Literatur.
Das umfangreiche Unternehmen der _Länder- und Völker- beftbreibung Oesterreich-Un ams, das der bochjelrge Kronprinz Rudolf ins Leben gerukm bat. nähert 11011165: und mehr feiner Vqllenduxöß. BWIN find von dem Werke ,Die öfterreichistb-ungartsche ona: e in Wort und Bild" 346 Lieferungen_ erschienen. Nach dem Ab- schluß der Bände, welcbe Gali ken und dre Bukowina schildern, wurde au 1. Dezember v. I. die er 6 Lieferung des Bandes .BoSmen und
ceaovina' aus eßeben. Dieser Band ging unter den Ausyizien des eicbs-Finanz-M n11ers yon Ksllay aus dem Zusammenwtrken der bervonagendsten Kräfte der LandeSregierung hervor. 2998 die beiden Länder an Scbäßen der Natur und der Kunst aufzuweisen haben, ihre kulturelle Entwickelung seit dem Eintritt m die GYckoiclxte, nament- lich das farbenreicbe Lebxn der Bevölkerung„ die ortxchritte auf geistigen und volkswirtbscbastlickvem Gebiet m _Vergangenbejt und Gegenwart, alles das wird in allgemein verstandlicber Werse zur Daé'ÉeÜung gebracht. Den Schilderun en ist ferner eine große Zahl von Illu-Tratiomn beigegeben, welche das edeutsamste bildlich zu ergänzen suehen. Der Band wird 23 Artikel und 178 Abbildungen _(darunter ein farbiges Trachtenbild) enthalten., in 17 monatlichen Ltefetungen außgegebeu wuden und anfangs des Jahres 1901 abg-schloffen vor- Tiegen. Der Band ,Ungarn' 7, 2. Abtheilung. nähert fich dem Ende. Demnächst beginnt auch der Band „Kroatien und Slavonietz' zu er- scheinen, welchem (111) dann der Band .Siebenbür en“ arzschlteßexn soll, der den gänzlichen Abschluß des Gesammtunterne mens btlden wird. - Bis (6131 liegen von dem Werke .Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“ folgende Bände vor: 1. Wien. - 11. Ueberfichts- band, 1. Abtheilung. (Naturwiss1-nsck;aft_11cher Theil.) -- 111. Ueber- Jcbxsband, 2. Abtheilung. (E15nograpbtscb-gescbichtltÖer Theil.) -- 17. Niederösterreich. - 7. Ungarn,- Band 1. _ 71. Oesterreich und Salzburs. - 711. Steiermark. - 7111. Kärnten und Krain._-- "[I. Ungarn, Band 2. - L. Das Küstenland. -- T1. Dalmatten. - 1111. Ungarn, Band 3. 3217. Böhmen, 1. Abtheilung.
- )(7. Böhmen, 2. Abtheilung.. - )(71. Ungarn, Band 4. )(711. Mährcn und Schlesien. -- )(7111. Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung. - )(!)L. Galizien. - TÜ. Bukowina. - Probehefte und Prospekte des Werkes werden auf Verlangen von dem Verleger Alfred Hölder, K. u. K. Hof- und Univxrfitäts - Buchhändler in Wien, 1., Rotbentburmstraße 15, portofrei zugestellt, während alle Buchhandlungen des In- und Aus- landes, in welchen auch Lieferuugkn zur Ansicht verlangt werdenfönncn, Besteaungen annehmen. '
-Unter demTitel „Zur modernen Dramaturgte“ hat der bxkannte Kritiker und Effayist Euaen Zabe_ 1 im Verlage der Schulze'schen Hofbuchhandlung (A. SchwarßY in Oldenburg eimn neuen Bam!) „Studien und _Kritiken uber das deutsche Theater“ erscheinen lassen (Prets geb. 5 .“), nachdem ihm zu B'?“ ginn des Jahres 1898 ein anderer voraussegangen war, der fich mit dem ausländischen Theater beschäftigt hatte. Der Verfaffxr unterzieht darin die bervorragendstcn Erscbsmungsn des tt_wdernSn Tweakers einer eingsbenden und verständnißvoüen_ Beurtheilung. Nkben allge- 177211127. Fragen, die sich auf die Kunst des Vortrags _und die Gkscbicbte des Bübnenerfolgs bezxeben, bebaykxelf (:r, nach emem Seitenblick auf die dramatischen Plane und Krtttxxrz von Berxbold Auerbach und nach einer liebevollen Charakteristik des gen1_alen Dramaturgsn Karl Werder, dis tonan 8136119611 Talente der _Bubqe unserxr int. Schon ein Blick auf das _: nhaltOVerzeicbniß bxwe:s_t,w16 wenig fich der Verfasser dabei von Partxutromyngen 1611211 laßt, trzdem neben einem feinsinnigen Dichter „w:? Wt1brand_t em _geschtckter Luftspkelautor wie Gustav von Mojer geccurdtßt wxrd. Dxe neuesten Dramen Von Sudermann, Hauptmann, E. __von thdenbrucb,
alda, Paul Lindau geben ihm zu außsubrlicben kritischen
Znalysen Anlaß. Die österreichischen Dram_a_ttker ziehen von den Zei!en Raimund's und Nestroy's bis auf den jungsten Nachwuch8 am Auge des Lesers vorüber, und neuere norddeutsche Talente s(bltéßen ficb an. Viel Persönliches und Unterbaltendes bieten die_ Aufsatze .Bei den Meiningern' und „Immanuel Kant auf der Bubne und im Leben“. Ein breiter Raum ist fern_€r nambafterx _darsteuenden Künstlern gewidmet, deren Reihe die _verjtorbene_ Tragodtn Charlotte Wolter eröffnet. Es folgen die Portrats von Mttterwurxr, Sonnen- tbal, Baumeister, Haas?, Barnay, Engels, Vollmer, Markowsky und Kainz. Der Verfasser beflsißigt sicb eines maßooüen, stets 1ach_lich begründeten Urtbeils, und sein Stil hält fich cbenfosebr von doktrinarer Schwerfäüigkeit wie Von sxichtem Gevlauder frei. __
