1900 / 102 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 28 Apr 1900 18:00:01 GMT) scan diff

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Perxs-oual-B-eränderungen.

Königlich Preußische Armee. Katholische Militär-Geiftliche.

Romunde, Div. Pfarrer bei der 15. Div., von Köln nach Aachen, ])1'. Goussen, Div. Pfarrer, von der 15. Div. in Aachen zur 14. Div. nach Düffeldorf, Stollenwerk, Div. Pfarrer, von der 14. Division in Düffeldorf zur 15. Div. nach Köln, Becker, Div. Pfarrer, von der 35. Dio. in Graudenj zur 7. Div. nach Magdeburg, Swiderski, Div. Pfarrer, von der 7. Div. in Magdeburg zur 35. Div. nacb Graudenz. - verseßt.

Beamte der Militär-Verwaltuag.

Durch Verfügung des Kriegs-Min_ifteriums. 22. März. Torreck, KanzLSi-Diätar, zum Kanzlei-Sekrctar in der LandeSaufnabme ernannt.

11.21pril. Ammon, Saß, Toepfer, Zoglowek, Kanzlei- Sekretärk, zu Registratoren, Stange, Schultheis, Seebotb, Kanzlei-Diätare, zu Kanzlei-Sekcetären, - im Großen Gezieralstabe bezw. der Landeöaufnabme ernannt.

Durch Verfügung der Feldzeugmeifterei. 9. April. Tbonüs, Büchsenmacher vom 1. Bat. Garde-Gren. Regis. Nr. 5, mit dem 1. Mai 1900 zum Ober-Büchsenmacber bei der Gewebrfabnk in Spankau c::nannt.

Königlich Sächfisthe Armee.

Offiziere, Fähnriche :c. Ernennungen, Beförde- rungen x_xnd Verseßungen. Jm aktiven eere. 20. April. Die Oberiien v. Klenck, Kommandeur des 10. nf. Rtgts. Nr.134, unter Ernennung zum Kommandeur der 4. Inf. Brig. Nr. 48, Henticbel, 1.13. 511ij des Fuß-Art. Regts. Nr. 12 und Oper- Zeugmeister, Frhr. v. Friesen-Miltiß,_ mit dexn Rgnge eines Brig. Kommandeurs, Abtheil. Chef im Kriegs-Mmistertuux, -- zu Gen. Majoren befördert, Schmaiy, Kommandeur des 2. Ulan. Regrs. Nr. 18, mit Führung der 2. Kao. Brig. Nr. 24 beauftragt, Richier, beim Stabe des Schützen- (Füs.) Regis. Prinz Georg Nr. 108, zum Kommaxkeur des 10. Inf. Negts. Nr. 134 ernannt. Die Oberstlts. v. Lafiert beim Stabe des 7. Jnf.Regts. Prinz Georg Nr. 106, untsc Beförderung zum Obersten, zum Kommandeur des 5. Inf. Regis. Prinz Friedrich August Nr. 104 ernannt, Pfeil beim Stabe des 6. Ins. Regis. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Württemberg, zum Stabe des 7. Inf. Regis. Prinz Georg Nr. 106, de Baux, Kommandeur des 2. Jäger-Bats. Nr. 13, zum Stczbe des Schüsen-(FüsQRegts. Prinz Georg Nr. 108, - Verseßt, Senfft v. Pilsach, Flügei-Adjutant Seiner Majestät des Königs, der Rang eines Regis. Kommandeurs verlieben, Prinz Johann Georg, Herzog ju Sachsen Königliche Hoheit, Bataillons- Kommandeur im Scbßßzn-Yüs.)Negt. Prinz Gzora Nr.108, zum Kommandeur des 2. Iager- ats. Nr. 13 ernannt, Westmann von der Zentral-Abtbeil. des Generalstabes, zum Generalstabs kes ITU. (1. K.Säcbs.) Armee-Korps verseßt. Die Majors Leimbach, Bars. Kommandeur im 6. Inf. Regt. Nr. 105 König Wilhelm 11. Von Württemberg, unter Verseßung zum Stabe dieses Regis, zum Oberstlt. befördert, Gadeaafi Leim Stabe des Karab. ngts., unter Verseßung zum 2. Ulan. Regt. Nr. 18, mit Führung dieses Regis. beauftragt, Edler 1). der Planis im Generalstabs des TU. (1. K. Sächs.) Armee-Korps als Bat§.Kommanveur in das Sckoüßzn- (Füs.) Regt. Prinz Georg Nr. 108 verseßt, Hempel, aggreg. dem 6. Inf. Regt. Nr.105 König Wilhelm 11. von WürttemberFÜals Bars. Komman- deur in dieses Neat. eingereiht, Hevdenreich, btbeii.Kommandeur im 7. Feld-Art. Regt. Nr. 77, Fri): 1). Odeleben, Abtbxil. Kom- mandeur im 3. Feld-Art. Regt. Nr. 32, Wilhelm, Kommandeur des 1. Pion. Bars. Nr. 12, - Patenke ihres Dienstgrades Verlieben, v, Beschwiy beim Stabe des 2. Ulanen-Regts. Nr. 18 zum Stabe des Kaxab. Regis. verseyt. Die Hauptleute Friedrich, Komp. Chef im 14. Inf. „Regt. Nr. 179, unter Agaregierung beim_ 8. Inf. Regt. Prinz Johann Georg Nr. 107, zum überzabl. Major, Bucher im 1. (Leiba) Gren. Regt. Nr. 100 und Adjutant beim Generai-Kommando TU. (1. K. S.) Armee-Korvs, zum Major, vorläufig obne Pateni, 7- befördert, Frhr. S'Bvrn, aggreg. dem 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiier,Wilbelm, König von Preußen, vorn 1. Mai o.J. ab als Erzieher dex Prinzen Georg und Friedrich Christian Königliche Hoheiten komxnandtert. Die Oberlts. v. Tümpling im 6. Inf. Regt. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Württemberg, zum überzäbl. Hauptm, Pank im 10. Inf. Regt. Nr. 134, unter Ver- seßung in 5-19 14. Inf. ngt. Nr. 179, zum Hauptm. und Komp. C ef, Frot1cher „im 5. Ins. Regt. Prinz Friedrich August Nr. 104, unter Verseßung in den Generalstab und_Zutbeilung zur Zentral- Abtbeil. des Generalstabs, zum Hauptm. befördert. Die Lw.: Haßel im Schüßxn- (Füs.) Regt. Prinz Georg Nr. 108, Exner (Hans) im 7. Ini. Regt. Prinz Georg Nr. 106, diesen unter Belaffung in dem Kommando bei der Unteroff. Schule, - xu Oberlts. befördert, v. Schulz im, 1. Jäger - Bataiklon Nr. 12, zur Unteroff. Vorschule kommandiert, «Hain im 6. Inf. Neat. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Württemberg, vom 1. Mai 1“. I. ab, unter SteUung 5. 1a Jujrs des Regis;, auf weitere fünf Monate beurlaubt. v._LHwis of Menqr, Oberjgger im _2. Jäger-Bat. Nr. 13, zum Fahne. ernannt. D_1€ Rttimetftey Graf v. der Schulenburg- .Peblcn, EYadr. Chef im 1. Königs-Hus. Regt. Nr. 18, unter Ver- sevuna zum Stabe des 2. Lian. Regts. Nr. 18, Keil im 1. Königs- Hus. Regt. Nr. 18 und Adjutant bei dem General-Kc'mmando TU. (1. K. S.) Armee-Korps', zu Majoren, heike vorläufig obne Patent, befördert. Den Ninmetstxrn und Eskaxr. Chefs o. der Wense im Karab. Rest., Cbext na 1. Königs-Hus. Regt. Nr. 18, Patente i_bres Dienstgrades verliehen._ v. Stammer, Obstlt. im 1. Königs- Puf. Regi. Nr. 18, zunx Rittm. und Eskadr. (Chef, vorläufig obne Patent, Gentbe, Lt“. rm 2. Ulan. Regt. Nr. 18, zum Oberlt., - befördert. Frhr. v. Fkttsch (Alexander), Lt. 13.18. 50103 des Karab. RMA, vom 1. Juli d. I. ab, unter Belaßung in der Stellung 2; 1a ZMS des Regts., auf ein weiteres Jahr beurlaubt. Mayer, Unteroff. im 2. Königin-Hus. Regt. Nr_. 19, [um Fähnr. ernannt. Wendt, KFauytm. und Battr. Chef im 6. Feld-Actiüerie- Regiment r. 68, ein Patent seines Dimftgrares Verlieben. Kasten-Hickmann, Oberleutnant im 7. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 77, unter Verseßung in das 3. Feld-Art. Regt. Nr. 32, zum

