Die von heute ab zur “AUSJabe gelangende Nummer 14 des „Reichs-Geseßblatts“ enthält unter
Nr, 2664 die Bekanntmachung, betreffend den Rücktritt des Jürftenthums Montenegro von der Berner internationalen
rheberrechtsübereinkunft vom 9. Septembex 1886 sowie von
den am 4. Mai 1896 dazu getroffcnén Zumßübereinkommen, vom 2. April 1900.
Berlin W., den 2. April 1900.
Kaiserlicbes Post-Zeitungßamt. Weberstedt.
Königreich Preußen.
Seine Majestät dcr König Haben Allergnädigst gsrubt:
dem Militär-Jntendanten 1365 111. ArmecxKorps, Wirk- “lichen Gcbcimcn KricheZWth Kreidel den Rang eines Raths erster Klasse zu verleixn,
dcn vortragendcn Raik) im Kriegs=Minist9rium, Geheimen Kricgsrath Vr. „jm: Wrubel zum Wérklich3n GeYeimen KriegSratU und
den Acheilnngs-(Tkxf im Kriegs-Ménisterium, GcheZmen Kriegsrat!) Littr) mit O_er Wirkung vom Tage dLS Frei- wcrdens der SlellengWührniffs zum Militär-Jntendanten zu ernennen, sowie
dem inM Miiitärkabinet beschäftigten (Hsheimen expe- dierenden Sekretär im Kriegs-Ministsrium, Gcheimcn Hofrath Schulz bsi dem Ausscheiden aus dem Dienste mit Penfion den Chakakter als Geheimer Regierungsrath und
dem Gcheirmn §c««?isjrmt0r im Kriegs:Ministerium, Kanzlei: ratb Seiffert den C)arakter als thximer Kanzleirath zu verleihen.
Seine Majestät dcr „König Haben Allsrgnädigst geruht: den (HSHÜMM Ober-chierungs- und vortragenden Rath im Ministerium für Landwxrtbschast, Domäkxen und Forsten Or. Justus Hermes zn Bsrlin zum Wirklichen Geheimsn Ober-NegierungSrakl) mZt dem Range der Räthe erster Klasse und Direktor in diesem Ministerium, die Geheimen Regierungs- und vortragenden Räthe in demselbkn Ministerium Ernst Kunke nnd Dr. Heinrich Holtermann zu Berlin zu (HSh-Iimen Ober-NcgierungS: räthen und den bisherigen L-mdratk) ])]: Wolfgang Kapp aus Guben, sowie den biIbLkigkN Spe'zialkommissar, Regierungs- rath Brümmer aus Sigmaringen zu Gekzsimcn Regierungs- und vortragendsn Räthkn im Ministcrium für Landwirthschaft, Domänen und Forston zu ernennen.
Seine Majestät der König haben A(lergnädigst gcruht:
zn genehmigen, daß der ngécrnngsWräsident von Moltko zn Oppcln in gleicher Ajnts'igknschast an die Re- gierung zu Potswam vcrscHt werye, fsrnsr
den Polize::Präsident2n Fromme aus Aachen zum Ober- Präfidialrath,
dcn ?)ZegisrungSrath [)1'. Schmidt: Bornagius in Münster zum Ober:Neqierungsratk) und
den Regierung2:Asssffor (Zcrbaulet in Warendorf zum Landrat!) des Krciyes Warendorf zu ernennen, somLe
dem Rendantcn der Staatsschnlden : Ttlgungskaffe, Rechnungsratk) Tegge in Berlin bLi seinem Uebsrtritt in den Ruhestand den CHUL'Ukal' als («Ichsimcr RcchnxmgSrath und
dem NcgicrungZ-Skkretär Thcisscn zu Aachen, dcm RegiErungsHauptkaffenBuckxha[tsr Reßlaff zu Stettin, den Eifenbahn-Sekretärcn Bembard Balzer in Stettin und Eduard Müller in Erfnrk aus dcmsslben Anlaß ÖM Charakter als ?)kcchnUngSratk) zu verleihen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: an SteUc 085 auf skillcn Antrag aus dem Vorstandc dss Pfarr-Witchn- und Waison-Fonds und aus dem Vorstands der Altccszulagekaffc fÜr evangklisckw Gkistlichs auöaeschiydensn Ministerial-Dircktors, Wirklichsn (Hehcwnsn OHLszgicrungs: raths 1). Schwartzkopff in Berlin dkn Hilfsarbeiter im Mi11_i_sterium dcr gkistlichen 2T. Angelegenheiten, Regierungs- Affemor ])r. Gcrlack) in Berlin zum Mttglixde der gedachtkn Vorständs, fcrncr dcn OOLrlebrcr axn "ricdrich Wilhklms-(Hymnnsinm in Berlin,_ Professor ])1'. LzZkanmann, dcn Obcrxkhrer am Gymnasium in Küstrin, Profeffor ])r. Wessel, dsn Pro: feswr am (Hmnnafinm zu (Glas Paul Probasel und den' Direktor de_s Progymrmfiums in Lüdknfcbcid ])1'. thnrxch Christian Wilhelm Oetling zu Kö.1iglichcn ymnanal-Dircftokon zu ernennen, somi- der Wahl dW Direktors der zwölften Realschule 311 Berlin, Professors [)x-. Emil Hauskne cht zum Direktor dcr städtischexx Ob:r-Realschulc zn Kiel Und dkk Wahl des Ibér- 16hrcrs O1". Karl Bötticher vom Luisenstädtischcn (Hnmnnfium 111 Berlin zum Dirqékxor dcs städtischcn Gymnasiums zu Waldenburg die Allerhöchste Bestätigung zu ertheilen.
