1900 / 114 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 12 May 1900 18:00:01 GMT) scan diff

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unterrichten dürfen, wenn sie steh einer besonderen Pxüfung in diesen beiden Fächern unterzogen bqben„_un"d * b. Lehrerinnen, welche die Lehrerinnenyrufun im Groß- erzogthum Husen abgelegt haben, an ofßmmchm o erprivaten Zchulcn im Königreich Preußen _ er nach vollendetem 19. Lebensjahre beschäftigi wxrden durfen. ' Das Königliche Vrovmzxal-Schu1kol1egtum ses? ich zur “" Die Königliche Regierung . , Beachtung in vorkommendsn Fällen hiervon m Kenntmß. Berlin, den 3. Mai 1900. . . Der Minister , ' ' der geistlichen, Unterrichts: und Medtzmal-Angelegenheiten. Im Auftrage: Kügler.

An die sämmtlichen Königlich2n Provinzial-Schulkollegien und Regierungen.

Am Schullehrcr-Seminar 'zu Droffet) ist der bisherige ordentlicho Scminarlehrer Tiemann m OSnabruck als

Seminar-Obcrlchrer angestellt worden.

Die von heute ((ck zur Au§gallt)e gxlangende Nummer 17

,(He 6 :Samm ung“ en 6 un er der *Nr, s10H184 das Geseß wegen Ausdehnung des (Heseßxß vom 19. Mai 1891 (Gescß-Zamml. S. 97) auf das (Hsbtet der Ruhr, vom 18. April 1900; und uiiter _ „_

Nr. 10185 die Verfügung des Justiz-Mimxters, betrcffcnd die Anlegung des Grundbuchs für einen Theil des Bkerks des Amtsgerichts Gieboldehauscn, vom 27. Aprtl 1900.

Berlin W., den 12. Mai 1900.

Königliches (Heseß-Sammlungß-Amt. Weberstedt.

Bekanntmachung.

Nach Vorschrift des (Heseßes vom 10. April 1872 (Geseß-Samml. S. 357) sind bekannt gemacht: _"

1) das am 30. Januar 1900 AÜYrböcbst Vollzkogene Htaiui Ur die Ent- und Bewäfferunas-Genosscnxebaft zu Overzerf tm Kkélsé Saarbura durch das Amtsblatt der KH.;rglicben Regierung zu Trier Nr. 14 S. 127, mtsaegeb-n am 6. Ayrtl 1900; | '

2) der Allerhöchste Erlaß vom 21. Fedruac 1900, bctreffsnd die Anwemdung der dem Cbauffesgeldtarif dom 29.'F:bruar 1840 (111- qebängtrn Bestimmungen wegen der Cbavffeevoltzeivergxbcn auf die von dc'm Kreise Braunsbéra neu erbaytc Cbausse: von Stai..6,5 der Frauendurg-Rautenberger CH_auffcé bis zar (Grenze des Kruises Pr. Holland in der Richtung auf Mühlhausen, dlLch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Königsberg Nr. 12 S. 162, ausgegeben am 22. März 1900; '

8) der Uüerböcbstc Erlaß vom 26. Februar 1900, betreffezd die Ertbeijung der Genehmigung mm eoxnturlien Betriebe vdn Kiem- bobnkn duxcb die Siargord-Küsitiner, die Pkißnlßkk und die Dahmc- U(kks)?! EisenHabngeskllsQaSt, und mar _der Stargatd-Kustrinxr Eism- babngeseljstbaft für die Von den Nebkneikenbabnen der Geseiljchaft__be- rübrtm Kreise und d7n Kreis Friedibng N.-M.„ der Prigntßer i-Fixen- babngesellscbaft für dix Kxeise Ost- und WLstpct-NJW und dEr Dabmx- Uckrder EisenbahngeseÜWafr iür dM Kxeis Juterboq-Luckenwalde, durch das Amtsblajt der Königlichen Regierung x_u Steitin Nr. 14 S. 101, ausgegeben am 6. Apr:! 1900 (zu vergl:tch5n dre kaamit- machung Nr. 1 S. 110); _ _ '

4) das am 19. März 1900 Aü"rbdchst vollzogene St_atut f::r die Entwafferunqs-Gendffenschakt zu Alt-Grottkau im Krctje Grottkau durch das Amtsblatt der Königiichen Regierang zu Oppeln Nr.“. 15 S. 109, ausgegeben am 13. Avril 1900; " '

5) das am 19. März 1900 AU:":döchst voIzdzexe Staiut sur dte Cntwäfferunas-Désxoffensckzait der Heszachniederung, GéMleikk Ems- detten im Kreiic Steinfurt, dura) das Amtsblatt der Ko-iigian Regierung zu Münster Nr. 17, besondere Beilage», angegcden am 26. Avril 1900;

6) DIZ am 26. März 1900 Nilkrböcbst dollzogene Statut für d."_n Breixex-wi*ch€r Deich- umd Schisus€nnerbano 51 Breitenwisch im Kreije Stade durch das Amtsblatt dxr Königlicbpn Régierung zu Stade Nr. 17 S. 163, au-gpgedcxn am 27. Avril 1900;

7) der Allerhöchste Erlaß vom 9. Apil 1900, betreffend dié Verleihung d-s (Fntktgnangsrscbis a-“t den Kommerzienratb Hermann Günler zu Reichsnstkin im Kreiw Franksnstcin zur Einziehung und zur kauxrnden Beschränkung des Zum Bau und, Betrieb LiQkk Kl-in- bahn dom Bahnhofs Camenz der Eisenbahn Breölau-Glaß nach Rcichenstein mit Abzweigung nach Maiirißdorf in Anspruch zu nrbntsnden Gyundciakntbums, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Breklau Nr. 18 S. 173, außgegeben am 5. Mai 1900.

Abgereist:

* Dcr Ministerial-Dircktor im Ministerium für Handck und Gewerbe, Oder-Bcrghauptmann Freund, nach Sambrücken.

Dic Personal-Vkränderungen in der Armee 28. befinden sich in der Ersten Beilage.

Yiehiamllichez. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 12. Mai.