uptm. und Batik. Chef, vorläufig obne Patent, befördert. Die „9. Leonbardi im 1. Feld-Art. Regt. Nr. 12; v. Sichart im 7. Feld-Art. Regt. Nr. 77, Frhr. v. Buieck-Alten-Buseck im 2. Leid-Art. Regt. Nr. 28, Günther im uß-Art. Regt. Nr. 12, zu berlis. befördert. Die Unteroffiziere ongratz im ]. Pion. Bat. Nr. 12, Prengel im 1. Train-Bat. Nr 12, zu c'xbnrichen er- nannt. Dieckboif. Major :. D. und Bezirks- kfizier beim Lanxw. Bezirk 1 Cbetxmiß, der Charakter als Oberstlt., Freiherr v. aufen, Hauptmann !. D. und Bezirks-Offizier beim_Landw. ' ezirk Leipzig, v. Tettau, Hauptm. ;. D. und Bexirks- OiF-ner beim Landw. Bezirk Plauen, - der Charakter als Major, v. Rex, Een. Major 5. D., zuleßt Kommandeur der 4. Inf. Brig. Nr._48, der Charakter als Gen. Lt., Schnorr v. Carolsfeld, Major ;. D., jule t Abtheil. Kommandeur im 2. Feld-Art. Regt. Nr. 28, 1)» Klq . Major :. D„ zulest Vats. Kommandeur im 7. Inf. Regt. Prinz Georg Nr. 106, - der Charakter als Oberstlt., 8. Schubert, Hauptm. [. D., zuletzt Komp. Chef im_ Schüßen- (Füs.)Regt. Prinz Geor? Nr. 108, Schmidt, charakterii. Hauptm. :. D., zulevt im 7. In. Regt. Prinz Georg Nr. 106, Direktor der (Harn. Verwalt. Leipzia, - der Charakter als Major, - verlieben. Frhr. v. (Gregory, Oberli. a. D., zuleßt im 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen, 17. Harling, Oberli. a. D., zuleßt im 3. Inf. Regt. Nr. 102 Pripz-ngent Luixvold von Bayern, - der Charakter als Hauptm, Reubardt, Lt. a. D., jules! im rormal. 2. Reiter-Regt., der Charakter als Obstlt, - verlieben.

Jm Beurlauhtenstande. 20. April. Genßscb, Oberlt. der Res. des 10. Ins. Regts. Nr. 34, in gleicher Eigenschaft zu der 3. (K. S.) Komp des Köni [. Preuß. Telegrapden-Bats. Nr. 1 ver- seyt. Die Vize-Zeldwebel ertram des Landw. Bezirks Leipzig, zum Lt. der es. des 1. (Leib) Gren. NYM. Nr. 100, Koch des Landw. Bezirks Döbeln, zum t der Res.

des 2. Gren. Reaiments Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen, Jllmer des Landwehr - B:;irks Leipzia, zum Lt. der Res. des 7. Inf. Regis. Prinz Georg Nr. 106, Krabnert des Landw. Bezirks Leipug, dum Lt. der Res. des 8.Jnf. Re ts. Prinz Johann Georg Nr. 107. Georgi des Landw. Bezirks 1 Öreöden, zum Lt. der Res. des 9. Inf. Nexus. Nr. 133, F riss ck des Landw. Bezirks Leipzig, zum Lt. der Re . des 10. Inf. Regis. Nr. 134, Uhlmann des L-mdw. Bezirks 1 Dreßden, zum Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots. Köbler des Landw. Bezirks 11 Dresxen, zum Li. der andw. FuspArt. 1. Auf ebots, befördert. Schmtdt, Lt. a. D., zuletzt im 10. Inf. Regt. r. 134, in der Armee. und zwar als Lt. »der Ref. des 13. Inf. Regis. Nr. 178 mit einem Patent Vom 22. August 1898 wiederaugestellt und auf ein Jahr zur Dienstleistung bei genanntem Régi. kommandiert. Engler, Königl. preuß. Oberlt. der Res. a. D., zulest im Braunschwüa. Inf. Regt. Nr. 92, in der König!. sächs. Armee und zwar als Oberli. der Res. des 12. Inf. Negts. Nr. 177 mit einem Patent vom 18. November 1897 angestellt. Brande, Königl. preuß. Lt. a. D., zulegt im Magdxburz. Jäaer;

at. Nr. 4, in der König!. sächs. _Acmee und zwar als Lt. der Rei. des 6. Feld Art. Regis. Nr. 68 unt einem Patent vom 15. September 1898 angestellt und auf sechs Monat“: zurDienftleistung bei genanntem Regt. kommandiert.

Abschiedsbewillignngen. Jm aktiven erre.20.Apri1. Lindner, Lt im 7. Inf. Regt. Prinz Georg Nr. 106, zu den Offizieren der Res. dieses Regis. übergeführt.

Jm Beurlaubtenstande. 20. Avril. Graube, Oberlt. der Res. des 2. Königin-Hus. Regis. Nr. 19, Brxndel, Oberli. der Res. des 1. Train-Bais. Nr. 12, - behufs Uebersübrunz _zum Land- sturm 2. Aufgebois, Vogel, Hauptm. der Inf. 1. Aasgebots des Landw. Bezirks 1 Dreßden, mit der Erlaubniß zum Tragen der Uni- form der Res. Offiziere des 5. Ins. Negts. Prinz Friedrich August Nr. 104 mit den vorgeschriebenen Abzeichen, - der Abschied bewilligt. Schwalbach, Hauptm. der Inf. 1. Aufgebois des andw. Bezirks Leivzig, mit der Erlaubnis; zum Tragen der Landwehr - Armee- Uniform. Sturm, Hauptmann der Ja;. 2. Aufaebois des Landw. Bezirks 1 DreSdea, - behufs Ueberfübrung zum _Landfturm 2. Auf- gébots, Grimm (“Hans), Obérlt. der Inf. 2. Aufgebots 17:5 Landw. Bezirks 1 DreSden, der Abschied bewilligt. 131". v. Dietel, Oberst., 1)r. Kaiser, Lt. der Inf. 2 Aufgebots des Landw. Bezirks 1 Dresden, Frhr. v. Brockdorfs. Lt. der Inf., Klemm, Oberlt. der Jäger 2. Aasgebot-Z des Landw. Bezirks Lsivziq, Dr. Arnold, Oberli. der KW., v. Robrscheidt, Obstlt. der Feld-Art. 2. Aufaebots des Landw. Bezirks 11 Dresden, - behufs Usbsrfübrung zum Landsturm 2. Aufgebots der Abxcbicd bewilligt.

