1922 / 76 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 30 Mar 1922 18:00:01 GMT) scan diff

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"' U.“ Der Gemeötdevokstand die samte Verkoaltung der Stadt. Er bat i_UZbe ondexe folgende AuYaben: ], Er hat hx schlaffe der Sbadtverordnetenversammkung “:x W K! n._ 2. Er vertritt_ dte St_adt _ nach außen. Zyr Abgabe einer WillenSerxlarnng fur dte_ Stadt genügt_e1n_e Erklärung des ' Bürgermexjters. Soll jedoch durch dre Willenserklarnng : eine rechtlich; Verpflichtung der Stadt begründet Wordart, so ist in Stadien ix_ut Magistratsverfaffung außer der _Er= klärung deZ _Burgermeisters die Erklärung __ ozrxes Magistratsmitgltedxß erforderlich. Den mit der stcxnbzgen Vertretung des Bngereis'ters für bestimmt-I »)cxckmxts- znwige beauftragten MagitratsmitglieDZrn und 421917011»- neten (§§ 45 Ab]. 1 Satz 2, 52) kann die Befugnxs 11211101)er Werden, für diese Gesäxäftszwei, durch 1er _WlUan- srklärung an Stelle des Bürgermct'ters LUUVLÖLY achn ode); -- in Städten mit Magistvatsverfassung - zu ammen rm! einem anderen Magistratsmitgliede cine _re tlrcbe Ver- vflicbtung der Stadt zu begründen; die chletbung dxeser Y?“ fugnis ist in ortsüblicher Weise bckanntzumcxcbsn. _.an gleicher Weise _kann die Befugnis der VL?)WZ[MUQIÜUZ1ch1_UW oder der Bezirksämter zur Vertrelung Mr_Wtadk x_xaä) (1111591: é§§ W, 55) darauf erstreckt Werden, daß 3111321710, 1015; M11:- glieder durch ihre Willenserklärung entwch; 111: (3:18le Ich Bürgermeisters oder » in Stäbten my.“ _ _ verfassung - zusammen mit dem __Vurgs1_xxxot1ta*1* smc. 19-117:- Liebe Verpflichtung der Stadt bogrunden kozmexx. Dutt! Ortsgeseß kann der («meindcvbrxtcmd _ _ _ Werden, Leitenden Beamten einzelner VPWÜULMÜZFZMUL, E11:- rirhtunqen, Anstalten oder Betriebe für 116111111th A21gelsgenbo1xcn Widerruflicb die Be_[u nis zur Vertretuna der Stadt nach auZen bei legen. Der Be _ Be ugnis bei_ eXegt m_rd, beda _ Wenn die BeugniZ s1ch darau erxtrecken soll, oder -- in Städten mit Magistxaxéöverfasunlg"Mm 11€bc1x__ dßm Bürgermeisjer eine rechtliche Verpzl1chtung dex Madé 8741111111101: xönnen. _ _ _ 3. Er Verjoaltet die städtischen (ZemeZUdoamtc-ltxéxx Mme das

ge aßten Gcmeindebeschlüffe. Ueber das LLUÜETVEIÜÖQ Vex- mögen der Stadt fuhrt er ein LQgckbuxb. _ & __ _ . Er entwjrft den Haußbaltsplan, xnackzr 1er 71.1113 *.nytlelunq

durch Gcmeindebescbluß bekannt 11x_1d “1111171 dex: HauébaLL ' nach dem Haushaltsplan, sorgt kur dre Außtellung dex -

Xahrleecbnung und legt sie mit seinmx_cherknx_1_acn dsr :*tadtvc'rordnetenmrsamm[ung zur Pruxung, Fsßstcllung

und Entlastung vor, sch-kit nicbt dio Vrüfum; der JQHLLZ- **

rechnung durcb Ortsgeseß anderen Stellcn__1jbcrfxageer_c 171.

. Er stellt die städtischen Veaméen an Und fuhrt d:? DMT:- aufsicht Tibor fie. __ _ _ _

“. Er verteilt die städtischen Abgaben Und. Taenstc nac!) dW. Gesehen nnd Gemeindebeschlüffcn auf dia_Vorpf_lichéctct_x 11115.) sorgt für ihre Beitreibung, soijt dre?» mch" „(1110131103 Enderen S_keüexx3 über?a_gen__is1_. __ ___ ______ _ __

'. r ü rt ie ür ri e, (1T; xe Men 1) (1112611811 un trifftf 131112 ___ms_____!_1_e fiLr die. ancbfübrung 24:1". Wal)! bor- geschriebcnen Maßnahmen.

_ § 88.

Der Bürgermeister kann gegen alle städtischen Beanxren ak?- Ordnungsstrafen Verwarnungen und VeUWeise, gegen die stadtiscben Beamten mit AuZnahme der Magistratsmiéglieder und Be?- ' eordneten aucb Geldstrafen bis zu 300 .O _festysßen, Gegen dße Straffestseßung findet binnén zWe:_Wochen_d1_e Bcsterdß an drs Aufsichtsbehördk, gegen den nm bis Be1chwerde ergebenden Bescheid binnen gleécber. Frist die Klage be? dem OberbchnlknxxgE- gerichbe statt.

7111. Aufiragsangelegenbeéten. “' § 80.

Auftragsangelegenbeiten dsr Städte fänd 0101211111st lerfgaben ' d'es Reichks oder des Staabch, 71121071? dumb chess den (xkadxn 3111:

Ausführung nach AnWeisung Übx'xtragen sind.

Die mit der Vermaltung einer Auftragsangelcgonlxjt ch ;

auftragte Stelle ist verpflichtet, den Von der beauftragcndcn SWW: erteilten AnWeisungexj zu ent?prechcn. _ Weisung ist die aansende Svelle verantWortlxckx.

27.011913“ km». _,

'.- «_.-P ““W"-aus..“- pu- „__-„"_P- _ _ _ _

1

chuß des Gemkindsvorstandcs, durck) den die ; der ortsüblicbcu Bckamxtmackmng, ." dus; ck12 V2ch.*x111ch31 : durch ihre Willensaxklärunq entwchr an Stell? dss Bnrgcrmxxxxsrx; ;

gexamte Vermögen der Stadt nach Maßgabo “ON". dMübcr _

Für den Inbakr dsr An:-

Ju den Auftragsgeschäften gehört ianesoxxdexc bie VeMJYtnng ; der Örtspolizei foWie die Wahrnehmung d_er 011116 :: Gbxcknxxtx dc]: ' aUgemeinen Landesvertvaltung, wfcm mcht- bewnbsrs Bebordcn _

da“ betUt ind. fur se s §90.

