1900 / 105 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 02 May 1900 18:00:01 GMT) scan diff

"MQ! kek dém Landw. Béxkrk Anknsteby Frhr. v. Rerum, Rittm. 1". demselben Rey„ nm Eskadr. Chef, -- ernannt; x-v. Esch Li. k 19. suits des .Das. Ne?ts. Graf Goxsen_(2. Schles-).Nk- 6- kk das 1. Garre- Drag. Rengön ginvpn Großbrttannirn und Irland verse t. Sturdza, Obrrlt. im Garde-Y'wn. Vak., deff*n Kommando zar Yken t. leistung bsim Großen General abe b183um 15. Juni d.J vxrlanaert. Frhr. v. Durant de Sénöaas, Unteroff. im Königs-Ul-an. Regx. (1. Hannov.) Nr. 13, zum Fäbnr. mit einem Patent vom 18. April do I. bkfökdelt ' _ naxres in en, 23. Avrtl. v._PrtßelwiH, Oberst". und FlüaF-Zldjutanté beJuftragt mtt der Fuhrung W 2. Garde-Negts. :. F., von dieser Steüunq enthoben mx!) mit dem? Mat d. J. yntZr Belaffung in dem Verhältniß alß_Flugel-Adxutant Seinxr Majxstat des Ka:sers und Königs. zum mtlrtacisrhxn BeglkitL Semer Karser- licbrn und Königlichen Hoheit des Kronorin:en, v. “Strauß, Oberst und Kommandkur des LÉndw. Bexirkst 111 Berlin, zum Kommandsur de- e :s. z. ., - ernann . . des ?XKYjeZbgewilligungen. Jm aktiven Heere. Karls,- rjubr, 26'21vrjl. Kubß. Ft tz1a 51,1ij des Inf. Negts. Nr. 137, unt r !*. ird bewi ig. PMfiJOYrle-ZrisKitS-Korvs. Berlin, 18. Avril. 1)r. Ahl'borv, Assist Arzt beim desttenbause in Wablstatf, mit dem 17. Avrtl d.J. aus dem Hrere angescbieden und mit dem 18 Avrtl d. I; als Assist- Arzt mit srinLYU Ubishrrigen Patent in der Schußtruppe mr Deutsch- rfr' »] an et? t. _ Ost Nixxchwgeisung der beim Sayitats-Korps im Monat März 1900 eingetretenen Veranderungen. Durch Ver- fühung des General Stabßarztes der Armee. _Dre nach- stebxnd Aufgeführten sind mit Wahrnehmung offener Ajsistenzarzt- Ln hrauftra-t, und zwar: st [1 2. März 8 Jodtka, Unterarkt beim Inf. Regt. Nr. 175,_

6. März. Vr. Wilbura, Unterarz! beim 2. Weltf. Hu'aren- Rxgr. Nr. 11, ])r. Lademann. Unterarzt im Fxld-Art. Regt.Pr1nz- Rezsnt Luitpold yon Bayern (Magdeburg.) Nr 4, . .

7. März. Or. Gaube, einjährig -fre1wtl]rger Arzt betm 1.511.163» Inf. Regt. Nr. 87, unter glk'tÖzettlgek Verscßwg zum Inf. Regt. Fürst Leopold von Anbalt-Dsffau (1. Magdeburg.) Nr. 26 und (Frnx-nnung zum Unterarzt des Friedensstandes, ,

8. März. l)r(. SHwarz, UFteFrYarthLbekm Gren. Nsßt. Prinz Carl von Preußen 2. randenburg. ' r. ,

17. März. BusÖ, Unterarzt beim FUß-Art. Regt. Nr. 11.

20. März. 1)r MarJZineéczk, Unterarzt bklm Inf. Regt. Graf Kircbka 1. Nieder cble ) ' r. 4 ,

23.59 211171". sEbsrhardt, einjährig - freiwxlliger Arzt beim 6. Thüring. Inf. Regt. Nr. 95, unter Ernennung zum Unterarzt des

riedxnsstandes, ,

F 28. März. Or. Koschel, Unterarzt berm Kolbsrg. Gren, Regt. Graf Gnsisenau (2. Pomm.) Nr. 9. Ferner End die Unterarzte Wiens b-xim Jäßer-Baf. Von Neumann (1. O_Yles.) Nr. 5 und Arndt beim Füs. Regt. Von Sreinmss (We]tfal.) Nr. 37 mit Ende März d. J. behufs Uebertritts zur Marine aus der Armee

eutlaffrn. Königlich Bayerische Armee.

Offiziere, Fähnricbe xc. Ernennungen, Beförderungen und Vrrseyunqen. Jm aktiven Heere. 21. April. Die nacbgenanntsn Fahnenjuner zu Fähnricben in rhren Truvventhetlen bkfölk'kkt: die Unteroffiziere :c. Hilber des 1. Fuß-Art. Regtörakant Bothmer Hell des 8. Jnf.Reats. Prancxh, Kehr. Krc v. Kreßen- stein des 1 “Schweren Reiter-Regts. Punx arl vou ayern, Graf v. Prevsing Frhr. v. Altenvrevsinq aen Cronwinkl auf Liechtenegg des 3. Feld-Art. Regis, Königin-Mutter, Jahrmarkt des 3. Chev. Regts. Herzog Karl Theodor, Pfannenstiel des 1. JäWr-Bats. .

25. April. Dütsrb, Oberftlt. ;. D. beim Bezirks-Kommando Mindslhe'im, rum Bézirks-Kommandeur, Müsller, H1uptm.z. D. beim Bexirks-Kommando Hof, zum BezirkS-Orfiner Maanquvtm. vom 7. Ins. R'at. Prinz Lkopold, km 13. Inf. Regt. Kaner Franz Josrph von Oesterrkich zum Komp. Chef, -- ernannt. Ernst, Fähnr. vom 14. Inf. Regt. Hartmann, im 5. Inf. Regt. Groß- herzog Ernst Ludwig von Heffen mit einem Patent vom 7. v. M. zum Lt. befördert. ,

Abschiedsbewilligungcn. JmaktkvenHeere. 25.AVr'tl. Hüs. Oberstlt. x. D., Kommandeur des Landw Bezirks Mindelbetm, mit der Crlaubniß zum Tragen der Uniform des [.'Fuß-Art. ngts. vakant Boibmsr, (Höß, Major z. D., Bezirks-Offiner bxtrxt Bezirks- Kommando Hof, mit der Erlaubnis; mm Traaen der Untform des 19. Jnf. NUTS. Köx1ig Humbert von Italien, Landmann, Hauptm. und Komp. Chef im 13. Inf. Regt. Kaiser Franz Joseph 1709 Oester- reich, unter Verleihung der Auéficbt auf Anstellung im Zwrldtenst Wk der Erlaubnis; zum Tragen der bisherigen Uniform, - unt den fur V5rab5chiedete vorgeschrikbenen Abzeichen, Junker, L_t. „des 8.-Jnf. Rrgts. Pcanckh, - mit der gkseßlickpsn Pension der Ab!chted betvclltgt.

