Infanterie des Generals H alt 0 n i_imging die Rechte des Feindes und überschritt den Fluß. Die Diyision des Generals Hami lion verhinderte gestern die Vereinigung zweier Kolonnen der Buren. Die Kavallerie griff die Buren an, welkis)e flohen und Todte sowie Verwundete zurückließen. Die Brigade des Generals Barton war heute nördlich von_Nu1damxm1t ,!th Feinde im Kampfe begriffen und nahm die Stellung des- e en. , , Ferner theilt Lord Roberts mit: Dix Ueberschrertung des etflufses durch den General Hutton sei unter schwerem feindiichen Gescbüß- und GeweereUex erfolgt. Er hege jedoch die Hoffnung, da . die Verluste der Engländer nicht schwer feieti. Während der General Hami lton amFreitag die Vereinigung zwexer Burenkoinmandos dur eine gut auSgefiihrte Bewegung einer AbiheiiunJ_ der HoiFehold-Kavallerie, der 12. Lancers und der Kitchenerjchen ' Reitertruppe verhindert und den Buren schwere Verluste zu- gefügt habe, sei es der Briggde des Generals _Macdonald qelungen, den Feind aus seiner SteÜunZ an; der re, ten [anke unter Deckung dur_ch Marine Lschuße zu verirrt en. ierbei habe sich das Regimrni Bla Watch besondxrs aus- gezeichnet. Der General Hamilton habe am Freitag den kleinen Vetfluß iiberschrctten. Vom Vctflusse wird voin gestrigen Tage gemeldet, dqß zwei Schwadronen von chr Reriereides Generals Hullon m der Nacht vorher die Ei1enbabn bei Saaldeei zerstört hätten. Das „Reuter'sche Bureau“ bcrichtet: Die Division _des Generals Pole Carew kam am Sonnabend mit dem Feind in Berührung, welcher den Ort und das Ufer des Vctflusses beseßi Hielt. Urn 1 Uhr . Nachmxttags eröffnete der Feind das Feuer aus 6 (H.";chußen. Es entspann fick) ein bkfiiges Artilleriegsfechi. Bald. „nach Beginn dcssclbsn fuhr der Feind aaf dcm richtet) britis en . Flugel noch mehr Griebüße auf, denen außer zwai brill] en Feldbatterién vier Schiffsizeschüße und zwei Brlaqeruirgskanoneii _qrgenüberiraten. Zeitweilig brachten die Ebglander zwei Geschüße der Buren zum Schweigem 'absr einzeiiie Schuffe fielen noch" bei Eintritt der Diinkcii)ert. Inzivijchen war der General Hutton abqesandt worden, um den Fluß
auf einer weiter nach Westen gelegenen Furt zu uber-_
schreiten. Diese Zart wurde vom Feinde mit zwei Feid- geschüßen, einrr aximkanone, und einer Haubiß? Mékgtjch verthcidigi, der Feind bcstrici) er::e Zeit [0110 die britische Feuer- linie mit seinem Maximgeschiiß, die britixchen Maximgeichiißr und Haubißrn gingen absr vor und trieben den Feind aus dem Flußbett, bci deffcn Verlassen derselbe in ein furcht- bares qusr qerietk). Später überschritten sämmt- liche Truppsn drs Generals Hutton den “Fluß und bedrohten die rechte Flanke der Buren. Disse müssen etwa zu derselben Zeit die Nachricht von der Beseßung Winburgs durch den General Hamilton erhalten haben. Am Sonntag friih wurdc cniiecki, daß die ganze Burenmacht während der Nacht abgezogen war. Der (Heberai Hutton cr- beutet: eiii Maximgcscbüx. und machte 12 G.;fangcne.
Aus Thabanch1i erfährt dassslbc Vuréau vom 5. d. M.: Die Kolonne des Gsncrals Rundle verfolgte die Buren und erreichte sic. „Tach eincm lebhaften Ariiücriefeucr warm die Buren g:“zwnngen, sick) won der:: Kovjr, welchcs fi? besxxzi hatiin, zurückznziehcn.
Dem „Reuter'scbrn Bursau“ wird 0110 Kapstadt grineldei: Der Zchirur dsr Wasssrweike 00:1 Pretoria Michael babe einem erickiiersiaticr dsr „(Tabs Timcs“ erklärt, die Buren würden in “Pretoria keinen wirklichm Widsrstaiid lcisicn. Sie errichteten Befestigungswsrke und [)äilf1011LébZLLSm1ttcl imd Krirgs- vorrail) in Leydenburg an, mrichrs ais neus Hauptstadt ausersebsn worden sei. Dér Präsident Krügrr wsrde Pretoria iiicht vcrlaffrn. Es werde 0011 den Brbördcn alles Mögliche gethan, um eine Bcsckxéidigimii der Minyn zu vcr- hindern. An Nahrungsmitteln sei kriir Mcmgel. „,......
Aris Kapstadt bsrichiet das „Reuicr'sche Bureau“, die „Soutbafrican News“, das Organ dcs Afrikanderbonbs, ihrilten mit: Auf eincn Polizeibeamten, wclchcr die Güter des Ministers Schreiner bcwachte, seigcfcucrt word.:n; derselbe sci mitknapper Noli) dem Tode entronncn. Di:: Zcitung füge binzn, daß der Polizeibcamtc circ 'iqarre geiaucht habe, und schlicßc daraus, daß die Kiigrl für Schreiner bsstimmt grwcsen sei, der ein lcidcnscbafilicber Zigarrenraucbcr sei. Die Zeitungen der Afrikanderbonds wieirxi darauf hin, daß cs sich hier um ein antibolländischcs Komplott gehandclt Habe.
Von dem Gouverneur der Goldküste sind, wie „W. T. B.“ bcrichtct, vom 27. und 30. April und vom 6. Mai datierte Tilcgramme aus Klimassi in London 2111- gegangen, aus 0211011 i)crvorarhe, da;; die Lage sehr ernst sei. Die Zahl_der die Stadt einschließkndcn Aschantis werde auf 10000 gc1chäßt. Dis Haussaiirbppcn, Mich il)r Lagcr vor drr Stadt gehabt bättcn, seien geZWUngen gewesen, dicsss aufzu- qxben und sick) um das Fort zu sammrln, deffcn Bcsasung 308 Mann betrage, darunter 18 EUropäer. Die Aufständischen hätten zwci heilige Angriffe unternommen, der Kampf babe jedesmal 3 bis 4 Stunden gewährt. Die mit den Engländern vxrbündetcn Eingeboreiien hätten ausZczrickan Beistand ge- leisici. Von den britischen Truppsn scii'n 2 Offiziirc ver- wundet, 4 Haussas gc'tödtet und 10 verwundet wordsn, auch die eingeborenen Hilfstruppen hätten einigc Vrrluste gehabt. Die emgcborcrie Gendarmerie aus Lagos 161 am 29. April Abends nach_zwe1tägigrn blutigen Kämpfen in Kumassi eingetroffen. JU dissen Kämpfen seien 5 Offiziere verwundrt, 3 Mann ge- 100191 und 156 verwundet worden. Diese Verluste seien meistens bei der Eroberung einer starken Stellung siidiich von" Kumassi xrfolqt, Welche von 8000 Aufständischen vertbeidigt * Jewesrn sei. *Die leßtc Depesche briage, daß die Aufständischen
:ck ,in nur ganz kurzir Entfermmg von der Siadi kon: zentricrten.