- .Der bessere Mensch.“ Von einem Optimuten. Breklu, Sch1es11che Verlaas-Anstalt von S. Schottlaender. Pr. ach. 3 „)(- Dem Nievsche'säoen „Uebermenscben“ stellt dex fich 614 ,Ovtttmst be- zeichnende Verfaffer, der zu den Delegkrten bet der Frredenskonferenx im Haag gehört bat, einen anderen _böbxren Menscbxntvvus, den .befferm Menschen“, entgegen, der mtt_ fernem Nießscbe'tchen Bruder wobl manche verwandten Züge gemem hat, aber ("125 auch durcb charakterißistbe Merkmale Von ihm unxerscbndet. Der Verfasse: offen- bart sich, indem er diesen „befferen Menschen“ _als Ideal,_als Ent- wickelunaniel aufstellt, ihn in_ seiner Wesenbett und setnxn Be- ziehungen zu allkn Lebensverbaltniffen charakterifiert und dre Wege kennzeiÉnet, auf denen die Entwickelqng des_Menschen zum bcfferep Menschensbum zu erreichen sei, als em selbstandiger _Denker, der_rje realen wie die idealenLebenSmäcbte in gleicher Weise in Betracht_z1ebt und dabei in seinen Schlußfolgerungcn und den Pexspektiven, dte_ er eröffnet, fich nie in unfruchtbare Pbantasterei und mußige Spekulation Verliert. _
»- .Masurenblut, Geschichten und Gestaltek' betttelt fich eine: Reibsnfolqe von acht Erzählungen von Franz Skywwnpek, we1chc bei der ,Vita“ (Deutsches Verlaßsbauz) in Berlin erschienen find. Obwohl inhaltlich obne Zusammenhang, tragen sie fast alle den eigenartigen düster-melanchollschen Charakter des Masurenlandes, dem ße entstammen. Es ist (11168 wahrhaft und naturgetreu gescbxldert, abex es erweckt fast den Eindruck, als wäre mensch1ichesE1711d_und menschlrche Verkommenbeit dott Vornehmlich zu Hause, als_st(1nde d(zs dortige Volkkleben unter keinem glücklichen Stern. ka 1st 1610011) (11 Wahr- heit nicht so. Auch in jenen Gegenden, O_on denen es im Volksmunde ganz mit Unr-ecb! heißt, daß „Fuch_s und Hase fich dort gute Nacht squn“, giebt es, _ wiß uberall, glückliche, zufriedene Menschen, die 116) der Scboqbktten i_brer .Masuristben Wilxniß' und ihres Lebeys freuen. Die KebrfetTLr), welche der Verfaffer vielfach beraußgegrtffen bat, 1311666 nich! dre Regel. Si: find aber, wie gesagt, geschick_t der W1rkltchkett ab- gelauscb! und so lebenSwabr nackerzäblt, daß ein Kegner yon Masarenland und Masurenblut di: geschilderte_ Landfcbaft formltcb mit zu durch- wandern, die ("12 belebenden Gestalten verkörperx vor s1cb zu sehen glaubt. Die [este Erzählung, welche in dx: Schilderung 568 818566- erwachens (img jungen Blutes gipfelt, fallt aus dem Rabu1_en des Ganzen heraus. Das braucht nicht gerade Masurenblut zu sem: fo fühlt und handelt auch 12069 andere Naturktnd, wenn Amors Pfeil es getroffen. _
- ,Die Romanwelt', die bekannte, tm DeutsHen Y_erlazs-
* hause „B(ta' bierselbst erscheinende „Z(itfchrift für 516 erzablende Literatur aller Völker“ (Preis vierteljährlich 3,75 914) hat es vetstan- den, ihre Eigenart immer mehr zu befestigen und aussubildeq. A_uch das neue Quartal verspriäot, dem 61th Programm getrxu, eme Fulle von bemerkenßwxrtben Beiträgen. Die neueste Arbeit Ernst yon WolzogenU' .Die liebsn Brüder“, (in KarnevalScapricho aus _dem Mü-ubener Faschingsleben, wird in_ emem ds_c nächsten H:!teerschemen, ferner der Roman „Frau Lohengrin" von H. von Beaulieu, dxr cin Frauepvwb1em von besonderer Art_bxbandelt, und eine Erzablnng .Ariftokratsleö' won Olga Woblbruckx; N(ben diesen deutschen_Ar- beiten, denen fich nccb Beiträge 52): SOON?“ von Y_de1ung,“B7ctor Blütbgen, Feix),- Hkinxmann, Mezrte Madklctne, (811169111) StMLU, Curt Julius Wolf u. 21. 111. 131561611271, werden au_ch Romane und Noveüen der ausländischen Literatur, WZrkZ Von Emtlm PZrda-Bazéxn, Stanjukxwixsch, Rudyatd Kipling zur Vécoffentlxckmxg gsmnxen, _
- Monatscbrift für Deutsche Beamte. 21112151qu
Oman des Vxxbandés D0911cher B(amt-In-Verine. Herausgebsr: Fr. 1 Gehstm-Zr Obkr-Régxerunzsrath und Vor- ?
Caépar , K3116r11chke
--- )(11[. Tirol und Vorarlberg. -.
tr e der Rat im ReichSamt des Innern; R. o. Decker ag (( b buchhändler ,
1 0119.11 bat) 711505“ I"!) lt 1 v . 6 gen en n a : . F?rband Deutscher Beamten-Vereine: Mittheilungen ür hilfsbedürftige Hinterbliebene, Beaune!!-
. ck Kk i ck Frei! 3 ,teßäbrliik? gli6uHe monatsbe
nachrichten. des Verbandsvorftandes,
Berlin Das
's Verlag, 897. 19. 7. Hglb- Vereins-
verein in Brisa; Preußi cher Beamten-Verein, VerficberungS-Unftalt
1900; Na 1 "b () Pensions “1151141351611? FJD?
- 11. . ts ältni e der Beamten: Zeeb verb ff Verzeichniß der veröffeniiirbten Gesetze,
ordnungen, Erkenntnisse:
t ' nnover: Vetficberungsstand Ende Januar „für DMM“ Beam e zu Ha sti e Beamten-Vereine und Verbände: e Berliner, besoldeten Gemeindebeamten.
4. Gesekgebung, Ver-
Ministerialblatt Nr. 2, Bestimmungen über die Militärdienstzeit der
Volks ullebrer, grenzeßhvon Köln), Vordatieruna der
Be nun der Reise- und Umzugskosten (Orts- rech g Offiziervatente, Fürsorge für
die Wittwen und Waisen der Lehrer an öffentlichen Volksschulen. 13. Abhandlun en und Nachrichten über Fragen des Beamtentbums: Zur Berufswa [. Die Vorbildung der höheren Bemaltungébeamten,
Die große juristische Staatsvrüfung, der Exekutivvolizei. - 111.
Beigabe enthält das Heft ferner Nr. 6 der nissen und Biographien vkrdienter Reichs- und Staatsbsatytxn: Königlich preußischen Staats-thsteriums,
Vaze - Präfident des
S Die AnsbileduchrsZer Beamzelrst e aal. - 17. (“1 (! au. -- pr (hf Sammlung von Bild-
Der
Staats- und Finanz-Minister 1310. Fur. Franz Johannes von Miquel.
