1835 / 6 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Armuib, anger und Pest, auch noch von dem fürchterlichen Elend des Bürxrkrirges, des Blutvergießcns und Mordes heimgesucht Werden, oder sou die christliche Kirche, um der Habsucht Genüge'zu tbim, durch Menschenopfer auf demlAitare dcs, Myloch untxrüuizi Werden? ch fordere von Ihnen, Sir, Gerechtigkeit fur mcm Va- terland, ia; fordere von Ihnen, als Prcniixr-Mixi.|cr Engiands, als Staaxsmann und als dedristÉtic aufgenbltckliclx Anivendung Jhrer Amts cwait. (1) ha e :e re n. „w. 9 I h Michael_M'xrenua.

Lin dcn sehr ehrenwerthen Sir Robert Peri u. 1. w.“

Hierauf antwortrte Sir R. Peri: _

„Mcin Herr! Ich habe die Ehre, Ibncw den Cmpxang Ji);- rrs Scdrcibens vom Mien anzuzeigen. Das Mmißcrmm Sr Max. hakte schon früher einen Bcricdt über dar; sehr, brkiagenswcribe _Ew cérniß erhalten, woraufZ'dr Schreiben sick) brzerl;t, tt_iid _bar bis 11,55 ndxbig scizcinmden Anordnnngcn getroffen. Ich dave die Ehre i:. s, 'r.

_ Robert Peri. 21:1 Herrn Michael M'Kcnna in Dublin.“ . Die Untersuchung über die Vorsälie bei der Zehnten,- Exn-

“ircidung zu Rnihcormac in Irland [):-e besonnen und wird

eisrigsr fortgesetzt. Es ergiebt sich aus den Zeugeninissxgxn, daß unerr dem Volke die Meinung verbreitet wdrden war, die Solraien häxeen keine scharfe Patromn, und dax“; daß,:r dir Bguern ihren Widerstand zehn Minuten lang fortirizecn imd so;.zar auf die Gewehre der anrückenden Soldaicn mit ibren S:»ckrn sch1ugcn, bevor Feuer gegeben wurde. Ja, sr'WÜ' a!!! die ersten vier V-“r-vundeten nirdexftürzern, soßen die Übrigen Bayern geglaubt haben, es sry die;] m:: Folge des Scizrchrns geWes-cii. Daß der kommandircnde Offizier so wie die Soidarcn drr: delichim Langmuth bewiesen haben, scheint s:!) kZ-Kl' zu ergeben. Die Aufregung, welche das EreiZnH hrrvobracixtr, isi indeß so 9roß, daß man der Beendigung der Untersiléhäikg gespannt eniaegensieht.

Der Sunday Herald will wissen, Lord Brougham habe im Herrn O'Connell gesdhricbcn und ibn gcwarm, in Aiirm, was er sage und schreibe, auf seiner Hut zu seyn, drm: man laura auf eine Gelegenheit, ihm das Handwerk zu learn.

Ein „Korrespondent der Dubliner Evening-Posk mei- det, daß der Archidiakon“ Ryder am [chern Sonntag von vier bewaffneten Dragonern nach der Kirche von Gorerrr, in drrcn Nähe der mrhrcrwähnte Zehnten-Kawpf stattgefunden hatt.“, be- gieitce worden sei), Zur Unterstützung der Wittwcn und Wai- sen der bei jener Rauferei Erschlagrnen ist exne Subscription er- öffnet worden. Herr Hudson, ein bxnachbartrr Geiiiiriixr der bischöflichen Kirche, unterzeichnete mit 5 Pfd. und Lord Cien- curry mit 30 Pfd. * .

Lord Eilenborougi) hat, als Präsident der Ostindiscbrn Kon- trolle, die beiden mum Bischofssiße rrn Madras und Bombay, Welche noch vakavt smd, und mit deren jrdrm ein Gehalt re:: 2500 Pfund verbunden ist, zu vergeben.

Gestern gcgen Abrnd brachtc rin Exprcffrr airsFaimonei) die Nachricht nacd London, daß das Schiff „Espoir“, wmhes Lis, sabon am 22. Dezember viriassen hatte, dort angekommen ssp., Uiddaßsich,11aéd drr AussaZe drr S-ch*ffs;Mannschafr, in dchpa- nischen Provinz Gaiizirn cm der Pormgicfisckxrn Gränzc cine Kariisiiscde Bewegung gezeigt habe, so da;; die Portugiesiscben Truppen aus der Previüz Minho nach im" Gränze hm beordrre worden srym. Mit dem genannten Schiff isi die Thron-ers k):er cinqegangrn, welche die Königin Donna Maria am 18. d. M. bdim Schluß der diesjährigen Certcs-Session gehalten hat. (S. Portugal.)

An der heutigen Börse wollte man wiii'en, daß jene Nac!)- richt von Karlisiischen Unruhen in Galizien sehr iibertricben worden sey. Sie ham anfangs die Spanischen und Portugie- sischen Fonds zum Sinken gebrardt, zeigte sich aber bald als etwas; sehr Unbedeutendes. Spanische waren auf 52: gsfaxlen, Portugiesische auf 8.32, schiessen aber, erstere zu 5.31. 5: &, letztere zu 85; 5 86“,- _

Ein Privat-Schreiben aus Caicutta vom 2. Septembrr meldet, daß das Wetter sehr günstig gchsen und viel Regen YFM sep, und daß man die anigo-Acrnte auf 100,1,00 Körbe ! e.

