Lei (5'1*exrr-.; “cr gemixt! Ckmen durcb eiye Eisenbahn würde sich 1063 211157511101 um 1155000.“ vermindern. Die Transport- !csnn amiälichich dcs Kanalziuies find auf Gruvd_der pmellm Erwitt-kurgcn für den Rbeiu-Weser-Clbx-Kaual, zugletch_ a er unter Lnüaücktigung rer örtlichmSckwiemke1ten und der_geftiegeum Ma- mial- und Arbeiikvreise, 311098 „3 pro Centaur und Meile angenommen. T er jäkrlicke Uptnbaltuuakavfwand des Kanals tft zz: 196,000 .“ rcranick1agt. Legt man eine Verzinsung des “Anlagek'aprtau unt 4% zu Grune, io ergiebt dies einen äbrltchm Zmseubedarf „vou 71-7 780 „44 Nach Abzug von 36,7 .“ Nebeuuußuusen wurde scxch der jährliche Geiamwtbedarf, weläer dureh den Kanglßins ÜU'ßlklaÜt werden müßte, fich auf 867,000 ck belcqueu. Be: :- 1-erc ker xcveigien Ebenen druch Eisenbahnen wmde fich dem A11ch1ag zufolge der UxtrrhaltunMaufwaud auf 211,000 „M erhöhen,
Berlin, den 25. April 1876. Königlich Preußische Lotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei der heute fortgesesien Ziehung der 4. Klaffe 153. Königl. Preuß. Klassenlotterie fielen:
1 Gewinn ?: 150.000 „76 auf Nr. 21,166-
1 Gewinn 5 30,000 „FL auf Nr. 383.
1 Gewinn :'1 15,000 «46 auf Nr. 58,655.
90630 Gewinne :*: 6000 «F6 auf Nr. 32,160. 81,883. 90,200.
37 Gewinne 5 3000 „44 auf Nr. 4254. 9355. 12,627. 13,139. 18,766. 21,226. 21,337. 23,224. 24,448. 26,415. 27,820. 30,360. 31,501. 34,713. 36,131. 42,703. 46,040. 46,780. 47,806. 49,635. 53,786. 57,020. 60,727. 62,174. 64,292. 66,951. 67,747. 68,886. 71,878. 73,221. 73,977. 77,247. 79,342. 83,172. 89,508. 92,670. 94,310.
59 Gewinne 31 1500 „46 auf Nr. 111. 2242. 2315. 5904. 6380. 9450 11,895. 12,882. 15,109.15,819. 16,075. 16,225. 18,357. 18,976. 23,116. 25,036. 25,431. 25,443. 27,553. 27,711. 32,012. 32,072. 35,051. 35,725. 36,053. 39,632. 42.116. 45 480. 47,202. 47,869. 48,986. 52,869. 55,987. 59,333. 60,871. 67,238. 67,828. 68,950. 69,058. 70,814. 72,079. 73,064. 74,149. 74,795. 76,048. 78,342. 78,592. 79,575. 79,867. 80,751 82,838. 85,247. 85,655. 85,736. 86,085. 86,725. 88,484. 90,071. 92,092.
74 Gewinne :'1 600 416 auf Nr. 1103. 2961. 3732. 3749. 6931. 7832. 7842. 8967. 10,403. 10,864. 12,228. 13,057. 15,564. 16,638. 20,364. 23,033. 23,037. 23,468. 24,355. 24,576. 25,522. 25,693. 25,901. 26,285. 26,812. 29,573. 30,402. 37,213. 37,546. 39,059. 40,656. 40,743. 41,417. 41,901. 42,012. 42,706. 43,199. 43,799. 44,597. 45,892. 49,478. 50,878. 51,220. 52,438. 53.119. 53,550. 55,963. 62,221. 62,456. 64,216. 65,212. 65,795. 67,174. 71,851. 74,486. 75,288. 76,788. 76,968. 79,304. 79,477. 79,687, 79,923. 80,542. 81,616. 82,663. 82,989. 83,264. 85,033. 85,349. 86,010. 7,519. 90,934. 91,540. 94,672.
Zur Eisenbahnfrage. 71
(Vgl. Nr. 97 d. B1.) _
In dem gestern erwähnten Artikel: „Für und wider dre ErWer- 511119 der Eiieybabnen durch das Reich“ *) wird in einer Vorbemer- kung auf die Schwierigkeit bingcwiefen, ein allseitig kompetentxs Uriheil Über die einschläxigrn Fragen zu fällen: cs genüge nichk die Routine des Eifenbahntechnikcrs odcr des Spediteurs, die aUgemrme Einsiäzi des Naxionalökonomsn oder der große Blick dssaStaatß- manxrs, sondern alle diesc Kenntniffe und Eigenschaften mußten in einem wirklich sachverständigen Manne vereinigt sein.
Von den Fachbläitern widmet die „Zeitung des Vereins deutichcr Cisenbahnvrrwaliungsn' in ihren 1than Num- mrrn und namentlick) in Nr. 28, 31 und 32 vom 7. (esp 21. und 24. April drr Eisenbabafrag.“ eingcbsndc Briirbxung, indem sie das in andern Prrßdrganen dkrkyandenc Material rcproduzirt Ukik Ein- zelfraxn sebständiz bcsprickyt. _ _
Zn 1rßiercr Beziehung wird in einem Artikel „Ein Beitrag xm: Ciirndefragé“ (von cinsm Eiicnhadiibeamien eingesandt) das rreußiicbé Und drutfcbe Tarifsystem eincr Erörterung_ unterzogen. Dék V:r§0sier kcmmi zu dem SÖTUJ: Unierer fetten Liebcrx-cn-„nng nach wird es crii einer späiercn Generation vor- dcbairrn fein, dis grOfZM chnuygen ciner durch Nixhts deickxänkjrn Einheit in drm Eiiknbahrweien zu gchrßen, Ein Land wird mächtig durch dic Vereiniguvg fcincr Infersmrn in eine Kinzigr mäcbtégeHand, w-klcbo die Fähigkrit uud den festen WiUcn besitzt, glcickymäßég alle Jxrkrcsirn der einzelnen Glieder ZU wahren
1100) innen 11_nd_ nach anßrxi'._. . . . Mag dir Form, unie'r wxlcher die Centraliiaticn aÜsr dcmxÖeyVahuen vor 710) geht, isrn rvie fie ono, um der Hack)? wiÜen mut; 112 aurrkaunt werdcn. _ Dagegen
10911st die aus dcr Konferenz der Direkryret der deuticden Privatbahnen dcrrrrgegangrnc Denkicbrift fich gcgsn die Etien- dahnvcrlage rer preußiicden Regierung an das Abgeordnetenbßys und Unrerwirft die Metrve drs C'mwurfs einer _ Kritik. Namchnt1ich wird bestritrsy, dai; keine _ YUSÜÖ! an.“ eine reicksaéscßiiche Regelung drs Eiieridadnwe'ens vorhanden „1ei. Die Dsnkichrift sch15cßx mit deri Wcrtrn: ,Die Zukurzfr dcs Eifer.- babrrweikns mit dem 1100911116151 Einfluß des DMUÉM Reiches.: wird am bcstrn gesichert sein nich durch ein Exprriment vcn größtrm Umfange, wie es die 11110qu1016012 Folge der Annadme des rcrgc- legten Gescßcnlwurfes ist, sondrrn durcb dsn Erlaß des Reichs-Eiykn- bahngcseßes.“ _ Damit im Widerspruch erklärt fich ein «Uéländi- ichss (belgisMWFackiblaTt, die „Revue universelle“, in einsch- svrcchung der deutschen Rrichs C'iisnkabnfrage eiiticbirdcn iüc die Ceutralisation, und stcUt den frülxeren odrr späteren Erfo1g des Pro; jckts als unakMisbarcs Bedürfuis; in ficbere Aussicht. In dcmjei- ben Sinne spricht fick) drr russiickye „Golos“ an?, Wenn cr in seiner Diskussion des Eisénkahnyrcjskies zu dem EkZCk'niß gélangt, das; die Verwirkiickoung dcsirlden nur (ine Frage der Zeit sein könne.
