1900 / 106 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 03 May 1900 18:00:01 GMT) scan diff

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3 Uhr unter dem Vorfi des Minister-Prcifidentext Fürsten ?u Hohenlohe im Rei stagSJebäude zu einer Sißung zu-

Das Staats-Ministerium trai- heuke Narbmlkkaqk B.“

ammen.

Der Kaierli e Gesandte in Brüssel, erklkshs Grhxime Rath Graf vsonYlivenslebrn hat_ einen idm AÜerhochst bewiiLigten Urlaub anaetreten. Wahrend _der Abwesxnbeix dessrlden fungiert der dorthin enisczndte DritteKSekretar 021 der Kaiserlichen Botschaft in Wien von Otumm als Gcschäftsträger.

Der Kaiserliche Gesandte in Stockholm Graf v o n W allw 13 hat einen ihm Allerhöchst drwichtcn kurz§n Urlaub angetrrirn. Während der AÖWIsLUHZÜ deßycidxn fungrcrdder etatsmgßige LegacionsS-ckrciär drr .Kaiyeriichcn Gerandt1chaft, Legations- ratki ])1'. Freiherr von HLlUZL- Wcißenrode als G2- schäftézträger

Der ' räident drs Odrrlaxidczkuiiur erichts, Wirklichs Grhrime KcrxNegierungerh Rintelen Ft nach drr Rhein- provinz abgereist. “_

em Ne icriin.s:Asscff0r Bank in Bromdrrg ist die kom: missaIrJischcVeZwaliuIng dcs Landrathsamts im Kreise Niederung zu Hsinrichswalde übrrtragen worden, , „_ " ,

Der Regierungs-Uffeffor Kelch zu Pyritz 111 der Konig- lichen Direktion für die Verwaltung der direktcn Steiirrn zn Berlin überwiesen worden. .

Der NrgiergngS-Affeffor Schulze zii Magdebizrg isi dexn Landrat!) des Krrises (Glogau _im. Regierungßbrzirk Lirßniß zur Hiifeleistang in den landraihltchcn Geschaftcn zug?! eilt worden.

Laut Meldung des „W.T.B.“ ist SMS. „Lorcler)“, Kommandant: Kapitänleutnant von cheßow, heute von Neapel nach Alexandrien in Scr gegangen. ' "

S. M. S. „Jitis“, Kommandant: Korvrtten-Kapitan Lans, ist gesterri in Tsingtau eingetroffen.

Kiel, 3. Mai. Seine KdniglichrHoheit 'der Prinz Heinrich ist heute Vormittag nach Berlin abgereist.

Düsseldorf, 2. Mai. Die Torpedobodts-Division passiextr gestern Nachmittag i_im 41/2 Uhr'DUisdurg iind traf um 71/2 Uhr Abends im hiesigen Hafen ein. Heute sruk) cr: folgtr die Weiterfahrt nach Köln.

Baden.

Jörr Königiichm Hoheiten drr Großherzog und die Großherzogin find gestern Abend don Karlsruhe nach Berlin ab ercist.

g In der gestrigen Sißung der ZweitenKammer wurde, dem „W. T. B.“ zufolge, ein Antrag der 21599. „Muscer und Gen., welcher dahin geht, die Regierung moge, im Falle der Annahme drr §§ 1843. und d der „152€ US11128“ im Reichsm r, den badischen Bundesratbsbevo[lmcichtigten die Weisung ert eilen, gegen diese Paragraphen zu stimmen, mri 28 grgcn 18 Stimmen angenommen.

Waldeck und Pyrmont.

Die Vermählung Ihrer Durchlauchtdcr Prinzessin Elisabeth zu WaldeckundPyrmonimitScixierErlauchi drm Erdgrafcn Alexander zu Erd_ach-Schond§rg hat heute Mittag in Grgcnwart Ihrer Maxstäten drr Kontgrn Wilhelmina und der Königin-Miitier der Niedcr- 1andc,dcs Köni s und drr Königin von Württergberg und anderer ster Herrschaften im Residenzschldne zu Nr olsen staiigrfnndrn.

Hamburg.

Wie dem „W. T. B.“ aus Hamburg berichtet wird, werden die Präsidenten der Senate drr Freien und Zanscstädte, die BÜr-zermeister ])r. Klug (Lübeck), ])1'.

röninLWrrmen) und Dr. Hachmann (Hamburg), am 6. Mai Seiner Majestät dem Kaiser die Glückwünsche dcr .Hamsestiidte zur Feier drr (Hroßiährigkeit Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hodcit des Kronprinzen des Deutschen Reichs und von Preußen darbringcn.

Oesterreich-Ungarn.

Wie die „Neue Freie Presse“ meldet, wird die Marine- vcrwaltung von den Delegationen die erste Rate für den Bau eines neuen Schlachtschiffs beanspruchen. Die Fordx rungen der KriegSverwaliung haben die Fortsrsung organisatorischer Reformen zum Gegenstand; für neue Geschüße wird für 1900 kein Kredit beansprucht.

Jm mährischen Landtag erklärte, dem „W.T.B.“ zuäolgc, gestern der Statthalter in Beantwortung einer Inter- pe ation des Abg. Silent), betreffend die AUSrveisung öster- reichischrr Arbeiter aus Preußeii und die Brschäfxigung preußi- scher Arbeiter im Ostrauer Revier, daß in den Ojtrauer Kohlen- werkcn 408, in den Wirkowißer Werken unter 13481 Arbeitern am Ende des Ja res 1899 nur 371 preußische beschäftigt gx wesen seien. Bezuglick) der Ausweisungen sei der Statthalterei weder eine Anzeige, noch eine Beschwerde ugegangen.

Der schlesische Landta lehnte ges'tern ein Gesuch um Siibventionicrung des polni?chen Privat:Gymnafiums in Teschen ab. Der Abg. Stratil erklärte im Namen der Zechischen Abgeordneten das Gesuch für „gerechtfertigt. Die

bgg. Haase und Meng er erklärtrn sich aus politischen Gründen dagegen.

. Frankreich.

