1900 / 110 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 08 May 1900 18:00:01 GMT) scan diff

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soll nach demselben Antrag: gestrichen werden; evxntuell soll der“1 gefickt worden durch Gelder, welche ,man den Berechtigten bei der

Verzicht auf die Rente nur eintreten. wenn der Empfänger die Er- klärung „trotz schriftlicher Anfrage seitens des Vorstandes derBerizfs- gxnofftenschaft, ob er in der Anstalt verbleiben wolle“, nicht zuruck- n mm .

Gcbcimer Ober-Negierun zratb im Reichöamt des Innern Casvar bittet. die Anträae a zulebnen.

71) wird unverändert in der von der Kommission,

beschlossenen Fassung angenommen.

Abg. Freiherr von RichtthWDamsvorf (d' kons.) be- antragt die Einfügung eines neuen §_ 70, wonach dM Vorfchriften des Jnvaliden-Versichkrunqsgefeßes entiprkchknd dUkÖ O'rtSstatut oder Statut eines weiteren Kommunalverbandes son? bestimmt werden können, daß denjenigen Personen, welchrn wegxn JTHanbeitsmäßiger Trunksucht geistige Getränke in öffentlcichen Schanknatten nicht ver- abfolgt werden dürfen, die Raute bis 111111 vbllen Betrage in Natural- leiftungen zu gewähren sind; auch die hierzu erforderlickpen Aus- fübrunngeftimmun-„xen in dem Anfrage find den Vorschriften des Juvasjzeszxfizzecungsgesc-Zss nach ebtldet. Dkk Antragsteüer führt aus, daß sein Antrag in der er en Lesung der Kommission an- genommen, in der zweiten abgelehnt w:;rden set, daß derselbe Gedanke aber in der vorjäbrigxn Novelle zur Invalidenbersicbsrnng geseß- geberischrn Ausdruck gesunden babe.

Ahg, ()x, nyergeli' (Zentr.):, Die verbündxten Regierungen babm eins dsrarttge Brittmmung nich: für nötbig gehalten. Aller- dings enthält 006 118118 'Invaltden-Vrrsickperungsgeses eine analoge Vorschrift, abrr dye"Invalrdenr§nte ist durchschnittlich geringer als die Unfaürentr; Es konnte tbaimchiich ein Liefrrn von Naturalisn über den Bedarf 9170196", und, den Ueberschuß wieder in Schnaps um- zufeßen, würds man auch den erklärien Trunkenbold nicbt hindern können; ancb_ dsr Antrag enthält kein Remedium. Das Bürgerlich: (98.55.05 wurde srgar einer [olcb-In Regelung bis zu einern gewissen (errr entgegen sc'rn Die Landwirtbsrhaft, besonders visjknige im Wsstsn, _wurde unter Umständen direkt durch die Annahme des An-

ikazes geichädigt w-chrn.

Abg. .Do-„b (Soz.) spricht sich aegen den Antrag aus, der ein

1181165 AuSnab_merecbr genen dir Arbeiter 116661110. _ Nbg Jiichdeck (fr. Volksw.) erkennt 8125510110 kein B:“rürfniß fur dteje Maßreqel an, dix andsrersrits jbatsächlich die Nrbeiterschast rnit anderem Maß meffen würd? als bis übrigén Kreise der Be- völkerung. Ukberrirs wäre die Vorschrift dazu a:;gelban, zwi chsn den einzelnen Berufsqsnbffrnscbaftxn „Konflikte berborxurufrn.

Abg. dr. Lebt (nl,) wricht sicb nam.*ns srinxr Fraktion für den Anna.; (1115, wril Lk einc humanitäre“ Maßregel sei, di? ins- chsqnderc die Angehörigen drs Rentenempiängcrs 311 schüsxn gesiznei

xine.

Abg. Freihrrr von Richtbofcn-Damsdorf berw1brtfich Wen die Ausiübrungen 575 Abg. Hoch. drr bxm Antrags Motive unkkllkgk, zu denrn rxr Antragst-Iller fich nicbt b;kannt babr.

' Der Antrag wird gcgen die Stimmen der anwesenden Mitzxiirdrr dcr komcrvativsn Parisi, der ReichsPartci Und der 11011011011106101211 Partei abgelehnt.

Iiach J 8 016 beitebrndeg Gsießss wird die Vcrpflichtnng de_r ringeswrrkdencn 131691011611, sowie der sonstigen Unicr- 11u§ung§famem den 0011 Unfälisn briroffsnen Arbeitern :c. Unieriiußungcn zu grwabrkn, sowie die Verpflichtung 1301ti 111011111011 nnd Arwcnverbiindrn zur Uiitcrstüßung hilfsbrdürf: tiger PcrsonenUmiht bcrubrt; für 9010171610 Untrrsiiißungen ist durch Ucberwequng 0011 chicndcträgrn Ersaß zu leisrsn, wenn in_der betreßcnden Zeit dem Unterstüßirn ein Entschä§igungs- an_10_ruchz1111_0nd. Fiir _die _Kranksnkaffen 1011 019 Ersaß die Halfte drs 1181613061011 Mindestbetrags dcs Krankengcidcs gsgeben wrrden, wirrn iiicht hddere Aufwcndnngcn nachgewiescnwerden. Y_ur 61110 0orubrrgchrndc Untrrmixzung MUM 1116 Ersaß hochstens drei Moziatsdeträgc der Renis, und zwar mit nicht 11161]? _016 der Häistr in Anipruch genommen wrrden können; fur 01110 vorlnungr _Yntcrnüßung soll der Elsaß für den Fall, daß die Untertutznng in (Gewährung von Anstalts- unierhalt bestanden 1101, für die brtrcffende Zrit in der Ueber: weifung dcr 0011011 Rentc,s0n1t in dcr Urberweisung drr halben Rente bcstebcn.

_Naci) J 88. 111 der Antrgg gustberwxisung 0011919111011- br'tragen bei drr Beruf-Zgrnomanafi anzumsldcn: Streitig: kriten werden__1m verwaltungsgrrichtiiMn Vrrfahrrn event. durch die Aumchtsbchordr entschicden.

' Ein _Anirag der Abgg. 111“. Léhr, chiixrrr von 7111031170an 0115 Börner (ni.) wrll den in F 8 056111111?th Kafien, 0161101 111111111011 910111011 „o_dsr 510011011511 grwcihren, die Vrrechiigung gegeben 10111011, dicjc Unterstiitzungrn Um drn Betrag der Unf011r0n16 oder 511 einem geringeren Betrage zu kurzen, wenn 0161111101110 dic Beiträgr dcr BetriebSuntern011mer und _der Kanemmtglrcdcr' o_der im Falle der Zusßmmung dcr Betrteaniernrhmcr weziigitrns diejeniarn der Kassbnmitglicöer m enmprechendem Verhaltnis; hcrabgrmindcrt werdcn.

