1900 / 94 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 19 Apr 1900 18:00:01 GMT) scan diff

«„.-.. - „* ".'-W„ „(:.:-91.;;:4814-541-52-„1«182293684».*-

„"».-„,*-.« 1- . .- .. *

_ ,., ';“, ;;.

_ „*...-„„, ., *...“!-

JL .. * «..,-„„,-

- ., „“O-',»..«U-x“ , .

Deputirte und_Scnaioren. Als die Theilnehmer an deäéxeier die Kirche verließen, wurden in der draußen stehenden enge einige Rufe: „Es lebe das Heer!“ laut.

Rußland.

DerKaiser qu die Kaiserin besuchten, nxie „W. T. B.“ aus Moskau mel et, in den leßten Tagen dte Kkathedralxn und Kirchen im Kreml. Heute werden Ihre Maxstäten m Begleitung des Großfür'sten und der Großfürntn Ser- gius die Rüstkammer bi'stchtigxn.

Spanien.

Der Ministerrati) hat, wie dem „W. T, V.“ berichtet wird, der Köniain-Regentin gestera ein D*kret unter- breitet, durch :o(-[ck66 daSMinisterium des „Fomento“ in mei neue Ministerien: für Unterricht und für öffentliche rbeiten, zerlegt wird. Darauf 501811 die Mmister ihre Ent- lassung an, welche angenommen warde. Das neu gebildeFe Kabinet, welchs gestern Abend den Eid geleistet hat, (st, wie folgt, zusmnmengescßt: Vorsiß und Marine Silvela, Aeußeres Marq11'1s Aguilar de Campos, Justiz Marquis Vadillo, Finanzen Villaverdc, Inneres Dato, Kxicg Azcarraga, Unterricht Garcia Alix, öffentliche Arbetten

Gasset.

Niederlande.

Die Königin und die Königin-Mutter werden sich, nach einer Me1dun 568 „W. T. B,“, am, 30. „d. M. zur Theilnahme an der Zochzeifsf-ier der Prmzessrn Eltsabett) von Waldeck und Pyrmont nach Arolsen 66.165411. „Ylsdann ge- denken Allerhöchstoieselben für einige Zett tn Thurmgen Auf- enthalt zu nehmen.

Dem gestrigen Empfang bei der Sonder-Gesandt- schaft der südafrikanischen Republtken wobntcn__zc_11)l: retche Personen bei, darunter mchrere Abgeordnet- (xnd Getitlzche owie eine Abordnung der Sektioa der Friedens-Lma.

er Präsident der Ersten Kammer van Naamen wurde 58- sonders empfangen. Der Führer der Abordnung F11cherba_tt6_1m Beisein des 131. Le yd s qestsrn eine: Besprechung mtt Jem Munster des Auswärtigen de Beaufort m" dessetx AmtSraumet). Es heißt, die Deputation werde nach Prufung ihrer Beglaubtgungs- schreiben eine Audienz bei der Kö_n1gin nachsuchen und noch bis Ende: dsr W0ch2 im Haag bletben.

Schiveden und Norwegen.

Gestern ist, wie dem „W. T. B,“ aus Christiania be- richtet wird, für einen Theil des Heeres und 311111 ersten Mal für einen Theil des Landsturms Ordre zu emer Probe- mobilmachung erlaffen worden.

Dänemark.

Wie „W. T. B.“ aus Kopenhagen berichtet, sind der Kronprinz und die Kronprinzessin gestexn über Korsör und Kiel nach dem Auslande abgereist. Höchstqreselben werden zu- nächst ihre Tochker, die Prinzessin Intse zu Schaum- burg-Lippe, in Osdenburg besuchen und edenken sodann Nach einem Aufenthalt an der Riviera su?) zum Besuch der Weltausstellung nach Paris zu begeben. - Der Prinz von Wales ist heute VormittaJJUhr mittels S0nd_e_r- 3111366 über Köln-Brüffel und Calais nach L0ndoz1 abgereqt, wo die Ankunft morgen Abcnd erfolgt. Der Köntg und dre Mitglieder der Königlichen Familie begleitZten den Prin 611 nach Röskilde, wo fie prachtvolle Trauerkranzc auf den arg der Königin Louise niederlegten.

Amerika.

Der „Morning Post“ wird 0118 Washington vom 18. d. M. gemeldet: Infolge der Drohuna, daß dix Jtalienxr, welche sich an den Nrbeiterunruhen am Crotonflusje botheiltgt haben und innerhalb des leßten Jahres nach Amerika gskommen sind, nach Italien z1111"1ck,;esandt werden sollten, habe de_r italienische Botschafter de Fava einen energischen Protsst beim Staatsdepartkment eingereicht. Auf Grund von Instruk- tionen, die er gestern von seiner Regierung erhalten, habe er erkiärt, daß das («gen die italicnischsn Arbeiter geplante Vorgebsn ungeseßlick) sei und mit den zwifchkn Jtalisn und Amerika bestehenden Verträgen nicht im Einklang stehe.

Asien.

Aus Peking vom gcstrigsnTage wird dcm„Reu_ter'schen Bureau“ gemeldet, es sei daselbst ein Edikt veröffentlicht worden, welches die Aufmerksamkeit der ViZL-Köniqe und Gouverneure auf die von dem gemeinen Volke gcbildstcn bewaffneten thhcilungen zur Selbstverthcidigung lenke. In dem Edikt werde den Vize-Königcn und Gouverneurcn be- fohlen, Proklamationcn zu e'rlassen, in_ wclcben dicse Banden aufgefordert werdcn, slch ]Ldkk Fcind1e1igkeit gegen die ein- geborenen Cßristen zu enthalten, und wenn dieselbxn 1111) der- artiger feindseliger Handlnngen schuldig machen sollten, sie streng zu bestrafen.

Afrika.

Das „Reutcr'sche Bureau“ berichtet, die chieruyg dcr Südafrikanischen Republik habe der portugiejtschep Regierung das Anetbietcn gemacht, ihr die Summe, die fte nach dem Delagoa-SchicdHspruch zu zahlen habe, zu leihen. Dieses Anerbieten sei mit Dank abgelehnt worden. Die R6- Yerung von TranSvaal beabfichtige ferner, gegetz die

kportation der (Gefangenen nach St. Helena Protest (in: zu 69611.

