1835 / 5 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Präsident des Schuhkammer-Gerichts: Str James Scarlett. _ Vice-Kanzler: Sir Launcelot Shadrveli. Kriegs-Secretair: Herr Hermes. Ober-Stallmeister: Herzog von Dorset. Vice-Präsident der Handels-Kammer und Schatz- meister der Marine: Viscount Lowther. Gencral-Advokat: Sir John Berker. ' . Ober-Befehlshaber der Landmarht: Lord_Hcsl. . Secretaire des Schaßamts: Sir George Clerk und Str Thomas Freemancle.

Erster Kommissar der Forsten und Waldungen: Lord Granville Somerset. ““ _ Lord-Lieutenant von Irland: Graf voanaddmgton. Erster Secretair des" Lord-Lieutenants von Irland:

Sir Henry Hardinge. Kammerherren des Königs: Graf von Verulam, Graf

von Sheffield und Viscount Sydney. Schatullenbewahrer: General-Mgsor Whraticy. General-Feldzeugmeisker: Sir George Murray. Lord-Kanzler von Irland: Sir Edward Sngden. Befehlshaber der Streitkräfte in Irland: General-

Lieutenant Sir R. H. Vivian. _ Lord-Lfdvokat für Schottland: Sir William Rar.

Dem Courier zufolge, soll auch dem Grafen vo_n Chester; r'reld eine Stelle in der neuen Verwaltung zugedacht mm.

.Hcrr Planta, einer der neu ernannten Kommrssacrcn der Osindischen Kontrolle, wird das mit diesem Posten verbyndrne (“Zohan nicht beziehen, weil er als UnterxStagts-Secretair erne xährliche Penson von 1500 Pfund bezirht, eme Summe, die, wir dcr Courier glaubt, das Gehalt cines Kommissars dersr- indischen Kontrolle Übersieigc4 Herr Planta hofft, für Hastings zrcwählt u werden, wo jedoch auch die jeßigrn Repräsentanten, .Herren arre und North, wieder als Kandidaten auftreten. Der Dubiiner Evening-Post zufolge, hat zwischrn (den Lords Brougham, Grey, Durham und Stanley und Str «za- mes Graham eine vollkommcne Aus'söhnung skgttgrfundcn.

Auf eine angenehme Weise überraschte die Ernennung des Herrn Ellis zu dem wichtigen Gesandtschaftépostew von Persien. Ellis gehört der Grey'schen Familie an._ Freilich war hier, nashdem Elphinstone - welcher der gcschtckteste Mann für die G::reral-Gouverneurslelle von Lybien gewesen wäre, wo er so sehnlich gewünscht wird «- die endung ausgeschilagen hatte, d:e Wahl nicht mehr groß, da in genauer Kenntmß der Sprache Und Verhältnisse in Persien wenige sich mit den beiden Genann- trn messen können. .

Lord Hill ist nach seinem Landfiß in der Nähe von Shrews- 11110, der Herzog von Northumberland nach Ulnwirk Caüle urid “mr Herzog von Devonshire nacb KeinptoWrr von hier abgereist.

Lord Dudley Stuart gab dieser Tage „ein großestmrr, zu welchem auch Mehrere der höheren Polnischen Offiziere em-

eladen waren.

9 Der Spanische Gesandte, General “Alara, den man näch- srens hier erwartet, wird das neue Gesandtsehasts-Hrtel auf dem Portland-Plaß einnehmen, welches nach emandcr von den Für- !an Polignac und Talleyiand bewohnt wurde.“ _

Herr G. ?rakatos !ist als König!. Griechischer Gesandt-

" a rs-Secretair ier an e ommen. _ W f„Der Globe sagt: ZDie Gemeinde-Raths-Wahlen„m drn »Ja,-Bezirken haben gezeigt, daß die Tories durchaus nicht die Stärke und den Einfluß in der City besßen, wre mgn glaubte. 9,1.“er- ats zwei Drittheile der neuerwählte'n Gememdr-Räthe smd Reformer), obgleich man das Gegentheil met Bestimmtheit *.*:rausaeöt arte.“ . ! „(3112211811111 vom Globe mitgetheilten Schreiben aus Du- !)jin vrm 21. Dez. heißt es: „Die Tories _haben brschlossrry ..::: rem Wahlkampf in der Stadt und Grafichast Dublin, m 0621 Grafiäwftrn Meat!) und Rorcommon, dcn Städter Yong.- kmx, Carw v, Droghrda und in anderen Orten, wo der libera- len „“Wähicriäwften vorherrschen, Theil zu nehmer). “Uebergll wirftrn sie indcssrn ihr Geld ausgeben, ohne ein emzrqes Mit- qxied dadurch zu gewinnen. Das lrlzte Blutbad wegen der Zehn; ":.-:: hrt r'r-Jrr die Wahlen entschieden. Herr G. R. Dawsdn, “srwwmiiräts;Scrrrtair, welcher in Dcvonport durchgrfallcn )|, dsqickir sick) jelzt nach Londonderry, wo er auch keine Aussich- xm 0.11. - _. _

'Die Times nennt die gegenwärtige Oppotrtion „_dte Bcrg; Partei des Unterhauses.“ Drr Globe witzelt daruber und 1-10) der Timer“, daß sie doch den Fürsten Polcgnac, dea m_Pa- ms mm drffen Freilassung die Rede sey, und sie, der Times, Mm schon ihn früheren Zeiten hohe Verehrung brwiesen, möchte bérüber nach England kommen lassen, damit er die neuen Mini- ,“M- .." c9,.;:.e'.:tionnellen Benehmen unterweise.

Durch den in Paris erfolgter: Tod des GenerabLirutcnantö Sir W. Kepple ist die Stelle des Gouverneurs yon Gurrnsey 11110 OHerxien dcs 21en Jnfanterie-Regimenes'erledigt. Sir W. 9,4..pp1e :rär ci1 vertrauter Freund des Kdnrgs Georg ]». urid [**-„11, da cr schon 1788 in die Armee eintrat, 46 Iahrc-im 247711171: gestanden. Er diente in Nord-Amerika und Westindien, wurde im „Jahre 180.5 General-Licutenant und war Kanzmer- Zy rt' bei r-cxr: verstorbenen Könige und Mitglied des Geheimer)- Rackxs, 'Der Tod dicses ausgezeichneten Ofßzirrs war kr; eranxx-ssum; zu der Reise des Grafen von Albemarle nach Pa- m.“, drr" cin Seicen-Vrrwandrer und der Erbe des Vcrjror-

311971 i?. p D).“ Liam) Canning ist am Mittwoch Abend aus “ihrem „,x-;„äuss „.oc'n sck-r beträchtlicher Werth an Iuwärn und Gejchmej- x(: gestohlr.) wordrn- _

Vor k-rzctn weiteten zwei Personen an eurem Sonntage, TM; 0: 1-1 1811121“ VON OM erstrn zwölf Kirchen, von'dcr Londozx- 5-L'r;':ci:*e W;, 100 Personen amrenen würden. See fanden „tn rxrrrr Kirwa 20, in einer anderen 6, in einer dritten dcn Kik,“ rrzemr-xencr um;“; einen alten Mann und so fort, so daß in allen 13 .??n'cTJ-r- zusammen sic!) noch nicht 100 Zuhörer befanden. _

::“F-rirfx von den Prinz:C*dwardS.-Jnseln mcldrn, dak; c:»: Odrxizr gescrzzebende Versammlung durch Sir. A. W. Young «;.-1,5060 i;": 1,1110 dieWahlaussck)rribcn auf den 2.9..D-“z. erlassen 12010221 sind.

Uchr' Englands Verhältnisse zu Persien liest man in df- sex1tlichcn Vläkkek": „Der Tod des Schuhs von Persin '“ rmÉr-Zé:.t1“ß, das man längsk voraussah, da er an eincm sehr [..]"iqen 'Llriigsna lixr, das aber nicbts'destoweniger die Englische ““ * xatie unvorbereitet trifft. Der ?erzog von Wellington hitte 02405 das Ende seines früheren Ninifteriumx den Erit- schjuß gefaßt, Maßregeln zu nehmen, um den Englischen Em- siuß in Persien lvkwé." ÖZUUMUM- „aber dirFranzösesche Revo- ! tion und die darauf fw “kW?"„EkUSnisse hinderten ihn daran, und seine Nachfolger, de thgs- Waren so sehr in ihre be-

*

s*[)l-änkkch1Englischcn Lokal-Jnteresscn versunken, daß sie alle aus-

;y-xxrszen Angelegenheiten liegen ließen. Die Ostindische Com-

pagnie, Welche früher große Opfer grbracht hatte, uni Persien gegen Französsch2n und Russischen Einfluß zu sichern und ihnremeYrmee zu verschaffcn, war durch dieUngewißveit der Erneuerung ihrer Charte parakysirt. D:: u kam, daß der Englische Gesandte 'in Persien starb und die telle wegen eines Koyfitkts der Regirrung und der Compagnie 18 Monate unbeseßt blieb. Kurz, dieJnteres- srn von England in Persien s::d seit vier Jahren auf eme un- erhörte Art vernachlässigt worden. Das Einzige, was geschah, war, daß der Oberst Pasmore mit einer Abtheilung von Bom- bay nach Teheran geschickt wurde, um die regelmäßigen Truppen zu instruiren, was eine lächerliche cLaxbe Maßregel War. “Derr?"- Nirmand konnte zweifeln, daß na dem Tode des Königs rm b:“:r-rerlicher Krieg entstehen werde, der den Thronfolger, wer er auch scyn mochte, in die Hände der Europäqchrn Macht werfen mußte, die ihm Truppen zur Bekämpfung der Prätendenten anbirten konnte, und wenn es auch mit der Aufopferung der Unabhängigkeét von Persien verbunden wäre.“

Niederlande.

Aus dem Haag, 29. Dez. Einem König!, Befehle zw folge, wird den Offizieren, Unteroffizieren und Aerztcn der an ihre Heimath entlassenen Scixutters, auf ihr Verlangen ebenfalls Urlaub rrthrilt, wenn ihre Anwesenheit bei den Qadrcs der Corps

nicht nöchig ist.

Amsterdam, 27. Dez. „Bereits „vor einiger Zeix“, sagt das Handelsblad, „haben wir der: in Belgien hcrr]chenden und durch Bclgische Blätter mitgetheilten Grrüchtrn widerspro- chen, als würden unsererseits Vorbereitungen zu „emem Angrrff auf unsere südlichen Nachbarn getroffen. _Drr Erfolg har bis diesen Augcnblick' bewiesen, daß wir volles Recht harten, wieku", der Himmel weiß in Welchrr Absicht ausgesprengte Gerüclwe-LÜ- gen zu strafen. Wenn nun aber dessenungeacsztrt em Minister vor den Rrpräsrntanken des Brigikchrn Volks anfrrat, und, um die Bewilligung eines für das" KriegsDrpartemenc begehrtejn Ergänzungs-Krcdits zu erlangen, dieses sem Begehren auf die screitsüchtige Haltung begründete, die Holland plötzlich qngcpom- men habe, auf die Rüstungen, Rckrmirungen, Verprovrantrrun- gen und was alles noch sonst mehr, welche unirrerserts vorgenom- men würden, da glaubten wir",“bevor wir diesen Behauptungen wédersprächrn, zuvor erst unwidersprechlichr Kunde emzirhen zu müssen. Wir dachten, eine solche mimstericlje Versicherung könne doch wenigstens nicht ohne allen Grund seyn, und war beritten“ uns daher, von unseren Korrespondentey beim Heere und in ten Gränz-Festungcn die nöthigen Erkundigungen einzu- ziehen. Und diese melden uns nun einsiimrnig, daß beim Heere keine ungewöhnliche Bewegung herrsche,daß m den Festungen, die sich freilich noch immer in einem tüchtigen VcrthrrdrgungszZu; stande befänden, doch in der leßten Zeit in diesem Zustande nichts s :, verändert worden, daß die Truppcn , welchr in kleinen A6- theilungrn nach dem Heere gesendet würden, kerne andere seyen, als die aus den Depots nach den respektiven Corps_zu dem Ende abgehenden Mannschaften, um die auf Urlaub in ihre Heimat!) rückkehrenden Milizen abzulösen; daß es mit dem Sränzdien'ste nie minder streng genommen worden als jeßt; daß alles d1e_s um so bemerkenswerther erscheine, als das Feldherr durch dee Rückkehr der Schutterei und Freiwilligen, so wie durch die zahlreichen Urlaubs-Ertheilungen an Zahl so beträcht- lich geschwächt worden; endlich, daß es nirmals leich- ter gewesen , Urlaub zu erhalten , srlhsr auf sehr ge- raume Zeit, ein Umstand, den fich der Mannschaft in großer Zahl zu Nußen gemaeht habe und. noch fortwährend mache. - So lautcn die einstimmigen Berichte uyserer Korre- spondnten, für deren Wahrheit wir uns zu verburgen keinen Anstand nehmen. Wir fühlen _in uns, weder Lux? noc!) Beruf, zu untersuchen, was das Belgiiche Mmisrermm, welches man denn dock) rtnmöglick) für so schlecht unterrrchtet halten kant), be- wogen haben may, einen solchm Schrcrkcn unter den Belgischen Repräsentanten zu verbreiten, die an ihrem Wahn srlxoy dre Auf- tritte vom Angusc 1831 erneuert rrblickend, schleumg Alles gut- hießen, was“ man ihnen als" geeignet darstellte, srlchxcm Unglück vorzubeugen. Inzwischen können wrr den oben mitgetheilten Berichtrn vom Herre noch aus sehr lauterer Quelle hinzufügen, daß auch bei unserer Regierung nicht der ezxtferntrsre Gedanke obwalret, die Schucterei und Freiwilligerr werderuxn ihrem bür- gerlichen Geschäftsleben zu entziehen; da[; man vielmrhr auf Ver- mindrrung und Beschränkung im Heerwesen bedacht_ ist, wenn nicht etwa die Zurüstungen Belgiens nnd die Ungcwrßhrit, war- um dieselben geschehen und weshalb unsere Nachbarn eme femd- lichere Stellan; annehmen, auch unsrerseits eine Vermehrung unserer Streitkräfte nöthig machen sollte.“

Belgien

Brüssel, 29. „Dezember. Der Justiz Minisier hat an aüe Grneral-Prckuratoren des Königreichs ein andichrerbcn erlas- sen, worin ihnen befohlen wird, alle durch Zwrikämpse verursach- ten Tddtungen nextck Bern;,ulndungen, dre zu ihrer Kenntniß ge- lan en erichtli u ver o gen.

IIZ Jer Sißurkg dcr Ropräsentanten«Kammer am 29. Dez. war die Erörterung des Geseh;E1|eivurfs über die Bürgergarde an der Tages-Ordnung. Die Artxkrl 1 bis 10 wurden ohne wichtige Debatten angenommen. Etrre lanae Erörterung _ent- spann fich über den Art. 13, in Betreff der Wahl der Osßzlerr. Der §, 2, welcbrr den Kreis der Wahlen beschränkte, ward mit 4.3 gcgen 16 Stimmen vcrworfcn. Der Mm-ßer des Innern sexlug eine neue Abfassung vor, deren „Druck der Kammer ver- ordnrte und drren Erörterung er, so_wie jrne des 14. Art.,duf den folgenden Tag aussrßee. Der Artikel 15 ward nach einigen Erörterungen angenommcn.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 26. Dez. Die hiesrgr Quarantaéne Kommis- sion hatte Sr. Maj. unterm 12. Srptembcr anhrimgrskexlt, m wirfrn cs angemessrn sryn könnte, an Orten, wo d;? Cholrrg herrschy Vcrurthcilungen zu Leibcsstrafen und zum Gefängnis bei Wasser und Brod zur Vollziehung bringen zu lass-n, w.il heftige Gemächsbcwcgungcn und jcde5_körperliche Leeden,- das auf die Vrrdauun-zs-Organe wirkt, leicht den Ausbruch ]ener Krankhcir hervorbringrn könnten, worauf unterm 22. „November drr König!. Brscheid Cl'f011,k ist, da:), wo solche Voilzcrhung be- dénkl-ch erachtet würde, erst besondere Auzeigr daruber an Se.

Maj. zu machen sey. _ Die Köni [. Schwedische Akademie hielt vor einigen Tagen eine feierliche ffentliche Siizung zur Vertheilung der von ihr ausgesetzt gewesenen Preise. Von den vielen eingegangenen Ge- dichten hat keines mir dem doppelten Preise gekrönt werden kön- nen; der einfache wurde jedoch dem Prediger Olof Fryxeu, ive- en seines Gedichtes „die Schlacht bei Brunkeberg“,.und das Zlcceffit dem Unter-Bibliothekar'Karl Wilhelm Böttigcr m Upsala,

wegekn seines Gedichtes „die Zusammenkunft auf der Odins-Höhe“, uer anne.

z Der hiesige Kunst-Verein veranstaltete am M|w d. M, eine Verloosung der von ihm im Laufe dieses Jahres angekauf- ten Kunst-Arbeiten, bestehend aus 60 Nummern, zum Betrag: von 4534 Rdr. Banco. Es befinden sich darunter die Mitwor- köpfe „Paris und Helena“ von Professor Foqelberg, ferner Ge- mälde der Professoren Fahlcranz, Westin, Sandberg, Cimmll u. A. -- Der Verein zählt jeßt 466 Mitglieder.

Dänemark.

Kopenhagen, 27. Dez. (Altonaer Merkur.) Aus dem Umstande, da!“; der auSgezeichmtske der hirsi en Iurisiw, Hr. Sporon, es übernommen, die Sache des Pro essors David vor dem höchsten Gerichte zu vertbeidigen, wird von Manchen der zahlreichcn Freunde der Professors bereits die Hoffnung auf drn günstigen Erfolg eincr Angelegenheit geschöpft, deren Ent:

schcidmdg in rnehr als einer Beziehung von Wichtigkeit und Be: *

deutung s?yn muß. -- Dem Vernehmen nach, soll ein eineni zu diesem Brhufe befkelltes Comité fich mit der Abfassung eines neuen Preß - Gesetzes beschäftigen, um einem in der letzten ZM besonders fühlbar gewordenen Bedürfnisse abzuhelfen,

Das Husumer Wochenblatt meldet aus Tönning: „Am 20. Dez. wurden hicselbsk neun Häuser gerichtlich zum Verkauf gestellt, von diesen fünf verkauft, zusammen für die Summe von 934 “Mark, eines allein für 800 TRark, für vier . äuser also nur 1.34 Mark bezahlt, und auf die übrigen wurde kein “' chilling geboten. Außerdem wurde ein wüster Piah, auf tvels chem indessen noch vor Wenigen Jahren ein großes Gebäude stand, das aber wegen unberichtigtec Gefälle zum Verkauf ge-

stcüt wurde und unverkaust blieb, und deshab mit anderen Ge-

bäuden niedergerissen wurde, für 2 Mark verkauft. Ob die jeßt

unverkauft gebliebenen Häuser eben so, wie es in früheren Jah- '

ren beliebt wurde, niedergerissen Werden sollen, weiß ich nicht, und hoffe es auch nicht aus Gründen, die jedermann ohne mein Erinnern einleuchtcnd seyn Werden. Diese Verkäufe geschahen in Folge der für das" Jahr 1832 rückständigen Gefälle. Die briden folgenden Jahre dürften wohl ehrstcns ein gleiches Rex sultat herbeiführen; außerdem soll jesse die restirende Zahlung der Bank-Zinsen bis zum'Jahre 1829 eingetrieben werden. Bei der Menge der Restanten und der theilweisen Größe der rcstirenden Summen berechnet man, daß in dieser Beziehung gxgen 70 Häuser der Subhastatiou verfaUen könnten, also 100 „Häuser„zusammen, demnach reichlich der vierte Theil unserer tadt.

Altona, 2. Jan. Auf Befehl Sr. Majestät des Königs soll eine von dem bckannten Dichter Harro Harring unter dem Titel: die „Möve“ herauSgegebene chichthammlung in den Herzoqrhümcrn supprimirc werden.

Die Regierung auf Gottorff, deren Wirksamkeit man bis-

her aus der schleunigen Expeditwn der laufenden Sachen zu .

würdigen Gelegenheit hatte, hat in der leßten Zeit mehrere Cir- culaire crlassrn, die beweisen, daß sie im Drang: der Geschäfte des Augenblicks auch die allgemeineren und tiefer liegenden Bt- dürfm'sse des Landes nicht außer Acht gelassen hat und mit Vor- bereitungen zu Reformen in mehreren wichtigen Zweigen der Verwaltung beschäftigt ist. Ein Circulair der bezeichneten Art, das vom 9. Dezember v. I. datirc ift, betrifft das Armcmvn sen, und fordert die“ beikommenden Behörden zur Bericht:Erstat-

tung über nicht weniger als 13 zum The“ “USMZMTH g“ derum ein Schiff; denn das Ansegeln an die Mecklenburg-

stellte Fragen in Betreff dieses in der lehren Zeit so äufig be- sprochenen Zweiges drr Vcrwaltung auf. Ein ztveites, vom 22. Dez. datirt, ist an die Ober-Beamten in den Aemtern und Landschafteanrlchtey und ersucht diese, mit Angabe der Punkte, Worauf vorz glich zu achten, um ihren Bericht und ihr Beden- ken über die Organisation der kommunalen Repräsentation der Aemter in der Person der Amks Vorsteher odcr Bevollmächtig- ten 22. und über die zweckmäßige Einrichtung dieser! Insitute, nach Einziehung des Berichts der Amts-Offizialrn und wo solche brreits c'xisrircn, auch der Amts ; Vorsteher. Beide Circulaire erfordern die Berichrerstattung vor Ablauf des nächsten März- Monats.

Ein anderes, gleichfalls von der Regierung erlassenes Cir- culair vom 18. Drzember macht die Königliche Resolution vom 9ten desselßen Monats bckannc »- wonach künftig die Errheilung von Reisepässen an Stusirende zu Retsen ins Anstand nicht, wie bisher, von dem akademischen Konsistorium in Kiel, sondern von den ur Paß-Ertheilung bercchtigten Orts-Behörden, und zwar, injdofern die Pässe zu Reisen außerhalb der Ferienzeit be- gehrt werden, nicht andrrs als gegen Beibringung einer von der aussieüenden Behörde zurückzukehaltendcn Bescheinigung des Ku- rators der Univrrfität, daß gegen die beabsichtigte Reise nichts zu erinnern sey, geschchcn soll; - und schreibtmit Rücksicht auf

die Paß-Behörden in dieser Beziehung Folgendes“ vor: 1) Alle *

Sturirrnde auf der Universität „Kiel, Welche Reisen. ins Aus-

land zu unternehmen oder auf einer auswärtigen Universität zu studiren beabfichtégen, smd gehalten, fich bei einer inländischen, ur Ausstellung von Pässen berechtigte Behörden *mit einem: - 2) In d:“csen Reisepässen isi außer dem

eisepaß zu versehen. vorschriftsmäßigcn Signalement der Person des Reisenden der Zweck der Reise, so wie die Reiseroute so genau wie möglich anzugeben, und hiernach die kürzere odcr längere Dauer der G ltegkeir des Passes zu betiimmen. 3) Es isi den Studiren- den bei Erthriiung der Reisepässe anzuzeigen, daß sie solche an den beikommenden Orten gehörig v-siren zu lassen, und selbige bei Vermeidung arbitrairer Sirach, wenn solche zum Zwerk des BesuchS einer auswärtigen Universität crtheilt smd, bei ihrer Ankunft daselbst an die akademische Behörde, wmn se aber zu ei-;er sonstigen Reise ausgestellt smd, nach ihrer Rückkehr an die arrrstrllende Behörde abzuliefern haben.

Zur Sicherung des Verkehr.; ist es genehmigt Worden, daß erforderlichen Falls zur Zcit der Messe in Kiel Militair-Pa- trouéllcn auf der Kieler-Altonaer Chaussee und den übrigen in Betracht kommenden Haupt-Landstraßcn vertheilt werdcn soßen.

Zn,.Bckrrff dcr atizulcgenden Chaussee durch das Lauenbur- gische, deren Mehrung im Ein elnen durch dieLokal-Untersuchun- grn hiesiger und Preußischer tits zu erncnnenden Kommissarin: bestimmt werdcn wird, ist zum dresseitigxn Kommissarius der OberstLicutenane von Prangcn ernannt worden.

Freie Stadt Krakau.

Krakau, 30. Dez. Die hiesige Zeitung enthälc for- gende Bekanntmachung des Senators Mieroszewski, der in dem Bank-Comit; den Vorsitz führt: „Das dUkch Beschluß der Re- präsentanten- ersammlung der freien Stadt Krakau vom 17tm September 1838 eingesetzte Comité, welchem dle'Prüfung der von den Mitgliedern der geseßgcbendrn Kammer, dem Reprä- sentanten MeciszewSki und dem Senator

_ Haack vor ex: ten Entwürfe in Bezug auf die Errichtung einer Landés-Bmsrk ügber- *,

en wurde, hat seine Geschäfte begonnen und die Frage, ob"

