Ich habe, glaube ich, nichi gesagt, daß Hr. von der Sandi gerade Sozialist wäre, sondern day; rte Leute, die sich um ihn grup- irt hätte:, oder die Mehrzahl dc'r Versammlung aus dm dort ehr zahlreichen Sozialisim bestand'u hätte. H:. von der SIUdt gehört nach den Naibrichi'n, die mir aus dem anogibum auf meine Anfrage zugegangen find, dec ultramvntauen Partei an, und nach seinem eigenen Zeugnis; soil rie S.kiion dies?: Partei,_ der er angehört, 17 Mitgiiedcr zählen. Daß fick) nun an ibn, w-xil cr sich seiner Stellung nach in einxr Ovyosition gegen die Staats- regierung befindet, deren Berechtigung ich hier nicht erörtern win, _ daß sich nun an ihn als Krystallisationspunkt. weil er wahrscheinlich der Befähigsre unter der dortigen Opposition sein wird, die sozialisti- schen LPPrfitirnSelemc-nte anschließen, das ist wohl nicht unerwarirt und auch nicht beispielios. Gewiß kann Hr. vonder Sankt diss nicht verhindern, sonst kann ich mir richi denken, dai; bei jiiner eben bczrichnrien Parieirichiung ibm dieie Clemente angenehm icin würden. Jm Uebrigen, da der Herr Vorrrdner weiter keine Abäirdérungs- aniräge stellt, so glaube ici», aiicb dic Dikkuifion nicht aufbaiion zu soilcn, und enthalte mich auf die Sache weiter einzusehen. Dem Abg. Windtborst (Meppen) erwiderte der Reichswnzler Fürß v. Viswarckx
Ich halte den Vorwurf dcr Unireunrlickykcit iocb nicht für be- gri'indei. Mit der wisscnichnfiliäien Genauigkeit. die dem ersten Hkrrn Reiner eigentbümlicb ist, Wurdc der Charakter drs Hrn. von dßr Sandx [:ier öffentlich untersuwt und die Diagnose davon gssteiii.
Es wurde angenommen, ich hätte ihn für einen Sozialisten gebnltrn und naéygewicien aus seiner ganzen gescliicbaftlicben Sisklnng, da[; dies icbr unipubrscheinlicb sei, da cr sich in einer zu woblhäbigrn und annebmiicbcn Lase befände, um Sozialist sein zu könnéu.
Das hätte in dir! Wabrsckpcinlirbcs für sich. Ich habs daraiif Weiter bemerkt, ich hätte gerade dicikn als einen Sozialiiien umso- weniger bezeichnet, als ick) in meinen Akten von den Lokalbebörden einm Bericht Habe, nach dessxn Worten er der ultramouianen Partei angehört, und es wird dabei hinzugefügt; cr gelte sogar als ein Organ
der Zentrumsfraktion.
Daß der Bericht damit etwas _ ich weiß nicht mrbr, wie der leßie Herr Redner sich ausdrückte _ Jeindiicbcs gegen die Cen- irumsfrakrion sagen wrlite, glaube ich nicht; ich babe einfach die Thatsache krustatirt. Den Ausdruck ,ultramoutan“ haben die Herren nie von sich abgklchni, sondern, wie mir aus zehnjähriger parlamen- tarischer Erinnerung bekannt ist, haben z. B. der Hr. Abgeordnete Reichenipsrger und icin geehrter Herr Bruker ibn wiedrrholt und öffrntlich auf der Tribüne für fick) in Anspruch genommen, und ich wüßte auch eigentlich nicbt, wie ich die damit benannte Partei, die die Cenirurnsfraktion unter uns vertritt, historisch und sacblich an- ders bezeichnen ioUte. Eine Verletzung liegt fast in jeder Parteide- zeichnung; sobald sie aus dem Munde cines Angehörigrn einer an- deren Partei kommt, wird sie sebr leicbi darin gefunden und damit verbunden; _ bei mir aker nicht! Ich habe mich uachgerade daran gewöhnt, die Sache objektiv zu betrachten Wenn der Hecr Vorredner mir eine andere Bezeichnung voricblagen will, die er lieber hört, so bin ich gerne bereit, für die Zukunft mich derselben zu bedienen.
Im weiteren Verlaufe der Sißung nahm in der ersten Beraihung über den Gescheniwurf, betreffend die Betheiligung des Staates an dem Unternehmen eincr Eissnbahn von Jßehoe über Wilster, Taicrphal und Meldorf nach Heide, der Handels-Minifter [)1'. Achenbach den Aus- führungen des Abgeordneten Windihorft (Meppen) gegenüber das Wort:
, Meine Herren! Ich glaube icbwerlicb, das; der von dom Herrn Vorrednsr angeführte Grund dieBiliigung dieses bobcn Hanses finden wird. Nirgends ist von der Regicrungsbank der Satz aus- gesprochen worden, daß die Verwaltung der Eisenbahnen Sci- tsns ker cinzclncn Landesbehörden eine derart ichlkckyie sei, daß aus diesem Grunde es erforderlich ericheine, das Reich in den Besitz und die Verwaliuns der Bahnen zu seß-n. Die Gründe, Welche fiir ein: ir1che Mnßrcgel sprccbrn, sind dem hohen Haufe hinlänglich bekannt, und ich brauche sie deshalb bei dieser Gelegenheit nicht zu wiederholrn. Warum aber der in Auxiicbi gcnommrnc Uebergang der Badner: auf das Reick) als ein Grund anneiührt Wurden könnts, in der Zwiiche113rii alle Maßregeln,wcklcbezurVerbrfferimg de_s Ciscnbahn- wesens dienen, zu fiiiireu, vermag ich meinsrseiis in keiner Weiße einzusehkn; ich glaubs, LS iir dics nur eine Taktik der ganz entschiedenen Gegner der Vorschläge drr Rigierung, um ihr irgend eine Vrricgm- heit zu bereiten. In der That würde im vorliegenden Falle der Re- gierung ein ganz empfindlicher Siri; vrrscßt werden, Wenn das [who Haus aus einem solchen Grunde die gegenwärtige VOrlagc aklcbncn sobre. Denn ivohigcmerkt, meine Hirkkii, es handelt fich bier, wir auch der erste Hrrr Redner [)ervorßciwbcn bat, um eine Vorlage, die wesentlick) aus dcr Initiative der Interesssnien selbst bewor- gkgangen ist; cs handelt sich um ein Unternehmen, das, glaube ici),
rrade aus dem gegebenrn Grunde» dcn Beifall des gesammten
auieZ findcn kann. Hier ist in dcr Tbai ein nenirales Gebxci vorhandrn, auf dem fich alle Ansichten verrinigsn kön- nen. Die Interessenten selbst riifen kurz.» eine Aufopferung, durcb einc Anstrengung, die einer Nachahmung im ganzen Lande würdig ist, ein solcbks Unirrnebmrnins strn, imd rer Sinai bixici seine hälf- reickzc Hand, damit die io lange crwartcir Ei1enbabn rndiicb zn Siande Xvinnie. Meine Herren, ich 55112 in der That den Wunscb, daß das,
Was der Hr. Abg. LiPkL gcwisiérmaßen zu fürchten Meint, einirete, daß das Bciipic-i, w-xlcbcs uns die Provinz Schleswig-Holstein birtei, im übrigen Lande reichliche Nachahmung finden möge; ick) béqc auch die HoffnunJ, daß in einem solchen Fal]? das bobe Hansjqderzeit bereit srin wird, die eifrige Tbätigkeii rer Juiercssentsn ielbst zu
uniersiüßen, und ich gsi)? ferner von der Linficbi aus, daß derHr. Abg. Lidia sick) Wesentlich aui irmiclbep. Boden in dieser Frage mit mir bswegi. Hier
bauen wir nicbt ieiist, wie der Hr. Abg. Windiborst bcmnktx, irn- dern es ist cine Baiba dsr bribeiiißien Landrsibeiir. Cine bkiondcre
Freundschaft meiden iibrigens die Swleswig-Hoistcincr aus den Aeußerungen des Hrn. Windibrrst gerade nicht beraubfühlen, der ('r sic gewissermaßen zum Opfer derjenigen großen Streitfragen m_acbrn will, welche augenblicklich dix vrricbirdenin Parteien in diesem Pan]? und in andrreu Kreii-zn criülien und brivegen. ES ist das in der
That ein Weg, der, wie mir icbeini, ficher1ich nicht gxcignet erikbx'inr. Richte drci) dsr Hr. Arg, Windiiwrsi stine Angriffe, 1cine Ovprfiiwn an eine andrie Abrisse, aber [affe er unsere Landsleute in Sérichig- Hoisicin nicht unter seiner Auffassung leiden.
