouiag hegonnen hat. Als Sachwersiändige find drr RavigationSchrrr Oc. Romberg und Kapitän J. C. Meyrr JUZozcgrn.
Die ngen der Vsrunglückten Vom „Straihclyde„ zuxam-
mrngetreténe Leicbeitssbau - Jury “ Hai, laat Tslegrarrim des „W. T. B“ Vom 24. Frbruar, den Wahrsprucb abgrzieben, das; der Kapitän Keyn dcr „Franconia“ dc-r Tödiurig figh schuldig gr- macht babs. Gleichzeitig hat diescibe sich darüber, da[; der Kapitän. obne Hülfe zu leisten, weiter gefahren sei, _und 61091110 ach) iiber daß Verhalten der Bemxnnung des SchlePVsÖissÖ „Palmerston“ mißdilii- gend mißgeiprocbrn. Gegen Kapitän Keyn ist,_ wir dies bei einem auf Tödtung laritrrrden Wahrwruck) jederzeix ge1chi€[)t, ein Hafrdefekxl erlassen w:)rden; gegen eine mit 1000 Pfd. Stärk geleist-„te Biirg- schaft Wurde derselbe indes; auf freiem Fuß belas1en.
Theater.
Königlickoes Opernhaus. Frl. Minnie Hauck, deren Gast- spiel zum 1. April zu Ende geht, wird rnit dem 1. Ofidbsr in den Personalverband der Königlichen Bühne treten. Hr. Oberhause- ist auf fernere drci Jahre mit erhöhten Bezügen eugagirt worden. Frl. Scharwenka, eine Schülerin Eckerts, wird in der nächstc-n Woche 1111 Opernhause debütirrn. Die Aufführung der („“Mich Opw „Der Widerspänstigen Zähmung“ ist bis zur nächsten Saison vcr1chobxn worden. Die Proben zu Wagners „Tristan und Isolde“ nehmen _sdl- chen Fortgang, daß die ersts Aufführung für Mitte März in Aus11cht gexommen Worden ist.
_ Nachdem die Heiserkeit des Hrn. Junker gehoben, sind die Auf“- führurrgen der Vasieurschcn Opereite ,Die Perle der Wä1chermncri im Woitersdorfftheatcr wieder aufgenommvn worden und WM übermorgrn die erste SonniagSauffiihrung dieser Novität stattfmdtzu. In der nächsten Woche wird dieselbe abwechselnd mit den „Lurt- scblössern' das Repertoire bilden, während eine Novität von Manko städt und Weiler: „Unsere Jungen“ in Vorbereitung ist.
Redacteur: F. Prehm.____ _____ Verlag der Expedition (Kessel). Druck W.E15uct.
Jims Beilagen (einschließlich Börseu-Beilage).
Berlin:
' 'UUlikhst entgegen.
M 49.
_ Berlin, Freitag, den 25, Februar Königreich Preußen. M*"
Ministerium er geistlichen, Unterri ts- Medizinal-Angelegenheiten.ck und
In Folge des Beschlusses des Faires der Ab vom 5. Mai U. I;, die Petition dess) ALothekers L?H?ZYUY Berun_, _un_1 Ausbildung yon Krankenpflegern auf Staatskosten der Komg_ltchen Staatergierung mit der Aufforderung zu über; weisen, fur die Heranbildung von Krankenpflegern durch |aat- liche Sudventtonirung dazu geeigneter Anstalten reichlicher als bisher Fursdrge zu 1re_ffe_n,_ habe ich zunächst die zu meinem Rxffdri grhortgen medizinischen und chirurgischen Kliniken der Komglwhen Landes-Umoerfitäten zur Erreichung dieses Zweckes herangezogen.
Es ift_ jxdoch_ in den über Vor Angelegenheit ix_i dieset) Anstalten vo den Direktoren derselben erfordrrten Berichten cme so große Verschiedenheit der Auffassun- gen hirisichtlick) der Annahmebedingungen der Schüler, sowie der Modalrtaten des z_u erthxilenden Unterrichts an den Tag getre- trn, daß da_s m1r_ vorliegende hierauf bezügliche Material zu einer Entsrhlteßung m der Sache nicht geniigend erscheint.
