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völli en Du fübrun dss Unternehmens, insbesondere für die An- lager? zur Reriéigung Tes in dem Staubecken angesammelten Wafsers und zum Sbutze der Reinigungsmlagen noch erfyrderlicb ift, durch das Amtsblatt d-r König1ichen Negieruna ju Duffelborf, Jahrgang 1900 Nr. 10 S. 97, ausgegeben am 10. Mär] 1900; _ _
3) das am 13. Januar 1900 ÄÜ-rböcbsi vollzogene Sxatui fx: die Entwäfferungs-Genoffenscbaft ju Ei'ckpe-nbagen-Fceimark un Kretie Wirsi durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Brom- berg r. 8 S. 85, ausgegeben an 22. Februar 1900;
4) der am 17. Jmuar 1900 Alierböbit vollzogsne Nachtrag zum Statut der Eni- und Bewässerun-zs-“Genossen'cbaft zu Radbmno im Kreise Löbau durch das Amtsbiatt dec Köaxglicbsn Regierung zu Marienwerder Nr. 9 S. 73. ausgxgebxn gut 1. März 190);
5) dsr AÜerböcbste Erlaß vom 5. Februar 1900, betreffend die Genehmiguna der von der Gencraivexsammiuna des Kar- und Neu- :uärkiscben Niiierscbxfilicko-n Kreditinstituts am 31. Oktober_1899 be- ckle der ?cbebung des Quittungkgroschens gefaßten Beschluffe, durch die 81131)! tier '
der Königlicbxn Regierung zu Potsdam it"nb der Stadt Benin Nr. 9 S. 101, aussegeben am 2_Marz 1900, „ _
der Königlichen Regixrung zu Frankfurt a. O. Nc. 9 O. 65, angegeben am 28. Februar 1900,
der Königlich quierung zu Stetxm N;. 9 S. 55, ausge- geben am 2. März 1900, , „
der Königlichen Rezierung zu Köslin Nc. 9 ©. 51, aulgbgeben am 1. März 190), . “_
dsr Königiicbcn Rvaean-J zu Z'iFOrienwerber Nr. 9 ©. 73, aakge ebLn am 2 € ruar 3 ,
der KöntZiichsn Regikrung zu Magbkburg Nc. 9 S. 141, an!- gegeben um 3. März 1900, „ ' ,- _
der Königlixbkn N?xierung zu &ckng Nr. 9 «. 59, ausgagcben am 3. Mär 1 00; '
6) der Aiiixibiichsiei Erlaß vom 5. Februar 1900, beirsffeiid die Verleihung des Enteignungéreibis an die Moselbabn-Aktiengsseiiscbafi zu Köln, zur Entziehung und zm 001121711an Beicbränkizna ds_z zum Bau urid Bétrieb cine'r Kleinbabn VN? Trier nac!) Zell mii Fortxeßun bis zum Babnbofc Buiiay der Eisénbabx Txier-Koblenz m.,Axisyxu zu nkbmenbcn Grundeigsnibums, durch das Amtsblatt der Kiinmlichen Regierung zu Trier Nr. 10 S. 101, _ ausg-a-Iben am 9. Marz 1900;
7) der am 5. chruar 1900 Aüerbbchsi 13911559an Nachtraq zu dem Statut des Melioratibnsverbandes dec Biziiabrucbe im Kreise Johannisbur durch das AmiSblatt ber Köninxichen Regierung zu Gumbinnen Jie. 10 S. 95, auszkgebcn am 7. Marz 1900;
8) der Aiierböcbstc Erlaß vom 21. Februax 1900,_ betreffeztd die Verieibuna des Entéignunasücbis an diL_Akii':'11 eseU_1chaftN1xdori- Mittenwalder Eiscnbabngcseilschaii zu Berlin zur _ nxze'ebung 11110 Ziir dausrndcn Beschräskung des zum Bau und Bcirteb einer Kl-*ijnbabn box: Nixdoxf nach Mittsiiwalde in Ansbcuzb 'zu, nebmendxn i:)rund- eigentbums, durch das Amisblatt ker Koyxgltchen Regierung zu PotSdam und der Skadi Berlin Nr. 11 S. 119, aus,;egeben am 16. März 1900.
In der Ecsten Beilage zur heutigen Nummer d'es'„Ne1chs- unb Siaats-Anzeigers“ wcrden Lin, Erlaß des Mikilsters der geistlichen, Unterrichis- und Msdikmai-Axigeiegenheiten v'om 28. Februar 1900, betreffend die €onrschrifien uber Ein- richtung Uno Betrieb der staatlichen Anstqltcn ziir Gewinnung tbisrisxben meistbsfs, und em gemxin- sambr Erlaß der Minister ber geistlichen 2c. ngeiegeiiheiten und des Innern von demjclbsn Tage, bcirsxscnd die Be- schliisse und Voxscbriften zur Ausfubriixiq des Impfgcseizes, nebst dem Wortlaut dieser Vorschriften vcr- öffentlichi.
Jm Inseratenibeil (Dritte Vsiiage) ber heytigen Nammer des „Reichs- und Staats : Anzeigers“ Wird eine U/rykunde, betrkffend die Genehmigung der Ausgabe von Schuld: vcrschreibungen dcr Siadt Bonn au]" dexi Inhaber bis zum Betrage von 4250000 „M, vcroncntltcht.
Abgereisi:
Seine Excslienz der Staats: imd Justiz-M'inistcr ])1'. Schönsicdt, mit Urlaub nach Italien.
Angekommen:
Seine Excellenz der Unter-Staaissckreiär im Ministerium für Handel und Gstvcrbc, Wirkliche Geheime Nati) Lohmann, vom Urian.
YickjtamtsicheH. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 3. April.
Seine Majestät der Kaiser un_d Kßnig hörten Hsuie Vormittag die Vorträge des Siaaisxekcetixrs des Aus: wärtigen Amis, Siaais-Ministers Grafen von Balou) und des Chefs des Mi1iiärkabinets, _(Zsiierals vori thnke. „Um 1 Uhr empfingsn Seine Maxeitqt .der Kaiicx in 2111111118- aubienz den neu ernannten Koniglicb schw§dijchsnorwi_gischen außerordentlichen Gesandten und bevoilinachi:gten Mmriter an 2109rböchstibrem Hofe, Grafen Taube behufs Entgegcimahmc seinis Beglaubigungsschreibens.
Das Siaais-Ministerium trat ix_exite Nacimiiiiag 3 Uhr unter dem Vorsib des Minisichansidenten Fursten zu Hohonlohe_ im Dienstgebäuds, Leipziger Piaß 11, zu einer Sißung zu1ammen.
Die Nr. 4 der „Amtlichen Nachrichten des Reichs- Versicberunanmis“ vom 1. April 1900 enthält den fur das Jahr 1899 erstatteten Geschäftsbericht des Amts.