Wenn der Staat den Sjädten neue Austxagsangslegenbeiwn ,

überträgt, fo mm'; gleichzeitig die Mckung dex Kosten geseßlick) gc- regelt werdM._ _ __ SoWeit fur dre Ausfuhrung Von

_ _ Auftx'nq-sangelcchbexiten Vermögen, Ejnnabmen oder Cinrnbtungen

dcr Stadt "versit-

*,ustellen sind, bildet die Beschlußfch1ffung bierübar eins, Selbst: .

verkvaltungsangelegenheir, § ___

Die Verwaltung von Auftragsanasxcgünbsiten Liegt, JowZir

m'c'lzt gejeßlick) cine anders Stelle Oksfimmt 171, dem (k)enwéndks vorstande ob. _ _ _ _ _

Die Vertbaang der OTÉSPLJÜZU steg? m dsr Regel dem Bürgermeister ob. Llusnabmswch9 kann __sLé, 11181111 das g_e_meine Wohl es erfordert, bon dcr AUÜLÖÜZÖLHOTÖL 07.an ._Mamjfxats: mitgliede oder Beigeordneten zur sslbständigen Berbérwztg 11er- tragen Werden. Soweit dix: VerwülunU dcr_ 1111171191132: dem Bürgermeister zusteht, kann er die_ Bearbeiwna (11181: oder cm;;LWQ; Volizeiangeleaenbeiten nnter sexner_Ve_rantWorkun_q _und nach seiner Weisung einem Magistratsmttglrede odcr. Be1geordneten

übertragen. _ _ _ l)(.Rechth:Tte1. § 92. _

Gegen die an bestimmte Personen_ gerichtetM Verfügungen (Gebote, Verbote) des Gemeindevorstanchs oder seiner Organe steht, soweit nicht die Rechtömittel anderkvext gejeßlicl) gxregclt sind, dem Betroffenen der Einspruch zu, Wenn dre Verfugung “zum Gegenstande bat: _ _

1. Das Rech! zur Mitbenußung “oer offentltcbcn Amtalven und Einrichtungen der Stadt 14) sowie zur TeiJnabme an den Nußungen und Erträgen des Gemeindevcrmogcné;

Die Verpflichtung zur B€n1113ung gemeinnüizigek Anstaltxéx'x und Einrichtungen der Stadt__(§ 74); _ _ _ _

. Die Verpflichtung _: Ucberfuhrung enmx prtngtrUchqfv lichen, gewerbsmä Ren Unternehmung m dlL (6xmem- wirtschaft oder das echt zur Ermbtung oder Fortfubrung einer solchen 75); _ _

*. Die Hexan iehung (Veranlagung) zu den Gememdclth, sofoeit es Fick) nicht um (Hemeindexabgaben im Sinne de:; § 69 des Kommunalabgabcngeseßcs bundelf. _ _

Der Einspruch ist binnen JWei Wochen bei derjenigen SML»: einzulegen, Welche die Anordnung erlassen hat. Ist dic Anordnung von einer anderen Stelle als bem Gemeindevorstand crlassep, so hat sie den Einspruch, falls sie thm m_cbt stattgibt, dem Gemembe- vorstande unmittelbar vorzulegen. Wtrd der Einspru_ch rechtzett_1g unmittelbar beim Gemeindevorstande eingelegt, so gtlt die Fns! als gewahrt. § 93

Ueber den “Einspruch beschließx der Gemeindevorstand; Gegen den Beschluß findet binnen Yet Wochen die Klage tm V_er- waltungsstrettverfahren statt. «“Klage kann nur darauf gestuyt werden, da der Kläger in seinem Rechte dadurch der_leßt set, daß “3 1. das stehende Recht, insbesondere auch rechtsgültige Orts- :_ Kekse, nicht oder nicht riehtig angewendet seien, 2, ' LatsUhLi Voraus chunzzen uicht voxhemden sxken, zum lasse_ der ung hem Kluger gegenuber

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bes Gemeinöevorstand'es ist M diefe'Bbv- *

dem ' lu Fisker! hxézxtéveixseen.

§ 94. _ Der Entscheidung _ém VerwalmngsstxeiWexfahrxn untcxltegen Lerner Streitigkeitexx Wrscben Beteiligven uber lhre _m den offen_t- ichen Rechte begrun cte Berechtigung oder Berpfluhtung der m § 92 Abs. „1 genannten Art.

§ 95.

Gegen andere als dée in § 92 genannten Verfügungen (Gebote, Vorbote) deö (Hemeindcbor'tandes oder seiner Organe steht, soiveié gesetzlich cin geordnetes echtsmitteLVOrfabrn nichtporgesch1i2ben “ist, dem Betroffenen binnen chi Wochen die BeschWcrde an die Aufsixbtsbebördc, Welch? endgültig ontstboidct, zu. § 92 Abf. 2 "indkt Anxvendung. L:.cr GentcinbovM'tand bat die Bcsthtverde, LTU?- er ihr nicht statigibt, der Aufschtsbcbörde vorzulegen. Die "“, ?schrde kann nur auf dieselch Gründe gestüßt Werden, wie die Kluge gsmäß § 99. '

ck.", Staaksanfsich § 9-3. _ “Dis Aufseß: ?ibs? dLe Städke Zn SelbstveerlmngsaUgslcgcn- _;Witku steht dem Staate zu. Wo Lénfsiäzt umfaßt, sotveit nichx gox'EZzo M1) Lkw» anderes» bestimmt 121, ansscblisßlicl) 1310 in déeéem 0521215

8 517.

_ Die ZUUfsiQ1§chörbs kcmWfich jsdcrzeit dux 962931“.on Maß:- ' 111111111211 nber drk: 1111111101321: chjßéltnéffc 11112611“: 1211 mäubbpmdere

* cnxhaltenen Befugnisse.

__ „__. . 1711711) Einsiclzxyabkne Zn dkex T*»chnktung,_bxrrch_örtiche _Prüf1m_g “W““) W ; 111111117 durcb Wmvxdcrung münd'licbcr ('der :ckjrixtlxckwr Vcrrcbto. „;o

'. *ch'idte haben dia Mordericbon Auskünfte zu crxtcilen Und déc

»?

nötigen 'Uxttuxl_ch1gc11 7,11 beschaffen, insbesxmch Eincht Tn dée AUM, Kasxc'nbncbkc und BÄLJL 311 gestoßen. § 98.

(He'nwindcbcéablüffe und solébe Beschlüsse der SiéldWcWYdKékLU- Z

Mrsamn'clung, bw cincr Zustimmung des Magistrats nicht bcdj'uée'rt

Y 81 210€. 171, fänb. falls sie das bcftchende Recht verlesen, Und so; *

Mit sis. 1111111 scbon Von dem («ImncindeWr'tand beanstandet sind

, ch§ 85), 11911 der Aufsichtsbehörds mit aufschie endet Wirkung zu be.:

xmstandkn. Dquxj'be“ 9th Von *.Nagistratsbc chlüssc'n, sofern sis: nicbt Won vom BnrgermcLster beanstandet md. Gegen dée BQ:

anstandunZ ;".rqé, fowoit eZ_sZcb um_MagistratSb2sch[üsso bandalt, . _ Dom Magrstxat, Howert es séck) um Beychlüsxc dcr StadtverordneUéno

“versammlung banbelt, der SMdthrorDnanVersammLung, und so- wM es sich um (4.831? .réndcbescküüsse hcmdclt, der Stadtverordnchw _:_)Ttsaptmlung und in Sxä-Iten m€x" Magistratseraffung auch dem *.*)écxgtstrat bénnsn 3w8i WWW dée Klagß Tm Berwalwngsx'ércit- xxsxxahren „zu,

ZH 99.

