1876 / 88 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 11 Apr 1876 18:00:01 GMT) scan diff

Als Anlagen sind dem Eniwurfe beigegeboen: die Ver- ordnungen Über die Zchwurgerichte in den Provinzen Preußen und Pommern des Königreichs Preugen.

_ Nach näheren Nachrichten über den am 2. d_. M. in der Nähe des Kao Malea erfolgten Zuiammxnstoß d'es'eng- lischen Handewdampfers „Hnlton Caitle“ war dem italiemsckzen Vastdampfer „Agrigento“ von der Gesellickzait ,Trmacria“ haben von dCi! an Bord des ,Agrigento“ befindlichen 50 Personen mzr ZZihr Leben gerettet, darunter die meisten Reisenden der erßen Kxase. Tic Uebcrlekenden smd mit dem _.,Hylion Castle“ Liczcki Athen gshraäxt worden. Die dort vorgenommene Durchncht der Schiff61isten hat ergeben, daß unter den Reisenden 1. und U, KZaffe Deutsche sich nicht befunden haben. Dxß unter d;:i ZwisckzendeckSUaffagisren, deren Namen nicht _ ein- getragen worden, Reich6ckngehörige fich befunden, „LV,.ÄJLMT 17-151; den Aussagen der Geretieten nick): Wahrscheinlich. Es skud ind-Jß Erxéiitielungen im Gange, um darübey bald T'aunlichs: Gewißheit zu gewinnen. Der Kaiserliche“ Ge- s-xidie VM Radswix; habe die Absicht gehabt, mit dem italienischen Schiff zu reisen; diese ader im leyien Augenblick aufgegeberi, um die Reise gemeinschaftlich mii einem ihm befreundexen exigltschen (Iislehi'wxi, welchci fich schon für das Jriechische Schiff LUT1chUÖM i;:te, machen zu können.

_ In Ergänzung der in der gestrigen-Numixier d. Bl. ZLICÖCUEU Uebersicht Über die Landtagsarbeiten_11t noch zu cxwähnen, daß Seitens dss Herrcnhauses aizßer den. 111 Usdereinßimmung mit dem Abgeordnetenhause erlZdigien, genern U;:ier Nr, 1_5 aufg-xführisn Vorlagen berathen 11nd:_

1) (Hesetzeniwurf, béir. die IlklöZ-Iaikeit der Erbsigcns- U'Ud ?“;Kpuchtxrerhäjxnésix Dor Mvcr- uud Van-Kclomcn in dsr Provinz „(“xnxcvcx.

2) Giieizsntwuri, Betr. die Akiöiunz d:": Servitnien, die TFN- leU-g der Gemeinickmfien und die Zusammenlegung Dsr Grunkixiicko ?"“Ft: Dis Provinz Zwieswig-Hcsiein. „_ .

Z) Usbexsicvi Üksr die äskaiiicixén Bkrgwecke, Hütten und zxiinsn ix". “Fabia? 1874. _

U-xeriiwi Wr ":ck-tn chtganz und Stand der Siaaiöeixsnkaßw kcuikn im Jabr: IST“).

Tic bcidsn erstZedachien Gessßeniwürfe sind dem Hause der Abgeordneten zugesandt. in Veireff der Beschlußfaffung hinfi-Ét- 15,1; der unter Nr, 3 und 4 aufgeführten Vorlagen M de:: Skaatsrkgierung Mittheilung gcmacht. “_ _ _

Zur Zeit liegen zur Berathung, beziehung-F-wetie Veickziuß: f&iiung dcm Herrmdause vor:

(1, Von dM vom Hause der Abgeordneten hcrübergekom: :!:-311211 Vorlagen: _ _

1) GOsSßSTLÉWUr:, kcir. di? LlUW-ZRZUUJ dsr tür dsn V;“rkeiér auf ON Kunsisiraßkn b-Id'i-sk-cndxn Vorschriitsn auf den Kkkis Ziegenrnck 13:31 1. Januar 1077 ab. .

2) Géisßeniwuri, [*xxr. die EinfÜÖkUUJ dsr Kreiscrdnuxg in im Graiiciyaiisn stnigersde Und Stdi'rerg.

3) Gcieizcntwriré, der:. die Aufhebung dsr Parrchia1kx3miion€kt_.

4) Gcisßentwmi, dsir. dix,- Erhößnng dcr Gebiäkyren dkr Iidrarien im Bkzirke dés Appsslxiionsxzerickztsdrfes zu Cöln.

11. Von den von der Siaatsregicrung gemachten Vorlagen:

5) Gsscizentixiixé, 'Wir. die Vsrwaltung dsr dkn Gemeindewmid Z;*iitiich€ii Aniiali-M gskörigkii-Ödizungen in den Provixizen Prenßdn, BranD-Nbixrg, Pomxxsrn, Possn mid Sch1efien (Bcrickyt ist von der Azraikommi'sion crsiäfiyt). _

6) Usbexffchi Über die von dsr Staatsregierung gefaßten Ent- )",1'Liei3ungexi auf Amräge WT“ R:!"ciuiionen Hes Hcrrenbauics in dsc Seifion 1875. _

*Im der KommiNM i 1. :Hex“chäft§ordmmg beraißsn und Linirag f::muliri.) '

7) Uskkrsiäxien like! dsn Fortgang des BMW und die Erscßiiiffe 7.133 Bircches dcr Srakisikenkakynen in DM Jahrén 1873 1.211? 17574,

«. Von sonstigen Berichten:

») Bericbr Dc: Sraaxsscssuldcn-Kvmmii'ion like: 'die szrivxitunZ d(Z Zmazkiwuldcnwsien-F- im Zaire 1574.

9) erickt L*?! Mairiksl=Kou1wiiü§n.

11“) Bsriwt der Psiiiivns-Kommiixivn *siöcr die Pciéiéyxisn, 'Wir. - *:; Rii'LZicUZum-Irxiw: in den Vo1kéici7aleii.

_ Seiisné dk: Abgeordneien Windthoxst (Mcdosn) imd (3351151727: wurde I:?amixlick; in der Lrftén SCNR“. ch1873 71) dkr 1a“.:_r'eiidcn LeZiZZQZUW-xriokö dcr Ariixag gssteiii, das Ham? der Abgeordnsxn EUS .:!!gemeineii und dirLkTSU Wghlcxi m€x geheiML: LZOZZmMiUig hkkUOkJSheN ZU kaffe» DSS ngedidnctekiizauö bxickzivß, die zweiie Bsraxhiiiig disie-F- LLTMÜZZS auf 6 Mdiiaie zu vertagen, indessen biisd d;:rck) dxxi inzwischen kridigteir Schlwß der Seiswn der L;:iirag UULTledi-ZT. Vor Kiirzsm ifi mm in der Kommission d:Z Zidxsdrdiiexeniiaixics bsi Vorbsraihung der STÜÖTCQTÖUUNJ d;: Veriuclz g::ixiacizx wordxn, das (IUZLUUL'US Uiid gi€iche Wah12cck32 iii daS fxäkxisäze Gcmeindswesen sinzuiéißreii.