Im Sanitäts-Korvs. 20. Avril. Prof. Dr. Trendelen- burg, Gen. Arzt 5 13 511118 des Sanitäis-Koxps, de: Rang als Gen. Major verlieben. Prof. Dr.Karg, Stquarzt ;. D, die Genehmigung zum Tragen der Uniform der Sanitäts-Oifiziere mit den Vorgeschriebenen Abzeichen ertbeilt. 131". Eras, Oberarzt vom 4. Jnf.-Negt Nx. 103, unter Belassung in dem Kommando zum Stadikrankenbauie in DreSden, zum Stabs- und Abtheil. Arzt der Reisenden Abtheil. ]. Feld-Art. Rears. Nr. 12 befördert. Die Oberärzte 1)r Stöl_zn_er vom 13. Inf. Regt. Nr 178, in das 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaijer Wjibelm, König von Préußen, 1)r. Dunzelt vorn 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen, in das 4. Feld-Art. Neat. Nr. 48, versetzt. Die Assist. Aerzte Woemvner vom 2. Feld-Art.Regt. Nr. 28, zum Oberarztbefördert, Dr. Schäfer vom 3. Inf. Regt. Nr. 102 Prinz-Regent Luitpold von “Bayern, ein Patent seines Dienstgrades vérlieben. ])r. Schnizlein , Unterarzt der Res . des Landw. Bezirks 11 DreSken, unter Anstellung im aktivxn Sanitäts-Korps uni) zwar bei dem 9. Inf. qut. Nr. 133 ]um A1fiß.Arzt, Or. Kölbing , Aisift. Arzt der Res. res LandauBszirks 11 Dresden, zum Oberarzt, die Unterärzte der Rss. Kohl, 1)r. Wittmaack, 131). Meisenburg des Landw. Bezirks Leipzig, zu Assist. Aerzten, - befördert. 1)r. Schmiedt (Ernst), Stabsarzt der Nes. des Landw. Bezirks Lkivzig, behufs Ueberfübrung zum Landfturm 2. Aufgebots mit 12er Erlanniß zum Tragen der bisherigen Uniform mit den vor- geschriebenen Abzeichen, ])r. Feldmann. Oberarzt der Landw. 1. Aufgebojs "es Landw. Bezirks Leipzig, Dr. Eickhoff, Oberarzt der Landw. 2. Auigebots des Landw. Bezirks Glauchau, behufs Ueberiübrang zum Landsturm 2. Aufgebots, _ der Abschied bewiÜigt.

Beamte der Militär-Verw altung.

Durch Allerböcbiten Beschluß. 5. Avril. 1)r. Loren z, Oberlehrer im Kadstteu-Korps, der Titel als Professor, Zscberp, Förster, Geheime e deierende Sekretäre im Krisgs-Ministerium, der Charakter als_?)1chnungsiratb, - verlieben.

Dukcb Verfügung des Kriegs aMinifteriums. 12. April. Würker, Winkler, Kretschmar, expedierende Sekrejäre im KriegßMtnifterium, „zu Gebkimxn expedietenden Sekreiären ernannt.

„19. April. Die belmeister Keller des erde-Reitet-Negis., Mage des 2. Bats. 6. Ins. Regis. Nr.105 König lebelm 11. von Württemberg, Jebrina des 1. Batz. 9. Inf. Regis. Nr. 133, Aebnelt des 3. Bars., Jünger des 2. Yaks. 2. Gren. Regis. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Prsußen, Fauth des 2 Bars . Kießig des 3. BW. Schü en- (Füs.) Regis. Prinz Georg Nr. 108, Wallner des 1. Pion.Bats. ' r 12, Müllerdrs 2.Jä,1er-Bats. Nr.13, Falkn er des 1. Batsq Glöckner kes 2. Bars. 1. (Leib-) Gren. Regts. Nr. 100, Dietze des 1._B;ts. 15. Jnf. Regis. Nr. 181, Neubäußer des ]. Bajs. 8. Ins. Regis. Prinz Johann Georg Nc 7, Gräbner des 1. Bars. 5. Inf. Regis. Prinz Friedrich August Nr. 104, Krems des 1. Bank. 3. Inf. Rems. Nr. 102 Prim-Regent Luitpold yon Bayern, Paul der 2. Abjbeil. 1. Feld-Art. Rrgts. Nr. 12, zu Ober- Zablmeiftern befördert.

Deutscher Reichstag. 182. Siyung vom 27. April 1900, 1 Uhr.

Auf der TageSQrdnung steht zunächst folgende Inter- pellation der Abgg. 131: Deinhard (nl,) und Genossen:

_ „Bis zu welchxm Zeiwunkt ist die Vorlage, betreffend Ab- anderung des bestehenden Weingeseses, zu erwarten?“

Nachdem der Staatssekretär des Innxrn, Staats-Minister ])1'. Graf von Pojadowsky- Wehner nch zur sofortigen Be- antwortung bereit erklärt hat, fuhrt der

„Abg. Dr. _Deinbard aus, daß von den Gegenständen, die den Netchstaa in dieser Session yocb beschäftigen sollten, die Weinfrage eine der dringendsten sei. Dre Hoffnung aber, daß die versprochene Nyvelie oder doch wenigstens ein Rotbgesev noch vorgelegt werden wuxde, sei eit der Zeit vor Ostern recht schwach eworden. Dabei erione der otbschrei der Weinvroduzenten immzr ärker nacb Be- seitigung der unreellexn Konkurrenz, welcbe ihnen die Kunftweinfabrikation mache. In dieser Zett der all emeinen Preissteigerung mache es einen böcbét selksamen Eindruck, raY die Weinvreise immsr weiter herunter- ßeben; Unsere Anfrgge, fabxt der Redner fort. ist auf das bescheidenfte escbrankt; es .soll in ihr nicht der aerinafte Vorwurf für den Reichs- kanzler und seine Organe liegen. Ein Tadel trifft aber die Einzel- regterungen, welche mit den Erhebungen und Informationen ntcht zu Ende. kommen können. Es muß binfichtiich der Definition des Begriffs .Wsin“ etwgs Bestimmtes in das Geiss bineinkommen; mit Yen Grenjzablen allem _ifi_xs nicbt gethan, zumal die Chemie, die uberhauptfin der Analy1e !tarker ist, als in der Synthese, in diesem Yunkte btsber Versagt bat. Die Verwendung von Extrakten aus

ofinerx und dergleichen wuß untersagt werden. Die meisten Schwierigkeiten bietet die Fra e der Kontroie. Oboe Kontrole steht alles in. der Luft; so unangene m der Beigeschmack der Kontrole ist, alle Winzer Zverden sich ihr gern unterwerfen im Interesse der reeUen Weinvwduknon. e.!)„er Rotbweinbau wurxe bisher als negliaeable Gr'öße betrachtet, unt. Unrecht, da seit zehn Jahren skcb eine Rotb- weinrebe bei _uns eingebürgert hat. Auch dieser Zweig v.?rdient dxingend Berucksichtigung, denn es muß doch das 3181 eder Ver- nunftigea Weinpoiitik sein, den Bedarf des Inlands möglich im In-

land u decken. ir ten alo cm in gebunxz etuZas meF LebenchbringuL g die Gangart der WM“