Jm Sanitäts-Kokvs. 18. Avril. Vr. Solbria. Gen. Arzt. Korvsarzt des 1. Armee-Korvs, mit der geseslichen Penfiorx und der Erlaubxiß zum Trazsn drr Uniform mit den für Vexabschtedete vorgeschrieben-Zn Abzeichzn drr Abschied bewiUigk. Or. Heimvel, Gen. Oberarzt, Div. Arzt d:r 3. Div., beim 1. Armer-Korps, untxr Beförderung zum Gan. Arzt, zum Korpsarzt, [)r. Schiller, Gen. Oberarzt, Rogimxnts-Arzt beim 3. Feld - Artillerie = Regiment Königin - Mutter, bei der 3. Divifion zum Divéfions - Arzt, 1)r. Büttner, Stabs- und Bataiüons-Arzt vom 1. Infanterie- Regt. König, im 3. Fsld-Art. Regt. KöniaiU-Mutter, unter Be- förderung zum Oher-Stabsarzt 2. Kl., zum NeJts. Arzt, Dr. Ott, Oberamt vom 14. Inf. ngt. Hartmann, km . Inf. Regt. König, unter Beförderung zum Stahsarzt, zum Bats. Arzt, _ ernannt.

Beamte der Militär-VerWaltuna.

19. Avril. Knöpfel, Kanzlei-Funktionäc vom Militär- BezirkSaericht Würzburg, zum Kanzlei-Se retär beim Militär-Bezirks- gericht München zum 1. Mai 1900 ernannt.

Yichtamflichez. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 2. Mai.

Seine Majestät der Kaiser und König trafen, wie „W. T. B.“ meldet, von Cronberg kommend, mittels Sonder- uges heute Morgen 83/4 Uhr auf der Station Wildpark ein, Ziegen daselbst zu Pferde und begaben Sich zu Bataillons- beftchtigungen nach dem Bornstedter Felde. Am Nachmittage gedachten Seine Majestät nach Berlin zurückzukehren.

_Jhre Majestät die Kaiserin und Königin be- srchtrgten vqrgestern Vormittag die Rudolf Mosse'sche Er- zrehungL-Amtalt 'm Deutsch-Wilmetsdorf.

Cronberg, 1. Mai. Seine Ma cstät der Kaiser unternahm, wre „W. T. B.“ meidet, heute ormitta mit Ihrer Majestät der Katserin Friedrich eine “75th nach der aSlkUdt Cronberger Burg und in die nächste LUmgebung der

a . Um 31/2 Uhr brgaben_ Sich eine Majestät der Kaiser und Ihre Maxestat dre Kaqerm Frixdrich mit Seiner Durchlaucht dem Prmzen und Ihrer ,Kömglrchen Hoheit der Frinzesfin Adolf zu Schaumburg-Ltppe, sowie Seiner „Ho eit dem

Mittags fand im enÉsten Kreise Familientafel statt,

»des Bauraths Jacoby die Restaurationsarbeiten.

ührung [svann

e ol te die Rück'ahrt nacb riedrichshof; - „Hsutx Aden.) JJ, kUhr reiste sSeine MajeTsFtät der Kaiser von hter nach Potsdam ab. "' Kiel, 1. Mai. Ihre Königliche Hohejt die Prinze tn Heinrich ist heute Nachmittczg mit dem Prtnzen Waldemar von hier nach Berlin abgererst. Bayern.

11 Mün en ist, wie „W. T., B.“ meldxt, gestern Abend

folqudes BulYtin überddas Befinden Seiner Majestät des "* ' e eben wor en:

KOYZZOFLYZZW Majxstät der König seit zwri Jahren keinérlei kr-xnkhafte körperlichr Erschxinunqen wzbrnehmxn [le_ß, strafen sich am 21, April d. J. Schm2rzen im Unterletb ein, die spater in dsr rechtén Lendengearnd sich bestimmter loka!!11erten und dumb Oruck unter den rechjen Rippenbogen auch je 1 noch hervorqerufen werden können. Es kann kaum ein Zweifel beste en, daß ett) Zusammenhang zwischen den jegigcn Schmerzen und drm vor zwez J.:bren Vorhandenen Blut- barnen gegeben ist. Nach Lage der Dmge handelt es fich um ein Konkrement im rechten Nierenbecken. Jm ubrtgen, ist das Befinden Grin“: Majsstät zufriedensteaend uad giebt zur 3311 zu ernsten Be- sorgnis n kemen Anlaß. '

Schloß Fürftenried, don 1. Mar 1900.

Dr. von Ziemssen. 131". Bauer. Profeffoc von Angerer. 1)r. Grasbev.

Gestern Vormittag fand in Münchetr die Vermählung Ihrer Königlichen Hoheit der Vrinxe'sfm Mathrlde von Bayern mit Seiner Hoheit dem Prthn _Ludwrg von Sachsen:Cohurg und (Gotha statt. en xtandeSamtlichen Akt vollzog der Minister-Präsident und'Minrster des König: lichen Hauses ])r. Freiherr von Crarlshetm. Anwesend waren Ihre Königlichen Hoheitstr dcr Prinz-Regxnt, und die Prinzen und Prinzessinnen des Köntjglrchen Hauses, drr Herzog und die Vrinzessjn Clementt'ne vor: Sachsen-Coburg und Goxha, sonne Ihre Hohetten dre Zrinzen Ludwig und Aug u1t von Sachsen:Coburg und

otha. Nachdem der standeSathick-e Akt vollzogerx war, hielt der Minister des Königliches Hauses Freiherr von Crarlsheim eine Ansprache, in welcher er die erbindungen der Häuser Wrttols- bach und Coburg feierte. Hterauf begabkn'fich dre Hdchstcn 'errschaften in feierlichem Zuge in dre Anerhetlrgcn- Zoffirche, wo in Anwesenheit der obersten Hof: und Staatsbeamten, der Generalität u. s. m. der Erzbischof von München Dr. von Stein die kirchliche Trauungroüzog. Nachmittags fand im Wittelsbacher-Palais „eine amtlientafel statt, an welcher Ihre Königlichen Hoherten er Prinz- Regcnt und der Herzog 130!) Sa sen-Coburg und Gotha sowie die anderen F*ürftltchen äste' und sämmtliche Mitglieder des Königltchen Hauses thetlnahmen.

