Rektor und Prorektor dec Univerfirät, der Kanzkxc und sze- Kanzler kes Ordens [WN 19 mémto, der Ob-r=Bürgerme1ßer und der Stadtverordneten-Vorßeher, Vertrßrer, von _Kunst und Wissenschaft und sonßige Personen von chtmktwn Einladungen et alten alten. „ _ _ _ _
h 13th Uhr erschienen Verde Karscrltckze Maxestaten, unter Vorantritt der Obersten “HUN OÜST-HÉ' _Ulkd Hofchar_gen und gefokgt von Ihren Kaiserlichen. und K“on1g11chen_ßohr1ten dem Kronprinzen und der Kronprmzesfin, Ihrrn_Komgltchen Hoheiten den Prinzen und Prinzessmnen' des Komgltchen Hanses, Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzog!!! Mutter von Mecklen- burg-Schwerin, Ihren Kömglxchen Hoheiten d_em Großherzogs und der Großherzogin von Baden, dem Großherzog nnd der Jroßherzogin von Sachsen, den GroßherzoZen “von MeckYen- hurgSckzmorin und Oldenburg, Ihren Konigltrhen Hohctten dem Prinzen und der Prinzrsfin Georg von Sachsen, Ihren Königlichen Hoheiten den Erbgroßherzögen von Sachsen, Meckienburg=Schwerin und Oldenburg, dem Prinzen August von Württemberg, und dem Landgrafen Friedrich von Hessen, Sr. (x_öroßherzoglickJe Hoden dem Prinzen Ludwig von Hessen Sr. Holzen dem Herzog von Sachsen-Meiningen, Sr. Hoheit dem Prinzen Hermann von Sachscn=Weimar, Ihrer Ho- hcit der Prinzessin Elisabeth von Sachskn = Weimar, Sr. Hoheit dem Erbprinzcn von Sachsen -' Meiningen, Ihrer Hrheit dcr Prinzesfin Marie von Sachsen=Merningen Sr. Hoheit und Ihrer Königlichen Hoheit dem Erbprinzcn und der Erbprinzesfin von Hohenzollern, Sr. Durch1a11cht und Ihrer Großberzoglichsn Hoheit dem Fürsten und der Fürstin znr Lippe, Sr. anchlaucbt dem Fürsten zu Waldeck und Pyrmont, Sr. Durchlaucht dem Fürsten Reuß (1. L., Sr. Durchlanäjt dem Erbprinzen zu Sckaumburg-Lippc, Ihren Drrrch1anchten dem Erbprinzen nnd der Erbprinzesfin von Schwnr3dnrg=Sondsrch hauskn und Sr. Durchlaucht dem Prinzen Fricdrrrh von «Hohen- ollern. z Die Llllerdöchsten Herrschaften gcrnhten zunächst Cerrko xn machen, wobei zahlreichen Herren und Damen Gelegenhert'ge: boten wurdo, Sr. Majestät dem Kaiser und Kdnrge rhrr Glückwünsche zu Übermitteln. .
Der Ball begann um 10 Uhr rm rnnden Saale; am Contrktanz betheiligten Sich unter anderen Höchsten Hrrrsäxaer Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz, Ihre Kd- niglichen Hoheiten der Prinz Albrecht und der Großherzog von Sarbsen; an den Rundtänzcn nahmen auch Idre Königlichen Hoheiten die Prinzesfinnen Marie Und Elisabeth ThEil.
Auf einem Hautpas wohnten Ihre Majestät die Kaiserin, die Königkichen Prinzesfinnen und die Fürstnchcn Damen dern Balle bei, mähend Se. Majestät der Kaiser Und König, Allerhöchstwelche die Uniform des ngimentes der Garde dn Corps trugen, Sick) in der GxstUsrhaft bewegten und an viele Prrsonen das Worr richtet9n,
Nachdem um 12 Uhr das Souper nn Büffets im Adler- saale eingenommen war, verabschiedeten Sick; die Yerrhörhsten Herrschaften nach 1 Uhr. ,
Dic Mnfik hatte das Kaiser Alexander Garde-Grenadier- Regiment Nr. ] gestellt.
Im Königlichen Opernhause wnrde die Frier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers 11111) Königs durch einen von Fr. leami gcdichtctcn, von Hrn. Berndal gkjprdckynen Prolog eingeleitet, der in finniger Weise auch der Hochseligcn Königin Luise gcdachte. Bei dem Hock] auf Sc. Majestät, mit wslchcm der Prolog schloß, intonirte dis Königlicknx KaprUe die Volksßrzmne, welche das Publikum stehend anhörte. Die Feier endigte mit cinrm Hoch auf Se. Majeftät den Kaiser Und König, in we1chcs das Haus begeistert einstimmte. Dic Festdper „Iessonda“ hot viele Momcnte, bei welchen dieVerehrnng gegen SC. Majestät den Kaiser und König in dsr fsstkirhcn Versamm- lung wiederholt zUm lauten Ausdruck gelangte. Im König- lichen Schanspielkmnse wurde der Feßprolog von Herrn Kahls gesprochen, worauf das Orchester cinen Triumphmarsä) von Anton Wallerstcin ausführte. Zur Nnffükjrung kam das historischr Sck)auspie[ „Colberg“ von Paul Heyse. _ Nnck; in sämmtlichen Übrigen hiefigen Theatern wnrdrn die Vorstrllnngen durch Fesjprowge eingeleitet.
Ucderhanpt hat fick) die Feier des Allerhörhsten Gednrtstages nach den vorlicgrnden Berichten zn einsr (111- gemsincn LandLSfeicr gestaltet. Namentlich die größeren Städxe thaten fick] ihrer SkeUnng JCLUÜß, sowie in Folge der in ihnen mdglécknn ausgedrhnten militärischen Feier besonders hervor. So bringrn die in Danzig, Stettin, Posen, Brsslan, Magdeburg, Hannovrr, Cdln, Caffrl Und Wiesbaden ersckzcinenden Blätter ausführliche Festberickgte und feiern dcn Tag in schmnngvoklen Leitartikeln.
In Hannovrr fand in herkömmlicher festkclzer Weis? die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaiyers und Königs statt. G[eichzeitig wurde an dem neu- crbanten Hause an drr Ecke der Goethe- Und Lüßowstraßr, wo früher dns Prinzenhans stand, in dem“ die Hochsclige Königin erise Melk: glückliche Tage der Kindheit verlebte, eine von dem Bxldhaduer" OSnI. Romrnel g€schmachv011 ausgeführte, ctwa 6Fnß hohe Gedachtmfztafek mn dern Bildniß der Königin nack; Ranch errichtet, feierlich enthüüt.
