lich zu hören, und diese mündliche Verhandlung dahin zu verlegen,
wohin sie nur verlegt werden kann, nach der unterm Verwaltungs-i
bebörde, weil die Gemeindebehörden zum großen Theil'nickxt geeignet
sein dürften, eine solche Verhandlung mit dem Verlevten aufzunehmen.
Meine Herren, dieser szankengang entspricht ja an und für sich der Richtung, die unserer ganzen modernen Verwaltungßgeseßßebung zu Grunde liegt; denn man ist bei unserer Selbstverwaltung auch von der Ansicht außgegangen,_ daß man möglichst da tbatsächliche Fest- stellungen machen soi], wo die festsielienden Beamten den Thatsachen am nächsten stebxn, weil man annimmt, daß dort auch die Fest. steliungen am zuverläisigsten gemacht werden, und dieser Gedankengang ift es auch offenbar, der den Herrn Antragsteller veranlaßt hat, in der
Kommission einen entsprechenden Zusaß zu dem Geseßentwurf zu be- anfragen.
_ Meine Herren, es ist mir unangenkbm, muß ich sagen, beute über diesr Frage weiter zu verhandeln, aus dem einfachen Grund?, weil basirnige Mitglied des hohen Hauses, wclches v:;rzugSweise auf jener Bsfttmmung bestanden 531, nicht anrvesend ist, und ich nicht beitragen mörbie, zur Bewabrbeituwg des Grundsaßes: 165 313591365 ont- boagoiirZ korb! Ick muß aber doch sagen, wenn ich persönlich und, ich_ giaube auch, die verbündeiyn Regierungen in der Lags gewrsrn waren, einem solchen Vorschlage in gewiffer Form statizugeben, der an Stelle der schriftlichen Anhörung die mündliche Verhandlung fest, so waren wir uns doch nicht zweifklbaft, daß diese Formulierung, wie iir biér getroffen ist, aucb schwere Praktisch? Bedénken in sich sch1i8ßt und deshalb nicht ganz befriedigend ist.
_ Meins Herren, ich habe bisr z. B. Matrriai vor mir likgrn, was mrr unierbreitrt ist yon der Knabrséoafts-Brrriisgc-nossenschaft- Da find Zabicn aufgeführt, und ich muß diese Abgaben iür richtig baltsn, 11.111; 0611611 in der KnappschaftS-Berufsgeiwffensckxafi monatlich zwei SitZirngen abgehalten werden, a11c vierzsbn Tu,.)e eine Sißung, und daß in jekrr dieser Sitzungen 500 Unfäiie zUr Beralbung gelangsn. Da muß ich mir aÜerdingZ sagsn: wknn übst ails 500 Unfälle die unterkn Verwaltungsbebörden gehört werdcn soilen, wäre das eine unzebeucre Belastung dirser Bebördrn. (Zustimmung.) Wenn wir aber gegen jene Formulierung der Kommission Bedenken grbabt haben,_ so haben sie, wir bbrn bkrcits gesagt, wriiigrr auf sach1ichem als mir drm g€schäit§i€chnisch€n Grbirie gsirgsn. Wir können nicht arcrkeriuc-n, daß, WM" dir Uiiierén VMBQÜUUJÖÖLÖÖWLU die Tbat- sachen näbsr fxsistkliten, darin (zinc Bryormimdung der Berufs- gerioffeiischafien lägs, sondern Unsere BedenkM , die dagrgcn 0811311811, lékgen viikimrbr auf dem Prakliscbrn Eebicie, daxi dis _untsrcn Verwaltungsbrbördrn durch Aufrccht€rba11nng diéjcr Voriäorift grschäftiicb ganz aiifzerordrntlici) belastet wrrden wiirden, und daß aiikrkings _ darüber war man sich, glaube ich, aiich in der Kommissirn nicbt uneinig _ durch dieses Vcrfabrrn 61118 nicht uriwcsentliche Vrrzögermig in der Frsiskßung der Ciitfchädigung eintretrii kann. Immerhin, mrine Herrkti, wicdérbole 1:17, 11121112 Vrdsnkkn, sowik, soweit ich dée Stimmung der vxrbündetrn ngierungkn ksnne', auch die Bkdknkrn der berbünkcien Regisruxxgkn ldgcn auf der gsichäftstxchniscbrn Seits, nicht in dkn Gründrn die dlé IiSrufözzcnoffknsÖaften geitciid machs". Man ma,; aber zur Frage stehen, wir man wii], das kann man als unbelrchtigt nichi bestreitrn und dafür will ich auch Zcugniß crbic-„zrn, d-Iß drr brbandeliidr Arzi _grbört wride, und doß, wcnn dics:-r ein Arzt dcr BLkaS§61Wff€Nsch3U ist, der Vcrleßie das Recht babrn 1011, ZU verlangen, daß ein aiidxrer Arzt gehört würde:, daI cricbrint als Eine dwcbaus berich'i'ie Forderung. * U __ Mctne Hemm, wir machn dreh iiicht nur soziale Geseßr, um die .irmcnrfiege zu lindern oder (,a-“z auizchben; wir dürfen vielmrbr bei alle'n sozialpolitiickpen Göseßrn nie den cinen deanken außcr 21113911 laffcn, daß sie versöbncnd wirken sollsn gegen- ubcr dcr Maise drr Arbeiter. WWU wir abkr dieses Ziel brrfolgen, so tnüssrn wir 11115 allerdings an:!) 5111811 auch nur den Argwohn zu rrwxckep, daß wir d:"ii Arbeiter auédiesen GWiLLLU nicht absolut unbaririisch imd iinbrdinxn fachlich brbandrln. Und ka erscheint LI mir als ein michi unbxricbtichs Vkrlaigcn 11.181111 man in kinkm Anfrage vérlcwgt, das;, [)SVOr die Brru “* ; ickxait die Entschädigung festsesi, man den Mann 513an soll?.xgdéroTbrxh ikdetifaiis zunächst dsr geeisnstsiSZiuge über iieTbatsachen der erleßung 19,552! die Entwickslung drs ganzen Krankkiircrlaiifs; dieser Zruge meine Hrrrcn, wird aUerdingI drr Arzt 18111, der den Krankeri brbandsli bat. Selbst dann, wenn dieser bebandxlnxe Arzt _ Aerzte tanscbcn sich ja bésweiirn _ in seiner Diagnose, in seinem Urtbeil irrt, selbst dann wird es dem erlkßten noch Lin gewisses Grfübl drr Brtubigung und dsr Bcfriedigrinz iiewäbren, wrnn er weiß, der Arzt der mtch behandelt bat, ist zur Sache auch iiebört worden. Ick; glaubs, weiin man minisitens cine derartige Bestimmung in das Gexey aufnabmr, wie sir drr Hsrr Abg. Freibkrr von Stumm selbst befurwortet bai, sb würde man erstens sozialpolitisch Etwas Weises thun, und man würde viellricht auch die Zahl der FäÜk, in welchkn an das Schiedsgrricht rekurricrt wird, wck1k11111ch vrrmindern.