Ich empfehle daher ririx Vprlage dem Wohlwollen des hohen Hanses und habe icli-sir-eriiandiicb iiicixis ragcgrn zu erinnern, daß, torun dixiclbe in dcr Vitdgsikrinmiificn oder in einer andrren Korn- miifion .incr niiixren Prüfung unterzogen wcrden soli, dias? Priifung siatifinde.
Der Abg. Miquel sprach hierauf den Wunsch aus, durch
die sofortige zweite Berathung der Vorlage im Plenum der
Regierung hierüber ein znßimmendes Votum des Hauses zu
eben. Demselben stimmten die §Ubgg. 1)r. Wehrenpfennig und
r. Häusl, sowie der Handels-Minifier 131". Achenbach bei. Der Leßiere erklärte:
Es ist richiig, daß die Vorlage des vorigen Jahres „in ersterniid weiier Beraibung in dicfcm Hause erigdigt und mihi (U! die udgetkommiffwn verwies»: wr-rdsn iii. Ich_- glaube auch, das; es recht wobl mögliä) sein wird, die wertete Be- ratixung des ßrgenwäriigen Entwurfs im Plenum des hoben Hauses siailfinden zu laffxn, zumal die Regierung ilnersciis sicb gern bereit erklärt, jider Anfordxrung, Welche aus diesem hohen Hause wxqrn Aufklärung drs Sachverhaltes cm fie gelangen sortie, nacb allen Richiangon hin Folge „in 935211. Ich bin bereit, jede gewunschte Auskunft zu cribeilen. Andrrxrseits muß ich natürlici) wiederbclcn, daß ich von incinem Sianiiznnkie aus. wird einem Eiwaigen anderen
lk)Der Antrag auf Kommisfionsberathung wurde hierauf ab- ge e nt. Es folgte der mündliche Bericht der Vudgetkotmnisfion, be- treffend den Nachweis über die Verwendung des im Etat der Eisenbahnverwaltung für dasIahr 1874 unter Titel 49 der einmaligen und außerordentlicben AUSgaben aus- gefrbten DiSposiiionsfonds von 300,000 Thalern. Na- mens der Budgelkommisfion beantragte der Referent Abg. 131". Hammacher:
„auszusprechen, daß die Rechenschaft über Verwendung des imEiat der Eiseubnbnvciwaitung pro 1874 zu unvorhergesehen": außeror- dcrtlicben AuSgaben für die Staatöciienkahnen au5geießtcn Di6po- sitionsfonds aä 3§*0,000 Thaler dnrch den vorliegenden Bericht nacb Vorschrift dcs Etuiszei:ses pro 1874 ordnungsmäßig gegeben ist.“
Der Antrag der Kommisfion wurde angenommen und eine
nochmalige Abstimmung über denselben abgelehnt. Din mündlichen Bericht dei" Budgeikommisfion über die Rechnungen der Kaffe der Ober-Rechnungskammer für das Jahr 1874 ersiaitete der Referent Abg. Oßerrath. Derselbe begrün- dete den Antrag der Kommission:
,Die Rechnung der Kasse dsr Ober-Reckynungékammer für das Jahr 1874 wird, nachdem sie von dem Haus.- kcr Abgcordneien ge- prüit ist, hiermit, ioWeit fie sich auf die preußische Verwaltung be- zieht, derbaigirt. Gleichzeitig wird die Königliche Staatsregierung zu einer Erklärung darüber aufgéfordert, Weshalb der Rendant und der Controieur dieser Kaffe nicht, dem Geiesz vom 25. März 1873 knisvrecbend, Kaution bestellt haben."
Eine einmalige Abstimmung über den Antrag wurde für genügend erklärt, und derselbe mit der Resolution, leßtere gegen den Wunsch des Regierungskommiffars, Geh. Regierungs-Rath Böttcher, angenommen.
Hierauf trat das Haus in die erfie Beraihunq des (Heseiz- entwurfs, betreffend die Umzugskosten der Staats- beamien.
Die Abgg. Windthorst (Bielefeld), Löwenstein und Kuben- bach machten auf verschiedene Mängel der Vorlage aufmerk- sam Und beantragten Verweisung der Vorlage an die Budget- kommisfion, welcbe auch nach einigen Bemerkungen des Abg. Graf Beibusrz- Hue und des Regierungskommiffars Geheimen
Rath Rüdorff beschlossen wurde. Schluß 33/4 Uhr.