Die französische Regierunghat, wie „WTB.“ meldet, den __Botschafter Marqrns de Noailles mit der besonderen Misiion bewufiragt, Seiner_Ma]estät dem Deutschen Kaißer die Gifzckwunsche dex Prastdeyten und der Regierun er Kranzosxchen Repubiik' Zur Feier 'der Großjährigkeit einer

aiserli en und .Komgichen Hoheit des Kronprinzen des Deutschen Rei s und von Preußen darzubringen. Der frühere enator Bucher, der Vertrauenömann des

Rußland,

Der Kais er und die Kaiserin besuchter, wie „_W. T. aus Moskau berichtet, gesterxi Nachmittag _mit dem Großfürsten und der Großfurstin Sergius das Danilow'sche und das Don'scbe KlostZr und wurden auf dem ganzen Wege begeistert begrußt. , Allerhochft- dieselben wohnten im Danilow'schcn _Kldsier einem xgrzen Gottesdienst bei, erwiesen drn Reliqmen und Heiligrn- bildern ihre Ehrfurcht und empfingcwdeti _Segen, ebenso im Don'schen Kloster, wo auch die Begrabmßjtqtten der fruheren Klostcrvorsteber in Augenschein genommen wurden." Ihre Majestätrn kehrtrn alsdann unter dem Jubel der Bevolkerung nach dem Kreml zurück. _ _

Die .Kaiserin-Mutter ist gestern Abend von Kopen:

hagrn in Gatschina eingetroffsn.

Italien.

Dor Prinz von Neapel ist, nach einer Meldung. drs „W. T. B.“, gestern Mittag von Neapel abgerrist. Hochki- dcnssiben begleiten der General Brusati, der Oberstleutnant Rodaglia und drr Hauptmann Romeo. “Yer Prinz traf am Abend in Rom ein und feste nach dreiiiundigem Auf: enthalt um 91/2 Uhr seine Nsise nach Berlin Fort. Am Badnhofe hattrn sick) zur Verabschiedung der Minister des Aeußern WiSeonti Vrnosta, der de_uisck): Botjchafeer Graf von Wedel und dir Spißrn der Beydrdcn cmgrfunden.

Niederlande.

Die außerordentliche Burenmission hat sich, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Nachmittag, Nachdem sie den Ministern Pierson und de Beaufort Ad1chiedsbesuchc ab- gestattet hatte, vom Haag n_ach Rotterdam begeben, wo'fie M) nach Amerika einschifsrn mird. Am Bahnhofwar eine zahlreiche Msane vsrsammeli, welche die. MitgliederNYLr Mission freundich b-cgrüßtr. Die Adideilung der.Gud- afrikanischsn Vereinigung Überreicht? ihnen eine silberne Friedens- palme; Fischer und Wolmaraiis dankten ur, den sympathischen „Empfang, der ihnrn irn Haag zu 15211 ge- worden sei.

&

Türkei.

Dcr Marschal] Schakir Pascha ist, Wi"? „W.T.B.“ berichtet, gestern zur Uebcrdringiing der Gluckwunschx „des Sultans aus Anlaß der Großxäbrigksitöerkläryng Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprirzzcii des Deutschen Reichs und von Preußen von Konstantinopel nach Berlin abgereist. x

Die Albanefenführer von Jpek, Dxakova und Prizren sind gestern in Pristina zusammengrkommrn, 11111 eine Vrrsammlung abzuhalten, die aber formell ndck) nicht begonnen hat; als Grund der Verzögerung des Begixms der Versammlung wcrden Meinungövcrsckxiedeiiheitrn mit dem Yildiz-Palais angegeben. Die Albane1en 1oilen weitgehende * uionomie fordern.

Bulgarien.

Wie das Wiener „Telegr-K0rresp.-Bureau“ aus _Sofia meldet, wurden in Widdin, Tirnowo und Ruitjchuck Protestversammiungen gegen die “neue Zehnisteurr veraniialtet, welche zahlreich besucht waren. Im Distrikt von Nuft1chu_ch ist der Belagerungszustand proklamiert worden, weil in einem Dorfe die Bauern den Bürgermeister gctödtet haben.,

Der Kriegs-Ministcr Paprikow ist von seiner Reise nach St. Petersburg wieder zurückgekehrt.

Schivedeu und Norwegen.

Beide Kammern dcöNeichstages deschlosseii gestrrn, wie dcm „W. T. B.“ aus Stockhglm grmeidrt wrrd, uber den Antrag des Verfaffungöausschnnes au] Vsrseßung des Ministeriums in den Anklagezustand wegen Ver- faffungsvcrleßung zur Tagesordnung überiggehen. In _der Ersten Kammer widerlegte dcr Minister:Pra11den_i Bojtrom dir Bcgründung des Ausschusses und erklärts, die UmonIverbälf- niffe se ten voraus, daß Norwcger im Ministeriiimdes Aeußexn angeste t würdrn; von Ditten sei zweifeilos die geeignetste Persönlichkeit gewesen, um den in Rode siedenden Posten aus- ufiiklcn. Der Minister-Präsidcnt fügte hinzu, er gebe zu, daß

as Geschrhrne nicht verfassungsmäßig sei, da aber dir Ver- fassung älter sei als die Union, so müisr sich eine kon1tituti0n811e Praxis neben der Verfassung entwickeln. Er warte ruhig die Entscheidung des Reichstagks ab. In der Zweiten Kammer erklärte der Miuister des Aru ern ix_ontLagrr- beim, die Anstcüun von Norwegern im Mim1t_erium des Aeußern sei nicht veZaffungswidrig. Der zur AnsteUung am besten Geeignete werde durch den Umstand, daß er Norweger sei, nicht weniger gesignei. Der Minister fudr'fdrt, Fein Gewiffrn sage ihm, daß er dadurch, daß er, dem Beispiel seiner Vorgänger gefolgt sei, nicht gegen seine Pflicht gehandelt habs.

Amerika.

Nach einer dem „W. T. B.“ _zugrgangxnen Mrldung aus Washington hat das Repräsentantenhaus die von dem Abg. Hepburn eingebrachte Bill, betreffend den Nicaragua Kanal, nebst einem Abänderungöanirage dazu ange- nommen, nach welchem die Vereinigten Staaten den Kanal schü§2n und für stine Vertheidigiing Sorge, tragen'sdUen. Ursprünglich lautete die Bill dahin, daf; die Vereinigten Staaten drn Kanal beféstigcn sollten. *

Wie das „Neuier'sche Bureau“ and New York „erfährt,- haben die demokratischen Konventionen von Michigan und New Hampshire ihre Deicgirten beauftragt, m der Nationalkonvention für Bryan zu stimmen. _

In der Botschaft, mit welcher der Prafideni drr Vex- einigten Staaten von Brasilien Caxnpos Saller? heute in Rio de Janeiro den Kongreß eroffnrn mird, heißt es, dem „Reuter'schen Bureau“ Kufolge: Die auswärtr, en Be-

iedungen seien vorzügli 'Die brasilianische _cgierung abe 3Frankreich und Italien ersuchi, den Kaffeeon um Proz. herabzuscßen. Frankreich habe sieh zu

einer Herabse ung von 10 Proz., Italien zu einer solchen von20 Proz. ereit erklärt. Die Verhandlungen daqerten fort. Der Befund des Heeres sei im [osten Jahre vermindert, die Marine jedoch bedeutend verstärkt worden; das Land sei'auf alle etwaigen Vorkommnisse vorbereitet. Die Zentral-Eifen- bZZZ habe im leßten Jahre einen Uchcrschuß vor; mehr als 4 Kontos gegeben. Die Lage bessere fich und die Reqierung hoffe zuversichtlich, die auswärtigen Zahlungexi voll in „*baarem Gelde zu dem im Vertrage, betreffend die fundixrte Anleihe, fest- geseßten Zeitpunkte wieder aufnehmen zu konnen, ohne zu

Prinzen von Orléans, ist gestern Vormittag gestorben.