Staats ekretär des nnern Staats- Mini von Posaksxowsky-WeIner: , ster ])r. Graf

Meine Herren! Wie bereits von dem Herrn Jnterpeilanten aus. gesprochen worden ist, babe ichseiner Zeit ein kleines Wupätlament berufen, um alle die Fragen, die heute gestreift find, einer gaseujßm technischen Erörterung durcb Sachverständige zu unterziehen, Auf Grund der Beratbungen dieser Sachverständigen-Versammlung 171 im Rrich6amt des Innern ein umfassender Geseßentwurf auegearbeüet und den hauptsächlich betbeiligten verbündeten Regierungen im Juni vorigen beres mitgetheilt worden. Es zeigte sich aber, daß die verbündeten Regierungen gegen die Faffuug dieses Gesetz. entwurfs nicht unerhebliche, zum tbeil durchaus bekechtigje Einwendungen zu erheben batten. Daraufhin wurde im Reichsamt des Innern unter Zuziebung eines kleineren Kreises von Sachvexstäu, digen erneut ein Geseßentwurf ausgearbeitet, der wesentlich kürzer ist und den Charakter eines Notbgesetzes trägt. Diesen Geseßentwurj babe ich zunächst dem Königlich preußischen Staats-Miuiftetium vorgelegt, um mir die Zustimmung der pteußischen Stimme zu sichern. Dort unterliegt er noch der Beratbung. Ich kann aber nicht umhin, jeyt schon zu bemerken, daß nicht nur bei der preußiseben Regierung, sondern auch bei anderen der verbündeten Regierungen Bedenken obwalten, ob jevt noch der géeignete Zeitpunkt ist, diesem stark belasteten Reichstage einen weiteren Gefes- entwurf vorzulegen. Wenn wir in [ester Zeit noch zwei Gefes- entwürfe vorgelegt haben, so drängten uns hierzu die Verbältniffs _ ich meine den Geseveutwurf zur Bekämpfung gemeingefäbrljchex Krankheiten, von dem wir der Ansicht sind, daß er im Jntereffa der öffentlichen Gesundbeitöpffege verabschiedet werden muß, und den Entwurf, betrkffend die Unterstüßung der afrikanischen Postdamyfex. linie, den wi: Vorzulegen genötbigt waren, weil die Vertrazßzeit ab. läuft und stwas Neues an desen Stelle treten muß.

Ich habe aber auch aus der Mitte des hohen Hauses schon so ernste Einwendungen dagegen gehört, den Reichstag mit neuen Aux"- gaben zu belasten, daß ich auch persönlich sebr zweifelhaft bin, ob es richtig ift, eine so viel bestrittene Materie jest noch der 'Wer-thanx des Reichstages zu unterziehen. (Sehr richtig !)

Meine Herren, diese ganze Angelegenheit sieht, wenn man 113 nüchtern prüft, wenn man sie vom Standpunkt der Reichswerwaltung anfiebt, doch wesentlich anders aus, als wenn man sie in einem kleinsn Weinort am Rhein oder in einem seiner Nebentbäler erörtert. Man macht slch beispielsweise in diesen Jntereffenienkreisen Begriff: von der Möglichkeit Liner Kontrole, wie wir sie für voli- kommen unausfübrbar halten. Es ist sogar ein Vorschixz gemacht worden, eine Art höherer Beamten anzustellen - so eine Art .Weinräibe'. Ich bin nicht ganz klar, welche Art Vorbildung dieseHerren erfahren soüen (Hxiterkeit) - möglich freilich, daß dieBe- werbungen um diese Stellen recht zahlreiche sein werden. Ob aber die Einzelregierungen geneigt sein würden, eine solche Beamisn- kategorie neu zu fcbaffen, ift mir zweifelhaft!

Ich enthalte mich absichtlich der Versuchung, bier auf aii: sachlichen Fragen, die der geehrte Herr Interpellani geßreift bat, meinerseits einzugeben; wir müßten dann in eine umfangreiche farblich“: Debatte eintreten, und ich glaube, eine solche würde einen rein akademischen Werth haben, so lange nicht ein positives Geiss Vor- liegt, über das man berätb.

Ich glaube, ich kann mit einer allgemeinen Bemerkung schlixßen: das Nahrung5mittelgeseß und auch das bestehende Weingefeß würdxn schon manche Handhaben bieten, energischer gsgea Weinfälscbungen einzuschreiten; aber dazu "rst allerdings eine Vorbedingung notbwmkig: daß eine auNeicbende Anzahl technisch Vorgebildeter und auch persön- lich unabhängiger Nabrungömiiteltecbniker vorhanden sind (sehr richtig!), die prüfen und im einzelnen verfolgen, ob die Bestimmungev kes Nabrungßmittelgeseßes und des WZingeseßes wirklich ausgeführt werden. Diese Frage sieg't aber auf dem Gebiete der einzelstaatiicben Geseßgebung und kommunalen Verwaltung. Darauf hat das Reich

'feinerseits keinen Einfluß. Ich glaube aber, wenn bisher das Wein-

gesetz und das Nabrungömitielgeseß nicht in dem Maß: gewirkt haben, wie fi“.- vielleicht wirken konnten, so liegt es daran, daß es in km einzelnen Staaten an der Zahl außreicbend vorgebildeter Nahrungs- mitteltecbniker fehlte und man von der allgemeinen Polizeivetwaltung manches erwartet, was nur ein besonders vorgebildeter Sachverständiger leisten kann. Bei dem jetzigsn Stadium unserer Arbeiten ift es jeden- falls vorzuziehen, wenn wir die Veratbung eines derartigen Geseses, wenn es auch nur den Cbxrakier einer Novel]: trägt, verschieben bis sum Beginn der nächsten Tagung, und wknn alle diejenigen, die Wein trinken, fich b?s dahin vorläufig dadurch schüsen, daß sie ihrer Zunge und Kehle vertrauen. (Sehr richtig!)

Auf Arztrag des Abg. Bassermann (nl,) tritt das Haus, da sich alle Anwesenden daiür erheben, in die Be: sprechung der Jnterpeklation ein.

Abg. Fiß (nl,): In dem ,Weinparlament' war die roduition nur in sebr ungenügendem Maße vertreten, unter 55 ktgliedern befanden si:b nur 10 Weinproduzenten gegenüker 18 Vertretern des Handels. Einige Weinbaugebiet: waren überhaupt nicht durch Pro- duzenten vertretexz. Franken hatte einen einzigen Vertéeter. noch daiu einen Weingroßbandler, der fich gegen jede Kontro!e aussprach, wahre)» ker Reichstags-Abgeordnete Baumann aus jener Gegend t!!! vorigen Jahre ganz entschieden die Konirole befürwortet baxie- Obwvbl aber die Wsinproduktion in dem Weinparlament so zuruck- ftand, sind doch die Beschlüffe desselben, abgesehen von der Frage hkk Kontrole, durchweg *mit größter Freude zu begrüßen, und es bleibt nur u wünschen, ch die Regierungen fich ihnen wohlwollend „gegen“ über teilen. Das erbot der Kunftweine wurde einstimmig as- fordert, anscheinend werden ja auch die verbündeten Rc- ierungen diesem Wunsche entsprechen. Fast emftimmig sprach UW ck auch für das Verbot des nur der Vermehrung dienenkm Zuckerwgffers auß; man wollte 25 0/0 zulaffen, was voukomlem selbst für die geringsten Jahre und die geringste Lage genugt, ja eber noch zu viel ist, während freilich von anderer Seite eme Erhöhung auf 33:i 0/9 empfohlen wird. Das Petioiifieren muß mit den größten Kautelen umgeben werden, da durcb dieses Verfahren leicht eine Vermehrung des Weines um 3 bis 400 0/9 bewirkt werken kann, wobei der vsrmebrte Wein durchaus den Anforderungen kk! chemischen Analyse entspricht. Die völliae Freigabe des Zucksrs mqß zu wahren Schleudxrpreisen für ken Wein fuhren. Der Hinwil“ darauf, daß die Freigabe des Zuckers im Jnterefse der Zackerindufirie und des Nübenbaues liege, ist nicht stichhaltig. Die unslanUÖe Verlängerung des Weinss, namentlich des Rotbweines, die sabl- losen Verfchnitte mit deutschen Kunstweinen haben die geradezu Fer: zweifeln, trostlose Lage des deutschen Weinbaues verschuldet. Aus den AuSdruck „Naturwein' ist kein großer We!!!) zu le en, denn der Nachweis des Zuckerzufaßes, wenn trockener Zucker ]uge est wird, ck