Handel und Gaverbe.§
Am 1. April find in- Norwegen eine Anzahl Abände- rungen des Zolltarifs in Kraft getreten, unter denen
folgende hervor uheben sind: 1) Die anerkung 2
(Postfion 267 bis 284), welche bisher lautete: „Von Säcken, in wclchsn Getreide, gemahlen o_der ungemablen, eingeführt wird, wird ein 3611 Von 8 Oere per Stuck erlegt“
hat folgenden Zusaß erhalten:
zu „dem Artikel „Getreide“
„doch soUen für Säcke, die nicht mehr als 65 k.? enthalten können, nur 0.04 Kron. per Stück erlegt werden, wenn ungemablenes
Getreide darin eingeführt wird.“
2) Von den in Position 468 - Zollsaß 0,15 Kron. per Kilogramm - aufgeführten Papierwaaren haben Brtef-
umschläge einc Zollerhöhung auf 0,20 Kro Vignetten, Etiketten, Empfehlungskarter), _ Gesellschaftsspiele und Gratulatronskarten eme solche
schtlder,
auf 0,50 Kron. per Kilogramm crfahren.
3) Der Zoll auf _Spielkgrten 0,15 Kronen per Sptel - (st auf 0,
erhöht worden. _ 4) Der Zoll aux
in ausländischem Verlag
Bücher in norwegischer Sprache (Pofition 473)
gefallen.
5) Der Zollsaß für
n. und Blanquets, Bekanntmachungs-
(Pofition 469) - bisher 25 Kronen per Spiel
erschienene
ist weg-
Zigarren und Zigaretten
(Vofition 597) ist auf 5,00 Kronen per Kilogramm - bisher
3,60 Kronen _ festgesest worden.
A 6 den im ReichSamt des Innern zusammxngestcllten ( 11 „Nachrichten für Handel und Jndustrte'.)
A 9 u r Deutschlands nach den VerZinigten Staaten " f b von Amsrika im ersten Viertelxabr1900.
Na der usammenstellung des amerikanischen Exneral-Konsuls dn BerlJ ftellteZficb der deklarierte Werth dxr Yusxubr Deutsch- lands nach den Vereinigten Staaten von Amerjka in den Monaten
Januar 1316 _ bezirken, wle Folgt:
Aachen ...... _ Annaberg . . . 550 336 Bamberg ..... 171901 Barmen ..... 1 296 706 Berlin . ..... 1 693 451 Bremen 645 557 Breslau 326 679 Braunschweig . . . 234 520 Cbemniß ..... 1 523 321 Köln ....... 400 743 Coburg ...... 391 174 Krefeld ...... 659 422 DreSden 238 073 Düffelwrf . . _. . 263 238
rankfurt a. Mam . 1 611856 Freiburg i. V. . . _ 434120
Dollars 331 770
Glauchau ..... Hamburg . . . .
Hannovsr ..... Kehl . . ..... Leipzig ...... Magdeburg . . . . Mannheim . . . Mainz . . . .
München ..... Nürnberg ..... Plauen ...... Solingen ..... Stettin ...... Stuttgart . Weimar
Zittau . . .
März 1900, getrennt 11th den einzelnen Konsulats-
Dollars 283 467 5 764 835 266 499 483 761 1 634 406 2 191 935
. 1104611
395 175 167 924 800 363 851 736 348 729 1 868 829 230 353 153 627 266 354
Zusammen 27 990 471.
Eisen- und Stahlproduktion Großbritanniens im Jahre 1899.
Nach den statistischen Veröffentlichunaen übst die Eisenindusirie
(Großbritanniens
im Jahre 1899 betrug die
(Gußeisenprokukxion
9305 319 l;. Das Mehr gegen das Jahr 1898 belief fich_quf 624 248 (, woran das süklicbe Wales allein mit 435 661 (. betbetlrgt
WIT. Cumberland (82 409 (.), (63185 t) aufzuwetsen,
um 23 426 t: und in Durham um 45 322 1; Verringerte.
Eine Uebersicht über die gesammte Gußeisenproduktion Großbritanniens giebt die folgende Zusammenstellung:
Bezirke: 1899
1 166 838 1 040 926 2 110 557 918 210 730 262 942 975 332 503 274 600 364 189 287 592 394 445 304 522 305 476 43 664 85 560
9305319
Scholtland ....... Durham ._ ....... Nord-York1bire ..... Cumberland
Lancasbice
Süd-Wales ....... Lincolnshire ..... Ukortbamvtonjbtre . . . . Derbysbire . . . , _. . . Notts und Leiceftersbjre Süd-Staffordsbire. . . . Nocd-Staffordsbire ; _. , Süd- und W3st-York1btre Sbrovsbire ....... Nord-Wales
zusammen . . . .
1898
in T o n n e 1 190 264 1 086 258 2 091 840
835 801 737 751 507 314 318 994 280 600 321077 273 313 375 687 241 337 297 489
42 102
81 244
8681071
E' (! bekeutende unabme ge*en das Vorjahr 5111th NXck) 111 ZDcrbvsbire „(43 112 13) und Staffordsbtre wogegen die Produktion in Schottland fich
1899
+ mehr - weniger
n
++++++++1++|++||
Auf die einzelnen Gußeisenarten vertbeilt sich dZe
produktion wie folgt:
Paddel- und Formerkiskn ,
Pematite-Eijen
Bafisches E(seu . .
Spikgeleisen . . . . . . zusammen
1899 in Tonnen
4 258 956 3 990 282 860 672 195 409
9 305 319
1898
23 426 45 332 18 717 82 409 7 489 43") 661 13 51-9 6 0.0 43 112 14 279 18 758 63 185 7 987
1 562
7 316 624 246.
Gesammj-
4403 017 3 273 152 780 028 219 874 8 681071.
Die Produktion dsr Gußsisenarjen gesckab in den ein-
xelnen Bezirken in folgcnwm Umfange:
Puddel- 2c. . Eisen
90 990 v 1 047 9419 51 119 57 984 52 947 266 298 274 600 363 234
287 592 276 842 271 271 177 601
22 341
Hematit- Eisen Eisen in T o n n e n
486 838 50 000
568 854 56 674
663 894 335 780
816 080 _ 579 683 26 826
874 933 - - 66 205 955
Bezirke :
Schottland . Durham. . Cleveland . Cumberland Lancasbire . Süd-Wales . Lincolnshire . . Northamptonsbire Derbysbire . . . . Notjs und Leicester- sbire . . . . . Süd-Staffotdfbixe . Nord-Staffordsbtre . orksbire . . . . bropsbire. . . Nord-Wales xc. . 64 380 24180 * zusammen 4258 956 3990 282 860 672 1954715
Die Zunahme der Gußeisenproduktion im Vergleich mit dem Vorjahre in bauvtsächlicb auf die gesteigerte Produktion von Hematüß und basischem Eisen zurückzuführen; denn die Produktion von Paddel. und Formsr-Eifen zeigt eine Abnahme von 150 000 (:. Die Produktion von Süd-Wales, welcbe hauptsächlich an der Zunahme gegen das Vorjahr betbeiligt war, steUte fich wie folgt: _
Frisch- und Hemattt- Spiegel. Former-Eisen Eisen Eisen
iuTonnen 1898 . . . . . . . . . 17468 464953 1899.........52947
1899 mehr oder wenig:: + 35 479 + 409 980 _ M
“In der Produktion von basischem_Eisen blieb Groß. britannien hinter den übrigen ProdukttouSlandexn und besonders hinter Dsutschland zurück. Die Produktion War tm Jahre 1899111
Großbritannien die folgende: Hocböf B sicb s Eis - „ en a: e eu VMM" Anzahl Tonnen Durham . . . . . 2 56674 Cleveland . . . . . 11 335780 Lancasbire. . . . 1 26 826 Süd-Staffordsbire . 5 117 603 Derbysbire . . . . 1 955 Lincolnshire . . Z 66 205 5 1
151126
117 603 33 251 127 875 21 323
11111
1
24 893
Nord-Staffordsbire . 33 251 Yorkshire . . . . . 127875 Nord-Wales. . . . 24180 Sbropsbire . . . . 1 21323.