Kreditoperationen oder neuen Steuern zu schreiten. Die Regierurz habe im leßten Jahre 71000 Kontos Papiergeld emgeloß

;- und werde in diesem “Jahre einen noch «ßeren Vetrag einlösen. Schaßscheine im Betrage von 11 Kontos seien im leßten Jahre bezahlt worden. Dadxirch, daß die Bank der Republik ihre Schuld an den Staatsichay brzahlt habe, se: die Regierung in der Lage, äußere Bonds im Betrage von “700000 Pfd. Sterl. zu erwerben und aus dem Vrrkehr zu ziehen. Die BundeSeinnaHmen im leßten Jahre hätten 19417 Kontos (Hold und 302 693 Kontos apier bxtragrn; die letzteren würden sich nach Eingang a er Betrage um 12 000 Kontos erhöhen. Nack) Leistung allerJahlungen und n_ach Bereitstellung der zum Rückkauf von 71000_Kontos Papier- geld erforderlichen Summ: bleibe ein Uederjchuß von mehr als 16000 Kontos Papier und 5325 Kontos (Hold.

Afrika.

Dem „Reuter'schen Bureau“ wird aus Beira voxn 28. April gemeldet, daß der Generalleutnant Carrington m Marandellas angekommen sei.

Der Feldmachhaü Lord Roberts meldet aus Bloe_m- fontein vom geytrig-Jn Tag?, nach einer von drm Oderjien Badrn-Powell eingegangrnrn Mittheilung habe sich am 20. April in Mafeking Alles wobl befunden.

Dsr Londoner „Daily Expreß“ meldet aus Kimberley vom 2. Mai: eine dcritxenr AbthrilanZ3 sri infolge der Be- seßung von Windsorton durch die uren nach Barkley West abgcaangcn. _

Der „Times“ wird aus Bloemfonteiw v'om 1. Mai gemeldet, daß jrßt alle Pferde der Buren konf16ziert würden, das sei viel wirksamer als die EKiwaffnung der Buren und lasse sich auch vicl irichker bewerkstelligen.

Der „Morning Post“ wird aus Thabanchu vom. 29. o. M. emeldet: Während des Riickzugs des Generals Dickson seien deffrn eigsner Vrovianiwagen und die Wasser- wagrn der Bri ade in die Hände des Feindes gefallen. Die Nachhut sei hetig beschossen worden; der Rückzug habe den General Hamilton in Gefahr gebracht; derselbr habe des- halb seine Streitkräfte gesammelt und fich vorsichtig iiach Thabanchu zurückgrzogxn, nachdem er dem vorrückcnden Feinde mit Artillerie- und Jafanieriefruer heftigen Widerstand ge- lciftet habe.

Nach einer Meldung des „Reuter'scben Vureaus“ de_tru en die Verluste der unter General Hamilton stehenden dritis cn Trnppen in dem Gefechte bei outne_k_am 30 April: zwei Offiziere und ein Soldat todt, echs Offiziere theils verwundet, tbeilsßvrrmißt und fünfzehn Mann theils verwundet, theils vermi t.

Demselben Bureau wird aus Ali wal Nortk) vomd1. d. M. emeldet: Ein dort eingetroffener Dcpeschcnreiter theiltc mrt, 26 Buren bci erpener gefan cn genommen worden seien. Der Kommandant Olivier Zei am Bein verwundet und Zzaak thgieter zu scinem Nach olgcr ernannt_worden.

Dsr „Mornina Post“ wird aus ' loemfontein vom 1. Mai gemeidrt: Zwri Briefe von hervorragendrm Interesse seien in die Hände dcr Engländer gefailrn. Der eme derselben sei vom Präsidenten Stei 11 an den General Botba gerichtet. Der Präfidrnt beilage Zick) darin darübsr, daß “eine un- genügende Tcuppenmasse zum Schuss Kronstads zuru'ckgelcxffen worden sei, Und theils girichzeitig mit, daß die Briten uber 50000 Mann für den Vormarsch verfugten. Er beklage siZi) auch darüber, daß die_ Vyrenkdmxnandos, _von denen man angenommrn babs, daß sie Kronstad brsxhuéch, stritt dessen die Korndistrikie plündertrn und auf die1e eise eiiie

roße Verstimmung zwischen den Transwaaiburen und Fret- Zaatsburcn hervorrirfen. Der Präsident vrrlanY ferner, daß ein Theil der 10 000 Mann Burrntruppen, die in * atal ständetz, über dcn Vm Rcenenö-Puß zurückgezogen würds,“ dannt der Kampf bsi Kronsmd konzrntriert werden und cin_ent- sch3idender Schlag gegen die Briten geführt wzrden _komxe, und schlirße damit, daß er ]ede Verantwortlichkeit fur die Loyalität der Freistaatsdiirrn adlehne, wenn_mcht Trans: vaal in dieser Weise Garantien dafür gebs, ÖM es" die Ab- sicht habe, die zeitweili 2 „Hauptstadt des Oranjchreiiigats zu scbÜZen. Der andere * rie sei eine Antwort des Prandenten Krüger an den Kommandantxn von _Fourteenstrcams und besagc, es sei durchaus unmoglich, fur mehr Trup'pexi zu sorgen, da jeder Mann, der znr Verfügung der N(pUbltk stehe, an dem Piaß nöthig sei, den . er innrhadc. In dem Brief heiße es zum Schluß, daß einc_ „europäiiche Intervention nur noch eine Frage wcmger Tangyei, ' _

Vom Congo ist, wie „* . T. B.“ meldet, in Brussel die Nachricht eingetroffen, daß amd17 . April 'unter den Ar- beitern des Forts Shinkakass (: cine Mentcrei aUSgebrochen sei. Die Meuterer, sämmtlich aus der Zandxchafi Manyxma und vom T (: nga nika-See stammend, hatten 1ch der Munitions- Maga ine bemächtigt und bis zum Abend des nächsten Tages Ge- wehrs rise abgegeben, oline edoch Schaden anzurichten. Truppen von Borna hätten das ort angegriffen und daYselbe gm 19. d. M. Abends genommen. Vierzig der Aufständijchen seien entkommen, würden jedoch verfolgt. Man hoffe, sie auf deni Wege nach Jsangila einzuholen._ Die Arbeit im Fort, sei wieder aufgenommen worden. Bei Ausbruch der Meuterei set ein Arbeiter spanischer Nationalität getödiet worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schiußbcrichte Über die qestri ::n Sisunqen des Reichstages und_des Hauses der 5 bgeordneten be- finden sich in der Ersten Beilage.