Mcizrcrc Sxädisdsriremngeii bszw. Versammimigen in S:;idxcn ingen fich dsrcixö fÜr dar.“: aUgeMine gicickzc städiiickzo Wahlrecizx ÜUÖJLL'UZVCHLTT. Eine am Sonntag in VZTKN adgs- haitexic sozialdemokxatiicizk Voikövériammlmig beschloß einstimwiZ, in:.ck) dM Liiisfiihriixigcn des Adg. Haselmann an das Adgcord: :?;xiiiz-ZW Cine Roioiiiiidri zu smdm, iii Welche? Tir enischiedkxißc Brote]? “55an ieds Siädreordnuxig aiisgesprockzeii wird, bsi ws!- ckck: die Ziadtvexordiieienvkriammiimg nicht nach dem all- g-suieinexi Stimmrccizé géwählt wird. Niick] die Stadtverordxixxcn z:: Wiixcnberg Md de'; liberale Wahlverein „zu Halle «. S. haben sick) gegan da-Z Treiklaffen-Wahisyftem erklärt. Eine B:??Jervcrsamminng WU Magdebnrg hat am 7. d. MTI“. a:' das Lidgwrdncsnhaus eine Petition WTZTL, da- [;in gelxnd, d,:Z U.".Ter Bsibeiyaltnng Links C;:xsus dzs Treiklaffensziiism béscitigt und direkte Wahlm mit gedeiwsr Adßimm1221g cidgcfüigri wiirden. AUF) der nationc-Uiberals WHZ- dersin zU Frankfiirx a. M. hat in seiner Versamminng vorn 8. APM das in dcr Städteordnung vorgeschlagene Waßisizsiém vzrworien.

Für das in. de: Vorlage angsnommene Treikiaffensysism mi: geßeixxikr Abixémmung haben fich dis jcxzt der ickiefische Und d:“: pomxxieriche Städtetag ausgeipxochen. Der exsierc Hai be- i:“;(offen, für da? letzte Alinea in § 14 folgsnde Jaffung zu ['Samrageti: „T€? Klaffenßeuer-Stufensaß kann diirch Orts- 123121: OB aui :*"- ;ié; hcxakgeießt und bis aiif 12 ;!k; L:;éöhthrdsn“, d.:keé 3521: statt deH Erforderniffes des einjährigen dsn zwxijährigen WdH-Fiß zu vsrßangen. Auf dem pommerschen S23dtsxag maxx“. 37 SÜW diirch 61 Abgeordncie _vcriretcn; 177371 enrickzisd '.“?313 ::.i: aUen geJen 3 Stimmen für BeibxhaltUiig dez szikéaffexisriftsmox mit dem in dem Entwurf vorgessglagemn CZ::iu-Z v.:r: iäikrkix'; 6“ :lé- ZTSUZM.

„D;:i erei: ÜN: 2,15 bxftz Wahircchi in jsde städxisckze 932221272153 hixixédzxwaßen, schr2ibi die „Nat.:Z.“, ii: wei- ck51" Ick; (ii: UL::QMMZMLH cdér radikach EiéüikNT findet, erin nur i:":x Osxjsnigen eiii verkockender Gedanke stin, dxr ein Prinzéx: darau-Z maäzi, daß die Kommunen Ui'd («!:-IMMER dsr Tummeipiax: des politischen

.k„.« . „..-

recht in den Kommunen bis jest Boden nach ein unerprobtes Expeximmt. Wo in größeren Landestheilen gleiches Stimmrecht der Bürger besLeht, da ist das Bürgerrecht selbst nichts weniger als allgemein, und das ge- schmähte Dreiklaffensystem hat doch immer den Vorzug, daß es ein wenngleich beschränktes Stimmrecht auf einm wett großeren Kreis von OrtSangehörigen au93udehnen geßattet. Wer“ aber Beides zugleich will,_ weiteste Ausdehmzng und Gleichheit der Stimmberechtigung, hat die nächste Pflicht uns glaubcn zu machen, daß diese Preisgebung der komwunalen Selbstverwaltung an die Maffe der Unbemitteiten und Ungebiideten in Deutschland die Gefahren nicht in sich birgt, welche anderwärts fchrccken- erregend daraus erwachscn find,“ . , . Hieran knüpft das genannte Blatt Mittheilungsn ausdem nz: Jahre 1871 erschienenen Aufsaß von ])r. Friedr. Kapp uber die New-Yorker Stadtverwaltung, wxlcher jeßt in der Sammlung „Aus und über Amsrifa' (Berlin, I. Springer 1876) "wieder abgedruckt ist, deren wir in Nr. 85 d. V1. ausführlicher Erwahmxng gethan haben. Der Verfasser schiidert in dem erwähnten Aufsas die großen Unterfchleife und Betrügereien, welche in der Stadt- verwaltung von New-York aufgedeckt worden find und geht den Gründen nach, aus welchen Erscheinungen dieser Ar: auf dem Boden einer hochentwickelten Kultur erwachsen komten. Or. Kapp legt ausdrücklich Zeugnis; dafür ab, daß private Moral und Bilduug in New-York nicht jiefcr stehen, aks in jeder andern großen Stadt, „Tie edelsten und gebildet- ften Gcister der Nation, Uiiabhängige Männer und politische Denker üben in ihren engeren Kreisen den natürlichen Einfluß aus, welchen geistige Uederiegenbcit in der gamzen Wclt bedingt. Tie Preffe ist mit den reichsten Hü1f6mitteln ausgkstaxtet und viel besser redigirt als die deutsche. Tie BildungSanftalten blühen. Das Familienleben der großen Mehrzahl der Bürger ist rein und unbescholten.“ Einzig und allein eins verkehrteRüFwirkung der politischen Entwickelung auf die kommunale Verfaffung hat nach Dr. Kapps Unfiäzt die Korrupiion in die städtische Verwal- tung eingeführt. Die Ertheilung des städtischen Wahlrechts an jedes großjährige männliche Individuum mit den nothwendigen KonsHquenzen, die fick) daran beiteten, sei der Keim des Uebels geworden, welcth fich einige Tezennien hindurch nur langsam, später in reißend steigender Progression Bahn gebrochen hat.

_ Die Grundbuchämier find mehrfail) von der irrigen Annahme auSgegangen, daß auch bei cinfachen ?luflassungs- verhandlungen zivischen Theilnehmem an einer Erbschaft, oder zwischen USZLUÖLMLU und TeHzcndenten, ohne Weikeres die eine Steuerbefreiung bezw. Erieichierung gewährenden Be- ßimmungen der Kab.=Ordre vom 21. Juni 1844 und des Ge- seßes vom 22. Juli 1861 Pos. 293 und 55 resp. 286 und 54 der Tarife zu den Verordnungen vom 19. Juli und 7. August 1867 Anwendung finden. Seitens einiger Grundbnckyämter ist in derariigen Fälle:: geradezu den zur Auflaffung Erschienenen ein»: besondere Beurkundung des der Auflaffungserklärung zu Grunds liegenden Veräußernngngschäfi-Z behufs einer vermeint- lichen Ersparung voiiKoften abgerathen, und dadurch eine nach- träglichs Heranziehung der Betheiligti'n zur Entrichtung des voUen Auflaffungsßempels gemäß §§. 1 und 2 des Stempel- geseßes vom 5. Mai 1872 veranlaßt worden.

