1900 / 81 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 02 Apr 1900 18:00:01 GMT) scan diff

Deuts

nnd

Der Bezugspreis beträgt" vierteljährlith 4 .,“ 50 „3.

_ Königlich Preußischer Staats-Anzeiger.

Ille poß-Anßalten nehmen ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Einzelne Nummern [tollen 25 H.

Gesteüung an; für Berlin außer den Boll-Inltalten auch die Expedition

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«. 81.

Seine Majestät der König habcn Allergnädigst geruht: dem Kapitän zur See Siegel, Marine-Attaché bei der Kaiserlichen Botschaft in Paris, den Königlichen Kroncn-Ordcn zweiter Klasse, sowie , dcm Oberleutnant und Foldxägsr von Bruchhausen im Rcitenden FeldjägLr-Korps, kommandiert zur Dienstleistung beim Außwärtigen Amt, den Königlichen Kronßn-Orden vieiter Klasse zu verleihen.

Deutsches Reich.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst gcrnbt: die Postinspektorcn Mithoff in Düsseldorf und Hof- mann in Köslin, den Geheimen expediercnden Sekretär Röthe in Diisseldorf, den Postinspektor Siegert in Trier, den _Ge- hei1nen_exvedicrenden Sskrstär Ganßer in Münstcr (Wejtf), die Pojtinspcktoren Wiegelmesser in Oppsln, Krüger in sSchwerin (Mccklb) und Hölcr in Bromberg zu Poyträthcn orme den Post-Vannspektor Zimmermann in Dortmund zum Post-Baurath zu ernennen.

Seine Majestät der Kaiser HabenAUcrgnädigst geruht:

die Ernennung des nichtständigen Mitglieds dcs Patstxt- amis, Professors an der Thierärztlichen H9chschulc in Bcrlm ])1'. „Pinner auf weitere fünf Jahre zu erstrecken.

Seine Majestät der Kaiser haben Jm Namen des Reichs den Kaufmann Albert Goldbeck-Lowc zum Vize- Konful bei dem Konsulat in Helsmgsfors zu ernennen geruyt,

Seine Majestät der Kaiscr habcn Allcrgnädigst gcrabt:

dem Geheimen Rechnungs-Rcvisor bei dem Rcchnungsswfe

des Deutschen Reichs, bisherigen RechnungSratb Wilhelm

aus Anlaß seines Usbertritts in den Ruhestand den Charakter als Geheimer RechnnngRath zu vsrlcich.

G e s e ß , , betreffend die Feststellung des Reichshausbalts- Etats für das Rcchnungsjahr 1900.

Vom 30. März 1900.

Wir W i l h e l m, von Gottes Gnadsn Dcutscher Kaiser, König von Preußen 2c. '

verordnen im Namen des Reichs, U(lck) erfolgter „Znstimmung des Bundeßraths und des Reichstages, was folgt: § 1.

Der diesem Gkseß als Anlach bcigefügtc Reichshausbalts- Etat für das Rechnungsjahr vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 wird, wie folgt, festgesteUt:

in AuMabe

auf 2059 825 412 «FL, nämlich auf 1783 778 780 M an fortdauernden,

auf 196 998 221 „46 an einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats, und auf 79 048 411 „ck an einmaligen Ausgaben des

außerordentlichen Etats, in Einnahme auf 2059 825412 «96 Z 2 Der Reichskanzler wird ermächtigt, zur Bestreitung ein: maliger außerordentlichcr AusZaben der Verwaltungon des Neichsheeres, der Marine und der Reichseisenbabnen die Summe von 72 620 029 «FF. im Wege des Kredits fiüsfig zu machen. 3

DSL? Reichskanzler wird ermächtigt, zur vorübergehenden VLrstärl'unI3 des ordentlichen Betriebsfonds der Reichs-Haupt: kasse nach * cdarf, jedoch nicht über den Betrag von einhundert: fünfundsiebzig Millionen Mark hinaus, Schaßanmeisnngcn aUSzugeben.