Statistik und Volkswirthschaft.
Brände: in Prkufzen1898.
(SM. Korr.) _Das Königliche Statistisché! Bitrkau bat 41368 zur Bcicbreibun; von Bränden im Kalenderjahre 1898 dienende Zabikatten ewvfargep, mehr als jo: zuvor. Hicraixs brauch! man chc'r mch! zu folgern, daß die Fruersge-fabr gestiegen sei; 1391111 k-te Mildunßrn 0251443311 „besoniers bmfi-btlicb kleiner Mobiliar- btaude zu. Dorpezt'anaeiertigxévon zwei Amtsiteilen übir denselben Brand) waren 136 Yrankzab karten und 655 zur rgänzxnden Bescbre-ibung von Gékosien mit einer größeren Zabl beschädigter Webaude nothwendig armbrd-Zn (in den iiirgirrungsbezitkrn Erfurt 77, Poskn 72, Potbdam 53, Bromberg und Oppeln je 44, Merseburg 40, Frankfurt urid Stettin j.? 28 n. s. w.). Ueber unjchädlicb ver. .laufene SÖornstcinbrandc béricbten 324 Zäbikatten (in den Brzirken
Schleswi 68, Berlin 66, Düsseldorf 46, Danzig 33, 11qu 30 re.), über sonßige Brände mit weniger als “einer Mar Schaden 609 Zu iBeYn 240, Düsseldorf 46, Breslau und Schle9wig je 43, au, 2e- „ ' . **:-" ;.
onach bleiben 39 644 durch 36 918 Schadenbrändß betroffene Befiviingen zu verzeichnen argen 38 919 bezw. 36 186 im Jahre 1897; das ergiebt eine mäßiae Zunahme um 1,9 und 2,0 vom Hundert. Da äber jekt nur 2726 gegen vorher 2733 Besißungen oder auf
, 1000 Brände 74 gegen 76 durch ein nicht_ innerhalb der bestbädigten
West 11 aus ebrocbenes Feuer beschädigt worden sind, darf man, wie schon,3 ? das * orjahr, annehmen, daß die noch nicht festgesteutenVer- luste von 1898 eine geringere Höhe als die von 1897 erreichen werden. In den einzelnen Regierungsbezirken betrua die Anzahl der Schaden- brände und der von ihnen beimgesucbten Besißungen, wie folgt:
Regiérunngezirk Brände Besi . Regieriingsbezirk Brände Besi? Königsberg . 1 674 1 77 Schleswig . 17502 1754
bi nen. . . 458 500 annooer. . Jxxign. . . . 765 829 ildesbeim . 408 503
arienwerder . . 757 797 üneburg. . . . 357 402 Yadt Berlin . . 8801 8844 Stade . . . . . 213 230 Potbdam . . . . 2352 2496 OLnabrück . . . 198 212 Frankfurt. . . . 839 967 . Aurich . . . . . 106 115 Stettin . . . . 558 644 ; Münster. . . . 427 462 Köslin. . . . . 237 369 - Minden . . . . 337 350 Stralsund . . . 140 144 € Arnsberg . . . . 895 918
0er . . . . . 978 1136 : Cassel . . . . . 694 1199 Bromberg . . . 783 849 ; Wiesbaden . . . 736 789 Breslau , . . . 1663 1699 , Koblenz . . . . 344 466 Lieguiß . . . . 830 899 Düsseldorf . . .2825 2892 Oppeln . . . „1107 1264 Köln . . . . „1873 1921
Magdeburg . . . 907 973 Trier . . . . . 375 448.
Merseburg . . . 738 805 , Aachen . . . . 746 850 Erfurt . . . . 250 333 _ Sigmaringen . . 37 41.
Zur Arbeiterbewegung.
Von den aussesperrten Leipziger Holzarbeitern baben,_der .ij. Ztg.“ zufolge, 53 Gehilfen in 3 Betrieben die Arbeit_wieiec aufgenommen. Die Gesammtzabl der noa) Außgesperrten betragt 170 (vergl. Nr. 106 d. Vl ). _
Ein Ende April begonnener Ausstand der Backeraesellen Hamburgs wurde nach theilweiser Brwilligimg der den Arbeitgebkrn unterbreiteten Forderungen und Erfolgtsr Vermittelung das Gewerbe- aerichts, wie der „Voiks-Ztg.' berichtet wird, am 2. d. M. für beendet erklärt. Ueber diejenigen Betrieb?, welche die Forderungen der Geseüsn abgelehnt „ baben, ist die Sperre verhängt worden. - Nack) einer Msldung des „W. _T. B.“ vom 5. d. M., haben in Hamburg die Koblenarbette_r der „,Hamburg - Amerika- Linie“ die Arbeit niedergelegt; sie fordern die Entlassung zweier Aufseher, welchem Vrrlangen die Gesellicbaft nicht nachkommen will. Der Betrieb ist nicht gxstbrt. Das Ueber- ladcn der Kobler; wird mit Léicbiern ausgeführt.
Theater und Myfik.
Berliner Theater. _
Am ver.;angenen Sonnabend fand eine Wiederauf'übrizng der offe „Berlin bei Nacht' ron Kalisch. welche in dxm früheren önigstädtiscbsn Theater am Alexanderplatz im Jahre 1849 zum ersten
Mal geaebsn wurke, in zeit,:rmäß umgearbeitrter Form statt. Die ganze Vorsteliiing trug gewissermaßen den Charakter ein-r dim An- denken des belisbien Berliner Poffendicbters gewirmkten Feier. Sie bildete absr auf) den ansranensweriben Versuch, die alte naiv-derbe
_und doch so barmlose und de5-ntx Posse wieder aufleben zu laffkn,
und der von Frau Schneidrr-Mffcn geiungenr, eingrlkgte Kuvietvers: .Wenn wir Todien erwachrn“ vointierie diese Abficbt deutlich grun; Obwvbl manchsriei Anspielungen auf politische und sozial? Verhältnisse der vergangenen Zsit gestrichen wvrdxn sind, soweit dieselben keut-* nicht mebr verständlich gewrjen wären, so biste! das Siück iwmkr noch genug des Cbarakterisiifiben aus jenen Tagen. Gerade aber dies vsrleibt in seiner bumbrbollen Ursprünglich- keit und brluftigenden alträterisckßen Derbbsit der Poffe den eigen- artigsn Rsiz, welcbrr ihr zu dem durchich1agkndcn Ersolg, den fie vorgestxrn erzieit bai, derbilfi. Inhaltlich ste_bt sie freilich hinter manchen modernen Posen zurück. absc wxs dirxe an Pikant-xrir und prunkbafier Ausstaitunz bieten, das wird biér durch reiche ninfikaliicbr Brigabrn €k31ilk, die, wie fribiivrriiändlicb. als [uiiigc schlagfxzrtige Kuplets eingxstreut sind und, weil so garnicht herausfordernd 0081! aufdringlich, um ,so iympaibixcber berühren. Die Ausstattung ist jsnen einfacberen Zeiten Liitspr€ch€nd gebaltkn, paßt so 551119 in den R.:bmcn des Ganzkn binein, daß auch bier das Fehlen der neurren Glanzxffekte keineswrgs vermißt wird. Dazu kamen noch i*ci dcr vorgestrigen Anifübrung eine einwandfreie Jnscenisruna, gutes Zusammenspiel und vorireffliÖ-xEinwldarsiellungen. Bezügiiib le terer vrrdierit Frau Schnéider -Niff?n vom Deutschen Thratcr, wel € als Gast die Rol]: der muntersn, zu alien übsrmüibigrn Streichsn auf- gelegten KeÜneriii Pauline spielte, ganz besonders hervorgehoben zu werdrn. Jbre Tarstsllung war so graziös, ibr Gesang so wwblklingend und frisch, die ganze Gästaltung dieser tvbiscben Figur 10 natürlick) liebens- würd't; und droiiig, daß a9g6mxinrr Beifall idr wit vollem Recht zu tbeil Wurde. Jbrs baiwtf äch1ichen Partner, die Herrin Webriin imd WÜDEU. als die bsidrn jun.;rn Lebrmänner Alcibiadrs und Heinrich, diren Herz zwar groß, drren Eeidbzatä aber klein ist, brachten diese Roileri gicichf0113 z11_ giiter Wirkung. Ebenso bérköiveit-r Herr Schindler den sie? barsolgcndrn Gläubiger in aelungrner Weise, “und Herr Haßkerl schf in der Rolle des «uten Onkels aus der Provinz Dietrich Fiicbcr, i_r81cb-xr dcm_ Verfolger die jungen Leute, nachdem er aUerlei Fäbrnin: des Grosstadtlcbens überstanden bat. entreißt, glrichialls eine rech chaiakt€riiiisch2 Figur. Dassélbe läßt sikb von Herrn Rohland als Milchbänkler Prösicke sagen. Eine trefflicbe Lersiung war endlich auch dirjcnige der von Fräulein Wexck dargesteuren Ziwmzrvermieiberin Pübsicke. Anhaltender Beifall lohnte diksen von Paul Lindan erfolgreich un_ternommencn WiéderbeiebUii§SDersuch der alten Poffs nach jerem Aktxchluß und anch bei offener “Scene.
*.*-».“
Jm Könialicben Oprrnbarise Neben morgen LeoxicaVallo's Over .Bajazzi' und das Ballet .Die rotben Schubs" in Scene. - Am Mijtwoib wird Lorßing's Oper „Zar und Zimmermann“ gegebxn. Die zu diesem Tag angesetzt gewesene Aufführung der Oper „Die weißr Dame“ wird veijcboben. - Na-"b der Fest-Vorfiiiiung am Sonnabend hatten die DAMM Herzog, Hiedler imd Poppe die Eb» ron Seiner Majestät dem Kaiser und König Franz Joseph und von Seiner Majestär dem Kaifé'r und König empfangm zu werden. Seine Majestät 081." Kaiser Franz Joseph richtete buldvolie Write der Anerkennung an Frau Hérwg für ihre Eesanßßleisinng und gab dm Damen Hiedicr und PovVe Jgenüber Allerböckzstjcinxr Freude Ausdruck, in beiden als geborenen
esterreicb-Ungarir-nen berborragendc Vertreterinnen der Königlichen Tbeate_c kennen zu lernen. Bxide Künstlerinnen erhielten kostbare Armbander zum Andenken. «xine Majestät der Kaiser und König sernannte; Frau Emilie Herzog zur Königlichen Kammer- anger n.
Jm Königlichen Schausvielbause wird morgen Otto von der Pfordten's dramatisches Gedicht .Der König von Rom" mit Fräulein Poppe in der Titelrolle gegeben. - Am Mittwoch(SchiUer's Todestag) geht .Die Jungfrau bon Orleans“ in Scene.
Der Erfolg der Poffe „Berlin bei Nacht" hat die Direktion des Berliner Theaters veranlaßt, dieselbe für diese Woche täglich auf den Spielplan m schen, mit Anonabme des Donnerstags, an wklckchn Tage Björnsoixs Schauspiel .Uebc'r unsere Kraft“ zur Dar- ge ana .
Im Schiller-Tbeater schließt die S auspiel-Saison für diesen Sommer bereits am 13. Juni. Ende Mai oÜcn noch Giacosa's
Seba viel , teudlose Liebe“ und Molibre's Lustspiel ,Die ale der Fursauen' Tn er Ueberseßung von Martin Hahn zur AuffüYu kommen. Bis da“ in werden alle die Stücke wiederholt, die im Lau ': der diesjährigen Saison besonders interessiert haben.
Maunigfaltiges. ““k"“ Berlin, den 7. Mai 1900.
- Der Magistrat beschloß in seiner am Sonnabend abgehaltenen Si ung, zu. der Erri tung des gemeinsamen Musiker-Denkmals" für ydu, Mozart und eetboven, das bekanntlich am Go1dfischteich im TbierHarten seinen Play erhalten soll, die Summe von 10 000 .“ aus städt schen Mitteln zu bewilligen. _ "
Bei dem gestrigen Festscbießen, we1ches die Berliner Schüßengilde aus Anlaß der Großjäbrigkeiwerklärung Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dkS Kronprinzen im Schlosse Schönbol- veranstaltet batte, errangen die drei werth- voilen Erinnerungömedaiüen die Fetten R. Machineck, F. Ehrlich und M. Stutterbeim. Nach Schiu des Schießens hielt der Vorsteher der Gilde, Bankratb P. Wolf eine Festrede.
Der Verein „Hauspfleae' hielt am 3. d. M. unter dem Vorsiß „der Frau Ober-Bürgermeifter Kirschner im Saal: der Deutschen Bank seine GeneralVersammlung ab. Dem von Frau Gebeimratb Gufferow ersiajtejen Veri t zufolge hat der Vrrein im !eyteu Jahre, dank den ihm gemachten re chen Zuwendungen, 102 neue Stadtbezirke in den Bereich seiner Thätigkeit aufnehmen können. Im abgelaufeiien Jahre wurde di? Pflege des Vereins im Ganzen 1660 Familien mit 13 241 Pfiegeiagen zu tbeil. In 839 Fällen war die Vitanlaffung_Wocher.- brit, in 751 Krankheit, in 70 Fällen Abmsenbeit der Hausfrau. 138 der amiiien batten 6 und mehr Kinder, 161 deren 5, 248 drren 4. n 593 Fäuen war der Ehemann Arbeiter. Bei 74 Ja- milien betrug das wöchentliche Einkommen weniger als 10 .“, bei 230 Familien 11 bis 15 .“, bei 624 Familien 16 bis 20 .“ Auch den amiiixn von 117 Wiitwen Uid 37 Ebe- verlaffenxn _wurde Hii ? gebrachi. In 641 Familien mußte drr Verein auch das Kostaeld für die Pflegefrau zahlen. Insgesammt sind für die Pfisge 14707 .“ ausgegeben worden. Durck) den Wäschefonds ist in vielen Fällen dir Pflege untrrsiüßt und erleichtrrt worden. Den GesammtauSgaben in Höhe von 15 754 .“ standen 22 719 .“ Einnahmen aegcnüber. An jährlichen Beiträgen gingen 4531 .“ ein, die Stadt Berlin gewährte 3000 .“, die Besichtigung von Ateliers und Kmsisammlungen brachte einen Reinertrag von 6772 .“ Auch zahlreiche einmalige Beiträge wurdkn «spendet. Die Zahl der Fäüe, in 0611611 Familien, deren Verhältniss es gestatteien, Zahlungen für die Pflege leisteien, hat sich Vermehrt; im [eßten Jabie betrugen diese Zuzahlungen 1060 „“
DiE Oberammergauer Passionssviele, welch.- bekanntlich, nur 011€ 10 Jabra stattfindeii, beginnen in diesem Jahre am Himmel- fahrtsrage uno werdcn wirder viele Tausende von Besuchern nach dem sonst so still-Zn Gebirgbdörfcben führen. Wie bei den friiheren Auf- führungen, so werden auch diebmal photographische Auf- nahmen sowohl von den einieinen Darstellern als auch von dkn s(bÖlist-M Gruppxn der Leiden20€schichie Veröffenrlicbi werden. Aus drm Weitbewerb um das aUeir-igs: Rorbt ziir erstellung und Vervielfäitigung dieisr offiziSUe'n Aufnahmen in die Firma Lro Schwcyer in Stixtigart ur-d Oberammergau sirgreicb als „alleiniger gemeindlicb konzeifionisrtrr Oberammerguuer Kunstbrrlag für Paisionbbilder vom Jabre 1900" hervorgegangen. Den Generaldebif für den Verkauf dieser Bilder sowie eine: Serie von 12 Absichts- postkarten bat Hört Scbwcyxr der Deutschen VerlaaszAnsialt in S tuttgari übertragen. Die einzigen offiziellen, in dickem Jahre auigevommenen Bilder und die Serie der 12 oifizieUen Ansichts- pbftkarien, welche lrßiere mit eingedruckten Wettbzeicben ein viel begehrtes Objekt für Sammler _werden dürften, sind leicht daran kenntlich, daß sie die Firma Leo Schirrykr ::. tragcr.
Zum Beginn der Reisezeit ließ der Harzklub auch in _disiem Jahre seine woblbckannte outenkarte der _wichtigsten Wege, Eisenbahn- und Pofilinien im Har; erjcbcinen. Die neueste AuSaaba (12. Jahrgang) zeigt wesentliche Aenderungen gegen- über dsn früheren. (Gebliebxn ist zwar die sebr praktixcbr Kilometer- tabeüe, mit den Hilfe jkder aucb dcs Kartenlefens 00:1) 70 Urikundige sofort die 96110218 Entfrrimng bon einem Ort zum andern ablesen kann; aber wo bisher nur eine gerade Linie das Vorhandensein eines Weges anzeisie, sieht man jetzt die wirkliche GestaLt des Weges. Dieses Prinzip bat obne Bceinirächiiqung ker Deutlichkeit nur durch- geführt werden 1131111511 durcb planmäßige Aufnahme alier wicbtizen Wess und Weglaffung der vielen, für den Touristen nicht in Bciracht kommenden Proménadenwcge. Alle Namen sind nach einbeijliibem Schriitduktus geschriebkn, die roiben und schwarien ngélinien klar und deutlich einßezricbnet. In einer Ecke der Karte findet man ferner eine neu beigsgebene Karte von Thale urid Umaegi-nd (im Maßstab 1:30000), die vielen Wanderern wiükommen sein dürfte. Die Rückseite enthält die (““Sommer-Fahrpläne aller in den Harz binein- iübrendsn Eisi'nbabnliiiien und ein: Zusammensieüung der Post- und, PostomnibuZ_-Fabrzriieri. - Die Karte ist ron drm ersten Schrift- führer des Harzklixbs, Buchhändler H. C. Huch in Quediinburg, zum Preise von 25 „3 erhältlich.
Wittenberge, 5. Mai. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Grsic'rn Abend kurz nach 10 Ubr ist bier dcr Schnellzir-„i 11 Hamburg-Beriin bei der Einfahrt mit einer leeren Maichine zus ammen geixoßen. Der Führer der letzteren wurde erheblich und mehrere aridere Beamte wurden leicht verletzt. Der Betrieb ist nicht unterbrochen. '
Au im Rbeir-ibal, 6. Mai. (W. T. V) Der Rhein, weicher infolge dcs Scbmslzens des Schneis angeickywoücn ist, hat in der Nacht zum Sonntaa die Dämme durchbrochen und fixb eiiien Weg in das mit großen Kosten angelegte neue Beit gebabnt.
___-.___.
Paris, 7. Mai. (W, T. B.) Auf der Westbahn ereignete sich gestern Abend zwischen SSvres und Cbaville, wo zur Hikk- stclluna eines Dopprlgleises umfangreiche Arbeiten ausgeführt werden, ein Unglücksfall. Der von Paris nach Brest bestimmte Expreß- zug, weicher um 84 Uhr 5001 Bahnhof Montparna e abgegangen und mit Reiienden, namentlich nach Brest zurückke renden Sec- 1euten und Solkaien richt besetzt war, entgleiste infolge ciner durch Regen verursachten Bodenjenkung, und der nachfolgende Posizug fuhr auf ihn auf. Mehrere Wagen wurden zer- jrümmert. Zwei Personen wurden getöbtet und zwölf verleßt, davon fünf schwer. Die Verwundrten wurden nach VersaiUc-s über,;efübrt; das Gleiir War die ganze Nacht hindurch gesperrt.
St. Petersburg, K_Mai. (W. T. B.) In Tschelny (Gouverr-ement Ufa) brannte ein G'etreidespeicber mit Getreide im Werthe Von 150 000 Rubeln nieder.
Kopenhagen, 5. Mai. (W. T. B.) Von Seydifjord in Island wird Vom 25. April gemeldet: Der Trawler „Friedrich“ 0110 Geestemünde ist in der Nacht rom 27. zum 28. März bei Medalland an der Südostküste Jxlanks gestrandet. Die Be- “ saßung wurde gerettet. _
zu... DéutschenReichs-A
Ziveite Beilage
Berlin, Montag, den 7. Mai
nzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
' 1900.
„U 109.
Handel und Gewerbe.
(Aus den im Reichbamt des Innern zusammengestellien ,Nachrich1en für Hande! und Indikstrie'.)
Ergebnisse der Olivenölgewinnung in Italien in den Jahren 1896/97 bis 1899/1900.
Bezirke : 1896/97 1897/98 1898/99 1899/1900
in Hekiolitern : Lombardei . . . 3 180 4 400 4 600 2 500 . 4 500 3 700 4 400 5 000 28 490 57 000 128 000 38 000 5 560 3 500 5 400 1 200 74 690 116 000 185 000 68 300 92 030 345 000 88 000 41 400 125 000 56 000 637 000 910 000 260 000
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Marken und Umbrien 1 Toskana . . , . . . 132230 Latium ....... 29 510 Adriatiscbe Südregion 816 760 Miitelläyd. „ . 311510 509000 339000 242 500 Sizilien . ..... 381690 302000 400000 130500 Sardinien „ . . . 23 880 34 000 53600 28 000
zusammen . . 1912000 1800000 2500 000 920 000
Der Werth der Olivenernte bexifferie fiel; im Jahre 1899/1900 auf 99.3 Millionen Lire, im Jahre, 1898/99 auf 270 Millionen Lire. im Jahre 1897/98 auf 194,4 Millionen Lire und im Jahre 1896/97 auf 206,8 MiUionen Lire, wobei der Werth des Doppel-Zentners Olivenöl zu 108 Lire angsnommen isi.
Die Olivenölerzeugung Italiens tm Aararjabre 1899/1900 hat nach Mittheilung des italienischen Ackerbau-Mmisiers ungefähr 920 000 111 ergeben. Die Produktion isdeine sebr spärliibe gewesen. In vielen Gegenden ist durch die Wiederkehr des Febljabres die Blütbe mangslbaft gewesen und die Entwickelung der Früchte durch die lange andauernde Trockenheit aiifgebaltsn worden. Die Oelfliege ist in allen Olivenpflanzungen des Königreichs sehr stark aufgetreten und hat großen Schaden angerichtet, (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Generai-Konsuls in Genua.)
Kakaobandel in Amsterdam und Kakaofabrikation in den Niederlanden im Jahre 1899.
Für Iavakakao ist Amstsrdam, welchks sonst kein bsdcutender Kakaomarkt ist, der Hauptmarkt. Im Jahre 1899 _wurden von der 15 247 Pikuls (1 Piful : 1 RZ) betragenden Gejammtetnte dieser Insel 13752 Pikuls nacb msierdam geführt und in regelmäßigen Verstei erungen, gewöhnliib in den Monaten Januar, März, April, Juni, uli, September, Oktobsr und Dezember, öffentlich berkarift.
Von den übrigen 1495 Pikuls dec Jxva-Ernte gingen 1485 Pikuls nacb Singapore und 10 Pikuis ariderswobin.
Von der Surinam-Ernte tm Gesammterttaae von reichlich 32 000 Ballen wurden nur wenize', nämlich 1227 23011611, nach Amsterdam versckoiffrund dort meistens auf dem Weg? der öffentlichn Versteigerung verkauit. Das Urbrige soll zum großen Theil in den Vereinigten Staaten bon Amerika Verwendung finden.
Von Celebes kamen ungsiäbr 150 Ballen, die untcr der Hand verkauft wurden.
Es bestehen in den Niederlanderx ungefähr 30 größere und kleinere Kakaofabriken; denen man einen jahrlichen Gesammtverbrauch von ungefähr 13 000 t“. Robkakav nachrechnet. '
Diese werden theils unmittelbar Von den VIrsÖlffMgSVläßkn der Erzeugungsländer, theils von und über Hamburg, London, Havre, Lissabon gekauft und bczogen. ,
Als nicht unbedeutendér Handelsartikel bat fich m den letzten Jahren das bsi der Erzeugung von entöltem Kakaopulver gewonnene bezw. den Kakaobohnen entzogene Fett,_die Kakaobutter, entwickxlt. Jm Jabra 1899 brachte beispielswciie die bekannte Van Houten'iche Fabrik aiLein 855 Tonneii zurn Verkauf. (Nach einem Berickßt des Kaiserlickoen General-Konjuls m Amiierdam.)
Wein- und Pflaumenérnte Rumäniens im Jabre1899.
Nach den Veröffentliäoungen dss rumäniscben Ministeriums für Acksrbau, Industrie, Handel und Domäben _1ind im Jahre 1899 148046 118 mit Neben und 69 972 118 mit Pßaumen bepflanzt worden, welche 2060817111Wein im Wertbe von 28785 660 Lei und 2067 731 111 Pflaumrn im Werthe von 12118061 Lei ergaben. Jm Vorjahre waren 139 220 118. mit Wein berflanzt, welch 517 230 111 im Werthe von 18756600 Lei ergaben. Der Anbau von Pflaumen umfaßte im Jahre 1898 56170 110. und lieferts ein Er- gebnis; von 929 320 111 im Weribe bon 61766002ei. Das Erträgniß an Wein für den Hektar unterlag im Jahre 1899 in den vekschiebenen Bezirken großen Schwankungen; 1,4 bis 36,9. Die Schwankungen in den Erträgniffen an Pflaumen für den Hektar waren noch bedeutend erheblicher; sie betrugen 0,02 bis 320." „ ,
(Nach einem Bericht des Kaijerlicben Konsuls m Galas.)
Vereinigte Staaten bon Amerika.
Zolltarifentscbeidungen. Absibnixte von Dampf- kexselplatten von bsstimmien Mzßen, die emen böberxn „Werth ba en als Stablabfall und Ausschußitabl und nicht_ausfch1ies;lic_h zur Wiehlelrveracbeitung bestimmt sind," sind 11.16; §130 des Tarifs zu ver 0 en.
zFässrr und Kisten mit Apfelsinen können“ geöffnet und wieder verpackt werden, nachdem die schlechten Apfelsineg gemäß Abschnitt 23 des Geseßes vom 10. Juni 1890 unter Zollaufsicht ent- fernt worden sind, doch ist es nicht gestattet, dur_ch probeweise Ermittelungen den Abgang an scbadefien Apfelsineu festzustrlien.
Stablspäne als Ersaß für Sandvapier zum Abreibea von Parquetfußbödea sind nach § 135 zu verzollen.
Britiscb-Ostindien.
Zollbebandlun von Maschinen für Papierfabriken- Wie Bekandtbeile von ascbinen folien behandelt werden Drabigaze und Filz: (sowohl wollene, als baumrvollene), welche in endlosen Stücken durch die Besißer oder Agenten von Papirrfabriken ziim Ge- brauch in den Papiermühlen eingeführt werden. Diese Artikel find
_ demnach künftig zollfrei.
Ursprungszeugnisse. Indische Erzeugnisse ,und Fabrikate, welche zur See Von fremden indischen Häfen nach Vritisch-anren ein- geführt werden, brauchen von einem Ursprungbzeugniß_nicht begleitet zu sein, wenn sie den Namen eines britiscb-indisibrn Handlers rragxn. Die Regierung von Indien wird keinen Einsprueh erheben, wenn eine ähnliche AUSnabme verfügt wird z_u Gunsten von Gütern auf Afrika und Persien, wie für Elephantenzabne, frische und trockene Mgndein uj- &:thlean die Regierung von Bombay diese Maßregel fur ge- e an .
Konkurse im Auslande.
Galizien.
Konkurs ifi eröffnet über Nachlaßmaffe dcs Abraham Iachtmowicz m Rzesww mittels Bejcbluffes des K. K. Kreis- gericbts, Abtheilung 7, in chszsw vom 27. April 1900 - R0. 02. 8. 2/00. Provisorische: KonkurSmaffevecwalter: Dr. Wilhelm Kachane und deffen SteUbertrrter Advokat Dr. Noah Binder in Rzeszöw. Wabltagfabrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkurbmaffevrr- walters) 10. Mai 1900. Die Forderungen sind bis zum 31. Mai 1900 bei dem geriannien (Gerichte anzumeldep. Liquidierungstagfabrt FERM zur Feststellung drr Ansprüche) 7. Juni 1900, Vormittags
r.
Zwangsversteigerungen.
Beim Königlichen Amtsgericht [ BerLin gelangten die nachbeieicbneten Grundstücke zur Versteigerung: Zorndorferstraße 55, den; Maurermeister Fr. Kaßurke gehörig. NußungSwerib 11000 .“ Eriieber wurde mit demSBaaxgebot von 51000 ..“, bsi 148500 .“ vaotbekenübernabmr, Schlonermeister K. 21. Hoffmann, Brunnen- straße 16. - Friedrichstraße 207, dem Baron G. von Eickstedt zu Pasewalk gehörig. Nutzungswertb 45 000 .“ Mit dem Meistgebot 5011 1100000 .“ wurde Kaufmann M. Heimann, Schleswiger Ufer 4, Ersteher.
Beim Königlichen Amthericbt ][ Bsrlin wurden die nachbcnanizten Grundstücke versteigert: KieZerweg 8 in Lichtenberg, dem Schrtftft€11€r E. E. Gedalius zu 5 erlin Zebörig. Nußungs- wertb' 792 «“ Ersteher wurde mit dem Mristgebot von 6310 .“ Spediteur H. Nagel zu Friedrickpsberg. - An der Straße 11. Nr. 2 zu er_m§dor_f, dem GefängniJ-Jnspektor Ernst Gussebmann xu erlin geborig. Nußungswertb 1150 .“ Mit dem Meistgebot von 23500 .“ wurde Kaurmann August Prpiersch xu Bérlin, Melanchthonfiraße 24, Ersteher. - Vier Grundiiücke zu Rcinickrn- dorf, dem Nrntter Paul Kreuzer zu erltn gehörig. NußungSwextb 5980 “ Mit dem Gesammt-„cbot von 128 000 .“ wurde Kgusmanri Max Süß zu Berlin, Winterfeldstr. 12, Ersteher. - Florastr. 58 in Pankow, drr Frau Marik. Grorgi ebenda ge- borig._ Nußungswertb 3400 .“ Crsteber wurde mit drm in Höhe von 70 000.“ baar zu zahlenden MeisigebotKauimann Wilh. Ravsnc; zii Dt-WilmerSdorf, Kaiser-Allee 132. - Frankfurtrr 2111128 198 zu Lichtsnberg, der Frau Maurermeisi-sr Jenni) Friedrichs, geb. ergericb, gehörig. NuanSwertb 9460 .“ Mit dem Meistgebot bon 311500 .“ wurde 5 alrrmeister Emil Jungmann, in demselben Hause wohnhaft, Ersteher.
Tägliche Wagengeßciiung für KOHL!!! urid Koks an der Rub: und in Oberschlesien. Aa_der Nuhr sind am 5. d. M. gefteüt 15 882, nicht r2cht- zeitig aeitellr keine Wagen. In Oberschlesien find am 5. d. M. 938511 5942, niÖi re-bi- zeiiig gestellt keine Wagen.
N a ck w e i s u n 9 über verlangte und gestellte Wagen für die in den Eisen-
babn-Direktionsbezirken Ma deburg. Halle und Erfurt belegenen Koßlengruben.
Am 17. April 1900 wurden verlangt 2946, gesteilt 2941 Wagén zu 10 :, am 18. April verlangt 3128, gestellt 3128, am 19. April verlangt 3227, gestellt 3219, crm 20. Avril Verlangt 3307, gesieth 3268, am 21. Avril verlangt 3472, gefieiii 3461, am 22. April verlangt 46, gesirüt 46, am 23. Avril Verlangt 3388, gestellt 3369, am 24. Avril verlangt 3292, ;;esth 3272, am 25. April verlangt 3319, gssteüt 3319, am 26. April Verlang: 3263, gestellt 3263, am 27. April verlangt 3290, geit€kit 3290, am 28. April Verlang13466, gesieili 3466, am 29. April verlangt 58, gestellt 58, am 30. April 861107131 3361, «3211201 3356; im (Ganzen wurden Vom 16. bis 30. April d. J. verlangt 39 563, gcsicllt 39 456 Wagen zu 10 :.
Produktenbörse. Berlin, den 7. Mai.
Die amtlich ermittelten Preise waren (v. 1000 kg) cn Mark: Weizen (Normalgewicht 755 J) 152,25-152 Abnahme im laufenden Monat, do. 155,50-155 Abnahme im Juli, do. 158,50-157,50 Abnahme im September mit 2 .“ Mehr- oder Minderwertb. Tendenz: niedriger. _
Roggen, Märkischer 149 ab Bahn und irxi Müblk, Normal- gewicht 712Z151,75-150,75 Abnahme im laufenden Monat, do. 149-148,25 Abnahme im Juli, do. 147-146 Abnahme im Sep- tembrr mit 1,50 .“ Mcbr- oder Minderwcrib. Gewichen,
Hafer pommerscher feiner 144-153, mittel 138-143, mecklen- burg. feiner 144-153, mittel 138-143. wefwreuß. mittel 137-142, schlesischer mittel 137-142 ab Babu, Normalgewicht 450 g 136 bis 135,75 Abnahme im laufenden Monat, do. 135,75-135,50 Ab- nabme im Juli, do. 130,50 Abnahme im Skptember mit 2 .“ M:br- oder Minderwertb. Niedriger. _
Mais Amerik. Mixed 122-124 frei Wagan. Matter.
Weizenmehl (p. 100 kJ) Nr. 00 19,25-21,60. Still.
Roggenmehl (b. 100 kJ) Nr. 0 u. 1 19,40-20.80 Abnahme im laufenden Monat, 19,50 Abnahme im September. Still.
Rüböl (p. 100 kJ) 56,70 Abnahme im laufenden Monat, 5660-5680 Abnahme im Oktober. Ruhig. _
Spiritus mit 70 «“ VerbrauchSabgabe obne Faß 49,70 frei
Haus.
Berlin, 5. Mai. Marktpreise nacb Crmiitelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. (Höchste; und niedrigste Preise.) Per Doppei-Ztr. für: Weizen, gute Sorie 10,15 .“; -,--“ - Weizen, Mittel-Sorie -,- .“; -,- .“ - Weizen, geringe Sorte -,- .“; -,- .“ - 'Roggen, gute Sorte 14,80 .“; -,- .“ - Roggsn, Mittel-Sorte -,- .“; -,- .“ - Roggen. geringe Sorte --,- .“; -,- .“ - "Futteraerste, gute Sorte 14,60 .“;_ 14,00 .“ -Futtergerste, Mittel-Sorte 13,90 .“; 13,40 .“ - Faitergerite, geringe Sorte 13,30 .“; 12,80 .“ - *“Hafer, gute Sorte 15,30 .“; 14,75 .“ - Hafer, Mittel-Sorte 14,70 .“ ; 14,15 „“ - Hafer, germge Sorte 14,10 .“; 13,55 ..“ Rlchtstrob 5,50 a“; 4,82 o“ '- Heu 8,10 .“; 5,20 .“ - Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 .“; 25,00 .“ - Speifebobnen, weiße, 45,00 .“; 25,00 „“ - Linsen 70,00 .“; 30,00 .“ - Kartoffeln 8,00 .“; „5,00 .“ - Rindfleitch von der Keule 1 1x 1,60 .“; 1,20 .“ - dito Bauchfleis 1 kg 1,20 .“; 1,00 .“ - chwemeflei ch 1 RX _160 .“; 1,00 .“ - Kalbfleisch 1 kg 1,60 .“; 1.00.-a- mmel eiscb 1111; 1,60 ,x- 1,00 .“ - Butter lkg 2,60 .“; 2,00 .“ - Eier 60 Stuck 3, 0 ' 2,20 „“ - Karpfen 1 kg 2,20 .“; 1,20 .“ - Aale 1 kg 2,80 1,40 .“ -- Zander ] kg 2,60 .“; 1,00 .“ - Hechte 1 kg 2 0 1,20 .“ - Barsche11cx 1,60 .“; 0,80 .“ -- Schleie
' ) J
,?
1 ko 3,00 ..“; 1,40 .“ -- Bleis 1 kg1,20 “; 0,80 .“ - Krebie 60 Stück 12,00 .“; 3,50 .“
*)uAb Bahn.
m! ab Bahn, frei Wagen.
Ausweis Über den Verkehr auf dem Berxiax Soblacbtviebmarkt vom 5. Mai 1900. Zixm Verkauf üand-xn: 4743 Rinder, 1705 Kälber, 9145 Schafe, 9387 Schweine. Marki- JENS nach den Ermittelungen der PrveestseLungs-Konxmisfirn:
ezablt_wurden für 100 Pfund oder 50 kx S 1a tgewicht in Marl (bezw. f_ur 1 Pfuxid in Pfg. : FürRinder: O sen: 1) vollfleiiibia. auSgemasiet„böch1tenSchla tivertbs, höchstens 7 abre alt, 61 bis 65 ; 2) junge flex chige, n_icht aubgemästete und ältere ausgemäfiere 56 bis 60,- 3) ma 19 genabrie junge und gut genährte älte're 52 bis 55; 4), ermg genabrte ixdes Alters 49 bis 51. - Bullen: 1) voll- sxeif ige, höchsten S_[acbtwutbs 57 bis 60; 2) mäßig Yenäbrte ungere und gizt griia rte ältere 54 bis 56; 3) ering gen brte 49 bis 52. -- arscn und Kübe: 1) v.. vollfleis ie, aubgemäftete Färsen böY-en S lachtiveribs - bis -' 1). vo fteischi 2, aus- aemäsieie be b? sten Schlacbtwertbs, böcbstens ? IaFre art, 52 bis 53; 2) altere ausgemastete Kühe und weniger gut ent- wickeite jüngere 48 bis 51; 3)_ mäßig genäbrie Färsen und Kühe 45 bis 47; 4)Éering genabrie Parsen und Kühe 41 bis 43.- Kälber: 1) feinste Mas albxr (Volimrl mast) und beste Saugkälber 72 bis 75; 2) mibtlere Mastkakber und gzite Saugkälber 64 bis 68; 3) ering's Saugkaiber 54 bis 58; 4) altere gering genäbrie Kälber( effet) 40 bis 48. - Schafe: 1) Mastlämmer und jüngere Mast ammel 58 bis 61; LH ältere Masthaxnmel 51 bis 56; 3 mäßi genäbrie
mmel und chafe Merzscbase) 45 bis 49; 4) Hol feiner Niederungs- chaie -- bis -, au pro 100 Pfund Lebendgewicbt - bis - :“ -Schweine: Man zahlte i_ür 100 Pfund lebend (oder 50 rnit 20 % Tara-Abzug: 1) vollfleijcbige, kernige Schweine feinster affen und deren Kreuzungen, höchstens 11- Jahr alt: 3. im Gewicht: von 220 bis 300 Pfund 45 bis 46; 1). über 300 Pfund lebend (Käser) - bis -; 2) fleischige Schwsine 43 bis 44; gering mvvickelie 41 bis 42; ferusr Sauen und Eber 40 bis 41 .“