Der Iuftiz-Minister hat die Grundbuchämicr darauf auf- merksam gemacht, daß die den Ansaß dcs Kaufwerthstempels augsckxließenden bezw. heschränkenden gesexikichen Beßimmungen [cdiglich da zur Anwendung gelangen, wo die zwischen Theil- nehmern an eine:: Erbschaft zum Zwack der THeiiung der zu leßteker gehörigen Gegenstände abgeschlossenen Kauf: oder Tausch- verhandlungen resp. die Uebertragsverträg? zwischen AsZendenikn und Deécendenicn beurkundei WNÖM find, und daß, sobald dies bei ?iuflaffangsfäilen der gedachtcn Art weder in einer Tem Grmibuchamie sogksick) oder innerhalb einer erbetenen Frist vor- gelegten förmlichen Urkunde, noch iii einem bei Gelegenheit der Auflaffimg sslbft errichxci-Jn bezw. in das Aixi'saffimgsproiokvll mit angenomme-nen Akt der freiwiÜi-qen Gerickvtsbdrkcii geschslzen ist, auf Grund der §§. 1 und "2 des Stempslgessßks vom 5. Mai 1872 der Ansaß dss voUcn Wertßftémpkkx? für die AUf- [affungserklärung Erfolgen muß. '

ZUJleici; hat der Iiifti5-Minißer darauf hingewiesen, wie es hiernach im Interiffe der Vctheiligten und ziir Vexmeidimg Cincr vom Geieße nicht beadfichtigten vermkhrten HeraNzieHurig der materieilen Recht§g€sckäfie „zur Bxftkm'rung geboten ist, daß dUrci) die Griindbuckzämter in asien Fäilen, in welchen eine iibér das der AxiiiaffUiiZSerklärung „zu Grimde liegende Veräußerixngs- Zsscizäii errickitkte U:“kiiiid? gänzlich oder tdeilwcise von dsm WeriHitempel béfrsit sein würde, den Betheiiigiem bei dcr disti- ielben in Gemäßhsii dxr ailgemeincn Vci'iiigung VOM 12. Mai 1873 vorzulegendsn Frage, ob ste eine solche UkkiMdL vorlcgen on-xn, zugieich die Folgkn bemerklick; zu mackxri smd, welcße ein UUt-xrlaffen der BeUrkundUng des geiroffenkn kaOUiMMZ

nach W) zieht.

_ Tie Bevoilmächtigteii zurn Bundesratii: Königsick; bayexisckJer Minißeriai=Rath von LOS, Königlich sächßsch€r Ge- beimer Iustiz-Ratk) Held, Königlich württembergischer Minister dsr Iußiz und der Au6wärtixxen Angelegenheiisn von Mit:- nackzt und Großherzoglick; izesfisckzer Ministeriai-Rath Finger “("if-.d von Berlin Wiédkr abgereiß

_ Ter GMerai-Lieuienant Stein- voii Kaminski, Commandsur der 13. Tivißon, ift mxi Urlaub von Munßec hier eingetroffen.

BrQeZiau, 10. April Wie die „Schiss. Zig.“ berichtet, ift das hiesige Fürftbisch6f1iche Konvictoriuin fürTheo- [dzie-STUdirende diirch Verfiigung des Oder-Präfidenieu Grafen von Urnim-Boyxenburg vom 3. April d. 3. ge- sckziossen worden, weil eine auf GrUiid des § 9 des Geseßeö vom 11. Mai 1Z7Z angeordiiste Revision deffelben nichtu voll- stäiidig hat ausgsiiihrt werden können, da von dem Prafekten di? Voriexung des nach §. 9 der Stataten zu führenden Buches „s'SrzoMöa“ verwsigert wurde.

Diisseldorf, 8. April. Tie hiefige Königliche Regierima hat an die KreiH- und Schulinspektoren ihres Bezirks folgende Verfügung erlassen: , _

.Wir haken neuerdings wiederholt die Bemerkxmg ZLMICIT- _W W; sowohl Kreincbulinipekrorea wie Lokalfcbulimpekroren UMékks Bzzirkss an öffsnélfckoen Agitatiunen ketdciligt haben, web_É-e. gegkn wirklick): oder angéblich bxaksxhtigie Maßnahme:: der Kon1Z12chsn Staatsregisrung auf dém Gebi-cts dcs Schuleens goriwxct imd, UNd das; die bcnaunicn Beamten zu solchen FTLJLLL d:: SWL- organisation, deren Regelung erst von ddr anunsx erw.]rW: Wsrden kaun, éffentiich prinzipielle Stklinng genommen haben, Wodurch das

auf deutschem -'

:'nspekioren unseres Bezirkes für die Zukunft von allzu ZFMiliibcn Kimb- gebm-gen de_r Art fern zu halten u_nd daß dieselben es iiib im Geoentbeil ungelesen sein [affen werden. uberau auf die Herfieüuvg friedlicher Vkrbältniffe binzawirkeu und das V:rtrauen_ in die wohlwollenden Absichten der Regierung zu fiäkken, _ Von dieser Verfügung wolln: Sie den Ihnen uuterftelltm Lokal-Scbuliuspektoreu Kenntniß geben, um auch 111 gleichem Sinne auf die Haltung der Lehrer hinzuwirken. Königl. chierung Abtheilung des Innern. gez. v. Junker.

Au sämmtlixbe Herren Kreis-Schuliuspektoren und die Stadt-

Shulimpektoren des Regiesuugsbszirks Düsseldorf.“

Bayern. Münckzen, 6. April. Troy der großen Ma- jorität, mit welcher die liberalen Wahlen in München vollzogen wurden, _ 286 liberale gegen 28 ultramontane Wahl- männer _ ist die klerikale Partei in der Kammer doch entschlossen, dieselben wegen einzelner formaler Unregelmäßig- keiten, welche vorgekommen find, zu kasfiren. Die Ultramontanen würden in diesem Falle, wie der „Schwäb. Merkur“ bemerkt, erst rscht die Majorität haben, da fie 79 gegen 72 Stimmen zählen würden, denn die fünf Abgeordneten dürften nicht mitftimmcn. Die Sache werde wohl bald nach Ostern ins Plenum kommen und es sei auch nicht abzusehen, was mit der bis jeßt erzwungenen Verzögerung der Entscheidung ge- wonnen werden solle. Wichtigcr ift, daß die dann nothwendig werdenden Neuwahlen, sowohl die Ur- als auch die Abgsord- netenwahl sobald vorgenommen werden als das Gesch es er- laubt, denn darüber bestehe nicht der mindefie Zweifel, daß das neue Ergebniß dem seithxrigen genau entsprechen werde. _ Ueber die Vorgänge in der Sonderkommission zur Vorberathung des Jörgichen Wahlgeseß=Initiativantrages verlautet man- cherlei. So soll der Abg. Beckh (Advokat aus Nürnberg) das Verlangen geftellt habm, den katholischen Geißiichen das Wahl- recht zu entziehen, damit seibWerftändlich aber nicht durchge- drungen sein und err. v. Stauffenberg soll beantragen, alle Personen v5n der Wahl auSzuschließen, welch6 nicht lesen und schreiben können, eine Forderung, welche wieder an der klerikalen Partei scheitern wird. Die Arbeit an dem Problem eines neuen Wahlgesexies ist unter den gegebenen Verhältniffen gänzlich un- nüy, diese Signatur ist dem Unternehmen von Anfang an ge- geben worden und sie wird es auch behalten. _ Dem Eisen- baHnauösäzuß liegen bis jekt 45 verschiedene Petitionen in Eisenbahnangelegenheiten vor.