Der von dem Vlbg. Freiherrn von 7111111 k" . Vermittelungsantra it in ' ,“ - m MI? 117191ng lautet also: g f lesck) " “*UISJUNIM und
„Vor der Feststellung der Enisäiädiimi ist ' ' d YbßnxßigrßdebZktzt_ßzu böZen. BStekfbt der kb?bgandel9111612118613 8728118611 r er n zu er cru 5 ein anderer Arzt zU börsn.“ SMOssMWM, so ist auf Antrag
T_Daneben soll der Aritrag auf Wiederie t [1 des F 57 der Vorlage aufrecht erhalten 5119862716115 des Abs- 3
_ Aba.FreiberrvonRichtbofen-Dam§dor : die Existenz gewisser UZb-klstände an, aber das 9011233 ZirUJWiiii-Z; Zcrgeixkylagene_Remed_iuw ballen wir für kuribaug unßeeignet. Die „anbratbe, Burgermetsier_und Amtßvvrfieber WUDM ganz ungeheuer belastet und die Ent|cheidungen véricblevpt. chc Art der Selbst. driwaltung hört auf,_ wenn diese Art des mündlicbrn Verfabrrns für rden Jau obligatorisch sein soll. Die Kbiistrnktion, wie sie die Fommusioy bieret, ist mit unserem preußikcbcn Beamtenavparat über- __auptVunauOiubrbgr, Sachlicke (Gründe für disses langwierige münd- Fix erfahren ließen 04) aber auch gatnicht aniübrcn. -Auch die o thltxrisYT Anbörunß des b-«bandelndenAiztes ist nicht nothwendig. s' d „(;-K oesicYe-Tessau (5. k. F_): Die Kommissionsvotscksläge bUb em ompromiß, an welch-m feigebalten Werden muß, und ich fe_taurre se_br, daß der Siaatsstkretär heute die praktischen Schwierig- i1:1 en so n den Vordergrund_stkllt. Daß die Berufégenoffenschafken n erster Instanz _Zar-z selbiiandig zu enrscbkiden haben, ist doch ein YU c;:_i_11'3ei_'geiri5[mlt ck Recht. Es handelt sichnicht lediglich um einen olks ag, denn an „düsen Vor1chlaa knüpfen sicb rechtsberbindiiche MeZenMJennSRZx F?thißeeiknöetinFWiiissen Frist da_s Schiedßgericbt ange- . _ n a o e en ' Arbeiter bei der ersten Renunieiiseßung KUZtipFeriZoxxörngJW? _dnr;
schädigt werden. daß die Feststelluna der Rente versclilep t wird und sie viel länger als jeßt waeren müffen. find gleichfalls biiiiällia. Die Yrbeiter haben das lebbafteste Jnterefie daran, endlich einmal selbst uber die Festießung ihrer Rente gehört zu werden. Sollte wirklich eine Verzögerung eintreten, so wird desto häufiger die zweite und dritte Instanz gespart werden, und das ist für die Arbeiter aucb kein Seringer Gewinn. Wenn reiberr von Stumm solche Sorge at um die rechtzeitige Gew bruna der Rente, so fiebt ja nichts im Wege, daß seme Berufögenofsenschaft den Arbeitern auf die zu er. wartende Rente Vorschuß giebt. Das wird tbatsächlich auch in vielen Brrungi-zioffenschaften in zahlreichen Fällen so gemacht. Die (Ent- rüstuna uber die Stellung der Berufsgenoffensebaijen unter die Vor- mundschaft eines Landraibs oder Bürgermeisters ist mir vollends un- begreiflich. Eber scheint mir, daß diese Beamten sich als Bsauftraate, als der Beruföaenoffenscbaft urtergeordnet ansehen werden. Von der Xoßeq Belastung der unteren Verwaltunaskebötden ist bei de: nvaltdxnversicherung, wo diese Last zweifellos viel größer is!, nicht. die Rede gkwesew Nach einer von mir angestellten Berechnung kommxn auf jede untere Verwaltungsbebörde im Deutswen Rriche jahrlich durchschnittlich 56 Fälie; das kann doch keine ubrrgroße Belastung sein. zumal diese Behörden die Befugnis; haben, die ihnen unie:sikl1ten Organe mit becauzmixben. Mißtrauen aegen die _Aei'zte kann ich in dem Kommissionsbeschluß durchaus nicht finden; dre Aerzte haben im _(Gegentbril auf allen ihren Kongressen sich im Sinne der Kommissionsbesckzlüffe geäußert. (Gegen den Verswcb. mtt Drohun-zkn, wie sie Freiberr von Stumm ausgesprocbe-n ngt Zußaiitdekonzweqb d:s_ck§?e_seßes t_:usthzxiefäbrden oder Beschlüsse, 1110an (1 en, te im m WW 1 md, " ' * Schluß entschieden verwahren. s mochte ick) mtch zam Staatssekretär des Innern, Staats-Mini ter 1)r Gra von PosadowIky-Wehncr: 's ' f _Meine He."?"x Weun 115 noch einmal zu der Frage das Wort ergreife. so geichtcbt es lediglich, weil ich bei den persönlichen Be- merkungen krine Gelegenheit babe, mich zu äußern, und um den Irr- iHiirn klarziilegen, in dem sich der Herr Abg. Roeficke zu befinden 1ch€1111. _Jrh babe ausdrücklich festgesteUt, daß mrinerseits urd auch, wie_ich glaube, seitens der verbündeten Regierungen , soweit ich drren Siimmungksmie, gegen die fachlichen Bestimmungkn dieses Paragraphen kxine Bedenken vorliegen uvd daß die Brdenkeii lsdigiiä; auf gescbäfisiechnisckpem Grbieie liegen in BMZ aiif die Bélaitung der untrren Verwaliungébebörden, und daß allerdrnxxs diese Brdrnken in grwisssm Grade brftätigt werden können durch die _Zablcn, _die ich Ihnen für" den Umfang der Gefchäfte der Knavr]chait§-Berufs,:énoffknfckpaft mitgetbkilt babe. Ick babx aber ferner (1115 aiisdrückiicb ausgsfübrt, meine Herren, daß ich die Ein- w.:ndk, die die Berufsgencffenscbaftkn, namxntiick) vom Standpunkt dsr Lérrormnndung, 12.9.1611 dirsci: Paragrapbén der Kommisfioxs- bejch1uff€ erbkbkn, nicht für berechtigt aneikennen kann„ Und ici; glaube, daß disse Einwänd? auch die bsrbündsicn Rc- gierimgcn _ 016 berkcbiigte nicht anerkennen würden, und ich babr rndlirb ausdrücklich bxfürworiet, in jsdrm Fakir: dcn Anikag Stumm (11131111TÖM611, dsr dem bebaudslnden Arzte die Möglichkeit giebt, sebort zii werksn. Ich kann deshalb zu mcinxm Bc- dauerw aurh dcn Ausfübrungcn des Herrn Abg. Frkibcrrn bon 0111191591811 in disskm Punkte nicht folgen, drnn drr bébandrlnde Arzt kann eiiiwedrr schriftlich odcr mündlich gebört WLkDLN. Beide WWE find möglich, und Er braucht srlbsiberständlicb garnicht ge- bor: zu werden, WL1111 bereits drr Vrrleßte selbst Ein Attrst des ibn b?baiidrlnden Arztes ringereicbt bat, was dir Sachlage gégenüber drr Béruissenoffenicbaft boilkommrn klariegt. Auch so weit kann ich nicht gsbrn,_zuzi1gi'iikben, daß durch den Kbmmissionsbksäoluß eine n»3_ue b-bocdlicbx Organisation r*,kscbaffrn würde. Drnn immerhin wiirdk sich, _wsnn man den Antrag annimmt, die große Anzabl dcr FaÜe 031112611211 nicht mir auf die Landratbéämier u. s. w., sbndktn z.B. in Préußen aiif all? die Magistrate 111 Siädtrn bis zu 10 000 (ZiuwWiiern, und 11511) der BLstimmung des § 109 des Geseßentwurfs ware es kogar zu1a=fig, dirrcb eins Anordnung der höheren Vér- wdituiigsbeböxde in Prrußkn nur!) noch avdcrerbörd-n zu bezcickyn-cii wie die Magistrats dsr Städte bis zu 10 000 Einwohnern, welche die Funktionen an:? 9" 57 drr Kommisfionsbescblüffe wabrzunrbmcn bäiikn. Ich 135111? es bkiiviiiswxise persönlick; immsr noch für beser, daß der (Yememdr -Vc-r!tcber 0Uch eincr klsineren Stadt wie 1301: 10000 «811871 emrn Véllkßkkn über seine Ansprüche mündlich bört, als wenn derieibe andrrnfaüs in die Hände 611166 Winkelkonsulkntkn fällt. Abs; Hilbck (ul.) ivrécht sich für den AnNa Si de_r LINZ? 0876119113118 Kkrw in den Vorichläarn gdcr Izumnxjniilixiréii T_r 13911 „»br 111 Zaki" m_e'brwurdcn die ersikn Féstsexungrn der Berufs- ,L6111*ff:'111ckä'1€11_ als 113909 anerkannt und immer geringkr würde die Zabl drr_Wsiiiiu11gen. Dai;i komme raver, weil die Bkruisrrenoffkn- scixaiikti 111 _kirsem erster] Zritraum der Gültigkeit des Gkseßxs die notbtgkii_Er_iavrumZ€t_i geJcnmriclt hätten. Augenblickiicb würden 75 0/0 alisr Ök1chetdc bysiatigt. Die übrizxn Vorschläge der Kommission seien _krine_ Vribkfferungep._ ]oridrtn eine wesentliche Vrrskhircbteiun-i des blSÖertgcn_Zuitan__dx6 fur die Arbeiter. Die Durchschninsiabl dixe de_r Abg. 111061102 anfubrxe, babe keine Bedxutung; es komme aui die wirkliche Zahl __der_ ber_jeder Bernisienoffenichaft vvrkommrnden ;):UeEchh T_batiackolxéb Tußten _manchmal 500 Fälle in einer Sißung u n riurgieratw , ' “' „ __MOFKWÜQ € 1, cr en so bil der KnappschaitSbcrufs _ ' .,]. Dr 31131: Ick bedankte mit dem Staats k t' Urokb-r dsr) Antrages, unser Krileae Trimborn?- beutese 6211111882? ?_etr hier zu Jm und das Krwpromiß mit der Wärme, die wir an ibrri aewob-it Und, zu vertbeidigen. Aber die Begründung, weiche err Rokfick-x Zkßibkn hat, kann doch am!) nicht verfehlen, großen Ein- druck_ :u _mach€n. _ Der bkrixßte Arbeiter weiß unter dem beurigrn Verfahren iiberhaupt nicbt, Welcher Beurtheilung sein Yukai] unterliegen wird; er bekommt schließlich nichts als ein Siuck__ Pavixr in die Hand. Es macht mir einen eiae"- tbumiicbxn Eindruck, _daß das_Berufr-genoffrnichaften sich so energisch dageßen webien, de_rß tbnen m_ ihre ;then, in ihre Karten bineinaeseben wird. _Detri Arbeiikr fehlt die persdnlicbe Füblung mit den Berufs- uenyffsnichqsien; __es gebt beute aiies bureaukratisch zu, es feblt das ZweiiYeriiglicdchYwi)EZ)“drn_LZerukngc-noffenscbaften und den Arbeitern. gti ige iewure ie SWLZJGLTFU sein. Festsryung der Renten durch das n er weiteren Tebatie betheiligen fick) wieder 011 der Abg. Horb, der seixicr Verwunderung darüber Ausrichk giebt daß das Zenirum 1881 den Antrag Trimborn, d. h. das voti der_Kommrssron vdrgeschlagenc Kompromiß im Stiche zu lassen 1chcme, und daß dre Vertrrter der einseitigen Rechte der Berufs- Uepqffenschqjien kcm_ Gefuhl für Anstand, Gerechtigkeit und éilltgkeit hatten, _ eme Bemerkung, die ihm eine Rüge des Präsi- Sentcw Grafen von_ Ballestrem einträgt, _ der Abg. chmdidr-Eibe_rfcld (sr.Vo_1ks_p.), der konstatiert, daß seine Freun e schon in der Hommrssrorr gegen die beiden Absäße gc- bimmt häticn und dies _auch_1eßt thun würden, und daß ier_ vdqn einem Kompromrß nicht gesprochen werden könne, sowie te Abgg. Roesicxe:Dessau uno Freiherr von Stumm. A _Die i_iizialdemokratischen Anträge werden abgelehnt, die n räge Stumm angenommen, womit die Kommisfionsvor-
Feld geführt werden. Die Einwände, daß die Arbeiter damit ge-
Nach 7 Uhr wird die weitere Berathung auf -* wo 1Urvrt t. " - Mitt" vorlége). h e ag (Vorher dritte Berathung der Poitdampsex;
K-
Literatur.
Geschichte de! Sozialismus und Komm
von Plato bis zur Gegenwart. Von Profeffor V?.UZF" Adler. _1. Theil: Bis zur franiösistben Revolution. Verlag ;rg C. L.Hirschfe1d, Leipzig. Preis 8 „46. _ Dieses Werk bildet den dritten Band der ersten Abtheilung .Voikswirtbschaftslebre“ des de" Professor Dr. Max von Hkckel herausgegebenen ,Hand- und LehrkuZ: de_r Staatswiffenschaften“, des größten derartigen Sammelweikec da wir, abgesehen voir lexikogravbiscben Publikationen, in der fi'aqts' wiffenschaftlicben Literatur besißen. Der Verfasser behandelt dari- die Geschichte des Sozialismus und Kommunisinus in der Erin wickelung der Völker des abendländischen Kulturkreises zum erste,; Male nach wiffenschaiilicben Grfichtsvunkten und auf durchaus anderen Grundiagxn als den fur solid? Darstellungen üb-rlieferten: nicht als eine Speztalaesrbichtq 1011011stlsch5k Ideen und Bewegungen, sondern alß eme Geschichte jener Richtungen in ih er Verflechtung mit dem wirtbicbaiiltch-syzialrn S_vstem jzd-r Zeit. So bietet er in Wirkiich- keit nicht nur eme Geschichte des Sozialismus und des Kommunismus sondern au_ch eine Geschichte der soiialreiorixierifchen Bestrebunqen und“ - in gewissen Grenzen _ eme Gxscbicbte )oJar der sozialen Zustände der Zerten._ Zu _ciner solchen Darstellung, die vikl lehrreicbér als die bisher _veroffentiichten Abhandlungen über die kommunistischen und sozialistischen Jde und Bewegungen ist. war allerding! niemand mehr beruf_sr_1 als Adier,_ der in seinen Schriften und in seiner prak- tischen T_battgkeit sich wie krin Anderer mit sozialen Fragen befaßt bat. Die Ctntbeilung des Stoffes ergab sich für ihn aus den beiden Entwickelungsvbafen, _welcb? die sozialistisch: Jkee durchlaufen hat In der ersten Pbaie tritt der Sozialismus wesentlich nur als Bswegu-ig' im Reiche des Geistes (ruf, ais Konskqacnz philosophischer und reliaiöfee Sbekulationrn, und wrrd darum nur ganz außnabmßweise das Ideal weiterer K*etsr; in dir zweiten Epoche dagegén ergreift die so,ialistische Idxe die Muffen und wird zum Selbstzweck, wo sie dann als soziale Philosophie der modernen Arbéiterklaffe Ulk Vertretung ihrer An. spr_uch_e _auf wirtbscbiftltchr und politische Macht dient: hier wird das so_zialtsiiscbe Eesxlisqbafrxidcal zuin Kitt dec Muffen, (118 311110011 binter der 516 Tbaikacbe dir heutige Arbeiterfrase sieht, die aber nicbi bloß ais okonom1scbes, _sondern im weiissten Sinne auch als Macbi- und H3rr_schafts-, 1a als Kulturdrsblem überhaupt anfgefaßt werder) muß. Dre Darstellung der sozialistischen Bewegung der ersten Art bildkt den Inhalt _dcs vorliegenden Bandes; sie wird bis an die Schwei]: drr Zrit gefiihrt, wo_ der Sika der kapitalistischen Pro- duktionéwéné krarigrn wxrd: aljo in der Trcbnik bis zur Einführung drs ngriiidstems, m der doittiicbcn Orkonomie bis zur Einrichtuag der burgerlichen G5sk111chaft._ Der Verfaffer chzrakterisizrt den Kom- munisinus und Sozizlixmns in seinen verschixdenen Epochen dieser ersten (Fiitwickeiunßsvbase, deren_€r _fünf annimmt, als Konsequenz ethischer Rsforwbrwegungen im _arikchiscbrn Altertbum, ryliaiöfec Beivkgungen im judiicheii und ck11stlichkn Alierrbum, christlich-rrsormatorier Tendrnzen im Mittelalter, des Lebmsideals von Rk'naiffancx uud Humanismrzs irn 16. und 17. Jahrhundert, najurrecbtlickoer iind weltburgkriicber Irrale im 18. Jahrhundert bis zum Be- ainxi de_r franzofiichen 1865011111011. Iii d-m ersten, der ethischen Rsirirmoxwegung im grißchtschen Alikrtbum gewidmeten Ab- schnttt werden 11. _ a. _d:€ !oloiiisch Gsießgebuni (Aufhebung der _Schuldknschischait, _ Hzrqbsesung dsr Hyvoibekensebulden um _27_0/0)__und die Soziaivcliiik des griechischen Alterthum? die ]oztaiiiiticbén J0€2n_ln Arben, Plato? Kommuniéntus und 5361159 1080111111ch€kY11Lkch1§UJ116 kritisch gewürdigt. Die ktbiscbe Nxform- bewraung, die Staatstdeale jrner Epoche waren bekanntlich aristo- eriiscb-Irr Inhalts, gerrchtei_ gegen die unerträglich akwordknrn Zu- stand: kirier zur_ Ochloiratic entarteten Volksberrscbaft. Ob der Deinokr.:tte._gemc_rß x_echnjchsnnaiur und andxren Umständxn, immer das 81306 1711151, in die O_ch*c*kratie auéiumünden, ist eine Frage, die man 1_i_:b beute bit garnicht itelii, die aber in unseren Tagen kaum weniger akiit i_itals in dem Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. Zur christlichsn Zert ubergkbrnd, s-btldrrt der Vsrfaffkr die Eniwicklung, den Auf- 1111111111311 und den Durchbruch der christlichen Idee wikder überaus an- schaulich. _Jm ,;rirchiscbrn iind touriicbkn Alterthum ist die Sozialpolitik (Heleäenbeitspolittk geweien, i_ind wurde jeweils aufgenommen, rvenn di' Mzffrn ric Mindxrbeii bedrangten. Prinzivieükn Charakter gswinni erst__dte christitcbe Sozialpolitik. Das Cbristentbum batte, wie Adler 0115111271, in xém'r 153113111, _in der Es gesiegt k)]tt“, mit Sozialismus nichts zu thun; _es will keine andere Produktionßordnung, nicht Auf- bkbung rer Priwaieigsnibums, svndsrn Bribxbaltuna deSselben. da mir 1131th dirier VdraukZiktzung Betbätiguni der Nächstenliebe möglich 181. _Jtnmcrbin ich1ießt die Uzbung kes christlichén Gédankers unter Umstanden aiicbémr gewisse Rsaelung der Produktion ein, wie im __Mriteialicr rte Sozialpolitik insbesondere in 0811 Städten zeigt. Der «Zeitamzr behandelt dilse _und die Sozialpolitik auf deM'Lande w tiervin 115 Orden urd die sozialen Erhebungen bis zu den Wicker; taUsFrn. __Jm nachsten Abschnitt verweilt er, nachdym cr dem Einfluß dxr .)ienamarce auf die Entwichung der sozialen Ideen erörtert bat, laiiixr bs: TONI; More: rnit voUem Recht, denn desen soiiale Kritii war eine Y_uelie, aus der aüe folgenden scböpften. Nach More wiirdtßt er Nabslats, Camixanella's .Sonnenstaat' und ten Jesuitxn- staat tn Paraguczv, auch denen (Einrichtung als Ausfluß des Bildungs- ideals bon Renaissance und Humanismus bezeichnend. Was im 16. 11115 17. Jahrhundert „Ideale' waren, ist auf dem Kontinent im 18., in England schon im _17. Jahrhundert ein „Recht“, ein .Naturrecht' gewordkn. Adler swildert die sozialen Bewegungen, die unter der erricbaft dedselbkn in England aufkamen, nachdem er vorher die ProduktxonZ-wirtdsäoafi des Patrjmonial- und Polizeistaats dargelegt bar, und laßt dann rt." Geschichte 566 naturrccbtléchen Sozialißmus in F_rankre1ch, sbwte zum Stvluß eine Darlegung der politischen Ideen- ganTeL-eifingzs folgen. Das_ Buchistfeffeind geschrieben; fein Verfasser betratb rind teltsnr Bsberrichuna dcs gesammten Stoffes, zu der fich noch ein Freier Blick und ein nüchterncs Urtbeil gesellsn. In einem Anbaug__ sindkt fich ein_e__reichbalii,ze Bibliographie über die kommuniitischsn und iozialiitischeanm und Bewegungen der im vor- liegenden ersterr Tbkil behandelten Evocben. Der zweije Theil des Werkz's_ wu cine Darstellung der sozialen Jdekn, von denen die franzosiTÖe Revolution bewegt war, sowie der Geschichte des Sozialismiis und Kommrimcwus im 19. Jahrhundert bringen,
_ Die De_pbriarion,_ein modernes Strafmittel. Von _111'. Ostar_Pr_1_eitc_r. Berlin, Verlag von Franz Vahlen. Preis 2.14 _ Disse S_cbrtfx behandelt ein längere Zeit in Deutschland Mit großer L_sbbaitigkeit erörtertes, gegenwärjig aber anscheinend als erledigrgnzujebrndrs Problem. Der Verfasser schildert die Nachtbeile welche im das Gsmrinwobl aus der Ueberfüllup der Gefängnisse und, Zuchtbauser eriiwrmgea, _und tritt für die iniübrung desjenigen Stcafmtttels em, rem die_Tbe_ore1iker und Praktiker in Deutschland äußerst wenig geneigt grgenuberixebrn: drs Mittels der Deportation in der Form strgfrechiiickxcr Dezimierung und späterer Ansiedelung dcs Verbrcchers an _uberfeeiichxn Plasen. Die mannigfachen Einwendungen, wslche_1n der Lt!era1_ur wie auf Kongressen gegen die Einführung der Depor.ationsstrafe sur dxutscbe Verbrecher gxitend gemacht worden sind, iiicht dsr Verfasser 311 widerlegen. Erwin die Deportation im wesent- 1_tchen auf Gewobybettsverbrechr und auf einen Zeitraum von 6 bis „0 Jahren beichranit febep,_ dem Deportierten (Gelegenheit gegeben wissen, durch Arbxit allmahlich ein neuer, einsamer Mensch zu werden, unter Uznstanden auch_Grundeigentbum zu crwerben und eine Familie zu begrunden Auf dteie Weise will er einerseits die deutsche
;imatb vo.; der Uebermenge der sozial wertbios gewordenen Individuen betreten und andererseits auch diese Elemente noch da nusbar machen, wo sie unter neuen Lebensbediriaungen von neuem brauchbar werden kognen. Er_siebt die deutschen Besißungen in Afrika, namentlich in Sudwest-Afrika, fur besonders geeignet zur Anlegung solcher Straf-
schläge erledigt find.
komm" “" und ““ck“! die finanziellm Bedenken w Devortation ins Feld geführt werden, für Unbalthaé elche gegen die
zum DeutschenReichs-Anzeiger und Königlich Preußis
Zweite Beilage
Berlin, Mittwoch, den 9. Mai
chen Staats-Anzeiger.
Yoo.
»" 111- (AUs kekNachricbtk-n für Handel und Industrie“.)
„ ' de und Yxflflsverkebr sowie zu Lande ein- und außgebenden Waaren neu ge-
lt worden. _ ;Fsegrbende Waaren nach Maßgabr des nachstehenden Harris erhoben: 6 m
10) Leere Gefäße .......... frei 11) Sonstige Waaren und geprägtes Geld 5,00
1
Handel und Griverbe. im Reichamt des Innern zusammengestellixn
Spanien. Transportsteuer. In Spanien ist durch ein nur 25. Märx , J. in Kraft getretenes Gesetz, unter Aufhebung der btsber gultig xwesenen entsprechxnden Bestimmungen, die Transportficuer außer f_ur für im Inland beförderte Waaren auch fur die im
Im Verkehr über See wird die Steuer für ein- und
Abladen“ Aufladen für die Tonne xu 10001rg Peseias Pesetas Schiffahrt erster Klasse: ]) Erze jeder Art. Steinkohlen mid Koks Düngefioffe, Kalk, Zsment, PfiziterungSmate-rial, Baumaterial aus Tbon und Zement . . . . . . 2) Ocdinäres_Sa11 ......... 3) Leere Gefaße _ 4) Waaaren alier Art und gevragies Geld Schiffahrt zweiter Klasse:_ 1) Eisenerz. Abfälle _vori der Eisen- iabrikation und Eitenkies ..... 1,00 2) Sonstige Erze . . ........ 1.50 3) Steinkohlen und Koks ...... 0,50 4) Kalk, kaent, Pflasterungbmaierial. Baumaterial aus Thon und Zemenr 0,50 5) Eisen und Jngois . . , . . . . 2,00 6) Blei in Mulden und Kupfermatte . 200 7) Ordinäres Salz ......... 300 8) Düngestoffe . .......... 2,00 9) (Gxtreide und W:in . . . . . . . 4.00
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Schiffabrt dritter Klasse:_ 1) Eisenerz. Abfälle von der Eiien- fabrikation und Eisenkies ..... 2) Sonstige Erze .......... 3) Steinkohlen und Koks ...... 4) Kalk, Zement, Pfiasterungßmaterial, Baumaterial aus Tbon und Zement 5) Eisen und Jngots. . . ._ . . . . 6) Blei in Mulden und Kuvsermatte . 7) Ordinärrs Salz ......... 3,00 Z) Düngeiicsffe . .......... 2.00 9) Getreide und Wein . . . -. . . . 5,00 10) Leers Gefäße .......... irrt 11) Sonstige Waaren und geprägtes Geld 7,00 Bemerkungen. _ __ _ Für die Zwrcke der Einziehung dieser St_euerbeirage wird die “Srbiffabri in drei Klaffkn einqetbrili; erste Klafsr die eigentliche Küstenschiffrbrt, alfi) die, wrlche Von einem Hafen zum (rndrren der Halbinsel sich voUziebt; zu dieser Klaffe wird auch die Schiffahrt mit den Canarischen Inseln und spaniscivkn Befißungen gerkchnst; __ zwsite Klasse: die Schiffahrt zwischen den genanntrn Haren iind denen der übrigkn Länder Europas, mit Einschluß der asiatischen Küsten am Mitteimesr und der afrikanischen am Mittrlmeer und Atlantischen Ozean bis Kap Vojador; __ __ __ driite Klasse: die SÖiffabrt zwttchxn 5211 1115111111an ._Hasen und densn ali?! übrigen, im Vorauigkbrndrn nicht erwabnxen Lander. Unier ,Düngestoffen' find auch Verstanden: _saipeteriaurrs und fcbwsfeisaures Natrium, schwefelsaures Kali, Siaßiurter_Sa11e, pbvk- dborfaures Kalcium, SikveerOÖPbät-Kalk und Cbibrkalium. Von der Transporisteuer befreit find U. a.: Waaren, Welche in den Häfen nur umgeladcn oder infolge Havarie odkr anderer "zwingender Gründe ab- und wieder agfgeladcn wcrdxn; Lebsndrnittel und sonstiger Proviant für die Schiffe, in dsnen die Verschiffung stattfinden soll; Waaren auSwärtiger eriunst, diz durcb ibanisches Gebiet iranütieren, sowie Waarrn spaniicber Hkrk111111_,__kl€ durch fremdes Gebiet tranfiiieren, um nach Spanien zuruckocsordeit zu werdxn. Die Entrichtung der Steuer hat, sowohl bei der Auf- wiebei d3r Abladunq, durch die Kapitäne und Jonfiznaiäre der Schiffe, beziehungsweiie die den Transport bewerkiteüxgenden Agenturen zu
geichkben.
1,00 2,00 2,00
0,50 2,00 3,00
Waarenausfubr, Bergbau und Salpetergewinnung Chiles.
Ueber dir Ausfuhr Chiles im Jahre 1899 liegen die Zabirn noch nicht vor. Im Jahre 1898 fiellir fich dieieibe im Vergleich mri dcm Vorjahre wie folgt:
1897 1898 Waarengatiungen Werth in Pesoz Cizrugniffe des Bergbaurs . . . 116 413 411 126 742 641 der Landwirtbschafr 10 167 246 13 190194 der Industrie 3 945 879 4 560 917 232 374 200 796 2 847 842 6 263 315 422 901 14041 766
Getränke . . . . . . . . . Thiere und ibierische Erzeugniffc . Gemüaztcs Geld . . . . . . einschließlich anderer
. . . .135 214 874 1 207 410
Zusammen Waaren . . . ._. Ein- und wiederauSgesübrte Waarsn
. . . 208936 229661
Grid . . . . Ueberbaupr . 136 631 220 168 009 431
Troß der bedeutendM Steiaerung der Kupfeipreiie hat sich der Betrieb der Kupferbergwerke im Jahre 1899 nicht in dem Maße ent- wickelt, wie erwartet werden konnte. Ueber die Höhe drr Kupskr- ausfubr im Jabra 1899, über welcbe amtliche Angaben noch nicht vmliegrn, find die Meinungen getbeiit. Nach Angabe von Jackjon Brothers wurden im Jahre 1899 552 097 spanische Zentner Kupfer ausgeführt gegen 554 538 ivaniscbe Zentner im Jahre 1898.
Die Produktion der Silber- und Goldminen hat im Jabre1899 abgenommen. _
Fast sämmtliche Boraxablagerungen sind in die Haube der (3011501163166 Lorats (2011151111), [.imjtxrä in London übrrgegangen, welche über ein Kapital von 1200 000 Pfd. Sterl. verfügt.
Die Lage der Koblenminen, namentlich derjenigen in Loia und Coronel ist eine gute. Die Gesammwrodukiion der Minen in Lora, Cotone1„Lebu und Arauko im Jahre 1899 wird an) 600000 bis
650 (209 Tons gesÖäZt. _ _ Der Verbrauch von Salveier stkeg von 27 683 222 fvanischen
.Zeritnern im Jahre 1898 auf 30711993 spanische Zentner im Jahre 1899. Hiervon wurden in Europa 26761650 ipanische Zentner L_egen 24154140 spanische Zentner im Jahre 1898, in den Ver- et"igte'n Staaien von Amerika 3350659 spaniiche Zintner gegen
166 213 654 1626116
Europa 23 433 320 ivaniscbe Zentner Salpeter verbraucht, 'davon allein-10 054 450 in Deutschland, 5 585 780 in F in Belgien, 2481010 in Großbritannien und 1576190 in den Niederlaxiden. Die P HM? auf 28 957 956 spanische Zentner gegen 25 669 048 spanische en ner 28051758 spanischen spanische Zenrner im Jahre 1899. Salpeter in Europa beirugen am 31. Dezember 1899 743 250 spanische Zentner gegen 713 710 spanische Zentner im Jahre 1898.
brauch für vier Jabre decken könnten. Salpeterproduzenten hält die Preise jedoch auf einer erbebli en Nutzen abwerfenden Höhe. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsuls in
Valparaiso.)
des Grundbesitzes in Chile gesetzlich geregelt wurde, sind für 160 Millionen Pesos Pfandbriefe aufgenommen Zinsen betragen 7 oder 80/0. wozu nocb 20/0 Amortisation hinzu- kommen, Der Gesammtberrazder zu zahlenden Zinsen bsläuft sich im Jahre auf 15 Millionen Peios.
auf den Weinbau zurückgeführt, durchaus nicht entsprach. gelagert und in großen Mengen auf den Markt und wird zu sehr billigen Preisen verkauft. bei vielen Personen Magensiörungen und Leberleiden verursacht. Außerdem haben dir schlechten Ernten der letzten Jahre und die wenig Jü_nft_igen Absaßbedinqungen viel zur Verschuldung des Grundbesißes eige ragen.
fuhr in den letzten Jahren gering. in den leßten acht Jahren ergiebt die folgende TabeUe:
rankreicb, 3 398 710
roduktion von Salpeter belief sich im Jahre
Die Ausfuhr von Salpeter stieg von Jeninern im Jahre 1898 auf 30 358098 Die sichtbaren Vorrätbe an
im Vorjahre.