_ In der heutigen (45) Sißung des Hauses der Abßeordneien, welcher am Ministerrisehe der Präsident des Staats-Minisieriums, Reichskanzler Fürst v. Bismarck, der Vize- Präfident des Siaats-Ministeriums, Jinanz-Minisier Camp- hausen, der Minister des*Innerii, Graf zu Eulenburg, der Handels=Miniftxr ])r, Achenbach, der Minister für die [andwirih- schaftlichen Angelegenheiten, 1)r. Friedenthal, sowie der Ministerial- Direktor Weishaupt und andere Kommiffarien beiwohnten, trat das Haus in die zweite Berathung des Gescßentwurfs, be- treffend die Uebertragung der Eigenthums- und sonstigen Rechte des Staates an Eisenbahnen auf das Deutsche Reich. Der Staats-Minister 1)r, Friedenthal wies zunächsi auf die Unzuträglicbkeiten hin, wrlche die jeßigen Zustände und Verhältniss in dem Eisenbahnwesen speziell auf die Landwirihschast aus- geübt haben. Er hob besonders die große Anzahl der ver- schicdinen Tarife hervor, die Höhe derselben, die nothwendig aus der jeßigen Intereffenwirthschast resuliire, die Unmöglich- keit einer schneUen Verbindung der See mit den Koniin-“xntal- staaten unter den jetzt herrstbcnden Zuständen und die dadurch entstehende Aufhebung _des möglichen Nußens der Eisenbahnen, 3. B. beiHerbeiführung“frischer Fische, endlich die Schäden xder augenblicklichen Form dab“ Differentialtarife. Xr Abg. Frhr. v. Sckzorlcmer-Alft erklärte,“. daß er den besten ewris für die ibm impuiirte Reickzsfeindiickzkeit geben würde, wenn er für die Vorlage iiimmte. Er trat der Behauptung des Vgrredners entgegen, daß die Landbevölkerung der Vorlage freundlich gesinnt sei, weil sie noch gar keine Gelc- qenheii gehabt habe, sich darüber zu äußern. Die jeizigen Uebel- stände würden fick) auch nicht beffern, wenn an Sicile Preußens das Reich das preußische Staatsbahnsyftem übernähme. Der Redner suchte sodann den Beweis zu fiihren, daß die dem Geseßentwurfe beigegebenen Motive zu demselben nicbt paßtcn, also drnsrlben nicht begründeten. Er tadelte das Uebercilic der Vorlage, und bedauerte, daß man einseitig die Initiative ergreife, ohne der Zustimmung des anderen Kon-
Erwerbung aller Bahnen durch das Reich siehe troß der entgegen- geietzten Versicherungen immer im Hintergrundc. Das Ka-
tes dauerte der Vortrag des Redners fort,)
tung 6.894,698 „X (+ 132,958 «W).
Bejchiuiie ch iwixsn H.“.uscr» r.'iiYT wiiech-Yr.
voraukßchtlich am nächßen Dienßag erfolgen. Der Referent - Haut! wird erst nach dieser Verhandlung sick) zu den Sißungen
der Reichs-qulizkommisfion begeben.
Dresden, 28. April. Yroßherzog von Oldenburg, welcher geßern früh hier e_ingetroffen,_1ft heute Nachmittag zu Ihren Majeßäic m der Königlichen Van zu Sirehlen geladen.
_ In der heutigen Sitzung der Ersten Kammer er- si_aiixie der Ober-Vürgermeißer 1)r. André Bericht über das be- ziiglicl; dos Gcießentwurfs über die Entschädigung der Geist- lieben rc; für den Wegfall von Gebühren von den Geseßgebungs- Depuiatwnen beider Kammern gepflogene Vereinigungsverfahren. Man hat sich darüber geeinigt, das in Kammer beschloffene Verbot der Annahme von Geschenken fiir Amtshandlungen Seitens der Geistlichen in einer etwas präziseren Jasung in das Grieß aufzunehmen, wogegen bezüglich aller übrigen Differeuzpnnkte die Deputation dsr Imeitcn Kammer Beitritt zu den diesseitigen Beschlüssen empfahl. 1)r. „Kohischütter und StaatS-Minisier 131". o. Gerber daranf bin: geimesen hatten, wie wünschenswerti) das Zußandekomnrn “dcs Gcseycs sei, wurde der Vereinigungsvorschlag „311 J". 3 gcgcn 2 Hierauf erledigte die Kammer cine
Nibelmünzen :
immun: 210,487,681 , ermünzen 8,294,843-sé 77 ,z.
24,580,828 .“ 80 .z; an Kopf _ Bei der Beßätigung eines Kreis-Depuiirten auf den Neft ängers war ein Ober-Präfident daß es auf einer Zufälligkeit Wahlen der Kreis-Deputirten betref- dnung vom 13. Dezember 1872 M- Ersaßwahlen nicht enthält, und der anderweitigen ber die Dauer der Wahl- CrgänzungSwahlen auszufüllen sei. Ausführungen Wenn die Kreisordnung nach dem Vorgange 30. Mai 1853 und anderer Geseke etungen und die Verwaltungs-Kollegien gänzungswahlen einführt: und den Rest der Wahlperiode . 107, 108, 133 der . 21, 31 der Städteordnung), so sei doch ndsaße festgehalten worden, daß die- eines KoÜegiums ein unbeioldetes Amt als Gemeindevorsieher,
Ni_ede_rlassungsvertrag ift heute unterzeichnet worden. _ Wie dre „N. Zürch. Ztg.“ vernimmi, sollen die Ausgaben für
e ] das eidgenössische Militärwesen pro 1875 400,000 Jr. ? !
Sachsen. (Dread. Journ.) Der
der Wahlperiode seines Amtsvorg von der Annahme beruhe, wenn der die fende §. 75 der KreiSor üimmungen übst daß diese Lücke im Gesche nach Vorschriften der KreiSor
auögegangen, 11 zur Tafel
dnung ü
Der Minifter des Innern ist diesen
beigetreten. §. 3 von der Zweiten der Städteordnung vom für die Kreisvertr der Kreistxussrhüffe regelmäßige Er dcmentiprechend Ersaßwahlcn nur für der Ausgeschiedenen zu Kreisordnung, cf. §§ andererseits an dem Gru jenigen, welche außerhalb in der Verwaltung des Kreises _ Amtsvorsteher, Kreisdeputirte _ führen, ohne Rück- ihrer Vorgänger, 6 Jahren §. 24, 56, 75 der Kreis:)rdnung). der [chicken Kategorie, sofern sie vor Beendigung en Amtsperiode ihrer Vorgänger in ihr Amt ein- ch überhaupt nicht als Ersaßmäninr der Aus: Auch auf die praktische. Erwägung. daß fe der Wahlperioden aller Kreisdeputirten mung der Neuwahlen sich leichter entscheidendes Gewicht zu legen. Kreisdeputirte erreichen sein, weii ungeachtet fie auf
gelassen habe (§§ Nachdem Obkl'-H0fprediger
angenommen. Anzihl Petitionen.
' __ Die Zweit.- Kammer bcsckzloß nach längerer Debatte, einen Antrag des Abg. Dr. Biedermann und Genossen auf Erlaß eines Gesrßes, eine Abänderung des LandtagSwahlgeseHcs betreffend, in Schlußberaihung zu nehmen, und nahm sodann den Entwurf eines GcseHcs, das Mobiliar- und Privatfeuetver- sicherungswesen betreffend, mit den in der Sißiing vom 22. April d. J. beschlossenen Abänderungen in Schirißberaihung gegen 2 Stimmcn an.