Dem Regisrun s-Asftffor Freiherrn von Scheele zu Posen ist die kommi (irische Verwaltung de_s Landraibsamts im Kreise Osirowo, Regierungsbezirk Posen, iibertragen worden.
2an Meldung des „W.„T, V.“ ist S. M. S.„Iltis“, Kommandant: Korvetten-Kapitän Lans, gestern in Kobe em-
S. M. S. Habicht“, Kommandant: Korvetten- Kapitän Kutter, ,ist am 31. März in Moffamedes an- gekommen und beabsichtigte, gestern von da nach Loanda in e en. _ " See Y Zi)? S. „Wolf“, Kommandant: Korvetten-Kapiian Koch (Hugo), ist am 1. April von Kamerun nacb Loanda in See 6 an en. " “ Zi? Zbgelöste Besaßung S. M. S. „Momo , TransPorifiihrer: Oberleutkiant zur See Schmidt, ist am 1. April m Colombo angekonimen und an d?mseiben Tage
nach Aden weitergcgangen.
Breslau, 2. April. Wix die „Schiesisxbe V011§zeitimg“ meldet, ist der Weihbischof [)x-. Gleich heute Nachmxttag gestorben.
Kiel, 2. April. Seine Königliche Hoheit dcr Gxoß- berzog von Hessen„ bai sick), wie „W. T. B.“ bexichiet, hsute Abend nach Darmstadt zurückbegeben.„ Seine Konigiicbe Hoheit der Prinz Heinrich begleitete Hochiidensklbexi _nacl) dkm Babnhofe. Am Nachmittag hatten. Ihr? Komglichen Hoheiten der Prinz und dsr GroßHZrzo-g die Kaiserwerfi und den neuen Panzerkreuzer „Fürst Bisinarck“ besucht.
' Württemberg. Beide Kammern der Stände sind durch ein König- lichks Dekret auf den 24. April nack) Siiittgart einberufen worden. Sachseu-Meiningen.
Dis Fcii'r des Geburtstages Seiner Hoheit dss Hßczogs, Höchiimschcr zur Zeit in Mentyne berweilt, ibuxde gestern im ganzen .Hsrzogibum in dcr hsrkommlichen Weise begangen.
Oesterreiéh-Ungarn.
In Wien fanden, wie „W. T. B.“ berichtet, geste'rn Abend 19 von der sozialdcmokratrschen' Partei cm- berufene Protestwersammlungezr gegen die Gemeinde: wahlrsform statt, die ruhig verlikisn. Nach der Vzrsamm: lung im 10. Bszirk vsrsuchie cine, großere Mrznschenniexigc, vor der Wohnung 13255 Vize-Biirgecmeisters Strobach cine Kand- aebung zu veranstalten, wurde aber _von der Wachs zerYtreui. Darauf ging die Mmge unter Proteiirufen gegen den Burgor- meister ])r. Lueger auSeinander. V:r[)aftungen wurden iiicht vorgenommen. , _ In der gestrigsn Sitzung des ungarrichen Unter- haiiscs wandte sich am Sch1uß der Debatte uber das _Biid- getgeseß dcr Mi:1ister:Pcäiidciii_ bon Szell gegen die Be- bauyiung des Abg. Ugron, daß-die Bcvorzugung des deutschcn Kapitals in Ungarn jede Vsrbmdung'mii anderen Staaten abgeschnitten habe. Der M_inisier-Pr_asident bem-3rkte, die 001- berrschynde SthunZ des deuticben Kapxials berni)? aiif der natur- [ichen Einwickim eines bsnochbarien, ubsraus mzchiigeii Wirt!)- schaftsgebisis, on Boimäßigkcii und YutcrwurftgkerY fNinL keine dee sein. Ungarn könne sick), selbii wenn das Bundmß: vexhäiiniß nicht bestände, von der „Einmirkun-J der deutschen Wirihschaftsbemegung nicht emanzipieren. _ Sodann ibgnote sick) der Minister:Präfideni gegchn_ beit klerikalen Vitri-Zifuhrer Grafen Johann icht) und_ rief diesem zu: „Die 111, den kirchenpolitischcn Kampfen entstandenen Wunden, dsren H::lung Sie fordkrn, wcrden dilkch das vim Jhre'r' Partei aus“- gegebene Schlagwort „R60111011,06kkii"ch61100[liischcn Gcstßc wisder aufgerissen. An den kiribcnpoluischcn Gessßen "darf nicht gerührt werden. Vinci) diejktiig6n, welcbx sLL-FUPU bekämpft babxn, „müssen sich 1th rnit ihnen abfinden; Dic Eckläcung des I)iinisichräiidcnien wurde von den Liberalen mii lebhaftem Bsifall begleitci und sodann das Bubgetgeseß angenommen. Großbritannien und Irland. Die Königin iii, wic „_W. T.V._“ inclbet, gLstern Abxnd 91,19 Uhr mit der Prinzssstii Christia'n zu SchleSmtg- Holstein und der Prinzessin Heinrich__von Batieiz- bcrg von Windsor naci) Holnheab abgereist. Allerbochii- dieselbe Übernachiiie im Eisenbabnzizgs 111113 hat sich heute früh nach Kingstown in Jrlanb eingeschifft,"w_o bas Kanal: gescbwader bereits versammelt isi. Dix K?NigilÖS Yacht trifft dort heute Abend cin. Ngchdem die Komgtii anBord der Yacht übernachtet haben mird, landet Ailerhochitdmsclbe am Mxitwoch, Vormittags 11 Uhr, und fähri baixnbuick) die Sikaßkn von Dublin nach dem Palast des ViJS-KONUS. . An Stelle des Hirzoas von Norfoik_ ist der Marqiiis vonLondonderrr) zum (Hencral-Postmciiicr ernZnni iyordszi. Jm Unterhaus e erkärie gestxrn dcr UnicrOtaatsickr'eiar des Aoußern Brodrick, die briti]che'_chicriing habe kcmc'n Grun?) zu glauben, daß die portugiesijchc Regierung_irgsndw1e ihrs Pflicht verleßi habe, die Laridung von Kriegskonire= bande in Lauren .o Marques zu vethdern. Der Erste Lord des Sckiaßamts Öalfour tbeilte mit, der Premrer-Mmistcc ber Kapkolonie Sch rein er habe Einwckdungen geg-m dic? Ueberfah- runa dcr gefangenen Buren nach St. Helena erhobeii, .Die britische Regicrung habe die ganze Frage auf das ri'iflichjte erwogen, habe aber keini'n Anlaß gefunden, von dxm Plsan ab- zugeben, eine gewisse Anzahl _der Gefangenen nach «i.,HNe'na zu senoen. Flynn fragte ob die Verschtckung nothwendig sei, um die (Gefangenen in besonders sicheren10')_ei_vgi)xsam zit_lmlicn. B a [ f 0 nt erwiderte,sie feiibcilmcise durcb m_iliiarischeEcwagimgcn bedingt. Dcr Staatssekretär für Iadixn Lord H_gtiiii_ton theilte mit, daß die chierung von Indien gxgenwariia aber etwa 7900000 Pfund Steriing in Gold in Indien _urzd 11/2 Millionen (Gold in England verfüqe._ Das Goldici m udien dadurch herangezogen worden, daß die dortige Yegieriing sich erholen habe, Gold gegen Noten zum Preise von 1 Obbxreign für 15 Nubien anzunehmen; in England dadui'ck), dgi; chr Minister fiir Indien Kabel-Ordres aui Rupien fur die Schahämter in Indien zum Preise von 16022, PLM)? per Rupie verkauft habe. Der Zuftuß an Gold habe im ebruac 1899 angefangen, große Dimensionxnbnzunsbmcn. -nde Februar seien nur für 264 Lari) Rupien im, Umlauf gewesen, wäbrßnd Ende März 1899 dieser Umlauf sich auf 2820 _Lakh erhoht habe. Nach dem leßten Bericht babe derselbe im Fibrugx 1900 2727 Lakh beira en. Die Ausbrägung von Rupien 121. am 25. Januar wie er aufgenommen worden, und per Zuwachs an Rupien betrage etwa 140 qu1). Gegen Rupien oder Noten seien etwa 244000 Pfund in Gold ausZezahli
Frankreich.