-- - London, 3“). Dez. Die Prociamaiion in Bezug orf die Auflösung des Parlaments crscheinc in dem heutigen ?)?egierungs-Biatte, und somit fängt das neue Jahr mit Kampf vnd Qtreit an, ohne daß sich auxh nur im entferntesten vorher- bestimmen ließe, ob das Resuitat zur unmittelbaren Beruhigunz des Landes oder zu neuen Unruhen Anlaß geben wird. Das die Minister nicht anders handeln konnten, läßt iich leicht erklä- ren; aber gleichwohl ist es gewiß, daß sie ein Großer; weißen. Denn sollte die Emscheidung des Landes gegen die Vrrwalrung ausfallen, bevor dieselbe noch GUZZMÖLÜ gehabt, ihre Pläne zu entwickeln, so könnte dies für ein erdammungs-Urtheil der gan- zen Tory-Partei gelten, obgleich es wahrscheinlich nur die Folge des Mißtrauens wäre, welches die Verbindung der UltraTorirs mit dem Kabinett: verursacht. Der Herzog und Sir Robert Peel wollten sich durch die Aufnahme derselben so zu sagen die rechte Fianké decken; aber gerade dadurch, daß sie Männer, weiche bisher gegen alle Verbesserungen waren, befriedigt zu f).».bcn scheinen, werden die Besorzznisse Micr erregt, welche Vcrbrffe; rungen in Kirche und Staat erwarten, besonders aber bei den Katholiken und Nonionformisten, gegen welche jene sici) aii- zeit so feindseiig bewirsen haben. Unter andern sollen die Herren Lefroy und Shaw zu Mitglieder:: drs Jriändisciyen Gcheimen-Raths ernannt worden seyn, Männer, die auf pro- icsiamischer Skike beinahe so heftig gewesen sind, als O'Connell auf der katholischen, und deren Gegenwart im dortigen Kabinetts bei den Katholxkrn gewiß eben so große Besorgniffe erregen würde, als die Gegenwart dieses Demagogen im Mmiiierrum bei den Proteskanten erregen müßte; und zwar um so mehr, al:; Herr Goulburn, der Minister des „Innern, cbrnfaiis als Userq- Protestant bekannt ist. Die Whigs bedienen sich natürlich'aiicr dieser Umstände, um den Argwohn des Volks gegen die rediicbcn Absichten dos Minißeriumi zu erregen. C's smd dieselben Personen, sagen ße,weiche zu sagen pßegtrn: Zeigtuns, wo etwas Fehierhastrs an der Verfassung ist undwir Wollenes beseitigen, zugleich aber das, was aiie Welt als fehlerhaft erkannte, aii Schönheit und Volikom- menheit ““f“!- den roiion borougiis das Wahlrecht behaupte- ten und es den größten Städten verweigerten. Hierdurch vcr- einigen sie denn alle Klassen der sogenannten Reformer in eine allgemeine Opposition gegen die Tories, und auf diese Weise _“ so unbequem ihnen 0Uch später die Allianz mit den Radikalen fallen dürfte "- mag es ihnen wohl gelingen, eine Mehrheit gegen die Regierung ZU erhalten. Freilich fehlt es der ießteren aucb nicht an einem großen Anhang. Nebik der ahi: und ein- fiußreichen Klasse der wirklichen Tories, schließt | Alles an sie an, was der Aufregunéi müde ist, und Ruhe und Sicherheit des Eigenihums alien Re ordtnen vorzieht, ja sogar der Hoffnung “lebt, daß ße mitten in dlkskk Ruhe und Sicherheit die nothwen- digsien Reformen niche vernawlässigm werde; dann die |in große Anzahl der bisher schwankend gewesenen Expertinnen

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der Kirche, im Advokatensiaiide, beim Miiitair wie in andern Fächern, die iich nun versichert glauben , daß am Ende bei der Tory-ertri die Gewalt des Staates eher permaniren werde, ais bei den Whigs. „Dieses zeigt sich klar aus dm vielen Dank- Adressen, welche aus allen Gegenden des Landes an den König ergangrn; brsonders an den 5-6000 Unterschriften, ivcläie dir loyxle Adresse der City erhalten, wie sie in der gestrigen Times in 24 Spaicen der Länge nach aufgeführt erschri- mn. Es ist frciiiä) keine sehr große' Anzabl im Vcr- ix-äirnisse zu drr Wiasse drr Vrvbikchng der Haupxiiadt; ader cs fmdrn sich darunter eme sshr groß»: Anzaizl dcr reicizfirn imd angeschniirn Männer drr Stade, aiif dercn Untrrßüizung jede Re:;icrung [ioiz sryn dürfte; und wirs mehr -- sie finden siIk) ::irdt, wie die NMUN einrs Grote, Prescdkr, Crawfuxd, 051211761! und andrrer achrbarer„Reformer. in Verbindung mit sdi-Yxn, d-c-ren Gesciifscbast Iiirmandm EHM macht, - Cdbbeir hat in seinem leßren Stück des „Registers“ einrx'. in sriner br»- kaiinirn pbbcihasrrn IZrise abZefaZLti-n Brief «m ““S-ir Robert Prei ais“ Komwrnt-r auf drssrn ministeririxes Manifest abdruckcn [:.:-sin, Nachdrm cr daiscibe Paragraphweise zerglic-dert und Zrzxig: hat, daß «Urs, was Sir Rrbcri darin ver:pricht, die Na- t-„on nicéxi brfrirdiqcn würde, kömmt er aiif d-“ii lrßecn PUnkr, wclcher bei drm aiizxmeinrn Lärm von Jedermann f.:st überschen ivordexi: den bffxnriichrn Kredit und die Finanzen. Er vergleicht hier Sir Robert's Sprchye mit der von Pixi und schliei§t mit foigexxdrn Worten. „Lcidrr «bir, mri]: Herr! Pixx sriztr Papier in Umlauf; Sie ziehen es ein; Pitt harre Waizen zu 15 Sedis- linge das Busbcl; Sie habcn ;s zu 5. Prit wurde dem Staat enrtwmxnsn, als der schwachköpfi5en Thorrn sinkender Fonds die Schuid nur auf 400 Miliionen wachsen sa , währeird der Wai- zen 15 Shiisinge gait; Sie haben eine chuid von 800 Mil- lionen und für den Waizcn nur 5 Schilling. Piet befand sich mittrn in einem rühmiichen, kopfverwirrendcn Kriege, und haite uns mit dem Frieden Aussiéhcrn von endloser Giücksriigkeie vor- zuhairyni Sie stehen am Ende eines zwanzigjährigcn Friedens, und haben uns kein Glück" zu verspkccknn, als etwa soiches, das aus cinrm nruen Kriege entspringen könnte! Hier liegt Ihre Wahre Schwierigkeit. chr ist das Ungeheuer, welches, wenn Sic ihm nicht begegnen, und ems-chiofsen find, es zu über- winden, in nicht langer Zeit Sie überwindeu wird.“ Damit es dem Minixier indessen nicht zu leicht werds, das Ungeheuer zu über- winden, kündigt er ihm an, daß er so eber“. ein Büchlein heraus- gdgeben hat, „in rotbrm Leder gebunden, Preis 16 Pence, das jcdrr Tagriößnrr in seiner Wrsiemasche tragen kann, untcr dem Titel: Cobbeu's Vermäcbiniß an die Tagelöhner; oder was für ein Necdt Habrn die Lords, Baronets und Squires auf Grundsiücks in EXTJZQUÖ vor anderen Lenicn voraus“? Mit einer Zuschrift an Sir Robrrt Peel.“ Dies, fährt er fort, sey ihm abaczwunx gon wdrdsn dim?) die Orisémmung, weiche Sir Robert urid drr Herzog von Wcüingion der Armsnbii] gegeben hätten, und er werde diesen Krieg gegen aiirn Best.? so lange fortsetzen, bis durch die Widerrufung jrnes Gtscßrs den Armen das Zhrige zurückxeßcbsn worden. » Abends. Das Parlament is! wirk- iiri) ausge ösi; und die Vrrsammiung des nouen Parlaments an den 10. Febi-Uar fcfkgrsrkzt; vor drm Ende Januars jedoch wer- dcn aiie Wahlen beendigc seyn. *

Deutschland.

Leipzig, 2. Jan. Infolge der mit Anfang “des Jahres erschienenen Listrn sind im verflossenen Zaöre in unserer Stadt 238 PaKre gekraut, 1314 Personen eborrn worden und 1204 vcrxiocben. Uiitcr den Geborenen be nden sicb 670-mäxxnlic13en und 044 wcxblichen Geschlechts, 13 Paar ZwiUingr, 220 unehr- lich-: K*nder und 7.3 Todegedorne (darunter 22 Unrheiiche). Zn! Vsrgicici) Mt dem Jahre 1833 sind 183 weniger verxxorbcn und 13 mehr geboren. Scibstcncieibunqm werdrn .; gezäßit; dagegen belässt sich die Zahl drr verunglückten und u::rgckommenen Per- s-enrn auf 9. Tin Schiagfiüsscn siacben 54 Personen, an den Biattcrn 2. 7

“91118“ Hartba wird unterm 31. Dex, geschrieben: „Gestern Abend gegen 8 Uhr brach hier ein Feuer aus, welches binnen kurzem 16 Gebäude (darunter eins aus dcm angränzenden Dorfe Re::xßarrsthai) gänziici) zerstörte und mehrcre andere zum Theil bedeutend beichädigts. Zwei Knaben, in dcm Alter von 8 und 13 Jahren, kamen in den Flammen um. „Dir nur am Mobi- [Tak vernri'achte Schaden wird vorläufig auf 5000 Rthir. an- gesÉTaqen.“

München, 1. Jan. Am 28 Dix, Hatien die Portugiesi- schen Abgeordneten eine Audienz bei Sr. Maj. dem König. Am nämlichen Tage eilte der Französische General Gras Montes- quiou als Courier von Wien nach Paris durch Miinchen.

Dem Vernehmen nach wird Se. Hoheit der Herzog von Leuchtenberg nur von seinem ehemaiiZen Erzieher, dem Grafen Mejran, und einem Secretair nach Lissabon bcgkeitet werden, und Beide werden in einigen Monaten nach München zdri'ick- kr rrn.

h Die zum Briizug des Gcs-ßcs über die Errichtuxg einer Bayerischrn Hypoihrkrnx urid W:Osei-Bank ernannte Kommis-

sion machr ziir Beantwortimg mehrerer Anfragen bekannt, daß,

das Gisclz mir die Haupt,Brstimwungen enthaite, die weitere Ausfuhrung aber den Statuten vorbxhaitcn Habe, zu dersn Be- rarmmg di-x Accionairs, deren bereits mehrere ihre Britrites- Erklärung iibergebxn habrn, b:“rrifrn werdcn folien, sobald eine geniigend: Anzahl vorhanden seyn wird. Einstweilen wird aber crkiärr, daß die Action auf 51-0 Fl. fefigeftellc, in den vorzüg- lick|m Städten des Königrciäss Fiiiai-Banken errichtet nnd Einirituuzcn zur Erhcbitng der Zinsen und Dividenden auf den großrn Handeiépiäsen drs Auslandes getroffen werden, zu wcichcm Geschäfte schon mehrere der vor Üglicbiken auswär- tigen Handelshäuser sich bereit erklärt ha rn. Die Kommis- sion wärs): darauf aufmerksam, wie diesis Institut nicht nur wohithäcig im Interesse des Gucsdrßßrrs und der Gewerbe, und zur Wiederbelebung des so sehr gesunkenen Pri- vaixKrcdits sry, sondern auch den Geldbesißern eine vollkommen sichere und vortheiihafce Kapital-Anlage biete. Seibß den Forids nur zu 10 Miilioncn angenommen, so stehen, nach Befriedigung des nächsten Bedarfs der Gutsbesißer, der Bank noch 4 Millio- nen, und nach Ab ug drs ku behaltenden Kaisen-Vorraths von einer Million, no ) 3 Milionen baar und 4 Millionen in un- verzinslichen Banknoten, also 7 Millionen (ohne die wahrschein- lich sehr zahlreichen Darleihen) zu Gebote, womit sie andere vor, theilhafte Wechsrlgeschäfte betreiben kann. Den Gewinn aus diesen auch nur auf 6 pCt. gerechner, während die Zinsen der Hypotheken-Darlehen schon mit 4 pCt. gedeckt snd, ergiebt sich immer eine ansehnliche, und um so mxhr gesicherte Dividende, ali der Bank durch das Gesetz die prompteske Execution, deren ?odaiitäten sie selbst festsetzen darf, zugesichert ist. _ Die Kom- mission wird nächstens jene Commissaire bezeichnen, bei welchen die Subscriptionen zum Beitritt angemeldet werden können. Das erste Bataiaon des Königl. Bayerischen 10cm Linien-

Jvfantci'ie-Regimrnts ist am 21, De . auf 8 Schiffen- Is" dm Königl. Griech. INärine-Licutenant aphtis geführt, Lt 154 Ta, gen von Navar-“n in Triest eingetrdffen, und wird nm., a Mah tener Quarantaine seinen Riickmar7ch irak!) Bayern antretex, Augsburg, 20. Dez. _ „, schen Beobachtungen brkannie Dom-Kavttular Stark brit unterm heutigen Tage Folgendes publixirt: „Heuer gestrttere seit Langem wieder einmal der [);-iicre Himmel einen freien Anblick drr Sonne, auf welcher drri Flecixn-GrUpp-Zn zu sehen waren, wovon d,", erste in der nördiirhrn SOLLTiktiHälste scix-on naoc "aw Westlich,n Rap.de, und nur zwiscHen 5, “0 bis 6, “3 von demseibrn entfernt stiijiÖ; die UN:“ brfaixd fich in der südlichen Sonnenhälfrexmz zwiiÉcn 10, “7, und 11, “2 von demselbrn wesiiichen Sonim, ra-„xd ad; dir dritte war nur 12, “7 vom ößlichrn Srnnenram cUti'ikitii, aber so saßwacé), dai“; mgn eine mittlere und mehr 11915;- Ozffnungen kaum vor. der [12 umgibrndrn Unmstunn :*„Zzeireri krimis. Daiéir abcr zrickznrte sci) m der zweiten Gkkp "ein? große Oanung aus, die ungefähr 18“ im Durchmes hirit, was 180.3,21 geographische Mellin beträgt; und o, Felde, rinige ?fbwrickwngen Wigerechnct, bei§dhr_kreisförmig “xv“ so nahm sie ckan Flächenraum von 2,553,8.)1 gqurarhiichx Meilen ein. "Außrr dirsrr großen Orffnuwg emhirlr diese Grur noch eine mitiirre U:“;d drei kleine Ocffnungxn. „Zu der ob erw-bemen ci'strw Grappe aber sah man zwei-Untiefen, in der wrstléchere dr-si 117111145: 1571 ganz vereinigte und wei kleine Ossi nungen enihirir; dir nur 1, 1.3 davon entfernte stlickyrre Umi- entöieir eine große und eine mittlere Orffiiung, die, ebensa qanz nahe bei cinaxidrr siaiidenz “außerdem befanden sich no Zwiicixen beidrn Untiefen einige ricine Oeffnungen. Das Bar meter stand 1707 27“, 21“, 0, eme „Höhe, bis zu welcher esl, diesem gan rn „Iaßre nici): smd erhob; und heute 5 Uhr früh dem: die .Käxte der 10 einen haiben Grad, da der Thermomecrr ., in Nord 10, 5 Grad R. unter dem Gefrierpunkte ßand; u 2 UHr Miimrs Gefrierpunier“: und ein gleich harmonirendes südlich frei geg die Sinne zeigte beitiahe 2 Grad Wärme ober dem Gesrx

te./, . punk,'“Ocirmskadt, 31. Doz. Vorgestern Abend starb hier ua kurzem Krankenlager, Hr. ])1'. Schwabe, Großberzogl. H'- "evemg. Prälat, I)iitglicd der isken Kammcr der Stände, Sup intrndrnt der Provinz Starkenburg, Obcr-Prcdtger der N- denz Darmstadt sc., bekanntlich vor noch nicht zwei Jahren; von Weimar auf diesen Posten hierher berufen.

2111126. Dezember haben Se. König!. Hoyr-t der Gro Herzog dem zweiten Präfidrnten des Obrr-Äppeliarcons- und C' sations-Gerichts, ])r. Franz Joseph v. Arens, den Charait eines Wirkiicixen Gebrimrn Raids mit dem Prädikat Excel] - und drm Grhcimcn Kabinets-Secretair Andreas Schieiermach

QM CHarakcer cines Geheimen Raths vrrliehen.

Spanien.

Madrid, 20. Dez. Zßre Majestät die Königin hat ['am in einer Privat-Lindienz die Botschafter Englands u Portugals“ und den Dänischen Geschäftsträxxer empfangen. Botscbafcer Englands hat der Königin ein Schreiben sc Souvrrains, und der Dänische Geschäftsträger ein Schreib der Königin von Dänemark überreicht, welche Ihrer Majesi fiir die Uebersendung dcr Insignien res I)iarie-Louisen-Orde dankt. Der Botschafter Portugals hat Ihrer MIjsÜäZ djeZ fignien derOrden Portugals überreicht, weickw die Königin Don» Maria an Jsabeiia il. übersendet. _

-- Englische Blätter enthalten folgende Prwat-M theilxmq axis Madrid vom 20. Dezembir: „Die Prrkurador nahirieä heute mrbrcre Rcductionen met dem Budget ,der gu wärtigxn Aiigclegenbeiren vor. So wurden ron drm bisherig Gröaitr des Spaiiisäxn Boischafters in Paris, wriches600,11 Rcalrn (150.000 Fr.) betrug, 100,000Realen abgezogen. so reducirte man die Gehalte des ubrigen in Paris angestell Gcsandtscdafis.Personals. Beibehaiien wurde dageqen das “- ha!: des Spanischen Gesandtrn m_London mit 360,000 91 [en. Das Gehait dks interimisciick) in Liffabon begiaubig Botschafters, Herrn Perez de Castro, kärzte man ebenf- um 40,000 Reaien, brhielt dagegen die Geheim unserer dip nmtiichen Agenten in Washington, Rio-Janeiro und Grind land bei, naohdem vergeblich versucht worden war, die leit Function in ein bloßes Generai-Konsulat zu verwandt “2116 man hierauf an die 75,000 Rraien kam, welcbe für e-- Agenten in Rom beantragt wurdcn, fragte der Graf deli Navas, weleher Arc dicse Agentschafc sey? Herr Martix!- de la Ros a entgegnete, freilich habe der Papsi, als weit!: Macht betrachtet, die Königin Jiabelia noch nicht anerkan alicia, obwohl man nicmais eine solche Anerr'rnvung erbit werde, so glaube er doch, man wisse durch Beibehaltung solchen Agenten seine Wiüfährigkrir beurkunderi, die diplo -' schen Verhältniss mit dem Römiichen Hof: werder an uknüvf Zwär erinnerte Herr Arguelies im das energische erfaht welckzrs vor 100 Jahren von Philkpp 9. gegen“ den Römis Hof beobaciztrt worden sey Mid drnsriben, da er eben io wie jeßtdieA erkennungvrrwrigrrt, ziir Nachgiebigkeit _gezwunch habe; semV langen, daz; mcm diesem Beispiele joiqrn :oiir, war [edoch vergebli Nachdrm Hrn“ Wkartinez de la Rosa darauf noch eiiimal merkt hatte, man dörfe sieh mit dem Hayptr drr Christenh nicht geradrzu erzürnrn, sondern müsse chin die verweigek Anerkennung drr Königin Isabeau zu Gute halten, da dies Weigerung nicht die Abficbc zu Grunde liege, Spanien zu leidigen, dieselbe viciimhr nur dem Einfluss anderer Höfebeli messen sei), wurden die 70,000 Realm für den Agenten in * bewilligt. Ein ähniichcr Beschluß wurde dann in Betreff " Neapolatanischcn Hofes gefaßt, indem _man bemerkte, daß, ovw de::“cibc ebenfalls" die Königin noch nicht anerkannt habt- d0ch schickiich sry, die Verbindung mit demselben nicht gan) " zxrbrecyen, weil dor: die Muttrr der Regentin residire.“