In Süddeutschland babsn fick) in letzter Zeit in der Prcsse Grgner der Konzentraxion Weniger bemerklicv gzmackyt. Die bayerische Korrespondenz hebt a1s erwähnenswert!) zr Ciwabahnfrage hervor, daß, mir AusMbme dcr Han- dslskarxxmer Lüncburg keine einzige kaufmännisckye Korpo- ration ihre Sympathie für das Projekt knndgegeben, Wohl aber melirrrc, z, B. die Aeltestcn der Kauimaynicbast in Königsberg 11170 fast sämmtliche sächsischeHands1911mwern fick) aus wirthxckyast- lichen Gxündrn als Gkgner der Reichs:Ci1enbakyndeb5rden crklärk hätten. Man veripreckic fick) viel zu virlpon dcr Centralisirung der Bahnen durcb biÜig-s, lcichte und einfache Re-gulirung dcr TarJe. T_as Reich, im Befiße von Bahnen, müsse doch ebenfaÜs 2111_ Interenß cm der Rentabilität der Bahnen haben, wie jede.Prix);t-Ciienbghiigeieuickzafx, rs werde nicbt die Tarife so billig bemcsien konnen, daß die Rentabi- lität der Bahnen darurter [side. „
Die „Badiiche Correspondenz“ enthalt dagegen _unter 132171 13,2111ril eincn „Beitrag zur dcutichkn C1se1chahnfcqge von eurem badi- ichen Abgeordneten“,we1cher einen der CcntraantiouSrdc-e durcbaud freund- lichcn Standpunkt einnimmt. Der Verfaffcr hält mitder Entxcdeidung des Bundeéraths über die Erwerbung der preußtscYen Stzaats- da[)wm das Sadicksal aller übrigen Bahnen mittelbar fur enischieden. Im Verlaufe der Erörterung heißt es: „Bisher schlicht rentireudc Eiisndabnen Werden den Augenblick beuußen, um 1111_t_Anstand m der ReichMixenOaHn begraben zu Werden. Das Rcich6c11cnbakmycß wxrd bald das Zanze Gebiet der preußUckxn Monarchie um- ich1ingcn und auch die Eisenbahnierriwrien dcr kleinen nord-
*) Dirtbs .Annalen“ Heft 6,
andererseits der Zinfevbedarf auf 633.580 .“ vermindern. Das Projekt unterliegt nun zunächß der weiteren Berathzmg der Handels- kammer xu Leipzig. Die Ausführung wird haupnachlicb davqn, ab- bäugn, ob und in welchem Maße dasselbe bei den baberhgtw Regierungen, bei den Or auen der Kreise, Bezirke ud Gechu und bei den beibeiligim dustrieaen thnstusuxa findet, ser'es durcb unverziuklicbe Kapitalbeinäge, ,Ziasaarantte , unentgextltcbe Vomabtretuug oder Uebernahme einzelne: Bauwerke (Bruckm, Hafenanlagen u. s. w.). _ _ „
_ Am levten Dcrmerßag hat in Bern eme Konferenz zwtichn den Vorsteheru dcs eidgenösfiscbeu Justizdepariemmts und des Cisco- babndepartemenis, dem Landammann von Un. Gotthardbabudrrektor [ Escher und Hrn. Favre stattgefunden, _welcbe eine befiere Unter- bringung und chirung der Tunnelarbertcr zum Zwecke batte.