Aus Cöln wnrde f01gench, von dem Oder-Vürgermeister, den Beigeordneten und Stadtverordnetsn unterzeiakmete Glück- wunsch-Telegrqmm an Se. Majestär den Kaiser abgesandt:
Llllerdnrchlanxbttqster, Groß111ächkigster Kaiser und König, Illacr- gnädigster Kaiser, König Und Herr! Unter dem Nachdalle dsr durch panzPreusxcn von dem patrrotischen Bswußtsein des Volkes getragenen Feist der Erxnnerung an die hochselig-s Königin Luis? erneuert ficl) mit des Frühlings Wiederkehx_ für das gesammte Vaterland der Festtag des 22. März. Ew. Ka11erlichen und Königlichen Majestät Geburts- tag ist der Stadt Cöln freudiger Anlaß, Gott zu danken, daß Ew. Majxstät gesegnete Regierung dem Prsußischen und drntsckyen Volke in ungctchwächter Kraft erhalten Wordcn ist, und zu dem Allmächiigen zu flrlzen, daß zu des Vatcrlandes Heile fie noc!) rcc1ckt lange so möge erhalten bleiben. Mit dem aufrichtigsten Segenswunscbe für Ew. Majestät und “das ganze K'aiferlickhe und Königlickye Hans verharren Cw.Kriserlichen und Königli-Ien Majestät treu gchorsamste. (Folgen dcc UntrrsÖriften.)
Auch für Cas sel hatte der Tag noch eine besonders Bedeu- tung. Gelegentlich der Rückkehr der hesfischen Truppen auc; Frank- reich wurde der chanke angeregt, ein Denkmal aufznftellen, welches die ruhmreiche Betheiligung der Hessen an dem [eßten Kriege vcrherrlickgen und das Andenken an die für das Vaterland Gefallenen von Geschlecht zu Geschlecht vererben sollte. Der in Foxge dessen von dem damaligen Ober-Präfidenten von Mdller und dem inzwischen vcrstorbenen Ober - Bürger- metßer Nebelt au erlassene Aufruf fand allgemeinen An- klgng. Mit enehmigung Sr. Majeßät des Kaisers und Komgs wurde weiterhin beschlossen, daß das Denkmal in Gestalt eines auf Trophäen thronenden SiegeSadlers auf der Plattform des Auethors aufgestellt werde.
Vormiiiag 11 Uhr fand die Uebergabe des Denkmals fiatt, Die Regimenter der Garnison hatten auf dem Friedrichsxwlay Stellung genommen und nach einem von dem kommandirenden General v. Bose auf den Allerhöchsten Kriegsherrn auögebrachten Hoch fiel die „Hülle, unter dem Dröhnen der Kanonen, von dem, Bildwerk. Hierauf fand die Kaiser_-Par_ade statt; die Uebergabe des Denkmals vollzog drr Obcr-Prafident 1). Ende mit einer kurzen Ansprache.
Von außerpreußisckxen Städten liegen tvcßtere Nachrichten über eine Feier in München, Dresden, Leipzig, Schwerin, Darmstadt, Braunschweig, Bremen, Lübeck :e. vor.
Das „Braunschweigische Tageblatt“ midm'etdem Ullerhöchften Geburtstage einen gehobenen Festartikel, das ,LtpptsckgeRegrerungs- und Anzeigeblatt“ ein Jestgedicht, .
Aus München berichtet „W. T. B.“: Zur Zeter des Ge- burtstages des Kaisers war hier im „Bayerswhensxof“ em Fest- diner veranstaltet, we1ches eincn glänzcndcn Verlauf nahm. Demselben wohnten viele Landtagsabgeordnete, Vertreter der Kunst und Wissenschaft, Mitglieder des Magiürats, sowie viele angeschene Bürger bei. Prof. Kluckhohn brachte cinen Toast auf den König von Banern, Dcr Reichstags: und L::ndtagH-„rbgeord- nete Stenglin einen Toast auf den Kaiscr aus, Die Versam- melten nahmen beide Toaste mit begeistertsn annfen anf
Stutigart, "23. März. (WTB) Zu Ehrendcs Geburts- tagsSr. Majestät des Kaisers fand grstern Abend beiHofe ein Festkonzert statt, zu welchem zahlreiche Einladungen crgangen Waren. Die öffentlichen Gebäude und viele Privathäuser waren zur Feier des Tages brflaggt. Bei dem im Saale ch Muscnms stattgkhabtcn Bankrt der Bürgerschaft brachte der Reickzstags: Abgeordnete Frisch das Hoch auf den Kaiser ans.
Sck]werin, 22. März. Géstern Abend fand, wie schon gestern angekündigt wnrde, znr Vdrfeicr des Geburtstags?» Sr. Majestät dss Kaisers ein großerZapfenstreiä) statt. Derselbe wurde von sämmrlickzen Militär=Mnfikc0rps anSgofj'rhrt, Hrnte Morgen 6 Uhr zog eine von sämmrlirhrn Militär-Mnfikcdrps ancdeführtc Rcveiüs durch die Hnnptstraßen dcr Stadf. Die Häuser und öffentlichen Gebäude Sckzxvcrins find dnrch Fahnen und Wimpekn reick) gescknni'tckk. In den Schulen, mit Aus- nahme der städtischen, ist der Unterricht für [)ente anSgcsth. In dzn einzelnen Klassen der lexxtcrcn wnrden die Srhülcr dnrch die Lrhrcr auf die Bedeutung des Tach hingkwiesen. An dem gegen 11 Uhr in der Garnisonkirckgc beginnenden Militärgottes- dienste, bei Welchem dsr Diviséonsprcdiger Pastor Jlörke die Rede halten wird, nimmt von jeder Compagnie ein Zug Tkzeil.
Bremen, 22. März. Des Kaisers Gednrtstag wurde, wie üblich, gestern Abend durck; Zapfenstreick] cingekejtkt. Oeffentlickze und viele Privargebäude habsn hcxne geftaggr. Dcr Fest: gottesdienst am Geburtstage selbst fand in dcr Kirch? zn U. L. Fr. statt, Es nahmsn daran Theil, nnßcr dem aktiven Bataillon, die4h1er anwesenden Reserve- nnd Land: Wehr-Offtziere, Mitglieder des hicfigen Krirgewerrins, Beamte des Reiches, der Präßdent des Senats ])1'. Pfeiffer und Bürger- meister Grave ncbst einer Reik): UM Synatoren, endlich eine große Zahl von Männern und Fremen aus verschiedenen Ge- meinden der Stadt. Die Kirche war ganz gefüllt. Die Fest- prcdigt hielt Garnisonpfarrer Thikötter über Jacob. 4, 8. Um 11 Uhr endete dis erhebende, patriotische Fsier.
Lübeck, 22. März. Die Feier de:» Gsdnr stages des Kaisers, der zu Ehren die Stadt in (111911 Theilen ebenso reich bcflaggt ist, wie die im Hafen liegenden Schiffe, begann gestern Abend mit dem Zapfenstrsicsz, drr, von der Hokstendrückc ans beginnend, nach einem Rundgang dnrrl] die Stadt auf drm Klingenberg endigte; vor dem Hause des dirigirenden Bürger- meisters Srnators ])]: Behn unnd? eine Srrenadc gebracht. Der heutige nationale Festtag wnrde mit der militärischen Rr- veikle eingeleitst. Um 10 Ukzr begann drr Festgottr-Zdienst in drr Marienkirche, wodei Pastor Holm die Jcstpredigt sprach; sodann zog das Bataillon, von cincr sehr großen Msnsrhonmaffe begleitet, nach dem Vurgfclde, W:) Von dem BÜ1111U011Ö;C01U- mandenr und Major Melms in Gegsmvart der Sknatoren 1)1'. Krücnkmnp und Harms als Militärkommiffaren drs anats die Parade abgsnommrn wurdc.