Iiizrmsckgen hatte dW Königliche Regierung zu Düsseldorf ohne diesseitige Y_nregung bereits im März U. I. den Weg ein- geschlagen, dem_m__1hrem Verwaltungsbezirk mzhrfach fühlbar gewordenen Bedurfmß na_ch auSgebildeten Krankenwärtern dadurch zu entsprechen, daß sie die Vorstände der der Provinz und den Komrnunen gehortgen Krankenanstalten durch die Cirkular- Verfiigurig an die Bürgermeister vom 3. März U. I. auf die Wichtigkeit und Ausführbarkeit der in Rede stehenden Idee auf- merksam gerncrcht und dann auch unter dem 19, Iuliv.Is. eine _YextorsdnergA mb__1_1_em Extrablatt zum 33, Stück ihres Amis-
a e, re us: ung eprüter Kranken eer ' betreffend, erlassen hat. g f pfl g und Pflegermnen __ In der Vorausseßung, daß das in Rede stehende Ve- diirfmß arxch in dern dortigen Verwaltungsbezirk an den Tag geireten sem wird, uheriende ich der Köiii51ichen Regierung 2c. h_etgehend zuglenh Abchrlft der Amtsblattverordnung der König- 11che_n Regierung zu Dusseldorf vom 19, Juli r». J. (Anlagea.) sonne auch des vonderselben erforderten Berichts vom 11. Ianuaé d, I. _(Anlage b.)_ uber den (Erfolg, welchen die Bestrebungen zur Forderung einer _unabhängig von geistlichen Orden und Kongregattonen orgamfirten weltlichen Krankenpfiege dort gehabt haben, zur KenntmßnaHme_und mit dem Auftrage, sich darüber auszusprechen, ob_ und mwwfern die im Interesse des angeregten Zweckes dort ergriffenen Maßregeln fich zur Nachachtung weiter
empfehlen dürften. _ ]edock) Folgendes rwch besonders in Be-
Es wird hierbei tracht zu ziehen sein:
Die Ausbildung von Krankenpfiegern in Kreis- und ande-
ren nichr siaatlrchrn Krankenanstalten aus Staatsfonds ist eine Maßregel, deren Koßen im Voraus fich in keiner Weise über- sehen _laffen,__ur_1d deren Zweckmäßigkeit im Verhältniß zu diesen, wenn plannzaßig durchgefuhrt, gewiß nicht unbedeutenden Kosten, Wohl mannigfachen Bedenken unterliegt. Mit Riicksicht hierauf und auf den reellen Vortheil, welcher den auSzubildenden Kranken- pflegern vdransfichtltä) aus der durch die Prüfung erlangten Qualifikation erwächst, erscheint es daher nicht angemessen, den sick) _zum Unterricht Meldenden die Verpflegung und Veköftignug 11: einer Krankenanstalt in jedem Falle kostenfrei zu gewähren oder _ohne Weiteres aus Staatsfonds zu decken. Es wird s1ch vtelm_el)r _empfehlen, die Zulassung derselben -zur Aus- biidung in einer Krankenanstalt an ein mit dem Vor- ßaiide derselben zu vereinbarendes Uebereinkommen zu Fnupfrn, _m welchem ihnen neben den Bestimmungen iiber ihr dienstliches __Verhalten auch die Tragung der Kosten für die Verpflegung wahrend der Lehrzeit nach möglichst biUigen Säßen aufgegebm wird. _ Sollte es der Königlichen Regierung 2c. außerdem gelingen, einzelne Kommunen im Interesse zur Sache, wie dies Seitens der Stadtverordneten in Elberfeld und Crefeld bereits geschehen 1ft, zur Bewrlligung von Freistellen bei ihren Instituten zu be- nJegen, so wurde unbemittelteren Aspiranten hiermit unfehlbar eiiie [ehr erwunschte Unterstüßung zugervendet werden können. Fur die Erwrrkung einer außerordentlichen Beihiilfe aus Staats- Fonds zu dem angsregten Zwecke aber würden dann nur die außxrsteri Falle der Noth zur Berücksichtigung auf besonderen Bericht m _]edem einzelnen Falle vorzubehaléen sein.