deutschen Staaten in sich aufnehmen. Wir Badener wären, wegn wir den Verkaufswiderwillen bis zur Unveruuuft treiben sylltea, m der unbebaalicbea Lage, unsere Finanzen und unsere Volköwtrthscbaft, um dem Moloch des parlikularistischeu Stolzes zu stöhnen, zu Tod gekastet zu haben. So schlechte Geschäftöleute werden))" aber schwer- lich werden.“ Der Verfasser will in dieser hochwrcbttgeu Frcxae dem Urtheil der Leser nicht vorgreifen; doch Cine! kdane man nicht per- kenneu: „Die Vereinigung der 68 deuuchen Eisenbahnen in emer Hand kann für Diejenigen, wrlcbe in der Vermehrung der_wixtb- schaftlichen Bande unseres neuen Staatswesen! emen_ machtigeu Hebel für dessen mächtige und ziuheitltcksx Entwicklung er: blicken, an sich kein Schrecken sem.“ Dre _ deutsche Pariet in Heilbronn, bei welcher, wie die „_Neckar-Zettung' vom 21. d. M. bemerkt, der Handelsstand zahlte.!chenreten ist, hat sich in einer Versammlung am 18. d. M. gleichfalls der Konzentration der deutschen Bahnen günstig aukgeiprochen,_ ohne 1edoch ,vorlirung' eine öffeniliche Erklärung abzugeben. Es erubrigt noch zu erwabneti, daß dasVayeriiche Haudelelatt in .derNummerv-m 22. April einen Artikel „Zur Literatur der Reicbsetienbabnfrage“ designt, m welchem das „Wesentliche uud Bemerkenswertbeste“ der bezuglrchen Schriften vorgeführt werden soll. _ '
Von den im Laufe der lcßten Woche rm_ N0rden„ De_utsch- lands erschienenen Zeitungenbak der „Berliner Actrouar' die Polemik gegen das „DreSdner Journal" fcrtgeießt und _nameytlrch dre Stellung der sächsischen ngicrung 311 dem Reichs-Elsenbahn- vrojekt, wie sie sich in den Artikclri' des ' leßtpxnannteu Blattes ausspricht, gekrnnzeicbuet._ _ (xine _u_1cht 10 aus- gesprochen gegnerische Haltung nimmt die „W eimarr1che thtunq“ ein. Zwar ichreibf dieselbe in ihrer Nurnmer vom 16. April: „Da wir in einer Verwirklickyung des Reichßeijeubahngedankxus eme schwere Gefahr für die politische, wirtbschaftlrche und finanzicUe_Gefundbe1t Deutschlands sehen, so ergießt es sich yon selbst, daß wu m_icb den preußischen Plan, der troß sernrs be]cherdenen_A_eußeren so, gefahrltcbe Konsequ-énzen in sich schließt, , nur gls _auyerftes _Mcttel gelten lassen können, um dem Reiche die ihm gebuereyde that- kräftige Aufsicht über das Eiicnbahnwesen zu ermdglrchen, _und auch dies nur in der Hoffnung, daß „ck gshugea konne, durch eine umfichtigc und maßvoüe Politik dre drohenden Gefahren tbxmlichst zu beschränken;“_' jedoch berxtts am 19. deffelben Monaks äußert die „Weimarische Zeitung“. ße wurde bedauern, .nxenn wirklich auf das Zustandekommen eine.?» Retcbs-Etienbghngeseßes 1eyt, wo der angebliche partikularist11ch9 Wrderßaud der Er-lestaateir aus dem Felde geschlagen ist, zu verzichten ware, i_vetl_man m Berli!) _io 11101112; aber wir glauben ernstlich 11th an e_me iolcbc Cventualrtat, da, wie die Dinge zu liegen scheinxr], ,eute die sehr begrugdete Yus- ficht vorhanden ist, daß eine Vuitandigupg „"b“. das ReicBS-quu- bahngeseß erzielt wird und Preußen_ zug1e1ch_ jrcb u: der Lage befindet, sein Staatsbahnneß erweitern zu Formen: im Yerglerxhc zum Jahre 1875 also zwei sehr wesenüiäie Erfolge erreicht 1cm Kurden.“
Eine eigentbümlicbe StrÜrmg ziim „ReiÖ-Z-Ei1cnbabnprojekt' nin-mt die „Schlesische Pre1se' ein. In der: Nummer vom_ 13. d. M. verWahrt sie sich dagegen, zu den Freund(n'des „RetchS-Cifen- bahnprojekts“ gezählt 11 Werden;_ fie verthetdrge in Beziehung auf das Eisenbahnweien ihre eigenen Reformideen und_ Werde dabei mit den Regierungöabsichten mmdesiezxs eben ]o oft in Kcaifion kommen, als dieselben unternahm, ,_W1r ve:- langrn, da" der Staat das Eigentbum_ des Bahnkorpers er- wirbt; die eitung des Betriebes mag er alßdann „ergtgescllichaften überlaffen anker solchen Modalitäten, wrlche das 017211112028 Jntcrcffe an der Straße ficher stellen.“ , , . _ _
Mit aUer Entschiedenheit vcrtbetdtgt dage en em [Ingerer rern volköwirthschafilicher Auffaß Friedrich vo 11 “31911016 rm 6. rind 7.Heftder,DeutschenRund1chau“d_eriPlan,dtedeut1cheu§qew bahnen in den Häxden des Reichs zu vcremrgrn; _Nncbdeuz v Sydel zunächst die Unzuiräglichkeiten in dem“ gegenwartrgey Zustande „des Eisenbahnwesens aslieitig erwogcn, werft er nach, daß auch _vou einer zukünftigen Entwicklung keine Besserung erxvariet werdcn konne. Ex acccptirt die Ansicht des Vereins der deunchen Privathßbnen, „daß der übcrwiegende Theil der_ im deutschen EikenbahnWesen zur Zeit hervortretenden Mißstande aus der Zersplitterung des Bahnneßes herstammi“. _„Die Anwendung des Pr1nzMI der freien Kcukurrenz auf das Eiicabaßnweien kann als rattonel] nicht anerkaunf werdrn; fie erscheint doppelt unangemeff-en da, wo_S.taat's- bahnen mit Privakbalyneu konkurriren'. Hier ier die Moglichkeit, die Schäden des Konkurrenziyßems durch _Fgfionen zu beseitigen, ausgeschlossen; vielmehr bestehe der einzige Weg „zur Er- langung dcr nötbigen Einheik in der zwaxgßweisen Fu- fion, d. 1). in dem Ankauf aller Bahnen dur_ch den Staat. 'In-dem Schlußkapitel heißt es: „Das kürzeste _Vermßren, um rnit einem Schlage zum Ziele (der Einheit des Eisenb1hnweiens) 311 gelangen, würde sein, durch das Deutsche Reicio alle Bahnen „anzgkaufen und als ein Staatßdabnneß zu verwalten.“ 1111!) weiterhin wrrd, da ,die Géießgcbung des Deutschen Reiches für eme derartige Maßregel keine genügende Handhabe bietet“, vorgeschlaßen, daß der Prcgßriche_Staat die Privatbahnen srincs Gebiete:", ankaufe. Die wenigen ubrigen deuksckxen Privatbahnen WÜTDEU 7:71) dann_dem_A111chluß an das_Staars- babxsystem nicht entziehen können. Aus dieiem Wegx werde die dann zwiickoen den einzelnen staatlichcn Verwaltrxugen aUrnathch entxtrbende Jntereffeug€m€inscbaft auf eine immsr größere Centralimtrdn des Be- triebes dindrängen und eud11ch auch den Aalaß Dreien, em emcm- ichaftlichcs Eigknthum au 1ärnm:lic1)en thuen fur alle ' undes- staaten zu Waffen, 060 das ganze Vnßnneß surRechuung des Reiches zu übernehmen. _ _
Schließlich mög? noch erwädnt Werden, daß Hr. 1)r„ Victor Böbmert, von deff-kn „öffrntLichxr Enquéte über die Reichs*C_rie_nk)abn- frage“ in der Nummer diries Blattes vom 13. d. M. Mittvciinng gemackst Wurde, unter dem 18. April einen „ersten qunétcbcrrM' veröffentkicbt hat. Er bcrichtei in demselben über dm „_Stand der 311136- meincn Erörterungen“ und widmet besonders deri ,stenographquen Berichten Über die Verhandlungen, betreffend die__informc1tortsche Berathung des vorläufigsu Entwurfes eines Reichs-Cijenbahnzeseßks“, eigehendc Beachtung.