Baden,

Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfing, wie die „Karlsr. Ztg.“ meldet, am Sonntag in (Hsgenwart des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten von Brauer den österreichisch-un Mischen außerordentlichen Gesandten und be- vollmächtigten initer Freiherrn von Pereira-Arnstein in Audienz und nahm dcffen Beglauhi ungsschreiben entgegen. Später wurde der (Gesandte auch von Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin empfangen. Sachsen-Coburg-Gotha.

Die gestern in Coburg eingetroffenen Nachrichten über das Befinden Ihrer Hoheit der Herzogin Alexandrine lauten, der „Cob. Ztg.“ zufolge, sehr befriedigend.

Schwarzburg-Sondershausen.

Ihre Durchlauchten der Fürst und die_FÜrstin find gestern von Gehren in SonderShausen eingetroffen.

Reuß j. L. Der Landtag rst gestern zu emer karzen Sessron m (Hera zusammengetrcfen. Deutsthe Kolonien.

Ueber die Vzrhältniffe, welch: m DeutschOytaxrrka 1: einem Aufstand der Aruscha_lsute im Dezem er t)., . führten, berichtst, wie das „Deutyche Kolomalblatt“ mtttherlt, der Bezirkßcbef am Kilimandjaro, Hauptmann Johannes unter dem 30. Dezember v. Z. Folgendes:

Die Bevölkerung des Kilimanojaro-Berastcckz und des hart westlirb davon liegenden Meruberges sind_zabe Vergvölker, beseelt von eiaem Drang nach Freiheit und Unabbangigkeit, wie er x_mter den Negern Ost - Afrikas nur noch bei einigen anderen Bergstanrme'n zu finden ist. Krieg ist im Lebsn jedes einzelnen Mannés d.:s rvtcbttgste. Tritt der Jüngling im Alter yon etwa 15_Jahrcn in d-xn Verband der Kriegcr, so gilt sein ganzes Dsnkcn und Sehnen dem ersten Kriegs- zuge, in dem er fich durch Tödtung einiger Feinde oder Erdrutqu von Vieh seine Rittersvoren vxrdienen muß. Der Mann lebt d;:nn bls zum Alt:“r von 30 bis 35 Jahren ausschließlich für den Krieg. Dtesex ist sein einziger LebenSzwch, und die Paufen zwischen den einzelnen Kriegszugen füth daß Schmiedrn von Krikgxplänen, das Spionieren in dsn Nachbar- landßchaften und das Abschließen von Bündnissen für dra nächsten Kriegszug aus. Jede Art von Arbeit gilt ihm als entwürdigend. Die Häuvtlmge regierten unumschränkt und waren um so angesehener be; ihren Leuten, je rücksichtsloser, entschlossener uud grausamxr sie herrichten. Mit dem Besinwder dsutscben errschaft wurde die:; anders, die Häurtlinge wurden ausführende Organe der Station MosÖi, ihre Wiklkür war zu Ende, und fie kamen genau wie jeder einzelne ihrer Untsrtbanen bis zum ärmsten Mann unter die gleiche: NSÖUOWÖUUJ. Es liegt auf der Hand, daß diese Neuordnung dre erste Grundlage zur allmählichen Zivilifierung sein mußte, aber es ist ebsnso vrrstäxdlicb, daß kräftige, zäh? Kriegßvölker damit nichtzufrieden sein konnten. Arußerlich schienen fih die Leute mit den neuen Ver- hältnissen abgefunden zu baden, und die, welche dadurch _gewonnen hatten, mochten auch in ihrem Herzxn damit einverstanden kein. _Jm aÜgemeinen glühte aber die Kohle unter der scbsinbar ka_lten 'A!che Weiter. Die Häuptlinge und deren Berather konnten die alte_Herrlt§hkeit nicht dergeffen und ersehnten den Moment, Wo sie die Europarrbsrr1chaft abschütteln könnten. Wiederbal! fanden ihre Wünschz bei dsn Kriegern. die nun keine Kriege mehr führen durften und fich an Arbeit nicht gewöhnen konnten. So gährte es ganz im Geheimen. Das immer weitere Eindringen der neuen Negxerungsform und Gerechtsbarkeit in die breiten Volksfchichten, wodurch der traditionell)? Nimbus der Häuptlinge zerstört wurde, drängte diese nun zur Erle, wenn man

uberhaupt noch auf Erfolg rechnen wollte. Die Vermrbrung der Zahl der Mi1fionare und der europäischen Händler, von denen jedkr der Freiheitsbestrebunq der Schwarzen als_ ein natürlicher Feind und ein Machtfaktor dcr Eurodäerberrscbast crxcbien, ge'wten den Ein eborenen auch ein schnelles Handeln. Doch xu solch großer Tßat, wie der_gevlanten, war eine einheitliche Erhebung nötbiz, und diese scherterte lange an der gegenseitigen Feindschaft und Eifersuibt. Endlich kam fie Vor etwa einem halben Jahre zu stande, und die fruher mächtigsten LandsÖaften, die durch die deutsche Herrschaft das metm verloren hatten, Moscbi und Kiboscbo, Verbündeten sick)

Kaäer Und die anderen „Höchsten errschaften unter

chnzey und Ihrer_K6niglichen Hoheit der - rin“esfin Frredrtch „Karl von Henan nach der Saalburg bei omßurg.

mit ihren alten Feinden, der Bevölkerung des Meruherses und

gerueinsamen Anßtlff auf die Europäer.