_ X_st dte Verwastung dev Stadl n:"rht in geoxdnkism (Wxxgr, smterlaßt 111121: bcrweigcrt jtxsbssondore die Smd? ch? für Die bxdnuxinäßige chtvaltxtug dcx 11317 auf" Grund öffonkkicsxcn _:_)iccHts obliegenden _Angclegc-nbcitcn kadeLkliÖén Maßnawnxn, Jo Yat, _sojcht n1cht_ 98121590) dic ;_;uständigkcit einer anderen Bcbörch txqgrundct ist, ch Aufsichtsbehördxé („ck" 109), Wenn Vsrhandlrmgcn Vrt der Stadt 111031 zum Ziskk Hülsen, dis Vakpflicbmng dex .:tadt zu dkn ex,?ordkrTiaH-en HMö-lmxgen odcr UnTOTXassungcn scx“:- zustellM.

“_ Gegen die Feststcklung 111111 dem Gemeindevorstande und de'.“ Otadtverordnetextbersammlung binnen 1in Wochen die Klage im Y_ZrWaltungsstreitverfabren zu. 'Die lage kann nur darauf ge- Wußt Werden, daß die «ngefockztene Feststellung das bestehende RLM néckzt oder nich1 réckztig antvsnde oder daß die LNLsäckzléck-er Vm:- «LUssoßungen nicht vorhanden 561211, welche die Aux'fickztsbejybrdL zu der Fcstx'Wklung bsrscbéißk haben WÜTDLU. § 1.00.

DK:: gQwäbTL-M Bürgerwrkéßßr, Magisirutxmikgléde 11:76 27-35.-

ZWrbneten bedürfen dsc 262111111911119. Ledigléck) wegen der Znac-

ck1Ör€gkeit des «111111111151: ciner poliKscben Parte: darf 1:21 Bc- *

Die Bestätigung cxteilt:

J'Ütigung nécbt vchnax Werden. in Otadtkrciseu da:;

1. bänsickxlicb dex“ Obexbüxgermcixtcr Staatsménéstcrénm,

:I. in Den Übrigen FWU! dic“. Aufsichtsbehdxde (F, 109).

__Z'n dcn Fäslsn 321 :I Fan:: die Bestätigung von der 211115711112- bcyordc LZ" 109) nur unter Zustimmung der Beschlußbeböxbs Vers jagt. Werdcn. “213111 die Buscblußbebörde die Zustimmung ab, 10 .“.17111 auf A:;trasx dx: Aufficßfsbehördy ÖL: Minéster ÖSÖJÜUZTU TTC ergänzen. Versagt die Aufßcbtsbebördo unter Justimmxmg ck91: Bc-zcblußbcbördc dic Bestäkégunq, so kann auf -ntrag da;; 052- yxxmdeborstandes oder der Stadtberordnetcnvcrsammlung dec Fémister des Jnnsrn sic erteilen.

__ Vox Versagung der Bestätigung ift in (111211 Fäkxen dem Ge- 1115-711th Gelegenheit zur Aeußerung zu geben.

§ 101. Der GümeinbeWrstand hat Gentcindebcsckzlüffe vor khrvr 21:15- qurmxg dyr :'[ufsicbtsbcbörde unter Beifügung dex“ zugeböxégcn Untckrlagén Vorzulegcn, Wenn sie betreffen:

_1. dcn Erlaß Von Orthcseßen,

:?. cm»- AbMéckwng von den Vorschtéftcn 11er déü chWU-“xmg

dss sxädkisch: Vsmnö ens;

;. di: “.'.lusnnbmo Liner Anlcébe;

-_ . dic Usbernabme eincr Bürgschaft;

;. dic Veräußkrunzx “von GemeindeWalbungen:

K_déo GründUnJ 17011 Kommmralkanken.

(*)-chr: don Bssch1x1ß kann die Aufsichtsbehörde _..- unbeschadet DTF 210111128 3111“ BWnstandung Wegen Geseßkvidrigkei: 98) » _TTU*.-- 0111111qu dss gcémcinen Wohls, binnen vier Wochen nach Vor- sngng bus?“ Zöcsäßufses Einspruch einlegen. Usber den Einspruch 1;ch1)1_:s€;_1_ 1111 Antrag “ML:; 15211711Léxtdcvorsmndcs dic BcicblußbSbötdk. 780102111112 dor in Ab]. 1 bczeéchnefen Art dürfsn erst ausge- zubrk wchn, Wenn d;"cs AUfsicbtsbchörde erklärt hat, kkin-en Ein- spruch L_:nlikgcn zu Wollen» *inncrbalb der Frist keinen Eénspuch ein- JSWJÖ. hat 0081? 21131111 dcr Einschch endgültig zurückgewiesLn ist.

55 102.

_ 1_1_1_1_csr1äß1 oder verjveigert die Stadt die Erfüllung der ihr 111332131111) oblieganden, von der ;;uxtändigen Behörde festgesteüten Yerpxltchtungen oder führt sie Be cblüsse aus, deren Ausführung xzbexbauYt oder einstrveilen 101) unzulässig ist. so ist die Auf- srcbfsbcxero bérachtigt, mtt Zustimmung der Veschlußbebörde dic Handwxxg oder Unterlassung, 7,11 der 111: Stadt verpflichtet ist, mit dcn gexxßlicben ,Zjvangsjnéttssn k§§'132f[g. dss Lande?:bernUl- MUIÉICWLLZ) dU1'c1)-3uscßen, Znsbesondere ch nötigen 211131111621: in ck91: H-111u51311lisplan einzusteléon oder von Sbm crbzuscszcn, sotvie 1119, Leistung oder Nickstleistung der außerordentlicben Au.";gabe 80 “Abs. 5) „51: be ügen. Bei der Einsteüung Zu den Haushalts- plan sowxo bsi der rfügung der Leistung einer außerordentliche?! Ausgabox ift „:;uqleicb über die, Art der Deckung 80 Abs 3, Abs. 5 (“5013 ]) Verfügung zu Treffen. _ _

PWM dé? mit Zustimmung der Beschlußbebörde erlassenen *.",41'13'1151111112611 DT"?! “.'l'ufsicbtsbebördc stkht dem (Wucinchorstande ::::13 M1“ "€::*.d111-3107dnctsxnbcrsammkung binnen _“,wcé Wockxxn die :681'111111913b9 1:1 3121! ProszZasra: zu, Welcher endgültig entscheidet.

§ 103.