Bei der Berathung über das Bub et d'er Kolonial- Armee erwiderte, dem „W. T. B.“ zu olg-e,_ii1 ber €6616,th Sißung der Depuiirtenkammer dcr Krtx s: ibisier, General de Galliffet auf mehrere an_,1 n ge::chte'te Anfragen: „Unsere Küsten find vor ]edein AKJUff eschüyt, und eine Landung ati“ unseren. Kustxn, wuxde ür uns k-xine Gefahr sein. Es ixt'aber nicht nothig, daß die Truppsn, welche bei der Vertheidigung unserex Kasten zii- sammemmrken, von verschiedenen Instanzen abhangen. ,Die Vertbeidigung unseres Lan5es muß Sache das KULJS' Ministeriums sein. Ich bitte, die Kolomaltcupyia dem Kriegs-Miniiterium zu unterstellen, fis werden dort mri offenen Armen aufgenommen werden.“
Italien.
Die gestrige Sißung dsr Deputirtenkammer b-xgann, wie „W. T. B.“ berichtet, mit dor VerlcsWig des Protokolls der Sißung vom 29. Mäxz. Dieselbe atte _mcha'ere: Er- klärunqkn zur Folge. Der Dipytirie Ferri erklarte, er w.rd_e das Protokoll genxbmigen, weil in' demseiben vermerk- sei, daß zu dem Vocsck) age des Minister-PbgsiOenten Peiioux beziigiick) dxsr Aend-crung der" Gesch'afismrdnunq "__drei Dcputirte fich zum Wort gemeldet Hatten, wghxend dsr Prairbent Colombo ohne Riicksicht darauf, zur Abstimmung geschrziten sei. Indem er (Ferri) und seine, politischen" „Freunde, das Protokoll genehmigtan, behielten sie sich vyüige' Aktions- freiheit vor. Der Dcpuiirte Zanardellt erklarie im Ranxen sein.:r politischen Freunde, die ganze Bergibung vom. 29. Mar fei geseßwidrig und ni tig. Der Depuiirtc Sonnino' spin sicb namens seiner reunde "dahin aus, „ paß die Be- raihung vom 29. März VOUtg gcfc'izmang vcxlaurcn und güiiig Zei. Das Protokbll der SlßULZ vom 29. März wurde odann, ebenso wie die Protokoüe dßr Stßuxigen vom 30. und 31. März, genehmigt. Dio Deputtrtexixnmmcr wählte hierauf Colombo mit 265 Stimmin zum Präftdcnien. Auf Bianckxri fielen 158 Stimmeii; außerdem waren 13Mrveiße Zettel abgegeben 111010011. Im „weiterexi Verlaufe dex: Yiybng wurden sodann die bisherigen Vize-Prä1idenien und di? ubrigen Mitglieder dss bisherigen B'izreaus in _ gehcini r Ab- stimmung wicdexgewähii. Ein anchsnfaü „entiiaixb bci der Be- ratbung Über die TÜJLSNÖUUUJ der hirutigcn Giizang. Dcr Deputirte F e r r i wiederholteseme Vorbehalte hinsicbiiick) beyFrage dec Aendsrung dsr Geschäftßordnung. Dsr Miniyier-Praiioent Pelioux erklärt?, die Kammer werde'amäfolgendxn Teige durgh Erheben von den Sißkii beziehungsweise SLZLUblelbkn ubcx die von der (HLsck)äfiSOrdnungskommisston vorge ch1agenen Abqndk: rungen der Geschäftsordnung abstimmen. Dcr Kammxr-PLasident Col ombo erklärte, auf der Tagesvrdnun ber Heutigen Orßung wiirden die Abänderungen der Ges aftsiirdnung „stehen. Dcr Depuiirie Sonnino verlangte das Wort. _Da er infolge des Lärmcns nicht zum Worte kommen „konnte, ubermitteite er dem Präsidenten seinen Anika schriftlich. (Libbafte iigxuhe und Zwischenrufe auf der äu „ersten Linken.) Der Praii)e_nt hob die Sißung inmitten großer Erregung des Hauses zeit- weilig auf. Nach der Wieberaufnabnze bcrias derselbe unter großem Lärm und Rufen der „äußerjt-xn Linken ch Antrag des Deputirien Sonnino, auf die TageSorbnung fxir hxutc zu scsen: Abstimmung über dieAbc'inderung der Ge1chafi2or06uxig durch Aufstehsn oder Sißenbleiben, obne Debatte. Dieker Antrag wurde unter dem Beifall der Rechten und, Zwischen- rufen auf der (Kußersien Linken angenommen und die Sißung obann auf e 0 en. '
s Der Pgakiisi empfing gestern den Präsideni-Zii dcs Deuisckzen Neichstages, Grafen von Ballestrem.
Schweden und NorWegen.
Der ehemalige Minister-Präfideni Freiherr Gusiab v on Äkcrbjelm ist, wée dean „W. T. B.“ aus Siocibolm be: richtet wird, gestern gestorbsn.
Dänemark.
Das Folkctbing hat, wie „W. T, B.“ beriebiqi, „estern die Vorlage, bkireffend die Fährverbindung (8185 er- Warnemündc, in driiiec Lesung angenommen.
