1876 / 68 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 Mar 1876 18:00:01 GMT) scan diff

geradx der vollenlschädigie Usbergang der Ba um an das Rei

den emlenen BundeSgenossen härter als sZner Zeit die AUF hebung ihrer Binnenmauthen und Schlagbäume zu Gunsten des Zoiloerems ankdmmen sollte. Auch damals empfanden die Mittel: und Kleinstaaten den Anschluß an das gemeinschaftliche Zolliyftem als eme Sc_h_mälnung ihrer Souveränctät und eine Gefahrdung ihrkr selbitandigen Jinanzgebahrung, bis der nach der Kopfzahl bemeffene_ ]ahrliche und reichliche Antheil an den gememsamxn _ZoUemkünfien fie i], wenig Jahren a11e dtZse Sorgen ganzlich vergessen ließ. In unserm Falle dagegen uzare der durch dix Abtretung der Bahnen an das Reich zu be- fiirchiezide SouvergnetatSverluß der Einzelstaaten eine noch viel eingebildetere_ Große. Denn während die Regierungen auf der eiiien Seite den ihrer Größe und Bedeutung entsprechenden Unthxtl an dex Verrpaltung und Leitung des gesammten Eisen- bahnmßems im Reich erhalten müßten, würde auch auf der aiidern Seite durchaus nichts entgegen stehen, den Einzelstaaten eineii Einfluß auf die Lokalwerwaltung der innerhalb ihres Gebteis gelegenen Yahnen zu belassen, der soweit reichen könnte als eme_ Decentraltjtrung irgend vortheilhaft ift. In finanzieix 1er Beziehung aber [011 das Reick) seine berechtigten Ansprüche auf Leitung des deutjckgen Eisenbahmvesens ohne Verleizung dér cntßehxnden, ebenso berc'chtigten Intereffen, d. 1). durch voile Entichadigiing . der bisherigen Befißer zu verwirklichen suchen. Die Emzelstaaien wiirden damit ihre StaatSsckgulden ganz oder zum allergrößten Theil mit Einem Schlage los und in ihren Budgeis nich? mehr auf so bedenklich wechselnde Ein- tiqhmen angewiesen sem, wie es die Einnahmen aus einzelnen (xisenbabnunternebmungen find, während fie in dem tbatsäch- lichen Befißc und Genuffe der in ihrem Gebiete gelegenen _Bahnen , unter Gargntis einer volkßwwihschaftlick] guten und ihrxm Einfluffe zu;;anglickgen Verwaltung bleiben würden. Die Prwaibahiien dagxgen würden aus ihrer zum Theil kläglichen Lage befreit'und disAktionäre gegen den jeßigen Zustand ent- scbiedeii gewmnen, die Tariferhöhung würde fallen können und fur die gesammte deutsche Volköwirthsckzast eine neue Periode

des Sti'afgescizbuchs fiir das Deutsche Reick“) find“. (Erkenntnis; des Ober-Tribunals vom 17. Februar 1876.)

_ Der General-Lieutenant Friedrich Wilhelm Prinz zu Hohenlohe-Ingelfingen, General-Adjutant Sr. Ma- jeßät des Kaisers und Königs, ist hier eingetroffen. _ Der General - Major von Kloeden, Inipecteur der Infanterieschulen, welcher fick) vor einiger Zeit auf Dienstreisen begeben hatte, ist hierher zurückgekehrt. _ S. M. S. „Medusa“ ist am 16. d.Mts. von Lisa- bon nach Lagos in See gegangen.

S. M. S. ,Vineta' hat am 9. Januar er. die Rhede von Montevideo verlaffen und ankerte am 26. deff. Mis. bei Punta arenas. An Bord Alles wohl.

_ Laut amilicher Anzeige können die Häfen von San Sebaftian und Pasages an der Nordküste von Spanien vondSchiffen deutscher Flagge jeßt wieder ohne Gefahr besucht wer en.

' Sigmaringen, 15. März. Nachträglich berichtet der „Schwäb. Merkur“, daß die Feier des 100jährigen Geburts- tages der Königin Luis e über das bereits miigetheilte Pro- gramm hinaus erweitert wurde, indem Ihre Königliche Hoheit die Fürstin sämmtliche schulpflichtige Mädchen der Stadt (gegen 300) im Ahnensaal des Schlosses um fich versammelte, WO fie bewirthet und mit einer Lebensveschreibung der Königin beschenkt wurden. Der Feier im deutschen Verein wohnte auch Se. Hoheit der Erbprinz bei und Wurde die Festrede des Superintendenten Nißstk) von den zahlreich erschienenen Vereinsmitgliedern und Gästen in gespannter Aufmerksamkeit angehört und mit reich- lichem Beifall belohnt. Morgen reift Se. Hoheit nach Berlin, um bei dem bevorstehenden Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers die Glückwünsche des schwäbischen Zweiges des Hauses Hohen- zollern persönlich zu überbringen.

Bayern. München, 16. März. Die „Aksg. Ztg.“ schreibt:

ßeuerkapiial der evangelischen KircheiisieU-xr i t“ n d 9 für das Jahr 1876. M ck) ige es „andes

Sachsen = Weimar : Eisenach. Weimar, 15. Mär (Th. C.) Der Landtag genehmigte gestern die Anträqe seinczs Ausschusses in Bezug auf die Anlegung der dem Größherzog- thum aus der französischen Kriegsentsckzädigung ge- zahlten _Summe resp. auf Niederlegung von Vaarvorräthen und Urbkrsckzuffen aus der Haupt-Staaiskaffe neben der Weimarischen Bank auch in der Reichsbank. Aus den von der Regicrung gsmacbien Mittheilungen ging Übrigens hervor. daß diese bis jetzt ohne Erfolg eine Gesckiäftsverbindung mit den Filialen der Reichs- ba'nk m_Erfurt und Leipzig angestrebt habe und fich jehi an das Direktorium der Reichsbank gewendet habe. Die Dauer der Landtagsseifion dürfte ßck) auf den Monat März erftrecksn, da FFszahlreiche Vorlagen fich im Stadium der Ausschußberathung

en.