. Karwruhe, 27. April. mritheiii, wird die am 3. i'. M. in Durlach abzuhaltcnde Vcr- sam'mlung der orihodoxcn Partei der evangelischen Lan- dxskirche unter Leiiung des Dr, Mühlhäußer von Wilferdingen die Frage erörtern, „welche Mittel anzuwenden find, um den mimer mcl'r zunehmenden Scparaiioncn in dcr evangeiischrn Kirche wirksam begegnen zu können.“
Darmstadt, 27. April. und,1868 wurden zu Mainz und Dieburg anf Grnnd drr .Kon- yentwn des Ministeriums Dalwigk mit dem Bischof Ketteler K n n b ? nkon vik t e zur Erziehung künftigerGeistlichcn crrichiet. Der AritkcbZ des im vorigen Jahre in Kraft getretenen Geießes über die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen bestimmte, daß jene Anstalten in einer durch Bsfcbluß des Ge- sanimi-Ministeriums zu beslimmenden Frist zu schließen _seicn. Diese Schließnn g ist nunmehr nach Schliiß des Wintersemestcrs
Amtsdauer
ficht auf bestimmte Anzahl
im Geseße ernannt werden (§ Die Beamten der regelmäßig treten, lassen si geschiedenen bcirachien. bei gleichzeitigem Ablau einer Provinz die Anberau kontroliren einheitliche
Wie das „Frki. I.“ Amtsdauer für sämmtliche würde jedenfails schon um deßwillen nicht zu
. 8 Abs . 3 der Kreisordnung, ä lt find, nach Ablauf des dritten Jahres jeder- derlegen dürfen. Das gieichzeitigeAufhören der iirten innerhalb eines größeren Be- iegen, als hierdurch
dieselben gemäß sechs Jahre gew zeit ihr Amt nie Funktionen der Kreisdcpu zirkes müßte aber u die Kontinuität der
miomehr Bedenken unter! In den Jahren 1864
Verwaltung beeinträchtigt werden könnte.
_ Die Stadiverordneten von Elberfeld, Bonn und aben fick) für, diejenigen von Düren gegen das Wahlsystem bei den Stadtverordncienwablen tadtverordneten von Viersen haben ihren Ver- tretern auf dem rheinischen Städtetage freigestellt, für welches Wahlsystem fie ihre Stimmen abgeben wollen.
_ Die Bundesraibs-Bevollmächtigten Herzoglick) sachsen- Staats - Minister G is ek e,
Duisburg 1; Dreiklassen-
Herzoglick; sachsen- -Miniftcr Seebach, Fürstlich reußiscber bou und Großherzoglich sächsischer aii) 1)r. Brüger haben Berlin wieder vcr- tor der freien und Hansestadt Hamburg chroeder wird heute Abend von hier abreisen.
_ Der General-Lieuienani von Biehler, Allerböchit be- rnehmung der Geschäfte der General-Jnspekiion d der Festungen hat fich zur Inspizirung Bataillone und Fefiungen nack) Schlefixn begeben.
_ Die Briefsendungen :c. für S. M. S. „Nymphe“ inkl. 2. Mai cr, nach Neufahrwaffer, vom 3. bis inkl. * nach Kiel, vom 14. bis inkl. 20. Mai er. nach vom 21. Mai bis inkl. 27. deff. Mis nach Kiel, bis inkl. 3. Juni cr. nach Saßniß auf Rügen, vom 4. bis inkl. 10. Juni er. nach Neufahrwaffer, vom 11. bis € cr. nach Kiel, vom 18. bis inkl. 24. Juni cr. Rügen, vom 25, Juni bis 1. Juli cr. nach bis auf Weiteres nnch Kiel
meiningiscber coburg-gothaiscber Staats Staats-Minister v. H ar
Geheimer Jußiz-N Wien, 28. April.
Oeßerreich-Ungarn. (W. T. B.) Die AuSgleichsverhandlnngen find, wie ronimterriciiietcr Seite mitgetheilt wird, so wcii vorgeschritten, daß die ungarischcn Minifter morgen nach Pest rciscn diirften, um die cndgüiiige mmung der Regierungspartri cinzuholen.
_ In der englischen Presse, die nicht in leßier Linie zur Ver- breitung dcr mannigfackien an die angenblicklicbe Lage der D inge im Oriente geknüpftcn Bcisrgniffebcigeiragen haiie, ist, führt die den auioritativen Kundgebungen der ag im Sinne der Veruhignng InSbesondrre find die mannigfachen Kombinaiionen che Erschütterung des Drei-Kaiscr-Biindniffes oder über cianpanxmng, die zwiicbcn Rußland und Oeiierreirh- foiiie, uns der öffentlichen Tiskusfion „Es sckicint uns,“ sngt die „Honr“, hoffnungsvolier
auftragt mit Wah des Ingenieur- ciniger Pionier-
Corps un
„Wirn. Abdpost.“ ans, nach lebten Tage ein energischer Rückschl eingeirrten.
13. Mm Lk- über eine angebli
Eckernförde, . vom 28" Ma: Ungarn eingrircirn sein gänzlich verscknvundcn. UÜÄ Saßniß auf SYNAXON Warnemünde und vom 2. Juli cr. zu dirigiren.
Bayern.
Nordmäcbie
das Zeichen Vrrwickiungen
zum Ausbruchs Nachrichten machen
sick) behanptet.
In der Be- Anirag des betreffend die Sonn-
beschließen,
München, g der Abgeordnetenkammer F. 36. Frhrn. v. Hafenbrädl, Kammer wolle bnig die Bitte zu richien: Allerhöchstdieselben den zu Tage getretenen Mißständen, ver- der Nllerhbcbftcn Verordnnng vom 30. Juli 1862. und Festtage betreffend“, ein strenger d daß insbesondrre an solchen Tagen bediensiete vollzogen und auch nahm der
Seit Novrmbcr feuer dcr Angeiegeniieiien drr
Die Tripie- ck - deutschen
1871 isi Graf Andrasst) an das S österreichisch-nnZarisckgen Monarchie beriifrn mordin. Allianz der Kaisrrftaaten, weiche scii drm franzöfis nraniie des europäischen Friedens bildete, War das er Bund ist nicht aufgelöst und wird auch so bald Die Wirkung dieser Thatsache wird fick) die Pforte ficli wieder geneigi finden [affen wird, mit den Jnsurgenicn in Unierizmidkung zii treicn, wenn das der Fall ist, so liegt alier Grnnd zu der Erwartung vor, daß der Erfolg befriedigender ausfailcn wird als die bis- herigen Unicrbnndiungsos Linz, 27, April. Be auch der zwrite Wahlkörper fast einstimmi didaien. Der dem Nbg. 1)r. Diirrnberxier entgegen kale Kandidat erhielt nur Prag, 27. April. gefundcnrn intern atio gemeinschafilickzer Grenzbahnhbfe ani bei Eliscnthal und auf der Choßen - Braiinanrr llständigen Einignng zwis Babnanstaiien. Halt der Minister in “ folgende Meldung: Um die grmeinsame Konferenz beim Gra- Majéstäi ab-
tagsfeier: „Hohe Se. Majestät den K wollen, gegen anlaffcn, daß „die Feier der Sonn- Vollzug gesichert werde, un keine Bureaugeschäfie durch Staats die Arbeiten an Staats-Minisier v. Lnß das Wort 3
„Der Vollzug der tage liegt in der Hand Für die Regierung wäre e schärfenden Aufforderungen in der dieser Verordnung mir dann gegeben, w eine Mehrzahl von Fäil ordnung übertreten un Ich bin aber verp Kultus- noci) Justiz-
trnhentcn, des Rrichrs, gewiß zu sein. Der Gedanke der „ „ .