Sxinc Majestät der König Haben Allergnädigst geruht: den in die, Pfarxstelle zu Mödiicb bsrufenen Pfarrer S_chrxcbardt, bisher 111 (Hörne, zum Superintendenten der Dtoze1e Lexxzcn,ch„ .:Bcz; Pytsdam, und den m die „berpsarrytcllc zu Finsterwalde berufenen Pfarrex Hel [ c r, blöhkr in Vllt-Döbcrn, z11m Supcrintendcmten der Dwzeke Dobrtlugk, Reg.:Bcz. Frankfurta. O., zu c:11:nn€n.
Seine Mujcftät der König haben Allergnädigst gernht: den Regierungs- und Forstratk) von Bassewis in Wies: baden zum Hofkammer: uno Forstrath zu ernennen.
Gefes-
betreffend die Feststellung des Staats aus alts- Etats fÜr das Etatsjahr 1900.[) h
Vom 31. März 1900. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c.
verordnen mit Zustimmung dcr beiden äucr des Landta 6 der Monärchie, was folgt: H s g
' 1. “. Der (diesem Geseß als§21nlage ,beigefügte) Staatshaus- halts-C'tat für das Etatsjahr 1900 wxrd in Einnahme auf 2472 266033 «46 und in Ausgabe auf 2472 266 033 «, nämlich aux 2306 076 751 «46 an fortdauernden und an 166 189 282 „M an cinmalßgcn und außerordent- lichen Ausgaben
festgeseßt.
§ 2. .
Dar (dissem Gesoß als weitsre Anlage beigefugte) tht der Verwaltunx-zs- Einn LHMTZN und Ausxxaber) der PreußtschZU (Fennal-(ÜchoffensMftHkaffe für das Etatsjahr 1900 _mtrd m
isnnahme auf 2400 (M und in AUSgabc auf 213 720 «W fes- ge teüt.
§ 3.
Im Etatsjahr 1-900 köxmc'n nach Anordnung des. Finanz- Miniptcrs zur W:“Übwqundön Verstärkung dxs Betrtchsfonds der (Hmwral-StaaU 3 Schaßanmeisungen bxs auf Hohe von 100000000 „%., mal 6 vor“ dem_1. Januar 1902 verfallen nsiffn, miedcrtxols UUSgcgé-bxn wsxdsn. Auf dieselben findkn die Bcstimrnu11,xcn dcs § 4 Abs. 1 und 2 und des " 6 dss GF HSE vom 28. September 1866 (GesLH-Samml. . 607) Amvcnoung. § 4
Mr Finanz-Minister ist mit der Ausführung dieses Geseges beauftragt. Urkundlich untcr Unsx'rrr Höchsjeigcnhändigen Unterschrift und bsigcdrucktcm Königlichen Jnfieqel. G«*gcben Berlin Schloß, den 31. März 1900. (11, 8.) Wilhelm.
Fürst zu Hohenlohe; von Mtquel. von Thielen. Frc-hcrr von Hammerstein; Schönstedt. Brefeld. vonGoßlcr. GrafvonPoxxadomsky. GrafvonBü-low.
TirpiH. Studt, FlexDerr von Rheinbabcn.
Allerhöchster Erlaß vom 6. Dezember 1899, bc'treffcxxd dieEinseßung von gewerbeschultechnischen Rätkwn bei den Regierungen.
Auf dm Bericht dos Staats-Ministcriums vom 3. De- zember d, J, bkstimmc Ick, was folgt:
1) Den technischen Nöthen der Regierung (1). 7. 0. der Kabinetsordre, bencÉend eine Abänderung in der bisherigen Organisation der rov'mzial - Verwaltungsbehökden, vom 31. Dezember 1825, (Hest'ß :Samml. von 1826 S. 5) treten geworbcschultcchnisäye Rätk)c hinzu;
_2) dic- gemsrbeschultechnischen Räthe werden von Mir auf V0r1chkag dcs Mi“-isters für Handkl und Gewerbe ernannt Und führcn dcn Tikal Regierungs: und Gewerbeschulrath mit dem Rawgc in der ['H-'. Klasse der Provinzialbeamtcn;
3) di-c Amtsbézirke dcr Regierungs: und Gewxrbe-Schul: räthe werden von dem Ministcr für Handel und Gew-Zrbe bestimmt. _
Visser Exlaxz ist seinerzeit durch die Geseß-Sammlung zu veröffentlichen.
Bcrlin, den 6, Dezember 1899.
W i l h e l m.
Fürst zu Hohenlohe. oon Miquel. von Thielen. Frctéxrr von Hammcrstein. Schönstedt. Brefeld. von (Hyßlcr. Graf von Posadowsky. Graf von Bülow.