Sachsen. Dresden, 10. April. Die Zweite Kam- m er berieth heute über eine, die Einführung eines BibelauSzugs in den Volksschulen betreffsnde Petition des ailgemeinen sächsischen Lehrervereins und schloß fich nach einßündigec Debatte unter Ablehnung eines Antrags, die Petition auf fick) beruhen zu [offen, und eines anderen Antrages, bei der StaatÖrcgierung die Ein- führimg der vom Profeffor Hofmann in Leipzig ausgearbeiteten SchU1bibcl zu verlangsn, mit großer Mehrheit dem 9lntrage der Majorität der Deputation an, we1cher in der Haitptsackze darauf hinausgeht, weitere Erörterungen dieser Frage, dez. unter Be- fragung der BezirkÖ-Schulinipekiorcn, zu vsranlaffen.

Württemberg. In der SiHung der Kammer der Abgeordneten vom 7. d. M. bemängelte bei Berathung des Etats Kap. 118, „Eisenbahnen“, der Abg. Pfeiffer die in GZÖWUTH ßehende Berechnung der Rentabilität der württembergischen Bahnen und machte dadei darauf auf- merksam, daß bei einzelnen Strecken das auf Anlegung der Bahn verwsndete Kapital in den offizieilen Berechnungen in Verschiedenen Jahren um äußerst geringe Beträge erhöht angegeben werde; so sei bei einer Stracke das An- [agekixpital dieSrnal um 5 Fl, höhsr angegeben gegen das Vorjahr, um 5 Fl absr könne man kaum eine Verbefferung an einer Bahn vornehmen; cs werden da wohl Gelder auf das Anlagekapital gcschkagen sein, die sonst aus Betriebsgeldern bestritten werden. Bei einer andern Strecke sei das Anlaxekapital sogar geringer gegen früher, ohne daß von einer Auösckzeidung etwas gesagt wäre. Man könne fick) iiberhaupt aus den gegebenen Zahlen kein Bild über die wirkliche Rente der Bahnen machsn, weil die schon in Be- Trieb ßehendkn Bahnen mit den erst im Bau begriffenen zusam- m9ngew0rfen seien. Bei der neuerdings angeregten Frage der Reichseiienbaßnen sei es aber doppelt nothwendig, ein klares Bild der Rentabilität der Bahnen zu haben. Er möchte bitten, dafür Sorge zu tragen, daß die Zahlen im Etat Üderficht1icher und korrektkr zusammengestcUt werden. Der Redner fteUte schließlich eine Berechnung auf, nach welcher fick) bei den Eisenbahnen eine Min dereinn abme von 4,180000 (45 bezüglich dkr Rentabilität erqsbe, indem die Auggaben 18,710,000 416. die Einnahmen 12530000 QW bezragén. _ Der Generai-Tirektor, Geheimer Rath v. Tilkeniu-s erklärte, die verlangte AUSscheidung der Kosien für die im Betrieb befindlichen und die erst im Bau begriffenen Bahnen beiteffend, verweise er auf die Jahresberichte des Minisjeriums der VerkehrSanstalten an dcn König, in Wel- cher immer das ges.:mmte Aniagekapiial ohne Amortisaiisn ganz genau angegeben ski. Was die Aenderung im Anlagkkapital betreffe, so gehe eine solche hervor aus Bahnhofumbauien, Er- sLHUUg hölzerner Brücken ÖUkck) eiserne U. 1". w. Wenn das Anlagekapitai einmal geringer angegeben wsrde, als früher, so küßte diss vom Verkauf von Grundflächen Und Mateiial ßer, welche beim Bau übrig geblieben seien. Der General-Direftor steÜte sodann die Ausseßungen des Vorredners iiber die chmbiiitätsbereckzimng im Einzelnen richtig. _ Der Finanz-Minisier v. Renner wies ebcnfails die Be- mängelungen des Abg. Pfeiffer wegen angeblickzer Unklarheit in der Rentabilitätsderechnung zurück und hielt an der voUständigm Richtigkeit der im Etat angegebenen Zahlen fest. Der Abg. Pfeiffer i)abe in seiner weitläufigen UuHeinanderseßung zunächß die im Etat enxlzalwnen Notizm benuht, es seien dabei Ver- wechieiungen Unterlaufen, eine nähere Darlegung derselben sei in Zeitkürze nicht möglich, er, der Minißer, sei aber zu einer Besprechimg derselben bereit, wobei fich ergeben werde, daß die Aufstellungexx im Etat richtig seien. _ Ein Amtrag des Kanzlers v. Rümelin: eine Bitte an die Regierung zu richten, beim

Haaptbahnen mit dem Etat der Kammer vorzulegen, wurde sch1i2ß15ch mit 50 gegen 31 Stimmen abge_lehnt,

Mecklenburg. In einer Versammlung des liberalen Wahlvereins zu Wismar sprach fich, wie den „Hamb. Nachr.“ geschrieben wird, der Reichétagöabgeordnete Bürger- meißeraupt auch über die mecklenburgische Verfafsungs- frage aus und äußerte fich iiber den Weg zu ihrer Lösung dahin, das; disse nichtanders (115 durch ein Eingreifen des Reichs zu erwarten sei. Zwar habe der Bundesraih die Erwartung au-desprochcn, daß das Land die Reform aus sich allein hervor-

Axiiehen u::d_ka§ Vertrauen, welches ihr Beruf exfOk'kM, “'s-schr an? das Crnpfiadiiéoste geschädigt werden k_a_nn. Wir W:ech2_en d:2_Eciyar- tuxg aus, daß es nur eines Hiukas am das Umtaithaste eines

Parteikawpx'sz :?:“--„;*.'., Das ailgemeixie gisiche Sximm-

] iochcn Verhaliins &cka wird, um die säkitmiiichn Herren Schui-

bringen werde, allein eine Initiative des Reichs, zu welcher die [ m:ck(enburgisch2n Abgsordncten unaufhörlick; zu treiben hämn, bleibe die einzige Hülfe.

nächsten Etat eine Berechnung der Rentabilität einiger-

Sachseu- Coburg-Gotha. Coburg, (W. T. V.) Die Königin Victoria und die Veatnce ßnd heute Abend hier eingetroffen.