Paris, 23. März. (W. T. B.) an Feier drs GchurÉZ- tagsSr. Majestät dss KnissrsWikhelm fand grsternanf dcr [)iLfiJM d2n1schen Botschaft ein großss Diner statt, zn wrlchrm nuxZsrÜlicßlick) Mirnlirdsr dcr dcntslhrn Kokdnic gsladen warrn. Drr B01schafter Fiirst v. Hohenwhe bracht? den Tour? auf Sr. Majestät den Kaiser, den gsorreickzen Wiederhsrstsklsr der Einheit DentsckzlandH, ans, welcher von den Thriknehjnern rnit enthnfiastiscknm Beifnkk ansgcnommen wnrdr.
St. Pctsrsdnrg, 23. März. (MTB,) Gestern Abend sandim Hotel Demourh ankäßlirk) des Gcbnrtstags Sr. Majestät dcs DeutschenKaisc-rs ein sclzr zahxreick; bcsuckncHFestmnhl dsr deutschen Kolonie statt. Unter denAnrvssenden bcfnnden fick) der dcntscthotschaftcr yon Sckzwsiniß, dér Mikitärbxvoümächtigte Genrrnl von Werder, sowie der danérische Und der tvürnrm- brrgische Gesch ftsträgcr. Drn Ersten Toast brachte der drntsckze Botschafter uns den Kaiser Nsexnndor ans; ensdann folgte ein mit großer Bcgcistxrnng nnsgcnommenrr Toast anf den Drntschen Kaisrr, cm wclchsn ein Glückrounschtclegramm adgesnndt wnrde.
_ Se. Königliche Hoheit dcr Erbgrdßherzog von Oldenbnrg ist heute Mittag nach Oldenburg und Se. Durchlaucht der Fürst Renß (1. L,. Heinrich )()(11. nach Greiz znrückgckehrt.
_ Drr Reichskanzler hat dem Bunchrath dcn Ent- wurfeinrsGeseHcs, die Anstellung von Milikäranwär- tern im Privat-Eisenbahndienstebetreffend, znr Beschluß- nahme vorgclegt.
_ In der henrigen (4.)S1Hung des Herrenhauses, welche der Prastdent Graf Otto zn Stolbktg-Wcrnigerode um 111 UHr eröffnete und wckckzer dcr Minister für die landwirth- schastlrchsn Angelegenheiten 1)r. Friedenthal mit mehreren RegzerungNKommiffaren bcimohnte, gelangte znnäckxft der Bertckzt dcr Agrar-Kommisfion Über den Gesexzentwurf, be- treffend dZe Ablösnng dcr Servituten, die Theilnng der Gcnxernsckxaften und die Zusammenlegung der Grundstucke für die Provinz Schleszig-Holstein, zur Erledigung. In der Generaldiskusfion empfahl der Referent Herr WU TÜUDeU die Annahme des Geseßes in der von der Kom- mnfion vdrgeschlagenen Fassung, Bei der Spezialdiskusston wnrden dre §§, 1 und 2 ohne Disknsfion angenommen. Zu §. Z, welcher nach den Beschlüssen der Kommisswn folgender- maßen lautet:
_, D'ie wirthschaftlicbe Zusammenlegung der in vermengter Lage [»esmdltchcn Grundstücke verschiedener Eigenthümer einer Feldmark findet statt, Wenn dirselbe Von den (F1 enthümern von mehr als der Halfte der nach dem Grundsteuer ataster berechneten "Fläche der emem Umlegungöocxfahren zu unterwerfenden Grundstücke,
welcbe gleichzeitig Mrh'." als die Hälfte drs Kakastral-Reiccxtrages repräsmtiren, beantragt wird. In dxr Yegxl find sämmtlrcheuder Um- legung unterliegenden Grundstucke de_r namltchr§_F21dmxrk tn cmem Zu- sammenleguugkverfabren zu versinxgxn. Danelbe kann jedoch guch auf einen durch natürliche Begrenzung oder besondere Bewrrth- fchaftung als Feldabschnitt kenntlich werdenden Tvxil dcr Feldmark beschränkt Werden, wenn dies mit den 'Intersrffxn 13T; Landct-kaétur vcmäglick) oder von denwlben geboken tst, Ocundjtuckc einer an- deren Feldmark dürfen in da:“, Lvulogunasverfabren gczozcn werden,
Wenn dieselbcn in unwérthschafrlichsr Weise in die umzulegendex
Fläche einspringen. . . ' ' Die Feststellung dss Umlegungsbéznks gsxchxxht durch ckck
Außeinanderséßuug?hcbörde. _ _ Wkrden vou wick)?- Za7ammenlegung Grundsxucke ketroffcn,
wc1che eincr gkmcinscbaftliäzsn Benutzung unterléxgen, die nachdic-
sem (Hkssße aafgehobm wsrden kann, so mnß die Servttutablö'ung
odrr Thrilung glcichzcitig mit der Zusamnnnlkgnng1*cwir1tw;-rden. beantragte Vr, Bessler, hinter drm Worte „beantragt“ m W. 1 folgendcn Zusaß hinznzufügen: _
„und durch Beschuß dcr Kreikévcrsmntmnng dcs Krsi'es,„ in wel- chem die? bctheiligten Grnndstücke lich", mit Rückficht an* dre__dnvon ?uxrwartcndrn erheblichen Vsrbefferungcn dsr Landesknltur fur zu- äffig erklärt wird.“ _ ..
Bei der Diskussion crkfärtcn M) die Herren Gras Brnhl, v. KleisthcHon), v. Senfft=Pilsnch, Graf v. d. Schxtlenbnrg: Becßcndorf und v. Knebel-Döderixx fÜr, di? Hsrren Ellwanger, v, Rath, Weyer, Schuhmann und der Regicrnngs-KomMffM- Regierungs:Ratk) Fastenan gegen dissen Ankrag, der hreranf rnit 36 gegen 26 Stimmcn abgelehnt wurde.
Die übrigen Paragraphen des Gcssßrs wnrden ohne Dis- knsfisn nach drn Vorschlägen der Konnnixston ang-cnommen.
Es folgte als zweiter Gegenstand der Tagesordnung drr Bericht der Iustfzkommisfion Über den Grseyentmurf, be- treffend die Auflösung des Lehnverbandes in der Provinz Westfalen und in den Kreisen Rees, Essen und Duisburg. Nach einigen einleitenden Worten des Referenten Dr. Dernburg bksch1oß das Haus anf ?lnkrng des Herrn von Kleist-Reyom, das Gesex» in der von der Jnstizkom-
„ misstdn boschkoffenen Fassnng 61] [110€ anznnkhmcn.