Tirpiß. Studt. Freiherr von Rheinbaben.
An dac- Staats-Ministerium.
Zur Herbeiführung eincs gleichmäßigen Aufsteigens d-er Kanzlei-Diätarc in ihren Diätenbezügsn be- stlMMLll tmr, daß auch das Aufsteigen dicser Diätare in ihren Dlätcnbeixcn innerhakb dss Anfanasdiätsnsaxzcs von 1350 M und Ocs .Höckstdiätsnsaßcs von 1650 .“: jährltch vom 1. April 1900 gk) nach Dicnstaltcrsstnfcn in der Weise zu exfolgen hat, daß 1l)nen nach rmjälmgkr, mit dem Zkitpnnktc dsr definitiven Annahme als Kanzlci-Diätar beginnenden Dienstzc'it cine djätqrische Remunsrqtion von jährlich 1425 (45, nach zwei- jahrxqsy Dienstzeit eme solche von 1500 26, nach dreijähriger Dzsnstzcrt Linx 1_olchc von 1575 «XL und nach vierjähriger Dienst- 3211 der .Hochytdiätcnvctrag von jährlich 1650 „M zu be- willigen i_st. _
' Sclwwxrjtändl'kch dürfsn auch die Diätenerhöhungen nack) Dwnstaltcrsstuon nur darm bcwiUi t wcrdsn, wenn die inBetracht kommxndsn T_mtare 11achchrsn bi :rigen dicnsllich-sn Leistungen und. tlxrcm gkxammken Berhaltsn ciner solchen Berücksichtigung zwsrfkllocz würdig sind.
De'mknigcn Km1zlci:Diätaren, welche zur Zcit des Inkraft- ckckan dsr „nenen Dikztenregclunq bereits einen höheren Dtatcmaß bezxchcn, al6_tk1ncn nach der neuen Ordnung zu- steht, 11t 1hr_br§her1gch1ätenfaß zu belassen, bis sie nach ihrem Twnstqlter m el_nc_k)0hsre Diätcnstufe aufsteigen können.
„_ D*.e Pkobeyiemtzctt dsr Militäranmärter im Kanzleidienst Ut'fortqn lk! kemcm Fall auf deren Dicnstaltkr für das Auf- steigen m dle (%ck)?an Diätensäße mit anzurcchnen.
, Sofern von cmcr Probedicnslleistun im Kanzleidienst mfolge ctw'avorgrzfgsgangcnxr Beschäftigung :rMilitäranmäcter als „XianzlcwHtlssWreiber bet dkr_Ncntenbank-Direktion und der Yadurck) bcrctts dyraeleg'txnQualifikation alsKanzlei-Diätar nicbt Ubkrbaupt abzuwhcn Ut, ist die Probedienstzeit überall mjf 6 Mo'natc zu, bemcffkn, wenn nicht besondere Umstände eine Avmkxckxnng hiervon erforderlich erscheinen lassen.
" Wahrend des Prpbedicnstcs ist den Militäranwärtern eine d_tatartsche_ Remunerauyn in Höhe des Anfangsdiätensaßcs der Kanzlcr-Dtätyrc" von ]ährlick) 1350 «js zu bewilligen. Falls du'ruci) dte Emfrxhxung von Dienstaltersstufen für die Kanzlei: Dmtare _dcr aUxahrltck) durch den Verwaltungskosten-Etat zur Remuncrxkrun _von Kanzlei:Diätaren ur Verfügung gestellte Betrag uberf rttten wxrden sollte, ist die Genehmigung zu emer sochen Ueberschreitung gegen den Iahrcßschluß nach-
zu UYU. erlin, den 21. März 1900. Der Der Minister
“ xngnz: für Landwirthschaft, Domänen ktmster. und Forsten. In Vertretung: In Vertretung: Lehnert. „Sterneberg.
An die Königlichen Direktionen der Rentenbanken.
' S'taats-Ministerium.
. Bei hem „Reichs: und Staats-Anzeiger“ ist der Bureau- YclfSarbetter Kaminski zum expedierenden Sekretär und alkulator ernannt worden.
Finanz-Ministerium.
' Dem Geheimen Ober=Finanzratb Dombois in Berlin rst das Nebenamt als Vor cseßter der General-Lotterie-Direktion an StelLe des zum Treu änder bei der Deutschen Hypotheken- bank ernannten Geheimen Ober-Finanzraths Lehmann über: trag?) WUFF. R
' 'em cr- cgierungSrath 131". S midt-Borna ius rst dle Stelle des ObZr-Re iemngSrathsch bei der PromrLthial- Steucr-Dtrektßon zu Konias srg verliehen worden.
, Der'RYgterungSrath _iedewaldt in Königsberg ist an d1e ProvmxahSteuer-Direkuon zu Breslau,
13er. RLgterungsratk) Krueger in Magdeburg an die Promnztal:Steuer-Direktion zu Münster,
H,:r, Regäerungsratl) Colomb in Hannover an die Provtnztal-Steuer-Dircktion zu Magdeburg,
der Regtxrungsrath Grieben in Cassel an die Provinzial- Steuer-Dtrektxon zu Hannover,
Her. Remerunqsrath Wentz in Sigmaringen an die Promnzral:St-;uer-Dxrektion zu Cassel vers t worden.