Ueber die Art der gerichtlichen Z1vangsvollstreckung wegen Geldforderungen gegen Stadtgemeinden 15 zu 8 des Ein- führungsFseßes zur deutschen Zivilprozeßrdnung vom 30. Januar 1877 in t Fassung vom 17. Mai 1898) beschließt die Beschluß- behörde.

§ 104

Ueber die Feststellung und den Ersaß der Defekte der städtischen Beamten nach Maßgabe der Verordnung vom 24, Januar 1844 beschließk die Beschlußbehörde. Der Beschluß ist Vorbehaltlich des ovdentluhen „Rechtßiveges endgültig.

14 .

105. ' * ** Durckj Befehl:!" des Stéatsmini ' ms kanu “eine" Skobl-

vornrdnetenversam „ung Mimxöst , WW .dvej „MUM

«,

k-"k-„R F***k-s-

na'ch“ Mikkeüung Jes AustösungWestbsuseZ ifi eki; Mak)! sov- zunehmen. § 106

Wenn die E haltung oder Hersteüwng emes „Warten Ganges der Verwa tung de_r Stadt_auf andereqt Weqe mcht erreicht Werden kann, ist die Aufstchtsbehorbe berechngt, KoWrÜare zur Wahrnehmung der Obliegenheiten emzelner Organe der Stadt zu bestLUen. § ___7

Ge 11 alle Beamten der Stadt kann_ die Aufsichtsbehörde das förmli Tisz'pplinarberfahren auf Entxernung aux- dem 21th einleiten. _ __ _

DaSselbe gilt für Ordnungsjtrafen gegen ben Burgermetstex„ »))Fagistratsmitglisder und Bsigeorbycrs sijte gegen _andere Veamfe der Stadt dann, Wenn der Burgermetster von der thm zu- flsl7371b2n Smasbefugnik; 88) kSiWn Gebrauch macht oder die Von Sbm verhängte Sßxafc [Jbl 211127: angemessenen Ahndung des Djorxskvxkgsbsns nicbt KUSWZ :, _ _

Auf das förmlicbs T'jsßplixtakvkxfabrxn fmden die Vorschnsten 71-52, Diszipk'jnargeseßes vom 21. (7111: 1892 und be? § 157 Nr, 2 ch' Lanchvarjvaltung'xxgkscßsz m:: W[JEUÖLU Maßgaben An. w-endung: __

1. VW Einleitung 119.3 Verfahrens, dte Ernennung des Untersuchungskmnmiffars und de?» Vertreters ber Stbats- anWa!tschaft für alle: Instanzen erfolgt duxcb dW Aufstchts4 bsböxdcx; _ _ __ _ _ _

. Enkschédxnde Disxéwlixmrbelwrde crxtex Instanz rst ber _Be-

ZikkÖÜUZstÜNF, ,;11».*;:9*.* F“»nsian; da:“- OberdertvgltungsgsrtÖt;

'. VZ? Eknstcünmg DCI) eraban-s _qomaß § 1117 N13. :2 “Ogg". LanchWrWaltnngsg-sseHos kann dix) in erster antanz 531. üéindigc Bcbökbe (3261911316071:le (“2110 Ordnn11g§thafc 0-31“: bängcn. (55812911 sine so verbanqte Ordnungsstraxe 1_tebt_dc*m BEtrOfsLULn binnen x,!vei Wochen der_Antrag am mund- Liche Vcrbandsung im Vchaltungsstrextvxrfabrc'n zu;

„(HMM ein recthkräfTich Disziblmarurterl stcbt dZm ZBW-

urtsütvn der Antxaq auf Wiederaufnahme HLK; "Strasber- fabrens zu unter onxsMMndor ?lmv-e11d11ng dcr Vorxchrnrcn. dcr SUUZPBOZLFOÖUUUN.

T1.113112.rgan922- und Sckylußbestimmungen.

I 108. _

?Ztädta, 171 21711217 “die“. *))kagistrathxrfaffunq Kstebt_._ konnen 8111.11) OrtHgossx; ITZ Eixxéüyrung dcr thrchncxstU'ernU[lng bs) schlécßcxt.

Städte, “111 benen dée BürqcmtxcisterVerassynq besßsbt _0021 Zémäß Abs. 1 yéxgsfübrt wird, bebcxltsn diasc VMossnng Lndgulßg.

„Z 109. _ _

“Dic 2111111111: . H4 S*“!Mt's [:bcx di:“: Sfädx-x mxcb Mgßgabe dteses (“4399813603 übj in 2111-31“ Insmn; dcr ékiegxkr1111chx§prc111dknt __nntxr O1“? 961113110) 9629991121: MKWZrkung IT?. BczxrksausWuffeZ-z, _m 711761191“ xénd 191311“ JUÜÜUF dcr Lbcxprnxxdcnt untcr der gezeizlub zwrchtcn Mltwirkunzx De: Px'ovinzialrextcs.

„8 110. _

Büs'cbefzbkb-Zrde nnb RWWA1_1!1'.x7é)",é_1*1_ch1 ist in den. m dresem GEFU; bezeickmsren Fällc-n der L*?€?„.1*1§111:57c1)uß. _ _ _

* An dis Stelle des VrovinFiaUandmges__trsten m_den 111 Meseux Gesctz ger-xgelten FMM in der Provinz Yessen-Naffau dw Kom- munallcmdwge dEr Bazirksvcrbände Cassel und Wtesbaden.

§ 111. _ _ _

Solange dZe Aufkösung de? sekbstäydiqen Gufsbextrke Kolb néck): “durchgeführt ist, finden auf sie dre fur Landngemden gelxen- DM Vorschriften disses Gesetzes énksprchendc2111wendung

Alx“; Landbüraermsistereicx: 1111 “;;1nne_d:eses_ Goseßes gelten €€ LanObürgérmeistereit-Jn in dsr :'7'111911111179111115, dte_Aethx__tn dex. 9017101713 Westfalen, die KircbsvisxxYandgsmexnden 111 der Hrbvinz “ZMF ég-Hblstcin nnd die auf Grund dcr 11011011 LandgememDL- oxbnung Mu cingcr€chjet€n Z!eicharrjgen KommunaWerbande.

§ 112. _ _

Die Fü: bd: Stab? Berlin bestkbcndynYesondereyVorzÖrrsW blcjben unberübrk. „Z, 126 fénb-ck 47171 371 SMD! Bcrlm kcme Av:- xvendun . _ _ _

57111? d'xe Zn § 27 Abs. 1 de]: K*WiDN'dxmng 7111“ dre Bt_ovsnz HaanbWr Vom 6. Mai 1884 5101371101611 Stadtc [16231111 05 be: _ch. bestebsmdon VNstbxiern binficbxlicb der Verwaltjzng der 513131139: und der Wabrnebmnng der Gcscbäftc dcr (Ylgémcmcn Latxbesvcx“ Walfang é§§ 5 Abs. 2, 71 Ilbs. 4 dx; Exxadtcordnung 71:x_d__1-_: Vinnz Hannodcr 13071124. Juni 1858) 18111 T*)ernden, ÜTZ *.*.» durch Pwvinzialgeseß auxgeboben wcxden.