*- Die Aligemeine Zeitung berichtet in einem Schrei axis Turin vom 21. Dezember: „Wir haben Briefe aus '*' crlona, die keine erfreuiicizcn Ausficixien für die Königin-Rei tin eröffnen. Es heißt darin, daß die Bevölkerung von Ma das größte Mißvergnügen über das Betragen der Rigentm ** ßere, und daß einfiußreici): Personen die Nothwendigkeit einsäh sie entweder gänzliä, von den Geschäften zu entfernen, oder einen Regentschaf:s-Rach beizugeben, um unter den gegeniv'

en schwierigen Umständen nicht ohne eine thätige und krä : Zeitung zu bleiben. Mehrere Proceres sollen [ich offen t?egen Königin ausgesprochen haben, und auf dem Punkte ste m- * Motion zur Errichtung einer neuen Regentschaft 1: nm

Die Königin hat von diesem Vorhaben Kunde, und va da “. schr bestür t seyn. Ihre Freunde und Anhänger wünschen, die » drohende Éefahr abzuwenden; allein die besten Rathschiäge

den bei der Durchlauchtigm Frau kein Ge dr, denn wenn[ leich Scharfftnn genug befißt, um ihre age zu beurt ]- Jo ist fie doch andererseits leidenschaftlich _ und unbeson,

Der bissig?- durch seine astronomiz,

abrr iiaxid derselbe auf 7, 3 Grad unter d i

demnach einer klugen Handlungéweise durchaus unfähig. Es wäre also möglich, daß nächstens eine wichtige Verän- derung in Spavim vvrginge, und daß die Kdnigin-Regcm tin verniockz: würde, das Land zu verlassen, oder daß sie einen Mitregrmen erhielte. Soilxe Lcizteres der Fall seyn, so xüxsce der Inform Don Francisco, der sehr populair ist, be- U41?" werden, die Leituwg der Rez.;ierung wit zu Übernehmen. _. Zn Cataiomen herricizt seit Liauders Abberufung roße Gährung,“ux1do man fürchtet eine Explosion. Dcr treue cm*- xahCaviiam Mrd mit Mik)? Scié-wicrigkriten als -sein Vorgänger u kämpfen haben, denn Lia'adcr war von den Cataloniern ge,- achtkk- wenn auch _nicht geliebt. Der Eintrixr dsr schlechten Jahreszeit soll sich sehr nachthriiiq für die militcxirischen Oprrax tionen in Navarra aniassen; die Artillerie, die vorzügliche Waff-«x dci' Christinos, iii bei den schlechien Wrgen nii'ixt fox-tzubringrn, „„o insofrrn befiizdin Kei) dir Karlißen im Vorthril. Dkk Re- qm ßxl siromweiie in ganz Spanieu, Und hatte in Vali-adclid, Sevilla, Gibraltar große Vrrizeerungcn anarrichter. Ja irßkgr- nannter Stadr wurden durch_dic Regrxigüsse Fclsensiücrr losge- offen, die einige Häuser vcrichkirtctrn, » General VKU H,;ien, der einen Streifzug gegen Aragonien hin gemacht hatte, ist fai? von Trappen entblößt zurückgekehrt. Es i.beint, daß die Karli- ßjschen Parteigängrr ihm an Geschickiichkeii odcr Tritpprnzahl überlcgcn waren.“ »

Portugal.

Lissabon, 13. Dez. Die Lissaboner Zeitung tbrilt den Heiraths-Vertrag zwischen der Königin Donna Maria und dem ?erzoge von Leuchtenberg mit; ders-slbe lauter. folgen.- derma en:

„Nachdem die Unterzeichnrien: Ildefonso Leopold Bayard,

Ritter des Christ-Ordens :c. durch Zhrd Maj. Donna Maria "„ Königin von Portugal und Algarbicn, hierzu ernannter und u diesem Ende ermächtigtrr und mit den gehörigen Vollmachten versehener Minister:.Kommissar; und der Graf Stephan Mejean, Klammerherr Sr. Mai. des Königs von, Bayern :e. durch Se. Königl. ob. den Prinzen August Kari EUZc-n Napoleon, cr- zog von suchtenberg und Saum Cru , Fürsten von Ei(ysk dt, ersten erblichen Pair des Königreichs ayern, ermäckxtigrc und mit Vollmachten versehen, sii) versammeirhaben, um die Bedin- gungen der durch Se. Kaisers. Maj. den Herzdg von Braganza, als Regenxen Portugals, zwischen der sehr hohen und sehr mäch- tigen Sonora Donna Maria 11., Königin von Portugal und Algarbien, Tochter Dom Pedro's, .Kaisrrs von Brasilien und Königs von Portugal, Herzogs von Braganza, und drr Kaiserin Karoline Josephine Lcopoidine, Er hrrzogin von Orsterrcich Jie Gott in seiner heiligen Giückselig :t Haben rookie), und r. Königl. ohcit dem sebr cdcin und Durchiauchiig§7en Prinzen AuZust ari Eugrn Napoleon, HcÉg von Lcuchtenberg und Santa Cruz, Fürsten von Eichiiädt, 0511 Sr. „Köni„l. oheic des sehr hohen und Durchlauchtigiim Prinzen Eugen apo- leon, ?crzogs von Leuchtenberg, ssiigrei Andenkens, und drr schr ho en und Durchiauchtigsicn Frau Auguste Amalie, Kdnißl. Prin essm von Bayern, entworfene Vermähiung zu beschließen und ?es'szusielien. Nachdem der Minister-Kommissar I. Majeskät der Kö- uigin von Portugal und Algarbien erklärt hat: daß besagte Kd- nigin alle in Betreff dieser Vermählung durch ihren erlaucbten Vater, den Herzog von Braganza, der, mit ihrer Bewilligung imd Uebereinstimmung ihr Se. Königl. Hoheit den Prinzrn Au; gust Herzog von Leuchtenberg und Santa Cruz, Fürsten von Eichstädt, wegen der hohen Meinung, die er von den Tugendrn und edlen Eigenschaften diesrs Prinien, und ebenfaiis aus seiner festen Ueberzeugung, daß dirser Prinz nicht nur seine erlaucdie vielgesirbte Tochter glücklich machrn, sviidcrn auch zur Wohlfaßrt der Portugiesischen Monarchie und zur Befestigung der von Gr. Kaiserl. Max. verliehenen Institutionen beitragen würde, zum Gemahl bestimmt hatte, getroffenen Anordnungen genehmigt und bestätiget habe; und nachdem besagter Minister bezeiigt hat, daß Ihre Majestät die Königin, seine erlauchte Souverainin, kraft der vollen Ausübung der Rechte, die ihr durch die Gnade Gottes und durch die Constitution der Mo; narrhie zustehen, Welche Ausübung ihr durch die allgemeinrn und außerordentlichen Cortes der Poriugirfischen Nation, nach,- dem sie das Alter der Großjährigkeit erreicht, übertragen und ferner, »1raft der. durch besagte Cortes biwillégten DiSpensation ermächtigte worden, sich mit einem fremden Prinzen u vermäh- leu, beschlossen hatte, besagten Minister-Kommissar na München zu senden, um mir dem Kommissar, drr in jener Haapistadt durch Se. K. Hoh. den Herzog von Leuchtenberg und Santa Cruz_ die Bedingungen ihrer Vermählung. mit dem Prinzen abzuichließen und zu unterzeichnen, find besaZte Kommissare, nachdem sie ihre Vollmachten ausgewechselt, über folgende Arn“- kei übereingekommen;

