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Präßdent Waldeck : Rousseau erinnerte daran, daß die Kammer fünfmal seiner Politik zugestimmt habe, und wies auf die Nüßlichkeit der von der Re- ierung eingebrachten, gegen die unleidlicben Be-
trebungen der religiösen Vereini ungen gerichteten Vor- lagen hin. Die Regierung babe ie alten republikanischen Traditionen wieder aufgenommen, und ihre Bemühungen seit 10 Monaten seien nicht vergebens gewesen, das Land sei ruhig, die Ausstellung werde beweisen, daß der innere Friede wieder hergesiclit sei. Der Minister: Präsident mies schließlich auf die Beseßung von Tuat Hin, sprach sich für den Geseßeniwurf, betreffend die Kolonialarmee, aus und brachte eine Vorlage ein, welche den Ausbau der VertbeidigungSmiitel an den Küsten und in den Kolonien be- zwrckt. Der Deputirte Berieaux beantra ie, daß die Rede des 9]iini]ter:Vräfidenten öffentlich angeich agen werde. Der Dcputirte Méline warf dem Minister:Präfidentrn vor, daß er von seinen alten Grundsäßrn abgewichen sei, daß er Millerand einen Überwiegenden Einfluß im Kabinct gswc'ibre und fick) drm Sozialiswris gefäÜig zeige. Das and wcis: eine derartige Politik zarück. Die Kammer beschloß hierauf mit 286 gegen 211 Skimmen, daß die Rede des Minister-Präfidrnten öffentlich angeschlagen werde, und trat sodann in die Spezialdebatte über das Budget ein.
Belgien.
In der gestrigen Sißung der Repräsrn'tantrnk'ammer verlas, wie „W. T V.““ meldet„ der Mrnrster-Präsrdent de Smet de Naericr eine Mittheilung, zufolge wclcher der König aÜc seine unbeweglichen (Hüter dem Lande zum Geschenk macht. Die Rechte hörte die _Verlesung, welche vom Hause mit anhaltendem Beifall begrußi wurde, stehend an. Der Kammer wurde dann ein besonderer Grieß- entwurf, betreffend die Annahme der Schenkung des Kdniqs, vorgelegt. Der Vorlage ist das nachitrhcnde Schreiben des Königs an den Minister des Innern beigrfugt:
Aus Anlaß meines 65. (Geburtstags liegt es mir am Herzsn, d-m Staate diejenigen meinrr Besißunarn zu überweisen, die zur Annrbm- lichkei1 und Schönheit dsr Oertlicbkritén, wo fie gciegcn sind, bei- traan. Von dem Wunsche beserlt, diriea Gütern ibre Bestimmung, die Umgebung zu bsrichönern, zu rrbaitzn, babe ich ständig darüber bewacht, daß si? durch keinerlei Bauten, die ihre Eigenart vrräudern könnten, verunstaitkt würden. Es wäre bedaurxlich, wrnn nach mir diese ihre Bestimmung zum Schaden des Lindicha'tsbildes und dar Grsundbeit verscbirdkner bebblkerter Bezirke zu nichte würde. In der Ueberzeugung, daß es sich emdikble. daß diese Güter dem LGde 92- bö'sn, babe ich beschlossen, fizBrlgien darzubieixn, und bitte Sie, die beiliegende Schrnkungs-Urkunre drn Kammern zu unterbreiten.
Rumänien.
Jm Senat interpeUierte, dem „W. _T. B.“ zufolge, gestern der Senator MajorcScd (Janimijt) über die An: grlegenheit Hallier und beantragte eine parlamentarische Untersuchung. Nach Erwiderungen der Minister Labdvary und JoneSco ging das Haus zur Tagesordnung über.
Afrika.
Eine Drpesche des Feldmarschaüs Lord Robsris aus Bloemfontein vom 10. d, M. besagt: Der Feind war in deen leßtcn Tagen sehr tbätig; „ein Kommando steht nordlich vdm Oranjrfluß nicht weit von Aliwal North, ein anderes greift die: Garnison von erpcner an, dir fich srbr tavfrr hält und den Buren gestern schwere Verluste: zugefügt bat. _ Drr „Times“ zufolge beitrbt die britische Truppcnabtheilung bei Weppener aus 400 Mann.
In einem weiteren Telegramm des Feldmaricha11s Lord Roberts vom gestrigen Tage heißt es: Der General Sir Redders Buller melde, daß der Feind am 10. d. M. seinen rechten Flügel angegriffen habe, als derselbe seine SteÜung ändrrte. Die britische Artilierie habe jrdoch die (Heschiiße der Buren zum Schweigen gebracht. Die Buren hätten den An- griff nicht erneuert. Die britischrn Verluste beliefen fick) auf 4 Todte und 8 Verwundete.
Urbcr den Verlauf dicsrs Gefechts mrldet das „Reuter'sche Bureau“ ausLadysmitb: Die Buren eröffneten am10. d. M. in friiher Morgsnstunde das Feuer und warfen von drei weit von eincmder grtrrnnten Stellungen Granatxn in das britische Lager bei Elandslgagte, richteten ]edock) keinen Schaden an. Die Geschosse fielen in das FreiwiUigemLager. Kavallerie, berittene Infanterie und Infanterie rückten zur Rekognosiierung aus und fanden den Feind in großer Stärke gut vrrfcbanzt. Die Schiffsgcschüße erwidertcn das Feuer der Buren. Unterdcsien versuchten die Buren eine Flanken- bewcgung zur Rechten und Linken der britischen Truppen, die aber durch das Feuer der lcßtcren verhindert wurdr. Zwei bei der Bcdicnung dcr Geicbüße tbätige Matrosen sind efaUen; auch babrn die Engländer noch einige weitere Ver- uiie erlitten. Gerüchtweiie heißt es, daß eine Buren- Abtheilung südwestlich von Elandslaagte aufgetaucht sei.
Aus Colcsberg vom 11. d. M. berichtetdas „Reuter'sche Bureau“, der Feldmarschall Lord Roberts habe angesichts der Unruhen an der Grenze eine Proklamation erlassen, in welcher er dichwobncr der nördlichr_n Distrikte der Kavkolonie darauf hinwrise, daß er gcgen wertete Akte von Feindselig- keit keine Milde, sondern die äußerste Strenge des Krichrecbts in Anwendung bringen werde. “
Nicht der General Chermside, wie gestern gemeldet worden war, sondern der General Pole Carew ist zum Nachfolger des Generals (Hatacre ernannt worden.
Dem „Standard“ wird aus Durban vom 11. d. M. gemeldet: Eine ganze Brigade ist von Natal abgegangen, um zu den Truppen des Feldmarschaüs Lord Roberts zu stoßen. Zwei weitere Regimenter schiffen sich heute ein. Der General
rrnter wird das Kommando über die Brigade übernehmen.
Nach einer Meldung aus Simonstown beabfichtigen die britischen Behörden, die gefangenen Buren sobald als möglich nach St. Helena zu schaffen, im die für die Ver- sorgung derselben ungünstigen Verhältnisse tägli von neuem Y): Tage träten. Den,„Daily News“ zufolge fin bereits am
ietsstag 400 Buren in Kapstadt nach St. Helena cingeschifft wor en.
Dem britischen Kolonialamt find, wie „W. T. B.“ erfährt, sehr beruhigende Nachrichten aus Kumassi zu- gechngen. Die telegraphische Verbindung ist wieder hergestellt wor en.