Nach der Ankunft daselbst befiZügtU "Seine“ Majestät, dyrx's 35:11 MF:? "WMW biegt: gab die Bertin erung der Besavxtonr? os

Mofcbis, „wooyu-dje Eirigekxorgkrn durcb eigene eobacbtungen s Kenntniß bekämen. So kam es, daß |ck die Station Msschi in der Nacht vom 21. mm 22. Dezember von den vereinigten Kriegern der enannten Stämme umzingelt fand. Die Häuptlinge vom Meruberg Jefanden sich selbst auf der Station, um unter dem Vorwand fried- licher Schauri's unsere Lage zu beobachten rmd dann im eekgneten Moment ihre Krieger zum Einbruch beretnzufübren. Ens ihrer belauschten Gespräche enjbüllte ibre Keieqödißposüionen, und so wurde es möglich, die Krieser im Moment, wo fie angreifen wollten , mit dem Feuer der Außenposten zu emp'angen. Ein Ueberrumpeln der Station war ihnen unter diesen Umständen nicht möglich, und zu einem offenen Kampfe fehlte ihnen in der Be- stürzung über das unerwartete Fsuer der Muth. .Sie zogen deshalb vorläufig ab, in der Hyffnnng, bald etinen günstigeren Zeitpunkt zu ffnden; doch ehe es dazu kommt, wrrd wohl die Bestrafuna der SÖuldi en stattgefund-n haben, die erst nach Eintreffen emer größeren

"Verstär ung von der Küsie erfolgen kann.

Nach einem kürzlich eingegangenen vorläufigen Berichte ist die Bestrafung der Aruschaleute inzwischen erfolgt und der Haupt- mann Johannes mit seiner Kompagnie vom Mcruberge nach Maschi zurücqu-kehrt. Nähere Mittheilungen über die Aus- führung der Expedition liegen noch nicht vor.

Oesterrei-h-Ungaru.

Der un arisch: Minister-Präfident von Szell, wzlcher gestern in ien eingetroffen ist, hatte Besprechun xn mit dem Minister des Auswärtigen Grafen Goluchorys [ und dem österreichischen Ministcr-Zräsidenten von Korber. Hsute wurde der Minister-Präsident von Szell von dem Kaiser in Privataudicnz empfangen.

Der böhmische Landtag nahm, dem „W. T. B.“ zu- folge, in seiner gestrigen Sißung mit allen Stimmen gegen diejenigen der Deutschen den Antrag des Abg. Kramarc an, alljährlich 20000 Kronen zum Ankauf von Kunst- werken zu bewilligen. Ein Antrag des Abg. Steiner, betreffend die Aufhrbung des Zuckerfabrik : Kartells in Nordwest - Böhmen, wurde an die Landeskultur- Kommission überwiesen. Ein Antrrr des Abg. Zaros , betreffend die Unterstüßung von Getrei e-Lagerhäus:rn, wur : nach längerer Debatte, in welcher sowohl die Deutschen gls auch die Czechen auf den Niedergang des Bauernstandes hm- wiefen, in zweiter Lesung einstimmig angenommen.

In der dem ungarischen Unterhcxuse grstern unter: breiteten Vorlage, betreffend die vaestitionßanleihx, ver- langt der Finanz : Minister von Lukacs_ dre Cr- mächtigung zur Emisfion von 4prozentigen jtempelfreten auf-Kronenrente lautenden Renten=Obligat1onen zum Zweck der Beschaffung von 107108030 Kronen. In der Brgründung wird hervorgehoben, daß der Betrag zum theil der noéhwsndigen Refundierung der zu anderen Investitionszwccken nöthigen Kaffenbcstände dtenen solle, zum theil sei man hierbei von der Erkenntnis; geleitet, daß eine günstigere Gestaltung der herrschenden Zinsenverhältmffe kaum u erwarten sei. Die Begründung kommt_ zu der Schluß?olgerung, daß vom volkswirrhfchaftlixhen, indtreft auch vom finanziellen Standpunkte die nothwxndtgen Jnvestttionen chr: mit einer größeren Zinsenlast fortzu1eßen seren, als daß man die Verbilligung des Gcldes abwarte.

Großbritannien und Irland.

Das Unterhaus feste, wie „W. T. B.“ bxrichtrt, gestern eine Kommission zur Untersuchung der _Betrugereten ein, welche angeblich bei Verträgen mit dem Krteg-Zamt vor- gekommen seien.

Frankreich.

Dar Präfident der Republik Loubet empfing, wie „W. T. B.“ meldet, „qesxern den italienischen Handels-Mimster Salandra. Am Nachmittag eröffnete der Präfidrnt das 1331315 (185 dsau: erg in den Champs Ekysées. Der Präsident begann seinen Besuch in drm kleinen Pala:s,_welches dir Aussteüung der Kunst früherer Zeit enthält. In ferner Bx gleitun befanden sich sämmtliche Minister, die fremden Kommi are und die Mitglieder des diplomatischen Korys. Am Eingan dcr deutschén Abtheilung, im großen quars, wurde der Fräsident von dem dsutschen Reichs-Konxxntffar, Gehri-rxen Oder:“ agierungsrafh Richter be'qrr'rßt; er bejrchxiqte dieselbe mit roßcm Intereffk und sprach schließlrck) drm Korymxffar f eine BewunJerung Über die Ausychmückungder deutschen Sale gus. Nac? der Besichtigung der Ausstellung kehrte der Pkäsldént in as Elysée zurück. Auf dem ganzen Wege wurde der Präfident, der von seiner Gemahlin begleitet war, mrt _den Rufen: „Es lebe Loubet!“ und „Es lebe die Republik!“ empfangen.

Rußland.

Der Kaiser und die Kaiserin besuchtrn, mie„W. T. B.“ aus Moskau meldet, gestern in Beglertung des Groß- fürsten und der Großfürstixt S_ergius das unwett _von Moskau gelegene Troizko-Sergtew'sthe ;Kloster, wo Allerhochst- dieselben von dem Metropoliten Wladrmtr und der Klosterbruder- fchaft in feierlicher Weise empfangen wurden. Der Metropolidbe- grüßte die Majestäten mit einer_ Ynßrache und ertherltc rhnsn den Segen, nachdem Allerhochstdteselbru den Heiligen- bildern und Reli nien ihre Ehrfurcht erwiesen hatten. Später nahmen die MajeJtäten bei dem Metropoliten den Thee ein und kehrten unter dem Geläut der Glocken und den Hurrahrufen der Bevölkerung nach Moskau zurück.

Portugal.

Die Deputirtenkammer verwarf, wie dem „W.T. B.“ aus Lissabon gemeldet wird, gestern fast einstimmig den An- trag des Deputirten Costa, _an die Regierunxß eine Anfrage me on des Durchmarsches brttischer Truppen urch portugi- fis es Gebiet von Beira aus zu richten.

Schweiz.

Die Bundesversammlung hat, wie „W. T. B.“ erfährt, beschlossen, den Einnahme-Ueberschuß der Staats- rechnung pro 1899 im Betrage von 2423 692 rancs dem im Jahre 1897 für Verficherungszmecke gestifteten pszialfonds behufs wejterer Erhöhung desselben zuzuwenden. Der Fonds wird damrt auf 10 Millionen Francs gebracht.