Dem RegterqngSratk), Qber-Steuer:Jn pektor Laube in Nyrdhaxxsen 1st hte StelLe emes Mitglieds der Regierung zu Srgmarng tznd [) Ob „
dem , egterungßrat , er-Steuer-Inspektor Na“. in Oppclxt dre S_texle eines Mitglieds der Prooinzial-StKeuer- Drrektton zu Kontgsberg verliehen worden.
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
Bei dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten sind ernarznt Zyoxßdey: E's bh k t (S
'er is enge ten a n-Ss re är nstav S midt um Gehetxnen „expeYterenden Sekretär und KalkUlator,ch z
dte htshertgen Regierungs-Bausekretäre Erich Wadehn und Iulr'us Rost, u Gsheimen Revisoren,
Her btsberxqe Et?enbahn=Sekretär Wilhelm Hubsrt zum Geheimen Reg1strator und
dex Kanzlei-Diätar Wilhelm Knuth zum Geheimen Kanzlet:Sckrctär.
Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.
Der bidhcrige Königliche Régierungs-Baamejster Ludwi Noack hterselbst ist zun; Königlichen Landbauinspektor eL nannt rznd demselben _dte etatSmäßige Stelle eines ständigen bautechmschep Htlfsarbetters im Mimstcrium für Landwirth- schaft, Domänerx und Forsten verliehen worden.
Der bzshertge Rsntmeister Daubiß aus Arnswalde und der bißhertge expcdterende Sekretär und Kalkulator Reßlaff von ["er smkz zu „(H.eheimen expedierenden Sekretären und Kalkulatoren 1m thsterium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten,_
, der Rqaterungs-Sekretär Heine zu Aurich ixt zum Ge- hetmen Negtstrator und “
Her bisherige Geheime Kanzlei-Diätar Motog zum Gchxtmen Kanzler-Sekretär in demselben Ministerium ernannt wor en.
, Céile bisherigßn (Zaaneff-sy Schuxze in Hameln, Lerm m c"ozcnau un * 0 ner m Sta e md u Köni li en Ober-Landmeffern ernannt worden. s 3 g ch
Dsm Bankbéamtkn W. artmann in Berlin ist vom ],.Apk'll d. J._ ab die kommi arische Verwaltung der Stelle emes Yank-Jmpektors beim Königlichen Polizei-Präfidium hier: selbst ubertragcn worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Bci HTM Ministerium für Handel 'und Gewerbe find die KamletDtatare Geyrq Schmtdt und Wilhelm Bittkau zu Gchctmcn Kanzlct-Sekretären ernannt worden.
Ministerium _de'r geistlichen, Unterrichts- und Mcdtztnal-Angelegenheiten.
_ „Dem, Königlichen Gymnafial-Direktor ])r. Naumann rst dte Direkxtqn „des Gymnasiums in Ramitsch,
' dßm Kontqltchxn Gymnasial-Direktor ])1'. Wessel die Dtrcknon des:“, Gymnasiums in Wittstock,
dem Korxtgltchxn (Hymnafial-Direktor, PMMA Paul Prohafel die Direktion des Gymnasiums in önigshütte OE“). und ,
dem Königlichen Gymnafial-Dircktor Dr. Heinrich Cbxistian Wilhelm Oetling die Direktion des Gym- nastums in Hamm übertragen worden.
Der Arzt ])1'. Quentin in Bentheim ist zum KreiSphyfikus des Kreises; Grafschaft Bentheim ernannt worden.
Dxm oxdentlichen Seminarlehrer Christoph Klähn zu alberjtadt 1st bei seinem Ausscheiden aus dem Amt das rädikat „Obcrlehxer“ verliehen worden.
Bei dem Mmisterium det: gcistlichen, Unterrichts- und Medizina(:Angelegepheiten ist der Regierungs-Sekretär Otto Schulß zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator ernannt worden.
Bekanntmachung.
Felix MendelssohnBarthol'dy - Staats-Stipendien für Mustker.
Am 1. Oktober cr. kommen zwei Stipendien der elix Mcndelssohn-Bartholdy' chen'Stiftung für befähigte und kreb- same Musiker zur erlcthung. ?edcs derselben beträgt 1500 «M Das eine ist für Kompo ition, das andere fur ausübende Tonkünstler bestimmt. Zur gleichen Zeit er- folgt die Vertbeilyng der Zinsen eines von den Verwandten des General:Mus1kdirektors ])r. Felix MendelSsohn-Bartholdy, den Herren GLheimcn Kommerzien-Rath Ernst von Mendels- sohn-Bartholdy und den Banquiers Robert und Franz von Mendelssohn zunx Andenken an die 50. Wiederkehr des Todes- tages des T):“. Feltx MendxlSsobtx-Bartholdt) geschenkten Kapitals von 30000 «ck “und divYBcwiUKqung von UnterstÜYUUgen aus den Ztnßerträgen eipgetretener Ersparnisse der Sti tung. Die Verlxthung per Sttpendien und Unterstüungen geschieht an Schulex der m Deutschland vom Staat Yubventionierten Ausb1ldungs-Jn'stjtute olZne Unters ied des Alters, des Geschlechts, der Reltgton und er Nationalität.