Amerika. Wie das „Reuicr'schch:rcau“ aus Washington erfährt, hat der Hilfssekrciär im D*partement des Jixncrn Webster Davis, der aus Süd-Afrika zurückgekehrt ist, sem Amt
nieder ele i. g 9 Asien.
-Wic das „Ncntcr'sche Bureau“ aus H„ongkoiig vom gcsirigsn Tage erfährt, wurde am Sonntag in unm11telbarer Nähe der Küste ein englisches Dampfboot, welches emen Lsichler schleppte, von Piraten genoxnmcn. Her Lbotse des Dampfbootcs wurde gciödiet, der LLUHWT geplaudert und der Aufseher dcr Ladnng gefangen forigefnhrt. , _
Aus Yokohama wiid dcmsclber) Bureau bzrichtc'i, es vcrlaute, daß die koreanische Regierung der russischen “ordcrung ciner Landkonzession bei Masampo scharfen Wiber- Fand cnigegcngeseßt habe. Rußlarxd habe daiNUf seitie Fuch- rung zurückgezogen und durch em Gesuch ' um _c_m Stiick Grund und Boden innerhalb der „fremdxn. Niederlanungen m Masampo erscßt. Dieses Gesuch set bewilligt worden.
Afrika. ,
Aus Pretoria vom 1. d. M. meldet das „Rcuiersche Bureau“: Ja der Umgegend von Brandfort habe . am Freitag ein (foechi stattgefunden. Eingehende 'Meidungen iiber dasselbe lägen nacb nichi vor, es ycrlauie mdcßeri auf Grund von Privatnachrichten, daß die Verbundcieno den englischcn Ulancn große Verluste beigebracht hätten. Auf Seiten der Buren seien nur wenige Leute verwandei wordeii. Auch ani Sonnabend sei in der Richtung auf Brandfort Wieder Gef ußfeuer vex- nommen worden. Es verlaute ferner, daß am onnabenb m der Nähe von Mafeking ein Kampf Mit der Entsaßkolonne dss Obersten Plumer siattgcfunben Habe,_ in dessen Verlguf die Kolonne gezwungen worden set, sick) mxi Verlusten zuruck- u ichen.
z 3 Eine Depesche bes Feldmaxschalls Lord Roberts, aus Bloemfontein, welche die Wegnahme des englischen Convoys durch die Buren besiatt i, meldet:. Dex Oberst Broadwood hatte berichtet, da der Feind in zwei Truppenkörpern, von Norden und von Osten, auf Thabarzcbu beranrücke, und er sick) auf die Wasserwerke, wieLche17xng1ische Meilen näher ge en Bloemfontein zu gelegensmd, ZUZUCkzlkk)?" wolle. Lord Roberts erwidexte ibm, vgs; ei Tages- anbruch die 9. Division zu seiner Unterstußung abgehen
worden. Bei der Pcägung ber Rupien aus Silber betrage
getroffen.
bei dem gegenwärtigcm Silberpreise der Nußcu 81100 52 Proz,
werde. n der Nacht rückte Oberst Broadwood nacb dex! Wafferwe?km ab und lagerte dort. Am Sonnabend bn
Tagesanbrucb wurde"“ er auf drei Seiten angeFiffen; er sandte seine Batterien und das Gepäck unter edeckung durch Kavallerie in der Richtung auf Bloemfoniein ab. Zwei Meilen von den Wasserwerken entfernt fiihrt die Straße quer über ein iicfes, trockenes Sirombett, in welchem sich die Buren während der Nacht sq gut verborgen hatten, daß die englischen Spähmannschaficn sie bei ihrem Vorbeikommen nicht ent- deckten. Als die Gepäckwagen und die Kanonen diese Ueber- fabrisstelle passierten, eröffneten die Buren das Feuer. Viele Lahrer und Pferde wurden aus nächster Nä e erschossen.
ieben Geschüße fielen. i.“; die Hände der Buren; der Rest der Truppe verließ die Stelle in schneilster „Gangart. Später fanden Späher, daß der sind die Juri nicht defekt hielt; darauf setzte der übrige “ heil der Reiterei, Broqd- wood? an dieser Stelle über das Flußbeii und fbrtmerte sich aufs neue mit großer Ausdauer. Auf die Nachricht von der harten Bcdrängniß des Obersten Broadwood , befahi Lord Roberts dem General French, mit den bsibcir ubrigen Kavalleriebrigaden zur Unierstüßung der „9. Dibisxbiinachzu: folgen. Um 2 Uhr Nachmittags_ tng die 9. Dibision (zm Schauplaß des Gefechts ein. _Die “Git"irke dkis Femdes Wird auf 8000 bis 10000 Mann mit Gsschußen, uber deren Zahl nichts bekannt ist, geschäßt. ,
Das „Reuter'schc Bureau“ berichtet aus Bushmanskop vom 1. d. M., daß die Buren bis _zum Sonntag früh an der Stätte des Kampfes geblieben seien, 001111 hätte_n fie sich zurückgezogen, nachdem sie gesehen, daß die en lischen Pa;- trouiilen alle englischen Vcrwunbeten, die gui ver orgt worden waren, auf efunden hätten. Dix: Bizren seien vqn Reich- mann beßchiigi gewesen. Sie hatten auch dre fremden Miiitäratiachés, die bei ihnen gewesen, zurückgelassen. Dsr eine von ihncn, der Niederländer Nix, sei schwcx verwundet worden.
Nach einer Meldung desselben Bareaus aus Kimberley vom Sonntag stehen 100 Buren bei Boetsap, 700 bci Witrand nördlich von Kiipdam und etwa 6000 längs des Vaalflusses von Fouricenstreams bis Cbristiana.
Das „Neuicr'sche Bureau“ erfährt: über den genauen Weg, welchen die nach Rhodesien bestimmten Truppen unter Oberst Carrington einschlaakn sollten, sei noch keine endgültige Be- stimmung gctroffsn. Für den Fall aber, daß die Betscbuana: Land-Eiscnbabn noch nicht wieder für den Verkehr offen sein sollte, sei aller GrUlld zu der Annahme vorhandtxn, daß die Truppe von Beira aus auf dcr Balmlinie Beira- Umiaii-Salisburr) dorthin werde geschafft werden. Das „Reutcr'sche Barsan“ bemerkt dazu, der mit Portugal be- stehende Vertrag gesiaiie, daß die Truppen Carrington's von BAW aus nach Rhodesicn transportiert wzrben könnten.
Parlamentarische Nackxrichten.
Graf Karl zu Isenburg und Büdingen auf Mierholz, Mitgiicd des Herrenhauses, ist am 30. v. M. gestorben.
Statistik und Volkswirthschast.