Niederlande.

Die deutsche Torpedoboots-Flottille passierte, wie „W. _T. B.“ berichtet, gestern um 10 Uhr Vqrmitxa s (Hortnchem; die Mufikkapelle auf dem Kommandoschrff spte te die holländische Hymne „Wilhelmus van Nassouwen“. Um

'; burgher ist,

1211; Uhr Mittags passierten die Schiffe unter klingendem

Spiel Zalt - Bommel, um 2 Uhr Tiel, um 4 Uhr Nijmegen und trafen um 7 Uhr Abends in Emmerich ein.

Bei einem Diner, welches estern in Amsterdam zu Ehren der Vuren-Mlssion statt and, brachte der Vorsißende des Veranstaltun s-Comités emen Toast aus, ,in welchem er der Hoffnung usvruxk gab, daß die _Mtssron ihre Auf- gabe mit Erfolg erledtgen wsrde. Fischer dankte für die Sympathie, welche den Buren von dem Volke desselben Stammes entgegengebracht werde. Wetter wurden Toafte auf dieYräsrdenten Krüger und Ste11n9u6gebracht.De Bruyn, dsr ekretär der Deputation, erklärte moemer Ansprache, daß vieUeicht einige Buren, die lange von thrcm Wohnqxt abwesend gewesen, zu einem kurzen Bxsuck) nach Hause gerctst seien, doch könne keine Rede davon sem, daß ganze Kommandos oder Abtheilungen der reistaat- odcr Transvaal-Buren sich auf ihre Güter urü begeben hätten. _Es sei völlig unrl tig, daß, wie be- hauptet werde, die Frsistaat-Buren fick) im roßen und Ganzen unterworfen hätten.

Belgien. _ Wix dem „W. T. B.“ aus Brüssel gemeldet wird, theilt dre Rcarerung des Unabhängigen Congostaats mit, daß, einer Depesche dcs General-Gouverneurs zufolge, der A ent der Antwerpener Congo-HandelSJeseÜschast Lacroix fich Zeit dem 8. März in Untsrsuchungshast befinde. Die ihn betreffenden Untersuchungßaktrn seien aus Neu-Antwerpen noch nicht in Boma eingetroffen. Gegen den Agenten Morat), welcher gegcn Kaution vorläufig auf freirm Fuß belassen worden sei, sowie gsgen einen dritten Agenten der Handelögesellschaft sei einc Untersuchung eingeleitet. Bezüglich der Angelegenheit der Zappo:Zap-Neger meldet der Gencral-(Houvsrneur, die Untersuchung hade ergeben, daß srch die Angehörigen dieses Stammes bei dexr Vorkommnissen, welche sich in der Gegend von Jbonche eretgneten, strafbar gemacht hätten. Beüglick) dcr etmhigrn Verantwortlichkeit des Postenführers von ulua: burg set dre Untersuchung noch nicht abgeschlossen.

Türkei.

_ Das Wiener „Telegr.-Koresp.:Bureau“ meldet aus Kon- stanttnopel, daß" die Pforte in der Angelegenheit der ge- planten Zollerhohung eine Antwortnote an die Bot: schafter gerichtrt „habe„ tn welchér es heiße, die Erhöhung der Zolls ser _dur_ch ftnanzrelle Rücksichten geboten und habe emen proprsqr1schen Charakter. Die Botschafter würden in der Now schlwßluh ersucht, ihre Delegirten behufs Verhandlungen mrt der Pforte m V-rbindurrg zu scßen, um zu eimem Ein: vernehmen über die ZoUerhöhung zu gelangen.

Bulgarien. . Der Fürst Ferdinand ist mit seinen drei ältesten Kmdern getern Nachm11tag in Sofia eingetroffen.

Amerika.

Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus“ aus Byenos' Aires wnrde der argentinische Kongreß gejtern mit eurer Botschaft des Präsidenten Roca eröffnet, in welcher erklärt wird, die auswärtigen Beziehungen seren aus- gezetchnex , die Feststeüung der Grenzen gehe fortgefeßt ohne _Storung „vor fich. Der Prästdent erkennt den von der chzlemschen Regierung gezeigten guten Willen an und theilt mtt, daß m1t_versch1edenen Staaten SchiedleeriMs-verträ e adgesch1offen seren. Dix ungünstige finanzie 6 Lage haße Argeprtmen vcrhindert, steh an der Paristr Weltausstellung zu be'thetltaen,doch werde es an den medizinischen,hygienischer: und ErscanhU-Kongreffen theilnehmen. Dic Vrziehungsn zum Päpst- lrchkn Stuhls seren wiederher, esteUt worden. Die Einkünfte des Staatsschaßes hätten im Jachre 1899 die des Vorjahres um 38M11119_t_1en Ptastsr überschritten. Die Botschaft verspricht weitere Erypartxne, welchc gestatten würden, den Yinfendienst dcr öffent- lichen Schuld in sorgfältiger Weise fortzu ehen und den Amorti- satwnsdrenst wiedsr aufzunchmrn, der in den leßten fünf Jahren unterbliebrn sei. Der Präfident erklärt, er sei über: zxugt, daß er in der Lage sein werde, vor Ablauf von zwet Jahren dre auswärtigen Schulden zusammenzule en und die Zinsen zu_ verrmgern. Der Banknotenumlauf abe die Höhe von 290 149 731 Pmstcrn erreicht; die auswärtige nationale Schuld brtrage 386 Millionen Goldpiaster, die innere konsolidierte 106 Millxonen in Papier und 6375000 in Gold. Der

rnanz-Mmlstrr verfüge zur Zeit in Europa über 12500000 _tastcr m (qud. Alle Provinzialschuldsn seien liquidiert; der . onverfionskane ständen zur Zeit über 5500000 Piaster in Gold zu Gebote, Asien.

Der Kaiser von Japan hat, wie dem „Reuter'schen Bgrea'u“ berichtet wird, gestern bei Koh? 30 Kriegsschiffe beytchngt.

In deohama ejngetroffencn Berichten aus Söul zu- jZlge hat dte korcani1che Regierung die amerikanische Forderung von drei Minenkonzeffionen abgelehnt.

Afrika.