Der Kommandant Fronemann hat nach einer Meldung aus Pretoria 400 Engländcr über den Oranje-Fluß in der Richtung auf Aiiwal North verjagt, mehrere Mann zu Ge- fangenen gexnack)t_ und _Wagen und Vieh e1beutet. Die Brücke bei Bethulte set in M Luft gesprengt worden.

Aus Aliwal North meldet das „Reutcr'schc Bareau“, daß eine ungefähr 300 Mann starke Buren-Abthcilung steh in der Richtung nach Smrthfreld bewegt habe. Die leßten Privatmeldungen aus chpxncr besagten, daß die dortige britische Besaßung wohlauf scx. _ *

Der „Evening Standard“ ber:chtet, der (General Sir Charles Warren sci abberufen worpen. Das KriegSamt lehne (6 ab, hierüber Auskunft zu erthetlen.

Das „Neutcr'sche Bureau“ meldet aus Accra vom 17. d. M., 008 Kanonenboot „Magpte“ habx bei Cape Coast Castle Mannschaften gelandct zur Unterstgßung der, Hauffas, die bereits nach Kumasfi abgegangey seten. Wettere Vex- stärkungcn würden „folgen. Gexüchttpetse yerlauie, daß die Aschantis entschioyxcn seien, d1e Dmge bis zum Aeußersten

„verneur im

zu treiben, bevor die Verstärkungen ankämen, und den Gou- Fort Kumassi anzugreifen„ wenn ihre Forderungen; nicht bewilligt würden.

Statistik und Volkswirthfchaft.

Die Hagelversieberung in Preußen 1899.

Im Anschluß an frühere M1ttbeilunaen übst den Hagelschaden im Jahre 1899") werden in der ._Stat. Korr.“ jest fur die en Zsitraum nähere Angaben über die Hagexverficherung veröffentli t. “n welchem Umfange die Landwirtbe Preußen! |ck gegen Hagel- verluste durcb Versicherung zu decken sgchen, ist nicht bekannt, da allgemeine Erhebungen darüber egenwartig nicht stattfinden. Es wird nämlich nur ermittelt. n wklcbem Umfange di: durch Hagel geschädigte Fläche versichert ist. Wenn man aber aus den Er ebniffen dieser Untersuckvungen auf die Verbreitun der Hagel- v§r1cherung überhaupt schließen darf, so kann eine stete unabme fest- gestellt w-xrven; denn von der verbaqelten Fläche waren im Mittel der Jabre1833-88 39, 1889-94 51 und 1895-99 55% verstchert. Auch die Höhe der Versicherung scheint zuzunebmen, da, soweit die vxrfickoerte Fläche bcschädiqt war, die V81ficherungssumme für das Hektar im Mittel der Jahre 1883-88 310, 1889-94 322 und 1895-99 345 .“ betrug. Im Jahre 1899 waren von den ver- bagelten 503114 116 268 962 118. = 53 9/0 zu einer Summe von 100117 837 .“ = 372 .“ für 508 Hektar verfiHert, und zwar in den einzelnen Provinzen von den verhagelten Flächen:

Verfickzerungssumme

im Ganzen für das Hektar

o/o .“ ..“ 49 6574 397 266

in Hektar

Ost reußen ...... 24 709 W: preußen . . . . . 26 263 54 8130480 310 Brandenburg ..... 37 536 54 11 882 753 317 Pommern 25 017 72 8 304 957 332 Posen . 21067 56 7050 021 335 43 238 56 16 547 572 382 28 455 52 15 393 614 541 6 408 73 1 621500 253 32 500 50 14 972 431 461 Wsstfalen . . . . . . 8111 39 2992020 369 HZffen-NaffaU. . . . . 11389 48 4747106 417 Rheinland . . . . . . 3865 31 1747 836 452 Hohenzollern . . . . 354 41 153150 430. Einen maßgebenden Einfluß auf die Hagelverficherung übt die Grundbefißvertbeilang aus, indem die Gcoßgrundbe 1851 fich in höherem Grade gegen dis elementaren Ereignisse zu de en suchen als die bäuerlichen Wirths. Dies erbeÜt aus folgender Zusammenstellung, in welcher der Umfang der Versicherung der verbagelten Fläche nacb Landgemeinden und Gutsbezirken untertckoieden ist; die Unterfgchunq urstrecki fich nur auf die östlichen Landestbeile, weil hier hauptsachlich GutSbezirke in größerer Zahl vorhanden find.

Von der verbagÉtZ Fläche waren versichert: im RxgierungsHezirk1???2 1893 1894 1895 1896 1897

Hunderttbeile 52,9 40,9 76,0 77,3 36,1 41,4 87,3 79,5 21,1 36,9 66,1 69,5 43.0 29,4 87,2 74,1 63,1 57,1 96,4 94,1 40,1 41,3 92,4 92,1 41,5 30,8 83,2 95,1 35,6 29,6 82,4 78,1 98,7 42,8 90,2 83,5 46,3 32,7 90,5 67,3 50,2 45,5 89,9 82,0 41,9 46,4 87,5 87,1 52,2 61,8 93,0 82,1 47,2 33,4

Schleßwig-oH'olfteÜ .' .' : Hannover .....

1898

x_- (D W V

552 76,2 44,2 82,7 45,9 90,0 53,0 85,2 53,3 73,4 45,0 82,4 35,1 83,9 34,8 89.2 67,7 93,9 48,0 “86,4 , 56,2 89,6 82,2 22,5 67,2 50,6 83,9 41,8 60,4 75,5 81,6 35,8 31,2 56,3 88,1 69,2 62,5 95,9 74,3 3, 89,6 58,2 71,0 64,5 90,8

36,6 321 825 80,3 37,8 38,1 959 82,5 42,0 40,8 77,7 84,7 39,9 48.0 85,2 85,8 56,0 59,2 91,6 86,7 45,5 88,8 80,5 81,2 41,5 23,6 97,2 81,4 86,4 34,1 88,0 91,1 , 71,0 85,7 75,8 91,9 97,8 37,5 37,8 , 74,7 98,8 91, 445 486 800 79,9 89,3 76,3 34,6 62,8 61,3 87,0 90,1 81,6 45,0 43,8 41,2 82,6 92,9 80,9 32,7 89,0 459 85,5 87,3 81,2 76,4 86,4 554 48,5 57,2 56,2 65,2 83 84188 87 "7“ 7 , 7 4-4 Merseburg -- 87,9 88,8 76,1 95,9 79,3 E-f , 15,4 26.2 26,2 21,5 32,3 25,9 18,9 35,1 “Uk 75,0100,0 84,9 93,3 78,9 89,6100,0 72,2.