"__Abg. Fxriizerr von Stumm (Rd.) 5511 diesen § «9:1. für ü'ckr- fiu'ng, 111511 111111 01115 obne denselben der Anspruch der Knappsxbafts- kaffe aus Abzug der volien Uniallrente 016 111361161103 k!1ch.'1kié.

Nachdem Abg. 1)r. Lebt seinen Antrag befürwrrxct bai, bs- merkt der

Dirkktor im Neicbsamt des Innern 1)r. von Woedtkk. da:"; eine Herabsexzung der Briträge auch 0511.- ©5168 tbr'nlicb sei, daß aber eme Aufoktxrvirrung idr? Bedenken babe. -

Abg. Stoyrl (ZINK) bitter drinaend, diesen Antrag abzulebnen. M01! möge bzdenkén, welcbe unzrbeure chbitterung 55 in den Arbeiter- kretsen xrzeugen _rrUcde, wenn ein Arbeiter, der 25 Jahre zu sxinxr Kixffe 110 Beitrage regxlmäßig gemblt 92131“, 5611111911111: und mm keinen Pfenntx msbr erhalte ais derjknige erunziückte. der der Kaffe nicbt beigxxreten sei. Der Abzug der Unfailrente werde in diescn ._Kreisen einfach a_1_s em:- Vrrzewaliigung empfunden, und das (*I-sky rolle doch „vertobnrnd wirkxn. Wenn auch der Antrag Leb: dem Invaltdane_1sicherun9690188 wörtlich rufsrrech. lägen doch hier die Vrrbaltntffz ganz anders. Die K"ävvich1ftskaff:n hätt." j; r9cht Enns gewirkt; .manche Knavvxcbaftrn hätten aua; so k010ff11€ U bkrschuffr, die m die Millionen gingen, und winden nicbt 10 101051 bankerott machen, wenn sie auch weiter ibreVeiprichtungen unvzrkürxt exsuliten. Daß inancbe Knapv1_chaftsk1ffen notbleidend geworden 161611, [lkgé' daran, daß sie zu varie Vusvrrchungen gemacht hätten. Ueörigens mache der Yergbauuniernebmer, der eine solbe Invaliden- kaff? gründe, auch fur 1117 selbit damit kein sch16chxes Geschäft;

denn er erhalte fib damit, wie 0111) der Abg.Hilbck1

bestätigen_ müne,__ einen guxcn Stamm von Arbeitern. Die oft geborte Besurcbkung, daß die Leute dann mehr be- iommen iönnten, als sie im Ganzen Lohn verdient dätirn, fakie nicht 1118 630011151, da es siib doch nur um eine ganz winzige Zahl von Außnabmeiailen handeln könne. Die eraleute würden doch im Durchschniti_ntcht so alt, um die höchsten Renienkäsz zu erreich€n. F 8 120110 die Tendrni; Recht und BiUigkrir aucb ge,;enübsr den Arbeitern walten zu lauen; dabei möge man rs [affen 03 würde das zur Brrubigung der Arbeiter wescntlicb beitragrn, den Industrieüen aber böchst€ns eine unmerkliche Belastung auslegen, über die sie kein Wort verlieren würden.

Abs-_Hl[bck ("[-); Herr Stößel bat die Kehrseite der Medaille nicbt gewucdigt; tvatiacbltcb wird durch § 8 zu Gunstkn der Unsau- renrner den Knappschafkskaffxn eine neue Last aufkrlegt, für wrlche kein Gegenwextb geliefert wird. Hoffentlich läßt sich für die dritre Lcsuog em bemrdinznder Airsch finden, wenn es nicht, was ich für das Wesir balken wurde, bei dem bisherigen geseßiicben Zustande bleibt, wonach die Knappschaftskassex die Un*allrente kürzen könnxn.

_ Abg. Molkenbubr (Soz.): Di: Knappsckoastskassen sind boa 1211er duroh vie Gckwgebung bevorzugt wordén. Sie sind günstigkr

Kranken- und Invalidenunterstiißung entzogen bat; jest sonen auch den Unfallrentnern Gelder bezw. durch Beitragssablung erworbene Rechie wieder entzogen werden. Wie würde man ein solches Verfahren verurtbeilen, wenn eine private Institution in Frage käme! Sobald die Knappschafts- kgffen das Recht haben, die Renten einzubebalten, müffsn auch die Unfailrenten von den B::rieböunternebmern selbst und allein “auf- gebracht werden; denn die Knappschaftskaffen werden durch Beiträg'e beider Parteien unterhalten, währen: die Unfaürenie von den Be- triebSunternebmern aufzubringen ist. Daher wäre es eine große Un- gerechtigkeit, wenn der Antrag Lebt angenommen würde. durch welchen obne weiteres rieMeiftleistungen bis auf die bloße Unfallrente berab- gedrückt werden können.

Abg. Hilbck beantragt, den Schluß des § 8 dahin zu fassen, daß im Falls fortlaufender Unterstiitzung ais Ersaß die Ueberweisung eines entsprechenden Betrags der Rente bis zu ihrer vollen Höhe beansprucht werden könne; im lrßteren Falle seien den Unfallrentnetn die zu den Knappschafts- xc. Kassen gezahlten thräze mit AuSnabm: di-r für Krankenverfielxerung gezahlten Summe zurückzuzahlen.

Nach einer nochmaligen Bemerkung des Abg. Freiherrn von Stumm wird der Antrag Hilbck abgelehnt und § 8 un- verändert angenommen. § 83. nach dem Antrag Lehr wird abgelehni und nach dem Anfrage der Kommission angrnommsn.

Dre §§ 10 ff. handeln von der Aufbringung der Mittel, In § 108. Wird nach einem von allen Parteien unterstüßten Antrags bcschlonen, dai; fur Betriebe mit höchstens "5 Arbeitern durch Statut der Berufsgenoffenschaften ferner bestimmt werden kann, daß ein einheit_lich:r Mindestbeitrag, der 4 86 (statt 2 876) jährlich mehr ßbcrneigen darf, zu entrichten. ist.

d 100 enthält die Bestimmungen über die Ansammlung des Reservcfonds bei den Bcrnfsgeiioffenschaftew Nach Ab- iauf_der ersten 11 Jahre haben die Berustenoffenschaftcn drm [LWLLllgLU Bojtandc dcs gesrslichen Rescrvefonds drei Jahre lang je _10 Proz. und weiter _in Zwischenräumen 0011 je drei Jahren 10 1 Proz. we_n1gcr bis herab zu 4Proz. alljährlich zu: zuschlagen, undzwar jedesmal unter Anrechnung der Zinsen. Nach „Ablauf dreier Zeit smd aus dsn Zinsen des Reservefonds dixlemgrn Beirage zu entnehmen, wclche erforderlich sind, um 01110 weitere Steigerung des auf jede versicherte Person im Durchschniti cnlfagenden Umlagebetrages zu beseitigen,

Ber d1csem Z 10 0 enispmnt sich eine längere Debatte

1":er die Frage, ob Umlage: oder Kapitaldeckungsverfabren

vorzuziehen ssi; cs brtvkiligen sich daran die Abgg. Freihsrr von ;iumm, 1511011, Dr. Lehr und

Abg. SÖmidr-(Elbsrfrld (fr. Volksw.), w:!chrr ausfübrt, daß mit der_n KommissionsbesÖluß rin Kompromiß“; geboten werde, wodurch den iraterrn Generationen wrniqstens die Möglichkeit offsngelafssn werde, zum Kavilaldeckunqsverfabren üöcrzaqebkn.