durch keine Chemie zu führen. Allerdings aesieben di! Chemiker i re Obnmacbt auf diesem Boden nicht gern und setzen ihre Versuche f;:r, den Wein 'in der Hand zu behalten. Redner gebt dann noch auf weitere Mißstände nxeniger allgemeiner Art ein, die seiner Meinung "“ck Z? YYY" ibexuÉelY'rfl (6 V lk ) z. m d - e ed .r.- 9 sp. : Die Tbatsa e, da eine Zoße Vermehrung des Weins in Deutschland stattfindet,fieb1-iefi, urßid die renzzablen, welche in dem „bestehenden Geseß gegeben sind, haben auf diese Vermehrung direkt meewtrkt und eine Schädigung des Wein- baizs verursacht. Zu den ort odcxen Puristen gehöre ich nicht, ich meme nicht, daß nur das, was aus der Traube stammt, als Wein ver- kauft werden dürfe; ein Zuckerzzxsaß muß gestaltet sein, wenn dieNatur den Wein u: betb gelassen hat. Dieselben Konsumenten, Welche einen rationell verbefferten Wein gern trinken. würden garnicht in der Lage sein, den Wein zu bezahlen, „wenn dieses nicht gestattet wäre. Andererseits scheinen mir gegen die Kunstweinfabrikation, wenn eine solch? wirklich nachzuweisen M, die bestehenden Vorschriften zu genügen. Einescbarfe Konkurrenz wird ferner dem deutschen Weinbau durch die sogenannte Verbefferung de? Weins gemacht. Um hier Vorzubaueu, wäre vvr aUem eine grundltchere Ausbildung und die Vermehrung der Nabrungömiiteltxtbniker erforderlich. Zu einer bedingungslosen Kellerfontrole uberzugeben._ siHßt auf schwere Bedenken. Die schlimmste Verbesserung ist du: durch Zusaß von mit Sprit versevtem Waffe:; es wird sich fragen, ob dagegen in der Novelle_ zum Weingesxtz oder erst bei Gelegenheit der Revision des Zglltartfs das Noibtge und Mögliche Vorzukebrsn ist. Jedenfalls maßen wir hoffen, daß_ein Geseß zu stande kommt, welches (Gewähr dafur bietet, daß man uberall einen guten und bekömmlichen Tropfen zu trinken bekommt. ' Abg. Wallendorn (Jenin) ist auf der Tribüne der Bericht- erstatter _nur schwer xy vxrfteben. Er bedauert anscheinend das laue Tempo, tn welcbkm dre vexbündeten ngierungen sich seit 8 beren betyeqen, während _der deunche Winzerstand inzwischen schon zu Grunde gerichtet worden fet._ _ _ Abg. Dr. Roejicke-Kaijerslqutern (i). k. F.): Ohne eine wirk- 1ame Kellerkontrole ist kein wirkmmes Weingeses denkbar. Spricht man sich gegen :diefe Kontrole aus, so will man eben kein wirksames Gesex, Aus diesem Grunde ist auch wobl das bisherige Zögern der xerbundctsn Regierungen zu erklären. Wir sehen auch hier, wie uberall, dafsselbe Schauspiel. Immer dieselbe Rückfibtnabme auf den Handel, dieselbe Rückficbtslofiqkeit gegen die Produktion. Zest soll die'Session 511 weit vorgerückt sein, um die Novelle noch zur Er- ledigung zu bringen. Aber wird die Frage nicht skit einer inbe von Jahren von allen interessierten Kreisen venttliert? Der Entwurf dks Weingeseses, welcber_ die Folge des Wcinparlamenis von 1899 war, ist infolge des Widet1vruchs der Händler wieder in den Hintxrgrund getreten. _Uns Allen kgnn nur daran liegen, einen guten Tropfen zu trinken, _n_tchi einen verfälschten; und die Regierung ist Vervfiicbtet, die Mittel mr diese hygienische Maßregel heranzuscbaffen. Es liegt also kein Grund gegen die Keüerkontrole vor. Die (bernische Analyse reicht gegen die thfälschung-n, wie längst erwiesen. nicht aus, der Uebelstand muß qrundltcb beseitigt werden; die große Mehrheit des Hauses wird fichxrlich bereit sein, an einem Geiss: mitzuarbeiten, welchzs gründlich durchgreifi, set es nun, daß es noch jest, jej es, daß es im Herbst vor den Reichstag kommt.

. Abg. Dr. Paasche (ni.): Ich habe im Namen der weinbau- treibenden Kreise mainer Wählerschxft die Anregung des Kollkgen Deinbatd zu unterstüsen. Die verbündeten Regierungen gehen ja selbs! zu, daß das (Gsies Von 1892 seinen Zweck nicht erreicht, sondern vielmebr__zum Scharen des Weinbaues und des Winzerftandes der Weinoersalschuna noch Vorschub geleistet hat. Nach der Haltung des

eutrums, welches die Flottenvermebrung nicht ohne glkicbzeiiige „ösung der Deckungsfraae erledigen will, steht ja nun eine längere Sisunngauer der Session in Aussicht; die Regierungen werden be- stimmte Steuerpro'ekte in Erwägung nehmen müffen und in der Zw1schenzeit wird Zu!) die Zeit finden, auch dieses Geseß noch zu er- ledigen, wenn es nicht an gutem Willen fehlt.

Damit wird der Gegenstand verlassen. Darauf werden Kommissionsberichte Über Potitionen

bcraihen. _ '_ _ .

Die 5Ye'iitwn des „obxrs lefischm chrntlt_chen__2(rbe_itervercins zur gegen e1tig_en Hilfe“ m cuthen„(O5€r1chlen?n) 1911, soweit sie dic Einfuhxung des achistunhtgetz Arbeitstages und obligatorische A'rbcttsau'sychusje verlqngt, der_n Reichskan ler als Material überwxeien werden; wweit ste indessen die Abänderung des Inxaltden-Verficherungs: _qeseßes u_nd die Frage der Entxanung der Arbeiter bctrifft, soll uber sie zur Tagesordnung ubergegangen werden.

Abg. Sachs e (Soz.) tritt in längerer Rede für die Petition ein, soweit fi: den achtstündigen Arbeiistag für Y_ngwerke _befürworte. Reibe schon die bestehende zebnftündige, tbat|achlich_baufig sogar zwölfstündige Arbeitßzeit in der ungesunden Luft die Krafte res Berg- manns aaf, so Werde er durch daYUeberichicbtugwesen yoüends zu Schauder: gemacht. Cbxnso würden dre VetriebSunfalle durcb dieEin- führung der acbtstündisen Arbsitszeit erbehlicb vermindert werden. Im Betriebe der Stablgießereien, der kabütten und in vielen anderen Betrieben würden so ernorme Anforderungen an die Kraft und Widerstmdsfäbigkeit des Arbeiters gestellt, daß er denselben bei übermäßig langer Arbeitszeit, auch wenn er sick) einer noch so guten Konstitution erfreue, vorzeitig erliegen müsse. Die für den Zinkbüttenbetrieb" neuerdings exlaffenen Vor- schriften genügten in keiner Weise;_es mußte auch für dix erwachsenen männlichen Arbeiter eine Belehrankung der Arbeitszeit eingeführt werden. Nach der estrigen .Hzltung dex_Zentrumsfraktio_x1 s_ei es ja avsstcbtsloS, einen Zintraq aus Ueberwetxung zur Berückjicbttgung zu stellen. Es läge aber doch ekade im Jniereffe der Zentrumsfraklton, wenn sie mit Rücksicht au?] die Taujende ihrer Wahler unter den Bergarbeitetn den Antrag stellje. '