In der am 10. d. M. unter _dem Vorsiß des Staats- sekretärs d::s Innern, Staatö-Mimsters ])1'. Grafen von Vosadowsky-Wehner abgehaltenen Plenarst ung des BundeSraths wurden die vom Reichsta e zu cn Geseß- entwarfen über die Feststellung des Rei ehaushali€3=Etats und des uushaltS-Etats für die Schusgebtcte auf 1900 gefaßten Rx olutionev, betreffend die Abänderun des Artikels 32 der Rcrchßvcrfaffung und betreffend die orlegung eines Gesehentwurfs über dre Heranziehun der Reichsbetrtebe zu den Zommunallasten, den zuständigen usschüssen, - sämmtliche ubrigen_Resolytlonen aber dem Reichskanzler Überwiesen. Das Geseß uber_dte Postdampfschiffsverbindungen mit A rika wird zur Alle_rhochsten Voilziehunq _vorgelegt werden. ußerdem wuxde uber den Seiner Ma estät dem Kaiser zu unter- breitenddn Vdrschlag wegen YcZeßung einer Mitgliedsfielle bei einer Disziplmarkammer sowie üver verschiedene Eingaben Be-

FchlUß gefaßt-

- n des W. T. B.“ ist S. M.S. „Gefion“, KomZtTchYeZthrZJattenÉKapitän Rollmann, mit dem Chef ] des Kreuzer-Geschwaders, Vi «Admiral Bend-xm ann an Bord, gestern in Hankow eingetro en und beabsichtigt, am 14. Mal nach (ZZUYWSJUÉFFWQ Kommandant: Kapitqn zur See Pohl, ist gestern von Tjingtau nach Wusung in See ge- gangen.

Bayern. ck

Gétern Abend ist, wie „W. T. B.“ meldet, daz?- na - stehendekBulletibn, iich das B.fmdsn Seiner Majestät des

" i s aus 8 e en wor en: KOUTZQ B=filHÖZ1 "Seiner Majestät ift befriediq-_nd, die Nabruongs- aufnabms vollkommen genügend. Bei guter Witterung verweiltcn “Seine Majeaät mehrere Stunden sigend tm Garten.

Die Kammer der ReichUäthe hat gestern nach_[angerer Debatte die von der Kammer der Angoxdneccn beschldsjexxe; Er- richtung einer staatlichen„Mobillqr-Brandvormchc- rungs-Auftali abgeleh.;t. Für die Errichmng stimmt-n _txur WUU Neichßräthe. Im Laufe der Debatte erklärte der Mtrizjter des Innern Freiherr von Feiltßsch, die chterurig ko_nne niemals fiir eine staatliche Mobtltar-Brandverstcherungv-Annq'it stimmen, welche das Monopol erhalten soUe; aver auch fur eine fakultative Verficherunq§gnstalt unter staaxlichkr Lsemmg sei kein dxingendes Bcdürfmß-vorhanden. D*L ngteru'ng wsrde daher oorlänfig noa) CML amvartende Stellung cm- nehmen.

Sachsen. Seine Majestät der König ist, .wie das „D'resdner Journql“ meldet, vorgestern Absnd von Stbyilenoxt m Drcsocn em- getroffen. Württemberg

Die Kammer der Abgeordneten lehnte, wie der „“St.-A. f. W.“ berichtet, gestern den Azitrag * des Zsrxtrums ab, der Regierung die Emgabxn, betresfznd die El fahrung eincr progressiven Umsaßneuer „fur die .Waqren- häuser, zar Berücksichtigung zu empfehlen;_ Bei Gleichxxeit der Stimmenzahl entschied das Votum des PrcxsrdZUten Payer. Hierauf wurde der Antrag, eine solche Umjaßjteuer der Re- gierung zur Erwägung zu empfehlen, angenommen.

Hessen.

Gestern Mittag traf, wie de_r'„Rh§i111sche Courtßr“ be: richtet, die Torpedoboots Dinvxston m Gizigen ern imd wurde von den Spißeu dcr Behorden, von Vsrcmen und einer großen Menschennien,;e empfangen. JmRathhayse wurde den Offizieren ein Ehrentrunk feedenzt 11110 hierauf'dte Burg Kloyp besichtigt. Am Nachmittag fand 1m_ Hdtel Victoria ("YFM- mahl statt. Während dessecherx traf sin Telegramm (791an Köuiglichen Hoheit des Gcoßherzdgs cm_, m welch-xm Hochn- derseldc mittheilt, daß er am Mantag Mit der Fcottiile nach Mainz zu fahren gedenke,

Oesterreich-Ungarn.

Der Kaiser hat, wie „W. T B.“ meldet, gestern 'Nach- mittag den deutschen Botschafter Fursten zu Eulenburg m b?- fondcrsr Audicn', empfangen. und fich am Abcnd zu dre:- wöchiqcm Aufenthalt von WWU nach Budapest bkgeberx.

Die „Neue Freie Prcßc“ meldst ans Budapext, daß das gemeinsame Budget cm Mehrerfordxrniß „von 16 Millionen Kxoncn aufweist, welches zum weitaus uber- wicgendcn Tdcil auf das Extraordmarlum des Heeres und auf den Marine-Etat cntfalle. . '

Die Mitglieder dir ungartschexi _Delegation nommierten, dem „M. T. _B.“ zufolge, m_,1hrer heutuen Konfercn DIsidcr von Szilagyiszum P7ändenten uiid xn Grafen ulius Szapary zum V_tzc-Prastdcnten. Die _erxte Plcnarsigung wird heute Abend stattfinden; Dkk Kaiser und König gedenkt die ungarische Dalcganon am Sonntag Mittag 1 Uhr zu empfangen. .

Dic ungarische Quoten - Deputation wahlte Koloman Tisza zum Präfidcntkn, Falk „zum Nefßrmt-en und bcschloß, mit der ösdrrcightschcn ausschlicßlicb Mizndlick) zu verhandeln. Das ungari1che Subcomzté n_nrd mtt dem österreichischsn Subcomité am 14. d. M. die erste Berathung ab alien.

h DerPolenklub des österreichischen Abgeordneten- hauses erkxärt in einer Resolution, cr gkl)? dxc Hoffnung auf Wicdcrherstälung der normalen parlamerztarischen Thätigkeit nicht auf und erachte es derzeit als die_w1chtigstc „Pflicht, die Niickkéhr geregelter parlamcmarischec thände und insbesondere die parlamentarische Erledigung des Budgetprovtforiums und der Juvestitionöoorlagcn anzustrcbei; er beauftrage seinen Vorstand, in diesem Sinn: entschieden dorzugeden.