" Italien. Rom, 14. März. k?!11-.;.Zig) Heute feixrt der Konig Victor Emanuel seinkn 56. und der Krdxiprinz Humbert seinen 33. Geburtstag. Dieser Tag wird in ailon Gaxnisonen Italiens durch Rovuen gefeiert. Hier nahm fie der Prinz Humbert, gefolgt von einem glänzenden GeNeralftWe, auf dem Marsfelde bei Ponte Molle ab. Im AUSivärtigcn Amt fand geftern Abends dem heutigen Tage ;u Ehren ein diplomatische?- Bankett siait. Dei“ deutsche Botschafter von KeudeU brachte den Tbast ails den Konig und den Kronprinzen aus. Der Minister VisconttZVenoßa entgegnete darauf mit einem Toast auf alle mit Italien “befreundeten Fürstcn und Völker. _ Dem Kardinal- Erzbischof ck. “Marc ift nacb Rennes aus dem Vatikan die Frage telegxsphirt worden, ob er im Stande sei, die Reise nach YYYJYUIFZMÉ JYYMHWFÜUL wird mii dem Konsisto-

_ ewa e, im erneinun s 011 s " nachsten Montag abzehalten werden. g f 6 WG! MMW? am

"_ _ Nach der bersits erwähnten, in der ““er 6 ' : dyeniltchtxii „Konvention, betreffend 0311 LUTZ???) Zech suditalixni1che11 Bahnen Seitens der Staatsrcqie- rung, iritt „laut Art. 1 der Konvention die Gesellschaft “dem Staate alle tbre Rechte und Verpflichtungen, Lasten Und Ser- 1211111611 26. ab;. desg[eich]sn sämmtiiche UOUMÖLTOU (IDW noch im Bau begriffenen Strecken, das Bctriebsmxteiial die . VJHUHOWÜUWJM, Wärterhäiiskr, Telegraphenlinisn 11. “1“ ii; uninittelbaren Die Gasellscbaft zedirt ferner alle anderweiiiqcn Mobi; [wn und- Immobilien, Privilegien und diniz1ichsn Rsckzte Robmgiermlién, Magazinvorräibe, WcrkzsUgc imd Müsibinen, sOWiL ihre Archive, Rechmmg-Zbücher und sonstigm Tokimicme, letiziexes unteb dem Vorbehalt, daß die chiciung auf 5 8-3th verpfliclziet bleibt, dcn friiheren Verwaltungsorganen dsr Gisell- schaft auf L?sxlaiigsn Kopien von jedem Tdknme'nte zu verab- folgsn., Siiiließliii) tritt dic Gesellschaft auch ihre sämmtlichen Kapitalten m baar mit den Aktien Und sotiftigcn 'Wertbxixcln der Yegicrung ab. n Art. 2 garantirt die GeseUscba't, da die ein 21

Posten der Bilanz pro 1875 dem bereits-7 aufgeßchxllten AHF?

während der Abg.

änderte Genehmigung der beiden Titel, Gehälter auf

Schellwiß die Erhöhung der betreffenden 3000 bis 4800 „ck beziehungsweise auf 3000 bis 4500 «ck den Petitionen der genannten Beamten ent- sprechend befürwortete. Bezüglich dieser Petitionen stellte die Budgetkommisfion den Antrag, dieselben der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen, mit der Anheimgabe, diejenigen Spezialkommiffarien, welehe fich mit der gemäß dem Geseße vom 24. Jimi 1875 neu geregelten Gehaltsfixirung nicht zufrieden erklärten, in a11en ihren Beziehungen bei den alten Verhältnissen zu belaffen. Dagegen beantragte der Abg.Kiefchke den Uebergang zur Tagesordnung, welche auch die Regierungsvertreter, be- besonders der Gehsime Ober-Finanz=Rath Röigkr, mit Hinweis darauf empfahlen, daß die Fixation der Gehälter der definitiv angestc-[lten Spezialkommiffarien nach Maßgabe der Gkhaltssäße für Richter, sowie für Regierungs-Affefforen und Regierungs-Räthe in der Weise erfolge, daß dieselben von 2400 „46 resp. 2100 «FH in Stufen von je 300 «17: bis zu 4500 415 resp. 4200.10 aufsteigen. Nachdem noch die Abgg. Schröder (Lippstadt) _ für den An- trag Schelltviß _ Kieschke im Sinne seines Antrages und 01“. Seelig als Beiichterstatter für die Anträge der Kommission ge- iprochen, wurden die Titel unter Ablehnung sämmtlicber in den Petitionen enthaltenen Anträge unverändert genehmigt.

Jm Ordinarium des Etats der Allgemeinen Finanz- verwaltung find im Kap. 62 die Bewilligung von 10,000 «10 „als Beihülfe für die Stadt Elbing zur Ver- zinsung und Tilgung der ftädtiscben Kriegsschuld beantragt. Nach einer kurzen Debatte, an welcher die Abgg. Wiffelink, Schröder (Königsberg), Rbstek sowie, der Geheime Ober-Finanz: Rath Rbtgcr Theil nahmen, wurde nach dem Antrags der Budgeikommisfion die Pofition genehmigt. Die Etats des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses wurden ohne Debatte angenommen.

Die Berathung des Budgets war hiermit beendet. Nachdem das Haus sodann ohne Diskussion das Etats- ges ey erledigt hatte, wurde die Sißung um 111 Uhr geschlossen.

Yiehtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 18. März. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute die Meldung des Prinzen Friedrich Wilhelm zu Hohenlohe entgegen und ließen Sick] von dcm Vize-Präfidemen des Staats=Minifteriums, Finanz:Minifter Camphausen, Vorirag halten, Nack; den militärischen Meldun- gsn hörten Se. Majestät die Vorträge des Militäikabinets und demnäckzft des Geheimen Civilkabineis.

_ Ihre Majestät die Kaiserin-Kbnigin empfing heizte den Besuch Sr. Hoheit dss Erbprinzcn und Ihrer König- 1ichen Hoheit der Erbprinzesfin von Hohenzollern.

_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz begab Sich gestern Vormittags 11 Uhr zur Sckznepfenjagd nacb dcm Jorftrevicr Spandau und kehrte Nack)- mittags 4.1Uhr wieder hierher zurück. Um 42 Ubr empfing H'dchstderselbe den Ober=BürgerMeifter Koch aus Leipzig. Abends 9 Uhr begrüßte Se. Kaiserliche Hoheit dxr Kronprinz Se. Hoheit de:: Erbprinzen und Ihre Königliche Hoheit die Erbprinzesfin von Hohenzoüern nach deren Ankunft im Königlichen Schlosse.

Oesterreich-Ungaru. Wien, 17. März. Tas Reichs- geseßblgtt veröffentlicht das GescH vom 8. März 1876, wo- durch einige Bestimmungen der Verordiiimg vom 6. Apri[ 1856 dann der Geseye vom 13. Dezember 1862 und vom 29. Je- bruar_ 1864 Über die Stempel- und G e b u h r e n angändert werden.