Nr. 15 der .Veröf-feutlirbungen des Kaiserli en Ce- sundbeitsamis' vom 11. April hat folgenden Inhalt: ersonal- Nachrichten. _ Gesundheitsstand vnd Gang der Volkskrankheiten. _ Zeitweilige Maßregeln gegen . _ Desgl. gegen Gelbfieber. _ Gesetzgebung u. s. w. (Preußen. Berlin.) Kinderarbeit. _ (Reg.- Bez. PotSdam.) Bauarbeiter._ Vieb- und Fleischbeschauer. _ (Reg.- Bez. SchleSinl) Hackfleisch. _ (Mecklenburg-Schwerin.) Schweine- rotblauf. _ ( nhalt.) Tuberkulöie Schlachttbiere. _ (Hamburg.) Medizinal-Ordnuug. _ Hebammen-Ordnung. _ (Oesterreich) Rigo- rosen-Ordnung. _ Kinderschuß. _ (Böhmen.) Hebammenwesen. _ (Steiermark.) Veweaung der Bevölkerung. _ (Kärnten.) Trink- wasser. _ (Krain) Diphtherie. _ (Belgien.) Schiffe. _ (Nieder- lande.) Sanitäts-Neglement. _ (Gang der Tbierseuchen imDeutscben Reiche, 31. März. _ Desgl. in Dänemark, 4. Vierteljahr. _ Zeitweilize Maßregeln gegei? Tbierseucben. (Preußen. Riza.-
*Bezirke Breslau, Hildesheim, Düsseldorf, Sigmaringen, Sacbien,
Cisaß-Lotbringen, Schiveiz, Rußland, Argentinicn.) _ Vrrbandlmxgen bon geseygebenden Körperschaften". (Deutichés Reich.) Gemeinqefabr- liche Krankheiten. _ Vrrmischtcs. (Preußen. Breslau.) Kanali- sation, 1898/99. _ (Frankreiä). Seine-Departement.) Gesundbeits- mtb. 1898. _ (Britiscb-Ostindien. Kalkutta.) Pest, 1898. _ (Ver- einigte Staaten von Amerika.) Todesursachen. _ (Indiana.) Sterb- lickokeit, 1897/98. _ Geschenkliite. _ Wocbentabelle über die Sterbe- fälie in deutscher. Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. _Desle. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankun en in Kranken- häusern deutscher Großstädte. _ Desgl. rn druts en Stadt- und Landbezirken. _ Witterung. _ Brilage: (Hericbtlicb: Enticbeidungkn, betr. den Verkehr mit Nahrungsmitteln (Butter, Kunstbutier, Fett).
Statistik und Volkswirthsthast.
Zur Statistik rückfälliger Verbrecher in Preußen.
Die Statistik dxr Rückfälligkeit gebört zu den wichtigsten Theilen der Kriminalstatiftik. Ein besonderes Interrffe unter den Rückfälligeu wiederum beanspruchen die „Berufsvxrbrecbrr', dirjenigen Elemente, von welchen man sick) nicht nur verrinzelter, wenn auch wiederholter Vsrstöße gegen die Rschtsordnung, sondern eines andauernden Ver- haltens von der Art zu bersebrn bai, daß ihre ganze Existenz als eine „antisoziale', armeinschädiiche betrachtet werden_muß. Schon dir annähernde Feststellung der Anzabl dieser Peridnen ist von Wichtigkeit. Weiterhin können Untersuchungen über ihren Lebens- gang und ibre gesammten persönlichen Vrrbältniffe nicht nur für die Moralstatisiik, sondern auch für_die Straigeseßgrbung und den Strafvvllzug sebr wertbr-oiie Aufschlüne und Fingerzeige liefern. Mit solchen Untersuchungen ist in Preußen in den zum Rrffort des Ministeriums drs Irinern gebörenden Hirafanstalten begonnrn worden, und zwar ist mittels Zäbikarten ein? Aufnahme des Besimdes für solibe an einem bestimmten Tage_ in den Strafanstaiten befindlichen rücksäiiigrn Zuchibausgxfanaerzen erfolgt, weich? wzniaitens drei Frei- heitsstrafen (Zuchthaus, Gziänaniß oder Korrektionsbaus), darunter _eine oder mehrere von sechs Mo'iiaten und darüber, verbüßt batten. Einige vorläufige. bis zum 31. März 1897 reichende Ergebnisse dieser Erbebungsn veröffentlicht der Rrgierungsratb Georg Ebert im neuesten Vierieliabrsbeft der „Zritkcbrift des Königlich vreußischen Statistischen Bureaus' und in der „Statistik der zum Reffort des Königlich preußischen Ministxriums des Innern gehörenden Straf- anfialten und Gefängniffe für den 1. Avril 1898/99".
Es sind im Ganzen für 18049 „Berufsverbrecbkr' in dem er- wähnten Sinne“, welche am 1. Oktober 1894 in den dem Ministerium des Innern unterstellten Straianstalien saßen oder bis zum 31. März 1897 in sir eingeliefert wurden, und zwar für 15 539 männliche und 2510 weiblicbr, Ziblkartrn au'gefirllt worden. Diese Ziffer deckt sich freilich nicht völlig mit der Anzahl der „Berufs-
verbrechrr', Weiche in diesem Zritraume durch die erwähnten Anstalten gingen. Für 923 Männer und 249 Weiber sind nämlich schon in dieser kurzen Frist wiederholt Zibltarten
ausgestellt worden, wsil sie nach inzwiicbrn erfolgter Entlaßung aus der Anstalt abermals zur Einlieferung griangten. In den Angaben der amtlichen Statistik erscheinan diese Personen danach wiederholt, ais zwei serschiedrne Jndividualitäten, wir dies den inzwischen sin- ßetretenen Aenderungen ihrer Persönlichen Verbäliniffe (Alter, Vor- rafrn, cbentuxll auch Familienstand, Vcruf u. s. w.) entivricht. Die Anzahl der eitigelixferten „Berufsverbrecher' überhaupt ist somit etwas gerinaer als dicienige der Zählkarten.
_ Von der Geiammizabl dieser rückfälligen Zuchthaus.;eiangenen (Zabikarten) waren 4756 in Schlesien geboren, 1736 in der Rhein- brovinz, 1677 in der Provinz Posen, 1436 in der Provinz Branden- burg obne Berlin. 1423 in Ostpreußön, 1181 in der Provinz Sacbien, 1069 in Wesipreußen, 749 in ommern, 736 in Berlin, 643_in Wesifalen,„584 in der Provinz Hannover. 503 in Heffrn- Nanzi'z, 322 in Schleswig-Hoisiein, 1 in Hobenxollern, mithin im vrrußiicben Staate zusammen 16 816, in anderen Staaten des Deutichen Reich?- 1011 und im Auslande 222. Die Sträf- linae haben sich demnach auf die einzelnen Provinzen nach ibrem Geburtsorte nicht in demselben Verbältniffe vertbeilt wie _die Geiammibevölkerung. Verbälinißmäßig bäufiq waren unter den mannlichen Sträflingen die geborenen Schiesier, Barsiner, Poicner, West- und Ostpreußen, sowie die geborenen Nichtpreuß2n und Reichausländer. Alle übrigen Landestbeile stellten weniger Sträi- linge, als nach ihrem Anibeil an der beürti keit der Bevöikerung an fie gefallen wären. Von den vreußixchrn rbietStbkilen lieferte mitbin außer den stark mit .Volkstbeilen nichtdeutscher Zange durcb- seßten Provinzen x_ur die Stadt Berlin ein überdurchscbnittlickpes Kontingent an Siraslingen, und zwar ein um über 70 0/0 zu großes. Die Vertbeilynq der weiblichen Sträflinge ist eine ganz äbnlicbe wie die drr männlichen; nur hält sich die Stadt Berlin, die bei den le teren ern besonders ungünstiges Ergebniß zeigte, fast genau auf dem urcbschnitté.