Statistik der zum Ressort des preußischen Ministeriums des Innern gehörenden Strafanstalten und Gefängnisse,
_Die Verwaiiung des Gcfänanißwesens ifi in Preußsn bekarmtlicb zwiicben dem Yiiniiierium des Innern und_dcm Justiz-Minisierium getbeilt. Uitdkk Dex Verwaitung des Ministeriums des Innern fiebsn 34 Sirxfaniialten zur Aufnzbme dc“: zu Zuckyibaussiraic Ver- urtbeilten und 18 größarc Gefängnisse ]Uk Aufnabme von Gefänsznißq Haft- und Untersuchungsgefangenen. Von diesen 52 Anstali-xn enthielten am 31. März 1899 nach der soeben erschienenen „Statistik der ziim Ressort des Königiicb breußiscbenMinisteriums des Innern gebbrendm Strafansiaiten und Gefängnisse für den 1. Avril 1898/99“ (Druckerei der Strafansialis-Vcrwaltung in Berlin) 800 bis 900 Gefanaene 1, 700 bis 860 Gefangene 3, 600 bis 700 Gefangene 8, 50) bis 600 Gefangene 12, 400 bis 500 Gsfangene 14, 30.) bis 400 G3- fangen'e 4, 200 bis 300 Gefansene 4, 100 bis 200 G2- fangene 6 Anstalten. Die Zahl der in diesen 52 Anstalten detinierien Gefangenen betrug am 1. Abril 1893 24 301, am 31. Marz 1899 24 648, also 347 m_ebr. Ferner unisrsieben dem Miriisieriuzn dxs Innern in dem sranzöfixcbrecbtlichen Theile dsr Rbembrovrnz dr: sogenanntxnKantongefängniffe, welcbe dieamisgeri-bi- lichen Diersuckounzs- und Hxii- sowie diejénigen Geiängniß efangknsn, derexi Sirafdauer 14 Tage nicht übersteigt, aufnebrn-xn. Ybre thl betraxit 73, _ibrc Belé'gfäbigkeit schwankt zwischen _3 und 40 Köpfen. Am 31. Marz 1899 waren in denselben 331 Gasangene vmbanden. _ Außerdßm untxrsiehen dem Ministerium des Innern 5 Erziehungs- anstalien HZ Jaqcnditche im Alter tion 12 bis 18 beren, die nach § 56 des Sixafgciejzbucbs für das Deutsche Reich wegcn mnxgelnder Emmi" steigUbw-„ben und_der waxtJIIrzi-zbung übxrwiesen sind. In diesen waren am 31."Marz1899 582 Zöglinge uniergsbcaibi. Der Minister des Innan fuhrt auch die Aufsicht über die Zwangserzikbung der Kinder, welcbe bo: d::n voilenbcten 12. Lebenijbre eine strafbare Handlung begangen haben und nah § 55 des Strafgeseßbuchs und dem Geseße_ bom,13. Marz 1878 den Provinzialvxcbäiidm zur Zwang?- erziebng uberwusen sind, sowie die Aussies)! üb:r die Provinzial- Korrektionsanstaiten. , _ ,
Dem Jusiij-Mtnisterium sind 1030 Gefängnisse unterstellt, Welche zur Aufnabme bon Uixtersurbungs- und Straigkfangenen (©2- fängni strafe, Haft und gescbarfte Haft) dienen. Zuchibauksträfiinge sind ier gänzlich auSgeicbloffen. _Von den Anstalten der Justiz- verwaltung enthielten im Jahre 1898/99: 1000 und inkl): Gefangsnk4, 900 bis 1000 Gefangene 0, 800 bis 900 foanqenx 0, 700 bis 800 Gefangene 2, 600 vis 700 Gefangene 1 , 500 bis 600 Ge- fangcne 4, 400 bis 500 Gefangene 1, 300 bis 400 Gefangrn: 6, 200 bis 300 Gefangene 17,_ 100 bis 200 Gsfangene 43, 50 bis 100 Gefangene 61, unter 50 Gefangene 891 Anstalten. Die Zahl der in dtefxn Anstalten definietten Gefangenen betrug im täglichen Dumb- schniii 33 018. » NMstebende siaiistische Miitheilunaen beziehen sich nur auf die Straianfialtcn und Zrößkren Geiängniffe in der Ver- waltung des Ministeriums des Innern. . .
Die der Gesc111chaft besonders gefährliche Kriminalität stellt sich in den Zuchtbausgefangenen bar. Jbre Gesammizabl belief sich im Jahre 1898/99 aaf 23 464, gegen 30 531 im Jahre 1881/82 und 28 577 im Jahre 1869, und war die kleinste in dem Zeitraum seit 1869. Der tägliche D4rchschuiitsbestanb betrug 16 151, die Zahl des Zugangs 5826. Auf 10000 Köpfe der 18 Jahre und darüber alten Bevölke- rung des vkLULkscbkn Staats kamen in Zugang 3,22. Es ergiebt sich aus der Statikek des Bestandes an 3achtbauSaefangenen, daß die schwere Kriminalität vom Jahre 1869 bis 1871 gesunken, dann ziemliÖ konstantbis zum Jahre 1881/82 gestiegen und dann ebenso konstant gefallen ist, soda sie im Jahre 1898/99 um 31,5 % günstiger steht als im Jahre 1 69 und um 46,5 % günstiger als im Jahre 1881/82. Auth die abl der Vocbesicaften unter den uchtbaquaugenm ist seit dem abr: 1892/93 gesunken, sowohl die ab! der orbefiraften überhaupt, als auch die der web; als dreimal orbestcafien. Die Ge- sammnabl der ZugäUJe an Zuchthaus efangenen betrug 4954 Männer (gegen 6246 1. I. 1 92/93) mid 8 2 (1288) Frauen. Darunter
676 (1005) Frauen oder 77,52 (78,03) %, mehr als dreimal vorbe- straft 3470 (4194) Männer oder 70,04 (67,15) % und 554 (777) Frauen oder 63,53 (60,33) 0/9. Seit dem 1. Oktober 1894 werden für Zuchthau89efangchne, welcbe wenigfiens drei Freiheitsstrafen (Zuchthaus, Gefänantß, Korrektionsnachbaft verbüßt haben, Zähl- karten ausbefüat, welche über Herkunft, orleben und persönliche Verhältnis: dieser P'rsonen eingebenden Aufschluß geben. Die Gesammiiabl dieser Personen am 1. Oktober “1894 und des Zugangs bis zum 31. März 1898 belief sich auf 18 289 Männer und 3060 Frauen. Von diesen 21349 Gekanzenen batten 6117 bereits 3 bis 5, 8801 6 bis 10, 6012 11 bis 30 und 416 sogar mehr als 30 Freiheitsstraien erlitten; 1357 batten bei Begehung ihrer ersten Straftbat im Ritex von noch nicht 14 Jahren, 5900 im Alter von 14 bis 18, 8931 im Alter von 18 bis 25, “5132 im Alter Von 25 Jahren und darüber gestanden; bei 29 G-“fanqenen war das Alter un6ekanni geblieben. Bei nicht wenigxr als 20 090, nämlich 17 270 Mannern und 2820 rauen, wu nach dem Gutachten der Anstalts- beamien d-2c Rückfa nach der Entxaffuna wahrscbeiniich, bei 731 zwxifelbait und nur bei 526 unwahrscheinlich. - Von den Z-igängen kamen, nacb Altersklaffen beribeilt. aui 1810000 Köpfe der freien Bevölkeruna in der betreffenden Altersklasse: im Alter von 18 bis unter 21 Jahren 2,21 (1894/95 2,63) Zuchibau3gefachgxnch von 21 bis unter 25 Jahren 3,44 (4.47). von 25 bis unter 30 Jahren 4,09 (5,88), von 30 bis unter 40 Jahren 3 86 (5,26), von 40 bis unter 50 Jabrén 3,58 (4.55), von 50 bis 511116! 60 Jahren 2.35 (3,22), von 60 bis unter 70 Jabren 1,26 (157). im Alter von 70 Jahren und darüber 0,50 (0,58) Zuchthausgefangene.