DurchschnTttlich batten hiernach die Landgemeinden 1883-92 29,1 % und in 5611 weiter folgenden Jahren 37,1, 49,1, 43,5, 39,6, 41,1, 42,6 und 45.8 % verskbert, die Gutsbezirke dagegen 1883-92 78,5 und weiter 77,9, 83,5, 85,4, 80,8, 83,6, 85,7 und 83,6 0/0. Ebenso Pflegen die GcoßgrundbesFer auch höher zu versichern; denn für die Landqemeinden der in * etracht kommenden Regierungsbezicke betrug die Vsrfikberung für das Hektar 1883-92 292.44 und in den einzelnen Jabrén 1893 bis 1899 256, 299, 231, 279, 300, 334 und 335 „si, für die Gutsbezirke dagegen 326, 320, 333, 348, 344, 337, 375 und 383 „14

20,2 3,

» *

Königsberg . .

* *

* *

,

Gumbinnen. .

Danzig . . . .

WWWWUd-é

9 6 0. 2,9 ,L 4

ZWÖWWWW OWDséo-qwc)

9. 1-

s *

Marienwe1der

NHQNQQWWQW

7 1 3 '2 .8 4 .8 5

Q 153 W

ck _jß U"

&

»Ow-x-ZOZQ-cho („"p-QHQOOWRLO

5,

*

U00 !“.“- Uk"-

,

,

ode» 59.09 Oo:

!

00 “» Q

7 0 ,5 0,7

00:15 U:»- V'»)

,

6 6 0 3 0, 8 3 9 6

OQOßwww-ßcow 5429021263666on

MWBNÖQLTZW

O M p_-

» .c- »

3,

!

()*-wc..- 95.6» 000

0 8 1

5 5 6 3,2 5 2 7 2 4 1,

6,9

1,9 7,4

,9 5 1 0, 6

[

7 7 2 7 3 8 2 7 9 2 . 7 3 8 3 8 3 7 2 7 3 7

Magdeburg . . ".

k

5 8 9 2 3 8 6 8 5

Die französische Strafrecht6pflege-Statistik 1 893-97.**) (Stat. Korr.) Die franzöfischeKriminaliiät zeigt seit einer Reihe von Jahren eine zumeißt günstige Bewegung. Die vor die Schwur- gericht: (601113 (1'8851868) gehörenden Anklagen weg3n Verbrechen gegen das ermögen haben zwar in den ießten Jahren etwas zugenommen: von 1488 im Jabra 1893, 1486 i. J. 1894 und 1224 i. I. 1895 auf 1977 i. J. 1896 und 2087 - eme seit 3117111312? J1bren nicht erreicht: Zahl - i. J. 1897, ngesen s1n5 die nklagen wegen Verbrechen gegen die Person in fast reaclmaßcger Verminderung be- griffen, und zwar von 1549 i. J. 1893 auf 1451 i. J. 1894 und 1302, 1360 und 1213 in den nächsten drei Jahren. Allein die An- ila en wegen Mordes haben sich in den erwähnten fünf Jahren (111- (ich 0011 429 und 441 auf 384, 385 und 371 vermindert. Noch bemexkenßwertber ist die Abnahme der Sittlichkeitsverbrecbeu; die- anigen gegen Kinder haben Von 651 auf 522, 507, 511 und 474, die gegxn Erwachsene von 79 auf 68, 60, 66 und 42, beide Arten von Straftbaten also ebenfalls ziemlick) regsxxnäßig, angnommen.

Bekannt und nicht unbegründet Ut die Auffassung, daß die steiaende Kultur in mancher Hinstcht die Vermehrung der Verbrechen begünstige, da fie mit der Entwickelung der Verkehrsbeziebungen und dem immer engeren Zusammenwobnen der Menschen auch immer neue Berührungs- und Reibungsvunkte schaffe. Auf der anderen S3ite schwindet aus demselben Grunde der äußere Spielraum für gewiffe Verbrechcn ganz von selbst. Es zeigt fich dies in der

*) S. Nr, 81 des .R.- u. SMA.“ vom 2. April d. J., Zweite

Beilaae. ") Vgl. Nr. 95 der „1367116 (16 6686181111116“ vom 4. Februar 1900.

französischen StrafreÖUpftege-Statiftik namentlich in ;] Straßenraubes. ' Rock im Jahre 1837 erfolgten 72 Ank7a631ch TZ„ ? im-Iabre 1847 noch 69. 1. J. 1857 noch 86, 1. J. 1867 ..ck?"- 1 J. 1877 noch 20, i. I. 1887 wieder 28; in den Iabten 1896 ,; 1897 endlich kamen nur noch 19 und 17 solcher Anklagen vor. an

Größe und Einwohnerzahl Chiles.

Die Republik Chile hatte nach der Zählung vom 28. November 1895 2712 145 Einwohner. Am 31. Dezember 1898 betrag dig Ei wobnersabl 3082178; fie hat also um 370 033. zugenommen. NTT Abzug des neuerdings an Argentinien abgetretenen Gebiets ist Chu 690 356 (111111 groß, nach dem Flächeninhalt also größer als jede: europäisch? Staat, Rußland allein ausgenommen, halb so groß als Deutschland, Frankreich und Spanien zusammengenommen, eineinhalb, mal so groß als Großbritannien und Jtalixen, dreiuodzwanzjng so groß als Belgien. Im Jahre 1895 kamkn 3,60 EinWobner aus 1911111. na der Scbäßung vom 31 D21ember 1898 sind es 446- die späeucht: Be ölkerung (0,02) hatte 1895 das Magatha'msö Territorium, die dichteste (51,37) die Provinz Valparaiso.