"' Bemerbun sfäYg ist nur derknige, welcher mindxstens ein halbes Jahr J d n an einem er e_nannten Instttute ge- macht hat. AuSna?mSweise können preugßÜche SxaatSangehörige, okne daß sie die e Bedmgungen erfü en, em Stipendjum v er eine Unterstüßung empfangen, wenn das Kuratormm "r die Verwaltung der, Stipendten auf (Grund ergener Prü- Qng ihrer Befähigung ste dazu für geek net erachtet.
Die Stipendien werden zur Fortbi dung auf einem der '
ketreffenden, vom Staat subventionierten Institute ertheilt; das Kuratorium ist aber berechtigt, hervorragend be abten Bc»- werbern nach Vollendun F?rer Studien auf dem nstitut ein Sti endium für Jahresgfttt zu weiterer Ausbildung .Lauf Reikon, durch Besuch auswärtrger Institute 2c.) zu verle: en. Auch die Gewährung von Beihttfsn und Unterstüßungen er- folgt nur an Schüler dcr in Dsutschland vom Staate sub- ventionierten Ausbildungs-Institute„odcr an solche, welche Schüler eines dieser Institute gewesen smd, ohne Unter- schied des Alters, des Gesch1echts, der Religwn und der Natio- nalität nach dem freien Ermessen des Kuratoriums.
Sämmtliche Bewerbungen nebst den Nachweisen über die Erfüllun der oben aedachten Bedingungen und einem kurzen, selbstges riebenen Lebenslauf, in welchem besondexs der Studiengang hervorgehoben wird, find nebst einer Bescheinigung der Reife zur Konkurrenz durch den bisherigen Lehrer oder dem Abgangszeugnis; von der zulcßt besuchten Anstalt bis zum 1. Juli cr. an das Kuratorium für die Vsrmaltung der Felix Mendelssohn : Bartholdy - Stipendien Berlin W., Potsdamerstraße 120, einzureichen.
Den Bewerbungen um das Stipendium sowie_ um Unter- tüZungen lfür Komponisten sind eigene Kompositionen nach
eier Wah , unter eidesstattlichcr Versichcxung, daß die Arbeit
ohne fremde Beihilfe auSqeführt worden ist, beizufügen.
Die Verleihung des Stipendiumes und der Unterstüßungen Fr ausübende Tonkünstler erfolgt auf Grund einer am
. September cr. in Berlin durch das Kuratorium abzu-
haltendcn Prüfung. '
Berlin, dyn 1. April 1900.
Der Vorsißende des Kuratoriums. Joachim.
Ministerium des Innern,
Dcr Ober:Präfidia1ratk) F romm e ist dem Ober=Präsidenten der 5L&oyinz Hessen:Naffau zugzthcilt worden. Bei dsm Ministerium des Innern ist der Geheims Kanzlei:
Assistent Dornbusch zum Geheimen Kanzlci-Sekrctär ernannt *
worden.
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Die von Heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 11 der „Geses-Sammlung“ enthält unter _
Nr. 10173 das Gesetz, bcttcffend die Feststeaung des Staatshaushalts-Etats für das Etatsjahr 1900, vom 31. März 1900; und unter .
Nc.10174 den Allerhöchsten Erlaß vom 6. Dezembsr 1899, betreffend die Einseßung von gewerbsschultechnischen Rüthen bei den N-sgierungen.
Berlin W., den 31. März 1900.
Königltches (Heseß-SammlangS-Amt. cherstedt.
., Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 12 der „(HeseJ-Sammlung“ enthält unter Nr. 10175 das Gsseß, bktrcffcnd dis Erweiterung des Stadtkreises Hallo a. S., vom 31. März 1900; und unter Nr. 10176 das (Heseß, bctreffend die Aenderung der Grenzen des Stadtkreises Posen, des Kreises Posen (Ost) nnd des Kreises Schroda, und die andermeite Bestimmung des Wahlorts für die Wahlen zum Hause dsr Ab eordneten im weiten Wahlbezirk des Regierungsbezirks ZFostn , vom 1. März 1900. Berlin 17, den 31, März 1900. Königliches Geseß-Sammlungs-Amt. cherstedt.
Abgereist:
S_eine Excellenz der Staatssekretär dks Reich§-Schaßamts, Wirkliche Geheime Rath Freiherr von Thielmann auf kurzen Urlaub nach Italien.
Jm Jnscratenthcil (Vierte Beilags) der heutigen Nummer des „Reichs- und StaatDAnzeigcrs“ wird eine Urkunde, betreffend die Genehmigung der AUSgabc von Schuld- verschrcibungen der Stadt Krotoschin auf den In- hZaber bis zum Betrage von 1445000ojé, veröffentlicht.
Yichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 2. April.
Seine Majestät der Kaiser und König hörten heute Vormittag oje Vorträge des Staatssekretärs des Aus- wärtigen Amts, StaatS-Ministcrs Grafen von Bülow, des Chcfs ch Zioilkabinets, Wirklichen Gcheimen Raths Dr. von Luxaxms, des Staatssekretärs des Reichk-Marineamts, Staats: Mlmsich, Vize-Ndmirals Tirpiß, sowie des Chefs des Marine- kabitxets, Vize-AdmiralskFreiherrn von Scndcn:Bibran und empfingen hierauf den neu ernannten Präsidenten der See- handlung Hauenstein.
Der Königliche Gesandte in Weimar Prinz von Ratibor und Corvey, ist von dem ihm AUerhöchst bewiuigten kurzen Urlaub auf femen Posten urückgekchrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder ü ernommen.
D_er Rx ierungs-Affßffor von Jacobi in Halle a. S. ist dem Koniglt en Obex-Prafidium zu Hannover, der Regierungs- Assessor von Lazer m Heide in Holstein der Königltchen Re- gierung zu Kömgsberg, der Regierungs-Asseffor von Putt-
kam er in Köslin der Königlichen RegierungÉu Frankfurt 9. O. und der Regierungs-Asseffor Neuscher in erxm Her Korng- lichen Regierung zu Breslau zur weiteren dtenstltchen Ver- wendung überwiesen worden.
Laut Meldung des „W. T. B.“ beabstchtigt S. M. S, „Hertba“, Kommandant: Kapitän zur See vqn Usedom, mu dem Chef des Kren er-(Hcschmaders, Vize=Adm1ral Bend?- Yann aanord, am . April von Yokohama nach Kobe m
ee zu ge en.
S. M. S. „Iltis“, Kommandant: Korvetten:Kapitän Lans, ist am 30. März in Mo1e (Japan) eingetroffen und wollte gestern nach Kobe m Sec gehen.
S. M. S. „Geier“, Kommandant: Kowetten-Kavitän Peters, ist am 29. März in Coquimbo angekommen und beabstchtigt, am 21. April nach Jquique in See zu gehen.
Württemberg. DLL? StaatS-Minisier des Kirchen: und Schulwesens 131: von Sarwet) ist, wie „W. T. B.“ aus Stuttgart meldet, gestern infolge eines Schlaganfaüs gestorben.
Oesterreich-ngarn.
Jm oberösterreichischcn Landtage beantwortete am Sonnabznd der Statthalter Freiherr von Puthon eine Interpellation Über die Grenzspcrre seitens Bayerns gegen die Einfuhr von Zug: und Nußviek) und erklärte die bayerésche Regierung für befugt, die Sperre we en der in den an Baysrn angrenzenden Kronländern hsrrschenden aul- und Klauenseuche zu vcrhangen. Da diese (1er nahezu ganz erloschen sei, habe er fich an das Ministerium des Innern sowie in der lcßtcn Zeit dirckt an die baysrisch: Regierung gewandt, behufs Erwirkung der Aufhebung der Grcnzspxrre.
Frankreich.
'In dsr Armeekommission der Deputirtenkammer erklärte der Kriegß-Minister General de Galliffet, er sei der Anficht, das (31.-se?S über die neuen Kapitulationen von Militärs müffe 'der inführxmg dxr zweijäxrigen Dienstzeit vorangeth,
In Lille ist es, dcm „W. T. B.“ zufolge, gestern noch einer dort abgehaltcnen Versammlung von Nattonalisten zu Schlägkreien gekommen, wobei der Vizs-Vürgernxister Dumontier durch Mssserstiche verleßt wurde.
Rußland.
Anläßlich des Geburtstags des deutschen Botschafters Fürsten Radolin traf, wie dem „W. T. B.“ aus St. Peters- burg berichtet wird, gestern früh ein wertkwoch Geschenk Seiner Majestät des Deutschen Kaisers ein. Ferner sandte Ssine Ma'estät dem Fürsten Radolin ein überaus gnädigks Glückwunkch-Tekegramm und verlieh dem Botrchafter zur Belohnung für seine tchen Dienste das Kreuz der Groß: Komthurs Ns Königlichen Haus-Ordcns von Hohenzollern, wobei AÜerhöchstdersclbe zuglctch die Hoffnung ansjprach, daß dsr Fürst dasfcxbe noch lange in Ehren tragen möge.
Spanien.
Die kautirtenkammer hat, wid „W. TB.“ berichtet,
am Sonnabend das Budget angcmommen. Türkei.
Der serbische Gesandte Nowakowitsck) ist, dem „W. T. B.“ zufolge, ohne AbschieDSaudienz beim Sultan abgereist, da dicser an cincr leichten Erkältung leidet. Troß seincs Unwohl- seins wohnte der Sultan am Freitag dem Selamlik bei.
Entgkgcn der Meldung des Wiener „Telegr.-K0rresp.: Bureaus“, daß der Sckretär des Sultans Kiamil Ber) verbannt worden sei, versichert die „Agenco de Constantinople“_* auf Grund ihr zugegangencr amtlicher Mittheilungsn, daß Kiamil BLT), welcher sich seit einiger Zeit kränklick) fühle, zu-x-rst um die Erlaubnis; zu einer Pilgerfahrt nach Mrfka und sodann um die Erlaubnis; zu einer RU]? 111 sein Heimathland Homs cingekommen sci. Hierzusxcx thm die Genehmigung ertheilt worden, cr hab? aber bts 1e5t keinen Gebrauch davon gemacht.