_ Der Laibacher Fürstbischof Pogatsckxar ist im Land- tqge Zrschietieii und bat die Angelobung geleistsi. Die beiden medcroßerreichischen Bischöfy haben das Erscheinen im Landtage abgelehnt.

_ Der böhmische Landtag Erklärte am 15. d.M.nack) erregter Debatte die am 18. März, 0. I. im Städtcmahlbezirke S1:3lan=Laun=RakoniH-Welwarn staiigebabie Abgeordnkteiiwahl, bei Wklch)_6r der altczechische Kandidat 131". Milde 63 Siimmen niehr erbieii, als'der jUngczechische Kandidat 1)r. Iulius Gréar, fur nngultig, weil feftgeftellt ist, daß die Siimmzettsl und Legi-

- ZU dem bevorstehenden Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers 11111) Königs werden am hiesigen Allerhöchsten Hofe, außer den berriis crwähnicn “Fürstlichen Herrsckzasten, noch erwartet: am 19. März Se. Königliche Hoheit der Landgraf Friedrich von Hessen; am 20.: Se. Hoheit dcr Herzog von Sachsen:Meiningen, Se. Durchlaucht der Fürst und Ihre Groß- herzogiicbe Hobeit die Fürßin zur Lippe, Ihre Durchlaucbten dcr Exbprinz und die Erbprinzcsfin von Schwarzburg - Sonders- haiisen; am 21. d. M.: Sc. Durchlaucht der Fürst Rein") (i(tcre Linie. Außerdem wird dem Eintreffen Sr. Großherzog-

lichen Hoheit des Prinzen Ludwig von Hessen entgegengesehcn.

_ In der gestrigen Abendsiizung des Hauses der Abgeordneten, welcher am Ministeriiscbe dis StaaW-Minister 1)r. Achenbach und 1)r. Friedenthal mii mehreren Regierungs- konimiffarien beiwohnten, stand auf der Tagesordnung die zmsitc Berathung der an die Budgetkommission verwic- seneii Theile des Etats, darunter zunächst das Kap. 99 dss Etats dcs Ministk'xiums des Innern: Land gensd' armerie.

Bezüglick) der Besoldung des Adjutanten und der 44 Distrikts Offiziere ist die neue Bestimmung hinzugefügt: und zwar :1. 15 Siellen Ti 5100 411: mit der Charge eines Majors, b. 15 Stellen 0. 4050 (M mit der Charge eines Hauptmanns 1. Kiaffe, €. 15 Sieben ck 3000 „17. mit der Charge einer.": Hauptmamis 11. Klasse.

Die Kommission beantragte:

1) bei dieism Tiiel im Tsxie die Worte von „und zivar“ bis „giiies Haupimanns 11. Klasse“ zu streichen; 2) im Uebrigcn Tiiei 1 Kapiiei 99 zu bewilligen; 3) bis Königliche Staatsregii'rung zur apderw-ziicn Ordnung der Peniionsvcrbältnisse dcr Gensd'aimcric- Oéfizisre im Wegs der Gsseizgebung aufzufordern.

Nachdem der Regierungs-Kommiffar den Standpunkt der Regierung moiiviri hatte, empfahl Abg. 131", Hammacbcr dLU Antrag zu 3 der Kommisfionsvorsthläge, während der Ge- heime Ober-Jinanz-Rail) Hofmann für die unwiränderte An- nahme der Etaipofition eintrat. Der Abg. v. Benda meinie, daß mbglickger Weise die Budgeikommisfion zu anderen Bescblüs- “seil gekommen wäre, wsxm die heute Seitens dsr Regierungs- Kommiffarien abgegebenen Erklärungen schon in der Kommission e:?olgi wären.

Nachdem der Refersni Abg. Kieschke die Aniräge der Bud- geikommisfion nochmals zur Annahme empfohlen hatte, wnrden die Anträge der Budgeikommisfion angenommen.

Aus dem Eiat für Handel, Gewerbe und Bauwesen war der Titel 2 des Kapiiels 66 der Kommission überwiesen worden. Diese beantragte, statt der dort vorgeschlagencii „212 Baiiinspektoren“ zu seizen: „208 Bauinspektoren“, statt „285 Kikisz Land- 2c. Baumeister“ zu seizen: „289 Kreis-, Land: xc. Baumeister“ und demgemäß stati 1468194416111"; zu bewiÜigen 1,465,794 „46.

Der Berichterstatter Nbg. 131“. Wehrenpfennig begründete den Aiiirag miiHinweis auf die bevorstehendeNeuregelung der ganzen

Organisation des Bauwesens, die es nicht angezeigt erscheinen kaffe,

_ In der heutigeii (30.) Sißung des Hauses der Abgeord- iicien, Graf zu EUlenburg und dar Minister der geistlichen :c, Ange- legenheiten 1)r. Falk mit mehreren Konimiffarien beiwobiiten, er- bat der Präsident die Ermächtigung des Hauses, Sr. Ma- jestät dem Könige zu Seinem bevorstehenden Geburtstage die Glückwünsche des Hauses wurde eriheilt.

Nach einigen Bemerkungen der Nbgg. Frhr. v. Schorlemer- Aist, Windthorft (Bielefekd) und Windthorst (Meppen) vor der Tagesordnung, in Betreff der vom Kultus-Ministerium empfoh- lenen Iugendscßrift „8111101101115 81109110155111108“ fragte der Prä- sident, ob die InterpeUaiion des Abg. Frhrn. v. Heereman von der Regierung beantwortet werden würde. 1)» Falk erwidsrte, daß die Bestbwcrdc der botbeiligtcn Privat- personen an den Ober-Präfidcxiien von Westfalen zur Berichi- Erstatimig iibsrwiejcn sci. ligten Ministsr Beschluß ngaßi hätten, worde cr dsm Prä11- dsntcn den Termin zur Beaniwortung deZJnterpEÜaiion an- 019811. ?olgic dis erste Beratbung dcr Städteordnung, und ergxin zunächst das Wort gegen die Vorlage der Abg. Miqu-sl, denen Vortrag bei Schluß des Blattes Nock) fortdanorie.

_ Der Beamte trat heute im Gebäude des Kammergerichts zu eiiier

Sißung zusammen.

_ Dic Einnabmen des Dcniicbcn Reich an 3151100 und gcnt€i111chaft1icb€n VCTÖL'UUÖZstLUETU haben fiir die Zkik vom 1. Jamiar bis zum Sckyluffs des Monats Februar 1876 (im Verglsicb mii dkmiclbcn Zsiiramn ch VorjabrÖ») be- traien: stLLZLL" 131341388016 (+ 4,773,275 415), Salzsteuer 5,290,043 «M (_ 153,775 4-16), Tabaksstcuer Braimiwcinstcucr 7,952,951 «16 (_ 332,978 0167), Uebergangs- abcn von Braiiiitwein 21,980 „16 (+ 3,714 916), Brausteuer 3818757 (16. (+ 108,071 4-16), Uebergangsabgabsn von Bier 151,756 «16. (+ (+ 4.311,995 .iä).

welcher am Ministeriiscbe der Minister des Innern

darzubringen. Die Ermächtigung

Der Staais-Minister Sobald di€sc erfolgt und die beibei-

Damii War dieser Gegenstand fiir chte criedigt. (ZZ

Disziplinarhof für nichtrickzterlicb-x

Zölle 18,217,576 „16 (_ 147,687 «FH), Rübcnzuckcr-

Simimc 48,759,703 (17:

11,843 0177) ,

_ In den deutschen Münzstätten find bis zum

In der neueften Nummer der „Donau-Zeitung“ wird mit dan- kenSweriher Offeiibeit erklärt: „Auf patriotischer Seite ist man gleichfaüs entschlossen, nur auf eine WahlkreiSeintheilung einzugehen, durch welche der eigenen Partei eine gewisse, wenn ach) nur schwache Mehrheit absolut gesichert erscheint.“ Es hand elt sich demnach nicht so eigentlich um ein neues Wablgeseß, sondern in der Hauptsache um die Sicherstellung einer gewissen, wenn auch schwacben ultramontanen Mehrheit, und dazu sollen, nach dem guten Rath, welchen Hr. Abg. Jörg den Liberalen ertheiste, auch diese mitwirken, Uebrigens soUen, wie in dem Blatt weiter bemerkt wird, „Viele glauben, dies von dem Jörgschen Elaborat nicht einmal mii Sicherheit erwarten zu können. Eine politische Partei aber, welche troß aller Zirkeleien im letzten Sommer die Mehrheit unter den un- günstigstsn Verhältnissen erkämpft bat und dieselbe aus dem Grunde preisgeben wollte, um nur einmal, und zwar 310111; prix fiir die Wahlen auf geseylichen Boden zu kommen, würde an fick; einen Selbstmord begehen.“ Wir wollen hoffen, daß es zu einem solchen Verbrechen nicht kommen wird, weder auf der rechten, noch auf der linken Seite unserer Abgeord- netenkammer, und uns da lieber noch weiter mit dem Wahl- geseß von 1848 behelfen, so groß auch dessen Mängel sind. _ Hr. SiiftSpropst Dr. U. Döllinger und ebenso Hr. Professor Friedrich waren bisher alljährlich in dem Schematismus fiir die Erzdiözes e München aufgeführt, und zwar der leistete mit dem Beifügen, daß er exkommimiziri sei; in dem dieser Tage erschienenen Schematismus für 1876 sind die beiden Namen ()inweggelaffen, beziehungSweise an der Siebe „Stifts- propst des Königlichen KoÜegiaistifts“ cin Strich angebracht, imd sobin die StcÜe als erledigt erachter. Hr. v. Dbilinger ist aber faktisch der von Sr. Majestät dem König ernannte Siifts- propst nach wie vor und bezieht als solcher auch den betreffen-

den Gehalt. . Die nächste Kammersißung Wird

_ (Südd. Pr.) nicht vor Montag stattfinden. Zahlreiche Abgeordnete haben

fich in ihre Heimatk) begeben, um an den LandrathSwahlen fich zu betheiligen. Der Jinanzaussckguß wird am Sonnabend Zint dem Etat des Ministeriums des Innern beginnen. _ Pr1n_z Leopold mit seiner Gemahlin, der Erzherzogin Gisxla und sei- ner Schwester, der Prinzessin Therese, wird Ende diesxr Woche Lissabon verlassen und sich, da den hohen Reisenden eme noch-

; _welche uns an natürlichen Hülfsmiiteln zum Theil bedxutend

ungeahnter Entwicklung und gewalii en Auf wun ?- erein- breochen.“ „Es klingt vielleicht kühn? so vielsckZn we?:sprxchen“ 111-ewt em izngenannier Fachmann in einer jüngst erschienenen, 60chst lehrritchen' kleinen Schrift (Tariferhöhung oder Reichs; eiienbahiiens „Emo volkswirihsthafiliche Studie von einem Fach- uiann. Beilm, Guitentag), ,aber man kann die Voribeile emxr dergrttgeanaJregel kaum hoch gxnug anschlagen. Nach Meiner fe1ten [Jederzeugung werden wir durch die rasche und ge- Fchickte Diirclzfiibrimg der Vereinigung der deutschen Eisenbäbrien m denjHanden des Reiches cs errxichen, auch wirihsthastlich den beiden großen Nachbarstaaten, Frankreich imd Etigland,

Übkrireffen, uns ebenbürtig an die Seite u teilen. Mit der Entwickelung des Eisenbahnwesens hängt diezgesximmte Entwicke- lung der modernen VolkSwirthschast so innig zusammen, daß das'ganze Volk,'melches bier voransckzreitet, welches hier die richtigeri Wege einsxhlagt, der gejundcn und raschen Entwicke- lung seitier Volksw1xilyschaft sicher ist, während umgekehrt eine falsche Eisenbahnpolitik die schiimmsten Folgen in dieser Rick)- Tung haben MUß.“_ Man hat zwar allerdings in der [eß- ten 381013011 verschiedenen Seiten her gefragt, warum man gerade in Deubichland auf Konzsnirimng der Eisenbahnen in der HÜ'UÖ d'cs Staatxs, d. 1). des Reiches dringen WOÜL, wäh- rend die wx_rihschaf.lich hochentwickelten Nachbarstaaten England und Fraykreich daban _gar Nie gedacht hätten. Ailein diese Behaup- tung,"th hguptsackzlich von Bbhmert und Unruh betont wor- dxrt, Ut m_ diesem Sinne gar nicht richtig. Gerade in England, diesem klaifisckzen Lande der vielgepriesencn freien Konkurrenz, koinmt man mehr und mehr zu der Ueberzeugung, daß ein Ruckkauf der thnen durch den Staat auf die Dauer nicht zu umgeben sem „wird. Allerdings hat das Parlament sicb geweigert, 1031 schon den Rückkauf der Eisen- bahnen 'zu beschließen, aber die Frage ist im Fluß und ivird vor. ihrex Eriedigung nicht wieder von der Tbgesordnuxig'vexsthwmden Ganz ähnliche Bewegungen sehe.. wir gegenwariig in Italien und Oesterreich, während in Frank- reich, wo das Eisxiibahnmonopol unter 6 große Eisenbahnge- seUschaften vertheili ist, alle französischen Bahnen nach 90 Jahren ihres Bestxhens kofienlos an den Staat fallen miiffen und dem- gxmaß Wit Anfang des nächsten Jahrhunderts sämmtlich fran- zosisches Staatsägentbum geworden find. S0 weisen uns also gerade die Erfahrungen der in der Eisenbahnentwickelung so

tirxiaiionsk'arten den Wählerinnen nicht zugeschicki, vielmehr im Burgsrmeisteramt zurückgehalten find.

, Pest, 16. März. Das Abgeordnctenbaus erledigte die Dienstbotenordnung ohne wesentliche Acndermig.

. Das Obe rhaus votirte den Steuer-Manipnkaiions:Entwurf, die „Porlage über das Arrangement der Cisenbabnsn, dcn Sapttats-Éeseyentmurf, die vom Abgeordnetenhauie jiinqft voiirten „Vietnalbahn-Vorlagen, den Rcchmmgsabschluß für die Sicherheiisimslagen und den schweizer Staatsvertrag.

_ _ 4/18 Sch1ußrechnungs-Komniission beschloß, nach eingehender Diskusfion vor dem Plenum bczüglicki des Kimd- stben Grundes sowohl wie auch wegen der 30-Mi11ionen-Anleihe em Absoluiorium zu beantragen.

Schweiz. Berit, 13. März. Heute beschloß der Stände- rath,'gleich dem Nationalrath, der seine Beratwmg erst mor- gxn Wieder auinehmen wird, auf das Kultusstenerges eH vor- lgufig nicht einzutreten. _ Im Kanton Solothurn hat die? liberale Partei bei der gestrigen Neuwahl des Kantonraihs gesiegi. Im Ganzen wurden 105 liberale gegen 9 ultramontane Mitglieder gewählt.

, Großbritannien_und Irland. London, 16. März. Die „Engi. Eor'r.“ schreibt“: Nachdem der Krisgs-Minifter wie der Marme-thster mit ansehnlichen Erhöhungen ihres Bydgets vor das Parlament getreten find und auch die ver- schiedeiien Abtheilungen des Civildienstes Mehrausgaben erfor- dern, 1st_es die SJche des Finanz-Ministers, für diese gesteigertkn Yedurfmffe'dte nothige Deckung zn findeu. Troizdem nun aber die Stqatsxinnahmen, so weit sich jeizt schon absehen läßt, am 1. Ap'ril emen beträchtlichen Uebersckzuß über die Voranscizläge anweiseii werden, so kormte doch die mißliche Geschäftslage nicht ohne Wirkung quf di? «ZUflüffe der Schatzkammer bieiben, und die außerordenilixkge Steigeiungs'kraft der Einnahmen in früheren beffe'r-cn Jahren laßt sich nicht mehr wahrnebmc'n. Es muß deshalb zu einem Stetterzuschlag gegriffen werden, und dem Vernehmen nach gedenkt Sil: Stafford N0rthco:e eine Erhöhung der Ginko mmen- steuxr um einen Penny vom Pfund in Vorick)lag zU bringen. _ Englisckze Blatter veröffentlichen eine Mittheilung der hiesigen turkischen Botschaft, in der die Angabe, als sei zwischsn dem_Gr0ßvezir und Herrn Hamond, dcr sick] als Abgsordncter englischer Gläubiger der Türkei in Konstantinopel befand, eiiie

matiostams entsprechen und daß der Rcinertra der Bilan ' 1875, nach Abziig der statuienmäßigen Abscheibmigen, JUZ)? untsr 3,T_)23,-111,_x„ wie im vorhergehenden Jahrs, bciragsn wirds. Der Bcrivaltiiiigsrath schreitet ' in Gsmxinscbaft mii den ml 1100 delegirtcn Regierungskommiffarien zur Vor- nahme der _Endr(g11[ir11ng, dercn Resukat dsr Regierimg vochlcgi wrxd. Diese hat fick) binnen Mdimtsfrist dariiber zu crklarkn, ob 11? das Rssultai acceptiri oder noch *.)[iicsstsixnnqen zii niacixn gedenkt. 'Im lexztcren Falle ivikd ein Sckiicdsgcrickzt 118171111311, das, aus emem Verirster der Regierung, cinem Ver- xrsier der GZsYUsckzast und einem von beiden gcwäblfen Miigliede b2]t«l]end, icmsn _Spru-i) binnen Monatsfrist zii fiillen bat, Gaben den Eiixsckzeid dcs Scisechgerickzies ist feirte Appellation geitatiet.

In Art. .Z_iibernimmt die Negiernng vom 1. Januar 1876 ab die Bcrzimung und Amortisation der “Obiigaxionsn und Scha§scheine_ der GcseUscknxft, und tauscht vom 1, Januar 1876 an die _m Zirkniaiion befindlichen 199,340 Aktien der GcssUstbast gegßn 5pr0,zentige konsolidirte Rente um, derart, daß für jede 211118 25 Lire iii konsolidirter Rente gezahkt werden.

d n Yk?) 9 sexi ZLftd daß die RegixTrung am 1. Juli 1876 von

e ei nen un em on ien 'icentbu: R "

Befib ergreift. f stg 3 , ne ier Geicllschast

Art. 10 unterstellt den Betrieb ou. Arbeits-Ministerium.

. In Ari. 11" vsrpfiichtct fick) die chicrung, obne sicb int (_Fiiizelnsn die „Hande binden zii woilen, zur Uebernahme des ge- ]aiximieii DiMstprrsoimch der GeseÜschaft, und Übernimmt zit- glcick; dic POUfionS- und Hiilfskaffen in ihren Betrieb.