Nach der Zählung von 1895 waren im Lande 72 812 Ausländer 42105 Europäer und 29 687 Amerikaner. Von den Amsrikanen; waren 761 Bürger der Vereinigten Staaten, 7531 aus Argentinien 6654 aus Bolivia, 103 aus Brasilien, 33 aus Canada, 45 aus Zéntral: Amerika, 135 aus Columbia, 10 aus Cuba, 413 11118 Ecuador, 127 aus Mexiko, 40 aus Paraguay, 13 695 aus Peru, 186 aus Uruguay und 11 aus Venezuela.

Die Bevölkerung der wichtigsien Städte stellte fich nach der

uns vom 31. Dezember 1898, wie folgt:

Santiago 311704, Valparaiso 140 262, Conception 51781 Talea 40 237, Cbillan 82 769, Jquique 80 000, Antofagasta 16795“ Caric:) 14825 und Talcabuano 14284. (140511117 130115115 „Z 13116 131116811 01" 4111611686 ZSYUÖÜCI.)

Zur Arbeiterbewegung.

Der Ausstand im Maurer- und Zimmerergewerbe iu Kalkber e-Nüderswrf, der geraume Zeit angedauert hat, ist, wie die . off Ztg.“ berichtet, kurz vor Oytern nacb Erhöhung des Stundenlobnes von 45 auf 471 Y aufgehoben worden.

In Wiesbaden find, der ,Rb.-Westf. Ita.“ zufolge, etwa 1200 Maurer ausständig. Sie verlangten eine Lohnerhöhung um 4 Hd pro Stunde, welche von den Unternehmern jedoch abgsiehnt war 8,

Ja der Weberei von D. G. Droste Nachf. zu M.-Gladbach haben, nach einer Mittheilung desselben Blatts, sämmtliche Arbeite: gekündigt. Sie fordern die sofortige Entlassung der Werkfübrer sowie eine Lohnerböbun um 15 9/0.

Aus New 01! meldet „W. T. V.“ vom gestrigen Tage, daß am Croton-Fluß eine Anzahl neu engagierter Damm-Arbeiter unter militärischem Scbuße arbeitet. Dre Zahl der ausständigen italienischen Arbeiter beziffert sick) auf etwa 1000. (Vzrgl. Nr. 93 5. B1.)

Kunst und Wissenschaft.

Nach den „Amtlichen Berichten aus den Königlichen Kunst. sammlungen“ hatten die Gemälde-Galerie, die Sammlungen der antiken und der christlichen Bildwerke sowie das Antiquarium der Königlichen Museen zu Berlin im letzten Quaxtal des Jahres 1899 folgende Vermehrungen zu verzeichnen.

Die Gemälde-Galeric erhielt von Herrn Rudolph Pb. Gold- scbnidt in Berlin ein Bild des anciöco Goya zum Geschenk. Diese Dzrsteüung einer Versammlung vornehme: und bürgerlicher Herren vor dem König und seinen Würdenträgern ist der Entwurf zu einem Gemälde, das fich, wenißstens früher, in spanischeux Privatbesitz befand. Angeblich ist darn eine Sißung des Pbilippmen-Comités unter dem Präsidium des Könias Ferdmand 1711. dargesteüt; Die in schwärzlicbem Ton gehaltene Skizze, die namentlich das Sviel des Lichts höchst geistreich wiedergiebt, ?ebört der spätesten Zeit des spanischen Meisters an, der bisher 11 der Berliner Galerie nicht vertreten war. , .

Für die Sammlung der antiken Or1grnalfkulpturen wurden keine Erwerbungkn gemacht. Die Sammlung der Gips- abgüsse wurde vermehrt durch Ab üffe des Kopfes der Madrider Diadumenosstatue, des Kopfes der eleagerstatue im Vatthn und eines bärtigen Kopfes im Garten der VM: Borghese. Ferner ge- lan ten in die Sammlung Proben der Skulpturen von Epidauros, sol 2 aus Eleufis, darunter die kleine Wiederholung einer Gruppe aus dem Westgiebel des Parthenon und das Relief der sogenannten trauernden Athena yon der Akropolis zu Athen. Durch Geschenk des 1)1-.Freiber(n Hiller von GaertcirYen erhielt dieFormerei die Fgrmen von ihm auf Thera gefundener 'kulpturen. von denen 916311114111 die Sammlung aufgenommen wurden. Es s'md dies ein arch111cher

rauenkovf, zwei xömiscbe Kaiferköpfe und die von Artemidoros ge- ifteten FslSreliefs. '