Der eingehenden Erwägung der Königlichen Regierung 2c. gebL_1ch endlich L_1_och den am ScHluß des Berichts der Königlichen Regierung zu Duffeidorf vom 11. Januar 11. I. angedeuteten Yorsch1ag,_das Institut der Heilgehülfen zu einer Pflanzschule fur mantiliche Krankenwärter zu erweitern, anheim. Es würde der Ausfuhrung dieses Projekts eventualiter in der Weise näher getreteri werden können, daß die Heildiener mit Bezug “Ui die Mimsterial - Verfügungen vom 15. Oktober 1851 ?_W vom 27._ März 1852 angewiesen würden, in dem
rankerihause, m welchem fie zur Ausübung der kleinen Chirurgie “_USgebtldi-t worden find, nachträglich noch einen etwa Zmonat- ichen Kursus m der praktischen Krankenpflege durchzumachen, Fkt der Maßgabe, daß die hierbei erworbenen Kenntnisse zum __egsnstcmde ihrer Prüfung als Heilgehülfen gemacht werden QW „daß_ das Ergebnis; dieses Theiles der Prüfung in ihrem ualifikgtions-Attefte ebenfalls die geeignete Aufnahme finde. Us diese Weise würde dem Heilgehülfen seine hier- Mk vervollkommnete Ausbildung eine nur geringe fichchkhelaftung gn Verpflegungswsten auferlegen, die er V im Vergleich zur Aussicht auf eine spätere erweiterte r__;érdwendurrg tm Krankendienst gern würde gefaUen lassen, weil)- ____ Adem Publikum, wenn dieses Projekt sich in weiteren Krei- ivo _ nerkennung zu verschaffen im Stande wäre, zu jeder Zeit hgeskhulte und stets in Uebung erhaltene Krankenpfleger
zur Seite stehen würden. zur SDer gutachtlichen Aeußerung der Königlichen Regierung :e, (:ck-? nach den vorangeregten Gesichtspunkten sehe ich bald-
chlägc zur Einleitung der
Berlin, den 14. Februar 1876. Der Minister der geistlichekn 2c. Angelegenheiten. a
desammtltckze Königliche Regierungen Londdrosteien, excl. Regierungs-
Erfte Beilage
Anlage 3. „_, Extra-Beilage 311111 33. Stuck dss Amtsblatts der Königlicher: Regierung zu Düffeldcrf. Vsrordnungen und BekanntmachunZM der Königlicher: _ _ Regierung. Ausbildriug vori gepruften Krankenpflegern und Pflege- rtnneri im Regierungsbezirk Düsseldorf.
_Das pisi_sach hervorgetretcne Verlangen und das wicdirkyolt kon-
statirie_ wirkltche_ Vedüriniß nach einc'r auöreichcuderen und un- abhangig _oxgantfirten öffentlichxn Krankenpflege hat uns vir- an_laßt. dicje Frage in nähere Erwägung zu nehmen und rnit din Vorstagden derjrnigen größeren kommunalen Kranke'n- an_stalten_ des birstgen Bezirkes, in Welchen die Leitung und "Pflege ntcht_ an Mitglie_ker von Orden, Kongregationen oder Kor- porationen ubertragen, wrdern selbständig orgmifirt ist, darüber in?, BMLFUW z_1_i trxltrn._
_ » _«i vo er * ner ermung dcs seilher im Hiefi_en Vr irk in dir offcntlichen Krairkynpftrge sowohl Seitens der MiiZZlii-dcr Zatlwiisciyer Orden undGanssenichasten, wie Seitens der Korporation dér evan- geli1chén Diakdymen und Diakonen Gelristcten könncn wir uns dsr Uebcrzkururig nicht versch1ießeu, daß auf dicscm so weiten, in icinc-n Anforderuiigen unaufhalnam Wachfeiidrn chiete eiiie Weit aligemei- nerrZthhriiigUtzg hrrbcigcfährt rvsrdrn kann, und daß das entschiedene Bcdurfmß vorlic'gt, nebrn den bestehcnden geistlichen Orden, Kongre- gaiiyneu und Korporationen auch den vorhandenen unabhängigen Krastxg auf drm Gebiet der Krankenpflege Gelegenheit zu gebcn, fick) drm 077611711be Wdhle nutzbar zu erweisen, wie dies ja gerade im hléstg_('11 Bezirk _bereits m_ der öfferrtliMn Armrnpflege in so außeror- dentlrckr erfolgrruHer Wenke zur Ausfiihrung gebracht worden ist.