Könia11chsächfischer Bevollmächiizter zurxxBundeSratb, Ministerial- Direktoc 131“. Fischer: Die heutigen Außiubrungen des Porrednerö waren im Ganzen ruhig und leidensicbaftslos, oder dieses doH mehr als bei seinem levten Austreten hier in _derselben Frage. Seine früheren Mittheilungen über die Zustande _ im Bergwerksbetriebe in Sachsen babe ich ebenfaüs scho!) feubxr als in mehrfachen Punkten unrichti nachgewiesen; 1ch babe am Testen Tage der Reichstagétsanz vor Ostern das Nötbige zur Richtigstellung _bemerkt und bedauere , dzß der Abg. Sachse damals nicht anwejend war; ich konnte ,aber mi! diesen Ricbti fteüungen nicht warten. Herr Sachse „bat die Berichte der Auffi tsbeamten mehrfach mißNrstanden. Die Erbebxmgen haben er eben, das; die Zustände im sächsischen Bergwerksbetnebe durchaus &?tiedigend find. Zu den Sonntagßarbeiteu i_m Bergbaa drängen sich merkwürdiger Weise die Arbeiter, weil d_ie1e Sonnjagsarbeiten beffer bezahlt werden. Richtig ist, daß die sachfische Regierung fich bis jest ablehnend verhalten hat gegen die Forderung des NormaZ- arbeiisxages, aber sie hat diese abiebnenoe Hxltung nicbt'mtt Konkurrennücksicbten motiviert. Sie bczlt daran fest, daß die nahere Bestimmung über die Arbeitßzeit der freien_Vereinbarung zwischen yen Bergleuten und den Bergwerksbesiyern x_u uherlassen ist. Der fachfi1che Landtag stimmt in diesem Punkte der sachsijchen Regierung durcixaizs bei. Die An riffe auf das sächsische VereinSgeseZ iyaren vollig unberechtigt. I)er Angriff auf die Okamten, daß sie aus„Grund „des Geseyes gegen das Koalitionßrecht der Arbeiter eingeschrixten seien, weil sie Besißer von Koblenaktien seien ,und gefürchigt batten,_ daß durch die Bergarbeiterbewegung diese Aktien im Kur1e sinken wurden, ift eine Veschuldigung, für Welche die angegriffenen Bzamten nur die :ieffts Verachtun übrig haben.

Abg. Hilde? (nl,): Ich halte es für ein Unrecht, einern skelb- ftändi en deuischen Bergarbeiter ju derwebren, wenn er es wiU, uber 9cht tunden zu arbeiten, und damit ist auch die Frage der_ 1125er- 1chichten entschieden. In Wzstfalen ,ist die Zahl de_r Uebsr1chtchten nur eine mäßige. Es kommt natürlich auf die Konjunktur an; in der Zeit der Ernte wird doch auch die ArbeitSzett der Erntearbeiter

außgedebnt. Nur aus sanitären Gründen können die Bergarbeiter in ihren Wünschen, län er arbeiten zu dürfen, eingeschränkt werden. In den leßten zebn Ia ren ist übrigens die Arbeitßzeit "icht verlängert worden. Das Gleiche gilt von den H_üttenarbeitern. Mit dem Acht- fiundentage würde der ganze gegenwartige Hüttenbetrieh von Grund axis um eftaltet wsrden. Soweit die Petition die Bergarbeiter be- YFM“ ils) tte ich nichts dagegen, sie der Regierung als Material zu u erwe en.

, Abg. Freiherr von Stumm (Rp.): Auf die Materie des Pe- ttkuma einzugeben, babe ich heute chb wexiiqer Veranlaffunq als aestern, da ja die Sozialdemokraten ]elbst keinen Antra aus Berück- sichtigung stsilen. Der englische_ Arbeiter legt einen größeren Prozeni- av_ seines Verdienstes für Beexsteaks u. dergl. an und ist deshalb leistungsfähiger, während der deutsche Arbsiter einen größeren Theil für Gxtränxe oder auch für seine Frau anlegt. Zur Abwsbr der, von gesundheit9!chädlichen Betrieben drohenden Schädi ungen brauchen wir keine Verkürzung der ArbeiLSxeit; das kann der ' undeßratb schon jetzt kraft der ihm zustehenden Befugniß machen. Bei der Kon- zentrierung einer zwölfftündiaen auf eine achtstündige Arbeitszeit würden gerade die tüchtigften Arbeiter benachtbeiligt werdcn.

Abg. Dr. Hive (Zenta): In Beziehung auf die Bergarbeiter fieben wir auf dem Boden des Ackotfiundentages und haben ibn im preußischen uxid bayzriscben Landtage vertreten; würde alw der Antrag auf Ueberweiiung zur Berücksichtigung in dieser Beschränkung gestellt, so würden wir dafür zu haben sein. Hier aber ift der Acbtstundenia auch gefordert für die Fabriken im allgemeinen, und das Lebeint |le

err Sachse für eine zu weitg-bénde Forderung zu halten. Die

ozialdemokratie hat sich __ferner _ gegen die obligatorische Ein- führung von Arbeixerausschünxn erklart, wxil sie ihr für die gewerk- schaftliche Organijaiion gefährlich erscheint. Zit dem so, dann würden die “Sozialdemokraten selbst sich einer Hkucbelei „schuldig machen, wenn sie die Petition zur Berückfieiptigunß zu überweisen beantragen würden. Daub die Noveüe zum Juvalrdengeseye find die Wünsch: der Petenten wenigftxns zuxn tbeil erfüllt worden.

Abg. Thiele (Soz.) fragt, Warum die Achiftundenschicbt nur auf die Bergarbeiter und nicht auch auf dre Hüttenarbeiter aussedebnt werden solle. Der Hüttenbetrieb sei doch vielfach mindestens ebenso anstrengend wie die Arbeit im _ Bargbau. Wsna der sächfische Bundesraibsvertreter fich daraux beziehe, daß die be- triebsamen Arbeiter in Sachsen fich gegen die Verkurzanq dxr Arbeitheit außgesproehen hätten, so babe er wohl mehr die schmieg- samen Arbeiter gemeint, denn der Begriff ,betciebsam' sei sebr dehnbar. Die jungen Leute seien es hauptsächlich, die sich zu den Ueberscbicbtxn drängten. die Leute Von zwanzig Jahren und darunter, die dann im nächsten Jahrzehnt frühzeitig invaltde würden. Damit würde es voll- ständia harmonieren, daß die Ueberschicbtenkk-Zin: höhere Krankheits- ziffer berbeifübrten. Betrage die Ueberfchicht in Westfalen, wie der Abg. Hilbck sagte, nur 25 Minuten pro Tag, so würde es doch erst recht keine Mühe machrn, aucb diexe 25 Minuten noch abzuschaffen. Wober komme die geringe Ernahrung? Doch Von dem ge- ringen Einkommen. Man erhöhe das [Einkommen, und der gesamwte Arbeiterftand werde in seiner Leistungsfabigkeit gehoben werden. Daß die Reduzierung dxr Arbeitszeit von zehn auf acht Stunden keinen Rückgang in dkk produktiven Arbeitsleistung zur Jolge babe, i_ei längst praktisch erwiesen. Redner giebt dafür eine m_abl Beiaze und statistischer Zahlen und kommt dann auf die Ausxübrungcn zurüg, welcbe der Abg. Aycndt in Bezug auf die Mansfelder Verbältnixie vor Ostern gegen ibn gemacht habe, erklärt, daß er seine bezüglickzen Behauptungen über den damals erwähnten Steiger aufrecht erhalte, den Dingen weiter nachgeben werde und baldigst dem Plenum und Arendt das Ergebnis; mittbeilsn werde; er könne noch wsnere dsrartige Fäile vorbringen.