Für die Abtheilung der Btldwerke der christlichen Epcxche wurden durch Herrn 131. Wilhelm Vöge, _der vorübergehend an dteser Abtheilung beschäftigt war, Erwerbungen in größerer Zahl aus dem Gebiete der altchrtstlichen und byzantinischen Kunst gemacht. Obenan fteben Marmorbildwerke aus Psamatia in Konstantinopel, nämlich ein größeres altcbristliches Relief aus der UebergqngSzeit vom antiken zum byxantinischen Stil ks. Jahrhundert), den xugxnd- lichen Christus zwischen sti Aposte 11 innerhalb einer dekoxattven Säulenarcbitektur darsteklend. fast frei gearbeitete Figuren m drxi Vierteln de.- natürlich8n Größe und 311121 zusammen ebörtge Relief- latteu mit der anagia(Jungfrau Marta) und dem rxengelMZTbael früher irrtbümicb als „Verkündigung: gedeutet) aus dem spateren byzantinischen Mittelalter ()(11. 513 )(111. JabrbundU). “„- Unter den zahlreichen Arbeiten der byzantmtscben Kleinkunst, die als Geschenk des Direktors, Geheimen RegierungSZatbs „Wilhelm Bode (mit Außnabme einer aus den Priene-Funden uberrmesenen kleinen Tbonflxsche) erworben wurden, gehört der altchriftlichen Zeit eine Szrie von Tbonfläsäßchsn an, die einen besonders in Kleinasien ver- breiteten Typus vertreten, wie denn auch fast alle 1111 Folgendßn ayi- efübrten Stücke in Smyrna erwoebcn wurden., Die schon nemltch 6edeutende Sammlung der Lampen wurde bereichert ,um eine als- christlicbe Tbonlamve und sechs-wertbvolle altcbristltcbe und ait- byzantinische Vronzelamven aus dem 7.-171. Jahrhundert. Ferne? wmden zwei Bronzsständer Von seltener Forty erworben, die beftlmm waren (mittels eines vietkantizen Dorus) die Lampen zu tragen. - Eine Anzahl anderer Gerätbschaften byzantinischer Arbeit reibt |ck an, dabei eine Hängelampe (Polyrandilon), ein als Ketten- schmuck von Lampen dienendes Stück mit dem Monoskc"mu Christi, zwei Weibrauckobecken und vor allem ein, in KM: stantinopel erworbener liturgischer Leuchter, der m _ durchd brochener Arbeit das Modeu einer byzanliniscben Kirche 12181 U"- mit dem unteren röhrenförmigen Ansa wohl auf einem Stock 9“ tragen wurde. Eine der höchst se ten vorkommenden fiZÜkÜckke" Bronzen byzantinischer Herkunft, leider fragmentiert. stellt einext Krieger (Leibwächter ?) mit balblanger perrückenartiger H::artracbt V9“; Die Arbeit gehört anscheinend noch dem 71. Jahrhundert axl- ““ m der großen Sammlung von kleinen Bronzekreuzen intereskert am meisten die Gruppe der Reliquienkreuze (Doppelkreuze, die, "““er- aeklappj, die Reliquie bewahrten) mit gravierten oder erhabenen a stellun en des Gekceuzigten, der Panagia, der Heiligen, oderkauft. mit rnament, wobl sämmtlicb serch-paläsiinenfijcher H“ "" Diese Stücke find für die christliche Ikonographie von nicht Bädeutung. Cin geschnistes Holzkreuz von klxinen Dimenfi dxei Pasten gehören bere';ts der späteren by nttnischen Zeit an-, tuns! kommen endlich. sodaß fast alle Erzeugni e der dstlichen KlemBlei, vertreten sind, zwei kleine Enkolvien (Reliquienkapseln) von Guß- zwei von Bronze, zwei Bronzeftempel zur Stauzung und eine

W..:

* aus Stein zum Guß vo _Bl _nkolpien. zwei Tbonßempel, e Skeelringe, zwei kleine kwick e u. a. m. DieAbt eilung der italienisthenRenaissance - Bildwerke erhielt zum Geschenk von Herrn Arnold Gullleaume .(Köln) ein Holste"?- das die Madonna mit dem Cbrißkknde in Halbfizur auf „175 ornamentiertem, gemalten: Grunde darstellt. Die durch voll- kommene Erhaltung der alten Bemalung und VergolOUng aua- ;jchnete Arbeit ist um 1510 in der Lombaxdei enstanden und höchst Rakommen als seltene Nachbildung in Holzsrbmßerei nach den in renz im Quattrocento beliebten farbigen Tbon- und Stuckreliefs adonna. der Jem Antiquarium gingen als Geschenk Seiner Majestät des Kaiser! und Königs weitere auf dem nach dem gang Mariä benannten Grundstück ,Dormition' in Jeru- alem gemachte Funde zu. Diese bestebewaus zwei gläsernen Arm- vangen yon derselben Art wie die beretts von ebendaber in die mmlung gelangten sieben Exemplare, zwei fraqmentierten Glas- ,fäßen, vier zum tbell wohlerbaltenen kleinen Tbongefäßen, zwei Thonstöpseln, einem großen alafierten Tbonknovß mehreren mittel- allerlicbén Vronzekceuzen, Schnallen und Beschlagtbeilen, einem kupfernkn Knopf, vielleicht noch römischer Zeit, und 22 Münzen. Von yjesen Münzen qebört dte älteste. eine kleine Bronzemünze, der Zeit des Antoninus Piu; an und ift in Jerusalem selbst geprägt; die übrigen find, soweit übexbaupt bestimmbar, türkische Kupfermünzen vexschjed7nstsr Zeiten bis 171 das LULU. Jahrhundert. - Die neuen Funde sind mit den früheren Funden zusammen in einem besonderen Schaukasten im Sternsaal des Neuen Museums aufgesteüt.

' Jn avia wurde, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Abend der Konare der Anatomischen Gesellschaft eröffnet. In Voxstßenden wurden die Profefforen A. von Kölliker aus Würzburg, J.Merkel aus Göttingen, Waideyer und C. von Bardeleben aus

erlin gewählt-

Bauwesen.

Die Ausstellung deutscher Brückenbau-Anüalten in Paris 1900 befindet skb, wie das „Centralbl. d. Bauverw.“ be- richtet, im Hauptgebäude, dem 1381818 (111 (261116 (21711 61: (168 1:10 6115 as 1181186015 (01181111) (1614815, 1417611116 (16 811111611). Die eben Aussteller sind: Maschinenfabrik Eßlingen in Eßlingen; Gute- hoffnungobütte, Aktienoerein für Bergbau und Hüttenbetrieb in Oberhausen; Gesellsckoaft Harkort in Duisburg am Rhein; Pbilipv Holzmann u. Co.. Gesellscbaft m. b. H. in Frankfurt am Main; Vereinigte Maschinenfabrtk AuKburg und Maschinenbau8esel11chaft Nürnberg, Aktien-Geseüschaft in ürnberg Fweiganstalt Gustavsburg); Union, Aktien-Gesellxcba'ft für Bkrgbau. isen- und Stahlindustrie in Dortmund. Bei elner im Mai 1898 in Frankfurt am Main ebaltenen gemeirxsamen Besprechung batten die Aussteller be- 7chlossen, deu deutjchen Brückenbau _durch Bilder, Modelle, Druck. schriften, Kataloge, Konstruktions-Zetchnunaen sowie durch Photo- graphien in Albums und Ständern in seiner Gesammtbeit dar- zustellen und zur Geltung zu bringen. Außerdem wurde dort verein- bari, über die Entwickelung des Brückenbaues in Bezug auf Theorie, Konstruktion und Bauausführung eine mit Abbildungen be- sonders reich aUSJesiattete Abhandlung 1chreiben und in deutscher, französischer und enalischer Sprache drucken zu laffen. Mit der Aus- arbeitung, dieser Denkschrift, die den Titel „Der deutsche Brückenbau im 19. Jahrhundert“ erhalten hat, ist decGebeime