Die Eisenerzvroduktion Großbritanniens ift bisbcr nicbt gsnau bekannt, jedoch weiß man. daß die Einfuhr von ausländischem Eisenrrz, welche 1899 7055178 v betrug, diejenige des Vorjahres um 1587 000 ( überschritt. Rechnet man nun auf 26 Erz 11; Guß- eisen, fo ergisbt fich aus der vermehrten Einfuhr auslandiscben Eisen. snes eine Mebryroduktion von Gußeisen von _793 000 15, Da dj: Mebrvroduktion von Gußeisen, wie oben darngtellt ist, jedoch nur rund 625 000 t". bktrug, so folgt daraus, daß das Gußeisenproduktion aus dem in Großbritannien selber gewonnenen Eisenerz um rund 1700006 abgsnommen bat. (Nack) dem UOUÜ-SUL' (199 1111391618 UUTÉÜUZ.)
Koblen- und Koksbandel.
Frankreich führte im Januar 1900 im Verglekxcb mit dem ent- sprechenden Monat des Vorjahres folgende KokSmengen cm und aus: Januar 1900 1899 in Tonnen Einfuhr . . 125 650 69 930 Ausfuhr . . . . . . 8240 6750. _ Belgiens Koblen-Ein- und Ausfuhr in den ersten baden Monaten 1900 stellte s1ch im Vergleich mit den entsprechenden Monaten des Vorjahres, wie folgt: _ Januar bis Februar
1900 1899 in TMS Einfuhr . . . . . . . . 561551 339777 Ausfuhr . . ...... 773 102 686 451. Italien bezog im Februar 1900 453 259 Tons Kohlen und Koks aus Großbritannien gegen 511932 Tons im Februar 1899. (Nach 1111111311195 9116 lrou)
Abstellung des Koblenmangels in Warschau.
Die vom ruffiscben General-Gouvnneur in Warschau MMO Januar 5. J. verfügte Festseßung des SteinkohlenpreUes in Warschau unter Androhung administrativer Zwangömaßregeln gegen mehr fordernde Koblenbändler erreichte insofern ken bcqbficbtigtm Erfolg, als seitdem die Preise fich tbatjäcblich _in den vorgexchriebenen ernxea gehalten haben. Als jedoch die Gesckpaftsleute, welche vermöge tbrer mit den Koblcngruben des Dombrowaer Bezirks abgeschloffenea Verträge dkn Koblenmarkt beherrschen, nachdem ihnen m War1chäu die AuSnuZung der Konjunktur unmöglich gemacht worden_ war, große Mengen von Kohlen theils nach anderen Gegenden Rußlaaks, theils nacb Oesterreich dirigierten, um von 1711 161119611 Notbftandé- preisen zu profitieren, Wurde Warschau ganz unZenu'genb mi! Kohlen versorgt. zumal da zahlreiche fleipe Koblerxbandler fich (3856th81 saben, we en mangelnder Vonätbe tbre Geschafte zu_ schlteßen. „
Mit ückficbt auf den großen Mangel an Stemkoblen un_r k!! im An'ang vorigen Monats eingetretenen Fröste wurden darauf DVU dem General-Gouverneur außerorrentlicbe Maßnxbmßn zUr YU“ sorgung der Bevölkerung Warschaus mit Vrennmatenal getrost?- Es wurden drei Extrajüge mit Steinkohlen verlangt_ und dlk_.é Kohlen den Inhabern don Koblenlagern zum Nettopreise verkauf!- Außerdem ist ein Beamter des Genxral-GOUVerneurZ nacb Domka gesandt worden, welcher mit sämmtlichen Grubext KonTraxte auf längere Zeit zur Liefaung bedeutender Quantitaten Otemkoblél: abschloß. Die Versotgung der Stadt War1chau mit Brennmatella wurde durch dieie Maßregel geficbext. _ )
(Nach Berichten des Kaiserlichen General-Kvnsuls tn WarsÖM-
Gold- und Platina-Erxeugung im Ural-Dlstklkt-_
Jm Jabre1899 wurden im Ural-Distrikt 651 Pad _Gold ck Werth“: von 750000 Rubel gewonnen. gegen 611 Pub lm IId 1898. Die Platina-Ausbeute betrug 1899 380 Putz gegen 364 P“,- im vorbergkbenden Jahre. Ein Drittel der Plattna-Auebeyte enc fünf auf die Platina-Bergwerke res (Grafen Schuwalyff; dk? Isch, des Füxsten von Donato lieferten 70 Pud, während eme ausléadlm Gessllschaft 100 bis 120 Puy Platina gewann. Infolge der stelsk§bs Preite wird der Bettieb der Platina-Bergwetke zunebmkn- 1309rc1 of" “1"1'868 301111191.)
Italiens Textilwaaren-Ausfubr im Jabr61899.