_Die GLYUÖS, warum bistr die Kranksnpstegs fast nur von einer bestiwmien Richkung aus _so eifrige Förderiing erfahren, mögen [)jer ur-crorierr bleiben. That|ach€ ist, daß r*isher im hiesigen Bezirk ducckxgreirxnde Vrrsacde zur Organisaiion einer unabhängigen, becussuzaßxgrn, writiichen Krankrnpfl-ége nicht gemacht worden, dsf; die G.!rgc'nheit sowvhl zizr_ griindlichcn, sachgemäßen Aus- bildung, wre zur berufömaßigen Ausübung der Kranken- pfl-ge _kaum_ _besiand, odrr doä) wenigst€ns großrn Schwierigkeiten und Hindernisten begegnete und daß dadurch ein grwiffcs Vorurtheil geg-rr We'lllichk Krankenpflege ngkckt und genährt wiirde. In nicht Wenigen AlkULiP, Krankcn*,_ Waisenhäuscrn u. dgl. mußte noihgr- driingeix die Leitung und Pskcge an Orden u. dsl. Übergrbrn wcrdrn, weii dix Beschaffung eines arrderr-it vorgediidrton Pflegcpc'rionals nicht moglich_ war. und nur einige der größcrrn städiifchcn Krankrn- u_nd WoHiihattgkeitSanftalten habkn fich ihre Unabhängigkeitrn 563119- lich der Leitung i_md_der Pflege zu betvahren vermocbt. Zur Pflege der_Erkranktén in _1hren Wohnungen (in drn hiesigku volkrcichen Stadien_und__den dicht bevoikerten industrielisn Bezirken ein dringen- des Bsdurfnltx) feHlt (;ck, abgesehen von den Mitglic'dern geistlicher Orban T€., fast ganzlich an einem ausgsbilreten, berufsmäßigen Psiegeperfonal. _ _ _
_Daxzrs dcr ricHiiger Orßanisation an geeigneten Personen zur Herufsmaßigen Aizsiibung der Krankenpflege nicht fehlen wird, dafür [le_gcn sichére Anzeichen vor. Haben fick) dorf) im Hiesigen-Bezirk be- reits seit Jahren zur Pflege der Wöchnerinnen nnd Neugeborencn nothgrdrungen und ganz_aus fick) selbst zahlreiche Wartefraueu heran- gxbildet,_Welche ohne jede besondere Vorbildung und ohne Orga- nisation thre_u1 BerufZ leben, und unter Weichen fich vikle recht tüch- tige_und geeignete Krafte finden; ixianckxe derselben befassen |ck auch Hrretts mr_t Krankenpflexze, und es könnrn nicbt wcnige, obwohl rs 1[)nrn_an_1€dc_r sackygcmafch VVrbiideiß fehlt, sdwolU hinstrdtlich dcr Gcscdicklichkeri und_Zuve_rlasstgkeii, als auci) hinsichtlich der Hingabe und Aufopferungsxawgkeir dcn drstrn Krankerpfsrgcrimien zur Suite gestrÜt_Werden. _ _
Dre_ berufömgßrge_Ausübiing der ö"entlichen Krankenpfiege schri- det fich in den eigentlichen Hospitaldienr und in die sog. ambulante Krank-anflcge, d. H die_ Pflege Erkrankirr in deren Wohnungen."
__ Far de_n _Hosprtaldieust handelt ck sich WTséMÜÖ um Gewinnung xungerer, rustiger Uxid uuvcrhsirathrter Personen, drnen nach gehörigrr Ausbildung und der enisprcchrndxn Leistung-n auch eine angemessene StLÜurg in din zahireich vorhandenen und jährlich neu entstehenden Kranken- und WoHlthäftheiiö-Anstalten sicher ist und denen bei her- vorragcndrr Befabigung die StcÜen als Vorsteher resp. Vorsteherin- nen der_gerraunten Jiistitute in Aussicht stshen. Die Anstalten werden, so- hald iuchtige außgedildeie Kräfte zu erlangen find, nicht säumen, den- 1elb_en rbrnwsrlÉr eme ihren thstungen nnd ihrer Vrraniworxlichkeit eni1prcchcnd€_ tcllurzg zu gewahren, wie dies die grisilicbcn Orden und K9 porathxen fur ihre Mitgliedcr in Anspruch nehmen.
_ Die ambulante_ Krankenpflege erfordert keineswegs, das; die sich der1elben berufsmäßig Widmcndcn ihrer Familie völliZ; entzogen wer- den und sich ganz ausschließlich mit derselben befassen; Hier können au_c1) ver1)eirathete_ und verwitiweia Personen, denen ein Nebenkrwerb wunscbenöwertk) ist und dean häusliche Verhältnisse es gestatten, recht lohnende Verwendung finden.
Von den_ grdßereu Krankenanstalten drs hiesigen Bezirkes, Welche zur _grundlicHen Ausbildung Von Weltlichen Krankenpflegexn und Pflegertnnrn geeignet sind und die dazu erfordrrlichen Einrich- tungen besitzen r,.ksk." zu treTrn in drr Lage find, haben sich die städti- schen Krankenhamer zu („rkfeld Uiid Elberfeld in anerkrnnungs- wertbcster Weise sofort bereit e1klärt, Aspiranten aufzunehmen und für deren_ grundliche Ausbildung in der Krankenpflege Sorge zu irazrxi, Wahrend noch einige andere geeignete Anstalten, sobald deren Einrichtungeir cs gestatten, dem rühmlichcn Beispiel folgm Werden. Ueber die Bedingungen der Aufnahme in den grnanntcn Kranken- anstalten, die_ abzulegende Prüfung 11. dergl. sind in nachsiehrndcm Reglemeni dre nähiren Bestimmungen getroffen.
Andie Verwaltungs- und Medizinalbehörden unseres Bezirks, an die SanitätSkommisfionen, Aerzte und aÜe Diejenigen, welche Interesse für die Sache der Krankenpflege haben und die Berechtigung und das Bedürfniß wie der bürgerlichen Armenpffege, so auch der Weltlichen Krarkenpflege anerkennen, ergeht die Aufforderung, fick) die Förderung der Sache angelegen sein 1: lassen, geeignete Personen darauf aufmerksam zu machen und dieFelken behufs ihrer Ausbildung mit Rail) und That zu unterstützen. Namentlich werden die Armen- vcrwaltungen wohl daran thun, gecigneien Personen ihres Bezirks zur Ausbildung bchülftich zu sein, um sich deren Dienste zur Unterstüxung in der öffentlichen Armenpflege, wie namentlich auch beim Herr chen von Epidemien und der leichen zu sichern. _
Nachdem jest na Lage der Gesetzgrbung neue Niederlassungen geistlicher Orden und Kongregationen nicht mehr gegründet Werden können, werden an bei Errichtung neuer Kra_n_ken- und Wohlthätig- keitsanstaltcn die orftände derselben rechtzeitig geeignete Personen als Vorsteher, Pflegerinnen u. s. w. aufzusuchen und denselben event. zuvor die erforderliche technische Außbildung angedeihen zu lassen
haben. R e g l e m e n_t betreffend die Altabildung geprufter Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen irn Regierungöbezirk Düsseldorf.
ZK Diejenigen. welche sich der Krankenpflege widmen und das ' efähigungSzeugniß als „geprüfte Krankenpfleger res . Pflege- rinneu“ auf Grund die es Reglements erlangen onen, mü en gesuzid urid rüstig, völlig unbes olten und im BefiZ guter Schulkenntnisse s_em, durfen auch in der Regel das Alter von “6-40 Jahren noch nicht
Bezirk Düsseldorf.
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzriger.
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Die Dauer der Ausbildung in einer der von uns namhaft ge- machten Kere-narisiczlten beträgt nicht unter fünf bis sechs Monate. _ . » „.',-ie vorganxxixxe Fcststesimxg dcr z_-.-r Vluxbikrnm .Wir-xder- 11ch2_n YHÜUNLÜUOU crsoizr :uréé “(ext K:rx-.“r*-i'r-"'Z..: §.-§j=riigen Krélses, m Wcl'éhcm die zur Auswildimg gcwähitc Kr,r:ii'cmr;;r.rit 'ich befindet.
Ericrderlick) birrzu find:
1; ein :(zHeburtssMin,
'. ein “ eugniß der Ortsbehörde über S“" '“ fittlichc FÜHUMJ- Un c1cholienheir und gute
3) ein Jmpx- und _Rsvaccinaiions-Zruguiß.
Uébcr d_i_e_ korperlxcire Befähigung und dm Befiß außreichxuder Schuikcnntmnr _ gelanxigrs Lesen, Schreiben und Rcchn€n _ bat L_?)ssder Pkwsikus durch eigene Untersuchung und Pxüiung zu verge-
(rn.