* Hofrath, Professor Me 5 rte n s in Dresden betraut wvrden. Es gelangen

von der Schrift nur 500 Abdrücke der dkutschen Außgabe bei Julius Springer in Berlin in den Buchhandel. Ze 1000 weitere Abdrücke von allen drei AuSgabkn ünd dazu bestimmt, während der Pariser Ausstellung an Besucher auf deren Wunsch abgegeben zu werden. An erdem hat der Direktor des Vereins deutscher Ingenieure, Bauratb P ers in Berlin, ck übernommen, dem Inhalt der Schrift durch deren Wiedergabe in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure die weiteste Verbreitung zu verschaffen. Der Anhang der Scbxift, die Ende April 5. J. erscheinen soll und enva 17 Bogen in Groß-Quart mit fast 200 Textabbildungen umfaßt, enthält auch eine kurze Beschreibung der auSgesteÜten Gegenstände.

Land: und Forstwirthschaft.

Geflügel und Fische auf der Wander-Ausstellung1900 derDeukschen Landwirtbschafts-Gesellschaft in Posen.

Nachdem sich durch Untersuchungen berauSaestellt bat, das: das Posener Wasser der Gesundheit der Fische nicht schädlich ist, ist die Frage der Möglichkeit einer Fischerei-Ausstellung daselbst endgültig ent- schieden,und von der Deutschen Landwirtbschafts-Gesellschaft ein Preis- ausschreiben veröffentlicht worden. Infolge der großen Bedeutung, 1_velche der Karpfenzucbt in der dortigen Gegend und überhaupt in den Ostiichen Provinzen beizumxffen ist, werden die Preise für die Karpfen- abtbetluryg auf der dies abrigen landwirtbschaftlichen Wander-Aus- ßeÜung in Posen zablrei er sein als auf früheren Ausstellungen.

Auch das Preißausschrciben für die Gcflügel-Aussteüunq ist nun- mebx Vetöffentlicht. Als neue Gruppe wird zum ersten Mal Jago- Qkfiugxl gezeigt, werden, und zwar dasjenige, das auf vorzugßweise landwirtbfchaftltch benuytem Gelände, einschließlich sogenannter Feld- bölzer, gezuchtet und gehalten zu Werdexn pflegt. ierbei handelt es

ck vornehmlich um Fasanen und Rebbubner und 0115: Hübner, die

zu Fasanenbrutzwkcken zu verwenden find. Von der Ausstellung sind

Wegen Jagd..efiü,1elarten, wie fie in großen, zusammenbängenden alkUmgen vorkommen, Auw, Bird, Hase1wild und dergleichen mehr,

ausxxescbloffen.

_ Der_Schluß dcr Anmeldefrist ist für Fische auf den 1. Mai rnd

fur Géflugel auf den 10. Mai festgeseßt.

Saatenstand in Belgien und der Getreidemarkt in Antwerpen während des Monats März.

Der Kaiserliche General-Konsul in Antwerpen berichtet unter dem 12. d. M Folgendes: [ Im Dezember trat nach längerer Reqenperiode vlößlicb wochen- MJ dauernder, verhältnißmäßig strenger Frost ein. Schneefall scheint ?Ug'emein erst eingetreten zu sein, nachdem der Boden bereits 1191119911? durchfcoren war. Im Januar und Februar bxrrschte m,![dxre Witterung, im März aber wiederum verbäijnißmäßig sebr FUN? Temperatur. Diesen dem WaÖStbum wenig günstigen lttexungshkqdingungen entsprechen im aUgemeinen die vorlieJenden aObrichten uber die Uxberwinterung der Saaten. Besonders in den ovimen Ost-Flgndern und West-Flandern sollen diese in der UkiMckelung xiemltck) erheblich zurückgeblieben 16111. In Ost-Flandern e U?U„stellenweise sämmtliche Getreidesaaten,1n West-Flandern nament- dezen, und Gerste nicbt unbeträcbtliah, Roggen dagegen, namentlich ck Fnsudltchen Theilen letzterer Provinz, wo er sogar verhältnißmäZig O1? ick gut stehen soll, weniger durch Frost gelitten zu haben. 71 od'Flandxrn baben we en der bedeutenden Niedersckpläge im Februar, WsUkcb dre Felder tbe [weise überschwemmt wurden, die Frühjahrs- könnaeßte" in größerem Umfange erst im März begonnen werden WittJn der Provinz Antwerpen sog Weizen die widriaen M Eerunßsverbaitniffe noch ziemlich gut überstanden haben, indessen drf kkie ung aufer Erträge einer an emeffenen Düngerbestreuung be- Stekln' Klee soll hier aber erbebl cb ' elitten haben und an vielen wen,?" Jan sicb eingegangen sein. Auch 61er scheinen die Feldarbeiten vorge cbtitten zu sein. Wei " dkr ProvinjLütticb sol] ebenfalls das Getreide, besonders Weis:m*'soWie auchK1ee, beträchtliche Frostschäden aufweisen. Stellen- en Muffen die Felder neu be teüt werden. Am besten haben die 6111161 _m September ersol ten ussaaten widerstanden. Wiesen- und Welt ““Utkk zeigen sich, w c das Wachstbum überhaupt, wenig ent- beit d's ier haben die Frühjahröarbeiten infolge zu großer Trocken- S 008718 Verzögerung erfahren.