Sebr bemerkenswertb, aber _auch sebr unerfrxuliÖ sind die An- gaben über das Alter der Sträilinge bei ihrer Einlieferung. Bekanntlich ist die Verurtbeiluns zu Zuchthaus für Personen unter 18 Iabren ausgeschioffen, und man sollte danach erwarten, sylche unter 21 Jahren überhaupt nur ganz ausnabmeeise in unierrr Statistik zu finden, da diese nur von Prrfonen handelt, die byreits drei sds: mebr Freibcitsfirafen, darunter wenigstens eine von längerer Dauer erlitten haben. Tbatsäch1ich ist aber die AltersZruppe von 18 bis 21 Jabren schon mit 366 männlichen und 42 wei lieben Sträflingen verrretcn, die nächste, auch noch verbältnißmäßig sebr jugendliche Gruppe von 21 bis 25 Jahren sogar mit 1663 bezw. 196, die von 25 bis 30 Jahren mit 2694 bezw. 359. Die Hauptmaffe kommt alierdiii s auf die Gruppen von 30 bis 50 Jahren; immerhin wird man den ntbeil der jüngeren Altersklaffxn als einen sebr großen anieben müssen.
Weitere Tabellen der amtlichen Statistik geben über eheliche oder uneheliche Geburt, Familienstand, Kinder abl, religiöses Bekenntniß und andere persönliche Verbälini : der Sträflinge Auskunft. Ehelich geboren waren von der Gesammt- zahl 15 919, unehelich geboren 2128, ledig 10 306, verheiratbet 5361, darunter 67 getrennt lebende Personen, 2074 vor dem 25. Lebensjahre Verbeiratbete und 836 Pérsonen, bei denen der Zeitpunkt der Eheschließung unbekannt ist. Von den Verbeiratbeten waren ferner 1679 kinderlos, 431 hatten mehr als 5 Kinder; 565 weibliche Sträflinge waren unebelicbe Mütter. Be- merkenswertb ist namentlich das große Uebergewich! der Ledigen unter den Sträiiingen' verwiitwrt waren 1365, geschieden 1017. 10 407 der rückfälligen ucbtbzrusgefangenen bekannten sich zum evangelischen Glauben; die katholische Bevölkerung fteÜte 7513, demnach ein Stößeres Kontingent, als man nach ihrem Antbeil an der Gesamtm-
evölkerung warten müßte; 120 waren Juden, 9 Andersgläubige.
Von Ftereffe [i_nd feryer die Angaben über die Berufs- tbätigkeit der _Sirasiinge ielbft und über diejenige ihrer Väter. Nach der Berufszablung vom 14. Juni 1895 enlfielen jekaantliib in Preußen von der Gesammtzabl aner Erwerbstbäiigea -
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auf die Berufsabtbeilung 11 (Landwirtbscbaft, Gärtnerei, orftwirtbicbafk- Fischerei) _. . . . . . . . . „TIFF auf d e Abtheilung 13 (Bergbau und Hüttenwesen, Industrie “ “'
und Bauwesen). . . . . . . . . . . . . 3591 auf die Abtbeilung () (Handel und Verkehr) . . . . . 10'24 ' auf die übrigen Abtheilungen. . . . . . . . . . 17,74 ' Während also bei den gesammten Erwerbstbätigen die GruppeL
(Landwirtbscbaft u. s. w.) die zablceicbiie war, überwiegt unter den Sträilingen weitaus dre Gruppeß (T*)«erbau,öF)i":itenweseri,Jnimßxje Bauwesen), auf welche all_ein 8478 M nner und 597 Weiber zu: sammen 9075 Personen, alio reiiblich die Halfte der Gesamm'tzghx entfallen. Der Bemfsabtbeilung 14 (Landwinbscbast u. s. w.) skbörtexi 6048, den Handels- und Verxebrsgewerben nur 1023, den sonstigen BerufSabtbeilungen 1903 Strailinge an. Noch bemerkenswertber find die Angaben über die erufstbätigkeit ihrer Väier. Zur Zeit der Väter der geaenwärtigen Straflinge blieb die Ausdehnung der Abtheilung 13 (Industrie u. 1. w.) rioch_viel weiter als heute: hinter de'rjenigen der Abtheilung L_(Landwirtbickoaft u. s. w.) zurück. (Gleichwohl ist auch unter,den Baiern _der Sträflinge die Gruppe 13 mit insgesammt 8346 ungleich zahlreicher vertreten als die Gruppe 4 mit 5746 Vätern von Sträflingerx; den ' Handels- und VerkebrSriewerben gehörten von den Vatern nur 1167, den sonstigen Berufsab, tbeilixngen 1211 an„unda bei 1579 (meist unehelich geborenen) Sträslingen war die Berufsstelluna des Vaters unbekannt „Man vermöchte bic-rin', wird zu diessn Zablen in der amtlitben' Vsröffentlichuna bemerkt, „den Nachweis zu suchen, daß das gewerblich. industrielle .Miiieu', namrntlick) wenn schon die Eltern ibm augsbört haben, einen ungleich günstigeren Nährboden für di? Entwickelung des „Berufsverbrecbkrtb ums“ bieie als das landwirthschaftljchß Indeffea können , jene Erscheinungen _ des unmiitelbaren Zu. sammenhanges rnit den . Berufswerbaltniffen aucb Mkbebren und lediglich oder großenibetls nur darauf beruhen, daß im Gegen. says zu der landwirtbichaitlichen Thätigkeit die gewerblich-indusirjelle in der Regel größere Menschenaniammlungen voraussetzt, in Welchen Herde des „BerniSverbrechertbums“ sich leichter bilden können als in der zerstreut lebenden landwirtbichaftlichen Bebbikerung.“
Den writeren Nachweisen, wie virle Siräflinge vor und nach vollendeten: 14. Lebeksjabre Vater, Mutter oder beide Eltern verloren oder Siiefeltern erhalten baben, wie viele von ibnen keine oder mebrrre bis zu 11 und darüber) Geschwister besaßen, und wie viele bei den [tern, in Zwangserziebuxig ,oder anderswo erzogen waren, entnehmen wir, daß 3230 der rückiaiitgen Zuchihausgefangenen bereits vor dem voiiendrten 14. Lebensjahre den Vater, 2116 die Mutter und 1027 beide Eltern Verloren, das; 1307 vor vollendetém 14. Lebens. jabre einen Stiefvater, 991 eine Stiefmutter und 39 sowohl Stief- vater als aach Stiefmutter erhalten baiten. 15 456 Sträilinge waren bei den Eltern, 348 in Zum ngserziebung und 2242 anderswo erzogen.
Eine verbältnißmäßig srbr große Anzabl von Sträilingen, nämlich mehr als die Halfte (10 080), war nur im BFK man el- bafter oder ganz ungenügender Schulbildung. 7 82 besa en Vblksscbulbildung und nur 180 Manner und 7 Weibrr eine höhere Bildung. Die Muttersprachx War bei 2344 Männern und 621 Weibern, im Ganzen bei fait einem Fünftel der Sträflinge die polnische, bei weiteren 169 Männern und 24 Weibern eine andere nichtdeutscheSprache. Weitaus die meisten rückfälligen Zuchthaus. gefangenen waren nach der Entlassung aus der Schule zunächst im Handwerk, im Gesindedienst oder in der Industrie beschäftigt gewesen. Die Schule des Hseres baiten nur 4205 von den 15 539 Männern durchgkmacht.
Auch über die Vorstrafen und die letzten Strafen der Gefangenen finden sich in den tabeiiariicben Urbersicbten der amtlichen Statistik bemerkenswertbe Zablenangaben. Die Mehrheit der Sträf- “linge hatte eine noch viel größere Anzahl als drei Freibciisstrafen an Vorstrafen erlitten, 6498 Manner und 1047 Weiber nämlich 6 bis '.0. 4169 Männer und 759 Weiber 11_ bis 30, 202 Männer und 113 Weiber sogar 31 und mehr Strafen. Dabei baijen die Vor- strafen bei der aroßewMebrbeit der Siräflinge sich bereits auf mehr als 1 Jahr, bei 6574 Männern und 1008 Weibern sogar auf mrbr als 5 Fabre erstreckt. Sebr'unecfreulich smd wieder die folgenden Ziffern über das Alter bei Begehung der ersten Straftbat. Mehr als 1000 Sträflingx waren fcbou vor vollendetem 14. Lebensjahre in di? „Verbrrcherlausbabn' eingetreten, fast 5000 vor boilendetrm 18. Lebensjahre; nur bri einer kleinen Minderheit wurde die erste Strafibat erst nach dem 25. Lebensjahre begangen, namlich bei 3487 Männern und 880 Weibern. Die Ursache der ersten Bestrafung war in der Mehrheit der Fälie, und zwar bei 9961 Männern und. 1793 Weibern Diebiiabl; doch trat dieses Vergeben noch bärifiger, nämlich bei 11 813 Männern _und 2110 Weibern, als Ursache der letzten Bestrafung auf. Im aiißememen mußten überhaupt unter den U_r|"achen der lehren Brstraiung die VL!- brecben und Vergeben etwas haufiger vorkommen als unter denen der ersten Bestrafung, weil bei_ dixien auch einfache Urbertrciungen mit- zäblen (im Ganzen 1356 Falle, darunter 887 von Bettelei und 229 von Landsireicherei). Diese Regel trifft aber im einzelner] nicht zu; vielmehr treten, an dem iesten Punkte der .VerbreÖerl-aiisbabn' ae- wiffe Verbrechen und Vergeben verbältnißmäßig viel stärker oder schwächer als an ihrem Beginne hervor. Auf der einen Seitenamltck) finden sich unter den
ersten leßten
Ursackpsn, Verbrechen und Vergehen gegen die Sittlichkeit. . 297 958 Brandstiftungen . . . . . . 94 215.
Die Neigung zu diesen S_traitbaten ist also bei den alten Ver- brechern ganz unverbäitnißmasig größer als bei den jungen. Dagegen traten, obgleich, wie erwahnt, in den Zahlenreihen der lebtanBe- ftrafung bei allen Verbrechen oder Vergeben etwas größere ZM?!" auftreten könnten als bei denen der ersten, die alten Vsrbrrchsr i_Cbr zurück bei den Verbrechen und Vergehen gegen Staat, öffentiickié Ordnung und Religion (526 leiste gegen 916 erste Besirasunzen). Körperverleßuug (270 gegen 860) und Unterschlagung 192 ßkßen 833)- Die Dauer der leßten Bestrafung, in deren erbüßung der Gefangene beJriffen war, betrug bei dem weiiaus größten Tbétl d" Sträslinge n iht über 5 Jahre, über 10 Jahre nur bei einer Fadi geringen Minderheit. Nebenstrafexi (Polizeiausficbt ,odrr V:"xlusk der bürgerlichen Ebrenrechte) waren 7ast über all: Straiiinge brtder Geschlechter verhängt worden. _
Eine bxsondere Darstellung ist dem Orte der lest'en Strss- that gewidmet, je nachdem diese in einer größeren, mittleren o“?! kleineren Gemeinde begangen war. Na der Volkszabluns „VW 2. Dezember 1895 lebten von der Gesammt evölkerung des preULlsch
Staates (31 855 123 Personen) u. in Gemeinden unter 2 000 Einw. 15 470 800 = 43,57 0/0
5. , . über 2-5 000 , 3 657 908 = 11,48 0/o 0. . „ , 5-20 000 . 4 615 569 = 14,49 0/c- (1- . . . 20_100 000 , 3 477 485 = 10,92 “*.-Zo S' ' | . 190 M . 2 956 057 = 9,28 01,0 1. Berlin . . . . . . . . 1 677 304 = 5,27%-
Von den letzten Straftbaten dagegen Wurden begangen
in den Grmeinden zu a. 4837 = 26,81% der Essammtxabl, b. 1968 = 10,91
„ „ , c:. 3170 = 17,57 , . . „ „ „ (1. 3265 = 18,10 „ , . „ . , s. 3038 = 16,84 . . - . Berlin . . . t". 1764 = 9,78 , . -
Hier tritt die Bedeutung der “größeren BevölkerungSansammlung €"; die schwere Kriminalität besonders deutlich hervor. Die Gemein dkl- von weniger als 2000 Einwohnern waren wenig mehr als halb, elt Mittel- und Großstädte von 20000 EiWobnem aufwärts fait JM) le so oft der Schauplav der Thätigkeit von .Béxufsverbreckékn YFM nach ihrer Bevölkerung zu erwarten gewesen ware. Die Gems von 2000 bis 5000 Einwohnern sieben den kleineren, die von
bis 20000 den größeren envas näher.
EwZusammer-ibaxg deÖTrxrsukLtraeFtFesLYsdYeRefrthuml: tm em eruver trum e noern,a der nmlich Drittel der Sträilinae Gewobnbeitstrinker, etwa Fünftel batte die in der Trank-nbeit begangen. Der gewerbs-
and WäWßka Landstreicber war; fast ein
kk“ hat 1 : Stäßfztucht war Von din Wxibern über ein Vieriel ergeben.
ck . mäßig?“ [cs waren von den tückiäiligen Zuchtbausaefangenen 935 “ MIbWobnstß 2035. _ Nur eine kleine Mindsrbeit bildeten obn Perso"e" mit verminderter oder fehlender „Arbeitsfabigkeit: 2825 7“ 2.25, Ruck) die Zahl der Almosenempfat-éger war nur gering, WTung 92, während 16 355 der Verbrecher em Einkommen bis du 1,1100 “ 1490 ein solches von mebr als 900 bis 2000 .“ 111113148 ein . kzm'men von über 2000 bis 5000 ..“ hatten; bei 64 Gefangenen ift dasselbe unbekannt geblieben. _ ' ' „_ Von den bisher angefuhrtrn Zablen durfixn die statistijcb be- „utiamikkn- leider sehr wenig erfreulichen wobl drejxmgewsein, welche “aus" das Alter der ,Beruvaerbrecber' bei ihrer Einlieferung und b-j ihrer ersten Straitbat sowie auf die Aznabl der Bestrafungen, ““,. ße bereits _ Vom Standpunkt der .Beiierunßstbeorre" erfolglos é erlitten baben, bezieben. Noch betrübender find aber wobl die “olgendkn Ziffern. Naäß dem Gutacbtxn der Beamtin- Zonferenxén der Strafanstalten' war ber 14 726 Männern „ 2319 Weibern, also_ ber einer erdrückenden Mebrbeit k„ eräflinge, der Ruckfall nach der Eritlassung ." erwarten und zwar fast immer wegen Unbzrbeßerltcbkeit, nur 734153 Männrrn und 38 Weibern wegrn körperlicher oder geistiger G3- biecbkn- bei 122 bcxw. 64 aus anderen Gründen. Zweifelbaii war der Rückfall nur im 440 de_zw. 123, unwadrfcbeinlicb bei 373 bezw. 68 Personen- Hiernach waren die Jnsafien der Strafaristalten, welcbe [.,-eus drei Freiheitssirafen, darunter wznigftens eme von sechs Monaten oder längerer Dnurr erlitten babxn, fait iämmtliä) als mdgülüg verloren anzusehen; mindestens _ware nich? zu hoffen, daß mAufzntbair in derStrafansicrlt 118 wieder zu nüyiicbrn Mitglirdern
izr Gesellschaft machte.
Zur Arbeiterbewegung.
DZrAusfiand der Berliner Fliesenleger iii, nach der „Boss. !g-'- für beendet erklärt _worden. Ein Theil der Aussteindigen bat 1121er den alten ArbeiU-bedmgungen die Arbeit wisder ausgenommen, nachdem ein anderer schon Vorher nach einigen Zuarstandniffen in die Werkstätien zurückgekebrt war (Vergl. Nr. 165/1899 d. Bl.)4__ Wie die „Volks“Z?s-* vom gestrigeq Tage berichtet, ist in einer öffentlichen Versammlung hiesiger Schneider auch dexen Ausstand für beendet erklärt worden (vergl. Nr. 87 d. Bl.). _ In den Ausstand ein- «ytrrten find die Bleigiaser; sie verlangen eine Vrrkürzung der Arbéiineit und böberen Stundenlohn. '
Aus Köln wird der „Dt. W.“ mitgetbeilt, daß dort am 10. 1.M- etwa 160 Fassadenvutzer-Gebilfen die Arbeit nied:r- gelegt baben, weil die Meister die eingereichten Forderungen nicht ewiüixztrn. , _ '
b Nach einer Mrldunq der .Rbem-Weiik. Zig.“ sind die Arbeiter der Treibriemenfabrik „Hsroid“ in Melle bei OSnabrück in- folge von Lobndifferenzen in den Ausstand getreten.
Kunst und Wiffensckzaft.
Der große Radleucbter im Dome ru Hildesheim, der aus dem 11. Jahrhundert, angeblich von dem Bischof Hszilo, berrübrt, soll, wie ,Die Denkmalsvflege“ berichtet, nach Anwäsunq des Ministers der geistlichen 2c. Angelegenheiten einer gründlichen WiederbersieUung unterzogen werden. Der Radleucbter besteht aus einem rund 6,11] im Durcbmrffer baltenden, mit stark vergoidetem Kuvferblecb bekleideten Reifen als Lichtträqer, an welchem 12 als Thore und ebensoviel als Tbürme ausgebildete Gehäuse, die vermutblich mii Lamben besetzt waren, angebracht sind. Aebniiche Radleuebier sind noch im Münster zu Aachen und in Komburg (Schwaben) erbalten. Der Hildesheimer Leuchter befindet sikb gegenwärtig in einer sebr herunter- gekommenen Verfassung; besonders infolge_ einer im Jahre 1818 er_- littsnrn Wicderberstellung durch einen ein(acben Klempnermeiiier iii er drrarlig mitgenommen, daß von sriner ursprünglicbsa Gestalt vieles verichwund3n ist und dadurch eine sorgfältig?Neubearbeitungsebr erschwert wird. Beider genannten Umarbeitung im Jabre 1818 wurden z. B_. die den Reif verzierendrn, laufenden Blattsriese der Länge nach durch1chniiien imd in diesem Zustand abwechselnd mit rob aus Wrißbleck) ge- ibnitienen Stücken wieder am Reif beiestigt. WikViél bei einer nocb _ früberrn, im Jabra 1601 durch einen Hildrsbeimer Goid1chmied ausgeiübrten Ausbefferung zerstört wurde. ist nicht mxbr festzuftebicn. Verfchwunden sind auch die Enseigeiialten, mii Dklcbrn der Lrucbter an boben Feiitagen geschmückt wurds. an Jabre 1868 hat der Bildhauer Prbfcffor Küsibardt in Hildes- bcmx eine Nachbildung des Radieucbiers für das Soutb Krnsinaton- Muieum in London angefertigt und dabri die mutbmaßlicbe Form wrrderbergesirllt. Von demixlben wird zunächft ein Probeitück des Rakisbcbirrs von 1/12 des Ganzen angefertigt, an_welchcm die dem- iüchiii§e Anbringung der Beleuchtungskörper (ob Kerzen Oder elektri- !cies chbt, ist noch zweifelhaft) versucht werden sol].
Bauwesen.
DirHobkönigsburg bei Schlettstadt, seit kurzem Eigen- tbuxn Ortner Majestät des Kaisers, wird auf Ailerböcbitxn Beiebl, wiekrrbergestellt werden. Dem umiaffenben Bauentwurf gemaß W. wie .Dii-Denkmaibfleze' meldet, nacb Sicherung der Fundamente k“ YUM durcbwka wieder mit Bedachung berieben werden und auch dk! txn 16._ Jabrbundert durch die Sickinger abgetragene Vstkied wikder auigefübrt werden. Dir vorbereitenden Arbeiten werden bereits in dickem Fcübjabr durch den Architekten Bodo Ebbardt in Anzriff genommen. Die Dura soll nicht 11: Wohn- zwecken„son-=ern als eine Art Museum für die Geschichie des Mittel- alMZ lr; Elsaß-Lotbringen bergxricbtet werden und auf besonderen Munich Seiner Maieftät des Kaisers in weitesiem Umfange der Be- völkerung offen fieben.
.. “ZW zivriie Vierteljabrsbeft 50. Jahrgangs der Zeitschrift Y" „Bau,??ixn (herausgegeben im Ministerium der bffxntiichen ck?“an Schriftleiter: Oxto Sarrazin und Friedrich S.!)uiJ-x; Verlag ZM Wilhelm Ernst u. Sohn in Berlin) hat folgrnden anait: _ as Kaiserhaus in Goslar, vom Baurat!) von Bebr, Kreis-Bauinsprkwr F EMM; Die Kunsthalle in Karlswb». vom Ober-Baudirekwr l I. Darm in KarlSrube; Das Chorgestühl in der Kirche Santa v Mä dkile Careeri zu Prato, im Dom und Baptisterium zu Pika, „W Rkskskungs-Baumeittrr Faerber in Berlin; Die Wasserbu- dvrguzng und dir Entwäsferung der Stadt Neustxdt ir: Oberscblciien, N." BMW“? Nibel, Krets-Bauinspekior in Neustadt O.-S.; Pumpen- übsskk fur die Wolga Bates'scbe Bauart); Die neue Straßenbrücke mtr den Main bei iltenberq, Drri eienkbögen aus Bruchstein- prÜFJ'Mkk, Von Bauamtmann Eduard F eischmann und Staats-Bau- STURM ,J- 23- Bosch in Aschaffenburg; Fabrwafferiiefcn und a O-ffbarkxit der Oder, oom Waffer-BauinsZTktor Ehlers in Kroffen 5"? S*; Die Regulierung der Rhone, vom egierungs- und Bauratb D'uöaßmund in Koblenz; Zeichnerische Darstellung der elastischen
rchbleüUns der ngenträ er. vom Bauratb Adolf Francke in erz-
erg am a - * .- . Berichtnggkj' D" Kai]: eg uber die Spree bei Oberschöneweide,
Literatur.
Das Verfahren in AuSeinanderie un gsangelegen- YYY) Im Auftrage des Königlichen Miniflertvums für Landwirib- _S-t omänen und Forsten heraus egeben durch A. Glatzel und erg emebkks- Zweite Auflaze, neu earbeitet dureh F. Sterne- szu Unter-Staatssekretär m: Ministerium für Lanowirtbscbaft, "tb H' "W srfien, und J. Pelyer, Oberlandeskulturgericbts- ' “Un- erlag von paul Parey. _ In diesem vornehmlich
für die Beamten der General-_ und der Spuial-Kommisfionm be- stimnzten Werke sind sämmtliche Vorschriften für das Verfahren in Außetnandersetzungssacben, die im GeltungSgebirte und nach Ma gabe des Gesetzes vom 18. Februar 1880 anzuwenden find, systematii und unter Beibehaltung des Textes der Geießesvorschriften zusammen- gestellt und eingehend erläutert. Die Bearbeiter der zweiten AnfiZ-ge, welche durch die seit dem Erscheinen der ersten eingetretenen grogen Veranderungen in drr inneren Einrichtung der Auseinanderseßungs- beborden, namentlich aber burch das Reichsgeieß vom 17. Mai 1898,
,bxtreffend Aenderungen der Zioilprozeßordnuna, und das dazu er-
gan ene preußische Ausführungsgesetz vom 22. September 1899 noib- wen ig gewordkn ist, durch die eine erhebliche Aendrrung der geses- li_chen VerfahrensVQcsckpriften berbrigefübrtwurde, haben an den Grund- saßen der ersten Auflage festgehalten, Zu drn aus dIr Zivilprozeß- ordnung brrrübrrnden Bestimmungen sind Erläuterungen nur insoweit aegcben, als sie zu ibrem aligemeinen Verständniß eriorderlicb waren. Etngebender sind dagesen die durch die besonderen agrargeießiickpen Vor- schriften bedingten Abweichungen von den Bestimmungen der Z'vil- prozeßordnung behandelt. Auch die Judikatur des Reichsgerichts ist berucksichtiqt, soweit sie sich auf das Verfabren in Auseinanderfeßunas- angelegenbriten bsziebi. Besonderes (Gewicht babzn die Bearbeiter der zweiten Auflage auf die Ergänzung dsr V3rwalmng§vorschriiten gxlegi. Jn diejer Beziehung ist eine Füilc bon Material vorhanden; dre m , Bstrackot kommenden Anocdnungsn rühren zumeist von dem Mmistrr für Landwirtbsckpaft, Domänen und Foriten ber und ware_n nur zum kleinsten Theil veröffentlicht. Nicht seiten sind aucb Vorichrifien drs materielien Rechts erörtert und wird auf die Steiiuna der höchsten Instanzen, insbrsondere des Reichögsrichts Und 1328 Obrr- verwaltungsgericbts, zu wichtigen und häufiger Vorkommenden Fragen hingewiesen. Von den Anlagen der ersten Auflage babsn mehrere nicht wieder Aufnahme gefunden, weil ein Bsdüriniß, fir stets zur Hand zu baben, nicht besteht; azrdere, bei denen ein solches Vedüriniß vorlirgt, find an ihre Stelle geirßt. DenScbluß biidei ein sebr aus- iübrlrches aivbabetiicbss Sachregister, das die Benußung des umfang- reichen «Handbuchs Wesentlich erleichtert.
_ Einführung in die_Miiitärsirafgerichtsordnung vorn 1. Dezember 1898. Sviiematiicbr Darstellung der Milixär- gericbisbexfaffung und des Miiitärstraforrfabrens unter Berücksichtigung der Ausführungsbksiimmungen von Dr. Julius Weissenbach, Wicklicbxm Geheimen Kriegsratb und Cbei der Juiiiz-Abxbeiluni im preußischen Kriegs-Miniiierium, ord. Hon.-Proieffor an der Universität Berlin. Verlag der Königlichen Hofbuchhandlung von CSMitilrr u. Sobn bierselbst. Preis 4 .“ _ Dieses Buch, denen erfaffer als Mitglied des Generai-Auditoriais an der AUSarbeiiung drs Gsießrs hervorragenden Antbril gehabt hat und mit den Vorlesunikn über das neue Militärstrasvxriabren an der biesiarn Universität betraut worden ist, aieb: eine siniacbe, klare und übrrsicbiiiche_ Darsteiiung der nenen Militärgericbisbr'rfxfiung und des nruen militakgericbtlichen Vrrfabrens Es bezweckt, Alle, die zur Mit- wirkurrg an der Miiitärstrafreäpisvflege, sei es als Grrichisberre-N, Unteriuckoungssübrer, Richter oder Vertbeidiger, bérufen sein werden, zuverlässig zu orientieren. Ein solchss Hrndbubb wird den Oifizieren und Bramten des Heeres und der Marine umsomehr willkommen sein, als die Mündlichkeit Und Oeffentlichkeit des erfabrens und die damit zusammenhängende" zabireichen Formvorschriften crbbbte An- forderungen an aiie an der Militärstrairrchtsbfisge Betbeiligtsn stellen. Auch die Unterrichiskurse wxrden das Werk als best: Grundlage be- nutzen können.
_ Das Aufgebotsveriabren nachxicbs- und dreuizi- schem LandesreÖt in Maiiern und Beijvielen. Von Otto Richter, AthgeriÖtSratb in Graudeni. I. U. K*:rn's Verlag, Breslau. Preis kart. 2,50 .O. _ st erkrben b2schäitigt siko mit dem Auigsbot im Sinn“: der Zivilprozeßordnung, d. b. mit der öffent- lichen Aufforderung an unbestimmte und unbekannte Berbeiligte bszüglich it and einzs bestimmten RechtSvortbeils, Rechte und Ansprüchr auf den- se ben bei Gericht anzumelden, widrigenfails fie der Rechtsnachtbeil der Ansicbließung von jenem Rechtsvortbeil treffen wxrds. Es giedi an der Hand von Beispielen dem Aufgeboxsüebxrr ein-xn Fingerrerg, wie er nur!) geltendem Reichs- und preußiscb-m Laridrsreckyi in Ausirbots- sachen zweckmäßig zu verfahren babs. Dis cinichlagknben Néichs- und vreußiichen Landesgriese, soweit die errerrn für die Bearbeitun-a der Aufgebotésacth jxßi Geltung babs", sind eingehend bxrückxibbtigt worden.
_ Das Jnbalidenversickoerungsgeses born 13.Iuii 1899, unter Berücksichtigung drr Entscheidungaw drs Reicbs-eriicbernngs- amtes berauscregeben von Dr. ]111'. *]llrred Sala, Regieruygs- Affeiior. Berlin, Verlag Von H. W. Müller. Preis kart. 2,40 „44 _ Das Vorliegendz Büchlein ist, wis sobori fein bandiicbés annat erkennen läßt, borwirgend für die Praxis bciiimmi und, wir w::xige andere, zur Einführung und xum weiterrn Eindringen in di: birisackp kombiizizrten Bestimmunakn dcs GeieZ-s greignrt. Da die chhi- sprecbung des Nricbs-Versi:berungs.1mtes ein,;rb-nd und dabei do.?) in prägnanter Kürze wiedergegeben ist, wird das Werkchen bei Allen, die das Gessi; anzuwendrn oder artszuiegrn baben, bald beliebt werben.
_ Die Arbeiter-Veriicberung im Auslande, bearbzitrt bon 1)» Zacher, Grbeimem Rr ierungsratb im Reicbs-Vérficioernxtzs- amt. Héft 9 bis 12: Die ' rbeiter-ersiHZrung in Rubbind , Finland. der Sibweiz und Belgien. Bbciin, Vzrlax, dsr »Arbziter-Vecsorgung' (Il. Troichzl). _ Die vorliegrnden HI-xe drs wertbbollen Sammrlwerks, das dir Grundiäßr uxid Ergsbuine der ausländischen Arbeiterversicherung iür dkn deu11chen Leier Über- sichtlich zusammmsteilt, ibm den Gsfeßsstrxt an dir Hand giebt und fich durcb dix Zubxiäsfigkeit und Gründiiäpkrit der Bearbei- tung axszeichnet, behandeln dir ArbeitzrversiHerung in Rußlazrd, Finland, der Schweiz und Belgien in gleich mustergülsiger WSUS, wie die: bisher erschirnenrn Hrite bie Arbeitsrbersicberung in Dinemark, Schweden UA) Nocwrgen, Frankreich, Eaaland, Italien und Oeiierrricb- Ungarn. Das von N. von Seeler, vereidigten: Rechtsanwalt mRigx, bearbeitete Hzft über die Arbeiterversicberung in Rußiand zeigt, daß sich in diesem Reich: nur primitive Aniäßr finden. (Hanranders dagegen iv. Finland: bier bestrbt schon, wie in Deuticbiand, dir Unfall-, Kranken- sowie die Invaliditäts- u-“d Altersver- sriberung. Der Beitrag über Finland ist von Dr. Aug. Hjelt, dem Cbsf der statistischen Arbeiten der Justiziekiion des Senats für Fin- land, verfaßt. In dem drr Arbciterverstchecuag in der Srbweiz g?- widmetkn eiiien Heft ist auch die sonst nirgends als staatiiFe Ver- sicherung vérsucbte ArbeitsloirnvxrsiÖLruyg dargesteÜt. Es ind die hierauf bezüglicbrn, noch geltenden Grieß? der Kantone Brrn und Basel-Stadt und das bereits erloichrnc des Ka:.tons St. Gaile" zum Abdruck gekommen. Das zwölfte Heft bebandrltdie Arbeiterverfickperung in Belgien, das von allen modernen Industriestaatrn am längsten an den Grundsäyen des Manchestxrtbyms fesibirlt und jede iiqaiiiche Ein- miichung zu Gunsten der ivtrtbicbastlicb schwächeren Volksicbtcbten be- barrlicb ablehnte. Mit diefrm Heft ist die Sammlung vorläufig zam Abschluß gelangt, da in den übrigen Staaten Europas die Arbeiter- versichcrung theils erst Vorbereitet wird, !briis überhaupt noch nieht in Frage gezogen ist. Das WZrk, zu dem in zwangldirr Folge Er- gänzungsbefte ersch3inen_sollen, wird für j_-:den Sozialpolitiker ein un- entbehrliches und zuveriajsiges Handbuch 1ein.
Laud- nud Forstwirthschaft.
Aus Wiesbaden wird bericbtet: Dcr 1899er Wein bat sick) gui eniwickelt und verspricht, woblscbmeäend und haltbar zu werderx; infolge deffen ist er im Preise gestiegen. Leider ist die Quantitat
gering. Die im vorigen Jabte aufgetretenen Rebenkranibxiten haben das Holz der Weinstöcke nacbibeilig beeinflußt;_ das- selbe ist zurückgeblieben und namentlich in den aiieren
Weinbergen zum ibeil taub geworden. Zum Seyrn muß daher viel- fach das Holz von auswärts _ von der Mosel, der Nabe und aus Hsffen _ eingeführt werden. In der) Weinbergen sind die Arbeiten, welche durch die Witterung steUenweiie :urückqebalien worden waren, jetzt in vollem Gange. _ Jm Kreise Sj.-Goarsbaufen ist zur Hebung des Obst- und Weinbaues von dem andratb ein Kreis- Obst- und Weinbauverein ins Leben gerufen worden, welcher
die Verbreitung gemeinnüßiger Kenntnisse auf diesem Gebiet bezweckt. Die Bildung des Vereins ifi in den Kreisen der Interessenten mit Freuden begrüßt worden.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiteu nnd Absperrungs- Maßregeln.
Gesundheitssiand und Gang der Volkskrankbeiten.
(Aus den .Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesunbbeitsamtz', Nr. 15 vom 11. April 1900.)
. Pest.
, BritischxOftiudien. In Rangun wurde am 8. März auf einem dor) Kaikutta gekommenen Dambfcr eine Pesterkrankuna bxi einem Etnaeborenen des Pesbawarbezirks frsigrstelit. Das Srbiff wurde der Quarmiänestation überwiesen.
' Ja Kiirrackpee beginnt zufolge eincr Mittheilung vom 15. März dre_Peft wieder stgrk'zrzunebmen; während der zweiten Woche des Marz sind dort taglich zehrt bis zwölf neue Fäile borgekommen. S&T der leßtrrx Epidemie ist die Stadt nie ganz pestfrei gewesen; es wurden tagiikb ein bis irosi Fälle frsigestriit, nur an einzeinrn Tagm baUen sich keine Néuerkrankungeri gezeigt.
Kapland.„ Hinsirbtlicb der am 7. März auf einem Dampfer 1:11 Hafen von Kadftadt ieftgeiirliten drei Pxstfäile wird nachrrägiich berichtet, daß das am Morgen des 5. März aus Rosario in der Taielei anzrkbmmme Schiff mit drr aeiammirn Mannschaft ein- swiirßiicb drr Erkranktrn nach drr etwa 60 engl. Meilen nördlich bon i_“er Tairibai arlrgrnen Saldanba-Vai geschickt wordrn ist, um dort io lange in Oxaraniänx zu bleiben, bis eine Gefahr der Vsrbrriiung der Seuche ausgesckolonén erscbeini. Die drei Krankrn wurdkn in ein Lazarexb gebracht_und dort isoliert, das Schiff wurde desinfiziert. Der Kawtan des Schiffs war eincn Tag vor Ankunft desfelben an einer unbekannrsn Krankbeit vsrsiorbrn.
Arq-Intinirn. Vom 23. Februar bis 1. Märx sind in Rvsario 13 Torrsfäile vecz-icbnet wordsn. Die mrikien Fäile _ eiwa 4 bon je 5 _ verlaufrn tödtiicb. Dir Kranksn WSLOCU nacb Jiolierbaracksn vrrbracht, dir Impfung ibrer Umzrbunz mir Prii- ierum. die Desinfrktion, dis Verfiigung der Ratten und mannigtache .*.nirre byzienixcbe Maßreßeln wrrden mit bxriiärkrsm Eifer bkiri-bkn.