10. April. Prinzessin

Oesterxeich-ngarn. Wien, 9. April. Dem Nbdblr“ Wird von hier geschrieben: Das Intereffe ionzentrirt ßch fortdauernd in ganz 1icher_ Weise au'f die Verhandlungen, die geaen- wartig tm iHalali; auf dem BaUplaße unter dem Vor- fiße; „des Grgsen_ Andrasii) zwischen den beiderseitigen Minißcrii ]tatmndcn. Inwieweit dieselben einen günstigen qd:r„unb87r1edigenden Fortgang genommen haben, ist die Oeffent- lichkeit zu erkenxicn nicht in der Lage, da über die Verhandlungen iorxgeseßt volles Schweigcn beobachtet MW, und das, was in der ungarischen Presse zu Tage tritt, unter Tem Vorrechte tendenziösen Cßaraf: ters steht, daher zu einer gewissen Reserve herausfordert. Nach ziemlich übereinstimmenden Meldungen der Blätter soll dsr Ein- tritt der Osterfeiertage den natürlichen Abschluß der Konferenzsn bilden und glaubt inan bis dahin mit dem Verathungsmateriale fertig zu werden. Man darf an Lieser Annahme hoffentlich mit größerer Berechtigung feßhalten, als an dxr Meldung ciniger Pester Organe. nach welchen die ungarischen Miniüer cr: klärt haben sollten, fte würden am Gründonnerftag abreisen, wenn bis dahin auch keine Einigung erzielt worden sein sollte. Die Oeffenilichkeit kann überzeugt sein, daß in solchem Tone die Verhandlungen sich keineswegs bewegen und daß zwischen diesen und den Stimmen der ungarischen Praise ein sehr wesmilicher Unterschied besteht.“ _ Die Mkhrzaiil der L aiid- tage wird in dieser Woche ihre Berathungcn beschlisken. Eine AUSnahme dürften nur der galizische und der niederösterreizkziiche Landing bilden, die auch noch nach den Oßerfeiertagm durch einige Zeii ihre Sitzungen fortseßkn werden,

_ 10. April. (W. T. B.) Auch in hiefigkn unterrichteten Kreisen wird versichert, daß die von einem hiefigen Biaite dsm Statthalter von Dalmatien, General Rodick), zngeschriebenen und von den Journalen „Gosos“ und „Ruski Mir“ wiedergegebenen Acußerungen iibcr Rnßland jeder thatsächlichen Unter- lage entbeHren.

_ Der „Presse“ wird unterm 6. aus Berlin geschriebem „Die föderalistischen Tendenzen in Oesterreich und Deutickiiarid baden in dem Prinzen Heinrich von Hanau in Prag einen Göimer“ gefunden, dcr fick; der Bestrebungen, die Rcaktionäre in Deutschland und Oeßerreicl) zu einer großen Föderalisieii- partei „zu vexeinixzen, sehr warm ar-nimmt. Untkr seiner Pro- tektion fanden in dsr böhmifch2n Hauptstadt vor einiger Zcit Konferenzen zu diesem Zweck statt, an denen von deuiickzcr Seite Konßantixi Franß und der bekannte Schimmel- pfeng jheilnahmen, wäßrend von czechischer Seite Pa: kackt] anwesend war; der Kardinal Schwarzenberg wurd? Über die Resultate der Berathungen auf dem Laufenden gehalten. Es wnrde ein uns vorliegendes dei HUttler in München ge- drucktes Programm ausgearbeitet, das die Grundzüge der Po- litik der ULULU Pdrtei enthält, und den Stimmiiihrern der U1- tramontancm, Partikularisten und Föderalißsii in TklitsckJlQKd und Ocftcrreick), eben übersendet wird.

Lemberg, 8. April. Der von den Ruthemn eingebrachte Antrag auf G1eichöercchtigung der rntlxniickzen mit dsr polnischen Sprache an der Ackerbauschnle zu Dublam] wurde ,;cute =an Lamdtage nach sehr erregter Debatte abgekchnt.

Fxxxnkreiäx. Paris, 9. April. Gestsrn hieit der mit dem Geseßeniwiirf Über die Reorganisation des fran: zösischen Gstieraisiabes beiraute SenatH-NussciUiß eine Sißung; es lagen ihm nach der „Kökn. Zig.“ drei Systeme vor: LUUULÖSL' den jeßigen Zustand ÜUf= rsckzi zu erßalten Und aus dem Genoralstabe ein gs: schlossenes Corps zii machen; oder daß derselbe eiiien (TUM Ka- pazitätsn geöffrieten besonderen Ticnß bilde, oder endlich ein gc: misékxtes Syßem. Am meisten Anklang schien das [eßtere zu findixn, das Gsneral BiUoi befürwortete. Der Geséßentwurf dvs Kriegs=Miiiifiers läßi zwar Wenig Neuerungen zii, doch desihloß man, ihn den Vsrhandlungen zu Grunde zu Tegan.

_ Bis jin siiid von dxr Tepniirienkammcr 13 Wahlen für Ungüliig CTUÜTT, fÜr 3 wnrde cine Untersuchimg eingeleitet, 8 smd Noch zu prüfen. Dieser Zahl gegenüber äußert das „Univers“: „Klerikale smd nicht 11111? die Katholiken, soiidsrn aiich solche, die an Gott glauben konnten. Solche darf es nicht mehr geben; man braucht nur UOck] ein Gesc-H zu machen: Fortan smd Leute, die des Glanens an Gott verdächtig snd. Weder Wähler, noch Kandidaten, noch wäßlbai'!“ Anstand gegen die Behörden und Gehorsam gxgsn di? Geseßc seien aber nicht die Sache der lerikaisn, erwidert die „RSP. Fr.“ _ Uebri- akns sixid diksslben, weniiftens je15t noch, zum eiitschisdenen Widerstand entschioffen. Nack; dem „Univér-Z“ würden fie Kak; ihre Rschte nicht vsrkürzen [affem sie seien Bürger und wollen ihre Rechte üben, und fie würden aUe Deputirxs, welche eine „brutale“ Handimig unter dem Vorwauds „klerikalen Druckes“ zurückgewiesen, in die Kammer zurücksendsn; das würde heißen: die Geißiichkeit one sich bei den nächsten Waxlen disselben Unge- seYlichkeitcn zu Schulden kommen laffen.

_ DLT Ausschuß Dsr Dcputirtenkammer hat die aUgc- meine und die ideilwxise Amnestie vérworfen Uiid mir die An- wendung von Milde defÜrwortet. Wegen des Einstellens der Verfolgung «Wim nock) nicht verurtheilte Insanenten milk fich der Ausschuß erst mit der Regierung v:?rständigen.

Die ultramoniaxikn Blätter erörtern das Resultat dsr französischen Finanz-Kombinaxidn in Aegypten; sie machen daraus eine „Niederlage Frankreichs“, um wo möglich den Herxog v. Decazes zu ßürzen, „Es wird nach und naa) auch hier, wie in Deiitkckiland und Italien, Me- thode, schreibt man der „K. Ztg.“, mit Schadenfreude auf Miß- erfolge der Regierung hinzudeutcn, um den Finger Gottes nachzuwckis€n,“ Uebrigens ist die Niederlage? in Betreff jener Anleihe noch gar nicht e::tschieden; noch ift ein Zusammenwirken des französisckyen und enZlischen Geides Und Einflusses in Aussicht; ,Figaro“ wenigstens spricht von Wün- schen des Khsdive und von Verhandlungen zwischen Derby und Tecazes, Welcher Sai) hinzugezogen hat. Die weißen Blätter behandein darum auch die ganze Angelegenheit mit großer Zurückhaltung und kehrcn jest fast mir noch die finanzieile, nicht mehr die politische Seite heraus. Man hofft auf ein Zu- sammengehen mit England._ Was die finanzieiie Seite betrifft, so fürchiet man ernste Folgen. Die SchchHsch€ine (d. h, die so- genannte schwebende ägyptische Schuld) betragen ungefähr 600 bis 70T) MiUionen. Davon haben die großsn Finanz-Geseil- schaften in Paris 250 Miiiionen, Aegypten (haxpisäcizlick) Alexan-

„Prag. publizißisthe

ausschließ- .

[ Hanhkn. _d. h. fie wUrden in Paris in Report gegeöexi. IU Pat."!!- bexlnden sch kemnach a?? 350 Millionen ägyptischer SchK- suckzstijné, fur fwlzllche dnach den leYiZU Elriassen dés Khedive die

emer ,ecn üten. “'. „tee ' '- aus Paris.) rf (& graphischen Nachrich-en

_ C;:nx Unzahl von Jamilienvätern hat, dei“ ?liwozxniers der Armee, eine Petition Um Abschaffung des milttqrtxchen Zweikampfes gerichte-t, der jedes Jahr in den' «Reihen der Annes Opfer forderte, deren Blut für die Ver- thezdiguwg des L_andes, der Ordnung und Sichecheit, nicht oder am unnuYe Weise vergossen werden dürfe, undZweikämpfen, welche“ fal1ches _Ehrgsiäbl und bedauern-H-werthe Vorurtheise der sur die ertheidigung des Rechtes bewaffneten Soldaten auf- stiege. _Dijnterzeéchner verlangen daßer für ihre Kindxr Ge- rviffZUSfretkzeit, und vom KriegH-Minißcr die Jniiiative zur Ab: schaffung dix: miiiräriickzen Zweikampfes.

__ Tie Gambettißen haben ihr Programm in der ereiicrfrage aufgestellt, das im Ganzen vorfickxtig gehalken ist. _ Sie erke:m_en_ an, daß der Arbeiter dsr Kenntniffe und der Erziehung bsdu'rse, und dcr Sicherung gegen unverschUldete NKU); Als Kind brauche er daher den E(cmcntxr:11nterricht, ais Iunglingiat er die Lehrzeit und die Jachsckinlén. Für die Organisation des Lehrwesens find die gewerblickzen Schieds- geiichteiomp'exerit; im '))Tanncsalter müßten Erspamiffe und geg_e_nsettige Pulssleistung ihn fck;üyen, nicht durch unaiückliwe Zymüe zum Proietarier herabzufinkm Für das Gréisenaltér seien Yewslegixxigékaffen nöthig. Besonderss kai-in lsgen fis atis die O_rxzanixanon der Sparkaffen, Geseilschaften zu gegen- seitiZer HuZsHieiming, Verficherung gegen Unqlücksfälle, Pfand- hauier u. 1. w.

_ Ueber_einen in der Provinz Constantine ausge- brdckzenen Aurßand berickyten die dortigen Blätter ioiasiidss Naß-ere: Etwa LÜUsLUd Zelte der Uied-bu-leid, der Selnii uad dfer Nahwanndxben fich kmpört und lagern in dem Dorfe El- ?«wri, cincr _Eiappe von der Basis von BMW in südweftlichsr Richiung. Cm Schäier von Bled:81=Amri, Namens thed-den- Aichi,__bat1ich an dis Spitze der Aufrüdrer gesteUt. Er ist mir L_? Jahre alt und, wie man sagt, ohne persönlichen Cinffußi m Constantine wird aber die Bewegung eincr hoher stehendsn Persönlichkeit zugeschrieben. Im [Wied Herbfte hgtid M'Tammed Yaya, der Scheik der Uled-bu=Azid, dcr_ franzofi1chen Bkhörde Grund zur Utizufriedenheit gegeben. Fur den Aixtrag seines Kaids, Si BuluerH, wurde er vor die „'"-zxrafkoxnmmfion von Batna gsftelit und zu 61112111 Monat Gefäng- ned1zVerlnst seiner Würde verurthéilt. Er steixt im VsrdachZe, den Aiisr'tand angezsttestzuhadcn. Er dat sagt man, dem Ahmsd- ben:?lickgi das Pferd, ws1ches er jeizt reitst, und die gkÜULF1Ül1S, di? ihm vorangetraZen-wird, zum Geschenke g2macht. Tie Uled-dlezid find der namliche Stamm, welcher im Jahre 1871 die Lliifiedler dex Henandmuhle umgebrackzt bat; fie kommen jeden Sommer mx: ihren Yeerden in die ledei-Noor und aebörcn zu dem „Kom- maxido der Zaids von Visfra, Si-AHmed-ben:(§5axia:1. Die Sekani'me de'; oßlichen Zahara von Constantine zerfalleriin zwei fxiniYich§ Parxeien, die mächiige Familie der Ben-Ganak) und dt? (MUM? ?liiBey's, des ehemaligen Kaid-Z von Tugnrib. EH ware also mdglxckz, daß die Parisi Mi Béy's mit den Aiifsxän- dischen Yerbwdnngen unterhäit. Dor Befehlshaber der Provinz Constantiiie ift sogleich nach Binra abgegangen und die Truppsn er Garnison von Biskra find b-ereits nach dem Südsn ausge: UZckt. Aw [eZien Tieiiftag hieß es in Conftankinc, die Auf- ruhrsr hatten an die bloße Kunde von dem Héi'anrücken de)," Truppen die Flucht ergriffen.

_ 10. April. (W. T. B.) 1.12er die gestrige Unter- redung Lord Derbys mit dem Hsrzog Decazeö meldet der „Mefxaaer de Paris“, daß zu dir Konfkchz zwsi Mitglieder des franzofischen Syndikais fiir die ägyptische LinieiHe Him: zugézogen WUTÖLN, um ihre Pläne Und x'iiifickUen ankeixiaiider zu 185811. Dsrby ersuchte fie Um einen schk1ftKchSK Entwurf, dN" 15:11 heute früh zugefteUt wurdc.

. 'eriaillcs, 10, Aprik. (W. T. B.) Der Senat be: willigte m iciner hentigen-Siizimg den Kredit von 1,750000 chs. fur dix dech die Usbekich1vemmiiiig HeiMJesucHten und ver- tagtc 11ch YiSkan bis zum 10, Mai c. _ Die Deputirten- keimm'er _erflärte die Wahl „%)incm als Deputirten fÜr Ajaccio fur Ungültig. Die Wahl deffclbcn fiir Riom isi bsreits für gültig erklärt worden.