Einzelzellen waren vorbmden: in den 34 Strafanstaltén 4652 für darchscbniiiliä; 16151 Zuchthauszzefangene od-zr 28,8%, in _den 18 größeren foängniff-n 3908 für durcbschniiili-F.) 816)" Gefangene oder 47,9 %. Ssit dem Jahre 1869 ist bis bel be: Zellen von 3247 auf 8560 Vermehrt. Fü: die Oenußung dec Einzelzeüen gelien fbigxnds Regeln: Ja den Straf- ansi.“-lten soÜen Vor allen die jüngbren (18-30 Jahre aiien) Gefanaenen und von dxn (ilteren die m):!) nichi wikderbolt borbsstcafisn ibre Strafe in Eimelbait bszüßexi. In den Gsfängniffsn sini) zunäch*i di.“? Untsrsuchungs,]exan42nen, dann die iugsndlichxn (12 bis 18 Jabre alten), dann die jüngeren (18 bis 30 Jahre alten), dann die ältiren, noch nicht wiednbolt bor- bxstraiien in dex ZEUS zu ballen. Mit Rücksicht darauf find dre Einliefarungsoesiimmungen so getroffsn, daß die Z-xllengefäng- nisse nur für di? jünqexen foanzcnen bestimmt sind. Usbar die Dauer. der Emlebaft bsiiimmi de'." Vorsteher der Anstalt nach An- böruna der Konferenz der Oösrbeamisn. Soil sl? bsi jugxnblicbsn über 3 Monate ausgedehnt Werdsn, i_b ist bis Gincbmisung dkr Aufsichts- behörde Erfordériicb. Von den Entlaménki] waren in Einjelbaft im Ganxsn in _de;; Strafanstalten 34,6 9/0, in den Gkiängniffen 51,8 0/0 VW biessn bexanden sicb im Aitsr unter 18 Jabcen (in 01311 Gefängniffén) 89,8 % byn 18 bis 1171121" 25 beren in den Strafanstaltsn 86.3, in den (G3- imgniffen 93,4 Aq, von 25 Ja-Hren und darüber nicht msbrfach b):- bxstraft 355 und 47,8 0/„ mehrsack) borbesiraii 22,6 und 211%.
Von der Gesammtzabl der 20 399 männlich Zabtbaus- Leiangenen erhielten 7823 oder 38,3 % wäbcend der Hifi Diöziblinar-
trafen. 61,7 % lieb?" straffrei. 1151181“ 19092 Straffäüxn b:- fanben 1135 9 wegén tbätiicher Widkrseylicbksit. Von der Gesammt- zabl der 3065 weiblichen Zuobtbausgefangenen wurden 1178 0523 38,4 % bestraft, 61,6 0/0 blieben straffrei. - Für Ziichtbaxisgefangeri€, die von Zibilgcrichten vernitbeili waren, wurden 166 Anträgx (mf boriäufige Entlassunq_geste11i, bon dieen wurden 48 oder 25,9 13/9 gs- nebmigt; für Militäriträflinxe wurde:! 8 AnträJe gestellt und 7 oder 87,5 0/9 genehmiai. Auf 7404 Entlaffuna-n bon ZUÖTHLUÖJCfCKJMLU kamen 55 vorläufige Entl-xffunqen oder 0,76 0/0. _- Wxis die Ver- pflegung der Gefangenen betrifft, so_ verhält sich in der täglichen Kosi das animaliscbe zu dem vegetabiliichn Eiweiß ungefähr wie 1:3. Die Kosten der Gefangenenverbfixgung betragen für den Kopf und Tag 30,7 H; Aus den Arbeitsvelobnungen können sich dix: G3- fangenen Zuiaiznabrungsmiitel beschaff€n,_doch darf der dafür aufzu- wendende Betrag nicbi mehr als 5 „3 für den Tag betragen. Auf- gewendet sind im Durchschnitt fü: den Kobf und Tag 1,4 „3. _ Die? bel der für Unternehmerbetriébc beschäftigten Ge- fangenen iii seit dem bere 1869 bon 73 auf 45,7 0,10 vermindert.
Die Eiimabmen aus dSijL'siLJlLUUx] dsc zum Rsffort des Miniitxriums des Jnmxrn akböctgkn Strafanstaltan und (Gefängnis? bxtrugen im Berichtsjabre 1893/99 1982 046 und 643 929 «16. Pro Kopf uni) TIF 32,9 und 22,645, zusammxn 2625 975 «16. oder 29,6 „3 bro Kopf Und Tag. die AUJJÜÖLU 5435 248 und 2683855 „Fü, Vro Kopf und Ta.; 90,3 und 94,2 „3, zusammen 8124103 „14 bezw. 91,5 „5. Dkk Unterbaltunqözuichuß aus Staatsfonds betrug daber 3453 202 und 2044 927 „44. pro Kopf und T),; 57,4 und 71,6 „3, zukammcn 5498129 .“ bezw. 61,9 „g.
Die (Héfang-msn unter 30 Jabrxix erbalien in der que[ Unter- ricbt in den Gégénständen de: 2301131591118, iyweit sie deffkn noch 5?- dürfen. Di! Jggendlicben babcxi wöchent1ich mehr Sibuisiunbx'n als die Erwaibjenen. Jeder Gsiangens bat eine Bibsl Oder ein Neues Testament mit Psalmkn. ein kirchliches Geiangbucb, di-: SÖüler haben außerdem bis eingkxübrtxn _Sckyuibüxber in itändigxm Befiß; dazu wird ihnen wöcbsntiich wécbxelnd ein Buch b;!ebrknden over untkrbaltex-xdkn Inhalts verabrsicbt. Die Füriorge für die Ent- lassxncn ist durch den gemeinsamen Eriaß der Mmiiter des Innern, der Justiz und des Kultus vom 13. Juni 1895 gereaelt. NW den eingxaangenen Berichtén wächst das Jntereffsjür die Fücsor,;k.
Die gleichfa118 061: Aufsicht des Ministers des Innern unter-
stebcnde Zwangscrziebuna erfolgt exiivsber auf Grund des § 55 dss Strafgeseizbuchs für Straiunmündigc, die vor voilendetkm 12. becnijbre eine in den Sirafgesesen mit Strafe bedrohte Haiidlung b&mnaen haben. oder auf Grund des § 56 für die wegen mangelnder (Einsicht freigesprocbsnkn bedingt Strafmündigxn (im Alter bon 12 bis 184Jabren). I)ie Zwangserziebung der Jugendlichen Stiick Art lieg! din Provinzialb:rbän0en ob, der Sint trägt zu den Kosten die Hälfte bei. Die Zahl solcher ZwangSzöglingc betrug Ende März 1899 10 759. Dabon waren in Familien unterqsbracbi 5188, in Pcibaiansiaxtén 4195, in öffentliä'oxn Anstalten 1376. Die bicrburch entstandenen Kosisn betrugen 1564505 „44, davon_ 781919 ./6 zu Lasikn des Staats. Die Zwangs-xrziebung dk? freigekprochensn bedingt strafmündigen, über 12 Jabre 011611 Jugendlichen liegt dem Stam ob, zuibrérDurebfübrungfindfünf Siaatsanstaltxn eingerichtet. Außerdem werden auch Prwaianstalten zur Unterbringung naincntlicb der Zözlinge unter 14 Jahren. benu t. Die ZwangSerzieb-img beginnt in der Regel in einer Ymiali; ?obald die Zwecke der Erziehung es erlauben, werden die Zöglinge der Axistaitserziebunxé entnommen und in„«brvrrbältni9e odsr Gesindebienst oder in Fam lien untergebracht. DLS Entlassung aus dsx: Anstaliseniebung ist imm:r eine Vorläufiße; bi: Zöglinge bleiben wahrend dieser Zsit untkr der Aufsicht der An- iiaitSborsiebxr, jsdoch nicht über das zwanzigste Lebensjahr hinaus. Die Zahl diefer Zwanasiöglinge beixug End: März 1899 582, die durch sic verursackpten K&sten beliefen? sick) auf 230317 „45 - In den 24 von den Provinzialverwaltungen unterhaltenen Arbeitsbäusern (KorrektionSnnsialten) waren Ende März 1899 7491 männliche und 1149 weibliche, zusammen 8640 nach § 361 Nr. 3 bis 8 des Straf- aessßbucbs beruribeilte und auf Grund des § 362 der Landespolizei- bebörde überwiesene ersonen untergebracht. Im Ganzen waren an verbrecherisch2n PersonenEndxMärz1899 untekgzbrachi: in den Strafanstalten des Ministeriums des Innern 16 060, in den größeren Gefängnissen des Ministeriums des Innern 8588, in den kleinen Gefängnissen des Ministeriums des Innern 331, in der Zwangserjiebung nacb § 55 10 759, in der ZwangScrziebung nach § 56 582 und in den Korrektionsbäuiern 8640, zusammen in den der Verwaltung des Innern unterstehenden Strafanstalten Ic. 44 960 Personen.
Zur Arbeiterbewegung.
Die Lobnbewcgung der Einscßer in Berlin ist, wie die „Vo . Ztg.“ mittbeilt, durch die Vermittelung des Gewetbxqerickots
waren vorbestraft 4320 (5320) Männer oder 87,20 (85,17) '/0 und
daß die" jeßigen Zufiände bestehen bleiben. _ Der ArbeitSnacbweis der Arbeitnehmer ift'anerkannt worden. (Vergl. Nr. 23. 1). B1.)
Die Leipziger Textilarbeiter beiderlei Geschlechts baden nch der, „255. Ztg.“ am 31. b. M. beschlossen, die Hirabseyung der btsbkr Vielfa-Ib noch 11 Stunden bktragenben täglichen ArbeitSFeit auf 10 Stunden zu verlangen und diese Forderung den Arbeitgebern [christlich our umgebenden Erklärung zu unterbreiten.
In Hamburg haben. der ,.Rb.-W. Zig.“ zufolge, die Taxa,“- meterkutscber in einer Versammlung beichsoffen, bei allen Fuhr- nxxrksbesiZ-r-n, wxickoe die gestellten Forderun en (Lobnérthbunß u. s. w.) nicht benxilligen, die Arbeit einzusiallxn. ??rn Sonnabend Vormittag sind berxtts etwa 200 Taxameieckuticber in den Ausstand getreten.
Kunst und Wissenschaft.
Jm Königiichen Kunsigcwerbe-Museum ist zur Zeit eine Schxiftsaazmlung des Mains Ansgar Schoppmeyer, Lzbrers fur Schriftzeicb'kn an der UnterrichtSanstalt des Maséums, ausgestellt, wcklche wivbbl m wiffenscbaftlicbsr wie kinstleriscbxr Hinficht Jniereffe bietet. Sie „enthält gxtreue farbige Kopien von Jnitialxn und Minia- turen aus miiieialterlicb-“n Bil_dsrbandschrifi€n und giebt zugleii) auf 460 Tafeln eme Uebsxsicbt uber das gesammte Schriftweien des“ 16. Jabrbundsrts.