§ 113, _

Alle bis er in den Städten gcktßnderr Orisngtz? und _Gc-_ mcindebescblüse, sotveit sie nicht_m11_de1_1 Vornbrqten dxese-Z Gcseßcs in Wédsrsprucl') stebkn, _blcxben 111 Kraff. sblange fie: n1ch1 auf dem in diesem GULP VOTINCUOULU ÜZLJL abgebndertMcrdNJ.

Dasselbe gilt für di? Beßmxnznngsn Von Exngemczndungés Verträgen. Eingxmcindungsbcxcyluswn 11118 Emgememdxxngw gßseßen, auch Fomeit sie Von den Vbrstbrtstcn d_c1_: Gemeinde- verfassungs- und Abgabengeseßc ab1vc1chende__ Fesmcsungen __e_nt* balken, unbssckyadck OS:? „3, '.1 des (NWWB, bekrcncnd steuerltcbc xm? Hechte in eingcmcjndsjon .“: 1161211211. vpm 25, Februar „1920, de» §22 ch Gxscycs, bctrsffcnd vorläufig)". Regolung bersch1edcneu Punkte de? kacindWerfaffu:ngrcchks, vom 18._Iu11 1919 und de:“, „8 8 Abs. 4 der Vcrordmmg uber dw anderWs-„v? Regelung dez Mntcinbexvcxblwckyts vom :'1. (**,-117111111: 1910.

5 114.

Sowcix 'm den biLZ-Hexxg-sx'. Sxéjdwordnungexr bssfimmw Ter-

Utinc fcxrgejch Waren, NWZ Fthfyßxan nacb bxesem Gxseß durxb Ortsgescß obs: Gemcéndebszchuß erw.,gcn x_ol], Verblexb1 «_be „zum Erlasse eines solch: Ort"?“gostßes odcr bts zum Ergeben eme:- iokcbon Michlnsses bei dem bxsbcrtgen Zystand. _ ' “Xn Skädten, in denen 1115021: gememsckzafflzckxc Berakun 11 Nr StadW-cMdneienbersannnlnng und des Mag1st_r_ats bestan _n Haben 49), blsibt der biéZHerigc Zustand bestehen, b15__dur_ch Ort»- gc-ssß «th anderes bßstimmt Mrd. T_a-Zsexlbe gxlt fur_dte _Wahl des Bürgermeisters und der Magistratsnxttgltedxr durch des Burger- schaft mit der Maßgabe, daß eine Prasentatwn don Beroerbem nicht mehr stattfindet.

Wo bisher die Stadtverordneten-versammlung, der Magistrat, ch Skadtvckordneten, Stadwkérordnetcnvorstelxcx und Magjstrzxts- miLg-Lieber andeks bez-xicbm-T WerLn als_in dtcxem GUNS, bletbew die [*1H1)ch*1*igen Bezeichnungkn bestchow, [113 durch QUIZ): eZ etWaS 011561"??? bestimmé Wird. _ _ _

Die bestehenden Vorscbxiéxkn i'tbs': Auslegung und “Zryfung der „Jahresrechnung bkeibcn in Goktmrg, bw; durcb OrtsgLseH eCWa-Z anderes bestmcmt wird.§ ___ _ _

,_)_

Dic“. nach den bäsherégcn Städteordunngen geldenden rechtlichetö Vorschriften über das. Gwncindegliederbemndg-en w-srden aux»- gehobev» _

Ta.“; (HUneindagliebeM(mögen ist fortan (Zonwindevcrmoch und nach den dafüx bcstehsndsu Vorschriften zu vcrwajren. _

Ist das Recht zur Teilnahme an der Nuyunz des Gemcmdc- Fliedervermö ens durch ein Einkaqugeld erroor en. so Yat der isher Bere ti te Anspruch auf Ruckzahlung des Einkau Sgeldes abzü Lich des apitalWertes der von i m getroffenen Nußungden. Die stseßung des urückzuzahlenden tra es erfolgt durch en Ymeitkdevoé ?sz? 98) gen die Festseßung 'ndet Einspruch und

a takt ,

Fus das ni t im Eigentum der Gemeinde als solcher stehende Vermögen, an m einzelne Gemeindemitglieder Nußun srechbe Haben, die nicht auf der Gemeindeangehörigkeit selbsx. ruhezt anerm entenvermögen, Rcakgemeindevermögen usw.), Unden „dl? Äorschré ten in Abs. 1 bis 3 keine. Anwendung. .

*For'tsevamg [in da &».an BeilM-T

."." ***M-INXM - .. .

ZU“. 76.

Dritte Beilage

Berlin, Donnerstag, den 30. März

'zu Deutéchn NEäTßx-Zanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

1922

-A.“.

(Fortsetzung aus der ZWeiten Beilage.)

?; 116.

Die bestehenden Vorschriften über das Gemeindeabgabenrccbt, &us-besondere dqs _Kommmmlabgalwngeseß vom 14, Juli 1893 bleibe!) aucb 1111111171)th dcs Vexfalxrcns'nnd der Staatsaersiclx-é unberuhrt, sotvett stch mcht aus dtesem Gescß ctxvas anderes ergibt.

§ 117.

De bestehenden VbrscHriftcn Übsr die Recbte und Pflichten der Kommunalbeamten, tnsbesondere das Gesetz, betreffend die AU- stellung und Verxorguna dßr Kommunalbcamtcn, vom 80, Juli 1899, das Gesetz. betrcffend vorlauftge Regelung Verschiedener Punkte des GentejndebeamtßnyechtF, vom 8. Juli 1920 und das Disziplinar- gesetz vom 21. Jul1_1802 blexben, soweit sich nicht aus diesem Gesetz etwcgs anderes __cvgtbt, bts_ zur Zeseßlicben Neuregelung mit der Maßgabe Unberuhrt, daß tn „H 13 des Gesetzes, betreffend die An- steüun? _und Vexsorgung der Kommnnnkbsamtcn, 110111 90.3101 1899 de? 5) exckzsdtenjt dem Staats: und Kommunaldicnste gleich- gestellt Mrd,

§ 118.

__ Für S_tadkc_mit mehr als 15 000 Einwohnern, in denen der Burgxrmexztex dw _VLf-ulxgung zum Richteramt oder höheren Ver- waktungsdtcnste n_1cbt beétyt, trxtt die Vorschrift des § 40 Abs. 3 Saß 2 erst dann x_n Km 1, Wenn der bisherige Bürgermeister aus dem Amte ausschctdet.

€; 119.

_Tie bestehenden _Vorsckzristcn 11er die VEchxktun Walemgcn oder forstltchen NußungLreOten bestehenden vermogens bleiben unberührt.

§ 120.