Die Vorrätbe an Jod sollen so bedeutend sein, daß sie den Ver- Die Vereini ung von
Chiles Landwirtbscbaft. Seit dem Jahre 1855, in welchem die hypothekarische Belastung
worden. Die
Die Vrrsebuldung der ländlichen Grundstücke wird hauptsächlich der den gehegten Erwartungen Der Wein kommt größtentbeils unab-
Dazu kommt, daß der chilenische Wxin
Den schlechten Ernten entsprechend. war auch die Aus- Einen Ueberblick über die Ausfuhr
Gerste in Tor:.nen 13 852 13 152 26 702 37 857 55 906 51 170
Jab: Weizen
178 048 145 802 185 963 116 235 78 571 137 565 72 394 18 487 1898 7 6 965 17 962. Die Ernte des Jahres1899, deren Ergebnisse noch nicht festirseßi smd, ist infolge der großen Regengüffe im Winter und der Ueber- srhwemmung weiter Landstrecken eine mäßige geblieben. _ Der Absaß der Landséprodukte ist durcb den Mangel an Eiken- babnen, Cbauffeen oder überhaupt guten Fabrstraßen sebr erschwert. Wo der zweirädrige Ochsenkarren nicht zu gebrauchen ist, sind Maul- esel oder Ciel die einzigen TranSportmiiiel. Infolge der nicht außreicbenden Verkehrßeinriäotungen zwischen den einzelnen Theilen Chiles ist das Land zur Deckung des Bedarfs an Schlachtvieb auf Argentinien angewiesen. Jm Jabre1898 wurden aus Argentinien 16935 Schafe im Werthe von 78 965 Pesos und 42 505 Rinder im Werthe von 3 301720 Pesos eingeführt. Die Ausfubr an Erzeugniffen der Land- und Viebwirtbschaft und des Weinbaues aus Chile stellte sich im Jahre 1898, wie folgt: Gkgxnstand Maßstab Menge Wzrib in Pssos Gerste ...... Tonne 17 962 1 616 759 Gerste, geröstet . . . 388 38 823 Bobncn ..... . 11632 1163 211 Linsen ...... , 1099 219 863 Nüffe ..... . . 4 433 576 305 Kartoffeln . . . . . 5048 201907 Rosinen ..... „ "206 102 994 „ 76 965 7 696 460 Heu , 3 283 66 180 , 5 098 203 934 Jsbannisbrot . . , 948 189 514 Mehl ..... . , 6072 911515 Butter , 108 129 392 Honig ...... . 2 813 561545 Käse . . Rinder Str“!
155 92 861 1292 154 340 Rindsbörnkr . . . Ton Rindsbäuke . .
832 249 419
. , 3 442 1345 669
Wolle, gewöhnliche „ 3 449 2 414 098 Merinowoüe . . . . 672 525 822 3103 3 102 858
7 918 68118 213 381 80 557.
bat, da Klima, Boden- und
Soblleder . . , .
Wein in Flaschen .
Wxin in Fäffern Liter Der Anbau Yon Zuckerrüben
Arbeiterverbältniffe für den Anbau günstig liegen, bedeutend zuge- nommen.
Zur Aufbeffnurg der schlechten La,;e der Landwirtbschafi sind dem chilenischen Kongresse zahlreiche Geissentwürie vorgelegt wordeii, wrlcbe sich auf Hkrabsxyunq des Zinéiußes für die Hyyotbekenbriesé, auf den Wege- und Eisenbahnbau, auf Verbcfferung der Export- bedingungen ::. brziebsn. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsuls
“Ln Valparaiio.)
Einfuhr bon Chemikalien nacb Uruguay.
Die Seiienfierer in Uruguw sieben Aetznatron drr Sodaasche vor. Eingsiübrt wurden:
1895 1896 1897
Tonnen zu 10001»;
Sodaasckyk . 460 493 328
Aeßnatron . . 824 437 487
Die für Soraascbe gegebenen Zabl:n_find die Mengen, welche
in dcr Statistik unter der auch Sodakryitalle umfaffenden Rubrik ,gewöbniiibc Soda“ nachgewiesen sind. Die Cixfubr von gewöhn- licher Soda aus Deutschland, Frankreich und Italien firilte sich
*1 c:nderma en: fh g H 1896 1897
Aus Kilogramm
Deutiiklxnd . . . . 150 5195 rankreicb . . . . . _ 32 660 “ talien . . . . 9920 16 500
Asßnatron kommt ganz aus Großbritannien, mit Außnabmx einer geringen, aus Argentinien eingehenden Menge, welche gleichfalls zweifellos britischer Herkunft ist.
Sodakryitall: werden aus Großbritannien_ zum Waschen von Kleidern eingefiihrt. Ein bedeutender Einfubrbandler, welcher etwa 64 r daVon erhielt, schäst die Gesammteinfubr an kryfiaiiifierxer Soda auf etwa 256 i:. Die eingeführte Menge an Sodaaiche wurde sich demnach nur auf 72 b im Jahre 1897 bxlauferi haben, weshalb in die Genauigkeit der Angaben in der Statistik fur gewöhnliche Soda, worunter Sodaascbe und krvitaaifisrtc Soda begriffen sind, Wenigstens bezüglich des Jahres 1897 Zweifel aesest werden.
Du'ßend
wurde in
fubr, indessen ift Salpetersäure und Salzsäure größrren Mengen als früher eingeführt worden. nachdem ibre Ver- wendung nach Vermischung mit vier Theilen Waffen zum Ueberftreichm des Prises der Außenwände bon Häusern in die Mode gekommsn ist, wodurch dem Putz eine dem Wetter Widerstand Verlieben und ein Farbanstricb entbehrlich gemacht wird.
Ochsenzungen Verwandt wird, Fabrikat. von einer halben Unze Gewicht an, _ Büchse genügt; britischeFabrikanten woiirn fie weder in diesen kleinen Tafain. noch in den verlangten billigen Sorten bcrstriien. österreichischen HandelImuseum.) .
nicbt günstiß. _ Landes zu mangelbaitkn Errten und zur Vrrtbeuerung der
mitikl. der Einführung laudwiribichaiiiicher Maschinen und Gerätbe noch ab-
geneigt ist, auf wenig rationeüe Art imd Weise bLtriebkn.
1895 1896 1897 Aus Tonnen zu 1000 M 115 91 55
Großbritannien . . . . . . . . . Deutschland. . . . . . . . . . . 13 510 15 den Vrreinigtcn Staaten von Amerika . 10 33 23 Frankreich . . . . . . . . .
Italien . . . . . * “"
Zusammen einschl. aus anderen Ländern . 139 175
__ 3 _ _ 13 . 106.
Dopvelikoblenfaures Natron (britischer und zum geringen tbeil
deutscher Hsrkunst) wird nur in geringem Umfange eingeführt und isi in der St-attsiik nicht getrennt nachgewiesen.
In Chlorkalk besteht nur ein unbedeutender Handel. Im
Jahre 1897 wurden 17401§Z eingeführt, 1080 kg Jus Großbritannien und 660 kz; aus Frankreiap. Es wird meistenwetls in der Papier- fabrikation gebraucht.