Art. 1. Die durch Sc. Kaiserl. Maj. den Herzog von Braganza vor eschlagene, durch Ihre Maj. die „Königin von Portugal und lgarbien Donna Maria 11. zwischen besagter Kd- nigin und Sr. K, H. dctnPrinzen Angus? Karl Eugen Napoleon, Herzog von Leuctcenberg und Sanin Cruz, Fürsten von Eich- sädt genehmigte und bestätigte Vermählung soil zu Lissabon (wo gegenwärtige Uebereinkunst ratifizirc werden wird) mit der er- 11"Wien Person, welche durch Procuration die “Person des Her- 1038 von Leuchtenberg im Vermählungs-Vrrtrage repräicnciren Wird, gefeiert werden. Die religiöse Ceremonie soll nach den Grbräuchen und Formen der katholischen, apostolischen und Rö- mxschen Kirche stattfinden; sie soll vor dem Altar durch Se. Königl. Hoi). den Prinzen in Person bcfiätigct werden, wenn er zu Liffabon ankommen wird.

Art. 2. “,[s Portugiesischer Prinz naturalisrt werden und von der Na- tion eiiie jährliche seiner hohen Stellung angcmrisene Subsidic erhalten, die nicht geringer als 50 Contos de Reis jährlich seyn darf und von der durch Ihre Mai. die Königin seixier Gcinah- lin angewiesenen Dotation, nach den Instructionen des »Minißer- IkYmissars „Ihrer Maj. vom 3. Okt. 1834 unabhängig seyn

r

Art. 3. Se. Königl. Hoheit der Prinz August, Herzog von Leuchtenberg und Santa Cruz , verspricht, sich mit besagter Subfidie xufrieden zu erklären und auf jeden anderen Anspruch “Uf die Dotation oder die anderen Güter, welche die Dotation der Köni in, kraft der Geseße Portugals, constituiren, so wie auf alle briqe Güter, welche seiner eriaucbten Gemahlin gehö- ren oder in Zukunft gehören werden, zu verzichten. Si. Königl.

oheit wird dieses Vorsprechen , wenn es nöthig ist, bei ihrer "kunft zu Lissabon vermittelst einer ausdrücklichen und förmli- chen Verzichtieistung bestätigen. »

Art. 4. Ihre Maj. di-: Königin verspricht ihrerseits, in

* dem Falle, wo se ihren Gema !, den Herzog von Leuchtenberg

Und Santa Cru , überleben w rde, keinen Anspruch auf die Gü- ter ihl'ts Gema is zu machen, Welche (sie mögen Patrimonial-

Nach voilzogener Vermählung soil Se. K, Hoi).

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Güter, oder, vor oder nach der Vermählung erivorben worden seyn? auf die natürlichen Erben des Prinzen oder auf diejenigen Perionen, die er entweder durch Testament oder auf eine andere Weise bezeichnrc haben wird, übergeben werden. In jedem Falle wird Se. Königl. Hoheit der Prinz die vokle und freie Verfü- gung uber all? seine Güter, gemäß den in den Ländern, wo sie stch befinden, M Kraft bestehender: Gesetzen haben.

Art. 5. In dem Falle, wo der Prinz seine eriauchte Ge- maßlm Übcrlrbrn würde, wird er fortwährend die Subsidie ge; yiryen, wovon im Art. 2 die Rede iyi, und ferner wird Man ihm Zitirn der Königi. Paläste zur Wohnung geben; aber die SubiLdie_1vird auf die Hälfte vermindert werden, und er wird kcinrn Anspruch haben, für den zu srincr Wohnung beikimmren

PW?“t enti'chädigt zu werden, wenn er außerhalb drs Königreichs ;

résidit'en wird.

0 Art. 6. Die Söhne und Töch99r, welche aus der Ei;- Ybrer Majestät der Königin von Portugal und Aiaardien mit Fr. Königl. Hohric dem Herzog von Leuchtenberg imd Santa- Crux, Zezeugt wsrden dürften, können das Königreich obne aus- drüékieOe Ermäckxtigung dsr Cortes der Portugiesischew Nation nicht virlaßcii; weder die einen noch die andern können Ehen ohne die Einwilligung ihrer eriauchien Mutter, und im Faile dcs ?iMrrber-S derselben, ohne die Einwilligung des erlauchien Obrrhaupirs der Familie, das ihr auf dem Throne Portugals fdlzrn wird, kontrahiren. Endlich versprechen, im Namen und von ScitrnZhrrr Maj. der Königiii von Poren alundAlgarbien, in:Na- men und von Seiten Dr.Königl. „Hof).des“ rinzen August, Her vgs von Leuchrenbcrg und Santa-Cruz, wir unterzeichneten „Kommi are unter der Beglaubigung und dem Königlichen Worte unserer erlauchien Mandanten, daß die obt'n besagten sechs Artikel, so wie sie abg-faßt sind, beobachtet imd erfüllt werden soUen, und krafrder Ermächtigung, welche uns die besagten Volimachten verleihen, unterzeichnen und beßäiigen wir dieselben, damit von diesem Augenblick an ihre Vollziehung beginne Wirkung zu haben durch die Procuration, die durch Sk. Königl. Hoheit

= den Prinzen August nach Lissabon gesandt werden wird. Zu

dessen Ut“ unde unterzeichnen wir drn gegenwärtigen Vermäh- lungs-Vertrag und drücken demselben unsere Siegel auf. GeZeben zu München, 8. November 1834. (Unterz.) Ildefonso Leopoldo Bayard. Der Graf Mejean.“

. Lis s abon, 22. Dezember. Die Königin hat am 18ten d. die dieSjährige Sesüon dcr Cortes mit folgender, von ihr in Person Zehrlrcnen Rede bis zum 2. Januar prorogirt:

„Me :::: Herren Pairs imd Drputirtrn! Es ist Zeit , die Arbeiidn der allgemeinen Cortes auf kUr e Zeit zu unterbrechen. Die Abgeordneten bedürfen nach so em ger Wahrnehmung der