Art. 12 bestimmt, daß Streitfälle bei Aiisfiihrunq dcr vdr-

ftebxnden Konvention den gewöhnlichen Gerichtcn bébiifs Ab- uriheilung ngemiesen Werdcn sdilen. Der Sch1Ußariikel 15 macht die Gültigkeit des Vsrtragcs 0011 ÖL!) borbargchendcn Genehmigung dUrck) diLGLULMW-OrsalUm- lung abbaiigig und bestimmt, daß alle sein? Rechtswirkungen vom 1. Jaiiiiar 1876 cm in Kkaft treten.

Rußland und Polen. St. Petersbxirg, 15. März. Vom Mari::e-Miniftcriiims0111iach der „N. W.“ die Be- iirlanbung der Offizicre zUUi Privaidicnst auf Kanffakxtei- sch1ff811 fiir die nächste Zeit nicht mehr gestattet werdeii, da fiel; ein 5111021991 an Oberdffizieren bemerkbar gemacht Und der zeit-

der Bahnlinien dcm

malige Fahrt auf dem Meere zu beschwerlich ist, nicht nach den canarischen Inseln, wie beabsichtigt war, sondern nach Madrid begeben, wo fie bis Mitte April zu verweilen gedenken. _ De'r Großherzog Ferdinand von Toskana ist vorgsstern mit seiner Gemahlin von Sakzburg bier eingetroffen und gestern nach Lindau weitergereist.

Württemberg. Stuttgart, 17. März. Der„Schwäb. Merk.“ vom 16. d. Mis. enthält eine längere Betrachtung übe; die Eisenbahnfi'age, in welcher Nach einem Rückblick auf die Bedenken, welcbe s. 3. die Begründung des Zoilvereins gefun- den, u. A. gesagt wird: '

. . . . „Es wäreUnrccbt, Jedem, der den Erwerb deutscher Eisenbahnen für das Reick) vom wirihstbaftlicben Gesichts- punkte aus zu bekämpfen unternimmt, sofort den Vorwurf der Reichsfeindfcbast entgegenzusckzleudern. Ist es doch bei eiiier Rx- form“ von so ungeheurer Tragweite vor allem Andem nothwexidig und wünschen6werth, daß gerade die wirthschaftliche Seite dieser Frage unbefangen und objektiv studiri und erörtert werde. Reibek- tablcn Nationalökonomen wie Böhmert, Unruh u. A. gegenüber reichi es nicht aus, immer nur auf die politischen Vortheile des 5YZro- jektes zu pochcn, ihre Gründe wollen vielmehr sachlich und oko- ** nomisck; in jedem einzxinen Pimkie widerlegt Werden, Auf dex anderen Seite dagegen isi es ebenso gewiß, daß weitaus die meisten aUer Gegner nicht aus witthftbaftlichen Bedenken gegen die Eisenbahnpolitik des Fürsten Bismarck? zu Felde ziehen. Mit dem Scharfblicke des Hasses erkannten fie vielmehr gerade in dieser Politik einen neuen mächtigen He- bel des ökonomischen Aufschwunges der Nation, dem fie faß instinktmäßig von vornherein entgegenarbeiten mußten._ Dek rein partikulare Widerstand tritt in dieser Frage m den Vordergrund. Wessen man sich von ihm zu versehezi hatie, war Niemandem unbekannt. Es unrecht, dem Reichskanz- [er mit der Behauptung einm Vorwurf zu mache'n, daß durch die Reichseisenbahnfrage der halberstorbene Partikularis- mus unnöthigerweise gereizt und zu Zieuem Leben erweckt wor- den sei. Dies Element war durch die Ausrichtung des neuen Reichs nicht gebrochen, sondern nur gebeugt .und augen- blicklich zurückgedrängt worden ..... _ Uebrigens “math,“ die in Rede stehende Eisenbabnreform höchstens der emgebll- deten Krankhcit des pariifularen Wahnes, nicht aber dk" berechtigten Intercffen der Einzelstaaten selbst, irgend em nam- haftes Opfer zu. Es ist wenigstens nicht einzusehen, warum

11. März 1876 geprägt: an Goldmünzen: 1,043,099,340 ck16 Doppelkronen, 313,041,880 „17: Kronen; Hiervon Mf Privat- rechnu11g: 134231843 „10; (m Silbermünzsn: 32,319,475 «il: H-Marksiiicke, 120989255 510 1-Marfftücke, 18,402,422 «16 50 („Z 50-Pfennigftiicke, 21,407,073 01-6 60 chZ 20-Pfennigstiicke; an Nickelmünzen: 14591362 „46 _ 43 10-Pfennigstiicke, 8,523,149 „% 55 ,:Z b-Pfennigftücke; an Kapiermünzen: 5,128,977 FH _ -:Z 2-Pfennigftücke; 2,762,880 61016 „H 1-Pfennigstücke. Gesammiausprägung: cm Goldmünzin: 1,356,141,220 «172; an Silbermünzen: 193,118,226 010 10 J; an Nickelmünzen: 23,114,511 016 55 J; an Kupfermiinzsn: 7,891,857 «FH 16 „cz.

_ Der Minister der geistlicben ic. Angelegen- bciien hat in einem Spezialfail cin Provinzial-Schulkollegium darauf aufmerksam gemacht, daß die Mittheilung 211161? prin- zipielle Fragen betreffenden Spezial=Verfügung des Ministers für die Behörde, welchcr letztere zur Kenntniß- nahme Übermittelt wird, in jedem Faile die Bedeumng einer allgemeinen iiormativen Instruktion bat, deren Grundsäße nach Maßgabe der individueUen Verhältniss gleichmäßig zur Anwen- dung zu bringen find.

_ Zur Erbrierung der bei den diesjährigen Hochf1uib0n fiattgebabten Vorgänge an der Elbeoberhalb Magdeburgs ist eine Ministerial-Kommission niedergeseßt, welche aus “dem Wirklichen Geheimen Ober-Finanz-Rath Burghart, dem Geheimen Obcr-Baurath Gercke und dem Geheimen Ober-Regieru_ngs_-Ratb Dannemann befieht. Die Kommissare find bereits seit einigen Tagen an Ort Und Steile mit den erforderlichen Erhebungen be-

schäftigt.