;gunserer jeßigen Lage ein Znstitur der Art in diesem Lande , wendig sey; und welche Vorthetle dgraus für die gesammte “nwohnekschaft hervorgehen könnten, einer sorgfältigen Erwä- unterworfen. Zu der bejahenden Entscheidung dieser beiden a en bedurfte es keines larrgen Befimrens, denn die Rythwendigkeit solchen Instituts werd durch dre „bei mrs herrichende Stok- ng des Handels und aller Industrie erwiesen, seit! Nutzen

durch das Beispiel aller größeren und kleineren Reiche, in

Zn dergleichen Banken bestehen, aufs deutlichste an den Tag

legt; es handelt sch also nur darum, unter den vielen Arten

„Banken diejenige auszuwählen, welche sich für den Geschäft:?-

_ „,-„5 unserer industriellrn Klasse am besten eignen möchte, vor

„m aber darum, die nöthigen Garantieen aquweisen, damit , solchks Institut auch Vertrauen gewinne. ie Theilnahme d Mitwirkungder „Regierung bei diesem Unternehmen scheint “_ scherste Mittel hterzu_ zu seyn; ,da jedoch die Beschaffrnheit

constitutionnellen Regierungen dies nicht so [richt, wie um anderen Regierunas-Forxzien, ausführbar macht, und die rwendung der öffentl-rlxen Gelder, wäre es auch zu dem mirz- ,sten Zweck, ohne die Erlaubniß der den Händen der aus dem ..oße der Bürger gewählterr Bevdlxmäcjuigtetz axivrr'trgutey e gebenden (Gewalt nicht Nekrartrt, 10 hat das Comité be1ch101- , in dieser Hinsicht dre Bürgrr zu Raths TU ziehrn, in derrn men diese Angelegenheit in dcr nächzien Irrpräscntantrtr-Ver- m?ung drfinitiv entschirden werden soll. Es fdcdrrt daher rmit alle diejenigen auf, welche nährre Kenmniß von diesem

Fgenstande haben, das Comité sowohl in Betreff der Dotirung '“];- Nrgierungs-Bank, wie in Brirrff der Anlegung eincr Bamk

Prioat-Fonds, mit ihren Ansichten zu unterscükzcn.“

Deutschland.

? Rostock, 29. Dez. Unscre Hafen-Arbriten in Warne- nde haben in diesem-Jahre den gewünschten Fortgang gehart. Wenn früher die gewöhnliche Tiefs im Eingang des Hafrns r zwischen 7 und 8 Fuß betrug, so beläuft se sc!) jeßc schon . 11 bis 12 Fuß, und diese so bedeucrnd vermehrte Tiefe hat »n den Vortheil zu Wege gebracht, daß die Mehrzahl der .jffe, ohne sich erst der Leichter auf der Rhede zu brdienen, . voller Ladung ohne aUe Gefahr den Eingang drs Hafens siren kann. Früher mußten die mit voller Ladung ankommen; - Schcffe zum größten Theil sick) er|i auf der Rhede vor An- legen und dort, um- in dcn Hafen hineinsegeln zu können, ck die Leichter-Schisse so wric als nöcbig entldschcn lassen, emit waren nun nicht allein bcdcu'tende Kosten ver, den, sondern die häufig eintretende stürmische Wit,- ng verhinderte selbiges ofe Tage, sogar Wochen lang, und nchesSchiff scheiterte selbst im Ungestcht des Hafens. Diesem oelstande ist aber, Wie gesagt, nicht allein größtentheils sckwn

t abgeholfen, sondern wird es für die Zukux:ft gänzlich wer;

, wenn der ganze Bau erst vollendet seyn wird. - War? schon vor mehreren Jahren Heantragte Anregung eines Leucht- rms am Eingang: des Warnemünder Hafens betrifft, so int diese Angelegenheit, obgleich sie, wie man erfährt, sowohl Seiten des Handels-, als drs Schifferstandrs als sehr drin- d empfohlen und von dcmselbrn auch bereits verschiedene r annehmliche Offerten gemacht seyn soU'en, doch ganz in den ntergrund gestellt zu werden, und vielleicht nur aus einzigen Grunde, Weil die Rostocker : Schifffahrt Jahrhunderten schrn ohne Leuchtthurm bestanden har er wegen des Mangels eines solchen scheiterte noch jüngst

, Küste bei irgend trüber Witterung, besonders bei starkem urm und Sregange, ist bekanntlich schr gefährlich, Unsere ubehörde wird deshalb, wenn sie sich auch in dieser HinsrM Raths sachkundiger 5)?änner bedienc, gewiß krinrn Anüand men, auc!) dieso-m Gcgrnstande seine C'rlrdigung zu vcr- -ffen, zumal da bei 0111 vorsryendrn Hafrnbauten gewiß; dcr u eines solchen Leuchtchurmcs auf eine zweckmäßige [md leicht minder kostspiclige Art als sonst zur Ausführung ge; cht werden kann.

Hamburg, 1. Januar, Im Laufe des vorigen Jahres * 2360 große und kleine Schiffe aus der See hier angekom- , nämlich 16 von Ostindien, 100 von Westindien, 8.3 von d-Amerika, 60 von Nord-Ameraka (Vereinigten Staaten), von Mexiko, 8 von den Kanarischen Inseln, 1 von den Kav- diichen Inseln, 1 von der AfrckanisMn Küste, 53 aus dem itelländirchrn Meere, 39 von Spanien, diesseits der Meer- e, 26 von Portugal, 13.0 von Frankreich, 851 aus den Groß; anischen Häfen (sämmtliche D.1nwfici):ffe mit einbegriffen), on Archangel, 12 von Schwedrn und Norwegen, 69 aus der see, 116 von Dänemark und den Küzien, 8; von Belgien, von Holland, Ostfriesland und den KMM (worunter 22 rten dcs Holländischen Dampfschiffrs micqcrechnrr), 187 von Weser. Auf den Robben; und Wallstsrdfnng stud gewesen 3, ings-Jäger 3. Die Englischen Dampfschiffe haben 9.3 Fahr,- von London, 69 von Hull und 18 0011 Goose gemacht. Da- n smd 2340 große und kleine Schiffe von hier nach vcrschic.- - 1 Häfen abgegangen.

„künchen, 29. Dez. Geßern ward, vom scéx-önsken Wetter Ünstiqt, die erste Schlittenfahrt von unserm Hofe gehalten. „ck 3 Uhr Nachmittags“ fuhren die Allerhöchste" und Höcde'ien rschaften von der König!. Residenz ab, und der brillante Zug, 25 Schlitten bcsiehend, in wclcbrn voraus Se. ExceUenz dcr rst-Stallmciffer, Freiherr von Kezsxkinq, dann Sr. Majesräc .Könt'g, Ihre Majestät die Königin, Se. Kdrrigl. Hddrit drr "1 Karl, S?- Hoheit der Herzog von Leuchcctrberg, Sc. Ho.- dkk Herzog Max von Badow, mrbrrre Gcsandtc 1,1120 Hohe NMB saßen, begab fick) durch dre Dirticrsxasse über den rannen-Plaß, die Kaufinger- und NcUhMsci'QZdss-r rrtrckys [Lkbor bis nach Atnalienburg; -- dort warde die ?Néttazw- ! gehalten, und Nachts halb 10 Wr ftihren déeAllchthirn rschaftrn, unter Fackelschcin, und von lautem Vwatrusen be- ki't, durch die Brirnnrr-Straße nach der Rrsidsnz zurück. „Morgetrwerdm die Porrngxestschen Abgeordneten bei Sr. ]effät dem König eincr Audienz sich zu rrsrrmn haben. - dem Hause drr Frau Herzogin von Lruchtcnbcrg ist ein re.- Le_ben; Und die hohe Murrr drs König!. Bräurigams ist | m der vollstcn Thätigkeit, um noch die lekztcn Stunden Anfmerksamkeit für ihren Sohn zu weißen.

Münchener Blättrr melden: „Disse? Tage iy? von der Kö- kchen Staats-Rrgierung dcr Land-Zni'rrktor Ohlmüiler tmch chenhall abgeschickt ivordrn, um an Ort Und Stelle den nrurn dtplan aufzunehmen, zugleich auch mehrere Plärzc, Worauf Salinen-Gebäude standen, gegen andere der Stadt gehörige zutausehen, indem die Salinen-Grbäude künftig mit Umge- gfeuiner“Mauer von der Stadt Reichenhall abgesondert ste.-

» M. .

Darmstadt, 31. Dez. Se. Königl. Hoheit der Großher; hat die Statuten des „historischen Vereins für das Großher-

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zogthum Hessen“ bestätigt und das Protektorat desselben über- nommen. Der Verein zählt bereits 81 Mitglieder, von denen 6 im Auslande wohnen.

Frankfurt a. M., 31. Dez. Ihre Herzogs. Durchlauch- ten dre regierenden Herzoge von Sachsen haben dem Großher- zogs. Und Herzogs. S chfischen Wirklichen Geheimen Rathe, Gexandten und bevollmächtigten Minister am hohen Deutschen Bundestags, Grafen von Beust, das Großkreuz Höchstihres Haus-Ordens verliehen.

S ck W e i z.

Chur, 23. Dez. Heute Morgen um 5 Uhr wurde das scho_n mehrwaks geängstete Dorf Felsberg aufs neue durch einen Feljenskurz rtr Schrecken gefaßt. Mit fürchterlichem Getöse und [karker C'rschutrerung der Wohnungen wälzten sah aus dem Fel- sengchänge etwa 8 bis 10 größere Felstnaffen, ähnlich den im Friihjahre gestürzten, über die Halde herab und zerstreuten fick) auf der hinter dem Dorfe liegenden Wiesenfiäche. Weitem Schaden verüötcn sic néchr und blieben noch ziemlich fxrn von den Wohnungen, obgleich einige derselben merkwürdige Sprünge über ältere Felsblörke gemacht haben müssen.

„Italien.

Rom, 20. Dez. In einem Konsistorium , das vorgestern grdaltrrr wurde, hat der Papst dem Kardinal - Giusklm'ani den Hut Überreicht und ihm unter den üblichen Ceremonien des Z)?urrd1ci,[irßcns und Wiederéanens Six; und Stimme im Kon; nstorium nrbki dem Titel von Sta. Croqe in Gerusalemme vrritehrn. Drmnächst hac Se, Heiligkeit cinen Erzbischof und 14 B11tchöfe für verschiedene Theile der katholischen Christenheit ernam: .

'Die mit so vielem Gepränge eröffnete Römische Bank scheint nicht den erwünschten Fortgang zu haben, da die Unter- nehmer die früher geäußerte uneigennützige Absicht, bloß dem Staate dadurch nützlich seyn zu onen, keinesweges bethätigen.

Der Französische Graf Gouffe, ein Freund des Marschalls Bourmont, ist hier mit Tode abgegangen.

Zn Neapel wird Lord Burgers) als Englischer Gesandter erwartet; die Gattin des Lords ist eine nahe Verwandte des Herzogs von Wellington. .

Portugal.

, Der Albion enthält noch folgendes Privat-Schreißen aus Lissabon vom 2. Dezember: „Sie können sich glücklich schäz- zen, daß Sie entfernt von hirr sind, denn wie hier die Sachen srehen, iki das Leben eines Jeden, der günstig von der vorigen Regierung denkt, beständig in Gefahr, da der Mord in ein fdrmliches System gebracht ist. Die Engländer gehen zwar um gestört umher, weil eine Britische Flotte hier vor Anker liegt, aber sie sind doch nicht sicher, daß nicht ein unbekannter Schurke, der einen Groll gegen fie hegt, das Geschrei ,.(Jacoteix-d“ cr- !)th und sie in einem Winkel niederstößt. Diese Gewaltthätig- keiten geschehen überall unter den Augen der Patrouillen, die nicht ermangeln, daran Theil zu nehmen, und die Regierung begünstigt sie, statt fie zu bestrafen. -- Der von Carvalho vor- gc1chlagene Verkauf der Kirchen-Güeer wird, wenn er zur Aus- führung kommt, dkn Hoffnungen der Miguelisten ein ernstliches Hindernis; entgegenstellen. Die Schwierigkeiten sind jedoch nicht gering. Das Defizit beträgt in diesem Jahre 5900 Contos de Reis, eine ungeheure Summe für dieses Land, wo Alles ver- wüftet und jeder Kapitalist entmuthigt ist. ,Die auswärtige Schuld ist auch sehr bedeutend und die Einkünfte wegen des Zustandes des Landes und weil ewisse Abqaben aufge- hoben smd, geringer, als jrmals. n kurzer Zeit wird die Regierung ihren Bankerot erklären oder neue und sehr hohe Abgaben auflegen müssen, Welche das Volk weder zahlen wird, noch kann. „Dann wird das Ungemach üöer Portugal hereinbrrchen, und das Volk wird einsehen, welche Thorheit es ist, das gesen- schaseliche Gebäude von Leuten eim'eißen zu lassen, die es nicht wieder aufzubauen verstehen. - Folaende Thatsache mag Ihnen einen Begriff geben von den (Gesinnungen des Landvvlks in Bctrcff der gegenwärtigen Ordnung der Dinge. An einem Sonntage hatrr secs) eine Gesellschaft von Männern aus Lissa- bon auf ein Landbaus bei Campo grande begeben. Während sie dort sich vergnügten, fielen mehrere Bauern aus der Nach; bar*i'chaft„mit Knümln“ Über sie !)rr, indem sie ausriefen, daß fie nicht “durch die Nähe drr Städter, welehe sämmtlich Revo- lutionnaire, Atheistxn und Kirchenschänder seyen, angesteckt seyn wollten. Die Gejeüschast wurde gezwungen, die blaue und weiße Kokarde abzunehmen, die dann von den Landleuten mit Füßen getrrten “wurde. Von Seiten der Regierung ist dies unbeachtet geblieben. - Zn Alemeejo und Algardien haben slch, wie selbst die Hof - Zeitung eingestehr, mehrere Guerillas gebildet, deren eine, 150 ').)“rann stark, vor einigen Tagen ein Deraschemenc des “Listen Regiments überfiel und Ermordete. -- Die Berheirathung der Königin mit einem Fremden wird dem Lande véele Unannebmlrchkciten verurfrxchen, und ist ein Beweis, das; alle gerühmte Institutionen Portugals, ohne den geringsten Widerspruch von Seiten Englands, mit Füßen getreten wer- den. - Die Zäukcreirn unter den Drpurirren werden täglich heftiger. Die rechte und die linke Seite schimpfen sich in den heftigsten Ausdrürken und die Gallerie ergreift bei jeder De- batte die Partei der Opposition. - Man hat ]“th eingesehen, daß die Errichtung der National-Garde außer Lissabon und Porto nicht anwendbar sry.“

Aegypten.

Jm Monireur-Egyptien vom 15. Nov. liest man ver- schiedene Notizen über dcn innern Zustand Aegyptens. Der Véce-König harre seine jährliche Reise zur Brüchtigung der Feld- Arbeiten anaetrcten. Er wollte fick) von da nach Kairo und dann nach ObereAegdptrn bogeben. Marschall Marmont, der Kairo bereits besucizt hatte, wo0te von Alexandrien über Suez, den Berg Sinai und Coffrir nach Oder-Acgypcen gehen, von da nach Alexandrien zurückkehren, und [ich dann nach Europa einschiffcn. -- Zur Zeit des Kriegs in Morra hatte Alexandrien nur etwa .30 unrrfahrne Sch)iffs-Baumciyirr. Dcr Hafen war so beschaffen, daß Hochbord-Schiffe nur sehr schwer in denselben einlaufen konn- ten. Mit Hülfe der ausgrzeichnetstcn Männer, die er aus Europa berief, brachte der Vice-Kdnig es" durch seine Beharrlichkeit da- hin, daß A?,rxandrien jetzt ein großes Zenghaus, ein wohlge- üdtes Geschwader, von Offizieren befehligt, die in Frankreich Und England gebildet wurden, und eine Marincschule befilzt. Die zahlreichen jungen Pritizrn von Mehmed Alt's Nachkom- menschaft werden in den Warren geübt und mit ernsten und nütz- lichen Studien beschäfrigt. ,Der älteste von ihnen, der eilfjährige Said Bey, dient auf dem Linienschiff „St. Jean d'Acre“ als Marine-Aspirant zweiter Klasse. Er hat auf demselben seine erste Seefahrt nach den Gewässern von Syrien gemacht, und isi nach sechsmonatlicher Aswesenheit wieder in Alexandrien eingetroffen.

Hr. „“König, ein Franzose, der Türkisch versteht, wurde ihm als Lehrer im Französischen beigegeben; eben so ein Perfischer Sprach- meister. Ausgezeichnete Lehrer im Zeichnen und der Marinewis- setzschaft werden aus Europa erwartet; Hr. Carrey, ehemals bet der“ polytrchnischen Schiris in Paris angestellt, unterrichtet den Prwzen in den Europäischen Sprachen. Sechs und zwanzig ausgewahte 1u_nge Leute hatten die Ehre, seine Stunden zu cherten“. -- Dre Angelegenheiten von Syrien und HedscHtaz ha- ben “eme günstige Wendung genommen, Einige Unruhen in Syrien und der Um egend wurden im Entstehen u'ncerdrückt. -- Die Arbeiten zur indämmung des Nils werden mit bei- sptekloser Thätigkeit fortgesekzt. Mehr als 12,000 Arkcéecr sind an beiden Ufern ron Damierke und Rosette in Regimrn- ter cmgerhrrlr rind kasernirr; i:")re Anzahl wrrcds fortwäh- rend. Auf Vericrxigrr! ["IT Hr. von Cerifi bci dem 21:12:11! v'on Alrxm:driet.'. 100 “T*"iiasck-inen z:: Ausschöpfungrn verirr- tigen («,s-:I, dir.“ w.“,vxird c““-:7sz,crvrndrt, wurdcn. Argwptrw, 11-*:Zr: einen sehr großrrc rézkiZM-t» errci..1;«:-n, “worm rs, WT: 21»; hoffew läßt, 9111719? „, N.; Fluß zu Übrrwältirrn Und sri»: Urberkrhwcmmtmgen zn regeln. Mehmed Ali krar «*.:f den Raki) dcs T))?arinilL Marnwnt an Hrn. Brrmci.“ den C'"- bauer der:» Tunnel»)? unrer der Themse, nacé.) Engl.:nd sxHrriirxtr und ihn in den schmeichrlhastrsten Aus'drÜck'cn rtnladen 013720, nach Aegypten zu kommen, ein oder ztvei 'Monatr a:: den iirrrxr des Nils zuzubringen, und das Unternehmen durch skin: “.IN-„.?..- schläg_e und (.rfahrungen zu befördrrn. Wenn er nicht serbxi kom- men roller, möge er wenigsiens einen vertrauten und anecrwäM- ten Mann dahin senden. -- Die Nil-Arbeiten WLWM durch die Eisenbahn von Kairo nach Suez würdig gekrönt, Und da.- durch Europa ein leichter Verkehr bis ins innere Indien durch da_s rothe Meer eröffnet werden. Herr Galloway, welchen der Vtce-König wegen seiner ausgezeichneten Dienste zum Rana ei- nes Bey erhohen hat, ist nach England abgereist, um die txé-rh-i- Jen Merterrcrlien zur_Eisenbak)n herbeizusckwffen. Andererseits

eabsrchttge emeLngltsche Gesellschast die Anlage einer anderen Verbmdung mrr Indien durch Syrien. Sie will näm- lich den Orontes mit dem Euphrat mittelst eines Kanals vereint- gen, der oberhalb Antiochia innnen, bei Beles ausmündcn, und in einer Länge von 67 Teilen über Aleppo geßen würde. Der Plan rührt von dem Englischen Artillerie-Capitain Cherno» her, der durch eigene Bereisung drs Euphrat sich überzeugt Hat“, daß dieser Fluß in seinem größern Thecle schiffßar ist. Die Ge; sellschaft will nun einstweilen einen Versuch mittelst zweier risrr- nen Dampfböte auf dem Euphrat machen, wozu das Englische Parlament 20,000 Pf. Sterling bewilligt hat.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

Rew-York, 30. Nov. Der Amerikanische Illmanacki für 1835 giebt folgende statistische Notizen über die V. Sr, vert Nord-Amerika: „Massachusetts hat 06 S coats-Bankcn mit ei- nem Kapital von 20Mill.Dol1ars; New-Ydrk 37 mit demselben Kapital; Pennsylvanien Z.; mit 14 Mill. und T))?arykand 1.1 mit 6 Mill. Kapital. Zwischen dem 1. Januar 1811. und dem 1. Juli 1830 haben in Massachusetts 6, in Ncw-Ydrk 10, in Pennsylvanien 16 und in Maryland 9 „Banken ianrr. Das Diskonto in den vier bedeutendster: Städten der Unisn im “25. 1830 betrug in NewYork 130 Mill., in Phiiadelpksa 60,3024772, im Baltimore 36,21!.,864, in Boston 6!_),550,0i_10 Doll. Das: Zahl der gelehrten Schulen in den Vereinigten Staaken beträgt 04. Die vyrzüglichsten find „Hcrvard University“ und „Yale College“. Ersteres hat 30 L;!)rcr und eine Brdliothr? von „10,000 Bänden; letzteres 26 Lehrer und 8500 Bändc; S:. Mary's College 24 Lehrer und 10,500 Bände. -- Den stärk- sken Handel treiben die Vereinigten Staatrn mz: Eng- land, Frankreich und Cuba. Die Einfuhr aus" C;:qlarrd belief sich im Jahre 18.33 auf 36,608,81.-3 Dokiars, * aus Frankreich auf 13,431,678, aus Cuba auf 19,754,787 Doiiars; die Ausfuhr nach England 31,035,441, nach Frankreich 1307-4221 und nach Cuba 5,672,700 Dollars. Die Staaten JUrv-York, Massachusetks, Pennsylvanien, Louisiana Und Marvldnd treiben den stärksten auswärtigen Handel. Die Haupc-Häfcn smd: NewYork, Boston, Philadelphia, Ncw-Bedford, NcW-Ör'lmrrr', Portland und Baltimore. Das Tonnen-Grld beträgc in New: York nahe an 300,000, in 2érrltimore 11,000 Dollars. Haupt- Arzsfuyr-Artikex smd Baumwolle, Taback, Mehl, ths und frirches SchweinfleiW; BarrmWoUe wird etwa für .sz Miljioncn und Schweinfieich) für 2 Millionen Dollars ausgeführt. - Im Jahre 1832 k-exrugen die Einnahmen über" (30 Miliéonen Dollars, die größtentheils aus den Zoll-Asgabcn arzoqen wurden. Die Auögaben beliefen fich auf 3.1. “O)?t'iiion'rn, wovon die Hälfte zur Tilgung der öffentlichen Schuld verwen- drt w_urde. -- Es erschienen 8 medizinische, .; juristisciyr, 12 land- wirthirhastliche, 88 religiöse und 18 Mäßégkeits- und 1705 po- litische Zeitschriften. ... Die ganze öffentliche Schuld beträgt jeßr urcht mehr ganz 5 „Millionen Dollars. «- D;“: *).)cm- byeerianer haben 7 theologische Seminarien, die C.;"...- gationalisten 4, die Baptisten 3, die Episkopalen 2, die Lackswa- ner Z, die Deutschen Reformirten 1. '

Vom 1. Januar bis Ende Scptember 18.31 :rurdrti izr dem hiesigen Hafen für 52,031,364 Dollars Waaren und “.F.-08.011: Dollars in baarcm Gelbe eingeführt. Bis zum 8 NWcÖixxc-r kamen hiescldst 26,104 Reisende aus den Brinscßrn ery'cxx; x_cr-d 11,569 von dem Kontinent Europas, zusarr:mcn 37,077, Re:“.- sende an. *

Der katholische Bischof von Charleston, 1);*. C'rqumd, :x? „*:-*r Philadelphia angckommen. Er war von einem kacdrxrkclrx: (35.0?!- lichen, drei Ursulinerinnen und sechs barmherzirérx: Ex::“krdr ' begleitet. ' *

Zn 'New-Orleans hat fich cine Gcscilsck)-1srzrxr Bcr.» hütung der Zweikämpfe gcbildrr. Das" C'[):.»,*-:-059:c.i)r Lyc- steht aus einem Präfidentrn, zwei Vice-Präsidctrrrn, rimxri 'S crecair urid zrrö1f Richtern, die hÜlbjäM'ZZÖ crxr.“».szir rx-crrcx'x- Die Auswrückw desselben sind, bei Strafe der Z:r:5ri).xchx:»;.y. bindend für die Mitglieder. DOC!) cnt7c1)c;=ck-,*: da.? *.x'1)-r--.*.r.*'.89ri.1*r nur solche Angelegrnheitrn, dre von (xm... “Mx- [:ck-37,1 0.0.9.2; ihm vorgelegt werden. Die Entsckxidrrnzxcn ct'ér-igrn m;;- !!?-ck der genauesten Untersuckwng und drr reifrcrix-xfrn [lr5,*r:l.“-.;m;a “.in-Z keine Partei darf fick) weigern, dic GeiiszkUiung zm qu-éxx. chirhe das Ehren-Gcricht für angemcpscn 0.10. Die 059020113311 :?:-ißt fich durchaus nicht an, die DurUr zwiscch idrrst €-_?§|r.*“;*,:*:dcrn ganz verhindert: zu wollen, aber so wird r(me Zwo . xi Wr vic! zur allmäligrn AuSrottung déckcs Vöi'llrtkUii-z vctcrx'ssrr. Artz) bak se die Gesrch des Zweikampfs nchtsirirk, T».**.-"x*-.xero.«c«z ha.: die Wahl der Waffen und, im Fall dm; P;"siokm smd,- 27T»: ersten Schuß. Wer seinen Beleidiger schlägt, verliert das Rears, die Waffen zu wählst. Nur Pistolen und schmale Drum smd erlaubt. Die Mtrglreder der Gesellschaft dürfen von “Jem de- trunkenen Menschen,_ von einem Raufbold oder wäßrcwd cines Gastmahls keine Ausrorderung annehmen.

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