-- Der Reichstaq seßte in seiner heutigen (185) Sisung, welcher der Staatssekretär des Innern, “Staat-s: Minister ])1'. Graf von Posadowsky beiwohnte,_ die zweite Lesung des Geseéentwurfs, betreffend die Abanderung der UnfallvericherungSgeseße, bei dem § 58, des Gewerbe-UnfallversicherungSgeseßes und den dazu gestellten Anträgen fort. _

Bis zum Schluß des Blattes nahmen das Wort die Abag. Freiherr von Stumm (Rp.), ])r. Opfergelt ( Mtr.), ])r. (behkr F(r;l.), Molkenbuhr (Soz.) und Noe icke-Deffau

_ Das Haus der Abgeordnetrn erledigte in' der heutigen (66) Sißung, welcher der Minister der „offentlichen Arbeiten von Thielen beiwo nte, Fmächst m zweiter Veraihung den Antrag der bgg. 'r. Weihe-Herford (ions. und Genoffen auf Annahme eines_ Geseßentwurfs ur bänderung des Geseßes, betreffend die ordxrung der *rrichtung von Nentengütern, vom . Juli 1891, und

ging dann über zur Berathung des Antrags der Abgg.

Schmidt-Warburg (Zentr) und ])r. Keie ger-Königsberg (fr. Volksp. : „Jie Königliäp: Staatöre ierung zu ersuch2n, dafür Sorae zu tragen, das; den in der E senbabnverwaltung beschäf- tigten Eisenbabn-Bau- und Betriebs-Jnsvektoren und Maschinen-Jnspextoren eine dir_ Dauer Von 5 Jahren überschreitende Zeit der dtätariscben Besckoaftiauna bei der Fest- seZitng des Besoldunzsdienstalters in Anrechnung gebracht wxroe“, sowie des Antrags der Abgg. ])1“. Kriegrr:Königs- berg, Rickert und Genossen:

„die Königliche StaatSregierung zu ersuchen, diejenixe Anzahl Bauinspektorsiellrn in der aligemeinen Bau- verwaltung zri [chaffem welche nothwendig ist, um die jeßt vor- handene Wartezeit der chi-«rungs-Baumeisirr von zwöif Jahren auf ein Höcdstmuß vorrzedn Jahren zurückzuführen.“

Die Budgetkommtijwn hat beantragt, beide Anträge ai)- zulehnen. _ '

Abg. Krawmikcl (nl,) brfürwortetr boi Schluß ÖVS Blattes "nawens seiner Freunde, die Anträge dsr Regierung zur Beruckkichtigung zu Überweisen.

Kunst und Wissenschaft.

I:; der Maisiizung der Archäologischen Grsellschaft zu Berlin berichtete Hzrr Profeffor Conse rider die Aufoeckanz eixiyr umfangrricbxn römischen Niederlaffuna dri Valiern an der Lippe, die der Annahme, daß hier daß CajtrUAiiso zu m.“:brn sei. eine starre Stüß: vrrleibe. Im Anything hieran l_egte Herr Oberftlsutriant Dahm die Gründe dar, die ibn von Militärischen Gesichtövnnktrn aus schon immrr an dieser SteÜ-r das genannte Castsll vermutden ließzn. Herr Dr. Briickner fährtz der *;H-xsrllickpaft zu- nächst Nxchbildungen mvk-xmscber Becher aus dem Besiß des König- lichen Antiquariums vor und erläutert? dann Sine schon seit langer Zeit bkkannte, aher fehlerhxft veröffentlichte Jnyrbrift aus Jiion, die sich auf die Skistung _und Verwaltung eines Kapitals bsziebt, das ein Fridatmann zu Gunsten einer Opierfsier für Athene und Zen:

olieus ausgeseßt batte. Herr Professor Herrlich dsriÖtcie auf Grund . von Kadvadias' nrurm Buchs „Evidauruö“ über dir Funde der zweiten Au§grabu3gs - Prriode im Heiliqtdum des Asklepios. Zum Schluß qab Herr Schu1ratb ])r. Küvwers, Üntcrricth-Dirigent der Königlichrn Turnsebrer- Bildungsanstalt, im Anschluß an eine Vrröffentlichrmg des Professors Huevpe in Prag, eine neue Erklärun dss sogenannten Pdayüos- Sprungs als eines Dreisprunas, für de] en Ausführung das brkanntz, bisher aber rätbselbafie Tdonfliesenlaaer in der Palästra zu Olympia eigens hergerichtet [et. Herr Gebrimer Regierueratb, Professor Dicks bestätigte diese Erklärung aus einer erst jest anz ver- ständlich gewordenen Stelle des Aristoteles-Kommentars dss Tßcmistius.