Auch Abg. Noesirke-Dcffxu (h. k. F.) 1011 drn negrnwärtigxn Moment i_r08 aver prinzipiellen Syruvatbie mit dem Kapiialdzckangs- yxriabrkn Tür ungeeignet, zu dem leytsren überzuaeben.

Nach einer kurzen Bemerkung dcs Abg. Dr. Hitze (Z-xntr.) wird F“ 100 anqenommen. ' '

Gegen 6Uk)r wird die weitere Bsrathung auf Dienstag 1 Uhr vrrtagi. (Vorher wird die Interpsllation des Abg. Grafen von _Schwerm-Lowrs, betreffeiid Aufbrbung der gemischten Trankttlägcr, verlesen werdcn.)

Literatur.

Irn Verlage von Gusiab Fischr in Irn; be.;innt demnächst z110:sch61nen: „Ans den_Tieten des Weltmeeres, Schilderungen p_on ber deutichn Tiesike-ExpeditiOn', berans1egeben von Carl (851111 (mti 6 Cbromol'tbogravbien, 8 Heliograoüren, 32 als Taféln gedracksen Volibilrern und circa 180 Abbildunaen im TM). Der Pr01rckx zußdeur Werke laut-r, wir iolgk: Die drut1che Tiefsee:- Cxpedttwn 111 die 8111? zoologische Forschungsrkise, welcbe vom Deutsrben Reiche vrranlaßx und mit außxrgxwöbniicb großen Mitteln 0114001111161 wurde. Wahrend England und Amerika mehrfach, erstrrrs in der großartigen Gbaüenger-Ewediiion, wiffsnscbaftlicbe R01101 zur Erforschng drr Msere auSaerüstet Hatten, war Deutsch- land in derumerytnyung dzraexiger Unternehmungen bisher hinter 011001511 Nationrn zurück,;rbiir'rrn. Um so fxeudizrr musste es 00er 1)?qu131 _werrrn, als die deutsch? RIiÖSregisrung vom Reichstag die Mittel Fur ern 'qroßmig angelegtes Unternehmen verlangt: und sr- fort bswiilrzt erhielt. _Yilt großxm Intereffe vzrioigtsn wzite Kreise drs Pnkltkums di€_G6!ch1ckZ re-r Expedition, welche im An,;ust 1898 die Heimatb bxrlteu und Yersichrrt durch über alles Erwarten günstiae und _wertbvrlle Erarbnine im M11 1899 zurückkehrte. Die Reise hat 0111:- 10 große Fyüe auch 111; ein writerks 5111111111101 intkrs'ffanter Tb-xtsUJrn 0915111901103, dsf; drr Léiték drrselben, Herr Professor (Thun in 80111314, 11011 dcn verichirdensten Seiten, insbesondere anch vom Rricbsaxnr drs Innern vierzu ang-ergt, sich rntschlosssn „bat, eine ge- mecnvrrsianklickye_Scbilderung_dcr mannigfachen Erlebnis: in Wort und 25113311, vrronrnsiichen, für 211€, die an den bedeutendyn natur- winrxsYUlltcbZn Fortcbungserveöniffen drr Gxgenwarr nicbt tbeii- n'abmsios voruberzrben. Die exzäolenre Darstellung wird durch etne 610133 Ynzabl 0011 Bildern begieitet wkrden, da im Laufe drr RMS. Pootosrvai'ckßr Aufnabmrn in so großer Anzahl ber- ge1iel1rwurden, wle bisber v_0n keiner deutschen oder ausländischen Expsrtxzon. S0 wurden außer Von den eigentlichen Forschungs- gygenitanren Von allen bemetkenswertben Etjcl) inungen, von cer wundxrbxren Urwalrfcwrrte dcs Kamerunpiks, den Grbirgslandscbaiten der ZLbchelZen-Inseln mit Eren wuchtigen P;!men, dem landschaftlich berriirkkn Hochland? ron Humana, dkn isisbergen drs antarktischen M::reswnd ganz beyondexs von den Kerguelkn-Inseln mitibrer 5133001119611 Vog§1-,und'Saugstbirrwrlt Vilbkr beimgebracbt, wie sie in 701011 _Borzugiicbkxir bisher noch nicht vorbandcn 16111 dürften. So rklch skbon 11: 111qu61110 auf diesen ailgkmeinrn Gebieten der Ecd- “awd Tbierkun_dc_ war, so bietet nasüciicb dcr Hauptzweck der E.!VZYkW-l- 610631100an ber :Nrerestiefen, eine ganz besondere 2111316011115. _Mit 1137157913 eigenartißen Instrumenten, Grundneßxn und Matchwen bier das Wznsr des Me::esgrundes und ieine pflanzlichen und tbreriscden Bkwobner ans Tageslicht gehoben wurden. wie sinn- 13011 ibnsiruiert? Gecäxbe dec M:"nscbengeisi zur Erteixung dsr ge- st-“ckxen Ziele Wunden hat, das alles bietst eine Fülle des Beachtens- wertben. D1s gewonnene Material, über welchss der Vsrfaffer in 11ng6mrm fejieluder, „anregender Oaxstcllung berichtet, ist em so reich- bairrZes, daß zahlreiche Forscher eine Reibe von Jahren d1mit be"- 1chafttgi 12111 werden, d10_ erzielten Erzebniffe wtffenschaitiicb zu vxrar-vctjen. Der „Verlauf _der Reise war ein in jeder Beziehung gunstiger zu nennen. Von ,Hamburg ging sie aus. über die Färöer nach den Canarischrn ,und Cay Verdiiwsn Inseln, von da zum Kamrrun- und Kongogebtet; an der großen Fiswbai vorbei zum Kap der guten H0ff71ung, um 110n dort in geradem südlicbxn Lauf ms aniarkrische '"?errzu steuern_. Hier fand man eine früher entdeckte, von drei Expeditionen sratxr vßrgeblixb gesuchte Insel wieder, die von ©151schern startende Bqut-Jnkelxund gelangte dann, drei Wochen lang Tm dcr Eismenze wetter gen O1ten fahrend, in einer geographischen Brcne 11011640 14'3 rind 54o 31“4 östl. Länge bis bart an den Südpol- Kontinezzt, der so 011 schon das Reiseziel weitgehender Wünsche ge- TUM“ 11.1 und doch so vici: Swwierigkeiten den Nabenden in den 11.329 wust. Und gerade dieser Theil der Fabri liefcite durch die Enroxckung der gewaltigrn Tiefen mit ihrer eigenart'g-n Schichtung warmer, und ka1ter Waßermqffen höchst wertbvollr, ganz überraschende (Ergxbntffe. Durch den Inoncbrn Ocean, an den Kerguelen und Neu- Amnerdam vo'rbei, ging dteFavrt nordostwäcts zu den Sunda-Jnseln, oon dxesem außernen östlichen Punkt der Reike dann westwärts an valon, dem weltverloren tm Ocean gelegenen Koraüenarcbipel der

Malediven, den Cbagos- und Sevcbeüen-Inseln vorbei na ' . * Sqläm,_ um von dort den Rückweg durch das Rothe eY/KQ Mittellandirckpe Meer und den Kanal la Manch!" zu finden. Uebetaa boten fick; die interessantesien Scenerien, deren Schilderun en die bildlichen Aufnahmen ergänzen. Schon die Beschreibun der ?lustüftung des Sch1ffes ist von großem Interesse und wettbvo für die Erkenntaiß mit welche_r Vorsorge derartige arolke Forschungkreisen unternommen“ werden mussen. Neben den Darste ungen der landschafxlicben Reize und Wunder feffelt auch die Kenntniß der besonders merkwürdigen

,Vevölkerung, die auf den vor Sumatra liegenden Inseln bis bin du

den Rikobaren wohnt. Niles in allem, ist in den vorliegenden Schilde. rungen.,ein Werk erstanden, welches zu den bervorragendften Reise. beschreroungen gebörm dürfte, die bisher in deutscher Sprache ve:- öffenxlicht wurden. Der Text wird durchsechs Cbromolitbograpbiea ge. schmuckt, welche nach Aqaarellfkizzen des die E pedition begleitenden Kunstlers, Herrn Winter, hergestellt wurden. ußerdem werden dem

' Werke 8 Hsliogravüren, sowie eine große Anzahl von größeren und

kleineren Abbildungen beigegeben, wrlcbe sämmtlicb nach photo r 1. schen Aufnahmen angefertigt worden find. _ Das Werk ersÖTinin 12 Lieferungen zum Preise von je 1 .“ 50 H, von denen die erste schon im Mai zur Ausgabe gelangen wird; alSdann sollen zwei Liefe- rungen in jedem Monat folgen, sodaß das ganze Werk somit Anfang Novkmber “LÜK vorltsgen wird. Die erste Lieferung legt jede Buch. handlung auf erlangen zur Ansicht vor.

0113. Neuere evangelische Perikoven nebst Apostel. geschichte. Horniletiscbxs Handbuch für-evangeliscbe Geistliche zur Bebqndluna der m_ de_n evangeliscbxa Landeskirchen Deutschlands zu Vrertgizwecken aussejcbriebsnen, nicht axtkircblichen Perikopen aus den Eognqxlien und der Aprstelgescbicbte. erau59e36b011 von 1.10. 811901. Wilbrlm von Lanngorff. 736 S. Leipzig, Verlag von Fr. R1chter. Pr. geb. 11 „14, 915. 13 „16 _ Wie in seinen „Alt- testamenr'lichen Pectkcpen“.vat der Verfaffer auch im vorliegenden Werke 'Ein beredtes Zeugnis; sowohl von seiner Belckenbeit in der bowtletisÖen Literatur als auch von seinem staunenswertben Sammel- fleiß angiegt. Beide Bücher dürfen mit Fug und Recht als ein Rspertortum zur Usbersicht übsr die mannigfaltige deutsÖ-evangelische Predrnkkunit des 19. Jahrhunderts bezeichnet werden. Man kann dem Verfasser nur zustiwmen, wenn er am Schluß seines Vorworts sagt: .Ich hoffe, so in diesem Handbuch den Dienern am Wort eine Hxnd- rrtwuna geboten zu, haben, die nicht etwa dsr Trägheit zur mißbräacb- [:ck-n Benutzung dient, sondern in Zaiammensteliung der Gsdankeu- entwicklung und G danksnzufamn-enfaffung besonders bekannter Homiletm reichlich. zu eignem Studium anregt und so auch anltdrem Tbkii m bescheidener Weise Bausteine zum Bau des Reiches Gonrs in der roangeiiscben Kirche beiträgt.“ Vornehmlich wertdyou smd dic angrbangten Régister: 41. nach Schriftstelien und Inhalt, 13. nach dem Kirchenjahr und Perikopenreiben, (). über Ver- wendung der behandelten Trxte für kasuelle Zwecke: 1. Kasualreden, 11. 2301011er Feile dss Kirchenjahres, ]ll. Christliche LiebeSwerke, 117. Zetwredtgten, besonders sozialer Art. Dieje Register tragen zur ErYerwterung des „2111111100119 wxfentlich bet. Aeltere wie jüngere Gnstliche wzcdenwtejes vortctfflicbe Buch mit Freude begrüßen.,

0115. ?)ckplirbte Worte. Predigten und Anjpcaäpzn von Gkorg M_uller, wriland Prediger zu Bristol. Mit einem Bildaiß ©0019 Mu_lier's. Autorisierte Ucberseßunz, 233 S. Halle 0. S., R1ch1rd Mubluxann's Verlagsbucbbandlung (Max Grosse . Pr. geb. 2. 5/6. _ _Der im 72. Lebrnsjabre beimgegangene Verfa er ist durch die' Begrundang 0.011 Waisenhausecn in England, durch die Ver- breitung der hl. Schritt und von Traktatliteratur, besonders aber durch dr: Eigenart ferner Predißten auch in Deutschland wobl bekannt Jeworden. Die_ vorliegenden „Schlichten Worte" in 16 Predigten sind 00.1 ibm tm chten Jahre !eines Lebens, 1897, in Bristol ge- h.?ltrn wordxn. In der dUUSU Predigt giebt er eine Urbersicbt über mne Lebenbsubrung und Arbeit an drr Hand von Psalm 81, 11. Wie er Gortxs Wort ernjach auslegt, so bewegt er sich auch in ein- fachsn AuEbrucken_und wrrd dadurch aügemein verständlich.

0115. Aus stkben Jahrzehnten. Erinnerungen aus mrinem Lrben von 1). Bernhard Rbgge, Königlichem Hoiprediaer in Potsdam. Zweite r'Band: Von 1862 bis 1899. Mit dem Porträt des Vxxsaffers und einem fak'fimiliartxn Briefe Kaiser Wilbetm's ]. 499 'H. Verlag 0071 (Carl Mryer (Gustav Prior) in Hannover und Berlw. Yr, geb. 5 .“ geb. 6 „16 _ Das Ziel, das der Verfasser fich selbst ]kéckté, bat er mit diesem zweiten und leisten Bande seiner Lebe'nsertnnerungen _erreiwr. Dieser Band bietet in einigen seiner Ab- 1chnirte durch 016 uittgrxbeilten Erlebnisse dem Leser zugleich ein Spiegel- bild der grogenßreigmne OLS Vergangenen Jahrhunderts. Er beginnt mit Rogge's Beruxung nsch PrtSdam und 1ch110ßt mit seiner nach dem Todesemer, Gattin im Auftrage des Zzntralvorftandes des Gustav Ybols-mens unternommenen Reise nach Italien, der Riviera und m das, judliche Frankrkich; Die 14 Kapitel tragen die den Inhalt kennzeiwnenden Ueberschriften: Im neum Amt, In Haus und Familie, Alte uns neue Freunde, Das Königliche Haus und der Hof, Cin schweres Jahr (1866), Zwischen zwei Feldzügen, Im Kriege gegen Frankreich,_ Yiacb dem Kriege, Mitarbeit auf dem Gebiete der kirch- licyen Berxbuung und des Synodallebens, Im Gustav Adolf-Verein, Im Lutberxavr 1853, Schriftstellertsche Arbkiten, Nochmals in ein. ZEW Amr (Beratung von der Miiitär- in die Zivil-Gememde), Em Schiußkapitel oon Freud und ind in ngs und Familie,

, Deutsbland zur See. Bilder aus dem deutieben Kriegs- sch1ffileben von Victor Laverrenz. Mit 88 Illustrationen von 94. 2110111211011, F. Lindner, G._Martin, QMiibling, F. Stoltenberg. W. “'Otower, M. Uccke, A. 31ck u. A., [owie Naturaufnahmen des Pin_rmevdorogravben Arthur Nrnard, Kikl. Verlag bon erm. I. Ykeidinger m erim. Ausgabe in ca. 12 wöcheaitlihen Lieferungen zu 50 „3. _ D12]es Wsrk, von dem das erste Hsft weben erschienen 111, 1011_zwar fem Handbuch d-xr Marine werden, wohl aber den Leier mrt 0116111 bekannt machzn, was mit der deutschen Kriegsfiotte zujaxnmrnbängt. Einerseits soi] alies, was sich an Bord eines „KrieasWiffez ereignen kann, andererseits aber auch dts geksch1cht11che“Entwickelung 061: deutsÖen Marine und deren leatßklle bc_1uck|1:bttgt „werden, um von dem SeekuegSwesen eiu moglichst uwsassendes Bild zu geben und das Leben und Treiben an Bord daheim und draußen in gemeinoerstänrlicher Darstellung auch de'n entfernter. stxbenden Kreisen anschaulich zu schildern. Das Ganze wird durch die Sch.ck1ale und Erlebnisse eines Seekadettea belebt wzcoen, sodaß es auch an U_nterbaltung nicht fehlen wird.

_ _ Die Rettung der alligen und die Zukunft der 1chleswtg-bolstein11chen ordjeewatten. Von Dr. Eugen Traexzer. Verlag von Hobbing u. Bürkle in Stuttgarj. _ 43er Veriaßer, atis deffesn Feder auch die bereits 1892 erschienene Mojo- gxapbte „Ye Halligen der Nocbs.e' stammt, giebt in seiner vor- liegenden C:;(brifr 013111123 Bild von jenem interrffantcn Inselgebiet im [ÖlSZW'lg-boistkmtichn Wattenmeer, weiches !cbon seit Inbr- bunbertrn tm steten Kampf mit den Meereswogen langsam, aber sicbsr fernem Untergangs entgegengebt, soweit nicht Sebuvmaßrezell von Menschenband der qieriocn See ibr Opfer zu entreißen gewußt haben. ,Die von Dr. Traeger angestellten sorgfältigen Beobachtungen jener Eilande, insveyondere tbrer wechselseitigen Beziehungen zu den zablloje-r Rinnsalen und Strömen der Warten, die sie in ewiger «ejckzqrttqfeit niir rem Meere in Verbindung halten und entscheiden- dxn Einfluß auf ihre Obeiflache und Beschaffenheit ausüben, wollen nicht nur dteoGefabren klar legen, denen sie außgesetzt sind, sondern auch sachkundige Antegxmg zu zweckdienlicher Abhilfe geben. Jed?!" “'runde- unserer Norvjkeküne wiro die kleine Schrift daher manches ieue un) Beachtenswertbe bieten, auch dürften die darin auSgesptotbeUkU Ansichtenzur Fra e der Erhaltung der Halligen einen nicht unwesekk“ lichen Beitrag 1 em.

zum" Deutsrhen Reichs-A

NL“: 110.

Ziveite Beilage

Berlin, DienStag, den 8. Mai

nzeiger und Königlieh Preußischen Staats-Anzeiger.

1900-*

_______..__---_x-_---____„_____________„„ __

Handel und Gewerbe. .,

' Reichöamt dés Innern zusammengefielllen (AUS dekNF-brichten für Handel und Industrie".)

Winke für die Ausfuhr von Eisenwaaren und Mascbinen.

' britiscb-indiscbe Einfuhr von Eisenwaaren _ Kurz- “Waere Meßerscbmiedewaaren, Nähmaschinen _ aus den Haupt- ibuugöländern in den leisten zehn Jahren war folgende: Vereinigte

Deutscb- Groß- Oesterreicb- Belgien Staaten

land britannien Ungarn von, Amerika Rupien

1889 90 . . . 189 787 3 946 614 201956 199 992 30 530 1890/91 . . . 352 725 4 251 236. 283 207 231 100 24 457 1891/92 . . . 391 596 3 975 937 281 431 372 746 “37 366 1892/93 . . . 344 613 3 952 693 256 604 404 784 30 613 1893/94 . . 661 111 4 051 622 361 769 536 940 27 699 1894/95 . . 563 644 4 427 984 357 762 318 286 53 532

. 911 777 ' 4 265 248 * 613 600 310 680 66 521 1897/98 . . 480 198 3 280 605 405 448 374 154 50 349 1898/99 . . 504 361 3 590 331 285 727 327 484 92 312

Die obigen Werthe der deutschen Ausfuhr müssen um einen bedeutenden Theil der belgischen Ausfuhr vermehrt werden, da die von Antwerpen als Hauptausfubrbafen der deutschen Eiseninduftrie verschiffjen Waaren vielfach als belgisches Erzeugniß_ hingestellt werdzn. Der öfterreichisch-ungarische Handel gina bauplsachli_ch in den im Vorjahre überreicblich eingefübrjen Emaillewaaren zuruck. ' _

Auf die einzelnen Artikel vertbeilt sich die vorstehende Emfubr Don 1898/99, wie folgt:

1896/97 .

1895/96 . : „826874 4143181 506 731 292548 48 609

Meffer- Geräibe Näb- Andere

d . sÖMWVe- *Huannd- mafchinen Elsen" waaren WerkSzeug waaren

Rupien

Deutschland . . . . . 6241 9895 7648 480577 Großbritannien ..... 217 651 341 345 155193 2 876 142 Oesterreich-Ungarn . . . . 722 641 1231 283124 Belgien . . . . . . . . 88 823 17 608 6927 214126

rankreicb . . . . . . . 2608 4974 _ 42 872

cbweden . . . . . . . _ 518 _ 4752 “Vereinigte Staaten von - &

Amerika 11 1 975 827 89 399

Zusammen einschließlich der Einfuhr anderer Länder . 316 464 377 371 172 253 4 021 579 Die Einfuhr von Stahl und Eisen ist, ebenfalis wegen zu hoher Preise in Europa, bedeutend zurückgegangen. . An der Einfuhr von Stabi und Eisen waren in den leyten zehn Jahren hauptsächlich belbeiligi: Deutschland Großbritannien Eisen Stahl Eisen Stabi ths. ths. ths. ths. 1889/90 . . 1 219 13 008 909 125 225 496 1890/91 . . 18 789 27 935 1 059 025 248 251 1891/92 . . 9 990 44 030 874 332 177 230 1892/93 . . 12 734 21 607 633 118 104 274 1893/94 . . 57 346 24 055 714 729 163 480 1894/95 . . 42 293 24 306 616 173 150 727 1895/96 . . 16 850 24 532 683 457 214 907 1896/97 . . 10 882 11 537 488 960 225 052 1897/98 . . 11 150 13 125 600 797 288 970 1898/99 . . 10 706 14 920 488 362 298 516

Belgien SchwedenundNorweaen Eisen Stahl Eisen Stahl ths. ths. ths. ths. 1889/90 . . 265 044 15 206 5 598 _ 1890/91 . . 268 469 51 763 4 938 5 1891/92 . . 250 876 103 998 4 198 200 1892/93 . . 477 875 102 158 2 927 240 1893/94 . . 405 512 124 671 3 276 72 “1894/95 . . 448 129 185 566 8 515 2 371 1895/96 . . 501254 351 614 46 691 1021 1896/97 , . 412 344 319 534 50 422 3 381 1897/98 . . 301 920 436 729 48 234 8 013 1898/99 . 332 863 301 042 54 288 8 933

Die Einiubr von Maschinen und Maschinentbeilen stellte sich in *den leßten zehn Jahren, wie folgt: A tb il Gesammteiufubr D e ut11ch1and s

Rupien 1889/90 . . . . . . . . 13 990 813 12 969 1890/91 . . . . . . . . 9 339 064 6 445 1891/92 . . . . . . . . 8 944 210 13 862 1892/93 . . . . . . . . 12 106 067 14 016 1893/94 . . . . . . . . 10 554 820 68 840 1894/95 . . . . . . . . 11 220 294 , 26 592 1895/96 . . . . . . . . 11 649 705 29 703 1896/97 . . . . . . . . 12 226 005 56 867 „1897/98 . . . . . . . . 10 100138 8129 1898/99 16 076 521 31 667.

" Im Jahre 1898/99 hat sich also die Einfuhr aus Deuschland gegen das Vorjahr um 23 538 Rupien gehoben.

Die Einfuhr aus Großbritannien stellte sich auf 15 958 982 Rupien, diejenige aus Oefferreich-ngarn auf 710 und aus Belgien auf 48 802 Rupien.

Einem englischen Spezialbericbte aus Chile entnehmen wir: ,

In gußeiserner Tovfwaare ist die verzinnte Waare tbatsachl1ch außer Gebrauch gekommen. In emaillierxen Artikxln _ Töpfen, Braspfannen, Schmorpfannen u. s. w. _ ist das britische Erzeugnis; "jetzt fast -ganz durch das deutsche verdrängt, einzig und aiLetn wegen des viel billi eren Preises des levteren. Runde Gußeisentovfe, innen emailliert, m t Henkeln und Weißblecbdeckeln, stellten sich anfangs 1898

im Preise, wie folgt: Deutsches Britisches Größe Inhalt Er eu ni reiß“ Erzeugniß. Preis: Nr. Gallonen * gPeßnceP Pence 10,55 14,04 1 11,12 17,28 x 12,01 19,44 ; 14,62 23,22 1 16,22 “27,54 14 18,50 30,94 16 20,64 39,80 10 11 22,20 41,58 Emaiiliette schmiedeeiserne Topfwaare hat im allgemeinen den la der emaillierten Gußwaare eingenommen; sie ist ferner auch an te e der ewöbnlicheren Sorte erenwaare etreten. Deutsche emaillierte miedeeiserne Waare bat die britis bei weitem über- Mt; 0 die Vereinigten Staaten von Amerika sind jeßt in den bewerb eingetreten.

' Die besseren Mefferwaaren kommen im aligemeinen aus Groß- britannien, die geringsten Vom euroväiscben Feftlxnde. Wenn mm die Gesammteinfubr in Betracht ziebt, so hat Großbritannien in der Versorgung des Landes mit Messern und (Gabeln Fortschritte gemacht, dagegen hat die Lieferung von Metalllöffeln abgenommxn. Schaf- scheren werden zie_mlich viel ymgeseßt, die besseren Sorten kommen JskSFffFld, wahrend die billigere oder gewöhnliche Schere deutscher er an 1 .

Schaufeln und Spaten kommen hauptsächlich aus Großbritannien, jedoch macht 1141 der Wettbewerb der Vereinigten Siaaten von Amerika sebr fühlbar.

Zimmermannsäxte werden weniger gebraucht als früher, da das Bauholz im Süxn jeßt hauptsächlich durch Kreissägen bearbeitet Zird.'kDiese kommen meistens aus den Vereinigten Staaten von

man a.

Siemmeisen und Schraubenzieher dritter Sorte kommen jest aus Großbritannien und behaupten den Markt bei niedrigen Preisen. aber in Gerätben, welche in erheblichem Umfange aus Holz bestehen, scheinen die Vereinigten Staaten von Amerika einen Vorsprung zu haben. Tischwerkzeuge werden im AUgemeinen verhältnißmäßig weniger aebraucbt als früher, da Tbüren und Fensterkreuze für Häuser mit Maschinen bergesieüt Werden. .

Aus Manaos in Brasilien wird bertcbtet: Von Eisenwaaren, welrbe besonders guten Absaß finden, sind zu nennen: Werkzeuge, Schlösser, Riegel, Drahtstifte und dgl.; emailliertes Geschirr, be- sonders Bauchtövfe, die früber ausschließlich von Großbritannien kamen, werden je ! gern von Deutschland genommen und emrfkblen 1147 wegen ihres ge älligen Aussehens. Iedocb möge vor der Hersteüung aus zu leichtem Material gewarnt werden, da es vorgekommen ist, daß die Töpfe eiuaedrückt in Manaos ankamen.

Nach einer Mittheilung des „Canadian Manufacturer“ macht sich in Japan ein lebhaftes Bestreben geltend, neue Erwerbszweige einzuführen. Deshalb nimmt die Einfuhr _bon Dampfkeffeln, be- sonders bon Röbrenkeffeln, aus England bestandig zu. Japan bildet ein aufnabmefäbiaes Absaßgebiei für Bohrmaschinen, Rammhammer, Hobelmaschinen, Durchbrechmeißrl, Schraubensckynetdemaschinen u.s.w. Es lie 0 sich ein brdeutendes Geschäft erzielen, wenn ein Spezialist zum erkaufe dieser Artikel nach Japan geschickt wurde. (Das Handels-Museum).

Zinkprobuktion im Jahre 1899.