Kriege die (5) Erxiebniß. D nicht aufgelöst werde .
' ;! be er wieder dem Grundkredii an an en pW!“ da fick; e 7 st gef g darin äußrrn, daß
babe zuznwenden, werde demselben durch die Ausgabe von Staatssthuldtitsin wirder entzogen werden. Die Mißstände dcr Differentiaitarifs müßien durch ein ReichS=EisenbabngeseY be- seitigt, nicht aber durch die Unterlassung der Emanation einrs solchen ein KompeUc für den Ankauf der Bahnen durck; das Reicb geübt werden. Durch einen solchen Ankauf werde die Aera der Agiotage wieder eröffnet werden. Dcr Abg. Graf Bethuiy-Huc glaubie, daf; mit derZUsiimmung zu der Vorlage Nicmand Lins Priijiidiz fiir ieiiic Haltung im Reichs- tage schaffe, indem er dadurch nur fiir die strie Diskussion Raum iwaffe, cr werds abrr im Reichstage icin? Zustimmung zu cincr weiter ZLHOUDLU Vollmackyi nur dann gcben können, wrnn er dir: Ucbcrzcngung habe, daß die aiimäblicbc Vcr- wiriiickznng des Plans?» wegen Ankaufs iämmtlicbcr Bahnen durch das Reick) angcstrcbt Werde. Der Redncr wirs so- dann kch die fest? Koalition drr Rrgicrung mit der vereinigien naiionalliberalen und freikoniervaiiven Partei hin, weiche durch die prinzipielle Opposition der Fortschritispartri und des Cenrrums noch mehr gestärkt werde und welche fick) auch in dieser Frage erproben werde. (Beim Schluß des Blat-
taatsbauien zu ruhen haben“, u folgender Erklärung:
betr. die Feier der Sonn- der Polizei-Staa1sMWaltschaft Und der in Anlaß zu neuen, ver- Richtung auf den Volizug enn zu ihrer Kenniniß , in welchen die Ber- d der entsprechende Erfolg nicht einge- flichiet zu erklären: daß weder im noch im Miniiierium des In- Andeutung darüber vorliegt, bezeichnen: Fal] gegeben sei. Ich glaube, meine welche uns vorgetragen wor- erßändniß mit unter- der auch bereits be-
Verordnung , i der Gemeinderaibswahl wählte
(; dir liberalen Kan- gefteUic kleri- eine kleine Anzahl Stimmen.
Die in dM letzten Tagen hier sinit- nalen Verhandliingen wegen ?in- drr Pilstn-Eisenstciner
en gekommen wäre
Ministerium, albstadt führten zu einer vo treffenden Diegaiioncn und bitbeiligten Ueber den Au-ient
ß bei den Moiiven, , i die „Pisier Corrcspondenz
ck ein oder das andere Mißv Nur einen Punkt, ich noch hervorheben. er Feiertage bestehen, desto andhabung der Sonntags- daß ich auch hier und ick) glaube nicht, daß kirchiichen Grfinnung des- wo die katholische in Bayern, t eine bedeutende Re- Während wir esterreick) 16, Italien 10, nkreich 5, Belgien 4; in erdings giebt es noch eine größere An- hen nur 7, in Baden nur 6 zugleich die kirchliche Behörde Frankreich- konnie, das könnte man auch wenn die Regierung unterstüßt dann ist auch Einhaltung der chen kann.“
Herren, da den find, do gelaufen sein möchte. rübrt worden ist,
Zweifel, meine Herren, je wenig leichter wird es sein, eine strenge H einzuführen. Abminderung der Feiertage spreche, man uns den wegen machen kann.
'Wieén erhäi 1 ULM Nachmiitags findc-i fen Andraffr] start. zuhaltenden Und werden bei Sr. Majestät Vortra beim Fürsten AuerSpkrg seitigen Minister zeigte Beharren auf dem bisherigen Sia _ B::treffs der handel-Zpol wird der „Pester Correspondenz“ a mittags angekündigte gemeinsame K des Grafen Andrassi) abgehaltcn. Wurde nicht bekanntgegeben. renzen, welche übrigens wah keine Verfügungen getroffen. geworden zu sein. _ Der „Pe ßerium halte an den 9. Mai fest. yirbffentlicht wurden, so handlungen zusammen, .Ministerkrise der Lage wäre, fein rathimg dcs gcmet
Von einem unier Vorsiiz Sr. äiifig Umgang genommen, nister-Präßdenten jewrilig Im Verlaufe der gestern stniigehabten Konversation dcr beider- fick) auf beiden Seifen ein bestimmtes
Ministerraihe wurde vor! lediglich die beiden Mi _ Die Einnahmen im Deutschen Reich an ZbUen I halten. und gemeinschaftlichen Verbrauéqsfieuern haben für die Zeit vom 1. Januar bis zum Schlusse des Monats März 1876 (im Vergleich mit demseiben Zeitraums des Vorjahres) betragen: 1) Zblie und gemeinschafiliche Verbrauchsfteuern 73,715,797 «W (+ 10,-110668 „XL). 2) Wechselsiempelßeuer 1,720,098 «7-6 (_ 99,989 «W). 3) Pofi- und Tclegraphenverwaltung 28,189297 „47; (+ 782,677 .“). 4) Reichs=Eisenbahnverwal-
itischen Verhandlungen us Wien gemeldet: Die Vor- onferenz wurde unter Vorfiiz Ein miitheilbares Ergebnis; er die Fortsetzung der Konfe- rscheinlich ift, find augenblicklich noch
Man hofft, am Sonnabend fertig
In anderen Staaten, hoch gehalten wird usiimmung der kirchlichen Obrigkei der Feiertagszabl eingetreten. 17 Feiertage haben, hat die Pfalz 9, die altpreußischen Provin Württemberg und Baden a zahl, aber auch in Württemberg sie nnier ftaailickzem Schuße. Was Belgien und Italien zugestehen Bayern zugefiehen, würde in Bezug auf der Augenbli Sonntagsruhe von unserer Seite Ai Der Antrag fand, wie schon mi _ Die Jeftßeilung neben 1. wird heute,
en 7, Fra
_ In den deutschen Münzftäiten sind bis zum 22. April 1876 geprägt: an Goldmünzen: 1,078,220,400 „xx Doppelkronen, 318336980 „45 Kronen; hiervon auf Privat- rechnung: 167,248245 „M.; an Silbermünzm: 36,432,590 „FH ö-Markftücke, 129065555 „46 1-Markstücke, 22.256,217 «FH _ H 50-Pfennigfiücke, 22713319 «sé _ „Z W-menigstücke; an NickelmÜnzen: 15,483824 9-16 60 „3 10-Pfennigstücke, 9,097,004 716 20 H b-Pixnnigßücke; an Kupfermünzen: 5.348,629 «sé 10 „5 2-Piennigstücke; 2,946214 «FH 67 ,;Z 1-Pfennigiiücke. Gesammiausprägung: an GVsdMÜRZLN: 1,396,557,380 „16.5 an
Das gemeinsame Mini- exegationen anf ili cn acids )reiben x ck H ivebenden Ver- ntuali-ät einer t mrhr in der Einflitß auf die Be-
ster Lloyd“ meldet: der Einberufung der D Wenn die bezü hänge dies mit den srl) da angesichts der Eve ige Minister-Präsi en verfassungSmäßi-Zen nsamen Budgeis ausziiiiicn.