Y" Eine Sonder-Ausstellung von Bildern des Grafen Leopold von Kalckreutb im Oberlicbtsaale der Kunsthandlung von Bruno u. Paul CassirerkVictoriaftr. 35) giebt Von der Entwickelung dieses ernsten Malerta ents einen guten Begriff. 'Die ältesten unter den außgesteaten Arbeiten, wie der 1884 gemalte Fisch- mrkrkt, zeigen einen starken Reflex der damals in Holland mit Eifer ketriebenrn Pleinairstudien obne doch besonders die! Persönlichkeit zu Verratden. Sehr viel eindringlicher spricht schon der ernste, aber etwas nüchterne Realiémus Jalckrrutb's aus dom vier Jahre später gemalten weiblichen Portrai, deffen an fich w-sni-g reizvolLe Füge den Beichzuer durch die unmittelbare Echtheit des Ausdrucks fe eln. Jn größerem Maßstab ist das Bild mit dem Motto „Kann nicht mrbr mn“ gehalten: ein alter Seemann, der vom Ufer den in See sischsnden Booten der Genossen nachfirdt. Ohne Sentimentalität, ohne gewaltsame Effekte, ein ernstrs, mit dreitrc Kraft gemaltes Bild. Das ebenfaUs in kehr großem Maßstada gehaltene Bild „Pferde“ wirkt in allen Tbeilxn der Arbeit solid Und arsund, aber rechte künstlerische Freude läßt diese dock; nicht auf- kommen. (Eine gewiffe Unfreiheit, ein Gebundensein cm die Mühsal der Arbeit spiicht aus drm Ganzxn. Auch dir im Jahre 1890 ge- malte „Schnitterin', dkren große Silbouetie sich von dem dortrrfflich gestimmten Himmel abhebt, ist ein Bild, das man im Geiste nur einmal mit einem Werke MlÜ-Jl's, dessen Edfluß bier unorrkcnndar isi, zu vergleichen braucht, um die Schranken der Kunst des druisrhen Maiers zu rmrfinden. Dagegen liegt in der Gestalt der „Aedrenleserin', die, wie der ,Gänsedirt', ebenfaüs nach dem durch Millet berühmt ge- wordenen Kompofitionsstbema ge-nait ist,_ ungewöhnlrab tiefe und zarte Emrszndung. Die Wendung des Kopfes, deffen verlorenes Profil gegen den «Himmel steht, trägt zu der Wirkung nicht wenig bei. Unter den Landschaften Kalckreutb's seien nur ein; kleine Schneestudie und der großzüüg gemalte Schloßpark von Klein-Oels als treffliche Leistungen Zervorgehoben. Freilich, das Temverameni, die Üüifiqe Machs, wie fie einige geniale deuten Wilhelm Trübner's auSzeichnen, darf man bei Kalckreujh nicht suchen. Deffen Srbloßdof in Amorbach zählt zu den wrnigen Bildkrn, vor denen man die Treffficherbeit des Malers als etwas durchaus Selbiiverfiändlicbcs empfindet, die mit einer Art genialer Naturnojb- wendigkeit binarsteUt sind, Sadr im Gegenkaß dazu tritt in zahl- reichen Landschaften der Schule don Barbizon, sowie in den impressionistischen Studien von Sisley, Pissarro und Claude Monet, welche die Vorderen Ausitrüungsräume iüÜen, die künstlerische Reflrxion und das Arrangement in der Vordergrund, obwohl sich auch diese Werke als schlichte Naturausschnittr gében woürn.

Aus Stockholm vom 1. Mai wird dem „W. T. B.“ ge- schrieben: Die schwedische Akademie, wrlcbe seinerzeit von der Regierung den Auftrag erhielt, einen Vorfrblaß zu besonderem Statuten für die Akademie in ihrer Eigenschaft als Verleiherin deS Nobel-Preises für Literatur auszuarbeiten. bat jest der Re- (":!qu einen solchen Vorschlag unterbreitet. An dieien Vorschlag bai di: Akademie eine längere Ausführuna angeknüpft, in welcher es beißt, daß schon in den Grundbsstimmungen über die Statuten der Saß aufdei'tellt worden War, daß unter Literatur LCR" nur Unterhaltungs - Literatur, sondern auch andcre Schriften verstanden seien, we1che durch Form oder Jabalt den An- forderungen_ qenugen. Die Bestimmung, daß der Preis dem- jxnigen „zux'ailew soll, welcher in der Literatur das brdrutrndste Wrrk tn idealistischer Richtung geschaffen hat, muß nach der Meinung der Akademie in dyn speziellkn Statuten nicht zum Gegenstand einer besonderen Erklärung gemacht werden. Der Aizsvruck ,idealittiscb.“ ist allerdings erwas unsicher und könnte mdgitcherweise verschieden erklärt werden; aber die Akademie wird sicherlich unter allen Ümftänden diese Béstimmung so auf- fassen, daß fie der Arbeit den Preis zuerkennt, welcbe |: für das bedeutendste und beste Werk in der Literatur anfiebt. Der von der Akademir akusgearbettete Vorschlag zu besonderen Stataten ent- bßlt hauptsachlich folgende Bestimmung: „Das Recht, Kandidaten fur den Prei? voriyfckxlagen, haben die Mitglieder der schwedis en Akademie, dix Mitgliedxr der französischen und der spanis en Akademie, dte Mitglieder der humanistischen Abtheilungen der übrigen Akademien, die Mitglieder von humanistischen In- stituten urid Gesellschaften," welcbe deu Akademien gleichgestellt find, sowie die Uni!) rfitatslebrer der Aesthetik, Literatur und Geschichte.“ Bri dem * obel-Jnstitut der schwedischen Akademie wird eine größere Bibliothek zu errichten sein, die hauptsächlich die moderne Literatur aufnehmen oll. Die Akademie wird die nötbige Anzahl von Beamten bei dieser ibliotbek anstellen und wahlt eines ihrer Mit- lieder zum Vorstand derselben. Wenn der Preis nicht vertbeilt, ondern zu einrm besonderen Fonds gelegt wird, hat die Akademie das Recht, die Zinsen von die er Fondöoermehrung zur Förderung der Zwecke des Instituts in Schweden oder im Auslande m verwenden.

das von dem Architekten Franz Branßky und dem Stadidauratb Hei- mann erbaute neue Kunstgewerbe-Museum untcr zahlreicher Betbeiltaung der Behörden und hervorragender Vertreter der Kunst und Wiffrnscbaft feierlich eröffnet. Der Ober-Bürgermeister Becker hielt die Eröffnungsrrdr und brachte am Sbluffe derselben ein pon den Anwesenden mit Brgristerung aufgenommenes Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und König aus.

Der rvsfischcMarinsmairr Iwan KonsiantinowiischAjwa sow skij ist, rinrr Meldung des .W T. B.“ aus St. Pet-ZrEdurg zufolge, auf !einem Landgute bei Frodosia in der Krim, wo er am 7. Jxli 1817 ssborw) wurde und sei: mehreren Jabrrn ais Hofmalrr und Profend: ['.-iir, gestern gcstorden. Seit dem Jabra 1833 SchÜier dsr St. Peirrsduraer Akadkmie, bildrxe er sich dann writrr untcr Tannrar und dem Schlachtenmalrr Sauri:- weid (gest. 1844)_a1:5 und derriste eine:! großxn Tdris EUWUÜI m:!) des Orients. Jil ieiiiym Marinediidrrn z-kiztr rreiiicglückiiäerrfind-unzs- gabe, eine groß? Virtuxsiiät in der Wirdérgadg drr Tön: des Wafferd urd der Bewegung der WSÜSU, sowir cine el?- gantr Pinseiiührung; abrr fas“: immer i'trrdte er nach g(änqudSM. fast kraffsm Effrkt drr Bciruévtunz. Dir Daistrüung ker anixx-rrgtrn Elemrnte gelang ihm wenigrr ais dir des rxxdigen Meerss. Zu 75811 bedsutrndßen seiner Bilder gehören: ,Mdiidsckpeinlaudsäpsz“ in drr Krim“, Donnxnauxgang in Venedig“, ,. “Sonnenuntergang am Schwarzrn Mr_er“, .An1irb155n Kertk'ä)“. „So::n-xmufgang über dem Mserr'. „,le SÖHpsung und die Siviflati)“ (die beiden leßterrn im Museum der Eremitaae zu St. P&Tersdurg)- .Koxstantinodel im Mondschein“ und andere Motiv: aus dem Kaukasus Und Armrnirn.