Gcstctn Nachmittag erneuerten stck) dic Stydenten- tumu lte an der Wiener Universität. Die klerikalen Studenten wurden aus der Aula dinaUSJedrängt. Bei dem Zusammen- stoße wurden mshrere Studenten von der Polizei verhaftet. Der Rektor hat ein allgemeines Verbot des Farbentragens er- lassen und 1ede Vereinsthätigkeit in den UnivcrfiiätSräumen sowie den Aufenthalt auf den Stiegen, in den Seitengängen und in der Vorhalle untersagt.

Großbritannien und Irland.

In der gestrigen Sißung des Unterhauses theilte, wie „W. T. B.“ berichtet, der Unter-Staatssekretär des Aus- wärtigen Brodrick mit, daß wegen des Angriffs chinesischer Dorfbewohner auf die britische Kom- mission, wclche die Gceyze des Gebiets von Wei- Hai - Wei reguliere, die ckincstschen Mitglieder der Kommission gewünscht hätten, die FortseZung der Grenzrcgulierun s- arbeitcn hinauSzuschieben. Der eiter der britischen Kommis ton sei aber angewxeen worden, die Arbeiten fortzuseßen, gleich- vie1„ ob die chinesischen Kommissare fich daran "weiter be- tbetltgten oder nicht. Dem britischen ersten Kommissar seien Verstärkunxn gesandt worden, und er habe gemeldet, daß die Lage im a gemeinen beruhigend sei. » '

, Der Staatssekretär für- die Kolonien Chamberlain hielt gestern in Birmingham _eine Rede, in welcher er sich quf das schärfste gegen die Partei wandte, die einerseits durch Unterftüvung des Krieges fiel) mit der

ei enen Nei ungen durch Yugri e auf den Kolonial. a“mister frö ne. Ec „beschuldigte Lir ;Henry Camybell Jeannerman, derselbe habe den Betrebungen der Re- den Frieden zu erhalten, „entge cngeardeitet, aus diesem Kris e Zärker denn je zuvor hsrvorgehen; er hoffe, da die bkitjs)che Nation Klugheit und Muth ge_nu„q bestse, 'thre F9)“ wieder gutzumachen. Chamberlaixi warnte _[eme Zuhgrer vor künftigen Versuchen gcwzffer Pohttker, (Hwk;- britannien um die Früchte seines Steges zu bringen; Was die Haupxbedingungen oer Beilegung des Strelxes xmt den Re- publiken anlange, so definiexte Chamberlatn'dresclben, wie folgt: Die Regierurxg bade mch! die Abficht, die Unabhangjg- keit der Republiken aufs neue anzuerkennen, deren Tsxritorien in die Herrschifthebsete der Känigm von Grdßbrixan im unter britischer Flagge ewverlctdt werden mußten. Die persönlich1n Fwibiten wiirden geachtei werdet). Ndch dem Kriege müsse in den Rspubliken cmekZetct lang erne'm1lxtc'iri1che Administration cixxtxeten, doch h_cadsichtigq dieRegteru-„a, so- bald als dies ohne Gfahr möglich sei, die beiden _Re'pnbliken in den großen Kreis der Kolonim mit eigener Regierang cin-

zubcziehen.

ierung, ' roßbritanmcn werde

Rußland.

Große Manöver werden, der „SZ. etqrsburger Ztg.“ ufolge, in diesem Jahre statifindon: 1) fur „heile dc'r Truppen dos Moskauer, Kiewschm und de'ssaxr Militäxbcztxkö (vom 22. bis 29. August) ein achttä iges großes Manovcr m (Heg-n- wart des Kaisers im ouvernemcni Kursk_, an dem 153 Bataillone, 771/ Sebmadronen und Srotnien und 82 Battkricn (das 1- ., )(111. und )(1711. Yirmee- Korps, die 34, JifanterieDmision, die 4. Schüßen-Brtgade, die 2., 3. und 4. Ressrve-Vlrtillericc-Brigade, dre 1, Kavakiexie- und die 2. kombinierte Kosakm-Division, die. 6. abga12ckc11te Kosaken-Ssotnja und di? Twersck)“: Kavallerx-Juxkemchnle) thsilnehmen. - 2) Im St.Petersvurgcr Militarbezirk, zwölftägige mobile Uebungen dsr „Truppexx des Lagxxß 'von Krassnoxe Sselo, anfangs August, dre mit xmem dreitagtgen Manöver in der Umgegend von Laga abschließen, an mclchzrn alle vom Wachidienst frcien Truppcn des St". Pctcdeurqer Militärbeziiks sowie das 3. leändische SchußenRethncnt, das finische Dragoner:N2giment und sämmtlxghs fimxchen Schü en-Bataxllonc, zusammen _95 Bataillone, 56 Schwadwoen und Ssotnien und 42 Bathrtn„ thetlnehmen. -„3) Im Wilnaschen Militärbe irk m dez: zweiten Halm- oxs August, zwölftägig: mobile 5 anöoer_zw1sch:n Oranr), Grodno und Lida mit zusammen 60 Batailloncn, 30 Scbrva W:.en und Ssotnicn und 31 Vajtcrien des U., 111. und [17.521ka Korps. - 4) Im Warschauer Militärbeztrk zu Crude August, achttägize Manöoxr mit einem forcierten Uebergange über die Weichsel, zwischen Worscbau'und dk!" Mündung des Flusses Pcliza, an denen 158 Batmllone,_"91_ Schwadro:xen umd Ssomien und 54 Baltirien (haupuachitch vom 171, Ils. Ukid ITTF. Armes-Korps, „dem 1. und 2. Kavallsrie- Korps und der 3. (Harde-Infanterie-Divißon) theilpchmenz _- 5) Im Kiewscheu Militärhezixk in" der zweiten Hunte des August, sechzchntägige mobile Korpsubungen des )(]. imd LU. Arm2€:Korps, die mit großen Manövern in der Starke von 72 Bataillonen, 56 Schwadronxn und Ssotxtien, und 35 Batterien im Rayon Kremencz:Ojtrog-Starolamtantinow- Proskurow-Woloczisk abschließen.

Italien.

Der Köniq hat, wie „W. T. B.“ meldet, dem Kron- prinxen von Japan den Annunziaten-Orden vxrlieyem.

DM Senat scßte gest».rn die bereits seit sechs Tagen auf d(k Tachordnung stehende Berathung dcs Gcssßxntrdurfs gegeii die ungeseßlichcn Ehen fort. Dem Hauxe ltegeri zmct Gescßentivürfe vor: dcr1enige dcr Regteruzig bedroht die Ede- gatten mit einer Geldstrafe, wclche dre Zwrlehe nicht MULL"- dald 40 Tagen nach der kirchliHen Trauung eingehen, ebxnso dic Prediger, WLlck]? dic kirchlich vollzogenen Txauungen nicht zur Anzeige bringsn; der von 'der Kommxsston vor- gelegte Entwurf verbietet die lelztehung dcr kixchlxchchn Trauung vor der Ziviltrauung. Dic Ehegatten und dichtjt- lichen, die hiergegen verstoßen, sollen zu "Geldstrafen Vcr- theilt werden. Im Laufe der Debatte “erkiarte deyKiixtus- Minister Graf Bonasi, die Regierungsei fur das Prinzip der Trsnuung von Kirche und Staat, da dies am besten der Aus- nahmestellun Italiens gegenüber der Kirche enifxzreche. Dex: Mmister-Prä tdcn'x Pelloux betonte, das Mimsterrum set einstimmig für den von ihm vorgelegten (Hessßeniwurf. Zu dem ersten Arxikeldes chierungSentwucfs beantragte 'der Seriator Paternostro ein Amendement, nach welchem die _Ztvilcde- schließung vor der kirchlichen Ehcschließung Fiir obligatorijch erklärt wird. Die Kommijfion war bereit, dies Amendcment anzumhmen, die Rogiirung bckämpfte _dassclbe. Das Amm- dcment wurde sch1ieß1ich in geheimer Abmmmung Mit 84 gegen 64 Stimmen abgelehnt und der erste Artikel der Regierungs- yorlage angenommen. Die Stßung wurde sodann geschlossen.

Spanien.

In Barcelona erneuerten sich, wie _dem „W. TY.“ berichtet wird, am Donnerstag die Ruhestorunqen. Einige Volkshaufcn errichteten Barrikaden und empfingen dre Gendarmerie mit Gewebrschüffew Die Gendarmen __er- widerten das "Feuer. Es wurden auch von _ Temmen und Balkonen auf die (Gendarmerie Schuffe abge- geben. JZkahlreiclx Verhaftungen wurdeii vorgenommen. Gxstern achmittag erfolgte absrmals em Zuxammcnrtoß zw.schcn Unruhestiftern und der Polizei. Der Wa en: _und Siraßenbahnverkehr mußte emgesiellt werden. - Zn emlla fanden am Donnerstag ebenfaüs Unruxen statt; man schleuderie Steine in die Räume des Militärka mos. Die Gendarmerie trieb die Menge auseinander, wslche Widerstand zu,letsten suchte. Mehrere Zioi1personen und einige oll etbeamte wurden verwundet. Das Militär Wie die tra en und stellte die Ruhe wieder her. ““ _ ,

In den Provinzen Barcelona und Valencia tft Estern der Belagerungszuftand e_rklärt „worden. Ixt, dex Stadt Barcelona haben die Kriegs crtchte ihre Thattgkelt mit dcn Verhören der Theilnehmer an en Unruhen begqnnen- Jn Valencia dauerten die Ruhestörungen fort. Die a)! den K dgebungen Bet eiligten leisteten der Gendarmen? Wider and. Jn Sevi la herrschte andauernd eine grOß? Erregu'vg“, die Läden waren gestern noch tmmer geschlossen.

Bulgarien.

Aus Sofia meldet das Wiener „Telegr.-Corre[p.-Burequ

daß der rusfijche Finanzratb Kobeko nach Beendigung sem": Mission über Varna nach Konstantinopel abgereist sei. _ “*

Wählerschaft gut steUen wolle, andererseits aber ihren

' bereits defigniert.

die Arbeit niedetge eat.

be no mals erklärt, daß ein Eingreifen Rußlands in YTlebeÉYanzveLältniffe _Bulgariens weder der Zweck seiner Mission gewesen, noch uberhaupt thunliz) set,

Montenegro.

Einer Mittheilung der „Polit. Korresp.“„ aus Konstan- tin o pel zufolge, hätte Montenegro ursprunglich die Pforte ersucht, ihre Zustimmtxng zur Errichtung eines Konsulats in Jpek zu geben. Die Pforte habe das Ersuchen abgelehnt mit der Bsgründung, der unruhige Charakter der dortigen Einwohnerschaft lasse eine Vc'rtretung Montenegros un- rathsam erscheinen. Dagegen babe stch die Pforte bereit erklärt, zur Errichtung eincs solchen Konsulais in Prizrend ihre Einwiüigung zu geben. DlésLS Anerbieten sei in Cetinje angenommen worden. G'gentväxtig handle es fick) nur noch um die Wahl des betreffenden Beamten.

Amerika.

Das „Reuter'[che Bureau“ meldxt, die in Sioux Falls tagdnde Konvention der Populisten habe in eixier von ihr angenommenen Rxfolution erklärt, ste sympathisrsre mit den tapferen Buren und sei enlschicden gegen das offene oder ehxime Bündnis; dsr Vereinigten Staaten mit einer anderen

ation, das auf eine Vernichtung der Freiheit abziele.

Aüen.

Der „Frankfurter Zeitun _“ wird, dem „W. T. B.“ zu- folge, aus New York gema det, in Manila sei eine Ver- schwörung entd€ckt, 100 Personen, darunter auch Beamte, keien verhaftet worden. 3000 Filipinos hätten Bulan, im Süden ddr Insel Luzon, gestürmt und die amerikanische Garnison niedergemacht.

Afrika.

Aus Pretoria berichtet das „Reuter'sche Bureau“, die Regierung habe am Donnerstag Abend eine von dem Minister für Bergbau unterzeichnete Bekanntmachung erlassen, derzufolge die Grubenbaurechte indem derRenierung gehörenden Gebiet im Rand am 25, Juni in Pretoria in öffen111cher Auktion verkauft wsrden sollen. Die Verkaufsbedingungcn sollen dann bc-kannt gc eben werden. - Die „Volksstem“ gbe in einer Besprkckzung die er AYelegsnhxii zu, daß die Regisrung die Exmächtigung zu dem crkauf hahé, nachdem der Zweite Raad im vergangenen Jahr einen dahin gvhenden Bis(bluß gefaßt babe, welchcr vom Erstdn Raad bestätigt worden sei; fie sei jedoch dcr Ansicht, daß die Verkaufsbedingungen so bald als möglich bekannt gxgeben werden sollten, damit den Burgberg eine Gelegenheit gegeben werds“, Gsbote zu machkn.

Wie der „Daily Mail“ aus Kapstadt vom 10. d. M. „aeMlect wird. hat eine besondexe Streitmacht, welche zum EntsaxTe von Maftking bcstimmt ist, Vryburg pasfiext.

J ack) einsr Meidung dss „Rcuter'schsn Bureaits“ aus Kimberl/Zy vom 11. d. M. sind britischc Patrouillen von Fouriesn Streams aus in Transvaal einqerückt. Paxrouillen dcr Buren seien südlich vom Vaal 8 Meilen von Warrcnton giseben worden.

Emo ka2sche dcs Feldmarschalls Lord Roberts vom 10. Mai 9 Uhr Abends besagt: Ich hatte heute einen erfolg- reichen Tag. Ich trieb den Feind von einem Ort zum anderen. Die britischen Truppen bofinden sick) jest acht Meilen nördlich vom

und River. Die Kavallerie und die berittene Infanterie befinden lch m Ventersburg, die Divifion des Generals Tuch er bei Deelfontein, die Truppen des (Generals Hamilton mit Kavallkrie in Broadwood. Als ich zulktzt von ihnen hörte, maren fie auf dem Matsche nach den Kreuzwegen in der Nähe von Ventersburg beariffen. Der General Hamilton begegnete lmrtnäCkigcm Widerstands. Die Brigade dss Generals Smith Dorrien war Einige Stundcn da- mit beschäftigt, dessen Nachbut zu beschiißcn. Die bis- ber, gcmcldeten Verluste find unbcdeutend. Daß Passieren der Driften is-t außerordsntlick) schwierig. Viel Train ist noch Zuruck; aber ich werde bei Tagesanbruch weitermarschieren und 0 Mit als möglich in der Richtung auf Kronstad vorwärts- zukommen suckzcn.

AußThabanchu vom 10. d.M. berichtet das „R?Ut€k'1ch€ Bgreau“, daß infolge einer Besprechung der Burcnführer der Feind nach Südm zurückgekehrt ski und jeßt eine Linie östlich von Tbabanchu inne habe, welche sich zwanzig Meilén von Norden nach Süden erftrecke. Die Kavallerie des GcneralSBrabant habe am Gsfccht mit einer feindlichcn Patrouille gehabt. Man erwarte, daß es von neuem zum Kampf kommsn werds.

Nach einer Meldung aus Masern vom 10. d. M. kon: ZMtrtexer) sich die Freistaat=§8uren in beträchtlicher Stärke in Vertheidi ungsstcllungcn auf den Hügeln des Koranna: bergs otwärts von der Linie Tl)aba11chu:Winburg. Der ZHencral Rundlc habe in der Nacht um Donnerstag ein »aJer am Kleinen Leeuwflusse zwi)chen Thabanchu und La ybrand bezogen.

„Das„Reuter'scheBureau“ erfährt aus A l i w a 1 N orth vom gestrigen Ta 8, es werde aus dem Oranje-Freistaat ge- MWST, daß m den Lagern Versammlungen ab ehalten worden seien, der tyelchen die reistaat-Buren beschlos en hätten, den Vaaifluß nicht zu über chrciien.

Aus Tanger meldet die „Agence Havas“,daß der Zustand des Großvezirs hoffnungslos sei. Sein Nachfolger sei

Parlamentarische Nachriäxten.

R _ Tie Schlußberichte über .die gestrigen Sisuxi en des elchsta' es und des Herrenhauses befinécn st in der Ersten Bet age.

7- Dic h_eutige (192) Sißung dxs Reichstages wurde For Eintritt _m die zweite Berathung des Entwurfs eines PfallverstcherungSgexeses für Land: und Forst- YitrteYnseéalfx von deÉianrätdenten YrsaHeTftvon Ballestfxxrxt angeren ärun zur e Sordnun erö e.

(Schluß des Blattes.) g g

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Statistik und Volkswirthsthafk-

Zur Arbeiterbewegung.

Wie die „Lm. tg.“ aus alle a. S. berichtet haben dort die Zluckateurgebil en in me reren SWJÜÖÜÜMZ sow“ bei einer

In Barmen isi, der „Rb-Wesif. Zt .“ ufo! L, in einer D *- keffelfabxik ein Ausstand der Kessclxcbami'ede Jinfolge von ZFH- streitigkeiten auSgebrocben.

Kunst und Wiffeuschaft.

In der Ysveboloqiscben (Gesellschaft zu Berlin werden im Sommxr-Semestrr 1900 fokgende Vorträge gehalten werden: Am 3. Mai, Dr. Vaerwald: ' „Die Erziehung zum selbständtgsn Dsnken als Ziel der Gomnafialdildung'; 17.-Mai, Professor Karl Frey: „Arnold Boecklm als SHilderer feelifcbsr Vorgängx' (dieser Vor- naa findet wegsn der'damit v-rbetndenen Deuwnstrationen im Hör- saal 26 der UniVZrsixät statt); 31. Mai, Dr. Richard M. Meyer:“ „deer dr: Beichrä-ikißxit mxnschiicber Sprachnfindunz“; 14. Jgnr, 1)r Leo Hiricblafs: ,Exvsrimentelle Unterschxnngen uber dre Wexkung alkoholbaltiger Getränke“; 23. Juni, 1):- Bern- bard Ramzy: ,Ueber, dix xoxtschceitsnde Zuiammengeießtbeit im Gebtrnbau dxr Wrr'oclt-“oteW'; 12. Juli, Fcofeffoc Hugo Münster- berg aus Cambrcdge._ Mgff; _(Tbema vor ebalten); 26. Juli, ])r. H. Geßner: „Usher einiqe Zukiande aus dxn Grenzgebieten des psvxhiscko Normalen und ps_ych1sch Abnormen' _ Die Sitzungx-n dax Psycho- logischen Geseüscbaxt wexdex gewdbnlick) am erstkn und ?xixien Donncxs- tag eines jeden Monatstm Hör1aal des BotanisÖZr; Jnstiruts (O_orotbeknstraßs 5) abaebczlten und beginnen um 7 Uhr Adxnds. (YYY: wsFle'Tbtstä) v? Wfsgnlm fb:?ichWsidtZ) mZdefn. Die einzeinkn C9) un.;- „krt 8 wer en ortau 811 n der, eits :it Für äda 91 Pjychologte und Pathologie“ abgedruckt. p 8 sch

, .Der Verein für deutscbes Kunstgerverbß Hkscbäüigtk six; txj seiner leßieu Sitzung mit einigxn neuecén Techniken der Polzdearbsitung und Deforierung. N.:cb dem einen Vexfahren werden Fouraisre aus den dsrschi;dchnsicn Hölern in maxmigfaäykn Véassrunßezi und Farben u.;T:r byyxauliscbtm Druck aufeinand€rgkwreßt und ()?ka ungewdbnlickö m_wßc, dü.::x-: Flächen, die 916 Bekleidung von Wand und Decke fürMöbel. Pianos und sonst auf vielerleinisen za vecwendxn find und anch VCTsÖÖSTSK: eigenartig: Konstcaktionsxveisen gästatten. Eine xoicbbaliize Aus- stellung von Harraß in Böhlen in Tdüri-xgxn, dis durch einen Vorirag dss Hörrn Arthur Höing er- läutert wurdé, zeigte eine Fülle vdn Farkcn, Formen und technischen Anwendung?", di» lex'cbakts-F- Jnxetejs-z (:rmckxen. soweit sie das ech2=Holz in seiner ddLsn NatursÖönbc=t zur «"Hellung brachten. Ein kbensail: arif bydtgx-lixcbkm Dxuck bcrudkndes Vzrfabken zur H:!sic-[lung masfivs: Hrmdolnntarfix-x bxxckpkieb Jngsnixnr Studte aus «Halle. 525€!) einer "eum Technék. untecVerwsndana VM! Horn mit farbigen Uxit-xc- [(USV brxßcftslste Intarsien von prächtiger dekorativer Wirkung *EUR-kn dor: Alxxed Dansk!) bisrfelbst AUSZSÜSÜt. Der anregend: Fach- adsnd war von Architekten und Tixchl“. zadlreicb besucht.

Bauwesen.

In dsm Wettbewerb um dxn Entwurf zum Neudau dEr St.Josefsschle in Colmar iéai, wi“. das ,Zékxtxalbl. d. BIUWTW." meldet, das PtLZSHLÜÖT dex! kiffen Preis den Urchitskikn Heißker U. Witxckzél in Si. Jobaxxn-Saakdtückqx, dkn zwcitdn den A:chit€kte:: SYZLUCk u. Kronfuk'; in Colmar-Münckyen Und den diitt-xn Prei“) dxm Arcbijcktxa Schö- 13274; in Colmar zucrkannt. Der Entwurf dx?- Arcbitektén AM. Leo Zaar in Berlin ux“.d dkr der Archit€kten BLTUNUÜV u. Wkkec in Karlsrude Wurd?" zum Ankauf knipfoblea,

Ein Wettbewér zur “Erlangung von Entwürfen für Ein Siechenhaus des Kreises Bautbcn O.-S. wird mit Frisi bis zum 1. Oktoder d. J. aus;;i-schii-ben. Ausgeixßt sind dr-xi Pisifc V0". 1600, 600 und 400 „ji DM 2113 iebn Mifgliedcrn besiebendcn Preis- q-richt gehören zwei Amte und vier Bausackodzrstämdise höherer Vor- bilduug an. ngkn post- und besteilgeldfreie Einsendung von 2 .,“ könnkn dix Wzttbswsrbsunt-krlagen Von dem Barsan des Kreis-Aus- schaffst; in Beuthen !).-S. bezogkn Werden.

Theater und Musik.

Deuischss Theater.

Daz geiiri.:e dxiéke Gastspiel dss Wiens: Volks-Tbcciiers drache als NW'okit das jüngsj: Werk des Wiener Dichters C. Karl- :veis, „Onkei Toni“, eins Koaiöoie in visr Aufzügen, wziche tn Bsxlin bisher noch medi zur Adffübrung gelangt war. Obwohl es an kinem flotten, [ZLÖSKÖXÜWWSU Sviel fämmx- lich2r D;:sieilcc nicht mangelte, blieb der Erfolg kiésks bends doch etwas dintér dem dék voraufsegangenen xu-ück, Dzr Inbali des Stückss isi nichts wmigér als eigsnariig. Graf Wald?:df Läuft in Erwartung einer reichen Erbschaft Sckoulßcn iibsx Schuiden av, wobei er assekiscbaftlick) und ia seinkn Ebkbéßkiff'n immer Mkbr zuriick,;ebt, um schließlich zu Erfahren, daß de': »„r'c- ONkLl, an? den sr baute, sein Virmögm in Spekulatioch vsrlcren k-ar und bettxla'cm geftordsn ist. err waele vexstand ks, dSn (Graf?" sowohl in seinsm äußéxcn, kavalizxmäßixkn bearkn, wie? in JEM: inneren Halxlosi-skcit glaabbaft zu gestalten. Ebexso lewaabr kxurden dmc!) die Hsrrcn Kramer und Weiße dsr USÖLUÉV'ÜWißk, 12ichtlebige Barkn Rikdeck und rkr kluge, aber gewiffénldséSpkkuixnt Arnheim Vsrkörvert. Ganz besonders gelungen war das Zusammén- spie'l der genannten Hkrren sowie dxs Herm Eppens (Sskmär Brett- schneider) b-ri der dsa ihnen zur Darstc'ilung gebrachten Aufsichtsraißs- sißung Di; E:stxltang der w-iblicbkn Hauptrolle“, Mijzi, der Tochter d-xs Grafen Waldhof, dura“; F-au Aldacb-Retw war Lilie dieser [t:b- licbxn Märck,»:nßsur vöüig kmsprsa'oende. Auch die klsinerkn Auf- gabM fanden eine befriedigende Vertretuna. Lebbaster Beifall Wurde dém Spiel der lié'cenSrvürdig-Zn Wkener Gäste bei jedem Akttchiuß und dei offener Scsne zu tdeil.

Neues Theater.

Zur Fcier dex; fünfundfirkzigsien Geburtstages Gustav von M o ser's wurde mit Genehmigung der Gencral-Jntendantux der König- lichen Schauspiele gesterq d;: Genannten drsiaktiges Lustepéel .Das Stifiungsfest“ an rieyer Bübnexum ersten Male aufgeführt. Diese harmlose und vxrgnügliche Satire dcs Vsreinslebens übte, wie stk es schon Jahre zuvor auf der Königlichen Bühne und anderwärts gethan hat, wieder ihre erbciternde Wirkung auf die Zuschauer aus, welche den lustigen Bühnenvorgängen mit sicbtiicbcm Bebagen folgten. Die scbaxisvielerisEen Lciftuvccn waren durchweg nichtig. Genannt seien die Damen Wolff und Lorma, die Herren Peters. chius, Claudius, . oltbaus und Merten. Wenn die Anzeich8n nicbt trügen, dütfik das tück auch auf der Bühne des Neuen Tbsaters eine Reihe don Wikderbolungen eriedsn.

Tbalia-Tbeatkr.

Die von Jean Kren Und Alfred Schönfeld bearbeitäte_vier- cikiige franzöfifchc Vaudeville-Poffe „Wie man Männer fcs1elt_' von A. Maxs und M. Hennequin erzielte bei ibror gestrigen er1t- Waligen Aufführung einen großen Heiterkeits-Erfdlg. Dx: Ju- balt ist. im Gegensay zu dem anderer Stücks dieses Genres, aaßer- ordentlich klar und einfach. Es werden in buntem Wscbsel verschiedene Arten vorgeführt, in denen Männerberzen dauxrnd erobert werden, und zwar durch die Macht dxr renden Mitgift dec jugendlichen Salondame Kitly. durch die berechnende Koketterie der fchöncn Tänzerin Thea, durch dreLtst der ibrem Jugend- fxeunde nachsteäenden Madame Marécbal und endlich durch die Mittel, welche die junge Baronin Edith von Cbatellerant anwendet, um die Liebe des Gatten, welchen sie sich durch übrrtriebenes Moxalisieren entfremdet batte. zurückzugewitinen. Um die verschiedenen Phasen dieses levtgenannten Liebeswexkens gruppiert sich nun die ganze , übrige Handlung. Die vernachlässigte Gattin läßt fich von drr im Mittelpunkt des Puriser Gesellf afjslebens ftebendea Tänzerin, zu deren

aufirma wegen Ikicbterfüilung der von ihnen gestellten Forderungen

' Verehrern ihr Mann, ohne da fie es abnxeaucb zählt, in der Ent-

Männern so anziehend erseheinen iaffen und welche in Witz, Grazie und übermütbkgem Frohsinn gipfeln. Sie vergißt ihre frühere Prüderie nnd bekehrt sich 3." einer minder strengen Lebens- auffaffuna, durch welche es ihr kelingt, schließlich das Hm ibres Gatten zurückzuerobexn, desen dauernd an sich zu fesseln und der wahren, innigen Liebe zum StV? zu verhelfen. Ehe es aber zu diesem Ende kommt, wird dem Zus auer eine Fülle von Situationskomik, belustigendem Humor und fröhlichem Sang geboten. Das vortreffliche Zusammenspiel und die tüchtigen Leistungen der eiannen Darsteller tbaten das Ibrige, um das alles voll zur Gel- tung kommen zu laffen; sie wurden durch das fröhliche Lachen und den lebhaften Beifall dcr Zuschauer belohnt. Frau Annie Dirkens, welche (315 Gast die Rolle der Baronin Edith gab, fesselte durch ihr „sritcbes, schelmisches, fein pointiertes Spiel und ihre wohlkln'gende Stimme und erntet? neben wohlverdiente: Anerkennung auch reiche Blumenspenden. In Herrn Kühne, welcher ck17?" Gatten, det) Baron, darstellte, hatte fie einen einwandfreien artnex. Atze!) die Tänzerin Thea wurde von Fräulein Kramm schau- vieleri1ch wie ßefanglich gut wiedergegeben. Der Marquis von Beaußkncev war ni der Darstellung des Herrn WSÜbof wiederum ?an „trefflich Leistung dieses humorvollen Künstlerx UND die dkLÜlge Gestaltung der Madams Mxrécbal durcö Frau JllnkSr-OÖIZ Vékkiknt glsichfalls besonders hervorgehoben zu werden. Aber auch alle aaderen Mitwirkenden wurde'n ihren Anfßabkkk vanUf gerecbx, und sowohl der Chor wie die ganze Ju]ce::ierung trugen daz Zbcigc zu dem ükeraus günstigen Er- xolge dxs NÖSUÖÉ'ÖSÜ, dé“? in wiederholikn Herorrufe-n der DarsteUer 192118 der Beaxchsr dks STückcs a;:Ökl-ang.

Jm Königlichen OVSrilbaUse wird Oper „Don 7Fi-iczn' mit Hsrrn' Bals; in der Titelroüe ge- g9b_an., Jm 'norrgen lautsx die Bäseyung: „Donna Elvira: Fr9u1czn Rotoauser; Comtbdr: Herr Wittxxkovf; Donna Anna: Fraulcm ,innl; Doxt Octavio: err Sommer; Lsporello: HSTC Mödlinger; Majesty: Herr Krasa; Zeiline: Frau Gradl. Kayellmetster Strauß dirigiert. - Am Montag gkl)! als dritter Adcnd :*er Gesammtauflübrung von Richard Wagner's Bübncnfsst- 113171 „Der ÖKinK'kes Nibxlungen' „Siegfrixd' in folgender BefelZung i.“ Some: Sieg mcd: Herr Grüning; Mime; Herr Lieban; Wanderer: Hsrr „Bachmann; Brünnbildx: Fräulein Reinl; Erda: Frau Gosse; YbMÖ: Herr Kxaxa; Fasnet; HM Knüpfer; Waldvogel: F“.“au

erzog.

__ Jm Königlicbzn SÖausdielkbause findet mdrgkn Line Auf. tudrung von Otio “Grnsi's deut.?cher Komödie .JugSnI von heute“ in dir d:“kznntZi Bxfeßung staTt.- Am Montag wird Caereitbreth's Tragödic Ochwarnmxi“ier' zum ersten Male wiuderboZi.

_Jm Neuen Königliiben Opern-Tbeater gelangt moxgkn „Dic Fiedermaus' Ur Aufführung.

Im Deutsch€n Theater wird das Personal deZ Wisnxc Denztxchén Vqlkstheaters morgen Nachmittag bei ermäßigten Preiien .Di-L Kreuzklicbreiber' mit Herrn Martinelli als Steinklopserbans auffubcey. Abands gelangt „Onkel Toni“ mit den Damen Retty, WaiZenttn und Zeki, sowie den Herren Tewele, Kramer, KutsÖ-x-a. Weißx xc. zur Wiederholung. Am Montag Absnd gebt „Onkel Tomi“ in [“er-“siven Br*.ctzxna zum dritten Mal in Scenc.

an Berliner Theater gelangt „Berlin béi Nacht' mit Aus- n2_dmc von Freitag an allen Tagen nächster Woche zur Aufführung. Fur Jreiiag (36. AbdnneMMTI-Vorsiküung) ist die Premiöre don .L111Jt! thareüi“, Lustxpiel in drei Akxen Von Lothar SÖmidt, an- JULS *

[Jm Schillcr-Tbeate: findet morgen Nachmittag die leyte Wzkkerbolung von .Macbetl)“ statt. Abends kverden H. von Kleiil's Luxxspiele „Dcr zerbrochene Krug“ und ,Ampbitryon“ gegeben. Am Montag gelanczt ,Fröschweiler', Dienstaa und Sonnabend ,Brand', Mittwoch und Freitag ,Niobe“ und .Der Diener zweier Herren“, ??nnerstag .Der zerbrochene Krug“ und ,Ampbitxyon' zur Wieder- 0 ung.

Im Theater des_Weftens fmdet morgsn Nachmittag zu halben Preisen eine Aufführung der Oderette „Der Vogelhändlkr' von Carl. Zellxr in folgender Bes: ung statt: Briefchristel: Fräulein Yami; Kuxiürstin: Fräulein elma; Adelaide: Frau Albes; Stanislaus: Herr Sckxüv; Weps: err Ander; Adam: Herr HZUSk. Abenrs 92131? „Die Gsisba“ mit F:äulein Mia Wkrbér, dén Hérrxn SHuiz Und Somekmann in dxn H;:uptrolkkn in Scene.

Jm Lesji'ng-Tdeatcr vcrabscbiedet sicb MOTJM Frau A.;nes Sorma für diesesJabr vom Berliner Publikum in der Titélroüe von Jdsmr's'Sckpaukpiel .Nora'. Am Moniag gelangt das Lustspiel „Al_s 1ch Wisderka_m', am Dienstag und Donnerstag „Jm wsißen RÖZJLY „zur Aufführung. Am Mittwoch gebt Anzengrubeks SÖQUWlSl „Yer Pfarrer von Kircbfeld' und am Freitag Sudeimann's Schauspiel .Di-: Ehre“ in Sczne. Am Sonnabend wird ri:- sommerlich.- vaxsttcnsaison unter der Direktion der Herrßn C. 2171. RNbr und Otto Ploecker-(Fckardt mit der dreicktigkn Operette ,TJZi'yt“ („:x riiyaxzxa)“ Jir1“) von Lionel Monckton und Ivan Caryll erc-ssn: .

Jm Nxaen Theater geht_morgen Abend sowie am Mittwoch, Dmmxrstag uud Sonnabend nach1ter Woch? und am 17ächsten Somu- 1235 Aden! Guitar) von Moser's Lustspiel „Das Stiftungsfest“ in CcenZ. Am MOntag, Diensmg und Freitag finden Wiederholungen dcs SÖwanks „Im E ii“ stait. Mor en ']Tackmittag gelangt zu Halbkn Kaffenprcisen LDL'Z- Lebfclö' chwank „Nackt? Kunst“ zur Aufführuna. '

Jm Residenz-Tbeater findet morgsn, Mittags 12 Uhr, eine Matinée statt, in welcher die drei Einaktkr von Strindberg: „Paria“, „Mutterliebe“ und .Debet'und Credit“ zur Erstaufführung galangen. Als AbendvorsteUUng bleibt fortdauernd ,Die Dame von Maxim“ auf dem Spielvlan.

Mit der am Dienstaq, den 22. d. M., stattfindsnden sechsten Vorsteüzmg beschließt die Deutsche Volksbäbne ihre gegpnwäxtiae Spielsaison. u der Abfchiedsvorsteaung. in welcher Griilparzer's Trausrspiel . appbo' zur Darsteüung gelangt, sind die Probsn bereits im (Oamxe. Die Hauptrollen smd folgendermaßsn desxßx: Sappbo: Therese Leitbner (früher Heroine des Bremer Stadt- theaters); Pbaon: Ewald Bach (Mitglied des Lssfingthxaters); Melitta: Ida Fucbs (Nitgiied der Sezessionsbübne). _ Billet- heiiellungen sind mündlico oder schriftlich im Bureau der „Deutschen Voitsbüöne' (W., Hxlmstr. 5) zu bewirken.

morden Mozari's

Maunigfaltiges.

Berlin, den 12. Mai 1900.

Dem Polizei-Präsidenten ist, wie „P.'T. B.“ meldet, aus Urville nachstevende KabinetSordre Seiner Majestät des Kaijerß und Königs zugezangen:

Job babe Mich aefceut, daß der gewaltige Verkehr und die großen Ansammlungen der Bevölkerxng in den Straßen Berlins gelegentlich der bei der Gtoßjäbri keitSecklärung und der Anwesenheit zahl. reicher Erlauchter Fürftlicbkeiten an Me!ncm__ ofe veranstalteten Festlichkeiten keinerlsi Störungen oder [[um e von Bedeutun

im Gefolge gehabt babm Dieses erfreuliche Erßebnis; i

in exfter Linis der Umsicht, Pfléebitreue und au„opferungs- vollen Thätigkeit der Berliner S_Üuymannscbaft zu danken. Mit Befriedigung hat es Mich auch erfuüt, daß während der Festtage durcb freiwiai e Kräfte ein besondern Sanitätsdienst eingerichtet war, um bei etwa gen Unglücksfällen Kranken und Vetleyten mens eu-

freundliekeßürsorge zu-tbeil werden zu la en. Ich beauftrage ke,

Offizierenund Maunscbaftendec Berliner ck,ußmannscdaft [Wie: „den bei dem freiwilligen Sanitätödieufi betbeiligt ewesenen Bere nigungen

Meinen Dank und Meine Anerkennung außzu prechen.

Urville, den “8. Mai 1900. W i l b e l m , 1. K.

faltung,*all der Künste unterweisen, wel andere Damen den