Im Jahre 1899 rvurdkn im Ganzen 495683 6 Zink gewonnen, gegen 468 512 1: im Vorhergehenden Jahre. Die Vereinigten Staaten von Amerika lieferten 123194 5 und übertrafen damit die vorjäbrige Produktion 0011 103514 6 bedeutend. In Europa wurden 1899 im Ganzen 372 489 6 Zink gewonnen, gegen 364998 1; im Jahre 1898. An der Produktion des Iabrks 1899 (die in Klammern beigefügten Zahlen geben die roduktion des Vorjabres an) waren Rheinland, Belgien und die iiederlande mit 192 994 1 (191836), Schlesien mit 100160 d (99233), Großbritannien mit 32 233 i; (28 287), Frankreich und Spanien mit 331482 1“. (32 649) und Oesterreich mit 7305 1: (7229) betbeiligt. (Sasssißa 1111101310 (161 KSZUQ (1'1179118).

Belgiens Ein- und Ausfuhr von Steinkohlen und Koks im ersten Vierteljahr 1900.

(8111be r. Steinkohlen Ko s Hkrkunftsländer 1900 1899 1900 1899 Tonnen Tonnen Deutschland . . . . 400 884 330 552 49 950 53 926 Großbritannien . . 322 421 72 942 10 887 -- Frankreich . . . . 138 491 131063 7 001 7199 Niederlande . . . . 8 691 642 _ _ Andere Länder . . . 217 1 1429 96 Zusammen . 870 704 535 200 69 267 61 221

Die Steinkobltneiniubr hat also um 335 50) d'odkr ungefähr 60 % zugenommen; die Steigerung der deutschen Einfuhr beträgt 70 000 r, mit der binzuzurecbnenden Einfuhr aus den Niederlanden ungefähr 209/11; die Steigerung der Einfuhr aus Frankreich beträgt 7000 t.. etwa 5%, und aus Großbritannien "249 500 17, oder 350 0/0, Die Steigerung der Koks-Einfubr ist wkniger erheblich. Ausfuhr. _ Steinkohlen Koks BestimmungSländer 1900 1899 1900 1899 Tonnen Tonnrn Deutschland . . . . 48 860 77 525 25 938 22 730 Großbritannien . . 21042 26 093 _ - Frankreich . . . . 930 829 792 047 164579 148 820 Luxemburg . . . . 116035 94561 67 (300 59 390 Niederlande . . . . 80001 78 388 12 063 12 853 Schweiz . . . . 28 780 10910 13230 2630

Zusammen ein1chl. _ aller anderen Länder 1260 893 1 116 435 284 704 251 730 D'e Ausfuhr von Steinkohlen hat im Ersten Vierteljahr 1900 um 000 6 jugenommen; die Ausfuhr nacb Deutschland ist zwar um 29000 6 und diejenige „nacb Großbritannien um 5000 1 zurückgegangen, dagegen ist aber die Ausfuhr nacthrankreicb um 138 000 6, Luxemburg 21500 v und nach der Schwei] um 18 000 t. gestiegen. (Uouiisur (109'111101-015 U860r1015)

Außenhandel der Vereinigten Staaten bon Amerika im MonatMärz1900 und in den ersten neun Monaten des Fiskaljabres1900.

Die Ausfuhr der Vereiniaten Staaten erreichte im Monat März 0. J. einen Wert!) von 134 813 348 Doll. gegen 104 559 689 Dol]. im März 1899. Der Werth der Einfuhr ist im MonatMarz1900 zwar auch erheblich gestiegen und bezifferte fich auf 86442177 Doll. gegen 72 820 746 Dol]. im gleichen Monat, des Vorjahres; gleich- wohl ergiebt sich zu (Gunsten der Vereinigten Staaten ein Ausfuhr- Ueberscbuß Von 47 871171 Doll. gegen 31738943 Doll. im März 1899. _

Als Gesammtwerih der Waaren-Ausfubr in den rnit Marz be- endigten ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljabres ergiebt sich der Betrag von 1053 832 675 Doll. Diese umme ifi in der gleichen Periode früherer Jahre noch nie erreicht worden und uber- trifft so ar die Gesammt-IabreSausfubr aller vor 1899 liegender Fiskalja re. In den ersten neun Monaten des Fiskaljabres 1898 erreichte die Ausfuhr nur einen Werth von 925 905 356 Doki. und 1899 einen Werth von 947 992 955 Doll.

Die Einfuhr bezifferte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljabres auf 641635960 Doll. egen 500 022 579 Doll. im gleichen Abschnitt des Vorjahres; der Ausqur-Ueberschuß der ersten neun Monate des laufenden FiSkaljabres bett gt 412196715 Doll, gegen 447 970376 Doll. im Vorjahre. (*1'11630111'1191 01“ 001111110106 ami 6011111181018] 1301106111.)

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Handel und Schiffsverkebr in Bahia während des Jahres 1899.

Der überseeische Güterverkehr Vabias bat sicb _im Iabrek1899 ungünstiger gestaliet als wobl in einer ganzen Reihe 0911 fruheren Jahren. Eine lang andauernde Dürre bat die Ernten Vielfach stark geschädigt und namentlich den Taback ganz mißratben lgssen. D1e Ausfuhr war daher im Ganzen viel geringer als im Vorjahre; nur Gummi und (vérmutblicb zum Schaden des Landes 137010014115161132511- lkch großen Vebstsrbens) Häute und Félie zeigen eins erbevlnb bohrte: Ausfubrziffer als früher. _

Naturaemäß war daher auch die Kaufkraft des Landes geringer, sodaß die Einfuhr ebenfalls zurückging. _

Da Bahia für den Damvierverkebr nur Durchgangsftationnst, w treten diese ungünstigen Verbältniffe des Güteraustauscbes in der Schiffsbewegung nicht mit voller Schärfe zu Taae. Immerbm war aber sowohl der Seglrr- wie auch der Dampferverkebr in großer Fabri geringer, und die Schiffe, welche 1899 Bahia anliefeu, verwetlien zu- meist dort kürzere Zeit als gewöhnlich.