Wie dem „Reuter'schen Bureau“ aus Kapstadt vom qestrrgen Tage mitgetheilt wird, har kürzlich der Sakretär des Johannesburger Htlfs-Comités Vincent, welcher Freistaat- . ' dem Staatssekretär Reiß einen Besuch gemacht und mrt thm wege-Z der aus dem Lande verwiesenen Ausländer verhandelt. Der Staatssckretär habe erklärt, nicht nur aÜe brtttschcn StaatSangehörigen, _asondern auch alle Deutschcn, Amcrtkauer und sonstigen Ausländer, die fich weigkrtcn, zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen, würden allmählich aus- gewresexr werden.

, Dl? „Times“ meldet aus Mafeking vom 19. April, dre Zahlnder Belagerer betrage etwa 3000 Mann. Sie vcr- fugten uber _ zahlreiche Geschüße, hätten aber ihr großes Creusot-Geschuß fort?;sezvracht und, wie Eingeborcne berichteten, zur Reparatur nach retoria geschickt. Die Belagerung werde ]eßt von den Buren energisch betrieben.

' Der„Daily Mail“ xvird aus Ma eking vom 19. o. M. benchtez: Am 14. Aprtl Nachts veksfuchten 40 Eingeborene, 80 Stuck Vu-h nach'Maxktng u bringen. Sie ,wurden aber von den Byretz daber en eckt, ie ihr Geschüß- und Gewehr: fe_uer auf ste richteten. Sechs Einqeborene wurden verwundet, vxer gefangen gendmmen und niedergemacht. Das Vieh wurde medchschossen mttAuSnahme von 15 Stück, welche die Buren an st nahmen.

Der „Pall Mall Gazette“ wird aus Mafeking vom 20". Aprzl gemeldet, die Buren seien eit mehreren Ta en de- muht, dre Eisenbahnli ie südlich von afeking in die uft zu

noch einen Monat halten kötxne. Die Truppen seien nach wie vor guten „Mu es. ** Es seren eini : leichte Fieberfälle vor- gekommen, tm ü ri en sei der Gesun heiTSzuftand gut.

Daß „Neuter'éche Bureau“ berichtet aus BoSdof vom 29.'Aprtl, 400 Buren hätten am Tage vorher die Vorposten ostltch von Boshof angegriffen, seien aber zurückgetrieben wordsen; auf britischer Sette seien keine Verluste zu verzeichnen gewe en.

Dxer Feldmarschal] Lord Roberts meldet aus Bloem- fontetn vom 30. o. M.: Die Buren waren am Sonnabend und Sonntag sehr ausdauernd in MW Angriffen rund um Thabanchu, aber die Stellung, welche die Division des (Generals Rgndle mne hat, ist sehr stark. Leßterer wurde auch durch dre unter dem Oberbefehl des Generals French stehenden Kavaüerie-Brigaden der Generale Gordon und Dtckjon sowie durch die Infanterie-Brigade des Generals Smrth-Dorrien und eine Abtheilung berittcncr Infanterie unter dsm Genrral Hamilton untersjüßt.

Vom gestrigen Tage meldet Lord Robsrts: Der (Hsnekal Haerton gmg am Montag mit berittener Infanterie und der Brtgadß dex; Generals Smith-Dor rien von Thabanckm gus rn nordltcher Richtung vor. Bei Houtneck stellte steh thm eme von drm General Bothe: brfehligte starke Truppen: macht entgegen, zu der während ch Tages noch Verstär- kungen strcßen. Während der Nacht f ickte ich den GencralFrench von Thadahchu aus zur Ver ärkung ab; ck konntx dzes g€schehen, weil Zn der Nähe von Thabanchu die erettkrafte der Burch )ehr abgenommen haben. Heute nzuffen n_0ch m_eitere Verstärkungen bei dem Gsneral Ham11t0n etrzgetrofxen sem. Gestern verlor derselbe etwa 30 Mann. Dte_Br1gade des Generals Maxwell, welche ur 7. Divifidn gehort, bxseßte gestern, ohne auf crnsjlichen 3JZiderftand zu stoßrn,bex Vlakfonters (?) und Scharskraal einen Kranz von Kopxes; mtr die dkrittene Infanterie war einige Stunden lang m ein Gefecht verwickelt.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Bék1ch1€ über die gestrigen Sißungcn drs Reichs- xages mxd des Hauses der Abgeordneten befinkcn fich m der Ersten Beilage.

-- In der heutigen (184) Sitzung des Reichstages, welcher der Staatssekretär des Innern, Staats-Minister ])1'. (Hraf_ von Posadomskt), der Staatssekretär drs Reichs: Marmeamt-Z, Staats-Minister, VizE-AdmiralTirpiß und der Staatsskkrrtar drs Reichs-Schasamts ])1'. Freiherr von Thiel- nxann betwohnten, wnrden an Stelle der aus dem Schrift- fuhreramt scheidenden Abgg. Braun und Krebs die Abgg. Kretherr vou Thünefcld und Wallenhorn (Jkntr) auf 5 ntrag dcr Abgg. Graf von ?ompesch (chtr) und Baxßftrmann (nl,) durch Zuru zu Schriftführern erwa .

Der schleunige Antrag der Ab g. Werner und Genossen (Reformp), betreffend die Ein teilung des gegen den Abg. Bindewald beim Amthcrickgt zu Charlotten- burg schwebenden Privatklageverfahrens für die Dauer der laufenden Sesfton, wurde nach kurzer Begründung durch den Antragsteller ohne Debatte angcnmnmen.

Darauf wurden die von den Abgg. Müller-Fulda (Zentr) und Bassermann (nl,) eingebrachten Gesesentmürfe wegen Abänderung de§ Reichsstcmpel- und dcs Zoll: tarrfgescßks (s_. d. Erste urxd Zwsitc Beilage zur heutigen Nr. d. Bl.) gerxremsam zur ersten Bcrathung gefteüt.

_ Nach Bkgrundung derselben durch die Antragstcller nahmen bis zum Schluß des Blanks die Abgg. Rickert (fr. Vgg.) und Richter (fr. Volksp.) das Wort.