Technik.

, Der dirsjäbrige 15. Verbandstag dxs Deutscsorn Tech- niker-Verbandrs (Verbandsdureau, Berlin (ck., Er. Präfidrnien- straße Nr. 7) fand zu Ostrrn in München statt. Dru dirrübrr br- kazmt gewordenen Brricbten entnehmen wir, daß der Verband ssit seinem lxßten, 1898 in Braunschweig abgebaltenrn Vrrbandetagk, be- deutend an szl gewacbsén ist und zur Zsit rund 9000 deutschr Tec_hn1krr drmtelben als Mitglieder angehören. Der Technisckor Verein Munc'hxn, Veranstaltete dra aus allsn Gaarn Drutsckylands herbetßeeilten Vertretern der zum Verbande qedörizicn Vrreine zu Ehren am Soanaornd, den 14. Avril, einen BegrüßungÖ-Kommcrs. qurend dsßselben wurdrn an Seine Majkstät dsn Kaiser und an Seine Königlichr Hodsit den Prinz-Regenten von Bayern Huldigungs- telegramme gngfandt, auf Miche in den nächstrn TZJLU Dam!- txlrgrammr emgmqen, die mit Brgeiiierung entw“. angenommen wurden. Herr Architekt Höhne-Lstpzia gab in seiner Frtrrdr einrii Rückblick auf di? Entwickelung des Verbandes, der vor 15 Jahren in 86135158 Mauern mit wenigen Hundert Mitgliedern grqründet worden sei und sich nunmehr, zu emem kräftigen Baum eiitwjcksl! bade. Ei»: Haapt- ausgabe erbitgks dsr Verband in drr sozialxn Hedwig dss Techniker- ftandes, und eine Nribe von Fällen könne aufgeführt werdsn, in drnen der Vrrdand im Jnteceff-x der Techniker mit Erfolg tdärig grwcsen sei. Der offizieÜe T:)eil des Verbandstages batte drreits am Sann- abkend Nachmrttag im Schrannrn-Pavißon seinen Anfang aenommrn, eroffnrt durch den langjährigen Vrrbandödorfisrnden, Hérrn Architrktkn _Bemkmann-Cbarloiiendurg. Die zur BeratbunZ gesteUten Anträge li-Jfrn tm wesentlichen,» drn wxiterrn Ausbau der im Verbands 5211252315571 WodlfabrtSrmrtchtungen, der Untersiüizangskaffr, drr Stsrbekaffr, dsr Prusions- und Wittwénkaffr und drr SfrÜrnvcrmittsiung, soww drr „Deutschsn Trcbntkrr-Zeiiung“ hinaus. Der größ-xr-I Tdkii disks: Anfrägc wurde den i_iocb 9" dieiem Tag: mrwädlxen Kommiifionrn zur Vor- berarbung uderwiesen und kam in dcn nächsiwigendkn Ostutagrn sur emsebendrn Beraxbung unde1chlußfaffung. Brzügiich der , “Dsuiiwen Techniker-Zettunz' wurde deicbloffrn, der Redaktion erdöthMiml zu; Vkrbefferung d:?" redaktioneilén Tbriirs zar Vsrfüzung zu strllen, sdwie drr Aux11chtSraib und Vsrbandsvorstand brdoilmä-Ltigt, die Brstrklung der, Zeitung durch Postaddnnrmsnt vom 1. Jmuar 1901 an' in dite WSJ? z'; l-xétrn. Dzr UntexstüZungskaffc wurden wntrre Mittel zur errügung grsteili, um einen Foxxs zy iammcln, drr ermö_licht, erwxrböunfädig ZSWOL'OMSU Mitgliédxrn drs Verbandss eine * eidilf-J zu grwäbrrxm, Das bis jc'Zt im Höchst- detrage von "200 „js: fsstgei'c-Jxe Sierbéqéld für die Hinterdiikdenen vrrstorbenrr Mitglieder wurde aiif 30) .“ erködt, obne daf; birrkür ein anderer Britcag als drr Von 8 auf 10 .“ e:döbt9 jähr- liche erdxudsdritrag zu zahlen ist. Von den anwesenden Vrrtrrtern der Pénsions- urid Wittwrnkaffx wurd?" Einig? Saßuwgs-Aendsruygrn für dyn :iäcbétrn Verbandstag bsayitragt, um vorhanden: Unklardeiten in dsn iktzigen Saßungrn, iiamrzitlich übrr ,die Brrrchqung der Pemfion bei vorzxitigrr Erwrrds- uniadiquit, zu bessitigen. In Bezug auf die Strüenvermiti-luns des Vsrbandés wurdrn von den hierzu erwäbljen Vertretern Vor- schläge brtreffs eincr zw-Zckmäßigen Einreichu-ig der Bewerbungsfchkeibcn emaxht und angenommen. Noch eine Rsibe ron wsiirren “ntraqen, wrlcbe Eingaben aa die Rxgierungén urn Erricdtmm voii Baugerichtöadthxiiangrn, die aus 61116121 Richter und mrdréren Farblcuten bxftebrn WU?". _die? Absendung von Pe'jitionen um Bcffer- stellung der bei _den Etienbabnen diätariscb hes-yäftigtrn Hilfs- técbniker 2c. betraten, wurde deratd-Jn und zum Beschluß erhoben. Zum Vorort für den nächsten, Ostern 1902 stattfindenden Vrrkandx- tai] wurde Dortmuod bestimmt. Als Sis des Aufsichtsratds wiirde kaitrrxderz und als SIZ drs Verdaddsvdrftnndes Brrlin von neuem 81 (: igt.

Theater und 'Musik.

Im Königlichen Opernhause wird morgen zum 61. M11 Wilhelm „Kisnzi's musikalisckpss Schauspiel „Der Evanzelimann“ unter Mitwirkung drr Damen Destinn und Goeße, drr Herren, Mödiing*r , Buiß , Sylwa, Lieban und Knüpfec und Leitung des KipeÜmeiitérs Sirquß gegeben. Hierauf folgt das Baller .Pbantafien im Brrmer Raibskeller' mit drr; Damen DeU' Era und Urbankka in drn Haiwtroüsn.