. . . - 177 Die Aquuhr (kaltemschec qeverbliäoer ngrxkate, "L derjsnigen gewerblicher Rohstoffe und Nabrunzßtmttel bat WFT des Vergangxnkn Jahrzehnts eme anseb::1ich: (0516196711761!1 Raa; Maßgabe der italienischxn Statistik wurden (111991111110- in Millionen Ltre () 1893 1895 1897 189 322,3 358,6 348,3 525,7 152,4 192.9 220.6 “24915 474,7 551,5 568,9 610,3
Halbfgbrikate Oannabrikate . zusammen
Basislbes Spiegel, _.,
In Betracht kommen bkerbei vorwi end die verschiedenen Gruppen
„„ TextilftYaarßabranchie, fnlagtxxentl ck der Baumwolle» und der : nn zwar, we o :
Sejomkndu in Millionen Lire
Fabrikat“ “"S 1891 1895 1899 ans, Leinen und Ju . . . 14,3 18,3 19,6 aumwolle . . . . . . . 7,9 22,6 55,5 Wolle . . . . . . . . . 6,6 6,7 9,7 Seide . . . . 280,3 349,2 5163 zusammen . 309,1 396,8 601,1 er hieraus sicb ergebende Aufschwung des Ausfubtbandels in T(!:)(nemsäkmten Manufakturwaaren hat sich besonders innerhalb der leyten fünf Jahre 1895 bis 1899 enjwickelt, und zwar nehmen daran 516h flinxelnen Hauptwaaren-Gattungen, wie nachstehend an- e eben, t k : gg s.. Waaren aus Hanf, Leinen und Jute: 1895 1896 1897 1898 Seilerwaaren (12 21487 27 954 30193 34 556 Garne . . , 30 434 37 116 28 494 34179 Gew:bej.Act . 29 694 31627 37 926 38173 zusammkn (18 81615 96 697 96 613 106 908 b. Waaren aus Baumwvlle: 1895 "1896 1897 Game . . (12 10852 15 408 36 563 Gewebe 1-Akt , 55 952 67 848 67 651 zusammen (12 66 804 83 256 104 214 6. Waaren aus Wolle: , 1895 1896 1897 2 701 3 472 3 758
(1. Waaren aus Seide: 1895 1896 1897
1899 36 196 35 265 34 985
106 446
1898 78 963 118 954
197 917
1899 82 096 138 910
221 006
1898 5 788
1899
Gewxbe . . (12 7243
1898 1899 Gewonnene u. gezwirnte Seide . . (12 Absfäkle- QS- vonnene . , Nähseide . . , 4371 Getrebej Art . 4433 5 115 5070 5983 8 142
zusammen (12 74920 74568 73 429 84338 94281
Demnach ist die Ausfuhr der Wxaren aus Hanf. Leinen Und 3916 während der leßten fünf Jahre von 81615 (12 auf 106 446 (12 gestieaen, der Waaren aus Baumwolle von 66 804 (18 auf 221006 (12, der Waaren aus Wolle von 2701 (17. auf 7243 (12, der Waaren aus Seide yon 74 920 (18 auf 94 281 (18, was im (Ganzen einen Auf- schwung der Ausfuhr von 226 040 (12 auf 428 976 (17. oder eins Zu- nahme von rund 100 % außmacvj.
2119 quvtabnebmer italienischer Textixwaaren im Jahre 1899 wxrden (xenannt:
Seilerwaaren: Zentral- und Süd-Amerika 10 491 (12, Griechenland 6765 (12, Nord-Aftika 3782 (12, Türkei 2539 (18.
Garne aus Hanf, Leinen und Jute: Frankaeich 9756 (13, Großbritannien 8179 (12, Oesterreich-Ungarn 3475 (12, Schweiz 3247 (12, Deutschland 2423 (18
Gewebe aus Hanf, Leinen und Jute: Nork-Amerika 7425 (18, Griechenland 6349 (12, Zentrale und Süd-Amerika 4848 (12, Türkei 4576 (12. Osstcrreich Ungarn 2444 (12.
Baumwolleuqarnex Türkei 42310 (12, Z(ntral- und Süd- Amerika 16 329 (12, Nord-Asrika 4778 (17. Rumänien 2230 (12.
Baumwollen ewebe: Türkei 23 338 (12, Zentral und Süß“- Amerika 75 957 (12, ' ord-Afrika 9306 (12, Schweiz 3779 (12, Oester- reich-Ungarn 2321 (18.
Wollenaewebe: Zentral- und Süd-Amerika 3414 (18, Oester- reicb-Ungarn 633 (12, Türkei 596 (18.
Seide, gesponnene und gezwirnte: Schweiz 25687 (12, Deutschland 22 320 (12, Frankreich 11995 (12, Nord-Amerika 8311 (12, Osfterreicb-Ungarn 3919 (12.
Seidenabfälle, gesponneye oder robe: Frankreich 199763 (18, Schweiz 6762 (12, Deutxcbland 4922 (18, Nord-Amerika 155 (18 „
271 Nähseide: Zentral- und Süd-Amerika 1038 (18, Frankreiä;
. (12.
Seidanaewebe: Großbritannien 273 763 kJ, Schweiz 143165 RZ, Dentscbland 71913 1:3, Türkei 73 170 kg. ')iord-Afrika 51127 kg, Frankreich 47726 kg, Nord-Amerika 45 667 kJ. Zentral- und Süd- AMe-ika 33 694 kg. Oesterreich-Unaarn 37 075 kg.
Die vornehmlich im Jahre 1899 zur Ausfuhr gelangten italikni- 1chen Textilwaaren 11611611 in dkn einzelnen Positionen die nachstchbend verzeichneten Werthe dar:
Hanf, gekämmt 2,9 Millionen Lire, Seilerwaaren 4,3 Millionen Lire, Hanfgarne, robe, ungebleicbte 4,9 Millionen Lire. Jutegewebe, glatte, robe 871 125 Lire, dessleicben Hanfgewebe 1,2 MiÜionen Lire, Gew-be aus Leinen, tobe oder gebleichte, glatte 352075 Lire, Svißen und TüÜe aus Leinen und Pojamentierwaaren 495 700 Lire, Säcke 1,1 Miüionen Lire.
_ Baumwollengarne, einfache, robe oder gebleicbte 8,7 Millionen Lire, deSgleicheu gefärbte 1,4 Miüionen Lire, deSgleicbsn gezwirnte, robe over gebleichte 912 095 Lire, d(Sgleichen gefärbte 1,7 MiÜionen Lire.
_ Gewebe aus Baumwolle, robe oder gebleichte, alatte 2,8 Millionen Ltrx, deögleickoen gefärbte oder bedruckte 30,4 Miüionsn Lire, des,- gleuben gemusterte oder damaöcierte 1,8 Millioncn Lire, Strumpf- waaren aus Baumwolle 757 065 Lire, Spißen und Tülle aus Baum- w_olle 820 455 Lire, Bänder, Besaßmikel, Posamenterie 1,2 Millionen Ltre, aenäbte Gegenstände 4 Miütonen Lire. _
WoUene Kammgarne 830 925 Lire, wollene Gewebe aus Stretch- azrn 4,4 Millionen Lire, deSgleichen aus Kammgarn 1,3 Malliqnen ere, Filze 313 180 Lire, Posamentietwaaren 960960 Lire, genabte Gegsnftänve aus Wolle 3.4 MiUioneq Lire. .
Seide, oesponncne 201,5 MiUionen Like, Seike, gezwixnte 217,5 Millionen Lire, des leichen gefärbte 2 Miüionkn Lire, Serdenabfaße aesvonnene 11,2 Mi ionen Lne, chgleichen nur gekämmte 6,7 Mtl- lxonen Lirk, Seidengewebe, schwarze, glatte oder gemusterte 8 Mil- ltonen Lire, deIgleicben anders gefärbte 40 Millionkn Lix'e, balbseidene Gewebe 5,5 Mtüiouen Lire, Filusellaewebe 1.4 Ykiüioncn 211523an- und Bßsaßwaare aus Seide 1,8 Millionen Lire, genähte Gegenstande Ms Sxtde 3,8 Millionen Lire.