Angelegenheiten des Landes einiger Ruhe; auch wird durch die .

herannahende Weihnachtszeit cine fromme Rasi von einigen Ta- gen gefordert, Zwei Hauptgegenstände für das öffentliche Wohl waren Ihnen zur Erwägung empfohlen: die Fortdauer der Re-

.grntschaft während Meiner “Minderjährigkeit, in der Person

Meines erhabenen Vaters, und die Annahme des nothwendig gewordenen Grundsatzes, daß Mein künftiger Gemahl aus der Reihe der auswärtigen Fürsten gewählt Werden solle. Beide Fragen wurden von den Kammern auf die den Ge- fühirn des Portugiesischen Volkes am meisten usagende WCTse geldzi, was mithin Meinen besten Dank erhei cht. Ein beklagenswerthcs Ereigniß änderte die ersie der genannten Maß; regeln -- und erfüllte jedes Portugiesische Herz mit Trauer. Die unglückliche Krankheit, wclche Mich in wenigen Tagen Meines hochgcliebeen, ewig verehrten und beweinten Vaters beraubte, macht? es schlechterdings nothwendig, daß für die künftige Regierung des Landes gesorgt würde. Die Kam; imr der Abgeordneten erklärte Mick) mit völliger Einstimmig- keit, und die der Pairs mit sehr großer Mehrheit für voll- jährig, und in Folge dessen ist die Regierung der Nation auf Mick) gekommen.“ Im weiteren Verfol giebt die Königin viele feierliche Versprechungen, daß sie aus MFG, ais auf das Wohl des Landes bedacht seyn wolle. Sie benachrichtigt dann die Kam- mern von ihrer Vermählung und sagt ihnen, welches Glück sie durch dieselbe für sich und ihr Volk erwarte. Sie dankt den Cortes für die freigebigen Bewilligungen, welche sie für sie, die Herzogin von Braganza und deren Durchlauchtige Tochter ge- macht, und wodurch sie die strengste Beachtung des Verlangens ihres erhabenen Vaters gezeigt hätten. „Fortwährend“, sagt sie weiterhin, „erhalte Ich von Meinen auswärtigen Verbünde- ten dieselben Versicherungen der aufrichtigen Freundschaft, und der Friede, welcher zwischen der Portugiesisckien Na- tion und den anderen Mächten Europa's bestanden , wird bald in Einklang mit dem wechselseitigen Vortheil: der Nationen und dem aiigrmeincn Frieden Europa's befestigt seyn.“ Hier- auf wird des innern Landes-Zuftandes gedacht, der im Ganzen als sehr zufriedenstellend geschildert wird, indem die Behörden jetzt mit gebührendem Nachdruck zu Werke gin_ en und die We; nigen eregeleiteten, die noch Miguelisiischen esinnungen an- l)ingrn, bald von ihrer Thorhrit überzeuge seyn würden. Hier- bei wird der geseßgebrnden Gewalt ein leiser Vorwurf gemacht, daß sie nicht alle ihre Zeit auf Maßregeln verwendet habe, die den Zustand des Volks, die Rechtspflege und innere Verwaltung hätten verbessern können, und die Hoffnung ausgesprochen, daß dies in der bevorstehenden Sessxon der ordentlichen Cortes allem Anderen vorangehen werde.

Graf Linhares, der Schwager des Herzogs von Palmella, ist als Gesandter nach London bestimmt; der Graf von Villa- real, wie es heißt, nach Paris. In der Hauptstadt und in den Provinien isi jeizt Alles ruhig.

Herr Carvalho ist damit beschäftigt, ein dcn Cortes am 15. Januar vorzulegendes, bedeutende Ersparnisse bezweckendes Bad- ger für das nächste Jahr zu entiverfm.

Am nächsten Montage folien wieder 140 aus dem Dienst entlassene Engländer eingeschiffc werden; auch die Beigier find auf dem Punkt, fortgescdickc zu Werden.

Am 191211 d. wnrden hier 50 Contos (etwa 12,500 Pfd.) Staats-Schuidscheine öffentlich vernichtet.

Griechenland.

Nauplia, 30. Nov. Die zwei Mitglieder der Königl. Regentschaft, Herr Graf von Armansper und Herr von Kobeli, find Sonntag Abends von hier nach Ar en abgegangen, Das dritte Mitglied, Herr von Heideck, blieb in Nauplia zurück, wie man sagt, um den König zu begleiten, welcher von hier am 10. Drzrmber abreisen wird. Desseiben Tages ging auch der Justi ; Mmiüer, Herr Praides, mit seinem ganzen Personale dahin alk, desgleichen die Ministerien des Krieges und der Marine. Auch die andern Ministerien rüsten sib zum Aufbruche, und keine Behörde ist in Raupiia mehr in Thätigkeit. _

Briefe aus dem westlichen Griechenland melden, daß in A1- banien (wie bereits erwähnt) ein allgemeiner Aufstand ausgebro-

chen ist; die kriegerischen Einwohner haben fich von der PWW unabhängig erklärt. Taphil-Muzis hält an der Spike von 0000 Mann Perali besEFk- die Zsokidtn aber Tepelmi und Argyroea; stron. Ueberail ha en die iiufrührer die Lokai-Behördcn vertrier betr. Zwei Anführer stehen an der Qpixze der vordersten Ab- theilungen, von welchen die eine gegen Janina vorrückt; die; andere richtet sich auf Pitolia, Wo sie durchkommm, wird I?“ brannt und geplündert. Die Aibanesen haben sich durch einen Eid verbunden, die Waffen nicht niederzulegen, bis sie ihre Ut)- abhängigkric rrobrrr haben. Ein Rack) (Tsumanto) is von U)“ nen eingeirtzi wordrx-a, Und man versichert uns, daß der Charak- ter drs “2111014221171“? *'ci«-r ctécißhafc sry,

Z.'»xai„“iiien.