und dann, die abgeschafften Feiertage, ck gekommen wo sie auf 1spruch ma tgxtbeilt, Annahme.
chtes über die Wahlen die Verhandlung in der Kammer
des Veri
Schweiz. Bern,27.Aprik. Der schweizerisäx-deutsche .
weniger als die dafür bew'lligten Kredite betragen.
_ 28. April. (W.T.B.) Der VundeSrnth hat heute
Großbritannien und Irland. London, 27. Apri'. ?
Jm Unterbau se kam heute, wie anäljrlick) sei! zehn Jahren, der ? Antrag auf Zulaffung der Frauen zum politischen Wablceckii ' zur Debaiie. Die in der Diskussion vorgebrachten Gründe blei- ben dieselben, aber die Zahl der Grgncr wächst. Bei der Ab: . snmmung wurde die Vorlage mit 152 gegen 239 Stimmen ab- gelehnt. Für dieselbe stimmten von dcr Ministcrbank Hérr Tis- racli, Lord John Mariners nnd der Atwrncr) General. Da- gcgrn von dcn Männern des vorigen Kabincis die Herren Bright, Forster, Lowe, Adam, Sir W. Harcourt und Sir Henry James. Die .Herren Siansfeid, Henley und Rnffeil Gnrnrr) gingen mit drr Minoritäi. Das Ergebniß, einc Majoriiäi von 87, _wurde von den Gegnern der VU als ein Triumph beqrüßi, da im vorigen Jahre die Zahlen sm) auf 152 zu 187 sieUtcn. somit nur eine Majoriiät von 35 erzielt wurde.
_ Wie der „E, C.“ aus Dublin gemeldet wird, wollen
die ultrakatholifcben Mitglieder des dortigen S*.adtratbes gegen eine Glückwunschadresse an den. Prinzen bon Wales, anläßlich seincr Heimkehr aus Indien, stimmen und" zwar deshalb, weil der Prinz es ablehnte, auf Malta den Grundsrein zn einem ausschließlich für katholische Kinder bc- fiimmiru Waisenhause zu legen. Es war aber, der „E. C.“ zii- folge, der Bischof von Malta, der es dem Prinzen unmöglich mackie, die Eercmonie zn voUzichen, indcm er daranf bestand, die Frier zn eincr religiösen und katholischen zu gestalten.
_ Die Nachricht drr „Times“ von der Wiedcrbesrßung der
Ins'el Socotra wird von dcr „Pall Mall aneite“ daiiin bc: r1cht1gt, „daß der Eigenthiimrr, dcr Snitan von Kiscliin, sich An: fangs dieses Jahres vertragsmäßig verpflichtet habe, die Insel
ksinrr fremden Macht zn iiberlaffen und auch sonst obne die
vorherige Eiirwiliigunc; Englands keine Verfügung darüber zu treffen. Dafur seien ihm als Gegenleistung 1000 Dokiars aUZ- -
gezahlt und ein kleines Iahrgehalt ziigesagt worden.
_ _ 28. April. (W. T. B.) Das amtliche Vlnii pnbliziri eme ans Windsor vom heutigen Tage datirte Proklamation der Königin, wonach diesrlbe den Titel: „Kaiserin von Indien“ angcnommen har.
_ Jm U nter!) aufe machte derUntcr-Siaaissekreiär Lowtber auf eine Anfrage Thornhiils die Mittheilung, daß nach einem von heute daiirten Telegramme des Gouverneurs von Bar- badoes die Unruhen daselbst schon seit Sonnabend gestilit scien. Die Zahl der sofort verhafteten Personen betrage 90, sriidem sei nock) gegen 320 andrre der Verdacbt der Theilnahme an den Unruhen und der Aufnahme gestohlenen Gutes angeregt worden. Bki dcn Unruhen sei eine Person gcibdtet, 18 seien verwundet worden, von den leßtcrcn seien 1wch 2 nachträglich gestorben. Die Polizii habe'zwei Mal unter die Anfriibrer ge- schossen. Zu einer Besorgniß, daß fick) die Unruhen cr: neuern könnten, liege nicht der geringste Griind vor.
Fraukreich. Paris, 27. April, Die „Ag. Hav.“ meldet, daß die Präfekten den Auftrag erhalten haben, sthr energisch gegen alie etwaigen, von den Generalräthen zu Gunsten der Petitionen, betreffend die Amnestie odrr dieser ielbst ausgehenden Wünsche cinznsckgreitcn, weil diese Kbrperscbafisn nach dem Geseiz Über politisiiic Fragen nicht zu diskniiren habrn.
_ Wie dis „Pairie“ verficbert, liaben bis jiizi fünf Prä- fekten ihre Vcrseizung nicht angenommen Und find darum eni- laffen wordcn. Diese miigerrchnet, würde als die nächste, in Vorbereitung begriffine Präfektsn:Veränderung 20 Namen um- fassen. Toei) bczweifclt man, daß dieselbe vor Wiedereröffnung drr Session pnblizirt, werden wird, da der Miuisécr Ricard sick; zwcir in dsr Vrffcrung befindet, aber doch noch nicbt rioiiständig wieder hergesic-Ut ist und deshalb bis dahin anf seinsr Vcfißnng zu Niort zu bleiben gedenkt.
_ Die „Ng. Hanns“ verfichcrr, dc-r Giiirral deEisser] babe fich mit der Budgetkoiiimiifion Ühék alle Krediie verständigi, deren er als Kriegs-Minister bedürfe; der Minister und die Kom- mission hätten sick) im besten Einvrrständniß geirrtmt.
_ Dic kirrikaken Blätter Véröffeniiiiiwn foigcnden Aufruf: „Wir erfahrcn, daß nächsten Montag in dcr Kapelie des 83010 (wenn" auf Montmnrire eine Messe geiestn wird, um Gbit zu bitten, er möge die Siaatögcwalien beeinflusiin, damit sie das Grieß Über die Univerfiiäts-Unierricbisfreiheit aufrecht erhalten. Die Giänbigcn, welche dieser Msffe nicbt anwohnen kbnnrn, werdcn nicht verfebicn ihrerseits ähiibck)? Gebete gen Himmel zu richten. Man kündigt an, daß auf das Verlangen mehrerer katiwliicben Familien in der nämiichenAbficht in Paris und der Provinz Messen gelesen werden.“
Spanien Die „Ag. Hav.“ ci'lzält folgende: Nachrichten aus San Sebastian, 23. April: „Nach stürmischcn VkrhaiidlliiiZkU imd zahllosen Schwierigkciien bat die I 111110 v on G u ip n z co (1 die fünf Delegirirn ernannt, die sie nach Mndrid zur chiernng entsendri. Es sind: Acilonn, Mitglied der Provinzialdepniaiion, Egana, friiherer Senator, Gnrrrico, früherer Alkade von Oiinie, Marquess de Santa Cruz, friiherrr Fnernidepntirier, und Go- rostidi. Diese fiinf Pérsiiiilichkciien find sehr einflußreicl) in der Provinz iind rcpräsrntiren die intranfigrnte Fueral- parisi.“ Die denieibrn von der Janin eribeiitcn Instruk- tionen lauten: 1) Verweigerung jeder Verhandlung, welche die Zukunft Giiipuzcoas verpflichten könnte; 2) dcr Rc- giermig zu antworten, daß die Miqucletes mit Vorrheil die Soidaten vertreten, die man rnit Gswait ausheben würde; 3) dieselbe Antwort brtreffs dcr freiwiiiigen SeeleUte, welche an den Küsten dienrn (also Abwsisung einer Aushébung fiir die Ma- rini, da ja der Kiisi-c-ndienst durch Freiwillige geleistet werde); 4) die Zahlung einer gemäßigten Beisteuer zur Untc-rstiißnng des Siaaissckwßes anzuncbmen, und dabei die ganze Last heriwr- zubeben, welcbs berciis wegen der durch den Bürgerkrieg ver: nrsachien Anfi-xgsn eins der Provinz ckth; dann das Provinzial- budgei fiir den Kultus und die Geistlichkeit in das Licht zu seßen; 5) sick; mii Proikft zurückzuziehen, wenn die Fucros in ihrem Bestande durch irgendwslche Aenderung angegriffen wür; den. Diese Instruktionen kbnncn nur von der Junta geändert oder modifizirt wirdsn. Die Stimmung iß im Innern der Pro- vinz noch immer sebr erregt. Die Mitglieder der Junien haben
* fick] beute Vormiiiags geirennt, um in ihre betreffenden Oert-
lichkeiten zurückzukehren. Dns Nmmtamienio von San Se-
. bastian bat srinen unversbhnlicßrn (Tizarakier bewabrt.“
„Tie Sonderrechte der baskischen Provinzen iaffen
, sicb wii- soigt, zusammenfassen. Unter der Herrichgftdxrßiiewz wahlen die Basken ihre Gemeindeoorsiände (.1)i1:11.11;1i-.:nt-„) selbst, aus diesen gehen die Provinzial: odcr Landesvertretnngen (Juni») hervor, welcbe alle zwri Jahre in Vizcana, jäbrliä) in _ . Gnipuzcoa und [)albjäbrlick) in Alara tagen. VondiesenInntJ-s aui Grund der Verfaffungsbefnmmungen dcr altkatholischen ? MWM NU? VLQÜWM kiUgéiViit und diese BUMM Wkk'bkén Slnnsxe der Schweiz die Errichtung eims Bisttzums ge: , nk )mig ;
? vdilsiändig auf dem Jnße rer Gleichl)eit mit den Königlichen Corregidorcs, welche in jeder Provinz die Verwaltung, über- wachen sollen, aber fick; nirgendwo einer besonderen Aiiioriiät erfreuen. Tie Stenercrkiebnna ist in den Händen cindrimisch9r Beamten, und keins dcr [*nsiisrhsn Provinzen leistet? bisber in den aiigemeinen Siaaksansxzaben msbr als Line vei'häiinißmäßig ,;Zriiigr, rund bcmrffcne Summs. Die AuShebuna, wsichr aUc “Zyaliikk, znnmi bie iiirderen Klaiion, als die schwerste ibrcr Lanen beirackitkn, crstrecht sick] nicht auf "rie Basken, und ibre Miqnciixxcs find niir Ucrpflicinct, anßrrhaib dcs Miinaitziandes Kriegsdirniic zu leisten. »
Türkei. Konßaniinopri, 27. April. 21:15 Risch,
22. Lipii[,_ qrirn der „Pol. Corr.“ iiber dir tiiikiiiiien St_reitkrniic folgende I)iittiieiiiingcn 311: DM Obser- o.ittons:(§orps bei Niicki iir mmmciir in drei Divisionen gctiriii. Jeder Division sind 4 Bniirrirn Pwd: 3 Ka- rwiierie-chimentrr beigckgebrn. Dcr Proviant- UND SilkiikÜW- Twin isi vollstiindig organisiri. chrs Rogiwcni 511 einen Chef- cirzi iind zwci Lisfiftcnxsii. Lcyiere find nirisi ciniaxiir Siiirnrgen odor Sanitäisbéamte, die ohnc gründlixbrrc nirdixixiisbs Sindicn dock) die kbirnrgischo Praxis soit Jahren in dcr *Tiirksi betrixdrn haben. ?iiici) die Jeldapotbsken sind reiciziiä] init Medikgmcnien vcricbsn. Proyiant wird iiinmirrbrock)en ,zngcfiidri. TisSäi'ag- frrtigkrir diescr Armee läßi kanm etwas“ zu wünschen iibrigk
- Im Rücirn dicses Corps, wrichcs auf 40,000 Mann Re-
giilärer dUkch Einbcriiiimg der Brnrlaubtrn rind Jiesrriiisirn cie- brnckit wird, wird zwischen Soft.: und Nisck) ein zwi'iiss Corps artigrstiili. Ten Kein dsffeibcn bildet das fünfte Lirince:C9rvs, das bis 1th im Ridinxr Bilnjsi seine Sinndqnariieir ])aiie. Die- ses 21rmce-C0rps besteht jsdoci) zur Hälfte aus erii's, die zwar, was dir Kriigcöiiiciztigicii beiriffi, *sich niclit mit den Nizams mriicn können, immerhin (".d-sr nxit dcm Wnffsniiwdwm'k ziir Ge- niig: vriiraiit find. Jßre Eqnipirnng ließeninck.) der „Pol. Cbrr.“ viii zu wiiiiscknn übrig. Das fünft? Arnrc-Coir-s ibi! bei 20000 Mann zählen, doch fehli demselben iw-Zi) dic Wiigilc'rie nnd die Artillerie ist nnvoilsiändig. Dcr Skriwkicr hat ange- ordnet, daß diese Trnpprn tägiici] im Frurr zii cxerzicrsn ha- ben, um ihre Manövrirfiihigkeit zn crhbhrn.
_ Ans Ragnsa, 28. ?ipril, incldc-i „W. T. B.“:
Eine kic-inc türkische Trnppcnnbiheiinng isi bciGrndac, obrrhaib Kiek, ULM einer Insnchnicnsckwnr iibcrfniirn wor- drn und bat dabei 50 Miiitärpierde iind 370 Stiick Hornvici), die von dM Insurgenien crbenici wnrden, eingebüßt. . _ Zn Vcsorgniffrn hat in [cher Zeit die Entdcckimg einer iin Entstehen b-égriffcnen Vcrscbwbrnng gcgcbrn, iibcr nwiche dl? „Pol. Corr.“ cinige Triaiis miiiheilé. Tise Vcr- icbwiirimg “sollte in dem Momente ansbr-scizen, 11111 iiiiiisiiie Triipprn iibrr die serbische Grenze rüiken wiirdcn, Die türkische Regierung hat von einem solchen Conipioi diirck) die Vcrbciiinng drstxniffiirs Niioinj Siamisciwff in einem Dorfe des Orchancr Kkkisks Spin“ bekommen. Es wurden bei ihm wichtige Pnpiwe saisirt. Man fand bei ihm eine Marsckironie, wonini] cr fick) iiber Orjeckwwo iind Wray nach dem Orcbcmrr Krciie, wrlckzrr ders Piooi des Ariffimides in Biiigcirien bilden soiiie, zu begeben hatte. Es wäre der „Pol. Corr.“ znfolge, iicini", daß derlei Emifféire schnnrenweiie nacb BiilZÜkicn geschickt wnrdrn.
_ AUS Bosnien wird gemeldet, daß die gcsamrnir Terri- iori:1[-2[r*xner(Linxdsiiirtn) mit Hinterladcrn, wrickic iibrr Kick einzeiroffcn find, brwaffnri wurdc. Zobniaiistnd Biiséiziddznks hÜbLii bcrsiis dw Einbcrnfiing Foige gricisici Und untcr Faqu BWS Führung die Iiisnrgcnirn im Risowaiz-Gebirg: gcscbizgin. DageZen soli eine iiiikiscbe ?lbiiieiiung bei Moiniiza von einer unter Führung des cbrmaligcn österreiébischcn Offizicrs nnd ge- meicnrn Adjutanten des Ljubibraiici), Prirodiis, iirbendrn In- sancnirii-daiidc ziim Rückziigc grzwnngen wordrn sein.
Schweden und Norivegen. Stockholm, 20. April. Nuri) in diesem Jahre ist von einrm [)erborragcndc-n MiiZiiede der lziofiJcn Zwriicn Knmmrr dor Antrag mif Erririximg Einer jiirix'iiickien F;!knliät in Stockholm und (inf «Horstrixnng Linrr Lidvokntcnkammcr wieder eingebracht, iiidrffcn von beiden Kanimrrn nbgclebnt worden. ?inck) fiir d:“Uistiia Leser, Miri,): (LN dcn birfigcn Vrrbäitniffkn Tiiiihxil nchmen, wird diese Nacinicbi von Interesse sein. Es haiie sick) niimiicki an jcncn NiiiWJ die Hoffnimg aiif Rrgelung dxr AdvoiaUrrverbäiiniffe griniipii, bii w.xichrr Nile beibeiiigi sind, die in der Lage find, die Hiilfe der siiirvrdischen Gerichte anzurufen. Bekanntlich besichr fiir die? icbwcdiscbrn Advokaicn keine: [*ciondsre Dis- zipiinarbriiiirde, die Advoknirn sind vielmehr wie reine Gewerb- irribrnde in.:r don oi'dcnilici)€i1 Gsrirhii'n vcraniworiiici). Es liegt (Ulf drr Hand, das; hieraus erhebliche Mißstände kic-rvorgelzen, da es viel?, fiir eine Partei schr nacht eilige Amtsorrgchrn, Ver- srlzlxppiin-xicn, nachlässige, inrdrni'li )rGesch)äfisfiii)riiiig ixianckzcr Art girbi, fiir wclcbr es schwer, wenn niibt iiniiiiiniicii ist, im WSJ? dcs nrdrniii-ern Geriibisvcrfabrcns Nbbülse zn ?indr-n. Driiisckn'n Rccbisiicinndkn kbmwn wir dabrr nnr rniizrn, die Wabinsbmmig ii3rcr Gerribisamr in Scizwedcn niir iolckzrn Advokaicn nnziwcrirwcn, die iimcn von znveriiisfix-„cr Saite cnixriiobicn sind. Tie Reiiizskonsulaie werdcn ji! in dor Jirgel in; «Timbo stin, denjenigen, wcbbsn es an drm diircffrndrn Plays an Bekanntschaft fcbit, ami) [JiUfi-sztlikh dcr Wahl eines Advokaicn mii ihrrm Ratbe zur Hand zu geben.
Ebristiania, 24. Aprii, In der [):-niigon Sißnng drs Storiiiingrs wnrdT vom Staatsriiii) Nissen ein Antrag der RLJikkiiiig vorgelegt, bcircffrn) dir Linfnnbinc cincr Staats- anlczihr im Betrage von 6000000 Sprzics. Dic ?'iiiieibs, welcbe ziim Bau neuer Staatsbahnen bestimmt ist, soll mit 41 Prozent verzinst und in [)brbsicns 50 Jahren zuriickgrzahlt werden. .Die Regierung macbie bci dirscr Gelegenbkii dis Mit- ihrilung, daß Norwegrns gesaininie Siaaissrhuldrn am Schluss!: des Jahres 1875 12899000 Sp. bcirngrn, und daß zur Verzinsung und Amortisation derselbcn jelczt jähriick) ca. 993,000 Sp. verausgabt wiirdon.
Dänemark. »Kopenhagen, 28. April". (W. T. B.) Durch offenen Brief des Königs ist der Reichstag auf den 15. k. M. zur mißerordentlickzen Session einberufen worden.
Amerika. Der Kaiicr ron Bxaiiiirn ist in San Franc isco cingriroffcn.
_ Kabcidcpciibcn axis Waibingion vom 25. 0. Mis. mrldrn: Die Kbinniiffärr drr gcgrn dcn fi'iii)§i'cii ..xrießssrkrciär Bolknap cings'lciiciién Aiiiinge baden dic Diwlik drs Link'lanicn mir ::iircr Trixiik bcaiiiworici, irwrin sic die in ci'si-xrci' cxiibal-