Fur den deutschen Ausfubrbandel ist vor 611291 der Aufschwung bemerkenswertb, welchen der Absatz italienischer Seidenwaaren, Baum- woüenagrne, Bauwwoüengewebe und Scidengewebe nacb _Zentral- Und Sud-Amerika, sowie nacb der Türkei und noch Nord-Asrtkcz gx- ,"WM" bat. Förderer dieser Bewegung find obne Zweifel dre (11 167.611 Ländern vorhandsnen, bedrutendcn itulixnisckxen Anfixdelungen.
(Nach einem Bericht des Kaijerlicben Konjuls in Neapel.)
58 258 7 858
57 167
7 497 4 789
59 885
6860 1614
67 969
7 943 2 443
73 852
10 080 2 207
Der Außenhandel Serbiens im Jabre1899.
Dkk Werth der Ausfuhr Serbiens im bexe _1899 übZrtrifft den Werth der Einfuhr um rund 19,46 Millionen Dmats, _wabrcnd der U?Ukskbuß dks Jahres 1898 nur 15,89 Millionen Denars betrug.
isrzu kommt noch, daß der Werjb der Einfuhr yon 1898 auf 1899 um 5,18 Mtllionen Dinars und jener der Aus- 1111): um 8,75 Millionen Dinars gestikgen ist. Ja der _Au?- fuhr fand auch Eine ganz bedeutende Mengenzunabme ftatt._ mdkm N11?" 181 Miüionen Kilogramm im Jahre 1898 231,9 Mtllionen
llWkgmm im Jahre 1899, also rund 50,9 Millionen 5111047611191 _mehr Jssxefubrt wurdSn, wogeaen die Menge der Einfuhr voa 133 0111111an léloßkamm im Jahre 1898 auf 98,8 Miüionen Kilogramm 1m Jabxe
„99- “11011211 rund 34,2Miüionen Kilogramm zurückgegangen ist. Da dre
"Wbt lm Werthe um 5,18 Millionen Dinars stieg, der 2.11qu6 YP ah_er um 34,2 Miuwnen Kilogramm sank, so läßt dies aus (me
"thlch Erhöhung dcr Kaufkraft der Bevöikerung des Landes Dlxkxsn, ka fi! offenbar im stande war, tbkuere Arnkel zu kaufer).
“5 wird auch dadurch bestätigt, daß alle Gruppe:: der Einfuhr mrt
AuSnabme der Bodenerzeu isse bei nur gerinßer Mengenzunabme, ja sogar hier und da bei mäß ger Mengenabnabme (Eßwaaren und Ge- !ränke, Steine, Erden und Glas, Kolonialwaaren, Maschinen) ein starkes Ansteigen in den Wertbziffern aufweisen. Nur bei der Ein- fuhr von Steinen, Kohlen, Ziegeln und Porzellanwaaren ging eine Abnahme in der Menge mit einer solchen des Wertbes Hand in
nd.
In der Gruppe der Bodenerzeugniffe trat ein Abfall im Werthe der Einfuhr von 2,8 Millionen Dinars und in der Menue gar von 26,3 Millionen Kilogramm ein._ Serbien mußte nämlich im Jahre 1898 ungewöhnlicherweise 22,8 Milltonen Kilogramm Mais einführen, da infolge der 1897er Mißernte cia empfindlicher Mangel an S_chweinefutter herrschte, während im Jahre 1899 sogar an- nahernd 25 Millionen Kilogramm Mais außgefübrt wurden. Aus dem ?leichen Grunde sank auch die Einfuhr anderer Boden- erzeuan ffe, so insbesondere von frischem Obst (von 2,4 auf 1,3 Millionen Kilogramm), von Weizen (von 1,5 auf 0,01 Millionen Kilo- gramm), von Gerste (von 0,5 auf 0,2 Millionen Kilogramm) u. s. w. Auf- fallend und sehr bezei nend ist die bedeutende Zunahme des Einfuhr- wertbes von Baumwo gamen und Geweben, die rund 3,3 Millionen Dinars außmachte und von einer aÜcrdings nicht gleich hoben Zu- nahme in der Einfubrmenge (1,4 Miüionen Kilogramm) begleitet war. Diese Thatsache allein beweist, daß der serbische Bauer, der vorwiegend Baumwollgaxne azad Waaten fü! s:inen HauSgebraucb und feine Be- kleidung benüßt, em befferer Abnehmer als bisher gewvrden ist, was in erster Linie auf den uten Ernteausfall zurückzuführen ist.
Die Ausfuhr der * odenerzeugniffe weist sowohl der Menge als auch dem Werthe naY eine _rvesentlicbe Zunahme gsgenüber dem Jahre 1898 auf, d_ie (1 bauvtxäcblich aus ebraquubren Von Mais (23,7 Mtuionen Ktxogramm im Werthe von 1,8 Millionen Dinars), Weizen (15,8 Millwnen Kilogramm im Werthe von 1,3 Millionen Dinars),_ Gerste (9,2 Miüionen Kilogramm im Wertke von 1 Million Dinarß), frischem Obst (4,8 Millionen Kilo- gramm ix_n Werthe von 0,3 MiÜionen Dinark) zusammen- seßt und im Ganzen 46,8 Millionen Kilogramm im Werthe von 7,2 Millionen Dinars auSmacht. Nur die Ausfuhr von Hafer erlitt gegenüber 1898 eine starke Einbuße (um 10,5 Millionen Kilogramm im Werthe von 1 Miüisn Dinarö). Dagegen nahm der Werl!) der Pflaumenausfubr bei gleicher Menge um 3,4 Miliioncn Dinars zu Wegen der bedeutend besseren Ernte des Jahres 1899.
Die Ziffern der Ausfuhr von Thieren und thieriscbsn Erzeugnissen weisen eine eigentbümliche Veränderung auf, die dem Eingreifen des im Jahre 1899 in Betrieb geseßten Schlachthauses in Belgrad zuzu- schreiben ist. Die Gewichtßzunabme der Ausfuhr betrug namlich an- näbernd 33 0/0, die Wertbzunabme dagegen kaum 4%. Die Schweine- ausfubr ging auch thatsäcblixb um 1,7 Miklioneu Dinars zurück, Zväbrend die Ausfuhr (,ejchlacbteten Viebes um 0,9 Millionen Kilogramm (m Werthe von 0,7 Miuionen Dinars zunahm. Die Ausfuhr von Hornvkeh, das im Jahre 1899 noch nicht im Schlachthause zu Belgrad gefch1achtet wurds, stieg sowohl der Menge (5000 Stück) als auch dem Werthe nach (1,3 Millionen Dinars). Auch die Ausfuhr von lebendem kalügel, Eikrn und Milch ergab ein Mehr von ungefähr 322000 D(nars. (Nach (21an Bericht des österreichischen Konsuls in Belgrad, veröffentlicht im Handels-Museum.)