___ „Das Haus der Abgkordnctcn hat in der 1161111an (60) Stßung, welcher der Minister für Landwirthschaft 2c. Freiherr von Hammerstein deimohnte, in dritter Be- rathunkc); dén Geseßentwurf, betreffend- die Dienst: verge en der Beamten der Landesversichcrungs- anstaltcn, den Gcsrßentwurf, betrcffend die Vertretung der evangrlisch-lutherischen Kirche der Provinz Hannover rrnd der Bezirks-Synodalvrrbände der evangklisck): lyther1jchen Ktrche der Provinz Hannover in vrrmögensrecht- lrchcn Angelegenheiten, und den Gcseßentwurf, k'etrcffend dre Regulierung de_sHochwasscrprofils dcr Wcichscl von Gemliß bis Ptxckcl. ohne Dcdatts angenommen. Eberrso wird in erster Berathung der Antrag der Ahgg. 131". Wethc-Herford (konf) und Gcnoffen auf Annahme eines Grfeßcntwurfs zur Abänderung des Gescßes, betreffend die orderung der Errichtung von Rentengütcrn, vom . Juli 1891 (Errichtung von Rentengütern kleinsten Umfanges, die nur aus einem Hause mit Gartenland bestehen) ohne Debatte erledigt.

Es folgt die_ zweite Berathunq dcs Antra s der Abgg. Graf von Kanrß (kons) und (Genoffcn auf Agnnahme eines Gescßentwurfs zur Ergänzung des (Hessßes, betreffend die Förderung der_ Errichtung von Rentengütern, vom

. 31111 1891 (Mitwirkung der KreiSausschüsse bei der Begrundung von Rentengütern).

Die Adgg. Graf von Kaniß und Freiherr von chliß und Nrukirch (fr. kons.) beantragen heute, diesen Antra, der chterung zur Bcrückfickxtigwng bei der durch Bcschlu vom 26. März d. J. beantragten Revision der Rentengütcr- gescße zu überweisen.

Nach längerer Diskussion wird der Antrag des Grafen von Kaniß der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Alsdann fol t die dritte Brrathung des (Hes e : entwurfs, betrc end die Bildun der Wähler-A - theilungcn bei den Gemeindewaßlen, der nach kurzer Debatte ohne erhebliche Aenderungen der ihm bei der zweiten Berathung gegebenen Fassung angenommen wird.

Schluß 1 Uhr.

Statistik und Volkswirthfthaft.

Zur Arbeiterbewegun 9.

In Delivsck) ifi, der „Lm. Ztg.“ zufolge, ein größerer Aus- stand der dortigen Maurcrgebilfen außgebrochen.

Ju MnGladbach find, wie die „Köln.Ztg.' berichtet, nunmehr auch die Scbyeider in eine Lobnbewegung eingetreten. Eine Ver- sammlung befcbloß, an sämmtliche Arbeitgeber die Forderung zu stellen, dkn Loba um 20% zu erhöhen uad feste Lohntarife einzu- führen. (Vergl. Nr. 104 d. Bl,)

sprengen. Auf eine nfrage des Feldmarschalls Lord Roberts hätten-die städtischen Behörden geantwortet, daß Mafeking sich

über 1000 Arbeitern ' :' Folge ebabt, da die ** ' M * werft und die Lübecker Ma chinenbaugßsellfäoast am ZoYHeihreu Betrieb ÜWYÉQ bÉ'WÉ: 23 vH ll estk T

te... .'au u vom rena ldt,ab dort unJefäbr 600 Dock-Arbeilec dige ArLeit einggeeskxleü;e sieb veel"- langen e ne Lohnerhöhung um einen Shilling.

Kunst und Wissenschaft.

Ja der Heilanstalt ju EndeniÖ bei Boun ift, wie .W.T.B.' meldet, gestern der ungarische Maler Michael von Muntacfy ae- siorben. Der Künstler, welcher eigentlich Lieb hieß, war am 10. Ok- joher 1846 zu Munkscs in Ungarn geboren und erlernte zuerst das Ttschlerl'andwerk, bildete fich aber gleichzeitig auf eigene Hand zum Maler aus. Im Jahre 1865 ging er nach Wien auf dis Kunst-Akademie, mußte aber schon im folgenden Jahre wkg-xn Mittellofigkeit nach Pest zurückkehren. Von da begab er fich bäld darauf nach München, wo sich der Schlachtenmaler Franz Adam semxr annahm. Hier betbeiligte fich Munkacsy „an einer Kon- kurrenz, dre dqs ungarircbe KultuI-Ministerium aUÖZLJÖÜZbSn hatte, und errang mlt, Genrebildkm dreimal den erstén Preis, wodurch rr die M::tel erhtelt, im Jahre 1868 nach Düfféldorf zu aéhen, wo_ Kndus und Vautixr ihn zur Behandlung nationaler Swffc wetter crmuthtgtxn. Hikr enlstandrn .Der erwachend: Schuster- iunge' und emigr PorTräts. Dann folaje das ergreifénde Bild „Der [Löte Tag eines Verurthcilter.“ (1870), 1135147823 thn mtt emem Mcrl berühmt machte und ihm die Béstellunq eines anderen großen Bildes „Kriegszeit' (1871) eintrag. Der Künstler fiedelte im Jahre 1872 nach Paris über, wo seine Arbeiten bald außerordentltche Ancrkennupg fanden. Seit dem Jahre 1876 begann er Scepen außden quiUrSalwns zu malen, in welchen er nach einem tmmrrkrercher-Zn Kolortt strrdte und fchließ11ch zu einer ganz beUen und ltchtefn zxarbknstimmung bsi einer skizzcnhaft andeutenden, fast impreffiotnsttschkn Behandlung der Zeichnung und Modellierung askangte. Im Jahre 1877 brtrar kr mit dem Bilke „Vkilton seinen Töchtxrn das .Verlorsne- Paradies“ diktierrnd“ das Gebiet des hthor1schen “Genres. Dieses Bild brachte ihm im Jahre 1878 die Ehrenmrdatxle der Pariser Weltaussteljung ein. Im Jahre 1882 schuf rr „ern figurenreiches Koloffalbild: „Christus Vor Pilatus“ (188,2 „radtert von Waltner), welchem im Jahre 1884 eine „Krkuzigun Christl“ („[-6 031731113“, radiert von Köpping) folgte, Au dtc-[en __Btldern ist die Errrgung des Volks mit großer drauzattxcher Lebendigkeit und ebenso großer malerischrr Kraft geschtlderr. Die biblischcn Vorgänge find im historischen Licht betrachtst und dxmaxmäß in voller, ethnographischer Realität dar- esieüt. L_)as rextgiöxe Moment ist gänzlich zu Gunsten des hxschicht- ichen zgruckgedrangt. Dieser Richtung géhört aucb ,Chri'squ aur Kreuz mit den S-inen' in der Dresdener Galerie an. Nachdem dcr ;Kunstlxrdann m_)rh im Jahre 1886 die ,leßtkn AugenblickeMoxart-"s' m der1cloen erm'ten und feierlichen Tonart gkmalt hatte (das Bild befindet fich tn Amérika), wandte er fich der Hkümalcrei zu, dre er sowohl auf dekorative Maleréien, wie auf Kostüm- stycka, _metst mtt thuren in der Tracht des 17. Jahrhunderts, und auf Btldmffe _anwendkte. Seine Hauptwerke dieser Art find: „Dkk Trtunrpb der Kurzste“ (“Deckengemälde für das Kunsthistorifckoe Museum zu Wrrn). „Intime Unterhaltung“, „Eine Erzählung“ und mehrere Damenbildnxffe, Außerdem bat er auch Hsrren-Porträxs (Kardirßl Haynald, Liszt) und Landschaften gemalt. Munkacsv war von Seiner Majestat dern Kaiser von Oesterreich in den Adelstand erhobxn worden; er besaß dte Große Goldkne Medaille der Berliner Kunst- szßellung und war Mitglted der hiefigen Königlichrn AkademZe der un 8.