Bis zum Exln eines Geseßes über den Denkmaks- und Heimat- schuiz b_lc1bcn d10 cstchenden Borscbriftcu Über Veräußcrnng odcr rocssxttltche _Vcrxmderuyg Von Sachen, Welche einen besonderen 111] cnschaffsrchcn, g2sch1chtlichen oder Kunstxvert haben, unberührt.

§ 121.

Die Vorschriften des Gesetzes, bétreffcnd die Errichtung öffent- licher, auFblicßlicb zu benu onder Schlachtbäuser, Vom 18. März ZZFZZLZ. September 1904 beiben unberührt mit der Maßgabe, a' fortan

1. an Steüe der Gemeindebechlüsse und der Genehmigung des

Bezirksausschusses der Er eines Ortsgessvßs tritt, -. an Stelle der Uebertrctungsstrctfcn nac!) § 14 des gcmannten JENS die Ordnungsstrafcn gemäß „8 76 dieses Gesuch e n.

de_s in ememde-

§ 122.

__ Die bestehenden _Vorschriften über Rechte und Pflichten dL! Stadte auf dem Gcbrete des Schuljvesens bleiben bis zur gesty- ltchcn Neuregelung unberührt.

§123.

_Die bestehenden Vorschriften über das Sparkaffenwcsen 02th bis zur geseslichen Neuxcgelung unberührt. § 124.

Ortschaften (Flecken), welcbe Weder zu den Städten noch zu 11 Lundgcmeinbcn gehören, sind nach“91nbörung der betreffenden *)cmcindcn, Landbj'xrgcrmeistercien und Kreise d11rch Beschluß des “taaxkéminisberiums entweder zu STädten oder zu Landgemeinden zu er (111211.

DaZselbc gilt für diejenigen Städte in der Provinz Hannober, die auf Grund des 4 der Städteordnung und § 2 der Land- Zcmcindcordtmng sokme der §§ 61 bis 63 der Bekanntmachung Vom .8. April 1859 eine Von den Vorschriften der Landgemeindc- ordnung achichcnd-e Verfassung erhalten haben, sowie für die- jcnigkn Städte tn der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen, die nach dcr Landgemeinbeordnnng verWaltct Werden 1 der Niycinéscben Landgemeindeordnung, § 21 der Kreisordnun und J 1, 66 der Landgcmcindcordnnng für die Provinz Wcstfoalext). __ _B_i_s znr Ncursgklunxx behalten dicse Ortschaften die bisherige ocrso mng.

(Txrundstücke, die bisher keinem Gcmcindcgebiete angehört babon, sind nach Anhörung der Beteiligten durch Beschluß der Vcschwszbcbördc, sofern nicht die Eingsmeindung in eine_L_and- grmeindc geeignet erscheint, mit einem Stadtgebiete zu bcremtgen.

§ 125. In den HohenzoücrnsMn Landen findet dies Gcseß keins An- wendnng. § 126.

Die Wahlen znr Stndtvcrordnetcnbersammlung finden auf Grund dieses Gescßcs zUm ersten Male innerhalb Von dre: Monaten nach Inkraftxrctcn des Gesetzes statt. _

Bis zur Einführung der nenen Stadkberordnctcn findet § 22 Sat: 9 ?lnwAWUng. Tie biZbcrige Stadtveroxdnktenversammlung kann ein Ortsgeseß gemäß § 18 Abs. 1 beschlteßen,

15 127.

Die Wabkzeit der bei dem Jnkra ttreten dieses Gescßßs im Amte befind1ichcn Ehrenbcnmtcn, an de_r m_tf Lebenszeit ge- wählten, endigt glei zeitig mit der der szbcrtgcn Stadtverord- nejcnvcrsamml'nng. ? 41 Abs. 1 Satz 2 ftndct_Aannd11ng. _

Die Wobbeit der bei dem Inkrafttreten dieses Gescßcs 1m_ Amte befindlickzen gewählten bcsolbetcn Beamtxn, auch der (1111 Lebens eit gewähkten, wird durch dxcses Geseß m_cht bcrxzbrt. Die aus Le enszcit gewählten besoldcten Beamten konncn__1ed_och, so- bald sie das 65. Lebensjahr Vollendet habxn, ohm: Ruckstcht_au i.bke Dienstfähigkeit in dem Verfahren gemaß § 67 Sas 9 W m den Rub? tand verseßt Werdcn. _ _

Hinsichtück) der bei dem Inkrafttxetqn dtescs Geseßes tm ?the b?findlicbcn besoldeten Magistratsmttglzeder 99 der Stadte- ordnnng für die Provin Hannover) bletbt § 44 Jhs. 1 und 2 der Skädiebrdnung für die ' rovinz Hannover unberuhrt.

§ 128.

Die cs Ge 2 tritt am ........ . . . . . . . in Kraft. , Zu sdemseéYbeßn Zeitpunkte treten _akle entqegcnstblxndxu so_seß- [Wen Vorschrif1c11 anßcr Kraft, 111sbcxondcre dlc btsl)crxgen Slädkcordnunqen und Geseke iibcr dte Terfassmxg 1_md_Verwal_- T_"ng der Städte www die §§ 7 bis 23 des Zustandtgkcttsgcscyes M1 1. An ut 1883. _ _

SoWeitg isn Gesehen oder Verordnungen anf Vorschriften bm- Ükwkscn ist, die durch dieses Gesetz außer K_raft axseßt Werden, kreten an ihre Stone die entsprechenden Vorschriften dtcses (Zécscngs.

Das S*aatsministerium ist crnujckMqt, das Jnkxaftxrcxn fur Zeile des Staatsgebietes, dic zurzetx_ntcht ausschließltcb untcr teu i er Vcrjpaltnn stehen, 011435118170". __ _

Minister dcngnnern erlaßt dle zur Aquuhrung dwscs

Gkséßcs nötigen AnWeisnngen.

“...“-cd-

Deukscher Reicthag. 196. Sißung vom 28. März 1922, Nachmitkags 2 Uhr. (Bcricbt des NarbxickÜLnbÜrOS des Vereins dsuksÖer Zeifungsverleger*).)

_ Das Haus ist [ehr stark beseßt; daZsckbe gilt bon den Re- gxcrungsbänkbn, ÜUs dsncn fat das gesamte Kabinett sowie sehr Zahlreiche Vertreter dss Rei Iraks anwssend smd. Auch die

rrbünsn find bis auf dLn letzten PTaH gefüllt.

Präfidcnt Löbe eröffnet die Sißung um 2“. Uhr und gibt nach kurzcn g€schäftlichen Mitteilungen sofort zu bcm einzigen GMENstÜNd der Tagesvrdnunq: „E n t g e, e n - nahme einer Erklärung der Regierung“ das Wort dem

Reicbskanzkkr Dr. Wirts): Meine Damen und Herren! Die SiJungen des Nsicbstags Waren in der vkrgangenen Wocbe ausgefüllt durch die: Beratungen über die neuen Skeusrgesctzs, welche die Re- Nierung untér bsrantwortkicher Würdigung der inneren und äußeren Lage des Reichss vorzulegen verpflicbtet war. Die Bezeichnung „Stsuerkbmpromiß“, unter der die in dsm Mantekgeseß zusammen- gefaßte'n Mum Stcusrn bei uns und auc!) im Ausland Taufen, kenn- zeicbnct die Tatsache, auf die fcb bier besonders hinzuweisen Ursacbe babe, die Tatsmbe nämlich, daß es nur nach langen Bemühungen gelungcn ist, für diese große Steuerbelastung des deutschen Volkes in einer Zeit höchster wirtkcbaftlicber Unficberbeit eine so große parlamentarische Mehrheit zu finden. Die beid6n Parteien, welche das Kompromiß von r€chts und links stüyen, haben unter Zurück- stellung scbrversr parteipolitiscber und wirtschaftlichcr Jntexeffen an den 14 neuen Steuergesctzen mitgewirkt und schließlich durch die Einbszisbung der Zwangöanleibe in das Mantelaeseß dsm Reiche eine zusäßlicbe Einnahme Von einer Million Goldmark geficbert, wvbon der größte Teil noch die Lasten des Jahres 1922 tragen belfen sol]. Die ReichSregierung und die mit ihr arbeitendsn Parteien battkn die Hoffnung, durcb diese positive innere ArbCit ch Aufbaues und der Sanierung der deutschen Finanzen die auswärtige Politik des Reiches zu fördern, die darauf gerichtet ist, das Problem der deutschen Reparationsleistungen, welcbcs die Bezichungcn Dsutscblands zu den größten ausländischen Mächten beherrscht, aÜmäblicb so zu lösen, daß zwischen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkkit Deutschlands und dan ibm auferlegten Lasten ein bernüftiger Außgleich gefunden wird. (Sehr richtig! bei den Deutschen Demokrafen.)

In diesem Zusammenhang bat man in Deutscbland die neuen Steuern betrachtet, und dies aÜein War das kreibende Element, das die widerstrebenden Parteien und Interessen zusammengeführt und zu gemeinfcbaftlicber Arbeit gebracht bat. (Sehr richtig! bei den Deutschen Demokraten und im Zentrum.) Man kann also wohl mit Recht das Steusrkompwmis; einen intkgricrenden Bestandtei! unserer auswärtigen Politik nennen (sebr richtig !) und daraus die Folgerung sieben, daß, wenn diescs Steuerkompromiß von innen oder von außen gestört wird, damit auch die auswärtige Politik der Regierung in Frage ge- steUt ist.

Msine Damen und Herren! Diese Störung, die von innen nicbt mcbr zu befürchten war, nachdem der Reichstag das Steuer- kompromis; in zWeiter Lesung angenommen hatte, ist in der Tat von außen erfolgt, und zwar durcb die Note, welche die Reparations- kommisfion am 21. März an dic Reichsregierrmg richtete, und durch das Schreiben, das bbn dersslbcn S*elle dem deutschen Reick)»- kanzler zugestellt Wurdk. Diese beiden Mittc'ilnngen find es, welcbe die Regierung veranlassen, heute mit einer Erklärung vor das Par- lament zu treten.

Ich will zunächst zur Klarstellung der Historischen Entwicklung folgendes sagen: Die bsiden Noten der Reparationskommisfion find die Entscbcidung auf das Stundungsgesuck), welches die Reich- regierung am 14, Dezsmber Vorigen Jahres Wegen der im Januar und Februar fäÜigen charationSzabsungen in bar an die Reparations- kommisfion richtete, und auf unsere Noka vom 28. Januar, in der wir der Reparationskommission das verlangte Neformprogramm für den Haushalt und den Notemtmlauf mit geeigneten Garantien und unsere Ausführungen für die Barzahlungen und Sachleistungen für das Jahr 1922 unterbreiteten. Dieses StundungSgesucb vom 14. Dezember war die Folge jenss Schrittes, den wir, wie Sie wiffen, bei der Bank Von England unternommen batten, um für die im Januar und Februar fälligen Barzahlungen, die wir aus eigenen Mitteln nicht leisten konnten, einen kurzfristigen oder langfristigen Kredit zu er- halten, und der erfolglos blieb, weil die Bank von England erklärte, fie könne Deutschland keinen Kredit gewähren, solange es -- das war der klare Sinn der Antwvrt- unter den unerfüÜbaren und mit der wirtschaft; lichen Leistungsfäbigkeit Deutschlands nicht zu vereinbarenden Zahlungs- bedingungen des Londoner Ultimatums stehe. Im Anschluß an die Besprechungen, die der jeßige Minister des Aeußern, Herr Dr. Rathenau, in London über die Lage der Dinge geführt hatte, erfolgte dann die Zusammenkunft des damaligen franzöfiscben Ministerpräfidenten Briand mit Herrn Lloyd George in London, deren Ergebnis das Londoner Protokol] War. In diesem wurden die Zahlungen Deutschlands in bar und feine Sachleistungen für das Jahr 1922 berabgeseßt und eine Reibe von Bedingungen und Garantieen aufgesteut, unter denen diese vorläufige Abänderung des Londoner Zablungöplanö (denn um eine solche bandelte es sich, Wenn auch nur in Beschränkung auf das Jahr 1922) Deutschland bswiüigt Werden sollte. Zugleich kamen die beiden Regierungsn, dic französiscbe und englische, überein, auf einer Konferenz in Cannes nnter Zuziebung und Anhörung deutscher Ver- treter endgültig über dieseAngclegcnbcit zu beschließen. Dieser Plan wurde zwar in Angriff genommen, die Konferenz fand statt. und der deutsche Vertreter Wurde in Cannes gehört, aber die Entscheidung der Konferenz wurde unmöglich, weil fich wäbrend der Canner Verhandlungen in Frankreich der RegéemnasweMel vollzog, ker Poincaré zur Fübmng der Gesckäfte berisf. Die unmittelbare Folge dieses Ereignisses - die ganze Tragjveite für die Geschichte Europas in dieser tragischen

*) Mit AuSn-abme der durch Sperrdruck hervo ebob Reden der Herren Minister, die im Wortlaute wiedergegebx smY'e"

Epoche seiner EntwicklUng kann heute niemand ganz abmeffen -- war die Ueberwsisung des deutschen Stundungsgesucbes an die Repa- rationskommisfion, an jene interaÜiierle Bebörde, welche mit weit- gehenden Befngniffen als Ueber'wacbungs- und Vollzugöorgau des Versailler Frie'dens eingsseßt wurde. Nachkem die Reparations- kommisswn am 13. Januar eine vorläuäge Entscheidung gkfällt batte, die uns, wie Sie wissen, die Dekadenöabkungen von 31 Millionen Goldmark auferlegte und von 11:18 Erklärungen übst Rcformsn und Garanticn Verlangte, eine Forderung, dsr wir durch unsßre Note Vom 28. Januar genüNten, isf jest durch die? 0ka genanntkn Noten der Reparationskommisßon eine Entschidung erokgf, die wobl als Eine endgültige zu betracbten wäre, wenn wir in der Lage wärcn, die Bedingungen zu erfüllen und die geseßten Fris1€n einzu- halten, die abs: dann ausdrückéicb eénsr nocbmaLigen Prkrkung unterliegt", Wenn dies nicht “er FaÜ fein sollts, Im ersteren Fall hätten wir also für das Jab: 1922 eine Gewißheit und Sicherheit für die von uns zu [eistcndkn Verwflicb- tungen, im leßfen FalLe würden wir uns neuyn EntsÖSiDungen, sei es der Reparationskommisfion, sei es des Obersten Rates, g.?gx'Usxbc'r- gesicüt seben, für die als Grundlage nikbt :m'br Tas “ckntsCbe Mora- toriumsgesuch und die in seinem Vcrfolg geführten Vkrbanblungen, sondern der Versailler Frieden-Zbertrag umb seine späteren Jmcr- pretationen, insbésondere das Londoner 11111711a111m, zu gsltkn [*ätfen.

Die erste Note an die Reiclssx'cgicrung entbäst im großen ganxcn die Mitteilung, daß die in Cannes in "2111501171 genommsnrn Ab- änderungen des Londonkr Zahlungsblanés, sowcit das Jab): 1922 in Betracht kommt, von der Reparationskommisßon gebiUigt MWM. Es Werden uns danaäx anstatt der Barzabbmgsn in Gold, die nach dem Londoner Zablangsplan f011922 ekwa 31/2 MiUicUdsn Mark bk:- tragen würden, Barzablungen im Gcsmntbstrage von 720 Millioncn Goldmark auferlegt. Mit diesen Goldzabkungen Hatten wir nacb dem bisherigen Gange der Verhandlungen rechnen müffen, und so großs Vorbebalte aucb angeficbts dcr unstaberén Entwicklung dEr Wirtscbafts- [agc sogar für die Leistung dieser berangsc-xxzten Barzablungyn ae. macht werden mußten, hätte fich aus dieskr ngelung cine aktueUe politiscbe Schwierigkeit kaum ergxben. Ebenso waren wir auf die Festssßung der Von uns zu bewérkknden Sachleistungen (361.114, die 'für Frankreich 950 Millionen Goldmark, für die and€r€n ?Tkliiertkn 500 Millionen, zusammen also 1450 MiUionen Goldmark, in Warsn batragen sollen. Auch in diesem Punkte bat die von der Reparations- kommission getroffene Entscheidung ungefähr das gebracht, was wir erwarten mußten. Es find des weitkren auch die beidkn Vorausséßungen der Verbandsungen in London und Cannss Von der Reparationskommission eingßbalten worden, nach denen der Ertrag des britischen rsaoyary 861: und die Besaßungskosten auf die Sachleistungen in Anrecbnung gebracht werden sollen. Wir würden also in dieser Neurcgekung des Zahlung?- plans für das Jahr 1922 eine ziffkrnmä'gige Erleicbtsrung erblicken können, wenn nicht in Ziffer 4 der kaen zur Einficht gegsbknen Note der unsichere und probisoriscbe Charakter dieser ngelung betont und die ganze Geltung des Abkommens an die Frist W 31. Mai gebunden wäre. DM zu diesem Zeitpunkte will die Reparationskommisfion prüfen, ob der provisorische Aufschub zu bc- stätigen odcr für unwirksam zu erklären ist. Für den [613181611 FUT behält fie fick) aasdrücklicb bor, die vorläufig gkstundeken Summsn innerhalb 14 Tagen einzufordern. (Hört! Hört!) Meine Damxn und HEUER! Ich kann in diesem Vcrfabren eine praktisck)? Logik nicbt erblicken. (Skbr riebtig !) Dsnn Wenn Deutschland auf Grand seinsr nachgewiesenen Lsistungöunfäbigkeit ein Moratorium bxwiÜigt wird - und dies ist ja durch Aenbkrung des ZabUtngSplans für 1922 ge- schehen -, so ist es logiscb unmöglicb, am 31. Mai über disse: ja bereifs anerkannte Tatsache der Zablungsnnfäbigkeit Deutschlands einkacb binwegzugeben und aufs neue Forderungen zu fteUen, die nicbt erfüÜt Werden können. Lebhafte Zustimmung.)

Aber ich will mich bei diesem inneren Widcrsprucb niÖt lange aufhalten, sondern zu dem Schreiben übergeben, das die Reparations- kommisfion an den deutschen Reichskanzlkr gerichtet hat und in dem die Bsdingungen festgestellt werden, in denen wir jene tatsächlichc und neue ErschrWrung der Lage zu erblicken haben, die ganz Dsufscbland mit Recht auf das Tiefste erregt bat. (Schr wahr!) Es wird in diesem Briefe, der überaus schroff gehalten ist (hört! hört!), nur mit wenigen kurzen Worten auf die ausführLchen und gründlichen Dar- legungen Bezug genommen, welÖe unser Vertretm' auf der Komfsrenz in Cannes und welcbe die deutsche Regierung in der dsr Note vom 28. Januar beigefügten Denkschrift über den wirtschaftlickyen Zustand Deutschlands und über die Lage der Reichsfinanzen gemacht hat. Das Reformprogramm der deutschen Regierung, das die Beseitigung der Subventionen für Ernährungszwecke, die finanzieÜe Gesundung der Staatsbetriebe und die Maßnahmen für das Gleichgewicht des Haushalts aubeinanderseßte, wird in dem Briefe zwar kurz erwähnt, aber es tritt ganz deutlich hervor, daß die ernsthaften Anstrengungen, welche die dculfckxe Regierung in dieser Hinstcbt gemacht hat, von der Reparationskommijfion in keiner Weise gewürdigt werden. (Hört! Hört!) Insbesondere scheint ihr jedes Verständnis dafür zu fehlen, Welche Bedeutnna der im Gange befindlichen Steuerreform beizumeffen ist. (Sehr richtig!) Der beste Beweis für diese Tatsache ist. daß der Brief von der Zwangsanleibe, die durcb das Steuerkompromiß gestöbert ist, nur wie ;)on___einer vagen und belanglosen Andeutung der deut1chen Regierung pri t.

Auf Grund dieser völlig ungenügenden Würdigung sowohl der wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands als auch der von uns gemachten Anstrengungen kommt der Brie? sodann zur Fest: seßung der Bedingungen, unter denen der vorXäufige Aufschub- wie ich ihn vorhin cbarakterifierte, bewilligt werden soll. Von diesen Bedingungen find einige bereits aus den Verhandlungen in London und Cannes bekannt gewesen. und das durch die Note vom 28. Januar det Reparationswmmisfion vorgelegte Reform- programm batte bereits im weitesten Umfange diesen Forderungen Rechnung getragen.

Die peinlichste Ueberraschung dagegen bedeuten zwei Punkte dieser Bedingungen, auf die ich hier zunächst eingeben m_öcbte.