Abg. Dr. Arendt (RV,): Es mußte mir daran liegen, einen Beamten zu vertbeidigen, weicher hier im Reichsta e 'der-Betrügerxi insofern beschuldigt worden war, als er fich aus _ atertal,we1ches nicht ibm gehörte, sondern dcr Gewerkschaft, zwei Haus.r gebaut hätte. Ich babe keine andere Gelegenheit dazu gehabt als die driite Lesung des Etats. Die bexügiicben Rechnungen liegen mir vor; es ist von der Beschuldigung nichts,!vakr, auch ift der eine Beamte, der Steiger Rothe, den Herr Thiele !chließlich nannte., schon Zeit elf Jahren nicht mehr im Dienste der Gewerkschaft. Herr T iele hat seine Behauptung ganz allgemein aufgestellt, er sprach von Steigern; im amtlichen stenograpbischea Bericht ist aber nur von „einem“ Steiger zu leren. Um so „dringender mus; ich ihn bitten, seine weijeren FäUe vorzubringen, die er heute erwähnte. An einer anderen SteUe ficht im ftenograyhUchxn Bericht „gewiffe Steiger“; während Herr Thiele ganz allgemein gesagt hat „dieSSteiger'. Herr Thiele wird nicht umhin können, nachdem er dén Steig?! Rothe iu seincr Ehre so bloßgeftellt hat, dem Mann eine Ebrenerkiärung zu geben oder seine Bekcbuldigung so zu wiederholen, daß jener gerichilich klagbar werden kann. Jedenfalls darf die Tribüne nicht zu solchen Ebrenkränkungen benußt werken.

Abg. Thiele erklärt, er lehne es ab, vom Abg. Arendt Be- lebrungen über seine Pflichten als Abgeordneter entgegenzunehmen. Die von ihm vorgenommenen Korrekturen seien ganz unerheblich, in den Arendt'scbey StenoMmmen _kamen g.".rz andere Korrektursn vor. Das Sym'm im ansfeld'jcben sei heute dasselbe wie Vor 11 Jahren.

Abg. Stolle (Soz.) führt aus, er könne nicht nachprüfen, ob die sächsischen Veamjen Kobienakjien befisen, aber aus ihren Steuer- deklarationen würde fich ja wohl ergeben, wie viel fie aus Gehalt und wie viel sie aus Privatbesiy eiunäbmen. Habe dock) Yin sächsischer Amis- ricbter Arbeiter wegen Boykotjs der DreSdenet Waldjchlößckpenbrauerei zu harten Strafen verurtbeilt, von dem fich herausstellte, daß er dem Aufsicthratb dieser Brauexei angehörte. Daß die Arabeiter sich zu den Sonntagsarbeiten drangen, sei ein nicht richtig gewählter Ausdruck; fie würden durch tausend Rückficbten dam ge- zwungen. Könnten die Arbeiter unbeeinfiußt ibr Uctbeil abgehen: in 99 5/9 der MM würden sie sich nicht gegen, sond_ern für die Ver- kürzung der Arbeitszeit auswrecben. Die sächs11chcn Bergarbeiter hätten fick) in der Koblenftcikebewegung musterbaft benommen, sie seien aber von der Regierung und den Beamten, die Zleichmäßia den Jutet- Yen des internationalen Kapitaliömus in die Hande arbeiteten, gegen

echt und Gesev behandelt worden. Das Berggeseß gebe nur bei dro- bendxr Gefahr den Béamten zum Einschreiten in der bekannten Weise das Recht. Man habe in Zwickau den Belagerungszufiand vexbän t, ob- wohl die Nabe „eines Kirchbofes berrs te. So habe man m acbsen für die Berngksbesi er Partei ergr ffen. Die Mözlicbkeij, über die Verkürzung der Ar eitsseit mit den Werksbefißern zu verhandeln, werde durch die behördliche Einmischung, durcb Beeinflufiung der Wirtbk, welche ihre Lokale hergeben wollten, durch den Militarboyxott und unzählige anderx Mittel verhindert. Das iächfiiche Vereins- und Versammlungözcjeß werde ganz illoyal gehandhabt.

Königlich iäcbsiicber Bkvollmäckpligter zum Bundeöratb, Ministerial- Direktor Dr. Fischer: Jeb kann diese Ausführungen nicbt obne Entgegnung laffen, auch nicht die Behauptung, daß die Regierung in Sachsen stets grundsäßliÖ Parteiregierung ist. Das ist dieselbe Be- hauptung, mit welcher auch Herr Wurm immmer seine Reden schließt: In Sachfen wird zweierlei Recht geübt. Ich stelle dem Hause anheim, ob Sie den sächsischen Beamten oder den !vzialdemokraiiscben Rednern mebr glauben wollen. Herr Sachse hat elbft den sächsischen Arbeitern zum Strike geratben. Redner verliest die betreffenden Aeußerun en des Abg. Sachse und sagt hierzu: Wenn das keine Aufreizung zum trike ist, dann giebt es keine. Der Minister von Meßscb ist in das Strikerevier gekommen, um sicb zu informieren, ob die Bergwerksbesißer in der Lage seien, die ihm bekannten Forderungen der Arbeiter zu erfüllen. Die Versammlungen sind verboten worden, wall eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit vorhanden war. . Gewiß ist nichts passiert, aber bedenken Sie, welche Exregung bet einem solchen Strike herrscht. Ohne einen aewiffen Terrorismus können ja die Arbeiter bei keinem Strike auf Erfolg rechnen, das haben ne selbst xugegeben. Jedenfalls bedarf es nur des kleinsten Anstoßes, um eine Explosion zu erzeugen. Meine Erfahrungen aus dsa! Jahre 1889, wo ich Amtshauptmann in Cbemniß war, beweisen mir das.

Ueber den Untexstbied swisckosn Auslegung und Hxadbabun dsr G: : scheint Hrn Stelle nicht ganz genau orientiert zu sein. 3 fck

Abg. Sachs e behauptet, der Minifter von Me fck» babe den Utspruvng und Verlauf des Zwickauer Ausstandes im ! rhfischen and- tage nicht kutteffend dargestellt.

Sächsischer _ BevoUmäcbtigter zum Bundeskaib, Minifjnjgl. D'irektor 1)r. Flschtk bestreitet aberm2ls die Richtigkeit der Aus- fuhrungen des Abg. Sachse. Die Beftimmung des §80 des sächsischen Berggeseves habe mit § 152 der Gewexbeoxdnuna nichts zu thun.

Abg. Frxiberr von Stumm weist einige Auséübrungén des Abg. Stokie, die dreier gegen den Vergleich des deutschxn rx-ii rem englischen Arbeiter gemacht habe, als unrichtig zurück.

Abg. Geyer (Soz.) schließt |H in der Dacßxüung des Zwécksuzr Ausstandes den AuIiübrungkn ieinks Kollegen Sachse an. Ort Minifiec voz! Messe!) sei angeblich in das Strikerevier gekommen, um sich zu informieren, sei aber de_s anderen Tazes Wiébks auSaekniffsn.

Präsident Graf von Balleitrem rnit den Rxdner wegen dieses Ausdrucks zur Orynung. _ _"

_ Damn schließt die DiskuUron. TU“ Romxnix'fionßantrag wrrd angenommen.

Darauf wird die Sißung yertaat.

Schluß 61/2 Uhr. Zkachxie Sißung Dienstag, "dsa 1. Mai, 1 Uhr. (Wahlprufungcn.)

Prenßischer Landtag. Haus der Abg-eordneten. 62. Sißung vom 27. Aprii 1900, 11 Uhr.

Ueber den ersten Thctl_ dsr VLTHÜUÖWNJSU ist in dcr gestnaen Nummer 1). Bl. bcrxchtet :Wrden.