Jm Königlichen Schauspielhaus: findet morgen eine Auf- führung von Franz Grillparzer's Trankrfviel „König Ottokar's Glück und Ende“ statt. DiexZJeseßunTlautet: Köni Ottokar: Hm Mat- kowskv; Rudolf von H Iburg: HsrrLudwiq; * arqaretde von Oester- reich: Fräulein Adicb; die Rosenbrrge: die H:rren Pohl, Molrnar und Keßler; Bertha: Fräulein Mahn; Braun don Olmüy: Hcrr Ooer- laender; Kunxxxundr von Maffooien: Fräulein Lindner; Fricdrich Zollern, Burggraf ron Nürnbrra: Hrrr Arndt.

Dem Entgrgenkommen des Direktor? des Deutschen Thratrrs ist e5_zu danken, daß Frau (Gisela Schneider - Nifien den ihr von der Direktion des Berliner Theaters gemachten Antrag, in der am Sonnabend in Scrne gebenden Poffe „Berlin bei Nacht' als Bier- mamsell Pauline zu gastierkn, cht annehmen können. AuZer der acnannten Künstlerin werden die Hauptrollen von den Herren aßkerl, Robland, Webriin, Walden und von räulein Wenk daraestellt. Jm ?Zrigeint ist fast das gesammte Küntlerpersonal des Theaters ve-

ast g .

Jm Schiller-Tbrater werden in der am nächsten Sonntag Nachmittag stattfindenden Aufführung Von GriUparzrr's dramatischem Märchen .Der Traum ein Leben“ die Herren Hans Illiger und Walther Sieg ein auf Engagement abzielendes Gastfpiel absolvieren. Herr Jiliger vom Stadt-Tbeater in Zürich wird den Nuftau, Herr Sieg vom Hof-Tbkater in Caffel deu anqa spielen._

Im Theater des Westens erzielte auch die gestrige, zweite Vorstcüung der beliebten Operette „D"ie Geißba“ ein gut defektes Haus, sodaß sie voraussichtlich für langere Zrit das Repertoire be- herrschen wird. Am nächsten Sonntag Nachmittag geht die romantische Operette ,Die Glocken von CorneviUe' von Planquette in Scene. Hofbaamusikdirekwr Eduard Strauß beginnt morgen, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Aktienbrauerei Friedrichshain mit seiner vollständigen Kapelle aus Wien den bereits mehrfach angekundigten

Cyclus von Konzerten.

In Köln wurde, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Nachmittag“

Mannigfaltiges. Berlin, den 3. Mai 1900.

In Gegenwart Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin und Ihrer Königlichen Hoheit der Gronerzoßin von Baden fand heute Vormittag um 11 Uhr im aals der Sing- Akademiedie 34. Generalversammlung des Vaterländiscbrn Frauen-Vereins statt, welcher auch die Prinzrxfin Elisabék-Z xu Hohenlohe und viele andere bochfteb€nde Personen beiwobnten. Vor dem Erschrinen Ihrer Majrstät wurden die Vorstands- wahlen erledigt und die dem .Bür-gerliéhrn Gessßbch) angevaßtsn meim StaTuten, nach einem kurzen Ryserat des LandrIratbs Msyer, :m- grnommrm. Jbrr Majestät die Kaiérrin u::d Königin datt? a.?rub't, dea SÖaßm-istrr, Banqurxr don Krause, undx dm C5chrtfkfüdreß (Hebeimsn Odsr - Regixrungsraxh vox: RMZ“, tn dankbarer Anerkennung der dem Vrrein grlsisistrn D.Snst: von neurm xu Mitgliedern des Vorstands zu crmnnrn. Aus dsr W351 drr Veriarimiung gingrn ais wiedergrwäÖTt hervor: Frau- Grdrime Kdmm-Zrzienratd von Hansemann, Frau GZHSim-Z KommerzienraTHKHi-nsäycl, FU.! Majsr GUTTHITÖT, Frcikrau drm Ketiolcr. Fran Staats - Ministrr Gräfin von Zrdlixz- DüssÖicr und Herr OÖSTVLTWQLTUUFIJSÜÖWMÜ) ])r. Kühne, fernxc als TTLUZ-Zikäblt ÜL Herzogiwyon Ratibor, Frau Staats- Minister Stadl imd Fruit Staats-Mimjtrr Sch5iisicdt. “rau von Lrvryow batte 81:1? Wzrdrr- wahl queiebnt. - Bei dem rschsinen Ihrer Majestät der Kaiseriri und Konigm stimmte der Domchor den 68.Psalm in der Nich1rx'schen Kompofition'an. Dry Vdrßßmdx, Erbeimxr Regierungsratd Or. Passe!- DreSdrn, widmste dm wahrexid des vxrfloffrnxn Jahres Veri'wrbencn Woite der Erinnerung und gedachxrkurz desim vortgrn HerbstixiHZidel- _béks: abgehaltenen Verbandstagés der Frauenbilfs- und Pflegevereinr. _- Drm alsdann vori dem Geheimen OHer-Nrgierungörath von Roux erstatté'lrn JabreSdericbie war zu entnebmrx, das; im vergangeUEm' Jahre zu den _vordmdenrn 891 Zwrixxrerrinen 55 11:11: binzugrtrkten sind, darunter 14 m Schlrficn, 11 in Schieswig-Holstein, 6 in Ostpreußen imd. jr 5 in Hannooer und Westfalen. “.?-ix :).)éitgiicdérzabi ist um 24282 arxttrgen und beträgt jeyt 196 504; die ordrntlicben Mitglieder- brrtrazr sind um 41559 „;ck gewachsen und badrn im icßten Jaöre die Höhe Von 498 636 .“ erreicht. Schirfién hat allein einen Mitgliedrr- zuwaÖZYon 11000 und eine Steigerung, der Bsiträge um 15 50036 m _VSrzeichnen. Dirse P_cooinj umfaßt z. Z. den vierten Theil ailer katgliedcr desVateriändiichknFrauen-V-erins urid bring? dyn fünftanb-Zil allchéitqliederbeiträgeanf. Dxexirxammtry AuLg-adrn des VaierländisOSn Frauen-Vereina betriigea im [Esten Judt: 2872 546 „44, oder 714427 ckck wehr als im Vorjahre; die Gesammtrinnadmrn aber ubxxstiegen die des Vorjahres ncch vir! erbebiicbkr. Der Kapital- britznd bstrug am Jahressrbluß 5615 841 «FL; rrchr1et man dicrzu dcn Wrrtd drr Grundstücke, Anstaltrn, Matrrialien U., nach Abzug der_daraus stehenden Schulden, mit 4954 514 ckck, fo rrgiebt sich Lin (Geiamnzivermögen von 10 570355 „66, das sind 656136 .“. mehr als tm Vorjahre. Die Grmeindekrankrnrflege da! in erfreulixhrr Weise an?,zedednt wrxdsn können. Die Zahl drr Schwestern ist von 1534 aux 1705 gestiegrn; Von diesen sind 1301 Krankknschwestern. Cms wesentlicher Fördörung erfuhren auch die Brstrédungen des Ver- xins zur Errichtung don Lungenbrilstäßrn und von Kock;- 1chulen Fiir die Linderung drr Usberschwemmungönotd in S:!)iefien imd nach der Schlußabrschnunq 598 648 „zr. aufge- draibt undweraussadt wordsn. Die im Sprsewald eingetretenen Howwaffernotbe Haben die Tdäsigkeir des Berrins zweimal i_ri Anspruch genommrn. Auch bei der Urdrrüutbung dss Kuriscben Puffs. weiche QrTJchaxTU mit ca. 11000 Einwohnern bsimsuchtr, ift drr Verein soso:t_ diitc€ich_ ringrxchritten. Zn Osiprrußrn war der Verrin bestredt, dex der Bekämpfung dsr dort berrscbrnien granulöfeu Airgrrikrankdrtt,mixzuwxrfrn, ind-Jm rr Sedwestern zur *" rriügung strikte. DU .Oauptocrem als wichst baite im 1eran Jadre 99 999 „ckck (Fix:- nabuxen und 1.15 113 „44 AUZ-gaden, sodaß skb der Vermögensstand d;:s Pthvercins um 15114 5-6 vrrringert bat. -- Mit dem Gesang“: eines "*.-prusbes Von Bortniankfy schlof3 di: Vrrsammlung.