In großer Fahrt verkehrten während des Jahres 1899 im Hafen von Bahia 140 Segelschiffe von 67729 Reg.-T0ns Raumgebalt und 422 Dampfer von 974763 R6g.-T0ns aegen 164 Seuler Von 68 444 Req.-Tons und 483 Dampfer von 1016 654 Reg.-Tons im Jahre 1898. Die deutsche Flagge war 1899 mit 3 Seglern von 752 Reg.. Tons und 117 Dambfern von 256 452 Neg-TonS vsrtretén argen 9 Segler von 3428 Reg.-Tons und 133 Dampfer von 277 981 R99;- Tons-im vorhergehenden Jahre. Die Küixenschrffabrt dagegen, die nur noch unter brasilianischer Flagge xulasfig ist. bat nach_ dem Raumgebalt ein wenig ngenommen. Esliefen1899 356 Segler von 264125 Reg-Tons Bahia an und 788 Damvfcr Von 22 499 Reg.-Tons, im Ganzen also 1144 Fabrzruae von 286 624 Reg.;Tons

egen 1268 Fahrzeuge (298 Segler und 970 Dambsrr) 11011 278 455 911393580113 im Jahre 1893. . ' ' _

Von Badia wurden 1899 an wichtigsten Artikeln auscxefubrt: 245 694 Ballen Kaffee, 145 674 Säcke Kakao, 334 192 «_Haute, 158 373 Ballen und 8787 Mangors (Rouen) Taback, 66863 Bundel Ptaffava, sowie 259661 kg Gummi. Davon wurden auf demschen Dambfern Verschifft: 33587 Ballen Kaffee, 36 889 Säcke Kakao, _111148 qute, 97293 Ballen und 8577 Mangots Taback, 7379 Wandel Pta'ixva und 59 509 kg Gummi. _ _ _

Die Staigerung des Verkehrs der Küstendampfer ist hauptsachlich darauf zurückzuführen, daß bei der Dürre im Innern des. Landes der Bedarf an Mais, Mandioccamebl und schwarzen Bohnen in erbobtem Maße aus Südbrafilien und Buenos Aires bezogen werden mußie. Mais soll in großen Menaen zunächst von Argentinien ber nacb R10 de Janeiro und d?mnäcbst von da nach Babicx Verkadft und auf Küstendamvfern Verladen worden sein. Zu erwabncnnsLaurb. daß 1899 zum ersten Mal der Vierbedaxf vouitändig durch tn SFO P1ulo und Rio de Janeiro gxbrautes Bier Jedecki wurde ,und der Being aus Deutschland wegen der höheren Zölle 10 gui 1210 ausgeschloffen blieb. (Nach einem Bericht des Kaiferlicbm Kon1uls in Bahia.)

Verkehererbältnisse Persiens,

Die Seefrachten für den Waareniransbort nacb Presien bs- tragen pro 40 0115101096 : 1,24 011111 Maßrracht odxr _1 Tonne Gewichtsfracht von London nach Trapezunt 25 bis 30 Sbisimg, von Liverpool über Basra nacb Bagdad 45 bis 55 ,Sbilixng undwon Lberpool nacb Buschär 30 bis 40 Schilling (von Busckpar nail) Ltvxr- pool nur 20 bis 25 Schiiling). , _

Die Landfracbten für 11»; stelien sicb, wie folgt: won Buschgr nacb Teheran im Sommer 025 „46, im Wintkr 0,40-„sé, ron Buscbar nacb Schiras 0,12 „46, von Buscbär nach Isfahan-022 „46, von Bagdad nach Txbrran 0,25 bis 0,30 „54, von Trapeiunt nach kacran 1,0) „46, 110.1 Reicht nach T-beran 0,15 „46. von BZD“ Abbas nach Mescbbsd 0,48 .“, 0011 Moskau nach Mescbbed im Sommcr 0,17 .46, im Winter 0,28 „16 und von Tabris nacb Mescbbed 0,40 „46

An Speditrurfirmen sind vorhanden in Bufcbar: Gray Paul 11. C0. und Aratoon Malcolm u. Sons, in Bagdad, Bowl, Püttmann u. Co., in Trapezunt: Bogbos O. UKarWian, 1n Batum: Burckhardt u. Co., in Baku: Schubert u. Co. (Stephens) und in Rescbt: Ziegler u. Co. .

An Banken sind vertreten die 1111p01'181 1381114 01' 1388518. in Teheran, Tabris, Meschbsb, Isfahan, Buschär, Schiras und Yxsd, die 138-1]an 1111.61'11911011810 (10 (301111110109 (10 11050011 in Teheran und die 138qu6 (16 ?cker in Teheran.

An Cwortsirmen sind zu nknnen für Getreide: 1)Sk31811 (31111M86111g 0011158117 n Basra und Buschär, für Reis u_nd Hülsenfrüchte: Tonmaniauß Frézres, Aramiauz u. Co., Arm- maniauz Fré-res in Teheran, für Rosinen und getrocknete Früchte: Tonmaniauß Ftöres, Aramiauz u. Co, Ziegler u Co in Tabris, für Taback: Iuffuf Elias, Hadji Aga Mehmed Melik el Tudjar in Isfahan, Hadji Lari, adii Gulam Hussein in Schiras, für Opium: Ziegler u. Co.. I. . P. Hos u. Son, (31111 "kracjing (3011193117111 Isfahan, für Wolle und Baumwolle: Toumaniaus Fröres, Cie. Aramiauz, Arjumaniauz. Hadji Mirza Mebmcd Ali Isfahani in Teheran, für Teppiche: Ziegler u. Co., Sultanabad.

An Importfirmen sind Vertreten für Baumwollwaaren: Ziegler u Co. in Tabris, Isfahan, Teheran und Yssd, HW 11, SMS in Buscbär, Schiras und Isfahan, 1'01'5181181111' 'L'WÜÄUJCOWXIWF in Schiras und Isfahan, für Wollwaaren (Tuche): Hoo1epoff, G. Tekmes, G. Kaloussiauz in Teheran und für GlaSwaareu: Zirgler u. Co. in Teheran und Tabris und HW 11. Sons in Teheran.

Die Preise der Waaren in Persien betrugen im Jahre 1899: pro Doppelzentner Zucker etwa 60 „46, Reis 15 3/6, Baumwolie 50 bis 60 „44, Wolle 66 .“, Gummi 200 bis 330 „x(, Eisen 48 „44 und Kuvfer 260 bis 320 .“, pro Kilogramixi Opium 30_ bis 40 „46 und Seide 26,60 bis 33,30 „14, pro Paar Häute 4,00 bis 5,60 .“. pro Yard Manchesier Printed cotton 0,20 bis 0,40 .Mi-, pro Stück Manchester qrev Twins 11,20 bis 12,80 .“ und Manchester grey Sbirtings 10,00 bis 12 .“ (Nach einem Bericht der Kaiserlichen Gesandtschaft 1ür Persien in Teheran.)

sägliche Wagen cftellung für Kohlen und Koks an der R05: und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 7. d. M. gestellt 15 261, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 7. d. M. gefüllt 5738, nicht reibt- :eitia gestellt keine Wagen.

Produktenbörse. Berlin, den 8. Mai.

Die amtlich ermittelten Preise waren (v. 1000 kx) in Mark: Weizen märkistber 151,50 ab Babu, Zächfischn (765 g) 151,75 ab Boden, (Normalgewicht 755 ) __ bnabme im laufenden Monat, do. 155 25-154,50_154,75 Abnaßme im Juli, do. 157,25_156,50 bis 156,75 Abnahme im September mit 2 .“ Mebr- oder Mindeertb. Ruhig.

Roggen, märkische: (718 3) 148,50 frei Mühle, ;do. (725 J) 149 ab Babu, Normalgewicht (712 g) 150,75_150,25_150,50 Av- nabme im laufenden Monat, do. 148,50-148 Abnahme im Juli, do.

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