__Fur die Fisisirliurig der Qualifikation und krönenden Zriißmsycs iyt eine Gebühr von sechs
§. 3, Die Anmrldunq zur_Aufnal)me in die Kranksnanstalt er- folgt unikr Boriagx _dés Qualifikationsmteiies bei drin dirigirenden Arzt, Welchrr dry Zkilpunkt drs Eintritts bestimmt und übrrhxupt aU_e_ auf die Ausnahme und Ausbildung bezüglichen Anwrdnung-n zu treffcn bat,
§. 4. Die Aspiranten Wohnen währrnd der der qunksrmnstgli, Erhalten die erforderliche Unterweisung in dér_ Krankenpflrgc, haben sick) nach AnMimiisi an _ der __Pslsge der Kranken und an aÜen dazu _gehorrgen Dienstleistungen, Nachtwachen u. 7". w. zn betheiliqen, und und den Nnordnyngeri der Anstaltsärzté, sowie der angestsllten Voritslxrr _1i. der;,l. punktlich Folge zu leisten, auch die Hauéordnung gewrssrnhait zu 1*_eachisn verpflichtet.
_ Unfrxlgsgmkcii, gr_-;1*e Vorgehen gegen die HauSordnnng u. dergl. haken soiortrgy EntkaUUW zur Folge.
. . Die Vsrgiiiung_f_ür Wohnung und Bekösiigimg wird von de_m Krankenhausvorsmnd seitgesrßt, und wird monatlich 30-40 „ckck nicht uberst_eigen._
In wie 'Mit rinbetxiiitelteren Asyiranien, weiche während der Axsdildun-„x _sich drr Anstaid durch ihre Dienstleistungrn besonders nußlrck) erweijen, e_ine Erixxäßigung brwilligt werden kann, bleibt dem Ermessen des Vornandrs auhcimgestellt.
§. 6. Rgch brrridcirr Ausbildung wird von Llnsialisarzi Zl? Prüfun-z anörraumt.
_Diesrlbé findet in drr Wistalr vor einer aus dcm Köriiglickxen Kreisphysikus und drm Anstaltsarzis dcsichenden Kowmixfion statt und hat yrcix uriter Zugrundelrguyg drs währrnd drr Ausbildung 12e- nußtrrr Lerisqdrris _udcr_ das" gemmmte Gebict der Krankcnpflege zu erstrrcken. Gieichzeitig Ha'bi'n die Cramimmden auch ihre Geschicklich- k€i_t 1_r_1 den erforderlichen Verrichtungcn der kleinen Chirurgie näch- zu ver en.
Die Prüsuanebiihr keträgt für jeden Kommissar neun Mark.
_ §. 7. Am Schluß der Über die Prüfung von dem Kreisphyfikus (i_urzunrixmrnderi und iins einzusendenden Verhandlungen haben die Korrimgmarixn _1[)r Urtheii Über die erlangte BLfälÜgUng abzugebrn, woraus dirijsmgen, Weich? die Prüfung bsstanden, von uns das Be- ia1)_igung_ezeugniß _ais „geprüfter Krankcnpfleger rrsp. Pfic'geriii' er- theilt Wiki) und die Namen im Amtsblatt zur öffei'.llickcn Kenniniß gebracht wirdcii._
Dax- Bcfcihtgixngszcugniß wird in dcr ai1§dkückiichkn Voraus- setzung értHeilt, daß drr Jnhabrr bei Ausübnrg der Krankchirgs fick) mnrrhalbdrr GkMan_ÖLk crrvorbenen Befähigung hält mid sich namxntltcb _mrt drm ssldsiändigrn Kurir-xn von Kranibriikn niihr befaßt. Bex Ueborschrcitung dixier GXLUJM wird rvent. das Vrsähi- JUUJSZEYZWZ 11110 das Recht. 1ich al«3_„grpriift€-r Kranicrwflkgcr rssp, Pflegerin“ brzeiiimen zu diirrcn, gemäß §. 53 Winca 2 der Griverds- Ordnung abcrignnf Werden.
BST _ungknrigendcm Ausfall der Prüfung kaxm kiéscibé crsi nach Ablauf _cixics Moriats wiederholi WLLÖSU.
Z. 8, Dirjsriizzkn, w:;lche iiach erlaiigtcr Bsiädignng sich Uirdrr- zuias1c_ri__iind die ;Krankcnpslege 111 DEU Wohnrmzrn dsr iirkraixktcn be- rUsswqßlg auézuuder; beabsichtigen, haben sich unter Vorzcigung drs Befahigungszzeugriisses dei drr OrtSbehörde und dem Krrisiihyfikus anznmelden.
„Sofern sich ein Bedürfnis; dazu herausstelii, Habrn dis Orts- bxhordsn dahin zit_wnksn, da[; für die Hülfslristunscu der Kranken- pfleger und Pfirgermiicn cin den örtlichen Verhältnissén entsprechender Tarif fest.]estelit wird. _
Z (7). Denjenigcn, welck)? im eigeniiich€n Hoxpikaidiwft vsrdlei- den, wird, sofern die Prüfung eine hirvvrragrndc Befähigung nachgewiesen, behufs weiterer Ausbildung als Verwaiter, Vorsteher u. dergl. thunücbst Gclogrnheii verschafft werden, in der Anstalt selbst odrr ancerrUeitig gegen Bszug einer angcincssensn Remunrration Ver- ivendiwg zu finden.
§. 10. Diejenigen Krankenanstalten des hiesigen Brzirks, Welche zur Ausbildung grcignet sind und sici) zur Aufnahme von Aspiranten nacb vorstehrndem Rrglcmeni [*Mit erklärt Haden, WLUDM im Amis- biatt bekannt gemacht werden.
Zunächst sind vom 1. Septembcr d. I. ab die städtischen Kran- Zenl)_i1_uier zu Crexe'ld und Elberfeld zur Aufnahme von Aspiranten erer.
F. 11. AuönawanLise können auch Personen, welchc in andercp, (116 den yon uns _namhaft gemachten Krankenanstaltm in der Kranken- pflege sich aus;;ebildet haben, zur Liblkgung der Prüfung vor einer Kommifxion des hiesigen Bezirkes zugelassen werden. Die betreffen- den (Gesuche sind an uns zu richten und es muß der Nachweis ge- ffihrt werden, daß die AntragsteÜenden mindestens ein Jahr lang in einer _größercn Krankenanstalt erfolgreick) ihäxig gewesen find. Konigliche Regierung, Abtheilung des Innvrn.
Ausfertigung dés be- Mark zu entrichten.
Aushildimg in Anlertung und
dem dirigircnden
Die .Herren Landräthe werden hiermit beauftragt, die Publizirung vorstehenden Reglements durch die KreiSblätter, sowie das sonstige Bekartniiverden bei den Kreisringcsesscnen in geeigneter Weise zu veranlassen.
Düsseldorf, den 19. Juli 1875.
_ A n l a g e b. _ Betrifft die Ausbildung weltlicher Krankenpfleger und Kranken- ' _ pflegerinncn. _
Ew. Cxccllcnz beehren wir uns in Erlcdigung des 1eiiwärts be- zeichneten Hohrn Erlasies gehorsamst zu berichten, daß in Folge unserer Verordnung, betreffend die Ausbilduiig weltlicher Kranken- pfleger und Krankenpfteßerinnen, vom 19. Juli v. J., deren Ausfüh- rung mit dem 1. September v. J. begomxen hat, in dem städtischen Krankenizause zii Crefeld ein Aspirant und cme_ Aspirantin an genommen worden und die beiden dort krcirten Stellen somit de_fetzt sind. ahingegen ist für das städtische Krankenhaus in Elderfeld, fur welches Seitens des dortigen Stadtraths ebenfalls zwei FreisteÜen kreirt sind, bisher keine Anmeldung erfolgt, wie denn auch in dem“ in Elberfeld seit mehreren Zahrcn bestehenden Hospital drs Vaterländischen Frauenvereins, welcher sich ebenfalls die Ausbildung WwKrankenpflcgcrinnen zur „Aufgabe gestelli hat, bishxran keine Awirantm sich gemeldet hqt, _ Als Grund der bisherigen gerinZenTheilnabmc rverden übereinstim- mend die sehr günstigen Erwerböverh ltnixe angegeben, sodann die Unbe- kanntxchaft des Publikums mitder neuen inricbtung, da dasselbe sich von einer elbständigen, auf Erwerb gerichteten Krankenpflege noch keine rich-
überschritien haben.
tigen Vorstellungen zu bilden vermag und immer nur das Bild drr barm-