Das Haus seht die zweite B3rathung dés Ges»: cntryurfs, betreffeny dic Negulierxxng des Hochwasser: prosils de_y We1ch1el von (Zemliß bis Vicckel, fort.

Z 2 benimmt:

Zur Ausführung der irn § 1 unter (1 und 5 erwäkrttén Tr:- jektx haben die beibeili ien DeiÖverbänke, kern Forßcbreiten dsr Arbeiten entsprecbknd, olgende Zaicbüffe zu [réstknc 1) der Marika- burger Deichverband: zu 3 2091000 .16, zu 1- 217600 .“ 2) der Danziger Dé'ichVerbakxd: 311 :x 1 109 (0.1.46, zu i) 114 200 „46. 3) Okt Faikenauxr Deichveröand: zu 8 und i) 150 000 .W. 4) der Cibixiger Deichverband: zu 8 200 000 „sé.

Abg. Graf ron Kants (kon!) beantragt, dsn Béiira; r*:s Elbinßer Deichverbandes unter 4 ganz zn ftrzichén. Dx: Elbingcr "]:-Lich- Vkrband habe 1885 einen Bxitrag von 1870 000 „jz üDFrkommen unter der Bedingung, dzß die Noga! „199611 0811 Eisgans 55,325th warde. Man habe “nämlich die Eiürichtung cines Eiswebrs ge- plant, spätér sei bis Regierung anderst Meinwng .;:- worken, und man meine jssi, daß eins Msperrung »: Nogat gegen den Eissang überßaukt nichr ebm ßaUfi-iven dürfe, als bis die Regulierung des Hauvtarm€§ der Wéicb'cl wn Pikckél bis Gemiiß durchgeführt ski. Diese Eriiäram; dx: Régixruna stehe mic dim VérsVréchn des Landwirtbscbasts-ZNiriister vom Jahre 1888 nicht im Einklang. Der Eiizinger Déibvsrband 5353 kein besonderes Zyklereff: daran, tax"; am »:upiarm dr W2ichsei cin Déichöroch erso ;:e.

Abg. GOSkdélkk (fr. koas): Die Koftxn bildsn rie H.];VN-YIJS. Dis Detchv-„r'oände kzbkn Vortheil Von M RéßUlTSkU-“lg, sie fönnsn deshalb auch dazu beitragen. WEnn aber ck Nosat angfcbloffen werdsn und dadurch ein“: Erhöhung der Deich? des Faircnzusr Leichverbanxes nothwendig werden sollte, so bitte ick), zu dan Kosten hierfür den Falkenauer Deichverband nicbt beranxuzieben.

Abg. Eb1ers (ir. Vgg.): Jm Gxgcnsas zu icüberen äanIÖZn Vorlagen soll hier ein Zwang auf die D€ichveri§ände auSgeübt werdxn. Das Werk der R-gulikrung der Weiäosel muß einheitlich durchgeführt werden, damit nicht jßder einzelne Dé'iÖrL'and nur ißt sich das seinige thut und dann später wied-sr ein neuss Unglück k) ?rbeizkrübrt wird. Dem Grafen Kunitz kann ich darin nicht béistimmxn, das; der Elbinger Dsicbverband an dieser Regulicrung kein Intersffe habe. Allerdings find die Beiträgs dereichoerbänke zu bOÖÖSMLffLU, mitdiefer Ansicht bin ich freilich in derommission in der Minderheit geölieben. Wenn aber dsr Antraa KmiZ anxencmmen we:_xen sollte, müßte die Vor- lage in die Kommisfion zurückgeben, damit die Beiträe aUkr Dsécb- Verbände nku abgeskenzt werden können. Das Werk ist für die ganze WeiÖfelnied-rung so wichtig und bildet T_en Mien SÉritt zum AH- fchkuß der No.;at, daß ich es nicht an der_ Höhe: dkr Beiträge sÖ-xitxrn [affen möchtc; aber das muß ich doch [agem daß di: Bciiräge von dem Geficbwpunkt des Finanz-Miniftets aus festgesest smd.

Ein Regierunas-Kommissar spricht sich gegen dén AnirU Kaniv aus. Der Elbinger Deichverband sei nicht einmaL ielbit so weit gsgangen, wie dieser Antrag; ker Verband babe vielmehr nur eine Kündigung der Zinien “.ind Am::té- sationöraten für sein altes Darlehn bis zur Hersteüung des EiSwebrs verlangt. Was den Falkenauxr Dkicbverband bktkLffZ, so habe auch dieser ein großks Jntsreffe an dkr Weichselregulierxng, und ein Antrag auf Strci-Öung feines Betrages sci bsreits in (“kr Kommission abgelsbat worDen. Dieser Verband warde in keénkr Wsise üvervortbeilt.

Abg. reiberr von Buddenbrock (kons.): Von sinem Zwange

egen die nlieger kann kéine Rede sein, da fünf Jahre luna gxfübrte

?Zerbandlungen vorbergegxngen sind. Bei den wechsslnden Erfahrungm in der Txcbnik darf man fich nicht auf einen bestimmten WNt'aut festlegen. Ich bitte deshalb. den Antrag Kaniß akzulewnsn. Ems Zurückoerweisung an die Kommission im Falle dkk Annahme des Antrags Kaniß aber dürfte sib erübrigen, da die Antxäßs in der Kom- misfion sämmtlich besproebsn sind. , '

Ab . 1)r. van der Borghi (nl,): _Da wir im Augenblick xis Traßweite des Antrages Kaniß nicht_ übkrsebcn können, sind wir für die Zurückoerwcisung an die Kommijsion. Sonst müßxxn wir gkzen den Antrag stimmen. _ , _ _

Abg. Seer (ni.) iprtcbt sich gegen ?:: eruckestisung an 213 Kommission aus.

Auf eine Anftaze des Abg. Grafen Von Kanixz, der ckkniails die Notwendigkeit der Zurückzcrwsisung an di: Ko.:xtmissWn !!le einsehen kann, bemerkt ein Regierungs-Kommiiiar, du:“; die Hochwafferre ulierung minrefténs vier Jahr? beanspruchen wude und daß er?! dann enischixdsn werdsn könne, wie fich ki? No,;at regulieren lasse.

Nach einem Schlußwort _ch Bcrichtcrytaiters Abg. von Glasenapp und einer personlichen Bemerkung des Abg. Grafen von Kaniß wird § 2 unter Ablehnung des Antrags Kaniß unverändert anxenomnxen. „_ '

Nach § 3 sollen für die ]ährlirhcn Ilufxrxungsarbeitexr dcr Marienburger, der Danziger UNd der Elbinger Deichverband zusammen 1/3 der dem Staate dadurch erwachsenden Kostsn tra cn. gAbg. Graf von Kaniß beantragt dafür, daß nur dx: Maxi-n- burger und der DanzigW Deichvsrme zulammen .* dieser Kosten tragen follsn, und begründst dies damit, daß der Elbinger D:!ch- Verband nur ein minimales Jntereff: an der) Aufeisungsubeiien habe.

Abg. Ehlers beftreitet dies und erklart sich gegxn den Antxag.

Abg. Freiherr von Buddenbrock wricht qieichsxlls gegen dcn Antrag, ebenso der Berichterstatter Abg. von Glasenapp.

Der Anika dss Abg. Grafen vor; Kaniß wird abgelehnt und§3unoerän ertangcnommsn, ebcnjo der Rest des Gcseßes. Berichterstatter Abg. von Glasenapp bxgründxt Yarauf'des näheren die von dkr Kommission beantragten, gestern mitgxtbetlten

Resolutionen. , Abg. Freisen von Buddenbrock beantragt, m der

Resolution 5 den Sch1uß folgsndermaßxn zu fassen: ,so lange

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