Ber1in, 5._Mai„ _(Wocbenbericht für Stärke, Stärke- iabrikat: u_:1d Hülssnrrücbte von Max Saberskv, Berlin 97.) [a. Kartokisliiärke 20-203 .“ 18. Kartoffslmebi 20-201 .“, 11. Kartoffeimcbi 164-174 .“, Feuchte Kartoffelstärke (Fraubr- variiät Berlin) 10,50 .“, gelber Syrup 224-23 .“, Kap.-Syrup 23-232 .“, Export 24-244 .“, Kartoffeljncker gelb “32-224 .“, Krrtoffelzucker kap. 233-249“, Rum-Kuleur 35-36 .“, Bier-Kulm 34-35.“, Othrin 11615 u.weiß 18.253-264“. do. sekunda 23-23z .“, LJLÜMÜQTJC (lekNft-) 35-361“, (großst) 37-38 .“. Haliesche imd Sch16fiiche 39-40 .“, SÖabeitärke 31-32 .“. Reisftärke (Strableu) 49-50 .“, 00.1-Stücken) 47-48 ..“, Maisstärke 13. 31-32 .“ Viktoria - Erbsen 18-22 „“., Kocherbsen 15-184 .“, grüne Erbsen 161-19 “, Futtererbien 133-14z „“, inl. weiße Bohnen 18--20 .“, Flacbbobnen 19-20 =“, Ungar. Bohnen 17-17? .“. ©:!ix.-ruff. Bohnen 15Y-16-x .“, große Linien 34-42 .“, mitte! do. 28-32 .“, kleine do. 22-26 .“, Weiße Hirse 20-22 .“, gekber Sen; 22-36 .“, Hanikörner 20-22 “, Winterrübim 23 bis 234 .“, Winterraps 24-24k .“, blauer Mohn 45-48 .“, weißrr do. 48-52 “, Buchweizen 14-174 -“, Wicken 134-14 .“, Pfxrde- bohnen 14-14.) .“, Mais loko 124-12? „“, Leinsaat 25-27 “. Kümmel 54-58 .“, 18. ins. Leinkucben 164-17 .“, do. raff. do. 16-16) .“, Napsfuch€n 124-134 .“, la. Marseill. CrdnußkuÖen 14-15 .“, 13. dobpklt gesiebi'es Baumon-Saatmebl 58-62 % 144-15 .“, beiie getr., Bierxreber 114-12 .“, getr. Gekreibe- schismbx14-15_.“, Maxsscblembe 134-14 .“, Maszkeime 9 bis 9) .“, Roggenklci: 10-101 .“. Wxizenkleie 10-103 .“ (Alles per 100 irg ab Bahn Bérlin bei Partien don mindeiens 10000 kg,)
Von dem_ im Riicbxamt des Innern * berauSgeaebenm .Deutschrn HandelSarcbiv“ (Verlag der Königlichen Hof- Bucbbgiidli-ng Von „(E. S. Mittler u. Sohn in Berlin; jährlich 12.H8110 mm Pr-ZUZ von 18 .“) ifi soebsn das Avrilbeft er- schienm. Ja demieiben sind neben zahlreichen kleineren Mittheilungen aus drr Zoü- und Stsuarwsxßgebung der Verschiedenen Staaten zum Abdruck cixlangt: das Samoa-Abkommen zwischen dem Deutschen Rsicb, dsn Verriiiigtsn Staaten von Amerika und Groß- britannicii, die neue Fassung des Regulativs für Getreidemühlen und Mälzereisn urid drr Aussibrungsbestimmungen zu § 7, Ziffer 1 und 3, des Zoiltarifgejeßes für das britische ZoUZebiks, ferncr das argenti- nische Zollgciey für das Jahr1900, das brasilianisché Gesetz über die Verbrauchsjteuern, das b::aguayische Grieß über die innere Steuer auf Eßwaarezi, Genußmittel und andere Handelsgegensiände und das srrbifcbe Geieß, betreffend _die Einkommensteuer auf Handel mid Gewerbe. Aus drm siatiiiiigben Theil sind besonders berborzubebeu: die Urbersichte_n über die Gemmmtcraebniffe drr Gütererzruguna im Jabra 1897, uber Schwedens sowie Spaniens Außenhandel im Jahre 1898 und, über die Verwsndung von Gold und Silber zu induftriellen Zwécken m der Welt. Aus dem zweiten Tbril, w€1cher die Handels- bxrichte über das Ausland enthält, wird auf die Berichte :iber di“: _Scbiffabrt und Schiffabrtsintereffrn in Italien, die Nickelerzgkwinmmq in Canada und die Grubenindustrie auf dem australischen Festlande, auf _Tasmanien _und Neuseeland aufmetham gemacht. Außerdem entbalt diestr Tbeil bsrschiedcne Handelsberickote dchaiserlieben Konsuln im Auslande.
- Die am 5. d. M. abgehaltene Generalversammlung der Schlesischen Feuerversicherun s-Geiellscbaft in Breslau stellte für 1899 eine Geiammteinna me von 10142632 .“, sowie einen Uebxrschuß von 762 926 .“ fest und beschloß, Von leßtem Summe eine ZZFZ/oige Dividsndqzu zahlen.
- In der Siyunz des AuxsichtSratbs der A. Riebeck'scheu Montanwerke, Aktiengesellscbait zu Halle 0. S., wurde für das abgelaufen; Gaschäftsjabr als Reinzewinn die Summe von 1 904 230 .“ nachgewiejsn, und“ beschlosien, dcr Generalversammlnng die Verthei- lung ciner Dividende von_14 % (gegen 12 0/9 im Vorjahr) auf das er- höhte Aktienkapital borza1ch10gen.
- Die Akiiengesellscbaft für Spinnerei und Weberei an der hoben Mark bsi Oberursel bat, wir aus dem da Gencralversammlung vorgrlegten Direktionsberiäjt für das abgelaufene
“Geschäftsjahr berborgebt, einen Vrrluft von 98 202 .“ xu verzeichneu.
' - „Der andelsgärtner“ (Verlag von Bernhard Theilacker, Leipzig-Goblis) ericbrrt uber die Lage des Gartenbaubandels im Abril 1900 Folgendes: In Bezug _auf das Topfpflanzengescbäft und_dte Vinderei machte sich eine gewisse Stille bemerkbar; feinere Blutbenpflanzcn ließen sich indeß an den meisten Pläßcn gut Verwertben. Das Blattpfianzcngescbäit rst'fortgeseyt schleppend, nur für die Fes!- tage machte sich ein Bedarf in feineren Palmen bemerkbar. Sonß ist es außer den stets beliebten Araucarien nur 110 preu, der einige _Beachtung findet. Die Binderei, die in die em Monat schon uber eine reiche Aubwabl von deutschen nittblumen vet- fugte, batte „aus!; nur in der O erwoche einen guten Geschäfts- Jang zu verzeickonen. Y_n mehreren rten machte sich ein Man el an
ardinisren-Pflanzen fublbar. Die aus der Riviera einses brtm
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