Verdinguu gen im Anölaude.

_ , Rumänien.

10. Mar, 10 Uhr. Kriegs-Minifterium in Bukarest: 1) Licéerung yon 4030 KawaUeriejvoren und 200) Artilleriesporen. 2) Lésferunß von 100000.Srück KraVatten.

16. Mar. _Ebenda: Lieferung von 100 000 Cxlluloidkrasen. Die Lastenhefte sowre die näheren Bedingungen für die vorgenannten Ver- dingungen liegen an Wochxntagen zwiscbxn 9 und 12 Uhr Vormittags zur Einsicht aus.

Serbien.

10. Mai. S2rhische StaatSmonopol-Direktion: Lieferung von 400 Stuck rzeuen „Petroleumfäff-xrn, wovon 200 Stück bis zum 25; August, dre übrxgkn bis zum 13. Oktober d. I. zu liefern find. Dl? Faser muffen je 150-180 RZ Petroleum faffen, aus gesundem, trockenem Eichenholz hergestellt und je mit 6 Eisenreifen Von 40 111111 Breite und 17).er Dicke verskbe'n fein. Mindestdicke der Faßdauben 2) em; das Spundloch muß mindkstens 4 und höchstens 5 cm breit scin. DJS Musterkaß ist im Petroleum-Dcpot zu bxsrchtigen. An- grbote mussen eine genaur Preisan;abe per Faß enthalten und mit ezner Stewpelmarke von 10 Dinars vrrseben sein. Sie find nrbft erner Kautwn von 20 9/0 des Angkbo-“s an die oben gsnannte Stelle einzureichen. Der Lieferant hat die Fässer auf eigene Kosten bis zum Petrolrum-Dspot, wo die Uebernahme stattfindet, zu bringen.

Theater und Mnfik.

_ Deutsches Theater. Einsn alanzendanrweis der erfolgreichen Thätigkeit der crsi im Oktober 1). J. gegrundeten Hochtobule für dramatische Kunst des" Herrn Emanuxl Reicher lieferte gestern Nachmirtaa auf der Buhne dcs Qedtyrben Theaxers die erste von dkmselbkn Ver- anstaltete Prufungs - Aufführung. D:: erst: AU ch Dramas „Jugend“ von Halbe. , drr [este aus dem S:!)au- spiel .N_ora“ vort Ibsen und Strmdberg's Lustspiel in einem Akt .Das Spiel x_mt dem Feuer“ wurden zur Darsteüung gehracbt, und zwar mtt so ferner Charakteristik und so gutem Zu- sammenspiel, daß man_ fasdvöaig yerqaß, nur Schüler vor 714; zu haben. Im ersten Stucke zetchneten s1ch besonders die Herren Szvva Ognianoff als Kaplar) und Erich Walter als Haus aus; ferner bekundxte Hsdwig Retchxr als Nora eine überraschsnd rcifs Auf- fassung, und Eduard Kepler war ihr in der 910116 als Helmer eén durchaus wurdigrr Partner. Die bside Leßtaenannten leisteten für Anfaxrger geradezu Erstaunliches. Im letzten Stück traten namcnjlicb die kunsflerischen Leistungen des Herrn Walter Focke in der 8101]? des alten Renners und diejenigen des Leiters der Hochschule, Hern Emamzel Reicher, welcber für einen e'rkrankten Scbüler den Part kes Axel ubernommen batte, hervor. Dem Spiel sämmtlicher junger Darsteller und Darsteüerknnen merkte man den Geist der einheitliäoeu, zielbrwußten Ausbildung an; verdientcr Beifall lohnte ihr anerkennens-

werthes Können. _ Theater des Westens.

Auf dsr Charlottsnburger Bühne wurde gestrrn die Sommer- saison bei außersrdentlkch aut besucbjem Hause mit einer Aufführung der gefällißen englischen Operette ,Die Geisha“ von Sidney Jones er ffnet, welcbe von dem der künstleriscbyn Lkitung des Herrn Ferenczy unterstehenden Ensemble des Central-Tbeaters neueinstudiert zur Aufführung gebracht _wurde. In den Hauptrollen waren die- selben Darsteller beschäftigt, welche vor drei Jahren dem seitdem so beliebt gewordenen Wrrke bei seiner Erstaufführung itrxLes ng-Theater zu nachbaltigsm Erfolge verhalfen. In erster Lmte i das zierliche Fräulein Mia Wsrber zu nennen; fie san und spkelte die Rolle der O Mimosa San, in welcher sie be? rer PremiSre mit GYM zum ersten Mal die Bühne betreten hatte, mit der gleicken kindltchen Anmut!) wie früher und erntete stürmischen Beifall. err Schulz, wklcher xvie früher die Rolle des Leutnants Fair- fax ab, stand tbr xbenbürttg zur Seite und erzielte nameutlicb mit einem Lachlied eme erheite'rnde Wirkung. Auch die bekannten trefflichen Leistungen der Herren Sondermann (Wunhi) und Ander (Marquis Jmari) verdtenen volle Anerkennung. Neu war dagegen Fräulein Mary Hagen, deren qrwandte Wiedergabe der als Geisha

Der Ausstand der Schmiede und Kesseisäomiede in Lübeck hat, nach einer Mittheilung desselben Blattes, die Aussperrung von

verkleideten Engländerin Moüy Seamore ebenfalls voll beftkedigte. Em Kort des Lobes gebührt ferner dem sicher eingeübten Chr: