1900 / 119 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 18 May 1900 18:00:01 GMT) scan diff

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e'mer gewerblichen Yemßgengssenschaft, „die unter Uebernahme der vorläufigen Furforge fur einen Verleßken an diesen Vorschußzahlungen Zirleutet hat, nur insoweit geseslich zur Erstattung der ufwendungen verpflichtet, als diese nach Maßgabe des_ landwirthschaftlicben Unfallverficherungs- „geseves vom 5. Max 1886 begründet sind (1800).

Der Abschnitt_Jnvalidenversicherun enthält eine Statistik der Hz_etlbehandlung bei den ' erstcberun s- anstalten und Ka eneinrichtungen für die Jahre 1897 , 1898, 1899 nebst 5. April 1900.

Hieran schließen sich folgende Revisions-Entschei-

dun en, Bescheide und Beschlüsse:

ie Nechtßnachfolge nach einem vor dem 1. Januar 1900 verstorbenen Rentenbewerbcr bastimmt sich nach dem damaligen Erbrecht, nicht nach § 41 Abs. 4 des Invalidenversichertxngßgeseßes, und zwar auch dann, wenn das Javalidenvcrsrcherungsgesey gemäß § 193 daselbst zur Anwsndung kommt; _eine für die RechtSnachfolger des ver- storbenen Klägers_fe1tzuseßende Rente endet nach §§ 41, 38 des Invalidsnv?rsrcherungsIeseßes mit dem Todestage, nicht mit dem Ablauf des Sterbemonats (798).

Ein Y_ctx'xcbsbeamter, dessen Jahreßarbkiwverdienst lediglich :nsolae der Abrundung der monatlichsn Ge: haltchza61ungen 2000546 etwas übcrsleigt, ist versicherungs: pflichtig (799).

Die Ber'jimmungen des § 116 Abs. 2 sowie des § 114 Abs. 3 in Verbindung mit 116 Abs. 2 Schlußsaß dcs Jnvalidenve:stcherunqueseßcs md gemäß § 193 daselbst auf (dZi(c_0c_1m 1. Januar 1900 schwebenden Rentensachsn anzuwenden

_ Die Aufrechnung überhobener Rentenbeträge tmt der laufenden Rente kann durch förmlichkn Ves eid der Vcrfichsrnngsanstalt aUSgssprochen und dadUrch zum egen- stand derPrüfung im Rechtswitteloerfahren gemacht werden._ Ein geschäftliches Versehen des Feststeüungs- organs1ch11eßh wie auf dem Gcbi.t der Unfallversicherung, die Aufrechnung aus (801).

_ Die einjährige Frist dcs § 42 des Jnvalidenver- s1cherung9gcseßes findet gemäß § 193 daselbst unbeschränkte (YZFMMUJ auf schwebende BeitraJSerstattungsansprüche

Der S 43 des Znvalidenverficherungsgeseszes bezieht sich nicht an Unfälle aus der Zeit vor dem 1. Januar 1900 (803).

Wird eine Thätigkeit der Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten bei einer unteren Verwaltungs- behördc durch das Ersuchen der Versicherungöanstalt eines anderen Bezirks vexanlaßt, so hat die ersuchende Vcrsicherung_§an1talt die den Vertretern zustehenden VW:" gütangcn zu erstatten. Die Vergütungen beme'ffen fich jedoch nach den Süßen derjenigen Versich rungsanstalt, in deren Bszirk die untere Verwaltungsbehörde ihren Sitz hat, und smd den Vertretern unmittelbar von dieser Vcrfickxcungsanstalt zu gkmähren (804).

Emo vo_rläufige Rente 117 Abs. 3 Saß 2 dks InvalidenvsrucherungsFseßes) kann nur durch das Über die Revifion entscheidende rtbeil fkstgcscßt merdsn (805).

Die Z'ffcr 6 der Bekanntmaäzung, bktrkffknd die Ent: rpcrthung und Vernichtung der Marken bei der Jnvaiidcnocr- ftcheruna, vom 9. November 1899 schlicßt cine: Enthrthung in der Form „12. 2, 1900“, also unter voller Wiedergabe der Jahre65ak11, _nicht aus (806).

_ Es "ÖW stck), daß ein etwa in der Feststellungs- injtanz abge chldncner Vergleich ausnahmslos in getzöxiger Form schriftlxck) niedergelegt wird (807).

Eine Krankenkasse, die gemäß J 112 ('Es J.:validen- und__AltecSvets1chcrung§geseßes durch die Saßnngen der Ver11cherungsanstalt unter Genehmigung der Landks: chtralbehörde mit _ der Einziehung der Bei: träge beauftragt_ ist, haftet der Versichcrungs- annglt für den thr bei der Handhabun dcr Einziehungs- geschafxc durch Unredlickykeii oder Nachläsngeit der Kassen- bem11ten_zugefügten Schaden einschließlich der dadurch der Versrcherxmgsanstalt erwachsenen besonderen Kosten (808).

- Der chjxrungs-Llffcffoer. Scheunemann zu Königs- bexg N.:M. _1ft_ der Komgltchen Regierung zu Köslin zur wetteren dremtlxchen Verwendung überwiesen worden.

Bayern.

_ Die TorpedobootS-Division, welche gestern Vor- mttkag um 103/4 Uhr von Worms abgefahren und bis zur bgyerxschcn Grenze von dem Dampfer „Heul zu Herrnsbeim“, mrt den Ver_tretern _ der Stadt und der Regimentsmusik ch 118.J1_1fanterte-Neqtme_nts an Bord begleitet worden war, tras, rmx- „W. T. B.“ h_ertchtct, _1_1m 113/4 Uhr im Frankenthaler Kanal_ ezn, wo ste von 23Festschinen empfangen wurde. Dann fuhr dj_c Dtmfion 1316 Mannheim wziter, wo dieBoote vor Anker grngßn. Dort e_rfolgte die Begrüßung der Gäste namens der da dlsch en R eg 1 er an g durch den Landeskommiffar, Ministerial- rath Pfisterer _und namens der Stadt Mannheim durch den L_)ber-BürgcrxneipterBeck. Der Kapitänleutnant Funke dankte fur_ den schonen Empfang. Zn Ludwi shaken, wohin drei Torpedoboot? fuhren, war die Vegrü [mg eins ebenso erhchz. Seitens der bayerischechYierung begrüßte der

ezxrkSamtmann Bachmeyer, namens er Stadt der Bürger- menter Krafft die Ankommenden. Sodann erfolgte eine Rundfahrt durch die Hafenanlagen von Mannbetm und Ludw1gshafcn. Während der Fahrt wurd? den Offizieren an Bord dcs Festscbiffs ein von beiden Städten veranstaltetes Festessen__ ge eben. Nach demselben wurde von dem Bür er- metster Kra ft_nachsiel)endes Telegramm an Seine Königlséche Hoheit den Prmz-ReZenten gesandt:

.Die aus Anlaß des * esuchs der deutschen Torpedoboots-Divißon Mit den Offizieren zu gemeinsamer Feftfabrt auf dem Rhein ver- einigten Bewohner der Städte Ludwigshafen und Mann- heim gestatten fich- Eurer Königlichen Hoheit ibre ebra- furcbtsvollfte Huldigung darzubringen und ihren allerunter- tbäyigsten Dank zu yntxrbreiten für die von Eurer König- lichen Hoheit befolgte Fursdrse für des Landes Webrinacbt. “zu Lande und zur See, und es gedenkt die treue Stadt Ludwigshafen auch ihres FHYdFibeEuYrbTöniFlléen__Hobietit'el_Ymen HFMVYMZ, der'vot

n„a r_un er m we aus uendem [ de* edeutun

der Wafferfiraße fur die festgebende Stadt erkannt hat.“ g

M' * Eine landwirthscbaftliche Bemksgenoßaixzhafé' 'ift géäenüb'er '

zugehörigem Rundschreiben vom-

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hafen zu Ehren derOfüziere derTorpedoboots-Divifion ein Fest- mahl von 250 Gedecken statt, an dem die Spißcn der staatlichen sowie der städtischen Behörden von Mannheim und Ludwigshafen thkilnabmen. Der Bürgermeister m_)n Ludwigshafen Krafft brachte einen Trinkspruch auf Seine KöniZliche Hoheit den PrinzSRegenten aus. Der Geheime Rath avale-Ludwigs- hafen Feierte die Friedensliebe und die Kolonialpolitik Seiner Ma'e tät des Kaisers und brachte ein „Hoch auf Aller- höchétdenselben a_us. Auf die deutsche Maxine toastete der Präsident der pkälzischen Handelskammer, Direktor Wagner. Der Kapitän-Leutnant anke dankte für den begeié'terten Empfang und toastete au Ludwigshafen.

Baden.

Auf ein im Laufe des estrigen Nachmittags atx Seine Königltche Hoheit den Großkéerzoa aus Mannhetm ab- gesandtes Telegramm tra__f,* wie „W. T. B.“ berichtet, folgende Antwort an den Ober:Burgermeister von Mannheim Beck ein: „Ich bin bockxerfreu! über den erhebend-n Eindruck, welchen Sie mir von dem Empfang der Torve *oboots-Division durch die Einwobnkr- schaft von Mannheim Und Lukwkgsbafen schildern. Ick bitte, allen denen meinen b“rzlicbsten Dank zu sagen, in deren Nam?" Sie mich mit so warmem AuZdruck begrüßt haben. Die Fahrt der O fixiere Und „“er Mawnscbaften durch die gwße Hafenanlage der beiden .Hxndelsstädte biloét ein lebendiges Bild Von dem mächtigen Schutze, den unserer Kriegsflotté rem OLUÜÖZU Wzltbandel gewäbrsn wird. Ich send.- treue Grüß? an die Marine-Ojfiziere und au die Festversammlung.“

Oefterreich-Ungaru.

Wie die „Wiener Abendpost“ meldet, bat fick) die Erz- herzogin Maria Jmmaculata Raineria, Tochter des verstorbenen ErzherzogsKarl Salvator, mit Genehmi ung des_FFc_1isers mit dem Herzog Robert von Württem erg vero .

_ Das österreichische Abgeordnetenhaus begannseins gestrige Sixung um 111/:„ Uhr Vormittags. Die Verlesung des Einlau s, _unter dem fich, wie „W. T. B.“ berichtet, eine Interpellatton der Abgg. Weißkirchner, Strobach und Gen., betreffxnd die Vorgänge an der Wiener Universität, be'and, währte bés gegen 4 Uhr Nach- mittags._ Der bg. Fort kam darauf zurück, das; die [este Stßung m_)n dM Vize-Präsxdenten Zacck m: en Beschlußunfähigkett dss Hauses _ ge1chloffen worden ?ei, und fragte den Prästdenten, od er in ähnlichen Fällen ebenso vorgeben würde. “Der Präsidsnt Dr. von Fuchs e_rklärte, er sei mit dem Vorgehen des Vizc-Vräsidsnten Zacek mcht einverstanden; er würde die Sißung nicht ge- schloffen, sondern nur unterbrochen haben, bis die nöthige Zahl von_ Abgeordneten versammelt gewesen wäre. Hierauf folgten Mer namentliche Abstimmungen über einen in dcr leßten Stßung gefiillten Antrag desx Abg. Formanek auf Bei- fügung cmer PLLition zum stenograpyischen Protokoll; der Antrag wurde abgelehnt. Sodann beantragte der Abg. Dolezal zwei__namentl_ich)e Abstimmungen; nach der ersten stellte der Präjxdent fest, daß das Haus beschlußunfähig ssi, und unterbrach um 51/2 Uhr, unter dem Widerspruch der Czechxn und dsm Beifall der Linken, die Sißunq auf eme halbe Stunde. Nach dm: Wiederaufnahme der Sißung protestlerte dsr Abg. Pacak gegen die Unterbrechung der Stßxxng, welche er unter Anführung von Präzedenzfällxn alt.“: geschaftsoxdnunqswidrig bezeichnete. Ebenso bezeichncte der." Rednerdre Wiederaufnahme der Si ung als vollständig an- rech_t_1_näx;tg und vcrlangte den S laß der Siyun. Der Prayrdcnt 1)1'._von Fuchs erklärte, er Habe vo kommen nach dchr GexckzäftSOrdnung gehanöelt und werde nie un) nimmer die Obstruktion fördern. Die dee des Präßdenten wurde durch Lärm und lautes Zm1schcnrusen_ dcr Jungcxechen unterbrochen. Der Abg. Hexold dcz€1chn_etc das Vorgchin dcs Präsidcntcn als ge- schästs0rdtxungswchrig und erklärte, es seien nur einige 60211)- gcordncte i_m Saale anwesend gewesen. DerRedner verlangte dcn_Schluß der Sißung. Der Präsident erklärte, auf seiner MLMUUJ zg verharren, schloß iydeffen die Sißung, welche bis 7 Uhr gewahrt hatte, ohne dax; in die TageSordnung ein- getreten worden wäre.

Die erläuternden Bemerkungen der Regierungs- vorlaHe,_ betreffend_ das scch§monatigc Budget- provr orzum, hsgrundcn die Inanspruchnahms einer sßchHmoyangeq Frtst damit, daß die Erledigung des diesxährt 811 Fmanzgeseßes kaum vor Ends des Jayrrs zu er- warten et msgcn der Vkrzögerung der Arbeiten des Budgetqusschuffcs, dcr_ vorgeschrittenen Zeit und der DZleaattdnStagung, forme wegen der fm: den Hsrbst beabstcbttgten ScUWn dcs Rsichßraths 5651th FsrtigsteUnng dxs Budgets!) U_nd Vesch1ußfaffung über dix: von der Re: gterun beabnchttgten Maßnahmen zur Hsbung der Finanzen. Dcr_ _escßentmurf _so_1l gLeichzeitig den Fmanz-Minister e_rmachttgen, 68 Mtlltonen Kronen Javestitionsrentc, bc- ztx1)ungswexse Kconenrente zu begeben behufs wichtiger wrrtbschaftltchen und dringenden Investixionen, namentlich für Bachm zu Unternchtözwccken, Wafferbautcn für staatliche thrtxkze und Eisenbahnbauten, die stellenweise bereits in Angrtfs gcpommen wurdctx, und deren Einstellung oder Unter: br_cchung m_ne schwere Schädigung der staatlichen und volks- wxrthschaftltchen Interessen bedeuten würde.

_Das [znaarischß Unterhaus hat gestern das Gcseß, bxtrencnd dre Börsensteuer, angenommen.

Großbritannien und Irland.

In_ Anwesenheit _ der Königin, der Königlichen F_amt[te und des Prinzen Albrecht von Preußen wurde, kme „W. T. _B.“ ber1_chtet, gkstern in xder Königlichcn Privat- kapclle zu Windsor dte Taufe des Sohnes des Herzogs von York durch_d€n Bischof von Winchester vollzogen. Nach derselbun fand_ em Dexéuner im Schlosse statt, zu welchem auch der _deutjche Geschäftsträger, Gesandte Graf Wolff- Metterntch geladen war.

Im Unterhause erklärte gestern der Erste Lord des Schaßamts Balfoux, daß yr die Zeit noch. nicht Fr ge- kommen„»ergchte, um m nußbrmgender Weise mit der uren- regierung uber den Austausch'von Gefgngenen in Unterhand- lung zu treten.

Rußland. Der „Nowoje Wremja“ ist, wie „W. T. V.“ berichtet, aus

Eriwan die tele raphische Nachricht zu e anqen, da der Schuh von PersJen dort am 22. d. M.ge?ntr*effen karzde.

kn Abend fand im E:scUsrbaft'éhause zu Ludwigs“ ,'

_ _ (Italien. Den in Rom erscheinénden Blättern zufol e halte,

„W.T.B,“ berichtet, der König gestern Abend esprexhunxx .

.mit den Präsidenten des Senats und der Deputirte kaütmer und dem Minister-Präfidenten, in wem)": man stch daha) _geeinigt habe, die Deputirtenkammeu durch ein Komqltches Dekret aufzulösen und durch e'“ das Der_ret begleitende VerYfentlichung disse Maßrcgel „552: zy begrunden. Wie der opolo Romano“ erfährt, würden me Neuwahlen am 3. Juni, die Stichwahlen am 10. Ju"- ftatthjdenP _ h _ 1 _er _apt iet gestern Morgen das [este vorberei

Konsistortum zur Kanonisierung von Dslasalle und Rittxnddae CaScza ab. Demsxlben wohnten zahlreiche Kardinäle Patmarchxn, Erzbischofs und Bischöfe bei. Der Pa st h'eli eme latermsche Ansprache an die Anwesenden, m; che auf Bxßquzten des Papstes der Kanonifisrung ihre Zustimmung er et en.

Amerika.

Im Repräsenxantenhause is, wie das Reuter'sxhe Burcau“ aus Washington meldet, gestern eine Bill kin- gebracht worden, dgrch wel_che der Schaßsekretär in den Stand gesxßt werden sol_1, mternanonale Noten zur Bilanzaus lcichun zrmschNx _den Natroncn außmgeben, um so die Goldvers iffungen zu_ bese_1t1gen und an Stelle der Wechsel Kreditbriefe zu seßen, Fur dtxse Noten soll gemünztes Gold-dinterlegt wcrden.

_ Die Pla_tform der demokratischen Konvention von Su_d_-Ca_roltna befürwortet, dem „W. T. B.“ zufolge, die Prgsxdent1chaf_ts-Kandidatur Br y an 's und tadelt die aUSWÜ'ktLqe P0lltlk _Mc Ktnley's. Fsrner heißt es in der Platform, Gros;- brttanmens Vorgehen gegenüber Transvaal -müffe von allen Fregnden der Selbst_ve_rwa1tung verurtheilt werden, und die _Regterung d_er Berexntgien Staaten verdiene Tadel, weil sie tn oem Strett mcht thre uten Dienst? dargeboten habe.

Dex: Maydr von ew York empfing gestern in A::- wesenhert za_hl_retch_er Yersonen dte Delegirten der Buren- staaten ofnztell_1m5_at1)k;ause und gab denselbcn dis Ver- ficherung, daß ste bet dem freiheitliebenden Volke herzliche Aufnahme finden würden. Darauf bielten die Dclcgtrten Ansprachen und appxüterten an das Mitgexühl der Amectkaner. Wessels sagte: „War bitten Euch mcht, ür uns zu kämpfm; war bttten Euch, Großbritannien zu sagen: Haltet an u..d denkt nach.“

Asien.

Der „TimeH“ wird aus Peking vom gestrigen Tage ge- meldet, daß dre fremdenfeindliche Bewegung der „Boxerß“ Vsrhältnisse angenommen habe, welche bx unruhzgend seren. In_ der _Gegsnd halbwegs zwischen Pacttngfu__und Pektng seien schwere Ausschreitungen gegen Chrqtcn_ begangen worden, bsi denen mel Eigenthum zerstort worden sei;. 73 eingeborene Christen, darunter Frauen _und Kinder, seien ermordet, viele von ihnen sogar [e_bendtg verbrannt woxden. Die katholischzn Mtsfiynaxe bertchteten, es sei die ernsteste CHristenverfolgung, dre fett melenJahren vorgekommen sei, und es bzstehe dre Gefahr, daß dr: Vexzzkgung infULge der Apathie oder des siiu- schmx1gcnden Einvxrjtändmffes der jsßigen fremdenfeindlichen ngterung 'm Pskmg noch an Ausdehnung gewinnen werde.

Nach ein€r_wett:ren demselben Watte zugegangsncn Mel- duxxg aus Yeltng wären am 30. März von dem russischen Gejgndten- awloff und der koreanischen Regierung zwei Abkommen unterzeichnet worden. Nach dem ersten habe Korea Rußland am Hafen von Masampho, inner- halb dkki M*:llen Entfsrnung von dsr Frsmdcn-Niederlaffung m Masampho, eiycn Play für ein Kohlcndcpot und Ein Mar_1_ne:H0)p'xtal fur den ausschließlichen (Gebrauch dcs ost- astatl1chsn Geschmadcrs bewilligt; die Einzelheiten diese?- 211)- kozxxxnens soll_tcn durch eine geméinsamc russtsch:koreanische Kom- mqnon ocrxmbart werden. Das weite sei ein gegenseitig.? Abkommen. Rußland verpflichte Ich, niemals den Versnck) z_u machen, auf der_ Kojedo-Jnsel, auf dem gegenüber- ltegendext, an das Gebtet des Hafens von Masampbo anstoßen- den Fejtlandc oder auf einer anliegendsn Insel Land zu pqchten 05er zu erwerben; „Korea verpflthc sich dagegen, an kerne andere Macht an obtgxn Pläßen und zu veräußern. Paxvloff habe der koreanßychen Regierung mitgetheilt, daß Majampho dgs Hauptquartjer dsr rusfifchen Flotte während des Wmters )ein werde.

Afrika.

_ EM am_111ch*:s, in Pxetoria am 15. d. M. aUSqegebencs thegsbullcltn besagt, nne das „Neuter'sche Bureau“ meldet: DW Trupan der verbündeten Republiken erstürmten und be- seßten am Sonnabend früh die Forts um Mafeking. In der Nacht darauf wurden_ste jcdock) umzingelt, wobei, soweit bekannt, steven Mann getodtct, stebzehn verwundet und eine Anzahl gefgngen genommen wurden. Die briti chen Verlaste betrugcn_ sunszig Todte und Vcrwundcte. ie vcrlautet, wurdc d:? Vorhut der von Süden kommenden britisck'sn Enlsaß- kolonne am 14. d. M. zurückgeworfen.

Dem_ „Capc-Ar us“ wird aus Lourengo Marques telegrayhterx: Der ommandant Eloff dran.", mit einer Patrqutlle m Mafeking ein. Mit lebhaftem Feuer von der Garnison empfangen, wurden 17 Buren getöäxet, Eloff und 90 Mann gefangen genommen.

sz Fcldmar)chall_ Lord Roberts telegraphiert aus Kroonnad vom gestrxgen Tage: Der General Hunter ist m Traysvaal cmgcdrungen und steht jeßt 10 Méilen von Chrtstrarxa. Der (Hmeral LordMethtten ist 12 Meilen auf dcm .Yoopxtader Wege vorgerückt, ohne des Feindes ansichtig zu x_vxcden. Die Meldungen über die Dcöorganisation der JxetstaaYBüxen worden von versch€edencn Seiten bestätigt. - - m spateres Telc ramm des Feldmarschalls meldet: Der Geperch Hunter Fat gestern _Christiuna beseßt, okvne auf Wtdcrstanxx zu stoßen. Der Femd zog sich nach chr sdorp zuxuck. Die Truppen des Generals Rundle befanden sich am Mtttwoch_ Abend d1cht bei Clocolan. - Lord Roberts telegraphtert ferner, eine Anzahl Buren in den Distrikten vo_n Flcksburg und Bethlehem hätten den britischen Rest- denten des Basutolandes gkfragt, unter welchen Bedin- gungen ste fich ergeben könnten.

Dem „Reuter'Yen Bureau“ wird aus Masern vom 16.d M. emelde-t: ie Yeomanry-Truppenbeseßten in derNacht Ladybran_d.- Aus Tuaban chu vöm15.d.M.wird demselben Bureau bertchtxt: Der General Rundle beseßte Mequat- linSUek. -Ema Depesche aus Upington vom 16. d. M.

meldet: der dorti e Bezirk sei noch nicht ganz pazifiziert; .klei_ne _

Gruppen Au stän ischer seien noch anwesend. In dem Distrtkt Grootdrinx sei am 15. d. M. ein Magazin von den Auf-

'- vollkommen aUSgeplündert worden. Da Bewohner WÉJWU befürchteten einem Angriff. vol! DerGeneral Sir Redners Buller meldet aus Dann- er vom gestrigen Tage: Meine _vocgeschobenen Pqten hEUsn in Newcastle eingetronen sem. Dte 5. Dtm uxn durftein Staffeln auf dem Wege von Eland§l_aagte bts |ck: coe und ist mit- der Ausbeffexungder Elsenbahn be- Glen Aae Berichte stimmen darin uberem,daß 7000 Buren

ZäfÉßuno 15. Mai in großer Eile nordwärts gezogen sind.

Parlamentarische Nachrichten.

, eri te über die gestrigen Sißungen dcs_Reich„s- _ageétsuan Ls Hauses der Abgeordneten bennden s1ch in der Ersten Beilage.

__ n der Heutigen (197.) Sißung des Reichstqges, welcher IZar Staatssekretär des Innern, Staats : Mzmster ])1. Graf von Vosadowsky und_ dsr Staatssekretar_dcs Reichs-Justizamts ])1'. Nieberdtng betwobntey, stand zunachst die dritte Bcrathung der Ucbersrcht der RerchSauSgaben und Einnahmen für 1898 auf der TageSordnung. _

Abg. Haußmann-Vöbtipgen (d. _Volksv) kommt_ auf dte Erörterung zurück, welcbe sicb _1n_den _!rubexen Lesuugeg diefer Por- [age an die aus Anlaß der Palastmaretse _Setner Majestgt des Kgxsers jm Etat d-“S Aquä-tigen Amts aufgsfubrte Außgabeuberschrettung xknüvft hat. Bei der Unruhe des_ w1_cderum s-br_ stark beZcßten gHagsss ist der Redner schwer v-rstandlxcb. Er scbxtyt auskufubten, daß die fragliche Reiss auch der Förderunc: der Bexbatxgung deutschen sz17514 und deuticbtr Tbatkrafr m den Gsbieten dßs turktschen Wtchs mit babe dienyn wollen. Insofern andle _es 711) beer um eme Sache des Reickoes, für die auch das Reich dje entstandenen Kosten tm Ressort des Aus värtégen Amts zu tragen babe. _

Darauf wird die vorläufige Geyehmxgung der thtß- überschreitung und der außeretatßmaßtgen Au5gaben defimttv ausgesprochen, ebenso wird der_ Nachtrag zum Netz!)?- hauohaltS-Etat für 1900 m dritter LSsung endgulttg

enommen. _ _ _ _ ang Nächster Gegenstand der TageSordnung _1st die drttte Berathung des Nachtrags zumHaushaUs-Etat fur dte Schuß-

biete. __ _ ge Abg. Dr. Spahn (Zentr) beantragt zur Gxscbaktßoxdnung, daß dieser GkgMstand ausgesetzt werden möchte, his diz dritte Lesuag der „163 Heinze“ forjgescßt und zu Ende gefuhrt set. Man sei gestern von der Vorausséßung 5ußgegangen. _daß die dsm lkytéren Gegenstand vorangehenden Vorlaßen keine Eroxteruxtg ergeben würdsn; das sei aber nicht der Falx, da zu der drttten Lesuag_ des Nachtrags-Etats für die Schußgebiete aucb Wortmeldunget) vorla_gen.

Abg. Singer (Soz.) kann nicht fixxden, daß dreje Grunde durchschlagend seien. Der Präfidxnt bab_e gxftern diefe Rerkensolge vc)!- geschlagen und das Haus keinen deecWruch erhoben. Er be- antrage über diesen Antrag namentlrxbe Abst:mmun_q_. _

Der AnLrag wird mcht gcyugend unterstu?t, da mcht 50 Mitglieder auf der linken Sclte fich erhechn, _ andern nach der Konstatierung des Präfidenten nur 40 Mttalteder.

Der Antra Spahn wird angenommen. Das Haus geht darauf zur Forj eßung der dritten Berathung des Gesxß- entwurfs, betreffend Aende_rungen und _Erg_an- zungen des Strafgeseßbuchs ubex, zu welchem mzwnchen eine Reihe weiterer Amendements eingegangen find, welche sämmtli die gem": ende Unterstüßung finden.

(5 (us; des (altes.)

_ Das Haus der Abgeordnetetx_ begann in der heutigen (70.) Sißung, welcher der Vize-Prändent des Staats: Ministeriums, Finanz-Miniftcr ])1'. von Mtqyel und chr Minifter für Handel und Gswerbe Vrefeld berwohrxten, dze zwcite Berathung des Gcfeßentwurfs, betreffend dte Waarenhaussteuer. _ _

An der Debatte bethsiligten sick) bis zum Schluß _deS Blattes die Abgg. Hausmann (n[.), vor) Brockha_u1en (fans,), 131'. Crüger (fr. VoLkSp) der Geherme Ober-Fmanz- rath 131'. Struß, die Abqg._Cal)enSl_y_ (Zetztr. und Lüders-(Hronau (fr. kauf.), forme der Mmtster fur Handel und Gewerbe Vrefeld.

Kunst und Wissenschaft.

In dsr Gesammtsißung der Akademie der Wissen- schaften vom 10. Mai (oocfißender Skkcetar: Herr Vahlen) legte Heir Déels eine neue Auégabe der pseudoaristotsljsckken Schrift 06 11011550 )(550911559 (710er vor uno sprach über den Archetypus und die Zeit der Abfaffung diejer Schrrft. Der _Yrcbetvvus, der aus dem Livfienfis (S. F1?) und Vaticanus 1302 (S. Fl?) zu rskon- struieren ist, scheint, wie er darlegtk, etwa dem 10. Jabrbundext Uniuzebören. Dée Abhandlung rührt vermutblich von ernem Pert- Vatetxker dss ersten Jahrhunderts n. Chr. ber. -- Ferzxer legte HN) Vikls Von den Commsvtarja jn 1416510031611] SL'QSCQ v_or U01. 1. 1)- 'Z: 1118ijij 111 UiIWbSUZ k]]:x'JÜJZ 1331215111438» 116. 1:1. 80116116]. ZSk01.1900.

Zweite Kunstausstellung der Berliner Sezession 1900. ]

Plastik.

[“ Ü. _ DEU avrtglavz erhält die diesjährige Ausstellung dxr Suesfion durch einéReibe hervorragender vlastisxher Arlzeiten, dee UTM n_icht im Wortsmne der Monumentalbildneret angeboren, aber !""*“-0 lnnere (Größe und Ernst der Auffassung mebr h_edeuten al;! dre o_ft innerlich baltlosen Erzeugnisse der Denkmalsplaßtk. Als Fahrer 111_ Adolf Hildebrand, wie im vongen Jahre, _ x_u_ be- NUß-Cn; Der Meister ftebt -beute_ tm drxkundfunmgstxn stenénbre, hat also seine künstleri ebe Eutwrcklung bemts NU", fick, ttochm wirkt jede Vorfü rung seiner Werke stets wre eme_neue Ue erraschung. Sein .Kugelwerfer' (369) rst durchaus UNS Ge'tst antiker Kunst inspiriert, aber keineswegs im_ akademischen SUM?- vielmebr eine“ reife Fru t emsigften Natyrftudmms, das die Grenze Plastischer Ausdrucksfähig eit redpektiert, mcht wea das He:- ommen es so will, sondern weis der Künstler selbst in der Arbeit Und dUkÖ die Arbeit diese Grenzen “neu gefunden und sich selbfx gb- gesteckt bük- Wen'me unter den lebenden Künstlern baxenibre Juturtton durch_Nachdenken so geklärt wie Hildebrand, ohne daß eine Scthfu-xaen d“ kubl? Hauch der Abstraktion umwebk. Schon die technixchs Be- handlung des Materials allein erregt in dem Marmorbilmerk des Yäk-lwexfers aufrichtige Bewunderung, ebenso die Me1sters, ft .des exieifnls in dem .antik gefühlten und doch_ nicbt Knkkisierenden Tbonxelief: Dionysos (369 . Die matte Lässigkeit des

aßerliib "

Mitbelanaelo. Nur in wenigen klassischen Babyekkm- 16 auch die Beredsamkeit der bildnerisüen orm xu soltber Hob- geftxiaert wie in Hildebrand's Porträtbüste» n zarter Schleier webmutbiaen Em- p ndens breitet sich über die Züge der Gattin Robut Schumann's 73)" alles Stoffliche tritt zurück bmter der_ sch11chten und dennoch Fo ticken Setlenscbixderung. Derselbe Meißel _xveiß aucb m dem prächtigen Kopf Werner von Siemmß' (372) energtkcb zu cbamktxrifikren und momentane Lebmdigkeit zu erzeugen, wie 113 dem _Portrat Mat von ettenkofer's (371) und dem_ unnachahmltcb fruchen Relief- medai on, das die etwas spöttiscb-suffisanten Züge Hans von Vülow's festhält. -“ Niemals aber verleitet das Streben nach Lebendiakeit Häldebtand zar Betonung des ZufäUigen und Nebmsäcklicben. Selbst Warxen und Runzeln scheinen_ in seinen Porträtköpfen als stilistische Notbwmdißkeix; niemals wrrd_ die Ge- schlossenheit der Wirkung dadurch beerntracbtigt. Au_ch dte beiden Brome-Porträfrelkefs von thbelm Bode und Friedrich Bruckmann - Modelle für Plaketten _ reiben _ficb den vorgeyannten Meister- leistungen voUwetjhia an. Ein kleineres Vronzereltef „Der_Flöten- spieler“ (376), eine ältere Arbeit,_ ist wohl von Werken italiknischer Frübrenaiffancx in feiner jugendlxcb ecktgen Formengebung inspiriert, aber diese Anregung bat dte Freiheit des _SÖaffMs in keiner Weise eingeengt. vielmehr zahlx gerade Yxeses W_srk zu den liebenßwürdigsten und feinfinnkgßen m der__fta1tltchen Retbe von Arbeiten, die uns das Wirken des genießen Mxnters lebendtg machen. Eine wesentlich andere IndividualiZat vxrkörpert fick) in den sabl- Zicbsn Bronzen Constantin Meunter's, des beannten und auch an diesar SteUe bereits wiederholt gewürdigten belm|ch€y Donatello. 05th von dem Fkuergekft des großen Florentinkrs ringt m Mennixr's oft derbsn, übertrieben (barakteristifcben Gestczlten nacb Ausdruck. Seine Veraleute, GLaIbläfer und Lakitcager _ haben einen großen, ernstgeprägtex Familienxug. Troy tbrer schlaffen Stellung , ihrer plumpen, schwerbeweglnben Körvexwrmen scheint fie innerliche Leidenschaft, Auflehnunß gegen den_un_er1raglichen Druck des Elends zu beseelen. Es spricht etwas Unbetmlxébes, VZk- ballenes aus kissen scheinbar rsfignierten modernen Cpkloven. In dem Bronzerelief „Arbeiter am Meere“ (393) lorcrt dre Freude an stürmischer Bzweguna mäcbtig empor, die m dem__k,ewalttge_n Last- träger (393) unjer schwerfäl1ig€n Formen vkrboraen nt. Wzmger be- deutend als in diesen, seinem innersten Em_vfi:1k:€n ngbestebendm Schilderungsn, erscheint Meunier in seinen Portratbyßkn, dtx_- zurxxal neben dieiknigen Hildebrand's gestellt _- aüzuunxukng, zu wxmg plastxxcb wirken (397, 396). Sein weitretchendcr Einfluß _auf _dke zett- genöfsjsä): Skulptur ist unverkennbar.__ Paul Dubais (328, 359), ein LandSmann des großen Vlaemew, ut ibm erlegen. Er _ubertretbt die Accente, die Meunier auf die Betonung des Knochengerustes le_gt, wsnngleicb nicht in dem Maß- wie der eßenfaüs aas BSl-JLZU stammende Geora Minne, bsi dem zu Meuaxer's und Rodm's Einfluß noch die Neiguns zum Archaifi3ren eine _kmdl_ich unkcoolfrne Formgebung bsrvorruft; der Rhythmus der_ Umrtßlinte soll den Be- scbxuer enZschädégen für die naturWtdrige Behandlung der Eénzelformen; die Enexgie dcr Bewegungsmotioe wird er- kauft durch eine unmögliche Streckung und _ Beugung der Gliedmaßen. die, unentwickelt, abzezebxt oder verkammert. an die Körperlcfigksit yotbifcbsr Skulptur") ermnern (403, 401). Mehr an Florentiner Vorbilder, wie VerrocÖeo, lebnt fich Jqlrus Lgaaz aus Brüssel cm; indcß wérken die nach solchen Vorbildern ßexchamztsn Werke, wie Johannes der Täufer (384) und d_er elsknbemgeijmßte Kinderkcyf (382), wxnißer bedeutend als der fur VropxeaZSsubrxyg bestimmte Gipsstier (383), eine duxch Natur- und Sttlgefabl g1e1ch angezeicbaete Leisitma- _ _ _ Die französisckpe Skulptur tft nur durch zwe! aÜerkmas sel): bedxutende Arbeiten Vertreten: Rodtn's_ „Liegenxen Torso" (406) und LekSVre's „weibliche Büste“ (_387). Die fast 1715 zurUndeutltch- keit zétflteszepde Formenqebung qum's wird aufgewogén _durcb _ em Feingefüßl für Sckdönbsit rer Ltme und Delikatesse der Etnzelhetten, sowie durch ein Rafßnement der Matertdlbsbandlung, das m ker modernen SkulvUr einzig dasteht. Camtlle szézvrzx kagegxn giebt ssinen Bildwerken durcb vornehme Aufsaßung und dxe spergtjche Ve- tonung charaktcristiscber, wcnn aua“) bexker Zuge,_ emen vtkagten_Re_iz. Sxine geistrsichx Art bleibt dabei you svie_leri1cher Obexflacbltcbkett, wi? fi? so vielc'n Erzeugniffsn moderner Klemplaxtak anbastet, durcb- au? *er1. _ 'Unter den deutschen Atkciten stcbt, wenn man von Héldebrand_'s Schöpfungen abfisbt, eine kleine Bronze _von Geyrg „th“ tn München obenan (414). Tiefe „Europa aux dct_n Sim" 111__b_ét aUer Glätke und Zierlicbkeit des Formats eine ungcwobnltcb großzxtgtge und 1111121112 Arbett. Besondeis reßvoll hat der Künstler_auck) 1218 Ober- fläche der Bronze béhandelt, So überlegt und gesch_tckt der Aufbau der Gxuvpe ist, kann man doch nicht von erklageZLerx Effkaen sprechen, vZelméhr wirki das Game xesund und naturlich. Man darf auf die weitere Entwickelung dks anscheinend noch ju1:,:_en und in Berlin bisbkr unbekannjenn ledbaqus gespanyt sexn. Herrmann Habn-München bat fich bereits fruher _bter voxthxtl- daft pinsefübrt; eine Salome mit dem Hauyte JoantY des Taufers im Schoße ist dazu angetban, das den 5118an Ochopfung€n_ dks jungen Künstlérs entgegengebraÖte Jrzteresse xvacb x_u baltsn. Why. stilifiert stine Gestalten in eigeytbümlreber Welse: wahrend das _Flekkcb herb und flä-Hig Zebalten ist, fließen Haare und Stoffm_affen m un- bestimmten Formen zusammen. Sehr vzxwxndt tft sem_er Art auch die Formgebung Alex Ovpler's (405), der von Muychen nach Brüssel übersiedelte“, um dre AnregunYn der so machtxg :znvor- strebenden belgischen Schule aus erfter and kxppfqngen zu _Yonnen. Herrmann Obrist, der "cer Mehrzahl der Berltnex Kunstfreunde durch seine rekormaiorisch3n Versycbe auf _dem Geb:c_t 529 Kunst- gewerbes bskannt sein dürfte, debunett als Btldhauer unt einem dcsr- lbeiligen Brunnenentwurf, in dem lediglich bis femabgewogkne _moderne Linie und die Verhältnisse der einzel_nen Theile zu_enzander dxe Gunst des Beschauers zu gewinnen suchén. wahrend jeder [lgUk_llchZ Sch_r_nuck aus- geschloffen, der ornamentale nach Mögltchk5_tt etn§e1chranft 111. Der Versuch ist nicht ohne Jntereffs; _er zeigt dre l_ns Abstqutß abschwe1seyde Feinfüblkgkcit der modernen R1chtung an etnem klaxfi1chen Betsptxl. Nach der vortrefflichen Beethoven-Büste und den in_tereffgnten Portrai- werken, die Josef Floßmann - München bier m fruherext Jahren aus;;esteüt bat, enttauschen. feine Avoßeifigurm - aLerdtrZZs nur Entwürfe in kleinerem Maßstabe_- eintaermaßen dxncb tbr“: Schwer- förmiakeit und dan Mangel indivrdueslcr Charakterzxrcbnung. _ _ Von Berlirer Bildhauern dürfen Tuaillon, dsr zur 3211 tn Rom lebt und zwei graziöse Bwnzettatuetten zur Aussteklung Landte, (Gaul, der auf dSm Gebiste der Tbierplaftik sich allein Heimttcb fühlt (365), Ma'tin Schauß, der in mebrfarhtxm Matérial zu arbeiten versucht (409), der Maler Curt Stoewrng, dessen Kamin (407) einen interessanten Beitrag zur Frage pon _cer angewandten Kunst liefert, und schließlich Hugo Ledexer mtt_semem gejchloffenkn Aufbau eines Liszt-Denkmals nicbt uperwabnt kletbsn.

Land- und Forstwirthschaft. Saatenstand und Getreidebandel in Rumänien.

Der Kaiserliche Konsul ln Galas berichtet unis: dem 11. d. M, Folgendes: _

Die Nachricbtxn über den Saatenstand lauterx uberwiegend recht günstig, sowohl für Getreide aller Art als auch fur Obst u_nd Wem. Regen scheint (1116: Orten in auskeicbendetu Maß gequlen zu sem. Ueber- schwemmungen haben einigen Schaden angerichtet. «Vter und da verlauten Klagen über Wurmfra . Die Winterfaaten sollen namentli_ch in der Moldau gut stehen. er rühjabxßanbau bat fi:b_ste[lenwetse etwas verspätet. Die (Ernteaussk ten für Raps und Rubsen gel_ten_noch immer als techt gute, und es kann wobl schon jest mtt emiger Sicherheit 'auf ein Erträgniß gerechnet werderx, das zur Mxldexung der durch die vorjäbrige Mißernte berbeigefubrten Sihwterigkezten beitragen wird. Die Vorscbü e, die auf die Rayöernte gewahrt worden sind, werden auf 10 Millionen Franken gescbaßt.

wieda äbrlitb um diese Zeit, viel 339222169 das theils seexväxttx? _auscxfübW werden Weg!. ie Mahlen WFMgeseßt gu eFe-alcijteernfufrür Rotterdam und Auboerpen sind wenig gefragt, ste notieren nominell 10/6. _ Die Preise zu Anfang Mai warst! etw: dcs folgenden:

Weizen . . . . . 125-135 „*.

Rogg'e'n. . . 120-121

Mais o - - , . 107-110 ' _ Die Vorrätbe um die Monatswmde werden, wre folgt, an-

gegeben: in Ga in Braila 4 200126 21 000 t-

Roaqen . 900 b 300 t. 300 d 800 !;

Gerüe .

Mais . . . . 2400 b 9 000 ?: Seewä:ts ift aus der Donau im April auSaefubrt worden:

Weizen „,......19013v

Ro; en _ . 4076 t.

Gerfße . . 2364 k.

Mais . 20 349 r

Zuse . 983 b

ohnen . . . . . . . . 352 d

Kleie . . . . . . . . . 524 6

zusammen 47 661 t..

Weizen .

Getreidebandel in Argentinien.

Ausfuhr von Getreide aus dem Hafen von Buenos Aires für die Zeit vom 16. bis 31. März 1900.

Gesammt- menge in 1000 kg')

Mengen in Säcken

Verschiffungssisl (601535)

Getreideart

56 697

Frankrkicb 17 597

Belgien Süd-Afrika 12 449 Enaland 3 958 Holland 918

insaesammt 91 619

Holland 512 825 En [and 183 822 Be gien 168 057 Deutschland 99 797 Spanien 90 356 Frankreich 58 260 Süo-Wrikx 45136 Jtaxien 21 865 Order 868 480

tngaemmmt 2 0475 598 ] Deutsch1and 95 716 Zolland 63 558

rankreich 62 945 („England 26 564 Belgien

Mais

136 559

Leinsaat

21 346 Jtaliyn 630 .

inSaesammt 270 759 [ Süd-Afrika 8032 1 535

[ 18 048

Hafer [

Gegenwert!) der höchsten und niedri sten Preise in Mark na dem Durch- schnittskursc von 3111/11 1 = „ii 1,83

Preise im Großhandel für 1 (17.

Mais, und zwar: Im/n bis 8 3. gelber ...... 3-*_" ! Z 3 5-49

v. weißsr 3,- , 3,50 6,04

Weizen; und zwar: _ a. guter und feinere: . 5,20 5,60 9,51 5 50 6,50 11,89

1). Candeal ..... . Leinsaat . . . . . 1080 11,- 19.76 20.13

Hafer ........ 3,60 3,80 6 52 6,95 *) Die b0158 zu 66,66 kg.

111/11 0

Budapest, 17. Mai. (W. T. B.) Das Yckerbau- Ministerium veröffentliEt tele_g_rapbtsche_ Bericht? uber große Hagelschäden aus vier, zumeist judungartxchsn Komttaten. In der 3in fiel am 15. d. M. neuerdings bei 1chwachem Frost starker Reif.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Italien.

Dur§_ seesanitätövolizsilicbe Verordnung _ Nr. 14 vom 13. d. . bat die Königliä; italienische Negterung die unterm 2. d. M. gegen Port Sxid angsdrdnkten _Bemmmungen auf ro- venienzen aus allen egypttxchen Hafen auSgedebnt. ( ergl. .R.-Anz.“ Nr. 111 vom 9. d. M.)

Portugal. _ _ _

Durch Verfügung des Königlich portugiefixcbkn Mrrxistxxtums de? Innern vom 8. d. M. wird bestimmk. daß die Vor!chr1[ten_vonx 14. April 1897 zur Verhütung dxr Exnschlepvung der Bsulenvest aux die Herkünfte aus Alexandrien und Hongkong a:.uuwznden, die Herkünfte aus Canton daFgen diesen MIZTSJSlU urcht mzbr zu unterwerfen stnd- (Veral. .aAnz.“ Nr. 97 vom 26. April und Nr. 167 Vom 19. Juli 1897.)

Belgien. _ _ _ _

Die Bestimmungen der Arxik811--4 der Komgltcb bklgixcben Verordnung vom 5. April 1897 (okrgleiobe „R.-Anz.' Vr. 98 vom 27. Avril1897), bxtreffeno Maßnahmen zux Vsrbutunq der Einfckplevpung der Bsule-epest in legtxn,_find durch Ver- fügung des belgischen Ministers füx_La-3dwérxbschakt vom___11, M11 1900 in Wirksamkeit geseßt worden su: Herkunfte_ qus_Oydney, der Insel HaTti, Neu-Seeland, den Pbtlrpptnen und Egyvten, wo die Beulenpxst herrscht. _ _. _

Solche Herkünfte von See sollen an den Quaxantane-Htatwnen in dxr Scheide, in den Häsen von _Ostende und _Nteuvort, sowiez zu Selzaete nach Maßgabe der Vorschriften der_Kavttel 11, 111 und 117 des der Venediger Jntemationalcn_ Sanna?) ; Konventwn vom 19. März 1897 beigk1ügten Allgememen Santtats-Reglements be-

handelt werden. _ "* Bulgarten.

Infolge des Ausbruchs dsr Pest in Suakim. Tor und Pyr! Said bat die bu! arische Regteruna die ganze afrikanische Kuste des Rothen eeres, den Golf vox Sue] ein_schließlich des Kanals und die egypt1sche_Kuste _des_ Mtttellandiscben Meeres für pestverseuÖt erklart. Auf Re:fende; wslcbe sich nach Bulgarien begeben und aus den obxn genannten Landerftrichen oder anderen vestverseuchten Orten koxztmen,_finden die für moöamedanifcbe Pilger vorgeschriebenen Quarantanebesttmmuugen prendung.

Hinter-Jndien.

Durch Bekanntmachung der“ Kolonial-Regieruna .n Singapore

vom 12. April 1). I. ist der Hafen von ongkong wegen Auf-

"9" ““E-tkm p Wein 1 “se":aus én Iükglin 1 We: ibr Gegenstück vielleZÖTx'kur“ ngoßpteskn deni antiken trankeßt'en" nun der“ "Wnet leptothek und der Marmorstaiue des Bac us von

'?

Me Ausfuhr" belebte sich" nur weni', obwohl Nachfrage nach Mais zu guten Preisen vorhanden ist. Flach Galatz _kommt jetzt,

tretens der Beulenpest für verseucht erk! rt worden.

ZF" " _.,