Frizrndri «xi: dy, «((ck-711731731 drs SCHUB- :md Trukz-Biändniss- ses _mtt drn Vrrriw :*);1 iI-ixiatcii, wrirbes nächsicns m drr R7.“- pxxä*cr-tiiiii'cvx-Kainxnc „iir *TaskUss-WÜ kommrn soli: „71111. Das Fidiserreiri) Bi'äsiiir 711113 die Vrrrinigtrn Stadien von Nordr Amerika biidrn cin. n geir-rinscbastiiMn Bund ziir grgrriseicig-m'. Vél'thel'digung grgsri i-sben iremien Angriff Und zum gcmem: schaftlichen Voriheiir der inneren Interessen ihrer Staats?» 2)- ,Die beidin Nationen werdcn «einander mit aller ihrer Mardi gr- gen_ einen feindlichen Angriff beistehen und werden jähriicd zu diciem Zwecke eine noch näher zu bestimmende Siewme zxjiamx menschießen. 3) Jede der beiden Nationen wird in der Natio- nai-Versammiung der anderen ihre Vertreter haben. 4) „Die Erzeugnisse einer jeden Nation werden in jedem Hafen der an- deren eben so behandelt werden, wie die Erzeugnisse der eignen Nation, und von allem fremden Jolle befreit seyn. 5) Die bei- den Nationen werden einander gemeinschaftlich Hülfe lristen, um eine Verbindung wischen Beiden zu Stande zu brin- geni_ "ähliche Inftitunonm, Kunst und Productidn so!! von 1th an zwischen beiden Nationen gemeinschaftlich seyn. 5) Die Bürger der beiden Nationen genießen auf dem Gebiete der andern alle Vorrechte der Eingebornen. 7) Rechtsfragen, wel; che fich zwischen den Bürgern der beiden Nationen erheben, soi- len entwrder durch gemeinschafriiche Uebereinknnft oder durch Schiedörichter, oder durch ein Geschwormn-GeriM aus einer gleichen Anzahl von Personen beider Nationen entschieden wer- den. 8) Die beiden Nationen machen sich verbindlich, fich ge- genseitig zur Aufrechthaltung einer nationalen Form der Regie- rung und gegen jede Gefahr, welche ihre moralische odcr phyx fische Vervonkommnung bedrohen könnte ülse zu leißrv. 9) Die Brasilianische Regierung wird fiel) 9525 e geben, zu diesem Zivccke einen Allianz: ertrag zu unterhandein, welchcr drucrzd seyn soii.“

Inland.

Berlin, 5. Jan. Nachdem Se. Maj. der König die Auf- lösung der bisher in „Königsberg bestandenen General-Com- misfion zur Regulirung dcr gutsherriichen und bäuerlichen Ver- häRnisse und die Uebertragung der von ihr bearbeitrien Ge- schäfte an die Königl. Regierungen u Königsberg und Gumbin- nen zu genehmigen qeruht haben, i diese neue Einrichtung mit dem 1. Januar d. I. in Ausführung gekommen.

»- Se, Kdniql. Hoh. der Herzog von Cumberland traf am 30. v. M. gegen Mittag nebst Gefolge in Achen ein und seht: noch am Abend desselben Tages die Reise nach London fort.

- Auf der hiesigen Königs.Friedrich-Wilhcln1s':Universitätba- fanden sich in dem Semester von Ostern bis Michaelis 1834 v. 3. 1863 Studirende. Es gingen ab 521, und traten für das gegenwärtige Semester hinzu 458, so daß die Gesammtzahl der immatricuiirten Stxidirrnden für das Semester von Michaelis 1834 bis Ostern 183.3 1800 beträgt. Hiervon zählt die theolo- gische Fakultät 424 Jniändcr und 120 Ausländer, die juristi- sche Fakultät 4313 Inländer und 135 Ausländer, die medizini- sche akultät 230 Inländer und 138 Ausländer, die philoso- phische Fakultät 202 Inländer und 100 AuSländer. Außer diesen immatriculirten Studircnden besuchen die hiefige Univer- stäc noch, ais tLum Hören der Vorlesungen berecdtigt, 554 Per- sonen, so daß berhaupt 2354 an den Vorlesungen Theil nehmen.

- Der u Weslar gebildete Verein für Deutsche Ges schichte und lterthumskunde hat die Bestätigung des Königl. Ministeriums der geisilichen, Unterrichts- und Medizinai-Angeie- genheiten erhalten.

-- Zn Weißenfels fand am 2ten d. M. die feier1iche Einführung der Mitglieder des neu errichteten Land; und Stadt- Geriehtes statt, meiches zuerst unter den in der Provinz Sach- sen neu organisirten Land; und Stadt-Gerichren ins chen tritt,. Nach der Feierlichkeit hatten der Magistrat und die Stadtver- ordneten von Weißenfels den neuen Direktor, Kreis-Zustizratß von Kbnen, und die übrigen Mitglieder des Gerichts zu cinrm festlichen Mahle auf dem Rathhause eingeladen, an wclchew, eins große Anzahl von Bürgern der Stadt, unter ihnen auch dir Königlichen und siädtiscden Beamten, Antheil nahmen. Die &eiterste Stimmung herrschte in der Vcriammiimg, deren erx'cci:

rinkspruch dem Wohle Unsers Ullergnädigsien Königs galt, und die durch mehrere von einem 'Musik-Corps vorgrtragene patrioti- sche Lieder noch erhöht wurde. Am Abend brachten die Bürger,. die in dem neuen Gerichte ein- Vermehrung des ständischs'r; Wohlstandes wahrnehmen, dem Direktor drffeiben einc. fkki'i'liéxk Musik unter Fackelbeleuchtung.

»- Die Königl. Regierung zu Posen bringt im neueste,». Stücke ihres Axiits'biattes ur öffentlichen Kenntnis", daß die Fiö niglichen Ministerien des Innern und der Finan an einen A:“!- trag der Siadcverordnetm-Versammlung und des ?agißrars der- Stadt Posen genehmigt haben, wonach der satt der Miethé- Sreuer bisher bei der Mahl; und Schlackzt-Sreucr erhobene Kommunal-Zuschlag ron 40 pixi, vom 1. Jan. d. I. ab auf"“ 50 pCt. erhöht werden soll.

„___-„ _ .... -.- ..» ...-_..» «..-.- *

Meteorologische Beobaehtung.

1835.

Mor ens Nachmitt. Abends Naas cinmali er 4. Januar.] slight. , ! g

2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

_.;- Luftvruck. . 344,3 , ““War-,I“; 3 0"'Par. 344,7 7"'Yar Quellwärme 7/8 "R, Luftwärme + 3,2 “'N-+ 3-*"Ji+- 2,4"R. ," 3x ] 'N. Tbauvnnkt + 2,5 "R-i- 2-7 "N. + 1,1 "N. “'" w "" Dynsisättg. 94 ICQ 94 _th. 91 pCt. Sodenwärme 2,2 “N Wetter neb ig. trube. neblig. iusdünft' 0,010"Ko, _- [Niedrrsihlag 0, 0 0 3 "Ito,

Wind ..... W. SW. W. Woikcnzug _- SW. ]

Zur Erläuterung der in der Staats-Zeitung täglich erscheinen- den meteorologischen Beobachtungen wiederholen wir hier für di-