Jamaikas Außenhandel im Jabre1898/99.
In: Anschluß an frühere Nachricbtxn geben wir nachstehend eine Zusammenstellung 69: wichtigsten Außsuhrartikel nach ibrém Wkrtbe in den Jahren 1897/98 und 1898/99.
Werth “oer Ausfuhr
1897/98 1898/99
Pfund Sterling
Kakao ..... 37 435 53 380 Kakaobohnen . . 39 648 34109 Kaffee ..... 165 494 162 219 Bananen . . . 445 866 468 580 Orangen . . . . 134674 123 715 Ingwer ..... 34 884 43 374 Campechkbolj . . 118215 113 980 52 943 127624
92 053 104 296
Z 120959 150312
An der Ausfuhr des Jabres1898/99 waren die Vereinigten Staaten yon Amerika_ mit 982 464 Pfd. Sterk. betbeiligt oder 59,1% der Gefammtauswbr, Großbritannien mit 342 726 Pfd. Stekl. oder 20,6%; von anderen Ländern find zu nknnen: Frankreich mit 96133 sd, Deutschland mit 55 044 Pfd., Oesterreich mit 13 924 fd. und_Rußland mit 13420 Pfd. Sterl.
Die bauptsacblichsten Einfuhrarükel waren 1898/99 nach dem Werébe in Pfund Sxerling: Getrocknete und aesalzene Fische 116239, Alkoholbaltige Getranke 65 607, Kohlen 45 090, Klkider 62 426, Baumonwaaren 254310, Posamentierwaaren 28170. WoUwaaren 34321, feine ELfenwaaren (Mefferwaaren) 31061, Schuhe: 53 721 und“ Metanaaren 230 056. Die Vkrcinigten Staaten von Amerika liekerten 45,1 _0/0 der_ Einfuhr Großbritannien 44,7 %, Canada 7,1% und die übnzen Lander 3,1%. (Aus einem Bericht 5615 britischen Gouvernsurs von Jamaika)
Eröffnung Japans für die Ausländer.
Nachdem mit dem Jnxxafttreten der neuen Verträge die engen Schrankerx der Vertragsdaten in Japan gefallen sind, haben die Fremden 111 Japan 598 Recht erhalten, sich überall im Lande nieder- zulassen und «Vande1__und Gewerbe zu betreiben.
Dieses chbt 11! vZn aÜcn Konzessionen, die den Ausländern durch die Vecträg; cwgexaumt worden find, von jeher als die wicht1gste und vortheilbafteüe bezerchnet worden und infolge deffen in vielen Kkkisén ((HU-31111955 ganz besonderer Erwartungen gewesen. Man batke gehofft, daß dre Eröffnung des Landes nicht allein eine große 211110111 Fremder nach Japgn ziehen, sondern auch bewirken würde, da!; das (779162 Kavtt_a( (eme bisherige Zurübaltung ablegen und 1111) in umfangretcher Wetse an japanischen Unternehmungen betbeiligen würde. Häerdurch, glaubten die Japaner, würde dem noch immer sehr fühlbaren Geldmangel nachdrücklich abaebolfen werden.
2196 diese Hoffnungen s1_nd_indeffen bisher nicht in Erfüllung aegangen. C2 ist nur ein emzjger Fall bekannt gewordkn, in dem fich nach dem Inkrafttreten der neuen Verträge ausländisches Kapital an japmifcben Unxernehmungeu beibeiligt hat. Ein amerikanischer Trust von Tabackbandlern _soll nämlich im Verein mit japanisÖen Kaufleuten vor kurzem in Kioto eine Aktiengesellscbaft gegründet haben, um amerikanischen Rohtahack in höherem Maße, als dies bisher gefcb-ben ist, „nach Japan emzufübren und ihn hier zu vkrarbeiten.
Jm übrtgen 1chkint _ketne der Jmportfiemen zur Zeit das Be- dürfmß zu empfinden, Filialen im Jnnxrn zu errichten und von dem Recht Gebrauch zu machen, ihre Geséöäftc auf eigenen Namen, anstatt auf den Narpen Von Japanern, abzuschließen. Selbst an solchen Stellen, wo_ ihnen aus besonderen Gründen eine solche Vertretung erwünscht (ein könnte, wie z. B. im Koblenbafen Moji, find fie größtentbeils noch bei ihrer bisherigen Gcschä1:6prax19 stehen geblieben.
_ Ebensowenia, wYe die Eröffnung des Innern, bat die Eröffnung der 22 neuen Häfen für den fremden Handelsverkebr bemerkensrvertbe Folgen gezeitist. Weder hat sich an diesen Pläßkn Handel und Schiff- 1abrt gegen die Vorjahr? gehoben, noch haben fich fremde Kaufleute dort niedergelassen.
Der (Grund 9131er Zurückhaltung d(r Fremden liegt wohl in erster Linis darin, daß 11? dem Uebergang der Jurisdjktion und zum tbeil aucb dsr Verwaltung auf Hie jWanischen Behörden und dem d(zmit vsrknüpften größxr'n Einfluß japanischer Beamten 11115 japani|cher Anoanzmgen auf ihre Intxreffensphjre immer noch Mißtrauen ent- Jßgkn kt.",gon,
Aucb find die Differenzqn, Welche über die Rechtsvyrbältniffe der NiederLaffungx-Jrundstücke entstanden find nnd Re(btxunsiäycrbeit in die 51.113611 Vsrbältniffe getragen haben, in dsr Hauptsache noch nicht be- seitigt worden.
Allerdings ist wobl zu erwarten, daß die japanischen Behörden im Laufe der Zeit das Mißtrauen der Ausländer beseitigen werden. Aber auch nach Erfüaunß: diefer Erwartung dürfte wohl kaum an- zguebmenFein, daß die uslä“nder im stande sein werden, die durch dte Vertraue zugestandenen Vortheile genüÉend auSzunußen.
Die Tbatsache, daß die japanische eseßgebung dem Fremden noch nicht das Recht zugestebt, Grundeigent um und Bergwerke ju erwerben, erd letztere gewiß daran hindern, sich in rößerem Um- fange mit etgenen Kapitalien an industriellen und Äcrgbau-Unter- nehmungen zu betbeiligen.
Freilich find schon jest diejenigen HandelSTeseUs-Lhaften, welche durch Eintragung in das japanische HandelSre.) stet Juristische Per- sonen _Fexvord-sn s'md, zum EWerbe von Grandel ent um berechtigt, gleichulttg, ob ihre Mitglieder Japaner und usländer oder nur Ausl nder ßnd.*) _ Ob jedoch dieses Recht den Fremden zu großem Nasen geretchex wtrd, erscheint zweifelhaft, da eine aus Ausländern gebildete jurtsnscbe Persop (mmer eine unficbexe Trägerin der Ei en- jhumßrexbts vkrbleiben wtrd; im Fakle der Auslösung einer aus us- landern bestehenden Hanßelégeseklscbaft z. B. würden deren Grundstücke, weil die eixnelne'n Mttßlieder zum Erwerbe yon Grundeigentbum mcbt berechtrgt sind_, sofort verkauft werdcn müssen, und daß eine solche_forcte_rte VeraUßerung mit großen Verlusten für dieGefeÜscbaft verknupft_setn kann, [16,31 auf der Hand.
Uebrtgens hat man fich in jüngster Zeit in maßgebenden japani- schen Kreise“ unt Rückficht auf den noch immer herrschenden Kapital- 1_nangel dabm außgesprocben, daß den Fremden das Recht der Aus- ubung_ des BeYbaues sobald a16 möglich zugestanden werden sollte. Eine ahnliche Sttömung macht fich jetzt auch hinsichtlich des Erwerbs von Grundetaxmbum zu (Gunsten der Fremden geltend. Ob jedoch solche Zugestandniffe im Laufe der nächsten Zeit zu erwarten sind, kann mit Sicherheit nicht vorausgesagt werden.
Die früher mit Recht verbreitete Annahme, daß die japanische Industrie infolge der billigen Lebensbedingungen und Arbeitskräfte einen großen Vorjbsil der europäischen Konkurrenz gegenüber befitze, hat in ken leyten Jahren erheblich an Berechtigung verloren, da die ;_Itlirbeitsßbxe (owie die Preise aller LebeWbedürfniffe enorm ge-
egen n . _ _So (“1:15 seit ken Jahren 1839/90 die Arbeitlöhne folgendermaßen m dre Höhe g(angkn: für Eijengießsreiarbkiter durchschnittlécb um 86 0,6 . Bierbrauereiarkeiter , „ 71 , , Bauhandwetksr . „ 76 „ , Arbeiter in einer Elektrizitäts-Fabrik . „ 75 „ „ Hafenarbeétkr „ „ 80 „ , Auflader , „ “140 .
Ferner find nach einer Zusammensteilung der Z(itung „3959.11 1)811)7 11010216“ vom 7. NoveUber 5. J. 016 Pkcise für die wichtigeren japaxxisckßcn LebenbekürfuisW im Verhältniß zu Den im Januar 1887 gezahlten Preisen in (olgender Weise qewach1en (die Entwertbung des Silber-Yéns if( hierbei nicht in Rücksicht gezogsn):
Steinkoblkn um 68 %, Holzkohle um 81 %, Brennmaterial um 92 %, P(troleum um 92 %. Getrockneter Fiskb um 175 0/g, Zucker um 55 0/0, Salz um 134 %, (Gerste um 103 %, Roggen um 179 %, Weizen um 75 %, Düngér um 72 %, Oel um 140 %, Mehl um 80 0/6, Thee um 30 %, Bohnen um 107 ['/(1, (Geflügel um 67 0/0- Eier um 130 %, japanischer Taback um 37 0/6, Bauholz um 172 0/0, PM: um 97 0/6 und Glas um 93 0/0,
In gleicher Weise ist im Laufe der 183th Jahre auch der Preis für Reis in die Höf);- gsgangcn. Reis bildet ein so wichtiges Rah- rungemittel für 0112 Japaner, namentlich für die arbeitenden Kretse ker japanischen Bcvölkexuna, daß die Schwankungen seines Preises mit Recht als Maßstab für die Kosten des gesammten Lebenßunter- balls der Japaner angenommen werde'n können. Nach der amtlichen Statistik de;; japanischen Ministeriums für Ackerbau und Handel steüten fich dieReispkeise während der Jahre 1889 bis 1899 folgender-
maßen:
1889 auf 5,56 Bm (ür 1 Koku (g1eich 180 1) 1890 „ 8,15 , , 1 „
1891 , 6,86 , 1
1892 , 7,00 „ 1893 , 7,05 , 1894 , 8,24 , 1895 . 8,21 , 1896 „ „ 1897 . 11,81 , 1898 . 14,82 „ , 1 1899 (910177111531) auf 15,75 Yen für 1 Koku.
Der Preis ist somit in 10 Jahren von 5,56 st auf 15,75 an für das Koku gestikgen, d. 5. um 183 0/9.
Ein weiterer das Gsdxiben der Industrie schwächender Umstand liegt darin, daß dsr jzpnnijche Arbeiter manche Eigenschaften befißt, die (eine Verwendbarkeit in Fabrikbetrieben beeinträchtigen und einer gedeihlichen Entwickelung der Industxie im Wege stehen. Während seine Gewandtheit und Gelebrigkeit im aUgemeinen An- erkennung findet, ist man fich einig in dem Urtheil, daß seine Arbeitsleistung höchstens Z derjenigen eines europäischen Arbeiters beträgt. Außerdemzeigt er einen großen Mangel an Stetigkeit. Ohne ersichtlichen Grund wechselt er häufig seine Beschäftigung und geht aus einer Fabrik in dis andere; ja es kommt oft vor, daß eine größere Anzahl Arbeiter Plötzlich obne Kündigung einen Betrieb verläßt, nur um dem Trizb der Veränderung zu stöhnen. (Es liegt auf der Hand, daß dadurch nicht nur 016 .HeraytbiwunZ3 eines geschulten Arbeiterstammes erheblich erfcbwerf, sondern auch * etriebsstörungen hervorgerufen werden, die oft schrvere Nachtbeile für den Fabrik- befißer im Gefolge haben. (Nach einem Bericht dss Kaiserlichen General-Konsuls in Yokohama.)
9,16
Konkurse im Auslande. Rumänien.
1 Anmeldung 1 H::ndelßgericht. _1 Fallit. 1Fordxkagen1 Séexlruß " : 1 bis *] Verifizmung
Bukarefj ZN.C.SimioneScu . JJ. Stefänekcu
23 April/ 1 117-24.011161
. Ykak ] 20. April/ ; 2./15. Mai
3. Mai
1 | 1 1
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruor und in Oberséylesien. An der Ruhr sind am 18. d. M. gestellt 14 694, nicht recht- zeitig gefiel]! kekne Wagen. In Oberschlesten sind am 18. d. M. 96116111 5294, nicht reakt- zektig seßeüt keine Wagen.
Produkteubörse. Berlin, den 19. April.
Die amtlich ermittelten Preise waren (5. 1000 kg): Weizen märkiscber 149-150 „14 ab Bahn. Normalgewicht 755 8 150,75 bis 150,50-150,75 .“ Abnahme im Mai. do. 155,50-155,25-155,50 .“ Abnahme im Juli, do. 159-15875 «M Abnahme im September
*) Anfangs war es zweifelhaft, 65 die japaniscbxn Gerichtsböfe diese sehr beftrittane Frzge zu (Hunnen _dkr Auslander auslegen würden. Vor kurzem hat fich jsdoch cin 1apantscher Gerichtshof in einem Spczialfalle für dieses Recht der obenerwäbnten Handelsgefell- schaften aussesprocben.