In deéProvinz Luxemburg sollen die Saaten und Wiesen

““F“ "1!“ “".-M“? “... .. ' ...... ( aerau oge 11 en esvon 81111 ermaßen gelitten haben. DHA

ock .sebr chön geüanden baben. in [ terer

rost und bau

sche nend auch hier den Frübjabrßaussaaten und dem

hinderlich

gewesen.

e Witterungßverbä ni e find an-

artoffelbau

Aebnlick) dürften die Verbältniffe in den übrigen Provinzen liegen. Auf dem AnWerpener Getreidemarkt herrschte wie im Februar

rege Nachfrage nach vortätbiger Waare, insbesondere nacb

uten

Qualitäten; für letztere wurden 50 Cts. für den Doppelxentner me 1 als im Vormonat gezahlt. Preise für scbwimmende oder noch zu ver- scbiffende Waace sind dagegen unter dem Einfiuffe bedeutender Weizen- versckpkffungen von La Plata einigermaßen gefallen.

Die Preise für oor1ätbige Waaren stellten sich am Monats- scbluß ungefähr, wie folgt:

Weizen :

nordamerikaniscber Kansas . . . kalifornischer . Walla Walla. australischer . . Calcutta Club 11 Kurrachee, weißer . rotber . . . lata, je nach Güte . onau, , .

*rUsfiscber- . . .

Roggen : Gerste:

fer: ais :

Weizenmehl:

Die V orr ät b 8 wurden am Mona Weizen: Gerste : Yaks:

oggen Hafer

inländischer . . . . . Donau und nordamerikaniscber . inländischer . . . .

zu Futterzwecken .

für Brauer . . . . . . . russischer und nordamerikaniscber Odeffa und Donau . . . . Plata und nordamerikaniscber inländisches . . . _ . .

350 000 (12 50 000 25 000

M

ck nicht nennenswertbe in erster Hand.

. 17-171-

15F-16ck 16?

WL

17T

168 161- 17 162 151-17 16-17 151-17 158-161- 141-14F 148

131-14 14-168 157-162 12 -142 1117-12 21,1-212

tsscbluß, wie fol'gt, gefchäyt:

Im Laufe des Monats März wurden eingeführt in Ant-

werpen : Roggen: aus

Weizen: aus

Hafer :

Mais :

den Vereinigten Staaten von Amerika Rußland........

Deutschland

Argentinien . . . . . . . . de;: Vereinigten Staaten von Amerika Braßläen . . . . . . Rumänien. . .

Rußland . . .

Neu- Süd-Wales .

Victoria . . .

den Niederlanden

Uruguay

7760 (12 7590

15 350 (12.

95 040 332 870 216 570

84 660

39 000

17 420

6 790 3 880 2 400

970

799 600 (12.

Deutschland . . . . . . . . . den Vereinigten Staaten von Amerika Rußland . . . . . . .

den Niederlanden

Egypten

1000 (12 90 850 , 6 790 , 1 780 , 1 360

101 780 (12.

aus Rußland . .

den Vereinigten Stäate'n Zon' Akteéika' Canada . . . . . .

Fankceiah [

änemark . Türkei .

aus Deutschland . . .

den Vereinigten Staaten von Amerika Argentinien . . . Rußland Rumänien . Brafilien . . . den Niederlanden

Kartoffeln: aus Deutschland .

den Niederlanden . Malta

Algier .

En land .

Ru land.

Außgefübrtaus Antwmoen:

Roggen : nach Deutschland

Weizen : nach

Gerste:

Hafer:

Mais: nach

Kartoffeln :

Das Kai Folgendes :

ziemlich gut.

den Niederlanden

Deutschland

de'n Niederlanden Dänemark . Egypten

nach Deutschland

den Niederlankzen' dem Congo

nichts.

Deutschland . . den Niederlanden

nach England . Norwegen . Brasilien Kapland . Gibraltar Argentinien . Schweden dem Congo Weft-Afrika.

21 600 (12 7 670 1 450

200 180 110

31 210

60 198 700

53 300

27 660

17 400 1 460

810

M

80 (12 7090 „, 560 220 20 10

7 980

9 500 1 950

11 450

62 020 51 170 1 660 10

114 860

8 500 14 400 90

22 990

32 000 13 790

45 790

43 740 25 120 3 230 970 780 770 170 90

10

!!!"-"!ZZ-Z

74 880 (12.

Saatenstand in Rumänien.

serliche Konsulat in Jas sy berichtet unter dem 11. d. M.

_Die im Herb]? gut eingegrünten Weizen- und Roggensaaten haben fast uberall gut uberwintert und sieben gegenwärtig im allgemeinen

Die Ravssaaten baben theilweise durch Kahlfröste gelitten und

stehen in den

Bezirken Botuschan und

Doroboi unter mittel, in den

Bezirken Vaslui und Berlad theilweise gut, in den Bezirken Iassy und Roman ziemlich gut und in den übrigen Bezirken gut.

Infolge der" großen Schneeftürme im Anfang der zweiten Hälfte des Monats Marx und der darauffolgenden Regengüffe hat bisher der FrühjabrSanbau noch nicht stattfinden können.

- Rußlands Lußenöanb'es mit Metinowolle.

Die meiste im sftlicben Rußland erzücbtete Merinowolle wkrd von Rostoffer Einkaufsbäusern aufgekauft, welche durch Vorschuß- ertbxilung die Herdenbefitzer von ck abhängig machen. In Rostoff auem kommen, wie der landwirt schaft11che Sachverständige bei der deutschen Botschaft in St. Petexsburg in den „Mittheilungen der Deutschen Landwlttbscbaits - Gesellschaft“ berichtet, jährlich durch- schnittlich 165000 (12 Wolle an den Markt; Von dort geht die Wolle. in Schwei an die polnischen Spinnereien; die Fracht im Inland: beträgt da ei durchschnittlich 19,50 „74 für 1 (12. Die Merino-Woll- ausfubr ist außerordentlich zurückgesangen, wie folgende Uebersicht

erweist: Agsfubr von Merinowoljle aus Rußland: Schweißwolle Fabrikwäscbe Rückenwäscbe Jm Na Jm 'Nach 111 Nach Jahr Ganzen Deutschland Ganzen Deutschland Ganzen Deutschland 62 (12 (1 (12 (12

2 , 1890 58 524 3935 180 230 230 1891 55.246 1150 80 850 850 1892 21 475 _ 110 600 570 1893 211 50 - 260 260 1894 70 _ 450 155 16 1895 1 455 240 1520 100 100 1896 1700 240 330 213 213 1897 1 060 55 -- 3607 155.

i]![||!1k5"

Werth des Grundbesißes in Argentinien.