Im Verein für deutsches Kunstgewerbe hielt Direktor Dr. P. Jessen born Knustiewsrbe-Museum in der Sisuug vom 28. 1). M einm Vortrag über das THEM: .Was heißt mobe_rn in Architektur und Kunsthandwerk?“ Bei E31Vrach€11 i_"zbsr _bikdknde Kunst bflkge beute di? erste Fragz zu_ _?ein; W213 balt-m Sie bon moöernir Kunst? Man vxrftandige fish abcr meist nicht borbxr darüber, was man unier myderiier Kunst meine, und das sei bis Quell? bielcr Mißversiandntffe, vor allem in Being auf diejenigen Künste, bei denen iiicht das Vecbäitniß sur Natur eine Art bon Maßstaö ab- Ybe, bei den Naumküaiien: di:: _A:chitckiur und dem Kunsigkwerbe. * „is Wxi ,mooern' sag€ garnichts, dsnn es 781 schon vor Jabr- bunbeitcn bcnusiworden, wsnn die Künsiisr etwas von dim Bisbsrigen Y_bivsicbenbes zuichiffcn geglaiibt hätten; das Wort sei niemals als ein Schulbkgriff, ein Programm gébrauch worden. Es sei nicht leicht, Has Gemeinsarpe für ein: R1chtang zu findc-kn, die schon vor LiiiCm ?Yenicbenaiter m Englarxd angxseßt babs und seitdem in verschiedenen Landern und an dxn vxrjchi€dsnsten Yuigabsn sebr mannigfachx Formen angenommeg babe. MTU babe gejagt, das Wxsen dieser Bswegnng fei dsx-Hxx; gegen ailss Alis, gsgen alles Historiichs, gegen alle Txaizitton.„Abex das fön»: wohl nicht zutrkffen. Die englischen Kuniisarbaitén 13 «ng „an die Gotbik angeknüpft; die Sä,)önixeit der aiim Kunst i_öi nczmals be,;cisii'ri-Zr gkicisrt morden als von den' Vorkaxnbfkrn ber bxuiigcn Bewsgung; auch biklten aexabx die Kuaiibistorike: und 'die bksten Könnkk alter Kunst, Z::t 0an Ausgabuii', 38 ihr. Das meeiniamc sei nicht der Wider- brusb ?xgsn die alte Kunst, sobdzrn gegen die Art, wie die alte Kunst iin V6? ;uf des 19. Jahrhunderts auM-xbeutei worden sei. Man habe die 61151: Metitsr und Vorbilder nicbi nach ihrem Wsscn. sonde'rn nach ihren außerxn Formen gefchä!t 11110 nacbgkabmi; man habe das Oriiamxiit als di? Haubisache ange eben, 23 [OZßelöst Von seinemKéru, dabei: „sexén die Rxsiiiiate bei; bisherigén kunfigkwsrblilhkn Arbrit so i_txivcfciebxgend. Die mossrne Raiimkunst chara'kierifiere sich dem 939611- uvcc bnrxh das Bssireben, die UWÜLU chnbbadinaungen aller anhi- tekwmicbsn Uiid banerkii-bkn Atbxii, bie Rückücbr auf Zweck, éNatIxi-al uni? Tschnik _121 den Vorbscgrund zu rücken. SiS begnügt sich nicht damit, eriiöse bagsgen zu vermeiden, nein, die modsrne Kunst fuchs si: pbsiiisz'a berkaribsn, aus dem Baubroxxramm und aas_ den schönen Stoffen des Handwerks unmittelbar Neues zu icbaffen. Wer daran unexmüdlicb arbeite, komme von sslbft auf gewxffe fyrmale Tendenzsn, die wieder den beuti en Raumkünsten gentkinfam seien: groß? Maßstäbe, Konzentralion, * 637161 von Ruhe und" Bewegun , Farbe. Erst in weitem Abstand, wenn aUe diese An- spruchs byeda t icien, dürften die Zierformen folgen. Es iei ein schlimmes Z:ichcn, daß so viele Laien und Aus- fubrenixe auch im modsrncn Ornament nur die Détails, die Schnörkei sebbn und pflégen. Weil die NaOabmung der_,a[ten Silke Uns nich befriedigt babe, dürfe? man jetzt nicht foxbern: “keine alien Ornamsntk, sondkrn newx; biklmxbr müffe es beißen: nicbt zi! viele Ornameizte, sondem weniqei! Dissen ,“.emeinsamen Zn,; ailer ernsthaften und fciicben heutigen Raumkunst bklegieRedner durch 6171? Reihe bon in Lichtbildern borgciübrtkn Mustern. In der gotbisierenben Kunst dsr Engländer, in der heutigen deutschen Baukunst, ob fie six) enger an das Alia anlébns obxr in freieren F?rmen schaffe, in den Eisenbauten und Möbeln der blaemiscben Kunstler, ".' den dékoratioen Schöpfungen unsirkr großen Maler sei derselbe Geist lebendig: die Abkehr born Schnörkel, die Verklärung von Zwexk und Stoff, der Zug zur großen Kunst. In diesem Zeichen werde die moderne Raumkanst auch die Widerstände besiegen, bie imtwksknilicben aus der mangelnden Geschmacksbildung und Kunst- erz:xbung des Volkes ersicben.
Sixt? der hervorragendiien Schöpfungen dis Münchenzr Malers Gibriel Max isi an:rfanntermaßen sein Gémäide „Christus als Arzt“, welches nach dem Text der Evangelien (Marcus 17, 35-43, Liicas 7111, 49-56, Mattbaeus [IT, 24, 25) die Auferweckung des tobten Töchterixins des Jairus schildert. Von diesem Gemälde ist im Verlage der Katiexltcben urid Königlichen Hof-Kunstbandlung bon Nicolaus Lehmann in Prag eine groß“,“, Vorzüglich ausgeführte Grabüre(B11dzröße 47-69 cm, Karton röß: 90 0111 hoch und 120 011] brxii, Preis 30 W) erschienen, die im reiter von Blechinger u. Leykauf in Wien berg?- sixlli worden ist. Das Bild zeigt den Heiland gleick) einem mitleid- voiicn Arzt an dem Lager ßend, auf- w:lchrm das liebliche Madchen rubt. Datch bie Berü rung des Hxiiands, welcher die Hand dks Kindks m der seinsn bält, giaubt man O_euilicb das been zurück- kehren, die Auaenlib-“xr und Libyan sich öffnen zu [eben und die Worie Jesu zu hören:__.2)iägdlein, ich sage Dic, stehe auf!“ _ Zugleich mit der göttlichen Ssnbimg Christi vxrberrlicbt das Bild auch den Humanen Beruf des Arztes und eignei sich 55er insbesondere zum Wand- schmuck fiir Warie- und OrkinationSzimmec, Saqaiorien und Kranken- häuser. Hier wird es seine Wirkung, Vsrtrauxn in (Gott zu erwecken, dem Kranken, dLr kiopiendsn HItzens auf den Ausspruch des Arztes, seitieerRaib und seine Hilfe wartet, frohe Hoffnung zu geben, nicht verie en.
Gesundheitsivesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Der Ausbruch und das Erlöschen der Maul- und Klauenseuche untxr Rindern ist dem Kgiserlicben Gesundheits- 6111569611858! worden vom SchlachtrViehbost zu München am . pri.
Spanien. Durch Minifierialerkaß vom 25. v. M. find die noch bestehenden Einfubrbescbränkung-Ln für Herkünfte aus Portugal aufgehoben worden. (ergl. ,R.-An5.' Nr. 303 vom 23. Dezember v. J.)
Sydney, 3. April. (W. T. B.) Visbek sind hier im Ganzen 70 Personen an der Pest erkranlt und 20 daran gestorben. Das Gebiet der Quarantäneanstalt ifi vxrgrößnt worden.
Verbingungeu im Auölande.
Spanien. 6. April, 114 Ubr. (Gleichzeitig bei der Verwaltung der König- lichen Ykünje (b";ibrica naojonal 60 19. Yousäa )' Pimbrs) m
beend gt worden. Meister und Gesellen haben sich dahin geeinigt,
Madrid und bei der Finanzdelegaiion der Provinz Barcelona (Osia-
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