" Spanien., Madrid,«1.April. In ÖLU [thcn 48 Siundsn 11t _ so _scereM man der „Köln. Ztg.“ _ die religiöse Frage eiii1chieden in ein anderxs Fahrwaffsr getriebkn worden. Sowohl die' RegiékUUJ, aw auch der vom Kongresse ernannte Aus- sch_uß, der dex erfassungsentwurf prüfen soU, scheine ge- nxergter, der omenilichcn Meinung in Spamim und in den Nachbar- landexn Rechnung zu tragen. Das Interesse, wslches der §. 11 überail im Auslande erregte Uiid die keiiixswegs kaUiin'i-kcheBLÜÜIÖUMÜ, die ihm von dem größtenTkieile der [ideralen europanckgen Preme zu Theil wurde, seieiinichxohrieEinfluß geblieben. In der lexinn Sißimg des genannten Prüfungéaussckznffes, wo die_ Regierung vertreten war, Wurde daher beschlossen, den §, 11 1111 Sinne der Unverießdarkeit der Tempxl und Kirchhöfe z11 deuten. Kein Spanier kann fortan wegen seines Bekennt- mffes verfolgt werden, so lange dasselbe mit der christlichén Moral vsreiiivar ist, und Wie find zam Staatsdieiist berech:igt. Indeffen düxfcn die Nichtkatholiken keine kixch1icke Handlung außerhalb ihrer TLMpel und Kirchhöfe vorveHmcn; jede äußere Kandgchng ift ihnen streng Untersagt, und namsntsick) sollen sie nicht diirch Inschriften die Oris ihrer Versammlxmg öffsnilii'i) kennzeickiiien. Auch in Betreff der Frciizcii in Wort und SMM, wofür der „Jmparcial“ tägiich eiUtritt, müsssn fie fich mit dem Hinweise c;.uf die Gesetzgedmig über öffemiliche Ver- sammlungen Und Preffe begnüizen. Immerhin ist es ein er- freuliches Zeichen, daß an die katholischen Preßerieuguisse in Zukimft derselbe Maßstab geicgt werden wird. Die kirchlichen Veröffentlichungen werden scharf üb-xrwacht und müssen, wie alle iibrigen Tageblättcr, zwei Stunden vor ihrer Auögalze dem Gouverueur vorgelegt werden. Viele Bischöfe haben deSwegm ihre Diözesanblättchen „aus Mangel an Preßfreiheii“ eingehen [affen und erziehen fich über das Minisierium, namentlich seit deffen Einleukcn in der religiösen Frage, in groben Schmähungen. (S. a. unter Italien.)

unter Anleitung

__ Italien. Rom, 6. April. Die ,Gazetta ufficiale“ ver dsxentlicht cin Dekrei des Ministers des Innern an die Prä- fekten, durch welche sie zu unparteiischsr Aufrechterhaltung dcs Ansehens der Geseße aufgefordext werden. Die Regie- riing, heißt es darin, wird nie fragen, wi? die Präfekten denken, wre sie abstimmen, mit welcher politischen Partei sie sympathifirerx; adzr sie Werden unfehlbar zur Rkckzensthxft gczogen werden, wc'rxn fie

drien) 200, England 100 und 100 befindkn fick) in verschiedenen

sich ihres Amtes bedisnen soixtcn, nm Pari-sileidczxischaftexx ZUHLJM

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i und zu begünstigen, Störung in H;“: ““Ziaaiövsrwakt'unv'iu WKS?" UUÖ ; waxrackzt imd UnzxkriwxxBei! i:! der Bkdöikcrniiß „"," „UMZU- l YAMLZUÉ; nllrd den Präfekten der 2305335012713 und k!? MMZ- 1tche Zicherhea axis Herz geisgt. Die Energie, mit welehn' die Yukdrttatdex GeWe aufrechi erkalten werden muß, soll jedoch me in Willkur auj-Zarlen. Der Minister wird diejeni-ien Poiixei- beatziien, weiche d:e Autorixät des Smats ohne Rücksixht auf 'die Perwn mid den Ziand dsr Uebertretcr des GeseHes inneriialb der gLseHÜÖM Schranken ;räixig aufrecht halten, gegen alle Angrinß iind Verfolgungeri iii Schuß nehmen, sobzid sie fich abcr WiUknrakte za S:;uldcn kOMMM lassen, uncrbittlich dem Arme des RL-thcks üderiiefern.

.___ Das Minrßerium hat, d€r„Liberta“ zufoige, 10 Kom- mi! :xonen ernaiixit, Mick).- Wer die wichtigsten Vorlagen be- raihfen i_md _demna'chst Bericht erstaicn sollen, Über das nene WaZlgeicH, _Uber dm die Reform der Einkommensteuer vorn be- wegnchen Eigenihiim beireffcnden Gescxxsmwuri, Eintreibunq der MahUTeULr, Verwalnmg der Wohlthäiigieixsaiistalten, Ndsthaf: HTW des ZiyangNourseH, Unnrstäyung eincr Likiligén Dampf- schiisahr§ges€11schaft u. s. w.

„_ 10. April. (W. T. B.) Das Journal “irii bezeiciznßt die Nachricht, daß die Regierung mit deuFZ-Zaiiksitixse Rothx'ckzild Uder _einc Vsrlängerimg OCT in der Baisier Kyn- vetziion fextgeietzten Frist vxrhandeie, aL-Z durchkius Uiihe- grundet.

__ TEX p_äpftlichsn Kiirie ist dem V::rnchmxn nals) ein V?xiwt dcs _papstlichen NUNTiUS in Madrid zugégangen, worm c-F- Hzixzt, daß Spanien einer Wiedékßsxstxiiiirig dez" Kyn- kdxdais vom Ja!;re 18.51 nicht entg-xgen icin werds, wenn Séltßns der Kurie gegen den die Kiiliusirkiheit beiieffsndcn Axxikel ksin unöcdingter Widersprnck; crhoöén Wöldk.

_Tiirkci. Ter Wortlaiit der Vrokiamaxion Bass Pai :ha-Z, eines der Spszial - Kommiffäre der Vioxx znr H3):- stcIiiiig deH Frikdéns in den aufständischkn Provinzsn, liegtiiun- msi): in der „D. Ztg.“ vdr. Derselbe is: folgeiidér:

s„“J-*k§kia1_11_),klkn,_ch?_é_ I)ixjsitäi dsr ZUTUU bxÖ-éii Llil-xkgiéädizst ZUM! „ZU [*éz'cdisn, dn» rar 'Die JikaJék-lén in dxr HZ::Uowi-U eine 9113231st Amnestis »;réFcntiiCL: wsrdcn iOll, wclckzé “(Hii-„n irciiisÜt innéri-xi'k VTS: ";-"IWM, VOM "24. d. an JIXSÖUM, ki/ZWLFIU xic-dcr; Zuieqcn Uiid irz ikJ-S Töxixx ZU:Ück5UZ€[)7M„ TT:.- Régixraikz (Z:. Kai- 7€x]i-:i)-xt'. MaiMät bkiiigi kicxsn B558171 zur allsziTinxn Kxiixitxiiß, damit aiic,ii'81é*: Kw isxJéxi, ULM nur dix gzninyt: G::adc ;;cxxieÖ-xn, iondi'i'xi «Usb OCS ;),-51:25 ?i'!“ «::: Jad): UNI ds: „möxrcn g?si;3!:iéißi,€€n Zisiirxxi für Zk1*:'i „Fibre Inikcdxn ssin wsrdén. Lili? diejstiixxn aber, n::léw 'ich 111chk_f11Z€11"UUÖ wslcds Uwi iii ÖL.“ wien „c-sxißmxixn Zsii in iim: O::iisr ziixucki'sßxcn, feilen iiicht niir vxn dsr Kaiserliécn GMF; nnd (Hrkxzrxmxk) a11335ich1cffen [*LOL*-(rx, idiidcrn 85 iclieä „17.1111 idre LMO?! Und Gsiicr f;:iiixz'sri und éfféntiiw v-Zrinuii ereri * ' ' “._iixrvr-xiwir? „1a disisxxixcn ysridxili, w-xi-Fx-s dxn BxisUl-xn '