Als dritter Gegenstand der TaJcsordnnng folgte der münd- liche Bericht der Kommisfion für Eiscnbahnangelegsn[)eit-Zn Über die Uebersnht, betreffend den Fortgang und Stand der Eissnbahnbautcn im Jahre 1875, für MUT]: besondere Kredite bewilligt wordén find. Nachdcm drr Referent Graf Rittdcrg eincn kurzrn Ueberblick Üder den Stand der Eissnbahnbanten gegcbsn nnd dsn Antrag gestellt hatte?, durch die Ucderficht drr Strratsrcgiernng fin) für bc-frie- digt zu erklären, richtete- Herr Hammann an den RSJicrnngs- Kommissar wegen det.“; Bums der Berliner Stadtßahn und der hierzu erfordrrlichrn Mittel eine Anfracxs, welchederMinisWrial-Direktor Wkißhaupt nicht brantnwrrsn zu können erklärt?, mcil man noch nicht die Grnndftüa'zeraverdungen vollzogen bade. Das Haus genehmigte [)icranf den Antrag der? Rcf:rcnten. Schlnß dcr Sißnng 12 Uhr, nächste morgen 11U1]r. (Tagesordnung: Das (Hesexz Üdrr di? Verwcndnng dcr diSQoUibléU Vankfsnds, das Etatgrskisz pro 1876 nnd der Bericht Über die Brständc ch Dotationsfondéz.)
*" In der hentigrn (ZZ.) Sixmng des Hauses der Ab-
“ geordneten, wecher am Ministertische der Minister dcs Innern
Graf zn Enkenbnrg mit mehreren Komnriffnricn beianxnée, rheil'te der Prästdent dem Hause die erfolgte Wal)! und Kon- stituirnng der Kommission für die Städteordnung mit. (S. Nr. 71 1). Bl.) Ohne Debxttc pasfirten dieranf in dritter Vcrakéznng dic Gssexzrntwi'rrfe, bctreffsnd die Gebührenrrddhung der Nota- rien im Appellationsgc-rickzksbezirk (513111, dic Nnchdnng drr Parochialexérntioncn nnd die Einführung dsr Kreisordnnng in dir- Grafschaften Wsrnégcrode nnd Stolberg. Es folgte die erste Bernthnng dss Geseßcntwnrfs, drtré-ffend die Ver- fassung und Verwaltnng der Provinz Berlin. Der Nbg. „Zelle erklärte fick)31var mit dem Prinzip dsr Vor1ag2 im Ganzrn einvcrstanden, hfclt aber doch vécls Demiks für amcndirnngs- bedürftig, Der Nbg. RWIN (Hach) erörtern das Vcrsyädniß dcr versckzéedcnrn durch das ncue Gesetz zur Regirrnng in Bcrkin dernfenen Behörden nnd Trat dem Antrag: des Adg. Riclncr (Snngsrhausen) bei, die Vdr'knge 811181? Kommisfion von 14 Mit- gliedern zn iibrrwrisen. VrixrrSch1nffe des Blattes hatte: der Adg. Frhr. oon Mcrntcnffrl das Wort.
_ Der Ministrr dcr gcistlickzcn IL. ?lngclcgendeitcn 1)1". Falk. hat den Regiernngen empfohlen, die Aufmerksamkeit der Lol):- rer anf die Wichtigkeit der Lebensversicherungcn l)in,5u- lenken Und die Möglichksit von Erleichéernngen dcim Avsck)[nß der Verfichernng§vchräge für den FaQ in Ansfickn zu stellen, daß die von dem Betheikigtsn ausgewählte Grscllsck)af1, ihrs Solidität aks bekannt vorausgesetzt, fiel] den cinznleitcndcn Vcreindarnngen für den gedachten Zweck zngänglick) Erweist.
_ Narbdem von Uersch]kedr1rrnSeite11, anck; von dem Verein gegen das Moordrenncn in Bromcn, die Errichtnnß einer Ver- suchsstntion für Moorknltur nnd Moorwssen bei dem Minister für die landwirtdschnftlfchen Angokegrnhsiten 011 F r i c d c n- thal in Anregung gebracht ist, hat dcrselbc beschwz'sen, die Angelcgrn- hxit znm Gegenstande einer mündlichen Verathnng mit geeigne- ten Sarhverständigen zn maclnn. Zu diesem Zwecke ist auf den 3. April eine Konferenz im Ministerinm für die landwirth- schaftlichen Angelsgenheifen anberaumt, in welcher berarhen wer- dcn so!!, welche Anfgaden der Versnchsstationznftsllen find nnd welche Organisation der Vrrsrtchsansta1t gegeben werden soll.
_ Ans Konstantinopel wird berichtet, daß der dortige internationale GesundheitSrath mit Rückficht anf das Auftreten der Pest in Hiklak) Und Umgegend, sowie in Bagdad cine fünfzehntägige Quarantäne gcgen aUe Provenienzen aus dem prrsisckzrn Meerbnsen für sämmtliche tür- kische Häfen beschlossen Hat.
_ Der General der Infanterie von Stosch, 11 1a Init» ,dé's 'Sce-Baßtakillons und Chef der Admiralität, hat fick) zur dies- YUMLZM FkUh1ahrs-Jnspizirnng nach Wilhelmshaven und Kiel
cge en.
_ Der Generak-Lieutenant v on VoigtE-Rhexz, ck11 Milk: des Konrgs - Grenadier - Regiments (2. Westpreußisches) Nr. 7 und Commandeur der 20. Divifion, ist hier eingetroffen.
_ Der General-Lieutenant z. D. v o n T m a r d o m s k i,.
zulexzt Kommandant von Stettin, ist in der vergangenen Nacht verstorben.
Merseburg, 20. März. Während der Tage pom13._17. d.M. tagte hier der Provinz ialausschuß derProvmz Sachsen.
Als Vertreter der Königlichen StaatSregierung wohnte an den,
ersten drei Tagen der Ober-Präfident und außerdem bis zum Schluß der Obcr-Präfidial-Ratl) Steinmann den Ver- handlungen bei. Den Vorfiß führte Graf zu Stolberg- Wernigerode. Dfe Mitglieder waren vollzählig
erschienen,.
Rach theilweiser Erledigung der zur Bcrathung und Beschluß- fassung vorbereiteten Gegenstände wurde die Wahl der Mit- glieder und Stellvertreter für den Provinzialrath und die Vezirkérätbe vollzogen.
Bayern. München, 21. März. (AUg.Ztg.) Nach dem gefiern der Abgeordnetenkammer vorgelegten Hauptetat der Militärperwaltunq Bayerns für 1876 find, entsprechend den Ansäyen für das übrigeReickzsheer, für die bayerischeArmee bewilligt: für die Llusgaben des Heerss 38498872 «46. und für dic Mi- litärpenfidneu "2,947,250 416 = 41,446??? (Fx, Um 034,563 FH. mehr als im Vorjahry. Von der Friedenspräscnzftärke des deutschen Heeres im lanfcnden Jahre mit 401,659 311ann trkffen auf Bayern nach Verhältniß dcr Bevölkerung 88,244 Mann, nnd zwar 2108 Offiziere, 6121 Unteroffiziere, 88 Zadlmeifter- Aspirantcn, 642 Unteroffiziere und 803 Gemeine als Spicllente, 38,891 Gefreite und Gemeine, 576 Lazarethgehülscn resp. Sa- nitätstrnppen und 1123 Oekonomie-Handwerker. Hi-rzn kommen: 107 Aerzte, 02 Zahlmeister, 1 Stallmeister, 53 Veterinäre, 74 Bückzsknmackxr und 10 Sattler; kann 8776 DZLKLY'WZLTÖC'.
_ Bczüglick; des Budgets des Ministeriums dec; In nern im Gesammtdetrage von 18,127,276 ()J: für ein Iadr dcr laufenden Jénanzperiode wird von: Finanzandscduffe der „Kammer der Abgeordneten znr Zustimmnng nn: nnr weni- grn, nirfn sedr wrsentlichcn, Abmindernngen bcanjragt. Ter Bericht hierüber in drr „Kammer wird nächste Woche statrfinden können.
_ In den lcxtrn Tagcn beschäftigte dix Frage der Indi- länmsprozcssidnen dcn odsrftcn Gerichtshof“. Vr- kanntlick; hatéc Papsk Pins 1x, im Dezember 1874 rin Indilänm mit vollßändigcm Ablaß Unter Anordnung einer gewissen An- zahl von Gcbcten in Oeftimmten Kircdcn ansgcschrirdcn. Tas Ordinariat Rrxxen-Zlmrg gab in Vollzug dieses AUSTckzrxibens Wrisnngrn wogen etwa damit ZU vcrdindrnder Prozcsfidncn nnd sprach dadci Und, daß Line s01chc Prozrsfion an Stelle von fiinf- mnligcm Kircknnbesnckn grlten sdUe. Dcr Pfarrrerdmaicr in Alltcr-derg Ukrnnstnktete mm eine sokck]; Prozesffon, Unisrlisß es jedoch, vorher Anzeige bci d r Grmeinde- behörde zn warben Und die Znstimmnng dcr Distriktes- prlfzeidelxdrdc cinznholen. Tas Bezirngericht Amberg vrrur- thrillr nnn dyn Hodmaier xv-cgen Verlc-Hnng des Vereinsgescßes zn cincr Geldstrafe von Z Thlrn. In den EnTscYcidUngngünden wnrde an:!grfükzrt, daß diese IubilänmsProeronen fick) nicht jährlich1vi€derh018n, wic andérc k1rchlichs Prdzrsfionen, daher n“1cht zn dcn hcrfömmlichrn gezählt werden; die Inbisänrns- prozrsfioncn skirn (Und nicht der Ausfluß cincs Volksbrwuszt- sEiUG, sondsrn fis wiirden nnr jsdcsmal anf brsondcre kirch- liche Anordnung adJrleten nnd scien als außerordentliche 11rch11che Feier zu betrachten, zu wrlcknr die Brwillignng der polizsilin'zcn Bcßörde crforderlfck) ist. Das Appel- 1ationsgrricht Nürnberg sprach den Angeklagten in der Vcrnfmrch-instmrz frei, indem és fick) dafür cntscksed, das; diese Inbilärnnspwzrsfirnrn (][s herkömmliche kirchliche Fcécr zu [18- trachten schn. Gcgcn disses Urjheil [cgte drr Staatsanwalt die Nichtigkeitczdescknvcrdc wcgcn unrichtiger Anwcndnng dees Gésklzcs rin Und führrc namcnjlick) (mcs, Wenn das Inbilänm einc nnßcx'drdenrléch kirchliche Feier gcwrsen, so könne es bei dcmsclbcn anch kcinr [)erkömmlickx Prxzcsfionsn geben, sondrrn chnrc schn 61cm mrck] außerordentlickje, wcil fie nicks an Ort Und Zeit gednndkn sind, Ferner scixn die Prozesfioncn kcin wessntliclxrr Vrstandtßeil dcs Inbiläuch, wie auch ein Erlaß drs Ordinarints 51111111chen anSsprc-rhe, wonach in Folge des staat- lick7cn Vcrdotrs die Prozksfioncn zn Unterblciben haben soUen. Ter Tkrrstc Gcrickztsdof schloß fick) den Nusslihrnngcn des Stanékanwaltrs an, vcrnichtetc das Urthsil des Königlichen Appellationsgcrickns Nf'rrndcrg und verwies die Sackw an einen andsrn Senat ÖkffSWLU Gcrickzts.
_ 23. März. (W. T. B.) In drr [xcnt'igcn Séxxnng drr Nbgeordnercnkanrmer verlas drr Nbg, 111". Schüttinger dic dercixs angekündigte Interpellajidn, bc-Ueffend dic Vér- bindnng eines Reéckßamtes mit 2111k111 bancriscknn Staathamte. Dir Intercharion ist veran1aßt dnrch die Erncnmmg dreier dancrisckzer Beanncn zu Vankkommiffärcn bci drn Reichsbgnf- l);mptsto211cn in MÜncknn, Ang-anrg Und Nürndrrg. Der Justiz-Ministcr Dr. U. Jänstle erklärte, er Werde die Jnnrcha- tion in einer der nächsten SiYnngen bcantwortcn.
Wiirktcmbérg. Ans Stuttgart, den 16. März, schreidt man den „HN.“ Folgendes: Dis Entwicklnng und das Ge- deihen dcr hiefigen altkatkzolischon Gemeinde ist Unseren Klerikalen rin Dorn im Auge; fie suchen in jedrr möglichen und Unmdg1ichcn Weise die Bemegung aks lächerlicl) hinzustcllen und gegen die hervorragenden Mitglikdcr der altknjholisckzen Gemeinde, wclchrn cs gelangen iß, einen Friedrirk] und Michelis für die altkatkwlisthc Bewegnng in Würtxembcrg zu intrrrsfiren Und diesclbrn zn bejvegcn, in []iefiger Stadt Vorträge zu halten, allr möglichen Vcrdääztigungen zn scbléudcrn. In erster Linie stand hirr der von dem Kaplan Denzert in Dirzrnhrim rcdénixte „Anzeiger von IPZ“. Gegen diesen Kaplan ging nun der Vorstand der altkath01ischcn Gemeinde znnäcßst mit einem in einem hicfigen Lokalblatte rrsclzicnenrn offe'nen Briefe vor. In demselben wird dem Kaplan-Rcdacksnr nackxgrmiescn, daß die altkatholische Bewegnng in Württemberg und speziel] in Stutt- gart durchaus nicht, wke es der „Anzeiger von pr“ wünsche und demgemäß uncl) behaupfe, im Sand vcrlaufsn und „wie das Hornbergrr Schießen“ aufhören Werds, und daß dazu anck) die abfichtlickgen Entstellungen dcs „pr“ nichts beitragen Werden, Der Vorstand der Altkathdliken trilt nammnlick) auch der von dem klerikalen Blatts anfgcstclltcn Behauptung entgegen, daß die Vorträge der Hrrren Jriedrich und Mickzclis nur von 250 Personen besucht gewesen scicn; der Hausweister des Bürger- museums, in dessen großem Saale die beiden genannten Pro- fessoren sprachen, konstatirt, daß jedem Vortrag 700 Personen anwohnten. Der Vorstand wird seine Gegenerklärung durch eine SeparataUcZgabe in ganz Oberschwaben verbreiten.
Baden. Karksruhe, 19. März. (Schwäb. Merkur.) Nach einer Bestimmung des Schulgescßes können außer den Ober-Schulräthen und KreiS-Schulräthen noch andere Fachmänner mit Volkssthulprüfungcn beauftragt werden. Diese Bestimmung
.Lrijt jetzt in Kraft, indem die Vorstände der Lehrer-Seminaricn
angewiesen wdrdcn smd, zunächst in Gemeinschaft mit den Kreis- Schulräthen, solche Prüfungen vorzunehmen. Dadurch werden einerseits die mit Geschäften überbürdeten Kreis-Schnlräthe er- leichterr werden, auf der anderen Seite wird eine Verbindung der Seminaricn mit der Volksschule hergestellt.
_ 21, März. Zum ersten Male nach Weihnachten war heute die Erste Kammer wieder versammelt. Von Seiten des Präsidenten und des Sekretariats wurden zunächst vcr- schiedcne Mittheilungen gemacht. Ueber das dem Budget vor- angestellte Regulativ in Betreff der Bezüge der Beermr-zn und über das Geseß, die Besoldungen dsr R:?rhter bc-
trkffend, lagen gedruckte Vcrichtc vor. wnrde das Regulanv einslémmig angenommcn. Taranf fokgtc
die spezieüe Berathnng des Gescxcs über die Befoldungen „ der Richtcr, wobei nur zwei Punkte eine längere BeZprcchUng ; hervorricfen. Da hi.rbei auch die AUshkbUng der Handels- Z mögxich , ? dersclben vorgehen werde. Auck) Minißcr , ' Jreydqrf sprach die Hoffnung aus, daß die Reichsgcseßgrbnng : den (Emzelregfernngen die Bsfngniß gewähren rverdk, ihre Han: * " " , Rei Ska; eine stijion ; durfnn; erforderx; sOUW fich jrdock) ech Vesckzränknng der Kom: - ck 3 P zr p_ctcnz nickn errcichen laffcn, sollte das HandU-Égerickn nur!] für * dre geringfüZigften Sachen für kompetcnr crklärt werden, s;) dax“; =
gerichte durch die ReichE-geseßgebung als m Bcixacht gezogen wurde, wirs der Awg «Hummck darauf hin, daß diesc Möglichkcit jest ferner gerückt sei.
delscxcrichte zu erhalten oder solche einznfüdrcnchx ch d;.«s Ve-
man dée Vkifißxr dnfür kaum rnehr geminnrn könne, dann m;"xffe rvemnell dcr Zwséfrl ant-ancknn, ob es nicht 'Ul'ffk'r sei, dieHnn- delégcrirhtc ganz fnUcn zn [affcn Tie Übrigen Paragraplnn und der:“; ganze Gesrß wurdcn hicranf ohne writers Tcr-attc cin:
stimmig angenommen.
,Yeffcn. Dnrmstadt, 21. März. Die Erste Kammer drr Stände Hislt heute ihre 4. Sixung. Die Kammer nahm, nne bcrsit-Z telsgraphisck) gcmeldrt, zmrst die Vorlage dss Ge- sammt-Ministerinms, die Uebrrjrngnng dcs Eigenthums drr Oberhessiscdcn Bahnen an den Stxnt bsw, konform den Besch1üffen dcr Znn'itcn Kammcr, 11Üch11113€k Debatte gegen 2 Stimmon an. Nucl] die weiteren Ergrnftände dcr TazrceZordnung wnrdcn einstimmig ohne Dsdcnrc, konform dcn Brsrhli'xFen drr Zweiten Kammer, nngendmmrn. Sodann Ukrtagtc stck] die Kammer auf nnbestimmtr Zeit.
N?ccklcnbnrg-Schtverin. Schwerin, “21. März. Nack) dom Ablauf der“ jcch§jäbrigcn Waknpcriodc fÜr dic Vcrrrercr dss inrstcntlynnrr? 3120.13011111'5 [UTM dér 111161931111er-strxlitziéckzc Landrörogirrung Ncnwablrn angcordncr und Tadrn'Ö ihrer: stin; Erklärt, MY; six die von dcr" rnjxcbnrgistbrn Bcrölkcrnna bisher nicht mxncnrjnxncnc Und Fader nord nich in Wirklicszfcir gotrctcns Brrfas'snng fortwährrnd als in GclTnng [*cfinklicd an* sckn'. Das Ergrdnis; dEl'NCUWaÖWU bat jkddrl) TCL? Ernunxnng, das; es jcizr gkliUJ-ZU Werds, cine [*chblnsxfäkngc ertrctnng “„u- jaxnnnnznbringcn, nicks cnksprockhrn. Donn anf dir an dicV-cr- trcter crgangcns Znßnnnenbcrufnng 51.1111 27. d. M. dakrn 11 von dcn 21 Bortrotrrn, WCM]? nacb dcr Vsrfnffnng ren Landéag bilden, darnntcr dic jämmtlicbrn 9 Mrtr-xtcr dcr Bandrftlmftcn, drr Grrßlscrzogjicsnn Landvdgtci 31.1 SOOÖUÖU'J dir Anzeige (;ck- nmcbf, dax"; sis: dcr Vornfnng nicbt Folge 1011"th würdxn, Wo- dnrck) dic Nichtdcfchlnszfähigkdir dcr Ychannndxng Won Fcstsrcln.
Lii'scc'k', 22, L?Härz. (Lüd. Ztg.) Ter Kronprinz nnd die Kronprinzeßsin von Dänemark 1111an [vente Vor- mittag Um 01 UHr von Corsör anf drm Dmnpsrr „Frcnn“ Hixr ein und wurdcn von den Hnrcn CereS Petit nnd Horcnnng Prkit, Königlich dänischrn Kdnsnln, bcgrüßi. Nachdem der Kron- prinz in Begleélnng dcs Konsnch C1). Petit einc Promrnadc dnrch die Stadr Und Über den Wall gemacht, tratsn dic bohrn Hrrrsclwftcn übcr Hnmbnrg die Reise nach dem Süden cm; drr ?lufenrhalt soll harxptsächlick) JtaliM gelten.
OcstcrrcicH-Ungarn. Wic'n, 21. März. Tem Bödmi- schrn Landtag ist vom LandannHscknrffe ein Grchcntxsnrf, betreffend ch LandtangahWrdnnng für L'öhmrn, vorgrkat worden. Dcrselbe enjhält jedock) keine prinzipielle ?lendxrnng der Wahlordnung, sondern znmcist nnr einc Kodifikation dsr vrrschiedrnrn Oerkit-Z früher [)esrhloffcncn WahlgrsrßnovrÜcn. Tic beanrragten Aenderungcn zielen dahin, die Wadldezirke so viel als mdg1ich national gleichartig zn gkstaltcn, ebenso die Lnnd- tagsxvahlordnnng mit der Rcich]srarhs1wahwrdrung in Uebrrein- stimmnng zu bringen.
_ Tic „N. Fr. Pr." verdkeibt in ihrem hrntigcn Lrik- artikel dri User Anfickn, daß dir nnrthsnbafllick)? Regcnératidn OesterreicQS mit der Herstellnng der BMW brginncn 111117-16 nnd dQß bkém Urlnrgangc vnn drr Pnpirrwährnnn znm Mstnllgcldc nnr daS Gold «Urin (116 511611116961: Werrhmeffrr gewählt Mr: dcn dürst. Das Bwrr konstatirr die Thakwchr, das; QUO civilifirrrn curdpäisckwn Staaten enrnndrr znr Gojdwälnung dc- reijs übergrgmlgcn find, odcr dock; ganz offen!“;nr die Trndrnz verfolgen, “13116 in nächster Z i! zn thnn. England, Dexrtschkand, die Nikdcrlande, die skandinavischrn Länder Und Porjngak habcn bkrrirs das Gold als alleinigx'; Tansrhmirrcl ge- ;rählt Und das Silber gcs-cleick) zur anktidn drr Scknidcmünzr drgradirt. Spanien und die Ländcr dcr [ateinichnn Münz- konvcntion, nämlich Frmrkreick], Italien, Vekgicn, Griechenland und dir Schweiz besitzen ztvnr gescYLick] noch die T0ppr-[1räh- rung, prägen abcr 1ha1säch[ich in größrrem Umfange mn“ mehr Goldstücke, wädrend fie die RUSprägnng von Silber- münzen auf ein von Jahr 511 Zakn fick) vorringerndcs, höchst desclyeidsncö Arrsrnaß éingéschränkt haben. Doch glei?!)- virx, od fie den erten Schritt, nämlick) den des gescleickzcn Urdrrgangrs znr reinrn G01d1vährnng, in dcr nächstcn annnst snwn :“.ntsrnrhrnrn ddsr U0ch Längxr Hine1nHschirben werden _ die Sildcrwi'rhrnng besaßen odrr besich fie nixln Und Werden sie anck) niemals annehmen. Es b1riben also auf nnserrm ganzen Erdthcile nnr noch die Türkei, Rußland und Ocftcrrcick; als Silberländer. In den dcidcn [eßéeren besteht zwar geseleickx dic Silberwährnng, fakTisck] aber die Papierwährnng, so daß in Wahrßcit das Silber in ganz EUropa, nnt Attsrmhme der tür- kischen Länder, drmonctifirr, ÜbernU entweder durch Gold oder Papier verdrängt ist.
Wrnn Oesterreich Unter so bemandken Umständen znr faktischen S-lbcrwährung znrückkchrcn ryoUte, so müßte 85 sek) von vornherein darüber klar sein, da]; fick] an dem Zn- fmndc der Isolirung seines Geldmarktcs von dem des übri- gen Europa durchaus nick)ks ändern kann. Während die andsren europäischen Staaten eine große Geldgemcinsckzaft bilden, ihre Münzen nach Adzng der Prägekostcn gegenseitig zum vollen Werthe annehmen Und damit einen ficlzeren, un- veränderlicknn Maßstab für (M intérnaxionalen Tr'ansaktionen befißen, müßte Oesterreich noch wie vor abseits und abgeschlossen von dieser Gemeinschaft stehen, sein Geld wäre Waare auf den fremden Märkten, das Geld aÜcr anderen Staaten Waarc auf seinen Märkten; seine aUStvärtigcn Handelsbrziehungen blieben abhängig von allen Schwankunnen des Werthverhältniffcs zwischen Gold und Silber, es würde ihm nach wie vor die un- vcrrückbare feste Basis nicht nur für den internationalen Handel, sondern auch für den größten Theil des Verkehrs im eigenen Lande fehlen.“
Pest, 21. März, Das Abgeordnetenhaus erledigte heute den Geseßennvurf betreffs dcr Volksschnlbehörden, mir „AUSrmbme des §. 13, welcher an den Cernralaussckzuß behufs neuer Tcxtirung drffelden zurückgewiesen ward.
Sodann beantwortete der HandUS-Minister Simonni die
Nach längerer Debatte =
Interpellation Maékßok-F wegen der Jorßdcvastatfonen dahin, daß rr “nach Einvernehmung des Land: Ulid forstwirchschafrlichcn Vcrcms cine GcseHr-oxlagc einbringen werde.
Auf die InterpeUation Karl Raths wegen Abänderung des Gewerbegeseßes antwortete der Handels-Minißer, daß er zu die- sem Zwecke eine Enqué-te einberufen und gemäß des Gutachtens
_ Tre_K0nJregati0n des Pester Komitatcs verhandslte drunk _anlaßlick) der Aufforderung anderer Munizipien der dt? 3911- nnd Bankfrage und besCUOß, an den _ „ „ richten, *":k mexcher derselbe er1uchr wxrd, Tr§;a*s Programa: zn vcrwkrklirhen, eine selbstän- dige-Bank „zu errichten und dée Zollfrngc, wo möglich, auf cZn- [)cnlxchsm Grdirte zn lösen. B(eibrn aber Ungarns Interessen 1111berdchfichtigh dann s:)!l 21:1 sL'x-Ü'LÜTCI Zoxlxsdict crrichtet wcr- drn. Tie gemäßigten: Resdlnnon, wslck)? die bloße Kenntniß- nahme drr Z::scknifwn drr Mnnizépicn empfahl, blieb in dcr Minorität, “
S_Éxwxiz, Bern, “21. März. Tyr Naxionalrath Hat Henk: dn? frnßrr znrückgrjegten Artikel drs Jorstaeseßes er- lchgf Und dann. das ganze (HMH unt 68 gegen 1 *Stimme an- genommen. _ Auch die Schxvsizer im Llnslande haben rin Manifkst gegen das nene Mélitärstensrgesexz cr- 1ch1ssrn. Untcrzcickzner von den Schmrizcr GcseUschaften in Angsbnrg, Berlén, Vremrn, Chemnéxz, Cdln, Frankfurt a. M., Hamdnrn, Hannover, Livorno, Mailand, Mannheim, Münchxn, Nimss, Straßburg, Smttgar: nnd Worms, richtet dasselbe an die *))Titdürger daßcim dic dringenéc Vins, das Referendnms- brgedren mit Z[)rrr Unterschrift zu unterstüyen und [161 der Volkdad'sxirnmung selbst für VLL'WCTfUUZ ÖLS'GLftHSS zu stimmen.
Belgien. Brüssel, 22. März. (W. T. B.) In dcr hcxnigen Sétzung der Rspräsrnmnrcnkammcr wnrde dcr grx'xernvon drm Finan5:Mi:1ister Malou réngebrarhte, zur Unter- srüßnng der Banque d': Belgiqns brstimmw Geseßentwnrf m:“r' 83 gsgcn 4 Skimmer: angenommen.
Großbritasnicn und JrIaud. London, 20. März. 161-517 die am närkzsrrn Montag, den 27. d., vor fick; gehenda Rsise der Königin nnch drm chßsande liegL ert folgendes Prdgrnmnt vor: TTL Königin Wird von ihrer jüngsten Tochter, drr Princhfin Veatrics, der M17quis€ von E12), Lndr] Chnrclnll, :hrrm Privatsekretär GenrrnkMajor Ponsonbx], ihrem Flügel- Adjntanrcn Coloneü Brznxx, und ißrem Lcibarzte Sfr W.Ienner hcglsixet skin. In PortsmoutH erfolgt die Einschtffnng an Bord dsr" Königlicßen Tampfnnr'qr „Vicroria and Albert“ ("11101110 narf] Cherddnrg, Von da wird déeReise per Eisenbahn in „zwei Salonwzgsn, rjn Paris Und ernßbnrg Uack) BWM-Baden fdrrnosext. In [LHfrrem Orte wird die Königin 8 odcr 10 Tngr vc-rweixcn Und fiel] dann nach Codnrg zn céncxn Vssnrlx des dorrigen Hosts begeben. Gegen Ende April rrétt die Königin dic Rsnkreise nach England an, Um in Windsor r*cchtzsirig znr Bewillkdmmnung 1165 ans Indien znrückkehrcnden Prinzen von Walch einzutreffen. _ Ad- miral Josep!) Gaps, einer d-cr' wrnigrn noch üdrigcn Kämpfer von Trafalgar, ist décscr Tags im 83„ Lebens- jahre verstorben. Er jrat im Nngnft 1803 in die Flons Und mnchte dic denkwürdige Sersch1acht anf dcm LiniensédiKL „Ajnx“ mit. Seit Feiner Ernennung znm ContrO-Admäml stand 91: ans der Liste dor Penfionirten. _ Die 11nrersnchnng gegen dsn Kapixön des Dampfers „Franconia“ ungen Tödrnng wérd, Der „E. C,“ znfolge, in dcr nächsjen Sérznng dcs Central Crinrinnl Conrt, die am 3. April chinnt, geführt werdcn. Der L.x“tornen=(§5cnrcral nnd ein anderer Anmnl: ch Sdaßamtes wird die Anklage füh- ren, für dic Vchidignng find Scrjsnnt Parry Und die vaäÜe Cohrn Und Montagn Wiüigxns rngagirr.
_ ZZ„_März. (Köln. Ztg.) Das Koloninlamt crdjklt nnrtsick) déstclrgrnpdiscbrNackninn, daß drr Präkendent ISUerl, der Anzettler drr Unrnhen in Perak, fiel) zn Mnang ergcdon har; seine Adsüßrung nack] Séngapors LTT angrordnct.
Frankreich. Paris, "21. März. Das „Jonrnax officiel“ msldet die WU)! ds?) Herrn DcSmnzcs znm Srnator won Martinique nnd dcs Gsncrals d'rla Iailkc znm ScnaWr von (Hnadclonpe. _ Dcr Nbg. Paul Vert, ro- fessor der Vdnßologio Und Mitglird dcr änßerftrn Links'n, dat JSsTCTU zwri dns Unkerrickßöwssenbetreffende Gesetzentwürfe r-én-_ gcdrath, die zn [rddafTQn Débmten Ankers; grbén dürfren. Narri; der er!"!cn diescr Vorlagen müssen künstig aUe E1'cm9ntnr1vhrcr und chrcrinnen mir drm staatléchxn FähigkeitSzengniß vcrsehrn sein, tdährsnd OiIHcr brkanntlick) das sogenannte Odedicnz- zengniß dcr gc»ist[ichrn Lcßranstaktcn genügte. Den Gemeinde- räthcn sol] die Wakü zwischen konfrsfionsldsem und griff- liclxm 11ntsrricht znstrhen: wo rZit? dsn ersteren wählsn, dürfcn fie dics-cn Entschluß nur im 85-311 ciner Vakanz widerrufen; wo fre fick) für die geistlichen Kongregationen entsckxiden, gilt drr Beschwß zunächst nnr für fnnf Jahre. Die Direkkorcn Und Professoren der Schullehrrrscminaricn müssen arrsnndmsws Laien stin. Dcr ziveitc Entwnrf zielt auf eine Reform der verschiedenen Unterricht§räche, der Departe- menfSscHnlräthr, der akademiscknn Rätlx, endlich des Ohrr- UnterricknSratch ab; ans dcm 1915an wIU Hr. Paul Bert die: vier Erzdiéchöfe oder Bischöfe, dic dsßden Vertrrtcr der pro- jestantisMn Bekenntnisse, den Vertreter des israelitischen Kon- fistoriums, sowie die Repräsentanten der Armxe, Marine, des obersten Gerichtshofs und andere Körperschaften, deren Stimme und namcntlick) drrcn Einflnß jenen der Fachmänner erdrückt, entfernt wissen,
“Spanien. Madrid, “23. März. (W. T. B,) Der Papst (mt cin Breve hierher gelangen lassen, in Welchem cr gegen den AULA 11 des Verfassungsentwnrfs, welcher der Toleranz, in Religionssackzen die Form des öffent- lichen Rechts verleiht, protestirt und behauptet, derselbe vrrlctze die Rechte der kakholisrhsn Kirche und annullirc das Konkordat.
Italien. Rom, 17. März. Der „Allg.8tg.“ wérd geschricbrn: Dir adménistrativen Wahlen brfchch1fttgen den Klerikalichns immer mehr. Hsutc wird von fernen Organen den Katholiken Ixaliens fand gethan: „daß die Therlnahme an diesen Wahlen nicht nur erkanbt nnd wünsäzonsnerxh, sdndcrn auch durchaus nothwendig sei, und das Alles thanbltck auf die anunft. „Es ist die Uebcrzcugung der Versjandrgften un- ter denen, die fich um die politsche Cntwickelnng unserer Hald- insel interesfiren: das; die italiennche, Revolution, wann immer es sei, aus der gegenwärngcn Phase marina- vcllistischcr chckzelei znr härjcstcn VerfngnnI uber- gehcn wird. . . . Wesch unberechcnbare Wdhlrhat ware es da für unser Vaterland, wenn in" allen Mumzxpren lauter ehren- werthe, weiss, konservative Manner saßen! Welcher Vortszctl würde daraus der Kirckzo, den Kaxholiken, dcm Volkögewiffen,
dem Privateigcmhum crwachsen u. s. w.