Schweden und Norwegen.
Der König hat, wie „W. T. B.“ meldet, das Mitglied der Ersten Kammcr des Reichsrages Odelberq, bisher Landes- hauptmann dcs Läns (Hsflcborg, zam Landwirthschafts- Minister ernannt. Dieses Mtnistcrium ist in Schweden neu errichtet worden.
Amerika.
Dem „New » ork Herald“ wird aus Port of Spain Trinidad) gerne det: Nach einem Bericht venezolanischcr * egierungsbeamter habe am 22. März bai Ciudad „Bolivar cin heftiges Gefecht stattgefunden, bei dem die Aufständischen geschlagen worden seien. Dicselbcn hätten 223 Tydte und 80 Gefangene und außerdem große MetZJen Waffen und Schießvorrath verloren. Die Verluste der “ egierunqstruppsn seien gering gewesen. Die: Aufständischen sollwn, 1200 Mann stark, auf dem Rückzug in das Innere von Guayana be- griffen sein.
Asien.
Dem „Neutcr'schen Bureau“ wird aus Peking vom gestrigen Tage gemeldet: Zur Sühne für pie Ermordtzng de? englischen Missionars Brooks durch chincstsche Nuhestorer sei durchgescxzt worden, daß zwei der Mörder enthauptet, einer lsbmölänglieh, einer auf zehn Jahre und aner auf zwsi Jahre ins Gefängniß cbracht worden set_en. Ferner soÜe auf Kosten der chine ischen Regierung eme
edächtnißkapelle mit einer Sühnetach (m_: Schauplas der Morbthat errichtet und eine Gedenktaxcl m der Kathedrale von Canterbury angebracht werden. _ Nach den leßten Be'richten aus den durch die geheime Gesellschaft der'„Boxers“ m Un- ruhe vexseßten Bezirken werde das Land rubrgex, wahrscheinlich weil der durch den Winter veranlaßte Mußtggang der Be- völkerung jeßt ein Ende gefundep habe.
Die britischen Kreuzer „Ertsk“ und „Hermione“ find in Taka eingekroffen.
Der „Times“ wird aus SHul vom 29. v. M. qcmeldet: Vor einigen Tagen habe der ryéstsche Gefchäftßträgcr 5Zawlof f verlangt, daß Korea cincr russ1chcn Dampfschtffahrtögesellschaft
einen neuen quß für eine Kohlenniederlage abtrete, welcher bei Atkinson: omt am westlichen Eingang in den „Hafen von Masampo gelegen sei, und daß Korea an keine andere Macht in irgend einer Form irgend einen Th-xil der Kojedo- oder Cargodo-Inscl veräußern dürfe. Am 28. v. M. habe Pawloff in einer Audienz bei dem Kaiser seine ursprüngliche Fordy- rung geändert und an Stelle von Atkinson:Point einen anderen Play mnerhalb der Grenzen des auf Masampo bezüglichan Vertrags verlqngt und gleichzeitig darauf bestanden, daß keln Theil von Koxedo anderweitig vsräußert werden dürfe.
Afrika.
Einem Telegramm der Londoner Blätter aus Pretoria zufolZe hat der Präsident Krüger bci dem Bkgräbniß des (Generals Joubert angekündigt, daß der General Louis Botba der Nachfolger Jonbert's als Gencral-Kommandant der TranSvaabArmee sein werde.
Der Feldmaxschall Lord Roberts hat, wie das „Reuter'sche Bureau“ msldet, ein Telegramm an den Präfidentsn Krüger esandt, in welch2m er anläßlich des Todes Joubert's sein Beileid ausgespro en und die ritterliche Haltung und den persönlichen Mut gehoben hat.
Eine Depesche des eldmarschalls Lord Roberts aus Bloemfontein vom 3 . v. M. Abends bssagt: Hirt: Eik“.- égangene Berichte dcutsn darauf hin, daß der Feind Brand- ?ort verläßt und in nördlicher Richtung zieht. Die Verluste bei dsm Gefecht am 29. d. M. _smd zahlreicher, alt.": zuerst ge- meldet wurde: es sind 2 Offiziere todt und 8 verwundet worden, von den Mannschaften wurden 10 ODU? 19 (die Depesche ist hier unklar) getödtet und 159 verwandet, während 3 Mann vermißt wexden.
Das „Reuter'sche Bureau“ erfährt aus Bloemfontein vom 30. v. M.: Ein Meldereiter aus Kimberley berichte, daß eine Burenstreitmacht in der Nähe von dem ehemaligen Lager Cronjs's bei Paardeberg lngere. Herumfchmeifende Abtheilungen suchten di“: Gehöfte in der Nachbarschaft Heim und versuchten Pferde einzufangen, welche wegen schlechtcr Kondition von den Engländern auf dsm freien Felde laufen gelassen worden seien.