Die Weite öffentliche Sitzung drs Verbandstgges der deuiickyen Fraueu-Erwerbs- und Bildungs-Verergethi 22. d. M. in H amb u r g begann mit einem Vortrag vor: Frl. Marre Otmon aus Berlin Über Lehreriunsnbildung, betrachtet aus dem Gesicth-punkr der Mädchcnerziehung überhaupt. Die übermäßige Pflege der LrtJratur eincr- ieits, der Konversation in fremden Sprachen _andererieits auf den höheren Mädckyenschulen bildete mit dem Lebrermnen-Prufungswesen den meseuxlicben Inhalt der sich amckoließxnden Detbatte. Dann Hurd? das Referat des am persönlichen Erscheinen gehindertea 131. Kreerr zu Belgard in Pommern über die Außbrldung und Anftellung werb- 1ichcr_Aporhekerlek)r1inge verlesen, das sicb zur Eazpfeblung derselben Hauptiächlick) auf den Vorgang der Niederlande stußte. Jr_1_der_nach- folgenden Delegirtenkoufcrenz wurde beschlossen, dem „geschaftsfuhren- den Verein die weitere Verfolgung dicser Frage «zuzugeben. Zum geschäftsfsrßrendcn Verein wurde der Verlinkt: L'eitepxrem wvxedcrgewädlt; die nächste Vcrsammlung sol). über z_wei Jahre iin 1z1d123s111chc11De13t1ch- land stattfinden, womöglich in Munchen. Die dreNahrrge fand ihren
x
_ Die Mailärder ,Perswmma' beriiktet. dak; ds_frübere Yräfideut der Eid euoffen] aft md eßige Direktor der Simplqn- iienbabngesellicha , Cere ole. in arlandauekommen uudgm Hotel de la Ville abgefjiegen ist, aber nach Rom weiter zu rufen gedenkt, um mit rx. Sella zu unterbunden. _ Von Pa ermo wird den „Ital. Nach:.“ meldet, daß die Dampfschiffahr"gesellschaft Florio & o. am 19. den Vertrag unterzeichnet habe, wodurch sie das Material der „ Trinacrt (; “
imat.
New-York, 24. April. Das Pofidampiscbiff des Nord- deutschen UMD „Weser“, welches am 8. d. M. von Bremen und am 11. d. . von Southampton abgegangen war, ist gestern wohlbehalten hier angekommen.
Abschluß in einem Festmahl, welches der ?cäfident Dr. H. A. Meyer dea Dclegirten im Zoologischen Garten ga , und von welchem Dank- Telegramme abgingea an die erlauchben Gönneriuneu der Verbands- beftrebmrgen, die Kronprinzeifia des Deutschen Reichs ,und-von Preußev, die Großherzogin von Baden und die Priuzesfin Altce ux Darmstadt.
Der „Rhein. Cour.“ w i derle gt jeßt die von demselben vor einigen Tagen gebrachte Nachricht aus Caub uber ein sxhr bedeuieades Vor- rücken des “Berges und eine erneut v::fügte Raumung einer großen Anzahl Häuser. Die Messungen der leßten 10 Tage haben rm Gegentbeil eine Abnahme der bisherigen Bewegung kyustattrt und es sei nicht ein Haus weiter geräumt, sondern mzr in einem Falle an- geordnet worden, daß ein geräumtes Haus nicht, wie es geschehen,
wieder benußt werden sollte.
Vom dänischen Reichstage sind die nöthigsu Mittel zu w_is- senichaftlichen Unteriucbungen auf Jsxand urid G_rozr- land bewilligt worden. Die Expedition nach Groulaud nzng_ku„tzl1ch- mit dem Schiffe ,Peru“ unter Leitung des mit den groulandiscbeu: Naturverbältniffen woh1bekanuten Assistenten Steenftrup von Kopen- hagen nach Julianehaab ab. Gemäß dem von Professor Johufirup „dem Ministerium überreichten Antrage werden in dirsem Jahre _geologtsche Untersuchungen in einem in wiffeuscbaftlicher Zinficht wtcbtrg'en, aber bisher nur wenig untersuchten Theile des ifirirtes Julianebaah, sowie vorbereitende Versuch: vorgenommen Werden, um von _dort bis um Landeise vorzudrinqen, zunachst uu Erfahrungen daruber zu iammeln, auf welche Weise ein Weiteres Vordringxn sich 111 emem folgenden Jahre am besten ausführen läßt. Die Ruckrer1e soll Exide- September mit dem le_ßten von Joi tout abgehenden Schtne geichehea. _ Die Uuiermchungen auf sland Werden ' vori Pro- feffor Johnstrup geleitet werden. Er wird am „28. Mar mit dem Postdampfschiffe von Kopenhagen nach Reykjavik abreqeu uud alsdann von dort mit dem Kriegsscbooner ,Fyüa' nach Akreyri auf dem Nordlande- fich begeben. Von hier begiebt er sich nach Myvatn, um mit der Untersuchung der neuen Vu1kane am Dyngjufiöll und in Myvainß- Oräfi, von denen der eine den erhaltenen Berichten zufolge _nocb iu Thätigkeit zu sein scheint, zu beginnen. Seitens des Marine-Mr- nisteriums find zwei Offiziere, Pcemier-Lieutenant Holux rind Lieu- tenaut Caroc beordert worden, sicb der Expedition anzuicbließeti und die in den zu untersuchenden Gegenden nothwendigen gcographrsÖen Vermessungen vorzunehmen.