!(»LT Filz? [Listan Und in 5,1370 Térixr ziixiickkslsxen. Razasa, 16 21-3. Mär:, 1576. Dér Präiideiit dsr I)iäwrm-chmiiürn:

P. Vasia.“

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RUstiÉ-UF, Z. fCstUiiJTC'zi Mi'd-Jii aiif BOM! «UI Kym Simi?) gsixizi. BM TkDi'fiU-Z bi'ack-ch 111.711 :im *Z-Miiiila, JZODU _xc_. it;“)wkié-Z Gsichiijz, Dic Gariiisdiikxi siiid ixidxisrii iidckail ]cixr gsriiig, da QUO *N'iiixibaisn Kriiim 11,73“ 'D-cr !crbiickUn Gi'cnze gsiciiickt wcrdxii; Man CkwiiktCt !*icr dcn z;i“k-_';';011 Gsnc'xaiftab „KUZ Konstaiitiiwpsl, dci“ mii) Niiid «eiii. Uckci' di:" Zak)!“ dcr dci NiiÖ „Uifinai'ichiricii Ti'iipchi VCÜIiiiCk, dai; dicsslbs bis bini? 32,000 Maxin [*kii'agcn soll, dis «(“er ansrcikrdsiiilick) rcfch mit Artilisric vcrsciisn siiid. Nc»: Ti'eiiis': poric Übcr Variia siiid atigxiagt.

_ Wie man der „C0kl“€sp. hdiiqrdise“ auI Vsiqrad bsriclsei, häiie dcr Anssihiiß dcr Siiipschiina, dsr 7752 zu 61718111 Wdßifabricsaiissciziiß idiiiiitiiirtk, die YLsCYUUJ dsr ftratsgisck) wichtigen PULLkTL in BOIUiLn gefo'rdcrt UUD WÜTDC in seiiier Forderimg dUkÖ DSU Genei'alftabS-Cixef Zack) Untexstüizi. Diesxr meine, daß die tÜikisckzeii Triivpén gegewScrdien im Aangs begriffen seien, und daß nnr iwck; déx Einmarsch der ScrdM in Voc.“:iiikxi die Konzentrirxng der Tarken an der scrbischyii Grenze vsrkyindsrn würde. _ UWE!) die Rüstuxigen schreibi man OLM „Krist Nspe“ cms Bxlgrad, 4, Llpril, daß bercits 9111-52? vorbsrsitet sei; selbst dsr Tag s-ZZ Fe- stimmt, an wxlchem dis ssrbiichcn Truppxn die Grsnzeüdsrichrsitsn 1011311. „,Die ingadxn ÖL]? N:!ioxiakmiliz“, sd Hsißt 9-31 iiidsr le: grader-«rrcsponchz des geriannteii Biaitks, „hätten berciis Ordre, unter dxm Vorwand? vonUcbungen an dis GTLUZL z11marschirem WWU Kiso die SérbLU mit 50-60000 Mann die Trim: iiber- schreiten imd in Bdsiiien einzikhkn, wo regniäretürkiickzeTriippen kaiim ,zU finden sLiEN UNd wg hiiite'r ZÖNLU «M) die Rajak) sick; erhsbcii würdwy “so kÜUMLU sic mii WQHL'sch?1U[1chkEZ-TÜUfEl'i'Oig r9ch11911.“ *

_ Nack) dex neiicm HeereHorganisation Wird, Wie? man dsr ,AUZ. Zig.“ :iiinhsiit, vor aUsm dei Geiwralstab, der zur Friedoxiszéit cms sech§5ig Offizieren Ziisammxn- geseßt ist, auf ÖM Haapiz Tivifidiis- Und Briizadestab eiiigsthéili. Der Haiwi- oder Centrai-Genkralstad besiskxi aus drei Ndiiwiiungcn Und dsr allgemeinen Kanzlei. Iii

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den WiriimgÉ-krcis dsr Lkstkn letßeiiung gehöreii sämmtliche aiif die iiiUEke Okgaxiisatidn und Sckxlagiiickxigkcit des errss Vszng [3.152de Arbeiten; die zweite befaßt fich mit dcn topo- grapkzisckgen _Uiid geographischen Aufgaben Und dem dazn gehörigen Zeichnen; die dritte ist hiitorisck): literarisck), indewx fie die krieZSgeschichtlichen Data zu sammssn, zit di'dxicn Und druckfädig zu machen bat. JU dsr ÜUJSMTZUZU'KMZYLZ WILDEN persönlichs Anaekcgciiheiteii erledigt. TiesclbenuM-sthafte haben auch die Tivifions: und Brigade- GLULWlstÜÜL, natiirlich nur im engeren Umfange, za vcrriiyten. Der Gxncmlftab steht untsr dcm Kriegs-Minißerinm, Sämmt- liche TTUPPSU, sowohl des stehenden Heeres ais anch ddr Raikonaimisiz, werden in Divifioncn formirt. Soicher gicdt es sechs: von Drina, Weft-Morawa, Süd=Morawa, mek, Donan und Sckzumadija. Die Kommandos derselben find zu Waljewo, Tschatschak, Tschnprija, Zajetschar, Poichzrewaß (Paffarowiiz) und Kragujewaß. Jede Divifion, in wslcher selbst- verständlich alle Militärzweige vertreten smd, ift aus12_15 Bataiilvmexi Infanterie ck 800 ManU, 5_7 Esmdronen, L_5 Feld: und Bergbatterien, einer Saniiäis-Abtheiwng u. s. m. zusammengeseßt. Das Kommando des Cinirak-Genexalstads bilden zur Kriegszeit der Chef und Viza-Chcf dessel- ben, L_Z höhcre und niedere Generalstabs =Offiziere, L_Z Adjutanten, 5-6 O:“doimaNz-Oifiziere, der Artillerie- Inipektor und dessen Adiutimt, der Inspektor dcs Genie-Eorps Und dessen Adjutant, dy; kxfegsgerichtliche Kommiffur, der Lager; kommandant, der FkkLidisckzc-f, der Intendant 26. Das Division;- kommando bixdexi “oer Tivifionskomwaiidani, 2-3 Adei-W' ' der_Chef dé“; Dtvifions-Goiisralstads mit L_?) GMWULFY Offizicren, dcr Cds? der Artilloiie, der gleichzcitig K*Jmniai'idlaiii

derielbkn ZF; det; Rciireixt ch Gsnje-Cgryg; der z1tgleich Kom-