Dasselbe Bureau meldet aus Bushmankop vom 31. v.M., daß eine von dem Obersten Broadwood befehligts, aus KavaUerie, zwci VattcrienArtiÜerie und untcr dem Befehl des Obersten Pilcher stehender Herittener Infanterie zusammen- gkseßte Truppe, welche in Thabanchu garnisonicrt hab:, fich m der Nacht zum Sonnabend habe urückziehen müssen, da eine große Barcnstrcitmacht fie?) genähert Habe. Die Truppc sei nach den Wafferwerkcn von Bloem- fontein, südlich vom Modder River marschiert, woselbst sie um 4 Uhr früh ein Lager bezogen habe, mklchcs bei TageSanbruck) von rückwärts mit Granaten beschossen worden ssi. Broad- wood Habe den Convoy und die Batterien fortgcschickt, währsnd der Rest der Truppe als Rückendeckungzurfzckczcvxieben sei. Der Zug sei in ein tiefes Finszkwtt gelangt, woselbyt stcb Buren vérsteckt gehalten hätten; so sei die ganze Abtheilung in einen Hinterhalt gsratben und mit Einschluß von 6 (Hoschüßcn ge ungen ge- nommen worden. Der Verlust an Menschenleben sei nicht roß, da die meisten Mannschaften in den Hinterhalt gcrathen Seien, bevor ein Schuß abgegeben worden sei. Die Divifion des Generals Colvillc, die am Sonnabend früh Bloemfontein verlassen hatte, sei um 12 Uhr in Bushmankop eingetroffen und habe das Granatfeucr auf den Feind bcgonnen.
Nach einer Meldung aus Kroonstad vom 30. v. M. hätte der General Smuts am Tage zuvor die Engländer bei Mafelkop, südlich von Brandforl, in cin Gcfscht uerwickslt und dicsklben sch Stunden lang im Schach gehaltcn. Die Buren hätten se r gut gesuchten, Die Vsrluste jcicn un- bekannt.
Aus Masern vom 30. März liegt die Mittheilung vor, daß der Präfident Steijn fich nach La_dr)brand begeben babe, um die Buren zu crncutcm Widerstande anzuspornen. Eine Anzahl von Aufrufen und ähnlichen Kundgcbungen der Buren scien im Umlauf. Dic Truppen der Buren, wclche Platbcrg bcseßt hielten, seien verstärkt worden. - Die Regierung von Basutoland Habu über 1000 Arbeiter für die Militärbebörden in Bloemfontein gcsammxlt, dock) werde der britische Resident in Bafatoland den Arbcitcrn nicht gestatten, sich auf den Weg zu machen, solange sie kaahr liefen, zwischen die bsidcn sich be- kämpfenden Hcerc zu gcratben.
Durch emen Armeebefehl ist die Bczcichnung „Freistaat- Eisenbahnen“ für erloschen erklärt und durch die Be- zeichnung „Reichs-Militärbahn“ LksLHt worden,
Wie dem „Reuter'schcn Bureau“ aus Kapstadt gomcldet wird, ist die Abfahrt der TranSportschiffc mit Den nach St. Helena bestimmten gefangenen Buren infolge des unsthden Krankenstandes verschoben worden. Den
yphus und die Masern, an welchen die' gefangenen Buren auf den TranSporxschiffen litten, hättcn stch dieselben in den Verschanzunqen von Paardsbera zngczogcn. Dic Gefangenen er- höhen keine Klage über das Wasser um) VW Nahrung; sic erhielten dasselbe Wasser wie das britische Geschwader. Der Admiral und der oberste Militärarzt hätten dlL TranSportschiffe bc- sichtigt und Befehl crtheilt, daß alle transportfähigsn Kranken in em besonderes Hospital am Lande gebracht wecdcnßsolltxn. Es sei Vorsorge getroffen, daß keine Usberfüllung stattfindz.
Ein in Parts eingetroßsenes Telegramm des General- Kommissars des franzö ischen Conqo-Gcbictes giebt Über die Lage in der Gegend des Schariflusscs Aufklärung. Der Leutnant Mcynier und . der Hauptmann Joailland seien nach einer Umkreisung dcs Tschadsecs am Scharifluffe eingetroffen. Mcynier stehe in Fort Archambault, Joailland in Goulfct. Gentil hoffe mit ihnen ctwa“ am 24. Februar zusammenzutresfen. Der Oberst_Lan1) hab? sxch am 15. Januar xn Amudugu, zwei Tagemärjch: vom Tschadscc entfernt, be- unden.
Aus Tanger erfährt_ „W. T. B.“, daß die Meldung von dem Tode des Großvezirs bis zum Sonnabend keine Bestätigung gefunden hab?, doch sei derselbe erkrankt,
des Vkrstorbenen rühme'nd Hervor-
Parlamentarische Nachrichten.
Der Bericht über die vorgestrigc Sißung deSHerren- auscs und ein Nachtrag zu dem Bericht über dieStßung des: |elben vom 30. 1). M., enthaltend den Wortlaut der Rede des Ministers der geistlichen, Unterrichts: und Medizinalengelegen- heiten [)r. Studt, befinden fich in dor Ersten Bellage.