Die 29. andrrVLrsammlung des „Deutschen Photo- graphenx-Yekrinsf fi_ndct in, dea Tagen Vom 30. Juli bis 26. Au,;uit in Berlin statt. Die mit dieser Wanderverfammlung

„verbundrnr Ausstellung steh? unter dem Allerhöchste" Protektorat

Jdrer_:1)kajxétät der KaifUin und Königin, den Ehren- vorsih; udcrnadmj drr Ministxr der aristlicbkn :c. Argeiégrnbeitrn Or. SLudt. “Hic AuIitrÜUn-Z fiadrt it:: Känstierdauss, Bsrlin W., Brürvuestr. 3, mtr; fi; wird bis zum "26. August geöffnrt und auch dem Publikiim zuzanglich isin. Aus drr rrichdairigen Fest- und TageSordnung enknrdmrn wir, daß néden den zesrbäétliÖ-Zn Ver- handlungen am Donnerstag, den 2. August, ein Aukslag UÜÖ PotSdam gcplan! „ist., Im Ganxen fi-“id dis jsßt 27 Wett- bewcrbe _und Stiftungen zugsfagt, diS, adgesebrn von den_Medaiilen, einen Betrag von iidrr 53“ Tausend Mark reprafentisren; außerdem sieorn noch als Preise goldrne, siibrrne _sowie brorzzkne Medaillen und Diplome dcs VYLLMZ'MLÖLÜ zur Ays1chreidung._ Weitere Kreise dürfte es interessirrxn, das;, wir immer, 7.9 auch aus diLsEk Ausstellung dcn Aniatrur- Photographen. cm anstdnlichxs Fsid eingeräumt ist. Auch dir modernen Gammcdrucke find Gs.;knftand einer bkjondersn Skiftung gxworden. Zu writerrrAuskunft sind drr Vorfi ende des DcUtschcn Pdotograpden-Verrins, Hz_rr K. S_chwier in Weimar und drr Voriisende des _Ortßausrchuffrs, err Ottomar Anschüs in Yxriin 17. 66, Lstpzigerstraß: 116, bereit.

Jm. _ städtischen Obdach befandrn sich am 1. April d. J. 84 amilien mit 278 Prrsozien, darunter 23 Säuglinge, und 371 Einzel- per cnen._ Am 1. Mar war der Brstand: 98 Familirn mit 359 Pecionen, darunter 32 Sauglinge, und 440 Einzelversonen. Das na-Htiicbe Obdach daielbst _benusten während des Monats April 30678 Personen (29 511 Manner, 1167 Fraurn). Von dissen ' rr- sonen sind uberwiesen wordrn: dem Krankenbause am Friedrichs ain 21 Prrronen, dem Krankenhaus: Moabit 36, der Charité 18, der Grfchlckchtskrankrnstatton 16, der Anstalt Wudlgxrxen 2; 307 Personen (298 Manner, 9 Frauen) wiirden der Polizsi vorgefüdrt,

Die All emeine Elektrizität»Gesellschafj und die Berliner lektrizitäts-Werkr hadrn für die brdorstebende Illumination am 4. und 6. d. M. zum ngcnstand ibrrr Fest- beieucbtunqdas Denkmal Kaiser Wilbelm's des Großer. aus- erteben. Die Genehmizang der zuständig?:i Behörden ift bereitwilligj er- tdeilt worden. Durch eigenartige Anwendung verschiedxnrr Arten elektrischen Lichtxs sollen di? Schönheiten drs Denkmals und !ciner Architektur bxrdorgcbodrn werdrn. Mehr als 10030 Glühlampen faffen dic Linirn der Gesimse, dcs Frisch und der Sock-xl, sowie der Pfeiler und Säulrn cm. U-.sichtdar aaf Lstslxtw Bogcnlamven werden das ILnri-e der Halle in rokßem Licht erstrahlen laffcn. Vom Schxoffe aus werden seids Schrinwerfer ihr Licht auf das Reitrritandbild und die beiden Q::adrigrn werfen, während eine Aniadl is_cinerer Scheinwerfer die Beleuchtang drs figürlichen Schmucks der Halle bcw rien. Der elektrische Strom für diese um- fanzrricbe Beleuchtungdanlage wird an drei verschndenen Stcüen durcb acht eifenbandarmierte Bleibakel den Straßenleitunarn ent- nommen. Der Verbrauch an elektrischer Ener ie beträgt 300 Kilowatt, was ciner Kraftleistixng von 40) Pferde tärken entspricht. Eine Frodebeleuchtung ift sur beute Abend, nach Eintritt drr Dunkeldeit, n Ausficht genommen.

_ 4.2". In der lessen Versammlung des . Deutsckßen Vereins zur Forderung der Luft|chiffabrt' wxrde Mitt TUUUJ davon g:- macht, „das; wahrend der bevorstehenden Kälteperiode, an den Tagen der Heiligen Mamertus, Pankratius und Servatius, 11., 12. und 13. Mai, aux Grund einer durch den internationalen Geographen-

Kongreß gege enen Anregung, neue injernationale, leichxeiti e Ballon- fahrtr'n stattfindxn werden. Das von dem Rückschßag dcr emperatur um diese Zeit fur ganz Nord-Europa gestellte meteorologische Problem