§ 4.

Der diesem (Hofes als "zweite Anlage:“) beigYü te Bc: soldungs-Etat für dasNcichßbankWirektorium für das9 cZnungs: jahr 1900 wird auf 159500 „ck festgesteth.

5.

Dße Beilage ][ des Gsse§ses, betreffend den Servistarif und, dte Klasseneintheilung der Orte, vom 26. Juli 1897 (NUch-(Hese'ßbl. S. 619) erhält die aus der dritten Artiach“) erstchtlxche Fassung.

') Die Anlagen sind nich! mkkabaedruckt.

Verin, Montag, den 2.

er Reichs-Anzeiger'

Insertionspreis für den Kaum einer Drmkzeile 30 „Z. Inserate nimmt an:

und königlitb preußischen Staats-Inzeigers

die Königliche Expedition des Deutschen KeWS-Inzeigers

Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

April, Abends,

§ 6. , Der Reichskanzler wird ermächtigt, den Postscheckverkchr etnzufühscn. Diefür dis Benußung des Verkehrs zu beachtenden Vorschriften werden durch eine vom Reichskanzler xu exlassende VTroFdnung Unter Beachtung der nachstehenden Bsdingungen ge ro en: '

1) Eine Verzinsung dcr auf den Konten gebuchten Ein- lage)" darf nicht statthnden.

2) Für die Einzahlungen und Rückzahlungen im Scheck- verkehr werden Gebühren nicht erhoben. Jedoch bleibt dem Ncichskanzler vorbshaltcn, von den Konto-Jnhabern, deren KontoverkeHr jährlich mehr als 500 Buchungvn erheischt, eine dem Maße der Jnanspruckmnhme dss Scheckvcrkchrs ent- sprechende Erhöhung der Stammeinlage von 100 «46 in An: “jpruch zu nchmcn. Dic Festscyungxrhöhtßr Stammeinlagsn hat den bethsiligtcn Konto-ZnHabsrn gegenüber nach eixrhkttlichcn GrundsKßen zu erfolgen.

3) Zu den Einzahlungsn im Postschcckvekkchr bedaxf cs Mt dcm Namsn der Kontoinhaber nnd dsr Kontonummer be: drucktcr Zalxlkcnten nicht, Ei?».zelne Formulare za Einzahlm:gen werden am Schalt€r dcr Postanstaltsn an das Pabltkmn un- entgeltlich abgegeben. Wünscht ein Kontoinhaßer auf dem Formulare den Vordruck scincs Namens und seiner KMW: nummer, so können die Selbstkosten vom Postscheckamt in Rcchnunq gestellt werden,

4) Bsantragt cin Kontoinhaber, daß di: für ihn ein- gchcndem Postanweisungem seinem Schsck-Konto gUtgeschricbcn werken, so hat das Postamx nicht zu verlangen, daß er zmn ZWLckL der Ueberweisung der Geldbeträge an das Schcckamt die auf sein Konto lautkndsn ZahlkarteN liefere,

5) Für die Abhcbungen vom Scheck-Konto ist ein einheit- liches Formular, lautend „an 17. 'm K. oder U-bsrbringcr“ vorznschrciben. Der Preis der Schcckßeftc mit 50 Blättern ist auf l,)öébstkns 50 „3 festzusetzen,

6) Das aus dem Scheckvcrksbr sich crgebende Saldo ist, soweit nicht aus ihm die Kassenmittel zUr Durchfüerung des Schcckvsrkchrs zu vcrstäxken sind, an die Rsichsbank gegsn tägliche Kündigung abzxxfi'rhrcn. In dcm Abkommen mit der Reichsbank ist zur VHdingung zu machen, daß das Kapital von ihr mét dre: Prozcnt unter ihrem jechmaligm Wachscldiskont, mindostsns jedoch mit ein- einhalb 'Prozcnt und höchstch mit drci Proxxnt, vcrzim't wird, fcrncr, daß Dic Verzinsung mit dem uns dic Einzahlung folgenden Werktage beginnt und mit dem Tage vor der Abhebung wiedcr anflzört. Bci dcr zinsbarcn An- legung dsr Kupiialien hat die Reichsbank die für ibrsn (335: schäftsmrkehr allgemein geltenden Vozschriftcn innerbaltsn.

7) Das Postscheckwescn ist spÜtcjtlns bis MM 1. April 1905 auf dem Wkgc der Gkskßgebung zu_ regeln.

Urkundltck) untcr Unserer Höch1tcigcnhändig€n Unterschxifi uud beigcdrucktcm Kaiserlichen Imtech.

Gcgcch Berlin im Schloß, dcn 30. März 1900.

(11.8) Wilhelm. Fürst zu Hohenlohc.

G e s e H S wegen Vcrwcndung Überschüssigcr Ncich6ci11nahmen aus dem Rschnungöjahr 19005141: Schuldentilgung.

Vom 30. März 1900.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutschcr Kaiser, König von Preußen 2c. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des ReichTtages, was folgt:

Uebcrsteigcn im Rechnungsjahr 1900 die den Bundes- staaten zustclwnden Ueberweisungxn aus 0611 Erträq-xn an ZöÜen, Tabacksteuer, BranntweixwErbrauchSabgabe und_ Zuschlag zu derselben sowie an Reichs-Stcmpclabgaben dtc aufzu- bringsnden Matrikularbcifräge, so smd drei Vicrtheilc dss Ueberschusscs an dcn dcn Bundesstaaten aus dem Ertrage der Hölle und der Tabackxteucr zu überweisenden Beträgen zu Ürzcn und zur Vsrmindcruxg Der Reichsschuld zurückzuhalten.

Die Verminderung der Reichsschuld erfolgt durch ent: sprechende Absc ung vom AnleihesoU. Sowent gkeigncte An- leihckccditc ni t melt? offcn stehen, wird über die Art der Schuldentilgung dur den RcichShauShalW-Etat Bestimmung

elro en. 9 ff § 2

Ucberstcigcn im Rechnungsjahr 1902 diz; Matxéikular: beiträge das Etatssoll dcr Ueberweisungcn fur die glxiche Pcriode um mehr als den Bctrag der für das Rechnungswhr 1900 über die Matrikularbeiträge Hinaus e_rfolgcndcn Ueber- weisungen, fo blx'ibt der Mehrbetrag insowcxt unerhobcn, als auf Grund des §1 Mittel zur Schulocntrlgung vcrfügvar geworden sind. _ _ _ _

Die infolge dessen zur Herstellung des Glexcbgechhts tm ordentlichen Etat erfordcxlichc Deckung erfolgt zu Lsstcn dos außerordentlichen Etats. Jedoch ist von dxeser Vettimmnng nur in dem Maße Gebrauch zu machen, als der Bedarfsbetrag

Zicksttdurck) Mehrerträgs bei dcn Usbermcisnngssteuern Deckung m e . UrkUUdlick) unter Unserer Zöcksteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiscrlichen nsiegel. Gegeben Bcrlin im Schloß, den 30. März 1900. ("[-.8) Wilhelm. _ Fürst zu Hoh-xnlohe.

Gescß, betreffend die Feststellung dos Haushalts-Etats für die Schußgebicle auf Das Rcchnungsjahr 1900. Vom 30.201615 1900.

Wir W i ll) e l m , von Gottcs Gnaden Dcntschsr Kaiser, König von Preußen 2c. vsrordnen im Namen dss Reichs, nach Erfolgtkr Zustimmung das Bundeßraths und OLT; Zécichstagco, was folgt:

Der diksém Gesetz als Anlage:“) bZigcfügtc Etat dcr Schußqebietc auf das NcchnungstHr 1900 wird in Einnahme und AUSgabs auf 32 299 410 «4-6 festgescßt.

Urkundlich unter Unserer FöchstcigsnhäUdigcn Unterschrift und beigedrucktom Kaiferlickyßn nsregkl.

Gegeben BMW im Schloß, den 30. März 1900.

(11.8) Wilhelm. Fürst zu „Hohenlohe.

Bekanntmachung, betreffe!» dcn Ni'tckkritt dss FÜrstenthumH Monte- negro von dsr Bcrnsr intsrnationalcn Urheber- rechtsübcreinkunft vom 9. September 1886, sowie vox; den am 4. Mai 1896 dazu getroffcncn ZUsaß: Üercinanmcn.

Vom 2. April 1900.

Die am 9, Scptxnxbcr 1886 zu Bern gctroffcuc Ueber: einkrmft, bctrcfftnd Die Bildung eines internakionalkn Ver- bunch zum Schatzc von Werken dcr Litcrntur und Kunst (RcichI-(Gkscßbl. 1887 S. 493 ff.), und die am 4. Mai 1896 in Paris zu Visser Ucöcrxmkunft gctroffsncn Znsaß- sjbcksinkommcn, nämlich eine Zasaßakle Und cine Tckla: ration (NeicHS-Gcsegbl. 1897 S. 759 ff. 11115 S. 769 ff.), sind infolge des bsim fck)m2izerischcn Bundesrml) Erklärtsn Rücktritts Des Fijrstcnthmns Montenegro von dsr gedachten Ucbcrcinkunfk im Wcrhältniffc zu Montcncgro mix Ablauf des gcstrigcn Tagks (Ulßér Kraft gctrcteN.

Lösrlin, ()en 2. Apxil 1900,

Der Reichskanzler. Ju Vcrtrcmng: Graf von Bülow.

Landespolizciliäzc Anordnang.

Auf Grund dcs § 7 dss RcickW-Vichscuckxngcschcs und dcs § 3 des prcußischen Ausffibrmrgsgefkßcß vom 12. März 1881 ordne ic!) mit Genehmigung d(s Hcrrn Mimiste'rs für Landmirtbschaft, Domänen und “Forsten hierdurch an, was folgt:

§ 1. Di? Einfuhr von frischem Schweinefleisch sowie von allen Zuvcrcitungcn von Schweinefleisch mit Außnahme dé'ö gargckochten Schwcineflchsche§ und des thsgcschmolzencn Schweincfcttks aux; Rumänien ist ver-

ofen.

§ 2, Das V-xrboi tritt vom 3. Lago nach Veröffentlichung der landeSpolizcilichen Anordnung in Kraft.

8 3 Zuwiderhandlungen egen das Verbot wsrdcn gsmäß 6328 des * .:S:r.:G.-B. bestra t.

Licgniß, den 28. Februar 1900.

Der Regierungs-Präsident. von Heyer.

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Dis von heute! ab zur NuMabc gelangendc Nummcr 13 ch „Reichs-Gcscßblatts“ enthält 1:21:21“

Nr. 2661 das (Heseß, betreffend die ““*cststhung dcs RcichßhaqualtS-Etats für das Rschmmgsja r 1900, vom 30. März 1900; unter

Nr. 2662 das Gescß WNW. Vcrmsndmrg üöcrschüsfigcr ?)Zcichßeinnahmen aus dem Rschnxxngsjahr 1900 3111“ Sch-xlden- Tilgung, vom 30. März 1900; 111.13 untcr

Nr. 2663 das G::scß, betrcfchd die F1ststh1mg des Hans: [mltEEtatg für die Schutzgebiete auf das Rxchn1mgsjayr 1900, vom 30. März 1900.

Berlin Ks„ den 31. März 1900.

Kaiserlich» Vost-Zcitunngt. cherftedt.

') Die Anlaß“: find niéxt mitabxedrxckU