Der Bodenwerxb ist in Argentinien im Durchschnitt sehr gering; in den Provinzen mZt alter, Kultur, namentlich im östlichenTbeil Von Cordoba, ist er naturlich Viel höher; die Hauptstadt selbst bleibt hier ganz außer Betracht, da dort das Quadratmeter auf durchschnittlich 6.7 ..jé k_ommt _Der Gesammtwertb der im Privatbefiß befindlichen Grundstucke betragt etwas über vier Milliarden Mülk, was etwa 35,5 0/. des natioxmlen Kapitals außmacht. Der Preis des Hsktars s(bwankt in den einzelnen funszebp Provinzen zwischen 72 «ck und 2 «16 und waegt sich im Durchschnttx um 20 „ji herum, vielleicht wohl etwas hoher. Man muß bei dtesen Zahlen in Erwägung ziehen, das; der adenZFiTnis'che Gx1lmddui1F) ;.ZoZen gäthntheils nifchstt mebr freies Land 0 er egterung an , on ern ere ts in 6 er and be ndet' das wenigste ist allerdings bebauter Boden. H | '

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Argentinien.

Durch Dekret vom 20. März d. I. find Herkünfte aus allen Häfen der Republik Paraguay für pestfrci erklärt

worden. Hinter-Jndien.

ngen Auftretens der Beulenpest in Hoibow in China ist durch Verfügung der Kolonial-Regierung in Singapore Vom 13. März 5. I. der Hafen von Hoibow für verseucht erklärt worden.

Alle von dort kommenden Schiffe werden bis zum neunten Tage nach der Abfahrt oder nach dem Datum des letzten an Bord vorge- kommenetx Falles der Exkrankung oder bis zur Freigabe durch die Gejunyhettsbeamten der Kolonie jn Quarantäne gehalten werden.

Dre Einfuhr von Kulis m die Kolonie von jenem Hafen ist durch e_ine Ratbsverordnung des sterertretenden Gouverneurs vom 14. Marz d. I. Verboten worden.

Verdingnngen im AuSlande.

Egypten.

„7. Mai 1900. Finanz-Ministerium: Lieferung weißen Arbeits- paV1ers fur die Nationaldruckerei für 1900 und 1901. Lastenheft beim „Reicbs-Anzeiger“. ,

Verkehrs-Anftalten.

Laut Telegranxm aus O'be'rhausen (Rhld.) ist die erste eng11sche Post ubxr Vlissingen vom 18. April aus- geblreben, we1l fie mfolge Ausseßens des Postwagcns in Gcnncp den Anschluß an Zug 5 und 11 Köln- annover n1cht erretchte. Sw wurde mit Zug 9] Köln- Snabrück weiterbefördert.

Der Bericht des Magdeburger Schiffer-Vereins für das Jahr 1899 butet ejn re1ches Material von vorwisgend lokalem Intexeffe. Er, bespricht u. a. den Wafferstand und die aklgemeinen Betriebssraebntsse und steak hierbei eine Schiffahrtsxperiode von im Ganzen 344 Tagen fest. Demnächsterört-Irt der B8rich188rschiedenepolizei- bebördliche 11710 geseßliche Verordnunaen, Dctarifierungs- und Be- fracbtunqsbedmgungen, bespricht einen Wettbewerb zur Erlangung prak- tischer Hand-Anker und Ladewindkn und giebt eine Uebersicht über die Frequenz der Schifferschulen zu Klein-Wittenberg, Aken und Lauen- burg. Den Schluß bilden Mittheilungen über Vexeinßangelegenbeiten. Als Anhang ist ,eine intenessante graphische Darstellung des Grund- wafferstandes sowte des Elbwafferstandes in Magdeburg beigefügt.

Für die AusstellungsKüter der Allgemeinen Motor-Fabr- zeuZ-Ausstellung in ' ürnberg 1900ift, nach einer Mittheilung der ussteÜungs-Unternebmuna. freier Rücktransport eingeräumt worden von den preußischen Staatöeisenbabnen, den Reich§eisenbabnen in Elsaß-Lotbrinaen und _der Main-Neckar-Eisenbabn, von den öster- rxicbiscben und österreichtfch - ungarischen, sowie yon den badischen, sacbfischxn, württembergüchen und bayerischen StaatSeisenbabnen.

Bern, 19. April. (W.T.B.) Jn Ausführung des Eisenbahn- Rückkaufßaeseves beschloß der Bundeßratb die Rückkaufs-Ankündi ung zum ]. Mai 1903 für die Jura-Simvlon-Babn, die Linie Buciach-Eglisau--- Schaffhausen der Nordostbahn und für den Antheil der Gemeinde Bremgarten an der Bahn Woblen-Bremgarten.

Bremen, 19.215111. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer ,Saale', 11. New York best., 18. April Doyer vass- „Sachsen', n. Ost-Afien best., 18. April in Neapel, .Barbaroffa“ 8. Australien 18.215111 in Genua, ,Königßberg', n. Ost-Afien best., 18. April_ in Hongkong, „Bamberg', 11. Ost-Afien best., 18. April in Shanghai angekommen.

London, 18. April. (W. T. B. Castle-Linie. „Kinfauns Castle“ beute auf_AuSreise adeira passiert.

Union-Linie. Dampfer „German“ heute auf Heimreise v.

Madeira abgegangen. Rotterdam, 18. Avrkl. (W. T. B.) Holland-Amerika- Linie. Dampfer .Rotteroam“ v. New York heute in Rotterdam

angekommen.

Dampfer

Theater und Musik.

Jm Königlichen Opernhaus: wird morgen Ambroise Tbomad' Over ,Mignon" gegeben.

_ Jm KöniEglicben Schauspielhause findet morgen eine Auf- fubrung von rnst von Wildenbruch's Schauspiel „Die Tochter des EraSmus' statt.

Im Berliner Theater wird morgen als 32. Abonnemenjs- VorstellunIl .Der Hüttenbefißer' gegeben. Am Sonnabend und Sonnta "' bend gélangt Björnson's Schaus'piel „Ueber Unsere Kxaft“, zur Anf "hrung.