Sauren kommen bauptiäcbiicb vom ruropäiscben Fefilande, da
augenscheinlich für diese Erzeugnisse dort billigere Frachten zu erlangen sind (113 in Großbritannien. Es wurden cingefübrt:
1897 44,6
1895 1896 Aus 1000 kJ 89 7 100,3 13,3 9,2 15,7 ,2 31,9 17,5 9,7 3,0
Deutschland
Großbritannien Frankreich . . . . . . . . . Belgien. . . . . . . . . . . ',6 Argentinikn . . . . . . . . . ,6 5,1 0.3 Zusammeneinsch1.aus anderén Ländrrn 124,4 156,9 81,2 Schwefelsäure bildet den Hauvtibeil der voraedacbteu Ein- bor einigxr Zeit in
leistende Oberflärbe
Gelatine, welche zum Versteiien dec Brübe in Büchsen mit ist in bedeutendem Umfange deutsches
Deutsche Fabrikanten bieten sie, wie bkrlangi, in Tafeln von wrlcben gerade eine für eine
(Nack) deni
Wirtbscbafilickpe und kommsrxielie Lage Persiens im Jabre1899. Die wirtbschaftiiche Lage Persiens griialieie sicb im Jahre 1899 Der Mangel an Waffe: führte in vielrn TbUlan des e ens-
Dir Landwirtbicbaft wird auch in Perfien, wo der Landwirtb
Die Gstreidekrnte war im ailsrmeinen gsrinxrer _als in den irübkren Jabren, sodaß auch das Gctreidxauxiubrgeiäsäyt 1111.
Die Reisernte, welche im Jabre 1899 ebenfali? hinter dem Ertrage der früberen Jabre zurückdiicb, ist im nördlicbchsrfien groß 13211115, um den Brdari der (Gegknd zu dccken und noch eme Aus- iubr 5011 etwa 3 bis 4 Miiiiourn Mark zu_ erniöslicbrri. Dagxgen find die Südprodinzrn tbrilweise auf di? Einfuhr bon Reis aus Indien angewiesen.
Auch Seide ist im Jabre 1899 weniger gekrnixt worden ais im Vorjahre. Für die Ausfuhr nach europäifchn Markten kommt nur die in den Provinz-Zn Eilan und Cborasan gsrronnkne Sride _in Be- tracbi, wäbxrnd die g(ringwxrtbigen Produkte dcr Provinzen Kirmau, Yééd, Irak “u. s. w. im Lande selbst verbraucht wrrden. Seiden- avfälle werden (11115 nach dcr Türkei, nach Rafziand und Frankreich aus,;efübri.
Die Oviumernie war eine auie._ Die iäbrlicbe Ausfuhr be- trägt etwa 3500 Kisten, wrlche je 60 kg ichw5r sind und einen Werth bon etwa 1400 24 repräsenrisren.
Die Baumwollernte in dsn Provinzm Masanderan und Cborasan und in den Distrikten VOT]J§1000U,Kkrm3n,YISd und Hamadan blieb ebenfalls (regen das Vbrjabr zurück. Die jährliche Au31ubr von Baumwolle aus Persien, welcbe kurzfaserig ist, wird auf 45000 (17. geschätzt, wbbon ein'; die Hälfte nacb Rußland und der Rest größtentbeils nach Indien gebt.
Dic Nollvroduktion wird bauvtsäcblich in den Provinzen Cborafan, Aserbsidjiri, Kurdistan. Farsistan und Luristan bkkriébén; fie beläuii fich aur Etwa 35 bis 40 000 (12. Di? Ausfiibr richtet sich baubisäckplicb nacb Rußland (aus Cboiasan), :iacv Frankreich (aus Kurdistan) und nach Indien (aus Farsisian).
Das Ausiubrarickxäit in getrockneirn Friichten (Rbsinen, Mandeln, Waünüffen, Pistazien und Avrikosrn) nacb Rvszland, deffen du1chichnitilicher Jabreéwcrtb auf 43 Miüionen Mark gexchäyt wird, war sebr lsbdait.
Rindsbäute, Schaf- und Ziegenfelle (füreiwa 30000026) werden größtevtbeils nacb Rußland Versandt.
In der Einfuhr P::siens nehmen die Baumwoilwaaren die erste SteUe ein. Eingeführt werden dieselben aus Großbritannien (für etwa 12 Millionkn Mark), Rußland, Indien und neuerdings auch aus dkn Nirkrriandyn. Die ruifisckoen Baumwollwaaren sind geringerer Qualität und bswcrtben sii) etwa ebenso hoch wie die englische Emiubr.
Wollwaarrn werden aus Großbritannien, Deutschland, Oester- reicb-Ungarn und Rußland Eingeführt. Die Gesammicinfubr bexiffm sich ungefähr auf jährlich _2 Millionen Mark. Gaim Aksaß findxn balbwoliene Stoff? wie Serge und Kammzarn, bauplsäwllch tn schwarzen. dann auch in beÜ- und dunkelblauxn und grauen Farben. Auch _gestreifte und karrierte Stoffe zu Beiaficidern wrrden viel verkau r.
Thee (chinesiickokr und indischer) wird jäbrlicb im Warth: von 3 bis 4 Millionen Mark in Kisten zu ungefähr 45 kg eingeiübrt.
An der Zuckereiniubr berbeiligien st.!) Rußiand, Frankreich, Oxsterrrich-Ungarn, Drutsckxland und nruerdiiigs aur!) (E.;vvten. Die“ Einfuhr nach dem Norden Perficns, wo ru1111cher leckér den Markt beherrscht, sol] fich auf etwa 26 Miiliorzcn Kilogramm im Werthe von ungefähr 16 Millionen Mark belaufen, während die Einfuhr aus dén übrigen Ländern zusammen nur auf5ckM111ionen Mark geschäßi wird.
Eisen wird nach Perscn aus Rußland sowohl wie aus (Groß- britannien in Gestalt von Cisenblkch einaeiübrt, welches zur Be- dachung von Häusern verwandt wird; Der Wertb der rusiiscben Ein- fubc wird auf 160 000.46 und derjenige drr englischen Einfuhr auf etwa 500 000 «16 geschast. _
Kupfer, welcbei! von den einheimischen Schmieden zu Koch- und Wirthschafißgerätben Verarbeitzt wird, wird baizptsächlich aus Groß- britannien cinqr'sübrt. Die jahrlich: Einfuhr 1011 einen Werth von 400 000 „14 baden. _
An Glaswaaren wcrden hauptsachlich Fensterglas, Sviegei, alle Arten Gläser und vor aliem Tbc'eg1ä1er und Lrwpenzyiinder em- aeiübrt. Während die besseren Quaiirätcn aus Deutschland und Böhmen cingcführt werdrn, bcherrscbt Rußland dcn Markt in Fenster-
Schwefelsaures Kupferoxyd (Kuvkervitriol)
3 _094 922 spanische Zentner im Jahre 1898 und der Rest in anderen Landern Verbrauch. Ja den ersten neun Monaten 1899 wurden in
folgenden Mensen eingeführt:
glas, Tßergläsern und billigeren GlaSwaaren. Die Einfuhr von.