Eiue- Monstrespreugung wird am 4. Juli, dem Gedenktage der vor hundert Jahren erfolgten Unabhängigkeitsérklarunq der Ver- einigten Staaten, in der Nähe von New-York ßatxfinden. Es handelt sich darum, eine Reihe von Felseurixfen oftltcb von der Hafeneinfahrt zu sprengen. Der Gedanke, dieie Feldmassen,' we1che daselbst die Schiffahrt verhindern, zu sprengen, wurde bereits vor zehn Jahren gefaßt. Die Kuppen ragen aus 'det'n Wasser bervdr, stehen aber unter Wasser bis auf den Grund mtt ergander in Verbin- dung und nehmen ein so geWaltiges Gebiet ein, daß, sie, unvxriehrt auf das Land gebracht, ein Felsengebirge darstellen wurden. Seit dem Jahre 1869 arbeitet man nun an den Bohrungen unter Wasser, w§1che mit Sprengmaterial gefüat werden müssen, ,um diesx Massen mit einer Explosion zu vertilgeu und den östlichen Eingang m den Hafen von New-Y-rk berzusthen. Die Kosten der bisherigen Bohrungen be- tragen bis jest ca. dreiviertel Milliorzen Dollars. Nunmehr steb_cn 28 Schachtc da, Von wc1chen der größte einc Lgnge von 200 Jux; Hat. Von diesen Schachten aus laufen nach aUen Richtungen bin an 30,000 kleinere Bohrungen, die in ihrer Gesammtlängc fast eine h1lde deutsche Meile bkkquén. Die Bohrungen waren in einer Tiefe von mehr ais einigen 9» Fuß auIzuführen. Die Schachten, die Kammernqund dre BohrlNMr bilden die Minen, welche, mit Sprengpulver gesuUt und-
im gleiayen Moment mit einem Male entzündet, das koloffale Werk
vollenden chen. 40,000 Pfund Niiro-Glycerin bilder: in den Kammern dieHanptladung; über das in den Bohrlöchern anzuwendendeSprcng- pulver _ Dynamit oder ein anderes Präparat „Kredrock' genannt und als noch wirkungövoaer geschildert, _ wird erst durch Experimente entschieden werden. Die Entzündung wird auf elektrischem Wege be- werkstelligt 11*erden. Cs find bereits die Leitungen dazu angebracht, welche mehrere Meilen betragen, und die magueto-elektrüchen Apparate dazu werden einen gewaltigen Maßytab haben.
Theater. Im Friedricb-Wilhelmsstädtiscben Theater wird
die am Freitag stattfindende bundertste Aufführung der „Reise.
durch Berlin in 80 Stunden“ durck) einen szenijchen „Prylog eingolei- tet Werden, Welchen der Autor der Pose, H. Salmxrs, eigensiux die- sen Tag verfaßt hat, und worm d1e_HerreL M “Schulz (Bielefeld), “Swoboda, Bollmann und Hagxn (die 3 Studentxn) im Charakter, ihrer Rollen aus dem Stücke ieldst das Ereignis des Teiges in humoristischer Weise einleiten. Die Poffe Wird bxi ibrer Jubiläums- feier in der nämlichen Beießuna der ._Hqupirollen erscheinxn, mit der fie bei der crfien Aufführung hierselbjt m Scene ging.
- Die Herzoglich Sachsen - Meiningexische Hof- Tbeatergesellscbaft beginnt ani 1. Mai i_bren dicsjadrigcn Gast- ipiel-Cyklus im Friedrich-Wtlhelmstadrischen Theorie: mit dem Kleistschen „Käthchen von Héilbronn“, «nem Schauiyrel, welchcs dcm größern Publikum nur in Bühnenbearbeifungen von Hol- bein und von Laube bekannt ist, welxhes hier aher in der Urgestali erscheint, wie fie der Dichtsr dex „Herr'mznnsichlacht“ mit seiner reichen FüÜe Von Phantasie geschaffen. Drx1cenischen Sckywierigkeitxn des Originals schienen bisher ein Hinderniß für dessen Aufnahme m die Repertoire der verschiedenen Theater„ und wäre es daher urxi so interessanter, durch die Vorzügliche Regre der Meininger Hofbuhne einc unverkämmerte Aufführung in der urjprüngltchen Form ermög- [i-bt zu schen. , _
_ In Mannheim findet am 27. d. M. eme Arifsührung der „PerserJ von Asicbvlos statt. _Der Ueberseßer, Hofrath Köchly, wird per1öulich den von ihm verfaßten erläuternden Prolog syrechcn und auch der Komponift, der Prinz von Meiningen, der Auffahrung beiwohnen. “ *
_ Die zum Besten der in den Städten valenz, Cöln, Düssel- dorf 2c. durch Ueberschwemmung Heimgeiuchteu zum 20. d. M. angekündigte musikalische Soirée ßfindet nunmehr im großen Saale des .Konzert-Gartens, Fricdrichftra e 218__, am I) onnerstag, den 27. d. M., bestimmt statt. An der, Ausxuhruug des reichhal- tigen und gewählten Programms betbeiltgcn fich u. A. die Kammer- Sängerin Frl. L. Lebmarxn, dic Pianistin Frl. Remmert aus Weimar. dcr Königkicbe Hof-Opcrnsänger Hr. Ernst, der Königliche .Konzert- meister Pr.Rebfe1dt, der Musikdirektor Hr. F1iege_ rnit KapeÜe. Der zum Vortrag gelangende Prolog ist von dxm rheinischen Dickzter Emil Rittershaus eigrns 311 dieicm wake verfaßt.
. Redacteur: F. Prebm. BUN": Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSner.
Drei Beilagen (einschließlich Börsm-Beilage).
Erft- Beilage
_ zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischkn Staats-Anzkigkr.
M 98. Monatsübersicht für März 1876. l.
. In Oesterreich war die Thätigkeit des Reichsrathes un Monate Marz nur von kurzer Dauer, da derselbe am 4. in Auftrage des Kaisers von dem Minister-Präßdentm vertagt wurde, um den Emsellandtagen Zeit zur Erledigung ihrer Ge- schäft? zu lassen. Von wtchtigen Gesehen wurden noch durch- berathen: vom „Abgeordnetenhause der Gesehentwurf, be- treffend die „Emission der ößerreichisckzen Goldrente, welcher arzt 1. nut einem. Amendement, wonach die Rententitel auf Dold, Silber und Papier auögegebm Werden können, angenommen wurde. Vom Herr_enhaus e wurde in der Sißung am 4. daffelbe'Geieß urid dre von der österreichisch-unganschm Regie- rung mit. Rumgnren abgeschlossene Handelskonvention, sowie, die Kottrungssteuer für die Wiener Börse ge- nehnngt. Am 7. begannen in Folge des Kaiserlichen Ein- berufungSqatents vom 11. Februar d. J. sämmilickze Landtage der im _ReichSrach vertretenen Länder ihre diesjährige verfas- sxrngqußige 'Thatigkeit. Auf dem Tiroler Landtage er- klarte bei Beginn der Sißung am 9. Graf Brandis, der Führer der ultramontanen Partei, daß die Majorität des Landtages wxgen der empfindlichen Kränkungen, die das öffentliche Recht Tirols m den leßten Jahren erlitten habe, den Landtag verlasse. Nach „dem Austritx der ultramontanen Majorität War der Land- tag ntcht beschlußfahig und wurde darauf am 10. vom Statt- hqlter Graf Taufe kraft Auftrags des Kaisers wegen „pflicht- wrdrigen Benehmens“ der Mehrheit seiner Mitglieder ge- scl)loss_en. Voq dcr ultramontanen Majorität wurde alsdann beschlosien, daß eme Deputation demnächst nach Rom reisen und Vom Papste eme, ?Yleßeru'ng erwirken solle, daß das Verhalten der Landjagswaxoritat nicht „pflichtrvidrig“, sondern löblick) ge- wesen set. Auch 'der dalmatinische Landtag wurdc féqon ara 20. vor Erledigung seiner Geschäfte auf besonderen Aller- hochßen Arzftrag Wieder geschlossen, weil zum Zweck einer gegen den unbeliebten Prandenien Ljubiffa gerichteten Kundgebung nur 4 Abgeordnete, zur Sitzung erschienen waren. Dieses Ver- halten fand Anerkennung und Nachahmung bei den altczechi- [chen Abgeordnetenkdes böhmischen Landtages, welche in -et_ner Versammlung in Prag am 26. „der tiroler Landtagömajorität fur deren mgnnhaftes Auftreten gegen die alle Autonomie der Lander erdruckende Ccntralisation und der Landtagsmajorität “m Zarcz fur. derexi entschiedenes Veracjheilen der politischen Korrup110n dre warmfie Zustimmung aussprachen.“ Als die -a[tczechrschen Abge'ordncten wie im vorigen Jahre dem Landtage durch die 93011 eme Erklärung einsendeten, in welcher sie den- Felben als mcht zu Recht bestehend erklärten, wurden fie, 69 an
der Zahl, auf Antrag des Oberß-Landmarschalls mit großer'
Majorität ihrer? Mandate verluflig erklärt. In dem :oberosterreichischen Landtage erneuerten am 23., gelegentlich “ch Verhandlung über das Präliminare dcs Landesschulfonds, die KYerrkalen den Ausdruck ihrer feindlichen Gesinnung gegen die „liberalen“ Schulgeseße und erklärten an der Abßimmung uber den' Gegenstand nicht theilzunchmen. Eine ähnliche De- monßratwn veranstaltete am 22. die klerikale Partei des steiri- 'schezi Landtages, indem fie den Saal verließ, als das Schul- pralimmare zur Berathung gelangte. Am Schlusse des Monats -w_urden auch die Au6gleichsyerhandlungen mit Ungarn “wrxdxr aufgenommen. Zu diesem Zweck trafen die ungarischen Mtptster am 30. in Wien ein und wurden Tags darauf vom Kaiser empfangen. Um 31. fand die erste, nur einer vorläu- "ßgen Besprechuirg gewidmete Konferenz statt.
Von den un ungarischen Reichstage im Laufe des Monats zur Berathung und Annahme gelangten Gefejzen smd hervorzuheben: das Geseß, beireffend die Volkss chulbeh örden, dessen nachßxr Zweck es ist, die Schulverwaltung mit der Ge- sammtadmrmstration, wie diese durch das Geseß über die Ver- wczltungZauSsckYffe normirt wird, in organische Verbindung zu ..brmgen und die Oberaufsicht des Staaies- bezüglich der kon- fesfionellen „Schulen unter Wahrung der Rechte der Kon- fesfiqnen in Betreff der autonomen Schulverwaltung _prakttsih' wxrksqmer zu gestalten. Der Emwurf wurde niehrsetttg hefitg angegriffen. Die Opposition ging aber nicht von] yonttsthen Parteistandpunkt, sondern von konfesfio- rieUen _Rucknchten aus. Ferner ist zu nennen der Geseßenttvurf uber die Regelung des Königsbodcns (des ßebenbürgenschen SackzsxnlandeS) und die definitive Feststellung des Steuer- Mantp_ulat_io_ns-Entwurfes. Am 27. wurde alsdann "durch em Komgliches Reskript die Session des Reichstages ge- schlossen.
Zu erwähnen ist ferner noch, daß am 4. der Kaiser den neu ernannten deutschen Botschafter, Grafen zu Stol- berg, ernpfing und dessen Beglaubigungsschreiben entgegennahm, und daß das Amtsblakt vom 2. den Entschluß des Kaiser? von “OestsxxeiohéUnquyndYZLF-öxjgxHZYIYxieIIittbeilte-Ybre
&“. ck Inserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl.Preuß. StaatE-Anzeiger, daS,Central-HandelSregister und das
beiderseitigen Gesandtschaften zum Range von Botschaftern zu
Vrrliyéienftag, dra 25. April
. Zur Engldnd war der Monat März weniger durch wich- tige außer: Erergniffe als durch ein bewegtes inneres Leven bemerkenswerth.
„Am 27. tratdieKönigin Victoria ihre Reise nach dem Kontinent an; „dieselbe gab zu Erörterungen im Unterhause Veranlqsung, indem die Frage aufgeworfen wurde, ob der Souvercrn wahrend der Sißunz des Parlaments das Land ver: [affen durfe; die Frage wurde aber von den Ministern genügend l_xeantwdrtet; Lehhaftcr war der noch jest andauernde Streit uber die Titelbrll. Während Meetings fich aUer Orten für und gegen dxn inserin-Titel aussprachen, wurde am 10. im Unterhause DtSraeli's Antrag, die zweite Lesung der Bill vorzu- nehmen, _angxndrpmen, und am 17. der Gescßentwurf selbst, welcher die Konrgm ermächtigt, den Titel „Kaiserin von Indien“ den_ anderen hinzuzufügen, mit 305 gegen 200 Stimmen. Spater ' gab ' DiSraeli die Erklärung, die Königin werde diesen Titel nie in England führen, und die Prinzen des Hauses nicht „Kaiserliche Hoheit“ beißen. In dritter Lesung wurde dgnn dre BiU mit 209 gegen 134 Stimmen angenommen, wobei DtSraeli betonte, daß die Annahme gerade jetzt, wo die rrxsfiiche G'renze bis nahe an die englisehe in Indien vorgerückt Y, eme feierliche Erklärung enthalte, die Integrität der indischen
esißungen aufrecht erhalten zu onen. Auch das Oberhaus nahm noch am Schluß des Monats die Bill in zweiter
Lesung an.
'Der GekZurjstag des Deutschen Kaisers wnrde von den englischen Blattern mit den herzlichsten Glückwünschen und mit den Ueußerungen freundschaftlichster Werihschät§ung begrüßt.
Auf, volkswirthschaftlichem Gebiet ist zu erwähnen, daß Lord Lyton emer Deputation der Handelskammer von Manchcßer, Welche 11111 Arifhebung der Baumwollzöüe petitionirte, antwortete, dqß er im Yrttizipe zwar dafür sei, aber daß die Lage der indischen J'manzert fur ]eßt keine solche Ausfäkle duldeten. Auch kündete die Regierung die Einseßung eines Ausschusses an, der fich mit der Untxxsuchung der Ursachen der Silberentmerthung und ihrer Fokgen sur den indischen Wechselcours beschäftigen s011e.
_ „Wege!) der Erhöhung des Kriegs- und Mariae-Vudgets kundigte Str Stafford Northcote an, eine Erhöhung der Ein- kommenßeuer um 1 Penny pro Pfd. Stekl. vorzuschlagen, d. h. um .? Prozent.
Viel,Aufr,egung erregten die orientalischen Angesegenheiten, sorvohl dre politischen als die finanzieklen; in ersterer Beziehung sprach sich Earl Morley im Oberhause für Nichteinmisctzung aus und fragte _den Lord Terby, welche Politik England durch Anschluß an die Andraffq'schen Reformprojekte angenommen hqbe. Derselbe antwortete: Das Prinzip der Nichteinmischung sei durch Annahme der Reformprojekte nicht alLerirt; aber Eng- 1_and habe das Recht, die Türkei wegen Bruches vertragSmäßig ubernommener Verpflichtungen zur Rede zu stellen. Einer Anfrage Gdrdons gegenuber crklärie Sir Northcote, die Pforte habe zu keiner Maßregel bezüglich der türkischen Anleihe eine Sanktion oder Billigung der englischen ngierung nachgesucht. _ Anderer:- setts erklarte Campbell im Unterhause es für inopporinn, daß sich England an irgend einer Abmachung zur Erleichterung der Au'fnahnie einer Anleihe des Khedive betheiligc. Um 24. thetlte DrSraelr mit,_ der Khedive habe die Nichtveröffen11ichung des vac'sazen Berichts gewünscht, und später beantwortete Sir Northcotc eine dqrauf bezügliche Interpellation Wolffs dahin, Cave's ericht sei nicht für die Veröffentlichnng vorbereitet und enthalte viele, vertrauliche Mittheilungen des Khedive.
Was die militärischen Angelegenheiten betrifft, so wnrde Anfangs d. M. das Marinebudgei vorgelegt, das eine Mehr- forderung von 463,678 Pfd. St. zu Neubauten von Schiffen erfordere. Auch der KriegI-Minißer, der im Unterhause den Zustand der lermee zur Sprache brachte und die Voransckzläge vorxegte, erklarte, daß er zum ersten Male, seit er: im Amte sei, erhohte Auggaben in Vorschlag bringen müsse, die er: . zu erhöhtem Solde und dergleichen gebrauche. Bei “dieser Gelegenheit versicherte er nochmals, daß der Mrzbiltfirung6plan einen durchaus defensiven Charakter habe. Bei Besprechung des Zustandes der Kriegs: und Handelömarine wurde im Oberhause die Anlage von Schulschiffen empfohlen, und versprach dei gleicher Veranlaffrmg die Regierung im Un- terlzause, noch in dies-em Jahre drei solcher Schiffe einzurichten. Bei „einer, späteren Besprechung der: Flottenvcrfaffung steÜte antirixk die Resolujion, daß ksin Civilist an die Spitze der Ad- nitralitat zu ßeÜen sei, der Premier aber widerlegte ihn, worauf diese Resolution mit 261 gegen 10 Stimmen abgelehnt wurde.
Aus der sonstigen Thätigkeit des Parlaments ist hervor- zuheben, daß im Oberhause ViScount Cardwell eine Pe- tition auf Zurückziehung des auf flächige Sklaven bezüglichen Cirkulars vdr_lx_g1e. Sodann hat eine Anzahl von Geistlichen
lß'ssz
eine Dankschrift eingesandt, in der fie erklären, für Beile un der Kirchhofsfrage zu sein; den Geißlichen der NichtkmtfomFißeZ solle dre Abhaltung oonTodtengottesdienften gestattet werden. ' _ JZrker wurde im Oberhanse dir Voxwae drk 11117“ Helgoland bezuglräxen Schriftstücke verlangx; der Staa:9',"ekrc:.rir drr Kolonien antwortete,. die Aufhebung der dortigen Verfassung sei durch l12er: unbefrresdigendens Zustand)h derddortigen Selbstverwaltung ge- oen gewecn, ver ra a er ie Vorle un "
Schriftstücke. p ck g g der zulasfigen . Der Eigenthümer des von der Königlichen Yacht ,Albert' in den_ Grund gebdhrten „Misrletoe“ hat von dem Gericht 3000 Psd. Stxrl. Entichädigung zugesprochen erhalten.
Gegen die aUerorts ftanfindenden Uebergriffe der Klorikulen syrechen fich auch d1e_ englisch_en Journale aus; die „Hour“ sagt, dieselben arten es 11ch selbst zuzuschreiben, wenn die Staats- gewalten ch gegen fie zu schüßen suchten.
In Italien wurden die Kammern durch KönirxliÖes Dekret vorn 25. Februar geschlossen und das Parlameni äuf den 6. Marz zu eincr neuen Session einberufen, an welchem Tczge die Eröffnung durch den König in Person stattfand. Die Thronrede hob hervor, daß die inneren Vsrhälmiffe des Landes befriedigende und d1ß ebenso die Beziedungen Italiens zu den aUYrvartigen Mächten durchaus frermdschaftlickze seicn. Aux_7. wahlre die Deputirtenkammer ihren diskerigen Prajrdenten Brazicderi mit 172 Stimmen wieder, während der vor! der Op'pomron aufgestellte Kandidat De'pretis nur 108 Stimmenjcrytelt. Es schien danack), als wenn das Ministerium Minghern auch 111 der neuen Session einer erheblichen Majorixät ncher sei. Doch schon in der Sitzung am 18. trat es bei einer unerwarteten Gelegenheit zu Tage, daß die Opposition mit Er: folg auf drn Sturz des Ministeriums Mingiictti himvirkre. Der oppositionelle Deputirte Moranas inicrpellirte die Rxgie- rung wegen der Art und Weise der Erhebxrnc; der Matzlstc'uer. Der Minister - Präsident Mingvetii beaniworte'te dre Interpellation, dock) Moranas erklärte, daß ihndre Antwort des Ministers nicht befriedige und bean- 1ragte_eme Motion, welche einen Tadel gegen das Ministerium qulvtrxe. Dxr Miuister-Präfident erklärte, die Regierung dead- s1_chttge uber die Frage bezüglich des Rückkaufs der Eisenbahnen em Bomm der Kammer zu provoziren und ersuchte, die von Moranas vorgeschlagene Tageszordmmg bis dahin zu vertagen. Dieser Vertagungsamrag Minghetti's ward indessen mit 242 gegen 181 Stimmen abgelehnt. Hierauf rcickite am 19. das ge_sammte Ministerium dern Könige seine Demission ein und der Fuhrer der Opposition, Depretis, wurde mit der Bildung Eines ne'u'en Kabinets beauftragt. Am 28. entwickelte der neue Minifter- Präsident im Senat und in der DLpUkilicn- kammer das Programm des neuen Kabinets. Haupt- punkte dcffrWeii find: Die Reform des politisrlxn Wahl- gesexexz „rm _Sinne wahrer Freiheit und zweifelloscr bezuglicher Aeuzerung des Willens der Natioii“, Unavkiätigigkeit und Unvexlcßliäzkeit der Deputirten, Verantworilichkeit der StaaTs- b'eamten, „unbedingte Unabhängigkeit des Richtrrftandes. Die kirchenpolltische Haltung des MinistsriumZ Werde wedsr eine aggresfiqe, noch überhaupt eine feindliche sein; das Ministerium m_erdc, die bestehenden Geseße ftreng beobachten, müffe sick) j2d0ch dre Etndringnng von Gese entwürfen bezüglich einer angsdehn- teren Sicherung der GewiFensfrciheit und bezügiick) der Verwal- trmg des Kirchenvermögens vorbeha1ten. DUS IJTinisterimn acceptire die wegen Trsnmmg und Rückkaufs der Oberitalienischen Bahnen geschlossenen Konventionen, sei jsdockz der Ansicht, daß vom Staat mir ein Theil des Betriebs diefer Bahnen übernommen werde. Die ßnanzielle Lage des Landes habe fick) zwar erheblich gekos- scrt, mdeß sei das in dieser Beziehung anzustrebende Ziel noch nicht erreicht, indem der Zwangx'ocours noch fortdauere. Endlich werde das Ministerium die Einführung Von Steuerreformen fick) angelegen sein [affen und an die Prüfung der schwebynden HandelSveriräge im Sinne der Handelsfreiheit herantreten. Ueber die Politik, welche das neue Ministerium nach außen hin be- folgen werde, veröffentlichte das Organ des Ministeriums, der „Diritto“, einen Artikel, in welchem erklärt wurde, daß seine guten Beziehungen zu den Mächten fortdauern würden. Deutsch- land werde sehen, daß die innere Politik Italiens ihm in der energischen Verfolgung seiner Kirchenpolitik behiilfkich sein werde.
Nachdem der Minister-Präfident Oepretis Zeit zur Prüfung der früher eingebrachten Régierungsvorlagen verlangt hatte, ver- tagtc fick) die Kammer bis zum 25. April d. I.
Die klerikalen Blätter zeigten fich, obwohl fie über den Fakl Minghetti's ihre Freude zu erkennen gaben, mit dem neuen Ka- binet ebenso unzufrieden, da von dem neuen Ministerium „nichts Besseres“ zu hoffen sei.
Zu erwähnen ist noch, daß der frühere Unterrichts-Minisjer Bonghi durch Dekret vom 16. die Schließung der sogenannten vatikanischeUKUnivexfiY1t anordnete.
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9. K*amWeu-Uaobriabkon,
bsilags.
Subhaftationen, Aufgebote, Voe- ladungen u. dergl.
[3170] Subhastaüons-Patent.
leichen etwaige Abschätzungen, andere das Grund-
Flächenmaß von 22 Ar 70 Q-M. und der Yäche [3168] Subhastations-Patent.
von 19 Nr an künftigen Wegetheilen mit einem ertrag von 81 ck! veranlagt. AuSzug aus der Steuer-
ein-
3 Nr. 95 QU'M “(1 Nr.416 und von ZAr. 94“ Qu.- M. 1111 Nr. 417 zur Grundsteuer mit einem Rein-
, Die dem Fuhrherrn Adolf Wilhexm Ernst Kretfcb- ertrag von js 57 H veranlagt. rolle, beglaubigte Absebrrft des Grundbuchblattes, mer, wohnhaft zu Berlin, Könrggraßer Straße 25, Auözug aus der Steuerrolle und beglaubigte gehörigen, in Deutsch-Rixdorf beleeienen, im Abichrift des chndbuchblattes, ingleichen etwaige
1 Das dem Holzhändler Johann Gottlieb Wiemann sFck betreffende Nachweixungen und besondere Kauf- Grundbuche von Deutscb-Rixdorf Band )(1. Nr. 416 Abschätzungen, andere das Grundßück betreffende
gehörige, in Steglitz belegene, im Grundbuch von bedingutFen sind in an Alle en, welche Eigmthums- oder ander- sollen
' den 14. Juni 1876, Vormittags 11 Uhr,
. m das Grundbuch bedürfende, aber nicht singe- an hiesiger I)ertchtssteUe, Zimmerstraße Nr. 25, weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Ein-
ir. 25, Zimmer tragene Realrechte geltend u machen haben, Werden Zimmer Nr. 16, im Wege der nothwendigen Subha- tragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht
Steglis Band 31.17. B1. Nr. 462 verzeichnete Grundstück nebst Zubehör soll
den 8. Juni 1876, Vormittazzs 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstr. *
weite, zur Wir
ieieni ? amkeit gegen Dritte der Eintragung
erm Bureau 7. einzusehen. und 417 verzeichneten Grundstücke nebst Zubehör Nachweisuugen und besondere Kaufvedingungen find
in unier111_?3ureau 17. einzusehen. 21116 Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander-
Nr. 12, im Wege der uothwendigen Subhastaiion aufgefordert, dieselbenzur ermcidung der Präklufion station öffentlich an den Meistbietenden versteigert, eingetragene Realrechte geltend zu machen haben,
öffentlich an dén Meistbietenden versteigert, und dem- spätestens im Versteigerungstermin anzumelden.
nächst das Urtbeil über die Ertbeilung des Zuschlags Berlin, den 29, März 1876. Zuschlags
den 10. Juni 1876, Mittags 12 Uhr, ebendaselbst verkündet wcrden. _ Das zu versteigernde Gruudsirrck ist zur Grund-l steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt-
ebendort verkündet werden.
Die zu versteigernden Grundstücke sind bei_einem derselben unterliegenden Gesammt-Fläcbcnmaß von Der ubhastaiions-Richter.
und demnächst das Urtheil über die Ertbeilung des werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der
Präkiufion spätestens im Versteigerungs-Termit an-
Königliches Kreisgericht. den 15. Juni 1876, Nachmittags 1 uhr, zumeiden. Der Subhastations-Ricbter.
Berlin, den 31. März 1876. Köni liches Krengericbi.
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