Neu-Süd-Waies. Zafolge einer Mittheilung vom 27. F3- bruar waren in Sydney scit dem 23. Februar zwri :iru: Fälle don Brulcnpest, deren einer raich :ödtiicb brrlisf, isstgestsiit wwrdén. 2111: Personrn, welch mit drn beidenPeiikrankrrr in d“: [6151571 Zeit vrrkebrt batten, im Ganzen 30 bis 40, warkn auf die Quarantänxiiatibn gx:- bracht. Die von ärztii-qur Seiie vorgeschlagenen Vcrinch, möglichst visir R11th 514 bxrtilgcn, untcrbiiebsri abgebiich, wsii nacb dsr Ansicht der beibeiiigten Kreisx es aanz unmöglich sein würde, dir!]? Thiere in dsn Docks und auf drn SÖiffen aucb nursini'Irmaßxn auszurdixrn.
Neu-Kalcdsnien. Vom 13. bis 21. Marz sind in Name.“; 4 Erkrankuxgsn und 1 Todesfaü an der Pest zur Anzeigr gelangt.
Cholera.
„Britiich-Oftindien. In Kalkutta sind in de: Zrii vom
4. bis 10. März 74 ersonen an Cholera gestorben.
Gelbfieber.
Es gelangten zur Anzeige in der Zeit vom 12. Januar bis 2. Februar in R10 de Janeiro 32 Todesfälle, vom 4. bis 10. Fr- erar in Bahia 3 Erkrankungen (und 1 Todesiall), vom 25an1151: bis 9. Februar in_ Santos 29 (25), vom 1. bis 6. März in Panama 2 (1), ferner in Havanna born 11. bis 17. Frbruar 9 (_4) und drm 25. Frbrnar bis 3. März 2 (1); vom 11.bis 17. Februar iii in Matanzas 1Todesfaii, und bom18.Februar bis 3. März sind in Vera (Cruz 3 TorcsfäU-x zu: An:,ri ? gekommrn. Aus Santiago wird naDträzlicb vom Januar 1 Fa aemeidrt, férnrr kamsn in KL!) West in der mit drm 3. März abgefchlosienen Woche auf einem von Cienfuegos abgegangenen Srbiffr 4 leichte Fäiie ron Gelbfirber vor und in Santiago Mitte Februar Unter rinem Trubvkntransport 74 Todesiäiie, wrlche Vorwirgsnd durch Gslbfikbsr bedingr waren.
Verschiedene Krankheiten.
Pocben: Moskau 5, Oc-effa 2, St. Petersburs 3, Kalkutta 19 Tddcsiälie; Antwérpsn (Krankenbäuser) 4, Paris 10, St. thrrs- burg 37, Sirckbolm 8, Warschau (Krankenbäuser) 4 Erkrankungen; Fiscktbpbus: St. Pétcrsburg 9, Warschau (Kranksnbäuprr) 10 Er- krankungen; Nücki aiif i :? ber:S1.Petersburg4 Erkrankungrn ; G en ick- itarre:„New York 7 Todesfälle; Milzbrand: New York 1 Tod:!!- 7311; Varizelien: Budapsst 43, Wien 88 Erkrankupgen; Rotblauf: Wien 32 Erkrankungsn; epidemische ObkipeichélOkÜsIU- Entziindung: Wirxn 49 Erkrankungen; Influenza: Berlin 12, Frankfurt a. M., Poien jx 8. Breslau, Dortmund je 6, Brauxscichig, Hannobsr js 5, Bromberg, Lübeck, Magdeburg je 4, Essen, Freiburg, Halberitadt, Hamburg is 3, Barmen, Bremen, Cbaribnenburg, Darmstadt, Flensburg, Hilicsbrim, Kolibris, Leipzig. Solibgeb je 2, Jobrnbagsn 16, London 26, Moskau 2, New York 52, Paris 20, ©1._Peiersburg 7, Prag, Rom je 4, Wien 3 Todesiäiis; Reg-Bex. Yüiieldorf 41, Nürnberg 571, Hamburg 19, Kobrnbagrn 473, St._Psters*urg 50, Prag 61, Wien 38 Erkrankungen; Keuch- buiten: London 45 Todesfäiir; Hamburg 22, BUDMLst 31, Wien 41 Erkrankunßen; Lungenentzündung: Reg. - Bez. Scblsswig 106, München 22, *)iürnbxrg 35 Erkrankungen. _ Mebr als ein Zehntel (_!Ükr Gestorbenen starb an Scharlarb (Durchschnitt aiirr deutichrn BerichtSorte 1886, 95: 0,91 M;): in Ddrtmund, Essen. _ Erkrankungen kamen zur Meldung m_ Hamburg 30, Budapzst 51, Kbpsnbagen 40, London (Kranken- bauier) 172, _ View York 160, Paris 75, Si. Petersburg 61, Wien 50; ferner wurden ErkrankUngn aa 'Was-ern an- grzeigt in Bresiaa 29, im Reg.- 23-35. Osnabrück 137, in Münckrn 170, Hamburg 70, Bakabest 89, Crinbnrg 53, New York 818, St. Petersburg 77, Wien 253 _ deSgi. an Dibbtberie und Creux; 171 Brriin 57, Kopenhagen 48, London (Kranken- käufer) 111, Nrw York 283, Paris 64, St. Prtersburg 88, Stock- bqlm 59, Wixn 37 _ desgl. an Unterleibstbpbus in London (Krankcrbäuirr) 28, Paris 143, Si. Petersburg 57, Wirn 70.
England.
Zufolg; Verordnuxrg des 1301176 01" ngjauirars in Lobdon vom 2. d. M. nt die Einfuhr von Vieh aus Argentinien und Uruguay vom 30. d. M. ab verboten.
Theater und Mufik.
Berliner Theater.
Fräulein Adrle Sandrock feste gestern ibr erfolßrrichrs Gast- spirl in der Titxlrolle bsn Grillparzers düsterem Ttaurripiel „Medra“ fort und bot darm eine tragische Leistung großen Stils, die mit Recht die Bewunderung ker zahlreich_ anwesenden Zuschauer er- regte_. Tas brlljönendergan ,der Küniflrrin brachte die !"Öönen Verie ker Dick-tuyg zu tiefer Wirkung, namentlich da, wo si: ruhig oder mit gedamviier Sttmöme sprach. Der dramatisch: Kulmmations- punk: der Tra-„öx-ie,' die Scepe, in welcher Medéa von Men aus- gewiescn wird und „tbrem Uiacheg_efübl glühenden Ausdruck giebt, br- deuteir, obwohl sie tbr naturzemaß den stärksten Beifall eintrag, doch nicht deri Hobcpxnkt der schaysbielerischen Leistung. Hier muibete die Künstlerin sich zu viel zu, indem sie den Ton zu einem Fortissimo sieigrrn wollte, das ihr nicht gegeben ist; weniger wäre bier mebr aewesen. Ergreiferzd spielte sie dagegen die Scene, in welcher si: Iaion wiederzugewrnnen sucht, ferner diejenige, in welcher die eigenen Kinder sich scbaudernd von ihr wenden, und mit monumentaler tragischer Größe den Schluß des Trauers iels. Unter den übrigen Mitwirkenden ragten err Monnard als son und Fräul:in Hofer als Kreuia berbor. Em Mißgriff war dagegen die Bsießung der Rolie des Königs mit dem sonst in anders gearteten Aufgqben recht tüchtigen Herrn Schefranek. Hier wäre die imponierende Perxöniicbkeit des Herrn Pitiscbau am Platze gewesen. Regie und Inicenterung
waren lobenswertb.