_ Vergeben gcgenLandeSgeieHs innerhalb des_ ein- geicbränkicn Gcbistcs ihrsr Wirksamkeit find strafbarc'zyand- [migen auch im Sinne des Reickys-StrafgeieizbuckW. Dichlui: forderung zur Begehung cincr landesrechtlich strafbaren Hiind- lung ist dabei: gleich dcr Anfforderung zur Bcgebnng einer reicbsi'ccbtlick) strafbarcn Handlung auf Er_iind dss §. 111 das Reichs-Stmfgcjcizbuches zu bestrafen. „Eine Beichraiikung der Wirkiamkeii des §. 111 auf Handlnngsn, welcbe das «irafrecht dcs Deutickxn Reichs fiir strafbar erklärt, ist wedcr'in dom Worilanic des Gesetzes angcdcntet, noch aus dem SMM Und Zuianimenbangß dcffelben zu entnebmen. Durch die Stxzif- gbicßgébung des Reichs ist die Landesgescßgebung nur bezug- lick) solcher Matcrien eingeschränkt Wordcn, welchc Gegenstand

weit vorgeschxittexiey großen Industrieländer Frankreich und Ezigland gletchmaßig auf das Prinzip der grbßcren Konzen- trirung unseres Eisenbahnwesens in der Hand des Staates hin. Dieselbe kann aber wirksam und ohne Schädigung berechtigter Intxreffen nur durch Uebergang der Bahnen in den faktisckzen Benß des Reiches erzielt werden .....

,Badcn. KarlSruhe,15.Piärz. Die Ziveite Kammer

erledigte heute das ordentliche Budget des Handels-Mini- steriums. Außer vereinzelten kleineren Abstrichen wxxrde die m der Regierungs-Vorlage vorgesehene AnsteUung eines In b rik- Jnspeitors abgelehnt. Die Ueberwachung der Beschäftigung jugendlicher_?lrbeiter bleibt also in der bisherigen Weise geregelt Und weseiitlich vor) dem Eingreifen der Gemeinde: und der _Sckwlbehbrdxn abhangig. In der Generaldebatte kamen auch die m [2131er Zeit durch die Ueberfchwemmung zu Tage ge- tretenen Uebeistände auf dem Mannheimer Güterbahnhof zur Syracbe. Dl? Neuorganisation der Handelskammern ist zur Zeit Gegetiftaxid der Vorarbeiten für eine Gkseßesvorwge. ' _ Die bisherigen Statuten der badischen Bank wurden mFolge desRetchsbankgeseHes und insbesonderedesBeschiuffes der Bank, fi_ch dem §.44 des genannten Geseizes zu Unterwerfen, einer allgeuieinen'Uebexarbeitung unterzogen, deren Ergebnis; das Zandeis-Mimßerium im Geseßes- und Verordnungsblatt ver- offentlicht. Tie netzen Statuten find mit dem 1. Januar [. I. in Wirksamkeit getreten. Das Gesellschaftskapital Wird von 18 MiUionen auf 9 MiÜionen reduzirt, eingetheilt in 30,000 Y_ktien zu 300 410 Vom Reingewinn wird vorerst den Aktio- naren eine ordentliche Dividende von 41- pCt. berechnet, sodann werden 20 pCt. zum Reservefonds bis zum vierten Theil des Grundkapitals, 10pCt. zu Tantiézmen verwandt; vom Ueber- schuß über eine 5prozemige Dividende fallen ein Fünftel an die Staatskasse, vier Fünftel als Superdividende an die Aktionäre.

Heffen. Darmstadt, 16. März. Die Landessynode seßte in ihrer heutigen 1]. Sitzung die VLrathung der Vorlage des Ober-Konfiftoriums, die vorzusehenden Einnahmen und Aus- gaben der evangelischen Kirche im Großherzogthum betreffend, fori. Die in Einnahme gesteilten Posten: Aufgenommene Kapi- talién 130,000 (FH, Umlagen auf die evangelischen Kirchenc und Stiftungssoiids 40,000 41-6 und Umlagen auf_ die Yiigehbkigen worden war, für gültig erklärt. Die Beraihung der Inter- der _evangeltscben K1rche 323,000 „iz wurden sammtlickz gebiÜigt, pellation Parieu iiber die M ünzfrage wurde (mf nächsten ebenw der Aufschlag von 3 „„3 auf den Gulden Kommunal- : Dienstag fcstgcsexßt.

die Zahl der etatsmäßigen Bau-Inspektoren noch jetzt um vier neue zu vermehren, während der Regierungskommiffar haupt- sächlich (LUS Gkiinden des vorhandenen Bedürfnisses die unver- äiiderte Bewiliigung der Forderung befürwortete, Der Abg. Dr. Dohrn machte aiif den Widerspxuch zwischen der heutigen Er- kiärung und der früheren des HandelL-Minißers aufmerksam, wckicher selbst die künftige aus der Uebergabe des Chauffcebaues an die Provinzeii resultirende Reduktion der Sieben anerkannt „habe. Der Handels-Minister 1)1'. Achenbach wies nach, daß ein solcher Widerspruch zwischen den beiden Erklärungen nicht vorhanden sei„ weii die Provinzen das Recbi haben, die Forifübrung des Ebaiiffeebaues von Siaais wegen bis zum 1. Januar 1878 ZU verlangen, der Staat also in der That gezwnngen sei, im Inixreffe dcr Proviiizcn die Stellen bis JU jenem Zeii- pUNkT aufrecht zu erhalten. Nack) einigen Bemerkungen de: Abgg. Lipke und Kieschke wurde die Pofiiion nach dem Voxscblage dsr Budget - Kommission bewilligt. Ein Niiirag derselben ging ferner dahin, dem Titel 34 des Exxraordiriariiims dieses Etuis: „Zur Anlage von Dock- woxken auf der Justi Wangeroge 291.625 016.“ den Vexmerk hinzuzufügen: „die Verausgabung ist von der Genehmigung des Vertrages mit Oldenburg und Bremen abhängig.“ Nach kurzer Bsiiirworiung durch den Referenten Abg.1)r. Wehrenpfennig ward der Antrag angenommen. Eine voUständige Umarbeitung haben die auf dem EtatberBerg-, Hütten: und Salinenverwal- taiig stehenden Ausgabetitel für die bergiechnischen Lehranstalten in der Vudgetkommission erfahren. Dieselben wurdenin dieser Form vom Hause bewiilfgt, nachdem der Abg. 131“. Hammacber ais Reierent dic GTÜUÖL der proponirten Veränderungen dargelegt baiie. Derielbe berichtete sodann Über den im Interesse der fiskalischen Liiisengrube beziehungSweiic der KbiiigeZgrube mit den'. Grafen Guido Henkel v. DonnerSmarck resp. der Frau 1). Tiska abgcsckzloffenen Kauf: resp. Mieil)s- und Exploitirungs- UL'LL'MJ, indem er die Bemikligung der fur den Landerwerb und dis Grundenischädigung geforderten 2,321,55_9 „46. empfahl. Nack) einer Bemerkung des Abg. Schröder (Lippstadt) wurde der Tiiel bewilligt. Von dem Etat der landwirihschaftlichen Verwxil- jung waren die Titel 4 und 6 des Kap. 106 64 Spezial- Kommiffarien mit 2400 bis 4500 „17: Gehalt und 31 Spsztal- Kommiffarien aus der Klaffe dec RegierungS-Rätlx mit 2100 bics 4200.16 auf dm Aiiirag des Abg. Schellmiß an die Budget- Kommisfion verwiesen worden. Leßtere beantragte die mwer-

Vsreinbarmiq bezüglich der türkischen Siaaisscbuid zu SWD? weilige Ukbrktl'itt ' " -. - . . ;_ „_ .* xunger Offizléle m den rwaidien gekommen, fUr unbegrundet erklart Wird. der zur Zeit b-sstcizmiden Vortheile Wcch größerfte

- - «„ , Dimensionen angenommen bat, als es wiiii (1211121th WFMchPM(. , - P «ck 5.1... ...? rikalen sehr erzürnt Sie hatten Alles auf eboten in I? [be- weis der Fürsokge, welche der Staat dcnjcniqen seiner [1 verhindern und d d M . g. . “L' “se e Angehörigen widmet, die der Ebrenpfiicht des Miiitärdienstes 3 d a U' eme „neue Minisierkrms WW,“ nachkommen, ist der soeben erlassene SenatS-Ukas welcler für zuruien un so dem Marschakl diE Gelesenbeit z_u_ bieten, em die von der FWU? in die Hcimatl) n Entlaise d) d' Yi?"1111121011Irriéxxxnéöi'dasdfii?TUTOdefn SMR KUZU? UFHUJMZTN- Bestimmung trifft das; dieselben mitzDiäten-Gäderili1 12117110 erte _ ..“ . _ icar xn .*U (11118 an, a t:" 16 a: - » „7 - - - «' _ : ck M WW M...... ck % .. Jag ; , er „„ 02111? „_ ?.“. M “?“" ams [Leftlgsté- AuSgaben sollen aus den Sammen melckze fiir die Kosten .U cr,'tum S?? "1111ka1175 thb ULMWLZM,Ö der ZWPUÖNF des Aufgebot?) und der Aufnahmefin dsn Militärdienst an eiiie weiere _:_mme gege'eii a e, _ un as ., niveis ewi* en“ “md b 'ir'tte __ z - : ZF ?ZYUYF-at fil)? kbliiipsxxzmxtiixtr, S-YYHSMÜJLJLYTsciiie Pfllck): Jes LsC-hefs] der A1 rdcrrxti FFFLZFÖM GeYokYsandexjequisYitx Krisiés ausbrecbcn Werde. _ Wie der „Moniteeliiax“ ZULETZT Oils? JUMP?" rusfischM„Esccchke, ContxeYldmirals'der Suite Sr. dds Miriistexium cnisck)[0ffcii,ELÜr dchn Augenblick mix sehr we- wiatliRth B(IZYZWYWNZÉHrFLLZZF AYFYIJHK UDF"; ZigePrch, _ten abzusleHen., ' " "" „fi? daraxf_b3schranken, nur 28. Jannar von seiner Uriaubsreisé in Brindisi einqctroffe'n und die zu eseitigen', W? ck51? Thkke PWM Wk)?k «NÖMWÜÜM UU?) hat das Kommando des genannten Schiffes welchés dort lag ZÉLNÖUIMIM in de.“: Wahl “11.1pr zur GUUMJ IWMÜÜÖWM' übernommen Nm andern Morgen lichteie die Fregatte dié D'1c1emqen, ive1che dl,? Instruktionen Buffets Ohr?“ per'wnltchcs Anker und “dampfte nack dem Piräns ab wo'clbst fi? am Hmznthuii m Ausfahrimg_ “brachten, 1011en einstweilen im c.; Februar um 3 Uhr Na)chmitta s anl* t ' '

LHmkte bleichi. Z Die „PUleW“ bzicht folgende militärischeth. "' - g ang e. i eiung: , ie riegSoerwatiing e äftigt fick; mehr dennje mit Türkei Vel . - ** .

-, . . . . _ - , . giad, 11. Marz. (W. T. B.) «zn Jol e ds?!) Okßamsakxon 197131,de LUYWYXSTUÜCÜÖWÖ LLM; fehlt der leßten Ministerkonferenz ist eine Kabinetskriiis using?- ? M M ZW [IWM lch M U- “| a nach ihren funf IFLU- treten; man betrachtet einen Kabinetswecbscl als bevorstehend. ren den Dienst verlassen. Nack; der „Ansicht der kompetentejten Generale ist dieser Mangel hauptsachltck; dem Wegfakl der Prä- Rumänien. Bukarest, 17. März. (W. T. B.) Die

Neuwahlen zum Senat sind auf den 7., 9. und 11. April fkßgsseßt-

mie zuzuschreibsn, welche die Unteroffiziere früher "»erbielten, Schweden und Normegen. Stockholm, 15. März.

wenn fie im Dienst bleiben wollten. Muß man, um diesem Uebel

abzuhelfen, auf das frühere System zurückkommen. Das ist die

Frage, mit welcher sich der General de Eiffel) und der Marschall

MW.?UÜÜM beschäftjgexx DSS Problem ist ernst, sowohl vom Der Minister des Innern legte heute in beiden Kammern desReichs-

militariscben als „voni pqanztellen Standpunkte aus; denn es iageSeiiien Geseßéntwurf, betreffend dieEinführung des metrischen

hankeli ßch um eme ]ahrlicbe Ausgabe von mehreren Mjaionen.“ Maß- und Gewichtssyftems, vor. In den Iahrcn 1881 und 1882 sollen danach alle Taxen und Verordnungen, betreffend Waa- ren und Effekten, sowie Abmachungen zwischen Privaten und den Staatsbchbrden, sowohl das alte wie das neue Maß und

Versailkes, 17. März. (W. T. B.) Der Senat hat heute die für die Departements Gironde, Lot, Sarthe und "Gewicht angeben. Von Beginn des Jahres 1881 an oder, wenn es geschoben 10.1271, noch früher, sol); das neue

Savoie vorgenommmen Wahlen, deren Gültigkeit angefochten Maß- und Gcwichtsjystem im Zoil- und Postwcsen sowie